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Rahmenplan zur Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte wird vorgestellt

Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung Raesfelds steht bei der nächsten Ratssitzung am Montag (4. März) die Überplanung der Ortsmitte im Fokus

Dieses Projekt, Teil des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Raesfeld 2030 – Gute Konzepte für die Zukunft“ (ISEK), zielt darauf ab, das Ortszentrum durch verschiedene Maßnahmen aufzuwerten. Besonders im Blickpunkt stehen dabei die Neugestaltung des Areals rund um die Kirche St. Martin, den Froschbrunnenplatz und das ehemalige Epping-Gelände.

Entwicklungsschritte seit 2018

Seit der Erarbeitung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts „Raesfeld 2030“ im Jahr 2018 hat die Gemeinde Raesfeld kontinuierlich an der Konkretisierung ihrer Planungsschwerpunkte gearbeitet. Schon während des Zukunftstags im September 2018 wurden, basierend auf einer Onlinebefragung mit rund 300 Teilnehmern, erste Vorschläge für das Projekt gesammelt. Diese frühe Beteiligung der Bürger setzte sich fort: In Bürgerforen, die im März und Juni 2022 stattfanden, brachten die Einwohner Raesfelds weitere Ideen ein und trugen damit aktiv zur Gestaltung ihres Ortes bei.

Städtebauliche Aufwertung des Raesfelder Ortskerns

Nun, fast fünfeinhalb Jahre Später zielt das ISEK „Raesfeld 2030 – Gute Konzepte für die Zukunft“ auch weiterhin auf eine umfassende städtebauliche Aufwertung des Ortskerns ab. Diesmal stehen die Neugestaltung der Ortsmitte Raesfeld und die Neugestaltung des Umfelds von St. Martin im Fokus.

Neue-Raesfelder-Ortsmitte-Haus-Epping

Projekt „Neue Ortsmitte Raesfeld“

Ein Hauptziel des Projekts „Neue Ortsmitte Raesfeld“ ist, eine Nachfolgenutzung für das Areal des ehemaligen Hotels Epping zu finden. Mit der Fa. Rossmann hat Gemeinde einen Partner gewonnen, der auf dem Gelände ein Wohn- und Geschäftshaus errichten wird. Die Vorentwurfsplanung umfasst neben dem Wohn- und Geschäftshaus auch einen öffentlichen Platz an der Kreuzung Leinenweberstraße/Weseler Straße.

Parkplatz-Ortmitte-St.-Martin-Kirche
Foto: Petra Bosse

Neugestaltung des Umfelds von St. Martin

Die „Neugestaltung des Umfelds von St. Martin“ ist eng mit dem Neubau des Gemeinschaftshauses Martinus durch die katholische Kirchengemeinde und die Gemeinde Raesfeld verknüpft. Aktuell dient die nördliche Seite der Kirche hauptsächlich als Parkplatz. Durch das Gemeinschaftshaus ist jedoch mit einer Belebung des Bereichs zu rechnen, was eine Neugestaltung in Bezug auf Ästhetik, Begrünung und Aufenthaltsqualität erfordert.

Zentrale Rolle des Froschbrunnenplatzes

Der Froschbrunnenplatz, als Bindeglied zwischen den oben genannten Plätzen, verbindet den historischen Ortskern Raesfelds im Norden mit dem Einzelhandelszentrum im Süden. Seine bedeutende Rolle im Ortsbild wird durch die vorgesehene gleichzeitige Überplanung mit dem Epping-Gelände im ISEK unterstrichen.

Rahmenplan Ortsmitte Raesfeld 2030
Vorentwurfsplanung Wohn- und Geschäftshaus Rossmann ©Architekturbüro Thesing & Böhm

Wechselbeziehungen der Plätze

Alle drei Plätze – die neue Ortsmitte, das Umfeld von St. Martin und der Froschbrunnenplatz – wurden im Rahmenplan Ortsmitte im Hinblick auf ihre Wechselwirkungen untersucht. Dies führte zur weiteren Konkretisierung der im ISEK vorgesehenen Maßnahmen und zur Entwicklung erster Planungsansätze für die Neu- bzw. Umgestaltung dieser öffentlichen Bereiche.

Nächste Schritte im Planungsprozess

Angesichts der Fortschritte beim Martinus Gemeinschaftshaus und dem Wohn- und Geschäftshaus Rossmann erscheint es aus Verwaltungssicht notwendig, zeitnah mit der detaillierten Planung für die drei Plätze zu beginnen.

In der Ratssitzung sollen nun die zeitlichen Abhängigkeiten zu den Hochbaumaßnahmen und anderen Einflussfaktoren, wie etwa der Fördermittelakquise, erörtert und ein mögliches Plangebiet abgegrenzt werden. Sonja Pack-Hast vom Planungsbüro WoltersPartner aus Coesfeld wird in dieser Sitzung die Ergebnisse aus dem Rahmenplan für diesen Bereich erneut präsentieren.

Kreis Borken: Gehölze ab 1. März nicht mehr kappen!

Nur schonende Form- und Pflegeschnitte bis 30. September erlaubt

Kreis Borken. Laut Bundesnaturschutzgesetz dürfen Hecken, Gebüsche und Bäume in der Zeit zwischen dem 1. März und dem 30. September nicht beschnitten, gerodet oder „auf den Stock gesetzt werden“.

Darauf weist der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken hin. Mit diesem Verbot soll sichergestellt werden, dass die Vögel ungestört nisten können. Bereits bald beginnen schon einige Vogelarten ihr Brutgeschäft.

Was ist erlaubt?

Erlaubt ist dann allerdings weiterhin ein schonender Form- und Pflegeschnitt zur Beseitigung des Zuwachses. Das Baumfällverbot gilt überdies nicht für Bäume, die im Wald oder im Garten stehen, allerdings muss hier ebenfalls auf Nester und Höhlen Rücksicht genommen werden. Auch notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen werden selbstverständlich nicht eingeschränkt. Der Kreis bittet jedoch auch hierbei um Rücksichtnahme auf die heimische Tierwelt.

Raesfelder Rathaus ändert Öffnungszeiten ab März

Mit Wirkung vom 1. März 2024 ändern sich die Öffnungszeiten des Raesfelder Rathauses.

Die Verwaltung informiert, dass das Rathaus samt Bürgerbüro jeden Mittwochnachmittag geschlossen bleibt. Diese Schließung ermögliche eine intensivere Bearbeitung und Pflege aufwendiger Dokumentationsarbeiten sowie des Melderegisters im Bürgerbüro.

„Wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, da viele Hintergrundarbeiten zeitaufwendig sind und wir aufgrund einer knappen Personaldecke neue Lösungen finden müssen“, erläutert der Erste Beigeordnete Markus Büsken. „Dabei möchten wir den persönlichen Service für den einzelnen Bürger so gering wie möglich einschränken. Daher bot sich der Mittwochnachmittag an, an dem grundsätzlich weniger Besucher im Raesfelder Rathaus zu verzeichnen sind“.

Angepasste Öffnungszeiten

Gleichzeitig werden auch die Öffnungszeiten des Bürgerbüros am 1. Samstag im Monat aufgrund von Kundenwünschen angepasst. Die Mitarbeiter sind dann von 9.30 bis 12.00 Uhr für die Raesfelderinnen und Raesfelder da.

Weiterhin keine Sperrmüllgebühren für Raesfelder

Der Hauptausschuss hat am Montag einstimmig beschlossen, die kostenlose Abgabe von Sperrmüll am Wertstoffhof fortzuführen.

Thomas Greving von der Finanzverwaltung erklärte, dass die Gemeinde den einjährigen Testlauf bewertet habe und die Ergebnisse positiv seien.

Insgesamt wurden im letzten Jahr etwa 140 Tonnen Sperrmüll in Raesfeld gesammelt. Bernhard Bölker (CDU) betonte, dass sich das System bewährt habe, obwohl anfangs Bedenken bestanden.

Mehrkosten

Die Mehrkosten in Höhe von knapp 8.000 Euro, die durch ein höheres Sperrmüllaufkommen entstanden sind, halten sich laut Verwaltung im Rahmen. Umgerechnet auf die Gebühren für eine Restmülltonne wirken sich diese mit zusätzlich 2,40 Euro auf die 120 Liter-Restmülltonne und rund 4,80 Euro auf die 240 Liter-Restmülltonne aus.

Abgabe am Wertstoffhof

Eine Abgabe am Wertstoffhof an der Steenbreede ist während der Öffnungszeiten mittwochs von 16.00 – 19.00 Uhr und samstags von 8.00 – 13.00 Uhr möglich. Auch weiterhin besteht die Möglichkeit, Sperrmüll bis zu zweimal jährlich abholen zu lassen.

Kostenlos angenommen werden am Wertstoffhof:

Altholz, Altkleider, Altmetall, Altpapier/ Kartonagen, Batterien, CDs/DVDs, Elektroschrott, Energiesparlampen, Flaschenkorken, Grünabfall, Kühlgeräte, Leuchtstoffröhren, Sperrmüll, Toner/Druckerpatronen, Verkaufsverpackungen* (LVP)

Erfolgreicher Sponsorenlauf ebnet Weg für Zirkusprojekt an der Erler Grundschule

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Bemerkenswerter Einsatz der Schülerinnen und Schüler der St. Silvester-Grundschule in Erle für das anstehende Zirkusprojekt. Sie erliefen einen Betrag von über 8.500 Euro.

Das Zirkusprojekt der Erler Grundschule startet mit großem Erfolg, dank eines beeindruckenden Sponsorenlaufs, der am 15. Februar 2024 stattfand. Trotz einer wetterbedingten Verzögerung zeigten rund 160 Kinder beeindruckenden Eifer und Ausdauer.

Rekord aufgestellt

Wie der Vorsitzende des Förderverein heute mitteilt, liefen die Kinder der Silvesterschule Erle innerhalb von 90 Minuten die 400-Meter-Strecke so oft wie möglich, wobei sie pro Runde ein Gummiband sammelten. Dies ermöglichte es, am Ende die Anzahl der gelaufenen Runden zu ermitteln. Ein Kind stellte sogar einen Rekord auf, indem es unglaubliche 40 Runden absolvierte! Dank der fleißig ausgefüllten Laufkarten der Kinder wurde ein erstaunlicher Betrag von über 8.500 € gesammelt.

Ich renne meine Oma pleite

Der Förderverein möchte sich herzlich bei allen Eltern, Großeltern, Freunden und Bekannten der Kinder und den Helfern, die für die Sicherheit der Kinder sorgten, bedanken. Ihre Unterstützung habe, so heißt es, wesentlich zu diesem beeindruckenden Ergebnis beigetragen. Ein besonderer Dank gilt auch den Kindern selbst, die trotz des regnerischen Wetters großartige Leistungen zeigten und das Ziel „Ich renne meine Oma pleite“ mit viel Eifer verfolgten.

Weitere Unterstützung durch Kaffee- und Wasser-Verkauf

Der Förderverein hat während des Laufs Kaffee und Wasser auf Spendenbasis verkauft, wodurch weitere 105 € eingenommen wurden. Auch hierfür möchte der Förderverein einen herzlichen Dank aussprechen.

Vorfreude auf das Zirkusprojekt

Ab dem 4. März 2024 dürfen sich alle Kinder der Silvesterschule auf eine spannende Projektwoche in der Zirkuswelt freuen. Die Vorfreude ist groß und verspricht eine erlebnisreiche und spaßige Zeit für alle Beteiligten.

Verwendung der Überschüsse für zukünftige Projekte

Laut Angaben Schmidt, werden die Überschüsse des Sponsorenlaufs sowie von weiteren Spendeneinnahmen, nach Abdeckung aller Kosten für das Zirkusprojekt, dem Förderverein zugutekommen. Dieses zusätzliche Geld wird für die Finanzierung zukünftiger Projekte an der Schule verwendet.

Zirkusprojekt an der St.-Sebastian-Schule ist Montag pünktlich gestartet

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Zirkusprojekt an der St.-Sebastian-Schule konnte am Montag starten

Am vergangenen Sonntagmittag begann der Zeltaufbau für die Zirkusprojektwoche an der St.-Sebastian-Schule, unterstützt von mehr als 30 engagierten Eltern.

Unter der Anleitung von Zirkusdirektorin Ann-Katrin Bichlmaier vom Zirkus Manegentraum, Nicole Hutton, der Vorsitzenden des Fördervereins, und Schulleiter Thomas Schlüter, wurde das Zelt zügig aufgestellt. Die Wetterbedingungen waren ideal – trocken und sonnig – was den Aufbau wesentlich erleichterte, heißt es. Dieser reibungslose Prozess spiegelt die gut organisierte und motivierte Schulgemeinschaft wider.

Vorbereitungen für die Projektwoche abgeschlossen

Mit dem seit Sonntag stehenden Zelt ist die Vorbereitung für die Zirkusprojektwoche nun abgeschlossen. Die Spannung und Vorfreude auf die kommende Woche sind spürbar, besonders bei den Schülerinnen und Schülern, die eine abwechslungsreiche und lehrreiche Zeit erwarten und schon darauf hin gefiebert haben.

Zwei Raesfelder Teams Vierter beim Landesfinale

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Um drei direkte Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft spielten 50 Grundschulteams am vergangenen Freitag in Hamm. Hoffen auf Nachrückerplatz zur DM

(pd). Im letzten Jahr hatte das Team der St.-Sebastian-Schule bei der Landesmeisterschaft im Schulschach die direkte Qualifikation für die DM nur um einen halben Brettpunkt verpasst, kam aber über einen Nachrückerplatz dennoch zum Bundefinale. In diesem Jahr verpasste das Team die direkte Qualifikation noch knapper und erhofft sich deshalb erneut eine Nachnominierung. Die DM findet vom 09. bis 12. Mai in Willingen statt.

50 Grundschulteams beim Landesfinale

Um drei direkte Qualifikationsplätze für die Deutsche Meisterschaft spielten 50 Grundschulteams am vergangenen Freitag in Hamm, alle Mannschaften hatten sich zuvor bei Kreis- oder Verbandsmeister-schaften durchgesetzt. Die Sebastianschule gewann mit einem Team aus Zweitklässlern sowohl die Kreis- als auch die Münsterlandmeisterschaft. Obwohl sie krankheitsbedingt auf einen erfahrenen Spieler verzichten musste, spielte die Grundschule auch beim Landesfinale wieder um den Titel mit. Landesmeister wurde am Ende die Hüllbergschule Witten vor der Regenbogenschule Kempen. Punktgleich dahinter landeten die Grundschulen aus Mönchengladbach, Raesfeld und Dortmund. Die Sebastianschule erreichte aufgrund der Feinwertung erneut den 4. Platz.

Mädchen ebenfalls Vierter nach Feinwertung

Ähnliches Pech hatte das Mädchenteam der Sebastianschule, das punktgleich mit dem Dritten – und ebenfalls nach Feinwertung – einen Platz auf dem Siegertreppchen verpasste. Als Viertplatzierter unter 13 Teams im Mädchenturnier hoffen auch die Schülerinnen der Sebastianschule auf einen Freiplatz für die Mädchen-DM, die vom 07. bis 09. Juni in Bad Hersfeld stattfindet.

Brettbeste Einzelspieler

Bei der Siegerehrung wurden die Raesfelder Torben Volmer, Lotta Kösters und Jule Eming mit einer Medaille für die brettbesten Einzelspieler des Turniers geehrt.

Betreuer Manfred Grömping freute sich über den Erfolg seiner beiden Schulteams: „Bei den noch jungen Kids habe ich den Erfolg gar nicht erwartet. Und sollte es mit dem DM-Startplatz nicht klappen, haben wir mit der Gruppe in den nächsten Jahren ja noch weitere Chancen.“

Kommentar zur Fällung der Linden an der St. Martin-Kirche in Raesfeld

von Petra Bosse

Die Entscheidung des Hauptausschusses in Raesfeld, zwei Linden für das Martinus Gemeinschaftshaus zu fällen, spiegelt einen klassischen Konflikt zwischen ökologischen Anliegen und städtebaulichen Entwicklungsplänen wider. Dabei zeigt sich eine tiefe Spaltung zwischen den Bewahrern des Grünen und den Befürwortern des Bauprojekts.

Befürworter der Fällung argumentieren mit der Notwendigkeit des Bauprojekts und dessen Bedeutung für die Gemeinde. Die räumliche Nähe der Bäume zum geplanten Gebäude und die späteren Folgen, die von den Linden für das Gebäude ausgehen, werden als Hauptgründe für die Entscheidung angeführt. Diese Ansicht betont die praktischen Aspekte des Projekts und die langfristigen Vorteile des neuen Gebäudes für die Gemeinschaft.

Gegner der Fällung heben hingegen die ökologische und ästhetische Bedeutung der Linden hervor. Sie verweisen auf den Wert der Bäume für das lokale Klima und die Tierwelt sowie auf die Möglichkeit, durch Beschneidung oder Planungsanpassungen einen Kompromiss zu finden. Die Kritik an der unzureichenden Berücksichtigung der Bäume in der ursprünglichen Planung verdeutlicht das Bedürfnis nach einer harmonischeren Integration von Natur und Städtebau.

Die Entscheidung unterstreicht die Komplexität, einen Ausgleich zwischen dem Erhalt von Grünflächen und städtischer Entwicklung zu finden. Obwohl sie eine pragmatische Lösung für das Bauprojekt darstellt, hebt sie zugleich die dringende Notwendigkeit hervor, Umweltaspekte intensiver in die kommunale Planung zu integrieren. Zukünftige Projekte erfordern eine frühzeitige und ausgewogene Abwägung zwischen Naturerhalt und urbaner Entwicklung.

Stand des Bürgerbegehrens

Wie die Gemeindeverwaltung heute 27.2. mitteilt, hat die Initiatorengruppe des Bürgerbegehrens zum „Jugendhaus in Erle“ am Montagnachmittag die Listen mit den gesammelten Unterstützerunterschriften im Raesfelder Rathaus eingereicht.

Die Listen werden nun von der Verwaltung geprüft, um die Anzahl der zulässigen Unterschriften zu ermitteln. Unterschreiben durften alle Raesfelderinnen und Raesfelder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und bei einer Kommunalwahl wahlberechtigt wären.

Laut den gesetzlichen Vorschriften für ein Bürgerbegehren müssen 9 Prozent der Raesfelder Wahlberechtigten zustimmen, um dem Rat die damalige Entscheidung nochmals vorzulegen.

Weiteres Vorgehen

Wenn der Rat an der ersten Beschlussfassung festhält, kommt es zu dem Bürgerentscheid. Dann stimmen alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob das Erler Jugendhaus befristet für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden soll oder ob die Jugendarbeit aus den benachbarten Räumen der Zweifachsporthalle wieder in das Jugendhausgebäude verlegt werden sollte.

Mehrheit im Hauptausschuss stimmte für Fällung von zwei Linden

In der Sitzung des Hauptausschusses am Montag stand die Entscheidung an: Sollen zwei Linden an der St. Martin-Kirche in Raesfeld für das geplante Martinus Haus gefällt werden oder nicht?

Gegen die Stimmen von SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen und UWG wurde im Hauptausschuss mit einer Mehrheit von 6:4 Stimmen beschlossen, die zwei Linden an der St. Martin-Kirche zu fällen. Diese Entscheidung folgt nach einer intensiven Diskussion im letzten Bau- und Umweltausschuss und nach der Hauptausschusssitzung am Montag.

Hintergründe des Antrags

Vorausgegangen war ein Antrag der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin, zwei Linden am Kirchenplatz zu fällen. Der Grund dafür sei, dass die beiden Bäume die angrenzenden Baumaßnahmen nicht überleben würden bzw. auch künftig sehr nah am neu entstehenden Gebäude stehen würden. Daher liege ein öffentlich-rechtliches Interesse an der Beseitigung der Bäume vor.

Distanzen der Linden betragen 1,60 Metern bzw. 3,30 Metern zum geplanten Gebäude. ©Gemeinde Raesfeld

Tatsächlich befinden sich die beiden etwa 20 Jahre alten Linden in unmittelbarer Nähe des neuen Gebäudes, mit Distanzen von lediglich 1,60 Metern bzw. 3,30 Metern. Die Verwaltung schätzt, dass die Bäume die bevorstehenden Bauarbeiten nicht überstehen würden. Zusätzlich ist vorgesehen, an dem Standort der Bäume eine Terrasse als Teil des neuen Hauses zu errichten.

Differenzierte Meinungen der Ausschussmitglieder

Die Entscheidung führte bereits in der letzten Sitzung am vergangenem Montag zu heftiger Kritik von verschiedenen Ausschussmitgliedern. So sprach sich Christian Becker (FDP) für den Erhalt der Bäume aus. Josef Spangemacher von Bündnis 90/Die Grünen äußerte, dass bereits vor Weihnachten ein Baum gefällt wurde. Nach Angaben der Verwaltung sei eine Fällung aus Sicherheitsgründen, in Absprache mit der Bauverwaltung notwendig gewesen, da ein Sturm kurz vor Weihnachten dafür gesorgt habe, dass sich der Baum stark zur Kirche geneigt hat und drohte, auf den Eingangsbereich des Seitenganges der Kirche zu fallen.

Klaus Rybarczyk (SPD) bezweifelte, ob die zwei Linden wirklich den Bauarbeiten nicht standhalten können und kritisierte die mangelnde Berücksichtigung der Bäume in der Planungsphase.

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©Gemeinde Raesfeld

Erneute heftige Debatte im Hauptausschuss

In der Sitzung des Hauptausschusses am Montag herrschte eine intensive Debatte über das Schicksal der Linden: Sollten sie gefällt werden oder nicht? Nach Ansicht der Verwaltung gäbe es zur Entfernung der Bäume keine Alternative. Eine Neuplanung des Martinus Hauses, um es schmaler zu gestalten, sei für die Kirchengemeinde und die Architekten nicht zumutbar, insbesondere insbesondere wegen der hohen Kosten des Projektes und der räumlichen Einschränkungen durch die Bäume. Zudem wurde argumentiert, dass ein Erhalt der Bäume und der gleichzeitige Bau des Gebäudes keinen Sinn mache, da die Linden bereits eine Kronenbreite von etwa fünf Metern aufweisen. Diese könnten in den kommenden Jahren in das zweigeschossige Gebäude hineinwachsen.

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Im Zuge der Abbrucharbeiten der Kellerdecke des Niewerther Hofes mussten die Fundamente der Kellerwände und demzufolge auch Teile der Pflasterung freigelegt bzw. aufgenommen werden. Foto: Petra Bosse/Archiv

Diverse Perspektiven und Kritikpunkte

Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender der Grünen, vertritt die Ansicht, dass es möglich wäre, die betreffenden Bäume zu beschneiden, „auch wenn sie dann nicht mehr so schön aussehen“. Er hebt hervor, dass die Bäume in Anbetracht des Klimawandels und zunehmender Hitzeperioden durch ihren Schatten einen kühlenden Effekt und eine verbesserte Aufenthaltsqualität bieten würden, was nicht nur aus ökologischer Perspektive, sondern auch für die Vogelwelt und das Dorfklima von Bedeutung sei. „Bis so ein Baum eine solche Größe erreicht, dauert es eine Weile. Bäume, die 30-40 Jahre alt sind, lassen sich nicht so einfach ersetzen“, betont Tünte und spricht sich entschieden dafür aus, dass die Linden erhalten bleiben sollten. Er bezweifelt zudem, dass die Baumaßnahmen gefährdet wären, wenn die Bäume stehen bleiben, und äußert den Wunsch, dass in Zukunft Entscheidungen dieser Art nicht so leichtfertig getroffen werden.

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©Gemeinde Raesfeld

In Bezug auf die Fällung einer Linde vor Weihnachten am 21.12.2024 fügt er hinzu, dass diese Linde schon immer eine Schräglage aufwies und er keinen Bedarf sehe, dass diese nun gefällt wurde. Bürgermeister Martin Tesing entgegnet darauf: „Der Baum hat nicht immer so gestanden, sondern war zuvor durch das bestehende Gebäude windgeschützt. Durch den Sturm drohte er umzufallen“.

Abrissarbeiten überstanden

Elke Rybarczyk von der SPD sprach sich gegen die Fällung der Bäume aus und stellte die Frage, weshalb es den Architekten nicht bereits früher aufgefallen sei, dass die Bäume in unmittelbarer Nähe des Gebäudes stehen. Sie verwies auf das Beispiel der Baumaßnahmen am neuen Drogerie-Markt, wo das Gebäude um einen bestehenden Baum herum konzipiert wurde. Hinsichtlich der Argumentation, die Bäume könnten die Baumaßnahmen eventuell nicht überstehen, betonte Rybarczyk, dass die Bäume bislang alle Abrissarbeiten, die vermutlich gravierender waren, überstanden haben.

Weitreichenden Beschränkung ist unverhältnismäßig

Hans-Dieter Strothmann von der CDU hob hervor, dass das Fällen eines Baumes stets einen erheblichen Verlust darstelle. Dennoch vertrat er die Ansicht, dass die Kirchengemeinde in ihrer Rolle als Bauherr nicht anders behandelt werden sollte als ein privater Bürger, der für eine Baumaßnahme eine Baumfällung auf seinem Grundstück plausibel begründet. „In solchen Fällen würden wir normalerweise auch eine Ausnahmegenehmigung erteilen“, erklärte Strothmann. Er unterstrich zudem, dass die Gemeinde in den vergangenen Monaten über 500 neue Bäume gepflanzt habe und fand deutliche Worte zur Forderung, den Baukörper wegen der Bäume zu verändern: „Diesen Fall jetzt mit einer derart weitreichenden Beschränkung zu versehen, erscheint mir unverhältnismäßig“, so Strothmann.

Bäume waren vor der Planung vorhanden

Petra Nagel von der UWG machte darauf aufmerksam, dass die Bäume bereits vor Beginn der Planung vorhanden waren und betonte, dass die Abstände zu den Bäumen von Anfang an in der Planung hätten berücksichtigt werden müssen, um den vorhandenen Baumbestand zu erhalten. „Unser Wunsch wäre es gewesen, dass die Bäume erhalten bleiben, daher stimmen wir gegen den Beschluss“, äußerte Nagel. Darüber hinaus sprach sie sich dafür aus, dass im Falle einer Fällung entsprechende Ersatzpflanzungen vorgenommen werden sollten.

Christoph Stephan von der FDP äußerte Unverständnis darüber, warum ein Baum nun Gegenstand der Diskussion sei. „Wir streben nicht danach, als große Baumretter zu gelten, aber es sollte eine gründliche Überlegung vor der Erteilung einer Baugenehmigung stattfinden. Dem aktuellen Vorschlag können wir nicht zustimmen“, erklärte Stephan.

Karl-Heinz Tünte von der CDU hob hervor, dass das Martinus Haus nicht nur eine kirchliche Bedeutung habe, sondern auch ein Projekt von gemeinschaftlicher und allgemeiner Wichtigkeit für die Bürger sei. „Alle erwarten mit Spannung die Fertigstellung des Gebäudes“, so Tünte.

Die Kirchengemeinde hat sich bereit erklärt, in Absprache mit der Gemeindeverwaltung, entsprechende Ersatzpflanzungen vorzunehmen.

Weitere Infos zu Baumfällungen in der Gemeinde Raesfeld:

Ahornbaum an der Schermbecker Straße wird auf Antrag gefällt

Trauerweide am Schloss wird gefällt – Weitere 214 neue Bäume werden gepflanzt

Kirchplatz in Erle soll behindertengerecht gestaltet werden

16 neue Bäume werden am Holten in Erle gepflanzt

Esche am Upen Plass kommt weg – Umwelt- und Bauausschusssitzung tagte

Cannabis Legalisierung in Deutschland: Ein historischer Schritt in der Drogenpolitik

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Nadine Heselhaus MdB begrüßt den Gesetzesbeschluss „Startschuss für eine neue Drogenpolitik!“

(pd/Bosse). Am Freitag hat der Deutsche Bundestag die Entkriminalisierung von Cannabis für Erwachsene beschlossen und damit eine Grundlegende Neuausrichtung in der Cannabispolitik eingeleitet.

Das neue Cannabisgesetz rücke, so Heselhaus, den Gesundheitsschutz sowie den Kinder- und Jugendschutz in den Vordergrund. Diese Entwicklung soll den Schwarzmarkt eindämmen, die Kriminalisierung der Konsumierenden beenden, die Qualität von Cannabis kontrollieren und die Weitergabe von verunreinigten Substanzen verhindern. Dieser Schritt gilt als Erfüllung des Versprechens im SPD-Wahlprogramm und als Meilenstein für eine moderne Drogen- und Suchtpolitik.

Neue Perspektive auf Cannabis

Nadine Heselhaus erläutert: „Mit dem Cannabisgesetz erkennen wir die gesellschaftliche Realität an und verabschieden uns von der gescheiterten Verbotspolitik der Vergangenheit. Wir betonen allerdings auch die Schädlichkeit von Cannabis für alle Konsumenten. Daher fokussieren wir auf den Gesundheitsschutz, insbesondere den Schutz von Kindern und Jugendlichen.“ Die Raesfelderin und Mutter von vier Kindern unterstreicht, dass der Konsum von Cannabis in unmittelbarer Gegenwart von Kindern und Jugendlichen verboten bleibt und die Weitergabe an diese strenger bestraft wird.

Höhere Standards und Regulierung

Es werden Qualitätsstandards für den kontrollierten Anbau und die Abgabe von Cannabis an Erwachsene in Cannabis Social Clubs festgelegt. „Bislang führte die Stigmatisierung und Kriminalisierung von Cannabiskonsumenten zu Versorgung mit gesundheitsschädlichen Stoffen auf dem Schwarzmarkt. Das endet jetzt“, betont die SPD-Bundestagsabgeordnete. Die neuen Regelungen sollen gesundheitliche Risiken durch Verunreinigungen deutlich reduzieren.

Langjähriges Engagement der SPD-Bundestagsfraktion

Die SPD-Bundestagsfraktion verfolge seit Jahren das Ziel, die Verbotspolitik zu beenden und eine Neuausrichtung der Drogenpolitik zu erreichen. „Der heutige Schritt markiert einen bedeutenden Fortschritt in dieser Richtung“, so Heselhaus. Die Neuregelungen heben die Kriminalisierung und Stigmatisierung von Konsumenten auf, was besonders für Cannabispatienten wichtig ist. „Durch die Herausnahme aus dem Betäubungsmittelgesetz wird die Verschreibung von Cannabis vereinfacht und der Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland gefördert“, erklärt Heselhaus.

Ausblick auf die Zukunft

Abschließend spricht Heselhaus über die geplante Festlegung eines gesetzlichen Grenzwerts für Cannabis im Straßenverkehr und die Einführung von Modellprojekten zum zertifizierten Verkauf von staatlich kontrolliertem Cannabis an Erwachsene. Diese Schritte sollen die im Koalitionsvertrag festgelegte Legalisierung weiter vorantreiben.

Darüber hinaus stärken wir den Anbau von medizinischem Cannabis am Standort Deutschland. Das ist gerade im Interesse einer bestmöglichen Versorgung von Patientinnen und Patienten unerlässlich.

Nadine Heselhaus

Geschichten bei Kaffee und Kuchen – Die Koffieköppkes des Heimatvereins Erle

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von Carlo Behler – Heimatverein Erle.

Die Koffieköppkes – Die Archivgruppe des Heimatvereins Erle mit Tradition. Am 24. März findet eine Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Erles am 23.3.1945 in der St. Silvester-Kirche statt.

In großer Runde sitzen im Heimathaus des Heimatvereins Erle zehn Frauen bei Geburtstagstorte und Kaffee. Die Koffieköppkes (Kaffeetassen) machen ihrem Namen alle Ehre. Seit 2015 hat sich die Fotogruppe des Heimatvereins diesen plattdeutschen Namen gegeben, denn zu Beginn des monatlichen Treffens an jedem 3. Mittwoch um 15.00 Uhr gibt es zum Einstieg immer eine Kaffeetafel. Zurzeit arbeiten 13 Frauen und ein Mann in der Gruppe mit, die meisten sind schon über 80 Jahre alt.

Die Gruppe wird seit vielen Jahren von Hildegard Gülker und Hedwig Rentmeister geleitet und betreut. Ingrid Horstmann ist vor allem für die sprachliche Gestaltung zuständig. Weitere Mitglieder sind: Margret Angrick, Marianne Müller, Ulla Meyerratken, Hanni Krusenbaum, Monika Heßling, Agnes Gröniger, Agnes Kuhlmann, Elisabeth Hörnemann, Gisela Wenzel, Charlotte Meiners und Bernd Cluse.

Vom Kaffeeklatsch zur Archivarbeit

Nach Kaffee und Kuchen geht es an die Arbeit. Insgesamt 17 Aktenorder mit an die 2000 Fotos haben die Frauen und Männer aus Erle in den letzten 30 Jahren archiviert, d. h. Jahr/Datum, Anlass, Ort und Personen zu den Fotos ausfindig gemacht und unter die auf Blätter geklebten Fotos vermerkt. Die Bilder bekommen sie von Erler Familien, häufig auch aus Nachlässen. Wollen Familien die Bilder zurückhaben, werden Kopien angefertigt. „Bei einigen Fotos dauert es lange, bis wir das Foto datiert und alle Personen und den Anlass identifiziert haben“, berichtet Gertrud Cluse.

Die-Brauchtumsgruppe-des-Heimatvereins-Erle

Eine Reise durch die Zeit – Das Archivieren von Totenzetteln

Die erste Generation der Fotoforscherinnen und Forscher, die Personen auf Fotos aus dem 19. Jahrhundert noch persönlich gekannt haben, ist mittlerweile verstorben. In den 1990er Jahren konstituierte sich die Gruppe als Brauchtumsgruppe.

Es wurden Texte über das Alltagsleben, besondere Ereignisse und Bräuche auf dem Dorf in der Vorkriegszeit vornehmlich auf Platt verfasst, vor allem von Dr. Elisabeth Schwane (+ 2015), auf Brauchtumsabenden vorgetragen und in Büchern und dem Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck veröffentlicht. Auch eine CD mit dem Titel „Kindersäägen“ wurde herausgegeben. Die Fotoarbeit rückte dann allmählich in den Vordergrund. Andreas Cluse hat damit begonnen, die Fotos systematisch zu digitalisieren.

Totenzettel-Heimatverein-von-1878

Totenzettel werden archiviert

Seit 20 Jahren werden auch Totenzettel archiviert. Der älteste stammt aus dem Jahre 1868. Zurzeit füllen sie vier Ordner. „Es lässt sich ein enormer Wandel bei der Gestaltung der Totenzettel feststellen. Bis vor 100 Jahren wurden verstorbene Ehefrauen oft in erster Linie mit dem Namen ihres Mannes genannt, z. B. „Ehefrau Johann Wilms“, (+ 1878) und die Texte waren lange ausschließlich religiös geprägt. Mittlerweile gibt es auch Zettel ohne religiösen Bezug und Ehefrauen haben sich von ihren Männern namentlich längst emanzipiert“, stellt Gisela Wenzel fest.

Brauchtum und Zeitzeugen – Das vielfältige Wirken der Koffieköppkes

Das dritte Betätigungsfeld der Koffieköppkes ist nach wie vor das kirchliche und weltliche Brauchtum. Es sind unterhaltsame Texte über Weihnachten früher, die Kookendaage um die Jahreswende, den Gang nach Emmaus, die Pingsterbruut, Fronleichnam, den Versehgang sowie plattdeutsche Redensarten verfasst worden, die zu verschiedenen Anlässen vorgetragen oder in den Oster- und Weihnachtsjournalen der Pfarrgemeinde veröffentlicht werden.

Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Erle

Aber auch als Zeitzeugen sind die Koffieköppkes gefordert. Ganz aktuell haben sich Gertrud Cluse und Hedwig Rentmeister bereit erklärt, am 24. März auf der geplanten Gedenkveranstaltung zur Bombardierung Erles am 23.3.1945 in der Kirche über diesen schrecklichen Tag zu berichten. Denn dieses Ereignis hat sich den damals Fünf- und Sechsjährigen unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt.

Einladung zur Schnupperprobe beim Fanfarencorps Raesfeld

Musikalisches Erlebnis für Alle – Das Fanfarencorps Raesfeld öffnet seine Türen erneut für alle Musikbegeisterten.

Egal ob Jung oder Alt, erfahren oder nicht, wer Interesse an Musik hat ist herzlich dazu eingeladen einfach vorbeizuschauen und ein Instrument auszuprobieren. Die erfahrenen Übungsleiter stehen dabei gerne zur Seite.

Junge Talente im Rampenlicht

Neben dem musikalischen Engagement bietet das Fanfarencorps Raesfeld eine lebendige und aktive Freizeitgestaltung. Die Jugendgruppe wird nicht nur musikalisch gefördert, sondern auch regelmäßig in verschiedene aufregende Aktivitäten involviert. Zu den beliebtesten Events zählen Völkerball-Turniere, Zeltlager mit eigenem Vogelschießen, Karnevalspartys und die Familientage. Die Jugendgruppe des Fanfarencorps ist nicht nur ein Ort für musikalische Entwicklung, sondern auch für Spaß und Gemeinschaft.

Schnupperkurs-Fanfarencorps-Raesfeld
Foto: pd

Zusätzlich wird die aktuelle Jugendgruppe des Fanfarencorps Raesfeld bei der Schnupperprobe ein kleines Konzert spielen, um den Besuchern einen Eindruck von ihrem musikalischen Können zu vermitteln. Seit jeher setzt das Fanfarencorps auf eine starke Jugendgruppe, wodurch das Durchschnittsalter bei vielen Auftritten nicht selten unter 25 Jahren liegt.

Vielfalt und Offenheit

Der Fanfarencorps Raesfeld betont die Bedeutung von Vielfalt und Offenheit um sich stetig weiterzuentwickeln und freut sich darauf, neue Gesichter bei der Schnupperprobe zu begrüßen. Die Türen stehen allen offen, die die Freude an der Musik teilen und Teil einer engagierten musikalischen Gemeinschaft werden möchten.

Für weitere Informationen und Fragen zur Schnupperprobe können Sie sich direkt an das Fanfarencorps Raesfeld wenden. Die Kontaktdaten finden Sie auf der offiziellen Website des Vereins oder den Social-Media-Kanälen.

Veranstaltungsdetails

Die Schnupperprobe findet statt am 03. März 2024 ab 11 Uhr in der Aula der St. Sebastian Grundschule Raesfeld. Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Weg, um neue Mitglieder für das Corps zu gewinnen, sondern auch eine Plattform, um die musikalische Gemeinschaft in Raesfeld zu stärken.

Intersport Kösters eröffnet am 29. Februar in Dorsten

Die Schaufenster waren in der Umbauphase mit großflächigen Sportbildern beklebt. Besucherinnen und Besucher der Mercaden® konnten den rasanten Motiven, die über weite Strecken im Untergeschoß die Szenerie beherrschten, gar nicht entkommen. Man sah ihnen die Vorfreude auf das was kommt förmlich ins Gesicht geschrieben. Am 29. Februar eröffnet Marinus Kösters die neue, rund 700 Quadratmeter große Intersport-Filiale in Dorsten.

Übersicht:

  1. Eröffnung: Intersport Kösters öffnet eine neue Filiale am 29. Februar in den Dorstener Mercaden mit 700 Quadratmetern Verkaufsfläche.
  2. Inhaber: Marinus Kösters, bereits erfolgreich mit einer Filiale in Gladbeck, erweitert sein Geschäft nach Dorsten.
  3. Sortiment: Angeboten werden Produkte für Outdoor, Running, Multisport, Bade- und Schwimmsport sowie Fußball, inklusive Marken und Exklusivmarken.
  4. Team: Das Team besteht aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern, die bereits in Gladbeck geschult wurden.
  5. Eröffnungsaktionen: Zur Eröffnung gibt es Sonderaktionen wie kostenlose Fußbälle für die ersten Kunden und ein Gewinnspiel.

Standort

„Ich glaube, dass wir mit Intersport nicht nur perfekt in die Mercaden® passen, sondern ebenso für Dorstener Sportbegeisterte eine Bereicherung im Bereich Auswahl und Vielfalt sind“, sagt Marinus Köster, der bereits seit dem Jahr 2011 im Gladbecker City-Center erfolgreich eine Intersport-Filiale betreibt.

Das Dorstener Mercaden® freut sich auf seinen neuen Ankermieter Intersport Kösters.

„Viele Menschen in meinem Umfeld waren damals unsicher, ob es innerhalb des Gladbecker Centers eine erfolgreiche Zukunft für mich gab. Doch schnell war klar, dass der Schritt genau der Richtige war. Aus diesem Grund sehe ich den Standort in den Dorstener Mercaden® auch als sehr positiv an. Wir werden dem Center gut tun und das Center uns. Für mich eine ganz klare Win-win-Situation.

Der Inhaber

Der zweifache Familienvater, der sportlich begeisterter Skifahrer und Hallenfußballer ist, stieg nach der Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, Fachbereich Sport, und dem anschließend folgenden Fachhochschullabschluss im Jahr 2001 bei Sport 2000 in Südlohn als stellvertretender Filialleiter ein. „Im Bereich Sport bin ich einfach verankert, obwohl ich in den Jahren 2008 bis 2011 zwischenzeitlich als Personaldisponent und als Teil der Geschäftsführung des ‚Kinderland A‘ in Ahaus tätig war.“

So nutzte er im Jahr 2011 die Chance und eröffnete im Gladbecker City-Center auf rund 490 Quadratmeter seine erste Intersport-Filiale. Nun ergab sich für ihn im letzten Jahr die Chance mit einer weiteren, wesentlich größeren Filiale, in Dorsten zu starten. „Ich brauchte da nicht lange überlegen als die Anfrage kam. Diese Chance musste ich nutzen!“ 

Das Sortiment

In dem neuen Intersport in Dorsten wird Marinus Kösters die Bereiche Outdoor, Running, Multisport, Bade- und Schwimmsport und Fußball mit einem attraktiven Sortiment anbieten. „Nebst den gängigen Marken wie Adidas, Nike, On, ASICS, Brooks, New Balance, Schneider, Schöffel, Vaude, Didrikson, Lowa, Meindl, Jako, Elbsand, Falke, Odlo, New Era und vielen weiteren bieten wir auch Exklusivmarken wie Mc Kinley, Energetics oder Pro Touch. Somit können wir den Ansprüchen aller Sportbegeisterten gerecht werden“, so der 43-Jährige.

Das Team

Bereits seit Oktober 2023 ist das zukünftige Dorstener Team angestellt und wird in der Gladbecker Filiale auf die Eröffnung vorbereitet. „Teils haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon langjährige Erfahrung. Wir kommen also mit einem kompetenten Team von vier Vollzeit und zwei Teilzeit-Angestellten sowie zwei bis drei Aushilfen. Gerne bilden wir zukünftig auch interessierte junge Menschen zum Kaufmann im Einzelhandel, Fachbereich Sport, aus. Über Bewerbungen freue ich mich“, erklärt Marinus Kösters, wie er sich personell aufstellt.

Geschäftsführer Marinus Kösters freut sich mit Filialleiter Labinot, Nils Schramm und Susanne Ast auf die Neueröffnung am 29. Februar (v.l.)

In der Startphase wird Marinus Kösters überwiegend in der Dorstener Filiale zu finden sein und seinem Filialleiter Labinot Mustafa, der von Intersport Höppner aus Borken nach Dorsten wechselt, zur Seite stehen. „Mit Labinot bekomme ich einen absoluten Vollprofi, das hat er hat in den zurückliegenden fünf Jahren in Borken bewiesen. Ich freue mich sehr, dass er die neue Herausforderung als Filialleiter des Dorstener Geschäftes angenommen hat!“

Eröffnung

Rund um die Eröffnung gibt es tolle Sonderaktionen. Am 29. Februar ab 10:00 Uhr gibt es für die ersten einhundert zahlenden Kunden einen kostenlosen Lederfussball in der Größe 3 (Kindergröße) dazu. Außerdem kann man bei einem Reaktionsspiel ein paar Laufschuhe gewinnen. Natürlich gibt es viele weitere kleine Gewinne.

®FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V

Hier geht es zum Intersport Kösters:

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

Intersport Kösters
Mercaden – Westwall 6
46282 Dorsten

Rund 800 Flüchtlinge in Dorsten wegen Sturmwarnung vorsorglich evakuiert

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UPDATE: Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Dorsten an der Bismarckstraße ist am Donnerstagabend aufgrund einer Sturmwarnung zeitweise evakuiert worden. Raesfelder Feuerwehr und DRK im Einsatz.

Aufgrund einer Sturmwarnung hat die Bezirksregierung Münster als Betreiberin der Zentralen Unterbringungseinrichtung an der Bismarckstraße am gestrigen Donnerstagabend in Abstimmung mit dem Kreis Recklinghausen entschieden, diese vorübergehend zu evakuieren. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Dorsten (SAE) kam deshalb gegen 19 Uhr in der Hauptfeuer- und Rettungswache zusammen, um den Einsatz in enger Absprache mit Bezirksregierung, Kreis sowie der Feuerwehr und der Polizei zu koordinieren.

DRK-Einsatz-Fküchtlingsunterkunft-Dorsten-Sturmwarnung
Im Einsatz in Dorsten auch das DRK Raesfeld Foto: Petra Bosse

Die knapp 800 Bewohnerinnen und Bewohner, die in den Leichtbauhallen im Marienviertel untergebracht sind, wurden zeitweise an zwei nahegelegenen Standorten untergebracht: in der Neuen Schule und in der von-Ketteler-Schule. Die Marienkirche wurde noch als weitere temporäre Unterkunft eingerichtet, wurde aber nicht benötigt.

Am Abend kam der Krisenstab der Stadt Dorsten zusammen, um das Vorgehen zu beraten. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde die Entscheidung getroffen, die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft zu evakuieren. Die Menschen wurden mit Bussen zur Unterbringung in die Marienkirche, der Von-Kettler-Schule und der Neuen Schule gebracht.

Einsatzbesprechung der Feuerwehr Raesfeld. Foto: Feuerwehr

Die Feuerwehr Raesfeld war in diesem Fall dafür zuständig, den Sammelraum für die Einsatzkräfte zu stellen. Dort haben sie die eintreffenden Fahrzeuge eingewiesen, die Einsatzleitung des DRK bei der Lageerkundung unterstützt und die Einsatzkräfte mit Warm und Kaltgetränke versorgt.

Gegen 2 Uhr konnten die Bewohnerinnen und Bewohner per Bustransfer nach und nach zurück in die Zentrale Unterbringungseinrichtung gebracht werden. Um 3.45 Uhr war der Einsatz beendet. Der Schulbetrieb findet am heutigen Freitag an beiden Schulen statt.

Vorstand der Kolpingsfamilie Raesfeld erneut bestätigt

Die Kolpingsfamilie Raesfeld versammelte sich am 21. Februar 2024 zu ihrer Jahreshauptversammlung.

In Vertretung des Präses, Diakon Klaus Elsner, eröffnete der Vorsitzende Manfred Telöken die Sitzung. Angesichts der globalen Krisenherde rief Telöken die Mitglieder zu einem verstärkten Einsatz für Frieden und Demokratie auf – eine Aufgabe, die auch im dörflichen Alltag von Bedeutung ist.

Rückblick auf das Jahr 2023

Während des Jahresberichts 2023 stellte Kassierer Werner Nagel eine leichte Abnahme der Mitgliederzahlen fest. Die Highlights und Aktivitäten des vergangenen Jahres, darunter Betriebsbesichtigungen, Ausflüge und Fahrradtouren, wurden von den jeweiligen Organisatoren vorgestellt. Für den Rückblick auf das Jahr 2023 konnte auf die Berichte und Fotos aus dem vergangenen Jahr zurückgegriffen werden, die im Internet unter kolping-raesfeld.de zu finden sind.

Finanzen und Kassenprüfung

Werner Nagel präsentierte einen detaillierten Bericht über die Finanzen der Kolpingsfamilie und zeigte sich zufrieden mit der Kassenlage. Kassenprüferin Gerlinde Baumeister bestätigte eine korrekte Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde.

Ehrungen und Wahlen

Die traditionelle Ehrung von Jubilaren soll beim kommenden Sommerfest an der St.-Sebastian-Schule stattfinden. Im Rahmen der Vorstandswahlen wurde bestätigt, dass das aktuelle Team, bestehend aus Manfred Telöken, Werner Nagel, Richard Beering, Johannes Oppenberg und Thomas Tasse, die Leitung für ein weiteres Jahr übernimmt. Gerlinde Baumeister wurde als Kassenprüferin wiedergewählt, Herbert Tubes neu in dieses Amt gewählt.

Vorschau auf 2024

Für das Jahr 2024 sind verschiedene Veranstaltungen geplant.Neu in der Planung ist ein Besuch der Messe Creativa in Dortmund am 21. März 2024. Anmeldungen können schon jetzt bei Manfred Telöken (02865 7113 oder Mail an m.telö[email protected]) erfolgen. Zudem wird eine Teilnahme am Katholikentag in Erfurt (29.05. – 02.06.2024) angeboten.

Abschluss der Versammlung

Die Versammlung endete ohne weitere Wortmeldungen und schloss mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Vater Kolping“.

Nächster Termin: Altkleidersammlung Raesfeld am 16.03.2024, Samstag

Schüsse auf Fahrzeug in Rhede: 60-Jähriger schwer verletzt

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Vorfall auf Bundesstraße 67 – Polizei sucht Zeugen

Münster/Rhede – Ein 60-jähriger Mann ist am Mittwochabend (21.2., 18.25 Uhr) durch Schüsse auf sein Auto auf der Bundesstraße 67 bei Rhede schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft Münster besteht für den Mann keine Lebensgefahr.

Ablauf des Geschehens

Gegen 18:25 Uhr fuhr der Mann aus Rhede auf der B67 in Richtung Bocholt, als ein bislang unbekannter Täter mehrere Schüsse auf sein Fahrzeug abfeuerte. Der 60-Jährige erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Nach der Tat flüchtete der Täter auf einem Motorrad vom Tatort.

Ermittlungen und Zeugenaufruf

Die Ermittlungen, die von einer Mordkommission der Polizei Münster unter der Leitung von Frank Schneemann geführt werden, deuten auf einen persönlichen Bezug des Täters zum Opfer hin.

Die Polizei appelliert an mögliche Zeugen, die die Tat oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0251 275-0 entgegengenommen.

Steigende Energiepreise in NRW: Wie betreffen sie die Haushalte?

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Deutlicher Anstieg der Energiekosten in Nordrhein-Westfalen. Im Zuge der globalen Energiekrise stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen die Frage: Wie stark sind die Preise für Haushaltsenergien in den letzten Jahren gestiegen?

Eine aktuelle Erhebung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) liefert aufschlussreiche Daten: Im Januar 2024 waren die Verbraucherpreise für Haushaltsenergien um 32,9 Prozent höher als im Januar 2022. Besonders stark betroffen waren dabei Erdgas und Fernwärme, mit Preissteigerungen von 62,3 Prozent bzw. 46,1 Prozent.

Entwicklung der Haushaltsenergiepreise zwischen 2021 und 2023

Zwischen 2021 und 2022 verzeichneten die Preise für Haushaltsenergien einen Anstieg von 39,7 Prozent. Im darauffolgenden Jahr, zwischen 2022 und 2023, stiegen die Preise um weitere 10,0 Prozent. Diese Entwicklungen spiegeln eine deutliche Preissteigerung wider, wobei sich die Preise für verschiedene Energiearten unterschiedlich entwickelten: Während Erdgaspreise um 23,1 Prozent anstiegen, sanken die Kosten für Heizöl um 4,5 Prozent.

Statistik Heizen 2023

Heizgewohnheiten der Haushalte in NRW

Die Auswirkungen dieser Preissteigerungen variieren je nach genutzter Energieart für die Beheizung der Haushalte. In Nordrhein-Westfalen heizten 2022 etwa zwei Drittel der Haushalte mit Gas, während 14,1 Prozent Heizöl und 13,2 Prozent Fernwärme nutzten. Erneuerbare Energien kamen bei 4,4 Prozent der Haushalte zum Einsatz.

Unterschiede in den Heizarten zwischen Miet- und Eigentumswohnungen

Interessante Unterschiede zeigen sich auch in der Wahl der Heizenergie zwischen Mieter- und Eigentümerhaushalten. Haushalte in Mietwohnungen nutzten überdurchschnittlich oft Fernwärme, während in Eigentumswohnungen häufiger Heizöl und erneuerbare Energien eingesetzt wurden. Gasheizungen waren in beiden Wohnformen ähnlich verbreitet. Diese Daten stammen aus dem Mikrozensus.

Rekordhoch im Tourismus: Münsterland erreicht neue Spitzenwerte in 2023

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Münsterland erfreut sich 2023 einer bisher unerreichten Beliebtheit bei Touristinnen und Touristen. Übernachtungen stiegen um 17,7 Prozent auf 4.733.695.

Das Münsterland bietet so viel: Es ist Rad- und Reitregion, begeistert mit mehr als 100 Schlössern und Burgen, steht wie keine Region sonst für das Lebensgefühl Picknick und ist in der Stadt wie auf dem Land zu jeder Zeit einen Ausflug wert.

Als Radregion begeistert das Münsterland mit Radwegen von mehr als 4.500 Kilometern. ©Münsterland e.V./Philipp Fölting

Die von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) veröffentlichten Daten zeigen eine Rekordzahl an Übernachtungen und Gästeankünften. Michael Kösters, Bereichsleiter Tourismus beim Münsterland e.V., hebt hervor: „Bis einschließlich Oktober 2023 hatten wir mehr Übernachtungen in amtlich erfassten Betrieben als je zuvor in einem ganzen Jahr. Ein beeindruckendes Wachstum im Vergleich zu 2019.“ Übernachtungen stiegen um 17,7 Prozent auf 4.733.695.

Zuwachs bei Gästeankünften und Verweildauer

Während die Gästeankünfte in 2023 um 3,8 Prozent gegenüber 2019 stiegen, verweilen die Gäste nun durchschnittlich länger. Kösters betont: „Unsere Gäste bleiben nun durchschnittlich 2,6 Tage, ein Anstieg im Vergleich zur Vor-Pandemiezeit.“

Gründe für den Aufschwung im Tourismus

Der anhaltende Trend zum Deutschlandtourismus, insbesondere zum Outdoor- und Aktivtourismus, trägt zur positiven Entwicklung bei. Zudem stieg die Bettenkapazität im Münsterland um etwa sieben Prozent. Kösters unterstreicht die Bedeutung des Marketings und der regionalen Zusammenarbeit: „Das Münsterland hat sich als attraktive Destination etabliert, bekannt für Rad- und Reittourismus, historische Schlösser und Burgen sowie das Picknick-Lebensgefühl.“

Herausforderungen und Zukunftspläne

Trotz der positiven Zahlen weist Kösters auf Herausforderungen im Gastgewerbe hin, wie Umsatzschwankungen, steigende Kosten und Fachkräftemangel. „Weitere Unterstützung und gezielte Marketingstrategien sind entscheidend für die Zukunft des Tourismus“, erklärt er. Investitionen in Infrastruktur, Service, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und regionales Marketing sind für die Stärkung der Region unerlässlich. Der Münsterland e.V. beteiligt sich deshalb seit Anfang 2024 an zwei Förderprojekten mit einer 80-prozentigen Förderung von Tourismus NRW e.V.

Deutschlandsemesterticket geht im WestfalenTarif an den Start

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Deutschlandsemesterticket: Studierende fahren ab 1. März 2024 für nur 29,40 Euro quer durch Deutschland.

Kreis Borken. Morgens Uni-Vorlesung, nachmittags Kellnern im Nachbarort und am Wochenende Freunde im äußersten Winkel Deutschlands treffen? Das ist für Studierende an zahlreichen Hochschulen des westfälischen Tarifraums ab dem 1. März 2024 möglich.

Große Flexibilität

Das Deutschlandsemesterticket gewährt allen Uni-, TU- und FH-Studierenden sowie anderen an deutschen Hochschulen eingeschriebenen Personen größtmögliche Flexibilität. So wird spontanes Reisen ohne Tarifdschungel und ohne lästigen Ticketdruck möglich. Der Preis ist mit 29,40 Euro denkbar günstig.
„Das deutschlandweite Semesterticket ist für viele Studierende ein echter Freiheitsgewinn“, bewerten Dr. Oliver Mietzsch und Matthias Hehl, Geschäftsführer der Westfalentarif GmbH, das Ticket. „Bezahlbare Mobilität ist das A & O für die Gruppe der Studierenden, denn viele verfügen nur über ein geringes Einkommen.“

Ökologischen Aspekt des neuen Tickets

Die Geschäftsführer verweisen auch auf den ökologischen Aspekt des neuen Tickets. „Durch das deutschlandweite Semesterticket können Studierende das Auto stehenlassen und zukünftig häufiger vom ÖPNV Gebrauch machen“, heben sie hervor.

„Die Folge: Die Hochschulen können vom Bau zusätzlicher Pkw-Stellplätze absehen und z. B. in neue Hörsäle investieren. Eine Win-win-Situation für alle, denn das Geld steht so für ökologisch sinnvollere Projekte zur Verfügung.“
Für die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen bedeutet das Deutschlandsemesterticket sichere Einnahmen, denn es wird nach dem Solidarmodell finanziert.

Das bedeutet konkret: Das Ticket wird allen Studierenden zur Verfügung gestellt und von ihnen über den Semesterbeitrag auch bezahlt, unabhängig von der Nutzungsintensität einzelner. Nur so kann das Semesterticket zu einem entsprechend günstigen Preis angeboten werden. Basis ist der Abschluss eines individuellen Vertrags zwischen den Allgemeinen Studierendenschaften (AStA) bzw. Hochschulverwaltungen und der zuständigen Tariforganisation. Die AStAs und Hochschulverwaltungen sind es auch, die ihren Studierenden nähere Informationen zum konkreten Beginn, dem Ablauf und zu allen weiteren Spezifika ihrer Hochschule erteilen.

Eine spätere Ticket-Einführung kann vielfältige Gründe haben. So gibt es im WestfalenTarif-Gebiet z. B. Hochschulen, die ihre Lehre in Trimestern anbieten. Dort wird es das Semesterticket voraussichtlich in den Sommermonaten 2024 geben. Andere Hochschulen starten zum Wintersemester.

Fakten zum Deutschlandsemesterticket im WestfalenTarif:
Das Deutschlandsemesterticket ist ein bundesweit einheitliches Deutschlandticket für Studierende. Die Kosten betragen 60 % des jeweiligen Ausgabepreises des Deutschlandtickets (in 2024 also 60 % von 49,00 Euro = 29,40 Euro je Monat und 176,40 Euro je Semester).

Aufschläge der einzelnen Hochschulen

Aufschläge der einzelnen Hochschulen können dazukommen. Bei einer Kontrolle müssen Studierende sowohl ihr Deutschlandsemesterticket als auch einen gültigen Lichtbildausweis bereithalten. Das Deutschlandsemesterticket hat eine feste Laufzeit von einem Semester und kann nicht monatlich gekündigt werden. Darüber hinaus gelten die weiteren Tarifbestimmungen des Deutschlandsemestertickets.
Studierende an Hochschulen, die keinen entsprechenden Vertrag geschlossen haben, können das Deutschlandsemesterticket gegen Aufpreis auf das regionale SemesterTicket erwerben.

Tarifbestimmungen

Die Nutzung des Semesterticket-Upgrades ist bis einschließlich Wintersemester 2024/2025 möglich. Es gelten die Tarifbestimmungen des regionalen SemesterTickets.
Die Tickets stehen in unterschiedlichen digitalen Ausgabeformaten zur Verfügung, die die Hochschulen in ihren Verträgen mit den Tariforganisationen festlegen. Nähere Informationen hierzu erhalten Studierende direkt bei ihrer Hochschulverwaltung, AStA oder direkt auf der Website ihrer Hochschule.

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