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Königsblaue Schermbecker feiern 25-jähriges Jubiläum

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Norbert Elgert mit Ehefrau Conny, Olaf Thon und Klaus Fischer. Foto: Ralf Meier

Mehr als 300 Schalke Fans kamen am 16. September im Festzelt am Rathausplatz in Schermbeck zusammen und feierten gemeinsam das 25-jährige Bestehen der Königsblauen Schermbecker mit einem bunten Rahmenprogramm.

Zahlreiche Ehrengäste hatten die Einladung des Vereins Königsblaue Schermbecker wahrgenommen, darunter Weltmeister Olaf Thon, Erfolgstrainer Norbert Elgert und „Mr. Fallrückzieher“ Klaus Fischer.

Auch Kult-Moderator Ulrich „Ulli“ Potofski und Moderatoren-Legende Manfred „Manni“ Breuckmann ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen. Die Gemeinde Schermbeck war durch Bürgermeister Mike Rexforth vertreten.

Ulli Potofski und Manni Breuckmann. Foto: Ralf Meier

Hohes Maß an Wertschätzung

Kein Zweifel, die „Königsblauen“ genießen ein hohes Maß an Wertschätzung. Ihr Vorsitzender Karsten Janz kam in seiner Eröffnungsansprache auch sofort auf diesen wichtigen Punkt zu sprechen und bedankte sich für die Unterstützung, die es den anfänglich 28 Gründungsmitgliedern ermöglicht hat, zu einer Schermbecker Institution mit mittlerweile 339 Mitgliedern heranzuwachsen. Doch bevor es zur Vereinsgründung kam, brauchte es ein ganz besonderes Ereignis, zeigt ein Blick in die Vergangenheit.

21. Mai 1997

Am 21. Mai 1997 verwandelte sich das legendäre Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion in einen Hexenkessel. Nachdem sich Schalke 04 beim Hinspiel im alten Parkstadion durch ein Tor von Marc Wilmots eine gute Ausgangslage verschafft hatte, ging es an diesem Tag für die Mannschaft um Kapitän Olaf Thon im entscheidenden Rückspiel um den UEFA-Pokal 1996/97.

Mehr als 80.000 Zuschauer bereiteten dem deutschen Team einen heißen Empfang. Auf den Zuschauerrängen dominierten die Farben der „I Nerazzurri. Kaum jemand hier zweifelte daran, dass eine der erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Welt auf dem Weg zum nächsten Titel war. Doch die Königsblauen zeigten sich, diesmal in Weiß, unbeeindruckt.

Während die Schalker auf dem Platz einen kühlen Kopf behielten, schlugen die Emotionen im fast 1.000 km entfernten Schermbeck hoch. Das Unfassbare schien über weite Strecken des Spiels so greifbar nah. Dann der Schock in der 85. Minute. Iván Zamorano brachte Inter Mailand kurz vor dem Abpfiff mit seinem Tor zurück ins Spiel. Hängende Köpfe auch in Schermbeck, denn noch ahnte niemand, dass Torhüter Jens Lehmann nur wenige Minuten später die Chance zu einer spektakulären Revanche nutzen würde.

Norbert Elgert mit Ehefrau Conny, Olaf Thon und Klaus Fischer. Foto: Ralf Meier

Schalke-Fans in Schermbeck kaum noch zu halten

Zahlenmäßig überlegen, Salvatore Frasi hatte kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit die rote Karte bekommen, gingen die Schalker in die Verlängerung. Der Spielstand blieb unverändert. Bei den Fans in Schermbeck standen zu dieser Zeit längst alle Uhren still. Das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen.

Nachdem Ingo Anderbrügge vorgelegt hatte, standen sich Jens Lehmann und Iván Zamorano erneut gegenüber. Lehmann ahnte, dass der Chilene die untere linke Ecke nehmen würde und wehrte den Ball ab.  Auch den Elfer von Youri Djorkaeff hätte er fast gehabt.

Nachdem Olaf Thon und Martin Max ihre Chance genutzt hatten, lag die ganze Last auf den Schultern des Inter-Spielers Aron Winter. Der war erst in der 82. Minute gegen Ciriaco Sforza eingewechselt worden und musste jetzt für seine Mannschaft den Anschluss halten. Doch die Nerven spielten dem 30-Jährigen an diesem Tag einen Streich. Sein Schuss ging am Tor vorbei. Ungläubigkeit bei Inter-Trainer Roy Hodges, doch die Fans in Schermbeck waren kaum noch zu halten. Der Jubel kannte keine Grenzen, als Marc Wilmots alles klarmachte.

Im Festzelt herrschte beste Stimmung. Foto: Ralf Meier

Am 9. Juli 1997 kam es zur Gründung des Fanclubs

An diesem denkwürdigen Abend schien Schermbeck ein Vorort von Schalke zu sein. Die Verbundenheit mit dem Traditionsverein hätte nicht größer sein können. Doch es blieb nicht bei der ausgelassenen Siegesfeier und den Glückwünschen in die nur 30 km entfernte Nachbarstadt Gelsenkirchen. Wenige Wochen später, am 9. Juli 1997, wurde der Fanclub Königsblaue Schermbecker gegründet. Am 7. August 1997 wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Auf der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Satzung verabschiedet und die Eintragung ins Vereinsregister beschlossen.

Seither sind 25 Jahre ins Land gezogen. Nicht immer gab es in dieser Zeit Grund zum Jubeln. Doch die Königsblauen Schermbecker haben ihrem Verein immer die Treue gehalten. In guten wie in schlechten Tagen. Bei allen Heimspielen der Schalker wird das Team immer auch von einer Abordnung aus Schermbeck angefeuert. Oft sogar bei Auswärtsspielen.

Königsblau war eindeutig die dominierende Farbe des Abends. Foto: Ralf Meier

Eines hat sich in all den Jahren, die seit dem denkwürdigen UEFA-Cup-Finale ins Land gezogen sind, übrigens nie geändert:  An jedem 1. Donnerstag eines Monats findet in der Vereinsgaststätte Overkämping-Schult ein Stammtisch statt. Ansonsten hat sich seit der Gründung 1997 natürlich eine ganze Menge getan.

Bei den Schalkern und den Königsblauen Schermbeckern gleichermaßen.
Karsten Janz, seit 2016 Vorsitzender des Vereins, verrät uns gemeinsam mit Peter „Picco“ Anders, und Werner Heistermann, welche Momente besonders in Erinnerung geblieben sind. Mehr davon in Kürze.  

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