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Gemeinde Raesfeld richtet Notfallinfopunkt ein

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Der Raesfelder Hauptausschuss wird heute über ein kreisweites Konzept Notfallinfopunkt NIP beraten. Dieser soll bei großflächigen Stromausfällen als Anlaufstelle für die Bevölkerung am Feuerwehrgerätehaus Raesfeld eingerichtet werden

Grund dafür sei das Schneechaos im Winter 2005 gewesen. Dieses habe gezeigt, dass großflächigere Stromausfälle auch bei uns möglich sind, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Zuletzt fiel im Februar 2022 im Raum Borken der Strom infolge eines Sturms zeitweise aus. Auch durch die für den kommenden Winter drohende Energiemangellage als Folge des Ukrainekriegs sei das Stromnetz hohen Belastungen ausgesetzt.

Durch unterschiedliche Risikofaktoren wie Naturkatastrophen oder internationale Konflikte oder Cyberangriffe könne die Stromversorgung vor Ort großflächig für mehrere Stunden oder Tage ausfallen.

Notrufe bei Stromausfall nicht mehr möglich

Besonders abhängig vom Strom seien die Kommunikationsnetze. Bereits nach wenigen Stunden seien bei einem Stromausfall die Kommunikation über Festnetz und mobiles Internet massiv gestört. Dadurch sind Notrufe der Bevölkerung über die 112 nicht mehr möglich. Die Hilfebedarfe können in der Leitstelle nicht koordiniert werden.

Auch die Information der Bevölkerung durch die Behörden sei erheblich erschwert. Die üblichen Informationskanäle für den Katastrophenfall wie Radio, Warn-App, Social-Media oder Presse fallen weitestgehend aus.

Verhaltensweisen und Hilfeleistungsangebote

Dadurch sei eine Information der Bevölkerung über die aktuelle Situation, empfohlene Verhaltensweisen und Hilfeleistungsangebote dann nur noch sehr erschwert möglich.

Vor diesem Hintergrund habe das Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen per Erlass am 29. Juli 2022 die Kreise, die kreisfreien und kreisangehörigen Kommunen dazu aufgefordert, Vorbereitungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes zu treffen.

Gas-Mangellage

Als planerische Grundlage soll, so heißt es weiter, dabei von einem Szenario einer Gas-Mangellage mit Auswirkungen wie beispielsweise begleitenden Stromausfällen mit mindestens bis zu 72 Stunden ausgegangen werden.

 Der Kreis Borken habe daher angeregt, kreisweit ein gemeinsames Konzept für sogenannte Notfallinformationspunkte zu erarbeiten und umzusetzen. In diesen Notfallinformationspunkten steht geschultes Personal zur Verfügung, welches über ein Funknetz Notrufe an die Leitstelle absetzt.

Informationen zur aktuellen Lage

Zudem werden an diesen Notfallinformationspunkten Informationen zur aktuellen Lage an die Bevölkerung weitergegeben. Die Notfallinformationspunkte seien daher als Angebot an die Bevölkerung zu verstehen.

Diese Standorte, auch in Raesfeld, werden im Vorfeld durch die Kommune festgelegt. Sie sollen an bekannten, gut erreichbaren Punkten eingerichtet und mit Notstrom versorgt werden. Über ein einheitliches Corporate Design und abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit werden sie im Vorfeld in die Bevölkerung kommuniziert und bekannt gemacht.

Einheitliche Organisationsstruktur

 Die Einrichtung der Notfallinformationspunkte erfolgt durch vorgeplante Strukturen und vereinheitlichte Kommunikationswege (gemeinsames Funknetz). Durch eine einheitliche Organisationsstruktur ist es möglich, dass geschultes Verwaltungspersonal aus weniger betroffenen Gemeinden kreisweit in anderen Notfallinformationspunkten unterstützt. Weiteres Vorgehen: Es wurde eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung eines kreisweiten Konzepts eingerichtet.

Das von der Arbeitsgruppe erarbeitete Konzept wird mit den beteiligten Kommunen abgestimmt und dann mittels Schulungen und Übungen umgesetzt. Die Notfallinformationspunkte erhalten eine einheitliche Beschilderung und werden im Rahmen einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht

Kappesmarkt 2022 in Raesfeld in voller Größe und vielen Besuchern

Es war nach der Corona-Zwangspause wieder der Kappesmarkt, den die Menschen kannten und lieben.

Bereits am Samstag war der Ansturm enorm groß. Das Wetter lud regelrecht zu einem Trip nach Raesfeld zum 36. Kappesmarkt ein, der in voller Größe stattfand.

Kappesmarkt Raesfeld 2022

Besonders zur Freude von Ortsmarketing-Vorsitzenden Diana Brömmel, waren an diesem Wochenende rund 150 Stände mit einem ausgewogenen Angebot vertreten. Sie lud am Samstag schon die Besucher dazu ein, den frisch geernteten Kappes oder Kohl aus der Region zu kaufen. „Der ist total frisch und es lohnt sich, dass sich jeder damit einen Wintervorrat anlegt“, so Diana Brömmel. Und das musste sie auch nicht zweimal sagen, denn die Besucher, besonders aus dem Revier, packten sich damit die Tüten voll, sodass am Sonntagnachmittag teilweise der Kohl, ob weiß, rot oder grün, so gut wie ausverkauft war.

martin Tesing Raesfeld
Bürgermeister Martin Tesing konnte bei einem Likörchen der Kappeshoheiten Königin Michaela I. und Prinzessin Silke I. (r.) nicht nein sagen. Foto: Petra Bosse

Kappesball-Treffen von Freunden

Und auch Bürgermeister Martin Tesing war am Samstag vor Ort und freute sich über den enormen Zulauf. Er warb besonders für den Kappesball am Samstagabend, wo alle Krautregionen endlich wieder gemeinsam vertreten waren.

Ein Abend unter Freunden, wo die Gäste aus Ungarn, Leinfeldelden-Echteringen, die Büdericher oder aus der Kohlregion Dithmarschen angereist kamen, um gemeinsam zu feiern. Hier wurde besonders die 25-jährige Partnerschaft zwischen Leinfeld-Echterdingen gefeiert. Seinerzeit entstanden durch Heinz Bröker, der die Gäste im Festzelt begrüßte und die letzten Jahre in einer Bildershow Revue passieren ließ. In Vertretung für die Leinfelder-Echteringen bekam Elke van Luike einen überdimensionalen Schokoladentaler als Freundschaftsbeweis überreicht.

Kappesmarkt Raesfeld 2022
Alte Freunde beim Kappesball: v. l. Elke van Luijk aus Leinfeld-Echterdingen, 25 Jahre Krautpartnerschaft, Kappeskönigin Michaela I., Diana Brömmel (Vors. Ortsmarktein Raesfeld, Heinz Bröker, Erfinder des Kappesmarktes, Kappesprinzessin Silke I. und Bürgermeister Martin Tesing. Foto: Petra Bosse

Wiegen und Messen der Prinzenpaare Raesfeld

Und traditionell fand am Samstag auch das Wiegen und Messen der Raesfelder Prinzenpaare des RRZ und RCV statt. Hier konnten das Kinderprinzenpaar Charlie I. Hutton und Johanna I. Weddeling (RRZ) sowie das Prinzenpaar Andreas II. Heyng und Anja I. Klein-Ridder (RCV) unter den Augen zahlreicher Besucher einiges an Kamellen einheimsen, wenn auch ein wenig bei dem Gewicht geschummelt wurde. Zusammengekommen sind insgesamt 38.500 Kamellen, die natürlich von den Vereinen beim Rosenmontagszug noch aufgerundet werden, zusammengekommen.

Prinzenpaare Raesfeld Raesfeld 2022
Die aktuellen Prinzenpaare und Kappeshoheiten 2022. Foto Petra Bosse

Kappes aus der Region

Gleichzeitig hobelte Jens Temminghoff von der Raesfelder Landjugend unermüdlich Kappes, der an die Besucher für eine kleine Spende für die Vereinskasse, verteilt wurde. Auch sonst zeigte sich die Landjugend ziemlich moderat auf der Bühne und erheiterte die Zuschauer mit flockigen und lockeren Sprüchen.

Für die Händler waren beide Tage regelrechte Erfolgstage. So sagte ein Händler, dass er bereits am Samstag fast so gut wie ausverkauft sei und auf Nachschub aus Büderich hofft. Zum Glück reiste der Kappestreck vom Niederrhein am Samstagabend dann auch pünktlich mit dem „weißen Gold“ vom Niederrhein pünktlich in Raesfeld ein.

Landjugend Raesfeld Kappesmarkt
Jens Temminghoff von der Raesfelder Landjugend hobelte unermüdlich Kappes für eine Spende. Foto: Petra Bosse

Deftiges und hochprozentiges aus Ungarn

Deftig und sehr schmackhaft waren die Speisen auch aus der Partnerregion Vecses, die von allem Händlern die weiteste Anreise an diesem Wochenende hatten. Dazu gab es, wer wollte, einen handfesten 52-prozentigen Obstler, der so manchen Genießer für einige Sekunden erst mal regelrecht den Atem nahm.

Wer Glück hatte, der bekam dann auch noch einen leckeren Schnaps oder Likör von den diesjährigen Kappeshoheiten Königin Michaela I. Prost  und Kappesprinzessin Silke I. Hüging als Begrüßungstrunk.

Kappes aus Ungarn
Die Ungarinnen aus aus der Partnerregion Vecses gehören zum festen Bestandteil auf dem Kappesmarkt in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Der Sonntag war so gut wie „ausgebucht“

Während es am Samstag schon eng in den Straßen war, so steigerte sich das Besucheraufkommen am Sonntag noch einmal deutlich. Die Menschen genossen es regelrecht, sich durch die Straßen von Raesfeld schieben zu lassen. Kein Wunder, denn auch das Wetter an diesem Tag spielte bis gegen 17 Uhr noch gut mit. Und dass, die Preise beim Gemüse durch den trockenen Sommer etwas erhöht waren, spielte keine Rolle.

Kappesmarkt Raesfeld
Ob Weißkohl oder Wirsing. Das Gemüse vom Niederrhein war heiß begehrt. Fotos: Petra Bosse

Mit vielen Tüten, die Kappestaxis hatten wieder jede Menge zu tun, rollten die Köpfe, oder auch Kohlköpfe – dennoch quer durch die Dorfmitte, vorbei an zahlreichen Ständen, die einfach zu einem kleinen Kauf einluden. Blumenzwiebeln, praktisches für die Küche, Handarbeiten, Obst und Gemüse, Käse vom Holländer, Nüsse, nützliches und nicht nützliches, aber schön, wechselten hier die Besitzer im Minutentakt.

Und auch bei Johannes Stegerhoff kam keiner vorbei, ohne ein Schwätzchen wie: „Lange nicht gesehen, geht es euch allen gut? Was gibt es Neues bei euch?“,  zu halten. Aber auch die anderen Futterstände hatten reichlich zu tun, egal ob Fisch, Pommes, deftiges von Süthold oder Kohl-Burger.

Kappesmarkt Raesfeld

Kappeshoheiten auf Werbetour für gesundes Gemüse

Gleichzeitig machten die Kappeshoheiten noch einmal Werbung für das besondere Gemüse vom Niederrhein, was aber eigentlich schon fast überflüssig war, denn die Kohlanhänger hatten nur noch wenige Kohlköpfe im Angebot. Das Wichtigste jedoch war, das hier erneut wieder einmal Eigenvermarktung großgeschrieben wurde. Und selbst die holländischen Marktschreier übertrafen sich, was die Lautstärke anbelangte.

Die Büdericher in voller Anzahl beim Kappesmarkt 2022. Foto: 2022




                

                
                

Fahndung nach Sexualdelikt auf Friedhof in Borken

32-jährige Geschädigte wurde auf dem Borkener Stadtfriedhof von dem bislang unbekannten Tatverdächtigen sexuell motiviert angegriffen. 

Mit einem Phantombild hofft die Polizei jetzt, einen Täter ermitteln zu können: Der Unbekannte hatte am Sonntag, 16. Oktober, zwischen 04.00 Uhr und 04.30 Uhr, eine Frau auf dem Borkener Friedhof mutmaßlich sexuell motiviert angegriffen.

Tatverdächtiger Sexualdelikt Borken
Foto: LKA

Der Täter habe der Geschädigten den Mund zugehalten und versuch sie mittels körperlicher Gewalt zu fixieren. Durch die erhebliche Gegenwehr der Geschädigten ließ der Täter von ihr ab und flüchtete fußläufig.

Über die Staatsanwaltschaft wurde beim zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Münster ein Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung mittels des Phantombildes erwirkt.

Beschreibung der Person

  • Geschlecht: männlich
  • Äußere Erscheinung: kurze glänzende Haare, längerer Pony
  • Größe: ca. 176 cm
  • Scheinbares Alter in Jahren: 20 Jahre
  • Bekleidung: schwarz-weiße Daunenjacke
  • Haarfarbe: dunkel
  • Augenfarbe: dunkel
  • Figur: schlank

Hinweise bitte an die Ermittler der Kriminalinspektion 1 unter Tel. (02861)
9000. (db)

Raesfelder Verwaltung sucht kostensparende Alternativen

Strompreise werden sich verdreifachen. Vor diesem Problem steht aktuell die Gemeinde Raesfeld.

Für die Verwaltung bedeutet das, dass die Kosten durch eine effiziente Gebäudetechnik gesenkt werden muss, zum Beispiel durch weitere LED-Lichter, Bio-Masse oderein Heizkraftwerk.

Mit Blick auf das kommende Jahr werden, so Stefan Bröker, die Stromkosten von 25 auf bis zu 72 Cent je Kilowattstunde steigen. Und auch der Öl-Preis werde sich um das zweieinhalbfache erhöhen.

Die Verwaltung hatte sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv durch Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit dieser Thematik befasst. So betonte Bröker schon bei der jüngsten Ausschusssitzung, dass es in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsame Anstrengungen bei den Versorgungsengpässen wie Gas, aber auch anderen Energieträgern wie Strom und Öl geben werde.

Verdreifachung der Kosten

So hat die Gemeinde Raesfeld für die Versorgung aller gemeindlichen Energieverbraucher im Jahr 2020 ein Betrag in Höhe von 406.547 € aufgewendet. Mit einer Verdreifachung der Kosten rechne die Gemeinde innerhalb eines Jahres. Beim Gas, eigentlich ein Kostentreiber sehe es, was die Kosten anbelangen und mit Blick auf die aktuellen Langzeitverträge noch gut aus – Tendenz fallend. Dafür haben sich die Preise für Holzpellets auf 650 Euro pro Tonne, mittlerweile verdreifacht, ergänzte Bröker.

Effiziente Gebäudetechnik

So will die Gemeinde auch weiterhin auf effiziente Gebäudetechnik setzen und Strom zum Eigenbedarf produzieren, beispielsweise mit Fotovoltaikanlagen. Darüber hinaus arbeite sie, was Wärme anbelangt, am Einsatz von Biomasse- Wärmepumpenanlage. Zwei Wärmepumpenanlagen für die Sporthalle der Julia-Koppers-Gesamtschule in Planung.

Stadt Borken sucht Alltagshelfer für Geflüchtete

Stadt Borken sucht Alltagshelferinnen und Alltagshelfer für die Begleitung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine

Kurzbewerbungen bis zum 17. November 2022 online oder per E-Mail einreichen

Borken (pd). Für die Begleitung und Unterstützung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine sucht die Stadt Borken ab sofort Alltagshelferinnen und Alltagshelfer.

Es geht um diese abwechslungsreichen Aufgaben:

Alltagshelferinnen und Alltagshelfer sind Ansprechpersonen für Bewohnerinnen und Bewohner der ukrainischen Notunterkünfte im Stadtgebiet Borken. Sie stehen bei Fragen rund um die Themen Arbeit, Finanzen, Gesundheit und Wohnen für die Ukrainerinnen und Ukrainer zur Verfügung und helfen somit dabei, Barriere abzubauen. Zudem arbeiten sie eng mit den zuständigen Behörden und den freien Trägern der sozialen Arbeit zusammen.

Das sollten Interessierte mitbringen:
Sprache verbindet Menschen, Länder und Nationen miteinander und ermöglicht eine grenzenlose Vereinigung: Alltagshelferinnen und Alltagshelfer beherrschen die deutsche Sprache in Wort und Schrift. Wünschenswert wären zudem ukrainische Sprachkenntnisse. Weitere Voraussetzungen sind eine hohe soziale und interkulturelle Kompetenz, gute Kommunikations- und Organisationsfähigkeit sowie Durchsetzungsvermögen. Zudem ist ein Führerschein (Klasse B) erforderlich.

Mit diesen Leistungen möchte die Stadt Borken überzeugen:
Eine befristete Beschäftigung mit der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von möglichst 39 Stunden
Eine leistungsgerechte Bezahlung nach der Entgeltgruppe 3 des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD)
Flexible Arbeitszeitmodelle und kollegiale Absprachen unterstützen dabei, Familie und Beruf zu vereinbaren

Bei Interesse können Interessierte bis Donnerstag, 17. November 2022, eine Kurzbewerbung (Lebenslauf und Anschreiben) einreichen – bequem online unter www.borken.de/karriere oder per E-Mail an [email protected].

36. Raesfelder Kappesmarkt – Größter Kohlmarkt in Deutschland

Raesfeld einfach „kohlossal“ – Auch 2022 dreht sich in Raesfeld wieder alles um den „Kappes“. Am 5. November beginnt der Kappesmarkt Raesfeld 2022.

Wenn am 5. November 2022 um 11:00 Uhr Bürgermeister Martin Thesing und die Vorsitzende des Ortsmarketings Diana Brömmel die Bühne betreten ist es wieder soweit. Mit charmanter Unterstützung der Kappeshoheiten Michaela I. Prost und Silke I. Hüging fällt dann der Startschuss für 36 Jahre Kappesmarkt – den wohl größten Kohlmarkt Deutschlands – in Raesfeld.

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Die Kappenhoheiten 2022: Königin Michaela I. Prost (l.) und Kappesprinzessin Silke I. Hüging freuen sich auf viele Besucher aus Nah und Fern, die sie gerne mit einem Schnäpschen in der Gemeinde begrüßen möchten. Foto: Petra Bosse

Immer am ersten Wochenende nach Allerheiligen, in diesem Jahr am 5. und 6. November, dreht sich alles in dem Dorf am Rande des Münsterlandes, um das „weiße Gold vom Niederrhein“. Er ist längst ein Magnet für tausende von Besucher aus der gesamten Region geworden. Unterstützt von der Gemeinde stellt der veranstaltende Verein Ortsmarketing Raesfeld e. V. unter Beweis, dass Tradition und Zeitgeist keine Gegensätze sind.

Volle Programm beim Kappesmarkt Raesfeld

Nach zwei Jahren Corona-Abstinenz gibt es wieder das volle Kappes-Programm.  „Die Händler stehen in den Startlöchern und sind froh, dass der Kappesmarkt in diesem Jahr in voller Größe stattfindet“, so Peter Süthold. Er ist seit zehn Jahren dafür verantwortlich, dass das Angebot der Händler ausgewogen und vielfältig ist.

Kappesmarkt Sonntag 2019
“ Alles Kappes“ sagt Diana Brömmel, Vorsitzende vom Ortsmarketing. Auch Rotkohl gehört zu der Sorte Kappes und wird auf dem Markt zum Verkauf angeboten. Foto: Petra Bosse (Archiv)

25. Jahre Krautpartnerschaft mit Leinfelden-Echterdingen.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr ist das Jubiläum der 25-jährigen Kappes-Partnerschaft zwischen Raesfeld und Echterdingen. Deshalb freuen sich die Raesfelder auf den Besuch der Echterdinger Freunde, um gemeinsam dieses Jubiläum beim Fest der Regionen zu feiern.

Dazu Diana Brömmel: „Nachdem wir jetzt in Echterdingen waren, um die Partnerschaft zu feiern, freuen wir uns natürlich auf einen Gegenbesuch. Mit den anderen Partnergemeinden Brünen, Büderich, Dithmarschen aus Friedrichskoog und sogar aus Vecsés (Ungarn), wollen wir das Ereignis bei uns in der Gemeinde gebührend zu feiern“.

Es gibt bei weitem nicht so viele Kappes- und Krautfeste wie Weinfeste. Besonders toll sei es daher, dass die Organisatoren einiger bedeutender Feste zu Ehren dieses herrlichen Gemüses eng zusammenarbeiten und sich sogar Partnerschaften gebildet haben, so die Vorsitzende.

Kappesmarkt Raesfeld 2018
Leckerer und gesunder Kohl ist in Hülle und Fülle zu kaufen. Foto: Petra Bosse

Kappes verbindet

Die Büdericher Freunde vom Niederrhein werden mit einem Stand von einer Länge von über 100 m vertreten sein und ihren Kohl in großer Vielfalt sowie weiteres Gemüse anbieten.

Der Weißkohl ist zwar der Star der Veranstaltung, doch bietet der Markt noch einiges mehr. Alte Handwerkskunst wird dargestellt und landwirtschaftliche Geräte und Maschinen aus vergangener Zeit lassen für manchen Besucher Erinnerungen wach werden.

Eigenvermarktung und Regionales

Eigenvermarktung wird auf dem Kappesmarkt großgeschrieben, die holländische Gruppe „de olde Tied“ entführt die Besucher nach „Alt-Holland“. Darstellende Hobby-Künstler laden zu einem rundum einmaligen Marktspaziergang ein. Neu auf dem Markt ist in diesem Jahr ein BioImbiss mit regionalen und saisonalen Produkten sowie ein Burger-Bus mit Kappesburger. Auf der großen Bühne am Kirchplatz wird auch wieder kräftig von der Landjugend Kappes gehobelt. Der frische und leckere Krautsalat wird für eine kleine Spende für die Vereinskasse abgegeben.

Kappesmarkt Raesfeld 2019 (9)
Groß und klein kommen auf ihre Kosten. Foto: Petra Bosse

Programm

Am Samstag gegen 17 Uhr wird der traditionelle Kappestreck aus Büderich in Raesfeld eintreffen. Mit einer Abordnung werden die Gäste begrüßt und ins Dorf zu ihrem Stand geleitet.
Gemeinsam geht es dann kulinarisch am Samstag ab 19 Uhr im Festzelt zu. Kappeskönigin Michaela I. und Kappesprinzessin Silke I. laden ein zum Kappesball 2022 – Treffen der Kappesregionen – ein.

Musikalische Unterhaltung in den Straßen gibt es mit der Volkstanzgruppe aus Marbeck. Aus Haltern kommt wieder der Drehorgelspieler.

Das große Kappesbuffet, ein Genuss der besonderen Art, ist für alle Kohl- und Krautliebhaber angerichtet. Zu diesem gemütlichen Abend mit Tanz und Musik sind alle Raesfelder und Gäste unserer Gemeinde herzlich eingeladen. Der Eintritt ist Festzelt ist frei!

Zum Partnerschaftsjubiläum mit Echterdingen sind auch die ehemaligen Bürgermeister und Vorsitzenden des Ortsmarketing eingeladen, die zum Gelingen der Partnerschaft beigetragen haben.

Kappesmarkt Sonntag 2019
Frischer geht nicht: Vom Feld direkt auf den Markt. Foto: Petra Bosse

Sonntag

Am Sonntag schließen sich an den Randgebieten noch weitere Marktstände an. An beiden Tagen sorgen Musik-, Tanz- und Volksmusikgruppen für unterhaltsame Stunden und mit etwas Glück kann der Besucher bei der Verlosung Raesfelder Spezialitäten oder Einkaufsgutscheine gewinnen.

Für Unterhaltung der Kinder ist auch gesorgt mit einem Riesenrad und einer Kindereisenbahn am Rathaus.
Der Raesfelder Einzelhandel hält am Samstag die Geschäfte bis 18 Uhr und am Sonntag von 13 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.

Aktives Altern versus Einsamkeit – Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Menschen im Westmünsterland

Akteure der Seniorenarbeit tauschten sich auf Veranstaltung des Kreises Borken aus

Kreis Borken/Borken (pd). Welche Möglichkeiten und Angebote zur Unterstützung für ältere Menschen im Kreis Borken gibt es? Welche Formate kommen gut an und funktionieren? Was passiert auf diesem Gebiet in den Kommunen des Kreisgebietes?

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster freute sich, dass so viele Aktive aus der Seniorenarbeit zusammengekommen sind, um voneinander zu lernen.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster freute sich, dass so viele Aktive aus der Seniorenarbeit zusammengekommen sind, um voneinander zu lernen.

Mit diesen und weiteren Fragen haben sich nun rund 70 Fachleute der Seniorenarbeit aus der Politik, den Wohlfahrtsverbänden, den hiesigen Kommunalverwaltungen und weiteren Institutionen, die mit der Seniorenarbeit und dem damit verbundenen Ehrenamt zu tun haben, auseinandergesetzt. Beim DRK Kreisverband in Borken kamen sie auf Einladung des Kreises für eine Tagung zum Thema „Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Senioren und alleinstehende ältere Menschen im Kreis Borken“ zusammen.

Mit ihrem Vortrag zum Thema „Aktives Altern versus Einsamkeit“ gaben Yvonne Wilke und Dr. Ludger Klein vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V. den Teilnehmenden einen ersten Impuls aus Sicht der Wissenschaft. Anschließend kamen alle in Kleingruppen für Workshops zu verschiedenen Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter zusammen: Die Themen Mobilität, aktive Freizeitgestaltung, Vernetzung der Akteure, Digitalisierung, Ehrenamt und Unterstützung im Alter standen im Fokus der Diskussion. Dabei wurden Beispiele aus dem Kreisgebiet vorgestellt und Fachleute berichteten aus eigener Erfahrung, wie Senioren vor Einsamkeit bewahrt und weiterhin in die Gesellschaft eingebunden werden können.

„Wir freuen uns, dass so viele Aktive aus der Seniorenarbeit zusammengekommen sind, um voneinander zu lernen und Anregungen mitzunehmen, was man an guten Ideen eventuell für die eigene Arbeit übernehmen kann. Die Veranstaltung zeigte, wie vielfältig die Angebote und Möglichkeiten für ältere Menschen in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet sind. Allerdings gibt es auch kein ‚Schema F‘, das für alle und alles passt.

Auf jeden Fall braucht es immer aktive Ehrenamtliche und oft auch Hauptamtliche vor Ort, die die gesellschaftliche Teilhabe von älteren Menschen unterstützen und befördern“, konstatieren Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster als Sozialdezernent des Kreises und Karin Ostendorff, Leiterin des Fachbereichs Soziales.

Die vorgestellten Projekte aus dem Kreisgebiet:
Das Projekt „Bewegungsbegleitung für Menschen im Alter“ des DRK-Kreisverbandes Borken befasst sich damit, Senioren ihrer jeweiligen Gesundheit entsprechend fit und mobil zuhalten. Beim Generationenbüro Vreden – ebenfalls vom DRK – stehen Unterstützung im Alltag, Kontakte knüpfen und Geselligkeit, zum Beispiel durch regelmäßige Frühstückstreffen, nicht nur für Senioren im Fokus. Das Seniorenbüro Bocholt ist eine Beratungsstelle, die Hilfe, Beratung und Information zu allen Themen, die in dem Alter relevant werden, anbietet.

Digitalisierung steht bei der Freiwilligenagentur „handfest“ aus Ahaus im Vordergrund: Interessierte lernen in Digitalcafes etwas über für sie relevante und interessante digitale Formate, wie zum Beispiel Online-Banking, die ihren Alltag erleichtern sollen. Das Repair-Café Reken gibt Senioren eine nutzenbringende Aufgabe, bei der sie ihre Erfahrung und ihr handwerkliches Können einbringen können. Der „Ehrenamtliche Helferdienst“ des Seniorenbeirates Rhede unterstützt im Alltag, zum Beispiel bei kleineren Reparaturen im Haushalt, und engagiert sich für bessere Lebensverhältnisse für ältere Menschen in der Stadt.

Coronavirus – Situation im Kreis Borken

Coronavirus-Situation im Kreis Borken am 3.11.2022: Aktuell im Kreis Borken 1.875 infizierte Personen, in Raesfeld 50

Aktuell 1.875 infizierte Personen, 179.414 Gesundete und 501 Todesfälle, damit insgesamt 181.790 bestätigte Fälle / „7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz“ NRW: 7,50 / „7-Tage-Inzidenz“ (RKI-Wert) Kreis Borken: 386,8 pro 100.000 Einwohner.

Fallzahlen nach Kommunen

Infizierte | Gesundete | Verstorbene | Infizierte gesamt(In Klammern die Zahlen des Vortages)

01 – Kreis Borken1875 (1502)179414 (179270)501 (501)181790 (181273)
02 – Ahaus163 (123)20702 (20693)76 (76)20941 (20892)
03 – Bocholt413 (320)31133 (31091)102 (102)31648 (31513)
04 – Borken222 (183)19989 (19975)34 (34)20245 (20192)
05 – Gescher59 (47)8221 (8218)17 (17)8297 (8282)
06 – Gronau258 (221)23341 (23320)93 (93)23692 (23634)
07 – Heek31 (27)4663 (4658)7 (7)4701 (4692)
08 – Heiden43 (29)3918 (3918)10 (10)3971 (3957)
09 – Isselburg41 (32)4170 (4165)23 (23)4234 (4220)
10 – Legden29 (21)3748 (3747)10 (10)3787 (3778)
11 – Raesfeld50 (48)4987 (4981)11 (11)5048 (5040)
12 – Reken90 (67)7476 (7474)15 (15)7581 (7556)
13 – Rhede148 (121)9585 (9560)14 (14)9747 (9695)
14 – Schöppingen12 (11)3107 (3106)9 (9)3128 (3126)
15 – Stadtlohn117 (83)10909 (10909)26 (26)11052 (11018)
16 – Südlohn43 (40)4696 (4688)11 (11)4750 (4739)
17 – Velen57 (46)6816 (6816)13 (13)6886 (6875)
18 – Vreden93 (77)11820 (11818)30 (30)11943 (11925)
19 – abweichender Meldeort6 (6)133 (133)0 (0)139 (139)

Zur Situation in den Krankenhäusern im Kreisgebiet, die COVID-19-Patienten behandeln, liegen uns heute (03.11.2022) folgende Informationen des Klinikums Westmünsterland für dessen Krankenhaus-Standorte Ahaus, Bocholt und Borken vor. Stationär behandelt werden dort derzeit 56 Patienten, davon 5 auf der Intensivstation.

70 Intensivbetten (55 aktuell betriebene Betten plus 15 zuschaltbare Betten im Bereich der Intensivüberwachung) stehen im Bereich des Klinikums Westmünsterland zur Verfügung. Im St. Antonius-Hospital Gronau werden derzeit 13 Patienten, davon 0 auf der Intensivstation, behandelt. Insgesamt stehen dort 16 Intensivbetten zur Verfügung, 7 können im Notfallszenario noch ergänzt werden.
Die Telefon-Hotline des Kreisgesundheitsamtes Borken zum Coronavirus ist unter der Rufnummer 02861/681-1616 montags bis freitags von 8.30 bis 16 Uhr zu erreichen. Darüber sind keine Terminbuchungen für Impfungen und Testungen möglich. Informationen über die Impfangebote im Kreisgebiet gibt es im Internet unter https://www.kreis-borken.de/coronaimpfung.

Zahl der SGB-II-Arbeitslosen wieder angestiegen

Aktuell 5.705 SGB-II-Arbeitslose im Kreis

Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Oktober deutlich angestiegen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Damit finde der saisontypische Herbstaufschwung, nach den leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen im September, bereits ein vorläufiges Ende.

„Maßgeblich wird der Anstieg auch weiterhin durch geflüchtete Personen aus der Ukraine beeinflusst“, erklärt Dr. Zwicker. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Oktober 5.705 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.

Im Vergleich zum Vormonat September ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 164 Personen gestiegen, im Vergleich zum Oktober 2021 hat sich die Zahl deutlich um 1.247 erhöht. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen im Kreisgebiet ist ebenfalls angestiegen von 2,5 Prozent (September 2022) auf jetzt 2,6 Prozent.

Eine deutliche Steigerung gibt es auch bei der Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten: Sie liegt im Oktober 2022 bei 10.652 Personen (+ 210). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.

Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Oktober 15.485 Personen (+ 270) in 7.766 Bedarfsgemeinschaften (+ 168) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Zahlen stark gestiegen: So gab es im Oktober 2021 noch 1.143 Bedarfsgemeinschaften und sogar 1.615 erwerbsfähige Leistungsberechtigte weniger.

Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Die Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.

Neue Corona-KiTa-Studie

Berichte zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder und Jugendliche

Mit guten Hygiene- und Schutzkonzepten können Kitas auch in der Pandemie sicher betrieben werden. Für die kognitive und gesundheitliche Entwicklung der Kinder ist der direkte Kontakt entscheidend.

Mit der vermehrten Ausbreitung von COVID-19 in Deutschland und dem Herunterfahren des sozialen Lebens Mitte März 2020 war auch das Betretungsverbot bzw. die Schließung der Kindertagesbetreuungsangebote verbunden.

Nun wurden die Ergebnisse der Arbeit einer Interministeriellen Arbeitsgruppe (IMA) und der Corona-KiTa-Studie, die Bundesfamilienministerin Lisa Paus und Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach in Berlin am vorgestellt. Laut Studie blieb die Inzidenz von SARS-CoV-2-Infektionen bei Kindern im Kita-Alter während der gesamten Pandemie unterhalb derjenigen der Kinder im Schulalter sowie auch derjenigen der 21- bis 29-jährigen Erwachsenen.

Karl Lauterbauch: „Studien haben gezeigt, dass Kita-Kinder keine Infektionstreiber waren. Daher müssen wir für diesen Winter beachten: Kontaktreduktion, das Bilden von Kleingruppen, Masken bei Erwachsenen und Lüften“. Das Schließen von Kitas sei laut Lauterbach deshalb medizinisch aber nicht angemessen.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

SPD-Fraktion hält an Raumluftfilter für Raesfelder Schulen fest

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Eigentlich war das Thema RLT-Anlagen in Raesfelder Schulen vom Tisch. Vorausgegangen war, dass das Ausschreibungsverfahren ohne Angebote endete und das Land NRW keine Fristverlängerung für die Förderung bewilligte.

Eigentlich, aber nun gibt es einen Antrag der SPD-Fraktion, worin die Verwaltung erneut durch einen Ratsbeschluss beauftragt wird, Raumluftfilter für Raesfelder Schulen anzuschaffen. Gleichzeitig solle sie weiterhin an einer zeitnahen Umsetzung nach Fördermöglichkeiten forschen.

Die Fraktionsvorsitzende Elke Rybarczyk verweist in ihrem Antrag auf die Beschlüsse im Bauausschuss vom 7.2.22 und im Gemeinderat am 21.2.22 bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung.

„Nach der Darstellung der Hinderungsgründe in weiteren Sitzungen gab es weder einen neuen Antrag, noch wurde der Beschluss weiterverfolgt. Das heißt, es ist bisher kein definitiv ablehnender Ratsbeschluss ergangen“, begründet die Fraktionsvorsitzende ihren Antrag.

Darum gelte nach Auffassung der SPD-Fraktion weiterhin der positive Beschluss vom 21.2.22 für die Anschaffung von RLT-Anlagen. „Corona mit seinen unterschiedlichen Mutationen wird uns auch weiterhin begleiten“, so Rybarczyk. Sie verweist in ihrem Antrag auf die Aussage von Experten, die vor einer Winterwelle mit einer Ansteckungswahrscheinlichkeit von 10 Prozent warnen. Mit Blick auf die Expertenwarnung müsse die Gesundheit der Kinder in der Gemeinde absolute Priorität vor anderen gemeindlichen Großprojekten haben.

Darüber hinaus sollten aus Sicht der SPD-Fraktion die Gründe für oder gegen die Ausstattung der Schulen mit Raumluftfiltern in einer Diskussion unbedingt auf den Prüfstand gestellt werden, weil Sachverhalte aus von Rybarczyk bisher nicht zufriedenstellend bzw. falsch dargelegt wurden, und unter anderem das Abstimmungsverhalten beeinflusst habe.

 In diesem Zusammenhang müsse auch der Energieaspekt angesichts der aktuellen Krise deutlicher in den Fokus genommen werden: Dauer- und/oder Stoßlüften in Klassenräumen bei niedrigen Außentemperaturen kostet enorme Energie der konventionellen Art, so die Fraktionsvorsitzende.

2022 ist ein Mastjahr – Überlebensstrategie der Bäume

In diesem Jahr haben die Bäume enorm viele Eicheln, Bucheckern und Kastanien produziert

Ob in der Erler Heide, im Dämmerwald, auf Gehwegen, in Parks oder selbst auf den Straßen knackt es auf Schritt und Tritt unter den Sohlen. Wenn so etwas passiert, sprechen die Forstwirte von einem Mastjahr. Für Eichen gilt die Regel, dass alle sieben Jahre ein Mastjahr wird.

Mastzeit Erler Heide und Dämmerwald 2022
Eicheln an Wegesrändern und Straßen sind aktuell überall noch in hoher Zahl zu finden. Foto: Petra Bosse

Für die Bäume ist das ein regelrechter Kraftakt, da Stammwachstum und Fruchtbildung um die Energiereserven konkurrieren. So trägt zum Beispiel eine Lärche in einem Mastjahr 10-mal so viele Zapfen wie in normalen Jahren. 

Mastjahr innerhalb von zwei Jahren

Was sich hinter einem Mastjahr verbirgt und was ein Mastjahr ist, diese Fragen beantwortete der Revierförster Christoph Beemelmans.

In der Üfter Mark und im Dämmerwald seien die Bäume voll mit Früchten, bestätigt auch Beemelmans. Eigentlich, so lautet die Regel, gilt bei Eichen, dass es alle sieben Jahre ein Mastjahr gibt. Eigentlich, denn bereits im letzten Jahr habe der Förster festgestellt, dass die Mast hoch gewesen sei.

Revierförster-Christoph-Beemelmans-Uefter-Mark
Die große Lerche im Hintergrund am Forsthaus von Revierförster Christoph Beemelmans wird im nächsten Jahr mit aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr stehen. Der Baum ist einer von vielen Bäume, der zwar extrem viele Früchte in diesem Jahr trägt, aber dessen Tage durch die Trockenheit und Hitze gezählt sind. Foto: Petra Bosse

Extremjahr 2022

Das in diesem Jahr erneut so viele Früchte produziert wurden, sei besonders für das Wild in der Üfter Mark und Dämmerwald sehr wichtig. Beemelmans spricht sogar von einer extremen Notzeit, was das Wild in den vier Monaten der Trockenperiode in der Erler Heide durchmachen musste. „Die große Regenzeit innerhalb von vier Wochen, es fielen 160 Liter Regen pro Quadratmeter, hat die Wälder wieder grün werden lassen. Das Wild hat diese Situation sofort genutzt, um die körperlichen Verluste wieder auszugleichen“.

Ein besonderes Bonbon sei nun die Mast in diesem Jahr. Sie gleiche in den nächsten Wochen alles aus und die Tiere können sich nun genügend Wintervorrat anfressen. „Es ist eine gute Mast. Die Natur hat so viel produziert, was alles gar nicht genutzt werden kann, und jetzt wieder in den Kreislauf übergeht“, so der Förster.

Mastzeit Erler Heide und Dämmerwald 2022
Zahlreiche Bäume sind in der Üfter/Erler Mark durch Hitze und Trockenheit gefährdet. Foto: Petra Bosse

Intervalle werden kürzer

Jedoch ist der Energieüberschuss eines Baumes nicht immer positiv. Förster Beemelmans habe auch festgestellt, dass die Intervalle der Mast immer kürzer werden. Das liege auch daran, dass die Bäume in der Blütezeit durch die überdurchschnittlichen Sonnenbestrahlungen gestresst werden und dann noch gegen die Hitze ankämpfen müssen. Durch den Wasser- und Nährstoffmangel gibt es die „Angstblüten“, wo der Baum seine restlichen Energien investiert. Diese kann dem Baum extrem schaden. „Vier Monate ohne Wasser und drei trockene Jahre, da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Baum umfällt“, meint Förster Beemelmans auch angesichts der klimatischen Veränderungen.

Feuchtgebiete Dämmerwald und Erler Heide
Feuchtgebiete, wie hier am Forsthaus, sind nicht nur in der Üfter-Mark, sondern auch im gesamten Dämmerwald in diesem Jahr fast alle ausgetrocknet. Foto: Petra Bosse

Keine Feuchtgebiete im Wald

Mit Blick auf den Baumbestand in der Erler Heide seien in den letzten vier Jahren 200 bis 300 Bäume abgestorben und im grünen Zustand einfach umgekippt. Dazu gehören rund 30 Prozent der Birkenbestände, 15 Prozent der Eichen und 70 Prozent der Lärchen. Der Grund dafür ist, dass die Feinwurzel der Bäume in gut einem Meter Tiefe keine Feuchtigkeit mehr haben. Das gelte auch für den Dämmerwald, der in diesem Jahr komplett trockengefallen sei. Ein Zustand, den Christoph Beemelmans in den 30 Jahren als Förster in der Erler Heide noch nie beobachtet habe.

Trotz der aktuellen Situation sei die Pflege des Waldes in den letzten 30 Jahren sehr gut gewesen. „Wir haben dem Wald hier schon jede Menge gegeben, was er benötigt“, so Beemelmans.

Mastzeit Erler Heide und Dämmerwald 2022
Wälder müssen klimastabil für die Zukunft mit neuen Baumarten gemacht werden. Foto: Petra Bosse

Klimastabil für die Zukunft machen

Um weiterhin die Erler Heide und den Dämmerwald den neuen Klimabedingungen anzupassen und „klimastabil“ für die Zukunft zu machen, müssen neue Baumarten wie Nussbäume, Zedern, Sumpfeichen oder die Rot-Eiche angepflanzt werden. „Die Wissenschaft empfiehlt es schon heute, aber ein Großteil derer, die die politische Verantwortung für die Gestaltung von Natur- und Gestaltung in Deutschland tragen, haben das leider bis heute noch nicht verinnerlicht“, bedauert Beemelmans. Die Politik müsse offener werden und auch süd-europäische Laub- und Nadelbaumarten zulassen.

 Das Gleiche gelte jedoch auch für private Waldbesitzer, die deutlich freier in der Baumartenwahl agieren können als öffentliche Besitzer. „Wenn man einen Wald hat, dann muss jeder auch etwas dafür tun und investieren“, ergänzt Beemelmans.

Geflügelpest: Erster Virus-Nachweis im Kreis Borken

Erster Virus-Nachweis im Kreis Borken in diesem Herbst: Verendete Schwänen in Gronau-Epe hatten Geflügelpest. Friedrich-Löffler-Institut bestätigte jetzt die Diagnose.

Gronau (pd). Die Todesursache von zwei der im Eper Park verendeten Schwäne steht jetzt fest. Bei ihrer Obduktion wurde das Geflügelpestvirus nachgewiesen. Das teilt Anja Miebach, zuständige Abteilungsleiterin im Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Borkener Kreisverwaltung, mit.

In der vergangenen Woche hatte die Veterinärin die Untersuchung der beiden Tiere im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe veranlasst. Dabei ergab die Diagnose Geflügelpest, die wiederum heute (02.11.2022) vom Friedrich-Löffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) als nationales Referenzlabor bestätigt wurde. Damit handelt sich hier um den ersten Nachweis von Geflügelpest im Kreis Borken in diesem Herbst.

Auf die Einrichtung von Restriktionszonen wird verzichtet

Anja Miebach weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass derzeit angesichts des außerordentlich dynamischen Geflügelpest-Infektionsgeschehens bei positiven Wildvogelbefunden derzeit auf die Einrichtung von Restriktionszonen verzichtet wird. Bei Virusnachweisen in Hausgeflügelbeständen (auch Kleinsthaltungen) wäre das jedoch anders. Diese Bestände hätten dann weitreichende Konsequenzen u. a. in Form von Verbringungsbeschränkungen für alle Geflügelhalter in einem Mindestradius von 10 km um einen Ausbruchsbetrieb.
Aus diesem Grund ruft der Fachbereich Tiere und Lebensmittel erneut alle Geflügelhalterinnen und -halter – inklusive Klein- und Hobbybetriebe – im Kreis Borken auf, die Biosicherheit ihrer Geflügelhaltungen zu überprüfen.

Nähere Informationen zu geeigneten Maßnahmen sind auf der Homepage des Kreises unter dem Stichwort www.kreis-borken.de/gefluegelpest zu finden.
Wichtig in dem Zusammenhang: Sowohl der Ausbruch von Geflügelpest als auch schon der Verdacht müssen beim beim Fachbereich Tiere und Lebensmittel angezeigt werden. Zudem können dem Fachbereich tot aufgefundene Wildvögel (außer Tauben und Singvögel) montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr telefonisch unter Tel. 01862/681-3801 gemeldet werden, damit von dort eine weitere Untersuchung veranlasst werden kann. Ungeschützter Kontakt mit den aufgefundenen Tierkörpern sollte unbedingt vermieden werden. 

Saturday für Erle an der Babywiese

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Saturday für Erle – Eine Aktion für Jung und Alt, wozu am vergangenen Samstag der Heimatverein Erle eingeladen hat.

Heimatverein Erle Babywiese

Mitglieder der Landjugend Erle/Rhade, König Andreas Cluse vom Bürgerschützenverein sowie auch vom Schützenverein Am Hagelkreuz n.e. V. und Mitglied im Heimatverein hat gemeinsam unter anderem mit dem amtierenden Erler Kaiser Manfred Gerbersmann und weiteren fleißigen Helferinnen und Helfern am Samstag den ganzen Tag auf der Babywiese hinter der Erle Mühle kräftig zugepackt und neue Wege angelegt. „Mit dieser gemeinsamen Arbeit für Erle, möchten wir, sowohl jung als auch alt, eben gemeinsam etwas machen. Das ist unser Anliegen“, so Cluse.

Helfen Babywiese Erle
Zugucken war auch erlaubt. Foto: Petra Bosse

Besonders Glück hatten alle Aktiven an diesem späten Oktobertag mit dem Wetter. Somit konnte am Ende und nach getaner Arbeit der Tag gemütlich am Abend unter freiem Himmel – bei angenehmen Temperaturen um die 16 Grad – bei Kaltgetränken und Bratwurst ausklingen.

Heimatverein-Erle-Babywiese
Foto: Petra Bosse

Neues Fahrzeug für den Löschzug Erle eingesegnet

Nach gut dreieinhalb Jahre Wartezeit, Planung und Bauphase hat der Löschzug Erle ein neues Fahrzeug offiziell im Einsatz

In einer Feierstunde wurde das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) am Samstag am Feuerwehrgerätehaus in Raesfeld durch Pastor Fabian Tilling und Pfarrerin Barbara Werschkull eingesegnet und offiziell dem Verkehr übergeben.

Rund 155 Gäste, unter anderem Bürgermeister Martin Tesing und Leiter des Ordnungsamtes Norbert Altrogge konnte der Leiter Feuerwehr André Szczesny begrüßen.

Pastor-Tilling-und-Werschkull
Pastor Fabian Tilling und Pfarrerin Barbara Werschkull segnete das neue Fahrzeug ein. Foto: Feuerwehr Raesfeld

Zu Gast waren die Kameradinnen und Kameraden der aktiven Einsatzabteilung der beiden Löschzüge der Feuerwehr Raesfeld mit ihrem Partner und Partnerinnen, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die Mitglieder der beiden Ehrenabteilungen der Löschzüge Raesfeld und Erle, Ordnungsamtsleiter Norbert Altrogge und Bürgermeister Martin Tesing, insgesamt konnten 155 Gäste begrüßt werden.

Auf Löschzug Erle zugeschnitten

Das Fahrzeug sei, so Szczesny auf die Bedürfnisse im Schutzbereich des Löschzuges Erle zugeschnitten. „Diese Zusammenarbeit der beiden Züge war in der Vergangenheit schon immer wichtig, immer gewährleistet und sichergestellt“, betonte der Leiter der Feuerfeuerwehr in seiner Ansprache.

Einsegnung-Löschfahrzeug-Raesfeld-Feuerwehr

Retten, Löschen, Bergen, Schützen

Szczesny verwies auf die Fülle von Aufgaben der Feuerwehren. Die Aufgabe der Brandbekämpfung würde nicht mehr die Hauptrolle einnehmen, sondern die Feuerwehr werden mittlerweile bei allen großen und kleinen Notsituationen zu Hilfe gerufen. Ein beruhigender Zustand für die Bürger zu wissen, dass die Feuerwehr das ganze Jahr rund um die Uhr einsatzbereit und in wenigen Minuten auch zur Stelle sei“, ergänzt Szczesny. „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ sind die Schlagworte, die das Aufgabenspektrum der Feuerwehr beschreiben.

Im Anschluss des offiziellen Teils folgte ein zünftiger bayerischer Abend, mit leckeren Essen und bayerischen Bier. Hierbei konnte das neue Fahrzeug intensiv erkundet werden.

Einsätze 2022

Insgesamt 176 Einsätze gab es in diesem Jahr für die Feuerwehr Raesfeld – 116 Einsätze LZ Raesfeld und 60 Einsätze LZ-Erle.  

 Eckdaten zu dem HLF20 des Löschzug Erle:

  • Fahrgestell MAN TGM 13.290 4x4BL
  • Feuerlöschkreiselpumpe Schlingmann S3000 (FPN 10-3000)
  • Löschwasserbehälter 2000l
  • Schaummitteltank 120l
  • Holmatro Rettungssatz
  • Pneumatischer Lichtmast mit 4 LED-Scheinwerfern
  • LED-Heckabsicherung
  • Rückfahrkamera
  • 4 Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum
  • Hygienewand
  • Mechanische Leiterentnahmehilfe
  • Ein-Personen-Haspel am Heck des Fahrzeuges

Brunnen geht in die Winterpause – Wasser- und Lichtspiel in Borken

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Wasser- und Lichtspiel am 3. November 2022 auf dem Marktplatz. Letzter Einsatz des Fontänenfeldes vor der Winterpause mit DJ-Sounds auf dem Feierabendmarkt

Borken (pd). Am kommenden Donnerstag, 3. November 2022, wird zum letzten Mal in diesem Jahr das Fontänenfeld sprudeln: Von 15 bis 20 Uhr erwarten Bürgerinnen und Bürger ein besonderes Wasserspiel und mit Einbruch der Dämmerung ein zusätzliches Lichtspiel im Herzen der Innenstadt.

Während des Feierabendmarktes am 3. November 2022 hat das Fontänenfeld den letzten Einsatz vor der Winterpause. DJ Richie Strunk wird den Abend stimmungsvoll mit Musik begleiten. (Copyright: Stadt Borken)

Parallel zum Feierabendmarkt auf dem Marktplatz wird DJ Richie Strunk die Veranstaltung stimmungsvoll mit Musik begleiten.
Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich das Wasser- und Lichtspiel anzuschauen und an den Marktständen vom Feierabendmarkt zu verweilen und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Bautagebuch (10): Buntes Programm im Lieb & Wert

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Die Arbeiten im Hintergrund sind im vollen Gange. Im Frühjahr 2023 soll der Hotelkomplex fertiggestellt werden. Bis dahin gibt es viele verschiedene Veranstaltungen im bereits eröffneten Restaurantteil im Lieb & Wert.

Verschiedene Märkte

Angefangen mit dem Kappesmarkt, der in Raesfeld eine langjährige Tradition hat. Hier gibt es am 05.und 06.11. regionale Gerichte von der exklusiven Kappeskarte. Fußläufig vom Zentrum Raesfelds zu erreichen kann man hier dem Trubel etwas aus dem Weg gehen, und dennoch regionalen Kappes genießen.

Genau einen Monat nach dem traditionellen Kappesmarkt hält bereits der nächste Markt Einzug in Raesfeld, und somit auch eine weitere Aktion im Lieb & Wert: der Adventsmarkt rund um das Schloss Raesfeld vom 01. Bis 04.12. Hier kann man leckeren Glühwein und exklusive Weihnachtsgerichte genießen. Ein super Ausklang nach dem Besuch auf dem Adventsmarkt.

Weihnachten und Neujahr im Lieb & Wert

Heiligabend bleibt das Restaurant geschlossen. Doch am 1. Und 2. Weihnachtstag gibt es ein weihnachtliches Buffet für die Gäste. Am ersten Weihnachtsfeiertag von 17-21.30 Uhr und am zweiten Weihnachtsfeiertag von 12 bis 17 Uhr.

Wer das Jahr glamourös beendet möchte, kann von 17 bis 23 Uhr im Lieb & Wert am GALA-Abend teilnehmen. Hier erwartet die Gäste ein Begrüßungsdrink, ein 4-Gänge-Menü und ein Gastgeschenk für die Silvesternacht. Somit lässt sich das Jahr 2022 gebührend beenden.

Das Jahr 2023 beginnt an der Weseler Straße direkt mit einem Highlight: am 06.01.2023 laden Kruse & Blanke zu ihrem Neujahrskonzert ein. Und am Ende des Monats folgt direkt das nächste Highlight: am 28.01.23 findet ein originales Tatort-Dinner im Saal bei Lieb & Wert statt. Eingerahmt in ein 4-Gänge-Menü können die Gäste hier hautnah einen spannenden Fall mitverfolgen und mitraten.

Weitere verschiedene Veranstaltungen im Lieb & Wert

„Magie zum anfassen mit Oliver Henke“ gibt es am 04. Februar 23 ab 17 Uhr. Hier werden die Gäste von Close-up-Magie und einem 4-Gang-Menü verzaubert. Die Jecken unter den Raesfeldern kommen ebenfalls nicht zu kurz: am Altweiberdonnerstag gibt es von 9 bis 13 Uhr ein Altweiberfrühstück mit jeder Menge Frühstücksspezialitäten. Besonders an diesem Tag: für Gruppen in den verschiedensten Größen gibt es bis zu drei Sektflaschen aufs Haus.

Im März wird dann das Konzert von Lou Dynia nachgeholt, welches eigentlich schon zur Raesfelder Sommerlaune stattfinden sollte, doch aus Krankheitsgründen angesagt werden musste. Am 18.03.23 ab 18 Uhr können die Zuhörer sich von der Live-Musik in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre verzaubern lassen.

Die nächsten Monate versprechen ein buntes Programm im Lieb & Wert, für jeden ist etwas dabei. Und während die ganzen Veranstaltungen im Vordergrund passieren, wird im Hintergrund fleißig von den Handwerkern und Firmen weitergearbeitet. Somit steht einer Eröffnung im Frühjahr 2023 (hoffentlich) nichts mehr im Wege.

Die nachfolgenden Unternehmen tragen maßgeblich zum Gelingen des Hotels Lieb & Wert bei:

Garten- & Landschaftsbau Baumeister – Ährenfeld 13, 46348 Raesfeld – Tel: 02865 6391
Ewering GmbH – Schulstraße 3, 48734 Reken – Tel: 02864 94870
Gernemann GmbH – Klosterweg 31, 46514 Schermbeck-Marienthal – Tel: 02856 91340
Pass Möbelbau GmbH – Osterholten 10, 46348 Raesfeld-Erle – Tel: 02865 609877
BSW-Wachtmeister – Ekhornsloh 33, 46348 Raesfeld – Tel: 02865 204753
Ludwig Lanvermann GmbH & Co. KG – Schulstraße 10, 46325 Borken-Marbeck – Tel: 02867 97440

Hier geht es zu den vorherigen Teilen des Bautagebuchs von Lieb & Wert:

Bautagebuch Teil 9: Große Veränderung
Bautagebuch Teil 8: Terrasse passend zum Sommer fertiggestellt
Bautagebuch Teil 7: Gemütlichkeit wird großgeschrieben
Bautagebuch Teil 6: Eins ist fertig – 25 weitere folgen
Bautagebuch Teil 5: Zwei Highlights für die Gäste
Bautagebuch Teil 4: In sicheren Händen
Bautagebuch Teil 3: Die Eröffnung hat stattgefunden
Bautagebuch Teil 2: Fertigstellung des ersten Bauabschnittes
Bautagebuch Teil 1: Alt und rustikal weicht modern und familiär

Bebauungsplans Im Erbgrund Erle – Neuaufstellung vorgestellt

Zu einer Bürgerversammlung hatte die Verwaltung am Donnerstagabend zum Thema „Neuaufstellung Bebauungsplan ER2 (Im Erbgrund) eingeladen.

Vorgestellt wurde die Neuaufstellung des Bebauungsplans Im Erbgrund. Das Vorhaben stößt auf Widerstand der Nachbarschaft der Dechant-Karthaus- und Ginsterstraße in Erle. Anwohner befürchten, dass eine massive Bebauung entsteht, verbunden mit mehr Autoverkehr sowie fehlenden Parkplätzen in anliegenden Straßen, da diese jetzt schon zugeparkt seien.

Bürgerversammlung-Raesfeld-Bebauungsplan-Erbgrund
Bauamtsleiter Bernd Roters stellte sich gemeinsam mit Bürgermeister Martin Tesing (r.) den Fragen der Besucher. Foto: Petra Bosse

Bereits im Dezember 2020 übergaben rund 120 Anwohner der Verwaltung eine Unterschriftenliste, wo sie sich gegen eine Änderung aussprachen.

Bürgermeister Martin Tesing und Bauamtsleiter Bernd Roters stellten sich den Fragen der rund 40 anwesenden Besuchern. „Ich habe mit mehr Bürger heute gerechnet“, so Tesing, der auf die viele leere Stühle im Forum der St. Sebastianschule verwies.

Mehr Wohnraum durch größere Ausnutzung von Grundstücken

Um mehr Wohnraum und eine größere Ausnutzung von Grundstücken in bestehenden Wohngebieten besser nutzen zu können, statt weiter in Außenbereichen auszuweichen, will die Verwaltung auf eine Innenverdichtung setzen. Betroffen von den Plänen der Innenverdichtung sehen einige Anlieger der Dechant-Karthaus- und der Ginsterstraße.

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Bebauungsplan ER 2 „Im Erbgrund“ – 9. Änderung als Neuaufstellung. ©Gemeinde Raesfeld

Innenverdichtung statt landwirtschaftliche Fläche

Den ersten Aufschlag habe die Gemeinde am 25. November 2019 gemacht und beschlossen, den Bebauungsplan aus den 60er Jahren zu ändern, so Roters. Bereits 2016 habe der Rat beschlossen, das gesamte Raesfelder Baugebiet auf eine mögliche Innenverdichtung zu überprüfen. Hintergrund sei laut Roters, dass sich bebaubare Bereiche nicht weiter in die Fläche nach Außen ausdehnen, um somit möglichst die Flächenversiegelung gering zu halten.

Festgesetzt wurde, dass hier maximal zweigeschossige gebaut (Einzelhaus oder Doppelhaus) gebaut werden darf. Dabei muss die Grundstücksgröße bei zwei Wohneinheiten mindestens 400 qm pro Gebäude groß sein.

„Durch die Änderung des Bebauungsplans haben wir wesentlich mehr Raum in der Bebauung. Mehr als 40 Prozent der Fläche dürfen nicht, egal was geplant wird, nicht überschreiten“, so Roters. Das sei beruhigend, so eine Anwohnerin der Ginsterstraße. Sie habe schon befürchtet, dass man ihr demnächst einen „Bunker“ vor die Tür setzt.

Was die Stellplätze anbelange, sieht der Stellplatzplan bei einer Wohnbebauung eines Ein- oder Zweifamilienhauses 1,5 Stellplatz pro Wohneinheit vor. „Diese Stellplatzsatzung gibt es seit einem Jahr, und sie ist für ganz Raesfeld gültig“, betont Roters.

Keine Spielstraße

Er erklärte auch auf nachfrage, dass es aktuell im Planbereich keine Bauanträge gibt. Zur Parksituation u.a. Dechant-Karthaus Straße sagte Roters, dass es in dem Bereich keine Spielstraße gebe. Folge: Es dürfe überall, außer vor Ein- und Ausfahrten, an den Straßenrändern geparkt werden, was letztendlich auch zu einer Verkehrsberuhigung in diesem Bereich sorge. Schließlich betonte er, dass der neue Bebauungsplan gilt. Und: „Alle Bürger werden hier gleich behandelt. Es werden keine Ausnahmen gemacht“.

Erschließung

Die Erschließung im Plangebiet soll laut Bebauungsplan wie bisher von den tangierenden Straßen Friedholt und Holten aus erfolgen. Die Erschließung der angebotenen baulichen Verdichtung kann nur über die jeweils betroffenen privaten Grundstücke erfolgen.
Die bisherigen öffentlichen Straßenverkehrsflächen bleiben somit unverändert.

Kappeskauf war Männersache – Kappesmarkt anno 1885

Kappesmarkt in Raesfeld – Ein Markt mit langer Tradition


von Heinz Bröker

Wir schreiben das Jahr 1885. Im deutschen Kaiserreich blickt die Bevölkerung besorgt auf Otto von Bismarcks Kolonialpolitik, und trotz der Sozialgesetzgebung sind die Zustände im Lande verheerend – Armut geht um. Bauern zogen über die Lande, um ihr Gemüse unter die Leute zu bringen. So auch die Büdericher Kappesbauern.

In der Woche vor Allerseelen etwa machten sie sich mit ihren Sturzkarren, voll beladen mit dem knackigen Weißkohl, zu Fuß auf den Weg nach Raesfeld, wo sie das runde Gemüse auf dem Kappesmarkt verkauften. Im November 1885 berichtete die zweimal wöchentlich erscheinende lokale Zeitung:

Kappesmarkt anno 18 (2)

In Raesfeld findet alljährlich am Allerseelentage ein Kappesmarkt statt. Er ist auch diesmal gut besucht, und die angefahrenen 20 Karren finden sehr schnell ihre Käufer, die gern pro Kopf 4 – 5 Pfennig zahlen.

Diese Zeitungsnotiz beweist, dass der Markt eine noch längere Tradition hat, und er gehörte zum normalen Jahresablauf im dörflichen Geschehen. Der Verkauf war in der Dorfmitte, auf dem Hof der Gastwirtschaft Rudolf Nießing (heute Parkplatz der Firma Hetkamp). Im Laufe des Vormittags, am Allerseelentage, füllte sich der Platz mit kauffreudigen Männern. Denn Kappeskauf war zu der Zeit Männersache.

Sicherlich war auch der Schnaps, der dabei getrunken wurde, ein weiterer Anlass. Dass hierbei der eine oder andere mal ein Körnchen zuviel getrunken hat, war ebenso selbstverständlich wie das „Prötken“ (lustige Gespräch) mit den Kappesbauern vom Niederrhein. Von einer geschickten Verkaufsmethode einiger Büdericher Bauern wird erzählt. Die Kappesköppe wurden nicht gewogen.

In Schiebekarren den Wintervorrat nach Hause gebracht

Das stückweise Zählen des Weiskohls nannte man „in de Russ verkope“ (nach Schätzung verkaufen). Beim Zählen kamen Käufer und Verkäufer ins Gespräch. Dabei fragte der ausgefuchste Bauer nach dem Alter der Ehefrau, baute dies geschickt in den Zählvorgang ein und „übersprang“ einige Zahlen. So wurde sicher mancher Kappes „eingespart“. Bei Preisen zwischen drei und fünf Mark pro Zentner, nach dem Ersten Weltkrieg, vielleicht eine Notwendigkeit.

Auf den mitgebrachten Bollerwagen und Schiebkarren wurde der Wintervorrat nach Hause transportiert.
Am nächsten Tag oder einige Tage später, wenn man den Kappesschaber vom Kaufmann ausleihen konnte, wurde bei gegenseitiger Nachbarschaftshilfe Sauerkraut gemacht.

Salz und Wacholderbeeren kaufte man ein, das „Surmusfatt“ (Sauerkrautfass) wurde ausgescheuert und gereinigt und stand zum Trocknen auf der Tenne. Alle packten mit an. Zunächst wurden die welken Blätter und der Dorn vom Kappes entfernt.

Kappesmarkt anno 18 (3)

Alle packten mit an

Dann wurde geschabt, dies war Frauensache, und das fein gehobelte Kraut fiel in die große Wanne. Danach wurde es in das Sauerkrautfass gefüllt. Jetzt begann die Arbeit der Kinder. Mit blank gescheuerten „Klumpen“ (Holzschuhen) wurde das Kappeskraut fest in das Fass gestampft. Hin und wieder fügte man eine Hand voll Salz und einige Wacholderbeeren hinzu. War das Fass gefüllt, kam ein Tuch auf das Kraut. Bretter bzw. ein passender runder Holzdeckel deckten das Fass ab und es wurde dann noch mit einem Findling beschwert. Der so winterfest gemachte Kappes kam in den Keller, wo er dann zum Sauerkraut heranreifte. Vorrat war angeschafft, denn der Winter war lang und Sauerkraut gab es dreimal und öfter die Woche.

Mit dem zweiten Weltkrieg endete der Traditionsmarkt. Zwar wurde in den Nachkriegsjahren weiterhin Sauerkraut selbst gemacht, die Kohlköpfe wurden da aber schon im Lebensmittelgeschäft Kösters verkauft. Mit einem LKW holte dieser Händler die Kohlköpfe von den Büdericher Kappesbauern.

Quelle: Hans Bröker, Fotos: Ignaz Böckenhoff

Wieder ein voller Erfolg für die Kumi Freunde

Bei der Brotaktion am 23. Oktober wurden unglaubliche 4982 € gespendet

Noch vor zwei Wochen war Pfarrer Charles im Silvesterhaus in Erle und schilderte die aktuelle Lage in Uganda. Durch die stets steigenden Lebensmittelpreise, vor allen bei Dingen des täglichen Bedarfs, leiden dort viele Menschen an Hunger.

Schon die Corona-Krise hatte enorme Steigungen der Preise zur Folgen. Der Ukraine – Krieg hat dieser Umstand nochmal verschärft. Da kommen die Spenden der Kumi – Freunde gerade richtig.

Kumi-Brotaktion-Foto-Presse
Foto: Privat

Es ist nicht die erste Brotaktion der Organisation. Bereits die letztes Aktionen waren immer von Erfolg gekrönt. Dieses Mal hat Biobäcker Hubert Leiers 260 Brote auf Bestellung gebacken. Diese konnten dann gegen Spende am vergangenen Sonntag an verschiedenen Anlaufstellen in Raesfeld, Erle und zum ersten Mal auch in Gemen abgeholt werden. Denn zum ersten Mal war die evangelische Kirchengemeinde Gemen mit im Boot.

Über Gemeindegrenze hinaus

Auch der Heimatverein Burlo – Borkenwirthe beteiligte sich. Hier hatte Leiers 80 Teige vorbereitet, die der Heimatverein bei ihren Erntedankfest in Holzofen backen und verkaufen wollten. Als sie von der Aktion der Kumi – Freunde hörten, entschlossen sie kurzerhand , der Erlös hiervon der Aktion zu geben . Hier kamen bereits 425€ zusammen.

Mit der Brotaktion am vergangenen Sonntag konnte die großartige Summe von 4982€ in die Gemeinde Kumi in Uganda geschickt werden. Da die Zutaten für die Brote ebenfalls Spenden waren, kommt davon auch 100% bei Pfarrer Charles und seinem Waisenhaus an.

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