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Haushalt Gemeinde Raesfeld 2025: Keine Steuererhöhung, aber höhere Kosten

In der Ratssitzung am Montag hat Kämmerer Thomas Greving den Entwurf des Haushalts 2025 vorgestellt. Im Mittelpunkt stand der Haushalt Gemeinde Raesfeld 2025 als Ausgangspunkt für die weitere Finanzplanung. Der Haushaltsentwurf bringt klare Zahlen, steigende Aufwendungen und höhere Gebühren mit sich, zugleich schlägt Greving dem Rat erneut vor, die Steuern stabil zu halten. Die Frage bleibt, ob die Gemeinde Raesfeld auch künftig schuldenfrei bleiben kann, wenn Investitionen und laufende Kosten weiter steigen.

Gemeinderat Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Ein Blick auf 2024 und das laufende Jahr

Greving erinnerte daran, dass der Jahresabschluss 2024 einen Überschuss von rund 600.000 Euro zeigte. Das Ergebnis lag deutlich über dem geplanten Defizit von rund 1,7 Mio. Euro. Als Hauptgrund nannte er die starke Entwicklung der Gewerbesteuer.

Für das laufende Jahr fällt die Prognose deutlich kritischer aus. Während die Ergebnisrechnung erneut leicht positiv abschließen könnte, rechnet die Verwaltung in der Finanzrechnung mit einem Defizit von rund 6 Mio. Euro. Dadurch könnten die liquiden Mittel bis Jahresende auf etwa 3 Mio. Euro sinken.

Eckdaten zum Haushaltsentwurf 2026

Der eingebrachte Entwurf für 2025 weist ein geplantes Defizit von 1.891.800 Euro aus. Die geringere Lücke im Vergleich zum Ansatz 2025 sei nur möglich, weil der Gewerbesteueransatz um rund 1 Mio. Euro angehoben wurde.

Die prognostizierten Erträge steigen von rund 27,2 Mio. Euro auf rund 29,2 Mio. Euro. Die Aufwendungen erhöhen sich von rund 30,3 Mio. Euro auf 31,1 Mio. Euro. Den größten Einnahmeblock bilden Steuern und Abgaben mit rund 20 Mio. Euro.

Der Haushaltsentwurf wird nun in den Fachausschüssen beraten und soll Mitte Dezember im Rat beschlossen werden.

Steuern und Erträge der Gemeinde Raesfeld 2025
©Gemeinde Raesfeld

Keine Steuererhöhung, steigende Gebühren

Die wichtigsten Erträge stammen aus Steuern und Abgaben.
Im Entwurf sind veranschlagt:

  • Grundsteuer A und B: rund 2,3 Mio. Euro
  • Gewerbesteuer: rund 8,3 Mio. Euro
  • Gemeindeanteile an Einkommen- und Umsatzsteuer: rund 8,4 Mio. Euro

Greving schlug den Ratsmitgliedern vor, im kommenden Jahr auf eine Steuererhöhung zu verzichten, da sich die Gewerbesteuer positiv entwickelt habe und die Grundsteuer stabil bleibe.

Musterrechnung für einen 4-Personen-Haushalt

Steigende Kosten für Müllabfuhr Gemeinde Raesfeld 2026
©Gemeinde Raesfeld

Während die Steuern stabil bleiben, steigen die Gebühren spürbar an. Für einen Musterhaushalt mit vier Personen ergeben sich laut Kämmerer folgende jährliche Mehrkosten:

  • Müllgebühren (120-Liter-Gefäß): + 23,40 Euro
  • Schmutzwasserbeseitigung (200 m³): + 60,00 Euro
  • Regenwasserbeseitigung (130 m²): + 16,90 Euro
  • Straßenreinigung (25 m): + 1,75 Euro

Damit erhöhen sich die jährlichen Kosten eines 4-Personen-Haushalts um 102,05 Euro.

Dazu Greving: „Insgesamt bedeutet das einen Gebührenanstieg um 102,05 Euro im Jahr. Das ist schon eine ordentliche Erhöhung und belastet die Menschen in Raesfeld zusätzlich.“ Er verwies auf Ursachen, die die Gemeinde nicht steuern könne: „Unter Berücksichtigung der insgesamt steigenden Kosten, auf die wir als Kommune größtenteils keinen Einfluss haben, bleibt uns aber keine andere Wahl. Zumal die Gebührenhaushalte in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sein müssen.“ Als Einordnung ergänzte er: „Auch wenn das nur ein schwacher Trost ist, im kommunalen Vergleich liegen wir immer noch im unteren Bereich.“

Aufwendungen und Umlagen

Die ordentlichen Aufwendungen liegen im Entwurf bei 31,1 Mio. Euro. Sie gliedern sich in:

  • Personal- und Versorgungsaufwendungen: 5,6 Mio. Euro
  • Sach- und Dienstleistungen: 7,9 Mio. Euro
  • Transferaufwendungen: 13,6 Mio. Euro

Mit 5.985.000 Euro Kreisumlage und 4.990.000 Euro Jugendamtsumlage entfallen bedeutende Teile der Ausgaben auf Positionen, die sich der direkten kommunalen Steuerung entziehen.

Hinzu kommen steigende Kosten für den Unterhalt der gemeindlichen Gebäude, Schulen, Kindertageseinrichtungen, Straßen, Wege und Anlagen der Abwasserbeseitigung.

Finanzplan, Investitionen und Rücklage

Der Finanzplan verzeichnet ein Defizit von rund 1,3 Mio. Euro im Saldo der laufenden Verwaltungstätigkeit. Im Bereich der Investitionen ist ein weiterer Finanzmittelfehlbetrag von rund 1,9 Mio. Euro vorgesehen.

Die geplanten Investitionen für 2026 belaufen sich auf 8,1 Mio. Euro. Dazu zählen die Neue Ortsmitte Raesfeld, die Erweiterung der Kläranlage, der Neubau der Kindertagesstätte Holzwurm sowie Erweiterungen an den Grundschulen im Zusammenhang mit dem Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz.

Zur Finanzierung sollen neben Zuwendungen des Landes vor allem Erlöse aus Grundstücksverkäufen beitragen. Mittelfristig rechnet die Gemeinde allerdings nicht damit, jedes Jahr in diesem Umfang Grundstückserlöse zu erzielen, der Investitionsbedarf bleibt nach der Planung dennoch hoch.

Finanzen-Haushalt Gemeinde Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Die Gemeinde verfügt weiterhin über eine Ausgleichsrücklage von rund 19,6 Mio. Euro. Dadurch gilt der Haushalt trotz Fehlbetrags rechtlich als fiktiv ausgeglichen, ein Haushaltssicherungskonzept ist nicht erforderlich.

Aufgrund des hohen Finanzmittelbedarfs wurde vorsorglich eine Kreditermächtigung von 2 Mio. Euro in die Haushaltssatzung aufgenommen. „Ich möchte vermeiden, dass wir eine Nachtragssatzung aufstellen müssen“, erklärte Greving. Eine konkrete Kreditaufnahme ist im Entwurf nicht vorgesehen.

Zum Abschluss

Am Ende seiner Rede machte Greving deutlich, dass die kommenden Jahre finanziell anspruchsvoller werden. Die Gemeinde müsse Prioritäten setzen, bevor der Rat im Dezember über den Haushaltsentwurf entscheidet.

Kolpingsfamilie Erle spendet 2.900 Euro: Erlös vom Sommerfest 2025

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Sommerfest in Erle der Kolpingsfamilie 2025: Erlösverteilung beschlossen

Am 28. Oktober trafen sich die Erler Gruppen und Vereine zur Nachbesprechung des Sommerfestes 2025. Wie die Kolpingsfamilie mitteilt, wurde dabei der Gesamterlös vorgestellt und gemeinsam über dessen Verteilung beraten.

Erlös vom Sommerfest

Der Erlös betrug 2.791,83 Euro und sei vor allem durch den Verkauf von Speisen und Getränken zusammen gekommen. Aus Rücklagen wurde die Summe auf 2.900 Euro erhöht. Danach sprachen die Teilnehmenden über die Verteilung des Geldes.

Fest steht nun: Die acht sozialen Einrichtungen, in denen Erlerinnen und Erler betreut werden, bekommen jeweils 300 Euro. Zudem erhält die Eine-Welt-Initiative 500 Euro. Gemeinsam mit der Naturerlebnisschule plant sie für 2026 eine Sommerolympiade für geflüchtete und einheimische Kinder.

Wenn Platt rockt: Brejpottspöllers bringen Erle zum Lachen

Ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Das gelang den Brejpottspöllers jüngst bei ihrem Auftritt im Saal von Brömmel-Wilms mehrfach.

Mit ihrem unterhaltsamen Programm begeisterten sie die vielen Besucher des plattdeutschen Nachmittags in Erle. Die Brejpottspöllers sind die Kinder der Plattdeutsch AG des Heimatvereins Erle, die beim Einüben von Sketchen und Geschichten spielerisch Erler Platt lernen und auf der Bühne präsentieren. Wie Carlo Behler, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, mitteilt, sei die Resonanz im Dorf jedes Jahr erstaunlich groß.

Max und Moritz und Till Eulenspiegel

Beliebte Streiche wie „Klingelmänneken“, das Portemonnaie am Faden oder das „heiße Höschen“, das die halbwüchsige Tochter unbedingt haben wollte, erinnerten viele im Publikum an die eigene Jugend. Auch „Eene Pulle Pommes“, der bekannte Sketch von Didi Hallervorden, klang auf Platt besonders originell.

Die Brejpottspöllers-bringen Erle zum Lachen
Foto: Heimatverein Erle

Neu im Programm waren zwei Streiche von Max und Moritz sowie Till Eulenspiegel. Ingrid Horstmann, die Leiterin der AG, hatte den dritten Streich der beiden Lausbuben als „Schnieder Böck“ und den Eulenspiegelstreich als „Wie Eulenspeegel denn Äsel das Lääsen bibroch“ ins Erler Platt übertragen. Die Kinder zeigten, wie sich mit einfachen, aber pfiffigen Mitteln ein stimmiges Bühnenbild gestalten lässt. So stürzte Schneider Böck über einen angesägten Steg aus Karton in das „Wasser“, dargestellt durch einen blauen Müllsack, und der Esel im selbst genähten Kostüm demonstrierte seine Lernfähigkeit mit den Buchstaben I und A.

„Denn Erlkönning“ – eine moderne Version von Goethes Klassiker

Auch menschliche Schwächen wurden mit viel Humor dargestellt. Der Hypochonder, dem der Arzt das „Possläin Syndrom“ bescheinigte – er hat nicht alle Porzellantassen im Schrank – brachte ebenso Gelächter wie die Tratschtante, deren ständiges Gerede über das Wetter der Wurstverkäuferin schlicht „woste“ war.

Für besondere Heiterkeit sorgte die moderne Version von Goethes Erlkönig auf Erler Platt. Am Ende starb das Kind nicht, sondern war innen und außen beschmiert, weil es vom platten Fahrrad in die Modde gefallen war und sich aus Angst vor dem „Erlkönning“ in die Hose gemacht hatte: „… in sinnen Arm dat Jüngsken stunk.“

Zum Schluss stellten die Brejpottspöllers ihren selbst entwickelten Bewegungsrhythmus „Wenn ik äs ut de Schoole kömp, wat will ik denn wall weern?“ vor. Mit diesem Bewegungsspiel erreichten sie beim plattdeutschen Kreativwettbewerb des Kreises Borken den zweiten Platz. Das Programm wurde durch plattdeutsche Lieder aufgelockert, die Norbert Sabellek mit der Gitarre begleitete.

EAV und Plattdeutsches Theater kündigen Pause für 2026 an

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Mit dem neuen HUB bekommt Erle einen Ort, auf den viele lange gewartet haben. Der Saal ist fertig, die Türen öffnen sich bald, und das Dorf freut sich auf Kultur, Begegnung und Veranstaltungen mitten im Ort.

Bevor der Betrieb richtig startet, gibt es jedoch eine Nachricht, die viele interessieren dürfte. Ulrike Heidermann hat sie für alle Beteiligten formuliert. Wir geben ihre Erklärung hier vollständig wieder:


Kein Vorhang, keine Kulisse – kein Problem, EAV und Plattdeutsches Theater machen Pause

Wir als Dorfgemeinschaft haben es geschafft: unsere neue Kneipe mit Saal, das HUB ist zum Jahresbeginn fertig.

Ulrike Heidermann
Seit 2001 ist Ulrike Heidermann Chefin der EAV-Truppe in Erle. Foto: Petra Bosse/Archiv

Aber: Die Buschtrommeln im Dorf haben es schon vorbereitet: Die EAV und die plattdeutsche Theatergruppe müssen ihre Veranstaltungen für 2026 nach langer Überlegung leider verschieben. Der Saal des HUB ist zwar fertig, jedoch konnte die Bühnenplanung erst mit der endgültigen Fertigstellung der Räume beginnen.

Für uns als auftretende Gruppen sind eine entsprechende Bühne mit Kulissen, Vorhängen, Garderoben und Technik unerlässlich, um unsere Veranstaltungen in gewohnter Qualität durchführen zu können.

Die EAV hätte am 6. Februar 2026 ihre erste Sitzung gefeiert. In der intensiven Vorbereitungsphase des Programms ist es uns 14 Frauen und unseren beiden Musikern jedoch nicht möglich, parallel noch eine komplette Bühnenausstattung zu planen und aufzubauen, ohne dass das Programm darunter leidet. Auch das Plattdeutsche Theater steht vor denselben Herausforderungen und teilt diesen Entschluss.

Professionelle Lösung für ein Bühne im HUB

Gemeinsam arbeiten wir, EAV, Plattdeutsches Theater, Aufsichtsrat Bürgergenossenschaft Erle, an einer dauerhaften und professionellen Lösung für die Bühne. Ab 2027 finden dann unsere Veranstaltungen in Erle wie gewohnt wieder statt – mit allem, was dazugehört: guter Technik, stimmungsvollen Kulissen und begeistertem Publikum.

Wir danken allen für euer Verständnis, eure Unterstützung und eure Geduld. Freut euch mit uns auf das, was kommt: Im Januar starten die „Testspiele“ im HUB und am 21. und 22. März lädt die Theatergruppe zu einem „Plattdeutschen Videoabend“ ein. Freut euch auf ein neues Zuhause für Kultur, Gemeinschaft und Lebensfreude in Erle.

Gutes tun in Raesfeld: Der Froschkönig unterstützt mit starker Spende

Es gibt nichts Gutes, außer du tust es. Genau nach diesem Gedanken handelt auch der kleine, aber feine Second Hand Laden „Froschkönig“ in Raesfeld.

Der Laden ist ein Projekt der katholischen Kirchengemeinde St. Martin und hat sich seit Jahren zu einer festen Adresse für gut erhaltene Kleidung und vieles mehr entwickelt. Dort werden Dinge weitergegeben, statt im Schrank oder Keller zu verstauben. Und das mit sichtbarem Erfolg.

3.000 Euro für das DRK Raesfeld

Erneut konnte Leiterin Dagmar Vogt eine Spende überreichen. Aus dem Erlös der verkauften Kleidung für Männer, Frauen und Kinder sowie aus Spielsachen, Dekoartikeln und vielem mehr gingen dieses Mal 3.000 Euro an den DRK Ortsverein Raesfeld. Das Geld wird für einen neuen Defibrillator eingesetzt, der in der Gemeinde künftig lebenswichtig sein kann.

Dagmar Vogt leitet den Second-Hand-Laden Froschkönig in Raesfeld
Dagmar Vogt leitet den Landen Froschkönig. Foto: Petra Bosse

Der Froschkönig ist längst ein besonderer Ort in der Raesfelder Mitte. Spenden von gut erhaltener Kleidung und anderen Dingen sind dort jederzeit willkommen. Verkauft wird alles, elektronische Geräte, für kleines Geld, und was nach Miet und Stromkosten übrig bleibt, fließt in soziale Projekte in der Gemeinde wie Kitas, Vereine, Schulen und vieles mehr.“

Froschkönig – Ehrenamt und Second Hand für einen guten Zweck

Möglich ist das alles nur, weil viele Ehrenamtliche mit anpacken. Sie sortieren, beraten, räumen ein und aus und sorgen dafür, dass der Laden läuft. Ein Projekt, das zeigt, wie viel Gutes entstehen kann, wenn viele gemeinsam anpacken.

Second Hand und soziales Kaufhaus Froschkönig in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Jetzt vor Weihnachten sind schöne gebrauchte Sachen besonders willkommen. Einkaufen darf hier jeder.

Öffnungszeiten

Di.: 10 – 12 Uhr und 15 – 17 Uhr
Mi.: 15 – 17 Uhr
Do.: 10 – 12 Uhr und 15 – 17 Uhr

Fast sechs Jahre später wird Geschichte geschrieben: Das HUB Erle ist bereit

Wer hätte das im Juni 2020 gedacht? Wahrscheinlich kaum jemand. Damals standen viele Erlerinnen und Erler mit der Frage da, ob eine neue Dorfkneipe wirklich machbar sei.

Doch das starke Engagement der Bürgergenossenschaft Erle eG und die Unterstützung aus dem ganzen Dorf und der Umgebung zeigten schnell: Doch, das geht.

Bürgergenossenschaft-Erle-Ape-tour

Millionengrenze geknackt

Im Juni 2020 war die Millionenmarke an gezeichnetem Kapital erreicht, ein Moment, der vielen noch heute in Erinnerung ist.

Und jetzt, gut fünfeinhalb Jahre später, zeigt sich, dass sich all die Mühe gelohnt hat. Das neue Bürgergemeinschaftshaus HUB Erle steht in den Startlöchern. Selbst die schwierige Coronazeit konnte das Projekt nicht ausbremsen, auch wenn sie zwischendurch eher nach Bremse als nach Beschleunigung aussah.

Ein Projekt, das einst als Idee begann, wird nun zur Realität, mitten in Erle.

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Prinzenproklamation 2025 in Raesfeld mit viel Humor und guter Laune

Die Prinzenproklamation startete am Samstagabend traditionell am Rathaus. Dort versammelten sich die neuen Prinzenpaare des RCV, Paul I. und Caro I., sowie das Kinderprinzenpaar des RRZ, Hannes I. und Prinzessin Maja I.

Die Stimmung war, trotz Nieselregen, locker, flockig, heiter und die Jecken übernahmen wie gewohnt das Regiment. Bürgermeister Dirk Kuhmann ist kaum im Amt und Chef vom Rathaus, als er den Rathausschlüssel auch schon wieder abgeben musste. Die Raesfelder Jecken nahmen ihm die Macht bis nach Karneval symbolisch ab.

Raesfelder Karnevalsprinzen übernehmen die Macht über das Rathaus
Foto: Petra Bosse

Schlüsselübergabe vor dem Rathaus

Vorab war alles für die Proklamation startklar, nur einer fehlte noch: der Bürgermeister. Während man nach ihm Ausschau hielt und er seine Rede etwas verspätet antrat, überbrückte Schunkelmusik die Wartezeit. Sitzungspräsident André Schlüß blickte ins Publikum und fragte gut gelaunt, wo der Bürgermeister denn geblieben sei.

Prinzenproklamation in Raesfeld mit symbolischer Schlüsselübergabe
Foto: Petra Bosse

Als Kuhmann schließlich zum Mikrofon kam, löste er die Situation auf und erklärte, dass er den Schlüssel im Rathaus erst suchen musste. Schlüß ergänzte nach der kurzen Begrüßungsrede des Bürgermeisters versöhnlich, dass Kuhmann immerhin der erste Bürgermeister sei, der bei der Proklamation vor dem Rathaus frei gesprochen habe und nicht vom Zettel ablas.

Bürgermeister Dirk Kuhmann-Prinzenproklamation in Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Wortgefechte und Wurfmaterial

Versprochen ist versprochen, und genau darum ging es, als das Thema Wurfmaterial für das Kinderprinzenpaar aufkam. Schlüß erinnerte daran, dass Kuhmann den jungen Hoheiten etwas zugesagt habe. „Und was machen wir mit uns“, fragte Schlüß und lud den Bürgermeister ein: „Komm doch einfach mal auf ein Bierchen vorbei.“ Kuhmann antwortete prompt: „Vielen Dank für die Einladung. Ich kann aber auch noch Promille-Material mitbringen.“

Kinderprinzenpaar des RRZ und Bürgermeister Dirk Kuhmann
Wo ist deine rote Jacke? Foto: Petra Bosse

Auch Prinzessin Maja I. meldete sich zu Wort. Sie erinnerte daran, dass Kuhmann beim Wiegen und Messen auf dem Kappesmarkt gefragt habe, wie er so beliebt werden könne wie das Prinzenpaar. Die Antwort lautete damals: eine rote Jacke tragen. „Und was hast du heute an? Eine blaue Jacke“, stellte sie fest. Kuhmann reagierte schlagfertig: „Da hast du recht und gut aufgepasst. Ich habe mir aber eine rote Jacke vom Christkind gewünscht. Vielleicht sehen wir uns am Rosenmontag in roten Jacken.“ Der Rathausplatz quittierte die Szene mit Applaus und einem Tusch.

Prinzenpaare aus Südlohn, Weseke   und Rhede bei der Prinzenproklamation in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Feier im Festzelt Zum Michael nach der Prinzenproklamation

Nach der Proklamation und der Schlüsselübergabe ging es weiter ins Festzelt Zum Michael. Rund 500 Besucher feierten dort die neuen Prinzenpaare. Musik, ein buntes Programm und gute Laune sorgten für einen gemütlichen Abend, den die Raesfelder mit einem kräftigen „Raesfeld Erle Homer Helau“ begleiteten.

Prinzenproklamation und Party im Festzelt in Raesfeld

Für den musikalischen Rahmen sorgte DJ Andy, der den Abend durchgehend begleitete. Das Prinzenpaar Paul I. und Caro I. wurde offiziell vorgestellt und präsentierte seinen Sessionshit. Auf der Bühne tanzten Solomariechen Emily, die Juniorengarde, die große Garde und Solomariechen Romina.

Solomariechen Emily bei der Prinzenproklamation in Raesfeld

Als Gäste waren die Vereine aus Südlohn, Weseke, Rhede, Brünen und Gemen mit ihren Prinzenpaaren vertreten. Dazu kam der Bürgerausschuss Bocholt, der mit dem Stadtprinzenpaar Max I. und Julia I. anreiste und ebenfalls seinen Sessionshit sang. Nach dem Programm wurde im Festzelt noch lange weitergefeiert.

Prinzenproklamation in Raesfeld mit symbolischer Schlüsselübergabe

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St. Martinszug in Erle mit bunten Laternen und vielen leuchtenden Momenten

Rund um die St.-Silvester-Kirche wurde es am 14. November früh lebendig. Viele Kinder kamen mit fantasievoll gestalteten Laternen, Glitzer, warmem Licht und neugierigen Blicken.

Pünktlich um 17 Uhr versammelten sich Familien aus Erle, um gemeinsam den traditionellen St. Martinszug zu erleben, und das diesmal sogar bei fast trockenem Wetter.

Martinszug in Erle | Pastor Fabian Tilling begrüßte viele Kinder mit bunten Laternen

Start mit Musik, Gesang und Laternenmeer

Pastor Fabian Tilling und der Heilige St. Martin begrüßte die Besucher vor dem Kirchportal. Zuerst ging der Zug eine Runde um die Kirche, begleitet von den vertrauten Klängen des Blasorchesters Erler Jäger. Danach setzte sich der heilige St. Martin hoch zu Ross in Bewegung und schloss sich dem Laternenzug an.

Strahlende Kinderaugen beim Martinszug in Erle
Foto: Petra Bosse

Viele Kinder sangen „Laterne, Laterne“ und „Ich gehe mit meiner Laterne“. Einige zeigten sich sehr textsicher. Vorab waren Zettel mit Liedtexten verteilt worden, die in der Dunkelheit allerdings kaum lesbar waren. Das spielte kaum eine Rolle, da die meisten die Lieder ohnehin auswendig kannten. Im Schein der bunten Laternen zog der Zug eine kleine Runde durch das Dorf bis zum Femeichen-Park.

St. Martinszug in Raesfeld-Erle
Foto: Petra Bosse

Martinsspiel im Femeichen-Park

Vor dem Kindergarten St. Silvester wartete dann das Martinsspiel, das in diesem Jahr besonders eindrucksvoll wirkte. Der neu gestaltete Femeichen-Park bot dafür eine passende Kulisse. Pastor Tilling begleitete die Darstellung, las die Geschichte des heiligen St. Martin vor und zeigte sich erfreut darüber, dass erneut so viele Kinder teilnahmen. Auch der große Zulauf an diesem Abend sorgte bei ihm für sichtbare Freude.

Der Heilige St. Martin in Erle hoch zu Pferd
Foto: Petra Bosse

Farbenfrohe Böllerkarren im Wettbewerb

Zum ersten Mal wurden die zwei schönsten geschmückten Böllerkarren prämiert. Die kreativ gestalteten Modelle leuchteten in kräftigen Farben und sorgten für viele Blicke. Die Auszeichnung ging an die Familie Roring und die Familie Geißler, die jeweils ein Geschenk entgegennehmen konnten.

St. Martinszug in Raesfeld-Erle
Geschenke für St. Martin und den Bettler, überreicht von Pastor Tilling und KiTa-Leiterin Petra Andresen. Foto: Petra Bosse

Stärkung zum Abschluss durch den Förderverein

Die Fördervereine der Kindergärten St. Silvester und St. Nikolaus boten erneut hervorragend organisiert Bratwürstchen, warme und kalte Getränke, Glühwein und Kinderpunsch an. Der Erlös soll laut Veranstaltern beiden Fördervereinen zu gleichen Teilen zugutekommen.

Silvesterkirche Erle. St. Martinszug in Raesfeld-Erle
Foto: Petra Bosse

Ein starkes Jubiläum beim DRK Raesfeld: 200 Blutspenden von Werner Schneider

Sie sind eigentlich die stillen Helden unserer Tage. Menschen, die immer wieder einen Teil ihres Lebens geben, um anderen zu helfen. Beim DRK Raesfeld standen am Freitagabend genau diese Blutspender im Mittelpunkt, allen voran jene, die seit vielen Jahren regelmäßig spenden.

Einer von ihnen ist Werner Schneider, der es tatsächlich geschafft hat: 200 Blutspenden. Dieses seltene Jubiläum rückte im Haus der Vereine in Raesfeld gemeinsam mit vielen weiteren langjährigen Spenderinnen und Spendern in den Fokus, alle waren für ihr anhaltendes Engagement eingeladen.

DRK Raesfeld | -Blutspenderehrung für 200 Blutspenden
Werner Schneider wurde vom Vereinsarzt Ralf Weiland (l.) und Michael Weddeling für seine 200 Blutspenden geehrt. Foto: Petra Bosse

Ein außergewöhnliches Jubiläum

Werner Schneider stand an diesem Abend besonders im Fokus. Mit seinen 200 Spenden setzt er im DRK Ortsverein Raesfeld eine Marke, die bisher niemand erreicht hat. „So etwas haben wir hier noch nie gehabt“, sagte Michael Weddeling, Vorsitzender des DRK Raesfeld. Er begrüßte die Anwesenden und machte deutlich, wie bedeutsam jede einzelne Spende sei. „Ihr seid Lebensretter“, betonte er.

Ehrung für Blutspender | DRK Raesfeld ehr langjährige Spender
Jochen Tempelmann wurde für 125 und Hans-Dieter Strothmann (r.) für 150 Blutspenden geehrt. Foto: Petra Bosse

Weddeling erinnerte daran, dass Blut weiterhin nicht künstlich herzustellen sei. Viele wüssten zudem nicht, wofür die meisten Konserven am Ende verwendet würden. Der größte Teil gehe an Krebspatientinnen und Patienten (19 %) , gefolgt von Herz (16 %) sowie Magen und Darmerkrankungen (16 %). Danach kämen Unfallverletzungen (12 %).

Viele Jahre Engagement

Neben dem 200er Jubiläum gab es zahlreiche weitere Auszeichnungen. Für 150 Spenden wurde Hans Dieter Strothmann geehrt. Ewald Tempelmann und Bernhard Nagel erhielten ihre Urkunden für 125 Spenden. Für 100 Spenden wurden Bernhard Beckmann, Alfons Föcker, Wilfried Theis, Mark Lammers, Markus Marpert und Heribert Triptrap ausgezeichnet.

DRK Raesfeld ehrte Blutspender für 100 Blutspenden am Freitagabend
Ehrung für 100 Blutspenden. Foto: Petra Bosse

Insgesamt stellte das DRK an diesem Abend 40 Ehrungen aus dem Jahr 2024 aus. Weddeling fasste die Gesamtleistung in einem anschaulichen Vergleich zusammen: „Sage und schreibe 1250 Liter Blut oder 157 Kisten Bier haben alle zusammen gespendet.“

Michael Weddeling: Ehrung langjähriger Blutspender beim DRK Raesfeld

Warum Blutspenden zählt

Zwischendurch richtete Weddeling den Blick auf das, was hinter den Zahlen steht. „Sie haben Blut gespendet und das nicht nur einmal, sondern immer wieder“, sagte er. Für viele Menschen sei das überlebenswichtig. Blutspenden betrachtete er als „Akt der Solidarität, der Hilfsbereitschaft und des Gemeinsinns“. Diese Eigenschaften seien im Alltag nicht mehr selbstverständlich.

Ehrung DRK Raesfeld für 75 Blutspenden
Ehrung DRK Raesfeld für 75 Blutspenden. Foto: Petra Bosse

Er sprach auch über Unterschiede zwischen Stadt und Land. Während in großen Städten oft nur ein bis zwei Prozent der spendefähigen Bevölkerung zum Blutspenden gingen, lägen die Quoten im Kreis Borken deutlich höher, bei rund elf Prozent.

Ein Abend für Begegnungen

Nach dem offiziellen Teil blieb Zeit für Gespräche. Die Geehrten nahmen Snacks, informierten sich über die Arbeit des DRK Raesfeld und ließen den Abend mit Getränken ausklingen.

DRK Raesfeld-Ehrung für 50 Blutspenden
DRK Raesfeld-Ehrung für 50 Blutspenden. Foto: Petra Bosse

Sie haben ein Stück Ihres Lebens vergeben.Ohne Menschen wie Sie könnten wir viele Leben nicht retten.

Michael Weddeling

Weitere Auszeichnungen für langjährige Blutspender

25 Blutspenden:

  • Gudel Frank
  • Vorholt Janine
  • Hadder Michael
  • Höing Nils
  • Beckmann Klaus
  • Meiners Hendrik
  • Schwarz Rita
  • Thies Markus
  • Baumeister Lisa
  • Olbing Volker
  • Brinkmann Mareike
  • Gerdes Petra
  • Nagel Lukas
  • Demmer Thomas
Blutspenderehrung-25 Blutspenden-DRK Raesfeld
Blutspenderehrung-25 Blutspenden. Foto: Petra Bosse

50 Blutspenden:

  • Telling Karin
  • Bleker Kerstin
  • Möller Jutta
  • Welsing Peter
  • Hüging Frank
  • Dirks Heike
  • Hüsken Anne
  • Neuhaus Markus
  • Ronau Wolfgang
  • Witte Andreas
Vereinsarzt DRK Raesfeld Ralf Weiland
Vereinsarzt DRK Raesfeld Ralf Weiland. Foto: Petra Bosse
Ehrennadel in Gold-Blutspender DRK Raesfeld
Wertvolle Ehrennadel in Gold. Foto: Petra Bosse

Ausstellung „Weihnachtslieder im Farbenklang“ in der St. Silvesterkirche Erle

Mit Beginn der Adventszeit öffnet die St. Silvesterkirche in Erle erneut ihre Reihe „Kunst und Kirche“. Drei Künstlerinnen aus Marl stellen farbige Interpretationen bekannter Weihnachtslieder vor.

Ausstellung startet am 29. November

In der St. Silvesterkirche beginnt am Samstag, 29. November 2025, eine neue Ausgabe der Reihe „Kunst und Kirche“. Unter dem Titel „Weihnachtslieder im Farbenklang – Wenn Weihnachtslieder zu Bildern werden“ zeigen drei Künstlerinnen aus Marl ihre Arbeiten. Die Werke entstanden in Pastellkreide und greifen Melodien auf, die viele Besucherinnen und Besucher mit der Advents- und Weihnachtszeit verbinden. Die Ausstellung wird im Vorabendgottesdienst eröffnet, musikalisch begleitet vom Projektchor.

Drei Künstlerinnen gestalten den Farbenklang

Zu sehen sind Arbeiten von Monika Mohr, Johanna Elfenkämper und Mira Sauter. Monika Mohr leitet seit 18 Jahren Kurse an der katholischen Familienbildungsstätte Dorsten/Marl und arbeitet als Autodidaktin vor allem mit Grafit, Pastellkreiden und Acryl. Neben ihrer Kursarbeit setzt sie als Auftragskünstlerin individuelle Motive um.

Johanna Elfenkämper war viele Jahre im Schuldienst tätig und widmete sich nach der Pensionierung neuen Techniken. Sie arbeitet unter anderem mit Aquarell und Pastellkreiden und ist seit 2001 mit der Familienbildungsstätte verbunden.

Mira (Myroslava) Sauter fand schon früh den Zugang zur Kunst. Sie erprobte verschiedene Materialien und entwickelte seit 2020 die Pastellmalerei zu ihrer bevorzugten Ausdrucksform weiter. Alle drei Künstlerinnen sind über den Kurs „Mit Stift und Farbe“ miteinander verbunden.

Farben bringen Weihnachtslieder zum Klingen

Die Ausstellung zeigt, wie eng Farbe und Form mit der Stimmung traditioneller Weihnachtslieder verbunden sein können. Die Künstlerinnen setzen Melodien visuell um und schaffen Bildräume, die zur Adventszeit passen und Besucherinnen und Besucher zu einem ruhigen Rundgang einladen.

Öffnungszeiten der St. Silvesterkirche

Die Arbeiten sind bis zum 2. Februar 2026 in der St. Silvesterkirche in Erle zu sehen. Die Kirche ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung „Ausstellung Kunst St. Silvesterkirche“ ist frei zugänglich.

Feuerlöscher-Check bei der Feuerwehr Raesfeld

Pimp deinen Feuerlöscher in Raesfeld: Feuerwehr lädt zum Brandschutztag ein

Alles rund um den Brandschutz an einem Tag: Die Feuerwehr Raesfeld bietet am Samstag, 15. November 2025, von 10 bis 16 Uhr im Feuerwehrgerätehaus am Roringskamp 6 einen Aktionstag rund um Feuerlöscher, Brandmelder und Sicherheit im Haushalt an.

Wartung, Beratung und Verkauf

Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag ihre Feuerlöscher warten lassen oder neue Modelle erwerben. Auch Löschdecken sowie Brandmelder werden angeboten. Laut Feuerwehr gehe es vor allem darum, Haushalte rechtzeitig vor der Adventszeit sicher zu machen.

Angebote für Groß und Klein

Neben den Informationen und Verkaufsangeboten sorgen die Feuerwehrleute auch für das leibliche Wohl. In gemütlicher Atmosphäre werden Speisen und Getränke angeboten. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg, gedacht für die „kleinen Helden“, wie es im Programm heißt.

Vorbereitung auf die Adventszeit

Die Feuerwehr möchte mit der Aktion darauf aufmerksam machen, wie wichtig funktionsfähige Feuerlöscher gerade in der Advents- und Weihnachtszeit sind, wenn Kerzen und Dekorationen die Brandgefahr erhöhen. Besucherinnen und Besucher sollen die Gelegenheit nutzen können, ihre Ausrüstung zu prüfen und zu ergänzen.

Veranstaltungsort:
Feuerwehrgerätehaus Raesfeld, Roringskamp 6
Datum: Samstag, 15. November 2025
Uhrzeit: 10 bis 16 Uhr

Adventsmarkt Raesfeld 2025: Vorverkauf der Eintrittspins startet

Der Adventsmarkt am historischen Wasserschloss in Raesfeld nähert sich. Anfang Dezember verwandle sich das Gelände laut Veranstalter erneut in eine stimmungsvolle Kulisse. Der Markt findet vom 4. bis 7. Dezember 2025 statt.

Besucherinnen und Besucher können sich auf Kunsthandwerk, Kulinarik und ein breites weihnachtliches Angebot einstellen. Wie die Organisatoren mitteilten, starte der Vorverkauf der Eintrittspins am Montag, 10. November 2025, direkt im Anschluss an den Kappesmarkt.

Adventsmarkt Schloss Raesfeld 2025
Der Adventsmarkt auf Schloss Raesfeld im Jahr 2025 am Abend. Foto: Petra Bosse/Archiv

Adventsmarkt Schloss Raesfeld: Vorverkauf und Eintritt

Für den Besuch des Adventsmarktes werden auch in diesem Jahr Eintrittspins ausgegeben. Diese sind zum Preis von 6 Euro pro Stück erhältlich und ermöglichen den Zutritt an allen vier Veranstaltungstagen. Der Vorverkauf läuft bis eine Stunde vor Marktbeginn am Donnerstag, 04. Dezember 2025, 14 Uhr. Die Öffnungszeiten der jeweiligen Verkaufsstellen sind zu beachten.

Die Eintrittspins sind in Raesfeld und Erle an folgenden Stellen erhältlich:

  • Tourist-Info im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld
  • Bürgerbüro
  • Volksbanken und Sparkassen in Raesfeld und Erle
  • Holzwarth-Apotheke
  • Schloss-Apotheke
  • Femeichen-Apotheke

Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Es kann zu Alterskontrollen kommen.

Adventsmarkt Schloss Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Tageskasse

Nach Ende des Vorverkaufs wird an der Tageskasse eine Eintrittskarte zum Preis von 7 Euro pro Person ausgegeben. Diese berechtigt zum einmaligen Eintritt am jeweiligen Besuchstag.

Parkmöglichkeiten

Erstmalig stehen alle ausgewiesenen Parkplätze rund um das Marktgelände kostenfrei zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher können die Parkflächen entsprechend der Ausschilderung nutzen.

Karla Kolumna lässt grüßen | November 2025

Raesfeld im Dauereinsatz: Vom Kappes zum Karneval

Einmal im Monat meldet sich Raesfelds Karla Kolumna zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben.

Neuer Bürgermeister, neuer Rat, neue Ausschüsse, und trotzdem keine Spur von Stillstand. In Raesfeld reiht sich ein Termin an den nächsten. Kaum ist der Kappesmarkt vorbei, geht es Schlag auf Schlag. Laternen, Karneval, Ratsarbeit, Nikolaus und Adventsmarkt füllen den Kalender. Wer hier auf Ruhe hofft, sucht vergeblich, oder einen Parkplatz.

Von Laternen zu Luftschlangen

Die letzten Kohlköpfe sind verkauft, da ziehen schon die Kinder mit Laternen durch die Straßen. Kaum ist St. Martin vorüber, starten die Karnevalisten in die neue Session. In Raesfeld gilt offenbar: Nach dem Umzug ist vor dem Umzug.

Zwischen Weckmännern und Konfetti verschwimmt der Kalender. Kaum ist die Martinslaterne weggeräumt, hängt schon die erste Girlande.

Einmal ernst, bitte

Zwischen Feiern und Festumzügen bleibt kurz Zeit für Politik. Der Rat befasst sich mit dem Haushalt 2025 und plant erneut ohne neue Schulden. Während andere Städte nach Fördergeldern und Brotkrumen suchen, rechnet man in Raesfeld vergleichsweise gelassen. Zumindest auf dem Papier bleibt die Gemeinde solide, auch wenn draußen längst wieder die nächste Veranstaltung vorbereitet wird.

Nikolaus und Parkplatznot

Und dann kommt er: der Nikolaus. Mit Musik und vielen Kindern im Schlepptau. Während er durch die Straßen zieht, stehen Autofahrer ratlos am Straßenrand. Besucher drehen lieber noch eine Runde durchs Dorf, in der Hoffnung, dass irgendwo ein Auto aus der Lücke rollt. Wer doch einen Platz ergattert, kann sich glücklich schätzen, bis der Adventsmarkt am Schloss beginnt. Dann ist die Freude schnell zugeparkt.

Nicht zu vergessen: der Adventsmarkt selbst. Einer der schönsten weit und breit, sagen viele, und das stimmt. Nur bleibt die Frage: Wo bitte parken all die Menschen?

Advent, Advent – der Kalender brennt

Zwischen Glühwein, Tannenduft und Musik zeigt Raesfeld, dass es ohne Pause besser läuft. Kaum ist eine Veranstaltung vorbei, kündigt sich die nächste an. Ruhe gibt es hier nicht, höchstens kurz an der roten Ampel.

Für Journalistinnen und Journalisten bietet Raesfeld damit reichlich Stoff, manchmal fast zu viel. Denn wer hier über das Dorfleben berichtet, steht selbst im Dauereinsatz.

Karla Kolumna lässt grüßen
Petra Bosse alias Raesfelds „Karla Kolumna“ beobachtet das Dorfleben mit wachem Blick und trockenem Humor. Ob Markt, Ratssitzung oder Schützenfest, sie ist dort, wo etwas passiert, und notiert, was Raesfeld bewegt. Ihre Texte zeigen das Alltägliche zwischen Schloss und Schulhof, mit einem Augenzwinkern und ohne Schnörkel.

Da war doch was? Aus dem Archiv |Geschlossenheit der CDU Raesfeld gegen Rot/Grün

Aus dem Archiv: Im Februar 2011 diskutierte der Raesfelder Rat über den Haushalt NRW, die CDU-Ratsmitglieder zeigten damals Geschlossenheit mit einheitlichen T-Shirts.
Auch jetzt steht in den nächsten Wochen der Haushalt 2025 auf der Tagesordnung des Rates.

Haushalt NRW 2011 wurde zur Schicksalsfrage

Auch im Raesfelder Rat sprach man im Februar 2011 über Zahlen, Schulden und Verantwortung. Während in Düsseldorf die rot-grüne Minderheitsregierung um den Haushalt kämpfte, zeigte sich die CDU-Fraktion in Raesfeld geschlossen – und klar in ihrer Haltung. Der Streit um den „Haushalt NRW 2011“ wurde zum Symbol politischer Grundsatzfragen.

CDU demonstriert Einigkeit im Rat

Während der Ratssitzung in Raesfeld traten die CDU-Ratsmitglieder einheitlich auf: Sie trugen schwarze T-Shirts mit der Aufschrift „Rot-Grün ruiniert die Sparsamen“. Das Bild aus dem Sitzungssaal zeigte deutlich, dass die Fraktion auch optisch Geschlossenheit demonstrieren wollte.

Der Haushaltsplan für 2011 sah eine Nettoneuverschuldung von 7,1 Milliarden Euro vor. Für die CDU galt dieser Ansatz als unverantwortlich. In Raesfeld machten die Ratsmitglieder klar, dass sie den Kurs ihrer Landespartei unterstützten.

Ratssitzung Haushalt 2011 Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Konflikt um Nachtragshaushalt 2010

Im Hintergrund stand der Streit um den Nachtragshaushalt 2010. Der Verfassungsgerichtshof in Münster hatte dessen Umsetzung im Januar ausgesetzt. Ein Urteil wurde für Februar erwartet. Damit wurde der neue Haushalt 2011 zur Schicksalsfrage für die rot-grüne Minderheitsregierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Verfassungsgericht als Entscheidungsträger

Die CDU hatte angekündigt, erneut vor das Gericht zu ziehen, sollte auch der neue Haushalt nach ihrer Einschätzung gegen die Verfassung verstoßen. Beobachter werteten das Verfahren als möglichen Wendepunkt in der Landespolitik.

Haushalt Raesfeld-Plan 2011 NRW
Foto: Petra Bosse

Politische Lage und Umfragen

Nach der Landtagswahl im Mai 2010 hatte die rot-grüne Minderheitsregierung das Amt von der zuvor regierenden schwarz-gelben Koalition übernommen. In den Umfragen vom Januar 2011 lagen CDU und SPD nahezu gleichauf. Die Grünen konnten ihre Position deutlich verbessern, FDP und Linkspartei blieben unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Ratssitzung Raesfeld 2011 gegen die Pläne der Grünen  NRW
Foto: Petra Bosse

Mögliche Folgen für das Land

Der Haushalt 2011 galt als Prüfstein für die Handlungsfähigkeit der Minderheitsregierung. Ein Scheitern hätte laut Einschätzung politischer Beobachter den Weg für Neuwahlen öffnen können.

Erle leuchtet: St. Martinsumzug mit Prämierung und Musik

Am 14. November (Freitag) lädt das Familienzentrum Erle zum traditionellen St. Martinsumzug ein. Der Laternenzug startet um 17 Uhr an der St.-Silvesterkirche und endet am Kindergarten an der Femeiche.

Laternenzug durch Erle

Das Familienzentrum Erle organisiert den Umzug gemeinsam mit den örtlichen Kindergärten. Kinder, Eltern und Besucher ziehen dann wieder mit bunten Laternen durch die Straßen bis zum St.-Silvesterkindergarten an der Femeiche.

Fördervereine sorgen für das leibliche Wohl

Die Fördervereine der Kindergärten St. Silvester und St. Nikolaus übernehmen die Bewirtung. Sie bieten Bratwürstchen sowie warme und kalte Getränke an. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, eigene Becher für Glühwein oder Kinderpunsch mitzubringen. Der Erlös fließt zu gleichen Teilen an beide Fördervereine.

Prämierung und Dank

In diesem Jahr zeichnet das Familienzentrum erstmals den schönsten Kinder- oder Bollerwagen aus. Das Team dankt allen Helferinnen, Helfern und Beteiligten, die den Martinsumzug unterstützen.

Heimatmotive auf Rädern: Raesfeld und Erle werben für ihre Region

Das Ortsmarketing Raesfeld hat gemeinsam mit dem Transportunternehmen Stenkamp einen neuen Lkw mit regionalen Motiven auf die Straße gebracht. Die Auflieger zeigen eindrucksvolle Fotografien aus Raesfeld und Erle. Ziel sei es, die Geschichte und Attraktivität der Region sichtbar zu machen.

Kooperation zwischen Ortsmarketing und Transportunternehmen

Nach Angaben des Ortsmarketings sei bereits vor rund zehn Jahren der erste Lkw mit Bildern aus der Gemeinde auf Tour gegangen. Nun werde das Projekt weitergeführt und um neue Motive ergänzt. Die aktuellen Auflieger, jeweils 13 Meter lang, zeigen großformatig Ansichten der Wasserburg Raesfeld und weiterer markanter Orte.

Unternehmer Thomas Stenkamp erklärte, die Gestaltung solle nicht nur die Fahrzeuge präsentieren, sondern zugleich die Schönheit und Vielfalt der Heimat würdigen. Damit werde das Bewusstsein für das kulturelle Erbe gestärkt.

Motive aus Raesfeld und Erle

Auf den Seitenflächen der Fahrzeuge sind Fotos vom Schloss Raesfeld und aus dem Ortsteil Erle zu sehen. Die Rückseite zeigt eine Stieleiche, die laut Ortsmarketing als Symbol für Erle gilt. Sie erinnere an die bekannte Femeiche, die im Dorfentwicklungs­konzept als Wahrzeichen verankert sei.

Sichtbares Zeichen für Regionalität

Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings, betonte, die Kooperation mit dem Transportunternehmen sei Ausdruck von Gemeinschaft und Wertschätzung. Durch die rollenden Heimatmotive solle die Lebensqualität der Gemeinde über die Grenzen hinaus sichtbar werden.

Mit der Kampagne setze Raesfeld ein Zeichen für Mobilität, Identität und Regionalität.

Mit Herz und Stimme: St. Martin Raesfeld–Erle–Rhedebrügge hat gewählt

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Mit Jagdhornklängen zur neuen Pfarreiratswahl: Die katholische Kirchengemeinde St. Martin Raesfeld–Erle–Rhedebrügge feierte in der festlich geschmückten St.-Silvesterkirche in Erle einen besonderen Gottesdienst. Musikalisch begleitet von den Üfter Jagdhornbläsern stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor rund 200 Gottesdienstbesuchenden vor. Anschließend gaben die Wahlberechtigten im Silvesterhaus ihre Stimme ab.

24 Prozent Wahlbeteiligung beim Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand wurde in den vergangenen Wochen neu gewählt. Von 6096 Wahlberechtigten beteiligten sich 1460 Gemeindemitglieder, was einer Wahlbeteiligung von 24 Prozent entspricht. 2021 lag sie noch bei 6,5 Prozent.

In den Kirchenvorstand gewählt wurden:
Karl-Heinz Baumeister, Andrea Wachtmeister, Marlies Brömmel, Heinz Nienhaus, Paula Nagel, Werner Bleker, Norbert Egging, Markus Lamers, Heinrich Schulze Mengering und Cornelia Krampe.

Ersatzmitglieder sind Thomas Spangemacher und Norbert Pooth.

Der Kirchenvorstand dankte allen, die sich zur Wahl gestellt haben, für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft, Verantwortung in der Gemeinde zu übernehmen.

Neues Pfarreiratsteam steht fest

Das neue Pfarreiratsteam umfasst 13 Mitglieder aus allen drei Ortsteilen der Pfarrei:
Annette Döring-Enck, Astrid Hudournik, Britta Kula, Christoph Grewing, Esther Schwiederowski, Irmgard Wachtmeister, Lars Wilting, Maik Epping, Margret Droste, Mechthild Gülker, Nele Elsner, Petra Nienhaus und Yvonne Rölfing.

Mit der Online-Wahl und der Abstimmung im Rahmen einer Pfarrversammlung betrat die Gemeinde St. Martin Raesfeld–Erle–Rhedebrügge Neuland. Das neue Verfahren sei laut Pastor Tilling gut angenommen worden und habe die Beteiligung spürbar erhöht. Eine klassische Urnenwahl wäre am Kappesmarkt-Wochenende in Raesfeld kaum möglich gewesen.

Pastor Tilling zieht positives Fazit

Pastor Dr. Fabian Tilling zeigte sich zufrieden: „In den letzten Wochen konnte der Kirchenvorstand gewählt werden. Von 6096 Wahlberechtigten haben 1460 Gemeindemitglieder ihre Stimme abgegeben. Somit können wir uns über eine Wahlbeteiligung von 24 Prozent freuen.“

Kappesmarkt Raesfeld: Wenn der Kohl zum Publikumsliebling wird

Schon am frühen Nachmittag war der Kohl knapp. Mehr als 1000 Köpfe wechselten bei einem Büdericher Markthändler auf dem Kappesmarkt Raesfeld am Sonntag den Besitzer. Wer später kam, musste sich mit Wirsing, Möhren, Kartoffeln, Blumenkohl Käse oder Blumen trösten, und mit jeder Menge Marktstimmung.

Kappesmarkt Raesfeld 2025 – Impressionen aus der Ortsmitte
Foto: Petra Bosse
Kappesmarkt Raesfeld 2025 – reges Markttreiben im Ortskern
Kohl und Wirsing waren heißbegehrt. Foto: Petra Bosse

Kohl so weit das Auge reicht

Bereits um 14 Uhr war einer der Anhänger mit Kappes aus Büdericher vom Niederrhein leergefegt. „Alles verkauft“, rief der Händler lachend, während die letzten Köpfe in die zahlreichen Kappes-Taxis geladen wurden. Mehr als 1000 Kohlköpfe seien es gewesen, rechnete der Büdericher nach, aber so ganz genau könne es nicht sagen.

Die Dorfmitte war bis auf den letzten Stand gefüllt. Besucher schoben sich dicht an dicht vorbei, blieben stehen, schauten, probierten. „Voller geht’s nicht“, meinte eine Frau aus Marl, während sie sich durch die Marktstraße manövrierte.

Kappesmarkt Raesfeld 2025 – Holländische Gäste aus Wehl
Foto: Petra Bosse

Holländische Freunde sorgen für Stimmung

Für gute Laune sorgten wieder die Gäste aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl, die mit einem Bus angereist kamen. Aber auch die holländischen Markthändler und Marktschreier waren nicht zu überhören. Zwischen Käse, Blumen, Gemüse und Obst hallten ihre Rufe über den Platz. „Fünf Kilo Äpfel nur für fünf Euro, alles frisch!“ oder „Lecker, leckerer und saftig!“, rief ein Händler mit breitem Grinsen. Der Käse rollte zwar nicht über die Straße, aber reichlich über die Ladentheke.

Kappesmarkt Raesfeld 2025 – Besucher beim Kohlverkauf
Foto: Petra Bosse

Parken? Nur für Anlieger – theoretisch

Im Vorfeld hatte die Gemeinde den Ortskern und die Zufahrtsstraßen nur für Anlieger freihalten wollen. Bis auf wenige Ausnahmen klappte das, zumindest in der Theorie. Manche Besucher aus dem Ruhrgebiet interpretierten das Schild recht großzügig. Je größer das Auto, desto näher rollte man an die Kirche heran.

Mit viel Geduld wurde selbst in der kleinsten Lücke noch rangiert, ein bisschen vor, ein bisschen zurück, ein bisschen links oder rechts. Fast schon auf dem Friedhof, bis es schließlich auch für einen Essener passte. Ob andere, also echte Anlieger, dann noch durchkamen, interessierte am Ende niemanden. Auf die Frage, ob er das Schild nicht gelesen habe, kam die Antwort prompt: „Woher wollen Sie denn wissen, dass ich kein Anlieger bin, oder ein Anliegen habe?“ Ein Satz, der an diesem Tag wohl gerne als Ausrede genutzt wurde.

Kappesmarkt Raesfeld 2025 – Marktstände voller Kohl und Käse
Foto: Petra Bosse

Keine Parkplatzprobleme für die Kappestaxis

Während also einige Autofahrer mit Rangieren beschäftigt waren, hatten die Kappestaxis ganz andere Sorgen – nämlich volle Auftragsbücher. Die Jungen und Mädchen mit ihren Handwagen waren im Dauereinsatz. Mit kräftigem Einsatz transportierten sie Kohl, Käse und Blumen quer durch die Ortsmitte. So konnten sie ihr Taschengeld aufbessern, und die Besucher zeigten sich großzügig. Zwischen zwei und fünf Euro wechselten pro Fahrt den Besitzer, manchmal sogar zehn, wenn die Strecke bis zum Schloss oder in die Außenbereiche führte. Stillstand gab es dabei nicht.

Opa Ewald Marpert spielt Live-Musik vor dem Rathauscafé und begeistert Besucher beim Kappesmarkt Raesfeld 2025.
Opa Ewald Marpert spielt Live-Musik vor dem Rathauscafé und begeistert Besucher beim Kappesmarkt Raesfeld 2025.

Musik und Stimmung vor dem Rathauscafé

Auch vor dem Rathauscafé herrschte beste Laune. Opa Ewald Marpert, 86 Jahre alt, vergaß zwischenzeitlich, dass er selbst nicht mehr der Jüngste war. Neben dem DJ sorgte er für eine musikalische Live-Einlage, stellte dafür seine Krücken kurzerhand in die Ecke und griff zur Gitarre. Mit sichtlicher Freude spielte er sich durch sein Repertoire und vergaß dabei ganz sein Alter. Die Gäste klatschten, tanzten und genossen den späten Sonntagnachmittag.

Lichter, Musik und entspannte Atmosphäre auf dem abendlichen Kappesmarkt Raesfeld 2025 im Ortskern.
Foto: Petra Bosse

Stammgäste und neue Entdeckungen

Viele Besucher kennen den Markt seit Jahren. „Ich komme jedes Jahr her, hier finde ich immer mein Weihnachtsgeschenk“, sagte eine Essenerin, die nach eigenen Angaben bereits zum 20. Mal in Raesfeld war. Auch ein Besucher aus Gelsenkirchen füllte seinen Wagen randvoll mit Gemüse.

Um 18 Uhr leerte sich der Platz allmählich. Nur der Duft von Pommes, Käse und Kohl blieb noch ein wenig länger in der Luft – typisch Kappesmarkt Raesfeld eben: voller, voll am vollsten.

Büdericher Trecker mit Kohlstand auf dem Kappesmarkt Raesfeld

Damit zeigte der 39. Kappesmarkt, dass Tradition und Lokales in Raesfeld nicht aussterben. Trotz kleiner Hindernisse und bei herbstlichem, aber ungewohnt mildem Novemberwetter zog es an zwei Tagen wieder viele Menschen aus der Region in den Ortskern. Und das nächste große Event steht bereits vor der Tür: der Adventsmarkt am Wasserschloss Raesfeld vom 4. bis 7. Dezember 2025.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google uebermittelt.

Raesfeld rüstet für den Rosenmontagszug | Auf die Waage, fertig, los

Kamellen nach Kilo: Raesfeld wiegt seine Prinzenpaare

In Raesfeld drehte sich am Samstag auf dem Kappesmarkt alles um Süßigkeiten. Genauer gesagt um sehr viele Süßigkeiten. Denn was wäre ein Rosenmontagszug ohne Kamellen? Nur halb so spaßig. Damit genug davon durch die Luft fliegen, stand nach der offiziellen Eröffnung des Kappeskappesmarktes das traditionelle Wiegen der Prinzenpaare auf dem Programm.

Raesfelder Prinzenpaare-Wiegen und Messen auf dem Kappesmarkt

Süßes Spektakel auf der Bühne an der Kirche

Nach dem Startschuss zum Kappesmarkt füllte sich der Platz vor der Bühne an der Kirche. Punkt 13 Uhr 11 begann das Programm, eine Uhrzeit, die in Raesfeld längst Tradition hat. Denn dann lädt der Raesfelder Rosenmontagszug RRZ zum beliebten Wiegen und Messen ein.

Traditionelle Wiegen und Messen auf dem Kappesmarkt in Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Kappes, Kilos und Karneval

Als Erster trat Bürgermeister Dirk Kuhmann an. In den Armen hielt er mehrere große Kappesköpfe, so viele, wie er tragen konnte. Ziel war es, das Gewicht zu steigern und damit die Menge der Kamellen für den Rosenmontagszug zu erhöhen. „Ein paar Kappesköpfe mehr machen am Ende den Unterschied“, sagte einer der Helfer mit Blick auf die Waage.

Kappeskönig Birgitt I. beim Wiegen und Messen
Foto: Petra Bosse

Danach folgte das Kinderprinzenpaar Hannes I. Grotendorst und Prinzessin Maja I. Gröniger vom RRZ. Im Anschluss stiegen Caro I. Discher und Paul I. Stegerhoff vom Raesfelder Carnevalsverein RCV auf die Waage. Für sie galt dasselbe Motto: Je mehr Kilos, desto größer der Bonbonregen an Rosenmontag.

Mit Kappesköpfe wurde hier bei Dirk Kuhmann mächtig an die Gewichtsschraube gedreht.
Mit Kappesköpfe wurde hier bei Dirk Kuhmann mächtig an der Gewichtsschraube gedreht. Foto: Petra Bosse

Hauptsache Gewicht – Zahlen sind Verhandlungssache

Eitelkeiten, das Gewicht sonst niedrig zu halten, spielten dabei keine Rolle. „Heute darf die Waage ruhig ein paar Kilo mehr anzeigen“, lautete das Motto. Gezählt wurde großzügig. Aus dreißigtausend Bonbons wurden schnell mal dreihunderttausend.

Wiegen und Messen-Raesfelder Rosenmontatgszug
Foto: Petra Bosse

Tradition mit Geschichte

Das Wiegen der Prinzenpaare gehört in Raesfeld längst zur festen Karnevalstradition. Eine Verbindung zur aktuellen Kappeskönigin Birgitt I. Grotendorst gibt es ebenfalls. Sie war selbst einmal Prinzessin im Raesfelder Rosenmontagszug und durfte damals Kamellen aus dem Frosch werfen. „Ob elf Uhr elf oder dreizehn Uhr elf, Hauptsache Kamellen“, sagte eine Besucherin lachend und sprach damit vielen aus dem Herzen.

Kappesmarkt Raesfeld-Wiegen und Messen am Samstag
Foto: Petra Bosse
Eine Waage mit Tradition gehört immer zum Wiegen und Messen des Raesfelder Rosenmontags dazu
Eine Waage mit Tradition: Foto: Petra Bosse

Kirchenvorstand St. Martin neu gewählt: Deutlich höhere Beteiligung

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In den vergangenen Wochen ist der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Martin (Erle–Raesfeld–Rhedebrügge) gewählt worden.

Wie Pastor Dr. Fabian Tilling heute mittteilt, gaben von 6.096 Wahlberechtigten insgesamt 1.460 Gemeindemitglieder ihre Stimme ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 24 Prozent. Bei der letzten Urnenwahl im Jahr 2021 lag sie bei 6,5 Prozent. „Die Möglichkeit der Onlinewahl hat deutlich mehr Menschen erreicht“, sagte Pastor Dr. Fabian Tilling. Die Namen der gewählten Mitglieder werden zeitnah veröffentlicht.

Wahl zum Pfarreirat am kommenden Sonntag

Am Sonntag, dem 9. November, findet die Wahl zum Pfarreirat statt. In der Messe um 10.30 Uhr in Erle stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor. Im Anschluss können Gemeindemitglieder im Silvesterhaus ihre Stimme abgeben und das Pfarreiratsteam bestätigen.

13 Personen aus allen Ortsteilen

Das zu wählende Gremium umfasst 13 Personen aus allen drei Ortsteilen der Pfarrei. „Wir danken allen, die durch ihre Kandidatur Verantwortung für die Menschen in der Kirche übernehmen“, so Pastor Tilling.

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