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#38 Monatsrückblick: 50 Jahre Gemeinde Raesfeld

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Willkommen zur 38. Folge des Raesfeld Podcasts! Moderatorin Sabrina Czupiol berichtet in dieser Ausgabe u.a. über folgende Themen: Die Gemeinde Raesfeld wird 50 Jahre alt, es geht voran mit der Neugestaltung des Ortskerns, und in Erle läuten die Schützen mit ihrer Vorparade die festliche Saison ein.

Weitere spannende Nachrichten aus deiner Region gibt’s im Heimatreport Podcast.

50 Jahre Gemeinde Raesfeld: Von der Pflicht zur Erfolgsgeschichte

„In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Gemeinde Raesfeld in ihrer heutigen Form“, so eröffnete Bürgermeister Martin Tesing den Festakt am Freitag, 9. Mai im Rittersaal des Schlosses Raesfeld. Was einst als „Zwangszusammenschluss“ empfunden wurde, hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten zu einer lebendigen und schuldenfreien Kommune entwickelt.
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Gebührenanpassung zur Sicherung des Friedhofsbetriebs

Die Kirchengemeinde St. Martin hat die Gebührenordnung für den Friedhof in Raesfeld überarbeitet. Wie sie mitteilt, sei eine Anpassung in fast allen Bereichen notwendig geworden.
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Magischer Mai-Tag: Paare aus ganz Deutschland heiraten in Raesfeld

Am 25. Mai 2025 gaben sich elf Paare im historischen Wasserschloss Raesfeld das Jawort – an einem Datum, das so besonders war wie die Liebe selbst. Ein Datum wie aus dem Märchenbuch.
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Grünes Licht für neue Parkregelung am Kindergarten Holten

Die Gemeinde Raesfeld plant verkehrsberuhigende Maßnahmen am St.-Nikolaus-Kindergarten in Holten. Der Bauausschuss berät am 2. Juni über neue Parkflächen, Baumkübel und eine Tempo-30-Zone.
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Gemeinde leitet nächste Schritte zur Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte ein

Die Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte geht in die nächste Phase: Der Bauausschuss befasst sich am 2. Juni mit der Ausschreibung der Maßnahmen zur Umgestaltung der Ortsmitte, den Außenanlagen am Pfarrheim sowie dem Teilabschnitt 1 rund um den Kirchplatz und die Borkener Straße. Die Ausschreibung dieses ersten Teilabschnitts soll im September erfolgen. Geplant ist dabei unter anderem auch die Errichtung neuer Fahrradhäuschen. Fördermittel seien bewilligt – nun stelle die Gemeinde die Weichen für die Umsetzung.
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Vorparade der Erler Schützen: Neues Federvieh und freier Blick auf die Femeiche

Wenn 260 Schützen durch Erle marschieren, ist eines klar: Die Schützenfestsaison hat offiziell begonnen. Bei der Vorparade am 29. Mai wurde nicht nur der neue Paradevogel präsentiert, sondern auch ordentlich gelacht – über Urlaubssünder, Planwagen-Abenteuer und ein Bier mit tragischem Ausgang. Das Schützenfest steigt vom 14. bis 16. Juni im Festzelt an der Marienthaler Straße.
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Manfred Wenzel und Hündin Sally starten bei Agility-WM in Portugal

Manfred Wenzel aus Raesfeld-Erle fährt mit seiner Hündin Sally zur Senioren-Weltmeisterschaft im Agility-Sport. Das eingespielte Duo hat sich als einziges deutsches Ü65-Team in der Small-Klasse qualifiziert. Die zehnjährige Mini Australian Shepherd-Hündin ist trotz ihres Alters noch topfit – und der Sport tut beiden gut.

„Sally ist mit voller Begeisterung dabei“

„Sally ist ein Mini Australian Shepherd“, erzählt Manfred Wenzel. „Und die liebt Agility.“ Seit fast neun Jahren trainiert der 73-Jährige mit seiner Hündin, die im Oktober zehn wird. „Für den Agility-Sport ist das schon etwas älter, aber bei kleinen Rassen geht das noch“, sagt er. „Die können locker bis zwölf oder dreizehn aktiv sein – zumindest beim Training.“

Manfred Wenzel und Hündin Sally aus Raesfeld-Erle starten bei Agility-WM in Portugal
Zehn Jahre und kein bisschen träge. Foto: Petra Bosse

Zwei Trainingseinheiten – und Turniere alle zwei Wochen

Das Training ist fester Bestandteil des Wochenplans: „Ich trainiere zwei Mal pro Woche und alle 14 Tage geht’s auf ein Turnier“, sagt Wenzel. Er startet beim Hundesportverein VEA Borken und in der Halle von Thorsten Tiemann – dort wird das ganze Jahr über trainiert, wetterunabhängig.

Wichtigste Regel beim Agility: keine Fehler. „Man muss den Parcours in der richtigen Reihenfolge sauber durchlaufen. Erst danach zählt die Zeit“, erklärt er. Sally läuft rund fünf Meter pro Sekunde – bei einem 180 Meter langen Parcours eine beachtliche Leistung.

Manfred Wenzel und Hündin Sally aus Raesfeld-Erle starten bei Agility-WM in Portugal
Wenn es auf die Strecke geht, ist Sally nicht mehr zu halten. Foto: privat

Agility – Bewegung für Hund und Mensch

„Das hält nicht nur den Hund fit, sondern auch mich“, sagt Wenzel lachend. „Man muss ja mitlaufen und dem Hund zeigen, wo’s langgeht.“ Dabei läuft er nicht jeden Meter mit. „Ich kann sie auch mal vorschicken – aber ich muss klar zeigen, welches Hindernis als Nächstes kommt.“

Und wie motiviert man Sally vor dem Start? „Gar nicht! Wenn ich sie am Start absetze, ist sie schon voll konzentriert. Sobald ich das Signal gebe, legt sie los.“ Egal wie der Lauf ausgeht – das Leckerli danach ist sicher: „Sie weiß ja nicht, ob’s gut oder schlecht war. Für sie war’s immer gut.“

Manfred Wenzel aus Raesfeld-Erle fährt mit seiner Hündin Sally zur Senioren-Weltmeisterschaft im Agility-Sport.
Foto: privat

Geduld bringt den Erfolg

Die ersten Trainingsjahre waren geprägt von Geduld. „Die Geräte lernt ein Hund nicht über Nacht. Das braucht Zeit“, sagt Wenzel. Heute funktioniert das Team nahezu blind. „Sie weiß, was ich vorhabe – und ich kann meist erahnen, wie sie läuft.“

Ziel: Weltmeisterschaft in Portugal

Jetzt geht’s zur Senioren-WM nach Portugal – genauer: nach Abrantes im Landesinneren. Die Qualifikation war kein Selbstläufer: „Von zehn Turnieren haben wir 89 Punkte geholt – maximal wären 100 drin gewesen“, erklärt er. „Jetzt sind wir das einzige Ü65-Team aus Deutschland in der Small-Klasse.“ In der Klasse 55 bis 65 Jahre seien immerhin zwei Viererteams aus Deutschland vertreten.

Geflogen wird am 5. Juli – zurück geht’s am 14. Juli. „Wir verbinden das mit einem kleinen Urlaub. Mietwagen, Ferienhaus, das volle Programm“, freut sich Wenzel.

Hündin Sally aus Raesfeld-Erle
Foto: privat

Dabei sein ist alles

Ob es für einen Titel reicht? „Keine Ahnung“, sagt er ehrlich. „Es geht mir ums Dabeisein. So ein Event – mit Teilnehmern aus ganz Europa – das wollte ich einfach mal erleben. Dass wir überhaupt dabei sind, ist schon Wahnsinn.“

Vorparade 2025: In Erle marschierten rund 260 Schützen mit Stil und neuem Vogel

Wenn 260 Schützen durch Erle marschieren, ist eines klar: Die Schützenfestsaison hat offiziell begonnen. Bei der Vorparade 2025 wurde nicht nur der neue Paradevogel präsentiert, sondern auch ordentlich gelacht – über Urlaubssünder, Planwagen-Abenteuer und ein Bier mit tragischem Ausgang.

Unter den Kastanien: Gemeinschaft mit Ausblick

In diesem Jahr führte die leicht veränderte Route die Schützen zunächst zum Halt bei Ossing. Dort gab es ein Schnäpschen – liebevoll ausgeschenkt von Königin Eva Reidenbach, die an diesem Tag auch ihren Geburtstag feierte, sowie von Lioba Möllmann. Auch König Robert Glombik, Ehrendame Elisabeth Grewing und Ehrenherr Gregor Roring waren mit von der Partie. Es fehlte auch nicht die Musik: Unter schwungvollen Klängen der Raesfelder Burgmusikanten zogen die Schützen ihre Runde. Ziel war am Ende der Femeichenpark, wo unter den Kastanien schon viele Besucher warteten.

Vorparade Bürgerschützenverein Erle 2025

Neuer Paradevogel sorgt für Staunen

Hier wurde zum ersten Mal der neue Paradevogel präsentiert – ein echtes Schmuckstück, gefertigt von Michael Gröniger. Persönlich wurde er zu Hause abgeholt. Besonders bemerkenswert: Das Kreuz besteht aus jahrtausendealter Erler Mooreiche, gefunden in der Oestrich. Präsident Andreas Pass betonte augenzwinkernd: „Wertvoller als Gold.“ Drei Generationen Paradevögel waren an diesem Tag vereint – wohl zum ersten und letzten Mal gemeinsam im Einsatz.

Vorparade Bürgerschützenverein Erle 2025

Urlaubssünder auf dem Präsentierteller

Oberst Ludger Schleking ließ es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr auf „nicht schützenhaftes Verhalten“ hinzuweisen, natürlich mit einem Augenzwinkern. Dazu gehörten drei Schützen, die es im vergangenen Jahr tatsächlich gewagt haben, während des Oktoberfests in den Urlaub zu fahren. Als kleine Strafe mussten sie nicht nur eine Ehrenrunde drehen, sondern erhielten zur Erheiterung aller bunte Strohhüte und Schirmchen auf dem Kopf.

Vorparade Bürgerschützenverein Erle 2025

Planwagen, Pfoten und Bandagen

Auch Präsident Andreas Pass und Lukas Grewing mussten sich eine kleine „Ermahnung“ gefallen lassen. Beide waren auf einer „schweren“ Wanderung von der Oestrich aus, auf dem Weg ins Dorf. Dabei trafen sie auf einen Planwagen und konnten der Versuchung nicht widerstehen, diesen als Mitfahrgelegenheit zu nutzen. Schleking kommentierte trocken: „Die Kameraden hatten nichts Besseres zu tun, als den Planwagen zu besteigen.“ Als kleine Strafe wurden ihre Hände symbolisch bandagiert – „damit sie künftig die Pfoten davon lassen.“

Schützenfest Erle Vorparade 2025 (24)

Vom Sturz des Feldwebels und der Helm als Lektion

Feldwebel Wolfgang Bone hatte beim – wie Oberst Schleking betonte – doch so schwierigen Kartenvorverkauf fürs Schützenfest in der tiefen Westrich ein Wegebier in der Satteltasche verstaut. Aus reiner Vorsicht, versteht sich. Doch ein unglücklicher Sturz ließ das Bier zu Schaden kommen. Die Quittung: ein Sicherheitshelm als neue Ausrüstung – und natürlich eine Ehrenrunde.

Danach wurde es gemütlich. Beim lockeren Zusammensein klang der Nachmittag aus, und die Schützenkameraden konnten endlich auch ihr wohlverdientes Bier genießen.

Vorparade Bürgerschützenverein Erle 2025

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Richtfest in Erle: Nägel, Korn und ganz viel Gemeinschaft im neuen Dorftreff HUB

Pünktlich zum Beginn zeigte sich der Himmel von seiner besseren Seite – als hätte jemand den Sonnenschalter rechtzeitig umgelegt.

So konnte am Mittwochabend in Erle ganz offiziell gefeiert werden: das Richtfest für das neue Dorfgemeinschaftshaus, das künftig unter dem Namen „HUB Erle“ zum Treffpunkt mit Kneipe und Restaurant werden soll.

Die Bürgergenossenschaft Erle zelebrierte gemeinsam mit Gästen, Handwerkern und Unterstützern einen wichtigen Meilenstein – inklusive symbolisch „geklautem“ Sparren, Zimmermannsspruch und einem guten Schuss Lokalstolz.

Richtfest Bürgernossenschaft Erle
Foto v. r.: Alfons Klein Ridder, Arno Brömmel, Pastor Dr. Fabian Tilling, Martin Tesing, Andreas Grotendorst und Peter Stöbel. Foto: Petra Bosse

Der Himmel öffnete seine Schleusen – und dann die Sonne

Noch bis kurz vor Beginn goss es wie aus Eimern. „Fast wie eine Segnung von oben“, meinte Pastor Dr. Fabian Tilling, der ebenfalls vor Ort war. Doch pünktlich zur Eröffnung riss der Himmel plötzlich auf – und ließ die Sonne über dem Gelände am ehemaligen Gasthof Brömmel-Wilms scheinen. Im Hintergrund ragte der Kirchturm von St. Silvester wie eine Kulisse aus dem Bilderbuch.

Richtfest Erle mit Pastor Dr. Fabian Tilling, Bürgermeister Tesing und Arno Brömmel.
Nicht nur hochgeistliche Getränke, sondern auch geistlichen Beistand gab es am Mittwoch im Schatten der Erler St. Silvesterkirche beim Richtfest durch Pastor Dr. Fabian Tilling (l.). Foto: Petra Bosse

Balken weg – und wieder da

Ohne Sparren kein Richtfest. Das dachten sich wohl auch die Erler Schützen und griffen zu einem alten Brauch: Der symbolische Balken war plötzlich verschwunden. Ganz so aufwendig wie sonst wurde die Suche allerdings nicht gestaltet.

Die ehemaligen Schützenkönige und ihr Kaiser Manfred Gerbersmann überreichten den „gestohlenen“ Balken kurzerhand gegen eine alkoholische Auslöse. Der wurde dann traditionell von den Zimmermännern am Dachstuhl befestigt. „Aber ich sag mal so: Das haben sich unsere Erler Könige schon fein ausgedacht“, kommentierte Arno Brömmel augenzwinkernd.

Richtfest Erle Könige und Kaiser Erler Schützenverein
Da ist er ja doch – der fehlende Balken. Foto: Petra Bosse

Erinnerungen, Dank und ein stiller Moment

Brömmel, Aufsichtsratsvorsitzender der Bürgergenossenschaft Erle eG., begrüßte die Gäste – darunter zahlreiche Ratsmitglieder – mit einer persönlichen Ansprache. Besonders bewegend war seine Erinnerung an einen Unterstützer der ersten Stunde: „Ich möchte einen nicht vergessen: Herbert Meier.

Er war ein Freund und Enthusiast dieses Projekts.“ Gemeinsam hätten sie damals sogar ein ähnliches Haus besichtigt. Meier ist leider inzwischen verstorben, doch seine Spuren blieben, so Brömmel. Die Gäste gedachten ihm mit einem stillen Moment.

Gedenken an Herbert Meyer Erle Bürgergenossenschaft
Gedenken an Herbert Meyer (l.). Foto: Petra Bosse/ Archiv August 2020

„Wir haben es geschafft“ – Rückblick und Ausblick auf dem Dach

Ex-Bürgermeister Andreas Grotendorst und Vorsitzender der Bürgergenossenschaft ließ es sich nicht nehmen, auf dem Dach des HUBs ein paar sehr persönliche Worte zu sagen. Mit Blick auf das Projekt und seine Entwicklung erklärte er: „Das ist ein ganz besonderer Moment, heute hier stehen zu dürfen.

Als wir vor fünf Jahren angefangen haben, war das ein Traum. Vor drei Jahren haben viele gesagt: Das schafft ihr nie. Und vor einem Jahr haben wir uns selbst gefragt: Schaffen wir das wirklich? Heute wissen wir: Wir haben es geschafft.“

Dann wurde er ernst – und auch ein wenig stolz: „Alle Genossen, die sich hier eingebracht haben, sind nicht nur Unterstützer. Sie sind Pioniere. Gründer. Denn ein Projekt dieser Größenordnung, getragen von einer Bürgergenossenschaft, gibt es in Deutschland kein zweites Mal.“ Grotendorst betonte auch , dass die Umsetzung ohne die tatkräftige Hilfe des Prokuristen Peter Stöbel kaum möglich gewesen wäre.

„Peter ist unser Feuerwehrmann. Immer wenn’s irgendwo gebrannt hat – bei Kosten, bei Plänen, bei Genehmigungen – hat er einen Eimer genommen und gelöscht. Und das meistens mit einer Idee, auf die sonst keiner gekommen wäre.“

Peter Stöbel und Andreas Grotendorst von der Bürgergenossenschaft Erle
Ein eingeschworenes Team. Peter Stöbel (l.) und Andreas Grotendorst von der Bürgergenossenschaft Erle. Foto: Petra Bosse

Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Wenn etwas teurer wurde – und irgendwas wird ja immer teurer – dann hat Peter wieder irgendwo einen Stein umgedreht und plötzlich war Geld da. Ich weiß nicht, wie er das macht, aber ich will’s auch gar nicht wissen.“

Zum Abschluss wandte sich Grotendorst wieder an die Gäste: „Ich habe nur eine Bitte: Seid heute Abend vernünftig – aber habt auch richtig Spaß. In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen Festtag!“

Richtfest Bürgergenossenschaft

Ein Haus für Erle – und darüber hinaus

Auch Bürgermeister Martin Tesing fand klare Worte zum Richtfest – und zu dem, was der HUB für die Gemeinde bedeutet: „Was hier entsteht, ist mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Haus für Erle, ein Ort für Begegnung, Gemeinschaft und Zukunft“, sagte Tesing vor den zahlreich versammelten Gästen. „Ich freue mich wirklich sehr, dass wir hier heute gemeinsam stehen – und dass das, was lange geplant wurde, nun sichtbar Form annimmt.“

Zahlreiche Besucher beim Richtfest in Erle der Bürgergenossenschaft
Und plötzlich hellte der Himmel auf und die Sonne strahlte. Foto: Daniel Bosse

Er richtete seinen Dank besonders an die Menschen hinter dem Projekt: „Mein Dank geht an alle, die hier mitgezogen haben: die Bürgergenossenschaft, die Handwerker, die Planer, der Gemeinderat – und nicht zuletzt die vielen Bürgerinnen und Bürger, die durch ihren Anteil an der Genossenschaft gezeigt haben, dass ihnen ihr Dorf nicht egal ist.“

Dann wurde der Bürgermeister auch ein wenig nachdenklich: „Es wäre leicht gewesen, zu sagen: Das ist zu groß, das ist zu schwierig. Aber Erle hat Mut bewiesen. Und heute sehen wir: Es hat sich gelohnt.“

Bürgermeister Martin Tesing beim Richtfest in Erle 2025
Bürgermeister Martin Tesing. „Ich bin beeindruckt, wie schnell das alles gegangen ist“. Foto: Petra Bosse

Was das Gebäude für die Zukunft bedeute, brachte Tesing auf den Punkt: „Dieses Haus wird nicht nur ein Ort zum Essen und Trinken – es wird ein Treffpunkt für alle Generationen. Ein Zentrum im besten Sinne.

Und es wird ein Ort sein, der von den Menschen lebt, die ihn mit Leben füllen.“ Abschließend lobte er den zügigen Fortschritt: „Ich bin beeindruckt, wie schnell das alles gegangen ist. Und ich bin sicher: Das hier wird noch viele schöne Geschichten schreiben.“

Johannes Böckenhoff, Bürgermeister Martin Tesing und Kappeskönig Birgitt Grotendorst
Johannes Böckenhoff, Bürgermeister Tesing und Kappeskönigin Birgitt Grotendorst genossen den Abend. Foto: Petra Bosse

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell geht“

Johannes Böckenhoff, ehemaliger Hofbesitzer und Betreiber der benachbarten Kornbrennerei, verfolgte den Baufortschritt mit großem Interesse – und sichtlich Freude. „Natürlich freue ich mich“, sagte er.

„Wir konnten den Platz zur Verfügung stellen – und dass hier so schnell gebaut wird, ist wirklich stark.“ Ob er mit einem so raschen Ablauf gerechnet habe? Böckenhoff lachte: Ehrlich gesagt nicht. Aber so wie das aussieht, ist das ja fast schon komplett.“

Seine Begeisterung war spürbar – nicht nur als Nachbar, sondern als Erler, der sieht, wie viel Gemeinschaftssinn in diesem Projekt steckt. „Das passt zu unserem Dorf. Und ich finde es schön, dass so viele Leute mit anpacken.“

Korn gegen Balken-Richtfest Erle
Korn gegen Balken. Foto: Petra Bosse

Nägel, Korn und ein kleines bisschen Zielsicherheit

Den Abschluss des offiziellen Teils bildete – wie es sich für ein zünftiges Richtfest gehört – das feierliche Einschlagen der Nägel. Zimmermann Max Eckold hatte zuvor den Richtspruch gesprochen, dann durften auch Andreas Grotendorst, Bürgermeister Martin Tesing und Prokurist Peter Stöbel zum Hammer greifen.

Ob nun jeder Schlag sein Ziel fand, ist nicht überliefert – wohl aber, dass jeder daneben gegangene Hieb mit einem „geistigen Getränk“ aus der Erler Kornbrennerei geahndet wurde.

Traditionelles Richtfest Erle der Bürgergenossenschaft Erle 2025
Zielsicherheit war angesagt und das auch noch bei einer Live-Schaltung von Lokalzeit des WDR. Foto: Petra Bosse

Mit Richtsprüchen, Schnapsgläsern und jeder Menge Applaus endete der festliche Teil, bevor der Abend fließend in geselliges Beisammensein überging. Vor dem Gasthof Brömmel-Wilms wurde der improvisierte Biergarten schnell zum Mittelpunkt des Dorffestes.

Bei kalten Getränken, Bratwurst vom Grill und guter Musik wurde weitergefeiert – bis weit in die Nacht hinein. Und wenn man so manchem Lachen glauben durfte, waren es nicht nur die Nägel, die an diesem Abend tief saßen – sondern auch die Freude über das, was hier in Erle gemeinsam geschaffen wurde.

Zahlreiche Genossen beim Richtfest in Erle der Bürgergenossenschaft
Zahlreiche Genossen, sowie Bürger verfolgten beim Richtfest in Erle der Bürgergenossenschaft. Foto: Manfred Gerbersmann

Das hier wird noch viele schöne Geschichten schreiben

Bürgermeister Martin Tesing

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Vorparade der Erler Schützen: Neues Federvieh und freier Blick auf die Femeiche

Vorparade in Erle mit neuem Paradevogel, Kastanienblick und Vorfreude auf das anstehende Erler Schützenfest.

Der Countdown zum Schützenfest läuft – aber vorher wird’s traditionell: Am Donnerstag, 29. Mai 2025, lädt der Allgemeine Bürgerschützenverein Erle ab 15 Uhr zur Vorparade unter die Kastanien am Ekhornsloh ein. Und wie der Name schon sagt: Es wird paradiert, präsentiert und geschaut – auf das, was da bald kommt.

Falls der Wettergott nicht mitspielt, geht’s übrigens ins Trockene: Das Feuerwehrgerätehaus steht als Regen-Alternative bereit. Präsident Andreas Pass betont: „Keine Sorge – wir lassen niemanden im Regen stehen!“

Alter Paradevogel der Erler Schützen geht in den Ruhestand
Der alte Paradevogel geht nun iin den Ruhestand. Foto: Petra Bosse/Archiv

Drei Vögel für ein Halleluja

Ein besonderes Highlight: Der neue Paradevogel wird vorgestellt – frisch aus der Werkstatt von Vogelbauer Michael Gröniger. Und er kommt nicht allein: Auch seine beiden Vorgänger („der Altvogel“ und „der Alt-Altvogel“) sind mit von der Partie. Oder wie Andreas Pass es formuliert: „Unser Vogel-Trio sorgt für echtes Federvieh-Feeling.“

Durstlöscher mit Kastanienblick

Ein Grund mehr zur Freude bei Andreas Pass: „Der Blick von den Kastanien auf die freigelegte Femeiche im neu gestalteten Femeichenpark ist frei – ein echtes Schmuckstück in neuem Glanz!“. Für das leibliche Wohl mit gekühlten Getränken sorgt wie gewohnt die Familie Schwering. Und darüber hinaus wird an diesem Tag auch die neue „Schwering-Karte“ vorgestellt.

Die neue Schwering-Karte. Foto: privat

Termin Schützenfest in Erle

Und für alle, die schon den Kalender zücken: Das eigentliche Schützenfest steigt vom 14. bis 16. Juni 2025 im Festzelt an der Marienthaler Straße. Aber bis dahin heißt’s erst mal: Antreten zur Vorparade!

Gemeinde leitet nächste Schritte zur Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte ein

Die Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte geht in die nächste Phase: Der Bauausschuss befasst sich am 2. Juni mit der Ausschreibung der Maßnahmen zur Umgestaltung der Ortsmitte, den Außenanlagen am Pfarrheim sowie dem Teilabschnitt 1 rund um den Kirchplatz und die Borkener Straße. Die Ausschreibung dieses ersten Teilabschnitts soll im September erfolgen. Geplant ist dabei unter anderem auch die Errichtung neuer Fahrradhäuschen im Ortskern, die zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Nahmobilität beitragen sollen. Fördermittel seien bewilligt – nun stelle die Gemeinde die Weichen für die Umsetzung des Gesamtprojekts.

Radunterstand Ortsmitte Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Ausschreibung von zwei Maßnahmen geplant

In seiner Sitzung am 24. März 2025 hatte der Rat die Ausführungsplanung für den Teilabschnitt 1 – Kirchplatz und Borkener Straße – beschlossen. Nun steht die Ausschreibung dieser Maßnahme sowie der Außenanlagen am Pfarrheim bevor. Die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmenbeginn liege der Verwaltung bereits vor.

Förderbescheid soll erteilt werden

Wie aus einer Pressemitteilung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW vom 24. April 2025 hervorgehe, solle der Förderbescheid für das Gesamtprojekt erteilt werden. Der finanzielle Rahmen stehe somit zur Verfügung – allerdings unter der Bedingung, dass alle Bauabschnitte vollständig umgesetzt würden.

Radunterstellstand Ortsmitte Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Visualisierungen ergänzen die Ausführungsplanung

Ergänzend zur bereits dem Planungsausschuss am 10. März und dem Rat am 24. März vorgestellten Ausführungsplanung gibt es nun eine Visualisierungen zu den geplanten Warte- und Fahrradhäuschen im Bereich Kirchplatz und Borkener Straße. Diese werden in der Sitzung durch Bauamtsleiter Bernd Roters vorgestellt.

Ausschreibung als strategischer Schritt für das Gesamtprojekt

Nach Angaben der Verwaltung stelle die Ausschreibung des Teilabschnitts 1 eine grundlegende Entscheidung für die Realisierung der gesamten Ortskernmaßnahme dar. Die Inanspruchnahme der bewilligten Fördermittel sei daran geknüpft, dass das Gesamtprojekt vollständig umgesetzt werde. Die Verwaltung weist darauf hin, dass bei einer späteren Nichtumsetzung weiterer Teilabschnitte eine Rückzahlung der Fördermittel erforderlich wäre. Die Entscheidung im Bauausschuss gelte daher als strategische Weichenstellung für das Gesamtprojekt und könne nicht losgelöst betrachtet werden.

Einsehbar ist die Planung unter: Ansichten Warte- Fahrradhäuschen

Wirtschaftswegesanierung in Raesfeld: 15 Maßnahmen geplant – vier vorrangig in 2025

Insgesamt rund 912.000 Euro müssten investiert werden, um alle 15 vorgeschlagenen Wirtschaftswege in Raesfeld instand zu setzen.

In der Bauausschusssitzung am 2. Juni berät das Gremium über die Umsetzung von vier vorrangigen Maßnahmen, die bereits im Wirtschaftswegekonzept des Vorjahres enthalten waren. Die Auswahl der Projekte wurde gemeinsam mit landwirtschaftlichen Vertretern abgestimmt.

15 Wege sollen saniert werden – vier haben Vorrang

Die Verwaltung schlägt auf Basis der Abstimmung mit der Landwirtschaft die Sanierung von insgesamt 15 Wirtschaftswegen mittels Tragdeckschichten vor. Aufgrund der im Haushalt bereitgestellten Mittel in Höhe von 300.000 Euro für 2025 sollen zunächst folgende vier Wege instand gesetzt werden:

  1. Schäpersweg
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 70.000 Euro
  2. Lanzerhagen (Teilabschnitt)
    Länge: 1.050 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 130.000 Euro
  3. Güstenbrook
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 63.000 Euro
  4. Lange Waater
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 70.000 Euro

Die Gesamtkosten dieser vier Maßnahmen betragen 333.000 Euro. Die Differenz zum bereitgestellten Haushaltsansatz soll bei Bedarf über Restmittel oder durch Nachsteuerung im Haushaltsvollzug gedeckt werden.

Wirtschaftswegesanierung in Raesfeld und Erle
Eine Sanierung Osterlandwehr auf einer Länge von 1.350 Meter steht ebenfalls an. Foto: Petra Bosse

Weitere elf Maßnahmen in der Planung

Auch die folgenden Wege sind laut Verwaltung sanierungsbedürftig und Bestandteil der mittelfristigen Maßnahmenplanung:

  1. Büskenbrook
    Abschnitt: Kreuzung Erdbrügge Richtung Hellweg | Länge: 200 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 24.000 Euro
  2. Bakeldrift
    Abschnitt: drei Teilstücke | Länge: 800 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 88.000 Euro
  3. Töfteheide
    Abschnitt: zwei Teilstücke | Länge: 950 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 95.000 Euro
  4. Voshövelerheide
    Abschnitt: drei Teilstücke | Länge: 1.200 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 132.000 Euro
  5. Osterlandwehr
    Abschnitt: benachbarte Wirtschaftswege | Länge: 1.350 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 138.000 Euro
  6. Lechtenbrink
    Abschnitt: Dorstener Str. bis Osterlandwehr | Länge: 120 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 32.000 Euro
  7. Göringshook
    Abschnitt: Lokerweg Richtung Schlageckemweg | Länge: 250 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 35.000 Euro
  8. Entenschlatt
    Abschnitt: ab Im Rott | Kosten: keine Angabe
  9. Verbindungsweg Am Bakenhof – Werlo
    Abschnitt: Straße Höhe Hausnummer 36 | Kosten: keine Angabe
  10. Wormstallweg
    Abschnitt: — | auf Wunsch der Landwirtschaft aufgenommen | Kosten: keine Angabe

Die Umsetzung der weiteren elf Maßnahmen soll abhängig von verfügbaren Haushaltsmitteln in den Folgejahren erfolgen. Die Gesamtaufstellung beläuft sich – ohne die drei nicht bezifferten Maßnahmen – auf rund 912.000 Euro.

Vergabeverfahren und nächste Schritte

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, soll die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft mbH mit der Durchführung des Vergabeverfahrens beauftragt werden. Die Verwaltung orientiert sich bei der Priorisierung an dem 2024 verabschiedeten Wirtschaftswegekonzept, das eine schrittweise Gesamtsanierung vorsieht.

Reisen für Alle: Naturparkhaus Raesfeld bleibt barrierefrei zertifiziert

Barrierefreiheit geprüft und bestätigt: Das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld darf sich auch weiterhin offiziell als barrierefrei bezeichnen. Die bundesweite Zertifizierung „Reisen für Alle“ wurde im März 2025 erneut für drei Jahre verlängert.

Zertifikat ohne Einschränkungen verlängert

Nach einer erneuten umfassenden Prüfung durch die Bayern Tourist GmbH (BTG) wurden alle erforderlichen Kriterien für das Naturparkhaus für die Zertifizierung erfüllt. Laut BTG seien dabei keine Mängel festgestellt worden, sodass das Zertifikat ohne Einschränkungen ausgestellt werden konnte.

Naturparkhaus-Zertifikat Reisen für Alle 2025
Zertifikat Reisen für Alle 2025 ©Gemeinde Raesfeld

Fokus auf Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Die auf dem Zertifikat dargestellten Piktogramme zeigen deutlich die barrierefreien Schwerpunkte – insbesondere für Menschen mit Gehbehinderungen sowie für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer. Das Naturparkhaus ermögliche allen Gästen einen weitgehend hindernisfreien Zugang.

Verlässliche Orientierung für die Reiseplanung

„Reisen für Alle“ ist eine bundesweit anerkannte Kennzeichnung, die für verlässliche Informationen in Sachen Barrierefreiheit steht. Menschen mit Behinderungen erhalten dadurch eine wichtige Grundlage für die Planung und Entscheidung ihrer Reisen. „Wir freuen uns sehr, dass das Naturparkhaus für alle Menschen ein zugänglicher Ort ist“, sagte Marianne Teltrop vom Naturpark Hohe Mark, dessen Geschäftsstelle sich ebenfalls im Naturparkhaus befindet.

Picknickspaß im Münsterland: Entdecken, Genießen, Durchatmen

Ob als Ziel einer Radtour mit der Familie oder als spontaner Zwischenstopp: Die neuen Picknickstationen im Münsterland laden zur genussvollen Auszeit im Freien ein. Der Münsterland e.V. stellt sie passend zur Freiluftsaison gemeinsam mit lokalen Anbieterinnen und Anbietern vor – ideal für ein Picknick mitten in der Natur.

Frische Produkte direkt am Wegesrand

Die rund 65 Stationen in der Region bieten eine Auswahl an Speisen und Getränken für den Direktverzehr – von Gemüse und Kakao bis zu kühlen Getränken und Eis. Ergänzend zum klassischen Hofladen sind sie rund um die Uhr geöffnet und leicht zu erkennen: Ein eigens gestaltetes Schild weist auf die Picknickstationen hin. Per QR-Code lassen sich weitere Stationen bequem aufrufen.

„Die Picknickstationen bieten für jeden Ausflug das Richtige. Sei es ein kühles Getränk bei einer Gravelbike-Tour oder ein leckeres Eis für die Kinder. Besonders freut es mich, dass sie ein Sammelpunkt sind, an denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen“, sagt Andreas Grotendorst, Vorstand des Münsterland e.V.

Von Heiden bis Münster: Erste Stationen stehen fest

Erste Stationen sind etwa der Heidehof in Greven, der Milchhof Große Kintrup in Münster, der Hof Gerd-Holling in Alverskirchen, der Hof Jünck in Velen sowie der Hof Wissing in Heiden. In Südkirchen startet Frollein Muh als erste Station im Kreis Coesfeld.

Projekt Picknick³ wächst weiter

„Kaum etwas vermittelt das Gefühl von Urlaub so spontan wie ein Picknick: Daher sind die Picknickstationen für eine kleine Auszeit am Wegesrand ideal“, erklärt Lea Kirschberg, Projektleiterin Picknick³ beim Münsterland e.V. Das Netz an Picknickstationen soll weiter wachsen. Wer selbst eine Station ausweisen möchte, kann sich direkt bei Lea Kirschberg melden (Tel.: 02571/949332, E-Mail: [email protected]).

Übersicht und Karte online

Alle verfügbaren Stationen sind online abrufbar unter:
👉 www.go.muensterland.com/picknickstationen
Die Website bietet eine interaktive Karte, Stationen im Überblick sowie passende Ausflugsangebote.

Grünes Licht für neue Parkregelung am Kindergarten Holten

Die Gemeinde Raesfeld plant verkehrsberuhigende Maßnahmen am St.-Nikolaus-Kindergarten in Holten. Der Bauausschuss berät am 2. Juni über neue Parkflächen, Baumkübel und eine Tempo-30-Zone zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Arbeitskreis spricht sich für neue Parkflächen aus

Der Arbeitskreis Grünflächen empfahl in seiner Sitzung am 18. September 2024 eine Neuregelung der Parksituation am St.-Nikolaus-Kindergarten. Hintergrund ist die dauerhafte Nutzung eines Grünstreifens als Parkfläche. Um diesen Bereich zu entlasten, sollen künftig markierte Parkplätze entlang der Straße Holten entstehen.

Baumkübel schaffen Struktur und Verkehrsberuhigung

Zusätzlich zur Neumarkierung der Parkflächen sieht die Planung den Einsatz von Baumkübeln vor. Diese werten den Straßenraum optisch auf, fördern die Begrünung und sorgen für eine bauliche Gliederung. Die Kübel tragen zur Verkehrsberuhigung bei und schaffen eine sichere Umgebung im Bereich des Kindergartens.

Tempo-30-Zone bis zum Ortseingang vorgesehen

Die geplanten Maßnahmen bilden die Grundlage für die Ausweitung der Tempo-30-Zone. Der Kreis Borken als zuständige Straßenverkehrsbehörde habe signalisiert, dass nach Umsetzung das entsprechende Schild wieder bis zum Ortseingangsschild Holten vorverlegt werden kann. Dieser Punkt entspreche einem wesentlichen Anliegen aus dem FDP-Antrag vom 7. Februar 2025.

Umsetzung in den kommenden Wochen geplant

Die Verwaltung strebt eine kurzfristige Umsetzung der Maßnahmen an. Ziel sei es, die neuen Parkregelungen und verkehrsberuhigenden Elemente zeitnah umzusetzen, um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Umfeld des Kindergartens nachhaltig zu verbessern.

Barrierefreiheit im Fokus: Gemeinde Raesfeld will jährlich 25.000 Euro investieren

Der Bauausschuss der Gemeinde Raesfeld befasst sich in seiner Sitzung am 2. Juni mit dem Vorschlag, künftig jährlich 25.000 Euro für den behindertengerechten Ausbau von Straßen, Wegen und Plätzen bereitzustellen. Ziel ist es, Barrieren im öffentlichen Raum schrittweise abzubauen. Die Verwaltung sieht deutlichen Handlungsbedarf, um die Mobilität und Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Hinweise aus der Bevölkerung auf bestehende Defizite

Wie aus der Beratungsvorlage hervorgehe, erhalte die Verwaltung regelmäßig Hinweise auf Stellen im Gemeindegebiet, die nicht barrierefrei gestaltet seien und deshalb zu Problemen bei der Begehbarkeit führten. Betroffen seien insbesondere Personen, die auf Mobilitätshilfen angewiesen seien – etwa Rollstuhlfahrer, Rollatornutzer oder Eltern mit Kinderwagen.

Zu den häufigsten Barrieren zählten laut Verwaltung:

  • Unebene und ungeeignete Oberflächen wie Kies oder grobes Natursteinpflaster
  • Nicht abgesenkte Bordsteine
  • Steile Rampen oder fehlende barrierefreie Zugänge
  • Zu schmale Wege oder Bewegungsflächen
  • Fehlende Orientierungshilfen wie tastbare Leitstreifen oder akustische Signale
  • Mangelhafte Beleuchtung, insbesondere an Übergängen

In der Anlage zur Vorlage werden exemplarisch Beispiele wie der Zugang zu WC-Anlagen oder Sitzgruppen genannt.

Blindenleitsysteme für den Einsatz in Gebäuden und im Außenbereich
Blindenleitsysteme für den Einsatz in Gebäuden und im Außenbereich. Symbolfoto KI generiert Petra Bosse

Gesetzliche Vorgaben – in der Umsetzung oft schwierig

Die barrierefreie Gestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen sei in der DIN 18040-3 geregelt. Diese Norm ziele darauf ab, allen Menschen die selbstständige Nutzung des öffentlichen Raums zu ermöglichen. Eine vollständige Umsetzung der Anforderungen führe in der Praxis jedoch zu hohem Planungs- und Kostenaufwand, insbesondere bei bestehenden Anlagen.

Zudem müssten unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden – von Menschen mit Gehbehinderungen über Rollstuhlfahrende bis hin zu Sehbehinderten oder Hörgeschädigten. Diese Anforderungen stünden teilweise im Widerspruch zueinander oder zu anderen städtebaulichen Belangen. Daher sei meist eine individuelle Abwägung erforderlich.

Kleine Maßnahmen könnten große Wirkung entfalten

Laut Verwaltung könnten bereits kleinere bauliche Anpassungen, etwa die Absenkung einzelner Bordsteine oder die Nachrüstung von Orientierungshilfen, zu spürbaren Verbesserungen führen. Die vollständige Erfüllung aller DIN-Vorgaben sei nicht immer realistisch oder wirtschaftlich, jedoch könne mit gezielten Maßnahmen im Rahmen vorhandener Baumaßnahmen viel erreicht werden.

Um solche Verbesserungen kontinuierlich umzusetzen, solle künftig ein jährlicher Haushaltsansatz in Höhe von 25.000 Euro bereitgestellt werden.

Ziel: Situationsbezogene Umsetzung statt starrer Norm

Ein pragmatischer Weg könne laut Verwaltung darin bestehen, die finanziellen Mittel gezielt dort einzusetzen, wo im Rahmen laufender Baumaßnahmen Barrieren identifiziert wurden. Damit könnten schrittweise Verbesserungen erzielt werden, ohne dass jedes Projekt vollständig DIN-gerecht umgesetzt werden müsse.

Dabei sei eine flexible und kreative Planung gefragt: Die Normen seien als Leitlinien zu verstehen, nicht als starre Vorgaben. Eine intelligente Abwägung von Aufwand, Nutzen und gestalterischen Aspekten könne helfen, tragfähige Lösungen zu finden.

Weitere Maßnahmen erfordern Priorisierung

Sollten darüber hinaus größere bauliche Maßnahmen erforderlich sein, müssten diese im Rahmen der Haushaltsberatungen politisch priorisiert und finanziell abgesichert werden. Als Beispiel nennt die Verwaltung die DIN-gerechte Gestaltung einer WC-Anlage, die mit rund 20.000 Euro zu Buche schlagen könne. Erste Vorschläge zur Priorisierung lägen der Verwaltung bereits vor.

Über den Vorschlag zur Bereitstellung der jährlichen Mittel wird in den zuständigen Gremien beraten. Der Planungsausschuss kommt dazu am Montag, 2. Juni, um 17 Uhr im Rathaus zusammen. Im Anschluss tagt der Bauausschuss ab 17.30 Uhr.

Kita-Neubau in Erle: Projekt geht in die nächste Phase

Der Bauausschuss befasst sich am 2. Mai mit dem geplanten Neubau einer zweigruppigen Kindertageseinrichtung „Holzwurm“ in Erle. Grundlage bildet die 4. Änderung des Bebauungsplans ER 8. Die Baukosten liegen nach aktueller Schätzung bei rund 1,7 Millionen Euro.

Holzwurm Ansicht Nord West
Holzwurm Ansicht Nord/ West. ©Gemeinde Raesfeld

Kirchengemeinde stellt Grundstück in Erbpacht bereit

Bereits im März 2024 hatte der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Martin in seiner Sitzung beschlossen, der Gemeinde Raesfeld ein Grundstück für den Bau der Kindertageseinrichtung „Holzwurm“ im Wege der Erbpacht zur Verfügung zu stellen. Das betreffende Grundstück liegt südlich des Friedhofs an der Ecke Holten/Friedholt und schafft damit die räumliche Voraussetzung für den geplanten Neubau.

Neue Kita in Erle Holzwurm geplant
Auf die Wiese am Holten, Ecke Friedholt wird eine neue Kita entstehen: Foto: Petra Bosse/Archiv

Planung durch Bauamt und Träger abgestimmt

Im Rahmen der 4. Änderung des Bebauungsplans ER 8 wurde bereits im vergangenen Jahr die rechtliche Grundlage geschaffen, um auf dem Gelände der ehemaligen Friedhofserweiterung in Erle eine neue Kindertageseinrichtung zu errichten. Das Bauamt hat daraufhin in Eigenregie eine Planung für einen zweigruppigen Neubau entwickelt.

Holzwurm Erle Nord-Ost
Kita Holzwurm Erle Nord/Ost Ansicht. Die Parkplätze liegen an der Straße Holten ©Gemeinde Raesfeld

Die Abstimmung erfolgte eng mit der Leitung der Einrichtung sowie dem Vorstand des Trägers Holzwurm e. V. Auch das Raumkonzept wurde gemeinsam mit dem Kreis- und Landesjugendamt abgestimmt.

Bauantrag für Anfang 2026 geplant

Als nächster Schritt soll nun ein Bauantrag eingereicht werden. Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung für Anfang 2026 vorgesehen. In der Sitzung des Bauausschusses wird die Verwaltung das Projekt im Detail vorstellen und über das weitere Vorgehen informieren.

Ansicht Süd/West ©Gemeinde Raesfeld

Finanzierungsbedarf steigt auf 1,7 Millionen Euro

Für den Neubau der Kindertageseinrichtung wurden im Haushalt 2025 und 2026 bisher 1,3 Millionen Euro eingeplant. Aufgrund der aktualisierten Planungen – inklusive der Außenanlagen, aber ohne Spielgeräte – geht die Verwaltung inzwischen von Baukosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus. Damit ergibt sich ein zusätzlicher Finanzbedarf von 400.000 Euro, der im kommenden Haushaltsjahr gedeckt werden müsste.

Neuer Kindergarten Holzwurm
©Gemeinde Raesfeld

Gemeinde plant für Erle: Neuer Dorfplatz als Treffpunkt für alle

In Erle tut sich was: Die Gemeinde Raesfeld plant einen neuen Dorfplatz direkt neben dem entstehenden Dorfgemeinschaftshaus HUB ERLE auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff. Am 2. Juni befasst sich der Bauausschuss mit der aktualisierten Planung und der Finanzierung des Projekts.

Laut Daniel Knufmann von der Stabstelle „Dorfentwicklung“ solle der neue Platz zu einem lebendigen Treffpunkt für den Ortsteil werden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Verwaltung auf rund 1,25 Millionen Euro. Geplant ist eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten.

Dorfplatz in Erle Schermbecker Straße
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Dorfplatz ergänzt das neue Gemeinschaftshaus

Schon 2019 erstellte die Gemeinde einen ersten Entwurf für den Platz. Das Dorfentwicklungskonzept von 2020 weist das Gelände neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus als geeignete Fläche für einen zentralen Dorfplatz aus. Die Bezirksregierung Münster bewilligte zunächst Fördermittel, zog diese jedoch 2023 zurück – unter anderem wegen pandemiebedingter Verzögerungen beim Hausbau und einem Pächterwechsel.

Nach dem Richtfest am 28. Mai und deutlichen Baufortschritten beantragte die Verwaltung erneut Fördermittel. Grundlage ist eine aktualisierte Planung mit angepasster Kostenschätzung. Bauamtsleiter Bernd Roters stellt die Details in der Ausschusssitzung vor.

Dorfplatz Erle im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Im hinteren Bereich des Platzes ist zusätzlich eine Remise als Lagerraum für die Brennerei geplant. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Veranstaltungsfläche, Spielgeräte und ein Stück Dorfgeschichte

Der neue Dorfplatz soll eine gesonderte 35 mal 12 Meter große Freifläche bieten – geeignet für den Erler Schützenverein, Flohmärkte oder ähnliche Veranstaltungen. Spielgeräte machen den Platz besonders attraktiv für Familien mit Kindern. Eine kleine Wasserfontäne ist ebenfalls geplant und soll im Sommer für Abkühlung sorgen und den Platz beleben.

Neu geplanter Dorfplatz
Frontansicht: Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Geplant ist eine Rundbank mit Wasserfontäne rumd die alte Destilliersäule.. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Ein markantes Element bleibt erhalten: die große Eiche, die vor rund 38 Jahren von der Tochter des damaligen Hofbesitzers Johannes Böckenhoff als Ableger der Femeiche gepflanzt wurde. Die Eiche wird in die Gestaltung integriert und soll künftig Schatten spenden.

Auch ein Stück Dorfgeschichte kehrt zurück: Die restaurierte Destilliersäule soll wieder einen festen Platz auf dem neuen Areal erhalten. „Diese hat Johannes Böckenhoff abholen und neu aufpolieren lassen. Sie strahlt jetzt in neuem Glanz“, bestätigt heute auf Nachfrage Dirk Böckenhoff.

Verwaltung setzt auf zweistufiges Vorgehen

Die Verwaltung setzt auf eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten. Zunächst entsteht der direkte Außenbereich um das Dorfgemeinschaftshaus. Dieser Abschnitt schafft die Voraussetzung für eine barrierefreie Erschließung und eine mögliche Außengastronomie. Im zweiten Schritt folgt der eigentliche Dorfplatz.

Die Gemeinde plant, das Dorfgemeinschaftshaus Ende 2025/Januar 2026 zu eröffnen. Damit der Vorplatz bis dahin fertig ist, will die Verwaltung die erste Bauphase schnellstmöglich ausschreiben. „Wir empfehlen, das Vergabeverfahren für den ersten Teilabschnitt zügig einzuleiten, um Verzögerungen zu vermeiden“, heißt es aus der Stabstelle Dorfentwicklung.

Geplanter Dorfplatz auf der Hofstelle ehemals Böckenhoff HUB Erle
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Finanzierung: Ausschuss soll Mittelbeschluss fassen

Die fortgeschriebene Planung veranschlagt rund 1,25 Millionen Euro. Im Haushalt für 2025 und 2026 seien bislang 700.000 Euro eingeplant – basierend auf der alten Schätzung von 2019. Die neue Planung zeigt eine Kostensteigerung. Sie dient als Grundlage für den aktuellen Förderantrag.

Die Förderhöchstgrenze liege bei 250.000 Euro. Die Bezirksregierung Münster fordere, so teilt Knufmann weiter mit, im Rahmen des Antrags einen Nachweis über die Gesamtfinanzierung. Diesen Nachweis kann die Gemeinde nur durch einen Rats- oder Ausschussbeschluss erbringen. Der Bauausschuss soll daher nicht nur über die Planung beraten, sondern auch formell die Finanzierung sichern.

CDU beantragt Bedarfsprüfung für weitere Tagespflegeeinrichtung in Raesfeld

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Die CDU-Fraktion Raesfeld setzt sich für den Ausbau des Angebots an Tagespflegeplätzen im Gemeindegebiet ein. In einem Schreiben an Bürgermeister Martin Tesing fordert Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker eine Prüfung, ob im Ortsteil Raesfeld zusätzlich zur bestehenden Einrichtung in Erle Bedarf für eine weitere Tagespflege besteht.

Bedarf in Raesfeld soll geprüft werden

„Die CDU-Fraktion beantragt hiermit, dass die Verwaltung prüft, ob ein weiterer Bedarf für eine Tagespflege besteht“, schreibt Bölker in seinem Antrag. Die Tagespflegeeinrichtung im Ortsteil Erle werde nach seinen Angaben sehr gut genutzt. Daraus leite sich der mögliche Bedarf für ein weiteres Angebot in Raesfeld ab.

Kreisverwaltung und Nachbarkommunen einbeziehen

Zur Einschätzung des tatsächlichen Bedarfs soll die Gemeindeverwaltung laut Antrag auch Informationen bei der Kreisverwaltung sowie gegebenenfalls bei Nachbarkommunen einholen. „Falls sich ein Bedarf ergibt, so sollte ebenfalls geprüft werden, wo eine solche Einrichtung entstehen kann und ob sich ein Investor und ein Träger dafür findet“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Öffentlichkeitsfahndung eingestellt: Vermisste Seniorin wohlbehalten gefunden

Schermbeck – Die seit dem 26. Mai vermisste 84-jährige Luzia S. sei laut Angaben der Polizei am Montagnachmittag wohlbehalten angetroffen worden. Demnach habe ein entscheidender Hinweis aus der Bevölkerung dazu geführt, dass die Seniorin in ihrem Pkw in Schermbeck aufgefunden werden konnte.

Die Öffentlichkeitsfahndung sei daraufhin zurückgenommen worden.

Verkehrsunfall in Erle: Feuerwehr und DRK trainierten gemeinsam den Ernstfall

Realistische Übung mit Ernstfall-Charakter in Erle

Bei einer groß angelegten Übung am Samstagnachmittag, 24. Mai 2025, probten Einsatzkräfte des Löschzugs Erle und des DRK Raesfeld den Ernstfall: Ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, wie er jederzeit Wirklichkeit werden könnte. Die Übung fand gegen 14:06 Uhr auf der Osterlandwehr in Erle statt – mit einem anspruchsvollen Szenario und reibungsloser Zusammenarbeit der Beteiligten.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Alarmmeldung: „Person eingeklemmt“

Das Stichwort lautete „P_klemmt“ – Person eingeklemmt. Simuliert wurde ein Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Traktor. Die Palettengabel des landwirtschaftlichen Fahrzeugs hatte die Windschutzscheibe durchschlagen und den Fahrer im Auto eingeklemmt. Eine sogenannte Pfählungsverletzung wurde angenommen – eine besondere Herausforderung für die technische Rettung.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

DRK übernimmt Erstversorgung

Das DRK Raesfeld traf als erstes am Übungsort ein, verschaffte sich rasch einen Überblick und übernahm die medizinische Erstversorgung des „Verletzten“. Gleichzeitig kümmerte sich das Team um drei weitere Personen, die im Übungsszenario unverletzt, aber sichtbar unter Schock standen.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Feuerwehr befreit den Fahrer

Kurz darauf trafen mehrere Fahrzeuge des Löschzugs Erle ein: 2-HLF20-1, 2-LF10-1, 2-GWL1-1 und 2-MTF-1. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der technischen Rettung. Um den Fahrer möglichst schonend zu befreien, wurde das Dach des Pkw mit hydraulischem Rettungsgerät – Schere und Spreizer – entfernt. Nach rund 40 Minuten war der „Patient“ aus dem Fahrzeug befreit und die Lage unter Kontrolle.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Lob für Teamarbeit und Ablauf

Die Übungsleitung zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Besonders hervorgehoben wurde die reibungslose Kommunikation zwischen Feuerwehr und DRK sowie das professionelle Vorgehen beider Organisationen.

Gemeinsamer Ausklang am Gerätehaus

Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten am Feuerwehrgerätehaus in Erle zur Nachbesprechung – locker und kollegial bei Grillwurst und kühlen Getränken.

Fotos: Jörg Wachtmeister/Feuerwehr Raesfeld

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Zweitklässler Mats Finke doppelt erfolgreich: Bronze beim Pangea-Landesfinale

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Erfolgreiche Mathe-Knobler geehrt

Seit vielen Jahren sind Schüler der St.-Sebastian-Schule bei überregionalen Mathematikwettbewerben besonders erfolgreich: Im Februar wurde die Raesfelder Grundschule zum 8. Mal NRW-Landessieger beim Teamwettbewerb „Bolyai“ und im letzten Schuljahr verbuchten Sebastianschüler beim Einzelwettbewerb „Pangea“ sogar einen Doppelsieg auf Landesebene.

In der vergangenen Woche konnte Konrektor Manfred Grömping bei einer Siegerehrung im Schulforum vor allen Schülern und Lehrern weitere Erfolge bei Mathematikwettbewerben bekannt geben.

Überraschung durch Zweitklässler bei „Känguru“ und „Pangea“

Obwohl die beiden Knobelwettbewerbe „Känguru“ und „Pangea“ eigentlich für Schüler ab Klasse 3 ausgeschrieben sind, bietet die Raesfelder Grundschule auch leistungsstarken Zweitklässlern die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Und dies zu Recht: Bei der Känguru-Siegerehrung konnte Grömping neun Schülern gratulieren, die einen Hauptpreis gewonnen haben, und darunter waren drei Zweitklässler.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte dabei Mats Finke (Klasse 2d), der nicht nur bei „Känguru“ die meisten Punkte verbuchte; er hatte sich als Zweitklässler beim Pangea-Wettbewerb nach der Schul- und der Zwischenrunde sogar für das Landesfinale der zehn besten Drittklässler qualifiziert. Beim Landesfinale in Bochum ist er mit einem 3. Preis ausgezeichnet worden, wofür er auch bei der Schul-Siegerehrung einen extra Applaus erntete.

135 Sebastianschüler beim Mathe-Känguru

Auf der Bühne im Schulforum wurden die Hauptpreisgewinner geehrt:

  • Mit einen 1. Hauptpreis, einem Experimentierkasten, wurde Mats Finke (Klasse 2d) ausgezeichnet.
  • Einen 2. Hauptpreis gewannen Matis Mümken (Klasse 4a), Torben Volmer (3d), Felix Ostendorf (3b), Frederic Klein (2c) und Joris Venhoff (2b).
  • Genügend Punkte für einen 3. Hauptpreis erreichten Dominik Tichelofen (4b), Tamme Gudel (3d) und Ronja Schwane (3b).
  • Das begehrte Känguru-T-Shirt für den weitesten „Känguru-Sprung” (d.h. die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten) gewann in diesem Schuljahr Matis Mümken (4a).

Alle 135 Teilnehmer der Schule am Knobelwettbewerb „Mathe-Känguru“ erhielten nach der Siegerehrung von den Lehrkräften die verdienten Urkunden und Knobelspiele.

Raesfelder Mai-LAUF: Neues Konzept für den beliebten 37. Volkslauf

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Der Raesfelder Mai-LAUF findet am letzten Freitag (30.5.) im Mai statt und lockt erneut wieder mit verschiedenen Laufangeboten. Der 10-km-Lauf startet vor dem 5-km-Lauf, zudem gibt es eine Teamwertung beim 5-km-Lauf. Auch die beliebten Kinder- und Bambiniläufe sind wieder dabei.

Am Freitag ist es wieder so weit: Ganz Raesfeld trifft sich an der Zweifach-Turnhalle – ob als Läuferin, Läufer oder anfeuernd am Streckenrand. Wer dabei sein möchte, kann sich noch bis heute (Montag) um 23:59 Uhr online anmelden – ganz bequem und ohne Nachmeldegebühr:
👉 https://www.taf-timing.de/?q=raesfeld2025

Neues Logo und klare Strukturen

Mit einem frischen Logo, das in Zukunft immer wieder zu sehen sein wird, präsentiert sich der Mai-LAUF in einem neuen Gewand. Die Veranstalter des TSV Raesfeld setzen auf Wiedererkennung und wollen den Lauf als festen Termin in den Kalendern der Sportbegeisterten verankern.

Teamwertung bringt frischen Wind

Eine der größten Änderungen betrifft den 5-km-Lauf: Hier gibt es künftig eine Team-/Firmen-/Familienwertung. Teams können aus vier bis sieben Personen bestehen. Wichtig ist, dass alle Teammitglieder exakt denselben Teamnamen bei der Anmeldung angeben. Andernfalls erkennt das System sie nicht als Team. Teams mit mehr als sieben Personen werden automatisch in mehrere Gruppen aufgeteilt.

10-km-Lauf startet vor dem 5-km-Lauf

Eine weitere Neuerung betrifft die Startreihenfolge: Der 10-km-Lauf beginnt jetzt vor dem 5-km-Lauf. Damit soll erreicht werden, dass am Ende mehr Teilnehmende und Zuschauer gemeinsam verweilen und den Lauf in geselliger Runde ausklingen lassen können.

Bambini- und Schulwertung bleibt bestehen

Bewährte Traditionen bleiben erhalten: Beim Bambinilauf haben Kindergärten die Chance, als teilnehmerstärkster Kindergarten einen Wanderpokal zu gewinnen. Schulklassen können sich ebenfalls einen Pokal sichern, wenn sie die meisten Teilnehmenden stellen.

Vorbereitungsläufe für Groß und Klein

Die Raesfelder Lauftrainer bieten erneut das Programm „In 9 Wochen zum Mai-LAUF“ an. Ab dem 29. März treffen sich Laufinteressierte jeden Samstag um 9 Uhr am Naturparkhaus, um sich gemeinsam auf das Event vorzubereiten.

Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren startet das Training bereits am 8. März um 9 Uhr. Treffpunkt ist der Waldspielplatz im Tiergarten. Dort können die jungen Läufer Stempel sammeln und sich spielerisch an das Laufen herantasten.

Magischer Mai-Tag: Paare aus ganz Deutschland heiraten in Raesfeld

Ein magisches Datum für die Liebe. Traumhochzeiten am Wasserschloss Raesfeld. Wenn auch der Himmel streckenweise weinte, so strahlten doch die Herzen heller denn je. Am 25. Mai 2025 gaben sich elf Paare im historischen Wasserschloss Raesfeld das Jawort – an einem Datum, das so besonders war wie die Liebe selbst. Zwischen alten Mauern und neuen Versprechen wurden aus Momenten Erinnerungen fürs Leben.

Der 25.05.2025 – ein Datum wie aus dem Märchenbuch. Elf Paare gaben sich an diesem Sonntag im historischen Ambiente des Wasserschlosses Raesfeld das Jawort. Zwei von ihnen: Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt sowie Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen.

Trauung Schloss Raesfeld Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt
Trauung Schloss Raesfeld Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt. Foto: Petra Bosse

„Ich bin ein Maikind – das musste einfach der Tag sein“

Für Gabriela und Giannis Petras stand der Hochzeitstermin früh fest. „Wir wollten ein Datum, das man nie vergisst“, erklärte Giannis. Und weiter ergänzte er lächelnd: „Ich bin ein Maikind. Der Mai ist für mich voller Emotionen – und heute kröne ich diesen Monat mit meiner Frau an meiner Seite.“

Die beiden Frankfurter strahlten mit den wenigen Sonnenstrahlen des Tages um die Wette. Ihr Fotoshooting musste flott gehen – der Fotograf nutzte jede helle Minute, bevor der Himmel wieder grauer wurde.

„Nur heute war es möglich – also genau richtig“

Auch Diandra und Maurizio Vacca hatten einen ganz pragmatischen Grund für ihre Trauung an diesem Datum. „Nur heute konnten wir hier heiraten“, sagten sie kurz und klar – und lachten dabei glücklich. Für sie war das Schloss Raesfeld die perfekte Kulisse für ihren großen Tag.

Trauung Schloss Raesfeld Diandra und Maurizio Vacca
Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen heirateten ebenfalls an diesem magischen Datum. Foto: Petra Bosse

Elf Paare, elf Geschichten, ein Schloss

Standesbeamtin Claudia Schulte hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun. „Die erste Trauung fand schon um 8 Uhr statt. Die letzte war für 19 Uhr angesetzt“, berichtete sie. Damit alles reibungslos lief, waren an diesem Tag vier weitere Standesbeamtinnen und -beamte im Einsatz. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass jedes der elf Paare seinen ganz besonderen Moment bekam – mit persönlicher Ansprache, Zeit für Emotionen und einem Lächeln, das den Tag noch schöner machte.

Trauung Schloss Raesfeld Diandra und Maurizio Vacca
Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen mit Standesbeamtin Claudia Schulte. Foto: Petra Bosse

Im Stundentakt wechselten sich die Brautpaare ab – aus Haltern, München, Hameln, Oberhausen, Frankfurt und sogar aus dem hohen Norden waren sie angereist. Und das alles, weil Raesfeld längst einen Namen als Hochzeitsort hat – nicht nur im Münsterland. Der Satz „Heirate, wann du willst“ ist hier längst gelebte Realität. Wer sich das Jawort geben will, findet im Wasserschloss nicht nur ein stilvolles Ambiente, sondern auch einen Ort, der Herzen höherschlagen lässt.

💌 Wer sich selbst einen Trautermin in Raesfeld sichern möchte, findet hier alle Infos zur Anmeldung: www.raesfeld.de/buergerservice

Ideen und Tipps für Freizeitgriller bei den Gartentagen der Familie Seggewiß

Outdoor-Cooking unterm Himmel – Start am Sonntag

Outdoor-Cooking liegt im Trend – und wer Inspiration für die eigene Gartenküche sucht, ist bei den Gartentagen der Familie Seggewiß genau richtig. Ab Sonntag öffnet die Familie aus Raesfeld wieder ihren Exotengarten für alle Grill- und Gartenfreunde. Der Auftakt findet am 25. Mai 2025 von 11 bis 18 Uhr statt.

Vom Lockdown-Projekt zur Gartenküche

Die Idee zur Outdoor-Küche sei während der Corona-Zeit entstanden, berichtete Familie Seggewiß. Man habe den Wunsch verspürt, die Zeit im Garten intensiver zu nutzen – nicht nur zum Grillen, sondern auch zum Kochen unter freiem Himmel. Die Lösung: Eine ausgediente Weinlaube wurde zur voll ausgestatteten Küche umgebaut.

Gartentage-bei-Seggewiß 2025
Foto: Privat

Bei der Umsetzung kamen überwiegend wiederverwertete Materialien zum Einsatz. Eine alte Hobelbank diente als Arbeitsfläche, ergänzt durch restaurierte Zimmertüren, Fenster und Baustahlmatten. Eichenbalken aus einer abgerissenen Scheune fanden ebenso Verwendung wie Kupferrohre und Messingfittings. Die technische Ausstattung – unter anderem ein Gasgrill und ein Mehrzonen-Kochfeld – komplettiert das nachhaltige Konzept.

Gartentage mit Tipps und Erfahrungsaustausch

Wer selbst über eine Gartenküche nachdenkt oder sich einfach inspirieren lassen möchte, kann beim Besuch Tipps mitnehmen. Die Familie Seggewiß gibt Einblicke in Planung, Bau und Nutzung der Küche – und lädt zum Erfahrungsaustausch ein. Auch das Flair des Exotengartens lässt sich dabei in Ruhe genießen.

Weitere Termine bis August

Neben dem Auftakt am Sonntag sind noch weitere Termine bis zum Spätsommer geplant – jeweils von 11 bis 18 Uhr:

  • 25.05.2025 – Palmenblüte im Exotengarten
  • 08.06.2025 (Pfingsten) – Kleine Pause vom Alltag
  • 15.06.2025 – Tag der Gärten und Parks Westfalen-Lippe
  • 06.07.2025 – Kakteenblüte im Wüstenbeet
  • 20.07.2025 – Raesfelder Gartentage (nur Sonntag)
  • 03.08.2025 – Sommersonne im Exotengarten
  • 24.08.2025 – Auf geht’s… Eine Reise nach Bananien

Wer den Garten lieber im Rahmen einer Führung in kleiner Gruppe entdecken möchte, kann telefonisch einen individuellen Termin vereinbaren.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter: www.garten-seggewiss.de

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