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Eiszeit am Schloss – „La Fontana“ eröffnet in der Freiheit 24 am Schloss Raesfeld

Die Freiheit 24 am Wasserschloss Raesfeld ist um eine Attraktion reicher: Am Samstag öffnete die neue Eisdiele „Gelateria La Fontana“ erstmals ihre Türen. Der Standort könnte kaum besser gewählt sein – mitten im Herzen des Naturparks Hohe Mark, direkt an einer beliebten Rad- und Spazierroute. Hinter dem Projekt steht ein erfahrener Betreiber, der italienische Eisleidenschaft und handwerkliches Können vereint.

Ein Platz zum Genießen

Dort, wo Einheimische und Touristen regelmäßig pausieren, lädt nun das Eiscafé „Gelateria La Fontana“ zum Verweilen ein. Mit Blick auf das historische Wasserschloss hat die Eisdiele doch noch pünktlich zum Saisonbeginn geöffnet. Am Montag überreichte die Vorsitzende des Ortsmarketings Maria Kowalsky dem Betreiber zur offiziellen Neueröffnung einen Blumenstrauß als Zeichen des Willkommens.

Maria Kowalsky überreichte neuen Eisdieleninhaber an der Freiheit 24 Eisdiele einen Blumenstrauß
Teamfoto mit Reinhard Nießing (li.), Chef des Unternehmens Giuseppe Giampaolo und der Vorsitzenden der Ortsmarketings Raesfeld Maria Kowalsky bei der offiziellen Geschäftseröffnung. Foto: Petra Bosse

Die Idee kam nach reiflicher Überlegung

Reinhard Nießing (Geschäftsführer Freiheit 24) schildert, wie es zur Entscheidung kam, ausgerechnet eine Eisdiele an diesem Standort zu eröffnen.
„Wir haben lange überlegt, was hier am Schloss in der Freiheit für die zahlreichen Besucher aus nah und fern noch fehlt“, sagt er. Man habe sogar erwogen, die Räume selbst zu nutzen. Letztlich fiel die Wahl aber bewusst auf ein Eiscafé.

Nießing besuchte mehrere Eisdielen, um den passenden Partner zu finden. Im Herbst stieß er dann auf die „Gelateria La Fontana“. „Hier hat nicht nur die Eisqualität gepasst, sondern auch der Betreiber, der mit einem großen Ansturm gut klarkommt.“ Wichtig sei auch gewesen, dass sich der neue Pächter gut ins Ortsbild einfügt. „Die Chemie zwischen uns stimmte sofort“, betont Nießing.

Eissorten in der neuen Eisdiele am Schloss Raesfeld Freiheit 24
Foto: Petra Bosse

Der Mann hinter dem Eis

Giuseppe Giampaolo, Betreiber der neuen Eisdiele, ist in der Region kein Unbekannter. Bereits in Schermbeck betreibt er die „Gelateria La Fontana“ am Rathaus sowie das Restaurant „La Cascina“. Der gebürtige Kalabrier hat das Eishandwerk vor über zehn Jahren in seiner Heimat erlernt – und bringt nun seine eigene Eisküche mit nach Raesfeld.

„Hier am Schloss ist ein besonderer Ort“, sagt er mit einem Lächeln. „Der schönste Ort im Kreis Borken und im gesamten Münsterland.“ Für ihn sei die Eröffnung in Raesfeld ein logischer Schritt – nicht nur wegen der Lage, sondern auch, weil er schon länger Expansionspläne hatte.

Eisdiele Freiheit 24 eröffnet
Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings Raesfeld, probiert das Eis und zeigt sich überzeugt von der Qualität. Foto: Petra Bosse

Natürlich, frisch, italienisch

Das Herzstück der „Gelateria La Fontana“ sind die Eisspezialitäten: Über 20 Sorten stehen zur Auswahl – von Klassikern wie Vanille und Schokolade bis hin zu kreativen Varianten wie Cremino Mozart, Salzkaramell oder Joghurt-Maracuja.

Dabei setzt Giampaolo auf höchste Qualität. Im Rahmen der Betriebsvorstellung betonte er, dass ausschließlich natürliche Zutaten verwendet werden. Auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Konservierungsmittel verzichte man bewusst. Ergänzt wird das Angebot durch selbstgemachtes Tiramisu, Kuchen, Waffeln und echten italienischen Espresso.

Ein Team für den Sommer

Das Team vor Ort besteht aus vier bis sechs Personen. Sie sorgen dafür, dass Gäste schnell bedient werden – selbst bei hohem Andrang. Geöffnet ist die Eisdiele täglich von 11 bis 21 Uhr – ein Angebot, das vor allem an warmen Tagen zum spontanen Genießen einlädt.

Gesundes Frühstück – Landfrauen besuchen die Sebastianschule

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Früh übt sich, wer sich gesund ernähren will: Die Raesfelder Landfrauen vermittelten den Zweitklässlern der St.-Sebastian-Schule mit praktischen Beispielen die Grundlagen einer ausgewogenen Ernährung.

Ernährung zum Anfassen

Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen durften sich in dieser Woche über besonderen Besuch freuen: Die Raesfelder Landfrauen hatten nicht nur Wissen im Gepäck, sondern auch viele Lebensmittel. Gemeinsam mit Barbara Seier, Edith Liesner und Agnes Strothmann erfuhren die Kinder, welche Produkte aus Milch entstehen, wie verschiedene Getreidesorten aussehen und warum ein ausgewogenes Frühstück wichtig ist.

Lernen mit allen Sinnen

Die Kinder wurden aktiv in die Präsentation eingebunden und stellten viele Fragen. Besonders spannend fanden sie die mitgebrachten Anschauungsmaterialien. So konnten sie Getreidearten anfassen, Milchprodukte probieren und direkt erleben, wie vielseitig gesunde Ernährung sein kann.

Abschluss mit Geschmack

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit wartete ein gesundes Frühstück auf die Zweitklässler. Mit frischem Obst, Vollkornbrot und Milchprodukten stärkten sich die Kinder – ein gelungener Abschluss eines lehrreichen Vormittags.

Raesfelder Unternehmen AGROTEC wird Teil der TCA-Gruppe

Die Raesfelder Firma AGROTEC in Raesfeld kündigt an, den Betrieb zum 30. Juni 2025 in neue Hände zu übergeben. Künftig übernimmt die TCA – Technik Center Alpen – die AGROTEC GmbH. Das teilten die Geschäftsführer Werner Haselhoff und Markus Sümpelmann mit.

„Nach 27 gemeinsamen Jahren ist für uns der richtige Zeitpunkt gekommen, unser Unternehmen neu auszurichten“, erklärte Werner Haselhoff. Man habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder gefragt, wie AGROTEC zukunftssicher aufgestellt werden könne, ergänzte Markus Sümpelmann.

Rückblick auf technische Entwicklungen

AGROTEC habe in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Entwicklungen in der Landtechnik miterlebt – vom ersten selbstfahrenden Futtermischwagen über mit Rapsöl betriebene Traktoren bis hin zu vollelektrischen Maschinen, heißt es weiter. Die Entscheidung zur Übergabe sei gemeinsam und nach reiflicher Überlegung getroffen worden. Alle in den vergangenen 27 Jahren verkauften Maschinen sollen auch unter neuer Leitung weiterhin gewartet und repariert werden.

Dank an Kunden und Lieferanten

Zum Abschluss danken beide Geschäftsführer ihren Kunden und Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen. „Wir hoffen auf Verständnis für diesen Schritt und sagen Danke für die langjährige Treue.“

Feuerwehr Raesfeld: Video mit Festreden zum 125-jährigen Jubiläum

Feierstunde zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr Raesfeld

Am Freitag fand im Gerätehaus der Feuerwehr Raesfeld eine Feierstunde zum 125-jährigen Jubiläum statt. Zu den Rednern des Tages zählten NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, Bürgermeister Martin Tesing und Landrat Dr. Kai Zwicker. Die wichtigsten Aussagen haben wir im Video zusammengefasst.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Ein starkes Stück Heimat – Ministerpräsident Wüst würdigt 125 Jahre Feuerwehr Raesfeld

Raesfeld feiert 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr – mit einem Festakt, zu dem auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst anreiste. Bürgermeister Martin Tesing würdigte in seiner Ansprache den Einsatz der Wehr und sprach von einem gelebten Gemeinschaftssinn, der nicht in Zahlen zu fassen sei.

Zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld hatte die Freiwillige Feuerwehr am Samstag zu einem offiziellen Empfang geladen. Die Veranstaltung fand im Feuerwehrgerätehaus am Rohringskamp statt und richtete sich an geladene Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und natürlich an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr selbst.

Minister Wüst NRW bei der Feuerwehr in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Feuerwehr – Ein starkes Stück Heimat

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat beim Festakt zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Raesfeld eine ebenso nachdenkliche wie persönliche Rede gehalten. Er lobte den Einsatz der Kameradinnen und Kameraden als „ein starkes Stück Heimat“ und würdigte insbesondere das Engagement der Jugendfeuerwehr. In Raesfeld gebe es „die größte Jugendfeuerwehr im ganzen Kreis Borken – gibt’s hier überhaupt jemanden unter 18, der nicht zur Feuerwehr geht?“, fragte Wüst augenzwinkernd.

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Foto: Petra Bosse

„Feuerwehr ist Teamarbeit – seit 125 Jahren“

Wüst erinnerte daran, dass sich die Technik zwar verändert habe, die Grundwerte aber geblieben seien: „Verantwortung, Kameradschaft, Einsatzbereitschaft – das war vor 125 Jahren so, und das ist heute noch so.“ Feuerwehr funktioniere nur als Team, betonte er. „Allein löschen? Ziemlich schlechte Idee.“ Und: „Wer Feuerwehr macht, der weiß, dass hinter ihm jemand steht, der einspringt, wenn’s brenzlig wird.“

Die Ausrüstung sei moderner geworden, alte Fahrzeuge hätten ihren Dienst getan. „Manche Autos von vor 25 Jahren sollten heute besser nur noch im Museum stehen“, sagte Wüst und erntete zustimmendes Lachen aus dem Publikum.

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum

Demokratie braucht Engagement

Wüst nutzte seine Rede auch für eine deutliche politische Botschaft. Heimat, sagte er, sei mehr als nur ein Ort – sie entstehe durch Beteiligung, durch Zusammenhalt und Streitkultur. „Wie kann eine Heimat funktionieren, wenn Menschen unterschiedlich denken, unterschiedlich leben? Die Antwort ist: mit Demokratie.“

125 Jahre Feuerwehr Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Er warnte vor Gruppen, die diese demokratische Grundlage zerstören wollten – aus politischen oder religiösen Motiven. „Da, wo Menschen zusammenkommen, ob in der Feuerwehr, im Musikverein oder beim Umweltschutz, da wächst Verständnis. Da haben spalterische Tendenzen keinen Platz.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Foto: Petra Bosse

„Lass die in Ruhe, die dir helfen!“

Ein besonderes Anliegen war Wüst der zunehmende Mangel an Respekt gegenüber Einsatzkräften. Feuerwehrleute, Sanitäter oder Polizisten seien keine Blitzableiter für gesellschaftlichen Frust. „Du kannst den Ministerpräsidenten kritisieren – schreib mir ruhig einen bösen Brief. Aber lass doch die Leute in Ruhe, die ausrücken, wenn du Hilfe brauchst.“

Er fand klare Worte gegen Gewalt gegenüber Einsatzkräften: „Wer einer Feuerwehrfrau eine Flasche an den Kopf wirft, hat irgendwas Grundlegendes nicht verstanden. Das darf nicht zur Gewohnheit werden – das gehört angesprochen.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Foto: Petra Bosse

„Einfach wichtig – und das wissen die Jungen auch“

Besonders freute sich Wüst über die starke Beteiligung junger Menschen in der Raesfelder Wehr. „Ich hab euch gesehen, auch wenn ihr euch alle schön in die letzte Reihe gesetzt habt“, sagte er lachend. Für ihn sei klar: „Nur wenn die Älteren ihr Wissen weitergeben und die Jungen sich dafür interessieren, bleibt die Feuerwehr lebendig.“

Raesfeld habe es geschafft, Tradition und Zukunft zu verbinden. „Feuerwehr und Raesfeld – das gehört hier einfach zusammen.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Bürgermeister Martin Tesing (l.).: „Dieses Fest ist keine Selbstbeweihräucherung – es ist ein Ausdruck von Dankbarkeit“. Foto: Petra Bosse

Bürgermeister Martin Tesing: „Die Feuerwehr ist das Rückgrat unserer Gemeinde“

Nach Ministerpräsident Wüst trat Bürgermeister Martin Tesing ans Rednerpult – mit sichtbarem Stolz auf „seine“ Feuerwehr. „Die Feuerwehr Raesfeld ist mehr als eine Einsatztruppe. Sie ist das Rückgrat unserer Gemeinde – und zwar nicht nur im Katastrophenfall, sondern auch im Alltag, im Miteinander, im Gemeindeleben.“

Er würdigte das Engagement der Einsatzkräfte ausdrücklich: „Wer freiwillig nachts aufspringt, wenn der Melder geht, wer sich bei Wind und Wetter auf Übungen vorbereitet, wer auf Freizeit verzichtet, um anderen zu helfen – der verdient unser aller höchsten Respekt. Danke, dass wir uns auf Sie verlassen dürfen!“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Foto: Petra Bosse

Tesing erinnerte an die tiefe Verwurzelung der Wehr im Ort: „125 Jahre Geschichte bedeuten auch: 125 Jahre Vertrauen, 125 Jahre Verlässlichkeit.“ Viele Familien seien seit Generationen dabei. „Das ist gelebte Tradition, das ist Zusammenhalt, das ist Raesfeld!“

Vorbildliche Jugendausbildung

Besonders beeindruckt zeigte sich Tesing von der Jugendarbeit: „Ich sag’s mal so: Wer in Raesfeld in einem gewissen Alter ist und nicht bei der Jugendfeuerwehr war, gehört fast schon zur Ausnahme.“ Die Nachwuchsarbeit sei nicht nur vorbildlich, sondern auch identitätsstiftend. „Hier lernen die Jugendlichen Verantwortung, Teamgeist – und sie erleben, dass Einsatz für andere Spaß machen kann.“

Mit Blick auf das Jubiläum sagte Tesing: „Dieses Fest ist keine Selbstbeweihräucherung – es ist ein Ausdruck von Dankbarkeit. Dank an alle, die sich heute engagieren, aber auch an all jene, die das Fundament gelegt haben: frühere Wehrleiter, Gründungsmitglieder, Gerätewarte, stille Helfer im Hintergrund.“

Seine Botschaft zum Schluss war klar: „Wir als Gemeinde stehen zur Feuerwehr. Sie ist für uns keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Schatz. Und wir werden alles dafür tun, dass sie auch in Zukunft stark bleibt – für uns alle.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Landrat Dr. Kai Zwicker (l.i.): „Der Löschzug Raesfeld ist mehr als nur eine Feuerwehr – er ist fester Bestandteil des Lebens in unserer Gemeinde“. Foto: Petra Bosse

Landrat Dr. Kai Zwicker: „Die Feuerwehr Raesfeld ist mehr als nur eine Feuerwehr“

Auch Landrat Dr. Kai Zwicker würdigte in seiner Rede zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Raesfeld den unverzichtbaren Dienst der Einsatzkräfte – und dankte ihnen „im Namen des gesamten Kreises Borken und, ganz in Anlehnung an die Geschichte, auch im Namen des Kaisers – Morgen!“, sagte er mit einem Schmunzeln.

125 Jahre Feuerwehr Raesfeld
Landrat Dr. Kai Zwicker. Foto: Petra Bosse

Eine Institution mit Wurzeln in der Gemeinde

„Der Löschzug Raesfeld ist mehr als nur eine Feuerwehr – er ist fester Bestandteil des Lebens in unserer Gemeinde“, betonte Zwicker. Seit der Gründung im Jahr 1899 habe sich die Wehr in der Bevölkerung fest verankert. Der Geist von Zusammenhalt und Verantwortung sei über Generationen hinweg weitergegeben worden.

Retten, helfen, schützen – Tag und Nacht

Die Kameradinnen und Kameraden stünden rund um die Uhr bereit, wenn Hilfe gebraucht werde – bei Bränden, Unfällen, Unwettern oder anderen Notlagen. „Ihr Einsatz geschieht freiwillig, aber nie beiläufig. Sie setzen sich mit großem persönlichen Engagement für andere ein – auch unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen.“

Zwicker betonte, dass dieser Dienst alles andere als selbstverständlich sei. „Gerade in Zeiten, in denen Ehrenamt und Verbindlichkeit keine Selbstläufer mehr sind, zeigt Raesfeld, was möglich ist, wenn Gemeinschaft gelebt wird.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
André Szczesny (re.) hob hervor, dass etwa 95 Prozent der Feuerwehrleute in Deutschland ehrenamtlich tätig seien. Foto: Petra Bosse

André Szczesny: „95 Prozent der Feuerwehrleute sind Ehrenamtler – das darf man nie vergessen“

Nach den Grußworten der politischen Vertreter übernahm André Szczesny, Leiter der Feuerwehr Raesfeld, das Wort. In seiner Ansprache würdigte er das Engagement der Kameradinnen und Kameraden sowie der Partnerinnen und Partner. „Wir feiern heute 125 Jahre Feuerwehr Raesfeld – das steht für Generationen von Menschen, die sich mit Überzeugung und Verlässlichkeit für andere eingesetzt haben.“

Zehn gute Gründe für den Feuerwehrdienst

Szczesny hob hervor, dass etwa 95 Prozent der Feuerwehrleute in Deutschland ehrenamtlich tätig seien. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Damit der Schutz auch künftig gesichert bleibt, braucht es Menschen, die bereit sind, mitzumachen.“ Er betonte, wie wichtig motivierte Freiwillige für das System Feuerwehr seien – nicht nur im Einsatz, sondern auch in Ausbildung, Organisation und Nachwuchsarbeit.

Ministerpräsident Hendrik Wüst bei der Feuerwehr Raesfeld zum 125-jährigen Jubiläum
Wilhelm Korth Mdl CDU, Bürgermeister Martin Tesing und Regierungsminister Hendrik Wüst. Foto: Petra Bosse

Anhand von zehn Punkten zeigte er auf, warum sich das Engagement bei der Feuerwehr lohnt: Kameradschaft, gesellschaftliches Engagement, Schutz vor Gefahren, Vorbildfunktion, spannende Einsätze, Weiterentwicklung durch Ausbildung, Technikbegeisterung, Leidenschaft, Zugehörigkeitsgefühl und gesellschaftliche Anerkennung.

Anerkennung für Einsatz und Unterstützung

Szczesny dankte allen, die den Löschzug Raesfeld tragen – den aktiven Einsatzkräften ebenso wie den Unterstützenden im Hintergrund. „Ohne das Zusammenspiel vieler wäre dieser Dienst in dieser Qualität nicht möglich.“ Er schloss mit den Worten: „Mein Dank gilt allen Mitgliedern unserer Wehr, ihren Familien, den Fördernden und Wegbegleitern – und ich wünsche uns allen einen würdigen und stimmungsvollen Festabend.“

Familienzuwachs am Schloss: Plitsch, platsch – die neue Schwanenbande ist da!

Überraschung am Schloss Raesfeld: Statt der erwarteten vier Schwanenküken sind es gleich sechs geworden. Seit gestern geschlüpft, erkunden sie heute schon munter mit ihren Eltern die Gräften rund ums Schloss.

Schwanenküken am Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Foto: Petra Bosse

Erste Ausflüge bei Sonnenschein

Gestern noch im Nest, heute schon in der Gracht: Sechs kleine Schwanenküken haben das Licht der Welt erblickt und erkunden nun mit Mama und Papa die Wasserwege rund um das Schloss Raesfeld. Das Nest ist leer, alle Küken gesund und munter – und die Sonne lacht dazu. Unter den wachsamen Augen ihrer Eltern paddeln die Kleinen los, neugierig und ziemlich unternehmungslustig.

Schwanenküken
Foto: Petra Bosse

Schwimmunterricht inklusive für die Schwanenküken

Für die Küken gibt es jetzt jeden Tag Neues zu entdecken. Die Schwaneneltern zeigen nicht nur die Umgebung, sondern auch, wie man sich als richtiger Schwan verhält: Wo gibt’s die leckersten Wasserpflanzen? Wo lauert Gefahr? Und was heißt eigentlich „Ruhig bleiben, wenn Menschen gucken“?

Frisch geschlüpfte Schwanenküken am Schloss Raesfeld
Mama und Papa Schwan haben dabei jedes Küken im Blick – mit einem Blick, der sagt: „Wir sehen alles. Auch wenn du nur so tust, als würdest du ganz brav hinterher paddeln.“ Foto: Petra Bosse

Ein humorvoller Zwischenton ist ebenfalls erlaubt – man meint fast zu hören, wie Mama Schwan ruft: „Kind, höre genau zu und schwimme nicht immer so forsch voran!“

Rücksicht auf tierischen Nachwuchs

Damit der Ausflug nicht in Stress endet, bitten Naturfreunde wieder besonders um eines: Hunde anleinen. Auch wenn es spannend ist, den Tieren zuzuschauen – die Kleinen brauchen Ruhe, um sicher groß zu werden.

Schwanenküken und Gänseküken am Wasserschloss Raesfeld

Enten- und Gänseküken schon weiter

Neben den frisch geschlüpften Schwänen sind auch die etwas älteren Enten- und Gänseküken unterwegs. Sie haben ihre ersten Schwimmversuche längst hinter sich und dösen nun gemütlich in der Sonne – und lassen sich dabei von den Besucherinnen und Besuchern des Wasserschlosses bewundern.

Leeres Schwanennest am Wasserschloss Raesfeld
Leeres Schwanennest. Foto: Petra Bosse

Was passiert mit den Schwanenküken, wenn sie größer werden?

Schwanenküken, in diesem Fall Höckerschwäne, bleiben zunächst mehrere Monate bei ihren Eltern. Gemeinsam lernen sie schwimmen, tauchen und sich in der Natur zurechtzufinden. Vor allem der Schwanenvater passt in dieser Zeit gut auf den Nachwuchs auf und verteidigt ihn notfalls auch energisch.

Schwanenküken und Gänseküken am Wasserschloss Raesfeld

Im Herbst, wenn die Jungtiere flügge sind, beginnt die Ablösung: Die Eltern vertreiben ihre Küken, um im nächsten Jahr wieder ein neues Gelege großzuziehen. Die jungen Schwäne schließen sich dann oft zu kleinen Gruppen zusammen und suchen sich ein eigenes Revier. Manche bleiben in der Nähe – andere ziehen weiter, je nachdem, wo sie Platz und gute Bedingungen finden.

Nachwuchs der Höckerschwäne am Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Borken: Musik und Stimmung in der Innenstadt

„Borken That’s Live“ lädt am 24. Mai 2025 zur 21. Kneipennacht ein – Eintritt frei

Borken. Live-Musik, ausgelassene Stimmung und ein Abend voller Begegnungen: Am Samstag, 24. Mai 2025, wird die Borkener Innenstadt wieder zur Bühne. Zum 21. Mal findet die beliebte Kneipennacht „Borken That’s Live“ statt. In mehreren Gastronomiebetrieben treten Bands unterschiedlichster Musikrichtungen auf – der Eintritt ist frei, Tickets sind nicht erforderlich.

Live-Musik in acht Locations

In diesem Jahr beteiligen sich acht Kneipen und Bars an der Veranstaltung. Ab 19.30 oder 20 Uhr verwandeln sie sich in kleine Konzertlocations mit Livemusik – von Rock über Funk bis hin zu Coverklassikern. Das Stadtmarketing lädt zum Flanieren, Hören und Feiern ein.

Diese Lokale sind dabei

Folgende Betriebe öffnen ihre Türen für das Musik-Event:

  • Alubar (Brinkstraße 5)
  • Caramba und MOod (Neutor)
  • Daffi’s Pinte (Johann-Walling-Straße 2)
  • Gaststätte Sicking (Raesfelder Straße 6)
  • Klatsch (Heilig-Geist-Straße 3)
  • Levi’s Borken (Raesfelder Straße 2)
  • WerkStadt (Johanniterstraße 22)

Diese Bands stehen auf der Bühne

AlubarParty Peppers
Ab 20 Uhr: Party-, Tanz- und Unterhaltungsmusik mit Gute-Laune-Garantie.

Caramba & MOodNo One Left
Ab 20 Uhr: Die Band mit Rock-Wurzeln präsentiert ein vielseitiges Repertoire mit eigenem Stil.

Daffi’s PinteKaiserkeller
Ab 20 Uhr: Beatles-Sound trifft auf rockige Energie – eine Hommage an die britische Rock’n’Roll-Zeit.

KlatschWithout A Doubt
Ab 19.30 Uhr: Ein Mix aus Ska, Funk, 80s und aktuellen Hits – energiegeladen und tanzbar.

Levi’s BorkenDjango Flint
Ab 19.30 Uhr: Handgemachte Musik mit Klassikern von Eric Clapton bis Bruno Mars – gespielt mit Leidenschaft.

Gaststätte Sicking (Biergarten)Coverful
Ab 19.30 Uhr: Eine bunte Musikertruppe mit originellen Covern, die Nostalgie und Bewegung weckt.

WerkStadtThe Shutdowners
Ab 19.30 Uhr: Rockabilly mit modernem Twist – prägnante Gitarrenriffs und jede Menge Spielfreude.

Eintritt frei – Unterstützung durch Sponsoren

„Borken That’s Live“ ist eintrittsfrei. Finanziert wird das Event durch den Getränkeverkauf in den teilnehmenden Kneipen und durch Sponsoren. Einige Lokale erheben einen kleinen Zuschlag auf Getränke zur Unterstützung der Veranstaltung.

Karrieresprung mit Taktgefühl: Oliver Göttlich wird Geschäftsführer in Dorsten

Oliver Göttlich ist in Erle kein Unbekannter. Als musikalischer Leiter des Blasorchesters „Erler Jäger“ prägt er seit Jahren das kulturelle Leben im Ort. Auch im Vorstand der Bürgergenossenschaft Erle eG bringt er sich aktiv ein – insbesondere beim Projekt der neuen Dorfgaststätte HUB Erle engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender. Nun steht für den 30-Jährigen ein beruflicher Wechsel in seiner Heimatstadt Dorsten.

Ausschüsse und Gremien geben grünes Licht

Der Wirtschaftsausschuss der Stadt Dorsten stimmte der Bestellung am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung zu. Am Abend folgten auch der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der DWG. Bereits am Donnerstagvormittag stellte sich Göttlich den Mitarbeitenden beider Gesellschaften persönlich vor.

Nachfolge von Markus Funk geregelt

Die Neubesetzung wurde nötig, weil der bisherige Geschäftsführer Markus Funk um Auflösung seines Vertrags bat, um eine neue Position in Münster anzutreten. Göttlich setzte sich im Auswahlverfahren gegen 35 Bewerber durch. Er ist in Dorsten aufgewachsen, machte sein Abitur am St. Ursula-Gymnasium und absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein Studium zum Sparkassenbetriebswirt bei der Sparkasse Vest. Dort sammelte er vielseitige Erfahrung in unterschiedlichen Funktionen und leitet seit 2023 als Direktor den Marktbereich Dorsten.

Berufliche Qualifikation und ehrenamtliche Verwurzelung

Göttlich bringt nicht nur fachliche Kompetenz mit, sondern auch tiefe Verwurzelung in Stadt und Region. Er dirigierte viele Jahre die Blasmusik St. Marien und steht weiterhin beim Blasorchester „Erler Jäger“ am Pult. Zudem ist er in mehreren Vereinsvorständen aktiv. Der 30-Jährige ist verheiratet und Vater eines Kindes.

Amtsantritt im Herbst oder zum Jahreswechsel

Göttlich wird die Geschäftsführung voraussichtlich im letzten Quartal 2025 übernehmen, spätestens jedoch zum Jahreswechsel. In der Übergangszeit führt Josef Hadick die beiden Gesellschaften. Er hatte bereits von 2016 bis 2021 als Geschäftsführer fungiert.

Lob und Vertrauen aus der Stadtspitze

Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßt die Entscheidung: „Oliver Göttlich ist ein engagierter, qualifizierter Manager, der Aufgaben mit Begeisterung und Leidenschaft angeht. Egal ob im Beruf oder Ehrenamt – er lebt für unsere Stadt.“
Auch Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der DWG, äußert sich positiv: „Wir gewinnen einen jungen, aber bereits erfahrenen Bewerber für eine zentrale Führungsaufgabe.“

Göttlich blickt mit Vorfreude auf die Aufgabe

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Teams von WINDOR und DWG engagiert und kreativ für Dorsten zu arbeiten“, sagt Oliver Göttlich. Als leidenschaftlicher Dorstener sei es ihm wichtig, seine Heimatstadt mitzugestalten, den Wirtschaftsstandort zu stärken und in der Wohnungswirtschaft neue Impulse zu setzen.

Bistum Münster: 200.000 Euro Soforthilfe für Erdbebenopfer in Myanmar

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Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar Ende März stellt das Bistum Münster 200.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung.

Die Unterstützung wird über Caritas International abgewickelt, eine Organisation mit umfangreicher Erfahrung in der Katastrophenhilfe. Angesichts der prekären Lage vor Ort will das Bistum ein Zeichen gelebter Solidarität setzen – über alle Grenzen hinweg.

Hilfe über Caritas International organisiert

Wie das Bistum Münster mitteilte, werde die finanzielle Unterstützung gezielt durch Caritas International umgesetzt. Die Organisation verfüge über bewährte Strukturen, um auch in Krisengebieten ohne funktionierende staatliche Infrastruktur schnell Hilfe leisten zu können.

„Die Lage ist katastrophal“

Dr. Klaus Winterkamp, ständiger Vertreter des Diözesanadministrators Dr. Antonius Hamers, schilderte die Situation eindringlich: Myanmar befinde sich seit 2021 im Bürgerkrieg und werde von einer Militärjunta kontrolliert. Staatliche Notfallstrukturen seien praktisch nicht vorhanden. Erschwerend hinzu kämen starke Regenfälle und heftiger Wind als Vorboten der Regenzeit. „Die Grundversorgung ist zusammengebrochen. Die Lage ist katastrophal“, so Winterkamp.

Zeichen weltweiter Solidarität

Die Spende sei ein Ausdruck dafür, dass Solidarität nicht an Landesgrenzen ende, so das Bistum. Man wolle den Menschen in der Erdbebenregion beistehen – im Gebet wie mit konkreter Hilfe. Besonders die akute Notsituation, verschärft durch die Wetterverhältnisse, mache schnelles Handeln erforderlich.

Dank an die Helfenden – und Spendenaufruf

Winterkamp und Hamers äußerten ihren Dank gegenüber Caritas International, das auch in entlegenen und gefährdeten Regionen Hilfe leiste. Ihr besonderer Respekt gelte allen Helferinnen und Helfern im Einsatz.

Zugleich rufen sie die Menschen im Bistum zur Unterstützung auf:

Spendenkonto:
Caritas International
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Stichwort: Erdbeben Myanmar

Auch online sind Spenden möglich unter:
👉 www.caritas-international.de/spenden

RennFietsen Tour 2025: Raesfeld-Erle wird Drehkreuz der Solidarität

RennFietsen Tour Münsterland 2025: Raesfeld-Erle wird sportliches Herzstück der Benefizradtour

Die 16. Ausgabe der RennFietsen Tour Münsterland führt vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2025 durch die Region – und steht erneut im Zeichen der Solidarität. Rund 50 Radsportbegeisterte wollen sich für Kinder in Not einsetzen. Startpunkt ist der Flughafen Münster-Osnabrück, Ziel ist das Rathaus in Münster. In diesem Jahr rückt Raesfeld-Erle besonders in den Fokus: als zentraler Etappenort der neuen Sternfahrten. Der gesamte Erlös geht an die Kinderhilfswerke AGAPEDIA und ROTERKEIL.

Raesfeld-Erle als Ausgangspunkt der Sternfahrten

Erstmals findet die Tour im Sternfahrt-Format statt. Raesfeld-Erle dient dabei als festes Etappenlager. Von dort aus starten an drei Tagen unterschiedliche Rundtouren durch das Münsterland – inklusive einer Schleife in die Niederlande. Die Sporthalle der Silvesterschule wird zur Unterkunft für die Teilnehmenden. Neben den sportlichen Herausforderungen soll vor allem die gemeinschaftliche Botschaft im Mittelpunkt stehen: Aufmerksamkeit schaffen und Spenden sammeln für Kinder in Not.

Waffeln für den guten Zweck am Naturparkhaus

Ein besonderes Angebot richtet sich an Familien, Unterstützende und Gäste: Am Freitag, 30. Mai, lädt Westenergie um 14:30 Uhr zu einem Waffel- und Kaffeetreff am Naturparkhaus Raesfeld ein. Der Tour-Tross wird dort gegen 15 Uhr erwartet. Eine kurze Rückmeldung zur Personenzahl wird per E-Mail an [email protected] erbeten.

Tourverlauf und Logistik

Die Teilnehmenden starten am Feiertag (29. Mai) am Flughafen Münster-Osnabrück. Übernachtet wird drei Nächte lang in der Sporthalle in Erle. Frühstück, Abendessen und Verpflegungspunkte auf den Tagesetappen sorgen für das leibliche Wohl. Am 1. Juni endet die Tour mit einem offiziellen Empfang am Rathaus in Münster – ein emotionaler Abschluss einer engagierten Fahrt.

Spenden und Sichtbarkeit unter dem Hashtag #50FietsenVollerPower

Alle Einnahmen der Tour fließen vollständig an die beiden Kinderhilfswerke. Wer spenden möchte, findet alle Informationen auf rennfietsentour.de.

Zusätzlich ruft die Social-Media-Kampagne mit dem Hashtag #50FietsenVollerPower zur digitalen Unterstützung auf.

Sportlicher Einsatz für einen guten Zweck

Die RennFietsen Tour Münsterland zeige seit Jahren, wie aus sportlichem Engagement konkrete Hilfe werde, hieß es von den Organisatoren. Auch 2025 wolle man ein deutliches Zeichen für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen – mit Raesfeld-Erle im Zentrum.

Schwanensee, live in Raesfeld – mit Küken-Premiere

In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld geht’s gerade zu wie in der Babyabteilung im Tierpark: In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld geht’s gerade zu wie in der Babyabteilung in einem Vogelpark.

Frisch geschlüpft-Schwanenküken Schloss Raesfeld 2025
Der Schwan wacht dicht über den Nachwuchs – behütend und zugleich schattenspendend an diesem warmen Frühlingstag. Foto: Petra Bosse

Schwan gehabt! – Küken am Schloss geschlüpft

In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld steppt zurzeit der Flausch:
Die Gänseküken tapsen schon munter durchs Gras, kleine Entchen paddeln brav im Gänsemarsch hinter ihrer Mutter her – und auch die Storchenfamilie hat wahrscheinlich bereits auch für Nachwuchs gesorgt.

Flauschalarm am Schlossgraben

Jetzt ziehen die Schwäne nach – und das mit königlicher Gelassenheit. Vier flauschige Küken sind frisch geschlüpft und liegen dicht aneinandergeschmiegt im gut geschützten Nest.

Vier Schwanenküken am Schloss Raesfeld geschlüpft
Noch nasses, verklebtes Gefieder bei mindestens einem Küken, was typisch direkt nach dem Schlüpfen ist. Foto: Petra Bosse

Frisch geschlüpft und schon beschützt

Nach etwa 35 Tagen Geduld auf dem Nest war es so weit: Die Eierschalen liegen noch offen zwischen den Kleinen, das Gefieder ist zum Teil noch feucht, und nicht alle Küken haben die Augen bereits ganz offen. Einige blicken schon neugierig in die Frühlingssonne, andere wirken noch ziemlich platt vom Kraftakt des Schlüpfens.

Schwanenküken Schloss Raesfeld
Kurze Verschnaufpause im kühlen Nass. Foto: Petra Bosse

Während ein Elternteil gemächlich am Uferrand nach Futter sucht, bleibt der zweite Schwan dicht am Nest. Mit ausgebreiteten Flügeln in Schutzhaltung steht er wie eine lebendige Burgmauer über den Kleinen.
Die Botschaft ist klar: Hier wohnt jetzt eine junge Familie – bitte mit Respekt beobachten und Abstand halten.

Schwan mit frisch geschlüpften Küken am Wasserschloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Raesfeld: XXL-Kontrolle bringt überladene und manipulierte Lkw ans Licht

Größte Lkw-Kontrolle seit Jahrzehnten: Polizei deckt massive Verstöße in Raesfeld auf. Die Ladefläche illegal verlängert, der Fahrer ohne ausreichende Ruhezeiten unterwegs, der Lkw ein Fall für die Feuerwehr: Ein drastisches Beispiel für das, was zahlreiche Einsatzkräfte am Dienstag in Raesfeld-Erle vorgefunden haben.

Gezielt nahmen sie dort Lkw unter die Lupe. Hintergrund dieses Einsatzes am Dienstagvormittag war eine kooperative Straßenkontrolle unter Federführung der Kreispolizeibehörde Borken im neu erschlossenen Gewerbegebiet Osterholten parallel zur B 224.

Besonders LKWs standen im Fokus bei der großangelegten Kontrolle der Polizei in Raesfeld-Erle
Überprüft wurden insgesamt 81 Fahrzeugen die Ladungssicherung, die Technik, das Einhalten der Sozialvorschriften sowie die
Fahrtauglichkeit der Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer. Foto: Petra Bosse

Über 60 Einsatzkräfte kontrollieren 81 Fahrzeuge

Insgesamt waren 66 Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Kreispolizeibehörde Borken beteiligten sich auch die Behörden aus den Kreisen Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Wesel an der Maßnahme. Unterstützung kam zudem von der niederländischen Politie Enschede und Winterswijk, vom Bundesamt für Logistik und Mobilität, der Bezirksregierung Münster, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, dem Hauptzollamt Münster sowie den Fachbereichen Verkehr, Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken.

Im Fokus standen unter anderem die technische Sicherheit der Fahrzeuge, die Ladungssicherung, die Einhaltung der Sozialvorschriften sowie die Fahrtauglichkeit der Fahrerinnen und Fahrer.

Wiegen bei großer Polizeikontrolle in Raesfeld-Erle
Foto: Polizei

15 Fahrzeuge gestoppt – zahlreiche Verstöße dokumentiert

Die Bilanz der Kontrolle: Bei insgesamt 81 überprüften Fahrzeugen untersagten die Behörden in 15 Fällen die Weiterfahrt – jeweils bis zur Behebung der festgestellten Mängel.

Wie die Polizei mitteilt, wurden 21 Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. In 7 Fällen waren technische Mängel zu beanstanden, bei 12 Fahrzeugen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. 11 Fahrzeuge waren überladen.

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Foto: Petra Bosse

Darüber hinaus wurden sechs Verwarngelder wegen sonstiger Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt. In zwei Fällen fehlte die notwendige Genehmigung für den gewerblichen Transport von Gütern. Ein weiterer Fall betraf einen Verstoß gegen das Abfallrecht.

Drogen am Steuer – Blutprobe angeordnet

Ein Fahrzeugführer stand unter Amphetamin-Einfluss, sodass ihm eine Blutprobe durch einen Arzt entnommen wurde. 

Besonders auffällig: Manipulierter litauischer Lkw

Ein litauischer Lkw, der Neuwagen transportierte, fiel den Einsatzkräften besonders auf. Nach Angaben der Polizei überschritt das Fahrzeug die zulässige Länge um etwa zwei Meter. Es war mit rund 13.500 Kilogramm beladen – etwa 11 Prozent mehr als erlaubt. Zudem trat Kraftstoff aus und der Fahrzeugführer hielt seine Lenk- und Ruhezeiten nicht ein. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt, bis die Verstöße behoben waren.

Erhebliche Mängel an LKW aus Litauen festgestellt bei Polizeikontrolle in Raesfeld-Erle
Erhebliche Mängel an LKW aus Litauen festgestellt. Foto: Petra Bosse

Weil der Verdacht bestand, dass die Ordnungswidrigkeit vorsätzlich begangen wurde, um einen finanziellen Vorteil zu erzielen, wurde eine sogenannte Vermögensabschöpfung in Form einer Sicherheitsleistung erhoben.

Polizeileitung dankt Beteiligten

„Die Kontrolle in Raesfeld war der größte kooperative Einsatz mehrerer Behörden der vergangenen Jahrzehnte, die wir als Kreispolizeibehörde Borken organisiert haben. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und den reibungslosen Ablauf“, zog Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr, ein positives Fazit.

Neue Wege und neue Köpfe: Mitgliederversammlung im Naturpark Hohe Mark

Mitgliederversammlung des Fördervereins Naturpark Hohe Mark: Weichenstellung für 2025.

Die Mitglieder des Fördervereins Naturpark Hohe Mark e.V. trafen sich im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, um sich über aktuelle Entwicklungen sowie anstehende Projekte zu informieren.

„Der Weg nach Raesfeld lohnt sich“

Vorsitzender Wilhelm Sendermann begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Naturparkkulisse. In seinem Fazit betonte er: „Die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten wird immer besser. Der Weg dafür nach Raesfeld ist sehr lohnenswert.“

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Förderverein

Geschäftsführerin Marianne Teltrop bestätigte diese Einschätzung. Die Aufgabenverteilung zwischen Förderverein und Hauptverein funktioniere reibungslos. So seien über den Hauptverein zwei neue Rundwanderwege entstanden: die LandStreifer „Gernebachtal“ in Datteln und „Die Berge“ in Borken/Velen. Die Vermarktung habe der Förderverein nahtlos und erfolgreich übernommen. Teltrop sprach von einem gelungenen Beispiel für die konstruktive Kooperation beider Organisationen.

Naturparkerweiterung in Vorbereitung

Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Hauptvereins, informierte über laufende Anträge zur Erweiterung des Naturparks. Demnach sollen größere Flächen in den Kommunen Gescher, Wesel und Voerde sowie die Emschermündung in Dinslaken in den Naturpark aufgenommen werden. Mit einer offiziellen Anerkennung der neuen Grenzen rechne man bis Ende des Jahres.

Vertretende aus Kommunen und Institutionen

An der Versammlung nahmen unter anderem teil: Wilhelm Sendermann (Bürgermeister der Stadt Olfen), Winfried Letzner (Kreis Wesel), Edith Gülker (Kreis Borken), Gerrit Tranel (Kreis Recklinghausen), Thomas Eckerth (Tonstiftung Nottenkämper) und Alfons Schnieder (Jammertal Resort).

Auch als Geschäftsführerin des Trägervereins stellte Beckmann künftige Erweiterungen in Aussicht. Entsprechende Anträge würden derzeit bei der Bezirksregierung vorbereitet.

Marketing bleibt zentrale Aufgabe

„Auch das nächste Jahr lässt erahnen, dass die Arbeit im Naturpark nie langweilig wird“, so Marianne Teltrop mit Blick auf kommende Aufgaben. Im Fokus stünden weiterhin die Vermarktung der Leitprojekte Hohe Mark Steig und Hohe Mark RadRoute. Diese würden nicht nur auf Messen, sondern auch bei lokalen Veranstaltungen wie dem Fietsenfest in Haltern am See beworben. Zudem organisierten die acht Naturparkhäuser spezielle Naturparktage mit individuellen Programmen.

Vorstand bestätigt und erweitert

Die Versammlung beschloss einstimmig den Haushalt für das Jahr 2025. Neu in den Vorstand gewählt wurde Gerrit Tranel (Kreis Recklinghausen). Damit besteht das Gremium künftig aus sechs Personen: Wilhelm Sendermann (Stadt Olfen), Winfried Letzner (Kreis Wesel), Edith Gülker (Kreis Borken), Thomas Eckerth (Tonstiftung Nottenkämper), Alfons Schnieder (Jammertal Resort) und Gerrit Tranel.

Aktuelle Informationen online

Wer sich über Projekte, Veranstaltungen und Entwicklungen im Naturpark informieren möchte, findet unter www.naturpark-hohe-mark.de aktuelle Beiträge. Auch auf Facebook und Instagram ist der Naturpark aktiv vertreten.

CDU möchte Wasserspender für Raesfelder Grundschulkinder

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Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld setzt sich für eine bessere Wasserversorgung der Grundschulkinder in der Offenen Ganztagsschule ein. In einem Antrag regt Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker an, an beiden OGS-Standorten Wasserspender aufzustellen. Die Verwaltung soll zunächst klären, ob von Seiten der Schulen Interesse besteht.

Ziel: Frisches Wasser für Kinder im Ganztag

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Grundschulen in Raesfeld und Erle verbringen regelmäßig mehrere Nachmittage in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Vor allem in den warmen Monaten steige der Bedarf nach frischen Getränken, heißt es im Antrag der CDU-Fraktion. Mitgebrachte Getränke würden sich schnell erwärmen und seien dann bei Kindern oft weniger beliebt.

Wasserspender als gesunde Alternative

In vielen anderen Schulen gehöre ein zentral aufgestellter Wasserspender mittlerweile zum Standard. Die CDU-Fraktion sieht darin auch für Raesfeld und Erle einen Gewinn. „Ein kühles Glas Wasser zwischendurch kann viel bewirken – gerade an heißen Tagen“, sagt Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker. „Es ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um den Alltag der Kinder angenehmer und gesünder zu gestalten.“

Zudem sei Wasser grundsätzlich die gesündere Wahl im Vergleich zu süßen Säften oder Softdrinks, wie sie häufig mitgebracht würden.

Verwaltung soll Bedarf prüfen

Die CDU bittet die Verwaltung, mit den Schulleitungen beider Standorte Kontakt aufzunehmen und abzufragen, ob ein entsprechender Wunsch besteht. Sollte das der Fall sein, könne in einem zweiten Schritt auch geprüft werden, ob Sponsoren für die Anschaffung gewonnen werden können.

Thema für kommende Ratssitzung

Der Antrag wurde an Bürgermeister Martin Tesing gerichtet. Die CDU-Fraktion bittet um eine Rückmeldung in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderats.

Pferdeäpfel à la carte – direkt vorm Biergarten bei Brömmel-Wilms

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Pferdeäpfel vorm Biergarten: Kein schöner Empfang für Gäste

Die Sonne scheint, der Biergarten ist gut besucht. Gäste sitzen am Dienstagabend bei einem kühlen Bierchen oder einem Teller Schnitzel unter freiem Himmel, genießen den Nachmittag – wäre da nicht ein ungebetener „Gruß aus dem Sattel“, direkt vorm Eingang. Auf dem Bürgersteig vor dem Gasthof Brömmel-Wilms liegt ein frischer Haufen Pferdeäpfel. Nicht am Rand, sondern mitten im Weg.

Christian Lipfert, Betreiber des Hauses, zeigte sich alles andere als erfreut und stand kopfschüttelnd vor dem unappetitlichen Hindernis. Statt entspannter Gastlichkeit heißt es: Kopfschütteln über mangelnde Rücksicht. Christian Lipfert, Betreiber des Hauses, war alles andere als erfreut. Statt entspanntem Frühlingsnachmittag hieß es: Ärger über fehlende Rücksicht. „Zumindest sollte der oder die Verursacher die Pferdeäpfel einsammeln und nicht einfach liegen lassen“, forderte er.

Christian Lipfert ärgert sich über Pferdeäpfel vor seinem Gasthof Brömmel-Wilms
Das Lächeln trügt: Christian Lipfert ärgert sich über den tierischen Haufen vorm Biergarten – gelacht wird nur fürs Bild.. Foto: Petra Bosse

Kein Kavaliersdelikt

Natürlich gehören Pferde ab und an zum Ortsbild – besonders in ländlichen Gegenden wie Erle. Aber wer mit dem Pferd durch den Ort und vor allem über den Bürgersteig reitet, sollte auch dafür sorgen, dass hinterher nicht die Allgemeinheit die Spuren beseitigen muss. Was für Hundehalter längst gilt, sollte auch für Reiter selbstverständlich sein: Wer etwas hinterlässt, räumt es bitte auch weg, denn ein Gasthaus ist kein Stall, und ein Bürgersteig keine Pferdeweide.

Rücksicht ist Pflicht, nicht Kür

Gerade wenn Essen und Getränke serviert werden, ist so ein Anblick unappetitlich – für Gäste ebenso wie für die Betreiber. Rücksichtnahme ist kein nettes Extra, sondern Grundbedingung für ein faires Miteinander. Die Gemeinde lebt vom Zusammenspiel aller – Reiterinnen und Reiter inbegriffen.

Ein bisschen Landidylle ist schön. Aber zwischen Pils, Pommes und Pferdehaufen hört der Spaß auf. Und weil sich am Ende doch niemand offiziell zuständig fühlt, greift Christian Lipfert eben selbst zur Schaufel – denn wer möchte schon, dass die „Äpfel“ am nächsten Tag die Gäste begrüßen?

Info: Pferdekot auf Gehwegen – was gilt in Raesfeld?

In der Gemeinde Raesfeld gibt es keine spezielle Regelung zum Entfernen von Pferdekot.
Allerdings greift die allgemeine Rechtslage:

  • Laut Straßen- und Wegegesetzen der Länder sowie kommunalen Ordnungsregelungen gilt:
    Verunreinigungen auf öffentlichen Wegen müssen vermieden oder beseitigt werden.
  • Das betrifft auch Pferdekot – besonders auf Gehwegen, in Ortslagen oder vor Geschäften.

Empfehlung:

Reiterinnen und Reiter sollten Rücksicht nehmen und Pferdeäpfel zeitnah entfernen.
Was für Hundebesitzer gilt, darf auch im Sattel gelten: Verantwortung endet nicht am Ortsrand.

ROADPO – Bremsen, Papiere, Ladung: Großkontrolle in Raesfeld-Erle

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken: Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw

Im Gewerbegebiet Osterholten in Raesfeld-Erle liefen heute Morgen großangelegte Verkehrskontrollen. Bereits im Februar dieses Jahres kontrollierten Polizei und Zoll an gleicher Stelle zahlreiche Fahrzeuge – auch damals mit Fokus auf den gewerblichen Güterverkehr.

Rund 70 Einsatzkräfte der Polizei, des Zolls und internationaler Partner überprüften gezielt Fahrzeuge des Güter- und Schwerlastverkehrs im Umkreis von fünf bis sieben Kilometern. Auch auffällige Pkw gerieten in den Fokus.

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Foto: Petra Bosse

„Wir konzentrieren uns heute auf den Schwerlastverkehr, insbesondere auf den Güterverkehr. Aber auch Pkw, die für uns interessant sind, ziehen wir in die Kontrollboxen“, erklärt Dominik Retzler, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Borken und Einsatzleiter vor Ort.

Litauischer LKW in Erle wegen Mängel in Erle aus dem Verkehr gezogen. Foto: Petra Bosse

Polizei überprüft auffällige Fahrzeuge

Die Beamten stoppten nicht nur Lkw, sondern auch Pkw mit auffälliger Bauweise oder erkennbaren Mängeln. Darunter befanden sich heute unter anderem ein tiefergelegtes Fahrzeug. Bereits im Februar fand an gleicher Stelle eine ähnliche Kontrolle statt.

Ravi Engelbarts von der niederländischen Polizei Achterhoek-Oost unterstützt die Kontrolle gemeinsam mit der Polizei im Kreis Borken
Ravi Engelbarts (l.) von der Polizei Achterhoek-Oost arbeitet Seite an Seite mit den Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde Borken. Foto: Petra Bosse

Internationale Teams arbeiten zusammen

Die Polizei Borken arbeitete bei der heutigen Kontrolle mit Kräften des Zolls sowie mit der Polizei aus Winterswijk und Enschede zusammen. Auch benachbarte Kreispolizeibehörden sind im Einsatz. Polizeihunde unterstützen die Kontrolle zusätzlich. „Wir haben diesen Standort bewusst gewählt“, sagte Retzler. „Die Fläche hier bietet ideale Bedingungen für Schwerlastkontrollen in dieser Größenordnung.“

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Ideale Bedingungen für die Kontrolle bietet das Gewerbegebiet in Erle. Foto: Petra Bosse

Beamte entdecken erste gravierende Mängel

Schon am Vormittag entdeckten die Einsatzkräfte bei einem litauischen Sattelschlepper mehrere sicherheitsrelevante Verstöße – unter anderem defekte Spanngurte. „Wir verfolgen mit unserem administrativen Ansatz das Ziel, technische Mängel ebenso wie Verstöße gegen die Ladungssicherung aufzudecken und konsequent zu ahnden“, betont Retzler.

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Ist die Ladung auch richtig gesichert? Foto: Petra Bosse

Kontrolle ist Teil der ROADPOL-Aktionswoche

Die Maßnahme läuft im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche. Das Netzwerk europäischer Verkehrspolizeien setzt sich dafür ein, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle deutlich zu senken. Auch die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt sich regelmäßig an diesen Einsätzen.

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Foto: Petra Bosse

Die Ergebnisse der heutigen Kontrollen will die Polizei Borken in den kommenden Tagen bekannt geben. Das teilte der Pressesprecher der Kreispolizei Borken Thorsten Ohms vor Ort mit.

Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw in Erle
Defekte Spanngurte. Foto: Petra Bosse
Großangelegte Verkehrskontrolle in Erle
Hier wird das Gewicht der Ladung überprüft. Foto: Petra Bosse
Großangelegte Verkehrskontrolle in Erle
Im Fokus stand auch das Gewicht der Lkw und der Fahrzeuge. Foto: Petra Bosse

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut

Zwischen Feldern und Wiesen, mitten in der westfälischen Landschaft, liegt der Hofladen Te Rhedebrügge – ein Ort, an dem moderne Landwirtschaft, familiäre Zusammenarbeit und echte Leidenschaft spürbar werden.

von Linda Arat

Seit nun vier Jahren bietet die Familie Te Rhedebrügge hier hochwertige Lebensmittel aus eigener Erzeugung und aus der Region an. Mit Liebe zum Detail, viel Handarbeit und einem klaren Bekenntnis zu Tierwohl und Nachhaltigkeit.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Ein Herzensprojekt mit Familienpower

Die Idee zum Hofladen stammt von Carola Te Rhedebrügge. „Ich habe mir immer gewünscht, meine Produkte direkt an die Menschen weiterzugeben. Ehrlich, frisch und aus eigener Herstellung“, erzählt sie. Um diesen Traum zu verwirklichen, absolvierte sie zahlreiche Weiterbildungen und Fachprüfungen – unter anderem in der Fleischverarbeitung und im Bereich Backen.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Ohne ihre Familie aber wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Ehemann Thomas und den vier Kindern Johanna, Bernd, Anna und Dirk wurde der Hofladen während der Corona-Zeit gebaut und eröffnet – eine Phase voller Herausforderungen, die die Familie noch enger zusammenschweißte.

Und die nächste Generation kündigt sich bereits an: Tochter Johanna erwartet ein Mädchen. Carola Te Rhedebrügge freut sich sichtlich: „Ich kann es kaum erwarten, Oma zu werden. Das ist etwas ganz Besonderes für unsere ganze Familie.“

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Jubiläumsaktion zum 4. Geburtstag

Am 14. Mai 2025 feiert der Hofladen sein vierjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt es eine besondere Aktion für alle Kundinnen und Kunden:

  • Wer Grillfleisch im Wert von mindestens 30 Euro kauft, erhält vier grobe Bratwürste gratis.
  • Bei einer Vorbestellung ab 30 Euro gibt es sogar sechs Würste kostenlos dazu.
Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Von der Wiese bis zur Theke: Qualität, die man schmeckt

Ein Großteil der angebotenen Produkte stammt direkt vom eigenen Hof. Die Schweine werden dort artgerecht gehalten – mit viel Platz, frischer Luft und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Bällen und Stroh. Obwohl der Stall Platz für 1000 Tiere bietet, leben dort bewusst nur rund 700. Das Tierwohl stehe im Mittelpunkt. Geschlachtet werde ebenfalls im gleichen Ort, was kurze Transportwege und weniger Stress für die Tiere bedeute.

Das Schweinefleisch stammt aus eigener Haltung. Rind- und Hähnchenfleisch werden von verlässlichen Betrieben aus Deutschland zugekauft. „Wir achten sehr darauf, dass auch zugekauftes Fleisch unseren hohen Standards in Bezug auf Qualität und Tierhaltung entspricht“, erklärt Johanna.

Freitagsbrot, Kuchenfreude und Antipasti mit Geschichte

Neben Fleisch und Wurstwaren gibt es jeden Freitag frisches, selbst gebackenes Brot. Auch Kuchen wird regelmäßig angeboten – ideal für eine gemütliche Kaffeepause vor Ort.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Ein weiteres Highlight sind die hausgemachten Antipasti – entstanden durch eine Begegnung mit der früheren Anbieterin G. Gottwald. „Ich habe früher selbst bei ihr eingekauft“, erinnert sich Carola. „Sie hatte alle Geräte, das Wissen und die Rezepte. Sie wollte, dass jemand ihre Antipasti-Idee übernimmt und mit Liebe weitermacht.“

Frau Gottwald zeigte dem Team Schritt für Schritt die Zubereitung. Heute kümmert sich eine Mitarbeiterin um die Herstellung und kreiert regelmäßig passende Spezialitäten – besonders für die Grillsaison.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Selbstbedienung rund um die Uhr: Regionales jederzeit verfügbar

Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Kundinnen und Kunden auf das Angebot des Hofladens zugreifen. In der 24-Stunden-Selbstbedienungshütte neben dem Laden stehen Grillfleisch, Gemüse, Milchprodukte, Getränke und Eis für Kinder bereit. Auch alkoholische Getränke sind erhältlich – mit Alterskontrolle über einen Ausweisscanner.

Das Bezahlen funktioniert unkompliziert: Mit einem Taschenrechner wird der Einkauf selbst berechnet. Die Bezahlung erfolgt bar mit Wechselgeld oder per EC-Karte.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Ein Ort zum Verweilen – und perfekt angebunden für Radfahrer

Der Hofladen ist mehr als ein Einkaufsort – er lädt zum Verweilen ein. In entspannter Atmosphäre können Besucher während der Öffnungszeiten Kuchen und warme Getränke genießen. Besonders beliebt ist der Hofladen bei Radfahrer: Er liegt direkt am Aa-Radweg, der über 58 Kilometer von Velen über Borken, Rhede, Bocholt und Isselburg bis in die Niederlande führt.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

Ein Hof mit Haltung

Der Hofladen Te Rhedebrügge steht für gelebte Regionalität, familiären Zusammenhalt und eine hohe Wertschätzung für Mensch, Tier und Produkt. Wer Wert auf hochwertige Lebensmittel, ehrliche Landwirtschaft und persönliche Atmosphäre legt, findet hier ein besonderes Angebot – regional, bodenständig und mit Herz geführt.

Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat
Vier Jahre Hofladen Te Rhedebrügge – Regionalität, Handarbeit und Herzblut
Foto: Linda Arat

50 Jahre vereint – Bürgerfest mit Blasmusik, Sonnenschein und halbem Preis

Bürgerfest am Rathaus: Raesfeld feierte 50 Jahre kommunale Neugliederung

Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zog es zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Bürgerfest am Freitag rund um das Raesfelder Rathaus. Anlass war das 50-jährige Bestehen der kommunalen Neugliederung von Raesfeld, Erle und Homer, das am Freitag mit einem Festakt im Rittersaal von Schloss Raesfeld feierlich begangen wurde.

Bürgerfest 50 Jahre Gemeinde Raesfeld-Erle-Homer Jubiläum
Foto: Petra Bosse

Halber Preis, volle Stimmung

Bürgermeister Martin Tesing schaute nach dem offiziellen Teil selbst beim Bürgerfest vorbei – und hatte eine Überraschung im Gepäck: „50 Jahre Raesfeld-Erle-Homer. 50 Prozent Bierpreis!“ Dazu wünschte er allen einen angenehmen, gemütlichen Abend – und erntete dafür prompt Applaus und schmunzelnde Gesichter im Publikum. Das Angebot mit den halben Getränkepreisen kam natürlich bestens an und sorgte für noch mehr gute Stimmung auf dem Rathausplatz.

Bürgermeister Martin Tesing beim Bürgerfest in Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Musik aus der Region

Für ordentlich Stimmung sorgten das Fanfaren-Corps, die Raesfelder Burgmusikanten und das Blasorchester Erler Jäger – mit Trompeten, Fanfaren und viel Humptata. Mal schwungvoll, mal feierlich begleiteten sie das Fest und machten klar: Ohne Musik aus der Region geht hier gar nichts.

Bürgerfest 50 Jahre Gemeinde Raesfeld-Erle-Homer Jubiläum
Foto: Petra Bosse

Bei kühlen Getränken, netten Gesprächen und jeder Menge Blasmusik klang der Tag aus – ganz so, wie man sich ein echtes Raesfelder Bürgerfest eben wünscht.

Bürgerfest 50 Jahre Gemeinde Raesfeld-Erle-Homer Jubiläum
Foto: Petra Bosse

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Einbruch in Einfamilienhaus in Raesfeld-Erle

Laut Mitteilung der Polizei Borken ist es am Sonntagabend, 11. Mai 2025, zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Straße Hilgenstuhl in Raesfeld-Erle gekommen.

Die bislang unbekannten Täter sollen demnach zwischen 18.20 Uhr und 21.30 Uhr ein Fenster aufgehebelt und das Gebäude betreten haben.

Im Inneren hätten sie mehrere Räume durchsucht. Nach ersten Erkenntnissen entwendeten die Einbrecher Bargeld und Schmuck. Die genaue Schadenshöhe sei derzeit noch unklar.

Polizei bittet um Hinweise

Die Kriminalpolizei in Borken hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Straße Hilgenstuhl beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. (02861) 9000 bei der Polizei zu melden.

Gebührenanpassung zur Sicherung des Friedhofsbetriebs

Die Kirchengemeinde St. Martin hat die Gebührenordnung für den Friedhof in Raesfeld überarbeitet. Wie sie mitteilt, sei eine Anpassung in fast allen Bereichen notwendig geworden, um den dauerhaft defizitären Betrieb des Friedhofs zu sichern. Die Kosten seien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – für Personal, Pflege, Energie und Instandhaltung.

„Weder die Kirchengemeinde noch die Bestatter erzielen durch die neuen Gebühren Gewinne“, heißt es seitens der Kirchengemeinde St. Martin. Vielmehr würden die Aufwendungen solidarisch auf die Nutzenden umgelegt.

Neue Unterhaltsgebühr und Vorauszahlung für Grabauflösung

Eine wichtige Neuerung betrifft die Einführung der sogenannten Friedhofsunterhaltungsgebühr. Diese fällt künftig bei jedem Begräbnis zusätzlich an und soll den allgemeinen Pflegezustand des Friedhofs sichern.

Außerdem werden die Kosten für die spätere Einebnung der Grabstätte ab sofort direkt mit der Grabnutzung abgerechnet. Damit übernimmt die Friedhofsverwaltung nach Ablauf des Nutzungsverhältnisses automatisch die Auflösung der Grabstelle. Hintergrund sei die Erfahrung, dass Nutzungsberechtigte nach 25 bis 30 Jahren häufig nicht mehr auffindbar seien.

Friedhof
Symbolfoto: KI generiert

Kostenbeispiele und Sonderregelungen

Die Kosten für die spätere Grabauflösung betragen:

  • 305 Euro je Stelle bei Familien- bzw. Wahlgräbern,
  • 207 Euro je Stelle bei Urnengräbern.

Der Grabstein und Grabschmuck bleiben Eigentum der Angehörigen und können selbstverständlich mitgenommen werden.

Leicht günstiger werden künftig jene Grabarten, die als Familiengrab selbst gepflegt werden. Kostenlos bleibt weiterhin die Bestattung von Sternenkindern auf dem entsprechenden Grabfeld.

Ein Ort der Würde - Friedhof Raesfeld und Erle

„Ein Ort der Würde – auch in Zukunft“

Die Kirchengemeinde sei sich bewusst, dass die Preisanpassungen nicht überall auf Verständnis stoßen würden. Gleichzeitig werbe man um Akzeptanz: „Wir möchten, dass unser Friedhof auch in Zukunft ein Ort bleibt, der Würde und Trost vermittelt – für die Verstorbenen wie für die Hinterbliebenen.“

Eine Übersicht der neuen Gebühren hängt am Friedhof aus und ist auch auf der Homepage der Gemeinde zu finden. In den kommenden Monaten sollen auch die Friedhofsgebühren anderer Anlagen, die von der Zentralrendantur Borken verwaltet werden, überarbeitet werden.

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