CDU-Fraktion möchte Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation in Raesfeld
Mit Blick auf die in den letzten Wochen passierten Verkehrsunfälle im Bereich der Kreuzung Dorstener Str./Schermbecker Str./Rhader Str. stellt die Raesfelder CDU-Fraktion nun der Verwaltung die Frage, ob die Ursachen der Unfälle bekannt seien?
Bei vergleichbaren Ursachen der Unfälle sollte nach Meinung der CDU-Fraktion geklärt werden, wie die Sicherheit zukünftig in diesem Bereich verbessert werden könne.
Laut Vorlage der Fraktion heißt es, dass die Verkehrssituation im Bereich der Kreuzung Dorstener Str./Friedholt/ Gewerbegebiet Erle als gefährlich angesehen werde und diese auch häufig Thema in den Verkehrsschauen der letzten Jahre gewesen sei.
Da für die CDU- Fraktion die aktuelle Situation bisher nicht befriedigend sei, setzt sie auf die Gemeindeverwaltung, dass sie hier noch Möglichkeiten und Lösungen zur Verbesserung der Verkehrssituation zu findet.
Radweg B224 Erle-Dorsten
Ein weiterer Punkt ist die Radwegverbindung entlang der B224 von Erle nach Dorsten, der seit rund drei Jahren in Planung sei. Hier stellt sich die CDU-Fraktion die Frage, ob die Verwaltung neue Erkenntnisse über die Planung durch den Landesbetrieb Straßen NRW hat und wann mit dem Bau zu rechnen ist? Gleiches gelte für den seit langer Zeit diskutierten Radweg in Homer.
Eine weitere Frage bezieht sich auf die Radwegesituation an der B70 in Richtung Wesel. Der vorhandene Rad- und Fußweg endet zur Zeit am Haus Weseler Str. 102. Dort endet dieser Weg nicht an einer anderen Straße oder einem Wirtschaftsweg, sondern an dem genannten Haus, bzw. auf freier Strecke.
Um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen, beantragt die CDU-Fraktion die Verwaltung, dass sie hier prüfe, ob der genannte Rad- und Fußweg durch den Landesbetrieb Straßen NRW bis zum nächsten Wirtschaftsweg weitergebaut werden kann.
Als Grund nennt die Fraktion unter anderem, dass hier in den nächsten Jahren damit zu rechnen sei, dass in diesem Bereich mehr Kinder die Grundschule und später dann weiterführende Schulen besuchen. Dadurch würde der Schulweg für die Kinder deutlich sicherer werden.
UWG-Fraktion Raesfeld möchte mehr Sicherheit und Sichtbarkeit an der Weseler Straße in Raesfeld
Die UWG Raesfeld-Erle möchte, dass die Gemeindeverwaltung den Fahrradweg an der Weseler Straße untersucht und gleichzeit prüfen lässt, ob hier eine Möglichkeit bestehe, diesen bis zur Kreuzung Möllenweg zu verlängern. In der Antragsbegründung verweist die UWG darauf, dass aktuell es mehreren Anliegern (insgesamt handele es sich um drei Anlieger) in diesem Bereich nicht möglich sei, den Radweg zu benutzen, weswegen sie auf die Bundesstraße ausweichen müssen.
Betroffen davon seien derzeit 26 Personen. Da sich unter diesen Anliegern auch neun Kinder/Schulkinder befinden, würde ein Ausbau des Fahrradweges auch aus diesem Grund laut UWG zu einer erheblichen Erhöhung der Sicherheit beitragen. Des Weiteren würden sich laut UWG auf diesem 1,43 km langen Teilabschnitt der Bundesstraße zwei unbeleuchtete Schulbushaltestellen, die täglich von den Schulkindern aufgesucht werden, befinden.
Um auch dort die Sicherheit und Sichtbarkeit zu erhöhen, sei es aus Sicht der UWG Raesfeld- Erle sinnvoll, die bisher nicht überdachten und unbeleuchteten Wartebereiche zu einem beleuchteten Wartehäuschen zusammenzufassen, welches für die Schülerinnen und Schüler über einen zuvor ausgebauten Radweg auch im Winter sicher mit dem Fahrrad zu erreichen ist.
Das Vier-Länder-Eck erfolgreich eingemessen und eingeweiht – Ein prädestinierter Ort für eine Begegnungsstätte.
Am Sonntagmorgen trafen sich die Abordnungen von vier Schützenvereine Erle, Rhade, St. Georgius Heiden-Leblich und St. Michael Marbeck, um an der Kreuzung Im Kühl/Höfer Weg/Werlo, gemeinsam einen Grenzstein einzuweihen.
Gemeinsam mit den Bürgermeistern aus Dorsten, Heiden und Raesfeld sowie Abordnungen der Schützenvereinen und unter musikalischer Begleitung des Blasorchester Erler Jäger e.V. , wurde auf Einladung von Präsident des Erler Schützenvereins Arno Brömmel der „Grenzstein“ am nordwestlichen Punkt der Stadt Dorsten auf dem Grundstück von Heinz Bramert gesetzt. Beim Einmessen durfte die Wasserwaagen-Füllflüssigkeit aus dem Hause Kornbrennerei-Böckenhoff natürlich nicht fehlen.
Hochgeistiges bei der Einweihung von Bürgermeister Tobias Stockhoff. Foto: Melanie Unnebrink
Zeichen der Freundschaft
Diesen Grenzstein hatte die Schützenbruderschaft Heiden-Leblich als Zeichen der Freundschaft dem Schützenverein Erle dieses Jahr zu ihrem 125-jährigen Jubiläum geschenkt.
Der Standort des Grenzsteines auf dem Grund und Boden von Heinz Bramert markiert jedoch nicht nur die Grenze zwischen Erle und Heiden-Leblich. Auch Rhade und Marbeck treffen hier aufeinander. Ein prädestinierter Ort für eine Begegnungsstätte.
Vermessen und für „gut“ befunden. Foto: Melanie Unnebrink
Grenzstein steht in Rhade
Vor Ort waren auch die Bürgermeister der jeweiligen Ortsteile: Martin Tesing, Tobias Stockhoff und Patrick Voßkamp. Sie brachten sogar einen Vermessungstechniker mit, um die Grenzen der Orte genau auszuloten. Heraus kam, dass der Grenzstein auf Rhader Grund steht.
Bis nach Erle sind es lediglich 0.91 Meter, also sehr genau getroffen. Die Entfernung bis zur Marbecker Grenze liegt bei 3,80 Meter und die Heidener Grenze liegt mit 5,88 Meter am weitesten entfernt. Der Vermessungstechniker Bernd Schemmer schlug vor, dass die Stadt Dorsten einfach gute 2qm an die Gemeinde Raesfeld abtreten solle, dann stünde der Stein perfekt.
Foto: Tobias Stockhoff
Neue Gebietsreform soll in Gang gesetzt werden
Daraufhin kündigte Bürgermeister Tobias Stockhoff an, einen Arbeitskreis zu bilden, um diese „Große Gebietsreform“ in Gang zu setzen. „Ich sehe darin sogar eine Chance für die Stadt Dorsten“, erwähnte er scherzhaft.
Der Grund: sollte Rhade die 2qm an Erle abtreten, würde sich die Grunderwerbssteuer verringern. Wenn auch nur um den Bruchteil von einem Cent.
Ausgelotet: v.l. Beim Einmessen durfte die Wasserwaagen-Füllflüssigkeit aus dem Hause Kornbrennerei-Böckenhoff natürlich nicht fehlen. v.l.: Bürgermeister Patrick Voßkamp (Heiden), Martin Tesing (Raesfeld) und Tobias Stockhoff sowie Vermessungstechniker Bernd Schemmer. Foto: Stadt Dorsten
Jährliche Grenzsteinschiebung
Andreas Grotendorst (Bürgermeister Raesfeld a.D.) war als Vertreter der Bezirksregierung Münster ebenfalls vor Ort. Auch er kam mit einer Idee um die Ecke, wie der Grenzstein gerade gerückt werden könne: ein jährliches Treffen zur gemeinsamen Grenzsteinschiebung. Da der Stein noch nicht ganz richtig steht und er sich auch noch etwas neigt, wäre das eine gute Möglichkeit, um ihn geradezurücken.
Arno Brömmel eröffnete den Frühschoppen unter musikalischer Begleitung der Erler Jäger. In seiner Funktion als Präsident des Erler Schützenvereines sprach er ein großen Dankeschön an die Schützenbruderschaft Heiden-Leblich für das Geschenk aus. Man habe sich sehr über diese ausgefallene Idee gefreut und habe keine Kosten und Mühen gescheut.
Eigener Fahnenmast
Es wurde auch ein eigener Fahnenmast errichtet, zu dem Arno Brömmel jeden der vier Schützenvereine einlud, zu Ihrem Schützenfest dort ihre Fahne aufzuhängen. Als Dankeschön an alle, die gekommen waren, verkündete er außerdem 100 l Freibier für alle. Bis in die frühen Abendstunden wurde der Grenzstein am 4-Länder-Eck eingeweiht und gefeiert.
Im Herbst steigt das Risiko von Wildunfällen. Welche Risiken ein Wildunfall birgt und was nach einem solchen Zusammenstoß zu tun ist.
Wild begibt sich besonders in der Dämmerung auf Futtersuche. Im Frühjahr, aber besonders im Herbst, fällt dies genau in die Zeit des Berufsverkehrs. Auch tritt im Herbst häufig Nebel während der Dämmerung auf. Damit verbunden sind schlechte Sichtverhältnisse.
Wildunfälle vermeiden
Sobald durch Warnschilder „Wildwechsel“ angezeigt wird, sollte sofort der Fuß vom Gas genommen und besonders aufmerksam gefahren werden. Wald- und Straßenränder beobachten und bremsbereit sein. Wer zu schnell fährt, hat keine Chance. Denn ein 20 kg schweres Reh besitzt bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne.
Ein Tier kommt selten allein
Leider werden Wildunfälle oft unterschätzt. Die Bereiche zwischen Wald- und Feldzonen sind hierbei besonders gefährlich. Dort ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen, da die Tiere vom Wald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. Nicht umsonst sind diese Gefahrenbereiche mit dem Schild „Achtung, Wildwechsel“ gekennzeichnet. Wer bei Dämmerung unterwegs ist, sollte immer mit „Nachzüglern“ rechnen. Auch ist das Fahren mit Fernlicht, besonders in Waldgebieten anzuraten. So leuchten die Augen der Tiere zurück und sind besser zu erkennen. Taucht Wild im Scheinwerferlicht auf, sofort abblenden und hupen. Wenn der Verkehr es zulässt, kann abgebremst werden.
Wenn es doch mal kracht:
Lässt sich ein Zusammenprall nicht vermeiden: Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. Auf keinen Fall ausweichen. Ausweichmanöver können auch für andere Verkehrsteilnehmer schlimme Folgen haben. Nach einem Unfall sofort den Warnblinker einschalten und die Unfallstelle absichern. Der Unfall sollte dann sofort der Polizei gemeldet werden.
Um weitere Unfälle zu vermeiden, sollte man Tiere an den Randstreifen schaffen. Wegen Tollwutgefahr ist es ratsam, dabei Handschuhe anzuziehen. Aber Obacht: Totes Wild niemals mitnehmen. Wer überfahrene Tiere mitnimmt, macht sich der Wilderei strafbar.
Die Polizei warnt derzeit vor einer Betrugsmasche, die an sich nicht neu ist: Eine Ware wird nur zum Schein angeboten, und das gezahlte Geld ohne Gegenleistung unterschlagen. Neu ist hingegen die angebotene Ware. Als Lockmittel dient Brennholz.
Wie falsche Holzverkäufer vorgehen, erklärt die Polizei Wesel an einem aktuellen Beispiel aus Dinslaken. Eine 34-Jährige wollte über eine Internetseite zwei Raummeter Buche-Brennholz kaufen. Als sie ihre Daten im Bestellformular eingab, wurde sie für die Überweisung direkt auf ein französisches Konto verwiesen. Nach der Überweisung wählte die Dinslakenerin eine Telefonnummer, die auf der Webseite angegeben war, um einen Termin für die Lieferung abzusprechen. Doch die Nummer war nicht vergeben.
Vermeintliche Shops im Internet
Die Polizei rät: Internetnutzer sollten sich vor einer Bestellung über den Shop informieren. Bei vielen negativen Bewertungen ist Vorsicht geboten. Seriöse Shops zeichnen sich dadurch aus, dass sie sichere Zahlungsmöglichkeiten mit Käuferschutz oder den Kauf auf Rechnung zur Verfügung stellen. Was für falsche Holzverkäufer als auch für alle anderen Straftäter gilt: Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten.
Das geht zum Beispiel über das neue Portal der Polizei NRW im Internet. Dieses ist rund um die Uhr und für jeden Bürger zugänglich. Entwickler der virtuellen Dienstelle NRW haben darauf geachtet, dass sich die neue Internetwache auch mit mobilen Endgeräten optimal nutzen lässt. Nach einer umfassenden Modernisierung in Bezug auf das Layout und die Funktionen ist die Internetwache nun über eine neue Adresse im Netz zu erreichen unter internetwache.polizei.nrw.
Neuer Vorstand gewählt / Tobias Meyer wird Stellvertreter
Kreis Borken (pd). Der kreisweite Arbeitskreis Behindertenhilfe hat eine neue Vorsitzende: Es ist Stephanie Pohl aus Gescher. Sie folgt Heiner Buß aus Heiden der nach sechsjähriger engagierter Tätigkeit nicht mehr zur Wiederwahl antrat. Stephanie Pohl ist Vertreterin des Clubs der Behinderten und ihrer Freunde (CBF) Kreisverband Borken e.V. in dem Arbeitskreis.
Tobias Meyer übernimmt die Position des Stellvertreters. Er vertritt die Lebenshilfe Borken in diesem Gremium. Weitere Vorstandsmitglieder sind Michael Bleiber (Wittekindshof Gronau), Marina Boos-Knüwer (Wohnverbund St. Vinzenz, Bocholt), Elvira Hageleit (Haus Hall, Gescher), Matthias Hartkamp (Benediktushof Maria Veen) und Maria Schnelting (Caritasverband Bocholt).
Vorstand und Geschäftsführung des Arbeitskreises Behindertenhilfe: v. li: Elvira Hageleit (Haus Hall Gescher), Gisela Schäpers (Geschäftsführerin des Arbeitskreises Behindertenhilfe, Beauftragte für Menschen mit Behinderung), Marina Boos-Knüwer (Wohnverbund St. Vinzenz Bocholt), Stephanie Pohl (Club Behinderter und ihrer Freunde e. V. – Kreisverband Borken), Matthias Hartkamp (Benediktushof Maria Veen), Bernd Reining (stellv. Beauftragter für Menschen mit Behinderung), Tobias Meyer (Lebenshilfe Borken) und Maria Schnelting (Caritasverband Bocholt). Es fehlt: Michael Bleiber (Wittekindshof Gronau)
Ausgeschieden sind neben Heiner Buß Christoph Hartkamp (Benediktushof Maria Veen) und Hans-Georg Hustede (Büngern-Technik, Rhede). Der Arbeitskreis hob deren engagierte und erfolgreiche Arbeit hervor und die Geschäftsführerin des Arbeitskreises, Gisela Schäpers vom Kreis Borken, bedankte sich im Namen aller Mitglieder für den großen Einsatz in der Vorstandsarbeit.
Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Verbänden, Einrichtungen und Institutionen, die sich für die Belange von Menschen mit einer Behinderung einsetzen, waren zuvor zur Plenumsitzung des Arbeitskreises Behindertenhilfe zusammengekommen. Dabei stellte Jennifer Moers (PariSozial Münsterland gGmbH) die Angebote der Beratungsstelle für Menschen mit einer Hörbehinderung für den Kreis Borken vor und Marcus Hopp informierte über Digitalisierungspotenziale in der Dienstleistungserbringung für Menschen mit Behinderung.
Kooperation des Kreises Borken mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken
Kreis Borken(pd). Innerhalb der „Klimawochen im Kreis Borken“ 2022 bietet die Kreisverwaltung Borken in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Borken im Rahmen der Reihe „Energieforum Westmünsterland“ die Veranstaltung „Auf dem Weg zur Energieautarkie – Hemmnisse, Lösungen und Best Practice“ für Unternehmen an. Die Online-Veranstaltung findet am Montag, 19. September 2022, um 16 Uhr statt. Interessierte können sich bei bei der WFG unter https://www.wfg-borken.de/anmeldung-zum-energieforum-westmuensterland-am-19-september-2022 anmelden.
Das Kreishaus in Borken
Das Forum nimmt die Fragestellungen von Unternehmen in der aktuellen Energiekrise auf und zeigt mögliche Lösungswege. Unter anderem wird die Firma 2G aus Heek Energielösungen mit Kraft-Wärme-Kopplung vorstellen. Adria Theysen von der Agentur NRW4Climate (ehemals Energieagentur NRW) informiert über PV-Anlagen für die Dächer.
Mit der Fragestellung zur Wärmeplanung in Unternehmen setzt sich der Vortrag von Hinnerk Willenbrink von der Fachhochschule Steinfurt in Theorie und Praxis auseinander.
Borken (pd). Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer wieder das Fahrradklima vor ihrer Haustür im Rahmen des ADFC-Fahrradklima-Test bewerten. Die Umfrage findet in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Dabei wird dieses Mal ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt, denn dort gibt es laut ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) viel Potential für den Radverkehr und einen hohen Nachholbedarf beim Infrastrukturausbau.
Noch bis zum 30. November 2022 können Radfahrerinnen und Radfahrer das Fahrradklima vor ihrer Haustür im Rahmen des ADFC-Fahrradklima-Test bewerten. Foto: ADFC
„Wir wollen einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr, von dem alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Borken profitieren“, konstatiert Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Dabei setzen wir unter dem Motto ‚Fietse first‘ auf das Fahrrad und haben beispielsweise in den letzten Jahren den Ausbau der Fahrradstraßen sowie den Bau von Querungshilfen und Fahrradabstellanlagen vorangetrieben“, so Borkens Bürgermeisterin.
Um weitere Maßnahmen anzustoßen, benötigt die Stadt Borken die Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger, denn sie wissen am besten, was sie brauchen, um im Alltag mehr mit dem Rad unterwegs zu sein. „Wir bitten daher alle Borkenerinnen und Borkener sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.de zu nehmen“, ruft Borkens Bürgermeisterin auf.
2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden. Die Stadt Borken, die seit 2020 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS) ist, wurde dabei mit der Schulnote 3,3 bewertet und lag damit über dem deutschlandweiten Durchschnitt von 3,9.
Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen. Radfahren im ländlichen Raum: Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendlerinnen und Pendler Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.
Die Förderung des ADFC-Fahrradklima-Tests erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt. „Nutzen Sie die Möglichkeit und nehmen Sie bis Ende November an der Abstimmung teil, denn der Test wird umso aussagekräftiger, je mehr Radbegeisterte teilnehmen“, ruft Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing die Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf.
Flaggen werden zum 9. September 2022 auf Halbmast gesetzt
Düsseldorf/Kreis Borken(pd). Das Ministerium des Innern teilt mit: Innenminister Herbert Reul hat für Freitag, 09. September 2022, aus Anlass des Todes Ihrer Majestät Königin Elizabeth II. Trauerbeflaggung angeordnet. Die Anordnung gilt für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände sowie der übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht des Landes unterliegen. Daher hängen die Fahnen vor dem Borkener Kreishaus ebenfalls auf halbmast.
Am Borkener Kreishaus hängen die Fahnen auf halbmast.
„Bewegen mit Herz“ ist eine Organisation von Lkw-Fahrern, die sich in ihrer Freizeit um benachteiligte Kinder kümmern und ihnen schöne Tage bereiten. Schon seit 2014 setzt sich die Kraftfahrer-Initiative für Kinder ein. Die Kinder werden mit den Lkw des Vereins abgeholt und zu einem speziell für sie organisiertem Fest gefahren. Der ganze Tag ist für die Kinder ganz besonders aufregend und ein großes Erlebnis. Außerdem gibt’s an Weihnachten dann für die Kinder eine kleine Überraschung vom Verein.
Der Heimatverein Erle hat, so Honerbom „maßgeblich zum Erfolg des Erler Sommermarktes beigetragen“. Hauptsächlich beschäftigt sich der Heimatverein, mit der Erler Geschichte, der Aufrechterhaltung von plattdeutscher Mundart, sowie dem Naturschutz in Erle.
Schon seit 1956 engagiert sich der Ortsverband des DRK in Erle für die medizinische Versorgung der Erler Bürger. Auch die Ausbildung junger Helferinnen und Helfer vor Ort und im Katastrophenschutz ist ihnen heute wie damals, ein wichtiges Anliegen.
Das freiwilligen Team des Erler Sommermarktes wollte „dieses Engagement durch die Spenden unterstützen“, so Honerbom.
Spendenübergabe an den Verein „Bewegen mit Herz“. Foto: Anna C. Waterkotte
300-mal für den guten Zweck
Entstanden ist die Spendenaktion mit Herz im Zuge einer Verlosung beim Erler Sommermarkt 2022. Verkauft wurden dabei alle 300 Lose für je 1 Euro, in unter zwei Stunden. Die Gewinne der Verlosung haben die Teilnehmer des Sommermarkt gesponsort. „Das war erst gar nicht so geplant, aber das ist so ein Selbstläufer geworden“, freut sich Honerbom.
Um die Spendenaktion noch weiter voranzutreiben, sparte die 52-jährige Friseurin seit einiger Zeit Ihr Trinkgeld. „Normalerweise nehme ich kein Trinkgeld an, aber jetzt habe ich auf meinem Tresen im Laden ein Spendenglas stehen, für alle, die sich an der Aktion beteiligen möchten.“
Die Bereitschaft zu helfen ist groß
Einige Spenden und Unterstützungsangebote sind zusammengekommen. „Ich habe keine negativen Kommentare zu der Aktion gehört, nur Positives. Jeden, den ich angesprochen habe, hat sich auch an der Aktion beteiligt“, betont Honerbom. „In den Vereinen, da haben wir entschieden, dass die 300 Euro vom Sommermarkt zu wenig sind und haben einige Institutionen abgeklappert.“ Die Volksbank Raesfeld und Erle hat die Aktion 500 Euro mit unterstützt. Auch Holger Beyer vom Lokalen Edeka spendete 150 Euro für den guten Zweck. „Keiner der Beteiligten hatte mit so einem hohen Betrag von insgesamt 1500 Euro gerechnet. So konnten sich die drei Vereine über üppige Spenden freuen“, so Honerbom.
Im nächsten Jahr geht’s weiter
Auch im nächsten Jahr soll der Erler Sommermarkt wieder stattfinden – nur soll es noch großer werden. „Nächstes Jahr wollen wir den Markt deutlich vergrößern, um mehr Lose verkaufen zu können, damit wir mehr Geld für den guten Zweck zu sammeln“, sagt Honerbom.
Dr. Elisabeth Schwenzow als Verkehrsdezernentin übergibt die Autos an Bernd Loeffler von der Kreispolizeibehörde Borken
Kreis Borken (pd). Sie ist nicht zu übersehen: die auffällige Folierung der Fahrzeuge der Kreispolizeibehörde Borken mit der Aufschrift „Verkehrssicherheitsberatung“. Die Bullis wurden vom Kreis Borken als Gebrauchtwagen angeschafft und kommen im Rahmen der Verkehrssicherheit im Westmünsterland zum Einsatz. Ein Auto fährt durch den Nordkreis und das andere durch den Südkreis. Nun übergab Dr. Elisabeth Schwenzow als Verkehrsdezernentin des Kreises Borken die Fahrzeuge an Bernd Loeffler, Leitender Polizeidirektor der Kreispolizeibehörde Borken.
Dr. Elisabeth Schwenzow als Verkehrsdezernentin (Mitte) übergab an Polizeioberrat Frank Schulz die Schlüssel für die Bullis, die zur Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Borken genutzt werden.
„Die Autos symbolisieren die gute und enge Kooperation zwischen dem Fachbereich Verkehr der Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde Borken“, sagte Dr. Elisabeth Schwenzow. Gerade das Thema Verkehrserziehung sei wichtig. „Daher ist das Herantasten an den Straßenverkehr bereits im frühen Alter nicht zu vernachlässigen“, so die Verkehrsdezernentin.
„Aus diesem Grund nutzen unsere Verkehrssicherheitsberaterinnen und -berater die Fahrzeuge, um junge Erwachsene sowie Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersklassen anhand mehrerer Projekte auf mögliche Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Die Kolleginnen und Kollegen erklären in dem Zusammenhang auch das korrekte Verhalten im Straßenverkehr“, ergänzte Bernd Loeffler. Zu den Projekten gehören beispielsweise die Radfahrprüfung in der vierten Klasse, die Themen „Toter Winkel“, „Anhalteweg von Fahrzeugen“ und „Drogen/Alkohol im Straßenverkehr“ in den weiterführenden Schulen sowie der Kurs „Pedelec: Fahrradfahren und mehr!“.
Der Leitende Polizeidirektor stellte auch klar, dass die Bullis nicht nur die benötigten Infomaterialien von A nach B transportieren, sondern auch gleichzeitig als Anschauungsobjekt genutzt werden würden. „Bei der Schulung zum ‚Toten Winkel‘ setzt sich ein Kind auf den Fahrersitz und stellt dann fest, dass der Rest der Klasse im ‚Toten Winkel verschwindet‘ „. So hoffen alle Beteiligten, dass die Sicherheitsberaterinnen und -berater der Kreispolizeibehörde Borken durch die Fahrzeuge noch mehr Personen für das Thema Verkehrssicherheit sensibilisieren.
An der der Femeiche in Erle (Ekhornsloh 17) findet am Sonntag (11. September) um 15.00 Uhr eine öffentliche Führung statt. Carlo Behler wird als Freigraf Bernd de Duikerin mittelalterlicher Gewandung über seine Tätigkeit als Vorsitzender des Femegerichts und aus der Geschichte des tausendjährigen Naturdenkmals erzählen. Anschließend geht es ins nahegelegene Heimathaus (Silvesterstraße 5) zur Femeichenausstellung.
Hier werden einige Informationen über die Femeiche anschaulich vertieft. Auch die anderen Ausstellungen im Heimathaus (Bodenfunde, historische Schulstube) können natürlich besichtigt werden. Die Führung dauert ca. 1 1/4 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Regen findet die Führung nur im Heimathaus statt. Anmeldungen erwünscht (aber nicht notwendig) unter [email protected] oder Telefon: 02865 8793 bzw. 02865 6646
Beim Spiel gegen die JSG Velen/Hochmoor hatten die Raesfelder D-Jugend Fußballer keine große Mühe. Am Ende stand es 20 zu 1 für die JSG Raesfeld/Erle.
Gespielt wurde in Velen bei warmen Sommerwetter auf Kunstrasen. Das sei „nicht unbedingt der Lieblingsbelag der Raesfelder Jungs“, betont Trainer Jürgen Pütz-Bosse. „Erfahrungsgemäß sammelt man Brandblasen, diverse Hautabschürfungen und sogar die Schuhsohlen halten der Wärme nicht stand“.
Das Team des Gastgebers war ein Jungjahrgang, der sich erst an die Gegebenheiten und Anforderungen der D-Jugend gewöhnen muss. Und so fiel schon kurz nach dem Anpfiff das 1:0 durch Luc Hudournik. Die Situation ist vielen bereits aus der vorigen Saison bekannt, denn die verlief ähnlich.
Sehr einseitiges Spielvergnügen
Der gesamte Spielverlauf hatte das gleiche Muster und fand ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber statt. Nach dem 5:0 für den Raesfelder D-Jugend erhöhte der Gastgeber seine Spielerzahl um einen Spieler, so die Regel. Leider konnte Velen/Hochmoor nicht mehr nachlegen, sodass die Gäste ihr Team bis auf fünf Feldspieler reduzierten. Als es 12:0 für den JSG Raesfeld/Erle stand, wurden die Seiten gewechselt, ohne dass sich am Verlauf etwas änderte.
Die zweite D Jugend des JSG Raesfeld/Erle Foto: Jürgen Pütz-Bosse
Bei Abpfiff stand es 20:1 für die Mannschaft des JSG Raesfeld/Erle. „Bemerkenswert war, dass der Gastgeber nie aufsteckte und seinen Ehrentreffer erzielen konnte“, so Pütz-Bosse. Die Mannschaften zollten sich über das ganze Spiel hinweg gegenseitig Respekt und legten stets eine faire Spielweise an den Tag.
Landrat Kai Zwicker überreichte rund 250 Feuerwehrkräften die „Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaille“ des Landes NRW für den Einsatz bei der Fluthilfe 2021.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat für alle Kräfte der Feuerwehr und Hilfsorganisationen, die im Jahr 2021 in den von Starkregen und Überschwemmungen betroffenen Katastrophengebieten im Rheinland und Ahrtal im Einsatz waren, die „Feuerwehr- und Katastrophenschutz- Einsatzmedaille“ gestiftet.
Landrat Dr. Kai Zwicker und Landtagsabgeordnete Heike Wermer (vorne von links), unterstützt von Kreisbrandmeister Stefan van Bömmel (rechts) und seinem Stellvertreter Thomas Deckers (links), übergaben die Medaillen und Urkunden – hier an die eingesetzten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Borken
Im Rahmen einer vom Kreis Borken ausgerichteten Ehrungsveranstaltung hat Landrat Dr. Kai Zwicker am 6. September in der Heidener Westmünsterlandhalle mit Unterstützung durch Kreisbrandmeister Stefan van Bömmel und dessen Stellvertreter Thomas Deckers im Beisein der Landtagsabgeordneten Heike Wermer und von Ortsbürgermeister Dr. Patrick Voßkamp diese Medaille rund 250 hiesigen Feuerwehrangehörigen überreicht.
„Feuerwehr-Bereitschaften“ in Swisttal und in Eschweiler
Diese hatten seinerzeit in vom Kreis Borken im Rahmen des Katastrophenschutzes gestellten „Feuerwehr-Bereitschaften“ die Wehren in Swisttal und in Eschweiler vor Ort unterstützt. Wichtiger Hinweis in diesem Zusammenhang: Den an der Fluthilfe beteiligten Kräften der Hilfsorganisationen wie DRK, DLRG, Maltester sowie des THW wurden bzw. werden bei Veranstaltungen ihrer Organisationen die NRW-Einsatzmedaillen überreicht.
Landrat Dr. Kai Zwicker sprach den Fluthelfern in Heiden ebenfalls Dank und Anerkennung aus wie auch den vielen privaten Helferinnen und Helfern aus Landwirtschaft, Gartenbau, Transportgewerbe und zahlreichen anderen Bereichen. Überdies dankte er den Bürgerinnen und Bürgern im Westmünsterland, die die in Not geratenen Flutopfer mit Sach- und Geldspenden unterstützt hatten.
Rede von Landrat Dr. Kai Zwicker
Liebe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, meine sehr geehrten Damen und Herren, „Sie halten den Laden am Laufen!“
Das rief unser Innenminister Herbert Reul den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des landesweiten Katastrophenschutztages Anfang August in Dortmund zu. Mit Blick auf Sie alle kann ich dies voll und ganz unterstreichen. Retten – Löschen – Bergen – Schützen – das sind die zentralen Aufgaben der Feuerwehr und diesen Aufgaben stellen Sie stets aufs Neue. Immer mehr rücken dabei Unwetter-Ereignisse in den Fokus.
„Unwetter“, das klingt für die meisten Menschen nach einem kleinen Gewitter. Extremwetterereignisse wie Starkregen, Hochwasser oder Stürme können jedoch große Schäden anrichten und sogar lebensbedrohlich sein. In diesem Jahr waren es beispielsweise drei kurz aufeinanderfolgende Stürme, die bei uns im Kreisgebiet wüteten und im Raum um Borken sogar einen Stromausfall verursachten. Wie bei Schadensereignissen in den Jahren zuvor konnten wir uns dabei auf Sie, konnten wir uns auf Ihre Einsatzfähigkeit wieder hundertprozentig verlassen. Dafür sind Ihnen die Menschen im Westmünsterland sehr dankbar und wir alle wissen Engagement hier zu schätzen.
Am heutigen Tag geht es allerdings um Ihren Einsatz an ganz anderer Stelle. Es geht um Ihre Mithilfe bei der Bekämpfung der Hochwasserfluten im vergangenen Jahr im Rheinland und an der Ahr. Sie waren im Katastrophengebiet, haben Hilfesuchende aus Notlagen gerettet, Gefahrenstellen entschärft und entstandene Schäden beseitigt. Um den Menschen zu helfen, nahmen Sie eigene Risiken und große persönliche Belastungen auf sich. Nicht wenige von Ihnen mussten aus dem Einsatzgeschehen zum Teil sehr schlimme Eindrücke mit nach Hause mitnehmen, die Sie hoffentlich zwischenzeitlich ggf. mit fachkundiger Unterstützung verarbeiten konnten. Es war also ein Einsatz, in dem Sie sich auf ganz außergewöhnliche Weise bewähren mussten und bewährt haben – und das ganz überwiegend als Ehrenamtliche, also freiwillig neben Job, Ausbildung oder Studium. Lassen Sie uns kurz auf die seinerzeitige Gesamtlage zurückschauen: Ab dem 13. Juli 2021 kam es in einzelnen Regionen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu schweren Unwettern mit Regenmengen von bis zu 190 l/qm. Die starken Dauerregenfälle führten am 14. und 15. Juli lokal zu massiven und großflächigen Überflutungen, die allein in NRW 47 Todesopfer forderten (darunter vier Feuerwehrleute) und verheerende Schäden verursachten. Neben zahlreichen zerstörten Häusern und Straßen fielen in Teilen der am stärksten betroffenen Kreise Ennepe-Ruhr-Kreis, Euskirchen, Märkischer Kreis, Rhein-Erft-Kreis sowie der Stadt Hagen und der Städteregion Aachen Versorgungs-, Entsorgungs- und Kommunikationssysteme aus. Krankenhäuser und Altenpflegeheime mussten evakuiert werden. In der Bundesrepublik setzte daraufhin eine bis dahin beispiellose Welle der Hilfsbereitschaft ein: Vielerorts wurden Güter des täglichen Bedarfs, Einrichtungsgegenstände und Kleidung für die Menschen gesammelt, die durch die Flut ihr Obdach sowie buchstäblich ihr ganzes Hab und Gut verloren hatten. Auch im Kreis Borken fanden sich sofort zahlreiche Initiativen, aber auch Einzelpersonen, die zu Sachspenden aufriefen und dann insbesondere im Verein mit Spediteuren die Transporte in die betroffenen Gebiete durchführten. Zudem entstanden spontan viele Helfergruppen vor allem aus dem gewerblichen Bereich und der Landwirtschaft, die selbstlos mit schwerem Gerät, LKWs sowie Traktoren oder auch nur mit Schaufeln bewaffnet den Menschen in den Schadensorten zu Hilfe eilten und dort tagelang vollgelaufene Häuser leerpumpten, Straßen und Wege freiräumten sowie gewaltige Schutt- und Sperrgutmengen abfuhren. Überdies – und damit komme ich zu Ihnen, liebe Feuerwehrkameradinnen und Kameraden – waren seit dem 14. Juli auch über 600 Kräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus unserem Kreis in den vom Hochwasser verwüsteten Gebieten tätig. Eingesetzt wurden dabei mehr als 80 Fahrzeuge.
Sie, meine Damen und Herren, waren im Rahmen der „Vorgeplanten Überörtlichen Hilfe“ vor Ort gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Bottrop. Der Alarm dazu erfolgte in den Abendstunden des 14. Juli 2021. Die „Vorgeplante Überörtliche Hilfe“ verfügt über
eine Führungsgruppe,
insgesamt 4 Löschzüge (je 2 aus BOR und BOT) sowie
Ergänzungs- oder Spezialfahrzeuge und
eine Logistikeinheit zur technischen Unterstützung und Versorgung.
Die „Vorgeplante Überörtliche Hilfe“ besteht aus etwas mehr als 100 Feuerwehrleuten und verfügt über 35 Fahrzeuge. Nach einer leider bei solchen Großschadensereignissen nicht zu vermeidenden Chaos-Phase im Bereitstellungsraum wurden unsere Kräfte primär in Odendorf zur Erkundung, Menschenrettung und Schadenabwehr eingesetzt. Aufgrund eines drohenden Dammbruchs (im weiteren Verlauf wurde dann sogar „Dammbruch“ gemeldet – glücklicherweise eine Falschmeldung, wie sich später herausstellte) mussten sie dann allerdings die Ortschaft fast fluchtartig verlassen und sich auf eine höhergelegene Autobahn zurückziehen. Dort erfolgte in den Nachmittagsstunden des Folgetages die Ablösung u. a. durch unsere Kreisbereitschaft Nord.
Zudem forderte die Bezirksregierung Münster am 15. Juli 2021 weitere Feuerwehreinheiten an. Daraufhin wurden unsere Kreisbereitschaften Mitte und Süd alarmiert und in den Bereich Eschweiler-Weisweiler entsandt. Diese Einheiten waren bis zum 16. Juli 2021 abends im Einsatz. Die Gesamtstärke des Feuerwehrkontingentes aus dem Kreis Borken umfasste insgesamt rund 250 Kräfte mit insgesamt 34 Fahrzeugen. Zudem waren viele Kräfte des THW und der Hilfsorganisationen aus dem Westmünsterland im Einsatzgebiet.
Überdies wirkten Feuerwehrkräfte aus unserem Kreis vom 16. bis zum 17. Juli 2021 an der „Mobilen Führungsunterstützung“ in Leverkusen und vom 29. bis zum 30. Juli 2021 in Ahrweiler mit. Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass vom 30. Juli bis zum 1. August 2021 sechs Mitglieder der „Psychosozialen Unterstützung“ unserer Feuerwehren im Kreis Euskirchen zum Einsatz kamen, um den Katastrophengebiet tätigen Kräften Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung belastender Eindrücke und Situationen anzubieten.
Für Sie alle, liebe Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, die Sie an diesen Einsätzen beteiligt waren, hat das Land Nordrhein-Westfalen die „Feuerwehr- und Katastrophenschutz- Einsatzmedaille“ gestiftet. Diese Medaille dürfen wir Ihnen nun im Namen von Herrn Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichen. Ich verbinde damit auch meinen persönlichen Dank für Ihr vorbildliches Engagement zur Unterstützung und zum Schutz der von den Hochwasserfluten heimgesuchten Menschen in den Katastrophengebieten.
In meinen Dank schließe ich ausdrücklich auch die Mitglieder des THW und der Hilfsorganisationen ein sowie alle Helfer, die auf eigene Initiative selbstlos vor Ort geholfen hatten, sowie auch die vielen heimischen Spender, Spendensammler und Spendentransporteure: Ohne zu zögern, haben Sie, liebe Feuerwehrkameraden, wie auch viele, viele Bürger unseres Kreises Ihre ganze Kraft eingesetzt, um in den ersten Tagen und Wochen dieser unfassbaren Katastrophe zu helfen! Herzlichen Dank!
Am 6. September war es für die Sportvereine TSV Raesfeld und Eintracht Erle 69 endlich so weit – der lang ersehnte Spatenstich zum gemeinsamen Tennis-Vereinsheim ist erfolgt.
Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Vereine in Erle war ein langer, aber gelungener Weg. Schon 2018 gab es die ersten Informationsveranstaltungen vom Kreis Sportbund. Die ersten Gespräche über ein neues Tennis-Clubhaus wurden dann im Mai 2021 geführt. „Das war alles eine Planung ins Ungewisse“, sagte Jörn Romeiß, der Projektleiter des Gemeinschaftsprojekts. „Wir haben viel Zeit und Energie investiert und heute ist es so weit und jetzt legen wir los.“
Ein Stück Geschichte
In den letzten 40 Jahren hat das alte, in Eigenleistung gebaute Vereinsheim den Vereinsmitgliedern viel Freude bereitet. Es wurde über die Jahre zu einem beliebten Treffpunkt. Ob beim Training oder bei Turnieren. Durch den beträchtlichen Zuwachs an Mitgliedern in den letzten Jahren und der nicht mehr zeitgemäßen Konstruktion des Gebäudes musste etwas Neues her.
Große Unterstützung für das Tennis-Clubhaus
Der Ersatzbau wird, vom Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ des Landes NRW, mit einer stattlichen Summe in Höhe von 226.815 unterstützt. Aber nicht nur das Land NRW unterstützt die Vereine bei Ihrem gemeinschaftlichen Vorhaben. Auch die Gemeinde schafft mit 60.000 Euro ordentlich Rückendeckung. Ebenso ist die Spendenbereitschaft innerhalb der Gemeinde enorm. Durch Spenden von Mitgliedern und lokalen Firmen konnte eine beträchtliche Summe von über 30.000 Euro zusammengetragen werden, um das Gemeinschaftsprojekt zu realisieren. Passend zu Beginn der Tennissaison 2023 soll das neue Tennis-Vereinsheim fertiggestellt werden.
Lokalität ist das A und O
Alle Bauaufträge für das neue Tennis-Clubhaus sind an ansässige Firmen gegangen. Denn das neue Vereinsheim bietet auch eine neue sportliche Zukunft für die ganze Gemeinde – da beteiligt sich doch gerne jeder. „Die Unterstützung von den Unternehmen vor Ort, ist großartig“, freut sich Jörn Romeiß.
„Gemeinsam schaffen wir das!“
Bis es jedoch so weit war, dass der Zuschlag für den Ersatzbau des Tennisheims vor drei Wochen endlich kam, war einiges zu tun. Das ganze Team hat viel Zeit und Energie investiert, alle nötigen 94 Unterlagen zusammenzutragen und hochzuladen. „Aber das hat schließlich gefruchtet. Das haben wir in einem straffen Zeitplan, in Kooperation geschafft. Jetzt können wir auch wirklich loslegen!“ erklärt Jörn Romeiß.
Ein unfreiwilliges Ende gefunden hat am Sonntag in Raesfeld-Erle die Fahrt eines 59-Jährigen mit seine Motorroller. Polizeibeamte hatten den Mann kontrolliert, als er am Vormittag die Rhader Straße befuhr.
Dabei stellte sich heraus, dass sein Mofa deutlich schneller als mit 25 km/h unterwegs war. An dem Fahrzeug war es laut Mitteilung der Polizei zu technischen Veränderungen gekommen. Die erforderliche Fahrerlaubnis konnte der 59-Jährige nicht vorweisen. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Strafanzeige.
Hoher Bedarf für Ukrainisch, Russisch, Bulgarisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch und Persisch
Kreis Borken (pd). Sprachbarrieren sind in vielen Bereichen der Integrationsarbeit Alltag. Das „Kommunale Integrationszentum Kreis Borken“ sucht daher weiterhin Interessierte, die sich ehrenamtlich als Sprachmittlerin oder Sprachmittler engagieren möchten.
Hoher Bedarf besteht aktuell insbesondere für Ukrainisch, Russisch, Bulgarisch, Kroatisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Arabisch und Persisch. Gerne können sich Sprachkundige auch für andere Sprachen melden.
Sprachmittler dolmetschen bei Gesprächen, die Menschen mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten, Schulen, Behörden u. ä. führen. Sie helfen also dabei, Sprachbarrieren abzubauen, Missverständnisse zu vermeiden und auch ganz generell Kontakte zu derartigen Einrichtungen zu unterstützen. Für ihr Tätigkeitwerden erhalten sie jeweils ein Honorar.
Schweigepflicht
Sprachmittler/innen müssen über gute (verhandlungssichere) Kenntnisse der deutschen und der entsprechenden weiteren Sprache verfügen. Als unabhängige Dritte nehmen sie an Gesprächen teil und unterliegen der Schweigepflicht. Die Sprachkundigen werden nur in Situationen eingesetzt, die keine wirtschaftlichen und rechtlichen Konsequenzen haben und bei denen keine vereidigten Dolmetscher/innen benötigt werden.
Verantwortlich für den „Sprachmittlerpool“ ist das „Kommunale Integrationszentum Kreis Borken“, das Interessierten zunächst eine Schulung anbietet und dann entsprechende Termine vermittelt. Zudem übernimmt es auch die fachliche Betreuung und organisiert regelmäßige Austausch- und Coachingtreffen sowie Weiterbildungsangebote. Institutionen im Kreis Borken können den „Sprachmittlerpool“ kostenfrei in Anspruch nehmen. Das Angebot wird finanziert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Flucht und Integration NRW. Wer gerne Sprachmittler-Aufgaben übernehmen möchte, wendet sich an Verena Baumeister vom „Kommunalen Integrationszentrum Kreis Borken“ unter der Telefonnummer 02861/681-4377 oder per E-Mail an [email protected]. Weitere Informationen gibt es zudem im Internet unter https://ki.kreis-borken.de.
Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montagvormittag auf der Kreuzung in Erle.
Ermittlungen zur Ampelschaltungen dauern an. Laut Polizei liegen dazu unterschiedliche Aussagen vor.
Foto: Feuerwehr Raesfeld
Bei einer Kollision am Montagvormittag hat ein Autofahrer in Raesfeld-Erle schwere Verletzungen erlitten. Eine 53-Jährige war gegen 11.05 Uhr mit einem Lkw auf der Dorstener Straße (B224) aus Richtung Borken kommend in Richtung Dorsten unterwegs.
An der Ampelkreuzung der B224/Rhader Straße fuhr die Südlohnerin geradeaus in den Bereich der Kreuzung ein. Dabei stieß sie mit dem Wagen eines 85-Jährigen zusammen: Der Dorstener hatte die Schermbecker Straße aus Richtung Erle kommend befahren. Kräfte der Feuerwehr befreiten den Mann aus seinem Auto.
Foto: Feuerwehr Raesfeld
Der Schwerverletzte kam per Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Ermittlungen zur Ampelschaltung zur Unfallzeit dauern noch an. Laut Mitteilung der Polizei Borken liegen hierzu bislang unterschiedliche Aussagen vor. (to)
Die B224 war für die Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme in beide Richtungen gesperrt.
Für die Erntedankzeit im September und Oktober haben die regionalen Produzenten und Gastronomen der Genussregion Niederrhein wieder ein buntes Programm zusammengestellt. Auch in Schermbeck wird einiges geboten.
Dabei bietet die Region rund um Schermbeck und Raesfeld bis runter an den Niederrhein viele Möglichkeiten für schöne Erntedank-Ausflüge an.
Am 17. und 18. September lädt die Familie Schäfer nach zweijähriger Pause endlich wieder zum traditionellen Kürbisfest auf ihrenHof in Hamminkeln ein. Dazu gibt es die spannende Kürbisausstellung mit dem Motto „Reise durch eine fantasievolle Kürbiswelt“. Bis Ende Oktober ist sie während der Hofladenöffnungszeiten zu besuchen.
Spaziergänge mit Alpakas durch die Apfelplantage, eine Bauernhofolympiade für Kinder oder das Angebot Apfelsaft selber zu pressen sind einige der Aktionen, die am 25. September auf dem Apfelfest vom Spargel- und Obsthof Heinen in Wesel erlebt werden können.
Ebenfalls am 25. September findet der große Bauernmarkt auf dem Hof Stegerhoff in Raesfeld-Erle statt. Es locken über 100 Stände, an denen es vom Kunsthandwerk bis zum Buchweizenpfannkuchen viel zu entdecken gibt. Auch ein Bauerncafé lädt zum Verweilen ein.
Einen Hof-Rundgang zu den Eseln und eine kleine Einführung „Esel verstehen – Warum Esel gar nicht stur sind“ bietet am 2. Oktober der Hof Lühlerheide in Schermbeck an. Anmeldungen dazu werden unter 02856 291600 erbeten.
Frisches Obst gehört einfach zum Herbst dazu. Foto: Stallknecht
Leckere Herbstgenüsse
Neben den Events bieten die Gastronomen der Genussregion Niederrhein das Beste aus der herbstlich gefüllten Speisekammer an. So lockt das Weseler Lippeschlösschen im September und Oktober mit einem 3-Gänge-Erntedank-Menü. Es umfasst eine Paprika-Creme-Suppe, Schweinefilet-Medaillons, Bio-Hokkaido-Püree und Niederrheinischem Apfel-Kompott mit Mandelcrumbel und Parfait.
Das Café Lühlerheide in Schermbeck bietet als besonderes herbstliches Angebot eine Ofenstulle mit karamellisierten Äpfeln, Ziegenkäse und Walnuss an.
Während die erntefrischen Äpfel in den Hofläden angeboten werden, sorgt die Obstkelterei van Nahmen aus Hamminkeln mit ihrem beliebten Apfelsaft von Streuobstwiesen für eine fruchtige Erfrischung. Der Saft ist ab Ende September wieder im Hofladen von van Nahmen erhältlich.
Die Genussregion Niederrhein bietet Radfahrern außerdem noch einen herbstlichen Radeltipp. Auf ca. 52 Kilometern lädt zwischen Hünxe und Schermbeck die Genusstour #3 zum regionalen Einkauf und für Erntedank-Ausflüge ein. Den Routenflyer sowie das gesamte Erntedankprogramm gibt es im Internet auf der Seite der Genussregion Niederrhein (www.genussregion-niederrhein.de).
Borken (pd). Marktplatz vom 16. bis zum 18.09.2022 heißt es auf dem neu gestalteten Borkener Marktplatz endlich wieder: gemeinsam probieren, genießen, anstoßen und vor allem keine Scheu vor außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen haben. Für drei Tage öffnet die 6. Borkener Bierbörse ihre Tore und lädt Jung und Alt auf eine bunte Erkundungstour durch die Welt der Biere ein.
Bierbörse in Borken Foto: Veranstaltungsbüro Werner Nolden
An mehr als 20 Bier- und Speisegeschäften können die Gäste aus einer Palette von mehreren hundert Bierspezialitäten ihr Lieblingsgetränk wählen. Bei einer geschmacklichen Reise von Kroatien über Polen bis hin nach Tschechien erwacht nicht nur die Urlaubsstimmung, sondern man entdeckt auch bisher unbekannte Braukulturen. Hat man das passende Getränk dann gefunden, so laden die liebevoll hergerichteten Biergärten zum gemütlichen Verweilen und Erzählen ein.
Viele einzigartige Highlights, wie das beliebte Urlaubsbier Karlovacko aus Kroatien, das belgische LaTrappe und die Biere der bekannten Augustiner Brauerei aus Bayern tragen zum Biergenuss bei. Neben den Klassikern stehen auch zahlreiche Neuheiten zum Verkosten bereit. Unter dem Motto „Österreich zu Gast bei Freunden“ ist erstmals ein Stand der Brauerei Zipfer vertreten, an dem auch das beliebte Gösser Naturradler frisch vom Fass gezapft wird. Aber auch das tschechische Krakonos und die handgemachten Craft Biere von Viertel Bräu feiern Premiere in Borken.
Eigens aus Berlin reist das „Haus der Biere“ an, dort können gleich aus mehreren hundert verschiedenen Flaschenbieren ausgewählt werden.
Die Öffnungszeiten der Veranstaltung lauten Freitag und Samstag 15 bis 24 Uhr, Sonntag 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist an allen drei Veranstaltungstagen frei!
Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rufnummer 02171/3801, im Internet unter www.bierboerse.com oder unter der E-Mail Adresse [email protected].