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Stellungnahme der UWG – Weiteres Vorgehen Aelkeshof

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Stellungnahme der UWG Raesfeld-Erle zum weiteren Vorgehen beim Aelkes-Hof

Die Bewertung des Gebäudes und der Fassaden durch das Architektenbüro Meier und Kohlruss liegt nun vor uns.

Es hat sich dabei folgendes herausgestellt:

  1. Durch den Erhalt der Fassaden ergeben sich Mehrkosten für den Neubau zwischen 350 und 500 Tausend €
  2. Während der Bauzeit wird die gesamte Umgebung der Baustelle durch die umfangreichen Stützmaßnahmen äußerst stark beeinträchtigt.
  3. Da noch bei weitem nicht alle Details des Hauses geprüft werden konnten, gibt es noch erhebliche Unsicherheiten für das künftige Gebäude.

Wir halten daher einen Erhalt der Fassaden oder auch nur der Ostansicht des Hauses für nicht sinnvoll.

Um aber dem berechtigten Interesse der Raesfelder Bürger, die sagen, dies wäre das einzig noch verbliebene Gebäude im Dorfkern, dass noch einen gewissen historischen Wert hat und den Gesamteindruck an dieser Stelle des Dorfes prägt, entgegenzukommen schlagen wir folgendes vor:

Ortsprägende Erscheinung

Beim Abbruch des Gebäudes sollen aus den Fassaden ausreichend Klinkersteine  entnommen und gereinigt werden, um damit die neu zu errichtende Ostseite des  neuen Gebäudes zu verklinkern. Die Ostansicht des Gebäudes sollte so gestaltet sein, dass der heutige Charakter des Gebäudes und seine ortsprägende Erscheinung gewahrt bleiben, bzw. wiedererkennbar. Damit gäbe man den Bürgern die Möglichkeit eines Erinnerungswertes an das frühere Gebäude.

Durch die Wiederverwertung bleibt ein Stück Geschichte vom alten Aelkes-Hof sichtbar und greifbar erhalten. Eine Wiederverwendung von Abbruchmaterial ist auch ökologisch sinnvoll und nachhaltig. Die zu erwartenden technischen und physikalischen Probleme bei Erhalt der Fassade werden somit gelöst.

Mehrkosten

Die entstehenden Mehrkosten richten sich natürlich auch nach dem Planungsentwurf, können jedoch dann relativ genau festgestellt werden. Wir schlagen vor, diese Mehrkosten von voraussichtlich 20.-50.000,- Euro würde die Gemeinde übernehmen.

Diese Vorgaben sollten Grundlage bei der Ausschreibung des Architektenwettbewerbs sein. Möglicherweise kann man die Experten der Handwerksakademie beim Wettbewerb und bei den Restaurationsarbeiten fachlich einbinden.

Karl-Heinz Tünte wehrt sich gegen Unwahrheiten

Das von der Gemeinde in Auftrag gegebene Gutachten für den Erhalt der Fassade des Aelkeshofs sowie das Ergebnis des Gutachters Günter Kohlruss, sorgten sowohl in einigen Facebook-Kommentaren als auch in Leserbriefen für ausgiebige Diskussionen.

Dazu sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU Bernhard Bölker in der Ratssitzung am Dienstagabend: „Wir haben es uns in dieser Sache nicht leicht gemacht. Deshalb gaben wir auch ein Gutachten in Auftrag, wobei es sich nicht, wie im Leserbrief vermutet wird, um ein bezahltes, sondern um ein bestelltes Gutachten handelt“.

Mutmaßungen, Unterstellungen und Vorwürfen

Während der Ratssitzung äußert sich Karl-Heinz Tünte von der CDU-Fraktion in einem Statement zu dem Leserbrief von Reinhard G. Nießing: „Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg“.

Er betont hier eindringlich, dass er nicht mehr länger bereit sei, die Mutmaßungen, Unterstellungen und Vorwürfen des Leserbriefschreibers, welche nicht der Wahrheit entsprechen. in dieser zunehmenden Art der Kommunikation hinzunehmen. Auch möchte er dafür nicht noch mehr Raum einräumen, ohne dem zu widersprechen. „Für mich spricht das für einen abgrundtiefen Hass“, so Tünte.

Wahrheit oder Unwahrheit

Für seine Worte erhielt der ehemalige Fraktionsvorsitzende der CDU am Ende langanhaltenden Beifall, sowohl vonseiten der zahlreichen Zuhörer, als auch von allen Fraktionen.

Wahrheit oder Unwahrheit? Karl-Heinz Tünte sieht sich in der Pflicht, einige Dinge, die nicht der Wahrheit entsprechen, klarzustellen.

Karl-Heinz Tünte kann, wie er während der Ratssitzung betont, die Aussage des Leserbriefschreibers so nicht im Raum stehen lassen. Gemeint sei unter anderem die Aussage, dass die politische Gemeinde einen Gutachter beauftragt habe, obwohl angeblich schon die Entscheidung zum Abriss längst gefallen sei.

Gutachter für Fragen zur Gesamtsituation beauftragt

Dazu Karl-Heinz Tünte: „Es gibt zwar eine Abrissgenehmigung und die Kirchengemeinde hat aufgrund der enormen Kosten, die bei einem Erhalt der Fassade anfallen würden, für sich entschieden, diesen Aufwand nicht betreiben zu können und zu wollen. Folgerichtig war deshalb die Frage an die politische Gemeinde, ob sie ein besonderes Interesse hat, die Fassade zu erhalten. Diese Frage konnte die Verwaltung allein nicht eindeutig und abschließend beantworten. Was macht man in so einer Situation? Man befragt bzw. beauftragt Menschen, die Fragen zu der Gesamtsituation, zum Beispiel Gebäudezustand des Aelkeshof, oder ob es sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist, die Fassade ganz oder teilweise zu erhalten, umfassend beantworten können“.

Verkauft von wem an wen?

Dass in diesem Zusammenhang dann davon gesprochen noch gesprochen werde, „dass keine Silberlinge“ für ein Objekt ausgegeben werden sollen, das längst verraten und verkauft wurde, sei verleumderisch, so Tünte und: „Verraten von wem. Und verkauft von wem an wen?“

Als polemisch und populistisch bezeichnet Tünte auch die wiederkehrenden Ratschläge an die Kirchengemeinde, eines ihrer Wiesengrundstücke zu veräußern, bevor ein neuerlicher Spendenverein für den Bau eines Pfarrheimes ins Leben gerufen wird.

„Die gleiche Kirche, die diesem Rat folgen würde, da bin ich mir sicher, würde von dem gleichen Schreiber an den Pranger gestellt, wenn dafür ein Bolzplatz, eine Skaterbahn, ein Spielplatz und der Vogelstangenplatz wegfallen würde“, ergänzte Tünte in seinem Statement.

Unterstellung

Als noch unverschämter bezeichnet Tünte die Ausführungen des Leserbriefschreibers – „Ein Wort zu dem Gutachten“ – „brauchst du ein Ergebnis, das ein Projekt versenken soll, dann werden die Kosten nach oben getrieben – siehe Aelkeshof“.

Dies sei eine Unterstellung, „einerseits das Gutachten vom Gutachter bewusst im Sinne des Auftraggebers, Gemeinde Raesfeld „verfasst“ wurde und andererseits Verwaltung und Rat eine solche Zielsetzung bewusst anstreben“. Die hätte sich laut Karl-Heinz Tünte der Schreiber besser sparen sollen, da diese schon fast von strafrechtlicher Relevanz sei.

 „Wenn dann noch geschrieben wird – so funktioniert Politik, dann will ich nicht wissen, welcher Partei der Schreiber angehört. Wenn Politik, wie der Schreiber sich ständig wiederholt, so „ein schmutziges Geschäft ist“, warum strebt der bereits nach einem Jahr „Nichtmehrvorsitzende“ überhaupt ein politisches Mandat an?“

Gutachten ist eindeutig

Als eine weitere Unterstellung führt Tünte auf, dass die Verwaltung der engagierten Bürgerschaft mit wenig Empathie begegnet sei. Genau das Gegenteil sei, wie Tünte betont, der Fall. Inzwischen sei sich Karl-Heinz Tünte auch sicher darüber, dass die führenden Leute der Bürgerinitiative sich mit den Aussagen des Schreibers schon lange nicht mehr identifizieren. „Der Schreiber hat nach meinem Eindruck durch seine populistische Art sich selbst und den Menschen, die sich mit ehrlicher Überzeugung und Motivation engagiert für ihre Sache einsetzen, wie die Bürgerinitiative das getan hat, eher einen Bärendienst erwiesen“.

Wirtschaftlich vertretbare Lösung

„Politiker und Kirchenführer sollten eben nicht am Volk vorbei regieren und ich kann dazu nur sagen, dass das Gutachten eindeutig ist und der Erhalt des Aelkeshofes bis zu einer halben Million zuzüglich nicht auszuschließender Risiken kosten könnte. Und das die CDU sich stattdessen zusammen mit der Kirchengemeinde für eine qualitativ sehr gute, wirtschaftlich vertretbare Lösung einsetzt, kann ich beim besten Willen nicht als falsche Entscheidung und am Volk vorbeierkennen“.

Zum Ende seines Statements fügte Karl-Heinz Tünte hinzu: „Hättest Du geschwiegen, wärst Du Prophet geblieben“. Im richtigen Moment zu schweigen, sei aber schon lange nicht mehr seine Stärke. „Der Schreiber meint ja, zu allem und jedem seinen Senf hinzugeben zu müssen. Und das in einer Weise, die Menschen, die es ehrlich meinen und Ihre ganze Kraft für die Menschen und gute Lösungen für unsere Gemeinde einsetzen, es auf keinen Fall verdient haben. Ich werde zu solchen Ausführungen jedenfalls nicht mehr schweigen“.

Petra Bosse

Fraktionen diskutieren ausgiebig über neue Fassade

Das neue Haus soll eine markante Fassade mit Wiedererkennungswert bekommen.

Am Dienstagabend stimmten die Fraktionen nach ausgiebiger Diskussion einstimmig gegen den Erhalt der Fassade Aelkes Hof in Raesfeld an der Borkener Straße.

Wie schon in der Vorstellung seines Gutachtens fasste Günter Kohlruss die Gründe für einen Nichterhalt der alten Fassade zusammen und betonte, dass das Risiko bei Erhalt der Fassade zu hoch sei. Dagegen sprechen auch die hohen Kosten von rund 500.000 Euro.

Fraktionsvorsitzender der CDU Bernhard Bölker würdigte das Engagement der Bürgerinitiative. Diese setzte sich im Vorfeld für einen Erhalt für den „Aelkeshof“ ein und sammelte dafür rund 1000 Unterschriften. „Deshalb haben wir auch ein Gutachten in Auftrag gegeben, wobei es sich nicht, wie in einigen Leserbriefen vermutet wurde, um ein bezahltes, sondern um ein bestelltes Gutachten handelte“, so Bölker. Aufgrund des Gutachtens allerdings sehe er sich nicht in der Lage, alle drei Fassaden zu erhalten, da sich die Kosten auf rund eine halbe Million Euro belaufen und das Risiko, mit Blick auf weitere Kosten, zu hoch sei.

Unkalkulierbare Folgekosten

Hinzukommen, so Bölker, die verlängerte Bauzeit des neuen Gebäudes, die enormen Einschränkungen für die umliegenden Anwohner und Geschäfte, sowie die nicht kalkulierbaren Folgekosten. „Besonders skeptisch anzusehen sind die mehreren Unterkellerungen. Hierfür gibt keine Pläne. Eine energetische Untersuchung ist nur von innen möglich“, fügte Bölker hinzu und betonte, dass auch die Bürgerinitiative die anstehenden Kosten für den Erhalt der Fassaden als zu hoch ansehe.

 Deshalb habe sich die Gemeinde mit der BI darauf geeinigt, dass bei Nichterhaltung der Fassade die äußere Form des prägnanten Gebäudes durch einen Architektenwettbewerb, an dem sich die Gemeinde finanziell beteiligen möchte, erhalten bleiben soll.

Raesfelder Geschichte durch Wiederverwertung

„Wir sehen einen Erhalt der Fassade ebenfalls nicht für sinnvoll an. Um der Bürgerinitiative entgegenzukommen sind wir aber dafür, dass beim Abbruch des Gebäudes genügend Klinkersteine entnommen werden, um diese an der Ostseite zu verwenden, damit der Charakter und ein Stück Raesfelder Geschichte durch die Wiederverwertung erhalten bleibt“, so Wolfgang Warschewski (UWG). Er schlug vor, dass die zusätzlichen Mehrkosten bis zu 50.000 Euro für die Verklinkerung die politische Gemeinde übernehmen solle und dass die Vorgaben der neuen Verblendefassade in den Architektenwettbewerb mit aufgenommen werde.

Klaus Rybarczyk (SPD) sprach sich ebenfalls für einen Abriss und einen kompletten Neubau aus. „Erhalten wir die Fassade, ja oder nein? Wir glauben dem Gutachter und ein Erhalt ist definitiv zu teuer. Wichtig ist für uns jedoch, dass der Anblick der neuen Fassade bei einem Neubau an das alte Raesfeld erinnert“.

Holger Lordieck (Die Grünen) schloss sich diesem Vorschlag an. „Der Neubau sollte ein markantes Erscheinungsbild haben, sodass man sich später an den Aelkeshof erinnert“.

Alte Ziegelsteine

Eine neue Verblendfassade, sowohl mit alten, als auch mit baugleichen neuen Klinkersteinen kosten laut Gutachter Günter Kohlruss rund 50.000 Euro. Das Architektenbüro Büro Meier und Kohlruss wurde im Vorfeld von der Gemeinde beauftragt, die Nachfolgenutzung des „Aelkeshofes“ durch das Pfarrheim St. Martin unter der Maßgabe eines Neubaus, aber unter Erhalt der Verblendfassade zu überprüfen (wir berichteten).

Für einen Erhalt der alten Ziegelsteine sprach sich auch Günter Kohlruss aus. „Wenn es mein Gebäude wäre, dann würde ich die Steine erhalten. Energetisch ist dies auch kein Problem. Alles ist machbar“.

Petra Bosse

Sicherheit für Rad- und Pedelecfahrer

Polizei Borken plant Schwerpunktaktion

Borken. (ots) In der kommenden Woche setzt sich die Polizeiwache Borken in einer Schwerpunktaktion für die Sicherheit der Rad- und Pedelecfahrer ein.

Im Blickpunkt wird das Verkehrsverhalten von Fahrrad- und Pedelecfahrern stehen, aber natürlich werden auch durch motorisierte Verkehrsteilnehmer begangene Verstöße gegenüber Fahrradfahrern konsequent verfolgt.

Kontrollen unerlässlich

„Gegenseitige Rücksichtnahme und Beachtung der Regeln sind der Schlüssel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit“, so Ingo Walter, Leiter der Polizeiwache Borken,“um die Beachtung der Verkehrsregeln zu fördern, sind unsere Kontrollen und auch die konsequente Ahndung unerlässlich. Wenn wir damit auch nur einen schweren Unfall verhindern, hat sich die Aktion schon gelohnt.“

Sicherheit im Blickpunkt

Die Beamten werden in allen Kommunen des Wachbereiches (Borken, Heiden, Raesfeld, Reken, Südlohn und Velen) kontrollieren. Diese Kontrollen werden schwerpunktmäßig auf Schulwegen, an Schulzentren, in Fußgängerzonen aber auch an anderen Stellen im Straßennetz durchgeführt.

Auch nach Abschluss der Kontrollwoche, wird die Sicherheit der Fahrrad- und Pedelecfahrer im Blickpunkt der Beamten sein – ob im Streifendienst, bei der Schulwegsicherung oder durch den Einsatz von Fahrradpolizisten.

Radfahrer sind Risikogruppe Nummer 1

Radfahrer sind im Kreis Borken seit Jahren die Risikogruppe Nr. 1, wenn es um Verletzungen bei Verkehrsunfällen geht. Im Jahr 2018 wurden 589 Radfahrer (zu denen auch die Pedelecfahrer gehören) bei Unfällen leicht und 104 schwer verletzt. Drei starben bei Verkehrsunfällen auf unseren Straßen. Damit war von insgesamt 1865 Menschen, die bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet wurden, mehr als jeder Dritte auf einem Fahrrad oder Pedelec unterwegs.

Kurz notiert – Kein Erhalt der alten Fassade Aelkeshof

Zu teuer und zu viele Risiken – Die Fraktionen lehnen kostspieliges Pokerspiel für den Erhalt der alten Fassade Aelkeshofs an der Borkener Straße ab.

Raesfeld. Gemeinde will Einfluss beim Architektenwettbewerb nehmen. Neue Fassade soll der jetzigen Fassade und dem Ortskern angepasst werden.

Einstimmiger Beschluss aller Fraktionen in der Ratssitzung am Dienstag. Die Gemeinde Raesfeld übernimmt nicht die Mehrkosten für den Erhalt der Fassade des ehemaligen Gaststätten-und Hotelbetriebes Aelkeshof.

Erhalt Aelkeshof Raesfeld Untersuchung

Der Erhalt der Fassade sei mit zu hohen Kosten und Risiken verbunden. Einstimmig hat sich der Rat allerdings dafür ausgesprochen, dass die Kommune – im Fall einer Beteiligung am Pfarrsaal-Bau – beim Architektenwettbewerb der Kirchengemeinde von Beginn an mitreden werde, und darauf achten werde, dass entweder die alten Ziegelsteine oder ähnliche Materialen verwendet werden. Damit soll die neue Fassade der jetzigen Fassade des Aelkeshof, entweder mit den vorhandenen Ziegelsteinen, oder mit neuem, gleichartigen Klinker angepasst werden, sodass an gleicher Stelle ein prägnantes Gebäude entstehen wird.

Dazu Bernhard Bölker, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Wir wünschen uns, dass das neue Gebäude wieder mit Leben gefüllt wird, statt nur alte Mauer zu erhalten“.

Laut Gutachten und fachlicher Untersuchung im Falle des Erhalts der Fassade Aelkeshof, sei mit Kosten in Höhe von rund 530.000 € zu rechnen.

Nach den Sommerferien will die Verwaltung über die weitere Vorgehensweise gemeinsam mit der Kirche beraten.

Weiterer Bericht folgt.

Michael Nattefort ist König von St. Johannis 2019

Raesfeld. Die Raesfelder Schützen sorgten am Montag an der Vogelstange im Pastor Busch für reichlich Spannung.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort

Bürgermeister Andreas Grotendort mischte mit. Michael Nattefort schnappte seinem Konkurrenten den Vogel vor der Nase weg.

Lieferten sich gegen Ende die bis dahin aktuellen Thronanwärter Sven Graaf, Thomas und Anton Kornmann, Peter Flück und Michael Nattefort einen spannenden Zweikampf um die Königswürde, mischte sich, kurz bevor der Vogel nach dem 272. Schuss um 15.05 Uhr von Michael Nattefort von der Stange fiel, plötzlich und unerwartet noch Bürgermeister Andreas Grotendorst ein.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort
O weia, das war knapp. Bürgermeister Andreas Grotendorst ließ den Vogel erzittern.

Bereits bei dem vorvorletzten Schuss von Grotendorst wackelt das hölzerne Federvieh beträchtlich. Dann kam Nattefort und schaffte es, dem Vogel den Garaus zu machen. Er schnappte regelrecht dem Bürgermeister den Vogel vor der Nase weg.

Geschafft. König Michael Nattefort

Gemeinsam regieren nun doch Michael Nattefort mit seiner Königin Rita Kölking und den Ehrendamen und Herren Marlies Becker und Jörg Brömmel, sowie Sandra Nießing und Heiner Brockmann das Raesfelder Schützenvolk für ein Jahr.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort

Die Insignien

Vorab sicherte sich Michael Mels die Krone, Peter Flück schoss dem Vogel das Zepter ab und Ralf Hönig den Apfel. Der linke Flügel geht an Klaus Gesing und den rechten Flügel darf Anton Kornmann als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort

Erstmal platt

Der neue 57-Jährige König hat bereits in den Jahren des Öfteren mitgeschossen, heute hat dann endlich geklappt. Der neue König hatte schon häufiger mal mitgeschossen, aber nie hat er am Ende triumphiert. „Die Freude ist groß, dass es diesmal geklappt hat, aber jetzt bin ich erst mal platt“, sagte der 57-Jährige am Ende.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort
Spannung an der Vogelstange

Mächtig geflattert

Für Andreas Grotendorst, der sich erst in letzter Minute, wie er sagt, zum Mitschießen hat überreden lassen, hätte die Zeit als Schützenkönig nicht besser sein können. Sein Bruder Ewald ist seit Mai König von Erle und Tochter Friederike ist die erste Raesfelder Kinder-Schützenkönigin in Raesfeld. „Es hat ja lange gedauert, bis ich mich entschlossen habe mitzuschießen. Dann aber ist es schon ein wahnsinniges Gefühl, wenn man den vorletzten Schuss abgibt, da bin ich schon ins Flattern gekommen und wollte es auch machen“, so Grotendorst, der dann aber am Ende souverän seine Niederlage wegsteckte.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort

Für das neue Königspaar ging es nach dem Vogelschießen fröhlich weiter bei dem großen Krönungsball im Festzelt bis in die frühen Morgenstunden.

Schützenfest Raesfeld 2019 mit Michael Nattefort

Petra Bosse

Offenes Singen mit buntem Strauß an Liedern

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Der Heimatverein Erle lud am Sonntag zu einem offenen Singen, für jung und alt, unter den Kastien ein.

Erle (pd). Die Freude am Singen in der Gemeinschaft ist in Erle nach wie vor sehr beliebt.

Die zahlreichen meist älteren Teilnehmer des offenen Singens des Heimatvereins Erle sangen am Sonntag mit Inbrunst einen bunten Strauß von Liedern aus alter und neuerer Zeit.

Offenes Singen des Heimatvereins Erle
Foto: Heimatverein Erle

Das Erlske Leed fehlte nicht

Auf dem Programm standen Wander – und Fahrtenlieder ihrer Kindheit und Jugend, wie „Wenn die bunten Fahnen wehen“ oder „Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen“, aber auch Schlager wie „Die Caprifischer“ und die Europa-Hymne. Natürlich durfte zum Schluss auch das „Erlske Leed“ nicht fehlen.

Offenes Singen des Heimatvereins Erle

Begleitet wurde der Gesang von Norbert Sabellek, Susanne Aschenbrenner und Waltraud Buning an der Gitarre sowie Detlef Czymontek am Akkordeon.

Erler Jäger Heimatverein Erle

Das Jugendorchester der Erler Jäger unter der Leitung von Oliver Jahnich bereicherte die Veranstaltung mit Musikstücken aus Rock (Smoke on the water, The Final Countdown), Musical (Dschungelbuch) und Film (Mission: Impossible) und bekam viel Applaus für die Darbietungen.

Zur Belohnung gab es für alle Teilnehmer Kaffee und selbstgebackenen Kuchen im Silvesterkindergarten.

Bildungswerk Raesfeld aktuelles Kursprogramm

Bildungswerk Raesfeld stellt aktuelles Kursprogramm für das 2. Semester 2019 vor

Das neue Programmheft für das 2. Semester 2019 ist erschienen und liegt an den bekannten Stellen in Raesfeld und Erle sowie in den umliegenden Gemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Außerdem ist das komplette Kursangebot im Internet unter www.bw-raesfeld.de einzusehen und bei Facebook!

Im 2. Semester 2019 feiert das Bildungswerk Raesfeld sein 50. Jubiläum. Seit 1969 bietet das Bildungswerk Raesfeld Kurse und Seminare an. Was im kleinen Kreise begann hat sich im Laufe der Jahre zur anerkannten Weiterbildungseinrichtung entwickelt. Besondere und auch bewährte Veranstaltungen bereichern das Jubiläumsjahr.

Dem Team des Bildungswerkes ist es erneut gelungen, in Zusammenarbeit mit den Kursleiterinnen und Kursleitern, ein vielfältiges Programm zusammenzustellen.

Herausgekommen ist ein Bildungsangebot mit rund 350 Kursen und Seminaren aus den unterschiedlichen Fachbereichen.

Unter dem Thema: „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“ möchte das Bildungswerk Raesfeld alle ansprechen – egal ob es sich um spezielle Kurse für Firmen, Sprachangebote oder Kurse für die ganze Familie handelt. In dem neuen Programm findet jeder ein passendes Angebot. Auf Wunsch gibt es auch speziell für eine Gruppe angepasste Kurse.

Im Bereich Kulturelles werden zahlreiche Tages- bzw. Abendveranstaltungen angeboten wie z. B. das Kabarett mit den Bullemännern „Muffensausen“, Eine Expressreise durch die musikalischen Epochen mit Sascha Dücker, Autorenlesung mit Dorothee Döring, Besichtigung des Klärwerks Emschermündung und der Meyer Werft in Papenburg mit Schloss Evenburg in Leer.

Außerdem ist hier auch eine große Anzahl an verschiedenen Fotoworkshops zu finden, wie z. B. Videoschnitt für Einsteiger, ein Vortrag über die Geschichte des Fotojournalismus, Bildbearbeitung.

Im Bereich Gesellschaft und Soziales sind zahlreiche Tagesseminare sowie Vorträge geplant wie z. B. Begeisterung statt Burnout!, Bald in Rente – Zeit für Neues!, Rhetorik, Telefontraining, Körpersprache, Testament/Vorsorgevollmacht für junge Eltern, das landwirtschaftliche Erbrecht.

Der Bereich Familie und Kinder bietet pädagogische Fachseminare an und zahlreiche Vorträge wie z. B. Ein positiver Schulstart, Halte mich fest – dann werde ich stark!, Zoff im Kinderzimmer, Elternkurs PRIMA KLIMA. In diesem Fachbereich befindet sich auch ein vielfältiges Angebot von Eltern-Baby-Kursen und Mutter-Vater-Kind Kursen. Neu ist die Gruppe „Griffbereit“, eine mehrsprachige Eltern und Kind (Inter-)Aktion.

Im Bereich Arbeitswelt sind neben den regelmäßig angebotenen Kursen wie Computergrundkurse/Computeraufbaukurse, Smartphone Bedienung, WhatsApp, Tastschreiben für Erwachsene auch neue Seminare geplant wie Öffentlichkeitsarbeit in kleinen und mittelständischen Unternehmen, Buchführung für Kleinunternehmer und mittelgroße Unternehmen.

Beachtenswert ist ebenfalls der Bereich Deutsch und Fremdsprachen mit Deutsch lernen – leicht gemacht, Plattdeutsch, Englisch, Türkisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch, Arabisch und Portugiesisch für die Reise und im Alltag.

Ein zahlreiches Kursangebot bietet die Rubrik Gesundheit und Sport, um sich sportlich fit und gesund zu halten, egal ob Rücken aktiv, Wellness Workout, Wassergymnastik, Nordic Walking, oder Neu! Taerobic. Seminare zur Entspannung wie z. B. Autogenes Training, Yoga und Waldbaden sind hier auch zu finden. Vorträge und Seminare zu Gesundheitsthemen stehen ebenfalls zur Auswahl, wie beispielsweise Fibromyalgie und Schmerzerkrankungen, Hilfe! Ist das eine Demenz, Schlafen Sie gut – erholt in den Tag starten, Was tun, wenn die Schulter schmerzt.

Die Bereiche Hauswirtschaft, Kreativität, Kosmetik sowie Umwelt, Bauen, Energie bieten ebenfalls eine große Auswahl an Kursen und Vorträgen an wie verschiedene Kochkurse, Nähkurse, Handlettering, Modellshooting, Naturkosmetik, Strom sparen im Haushalt, moderne Heiztechniken im Vergleich.

Im Bereich Erste Hilfe, Auto und Verkehr ist u. a. ein Pannenkurs für Autofahrerinen geplant, Radeln mit dem Pedelec sowie Fit im Straßenverkehr.

Anmeldungen für alle Kurse sind im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073, im Internet unter www.bw-raesfeld.de oder schriftlich (Bildungswerk Raesfeld, Weseler Str. 32, 46348 Raesfeld) möglich.

Radfahren durchs Münsterland

Neues Begleitheft zur 100 Schlösser Route erschienen

Münsterland (pd). Das Münsterland ist bei Touristen wie auch Einheimischen berühmt für seine Radwege.

Die wohl schönste und eindrucksvollste unter ihnen ist die 100 Schlösser Route: Alle Infos dazu hat der Münsterland e.V. in dem kompakten Begleitheft „100 Schlösser Route – Erleben Sie Geschichte hautnah!“ zusammengestellt, das ab sofort bestellt werden kann.

 Praktisch und informativ: Das Begleitheft zur 100 Schlösser Route  (Copyright: Münsterland e.V.)
Praktisch und informativ: Das Begleitheft zur 100 Schlösser Route (Copyright: Münsterland e.V.)

Wälder, Wiesen, Felder, Städte und immer wieder Schlösser, Burgen, Herrensitze und Gräftenhöfe lenken auf rund 960 Kilometern der 100 Schlösser Route den Blick des Radwanderers in die über tausendjährige, bis heute sichtbar gebliebene Geschichte des Münsterlandes.

Neben Wissenswertem zu den einzelnen Schlössern, Burgen und Herrensitzen hält die Broschüre eine Auswahl an Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten an der Strecke bereit. Darüber hinaus gibt es einen Überblick über die Touristen-Informationen mit Standort und Öffnungszeiten.

Für jene, die nur ein Teilstück der Tour fahren wollen, gibt es eine Liste mit Einstiegsparkplätzen in alphabetischer Reihenfolge der Orte. Wer einmal eine Pause von den Schlössern braucht, der findet zudem Informationen zu zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten im Münsterland.

Das Begleitheft ist ab sofort kostenlos erhältlich beim Münsterland e.V., telefonisch unter 02571-949392, per E-Mail an [email protected] oder online auf der Seite www.muensterland.com/tourismus/service.

Rotary Club Lippe-Issel hat neuen Präsidenten

Klaus Friedrich, Rechtsanwalt aus Raesfeld, seit Clubgründung im Jahre 2009 als Schatzmeister tätig, ist jetzt Präsident

(pd). Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung gab es einen Führungswechsel beim Rotary Club Lippe-Issel.

Hier wurde die bisherige Präsidentin Xenia von Clewe aus Dingden verabschiedet. Sie bedankte sich bei allen Vorstandsmitgliedern, die sie in ihrem Präsidentenjahr 2018/2019 unterstützt haben.

Besonderen Dank erhielt Klaus Friedrich, Rechtsanwalt aus Raesfeld, der seit Clubgründung im Jahre 2009 als Schatzmeister tätig war und nun das Präsidentenamt übernimmt.

Im Rahmen ihres Rückblicks auf das abgelaufene Jahr ging sie im Besonderen auf die Feier zum 10 jährigen Bestehen des Clubs ein. Auch die Aktivitäten der vom Club unterstützten Projekte ließ Xenia von Clewe Revue passieren.

Rotarier Klaus Friedrich ist Präsident

Zusammenarbeit mit der GAGU Zwergenhilfe

Im Anschluss hieran erhielt der neue Präsident Klaus Friedrich die Präsidentenkette von seiner Vorgängerin überreicht. In seiner Antrittsrede ging Friedrich auf das Programm für das neue rotarische Jahr ein.

Neben dem Clubleben stehen auch weiterhin verschiedene Sozialprojekte im Fokus. Die bereits im vergangenen Jahr begonnene Zusammenarbeit mit der GAGU Zwergenhilfe aus Schermbeck wird fortgesetzt und intensiviert. Hierbei handelt es sich um Unterstützung beim Bau einer Krankenstation in Sierra Leone.

Palliativstation

Aber auch vor Ort hat der Rotary Club Lippe-Issel weiter viel vor. Seit einigen Jahren wird die Palliativstation des Weseler Krankenhauses mit dem Erlös aus einem Golfturnier unterstützt.

Klassik im Baumarkt

Am Samstag, 3. August 2019 findet das schon traditionelle Konzert „Klassik im Baumarkt“ statt. In der außergewöhnlichen Kulisse des Hochregallagers des Baumarktes Borgers in Hamminkeln werden das „Junge Tonkünstler Orchester“ sowie der Oboist Philippe Tondre ihr Können unter Beweis stellen.

Auf dem Programm stehen berühmte Werke von Beethoven, Strauss und Mendelssohn-Bartholdy. Der Erlös kommt ebenfalls Projekten des Clubs zugute.

„End Polio Now“

Nicht unerwähnt ließ Klaus Friedrich die Beteiligung am Raesfelder Weihnachtsmarkt in Verbindung mit der Firma Hetkamp. Die Erlöse fließen seit Jahren in das weltweite Rotaryprogramm „End Polio Now“, mit dem Ziel die Kinderlähmung überall auszurotten. Das Spendenaufkommen des Clubs in den zehn Jahren seit Gründung beläuft sich auf über 250.000 Euro.

Der RC Lippe-Issel hat heute 49 Mitglieder aus den Orten Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Raesfeld und Wesel.

Gewinner der Orgel-Tombola entdecken die Issel

Mit dem Orgelbauverein auf Radwanderung

Raesfeld (pd). Sechs Gewinner der Tombola radelten bei hochsommerlichem Wetter auf der vom Vorsitzenden des Heimatvereins Raesfeld e.V. Hans Brune ausgearbeiteten Fahrradroute an der Issel entlang.

Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden des Orgelbauvereins St. Martin zu Raesfeld e.V. Rainer Fölting informierte Hans Brune über den Streckenverlauf und den vorgesehenen Stationen und Sehenswürdigkeiten am Fluss. Von Schloss Raesfeld ging es über Marienthal zum Otto-Pankok-Museum, danach zur Bärenschleuse. Baer steht übrigens im Niederdeutschen für „Sperre“ gab Hans Brune zu wissen, damit nicht vergeblich nach Bären Ausschau gehalten wurde.

Orgelbauverein auf Fahrradtour
Foto: Orgelbauverein Raesfeld

Über Hamminkel bis Anholt

Über Hamminkeln ging es weiter nach Schloss Ringenberg, wo junge deutsche und niederländische Künstler lernen, wohnen und arbeiten. Nach einer Mittagsrast im urigen Cafe Waldsee in Wertherbruch radelte die Gruppe über Werth mit seiner die Silhouette des Ortes dominierenden hoch gelegenen katholischen Kirche weiter in die Stadt, die den Namen des Flusses in sich trägt.

Hier, in Isselburg wurde eine vorletzte Rast bei kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen eingelegt. Am späten Nachmittag trafen die Radler in Anholt ein. Auf der herrlich am Wasser gelegenen Schlossterrasse ließ man die wunderbare Fahrradroute am deutschen Verlauf der Issel mit den vielen Sehenswürdigkeiten und interessanten Informationen noch einmal Revue passieren.

Ein Busunternehmen brachte die Radler samt ihren Rädern sicher wieder zum Ausgangspunkt Schloss Raesfeld zurück.

Dem Heimatverein Raesfeld e.V. in Person seines Vorsitzenden Hans Brune gilt der Dank des Orgelbauvereins St. Martin zu Raesfeld e.V. für die Ausarbeitung der erlebnisreichen Radwanderung und kundigen Begleitung.

Frühschoppen mit Ehrungen – Bürgerschützenverein Raesfeld

RAESFELD. Der Allgemeine Bürgerschützenverein feierte an diesem Wochenende sein Schützenfest.

Im Festzelt am Sonntag trafen sich die Schützenbrüder und ihr König Herbert Schlottbom zum gemeinsamen Frühschoppen im Zelt. Die traditionelle Kranzniederlegung wurde wegen Regen auf den Sonntag verlegt.

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019

Vor den Ehrungen unterhielten der Raesfelder Fanfarencorps und die Burgmusikanten musikalisch die Besucher im Festzelt.

Präsident Reinhard Brömmel konnte erstmalig im Festzelt das neue und erste Kinderschützen-Königspaar Friederike I. Grotendorst und König Florian Loker. Friederike I. begrüßen. Friederike I. hat vor einer Woche beim Kinderschützenfest in Pastors Busch mit dem 306. Schuss dem Vogel den rechten Flügel abgeschossen (wir berichteten).

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019

Das besondere Ereignis, das nun die Raesfelder Schützenbrüder auch einen Kinderthron haben, muss, so Präsident Brömmel in seiner Begrüßungsrede, gebührend honoriert und gefeiert werden.

Kein Frühstück ans Bett

In seiner ersten Frage richtete sich Brömmel an Königin Friederike I. Er wollte wissen, ob sie als amtierende Hoheit im Hause Grotendorst nun morgens das Frühstückstück ans Bett gebracht bekommt und nicht mehr ihr Zimmer aufräumen muss?“ „Leider nicht“, antworte die 11-Jährige prompt.

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019

Und auch bei dem achtjährigen König Florian habe sich nichts, wie er sagt, verändert geändert. Beide erhielten von König Herbert Schlottbom den ersten Orden als Kinderkönigspaar.

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019

Für zehn Jahr im Vorstand des Schützenvereins Andreas Klostermann wurden Fahnenoffizier Andreas Bucks, sowie für seine zwanzigjährige Zugehörigkeit im Vorstand Josef Wilg geehrt.

„Ein herzliches Dankeschön dafür, dass ihr im Sinne des Vereins stetig im Einsatz seid und ich hoffe, dass ihr dem Verein noch lange erhalten bleibt“, so Reinhard Brömmel.

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019
Königspaar 2018/19 Herbert Schlottbom und Ruth Nagel

Nach den Ehrungen und dem gemütlichen Frühschoppen ging es dann für das amtierenden Königspaar Herbert Schlottbom und Ruth Nagel, dem Throngefolge Gabi Nießing und Meinolf Rosenberger sowie Gabi Flück und Alois Wissen weiter mit der großen Parade und einem Festumzug durch die Gemeinde.

Ehrungen Schützenverein Raesfeld 2019
Josef Nagel und Angela Brömmel feiern in diesem Jahr ihr silbernes Thronjubiläum (r.). Goldkönig ist Günter Buschermöhle damals mit Magda Gesing, heute in Begleitung seiner Frau Mathilde.

Ein Bad in der Menge

Zahlreiche Besucher säumten bei bestem Sommerwetter die Festwiese. Am Abend feierten das Königspaar ausgelassen mit Freunden, Nachbarn und ihren Schützenbrüdern beim großen Festball im Festzelt am Michael.

Königspaar Herbert Schlottbom und Ruth Nagel

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Raesfeld – Unfallflucht auf der Leinenweberstraße

Raesfeld (ots) Am Samstag wurde zwischen 05.45 Uhr und 12.15 Uhr auf der Leinenweberstraße ein 5er BMW angefahren und beschädigt. Trotz des verursachten Sachschadens in einer Höhe von ca. 2.000 Euro hatte sich der Unfallverursacher entfernt, ohne seinen Pflichten nachgekommen zu sein. Zeugen werden gebeten, sich an das Verkehrskommissariat in Borken (02861) 9000 zu wenden.

65 Einsatzkräfte bekämpfen Brand

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Brand in Borken

Borken. (Feuerwehr) Die Feuerwehren Borken und Raesfeld wurden am Freitag um 13:01 Uhr zu einem Brand alarmiert. Es brannten auf einen Hofgelände eine offene Remise in dem Stroh gelagert war, Stroh was noch vor der Remise gelagert war, eine Erntemaschine und die Fassade eines angrenzenden Viehstalls. 

Drei Brandabschnitte

Die Einsatzstelle wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr Borken in drei Abschnitte unterteilt:

  • Brandbekämpfung 1 auf dem Hofgelände
  • Brandbekämpfung 2 von der Rückseite der Gebäude
  • Abschnitt 3 betraf die Löschwasserversorgung. 
65 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Foto: Feuerwehr

Für den dritten Abschnitt standen wir in der Verantwortung. Im ersten Step wurde von einem gegenüberliegenden Hof, der über einen großen Löschwasserbehälter verfügte, eine ca. 400 Meter lange B-Leitung verlegt.

Pendelverkehr wurde eingerichtet

Im weiteren Einsatzverlauf entschieden wir uns, drei mobile Löschwasserbehälter direkt auf der Wiese des betroffenen Hofes aufzubauen und mit Löschfahrzeugen einen Pendelverkehr einzurichten.

Fünf Löschfahrzeuge wurden eingesetzt.
Foto: Feuerwehr

Hiermit waren fünf Löschfahrzeuge beschäftigt, die uns in einer Stunde ca. 55 qm Wasser zur Einsatzstelle brachten. Diese Variante war dann auch die Beste, da wir immer immer eine ausreichende Menge an Löschwasser vorhalten konnten. 

Mega gute Zusammenarbeit

In den Abschnitten 1 und 2 gelang es das Feuer schnell unter Kontrolle zu bekommen, zeitaufwendig war das Auseinanderfahren und ablöschen der Menge brennenden Strohes. 

Dank der guten Zusammenarbeit konnte der Einsatz positiv abgeschlossen werden.
Foto: Feuerwehr

Gegen 20 Uhr konnten wir die Einsatzstelle verlassen und waren ab 21.15 Uhr wieder im vollen Umfang einsatzbereit. 

Ein Dank an die Feuerwehr Borken, das war eine mega gute Zusammenarbeit 💪🏼🚒💪🏼. Im Einsatz waren 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Raesfeld und ca. 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Borken. 

Leserbrief zum Aelkeshof von Reinhard G. Nießing

Nicht mit meinem Geld

Leserbrief zur Causa Aelkeshof. Eine persönlich verfasste Stellungnahme von Reinhard G. Nießing

Machen wir uns doch nichts vor: Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Das Schicksal des altehrwürdigen Aelkeshofs, zuletzt als “Niewerther Hof“ bezeichnet, war zu dem Zeitpunkt besiegelt, als die katholische Kirchengemeinde das Objekt gekauft hat.

Aelkeshof Raesfeld RGN
Fotos: RGN

Es steht zwar im Schatten der St.-Martin-Kirche, aber nicht im Schutzbereich der Kirchengemeinde. Kirche und Kegelbahn passen halt nicht mehr zusammen. Nachdem Verkäufer, Kommune und Kirchengemeinde eine „unheilge Allianz“ gebildet hatten, stand der weitere Bestand des Aelkeshofs unter keinem guten Stern, zumal auch der Raesfelder Heimatverein bedauerlicher Weise keine Veranlassung gesehen hat, sich für ein Ortsbild prägendes Haus innerhalb unserer Gemeinde einzusetzen oder gar dafür eine Lanze zu brechen.

Mittlerweile ist es doch auch ganz egal, wofür unser Geld verplempert wird: Ob aus Kirchensteuerbeiträgen Missbrauchsopfer entschädigt bzw. „ruhig gestellt“ werden oder aus den allgemeinen Steuermitteln der Hauptstadt-Flughafen wohl niemals zu Ende gebaut wird — die Zeche zahlt doch immer der brave Steuerzahler.

Aelkeshof Raesfeld RGN

„Berlin ist arm, aber sexy“, lautet ein geflügeltes Wort. Bei der Kirche scheint es geradezu umgekehrt zu sein. Wenn also die Pfarrgemeinde als neue Eigentümerin für den Abriss des Gebäudes stimmt, warum beauftragt die politische Gemeinde noch ein Architekturbüro mit der Begutachtung der Gebäudefassade? Vielleicht um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen?

Keine weiteren „Silberlinge“ für ein Objekt, das längst verraten und verkauft wurde. Es käme einer weiteren Verschwendung von Steuermittel gleich. Die Pfarrgemeinde hat den Brocken geschluckt, jetzt sollte sie ihn auch selbst verdauen. Vielleicht könnte sie für die Finanzierung eines ihrer Wiesengrundstücke an der Marbecker Straße veräußern, keinen Steinwurf weit entfernt von der Sakristei der St.-Martin-Kirche, bevor womöglich ein neuerlicher Spendenverein, jetzt für den Bau eines Pfarrheims, ins Leben gerufen wird?

Aelkeshof Raesfeld RGN

Ein Wort zu den Gutachtern: Brauchst du ein Ergebnis, das ein Projekt durchwinken soll, sind die geschätzten Kosten möglichst niedrig angesetzt, wohlwissend, dass das Budget um ein Vielfaches überschritten wird.

Beispiele dafür gibt es reichlich, wie einige aus jüngster Zeit belegen: NRW-Landesarchiv, BER-Flughafen, Stuttgart 21, Gorch Fock. Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Brauchst du ein Ergebnis, das ein Projekt versenken soll, dann werden die Kosten eben nach oben getrieben, siehe Aelkeshof. So funktioniert halt Politik. Bleib nur zu hoffen, dass sich kein Gutachter in der Schlossfreiheit verläuft und deren Gebäude unter seine Lupe nimmt. In Folge dessen könnten vielleicht weitere historische Gebäude „kaputt geschrieben“ werden.

Aelkeshof Raesfeld RGN

Ich finde es nur traurig und ziemlich überheblich, wenn dem Wunsch einer engagierten Bürgerschaft mit so wenig Empathie begegnet wird — ja, ohne Verständnis und Gegenliebe widersprochen wird. Was soll ich von dem Appell unseres Bundespräsidenten noch halten, der sich eine mündige, eine streitbare Zivilgesellschaft gewünscht hat? Von den Worten unseres Bischofs, der dem Mitspracherecht innerhalb der Kirchengemeinde das Wort redet, uns ermuntert, Position und Haltung einzunehmen? Und hat nicht Papst Franziskus in seiner bildhaften Sprache mutig gefordert: „Seid Hirten mit dem Geruch der Schafe.“ Ein weiteres Zitat von ihm lautet: „Ach, wie sehr möchte ich eine arme Kirche und eine Kirche für die Armen.“ www.kirche-und-leben.de

Viele Steuerzahler sind es mittlerweile leid, für alles doppelt und dreifach zur Kasse gebeten zu werden respektive für den Bockmist anderer Entscheidungsträger blechen zu müssen. Jeder Privatmann und jedes Unternehmen ist doch eigentlich verpflichtet, Rücklagen zu bilden, um im Bedarfsfalle darauf zurückgreifen zu können. Alles andere geht doch immer zu Lasten Dritter.

Deshalb ein klares Wort zur Causa Aelkeshof: Nicht mit meinem Geld! Und im Übrigen: Politiker und Kirchenführer sollten nicht am Volk vorbei regieren. Ansonsten laufen sie Gefahr, entweder das Wahlvolk oder ihre letzten Schäfchen auch noch zu verlieren. Spätestens dann wäre ein neues Pfarrheim zu nichts mehr nütze.

Frauen schreiben Geschichte

Öffentliche Führung am Donnerstag, den 18. Juli 2019 um 15.00 Uhr mit Gästeführerin Edith Gülker.

Borken (pd). Am Donnerstag, den 18. Juli 2019, bietet die Tourist-Info Borken um 15.00 Uhr gemeinsam mit Gästeführerin Edith Gülker eine öffentliche Stadtführung unter dem Thema „Frauen schreiben Geschichte“ an.

„Frauen schreiben Geschichte“
„Frauen schreiben Geschichte“

Die Führung durch die Borkener Innenstadt stellt das Leben von Frauen in der Borkener Geschichte in den Mittelpunkt und porträtiert das Leben von Frauen, die einen biografischen Bezug zur Stadt Borken haben.

Auf dem gemeinsamen Rundgang deckt die Gästeführerin manche nahezu verschwundenen Spuren des Wirkens und Lebens Borkener Frauen in vergangenen Tagen wieder auf und nimmt die Teilnehmer mit auf eine Zeit- und Entdeckungstour durch die Innenstadt. Viele Spuren lassen sich an Gebäuden und Kunstwerken aufzeigen.

Bürgermeister Borken
Stadt Borken erhielt Portraits von Johannes Hermann Lück und Ursula Meynen als Schenkung Reiner Rensing (2.v.l.) schenkte der Stadt Borken, hier vertreten durch den Borkener Archivar Thomas Hacker, die Portraits des ehemaligen Bürgermeisters Johannes Hermann Lück und seiner Frau Ursula Meynen. Fotos: Stadt Borken

Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit, den Nachmittag auf dem Feierabendmarkt ausklingen zu lassen.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine vorherige Anmeldung bei der Tourist-Info Borken (02861 / 939-252, [email protected]) unbedingt erforderlich. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 4,00 Euro pro Person. Der Rundgang beginnt um 15:00 Uhr am Marktplatz vor dem Alten Rathaus / Heilig-Geist-Kirche und dauert ca. 1,5 Stunden.

Raesfelder Schachspielerinnen fahren zur DM

U14-Mädchenteam ist Landesvizemeister

Raesfeld/Nachrodt-Wiblingwerde (pd). Den Landesmeistertitel ganz knapp verpasst haben die U14-Schachspielerinnen der SG Turm Raesfeld/Erle. Beim viertägigen NRW-Finalturnier in Nachrodt-Wiblingwerde lagen sie bis zum letzten Turnierspiel an der Tabellenspitze und wurden dann noch vom SG Porz abgefangen. Qualifiziert für das Endrundenturnier in der Jugendbildungsstätte „Auf dem Ahorn“ hatten sich die besten sechs Teams des NRW-Schnellschachturniers, das Anfang Mai in Bochum stattfand. 

NRW-Vizemeisterinnen vor dem Raesfelder Froschbrunnen (v.l.n.r.): oben: Sienna Lensing, Franziska Bone, Annalena Bone unten: Ida Wehling, Meryem Ipek
NRW-Vizemeisterinnen vor dem Raesfelder Froschbrunnen (v.l.n.r.): oben: Sienna Lensing, Franziska Bone, Annalena Bone unten: Ida Wehling, Meryem Ipek

Mit einem überraschenden Mannschaftsremis gegen die favorisierte SG Porz starteten die Raesfelderinnen in das Finalturnier, um dann mit Siegen gegen SF Gerresheim, SF Essen-Werden und Schachakademie Paderborn vor der letzten Runde die Tabellenspitze zu erobern. Im letzten Spiel gegen einen zweiten Paderborner Verein – Blauer Springer Paderborn – hätte ein knapper Sieg zum Titel gereicht. Doch aus einem 2:0 Vorsprung wurde noch ein 2:2, was durch den parallelen Sieg der Konkurrenz aus Porz den Titel kostete.

An den beiden ersten Brettern konnten sich Franziska und Annalena Bone gegen zumeist stärkere Gegnerinnen gut behaupten. Sogar gänzlich ohne Punktverlust blieben Ida Wehling, Gastspielerin Sienna Lensing und Meryem Ipek, die sämtliche Turnierpartien gewinnen konnten. 

Die Betreuer Rainer Wehling und Jugendtrainer Manfred Grömping werten die Platzierung als riesigen Erfolg, denn sie sichert die Teilnahme des Mädchenteams an der Deutschen Meisterschaft. Die DM der Altersgruppe U14w findet vom 26. bis 30.12.2019 in Neumünster statt. 

Infoveranstaltung – Neues Projekt für mehr Herzsicherheit

Die Bürgerstiftung möchte zusammen mit dem DRK-Ortsverein Raesfeld ein neues Projekt für mehr Herzsicherheit realisieren.

Raesfeld (pd). So wurden inzwischen Raesfelder Firmen angesprochen, um diese für die Anschaffung eines AED-Gerätes zu sensilibisieren.

Nachdem sich einige Interessenten gemeldet haben, ist am 09. Juli um 19.00 Uhr eine Infoveranstaltung in den Räumen des DRK Raesfeld, Weseler Straße 5, vorgesehen. Dort wird das Projekt und seine Finanzierung vorgestellt. Ein Fachmann für medizinische Berufe wird  das AED-Gerät erklären und das DRK die Möglichkeiten der Schulung im Umgang mit dem AED-Gerät vorstellen.

Für die Veranstaltung sollten sich Interessierte per Mail unter [email protected] oder unter der Telefonnummer 02865 909 691 anmelden. Falls eine Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist, man jedoch weiterhin informiert werden möchte, sollte man sich ebenfalls melden.

Buntes Programm zum Jubiläum – Jugendwerk Borken

Das Jugendwerk Borken e.V. feiert sein 40-jähriges Jubiläum – Feiern Sie mit!

Borken (pd). Am 12. Juli 2019 sind alle Bürgerinnen und Bürger zu einem großen Familienfest bei „Strandgut Borken“, dem Sommerevent der Stadt Borken auf dem Borkener Marktplatz, eingeladen.

Das Jugendwerk Borken e.V. bereitet sich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das diesjährige 40-jährige Jubiläum vor. Am 12. Juli 2019 erwartet euch ein großes Familienfest auf Strandgut Borken, dem Sommerevent der Stadt Borken.

Alle 6 Jugendhäuser der Stadt und das Mehrgenerationenhaus „Der Treff“ bereiten Stände vor, an denen für Groß- und Klein Kreatives, Spannendes und Lustiges geboten wird. Für das leibliche Wohl sorgen zudem die Schuljugendarbeiterinnen und -arbeiter des Jugendwerkes.

Das Bühnenprogramm für Jung und Alt rundet das Familienfest ab:

– 11.00 – 12.30 Uhr Hintergrundmusik
– 12.30 – 13.30 Uhr „StandArt“, (Zauberei, Jonglage, Mitmachaktionen)
– 13.00 – 14.00 Uhr (wird noch geplant)
– 14.00 Uhr Aufbau Drumfestival
– 15.00 Uhr Offizielle Eröffnung mit Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing
– 15.30 – 16.30 Uhr Drummen zum Mitmachen mit Sascha Pöpping vom Drumstudio Bocholt
– 17.00 Uhr HipHop Kindertanzgruppe Marbeck/Heiden
– 17.20 Uhr Aufbau Band
– 18.00 – 18.40 Uhr „Punch ´n´ Judy“, Band der Musikschule Borken
– 18.40 – 19.00 Uhr Abbau Band
– 19.00 Uhr DJ
– 22:00/22:10 Uhr „Wächter der Flammen“, Feuershow/LED-Poi-Show
– 22:30 Uhr Ende der Veranstaltung

Mehr Informationen zum Jugendwerk Borken e.V. findet ihr auf Facebook unter https://www.facebook.com/JugendhausNr1 oder im Internet unter www.jugendhaus-borken.de.

Wir freuen uns auf ganz viele Besucherinnen und Besucher.

Hermann Lück – Ein Bürgermeister in schwerer Zeit

Stadt Borken erhielt Portraits von Johannes Hermann Lück und Ursula Meynen als Schenkung

Borken (pd). Würdevoll aber streng wirken die Blicke von Johannes Lück und seiner Ehefrau Ursula, eine geborene Meynen.

Vor wenigen Wochen kehrten ihre Portraits in die Heimatstadt Borken zurück und sind zugleich Zeugnisse einer wechselvollen Epoche Borkener Stadtgeschichte. Denn Lück war Bürgermeister während der französischen Besetzung durch das napoleonische Kaiserreich von 1808 bis 1810 und wurde nochmals von 1811 bis 1812 als Maire ins Amt gewählt.

Bürgermeister Borken
Stadt Borken erhielt Portraits von Johannes Hermann Lück und Ursula Meynen als Schenkung Reiner Rensing (2.v.l.) schenkte der Stadt Borken, hier vertreten durch den Borkener Archivar Thomas Hacker, die Portraits des ehemaligen Bürgermeisters Johannes Hermann Lück und seiner Frau Ursula Meynen. Foto: Stadt Borken

Im Rahmen dieses Amtes hatte der 1759 geborene Lück etwa die Chronik und die Stadtkasse zu führen, musste ordnungspolizeiliche Aufgaben umsetzen oder Personenstandsveränderungen dokumentieren. Sein Sohn Johann Wilhelm Adrian meldete sich schließlich im Jahr 1814 als Freiwilliger für das 4. Westfälische Landwehrregiment im Kampf gegen die Franzosen. Hauptberuflich war Lück Gastwirt und als er 1790 Schützenkönig des St- Johanni-Schützenvereins wurde, nahm er Ursula Meynen als seine Königin.

Die Rückkehr des ehemaligen Bürgermeisters sowie seiner Frau nach Borken begann mit einem Anruf von Reiner Rensing. „Wir möchten Ihnen gerne zwei Portraits schenken“, überraschte er den Diplom-Archivar Thomas Hacker. Ein Umzug des Ehepaars von Altenberge nach Berlin stand unmittelbar bevor, doch den Weg in die Bundeshauptstadt sollten die Portraits nicht antreten. „Unsere Kinder haben kein Interesse an den Bildern“, berichtete seine Frau und gab deshalb gerne einen Teil der Familiengeschichte nach Borken.

Beide Portraits, seit Generationen im Besitz der Familie Rensing, geben jedoch Rätsel auf. Schwarz-weiß-Kopien befinden sich bereits im Stadtmuseum FARB sowie im Besitz von Ursula Brebaum. Die 89-jährige ehrenamtliche Archivarin der Kirchengemeinde St. Remigius hat eine besondere Beziehung hierzu, ist sie doch mit den Portraitierten verwandt. Sie hat vor Jahren Fotos der damals noch in der Villa Bierbaum befindlichen Portraits in der Villa Bierbaum angefertigt, die seitdem in ihrem Wohnzimmer hängen.

Bis 1945, so verrät die 1998 erschienene Festschrift des St- Johanni-Schützenvereins, soll das Portrait Lücks übrigens im alten Rathaus am Markt gehangen haben, dann wurde es vermutlich kriegsbedingt zerstört. Daher ist die Rückkehr der Portraits nach Borken, hierbei handelt es sich wohl nicht um die Originale, ein Glücksfall für die Stadt, wie Thomas Hacker erklärt: „Wir besitzen im Stadtarchiv interessante schriftliche Aufzeichnungen zu dieser Epoche, doch beide Portraits geben dieser nun auch ein Gesicht.“

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