Eine ganze Latte an Verstößen lag der Flucht eines Autofahrers in der Nacht zum Montag zu Grunde.
Polizeibeamte wollten in der Nacht von Sonntag auf Montag um 045 Uhr einen 39-jährigen Autofahrer aus Marl auf der Dorstener Straße anhalten, da ein Bremslicht seines Pkws nicht funktionierte. Der 39-Jährige missachtete die Haltezeichen der Polizeibeamten und flüchtete. Bei der Flucht missachtete er die Geschwindigkeitsgrenzen und auch eine rote Ampel. Er fuhr schließlich in eine Sackgasse, womit die Flucht beendet war.
Der 39-Jährige stand unter Alkohol- und Drogeneinfluss, er ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und an dem nicht zugelassenen Pkw befanden sich falsche Kennzeichen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet und ein Arzt entnahm dem Beschuldigten Blutproben, um den Alkohol- und Drogenkonsum exakt bestimmen zu können.
Die KAB Raesfeld sammelt am Samstag, 19. November gebrauchte Textilien im Rahmen einer kreisweiten Kleidersammlung der KAB.
In Raesfeld sind folgende Sammelstellen eingerichtet: Kolpinghaus in Raesfeld, Feuerwehrhaus in Erle, Schule in Homer, in Rhedebrügge an der Kirche und am Kindergarten. Die verpackten Textilien können in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr dort abgegeben werden.
Sollten jemanden die Kleiderspende nicht persönlich bringen können, kann sich dieser bei Thomas Löchteken, Tel.: 02865/8420 melden. Die Kleidung werde dann von Helfern abgeholt, heißt es.
KAB-Sammlung für das Weltnotwerk e. V.
Darüber hinaus sammelt die KAB St. Martin am Samstag/Sonntag 19./20.11. im Anschluss an allen hl. Messen in Raesfeld, Erle und Rhedebrügge für das Weltnotwerk der KAB.
An den Ausgängen der Kirchen stehen hierfür Körbchen bereit. Es ist eine Solidaritätsaktion der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, bei der Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt werden.
Die Liste der diesjährigen Adventsfenster werde im größer und sei, so Pastor Fabian Tilling, erfreulicherweise gut gefüllt. Vielleicht finden sich auch für die letzten Termine noch Personen oder Gruppen, die ein Adventsfenster gestalten möchten.
Folgende Termine sind noch frei:
Samstag, 03.12
Dienstag, 06.12.
Montag, 12.12.
Sonntag, 18.12.
Montag, 19.12. und
Freitag, 23.12.
Wer Interesse hat, bei der Aktion noch mitzumachen, kann sich gerne im Pfarrbüro melden!
Kath. Kirchengemeinde St. Martin in Erle, Raesfeld und Rhedebrügge
Kirchengemeinde St. Martin Raesfeld lädt zu Spätschichten ein
Herzliche Einladung zu den Spätschichten in der St. Silvesterkirche in Erle jeden Montag im Advent um 18:30 Uhr vor der Abendmesse und zu den Frühschichten in Raesfeld jeden Dienstag im Advent um 06:00 Uhr im Kolpinghaus mit anschl. Frühstück ein.
Die Zeit rast! Vieles bewegt uns, was in den Medien auf uns einprasselt. Atomare Bedrohung, Krieg und Wettrüsten. Und nun im Advent, die Vorbereitungszeit auf Weihnachten beginnen? Er kommt. Gott vertraut uns im Kind an! Immer wieder neu! Hier und jetzt! Mitten unter uns! Will ich mich auf den Weg machen und meine Gedanken ordnen, klar Worte finden und diese in meinem Handeln sichtbar machen?
WUNDERBARER RATGEBER Jeden Tag treffen wir viele kleine und auch die ein oder andere große Entscheidung. Gott vertraut auf uns und wir können ihm in anderen Menschen begegnen, Menschen, die uns bei Entscheidungen zur Seite stehen.
STARKER GOTT Mit menschlichen Definitionen kommen wir da nicht weiter. Gott ist anders, Gott ist mehr. Er will mit uns die Welt auf den Kopf stellen, damit alle Menschen leben können.
VATER IN EWIGKEIT Ewigkeit, Unendlichkeit sind nur sehr schwer zu fassen. Gott ist da, jeden Tag, jede Stunde, selbst in dieser Sekunde. Seine unendlich große Liebe gibt mir Kraft. Er ist meine Mutter und mein Vater in Ewigkeit.
FÜRST DES FRIEDENS Unsere Welt braucht Gottes Licht, seine Liebe, seinen Frieden. Er kann uns aus unseren eingetretenen Pfaden reißen, neue Gedanken und neue, friedvolle Worte schenken. Weihnachten – ein Fest des Neubeginns.
Leichte Verletzungen hat ein Motorradfahrer am späten Mittwochabend bei einem Wildunfall in Raesfeld erlitten.
Der 48-Jährige befuhr gegen 22.50 Uhr die Weseler Str. (L896) in Richtung Borken. Ein Reh lief in Höhe der Straße „An der Ulme“ plötzlich auf die Fahrbahn. Der Heidener prallte mit dem Tier zusammen und stürzte.
Rettungsdienst brachte den Leichtverletzten zur ambulanten Versorgung in das Borkener Krankenhaus; der entstandene Sachschaden liegt circa bei 4.000 Euro. Das Rehwild verendete an der Unfallstelle.
Zeitumstellung
Die Zeitumstellung verlängert die Zeit, in der der Berufspendlerverkehr in der Dämmerung stattfindet. Das Zusammenfallen der Aktivitätsphasen des Wildes in der Dämmerungszeit und des Berufsverkehrs erhöht das Risiko von Wildunfällen.
Die Polizei gibt zu diesem Thema erneut folgende allgemeine Hinweise: Die Verkehrsteilnehmer sollten sich darauf einstellen, dass es außerhalb geschlossener Ortschaften stets zu Wildtieren auf der Fahrbahn kommen kann – eine vorsichtige und bremsbereite Fahrweise ist daher unbedingt ratsam. Wenn Wild in Dunkelheit die Straße quert, sollten Kraftfahrer abblenden und kontrolliert abbremsen, ohne jedoch auszuweichen: Zu groß ist die Gefahr, dabei von der Fahrbahn abzukommen. Wenn es doch zu einem Wildunfall kommt, ist die Unfallstelle abzusichern und die Polizei zu verständigen.
Der Vorverkauf für den Eintritt zum Adventsmarkt am Wasserschloss in Raesfeld vom 01. bis 04. Dezember 2022 startet am Montag, den 14. November 2022.
Der Raesfelder Adventsmarkt findet am zweiten Adventwochenende, vom 01. bis 04. Dezember 2022, donnerstags und freitags von 15:00 bis 21:00 Uhr und samstags und sonntags bis 11:00 bis 21:00 Uhr am historischen Wasserschluss in Raesfeld statt.
Eintrittsbändchen
In diesem Jahr erhalten Sie wieder Eintrittsbändchen. Diese sind bis zum 30. November 2022 um 12:00 Uhr im Vorverkauf erhältlich. Sie können in der Tourist-Info im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, im Bürgerbüro, bei den Volksbanken und Sparkassen in Raesfeld und Erle sowie bei Bleker GmbH und in der Schloss Apotheke in Raesfeld für 4,00 € pro Stück erworben werden.
Mit diesem Vorverkaufsbändchen kann der Adventsmarkt in Raesfeld an allen vier Tagen besucht werden. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt (Ausweiskontrolle möglich).
Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Raesfeld-Erle-Homer lädt alle Mitglieder und Parteifreunde am 17. November 2022 zum diesjährigen Gemeindeparteitag im Saal von Brömmel-Wilms in Erle ein. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr.
In diesem Jahr dabei sind Bürgermeister Martin Tesing. Er berichtet über die aktuelle Situation in der Gemeinde. Im Anschluss gibt es einen Bildervortrag von Karl-Heinz Tünte über die historische Entwicklung des CDU-Gemeindeverbands.
Weihnachtsbeleuchtung sorgt in Borken trotz Energiesparmaßnahmen für festliche Stimmung
Ausschuss für Kultur, Schule und Sport entscheidet über Beleuchtung in den Wintermonaten im Stadtgebiet Borken
Borken (pd). Die steigenden Energiekosten sowie die drohende Energiemangellage machen es aktuell notwendig, in nahezu allen Bereichen Gas, Strom und weitere Energieträger einzusparen. Dies betrifft auch die traditionelle, jährliche Weihnachtsbeleuchtung in Borken.
In seiner Sitzung am 9. November 2022 folgte der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport der Stadt Borken dem Vorschlag der Verwaltung, ausschließlich LED-Lichter für die weihnachtliche Beleuchtung zu nutzen.
Auch in diesem Jahr soll die Weihnachtsbeleuchtung trotz Energiesparmaßnahmen für festliche Stimmung im Stadtgebiet Borken sorgen.
Stadt Borken / Mediamieze
Festliche Stimmung
Die Ausschuss-Mitglieder waren sich zudem einig, die Beleuchtung auf die Dämmerung und Abendstunden zu reduzieren. „So erzeugen wir weiterhin eine festliche Stimmung in unserer schönen Innenstadt und den Dorfkernen, tragen aber dennoch der Energiekrise Rechnung und behalten das Stromsparziel im Auge“, stellte Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing den Kompromiss vor. Durch die Umstellung eines Großteils der Weihnachtsbeleuchtung auf energiesparende LED-Beleuchtung konnte die Stadt Borken den Energieverbrauch schon in den Vorjahren stark reduzieren.
Separate Steuerung
Nun sollen zusätzlich dort, wo eine separate Steuerung möglich ist, die Beleuchtungszeiten verkürzt werden: Die festliche Beleuchtung im Stadtgebiet soll zum Start des Borkener Weihnachtsmarktes am Ersten-Advents-Wochenende beginnen.
Bürgerinnen und Bürger können sich dann von 16.30 bis 22 Uhr auf die Weihnachtsbeleuchtung freuen. An den Adventsfreitagen- und samstagen brennen die Lichter sogar bis 23 Uhr. „Wir als Stadt Borken wollen auch bei der Weihnachtsbeleuchtung mit gutem Beispiel voran gehen“, betont Borkens Bürgermeisterin die aktuelle Bedeutung der Energieeinsparung. „Dennoch können mit der LED-Beleuchtung alle Straßen in Borkens Kerninnenstadt beleuchtet werden“, macht sie deutlich“. Auch die etwas reduzierte Beleuchtung wird in den kommenden Wochen weihnachtliche Stimmung in unserem Stadtgebiet verbreiten“, ist sich Bürgermeisterin Schulze Hessing sicher. „Wir hoffen auch auf einen bewussten Energieverbrauch der Unternehmen und der Bevölkerung in der Weihnachtszeit“, appelliert sie.
Bratapfelessen im Pölleken. Heimatverein Raesfeld lädt ein.
Der Heimatverein Raesfeld lädt alle Mitglieder zum traditionellen Bratapfelessen am Samstag, den 19. November 2022 in die Hütte am Pölleken ein. Beginn ist um 16.00 Uhr. Geschirr und Besteck sind mitzubringen. Um planen zu können, wird um telefonische Anmeldung bis zum 14.11.2022 bei Christiane Danblon Tel. 0151 14907496 gebeten.
Und plötzlich bin ich Prinzessin und Prinz. Das sei eine tolle Sache sagen unisono das aktuelle Raesfelder Prinzenpaar Andreas II. und Anja I.
Jede Jahreszeit hat seine Highlights. So auch in Raesfeld in der närrischen Zeit, wenn der Raesfelder Carnevalsverein (RCV) sich Anfang November auf die närrische Zeit, und vor allem auf den Rosenmontagszug, einstimmt. Alle Jahre wieder gibt es auch ein Prinzenpaar. In diesem Jahr präsentieren den RCV das Prinzenpaar Anja Klein-Ridder (55 J.) und Andreas Heyng (53 J.).
In einem kurzen Interview stellte sich das Prinzenpaar unseren Fragen, denn die Sache Prinz und Prinzessin bedeutet nicht nur Präsent auf vielen Veranstaltungen zu sein, sondern auch, dass alle, die dieses Amt ausüben, voll hinter dieser Sache stehen? Also:
Anja Klein-Ridder und Andreas Heyng sind das Prinzenpaar des RCV in Raesfeld 2022/23. Foto: Petra Bosse
Für Anja Klein-Ridder, vom Beruf Hotelfachfrau, war die Zusage, Prinzessin zu werden keine spontane Aktion. „Eigentlich habe ich schon seit zwei Jahren darüber nachgedacht, dann aber kam Corona“, so Anja I. Eigentlich, aber dann rückte die Session immer näher und „in diesem Jahr war ich dann doch überrascht, als man mich fragte, ob ich Prinzessin werden möchte“.
Karneval ist wie ein Virus
Um dieses Amt überhaupt ausführen zu können, darf man bestimmt kein Mensch sein, der zum Lachen in den Keller geht. Und: Nicht für jeden Menschen ist Karneval geeignet. Anders sieht es bei der aktuellen Prinzessin aus. „Karneval ist wie ein Virus. Wenn der Virus dich einmal gepackt hat, lässt er dich nie wieder los“, gesteht Klein-Ridder. Das sei aber letztendlich kein Wunder, den zum einen ist sie auf Aschermittwoch geboren und war schon als Kind Gardetänzerin gewesen. Nun wünscht sie sich nicht nur viele Besucher/Innen bei Rosenmontagszug, wenn sie auf dem Wagen sitzt und Kamellen wirft, sondern eins steht an diesem Tag als Wunsch im Vordergrund: „Ich hoff, dass wir richtig gutes Wetter haben und ganz viele Menschen zum Rosenmontagszug nach Raesfeld kommen“.
Wenn Prinz, dann nur mit Anja
Und wo es eine Prinzessin gibt, ist der Prinz nicht fern. Andreas Heyng hatte, wie er sagt, schon damit gerechnet, dass er in diesem Jahr oben auf dem Prinzenwagen sitzen werde. Aber auch er hatte schon länger damit gerechnet das es, mit Anja als Prinzessin an seiner Seite, klappt. Dann kam leider Corona und sein Wunsch wurde verschoben. Und: „Wenn ich Prinz werde, dann nur mit Anja gemeinsam“.
Der Raesfelder schätzt vor allem den Zusammenhalt im Verein. Dennoch gibt es auch für ihn einige Vorgaben, die jeder Prinz mitbringen muss. „Man muss Vollblutkarnevalist sein, denn sonst hält das keiner lange durch“, gesteht Heyng, der sein Amt als Prinz jedem empfiehlt, der dem Karneval nahe ist. Wiese seine Prinzessin wünscht er sich auch, dass das Wetter Rosenmontag hält und: „Ich freue mich, dass wir alle gemeinsam feiern können und natürlich davor, als auch danach gesund bleiben“.
Die offizielle Prinzenproklamation findet am Samstag, 12. November 2022 im Festzelt Am Michael in Raesfeld statt.
Karneval ist wie ein Virus. Wenn der Virus dich einmal gepackt hat, lässt er dich nie wieder los
Am Samstag, 12. November, finden die Prinzenproklamation vom Kinderprinzenpaar Charlie I. Hutton und Johanna I. Weddeling (RRZ) sowie Prinzenpaar Andreas II. und Anja I. (RCV) statt
Gestartet wird am Samstag, 12. November 2022 um 14:33 im Festzelt „Zum Michael“ mit der Kinderproklamation des RRZ Charlie I. Hutton und Johanna I. Weddeling. Das Thema in diesem Jahr ist „Party“.
Die Band „Nachtschicht“ wird an diesem Nachmittag die Veranstaltung musikalisch begleiten. Durch das Programm führen das Moderatorenteam Paul Geldermann und Gero Terhart. Hiesige Tanzgruppen und Tanzgarden des RRZ, RCV und aus Homer freuen sich wieder auf der Bühne zu sein und für das Publikum zu tanzen.
Weiter geht es am Abend um 20.11 Uhr mit der Proklamation und dem Prinzenpaar Andreas II. und Anja I. vom RCV.
Der Fackelzug zum Rathaus startet um 18:45 am Festzelt. Um 19.11 Uhr wird das neue Prinzenpaar auf dem Rathausplatz vorgestellt. Anschließend findet im Festzelt die Proklamation mit einem bunten Bühnenprogramm aus Show & Tanz und einer Party mit DJ statt.
Raesfeld erhält von 280.351 Euro Fördergeld aus Bundesmittelmittel. Die Bundestagsabgeordneten Anne König (CDU) und Nadine Heselhaus (SPD) freuen sich, da mit dem Fördergeld dringenden Sanierungen durchgeführt werden können.
Insgesamt erhält die Gemeinde Raesfeld 280.351 Euro Bundesmittel im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramm (DSSP) für national wertvolle Kulturgüter in Deutschland. Das hat der Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages in seiner Sitzung am 10. November 2022 beschlossen.
Nadine Heselhaus: „Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Sanierung unseres herausragenden Kulturdenkmals mit Strahlkraft weit über die Gemeinde hinaus wird gefördert“
„Mit einer Fördersumme von 236.881,00 Euro kann die dringend notwendige Sanierung der Dachbedeckung des Turmes des Schloss Raesfeld in Angriff genommen werden“, freut sich die Bundestagsabgeordnete (CDU) des Wahlkreises Borken II Anne König,.
Anne König. Foto: CDU
„Gemeinde und Verein haben die notwendigen Vorarbeiten geleistet und entsprechende Finanzierungspläne vorgelegt. Es war mir ein wichtiges Anliegen, hier zu unterstützen. Deswegen habe ich persönlich bei der Staatsministerin für Kultur und Medien Claudia Roth für die Projekte geworben. Umso mehr freue ich mich, dass es geklappt hat“, so König.
Auch der Verein „Schloss Raesfeld – Bildungsstätte des Handwerks“ erhält eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 43.470,00 Euro. Damit soll die Vorburg des Schlosses denkmalpflegerisch ertüchtigt werden, betont Heselhaus.
Nadine Heselhaus Foto: SPD
„Als Wahlkreisabgeordnete und als Raesfelderin freue ich mich sehr über die Förderzusage des Bundes. Das Raesfelder Schloss ist ein herausragendes Kulturdenkmal mit Strahlkraft weit über die Gemeinde hinaus“, so Nadine Heselhaus. Sie habe sich in Berlin mit Nachdruck für die eingereichten Anträge eingesetzt hatte.
Info
Das DSSP wurde bereits 2007 unter der unionsgeführten Bundesregierung ins Leben gerufen. Seither unterstützt es bundesweit bedeutende Kulturdenkmäler und ist eines der erfolgreichsten Förderprogramme. Gemeinsam mit den Bundesländern, Kommunen, Eigentümern und vielen Ehrenamtlichen stellt sich der Bund der herausfordernden Aufgabe des Denkmalschutzes, denn in Deutschland gibt es mehr als 1,3 Mio. Denkmäler – von der kleinen Dorfkirche bis hin zur UNESCO-Welterbestätte.
Rund 90.000 Denkmäler befinden sich davon in Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Denkmalschutzgesetzes fördert auch die nordrhein-westfälische Landesregierung Denkmäler mit Zuschüssen und Zuweisungen in Höhe von 40 Mio. Euro allein in diesem Jahr.
Die neuen Räume der Übermittagsbetreuung (ÜMI) in der St. Sebastian Grundschule Raesfeld wurden am Mittwoch mit einer kleinen Einweihungsfeier offiziell eröffnet. Sie bietet Platz für rund 56 Mädchen und Jungen
Schnipp-Schnapp, Band durch. Offiziell eröffnet wurden die neuen ÜMI-Räume durch (v. l.): Bürgermeister Martin Tesing, Andrea Nießing (Betreuung ÜMI), Nicole Hutton, Vorsitzende des Fördervereins und Schulleiter Thomas Schlüter zusammen mit Kindern. Foto: Petra Bosse
Bei einem gemeinsamen Rundgang mit den Fördervereinsvorsitzenden Nicole Hutton, Kathrin Frank und Lydia Ridder und Jörg Heselhaus von der Verwaltung, lobten Schulleiter Thomas Schlüter und Bürgermeister Martin Tesing das Ergebnis.
Wo einst die Vogelschutzgruppe in der St. Sebastian-Grundschule ihren Sitz hatte, sind die Räume heute lichtdurchflutet, die Wände sind hell und freundlich gestaltetet, wie auch der neue Bodenbelag. Viele Spielangebote wie Puppen-, Bau- und Spielecke, ein Kaufladen und ein Sofa zum „Chillen“, laden Mädchen und Jungen zum Verweilen ein.
Schwierige Förderbedingungen
Innerhalb von drei Monaten konnte der Umbau der ÜMI auf den Weg gebracht werden. Jedoch sei der Umbau der ehemaligen Kellerräume nicht ohne Komplikationen abgelaufen, berichtet Bürgermeister Martin Tesing. Als Grund nannte Tesing die Förderbedingungen. Anfang Januar 2021 habe die Verwaltung den Förderaufruf bekommen. Sie musste sich laut Auflage bis Mitte Februar für die Baumaßnahme entscheiden und mit dem Umbau musste bis Mitte des Jahres, 30. Juni begonnen werden. In der Kürze der Zeit sei die Baumaßnahme keine leichte Aufgabe gewesen, da vorher alle Einzelheiten abgeklärt sowie ein Bauantrag gestellt werden mussten, berichtet Tesing.
Handwerkermangel
Erschwerend hinzugekommen sei auch, das Ende Oktober 2021 die Baumaßnahme fertiggestellt und abgeschlossen sein musste. „Mit den Bedingungen – so wir sie heute kennen – wie Handwerkermangel, war das schon eine große Aufgabe“, ergänzt Tesing.
Das alles so reibungslos ablief, sei der guten Zusammenarbeit zwischen den Schulleiter Thomas Schlüter und dem Förderverein zu verdanken. „Damit bin ich heute sehr zufrieden“, so Tesing.
Blumen für den Vorstand des Fördervereins für die gute Zusammenarbeit v. l.: Lydia Ridder, Kathrin Franken, Nicole Hutten und Schulleiter Thomas Schlüter.
Gelebte Integration und Kommunikation
„Die Räume sind mittlerweile für 56 Mädchen und Jungen ein beliebter Anlaufpunkt geworden. Neue Freundschaften werden hier geschlossen. Und das Tolle ist, dass dies ein Ort der gelebten Integration und Kommunikation geworden ist“, freut sich der Schulleiter, der sich für die gute Zusammenarbeit bei der Gemeinde für die zwei zur Verfügung gestellten Räume bedankt.
Im Jahr 2017 hat der Förderverein die ÜMI übernommen. Im Laufe der letzten Jahre reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus, da die Anzahl der Kinder von seinerzeit 30 auf 56 angestiegen ist. Drei Mitarbeiterinnen und Ehrenamtliche betreuen täglich die Kinder. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 189.000 Euro, 132.000 Euro kommen aus dem Fördertopf. Hinzu kommen noch für die Gemeinde 11.000 Euro Einrichtungskosten.
ÜMI Sebastian Schule Raesfeld
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Übermittagsbetreuung Sebastianschule Raesfeld
Geschenke für die Kinder gab es von Thomas Schlüter
„Fun-Generationen“ lud am Wochenende zu drei Bühnenshows in die Werkhalle von Pass Möbelbau ein. Tanzen, Singen, Schauspielern und Akrobatik bot die Gruppe ihren Gästen.
Musical meets Dancin – Vol 7. Die „Fun Generationen“ luden am Wochenende zu drei Bühnenshows in die Werkhalle von Pass Möbelbau GmbH in Erle ein. Es war bereits die 7. Veranstaltung für die Fun Generation, wo sie mit einem sensationellen Programm die Herzen der großen und kleinen Zuschauer eroberten.
Eingeladen zu den drei Vorstellungen hatte erneut Andreas Pass, der Geschäftsführer. Wie in den vergangenen Jahren auch, seien die Karten, ohne groß Werbung zu machen, binnen kurzer Zeit vergeben gewesen.
Allrounder – Singen, Tanzen und Akrobatik
Sie können alles: Tanzen, Singen, Schauspielern, Akrobatik und das Wichtigste: Die Fun Generationen aus Raesfeld schaffen es immer wieder, die Menschen mit ihrem vielfältigen Programm aufs Beste zu unterhalten. So auch bei der der Premiere am Freitagnachmittag.
Im Jahr 2019 hatte die Gruppe ihren letzten Auftritt und sich seitdem in der Coronazeit weiterentwickelt und intensiv auf ihr neues Programm vorbereitet. Zur Musik des Musicals „König der Löwen“, „Aida“ oder Herbert Grönemeyers „Der Weg“ präsentierten die Tänzer ihr Können in beeindruckender Weise. Ob bei der Bühnentechnik, beim Gesang, Masken, Showeffekte, oder auch, was die Darstellungen anbelangt, war jedes Stück für sich „ganz großes Kino“.
Nicht zu vergessen die Leute hinter der Bühne, die es zwischen den einzelnen Stücken schafften, binnen einer Minute zehn, 20 oder mehr Darsteller in eine neue Rolle zu verwandeln. Und auch die anderen der 130 Mädchen, Jungs, Frauen und Männer starken Truppe, brachten sich bei den Aufführungen alle mit viel Herzblut ein.
Tanz zum Song von Grönemeyer – Der Weg. Foto: Petra Bosse
Der Weg von Grönemeyer als Tanz
Gabriele Hüning verwies in der Anmoderation darauf, dass mit der Aufführung zu „Der Weg“ auch Neues wie Wut, Verlust und Trauer Einzug in das Programm gehalten hat. Während der Proben seien Emotionen bei den Tänzern freigeworden, die sie teilweise selbst an eigene Verluste – auch durch Corona – erlebt hätten. „Das war für einige sehr intensiv, sodass bei den Proben sogar teilweise Tränen flossen“, fügte Hüning hinzu. Und so war es dann auch während der Aufführung in der Halle schon fast bedrückend still. Erst nachdem der letzte Ton verklungen war, gab es lautstarkem Beifall.
Auch die Kleinsten hatten bei der Aufführung ihre großen Rollen. Foto: Petra Bosse
Auch sonst sparte das Publikum nicht mit Beifallsstürmen nach jedem Auftritt. Gabriele Hüning kommentierte: „Ich bin heute total zufrieden und sehr stolz auf alle. Alle machen es mit so einer Freude und mit Herzblut. Sie wissen genau, was sie da tun“.
Der Erlös der Veranstaltungen werde auch in diesem Jahr wieder zu einer Hälfte an die Kinderkrebshilfe der Uniklinik Münster gespendet, die andere Hälfte geht an die „Fun-Generation“, erklärte Andreas Pass.
Für ihren sozialen Einsatz hatten schon vor der Pandemie, im Jahr 2019 Pass sowie Gabriele und Herbert Hüning die Meriten-Medaille des Raesfelder Rosenmontagszugs verliehen bekommen.
Alles im Griff: Die Chefin Gabriele Hüning mit Christoph Ossing. Petra Bosse
Die Fun Generation bestehen mittlerweile aus 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer.
Neben den zahlreichen aktiven Helferinnen und Helfer, sowie die insgesamt 130 Kinder, die sich hier eingebracht und für eine tolle Show gesorgt haben, erwähnen wir jetzt stellvertretend für alle diejenigen, die in den Hauptrollen als Tänzer/Tänzeriinnen, Sängerinnen/Sänger, Akrobaten/Innen sowie in den sonstigen Hauptrollen aufgetreten sind:
Hanna Humme, Jana Kruse, Franziska Nießing, Julia Zimmermann, Rebekka Lanvermann, Daniel Funke, Elina Scheff, Niklas Schmitz, Miriam Klatschek, Christoph Ossing, Luis Olbing, Leon Ossing, Joy Heßling, Lotta Blankenhagen, Zoe Blankenhagen, Nihla Omar, Laura Mümken, Milla Galent, Elina Vorholt, Niklas Schmitz, Anna Wittgen, Jessica Sajchattarova, Jana Hegering, Julia Zimmermann, Anna Peitz, Jana Hegering, Luis Olbing.
Technik: Herbert Hüning, Moderation und Leitung: Gabriele Hüning
Neues Format – Jugendliche ab 12 Jahren sind eingeladen, daran teilzunehmen
Raesfeld (pd). Am Mittwoch, 23.11.22 um 17.00 Uhr lädt die Gemeinde Raesfeld interessierte Jugendliche ab einem Alter von 12 Jahren zum ersten Jugendforum in den Sitzungssaal des Raesfelder Rathauses ein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Dein Ort! Deine Ideen! Mach mit!“
Nach einem Informationsblock über die Aufgaben der Gemeinde Raesfeld haben die Jugendlichen die Möglichkeit, Ihre Eindrücke von Raesfeld und ihre Ideen für ihren Heimatort zu formulieren sowie zu überlegen, wie sie sich für Raesfeld einsetzen können.
Bürgermeister Martin Tesing wird das Jugendforum leiten. Foto: Petra Bosse (archiv)
Neues Format
Geleitet wird das Jugendforum von Bürgermeister Martin Tesing. „Wir sind gespannt, wie das neue Format angenommen wird. Wir hoffen dabei darauf, dass wir Jugendliche motivieren können, sich zukünftig ehrenamtlich für Raesfeld zu engagieren. Denn gerade kleine Kommunen leben von der Mitwirkung ihrer Bürgerinnen und Bürger. Insofern wollen wir auch Bewusstsein für den Gedanken des Mitmachens schaffen“, sagt Martin Tesing.
Neben dem Bürgermeister, Jörg Heselhaus, dem Geschäftsführer des Jugendwerkes Raesfeld, und je einem Mitglied der Ratsfraktionen werden auch Mitarbeiterinnen der Gemeindeverwaltung den Jugendlichen beim Forum als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen.
Zum Thema Jugendforum:
Im April 2021 hat der Rat der Gemeinde Raesfeld die Einrichtung eines Jugendforums beschlossen. Wegen der Corona-Pandemie musste der bereits im letzten Jahr geplante erste Termin für das Jugendforum verschoben werden. Dieser soll nun nachgeholt werden. Für die Teilnahme zum Jugendforum ist keine Anmeldung erforderlich.
Wir wollen auch Bewusstsein für den Gedanken des Mitmachens schaffen
Die Raesfelder Münzfreunde laden erneut zu der Veranstaltung „Geld- Gold und einiges mehr“ am Donnerstag, 17. November Von 9 bis 180 Uhr in der Villa Becker in Raesfeld, Weseler Str. 32 ein.
Mit ihren Fachwissen stehen die Numismatiker ihren Besuchern zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Münzen- Geldscheine – Medaillen -Orden , sowie alle numismatischen Objekte erfahren eine Bewertung. Dieses Angebot ist kostenlos.
An diesem Abend werden die besonderen lebensrettende Maßnahmen bei Kindern gezeigt
Am Montag 14.11.2022 bietet das DRK Raesfeld in Zusammenarbeit mit dem Kath. Bildungswerk einen Abend Erste Hilfe am Kind an. Beginn ist um 20.00 Uhr – 22.00 Uhr im DRK Haus Raesfeld, Weseler Straße 5.
An diesem Abend werden die besonderen Lebensrettende Maßnahmen bei Kindern gezeigt. Wie funktioniert eine Stabile Seitenlage bei Säuglingen, was ist wenn ein Kind etwas verschluckt hat oder wie lege ich bei Kindern einen Druckverband an.
Dieser Kurs dient dazu vor allem Eltern Hilfestellungen in Gefahrenlagen oder auch bei täglichen vorkommenden Zwischenfällen zu geben. Der Kurs kostet 10 Euro inkl. Erste-Hilfe am Kind Buch. Anmeldung unter 0160/4466594 per WhatsApp (Michael Weddeling) oder per E-Mail [email protected].
Mitgliederversammlung beim Naturpark Hohe Mark – In 2023 feiert der Naturpark Hohe Mark sein 60-jähriges Bestehen
(pd). Zahlreiche Mitglieder des Vereins Naturpark Hohe Mark – Westmünsterland e.V. haben sich im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld eingefunden, um sich über vergangene und zukünftige Aktivitäten zu informieren.
Der Vorsitzende, Hubert Grothues, begrüßt Vertreter des Regionalverband Ruhr, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Landschaftsverbandes Rheinland, des Waldbauernverbandes sowie viele Vertreter aus den Kommunen der gesamten Naturparkkulisse. Er freut sich, dass so viele seiner Einladung gefolgt sind. „Das beweist, dass das Thema Natur und Naturpark von großem Interesse ist“, kommentiert er.
Der 1. Vorsitzende Hubert Grothues freut sich über ein reges Interesse und Teilnahme an der Mitgliederversammlung. (Copyright: Naturpark Hohe Mark)
Zunächst veranschaulicht die Geschäftsführerin Dagmar Beckmann die Haushaltszahlen des vergangenen Jahres, anschließend gibt sie einen Überblick über die großen EFRE Projekte, die vom Naturpark momentan bearbeitet werden, z.B. die Hohe Mark RadRoute, der Hohe Mark Steig oder Willkommen im WaldBand.
Förderphase ab 2023
Mit der neuen Förderphase ab 2023 können sicherlich über LEADER auch noch weitere Projekte angestoßen werden. Immerhin sind sieben LEADER Regionen im Naturpark vertreten. Marianne Teltrop als Geschäftsführerin des Fördervereins Naturpark berichtet über Kommunikation und Vernetzung der Naturparkpartner. Zukünftig werden sich viele am Marketing für den Naturpark und seinen Leitprodukten beteiligen, sowohl finanziell als auch durch ideelles und planerisches Engagement. „Auch der Ausblick auf das nächste Jahr lässt erahnen, dass die Arbeit im Naturpark nie langweilig wird.“, macht Dagmar Beckmann die Teilnehmer neugierig.
60-jähriges Bestehen
In 2023 feiert der Naturpark Hohe Mark sein 60-jähriges Bestehen, was Anlass genug ist, um diverse Veranstaltungen rund um seine Themen zu organisieren. Wer immer auf dem neuesten Stand sein möchte, der kann sich auf www.naturpark-hohe-mark.de umschauen oder folgt dem Naturpark auf facebook oder instagram.
Regelsätze werden erhöht – Neues Bürgergeld beinhaltet mehr Geld
Das Bürgergeld ist das Grundeinkommen bzw. die Grundsicherung für erwerbsfähige und bedürftige Menschen. Und das wird ab dem 1. Januar das heutige Hartz-IV-System ablösen und den Grundbetrag von 449 Euro für Alleinstehende und Alleinerziehende auf 502 Euro erhöhen.
„Die Erhöhung des Bürgergeldes bedeutet Grundsicher für unser ganzes Land und werde eines der größeren Sozialreformen der letzten 20 Jahre in Deutschland sein“, so Hubertus Heil Bundesminister für Arbeit und Soziales.
„Das erste Ziel ist dafür zu sorgen, dass die Menschen die Hilfe benötigen und die auf existenzielle Leistungen angewiesen sind, diese auch bekommen. Das ist ein Schutzversprechen unseres Sozialstaates, was wir mit dem Bürgergeld erneuern“.
Wer bekommt was und wofür?
Das Bürgergeld beläuft sich ab dem 1. Januar auf insgesamt 502 Euro. Hinzu kommen noch
426 Euro Mietzuschuss (Höchstwert für ein Einpersonenhaushalt in Berlin) und
70 Euro Heizkostenzuschuss (mit Blick auf die aktuelle Energielage könnte es demnächst mehr sein).
Insgesamt sind das rund 1.000 Euro – brutto gleich netto – monatlich pro Person.
Darüber hinaus sieht das Bürgergeld auch eine Erhöhung für
Jugendliche auf 420 Euro (2022: 376 Euro) pro Monat,
Kinder von 6 bis unter 14 Jahre 348 Euro (2022: 311 Euro) und
Kinder bis unter 6 Jahre 318 Euro (2022: 285 Euro) vor.
Lebenspartner oder -partnerinnen sollen jeweils 451 Euro (bisher 404 Euro) bekommen.
Zuverdienst
Mehr Geld dazuverdienen können Bürgergeld-Empfänger zukünftig auch. Wer oberhalb der Minijob-Grenze (künftig 520 Euro) bis zu 1.000 Euro hinzuverdient, kann 30 statt 20 Prozent der Einkünfte für sich behalten. Studierende und Auszubildende können sogar bis zu 520 Euro statt 100 Euro hinzuverdienen. Ehrenamtler sollen von der Aufwandsentschädigung mehr behalten können.
Weiter entschieden wurde auch eine Erhöhung der Freibeträge für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Auszubildende. Dadurch sollen laut Bund auch die Chancen für Kinder und Jugendliche verbessert und die Ungleichheit zwischen Kindern und Jugendlichen aus hilfebedürftigen Familien und solchen, die es nicht sind, wird verringert. Für Studierende und Auszubildende wird so zudem der Anreiz zur Aufnahme bzw. zum Aufrechterhalten einer Beschäftigung erhöht.
Wer hat Anspruch auf das Bürgergeld?
Bürgergeld wird nur auf Antrag gewährt. Wer bereits Arbeitslosengeld 2 bekommt, muss keinen neuen Antrag stellen. Wer derzeit noch kein Arbeitslosengeld 2 bekommt, kann Bürgergeld bei seiner Stadt, Gemeindeverwaltung oder bei den Jobcentern beantragen.
Darüber wird es ein Schonvermögen von 60.000 Euro geben, was nicht auf den Anspruch auf Bürgergeld in den ersten beiden Jahren angerechnet wird.
Mit dieser Neuregelung im Rahmen des Bürgergeldes sollen Menschen, die durch längere Arbeitslosigkeit in Not geraten sind, keine Sorge zu haben, ihre Wohnung aufgeben zu müssen oder auf ihr erspartes Geld zurückgreifen zu müssen.
Sanktionen?
Und natürlich werde es auch Sanktionen geben. Beispielsweise, wie in der Vergangenheit auch schon, wenn Vereinbarungen mit dem Jobcenter nicht eingehalten werden.
Eine der wichtigsten neuen Regeln im Bereich der Sanktionen ist, dass beim Bezug des Bürgergelds eine sechsmonatige Vertrauenszeit gilt, in der eine Verringerung von Leistungen ausgeschlossen ist.
Wer allerdings überhaupt nicht mit dem Jobcenter zusammenarbeitet, etwa andauernd keine Termine wahrnimmt, muss mit negativen Konsequenzen rechnen. (Quelle: Bürger-Geld.org
Wie setzt sich der Hartz-IV Regelfall bis jetzt eigentlich zusammengesetzt?
Eine Rechnung dazu aufgemacht hat die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg:
Sanktionen – neu geregelt
Das Bundesverfassungsgericht hatte eine Neuregelung der Leistungsminderungen, also der Sanktionen, gefordert. Dies hat das Bürgergeldgesetz nunmehr umgesetzt. Der Neuregelung der Sanktionen basiert auf dem durch das BVerfG bestätigten Leitgedanken, dass der Gesetzgeber an Mitwirkungspflichten der Bezieher von staatlichen Sozialleistungen festhalten und sie mit verhältnismäßigen Mitteln durchsetzbar ausgestalten darf.
Und wer nicht mit dem Jobcenter kooperieren möchte, braucht zukünftig weniger Sanktionen fürchten. Solche Sanktionen waren bereits im Vorfeld gesetzlich ausgesetzt worden.
Die Sanktionen sind nunmehr wie folgt geregelt:
In den ersten sechs Monaten werden Bürgergeld-Empfänger nicht mehr sanktioniert
Die Leistungsminderungen wegen wiederholter Pflichtverletzungen und Meldeversäumnisse betragen höchstens 30 Prozent des maßgebenden monatlichen Regelbedarfs des Bürgergeldes. Dabei werden Kosten der Unterkunft und Heizung nicht gemindert.
Für unter 25- Jährige sind die bisherigen verschärften Sonderregelungen für Leistungsbezieher sind entfallen. Die Jobcenter seien jetzt gehalten – im Fall einer Minderung für diesen Personenkreis – ein Beratungs- und Unterstützungsangebot zu machen.
Außerdem wird es keine Leistungsminderung geben, wenn diese im konkreten Einzelfall zu einer außergewöhnlichen Härte führen würde.
Leistungsminderungen müssen aufgehoben werden, wenn die Leistungsberechtigten die Mitwirkungspflichten nachträglich erfüllen oder glaubhaft erklären, ihren Pflichten nachzukommen.
Leistungsminderungen bei Pflichtverletzungen in der Vertrauenszeit (also mindestens in den ersten sechs Monaten, danach bis zum Ende der Vertrauenszeit) sind ausgeschlossen.
Die Leistungsberechtigten haben die Möglichkeit, die Umstände ihres Einzelfalles persönlich vorzutragen. Verletzen sie wiederholt ihre Pflichten oder versäumen Meldetermine, soll das Jobcenter sie aufsuchend beraten. (Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
Gemeinde Raesfeld zahlte bis heute 90.924,73 Euro aus den allgemeinen Haushaltsmitteln für ukrainische Flüchtlinge
Im Hauptausschuss wird heute der Bericht über die Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufnahme und Unterbringung von ukrainischen Schutzsuchenden in der Gemeinde Raesfeld vorgestellt.
Bis zum Ende des 3. Quartals 2022 hat die Gemeinde Raesfeld insgesamt 261.828,23 Euro für Schutzsuchende im Sinne der KommunalhaushaltsrechtsanwendungsVO aufgewendet. Davon hat der Bund 170.903 Euro getragen. Die restlichen 90.924,73 Euro wurden aus allgemeinen Haushaltsmitteln der Gemeinde Raesfeld bestritten.
Die Aufwendungen gliedern sich laut Verwaltung wie folgt: Die Leistungen nach dem AsylbLG belaufen sich auf 54.562,73 Euro. Leistungen nach dem SGB II kommen auf 111.021,50 Euro sowie Sozialversicherungsbeiträge auf 28.737,18 Euro.
Die Kosten der Aufwendungen setzen sich zusammen aus der Bereitstellung von Unterkünften 55.390,95 Euro. Für Anschaffungen und Reparaturen in Höhe von 9.065,79 Euro und Sonstiges von 3.050,08 Euro.
Aktuelle Zahlen über die Anzahl Flüchtlinge und die Situation in der Gemeinde sollen in der Ratssitzung am 14.11.2022 vorgestellt werden.