Kloster Burlo ist eine der 14 Haltestellen des BaumwollExpresses – Mit einer direkten Linienführung mit 14 Haltestellen schafft der auffällig grün gestaltete Bus die 85 Kilometer lange Strecke von Bocholt nach Bad Bentheim in weniger als zwei Stunden.
Borken / Kreis Borken / Bad Bentheim (pd). Der BaumwollExpress X80 ist im Westmünsterland unterwegs! Entlang des deutsch-niederländischen Grenzverlaufes verbindet er als Pilotprojekt des Kreises Borken und der Regionalverkehr Münsterland GmbH seit Anfang September 2022 acht Kommunen in der traditionsreichen Baumwollregion – auch ein Borkener Ortsteil ist dabei.
Mit der umweltfreundlichen und schnellen Verbindung können Reisende an Werktagen sowie am Wochenende mehrmals täglich in einem komfortablen Bus Ziele von Bad Bentheim über Gronau, Ahaus-Alstätte, Vreden, Südlohn-Oeding, Borken-Burlo, Rhede bis nach Bocholt erreichen.
Durchschnitten Anfang September 2022 zur Eröffnung der Sprinterbus-Linie X80 symbolisch das rote Band (v. li.): Dr. Elke Bertke (Dezernentin Grafschaft Bentheim), André Pieperjohanns (Geschäftsführer RVM), Mechthild Schulze Hessing (Bürgermeisterin Stadt Borken), Jürgen Bernsmann (Bürgermeister Stadt Rhede), Dr. Tom Tenostendarp (Bürgermeister Stadt Vreden), Karola Voß (Bürgermeisterin Stadt Ahaus), Dr. Elisabeth Schwenzow (Dezernentin Kreis Borken), Rainer Doetkotte (Bürgermeister Stadt Gronau), Thomas Kerkhoff (Bürgermeister Stadt Bocholt), Werner Stödtke (Bürgermeister Gemeinde Südlohn) und Ira Middendorf-Kleymann (Marketing WVG). Foto: Stadt Gronau
Tägliches Pendeln zum Arbeitsplatz
Mit einer direkten Linienführung mit 14 Haltestellen schafft der auffällig grün gestaltete Bus die 85 Kilometer lange Strecke von Bocholt nach Bad Bentheim in weniger als zwei Stunden. Bei der Planung wurde besonderes Augenmerk daraufgelegt, dass am Bahnhof Bad Bentheim für Fernreisende der direkte Umstieg in den IC nach Berlin / von Berlin ohne lange Wartezeiten möglich ist. Der BaumwollExpress wurde eingerichtet, um für das tägliche Pendeln zum Arbeitsplatz oder zur Fachhochschule in Bocholt eine Alternative zum Auto zu bieten.
Klimaschonende Wahl
Die Stadt Borken ruft Borkenerinnen und Borkener, Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende dazu auf, so oft es geht das Auto stehen zu lassen und öffentliche Nahverkehrsmittel wie die Sprinterbus-Linie X80 als klimafreundliche Alternative zu nuten. Auch für einen Besuch der vielen Museen, Freizeiteinrichtungen und anderen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke ist der X80 die klimaschonende Wahl. Bildzeile: Durchschnitten Anfang September 2022 zur Eröffnung der Sprinterbus-Linie X80 symbolisch das rote Band (v. li.): Dr. Elke Bertke (Dezernentin Grafschaft Bentheim), André Pieperjohanns (Geschäftsführer RVM), Mechthild Schulze Hessing (Bürgermeisterin Stadt Borken), Jürgen Bernsmann (Bürgermeister Stadt Rhede), Dr. Tom Tenostendarp (Bürgermeister Stadt Vreden), Karola Voß (Bürgermeisterin Stadt Ahaus), Dr. Elisabeth Schwenzow (Dezernentin Kreis Borken), Rainer Doetkotte (Bürgermeister Stadt Gronau), Thomas Kerkhoff (Bürgermeister Stadt Bocholt), Werner Stödtke (Bürgermeister Gemeinde Südlohn) und Ira Middendorf-Kleymann (Marketing WVG).
Für die Raesfelder Kindertagesstätte St. Michael und ihren Förderverein haben sich einige personelle Veränderungen ergeben. Nachdem die katholische Kita mit Florian Schwerhoff eine neue Leitung bekommen hatte, erfolgten kürzlich wesentliche Änderungen auch im Vorstand des Fördervereins.
So schieden nach drei Jahren Tätigkeit zwei Gründungsmitglieder aus, die die Vorstandsarbeit im Förderverein der Kita St. Michael maßgeblich prägten. Zum einen die federführende Initiatorin Britta Völl. Sie hatte sich als erste Vorsitzende von Beginn an mit besonderem Engagement auf verschiedenen Ebenen verdient gemacht. Zum anderen Kassenprüferin Annette Geldermann, welche insbesondere neue, kreative Ideen eingebracht hatte. Diese hatten sich in Verbindung mit dem klassischen Sponsoring oft als gewinnbringend für alle Beteiligten heraus gestellt. Der Verein konnte die freigewordenen Posten anlässlich der Mitgliederversammlung direkt neu besetzen. Fortan wird Marion Grösbrink als bekanntes Gesicht des Vorstands als erste Vorsitze fungieren. Den zweiten Vorsitz übernimmt Ivonne Nagel und Andrea Nießing wirkt als Kassenprüferin mit. Florian Schwerhoff wird sich Kraft seines Amtes als Beisitzer beteiligen.
Spender werden immer gesucht
Der Verein freut sich auf ein neues, spannendes Kapitel in seinem Werdegang. „Man hat in den drei Jahren des Bestehens trotz Corona viel erreicht, aber Potenzial gibt es immer. Vor allem dann, wenn im Aufwind der verblassenden Pandemie-Einschränkungen alle tatkräftig dabei sind“, heißt es aus dem Verein. Elternteile, Großeltern und alle auf das Gemeinwohl fokussierten Bürger seien herzlich eingeladen, den Verein zu unterstützen. Dabei sei es gleich, ob aktiv oder passiv. „Insbesondere an die Neuzugänge der Kita St. Michael geht der Appell, sich gern vor Ort zu informieren“, schlägt der Förderverein vor. „Jede einzelne Mitgliedschaft oder Spende bringt die Kinder in der frühkindlichen Bildungsphase voran und ist ein gutes Beispiel für ein Ehrenamt, wie es ortstypisch gelebt wird.“
Ein richtiges Battle mit viel Spaß, aber vor allem fachlichen Können lieferten sich die Auszubildenden beim „Hochsteckwettbewerb für Auszubildende NRW“ in der Hairfactory in Kalkar.
Bereits zum wiederholten Mal fand der Hochsteckwettbewerb für Auszubildende in NRW statt. Moderiert und geplant wurde die Veranstaltung, von der Erler Friseurmeisterin Yvonne Honerbom.
Die Jury war besetzt von bekannten Größen aus dem Hochsteckbereich, Annerose Cutivel, Ute Ganser Koll und Betanio Carlo Denn. Zwölf Auszubildende des 1., 2. und 3. Lehrjahres stellten sich in diesem Jahr, den hohen Anforderungen und bewiesen, was sie schon alles drauf haben.
Gelungene Nachwuchsförderung
Die Auszubildenden hatten einige Monate Zeit, sich auf die Aufgaben vorzubereiten. Die zu bewertenden Modelle wurden final mit passendem Make-up, Kleid und mit aufwendigen Hochsteckfrisuren auf der großen Bühne präsentiert.
„Meine Auszubildende im ersten Lehrjahr, Lisa-Marie Schwering, hat gestern beim ‚Hochsteckwettbewerb für Auszubildende NRW‘ den zweiten Platz in ihrer Jahrgangsstufe und den sechsten in der Gesamtwertung mit ihrer Hochsteckfrisur in Anlehnung an die Freiheitsstatue gewonnen“, freut sich Honerbom. Lisa-Marie freut sich nach der tollen Leistung in diesem Jahr schon auf den kommenden Hochsteckwettbewerb 2023.
Lisa-Marie Schwering freut sich über Ihren zweiten Platz. Foto: Honerbom Frisure
Die Preisverleihung der besten und schönsten Hochsteckfrisuren fand am vergangenen Sonntag statt. Auch im nächsten Jahr können die Auszubildenden ihr Können wieder unter Beweis stellen.
Tag der offenen Tür in der Kita St. Nikolaus in Erle
Vergangenen Samstag war es endlich soweit: der Anbau der Kita St. Nikolaus am Holten in Erle konnte eingeweiht werden. Dies wurde mit einem Tag der offenen Tür und einem Wortgottesdienst verbunden.
„Was lange währt wird endlich gut.“ Dieses Sprichwort mussten sich die Verantwortlichen der Kita St. Nikolaus sehr zu Herzen nehmen. Schon 2018 stand der Plan, sich vergrößern zu wollen. Ein Jahr später erfolgte dann, nach langer Planungsphase und mit etwas Verzögerung, der lang ersehnte Spatenstich.
Hindernisse
Doch es kamen immer wieder kleinere und größere Hindernisse dazwischen, die die Fertigstellung des Baues weiter nach hinten schieben sollten. Zuletzt machte die Corona-Pandemie den Verantwortlichen das Leben schwer. Doch nun ist der Ausbau endlich fertiggestellt und die Gruppen konnten die neuen Räumlichkeiten bereits beziehen.
Buntes Programm
Am Samstag, den 17.09.22, lud die Kita St. Nikolaus Familien und Freunde von zukünftigen, gegenwärtigen und ehemaligen Kitakindern ein, um den frisch fertiggestellten Anbau begutachten zu können. Eingerahmt wurde dies durch ein farbenfrohes Programm, was für jeden etwas bereithielt. Popcorntüten wurden bemalt und befüllt, Gesichter mit Kunstwerken bemalt, Armschmuck gebastelt, die Hüpfburg erobert, Button gestaltet, und noch vieles mehr.
Die Namen der Kitagruppen verdeutlichen bereits, dass hier der Spaß ganz oben steht: die Kinder dürfen sich auf die Sausewindgruppe, die Stoppelhopser, die Pfützenspringer und die Regenbogengruppe freuen. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein mit Würstchen und Getränken.
Einweihung
Pastor Fabian Tilling und Schwester Daniela Maria weihten den Anbau mit einem Wortgottesdienst gebührend ein. Der Altar wurde hierfür eigens von den Kindern geschmückt mit allerhand, was man für eine solche Feier benötigt: Kerzen, Girlanden, Konfetti und vieles mehr.
Von den Hindernissen, mit denen die Verantwortlichen seit Planungsbeginn zu kämpfen hatten, war am Tag der offenen Tür nichts mehr zu spüren. Das Wetter war, bis auf zwei kurze Schauer, fabelhaft. Und sowohl die Gäste als auch die Mitarbeiter der Kita waren einfach nur froh, ohne Einschränkungen endlich den neuen Anbau einweihen zu können. Nun steht einem noch abwechslungsreicheren Kita-Alltag nichts mehr im Wege.
Neuwahlen beim Blasorchester Erler Jäger. Tim Heistermann löst nach acht Jahren Hannah Nießing als Vorsitzende ab. Sophia Schlüter wird 2. Vorsitzende
Am vergangenen Sonntag trafen sich die Erler Jäger auf dem Hof Breil, um ihre jährliche Generalversammlung abzuhalten. Bei den diesjährigen Wahlen kam es zu zwei Neu- und zwei Wiederwahlen.
Sonntagmorgen um 11 Uhr, pünktlich zur Frühschoppenzeit, trafen sich die Musiker und Verantwortlichen des Blasorchester Erler Jäger auf Hof Breil in der Westrich zur Generalversammlung. Die 1. Vorsitzende Hannah Nießing und der 2. Vorsitzende Tim Heistermann starteten mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr.
Highlights
Highlights, wie das große Konzert auf dem Raesfelder Schloss im Oktober 2021, aber auch das diesjährige Jubiläumsschützenfest des Bürgerschützenvereins Erle wurden erwähnt. Der Jahresrückblick der Vorsitzenden wurde von zahlreichen Bildern zu den passenden Auftritten und Highlights untermalt. Auch der Bericht der Kassierer und der Kassenprüfer wurden gehalten und daraufhin der Vorstand ordnungsgemäß von der Versammlung entlastet.
Alter und neuer Vorstand: Hannah Nießing (mitte) scheidet nach acht Jahren aus dem Vorstand aus. Neuer Vorsitzender ist Tim Heisterkamp 2. v.r., 2. Vors. Sophia Schlüter (l.), Melanie Unnebrink (Schriftführerin) und Kassierer Jürgen Becker.
Wahlen
Danach folgte ein etwas emotionalerer Tagesordnungspunkt. Die langjährige 1. Vorsitzende Hannah Nießing stellte sich nach acht Jahren Vorsitz und insgesamt 11 Jahren Vorstandsarbeit nicht wieder für die Wahl zur Verfügung. Als ihr Nachfolger wurde der bis dato 2. Vorsitzende Tim Heistermann vorgeschlagen, der die einstimmige Wahl auch annahm.
Der nun freigewordene Platz des 2. Vorsitzes konnte durch Sophia Schlüter besetzt werden, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Der Kassierer Jürgen Becker und die Schriftführerin Melanie Unnebrink wurden von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.
Gesamtvorstand Erler Jäger-2022
Positive Veränderungen
Durch die langjährige und intensive Arbeit hatte Hannah Nießing das Orchester in den vergangenen Jahren sehr geprägt. In der kurzen Rede, die der neue 1. Vorsitzende hielt, zeigte er die Meilensteine und die positiven Veränderungen, die das Orchester unter ihrer Führung geschafft hatte. Das ein oder andere Auge blieb dabei nicht ganz trocken. Jedoch waren es keineswegs Tränen des Abschiedes, denn die ehemalige Vorsitzende bleibt dem Verein auf jeden Fall als Musikerin im Saxophonregister erhalten und konzentriert sich nun voll und ganz auf die Musik im Verein.
Musikalischer Abschluss
Nach gut eineinhalb Stunden war die Versammlung beendet und das Blasorchester ging in einen gemütlichen Teil über. Das Vororchester unter der Leitung von Annett Wedmann gab ihre eigens dafür eingeübten Stücke zum Besten und stellte das Können der jüngsten Mitglieder unter Beweis. Anschließend klang der Sonntag mit einem kleinen Grillbuffet aus.
Eröffnung Oktoberfest 2022
Den nächsten Auftritt hat das Blasorchester am 1. Oktober im Festzelt an der Marienthaler Straße. Dort spielt es von 18 bis 20 Uhr die Festeröffnung des Oktoberfestes vom Bürgerschützenverein Erle. Wer die Musiker dort in Aktion sehen möchte, muss schnell sein. Wenige Restkarten können bei der Volksbank in Erle für 12,- € erworben werden.
Schon seit Monaten hatte unser Leser Jürgen Pütz-Bosse seine Londonreise geplant. Da konnte er noch nicht wissen, unter welchen besonderen Vorzeichen sie stattfinden würde.
Ungeplant erreichte unser Leser die britische Hauptstadt mitten in der Trauerzeit über den Tod von Queen Elizabeth II. Was nun? Jürgen Pütz-Bosse nimmt sich dennoch Zeit für London und teilt mit uns sein Reisetagebuch. Hier ist es:
Jürgen Pütz-Bosse vor einer klassischen Londoner Telefonzelle. Die meisten davon hat aber die mobile Telefonie mittlerweile überflüssig gemacht. Foto: Pütz-Bosse
„Was lange geplant ist, wird manchmal von der Aktualität überholt. Mein Scout und Ziehsohn, Lukas (drei Semester Studium in London), ist wie ich fußballbegeistert. Ein Spiel der Premier League stand bis dato aber noch aus. Drei volle Tage sollten es sein. Zeit genug, um dabei London und die Briten ein wenig kennen zu lernen.
Ankunft London Stansted, Fr. 9.9.22, 07.05 h. Rückflug Köln/Bonn, Mo. 12.9.22, 09.45 h.
Alles klappte wie am Schnürchen, flogen ja nicht mit der Bundesbahn!
Einchecken bei David, ein sogenannter Superhost (AIRBNB), in Stratford, 09.00 h.
Schlüsselübergabe, auffrischen, und ab geht die Post!
Ach ja, da war doch noch was. Die Queen Elisabeth II. war tags zuvor verstorben! Was jetzt?
Mit welchen Auswirkungen müssen wir rechnen? Wie verhalten sich die Briten? Kann man sich überhaupt in London jetzt noch frei bewegen? Gehen wir es an!
Zunächst mit der S-/U-Bahn von der Station Manor Park rein nach Stratford, englisches Frühstück im Centre. Wer morgens schon Bohnen mag, ist hier richtig! Die Kaufhalle ist voll belegt. Von Trauerhinweisen fehlt jede Spur. Bemerkenswert ist, niemand zahlt hier mit Geld. Selbst die Toilettenfrau nimmt Kartenzahlung. Weil das so weiter ging, sind Handschuhe angebracht, denn die Checkkarte wird irgendwann glühen!
1. Tag nach dem Tod der Queen, der in den Gazetten auch als D-Day bezeichnet wird.
In der Kaufhalle vom Stratford Centre lief auf einer Leinwand gerade die Proklamation von Prinz Charles zum neuen König. Wir waren kurz die einzigen Zuschauer. Alle anderen liefen vorbei und tätigten ihre Einkäufe! Anschließend nahmen wir den Transfer nach Westminster.
Big Ben, das Parlament, schwarze Taxis und Regenwolken: Mehr London geht fast nicht. Foto: Pütz-Bosse
Die Touris beherrschten hier die Szene, also auch wir! Magneten sind hier die Denkmäler auf dem Trafalgar Square, die Wachablösung am Platz Horse Guards Parade und die lebhaften Pubs von Whitehall, wo man gelegentlich englische Politiker antrifft. Wir starteten am Big Ben und Houses of Parliament, wo wir Salutschüsse zum Gedenken der verstorbenen Queen vernahmen. Das Wetter war gut und wir konnten erkennen, dass das London Eye sich nicht bewegte. Daher marschierten wir zur Downing Street, weiter zum Trafalgar Square/National Gallery und Nelson Monument. Immer begleitet vom Strom der Touris. Gut, dass unsere Handys noch ausreichenden Speicherplatz hatten! Mit der Metro ging es dann nach Nightsbridge, Hyde Park mit Speakers Corner, wo leider niemand redete. Im Hyde Park machten wir Station und genossen die Idylle des Sees mit seiner Vielzahl von Schwänen.
Auch der Fernseher im Pub kennt nur ein Thema – den Tod von Queen Elizabeth II. Foto: Pütz-Bosse
Am belebten Leicester Square war gegen Abend auf einer Leinwand die Queen zu bewundern. Sie war eindeutig das meist abgelichtete Objekt der Begierde. Nach einem kurzen Blick in die Kulissen von Chinatown ging es zum the Lamb and Flag Pub, wo ein leckeres Abendessen auf uns wartete. Es gab ein erlesenes Stück vom Rind mit diversen Gemüsebeilagen. Lukas hat den Tag mit einer klugen Mischung zusammengestellt und ich habe alles genossen.
Meine Beine und Füße waren aber kurz davor, sich vom Rest des Körpers zu verabschieden und wollten an unserer Unterkunft sofort ans USB-Port. Ob die Ladezeit für den nächsten Tag ausreicht, konnte ich dann aber nicht mehr einschätzen, da auch der Rest meines Torsos spontan in Koma fiel!
2. Tag in London nach dem Tod der Queen.
Nach dem Frühstück und Transfer nach Blackfriars gelangten wir zur St. Paul‘s Cathedral. Sie liegt ca. 300 m nördlich der Themse und ist Bischofssitz. Ihre Ausmaße sind beträchtlich. Sie ist 158 m lang, hat eine kreuzförmige Grundfläche mit einer mittigen Kuppel, auf der sich eine 750 t schwere Laterne befindet, die in 111m Höhe endet. Sie gehört zu den größten Kirchen der Welt, war aber leider wegen einer Veranstaltung nicht zu besichtigen.
Von der St. Paul’s Cathedral gelangt man auf direktem Weg zur Millenium Bridge. Sie ist eine Fußgänger-Hängebrücke über die Themse und verbindet die Nordseite/Southwark mit Borough of Southwark auf der Südseite. Baubeginn: 1996. Eröffnung: 10.6.2000. Gesamtlänge 325 m.
Kurz nach der Fertigstellung gab es Probleme. Im Gleichtakt schreitende Passanten versetzten die Brücke in heftige Schwingungen, so dass die Resonanzphänomene durch den nachträglichen Einbau von zusätzlichen Dämpfern behoben werden mussten.
Kurz danach trifft man auf die Tate Gallery of Modern Art. Sie ist eines der weltweit größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Untergebracht ist sie in einem ehemaligen Kraftwerk der früheren Bankside Power Station am Themseufer von Southwark und präsentiert Meisterwerke von
Van Gogh, Picasso, Duchamp, Matisse, Dali, Warhol Beuys u.v.a. mehr! Geschafft haben wir nur die 1. Etage. Den fantastischen Ausblick aus dem oben gelegenen Bistro über die Themse in Richtung St. Paul’s Cathedral haben wir aber reichlich genossen. Der Cappuccino war einfach zu lecker!
Aus der Tate Gallery hat man einen faszinierenden Blick über London. Foto: Pütz-Bosse
Vorbei am Shakespeare Globe ging es auf direktem Wege zum Borough Market. Bei einem bis zwei Pint (0,5683 l) englischem Bier gibt es für jeden Gaumen etwas leckeres auf die Gabel. Das anschließende Hochkommen zur Fortsetzung der Besichtigungstour ist eine sportliche Herausforderung und gelingt nur mit äußerster Willenskraft, zumindest bei mir!
Über die London Bridge, die oft mit der Tower Bridge verwechselt wird, ging es dann zur selben. Von dort aus hat man einen fantastischen Blick auf die HMS Belfast, ein leichter Kreuzer der Royal Navy, der dort als Museumsschiff vor Anker liegt. Seine Ausmaße von 187 m Länge und 19,3 m Breite wirken sehr beeindruckt. Bei einer Besatzung von 750 – 850 Personen erreichen seine 4 Parsons-Turbinen 80000 PS und bringen das Schiff auf 32 Knoten!
Als die HMS Belfast vom Stapel lief, war Queen Elizabeth II schon 12 Jahre alt. Trotz seiner beeindruckenden Ausmaße war der Leichte Kreuzer zu seiner Zeit kein besonders großes Kriegsschiff. Foto: Pütz-Bosse
Von der Tower Bridge kommt man zum Tower of London. Er ist fast 1000 Jahre alt und beheimatet die britischen Kronjuwelen, wobei es sich nur um einen kleinen Teil des gesamten Schatzes handelt. Außer den berühmten Raben beherbergt der Tower heute noch 130 Personen. U.a. gehören die Beefeater (Ordnungstruppe) zu den Bewohnern der Anlage.
Danach ging es mit dem Water Taxi (Uber Boat) to Greenwich Pier und weiter zu Fuß zum Greenwich Park/Royal Royal Observatory. Wir beließen es jedoch beim Parkbesuch. Danach ging es über Canary Wharf, DLR Station (beeindruckender S-Bahnhof) zum ältesten Pub in London, the Grapes. Hierbei handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gasthaus, das direkt am Nordufer der Themse liegt. Mit Verandablick direkt auf das Wasser bei Fish und Chips mit einigen Kaltgetränken ließ es sich gut angehen. Alle Sitzplätze waren belegt.
Ein Schwulenpärchen, wohnhaft auf einem Hausboot und deren Freundin Alex, baten uns an ihren Tisch und es wurde ein sehr unterhaltsamer Abend. Ohne diese nette Geste hätten wir niemals einen Sitzplatz bekommen. Ein nicht unwesentlicher Grund für die große Beliebtheit des Pub ist wohl nicht nur seine Historie, sondern auch sein weltbekannter Besitzer, der Schauspieler Ian McKellen (Gandalf/Herr der Ringe). Er ist seit 2011 der Inhaber und hat auch eine Wohnung direkt über der Gaststätte.
Lukas, dessen zweite Muttersprache Englisch ist, war sofort in allen Themen involviert. Ich hingegen konnte den Gesprächsinhalten erst nach einigen Pint Bier besser folgen. Als unsere Tischgastgeber (Iren) dann zum Nationalgetränk wechselten, löste der Whisky urplötzlich meine Zunge und ich hörte mich sprechen! Der imposante Abend endete dann mit einer Schachpartie gegen Alex, wobei sie mich auf höflichste englische Art gewinnen ließ und anschließend auch noch unser Taxi bezahlte! Mann, war das ein Tag!
Stille Wächter: Die Horse Guards sind Elitesoldaten, auch wenn sie vor allem für ihre zeremonielle Uniform bekannt sind. Nach dem Tod von Queen Elizabeth II dienen sie nun ihrem Sohn, König Charles III. Foto: Pütz-Bosse
3. Tag nach dem Tod von Queen Elizabeth II.
Unser letzter Londontag begann mit einem Shoreditch Brunch im Herzen des coolen East London. Hierbei erfuhren wir, dass alle Spiele der Premier League abgesagt sind, was auch für das Konzert: The Last Night of The Proms in der Royal Albert Hall galt! Die Ereignisse um den Tod der Queen bestimmten jetzt immer mehr das Geschehen im täglichen Leben und der Berichterstattung. Staunten die Briten doch nicht schlecht, dass die Deutschen Medien viel ausführlicher und anhaltender über das Leben und wirken der englischen Königin berichtet hatten, als ihre eigenen. Teilweise war mit britischem Humor vermutet worden, dass es sich bei Queen Elizabeth II. um eine deutsche Königin handeln müsse. Doch das nur am Rande!
Märkte wie der Borough Market sind beliebte Treffpunkte in London. Foto: Pütz-Bosse
Unser Besichtigungsablauf führte uns jetzt zum Brick Lane Market, der an der gleichnamigen 1 km langen Straße ebenfalls in East London liegt. Sie gilt als Herz der Bangladeschi-Gemeinde und ist ein kultureller Schmelztiegel im südasiatischen Straßenmarkt mit farbenfroher Straßenkunst, wo es niemals langweilig wird. Intensive fernasiatische Düfte bestimmen das Bouquet.
Nicht zu verachten ist auch der Genuss eines Salt Beef Bagel, den man ebenfalls in East London erwerben und verzehren kann.
Da das Fußballspiel zwischen West Ham United und Newcastle United abgesagt war, leisteten wir uns noch einmal eine Bus-Relax-Tour durch London.
Bei dieser Gelegenheit fiel mir nochmals die Vielfältigkeit der gesamten Stadtarchitektur ins Auge. Jedes Gebäude ein Unikat. Ein Schmelztiegel der Ideen zwischen jung und alt, hoch und niedrig, konkav und konvex, rund und eckig, und allen bekannten Materialien Farben und Bepflanzungen. Hierbei musste ich unwillkürlich an unsere deutschen Bauvorschriften denken, die eher langweilige, gleichgemachte Stadtbilder erzeugen und wenig Lebensfreude vermitteln, so zumindest mein Eindruck.
In der Frühe des nächsten Tages ging es dann wieder mit dem Flieger nach Köln. Doch eins ist sicher, London wird mich wieder sehen!“
Kaufmännischer Mitarbeiter (m/w/d) mit Schwerpunkt IT in Voll- oder Teilzeit
Zum 15.08.2023:
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Mehr als 300 Schalke Fans kamen am 16. September im Festzelt am Rathausplatz in Schermbeck zusammen und feierten gemeinsam das 25-jährige Bestehen der Königsblauen Schermbecker mit einem bunten Rahmenprogramm.
Zahlreiche Ehrengäste hatten die Einladung des Vereins Königsblaue Schermbecker wahrgenommen, darunter Weltmeister Olaf Thon, Erfolgstrainer Norbert Elgert und „Mr. Fallrückzieher“ Klaus Fischer.
Auch Kult-Moderator Ulrich „Ulli“ Potofski und Moderatoren-Legende Manfred „Manni“ Breuckmann ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen. Die Gemeinde Schermbeck war durch Bürgermeister Mike Rexforth vertreten.
Ulli Potofski und Manni Breuckmann. Foto: Ralf Meier
Hohes Maß an Wertschätzung
Kein Zweifel, die „Königsblauen“ genießen ein hohes Maß an Wertschätzung. Ihr Vorsitzender Karsten Janz kam in seiner Eröffnungsansprache auch sofort auf diesen wichtigen Punkt zu sprechen und bedankte sich für die Unterstützung, die es den anfänglich 28 Gründungsmitgliedern ermöglicht hat, zu einer Schermbecker Institution mit mittlerweile 339 Mitgliedern heranzuwachsen. Doch bevor es zur Vereinsgründung kam, brauchte es ein ganz besonderes Ereignis, zeigt ein Blick in die Vergangenheit.
21. Mai 1997
Am 21. Mai 1997 verwandelte sich das legendäre Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion in einen Hexenkessel. Nachdem sich Schalke 04 beim Hinspiel im alten Parkstadion durch ein Tor von Marc Wilmots eine gute Ausgangslage verschafft hatte, ging es an diesem Tag für die Mannschaft um Kapitän Olaf Thon im entscheidenden Rückspiel um den UEFA-Pokal 1996/97.
Mehr als 80.000 Zuschauer bereiteten dem deutschen Team einen heißen Empfang. Auf den Zuschauerrängen dominierten die Farben der „I Nerazzurri“. Kaum jemand hier zweifelte daran, dass eine der erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Welt auf dem Weg zum nächsten Titel war. Doch die Königsblauen zeigten sich, diesmal in Weiß, unbeeindruckt.
Während die Schalker auf dem Platz einen kühlen Kopf behielten, schlugen die Emotionen im fast 1.000 km entfernten Schermbeck hoch. Das Unfassbare schien über weite Strecken des Spiels so greifbar nah. Dann der Schock in der 85. Minute. Iván Zamorano brachte Inter Mailand kurz vor dem Abpfiff mit seinem Tor zurück ins Spiel. Hängende Köpfe auch in Schermbeck, denn noch ahnte niemand, dass Torhüter Jens Lehmann nur wenige Minuten später die Chance zu einer spektakulären Revanche nutzen würde.
Norbert Elgert mit Ehefrau Conny, Olaf Thon und Klaus Fischer. Foto: Ralf Meier
Schalke-Fans in Schermbeck kaum noch zu halten
Zahlenmäßig überlegen, Salvatore Frasi hatte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit die rote Karte bekommen, gingen die Schalker in die Verlängerung. Der Spielstand blieb unverändert. Bei den Fans in Schermbeck standen zu dieser Zeit längst alle Uhren still. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen.
Nachdem Ingo Anderbrügge vorgelegt hatte, standen sich Jens Lehmann und Iván Zamorano erneut gegenüber. Lehmann ahnte, dass der Chilene die untere linke Ecke nehmen würde und wehrte den Ball ab. Auch den Elfer von Youri Djorkaeff hätte er fast gehabt.
Nachdem Olaf Thon und Martin Max ihre Chance genutzt hatten, lag die ganze Last auf den Schultern des Inter-Spielers Aron Winter. Der war erst in der 82. Minute gegen Ciriaco Sforza eingewechselt worden und musste jetzt für seine Mannschaft den Anschluss halten. Doch die Nerven spielten dem 30-Jährigen an diesem Tag einen Streich. Sein Schuss ging am Tor vorbei. Ungläubigkeit bei Inter-Trainer Roy Hodges, doch die Fans in Schermbeck waren kaum noch zu halten. Der Jubel kannte keine Grenzen, als Marc Wilmots alles klarmachte.
Im Festzelt herrschte beste Stimmung. Foto: Ralf Meier
Am 9. Juli 1997 kam es zur Gründung des Fanclubs
An diesem denkwürdigen Abend schien Schermbeck ein Vorort von Schalke zu sein. Die Verbundenheit mit dem Traditionsverein hätte nicht größer sein können. Doch es blieb nicht bei der ausgelassenen Siegesfeier und den Glückwünschen in die nur 30 km entfernte Nachbarstadt Gelsenkirchen. Wenige Wochen später, am 9. Juli 1997, wurde der Fanclub Königsblaue Schermbecker gegründet. Am 7. August 1997 wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Auf der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Satzung verabschiedet und die Eintragung ins Vereinsregister beschlossen.
Seither sind 25 Jahre ins Land gezogen. Nicht immer gab es in dieser Zeit Grund zum Jubeln. Doch die Königsblauen Schermbecker haben ihrem Verein immer die Treue gehalten. In guten wie in schlechten Tagen. Bei allen Heimspielen der Schalker wird das Team immer auch von einer Abordnung aus Schermbeck angefeuert. Oft sogar bei Auswärtsspielen.
Königsblau war eindeutig die dominierende Farbe des Abends. Foto: Ralf Meier
Eines hat sich in all den Jahren, die seit dem denkwürdigen UEFA-Cup-Finale ins Land gezogen sind, übrigens nie geändert: An jedem 1. Donnerstag eines Monats findet in der Vereinsgaststätte Overkämping-Schult ein Stammtisch statt. Ansonsten hat sich seit der Gründung 1997 natürlich eine ganze Menge getan.
Bei den Schalkern und den Königsblauen Schermbeckern gleichermaßen. Karsten Janz, seit 2016 Vorsitzender des Vereins, verrät uns gemeinsam mit Peter „Picco“ Anders, und Werner Heistermann, welche Momente besonders in Erinnerung geblieben sind. Mehr davon in Kürze.
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Es ist wichtig, das Bewusstsein für das wichtige Thema ‚Wiederbelebung‘ in der Bevölkerung zu stärken“
Kreis Borken (pd). Das Thema „Wiederbelebung“ in den Mittelpunkt rücken – das ist das Ziel der „Woche der Wiederbelebung“, die vom 19. bis 25. September 2022 deutschlandweit begangen wird.
Das Thema „Wiederbelebung“ in den Mittelpunkt rücken – das ist das Ziel der „Woche der Wiederbelebung“, die vom 19. bis 25. September 2022 deutschlandweit begangen wird.
Die Fachabteilung Rettungsdienst des Kreises Borken startet in diesem Zusammenhang eine Aktionswoche mit einer fünfteiligen Serie: Sowohl in den Printmedien und auf der Internetseite www.kreis-borken.de als auch in den Sozialen Medien auf den Kanälen des Kreises Borken gibt es jeden Tag hilfreiche und interessante Informationen aus dem Themenfeld „Wiederbelebung“. „Es ist wichtig, das Bewusstsein für dieses so wichtige Thema in der Bevölkerung zu stärken“, weist Landrat Dr. Kai Zwicker auf die Bedeutung der Aktionswoche hin. Die Themen von Montag (19.09.2022) bis Freitag (23.09.2022) im Überblick:
Fakten zur Wiederbelebung
Wie funktioniert Reanimation? Corhelper-App im Kreis Borken Datenbank für Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) im Kreis Borken Notrufe richtig absetzen / nora-App
Borken (pd). Der seit mehreren Jahren etablierte Borkener Feierabendmarkt findet traditionell jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr rund um die St. Remigius-Kirche in Borken statt. Aufgrund anstehender Tiefbau- und Pflasterarbeiten zur Errichtung einer zusätzlichen Straßenbeleuchtung sowie Bodenstrahler – und den damit einhergehenden Sanierungsarbeiten auf dem Kirchplatz – wird der Feierabendmarkt im Oktober auf den Marktplatz verlegt.
Ab dem 6. Oktober 2022 findet der Feierabendmarkt vorübergehend auf dem Borkener Marktplatz statt. Auch dort gibt es wie gewohnt jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr ein vielfältiges Angebot. Foto: Stadt Borken
Ab Donnerstag, 6. Oktober 2022, finden Besucherinnen und Besucher die Marktstände dann auf dem Marktplatz wieder. Die Baumaßnahme auf dem Kirchplatz wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen andauern. Wann der Feierabendmarkt wieder auf dem Kirchplatz stattfinden wird, kann damit zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final beantwortet werden.
Gründungsversammlung Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Raesfeld am Donnerstag, 22.09.2022 um 19 Uhr in der Gaststätte Nießing, Weseler Straße 1
Damit es auch in Raesfeld zukünftig Angebote durch die AWO gibt, hat sich in der Gemeinde ein Kreis von Ehrenamtlichen zusammengefunden, die eine solche Organisation im Ort gründen wollen.
AWO für alle Altersgruppen
Zu den Gründungsmitgliedern gehören Sonja Köhler, Thorsten Hansen und Helmut Hellenkamp. Die Drei möchten nicht nur gezielt Senioren ansprechen, sondern alle Altersgruppen, am liebsten sogar vermischt, damit es zu einem gemeinschaftlichen und bunten Treiben kommt.
Die AWO ist eine Organisation, die sich aus der Sozialdemokratie heraus entwickelt hat, das bringt auch einfach die Art der Tätigkeit mit sich. Ansonsten agiert die AWO partei- und konfessionslos und ist für alle Menschen offen, egal welchen Alters, welcher Konfession, welcher Herkunft, welchen Geschlechts.
Die Arbeiterwohlfahrt ist vielen bekannt durch Kindergärten und Altenheime. Es gibt hier allerdings neben dem sogenannten hauptamtlichen Tätigkeitsfeld auch das sogenannte ehrenamtliche, dass meist über Begegnungsstätten bedürftigen Menschen die Möglichkeit bietet, sich bei Kaffee und Kuchen auszutauschen.
Bedürftig heißt in diesem Fall aber nicht nur wenig Einkommen, Menschen sind auch bedürftig, wenn sie aus physischen oder psychischen Gründen nicht in der Lage sind, am gemeinschaftlichen Leben oder auch Vereinsleben teilzunehmen.
Um den Schritt zu wagen, in Raesfeld einen Ortsverein zu gründen, findet am Donnerstag, 22.09.2022 um 19 Uhr in der Gaststätte Nießing, Weseler Straße 1 in Raesfeld die Gründungsversammlung statt. Wer sich angesprochen fühlt und vielleicht sogar Interesse an einer Mitarbeit hat, sei laut Pressemitteilung herzlich dazu eingeladen.
Am Weltkindertag fahren Kinder kostenlos mit Bus und Bahn in ganz NRW / Aktion für junge Fahrgäste am Dienstag, 20. September 2022
Nordrhein-Westfalen. Am Weltkindertag, Dienstag, 20. September, können alle Kinder bis einschließlich 14 Jahren in ganz Nordrhein-Westfalen den gesamten Tag Busse, Stadtbahnen und Nahverkehrszüge kostenfrei nutzen.
An der gemeinsamen Aktion der Verkehrsverbünde und Tarifgemeinschaften in NRW beteiligen sich auch die Verkehrsunternehmen im WestfalenTarif.
Ein Ticket wird nicht benötigt
Anlässlich des Weltkindertags schenken die Verkehrsunternehmen ihren jungen Fahrgästen einen Tag lang freie Fahrt in ganz NRW. Kinder bis einschließlich 14 Jahren können alle Busse, Stadtbahnen sowie alle Nahverkehrszüge (Regionalbahn, Regionalexpress und S-Bahn in der 2. Klasse) kostenlos nutzen. Ein Ticket wird nicht benötigt. Kinder unter sechs Jahren sowie Kinder unter sieben Jahren, die noch nicht zur Schule gehen, fahren grundsätzlich kostenfrei in den Bussen und Bahnen im WestfalenTarif-Raum und in ganz NRW.
Begleitpersonen benötigen ein Ticket
Innerhalb des WestfalenTarifs sind Begleitpersonen mit dem 9 Uhr TagesTicket für eine Person oder fünf Personen günstig unterwegs. Wer vor 9 Uhr fahren möchte, der kann das 24 StundenTicket für eine Person oder fünf Personen nutzen.
Die Tickets sind im Bus, in den Kundenzentren der Verkehrsunternehmen, in Verkaufsstellen, an Ticketautomaten, online sowie per App erhältlich. In den Bussen und Bahnen im WestfalenTarif und in ganz NRW gilt weiterhin die Maskenpflicht. Weitere Informationen zu den Tickets und zur Maskenpflicht gibt es unter www.westfalentarif.de.
Nach einem langen Umbau mit vielen Hindernissen feiert die Kita St. Nikolaus in Erle nun ein Fest. Am 17. September können sich die Gäste den frisch umgestalteten Kindergarten in Ruhe ansehen.
Wenn die Kita St. Nikolaus in Erle am Samstag, 17. September, von 10 bis 14 Uhr einlädt, kann sie auf eine lange Umbauzeit zurückblicken.
„Mit der Präsentation des neuen Außengeländes am Tag der offenen Tür im Mai 2018 war klar, dass unser Kindergarten sich vergrößern wird“, erinnert sich die Leiterin Mechthild Westerkamp. „Es wurde geplant und gebaut. Auch zu der Zeit gab es schon Verzögerungen im Bau.“ Im August 2019 startete die Gruppe „Stoppelhopser“ (U3) daher zunächst in der Turnhalle. Im Februar 2020 bezogen die beiden neuen Gruppen Pfützenspringer und Stoppelhopser dann endlich ihre Räumlichkeiten.
2019 erfolgte der Spatenstich für die neue Anlage, die nun endlich fertig ist. Foto: Archiv
„Schon im März machte Corona allen einen Strich durch die Rechnung“, erzählt Westerkamp. „Nichts ging mehr und das für lange Zeit. Dann die vielen Einschränkungen für Kinder Eltern und Mitarbeiter. Das werden wir alle wohl nie vergessen.“
Endlich kann der Erweiterungsbau eingeweiht werden
Endlich kann die Kita St. Nikolaus ihre neu gestaltete Anlage am 17. September von 10 bis 14 Uhr vorstellen. Pastor Tilling wird mit dem Kita-Team und den Gästen gegen 11 Uhr einen Wortgottesdienst halten und den Erweiterungsbau einweihen.
In der Zwischenzeit können alle Räumlichkeiten besichtigt werden. Die Kinder können in den Gruppen, in der Turnhalle und auf dem Außengelände spielen und sich ausprobieren. Währenddessen können die Eltern sich informieren.
Die Volksbank Raesfeld und Erle stellt ihre Hüpfburg zur Verfügung. Es wird Popcorn gemacht und die Kinder können ihre Tüten dazu gestalten. Im Atelier wird Schmuck hergestellt.
„Mit dabei ist unser Förderverein, der an diesem Tag für Getränke und das leibliche Wohl etwa mit Grillwürstchen sorgt“, freut sich Mechthild Westerkamp. „Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit und die Anschaffungen durch den Förderverein, die durch sie möglich wurden und in naher Zukunft noch getätigt werden.“
Das Raesfelder Junggesellen-Schützenfest steht wieder vor der Tür und öffnet am Wochenende das Festzelt. Das Fest soll wie die Jahre davor spektakulär werden und mit einem Wumms die Schützenfest-Saison im Kreis Borken beenden.
Frei nach dem Motto: Ordnung – Eintracht – Frohsinn, steht für die Junggesellen Schützen ein Wochenende voller Spaß auf dem Programm.
Am Freitag, um 17.15 Uhr, startet das diesjährige Junggesellen-Schützenfest mit dem Antreten der Schützen im Festzelt. Um 17.45 Uhr dann der Abmarsch zum Abholen des Königs mit anschließender Kranzniederlegung auf dem Friedhof. Ab 19 Uhr beginnt der erste große Festball des Wochenendes, der auch in diesem Jahr von der Band Take Five musikalisch begleitet wird.
Der Samstag beginnt für die Schützen um 10 Uhr mit dem Marsch zur Vogelstange in „Pastors Busch“, um 12 Uhr soll dann das Schießen beginnen. Ab 19 Uhr startet die große Party mit dem DJ „Beat Attack“ und dem neu erkorenen König.
Das Festhochamt, das die Lebenden und Verstorbenen des Jungesellen-Schützenvereins ehrt, ist für Sonntag um 9.45 Uhr geplant. Das Frühkonzert mit dem Raesfelder Fanfarencorps und dem Jugendorchester der Raesfelder Burgmusikanten steht anschließend um 11 Uhr auf dem Plan. Nach dem Antreten der Schützen im Festzelt um 15.30 Uhr folgt die Parade auf den Sportplatz. Danach gibt es einen feierlichen Festumzug durchs Dorf. Der zweite große Festball des Schützenfestes um 19 Uhr, wird wieder von der Band Take Five begleitet.
Am Montag gibt es noch eine zusätzliche Veranstaltung für alle Schützen: Das Runkelschießen um 15 Uhr. Der Veranstaltungsort wird nach dem Vogelschießen bekannt gegeben.
Auch für Speis und Trank ist bei so viel Programm gesorgt. Der Festwirt Zelte Schwering sorgt mit leckeren Speisen und Getränken für ein sorgenfreies Schützenfest. So kann das Schützenfest starten.
Das offizielle Programm des Junggesellen-Schützenfestes 2022. Foto: Verein
Zwischen Schermbeck und Raesfeld liegt das der kleine idyllische Ort Marienthal an der Issel.
Das Issel-Dorf ist weit über seine Grenzen heute bekannt und dessen Geschichte reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Die Besucher schätzen besonders die Atmosphäre des alten Dorfes, welches eingebettet im Grünen und direkt an dem kleinen Flüsschen Issel liegt. Zu einem Bummel laden der Dorfplatz, die alte Molkerei und die übrigen Gebäude ein.
Kleine Geschäfte zum Einkaufen und romantisch gelegene Restaurants, eingebettet in Kunst und Geschichte sind Plätze, wo die Seele frei baumeln kann.
Der bis heute erhaltene historische Bezug zu den landwirtschaftlichen Gebäuden und die Vielfältigkeit der einzelnen Unternehmen macht die besondere Atmosphäre von Marienthal aus.
Die Kirche und das Kloster, welches heute eine Niederlassung des Karmeliter Ordens beherbergt, ist das kulturelle und geistige Zentrum des Ortes. Bedingt durch seine zahlreichen Werken ist hier ein Zentrum von moderner sakraler Kunst entstanden. Seit der Errichtung im 14. Jahrhundert bildet die Kirche zusammen mit den angrenzenden Klostergebäuden den Mittelpunkt von Marienthal.
Zahlreichen Kunstwerke
Die Architektur und die zahlreichen Kunstwerke im Inneren der Kirche ziehen jährlich tausende von Besuchern an. So auch der Friedhof neben der Kirche, welcher in das künstlerische Konzept integriert wurde, zeigt die große gestalterische Bandbreite moderner Sakralkunst. Und wer auch noch die Landschaft und Umgebung um den Ortskern kennen lernen möchte, der hat hier die Möglichkeit sich im Romantik Hotel Elmer ein Fahrrad zu leihen. Die Strecken sind gut befahrbar. Das Schloss Raesfeld ist knapp 15 km und die Femeiche in Erle ist zirka 10 km entfernt.
Die Geschichte des Karmeliter Klosters in Marienthal
Am 7. Juni 1256 weiht Otto II. von Lippe, Bischof von Münster, das neue Augustinereremiten-Kloster in Brünen-Beylar. Es ist eines der ersten Klöster dieses Ordens in Deutschland.
Im 14. Jahrhundert wurde das Kloster an seinen heutigen Standort, verlegt. Die damalige Nähe zur Issel und die damit verbundene Gefahr von Überschwemmungen waren wohl der Grund dafür.
Neben der Kirche entstanden im Laufe der Jahre umfangreiche Klostergebäude mit Wohn- und Wirtschaftsräumen. Bis 1806 waren die Augustinereremiten seelsorgerisch in der näheren und weiteren Umgebung tätig.
Als Napoleon große Teile des Rheinlands besetzte, wurden nach 1806 im Zuge der Säkularisation fast alle Klöster aufgelöst. So verließen auch die Augustiner in Marienthal das Kloster. Große Teile des Klosters wurden abgebrochen und die Steine für andere Bauwerke in der Umgebung wieder verwendet. Erst 36 Jahre nach dem Auszug der Augustiner wird Marienthal eine selbstständige Kirchengemeinde. Die Klosterkirche, die jetzt Pfarrkirche ist, wird nach ihrer Patronin „St. Mariä Himmelfahrt“ benannt.
Augustinus Winkelmann übernimmt 1924 die Pfarrei in Marienthal. Er war der Motor für die prägende Kraft des Gesamtkunstwerkes, was Kirche, Kloster und der beide umgebende Friedhof bilden.
Augustinus Winkelmann setzte sich schon während seines Studiums mit der geistigen Erneuerungsbewegung und moderner sakraler Kunst auseinander. Besonders in den 20er und 30er Jahren gab Winkelmann vielen Malern, Bildhauern und Glaskünstlern die Möglichkeit, Kirche und Kloster mit moderner Kunst zu gestalten, so dass sich Marienthal zu einem der bedeutendsten Zentren moderner sakraler Kunst entwickelte.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wird Marienthal ein Ort der Begegnung und entwickelt sich zu einem geistigen Zentrum.
Das Kloster, Kirche und Friedhof
Das Kloster, Kirche und Friedhof wurde unter Denkmalschutz gestellt und befinden sich heute im Besitz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Erst im Jahre 1986 zieht wieder klösterliches Leben in Marienthal ein. Die Karmeliter übernehmen die Pfarrseelsorge. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde diese von Diözesanpriestern ausgeübt. Die Karmeliter stellen das Kloster unter den Schutz des Sel. Titus Brandsma (*1881 – †1942), einem holländischen Karmeliter. Der Karmeliter wurde verhaftet und 1942 im KZ Dachau ermordet, als er sich gegen das nationalsozialistische Regime stellte und Widerstand leistete.
Die Marienthaler Kirche ist nach Westen, Norden und Osten von einem Friedhof umgeben. Ein schmiedeeisernes Tor öffnet den Weg auf den Friedhof. MORS PORTA VITAE – der Tod ist das Tor zum Leben – steht in großen Buchstaben auf dem Tor zum Friedhof geschrieben. Jeder einzelne Grabsteine auf dem Marienthaler Friedhof sind Zeugnisse dessen, was die Menschen über den Tod hinaus hoffen, und der Weise, wie sie ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen.
Ganz besondere Grabsteine
Hier findet man sehr unterschiedliche Darstellungen, welche oft auf den Namenspatron oder Beruf des Verstorbenen hinweisen. Die Grabsteine auf dem Marienthaler Friedhof sind Zeugnisse dessen, was die Menschen über den Tod hinaus hoffen und wie sie ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen. Auch weisen die Darstellung auf den Grabmälern oft auf den Namenspatron oder Beruf des Verstorbenen hin.
Das Kreisorchester Borken lädt zu einem ganz speziellen Konzert mit Uraufführung ein.
„Frenzy“ – das heißt übersetzt so viel wie helle Aufregung oder wildes, hektisches Treiben. Bei einem Musikstück mit diesem Titel sollte es erwartungsgemäß musikalisch heiß hergehen. Ob das der Fall ist, darüber können sich Besucher der Konzerte des Kreisorchesters Borken Anfang Oktober selbst ein Bild machen. Am 1. und 2. Oktober spielt das Orchester aus dem Westmünsterland die Uraufführung des Werkes „Frenzy“. Außerdem mit dabei, sind das Kreisjugendorchester Borken und der Projektchor des Kreisorchesters Borken, der dann seine Premiere gibt.
Komponist Thiemo Kraas hat „Frenzy“ speziell für das Kreisorchester Borken geschrieben. Er rückt darin einen imaginären Solo-Tänzer ins Rampenlicht. In drei ineinander übergehenden Sätze möchte die Musik die Suche eines Menschen nach Freiheit und Individualität beschreiben. So ist die Musik im ersten Satz ruhelos und getrieben, zwei kontrastierende Themen nehmen den Tänzer im wahrsten Sinne des Wortes „gefangen“. Der zweite Satz hingegen bricht mit der Aufregung und verkörpert Ruhe und Zartheit. Im letzten Satz gelingt es dem Balletttänzer schließlich, sich wie im Rausch bis zur völligen Erschöpfung den selbst auferlegten Zwängen, im Tanz zu befreien. Unter der Leitung von Dirigent André Baumeister spielt das Kreisorchester Borken dieses mitreißende, sehr rhythmische und tänzerische Werk.
Freude auch beim Dirigenten
„Ich freue mich sehr, dass wir Thiemo Kraas für diese Auftragskomposition gewinnen konnten. Das entstandene Stück ist etwas ganz Besonderes und wird dem Kreisorchester Borken überaus gerecht“, sagt Dirigent André Baumeister. „Überhaupt ist es toll, dass wir seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie endlich wieder ein reguläres Konzert spielen können. Dass wir jetzt mit einer Uraufführung, insgesamt drei Kreis-Ensembles, inklusive der Premiere des Chores an den Start gehen, ist einmalig. Wir bieten hier Abwechslung pur“, so der Dirigent weiter.
Besucher, die in den Genuss dieser Abwechslung kommen möchten, haben am Samstag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr die Gelegenheit, das Konzert in der Stadthalle Borken zu hören. Das gleiche Programm wird am Sonntag, 2. Oktober, um 17.00 Uhr im Kulturquadrat in Ahaus gespielt. Konzertkarten gibt es über die Kreisorchester-Homepage.
Seit 1. September ist es da: Das E-Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente.
Nach einem holprigen Beginn startete das elektronische Rezept im September in der Pilotregion Westfalen-Lippe. Die Verbraucherzentrale NRW erklärte nun, wer es schon nutzen kann, welche Voraussetzungen nötig sind und welche Probleme es noch gibt.
Westfalen-Lippe als Modellregion
Eigentlich sollte das E-Rezept, schon seit Anfang 2022 flächendeckend zur Verfügung stehen. Doch ebenso wie die elektronische Krankschreibung wurde der Start wegen technischer Probleme mehrfach verschoben. Seit 1. September ist Westfalen-Lippe eine der Pilotregionen. Voraussichtlich nehmen 250 Arztpraxen an dem Projekt teil. Später soll sich die teilnehmer Zahl dann verdoppeln. Apotheken sollen generell bundesweit ab September in der Lage sein, E-Rezepte einzulösen und diese mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen zu können.
So funktioniert das E-Rezept
Das E-Rezept ersetzt die altbekannten ärztlichen Rezepte auf Papier. Es handelt sich um einen digitalen Code, ähnlich einem QR-Code. Mit diesem erhält man in der Apotheke das verschriebene Medikament. Das E-Rezept kann man online in der Apotheke vor Ort oder in einer Online-Apotheke über die E-Rezept-App einlösen. Im ersten Schritt sollen aber nur die rosafarbenen Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneimittel für gesetzlich Krankenversicherte elektronisch ausgestellt werden.
Später sollen auch andere Verordnungen, digitale Gesundheitsanwendungen sowie Überweisungen für Fachärzte, Heilmittel, Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege digitalisiert werden. Ärzte können auch elektronische Folgerezepte und E-Rezepte im Anschluss an eine Videosprechstunde ausstellen und den Rezeptcode elektronisch an Patienten mit E-Rezept-App versenden.
Wer schon E-Rezepte erhalten kann
Wer gesetzlich krankenversichert ist, benötigt neben einem NFC-fähigen Smartphone auch eine NFC-fähige Gesundheitskarte und eine PIN von der Krankenkasse, um sich anmelden zu können. Die eigene Gesundheitskarte ist NFC-fähig, wenn auf der Karte rechts oben „G 2.1“ steht. Außerdem benötigt man zwingend die abgesicherte E-Rezept-App der Gematik GmbH, der „nationalen Agentur für digitale Medizin“.
Noch nicht ganz reibungslos
Aufgrund des aktuellen Chip-Mangels haben noch nicht alle Krankenkassen die neuen Gesundheitskarten verschickt. Zudem gibt es Probleme beim Authentifizierungsverfahren zur Legitimation der Versicherten bei der Krankenkasse. Deshalb wird auch in der Pilotregion Westfalen-Lippe wohl zunächst der Ausdruck mit Rezeptcode üblich sein. Auf diese Art können auch Versicherte ohne Smartphone teilnehmen. 2023 soll das elektronische Rezept laut Plan bundesweit verfügbar sein.
Mehr Informationen zum E-Rezept sind online zu bei der Verbraucherzentrale zu finden.
Die Gebühren für die Raesfelder Straßenreinigung passen sich nach 13 Jahren den allgemeinen Preissteigerungen an
Höhere Löhne, teurerer Sprit – diese Entwicklung macht auch vor den Straßenreinigungsgebühren in Raesfeld nicht halt.
Die steigen jetzt zum Beginn des kommenden Jahres auf 1,12 Euro (bislang 0,97 Euro) je Meter Grundstücksseite. Für eine Fläche mit einer Grundstücksseite von 25 Metern bedeutet das etwa eine jährliche Gebührenerhöhung um 3,75 Euro. Die dafür notwendige Änderung der Gebührensatzung hat jetzt der Gemeinderat beschlossen.
Personal und Kraftstoff deutlich teurer
Die Straßenreinigung in Raesfeld wird von der Firma Logermann durchgeführt. Die hat die Gebührenerhöhung vor allem mit stark gestiegenen Kosten für Personal und Kraftstoff begründet. Doch ob eine solche Erhöhung erfolgt, basiert auf den Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Und die waren im Fall von Sprit- und Lohnkosten eindeutig.
So seien die Dieselpreise seit 2009, also dem Jahr der letzten Gebührenerhöhung, um rund 59 Prozent gestiegen. Die Lohnkosten hätten sich in diesem Zeitraum um etwa 40 Prozent erhöht. Und schon bei einem Anstieg um zehn Prozent können die Gebühren steigen.
29 Prozent Plus für Reinigungsfirma
Unterm Strich bekommt das Reinigungsunternehmen ab 2023 rund 29 Prozent mehr Geld von der Gemeinde. Das übrigens gibt davon mit 40 Prozent den Löwenanteil für Reparatur- und Unterhaltungskosten aus, 35 Prozent fließen in die Löhne der Mitarbeitenden und für 25 Prozent müsse das Unternehmen Kraftstoff kaufen.
Aktion Mountainbike D2-Gruppe – Fachgeschäft Colle aus Erle unterstützt Tima aus der Ukraine
Wie bereits berichtet, bereichert seit März ein Spieler aus der Ukraine namens Tymofii Lehkodukh, den alle Tima nennen, mit seiner Spielkunst unser Mannschaftsspiel.
Tima ist ein richtig netter Kerl, der sich schnell integrieren konnte und von allen anerkannt und respektiert wird.
Alter Drahtesel
Die sprachlichen Barriere werden in „Englisch und Fußballdeutsch“ überwunden und sind kein Hindernis. Wohl aber der alte Drahtesel, mit dem Tima zum Training kommt.
Alle seine Mitspieler rollen mit diversen Mountainbikes an und verabreden sich auch gelegentlich zu Touren durch die Erler Heide. Da Tima bis dato nicht mithalten konnte, hatte Trainer Michael Oesterbeck die zündende Idee, ein altes Bike aus seinem Fundus wieder aufzurüsten und es an Tima zu verschenken.
Colle spendet Schutzhelm und Radschlauch
Ersatzteile besorgte er sich bei dem Erler Fachgeschäft für Jugendbikes Colle, das auch noch einen entsprechenden Schutzhelm und Radschlauch spendete.
Tima freut sich über den Schutzhelm und Radschlauch vom Fachgeschäft Colle
Beim letzten Training war es dann soweit. Die Übergabe des Rades erfolgte auf dem Sportplatz an der Westerlandwehr im Kreise der Mannschaft. Tima, der von allem nichts ahnte, viel aus allen Wolken und bekam feuchte Augen!
Strahlendes Gesicht
Das anschließende strahlende Lächeln wich in der gesamten Trainingseinheit nicht mehr aus seinem Gesicht. Doch damit war es nicht vorbei! Mountainbike Touren eignen sich hervorragend als Kraft- und Ausdauertraining und fördern die kognitive Fähigkeiten.
Und so machte sich der D2-Tross bereits am 11. September auf Strecke durch die Erler Heide und Schermbecker Umgebung. Einige Eltern und selbst Colle war mit von der Partie. Nach einigen Stopps, u. a. an der Schermbecker Gesamtschule, fand die gelungene Trainingseinheit ihren Abschluss in Manu’s Dorfcafe in Raesfeld-Erle, wo diverse Kalorien nachgetankt werden mussten!
Ich habe dabei den leisen Verdacht, dass wieder eine neue WhatsApp-Gruppe gebildet wurde.
Der Gemeinderat beschließt einen konkreten Maßnahmenkatalog zum Einsparen von Energie.
Strom, Öl, Gas – in allen Bereichen soll und muss Energie eingespart werden. Neben der Unabhängigkeit von russischen Rohstoffimporten geht es dabei vor allem auch ums Geld. Prognosen gehen im schlimmsten Fall davon aus, dass die Preise für Strom und Gas 2023 um das Vier- bis Fünffache steigen können. In Raesfeld könnte die Rechnung für den Gemeindebedarf auf rund zwei Millionen Euro klettern. Zum Vergleich: 2020 musste Raesfeld Energiekosten von 406.547 Euro bezahlen.
Das sind die konkreten Maßnahmen zum Energie sparen in Raesfeld:
Vier der sechs Strahler sollen dabei dauerhaft abgeschaltet. Die verbleibenden dienen zur Sicherung der Verkehrswege. Eine Zeitschaltung ist aus technischen Gründen nicht möglich.
2. Beleuchtung des Karpfenteiches und der Schlossallee
Das Lichtband am Karpfenteich wird abgeschaltet. An der Schlossallee wird zudem die Baumanstrahlung auf jede dritte Leuchte reduziert.
3. Maßnahmen in den gemeindlichen Wohnhäusern
Hierunter fallen insbesondere die 20 Asylunterkünfte. Die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage auf 50 Grad abgesenkt.
Hier sollen weitere Energiesparmaßnahmen geprüft werden:
1. Sportstätten und Sporthallen
Die Gemeinde Raesfeld will dort gemeinsam mit den Vereinen nach Einsparpotentialen suchen
2. Energieoptimierte öffentlichen Gebäudenutzung
In den drei Schulen, im Naturparkhaus, in der Villa Becker, im Schwesternhaus und den beiden Jugendhäuser wird die Raumvermietung optimiert. Gruppenveranstaltungen sollen auf energetisch optimierte Gebäudeteile konzentriert werden.
Rathaus wird runtergekühlt
Hinzu kommen auch in Raesfeld die bundesweit geltenden Regelungen für öffentliche Gebäude. Demnach ist zum Beispiel im Rathaus der Gemeinde künftig die Beheizung von „Gemeinschaftsflächen“ untersagt. Für die Büroräume ist eine „Lufttemperaturhöchstgrenze“ von 19 Grad festgelegt. Außerdem habe die Gemeindeverwaltung die Kirche bereits darauf hingewiesen, die Beleuchtung der Kirchtürme in Raesfeld und Erle auszuschalten.
Lehrschwimmbecken bleibt warm
Strittig bleibt unterdessen eine mögliche Energieeinsparung beim Lehrschwimmbecken in der St. Sebastianschule. Bündnis 90/Die Grünen haben dort eine Absenkung der Wassertemperatur ins Spiel gebracht. Doch die will die Ratsmehrheit nicht. „Sollte das Becken nicht beheizt werden, ist ein Schwimmbetrieb nicht mehr möglich. Bei einer Absenkung unter 28 Grad ist davon auszugehen, dass das Lehrschwimmbecken nicht mehr genutzt wird“, argumentiert die Verwaltung.
Bald Gespräche über Straßenbeleuchtung
Auf die Schaltung der Straßenbeleuchtung in Raesfeld hat die Gemeinde unterdessen keinen Einfluss. Westenergie regelt, wann welche Laternen leuchten. Über eine alternative Regelung der Schaltzeiten und die Dauer der Beleuchtung will die Gemeinde aber zeitnah mit dem Unternehmen reden. Die „Gespräche sind in Vorbereitung“, heißt es dazu aus der Verwaltung.