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Jugendhaus Erle zieht um: Mehr Platz, neue Ideen, große Pläne

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Jugendhausleiterin Anna Löbbecke (re.) und Janina Janina Schuchardt freuen sich auf die neu renovierten Räume im Jugendhaus Erle. Foto: Petra Bosse

Viele Hände, schnelles Ende. Geschafft. Am Mittwoch stemmte Jugendhausleiterin Anna Löbbecke den Umzug ins alte Jugendhaus gemeinsam mit Janina Schuchardt (Jugendhaus Raesfeld), Kindern, Eltern sowie Jugendlichen und freute sich über die große Unterstützung. Kisten und Möbel wanderten durch die Türen, Teams sortierten, schleppten, stellten ab.

„Endlich ist es so weit.“ Jugendhausleiterin Anna Löbbecke sagt diesen Satz ohne Zögern. Nach Monaten der Planung, nach Übergangslösungen und Provisorien steht fest: Das Jugendhaus Erle zieht wieder um. Zurück in die neu renovierten Räume des alten Jugendhauses.

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Wieder Licht im Jugendhaus Erle.
Wieder Licht im Jugendhaus Erle. Umzug ist geschafft. Foto: Petra Bosse

Ein Jahr nachdem Löbbecke am 1. Dezember 2024 die Leitung des Jugendhauses Erle übernommen hat, beginnt nun ein neues Kapitel. Eines mit mehr Platz, mehr Möglichkeiten und vielen offenen Kartons.

Zwischen Kartons und großen Plänen

Zwischen Kartons und Werkzeug erklärt Löbbecke, was alles mit umzieht. „Alles, was wir noch da haben und natürlich noch top funktioniert“, sagt sie.

Im alten Standort über der Turnhalle war der Platz begrenzt, im neuen Jugendhaus eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten. „Die Räumlichkeiten sind jetzt viel, viel größer. Das heißt, wir brauchen ganz, ganz viele Neuanschaffungen.“ Gleichzeitig will das Team bewusst auswählen. „Die Sachen, die wir jetzt noch haben, sind wirklich noch richtig schön. Das Letzte, was wir wollen, ist Sperrmüll oder irgendein kaputter Tisch. Was wir machen, das machen wir auch richtig.“

Umzug ins alten Jugendhaus in Erle nach einem Jahr
Viele Hände, schnelles Ende. Foto: Petra Bosse

Auf der Suche nach passenden Möbeln

Löbbecke hat in den vergangenen Wochen viele Gespräche geführt. „Ich war bei verschiedenen Möbelhäusern, habe an Türen geklopft und gefragt, ob sie uns vielleicht unterstützen können.“

Erste Zusagen gibt es bereits. „Riegel Interieur hat sich gemeldet und will uns auf jeden Fall etwas zukommen lassen. Bei den anderen sind wir noch dran.“ Parallel steht ein eigenes Budget zur Verfügung. „Wir schauen, dass wir uns Schritt für Schritt über das ganze Jahr ein richtig schönes Jugendhaus aufbauen.“

Rückhalt aus der Gemeinde

Besonders positiv hebt Löbbecke die Zusammenarbeit mit der Raesfelder Gemeinde und Jörg Heselhaus hervor. „Die läuft absolut hervorragend. Alle Ansprachen werden eingehalten, alle Bitten mehr oder weniger erfüllt.“ Natürlich spiele Geld immer eine Rolle. „Er muss auch auf seine Euros gucken, aber ganz so geizig ist er bei uns nicht.“

Nicht nur auf Verwaltungsebene sei die Unterstützung spürbar. „Die Hausmeister sind sofort parat, bringen Umzugskartons, helfen direkt mit. Die Menschen sind mit Gedanken dabei, fragen nach, helfen. Wir bekommen wirklich Unterstützung von allen Seiten.“

Anna Löbbecke-Leiterin Jugendhaus Raesfeld-Erle
Eine glückliche Anna Löbbecke. Sie freut sich, dass so viele beim Umzug mitgeholfen haben. Foto: Petra Bosse

Weihnachten noch nicht im neuen Jugendhaus Erle

So groß die Freude über den Umzug ist, ein Weihnachtsfest im neuen Jugendhaus wird es in diesem Jahr nicht geben. „Das schaffen wir leider nicht“, sagt Löbbecke. Der Blick richtet sich deshalb nach vorn. „Pimp Your Jugendhaus ist eines der großen Projekte, die wir sowohl in Erle als auch in Raesfeld haben werden.“

Ein Ziel steht bereits fest. „Wir wollen im nächsten Jahr ein Weihnachtsfest feiern. Mit einem Weihnachtsmarkt, gestaltet gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen. Dafür werden wir das ganze Jahr über etwas machen.“

Viele Kisten wurden heute geschleppt
Viele Kisten mussten heute geschleppt werden. Foto: Petra Bosse

Start ohne festen Termin

Einen klaren Starttermin nennt Löbbecke bewusst nicht. „Wir haben diese Woche die Schlüssel bekommen. Wann es offiziell losgeht, kann ich noch nicht genau sagen.“ Ein vorsichtiger Beginn im Februar sei möglich, doch: „Wir werden sicherlich das ganze Jahr brauchen, bis wir sagen können, jetzt sind wir fertig und so gefällt uns das auch.“

Jugendarbeit läuft weiter

Trotz Umzug wird es keine Pause geben. „Die Jugendarbeit wird auf keinen Fall zum Stehen bleiben. Es wird keinen Moment geben, wo gar nichts läuft.“ Der Umzug selbst wird Teil des Konzepts. „Das ist ja auch deren Jugendhaus. Die Kinder und Jugendlichen sollen mitentscheiden, wie es am Ende aussieht.“

Teamarbeit über zwei Standorte

Auch in Raesfeld ist das Jugendhaus inzwischen weiter. Dort arbeitet Löbbecke gemeinsam mit Kindheitspädagogin Janina Schuchardt. „Da sind wir schon ein ganzes Stück weiter. Janina hat sich gut eingelebt, die Räumlichkeiten sehen richtig, richtig toll aus. Da kommt der Alltag schon eher rein.“

Geplant sind standortübergreifende Angebote. „Wir werden jeweils einen Tag in der anderen Einrichtung verbringen, größere Bastel- oder Kochangebote machen und gemeinsam Projekte gestalten.“ Die Schwerpunkte seien an beiden Standorten gleich. „Pimp Your Jugendhaus und der Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr. Unter diesem Deckmantel werden wir das Jahr verbringen.“

Jugendhaus Erle wird wieder mit Leben gefüllt
Foto: Petra Bosse

Mehr Ruhe, mehr Raum, mehr Möglichkeiten

Der Übergangsstandort für das Jugendhaus Erle über der Turnhalle war für viele Kinder zu eng. „Einige kamen seltener, weil es ihnen einfach zu viel war. Wenn in einem Raum gleichzeitig gespielt, gebastelt, geredet und Dart gespielt wird, überfordert das manche.“

Die neuen Räume sollen genau hier ansetzen. „Ich freue mich riesig darauf, den Kindern künftig Plätze anbieten zu können, an denen sie sich wohlfühlen und wir besser auf ihre Bedürfnisse eingehen können.“

Oskar schleppte fleißig Kisten im Jugendhaus Erle
Und auch Oskar schleppte unermüdlich die Kisten. Foto: Petra Bosse

Zuversicht für das kommende Jahr

Wie viele Kinder aktuell kommen, lässt sich schwer beziffern. Zu viel Umbruch, zu viele Veränderungen. „Kontinuität und Verlässlichkeit waren eines der ersten Dinge, die die Kinder sich gewünscht haben. Da müssen wir wieder hinkommen.“ Löbbecke blickt dennoch optimistisch nach vorn. „Der Bedarf ist da. Und ich freue mich darauf, wenn die Hütte im kommenden Jahr wieder richtig voll ist.“

Über 20 Kinder und Jugendliche packen beim Umzug mit an

Am Abend blickt Anna Löbbecke auf den Umzugstag zurück. Rund 20 Kindern packten fleißig mit an. „Einer nach dem anderen“ kamen durch die Tür, motiviert und mit Tatendrang. Die Kinder und Jugendlichen seien ständig von A nach B gelaufen, „wie die Ameisen“, und hätten alles „in nullkommanix“ in die Räume gebracht. „Keiner hat Quatsch gemacht“, sagte sie nicht ohne Stolz. Alle seien fair miteinander umgegangen, dazu habe es zwischendurch ein paar Snacks und etwas zu trinken gegeben.

„Mir ist wichtig, dass die Kinder hier einen Ort haben, an dem sie sich wohlfühlen und einfach sie selbst sein können.“

Anna Löbbecke

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