Deutlicher Anstieg der Energiekosten in Nordrhein-Westfalen. Im Zuge der globalen Energiekrise stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen die Frage: Wie stark sind die Preise für Haushaltsenergien in den letzten Jahren gestiegen?
Eine aktuelle Erhebung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) liefert aufschlussreiche Daten: Im Januar 2024 waren die Verbraucherpreise für Haushaltsenergien um 32,9 Prozent höher als im Januar 2022. Besonders stark betroffen waren dabei Erdgas und Fernwärme, mit Preissteigerungen von 62,3 Prozent bzw. 46,1 Prozent.
Entwicklung der Haushaltsenergiepreise zwischen 2021 und 2023
Zwischen 2021 und 2022 verzeichneten die Preise für Haushaltsenergien einen Anstieg von 39,7 Prozent. Im darauffolgenden Jahr, zwischen 2022 und 2023, stiegen die Preise um weitere 10,0 Prozent. Diese Entwicklungen spiegeln eine deutliche Preissteigerung wider, wobei sich die Preise für verschiedene Energiearten unterschiedlich entwickelten: Während Erdgaspreise um 23,1 Prozent anstiegen, sanken die Kosten für Heizöl um 4,5 Prozent.

Heizgewohnheiten der Haushalte in NRW
Die Auswirkungen dieser Preissteigerungen variieren je nach genutzter Energieart für die Beheizung der Haushalte. In Nordrhein-Westfalen heizten 2022 etwa zwei Drittel der Haushalte mit Gas, während 14,1 Prozent Heizöl und 13,2 Prozent Fernwärme nutzten. Erneuerbare Energien kamen bei 4,4 Prozent der Haushalte zum Einsatz.
Unterschiede in den Heizarten zwischen Miet- und Eigentumswohnungen
Interessante Unterschiede zeigen sich auch in der Wahl der Heizenergie zwischen Mieter- und Eigentümerhaushalten. Haushalte in Mietwohnungen nutzten überdurchschnittlich oft Fernwärme, während in Eigentumswohnungen häufiger Heizöl und erneuerbare Energien eingesetzt wurden. Gasheizungen waren in beiden Wohnformen ähnlich verbreitet. Diese Daten stammen aus dem Mikrozensus.



























