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Vier Jahre erfolgreiche Arbeit: Inklusives Gemeinwesen in Borken in Bewegung gebracht

Rotes Kreuz im Kreis Borken: Projektende für „Inklusives Borken“

Borken (drk-press). Vier Jahre hat sie erfolgreich gearbeitet und in Borken viel bewirkt: Jetzt ist die Koordinierungsstelle „Inklusives Borken“ des Roten Kreuzes im Kreis Borken mit dem Ende des Projektes geschlossen worden – durchaus mit einer kleinen Träne im Augenwinkel, wie Koordinatorin Sabina Pohla bekannte.

Fazit nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit gezogen, von links: die Sprecher der Arbeitsgemeinschaft des Runden Tisches „Inklusiv leben in Borken“: Stefan Deitmer (Jobcenter Borken), Petra Schneider (Westfalia Gemen), Sabina Pohla (Koordinierungsstelle „Inklusives Borken“), Hans-Günther Wilkens und Svenja Jonas (Lebenshilfe Borken). Foto: DRK / and

Und die Bilanz fällt entsprechend positiv aus. Pohla spricht für alle Mitwirkenden: „Danke für all die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Borken, Vereinen und allen Institutionen, die das Thema Inklusion und Barrierefreiheit in den vergangenen vier Jahren gefördert und vorangebracht haben – und vor allem für den Einsatz und das Engagement aller Mitglieder, insbesondere der Ehrenamtlichen, des Runden Tisches „Inklusiv leben in Borken“, die sich auch noch nach Beendigung des Projektes in den einzelnen Arbeitsgruppen weiterhin engagieren möchten.“

Vorläufer der von der Aktion Mensch geförderten Maßnahme war ein Projekt der Lebenshilfe Borken. Im November 2016 erfolgte die Eröffnung der DRK-Koordinierungsstelle „Inklusives Borken“. Die Aktion Mensch gab eine dreijährige Förderzusage; letztlich wurde sie wegen der positiven Resonanz, auch durch die Unterstützung der Stadt Borken, bis zum 31. Oktober 2020 verlängert.

Ziel der Koordinierungsstelle war es vor allem, Inklusion und Barrierefreiheit in Borken zu fördern. Dabei orientierten sich die Verantwortlichen vor allem an einem inklusiven Gemeinwesen:

  1. Partizipation und Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung;
  2. Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für die Idee der Inklusion;
  3. Abbau von Vorurteilen und Aufklärung;
  4. Gestaltung einer barrierefreien Infrastruktur.

All diese Ziele wurden mit zahlreichen Projekten erreicht, zum Beispiel:

  • Teilnahme am Aktionstag 5. Mai (2017-2020) von Aktion Mensch, dem „Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“ zum Beispiel durch einen Flashmob auf dem Feierabendmarkt;
  • Inklusion braucht Aktion: Eine Initiative der Health-Media eV, bei der Karl Grandt auf seiner Radtour durch Deutschland einen Stopp in Borken einlegte und die Stadt Borken eine große Veranstaltung auf dem Marktplatz in Kooperation mit der Koordinierungsstelle und dem Runden Tisch „Inklusiv leben in Borken“ organisierte, um das inklusive Gemeinwohl der Borkener Schülern*innen und Bürgern*innen zu stärken;
  • Veranstaltung eines inklusiven Theaterstücks in der Stadthalle in Borken;
  • Kinoabende mit Filmen, in denen Menschen mit Behinderung die Hauptrolle spielen;
  • Entwicklung eines Flyers für hindernisfreie Geschäfte und eine Checkliste für Veranstalter sowie Anschaffung von Hilfsmitteln, wie zum Beispiel ein barrierefreier Einkaufswagen, die beim Roten Kreuz kostenlos entliehen werden dürfen;
  • Unterstützung und Ansprechpartner für die Stadt Borken, wenn es um die Barrierefreiheit bei anstehenden Baumaßnahmen ging, sowie allgemein Ansprechpartner für Vereine, Organisationen, Einrichtungen und Borkener Bürgerinnen und Bürger.


    Zu den Mitgliedern des Runden Tisches gehörten unter anderem Vertreter dieser Organisationen: Lebenshilfe, Jobcenter, Stadtsportverband, Westfalia Gemen, Adler Weseke, IFD Borken-Coesfeld, Bündnis 90/Die Grünen, SPD sowie weitere Experten.

    Wunsch ist es, dass Inklusion weiterhin in allen Lebenslagen – sei es Freizeit und Kultur, Arbeit sowie im Sport gefördert, gelebt und in Zukunft selbstverständlich sein wird.

    www.DRKBorken.de

CDU-Gemeindeparteitag wegen Pandemie verschoben

Der CDU-Gemeindeverband Raesfeld-Erle-Homer sagt seinen Gemeindeparteitag wegen der Coronavirus-Pandemie ab.

Vermutlich soll im Frühjahr 2021 dieser Termin nachgeholt werden.

Wie der Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Raesfeld-Erle-Homer mitteilt, wird der diesjährige Gemeindeparteitag 2020 mit den anste­henden Neuwahlen des Vorstands sowie die Ehrung der langjährigen Jubilare verschoben. Geplant sei das kommende Frühjahr 2021.

Der rechtliche Rahmen für diesen Schritt sei bereits in der Situation des ersten Corona-Lockdowns geschaffen, um Kontakte zu vermeiden und die Zahl der Neuinfektionen wieder sinken zu lassen.

Stolpersteine in Raesfeld von Schülern gereinigt

Alexanderschüler reinigen Stolperstein und legen Rosen nieder

Zum 82. Mal jährte sich das Datum der Progromnacht vom 9. November 1938.

Aus diesem Anlass haben die Schüler der 10 b der Alexanderschule die Stolpersteine in Raesfeld gereinigt und Rosen nieder gelegt.

Begleitet wurde die Putzaktion von Maximilian Hünting, Geschichtslehrer sowie dem Schulsozialarbeiter Uli Cluse der Julia-Koppers-Gesamtschule, der diese Aktition initiiert und begleitet hat.

stolpersteine-Raesfeld-2020
Die Schüler haben die Stolpersteine in Raesfeld gesäubert und anschließend Rosen niedergelegt.

Die Schüler haben an der Gedenkstele an der St. Martinskirche die Namen der Opfer verlesen und anschließend die Stationen der Stolpersteine besucht.

Im Geschichtsunterricht befassten sich die Schüler zuvor mit dem jüdischen Leben in Raesfeld heißt es in der Mitteilung.

In Raesfeld befinden sich insgesamt 19 Stolpersteine. Sie sollen an die deportierten und ermordeten Juden, die in Raesfeld lebten, erinnern. Dennoch sind noch nicht für alle deportierten Juden aus Raesfeld Stolpersteine verlegt worden.

Die Julia-Koppers-Gesamtschule plant den Ausbau des Projektes in Raesfeld gemeinsam mit den kommenden Jahrgängen 10.

Neue Einreiseverordnung des Landes NRW

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Corona-Pandemie: Neue Einreiseverordnung des Landes NRW in Kraft – Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten – Grenzpendler ausgenommen

Kreis Borken. Die neue Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen enthält die Vorschriften zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten im Rahmen der Corona-Pandemie.

Betroffene Reisende sind weiterhin verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt bei Einreise zu informieren und sich umgehend nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben.

Diese kann allerdings nicht mehr durch einen negativen COVID-19-Test vor der Einreise vermieden bzw. durch einen solchen Test sofort nach Einreise beendet werden.

Mit der neuen Einreiseverordnung kann nun vielmehr frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise ein COVID-19-Test durchgeführt werden, durch den die Quarantäne im Fall eines negativen Ergebnisses beendet ist. Die Testung ist für die Betroffenen kostenlos und wird über den Gesundheitsfonds abgerechnet.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht gelten u. a. für

  • · Durchreisende (auf direktem Weg ohne Übernachtung; zulässig ist zum Beispiel bei Reise mit dem Auto ein kurzer Aufenthalt an einer Autobahnraststätte), ·
  • jede Reisetätigkeit im Grenzverkehr mit den Niederlanden, Belgien und Luxemburg für bis zu 24 Stunden, ·
  • Aufenthalte bis zu 72 Stunden aus dringenden familiären Gründen (Besuch von Verwandten ersten Grades und Lebensgefährten, Umgangs- und Sorgerecht), ·
  • Aufenthalte bis zu 72 Stunden bei Personen, die zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems unabdingbar sind, ·
  • bis zu 72 Stunden bei Beschäftigten im Güter-, Waren- und Personenverkehr (bei über 72 Stunden setzt die Ausnahme gegebenenfalls einen Test voraus), ·
  • Personen, die nachweislich aus zwingend beruflichen, studienbedingten oder ausbildungsbedingten Gründen regelmäßig pendeln.in weiteren Ausnahmefällen.

Die Verordnung sieht weitere Ausnahmen von der Quarantäne z. B. für Unternehmen vor, deren Mitarbeiter laut Bescheinigung des Arbeitgebers oder Auftraggebers sich zwingend notwendig in einem ausländischen Risikogebiet aufhalten müssen.

Dies ist verbunden mit einer verpflichtenden Testung der betroffenen Mitarbeiter, die entweder höchstens 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland vorgenommen worden sein muss oder direkt bei der Einreise erfolgt. Das Testergebnis ist für mindestens 10 Tage nach Einreise aufzubewahren und dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorzulegen.

Das Land NRW sieht in der Neuregelung der Einreiseverordnung zwei Vorteile:

Zum einen bringt die fünftägige Frist mehr Sicherheit bei der Feststellung einer möglichen Infektion. Zum anderen wird darauf gesetzt, dass diejenigen, die trotz der hohen Infektionszahlen vermeidbare Reisen ins Ausland planen, durch die unvermeidbare mindestens fünftägige Quarantäne von diesen Plänen Abstand nehmen.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch folgender Hinweis: Die nordrhein-westfälischen Testzentren an den Flughäfen haben jetzt ihre Arbeit eingestellt. Das bedeutet: Betroffene können sich über ihre Hausärzte testen lassen.

Mit der neuen Verordnung ist ein digitales Meldesystem zur Beschleunigung des Meldeverfahrens verbindlich eingeführt worden. Reisende haben sich dazu vor der Einreise unter https://www.einreiseanmeldung.de anzumelden. Diese Daten werden dann dem zuständigen Gesundheitsamt zur Verfügung stehen.

Raesfeld – Bei Einbruch gescheitert

Raesfeld. Einbrecher wollten in der Nacht zum Sonntag in Raesfeld in eine Scheune eindringen.

Der oder die Täter versuchten vergeblich, in das Gebäude auf einem Grundstück an der Homerstraße zu gelangen. Zur Tatzeit gegen 02.55 Uhr beobachtete ein Zeuge dort eine verdächtige Person: Der Mann war circa 1,85 Meter groß, von normaler Statur und mit einem orangefarbenen Overall bekleidet.

Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.

Lichtertonnen – Adventsausstellung im Pferdestall

Erle. Wer den Pferdestall beim Gut Böckenhoff betritt, findet sich in einem Meer aus Licht und Schatten wieder. Hier präsentiert Ann-Katrin Böckenhoff ihre Lichtertonnen.

Die Künstlerin aus Erle bietet individuell angefertigte Feuer- und Lichtobjekte an. Mit Liebe zum Detail zeichnet sie Figuren und Formationen auf Öltonnen. Dann schneidet sie diese Zeichnungen mit einem Plasma-Brenner aus.

Eine verzauberte Welt aus Licht und Schatten.
Foto: André Elschenbroich

Fast wirkt der Pferdestall wie eine verzauberte Welt aus Licht und Schatten. Dunkelheit von Licht durchflutet. Schattierungen aus Mustern, von Blumen, Wiesen und Wäldern an den Wänden. Mit Projektionen, die die Fantasie anregen.

Lichterwelten für die Fantasie

Buchstaben, Wörter und fremde Zeichen, zwischendurch eine Eule, die mit großen Augen durch den Stall schaut. Elefanten und Steppenlandschaft, die an das ferne Afrika erinnern. Lichterwelten, die in den Garten und in das eigene Zuhause gezaubert werden.

Die Ausstellung umfasst über 200 Objekte.
Foto: André Elschenbroich

Über 200 Feuer- und Lichtobjekte sind in der Ausstellung zu sehen. Die meisten großen Tonnen fertigt sie auf Bestellung an, die besondere Wünsche beinhalten. Mit Botschaften für den Beschenkten. Für Hochzeiten oder größere Geburtstage.

Saubere Luft mit Aroma-Diffuser

Mit einem Aroma-Diffuser bleibt die Luft im Stall sauber und gesund. Regelmäßig lüftet die Künstlerin durch. Die kleinen Lichtobjekte fangen bei einem Preis von 12 Euro an. Je filigraner die Tonnen werden, desto teurer werden sie. Manchmal bis zu 800 Euro. Manche Werke erfordern viel detaillierte Arbeit und kosten auch mal 1300 Euro.

Funkenregen bei der Arbeit.
Foto: André Elschenbroich

Alles begann einst mit einer alten, rostigen Öl-Tonne. Ann-Katrin Böckenhoff hatte einen Blick für das Besondere an dieser Tonne und bewies zudem handwerkliches Geschick. Sie kam auf die Idee, nachdem ihr Bruder Bernhard Böckenhoff mit seinem Sohn in der hauseigenen Werkstatt anfing, Feuertonnen zu basteln. Sie fügte den Tonnen noch Licht hinzu und war sofort angetan von der Arbeit. So auch von den Tonnen für den Lippe-Polder-Park, die sie seinerzeit angefertigt hatte. Hier brennt Böckenhoff Feuertonnen aus Schrott mit hoher Qualität. Teilweise bekommt sie Tonnen geschenkt, manche besorgt sie sich in Eigenregie.

Lichtertonnen im Pferdestall

Da der Weihnachtsmarkt Raesfeld entfällt, können sich Interessierte im Stall umschauen. Vielleicht entdecken sie ein Geschenk für die Liebsten daheim.

Im Internet kann der Besucher sich ankündigen und anmelden.

Fertige Tonnen, die dem Beschenkten nicht gefallen, können auch zurückgebracht werden. Das gilt jedoch nicht für Tonnen auf Bestellung.

Weitere Infos gibt es auch unter https://www.facebook.com/feuerundlichtobjekte/ und https://www.feuer-licht.de/

Straßensperrungen Dämmerwald und Marienthal

Fahrbahnsanierung auf der Straße ‚Klosterweg‘ (K13) und der ‚Dämmerwalder Straße‘ (K13) in Schermbeck

Der Kreis Wesel führt von Montag, 9. November 2020, bis voraussichtlich Freitag, 4. Dezember 2020, Fahrbahnsanierungsarbeiten auf der Kreisstraße 13 (K13) durch.

Betroffen sind die Straße ‚Klosterweg‘ (K13, Abschnitt 2) und die ‚Dämmerwalder Straße‘ (K13, Abschnitt 3) zwischen der Kreuzung mit der Straße ‚Am Voshövel‘ (K25) und der Kreisgrenze Borken, ‚Marienthaler Straße‘ (K13).

Hierfür wird die Kreisstraße in zwei Bauabschnitten für den Verkehr voll gesperrt.  

Folgende Umleitungsstrecken werden eingerichtet:
1. Bauabschnitt auf der Dämmerwalder Straße (Dauer von 3 Wochen): Marienthaler Straße (L401) – Pastor-Winkelmann-Straße – Raesfelder Straße/Weseler Straße/Dorstener Straße (B70) – Dorstener Straße (B224) – Marienthaler Straße (K13) im Kreis Borken.
2. Bauabschnitt auf dem Klosterweg (Dauer von 2 Wochen): Am Voshövel (K25) – Marienthaler Straße (L401).
Mit den Anliegern erfolgen nach Bedarf individuelle Abstimmungen.

Wachtmeister verteilt Erbsensuppe in Rasfeld/Erle

Cateringunternehmen ist wieder mit der Gulaschkanone in Raesfeld und Erle unterwegs.

Raesfeld/Erle. Es ist noch Suppe da! Das Raesfelder Cateringunternehmen Wachtmeister holt am Samstag wieder die Gulaschkanone raus.

Schon beim ersten Lockdown machte der pfiffige Unternehmer aus der Not eine Tugend. Am einem Wochenende fuhr er mit der Gulaschkanone durch Raesfeld und Erle. Hier gab es dann Erbsensuppe gegen eine Spende.

Wachtmeister liefert Erbsensuppe gegen Vorbestellung

Die Aktion war gedacht für die Menschen, die nicht die Möglichkeit hatten einzukaufen, oder den Gang in Supermarkt aus Frucht vor Corona scheuten. Damals verbuchte André Wachtmeister seine Aktion als großen Erfolg.

An diesem Samstag ist es wieder soweit. Wer Erbsensuppe mag und diese zu sich nach Hause geliefert bekommen möchte, kann unter der Rufnummer 02865 252 seine Bestellung aufgeben. Am Samstag kommt dann die Erbsensuppe gegen eine Spende bis vor die Haustür.

Insektenschutz wird maßgeblich von Landwirten getragen

Geplantes Insektenschutz-Gesetz sollte aktive Bewirtschaftung fördern statt zu verbieten

WLV-Präsident Beringmeier sagt: „Insektenschutz wird maßgeblich von Landwirten getragen“

Münster (wlv). Bereits im Herbst 2019 hat die Bundesregierung ein „Aktionsprogramm zum Insektenschutz“ beschlossen. Darin wurde auch ein Insektenschutz-Gesetz angekündigt, das verbindliche Vorgaben für den Insektenschutz schaffen soll. In Kürze werden auf politischer Ebene weitere Beratungen zum Aktionsprogramm sowie dem Insektenschutz-Gesetz erwartet.

WLV-Präsident Hubertus Beringmeier im Sommer diesen Jahres auf einer Streuobstwiese. Foto: WLV

Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband befürchtet, dass das Gesetz ohne substantielle Änderungen angenommen werden könnte und somit seinen Zweck verfehlt. „Der Schutz von Insekten und die Förderung der Biodiversität werden von uns Landwirten nicht nur unterstützt, sondern maßgeblich mitgetragen.

Denn: der Schutz der Biodiversität ist die Grundlage für das Wirtschaften auf unseren Höfen. Folglich lehnen wir nicht die Zielsetzung zum Insektenschutzgesetz ab, sondern vielmehr die darin vorgesehenen ordnungsrechtlichen Maßnahmen“, sagt WLV-Präsident Hubertus Beringmeier.

„Die durch das Gesetz beabsichtigten Verbote und das generelle Unterschutzstellen von Naturschutzflächen stehen dem Ziel, etwas für die Insekten zu tun, sogar entgegen. Wir fordern stattdessen von der Politik kooperative Ansätze, denn Insektenschutz funktioniert nur mit uns Landwirten. Kooperation bedeutet für mich auch, alle Verursacher in die Pflicht zu nehmen. Insektenschutz muss gesamtgesellschaftlich diskutiert werden, um langfristige und erfolgreiche Lösungsansätze zu garantieren“, so Beringmeier.

Blühstreifen auf einer Länge von 3.500 Kilometern

Nach Einschätzung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes unternimmt der Berufsstand bereits heute große Anstrengungen, um dem Insektenschutz und der Biodiversität insgesamt zu dienen. Ob mit Blühstreifen auf einer Länge von 3.500 Kilometern, mit Streuobstwiesen, Uferrandstreifen oder vielfältigen Fruchtfolgen – die Landwirte leisten ihrerseits vielfältige Beiträge zum Artenschutz.

Anstatt den Insektenschutz durch Verbote und Restriktionen voranzutreiben, ist es aus Sicht der Landwirtsfamilien erfolgversprechender, eine aktive Bewirtschaftung, die dem Insektenschutz dient, zu fördern. Noch bestehende Defizite im Artenschutz müssten verringert werden. Gleichzeitig gelte es, die regionale Lebensmittelerzeugung zu stärken und in dem Zuge auch herauszustellen, wo eine Wechselwirkung zwischen Lebensmittelerzeugung und Klima-, Arten- und Insektenschutz akzeptiert werden kann.

Online-Seminar „Zeitgemäß bewerben“

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Kostenloses Seminar aus der Seminarreihe „Frau und Beruf“ mit Diplom-Psychologin Sonja Schaten am Dienstag, dem 10. November 2020. Anmeldungen sind erforderlich.

Borken (pd). Am Dienstag, dem 10. November 2020, findet das Online-Seminar „Zeitgemäß bewerben“ mit Sonja Schaten von der Berufsbildungsstätte Ahaus statt. Die Diplom-Psychologin gibt den Teilnehmerinnen ab 19 Uhr einen kompakten Einblick in den Aufbau und die Gestaltung zeitgemäßer digitaler Bewerbungen.

Sonja Schaten

„Immer mehr Firmen bevorzugen die digitale Bewerbung per E-Mail oder online über das Webformular“, erklärt Sonja Schaten. Diese Bewerbungen seien zwar schneller beim Unternehmen als klassische gedruckte Unterlagen, sie müssten jedoch genauso sorgfältig ausgearbeitet werden. „Explizit von dem Seminar angesprochen sind auch Frauen, die einfach nur neugierig sind und sich auf den neusten Stand zum Thema „Bewerbungen“ bringen lassen wollen“, merkt die Expertin an.

Anmeldungen für die Veranstaltung nimmt das Büro für Chancengleichheit der Stadt Borken unter Angabe von Namen, Anschrift und Telefonnummer über E-Mail ([email protected]) oder telefonisch (02861/939 297) entgegen. Das Online-Seminar ist kostenlos.

Die Zugangsdaten der Referentinnen für die Online-Seminare werden dann an die Teilnehmerinnen weitergeleitet. Für Rückfragen steht Ihnen Carina Sienert, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, gemeinsam mit allen Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Borken gerne zur Verfügung.

Das Online-Seminar ist Bestandteil der Seminarreihe „Frau & Beruf“ des Netzwerkes der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Borken. Mehr Informationen finden Sie im Veranstaltungsprogramm 2020 im Internet unter https://bit.ly/3nbhkkJ oder auf Facebook unter www.facebook.com/frauundberufkreisborken.

Kfd St Martin Raesfeld ehrt Jubilare zum 125- Kfd-Jubiläum

Die Kfd Raesfeld – Jubiläumsfeier im März fiel coronabedingt aus!

Das feierlich geplante 125-jährige-Kfd-Jubiläum am 21.3.2020 und auch der Ausweichtermin am 24.10.2020 konnte coronabedingt nicht gefeiert werden.

KFD-Raesfeld-Team-2020
Das Team im Jubiläumsjahr. Foto: privat

Nun geht die Kfd andere Wege. Damit möchte sie zumindest die Jubilare ehren und ihnen den Dank für die jahrelange Treue ausprechen. Die Glückwünsche und Urkunden werden übermittelt. Laut Teamsprecherin Martha Eming seien mittlerweile leider einige Jubilare in diesem Jahr schon verstorben.

Ein besonderes Jubiläum feiert Hilde Hübers für 70 Jahre „Dabeisein“

60 Jahre Kfd:

Maria Böckenberg, Resi Büsken, Else Flück, Resi Flück, Hedwig Föcking, Elisabeth Honsel, Mathilde Knufmann, Maria Meyering (+), Christel Nagel, Maria Nattefort, Mathilde Nießing und Karola Rosenberger

Für 50 Jahre Treue werden geehrt

Maria Behrend (+), Maria Hetkamp, Monika Fölting, Mechtild Hüppe, Walburga Klasen, Regina Lehmbrock, Irmgard Loker, Maria Mümken, Hedwig Paschen, Marlies Roring,  Annemarie Pottgießer, Mathilde Süthold und Christa Tünte.

Besonders bedankt sich das Kfd Team bei den Bezirkshelferinnen. Sie waren auch während der Coronazeit unterwegs, um die Zeitschrift „Frau und Mutter“ zu verteilen. Im nächsten Jahr wird eine neue Kfd-Lektüre verteilt, die „Junia“. Sie soll alle zwei Monate erscheinen.

kfd Raesfeld Jubliläum
Besuch-der-Aigidikirche-mit-Präses-G.Theben

Rückblick

Für das Vereinsleben sei das Jahr 2020 eine Herausforderung gewesen, da viele Kfd-Frauen zur Risikogruppe Covid- 19 gehören.

Dennoch fanden einige Veranstaltungen in diesem Jahr statt, wie die monatliche Frauenmesse. Ebenso wurde anfang Januar das Seniorenheim besucht. Bei Neujährchen mit Preißelbeersahne und Kaffee wurden hier in fröhlicher Runde Weihnachtslieder gesungen.

Im Februar beim Frühstück referierte Ursel Klingebiehl über die Merkfähigkeit und gab praktische Tipps.

Im März fand wie gewohnt der Weltgebetstag gemeinsam mit der Frauengruppe der evangelischen Kirchengemeinde und der Kfd Erle statt.

Der „Zwischenlockdown“ wurde für eine Tagesfahrradtour nach Weseke mit Besichtigung der Firma Groß-Onnebrink und einem Besuch bei der Zeitungsspinnerin Marita Drees genutzt.

Die letzte gemeinsame Aktion war die Fahrt nach Münster. Kfd-Diözesanpräses Gerhard Theben erklärte sehr informativ die Kunst im Innern der Aegidikirche. Eine Stadtrundfahrt, der Bus wurde den Kfd-Frauen dafür eigens gechartert, rundete den Tag ab.

Für das nächste Jahr werde noch kein Programm gedruckt. Einige Termine stehen aber schon im Kalender des OMR. Wie Martha Eming mitteilt, soll nun erstmal abgewartet werden, wie es im kommenden Jahr weitergeht.

Das Kfd Team wünscht allen ein starkes „Durchhaltewollen“ und  die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen.

Heike Wermer- Eindrücke aus erster Hand

Eindrücke aus erster Hand – Dank und Anerkennung für tagtäglich geleistete Arbeit.

Landtagsabgeordnete Heike Wermer im Borkener Kreishaus informierte sich über die Arbeit des Kreisgesundheitsamtes Borken

Kreis Borken (pd). Am Montagnachmittag (09.11.2020) hat sich Landtagsabgeordnete Heike Wermer im Borkener Kreishaus über die Aufgaben der Kreisverwaltung in Sachen „Bekämpfung der Corona-Pandemie“ informiert. Zunächst ließ sie sich von Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster über die bisherige Entwicklung des Infektionsgeschehens im Westmünsterland und die damit verbundenen Herausforderungen unterrichten.

Die heimische Landtagsabgeordnete Heike Wermer (2. v. r.) ließ sich – von links nach rechts – von Landrat Dr. Kai Zwicker, dem stellvertretenden Leiter des Kreisgesundheitsamtes Michael Heistermann sowie Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster über die Aufgaben der Kreisverwaltung Borken in Sachen Pandemie-Bekämpfung unterrichten. Unser Foto zeigt sie vor den neuaufgestellten Bürocontainern, in denen die Kontaktermittler tätig sind.

Derzeit gibt es bei täglich zwischen 50 bis 80 Neuinfizierten knapp 1.100 infizierte Personen im Kreis Borken. Verstorben sind im Zusammenhang mit dem Corona-Virus im Kreisgebiet 56 zumeist vorerkrankte Menschen.

Anschließend ließ sie sich aus erster Hand die verschiedensten Arbeitsbereiche des Kreisgesundheitsamtes im Zusammenhang mit der Pandemie beschreiben. Dort geht es laut Michael Heistermann (stellvertretender Leiter des Kreisgesundheitsamtes) um die Ermittlung und Erfassung infizierter Personen und ihrer Kontaktpersonen, deren In-Quarantäne-Setzung und die spätere Entlassung aus der Quarantäne sowie verschiedene Spezialaufgaben, wie die Eindämmung von Infektionen in Schulen, Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern. Außerdem beantwortet eine Telefon-Hotline eingehende Anfragen.

Heike Wermer zeigte sich sehr beeindruckt vom großen Engagement der in diesen Bereichen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ausdrücklich sprach sie ihnen Dank und Anerkennung aus für ihren großen Einsatz quasi rund um Uhr – nicht selten bis tief in die Abendstunden und in den letzten Wochen auch wieder samstags und sonntags.

Sie versprach zudem, gerne Anregungen aus der täglichen Arbeit des Gesundheitsamtes an die zuständigen Landesministerien weiterzugeben, denn nur eine enge Rückkopplung zwischen den Praktikern vor Ort und den Regierungsstellen in Düsseldorf gewährleiste ein effektives Krisenmanagement, erklärte sie abschließend.

Neue Einreiseverordnung für NRW tritt heute in Kraft

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Mit einer neuen Einreiseverordnung setzt das Land Nordrhein-Westfalen die Muster-Quarantäneverordnung des Bundes in Landesrecht um.

NRW (pd). Bund und Länder hatten sich auf gemeinsame Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten geeinigt.

Die ab 9. November geltenden Regeln im Überblick:

  • Reisende, die aus dem Ausland einreisen und sich innerhalb der letzten zehn Tage vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unmittelbar nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben.
  • Sie sind grundsätzlich verpflichtet, das zuständige örtliche Gesundheitsamt vor der Einreise mittels der neuen digitalen Einreiseanmeldung zu informieren.
  • Ein COVID-19-Test zur Beendigung der Quarantäne ist frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise möglich.
  • Sollten binnen zehn Tagen nach Einreise trotz eines negativen Ergebnisses Symptome auftreten, ist das zuständige Gesundheitsamt zu benachrichtigen und erneut ein Test durchzuführen.

Darüber hinaus gelten Ausnahmen von der Quarantänepflicht unter anderem für:

  • Durchreisende (auf direktem Weg ohne Übernachtung; zulässig ist zum Beispiel bei Reise mit dem Auto ein kurzer Aufenthalt an einer Autobahnraststätte),
  • jede Reisetätigkeit im Grenzverkehr mit den Niederlanden, Belgien und Luxemburg für bis zu 24 Stunden,
  • Aufenthalte bis zu 72 Stunden aus dringenden familiären Gründen (Besuch von Verwandten ersten Grades und Lebensgefährten, Umgangs- und Sorgerecht),
  • Aufenthalte bis zu 72 Stunden bei Personen, die zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems unabdingbar sind,
  • bis zu 72 Stunden bei Beschäftigten im Güter-, Waren- und Personenverkehr (bei über 72 Stunden setzt die Ausnahme gegebenenfalls einen Test voraus),
  • Personen, die nachweislich aus zwingend beruflichen, studienbedingten oder ausbildungsbedingten Gründen regelmäßig pendeln.

Die Verordnung sieht weitere Ausnahmen von der Quarantäne, aber mit einer verpflichtenden Testung vor.

Mit einer neuen Einreiseverordnung setzt das Land Nordrhein-Westfalen die Muster-Quarantäneverordnung des Bundes in Landesrecht um. Bund und Länder hatten sich auf gemeinsame Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten geeinigt.

Verpflichtend – 10 Tage Quarantäne

Die neue Einreiseverordnung regelt diese Vorschriften zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten im Rahmen der Corona-Pandemie. Betroffene Reisende sind weiterhin verpflichtet, das zuständige Gesundheitsamt bei Einreise zu informieren und sich umgehend nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne zu begeben.

Diese kann allerdings nicht mehr durch einen negativen COVID-19-Test vor der Einreise vermieden bzw. durch einen solchen Test sofort nach Einreise beendet werden. Mit der neuen Einreiseverordnung kann nun frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise ein COVID-19-Test durchgeführt werden, durch den die Quarantäne im Fall eines negativen Ergebnisses beendet ist. Die Testung ist für die Betroffenen kostenlos und wird über den Gesundheitsfonds abgerechnet.

Mehr Sicherheit bei der Feststellung einer Infektion

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Die neuen Vorgaben haben zwei große Vorteile: Zum einen bringt uns die fünftägige Frist mehr Sicherheit bei der Feststellung einer möglichen Infektion. Zum anderen hoffe ich, dass diejenigen, die trotz der hohen Infektionszahlen vermeidbare Reisen ins Ausland planen, durch die unvermeidbare mindestens fünftägige Quarantäne von diesen Plänen Abstand nehmen. Wichtig ist auch: In dieser Woche sind die nordrhein-westfälischen Testzentren an den Flughäfen ausgelaufen. Das bedeutet: Betroffene können sich über die üblichen Wege bei niedergelassenen Ärzten oder regionalen Testzentren testen lassen.”

Digitales Meldesystem

Darüber hinaus wird mit der neuen Verordnung ein digitales Meldesystem zur Beschleunigung des Meldeverfahrens ab dem 9. November verbindlich eingeführt.

Reisende haben sich dazu vor der Einreise unter https://www.einreiseanmeldung.de anzumelden. Diese Daten werden dann ihrem Gesundheitsamt zur Verfügung stehen.

Minister Laumann: „Ich rate allerdings: Sehen Sie von nicht dringend notwendigen Reisen – auch im Inland – ab. Oberstes Ziel ist es, das Infektionsgeschehen zu verlangsamen. Das können wir aber nur gemeinsam. Das erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen, aber zum Schluss werden wir dadurch mit Freiheiten belohnt, die wir uns im Moment nicht leisten können”, betont Minister Laumann.

Fünf im PKW – Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung

Kreisweit stellten Polizeibeamte in den letzten Tagen mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung fest:

In Raesfeld saßen fünf Personen im Alter von 20 – 22 Jahren aus mehr als zwei Haushalten zusammen in einem Pkw. Die Kontrolle fand gegen 02.30 Uhr auf der Dechant-Karthaus-Straße statt.

In Gronau trafen sich am Freitagabend sechs Jugendliche auf der Fabrikstraße unter Missachtung des Mindestabstandes.

In Bocholt waren am späten Freitagabend vier Personen im Alter von 20 – 18 Jahren aus mehr als zwei Haushalten auf der Straße Im Königsesch zusammen in einem Pkw unterwegs.

Am Donnerstag betrat ein 37-jähriger Bocholter die Polizeiwache und setzte erst nach mehrmaliger Aufforderung einen Mund-Nasen-Schutz auf.

In allen Fällen wurden Verfahren wegen der Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Stefan Breuer – Spiele sind seine Leidenschaft

Dorsten. Wie bei vielen anderen Familien, lag auch beim jungen Stefan Breuer jedes Jahr zu Weihnachten das „Spiel des Jahres“ unter dem Baum. „Wir haben die Spiele natürlich nicht nur ausgepackt, sondern alle ausgiebig gespielt“, schmunzelt er.

Doch einfach nur zu spielen, das war dem Dorstener Leiter des Amtes für Familie und Jugend irgendwann zu wenig. Seitdem erfindet er eigene Spiele.

Mit Prototypen in Zigarrenkisten zum Wettbewerb

„Ich habe immer schon gerne gespielt“, erzählt Stefan Breuer, „aber so richtig mit dem Thema habe ich mich erst beschäftigt, als ich auf einer Spielemesse einen Sack mit den unterschiedlichsten Spielsteinen kaufte. Ich suchte mir Enten, eine Spielfigur und ein paar Spielsteine heraus und zäumte so quasi das Pferd von hinten auf, indem ich die Spielidee rund um die Spielsteine erfand.“ Zusätzliche Spielsteine sägte er damals aus einem Besenstiel und strich sie farbig an.

Mit seinem Prototyp bewarb sich Stefan Breuer beim Hippodice-Autorenwettbewerb 2009 und erreichte auf Anhieb den ersten Platz beim besten Kinderspiel. Das Spiel „Ententeich“ wurde von der Idee und Gestaltung her fast 1:1 vom Noris-Spiele-Verlag übernommen.

„Das beflügelt natürlich und so entwarf ich immer mehr Spiele“, bemerkt der Lembecker. Sein Markenzeichen, mit denen Stefan Breuer seine Prototypen einreicht, sind die Zigarrenkisten der Marke Ludwig Erhard, von denen er einige bei seinem Schwiegervater vor einem Ende im Kamin retten konnte.

Testen, ändern, weiterentwickeln

Von der ersten Idee bis zum spielbaren Entwurf vergeht mindestens ein halbes Jahr, erst dann kann es getestet werden. „Meine größten Kritiker waren und sind dabei stets meine Frau und meine vier Kinder. Auf ihr Urteil legte ich auch heute noch viel Wert“, betont der Tüftler. Bevor er sich mit einem neuen Brett- oder auch Kartenspiel bewirbt, wird es getestet, geändert, weiterentwickelt und wieder getestet.

Erst wenn alle Familienmitglieder und Freunde, und natürlich auch der Erfinder selbst, zufrieden sind, erst dann reicht Stefan Breuer das Spiel bei einem Wettbewerb oder einem Verlag ein. „Bei dieser Vorgehensweise muss ich schon kritikfähig sein und prüfen, ob meine Grundidee vielleicht verändert werden muss.“

Preisübergabe für Stefan Breuer in Shanghai

Stefan Breuers Fundus an eigenen Spielen groß. 42 sind es mittlerweile. Einige davon hat er bei Wettbewerben oder Verlagen eingereicht, viele aber nicht. Von der Idee bis zur Veröffentlichung haben es bisher fünf seiner Spiele geschafft. „Damals kannte ich noch jeden deutschen und europäischen Verlag und zahlreiche Redakteure persönlich und war auch mit weiteren Spielerfindern gut vernetzt.

Zudem war ich bei Ravensburger als Spieletester bekannt, aber aus Zeitgründen habe ich in letzter Zeit weniger Kontakte pflegen können“, bedauert der Lembecker.

Stefan Breuer bei der Preisverleihung in Shanghai

2011 erschien sein zweites Spiel im Gemeiner-Verlag. „Dreck am Stecken“ heißt nun sein Kartenspiel mit dem Ursprungstitel „Jazzclub“. 2018 kam ein internationaler Erfolg dazu: der zweite Platz mit „Drifting Lands“ inklusive Einladung zur Preisübergabe in Shanghai. Die englischsprachige Ausgabe sollte ursprünglich vom Erfinder selbst auf der Spielemesse im Oktober in Essen promotet werden, doch auch sie fiel der Coronakrise zum Opfer. Dennoch hat im Oktober der Verkauf in China bereits begonnen, zudem geht auch eine englischsprachige Ausgabe in Bälde in den Verkauf. „Es besteht zudem die Chance, dass es vielleicht auch zu einer deutschen Ausgabe kommen kann“, freut sich Stefan Breuer.

„Ich könnte mich tagelang mit den Spielen beschäftigen. Neben dem zeitintensiven Job, meiner Familie, Haus und Garten bin ich auch noch ehrenamtlich wie beispielsweise der ‚Porte Lembeck‘ tätig. So fehlt mir dazu leider die Zeit.“

Einmal im Jahr nimmt er sie sich jedoch, auch als schönen Ausgleich zu seinem manchmal stressigen Beruf. Dann veranstaltet er in Lembeck ein Spielewochenende. Auf dem kommen dann viele seiner mehr als 610 gesammelten Spiele zum Einsatz.

Podcast – Andreas Grotendorst als Bürger – nicht als Meister

Im Gespräch: Andreas Grotendorst- ehemaliger Bürgermeister von Raesfeld.

Nach der Kommunalwahl trat Andreas Grotendorst aus persönlichen Gründen nicht mehr das Amt des Bürgermeisters an. „Es reicht. Mehr als zehn Jahre müssen einfach genug sein“, ist seine Meinung.

Elf Jahre im Amt – die Tage müssen heute neu strukturiert werden. Alte Gewohnheiten bleiben, oder nicht? Tschüss nach elf Jahren in Coronazeiten. So still und leise war die Abschiedsparty eigentlich nicht geplant. Kleine Überraschungen gab es jedoch noch. Mehr dazu erzählt Andreas Grotendorst im Podcast.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Arbeitslosengeld II kann beim Jobcenter Kreis Borken

ab sofort digital beantragt werden
Online-Antrag per QR-Code und auf der Internetseite der Kreisverwaltung abrufbar

Kreis Borken (pd). Ab sofort können Menschen im Kreis Borken online einen Antrag auf Arbeitslosengeld (ALG) II stellen. Darauf weist das „Jobcenter im Kreis Borken“ hin. „Dies ist für alle eine große Erleichterung – gerade auch jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie“, unterstreicht Landrat Dr. Kai Zwicker.
Der ALG-II-Antrag kann sowohl über den beigefügten QR-Code als auch im Internet unter www.kreis-borken.de/jobcenter aufgerufen, bequem zuhause ausgefüllt und anschließend abgeschickt werden. Auch dazu notwendige Nachweise können direkt online hochgeladen werden.

Der ALG-II-Antrag kann auch über den QR-Code aufgerufen werden.

Eine übersichtliche Gestaltung sowie kurze Info-Texte vereinfachen die Antragstellung zusätzlich. In dem Online-Formular werden nur die für die Bearbeitung erforderlichen Daten abgefragt, unter Berücksichtigung der bereits getätigten Angaben. Sofern sich beim Ausfüllen des Antrages Rückfragen ergeben, können diese unkompliziert mit dem Jobcenter geklärt werden. Der Antrag wird nach der Fertigstellung digital und unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben direkt an das Jobcenter vor Ort im Rathaus des Wohnortes übermittelt.

Das „Jobcenter im Kreis Borken“ bereitet zudem gemeinsam mit den 17 kreisangehörigen Kommunen die Einführung der sogenannten „E-Akte“, also einer ausschließlich digital geführten Akte, vor. Im Laufe des nächsten Jahres können dann alle 17 Jobcenter-Standorte im Kreisgebiet damit arbeiten. Derzeit wird überdies an der Optimierung der Homepage des Jobcenters gearbeitet, um künftig noch besser informieren und weitere digitale Angebote bereitstellen zu können.

Spatenstich für Betreutes Wohnen am Kirchplatz in Erle

Ein Ort zum Leben und sich Wohlfühlen – Spatenstich für weiteres Betreutes Wohnen am Kirchplatz in Erle

„Studenten-WG für ältere Menschen“. Eine Wohngruppe mit zwölf Wohnungen sowie weitere fünf seniorengerechte Wohnungen entstehen im Neubau am Kirchring. Der Startschuss für den Neubau fiel am Mittwoch.

Betreutes Wohnen in Erle Caritas
©Architekturbüro Eversmann

Erle. Seit dem März 2017 ist das „Haus am Kirchplatz“ der Caritas „Pflege und Gesundheit“ Borken an der Schermbecker Straße 16 in Erle geöffnet. „Mit dem Bau des zweiten Abschnitts wird das letzte Puzzlestück am Kirchring eingefügt“, freut sich der Raesfelder Architekt Reinhold Eversmann. Beide Gebäude sollen sich ergänzen. Nicht nur von der Optik, die laut Eversmann sich hervorragend am Kirchring einpasst, sondern auch von den Räumlichkeiten in beiden Häusern und dem angrenzenden „Haus St. Silvester“.

Spatenstich-Betreutes-Wohnen-Erle-Caritas
Beim offiziellen Spatenstich am Mittwoch (v. l.): Hans-Dieter Strothmann (stellvertretender Bürgermeister), Architekt Reinhold Eversmann, Burkhard Nießing (Prokurist Baufirma Schweers), Bauherr Tobias Brun, Daisy Polte, Matthias Brinkmann und Alina Hilp (alle Caritas). Foto: Petra Bosse

Projekt der Hoffnung

Zum Spatenstich trafen sich die Vermieter Familie Brun als Bauherr, der Architekt Reinhold Eversmann mit Vertretern der Baufirma Schweers aus Borken, Daisy Polte und Alina Hilp, Ansprechpartner bei der Caritas für dieses Projekt, Jürgen Wolters (Projektmanagment), den Vertretern des Caritasverbandes Borken als Initiator der selbstverantworteten Wohngemeinschaft und Dienstleiter sowie Hans-Dieter Strothmann, stellv. Bürgermeister. „Für mich ist das ein Projekt der Hoffnung in dieser schwierigen Zeit. Es bewegt sich sehr viel in Erle“, so Strothmann, auch mit Blick auf das Dorfgemeinschaftshaus.

Reinhold-Eversmann
Architekt Reinhold Eversmann aus Raesfeld

Caritas – verlässlicher Träger und Partner

Deshalb sei für ihn dieser Außentermin in seiner fünften Amtszeit für ihn schon etwas Besonderes. „Das Ziel der Gemeinde war es immer gewesen, dass sie bei diesem Projekt mit der Familie Brun erneut einen guten Partner an der Seite hat. Ebenso ist die Caritas ein guter und verlässliche Träger“. Ziel und entscheidend für die Gemeinde sei es im Vorfeld gewesen, ein Angebot zu haben, welches dem Bedarf entspricht. Hans-Dieter Strothmann: „Durch weitsichtiges Handeln beim Erwerb von Grundstücken, wie das Haus Epping, das Landhaus Keller und auch hier das Grundstück am Kirchring war das Bestreben der Gemeinde immer gewesen, durch den Kauf der Grundstücke ein Mitspracherecht zu haben“.

Selbstverantwortliche Wohngemeinschaft

Entstehen wird hier ab Frühjahr 2022 „Das Haus am Kirchplatz“ mit einer selbstverantwortlichen Wohngemeinschaft für zwölf Senioren. Die Wohnungen, die im ersten Obergeschoss und im Dachgeschoss liegen, haben eine Größe zwischen 30 und 46 qm und werden ergänzt durch Allgemeinflächen und einer großen Gemeinschaftsterrasse. „Eine Wohngruppe gleich einer Student-WG für ältere Menschen, die sich selbst verwalten, aber in einer Gemeinschaft leben“, erklärt der Architekt Reinhold Eversmann.

Den Mittelpunkt der Wohngemeinschaft bildet nach Angabe von Daisy Polte und Alina Hilp eine gemeinsame Wohnküche und Aufenthaltsflächen. Hier erhalten die zwölf Mieter gemäß ihrer Fähigkeit individuelle Unterstützung von Präsenz- und Alltagsbegleitung in familiärer und überschaubarer Atmosphäre.

Betreutes Wohnen Erle Wohngruppe
©Architekturbüro Eversmann

Fünf barrierefreie Wohnungen

Die fünf weiteren barrierefreien Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ mit einer Größe zwischen 56 bis 80 qm ergänzen das Angebot für Senioren in Erle und den bestehenden 19 Wohnungen für Senioren ab 65 Jahre am Kirchring.

Das Projekt soll das Angebot in Erle, besonders für Menschen mit einem erhöhten Pflegebedarf, die sonst nur in einer stationären Pflegeeinrichtung versorgt werden können, erhöhen. Dies gelte sowohl für Menschen mit körperlichem Pflegebedarf wie Menschen beispielsweise mit Demenz. Damit wird in Erle der mit dieser Maßnahme eine quartiersnahe Versorgung der Pflege und Betreuung weiter gestärkt. „Die Nachfrage ist da und die können wir abdecken“, freut sich Matthias Brinkmann. Geschäftsführer des Caritasverbandes Borken über die Erweiterung.

Betreutes Wohnen Erle Munsterwohnung
©Architekturbüro Eversmann

Die pflegerische Versorgung wird entsprechend des Bedarfs jedes einzelnen Mieters durch einen ambulanten Pflegedienst oder Angehörige erbracht. In der Nacht wird eine Nachtbereitschaft vor Ort geplant. Des Weiteren soll jede Wohnung mit einem 24 Std. Personennotrufsystem ausgestattet werden. Petra Bosse

Spieletipp 2 – Kampf um Hogwarts-Kooperatives Spiel

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Serie: Spieletipps in Coronazeit -Neue Spiele zum Kennenlernen

Kampf um Hogwarts -Mit Harry Potter das Böse besiegen / Kooperatives Spiel

Veranstaltungen abgesagt, Kinos zu, Sporthallen geschlossen: In Zeiten des Lockdowns hat die Politik für den November das gesellschaftliche Leben wieder gegen Null runtergefahren.

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen zu Hause Trübsal blasen müssen. Abwechslung in den grauen Alltag bringen beispielsweise fröhliche und spannende Spielerunden – in der Familie oder im engsten Freundeskreis. Einige aktuelle Spiele, die sich dafür eignen, hat Marita Rinke vom Spieletreff Ramsdorf für Sie getestet.

Marita Rinke vom Spieletreff Ramsdorf hat für die Leser des Heimatreports einige Spiele getestet. Wir stellen Ihnen diese in einer losen Folge in den nächsten Wochen vor.

Harry-Potter-Fans jubeln. Gemeinsam sagen sie jetzt mit ihrem Helden und seinen Freunden Ron, Neville und Hermine auch am Spieltisch dem Bösen den Kampf an.

Spiele-Tipp Harry Potter
Mit Harry Potter und seinen Freunden treten die Spieler beim Kampf um Hogwarts gegen das Böse an. Foto: Kosmos-Verlag

Zaubersprüche werden aufgesagt

In sieben Stufen versuchen sie bei diesem kooperativen Deckbauspiel, die bekannten Bösewichte auszuschalten und Hogwarts zu einem sicheren Ort zu machen. Viele gute Bekannte aus dem Potter-Universum begegnen ihnen dabei. Zaubersprüche werden aufgesagt und die korrekte Aussprache von „Wingardium Leviosa“ unterhaltsam diskutiert.

Doch die Bösewichte schlafen nicht. Im Gegenteil: Sie wenden wie immer fiese Tricks an, um die Fähigkeiten der mutigen Helden einzuschränken, ihre Macht zu schwächen oder sie gar zu lähmen. Wird das Gute diesmal siegen? Gemeinsam ist man bekanntlich stark.

Die Regeln sind sehr gut erklärt

Obwohl als Kennerspiel deklariert, ist „Harry Potter – Der Kampf um Hogwarts“ einfach zu erlernen. Die Regeln sind sehr gut erklärt und werden außerdem peu à peu in sieben Stufen, in denen auch das Material mehr wird, freigeschaltet. Dabei kommen in erster Linie neue Karten ins Spiel – leider, ohne dass dafür schwächere entfernt werden. Am Spielerlebnis ändert sich dadurch nicht wirklich etwas. Es dauert einfach ein bisschen länger.

Auf all jene, die dem Zauber dieses Spiels erlegen sind, wartet auch schon die Erweiterung darauf gespielt zu werden. In der „Monsterbox der Monster“ erforschen die Helden mit dem Zauberlehrling die Geheimnisse des verbotenen Waldes und treffen unter anderem auf dreiköpfigen Hund Fluffy und den Drachen Norbert.

  • „Harry Potter – Der Kampf um Hogwarts“, Kooperatives Deckbauspiel für zwei bis vier Spieler ab elf Jahren, Kosmos-Spiele, eine Partie bis zu 60 Minuten, Preis des Basisspiels ab 38 Euro, die Erweiterung ab 29 Euro.

Spielplätze in Raesfeld und im Kreis Borken bleiben geöffnet

Corona-konformes Verhalten auf dem Spielplatz – Spielplätze sind unter Auflagen weiter geöffnet

Weiter steigende Inzidienzzahlen im gesamten Kreis Borken und auch in der Gemeinde Raesfeld.

Der November bringt uns aktuell eine trockene und stabile Wetterlage. Gelegenheit also, dass Kinder die Spielplätze besuchen können.

Was jedoch angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen anbelangt, geht es nicht ohne zusätzliche staatliche Maßnahmen. Nicht nur beim Einkaufen, sondern auch das Spielen auf öffentlichen Spielplätzen gehören dazu.

Aktuell gibt es in Raesfeld 17 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind.

Gestiegen ist auch die Personenzahl, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne in Raesfeld befindet. Auch hier sei die Zahl in den letzten Tagen laut Ordungsamtleiter Markus Büsken, rapide angestiegen. „Wir bewegen uns Richtung 50 Personen, die in der Gemeinde Raesfeld zur Zeit in Quarantäne sind“. Am Montag waren es noch 40 Personen.

Wer muss eine Maske tragen?

Was das Tragen von Masken auf Spielplätzen anbelangt seis die, so Büsken, in der Coronaschutzverordnung so gergelt. Markus Büsken: „Es gilt hier eine generelle Maskenpflicht ab schulpflichtiges Alter“.

Das bedeutet: Kindergartenkinder können ohne Maske und Schulkinder müssen eine Maske beim Betreten eines Spielplatzes tragen. Es sei denn, so Büsken, eine Person kann ein ärztlichs Attest vorweisen.

Derzeit gelten allerdings verschärfte Regelungen zur Nutzung von Spielplätzen. Seit dem 02. November bis mindestens zum 30. November 2020 sind sowohl Kinder (ab dem Schuleintritt) als auch Begleitpersonen verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Außerdem gilt wie bisher das Abstandsgebot zwischen den jeweiligen Begleitpersonen.

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