Die UWG Raesfeld hat einen Antrag auf Änderung der Entwässerungssatzung gestellt. Ziel sei es, die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung auf Privatgrundstücken zu fördern – nach dem Vorbild des Schwammstadt-Konzepts. Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen betonte den Nutzen für Grundwasser, Klimaresilienz und Kosteneinsparung.
Schwammstadt-Prinzip auch für Privatgrundstücke
Mit einem Schreiben an Bürgermeister Martin Tesing und die Ratsmitglieder hat die UWG-Fraktion eine Satzungsänderung angeregt, um die Versickerung von Regenwasser auf privaten Flächen zu erleichtern. Hintergrund sei das Schwammstadt-Prinzip, das aktuell bereits auf dem Rathausparkplatz zur Anwendung komme.
„Wir möchten, dass Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern – unkompliziert und unterstützt durch die Gemeinde“, erklärte Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen. Dies helfe nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch bei der Entlastung der Kanalisation.
Antragspunkte im Überblick
Die UWG beantragt im Einzelnen:
Eine Änderung der Entwässerungssatzung zur Förderung der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung.
Die Übertragung des Schwammstadt-Modells auf Privatgrundstücke durch geeignete Fördermaßnahmen.
Die Prüfung gebührenbezogener Anreize, sofern eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück erfolgt.
Die UWG beruft sich dabei auch auf § 55 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, wonach Niederschlagswasser möglichst ortsnah versickert werden solle – sofern dem keine öffentlichen oder rechtlichen Belange entgegenstehen.
Neben der Satzungsänderung schlägt die UWG weitere flankierende Maßnahmen vor:
ein vereinfachtes Anzeigeverfahren für Versickerungsanlagen,
technische Unterstützung und Informationsangebote zu Methoden wie Mulden- oder Rigolenversickerung,
eine Öffentlichkeitskampagne zur Aufklärung über die Vorteile.
„Mit diesem Antrag möchten wir einen praktischen Beitrag zur Klimaanpassung in Raesfeld leisten“, so van Wasen. Die Umsetzung sei im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gemeindepolitik.
Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld habe beantragt, die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel künftig regelmäßig an wechselnden Orten innerhalb der Gemeinde einzusetzen. Dabei solle eine transparente Online-Information sowie Bürgerbeteiligung die Planung begleiten. Ziel sei eine höhere Verkehrssicherheit durch mehr Aufmerksamkeit und Mitwirkung der Bevölkerung.
Antrag auf Verkehrsmaßnahme mit Beteiligung der Bürgerschaft
Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld hat einen Antrag gestellt, der die Nutzung der mobilen Geschwindigkeitsanzeigetafel mit Smile-Funktion neu regeln soll. Künftig solle diese regelmäßig an verschiedenen Standorten eingesetzt werden. Dabei gehe es vor allem um Verkehrsschwerpunkte wie Schulwege, Kindergärten, Seniorenheime oder stark befahrene Straßen.
„Wir möchten die Verkehrssicherheit in unserer Gemeinde weiter verbessern und dabei die Menschen vor Ort aktiv einbinden“, sagte Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP.
Bürgerbeteiligung über Gemeindehomepage
Der Antrag beinhalte laut Stephan auch die Einrichtung einer neuen Rubrik auf der Website der Gemeinde. Dort könnten sowohl die nächsten Einsatzorte der Tafel veröffentlicht als auch Vorschläge aus der Bevölkerung entgegengenommen werden. Ein fester Turnus – beispielsweise ein monatlicher Wechsel – solle für planbare Einsätze sorgen.
Begründung: Positive Erfahrungen am Langenkamp
Wie die FDP-Fraktion betonte, werde die Tafel aktuell bereits erfolgreich am Standort Langenkamp eingesetzt. Von dort gebe es positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Durch eine regelmäßige Umsetzung an wechselnden Orten könne diese Akzeptanz weiter ausgebaut werden. Die gezielte Information und die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger fördere das Bewusstsein für regelkonformes Fahren und stärke die Akzeptanz von Verkehrsregeln.
Die Maßnahme solle somit nicht nur zur Sicherheit beitragen, sondern auch die Transparenz und Beteiligung in der Gemeinde erhöhen – ganz im Sinne einer bürgernahen Verkehrspolitik.
Großes Festwochenende am 16. und 18. Mai 2025 – Tag der offenen Tür und Partyabend geplant
Der Löschzug Raesfeld wird 125 Jahre alt – und das wird gefeiert! Am Freitag, 16. Mai, und Sonntag, 18. Mai 2025, lädt die Feuerwehr Raesfeld zu einem bunten Jubiläumswochenende ein, das für alle Generationen etwas bietet.
Partyabend mit Beat Attack
Der Startschuss fällt am Freitagabend: Ab 21 Uhr steigt die große Party mit der Band Beat Attack und DJ Plohr. Gefeiert wird am Feuerwehrgerätehaus an der Roringskampstraße. Der Eintritt ist frei – beste Stimmung garantiert.
Tag der offenen Tür am Sonntag
Am Sonntag, 18. Mai, öffnet der Löschzug von 11 bis 17 Uhr seine Tore für Groß und Klein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm:
Große Fahrzeugschau
Feuerwehr-Rallye und Showübungen
Überschlagsimulator und Mitmachstationen
Cafeteria, Imbiss und Hüpfburg
Tombola mit attraktiven Preisen
Infostand der DKMS mit Möglichkeit zur Registrierung als Stammzellspender:in
Veranstaltungsort ist das Feuerwehrgerätehaus Raesfeld, Roringskamp 6.
Einladung an die Bevölkerung
„Wir freuen uns, dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu feiern“, sagt der Löschzug Raesfeld. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen, mitzumachen und mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren.
1975 wurde aus Raesfeld, Erle, Homer und Teilen von Overbeck eine neue Gemeinde. Was einst als „Zwangszusammenschluss“ empfunden wurde, hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten zu einer lebendigen und schuldenfreien Kommune entwickelt.
Eine Gemeinde mit Geschichte – und Zukunft
„In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Gemeinde Raesfeld in ihrer heutigen Form“, eröffnete Bürgermeister Martin Tesing den Festakt am Freitag im Rittersaal des Schlosses Raesfeld. Anlass war die kommunale Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat. Damals schlossen sich die bis dahin eigenständigen Orte Raesfeld, Erle, Homer und Teile von Overbeck zusammen.
Doch leicht sei dieser Zusammenschluss nicht gewesen – insbesondere in Erle habe die Stimmung zunächst eher nach Abgrenzung als nach Gemeinschaft geklungen. Zeitungen schrieben 1969: „Zur Selbstständigkeit verurteilt“, und sogar: „Erler Kinder wollen nicht nach Raesfeld zur Schule gehen.“
Rückblick mit Weitblick: Bothe erinnert an persönliche Neugliederung
Regierungspräsident Andreas Bothe war als Gastredner geladen – und brachte ein ganz persönliches Beispiel zur Neugliederung mit. „Ich trage die Erinnerung daran immer bei mir – in meinem Personalausweis“, sagte er. „Dort steht als Geburtsort ‚Gadderbaum‘. Heute ein Stadtteil von Bielefeld. Immer wieder werde ich gefragt, was das denn sei.“
Der Verwaltungsneustart in Raesfeld sei ein „weißes Blatt Papier“ gewesen, auf dem in den vergangenen 50 Jahren eine „wirklich schöne Erfolgsgeschichte geschrieben wurde“. Raesfeld habe, so Bothe, das Beste aus den neuen Strukturen gemacht – „dazu gratuliere ich Ihnen herzlich.“
Foto: Petra Bosse
Lebensqualität mit Herz und Beteiligung
„Ich bin nicht zum ersten Mal hier“, betonte Bothe, der auch Schirmherr der Naturparkwanderung Hohe Mark ist. Besonders begeistert zeigte er sich vom Bürger- und Bewegungspark: „Mit Wassertretbecken, Boulebahnen und Hochbeeten ist das ein Treffpunkt für alle – und ein Paradebeispiel für Beteiligung. Viele Angebote wurden gemeinsam mit Familien entwickelt.“
Europäisch vernetzt, lokal verbunden
Dass Raesfeld nicht nur regional, sondern auch europäisch denkt, hob Bothe ebenfalls hervor: „Die Partnerschaften mit Wehl in den Niederlanden und Kobierzyce in Polen zeigen, wie europäische Einigung auf kommunaler Ebene gelebt wird.“
Raesfeld sei ein Vorbild für solide Kommunalpolitik. Seit 1994 ist die Gemeinde 32 Jahre schuldenfrei – und das ganz ohne Verkäufe kommunaler Betriebe. „So etwas kenne ich sonst nur aus Düsseldorf“, so Bothe augenzwinkernd, „aber dort wurde die Stadtsparkasse verkauft. Bei Ihnen ist es aus eigener Kraft gelungen – das ist beeindruckend.“
Mit Humor zur Kirchturmfrage
Natürlich durfte auch ein humorvoller Schwenk nicht fehlen: „Ich weiß, dass der Kirchturm in Erle rund 1,50 Meter höher ist als der in Raesfeld – und dass das bis heute nicht ganz vergessen ist“, so Bothe schmunzelnd. „Aber ich glaube nicht, dass Sie die neue Raesfelder Ortsmitte deswegen auf das Niveau des Erler Kirchturms anpassen – und einen Förderantrag zur Tieferlegung der Erler Kirche, den würde ich mir sehr genau ansehen!“
Team Rathaus vor 50 Jahre. Foto: Gemeinde Raesfeld
Martin Tesing: „Es hätte nicht besser kommen können“
Bürgermeister Martin Tesing schlug in seiner Rede einen Bogen über 50 Jahre Gemeindegeschichte. Bereits im Jahr 2000 hätten zwei „Erler Urgesteine“, Clemens Heßling und Josef Droste, in der BZ erklärt: „Es hätte gar nicht besser kommen können.“
Tesing betonte: „Ich stehe mit meiner positiven Haltung nicht erst seit 50 Jahren alleine da – die Erfolgsgeschichte dieser Gemeinde wurde früh erkannt.“
Team Rathaus Raesfeld heute. Foto: Petra Bosse
Dabei verschwieg er nicht die großen Aufgaben, mit denen sich der erste Gemeinderat im Jahr 1975 konfrontiert sah:
Die Übernahme von rund 1 Million DM Altschulden aus Erle,
die Aufhebung eines Erler Ratsbeschlusses zum geplanten Neubau einer Sportanlage am Schäpersweg und die Suche nach einem neuen Standort,
die Herausforderung, Einwohner aus vier ehemals selbständigen Gemeinden (Raesfeld, Homer, Erle und Teile von Overbeck) sowie aus drei verschiedenen Kreisen (Borken, Recklinghausen, Rees) zu einer neuen, gemeinsamen Identität zu führen.
„Für Erle und Overbeck war das zunächst keine Liebesheirat mit Raesfeld“, so Tesing offen. Doch der Wille, gemeinsam etwas Neues zu schaffen, habe schließlich überwogen.
Es folgten zentrale Weichenstellungen:
die Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen,
der Ausbau der Infrastruktur – vom Kanalbau über neue Straßen bis zu modernen Kläranlagen,
und schließlich der Aufbau einer eigenen Verwaltung, die bis heute tragfähig ist.
Meilensteine der Entwicklung
In seiner Rückschau erinnerte Tesing an zentrale Schritte:
1969: Raesfeld und Homer schließen sich zusammen.
1975: Bildung der Gemeinde Raesfeld durch Neugliederung.
1983: Eröffnung des neuen Rathauses – nach teils hitziger Debatte.
1994: Raesfeld wird schuldenfrei.
1986 & 2005: Städtepartnerschaften mit Wehl und Kobierzyce.
2004–2021: Bau des Naturparkhauses, Feuerwehrgebäudes, Seniorenwohnungen, Sporthallen, 380-kV-Leitung – und 2021 der Kauf des Hauptschlosses durch die Gemeinde.
Nicht zu vergessen: Der Bürgerpark, das Jugendhaus, der Breitbandausbau und die Femeiche als nationales Naturerbe.
Der Rat der Gemeinde heute. Foto: Petra Bosse
Goldene Würdigung
Zum Abschluss waren alle Gäste eingeladen, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen – als Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit mit einer Gemeinde, die sich in 50 Jahren vom verwaltungstechnischen Kompromiss zum starken, solidarischen Ort entwickelt hat.
Mitglieder des Gemeinderates von 1975 v. l.: Friedrich Rest, Karl-Heinz Tünte, Johannes Böckenhoff, Alfons Rößmann, Udo Rößing, Jürgen Rajar und Hans-Dieter Wobbe. Foto: Petra Bosse
Die Mitglieder des ersten Gemeinderates von 1975
Nach der kommunalen Neugliederung trat am 1. Januar 1975 der erste Rat der neu gegründeten Gemeinde Raesfeld zusammen. Die folgenden Frauen und Männer prägten in dieser Anfangszeit mit viel Engagement und Verantwortung die Entwicklung der Gemeinde:
Noch lebende Mitglieder:
Böckenhoff, Johannes
Bonhoff, Antonius
Hußmann, Felix
Rajar, Jürgen
Rest, Friedrich
Rößmann, Alfons
Tünte, Hermann
Tünte, Karl-Heinz
Wobbe, Hans-Dieter
Verstorben:
Nagel, Josef †
Paß, Johannes †
Ostendorf, Richard †
Ratering, Johann †
Spangemacher, Rudolf †
Kipp, Reinhard †
Stenkamp, Josef †
Schulten, Walter †
Loick, Heinrich †
Kuhlmann, Ludwig †
Heidermann, Fritz †
Droste, Josef †
Steggerhütte, Hermann †
Koller, Dr. Arnulf †
Gesing, Georg †
Grewing, Heinrich †
Jenz, Heinz †
Langer, Brigitte †
Der Rat der Gemeinde heute. Foto: Petra Bosse
Bürgerfest am Rathaus für alle
Im Anschluss lud die Gemeinde zum Bürgerfest auf dem Rathausplatz ein – mit Blasmusik vom Feinsten und Getränken zum halben Preis. Für die musikalische Begleitung sorgten das Fanfarencorps Raesfeld, die Burgmusikanten und das Blasorchester Erler Jäger. Weiterer Bericht folgt
50 Jahre Gemeinde Raesfeld. Fotos: Petra Bosse
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Eintragung ins Goldene Buch: Reg.-Präsident Andreas Bothe
Landrat Dr. Kai Zwicker
Bürgermeister Martin Tesing
Ehrenbürgermeister Udo Rößing
Bürgermeister a. D. Andreas Grotendorst
Aus Wehl Joop Buiting
Das GoldeneBuch der Gemeinde Raesfeld
Udo Rößing und Ehefrau
Claudia Biela (stell. BM) und Karsten Meyer Kämmerer Dorsten
50 Jahre kommunale Neugliederung – Emotionale Momente im Rittersaal
Im Rittersaal des Schlosses Raesfeld wurde Karl-Heinz Tünte am Freitag feierlich zum Ehrenbürger von Raesfeld ernannt. Der Ehrenbürgermeister der Gemeinde, Udo Rößing, hielt die Laudatio. Der Gemeinderat hatte die Auszeichnung zuvor einstimmig beschlossen – als Würdigung für ein außergewöhnliches Lebenswerk.
Bürgermeister Martin Tesing überreichte am Freitag im Rittersaal von Schloss Raesfeld die Ehrenbürger- Urkunde an Karl-Heinz Tünte. Foto: Petra Bosse
Ein Leben für die Gemeinde
„Karl-Heinz Tünte hat sich über mehr als fünf Jahrzehnte ehrenamtlich für seinen Heimatort Raesfeld eingesetzt“, so Rößing. Schon vor der kommunalen Neugliederung 1975 habe er an einem Zusammenschluss der Ortsteile Raesfeld, Erle und Homer mitgewirkt. Bei der ersten Kommunalwahl der neuen Gemeinde sei er mit nur 26 Jahren in den Rat eingezogen.
Ehrenbürgermeister Udo Rößing hielt die Laudatio. Foto: Petra Bosse
Mit ruhiger Hand habe er die Aufbauarbeit begleitet. Als es um den Bau eines Rathauses gegangen sei, habe er den Standort auf dem Gelände der alten Weberei Becker unterstützt – trotz kontroverser Diskussionen. Mit dem Einzug 1983 habe die Zentrumsentwicklung Fahrt aufgenommen. „Ich erinnere mich an viele gemeinsame Wegstrecken mit Karl-Heinz – manche politisch herausfordernd, viele menschlich bereichernd.“
Gemeinde Raesfeld – Aufbauarbeit mit Weitblick
Die Anfangsjahre nach der Neugliederung hätten den jungen Gemeinderat vor große Aufgaben gestellt. Verwaltung und Struktur mussten aufgebaut, Vertrauen geschaffen werden. Der Bau des Rathauses auf dem Gelände der ehemaligen Weberei Becker sei ein wichtiger Schritt gewesen – ein Projekt, das von Tünte mitgetragen worden sei. Es folgten weitere zentrale Entwicklungen im Ortskern. „Er hatte stets den Blick für das Ganze – auch über Fraktionsgrenzen hinweg. Gerade das habe unsere Ratsarbeit geprägt.“
Gratulationen v.l.: Martin Tesing, Karl-Heinz Tünte, Regierungspräsident Andreas Bothe und Landrat Dr. Kai Zwicker. Foto: Petra Bosse
Entwicklung mit Maß und Ziel
Auch in Erle sei der Wandel spürbar gewesen: Straßenbau, neue Baugebiete, Kindergärten, Schule, eine neue Sporthalle – stets mit dem Ziel, das Dörfliche zu bewahren. Rößing betonte, dass Tünte ein ausgewogenes Ortsbild wichtig gewesen sei. Gleichzeitig habe er darauf geachtet, dass die Gemeinde ihren dörflichen Charakter bewahre: „Keine Pseudo-Stadt, sondern ein lebenswerter Raum für alle Generationen.“
34 Jahre CDU-Fraktionsvorsitz
1984 hat Tünte den Fraktionsvorsitz der CDU übernommen – ein Schritt, zu dem ihn der 2024 verstorbene Reinhard Kipp ermutigt habe. „Dass Reinhard Kipp ihm 1984 den Fraktionsvorsitz anvertraute, war nicht nur eine politische Zäsur, sondern auch Ausdruck großen Vertrauens.“
In den 34 Jahren als Fraktionsvorsitzender habe er nicht nur parteipolitisch gedacht, sondern konsensorientiert agiert. Rößing sagte: „Er war ein Mann der Zusammenarbeit. Sachlich, verbindlich, und offen für gute Ideen – egal von wem sie kamen.“
Foto: Petra Bosse
Ehrenamt mit Haltung
Auch abseits der Politik sei Tünte in zahlreichen Vereinen aktiv – vom Jugendwerk bis zum Orgelbauverein, vom Büchereibeirat bis zur Familienforschung. Besonders am Herzen liege ihm der Heimatverein Raesfeld, wo er federführend das Bildarchiv und die Ahnenforschung mitgestalte. Dass Karl-Heinz über Jahrzehnte das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger geschenkt bekam, spricht für sich – und für seine Verlässlichkeit.“
Gemeinsam mit Rößing habe er unter anderem an der Sicherung des Fotonachlasses von Ignaz Böckenhoff gearbeitet – eine Leidenschaft, die beide verbinde.
Foto: Petra Bosse
„Heute ist für mich ein Tag der Dankbarkeit“- Rückblick mit Ehrlichkeit
In seiner Rede zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde sprach Karl-Heinz Tünte bewegend über Verantwortung, persönliche Wegmarken und seine tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde Raesfeld. Der langjährige Kommunalpolitiker zeigte sich dankbar – und auch selbstkritisch.
Karl-Heinz Tünte mit Ehefrau Gerda. Foto: Petra Bosse
„Diese Auszeichnung bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann“
„Mir ist heute eine ganz besondere Auszeichnung zuteilgeworden“, eröffnete Tünte seine Rede. „Die Gemeinde Raesfeld – beziehungsweise Sie, liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen – haben mir die Ehrenbürgerwürde verliehen. Das kam für mich völlig unerwartet – aber ich sage es aus tiefstem Herzen: Es ist eine unbeschreiblich ehrenvolle Auszeichnung.“ Dass diese Würdigung ausgerechnet von seiner Heimatgemeinde komme, berühre ihn besonders: „Bitte verzeihen Sie mir, wenn mich das emotional erfasst – aber genau das tut es.“
Rückblick mit Ehrlichkeit
Der Geehrte nannte die Auszeichnung „unerwartet, aber unwahrscheinlich wertvoll“ – und nutzte die Gelegenheit für einen offenen Rückblick auf bewegte Jahrzehnte in der Kommunalpolitik.
„Es hat Themen und Aufgaben gegeben, die mich über viele Jahre nicht losgelassen haben – einige davon haben mich sogar stark beschäftigt, ja, manchmal auch belastet“, sagte Tünte. Auch schwierige Entscheidungen seien Teil seines politischen Alltags gewesen. „Mit dem Wissen von heute würde ich manches anders, vielleicht auch besser machen.“
Engagement aus Überzeugung
Sein Einsatz für Raesfeld, Erle und Homer sei nie Selbstzweck gewesen. „Ich habe mich mein ganzes Leben lang mit dieser Gemeinde identifiziert“, sagte Tünte. Über 50 Jahre habe er im Gemeinderat mitgewirkt, sich für Vereine, Institutionen und Menschen eingesetzt – oft mit Herzblut, manchmal auch ungefragt.
„Was ich getan habe, war für mich meist selbstverständlich“, erklärte er. „Es war das Gefühl, hier vor Ort gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten etwas bewegen zu können. Das hat mich getragen – und auch angetrieben.“ Immer wieder habe er neue Ideen entwickelt, Bestehendes hinterfragt und angepackt. „Nicht alles war einfach – aber fast alles hat mir Freude gemacht.“
Dank für eine besondere Ehre
Tünte bedankte sich bei allen, die sich für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde eingesetzt hatten. Auch wenn er nicht alle namentlich nennen könne, sei es ihm wichtig, einzelne besonders hervorzuheben.
Erinnerung an Reinhard Kipp
Mit großer Ernsthaftigkeit erinnerte Tünte an Reinhard Kipp, der am 4. September 2024 verstorben ist. „Reinhard hat mir 1984 im Namen der CDU-Fraktion angetragen, seine Nachfolge als Fraktionsvorsitzender anzutreten – ein prägender Moment für mich. Ich hätte ihm heute gerne persönlich gedankt.“
Langjährige Freundschaft. Joop Buiting aus Wehl. Foto: Petra Bosse
Freundschaft über Grenzen hinweg
Besonders erfreut zeigte sich Tünte über den Besuch aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl. „Joop Buiting und seine Frau sind heute hier – uns verbindet eine langjährige Freundschaft über Grenzen hinweg. Danke, dass ihr mir heute die Ehre gebt.“
Dank an alle, die ihn begleitet haben
Zum Abschluss richtete Tünte den Blick auf die vielen Menschen, die ihn über die Jahre unterstützt haben: „Danke an alle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, die mich viele Jahre lang begleitet und mir in vielfältiger Weise geholfen haben.“
Einen ausdrücklichen Dank richtete er an die Wegbegleiter – vor allem aber auch an seine Familie, die ihm, wie er sagte, „in der Zeit einer schweren Krankheit zur Seite gestanden“ habe.
Und ein besonderer Dank galt den Bürgerinnen und Bürgern: „Danke an alle, die mir bei mehr als zehn Gemeinderatswahlen ihr Vertrauen geschenkt und mich in den Rat gewählt haben. Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, für Sie da zu sein – und das war mir immer Ehre und Verpflichtung zugleich.“
Eintragung in das goldene Buch der Gemeinde Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Mit dem Wissen von heute würde ich manches anders, vielleicht auch besser machen.
Zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Raesfeld übermittelt Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff seine Glückwünsche. In einer Videobotschaft erinnert er an die gemeinsame Geschichte – insbesondere an die frühere Zugehörigkeit Erles zum Amt Hervest-Dorsten – und betont die bis heute bestehenden Verbindungen.
„Wir gratulieren ganz herzlich – auch aus einem besonderen Grund“
„Liebe Raesfelderinnen und Raesfelder, am 1. Januar 1975 wurde die neue Gemeinde Raesfeld gebildet. Raesfeld und Erle schlossen sich damals zur heutigen Gemeinde zusammen. Als Nachbarn gratuliert man natürlich. Aber zu diesem Jubiläum möchten wir auch aus einem ganz besonderen Grund gratulieren. Denn Erle gehörte früher zum Amt Hervest-Dorsten – ein historisches Detail, das bis heute im Dorstener Ratssaal sichtbar bleibt. Ich halte das alte Amtswappen gerade in der Hand – und auch das Erler Wappen hängt bei uns im Ratssaal. Das zeigt, wie eng wir verbunden sind“.
„Es wäre eine Herausforderung gewesen, drei Schützenfeste an einem Wochenende zu feiern“
Stockhoff erinnert mit einem Augenzwinkern an den Verlust Erles bei der kommunalen Neugliederung: „Natürlich bedauern wir es in Dorsten ein Stück weit, dass wir Erle damals abgegeben haben. Für mich als Bürgermeister wäre es allerdings eine echte Herausforderung gewesen, an einem Wochenende in der Feldmark, in Lembeck und in Erle gleichzeitig Schützenfest zu feiern.“
Er gratuliert den Raesfelderinnen und Raesfeldern zum Festtag: „Wir wünschen Ihnen ein tolles Jubiläumsfest, gratulieren ganz herzlich und freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit.“
Ehrenamtsgala verhindert Teilnahme
Stockhoff kann an diesem Abend nicht persönlich in Raesfeld dabei sein. Der Grund: In Dorsten findet zeitgleich die große Ehrenamtsgala statt. „Dort zeichnen wir viele engagierte Menschen aus unserer Stadt aus und feiern mit über 700 Gästen ein starkes Ehrenamt“, so der Bürgermeister.
Karsten Meyer vertritt Stadt Dorsten beim Festakt
Stellvertretend übernimmt Stadtkämmerer Karsten Meyer die Gratulation vor Ort. „Karsten ist nicht nur unser Kämmerer, sondern auch Raesfelder Bürger und zweiter Vorsitzender beim TSV Raesfeld“, sagt Stockhoff. „Ich weiß nicht, wie die Raesfelder das sehen, dass du heute Abend das Erler Wappen in der Hand hältst – aber da blicken wir jetzt mal drüber hinweg“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.
„Also noch einmal herzlichen Glückwunsch. Und lieber Karsten, ich glaube, du freust dich heute auch schon“.
„Ja, in der Tat. Ich freue mich natürlich besonders, dass ich in meiner Heimatgemeinde heute am Festakt zum 50-jährigen Jubiläum mitwirken und teilnehmen kann. Und das in besonderer Weise deshalb natürlich auch, weil ich für die Stadt Dorsten, für meine über 25-jährige berufliche Heimat, das tun darf. Und insofern freue ich mich sehr, Tobias. Herzlichen Dank und bis gleich“.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Am Sonntag, 11. Mai 2025, lädt der Naturpark Hohe Mark von 11 bis 17 Uhr zum Naturparktag in Raesfeld ein. Familien erwartet ein vielfältiges Programm rund um Natur, Tiere und Umweltbildung – zum Mitmachen, Entdecken und Staunen.
Entdecken, Staunen, Mitmachen – direkt am Schloss
RAESFELD. Raus in die Natur und rein ins Abenteuer: Beim Naturparktag am kommenden Sonntag wird das Gelände rund um das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld zur Erlebniswelt für Groß und Klein. Zahlreiche Aktionen laden zum Mitmachen ein – von spannenden Experimenten über Tierbeobachtungen bis zu Entdeckungstouren durch den Wald.
Exklusiver Einblick ins Schülerlabor
Das Phänomexx Schülerlabor öffnet an diesem Tag exklusiv für alle Gäste. Dort können Kinder, Jugendliche und Erwachsene naturwissenschaftliche Experimente ausprobieren – spielerisch und verständlich erklärt. Wer lieber Tiere aus nächster Nähe erleben möchte, besucht die Ausstellung „Der Natur auf der Spur“. Eichhörnchen, Rothirsch, Falke oder Wolf – alles wird anschaulich präsentiert. Für jüngere Kinder gibt es zusätzlich die Geschichte „Wer ist der schlauste Fuchs im Wald?“, die Wissen kindgerecht vermittelt.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Waldschule, Waldrätsel und Wasserleben
Draußen erwartet die Besucherinnen und Besucher die rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Borken. Experten des Hegerings zeigen typische Wildarten der Region und beantworten Fragen rund um Lebensräume und Verhalten. An verschiedenen Stationen bieten die Naturparkführer weitere Erlebnisse: Waldsalz selbst herstellen, knifflige Waldrätsel lösen oder das Baumpuzzle zusammensetzen – alles ist zum Anfassen und Ausprobieren gedacht.
Mitmach-Exkursion und Tiergartenrallye
Um 13 Uhr startet eine Mitmach-Exkursion zum Thema „Leben im Wasser“, organisiert von der Lernwerkstatt des BNE-Regionalzentrums der Stiftung NLW. Da die Plätze begrenzt sind, wird eine Anmeldung unter [email protected] empfohlen.
Für alle, die den Naturpark aktiv erleben möchten, gibt es Wanderangebote direkt vor Ort. Der LandStreifer-Rundweg „Auf den Spuren von Graf Alexander“ startet direkt am Naturparkhaus. Für Familien mit Kindern bietet die Tiergartenrallye eine kürzere, spannende Wanderrunde mit Fragen und kleinen Aufgaben. Informationen dazu gibt es an der Tourist-Info im Naturparkhaus.
Feuerwehrauto voller Naturinfos
Ein besonderes Highlight ist das Infomobil des Naturparks: Ein französisches Feuerwehrauto aus dem Jahr 1963, das heute Broschüren und Infos zu Rad- und Wandertouren beherbergt. Hier gibt es Tipps zu Ausflugszielen, Kartenmaterial und persönliche Empfehlungen für die Region.
Ein erlebnisreicher Tag für alle Generationen
„Alle Angebote rund um Naturparkhaus, Wasserschloss und Tiergarten bilden eine perfekte Erlebniseinheit für einen ereignisreichen Tagesausflug“, erklärt Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Naturparks Hohe Mark. Der Naturparktag sei Teil einer Veranstaltungsreihe des Naturparks – alle Angebote sind kostenfrei.
Beim „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“ in Borken stand der gezielte Einsatz der Blutbär-Raupe im Mittelpunkt. Fachleute diskutierten praxistaugliche Lösungen für den Umgang mit dem giftigen Jakobskreuzkraut – mit Blick auf Naturschutz, Landwirtschaft und Tiergesundheit.
Austausch zu einem drängenden Problem
Kreis Borken. Wie lässt sich das zunehmend problematische Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) naturschonend eindämmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das fünfte „Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft“, zu dem die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken gemeinsam mit dem Fachbereich Natur und Umwelt eingeladen hatte. Über 60 Teilnehmende aus Landwirtschaft, Naturschutz, Kommunen und Fachinstitutionen folgten der Einladung ins DRK-Zentrum in Borken.
Blutbär-Raupe als biologische Lösung
Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Andreas Frahm, Landwirt aus Schleswig-Holstein. Er berichtete aus über zehn Jahren praktischer Erfahrung mit der Blutbär-Raupe (Tyria jacobaeae), einem heimischen Schmetterling, dessen Raupen fast ausschließlich Jakobskreuzkraut fressen. Frahm zeigte auf, wie sich die Tiere gezielt ansiedeln lassen und welche Bedingungen für eine wirksame Bekämpfung notwendig sind – ganz ohne chemische Mittel.
Die Raupen des Blutbären – eines heimischen Schmetterlings – auf den Jabobskreuzkraut-Pflanzen. Foto: Kreis Borken
Diskussion und Besichtigung vor Ort
Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden konkrete Fragen zur Flächenauswahl, Pflegekonzepten und Wirksamkeit der Methode. Am Nachmittag ging es auf zwei stark betroffene Flächen: in das Naturschutzgebiet „Burlo-Vardingholter Venn“ bei Burlo und ins „Kuhlenvenn“ in Gescher. Gemeinsam mit dem Referenten bewerteten sie die dortige Situation und besprachen mögliche Anwendungsmöglichkeiten auf extensiv genutztem Grünland.
Natürliche Prozesse für Kulturlandschaften nutzen
Bernd Garvert, Geschäftsführer der Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken, betonte die Bedeutung solcher Ansätze: „Das Jakobskreuzkraut ist vielerorts ein echtes Problem – besonders da, wo Landwirtschaft, Naturschutz und Tierhaltung zusammentreffen. Der gezielte Einsatz des Blutbären zeigt, wie sich natürliche Prozesse sinnvoll nutzen lassen.“ Die Stiftung prüft nun Modellprojekte zur weiteren Erprobung im Kreisgebiet.
Forum als Plattform für Zusammenarbeit
Das Forum wurde von vielen Beteiligten als wertvoller Ort für fachlichen Austausch gelobt. Vertreterinnen und Vertreter aus Umweltverbänden, Landwirtschaft, Kommunen und biologischen Stationen kamen ins Gespräch, knüpften Kontakte und entwickelten erste Ideen für mögliche Kooperationen. Die Stiftung will das Format weiterführen und künftige Themen aus der Praxis aufgreifen.
Hintergrund: Jakobskreuzkraut gezielt eindämmen
Das Jakobskreuzkraut ist giftig für Weidetiere und breitet sich vielerorts rasant aus. Die Raupen des Blutbären gelten als vielversprechender biologischer Gegenspieler. Durch gezielte Förderung der Tiere kann das Kraut eingedämmt werden – ohne negative Auswirkungen auf andere Arten oder das Ökosystem.
Hintergrund: Forum Artenvielfalt und Kulturlandschaft
Mit dem Forum bieten der Kreis Borken und die Stiftung Kulturlandschaft regelmäßig Raum für Information, Austausch und Vernetzung zu Themen rund um Biodiversität und Kulturlandschaftspflege. Ziel ist es, Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammenzubringen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Große Freude in Rom und Münster. Der emeritierte Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat die Wahl des neuen Papstes Leo XIV. am Abend des 8. Mai live auf dem Petersplatz miterlebt – und zeigte sich tief bewegt. Kardinal Robert Francis Prevost, mit dem Genn über Jahre im Dikasterium für die Bischöfe zusammenarbeitete, wurde vom Konklave zum Nachfolger Petri gewählt.
Genn kennt den neuen Papst aus nächster Nähe – als Kollegen im Vatikan und zuletzt bei der Weltsynode im Oktober. Seine ersten Eindrücke teilt er mit spürbarer Achtung: „Das ist natürlich eine echte Überraschung, obwohl ich ihn innerlich immer schon als papabile angesehen habe.“
In ihrer gemeinsamen Zeit hätten sie oft nebeneinander gesessen, berichtet Genn. „Wir waren in den Urteilen weitgehend einig.“ Als Präfekt habe Prevost einen Stil gepflegt, der durch Weisheit, Zuhören und Führungsstärke geprägt sei. „Zurückhaltend, weise, die Meinungen sammelnd, immer wieder zusammenführend, aber durchaus auch bestimmt.“
Neuer Papst-Name Leo ist ein Zeichen
Dass der neue Papst den Namen Leo wählte, wertet Genn als Zeichen. Eine bewusste Abkehr von den bekannten Namen des 20. Jahrhunderts – und eine Rückbesinnung auf einen Papst wie Leo XIII., der mit der Soziallehre der Kirche Maßstäbe setzte.
Zugleich betont Genn, dass Leo XIV. nicht in der Tradition von Papst Franziskus stehen wolle, zumindest nicht in äußeren Formen. „Er wollte nicht in dessen Rolle hineinkommen – weder in der Kleidung, noch in Gesten. Das sollte einmalig bleiben.“
Abschließend zeigt sich Genn spürbar bewegt von der Wahl und der Person des neuen Papstes. „Wir können nichts anderes als dankbar sein und dem Heiligen Geist für seine Führung danken. Ich bin auch ein gutes Stück überwältigt. Und was mich am meisten berührt hat: Ich glaube, er hat oft geschluckt.“
Der emeritierte Bischof aus Münster sieht in Papst Leo XIV. einen Mann, der der Kirche Orientierung geben kann – mit ruhiger Hand, geistlicher Tiefe und dem Mut zur Einheit.
Wer ist der neue Papst?
Papst Leo XIV. wurde am 14. September 1955 in Chicago (USA) geboren und gehört dem Augustinerorden (O.S.A.) an. Nach Jahren als Missionar in Peru war er dort als Bischof von Chiclayo tätig, bevor er 2023 zum Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe berufen wurde. Er war Mitglied mehrerer vatikanischer Gremien und galt schon länger als möglicher Kandidat für das Papstamt.
Mit der Wahl am 8. Mai 2025 nahm er den Namen Leo XIV. an – eine bewusste Anlehnung an Papst Leo XIII., der mit seiner Sozialenzyklika Rerum Novarum im 19. Jahrhundert Kirchengeschichte schrieb. Weggefährten beschreiben Leo XIV. als weisen, zuhörenden und zusammenführenden Menschen, der zugleich mit klarem Kompass und Entschiedenheit führt.
Kräftig in die Pedale treten: STADTRADELN 2025 im Kreis Borken weiter auf Erfolgskurs
Mehr als eine Million Kilometer seien im Kreis Borken bereits erradelt worden – darunter auch 25.959 in Raesfeld. Die Aktion STADTRADELN laufe noch bis zum 21. Mai. Wer dabei sei, könne seine Kilometer online nachtragen. Ziel bleibe der bundesweite Spitzenplatz.
Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich
Kreis Borken. Die erste Woche des STADTRADELNS 2025 im Kreis Borken sei erfolgreich verlaufen. Mit bislang 1.151.425 geradelten Kilometern (Stand: 9. Mai) liege der Kreis deutschlandweit an der Spitze. Um diesen ersten Platz zu verteidigen, hätten Landrat Dr. Kai Zwicker, Verkehrsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow und Markus Elfering, Abteilungsleiter Verkehrssicherung und -aufklärung beim Kreis, erneut zum Mitradeln aufgerufen. Jede Fahrt zähle – ob zur Arbeit, in der Freizeit oder bei Erledigungen.
Über 14.000 Aktive im Kreis unterwegs
Laut Kreisverwaltung hätten sich bislang 14.163 Personen in 1.305 Teams registriert. Projektkoordinatorin Sarah Fortmann weise jedoch darauf hin, dass es sich dabei um eine Momentaufnahme handle. Die Zahlen würden täglich steigen. Wer sich noch nicht eingetragen habe, könne dies unter www.stadtradeln.de oder über die kostenfreie Stadtradeln-App nachholen. Wichtig sei, die gefahrenen Kilometer bis spätestens zum 28. Mai im persönlichen Onlinekalender einzutragen – vorausgesetzt, die Anmeldung erfolgte innerhalb des Aktionszeitraums.
Kommunaler Vergleich: Raesfeld liegt im Mittelfeld
Die Verteilung der bislang erradelten Kilometer auf die Kommunen im Kreis zeige deutliche Unterschiede:
Bocholt führe mit 231.856 Kilometern,
gefolgt von Borken (174.727) und Ahaus (130.874).
Raesfeld komme auf bislang 25.959 Kilometer – mehr als etwa Isselburg (17.341) oder Legden (8.371), jedoch deutlich hinter Nachbarkommunen wie Rhede (77.807) oder Vreden (97.296).
Die restlichen Kilometer entfielen auf das sogenannte „Kreisticket“.
Hintergrund: Was ist das STADTRADELN?
Die Aktion STADTRADELN sei Teil einer internationalen Kampagne des Klima-Bündnisses, dem mehr als 1.800 Kommunen in 28 Ländern angehören. Ziel sei es, während eines dreiwöchigen Zeitraums möglichst viele Fahrradkilometer zu sammeln – für mehr Klimaschutz und eine stärkere Förderung des Radverkehrs. Auch viele Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik nähmen teil. Am Ende würden bundesweit die aktivsten Kommunen und Teams ausgezeichnet.
Eintracht Erle 69 e. V. mit aktuell 723 Mitglieder hat wieder einen handlungsfähigen Vorstand – im zweiten Anlauf. Nach der gescheiterten Versammlung im April wurde nun am Donnerstagabend im Saal vor Brömmel-Wilms ein komplett neuer Vorstand gewählt.
Wahlleiterin Monika Schollmeyer (ehemalige Vorsitzende) sprach von einem Neuanfang: „Wir haben jemanden gebraucht, und wir haben jemanden gefunden.“ Neuer Vorsitzender ist Michael Warschewski. „Ich glaube, wir haben auch etwas gelernt“, sagte er nach seiner Wahl.
Foto: Petra Bosse
„Ich bin froh, dass ich mich dann doch anders entschieden habe“
Nach dem einstimmigen Wahlergebnis meldete sich Warschewski mit einer persönlichen Erklärung zu Wort: „Als ich zur Jahreshauptversammlung gekommen bin, war es für mich ganz klar, dass ich den Job so nicht machen kann und so nicht machen will. Und deswegen habe ich mich auch nicht zur Wahl gestellt. Aber, wie die Eintracht das immer gut kann – in Notsituationen entsprechend gut, positiv zu reagieren und zusammenzuhalten – das fand ich sehr gut“.
„Eigentlich wollte ich ganz aufhören“
Auch Stefanie Jung, nun gewählte stellvertretende Vorsitzende, überraschte mit ihrer Entscheidung. „Ich wollte eigentlich ganz aufhören. Nach 40 Jahren Ehrenamt dachte ich, es wird Zeit“, sagte sie. Doch die Dynamik des Abends habe sie überzeugt. „Hier in der Sitzung sind viele, die sich engagieren wollen – deshalb habe ich heute Ja gesagt.“ Sie kündigte an, das Amt nur für zwei Jahre übernehmen zu wollen.
Foto: Petra Bosse
Einstimmige Wahl – ein starkes Signal
Alle Positionen im neuen Vorstand wurden einstimmig und ohne Gegenstimmen gewählt. Gewählt wurden:
1. Vorsitzender: Michael Warschewski
Stellvertretende Vorsitzende: Stefanie Jung
Kassierer: Julian Grömping
Stellvertretender Kassierer: Philipp Askamp
Sozialwart: Carsten Heisterkamp
Schriftführerin: Julia Pierick
Kassenprüfer: Philipp Kraus und Lukas Grewing
Jugendleiterin: Verena Venhoff
Stellvertretender Jugendleiter: Fabian Schwering
Boxgruppe nimmt Gestalt an
Ein Herzensprojekt des Vereins sei nun auch auf dem Weg, erklärte Jugendleiterin Verena Venhoff: „Das Thema Boxen hat uns lange begleitet. Jetzt haben wir es geschafft.“ Die Gemeinde Raesfeld habe grünes Licht gegeben, die neue Boxgruppe dürfe starten.
Trainiert werden soll in der Turnhalle der Silvesterschule – jeweils freitags von 18 bis 20 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr. Ein dritter Termin sei geplant, ergänzte Warschewski: „Wir denken über einen weiteren Sonntagstermin nach.“
Kehrtwende bei Michael Warschewski
Im Gespräch nach der Wahl blickte Michael Warschewski offen auf seine persönliche Kehrtwende zurück: „Ja, es ging einfach darum, dass ich mir – so wie der Arbeitsaufwand in der Vergangenheit war – nicht vorstellen konnte, den Job als Vollzeitberufler zu übernehmen. Unabhängig von meinen Fähigkeiten, ich mache ja schon ziemlich lange Ehrenamt bei Eintracht Erle. Aber wir haben vom Vorstand aus jahrelang gesagt: Wir brauchen Hilfe. Und es ist eigentlich nichts passiert.“
Foto: Petra Bosse
Zwei Schlüsselmomente geben den Ausschlag
Warschewski erklärte im Anschluss an die Wahl, dass sich seine Entscheidung erst im Verlauf der Mitgliederversammlung geändert habe. Als am Ende der Sitzung plötzlich so viele Mitglieder bereit gewesen seien, Aufgaben oder sogar Ämter zu übernehmen, habe ihn das beeindruckt. „Das war für mich ein entscheidender Moment“, sagte er.
Kurz darauf habe es eine zusätzliche Sitzung gegeben, an der 15 Personen teilgenommen hätten. Auch diese sei sehr positiv verlaufen. „Das waren zwei Schlüsselmomente“, so Warschewski. In diesem Zusammenhang habe er für sich festgestellt: „Okay, dann kannst du das Amt übernehmen. Dann wirst du nicht überlastet und kannst der Aufgabe gerecht werden.“
Reformen und Teamgeist als neue Perspektive
Auf die Frage, ob er sich über seine neue Rolle freue, antwortete er ohne Zögern: „Ja, natürlich. Eintracht Erle gibt es seit 56 Jahren. Vieles lief einfach so weiter. Aber jetzt haben wir so eine Art Aufbruchstimmung. Es gibt viele junge Leute, wir wollen reformieren. Und dazu gehört, dass wir als erstes die Satzung anpacken – die ist in Teilen einfach überholt.“
„Ich freue mich, dass es weitergeht“
Besonders freue er sich über neue Projekte: „Wenn man so eine Boxgruppe aufbaut, mit einem jungen Team arbeitet und am Ende des Jahres sieht, was man erreicht hat – das ist großartig. Ich freue mich wirklich, dass das jetzt weiter vorangeht. Es wäre traurig gewesen, wenn wir es nicht geschafft hätten.“
Und auf die abschließende Frage, ob man nun von „neuem Vorstand, neuem Wind“ sprechen könne, lachte er und sagte: „Wir versuchen’s, ja.“
Zwischen Weiden und am Rande von Raesfeld im westlichen Münsterland, liegt ein Ort mit Geschichte und Charakter: das Gestüt Isselhook.
Auf viele züchterische Erfolge kann das Gestüt in der Vergangenheit zurückblicken. Seit mehr als vier Jahrzehnten werden hier Trakehner mit Leidenschaft und Fachkenntnis gezüchtet – mit besonderem Augenmerk auf Vielseitigkeit, Charakter und Qualität.
Zahlreiche gekörte Hengste, prämierte Stuten und erfolgreiche Sportpferde stammen aus der Zucht von Inge und Frank Weißkirchen. Einige von ihnen haben es bis aufs Siegertreppchen nationaler Meisterschaften und sogar auf internationale Turnierplätze geschafft.
Foto: Petra Bosse
Ein Ort, der nach Heimat riecht
„Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück der Erde“ – ein Spruch, den viele kennen. Und manchmal fühlt er sich einfach wahr an. Schon beim Betreten des Gestüts Isselhook in Raesfeld war es da, dieses Gefühl.
Der Duft von Heu, das satte Grün der Weiden und der Blick neugieriger Pferdeaugen ließen Alltag und Zeit in den Hintergrund treten. „Willkommen“, rief mir Inge Weißkirchen entgegen, während ihr Mann Frank schon zur Stallgasse deutete. Zeit für einen Rundgang – und viele Fragen.
Foto: Petra Bosse
45 Jahre Leidenschaft: Die Geschichte des Gestüts
Das Gestüt Isselhook blickt auf über vier Jahrzehnte Geschichte zurück. „Mein Schwiegervater Josef Schmelting hat das hier aufgebaut – in den späten Siebzigern, mit sehr viel Herzblut“, erzählt Frank Weißkirchen.
Als einer der bekanntesten Züchter Westfalens hatte Schmelting damals Trakehner, Rheinländer und Westfalen im Stall. Seit 2003 führen Inge und Frank den Betrieb – und entschieden sich nach einiger Zeit bewusst, den Fokus zu setzen: „Wir wollten mit der Rasse weiterzüchten, die uns wirklich ans Herz gewachsen ist – das waren die Trakehner.“
Sieg beim Bundeschampionat für ISSELHOOK’s FIRST SIGHT TSF. Foto: Privat
Trakehner – edle Athleten mit Charakter
Die Trakehnerzucht ist etwas Besonderes – nicht nur, weil die Rasse eine lange Geschichte hat, sondern auch, weil die Zucht strengen Regeln folgt. „Reinzucht bedeutet, dass nur Trakehner untereinander oder mit bestimmten Edelrassen gekreuzt werden dürfen. Sonst gibt es keine Trakehnerpapiere“, erklärt Weißkirchen. Der genetische Pool sei dadurch kleiner – eine Herausforderung, aber auch ein Qualitätsmerkmal.
Foto: Petra Bosse
Die Anforderungen an die Zuchtstuten sind klar: korrekt im Körperbau, gesunde Beine, ausdrucksstarke Bewegungen. „Wir achten sehr auf Blutanteile – vor allem das englische Vollblut bringt wichtige Eigenschaften wie Härte, Ausdauer und Temperament“, so der Züchter.
Auch zwei eigene Vollblutstuten zählen zur Herde. Eine davon brachte kürzlich das erste potenzielle Rennpferd des Gestüts zur Welt. „In zwei Jahren könnte es auf der Rennbahn stehen – das wäre Neuland für uns.“
Mutterliebe. Foto: Petra Bosse
Der Weg zum Sportpferd
Trakehner sind nicht nur schön, sie sind leistungsfähig – ideal für die Vielseitigkeit. „Die Pferde müssen drei Disziplinen abdecken: Dressur, Springen, Gelände. Dafür braucht es neben Technik auch Nervenstärke, Mut und Intelligenz.“
Die Fohlen bleiben rund sechs Monate bei ihren Müttern, bevor sie zur Aufzucht auf ein 300 Hektar großes Gelände in Sachsen-Anhalt wechseln. „Dort wachsen sie artgerecht auf, in der Herde, bis sie dreijährig zurückkommen.“
Inge mit Sophie Leube und ISSELHOOK‘s ASARO TSF. Foto: Privat
Der Zuchtstolz ist spürbar. „Isselhook’s Outstanding – unser selbst gezogener Wallach – war Dritter beim Bundeschampionat, das war ein ganz großer Moment.“ Auch Isselhook’s First Sight TSF, gekauft als Fohlen und später Deutscher Meister, bleibt unvergessen. „Wenn bei der Siegerehrung die Nationalhymne für ein eigenes Pferd erklingt – das ist emotional kaum zu übertreffen.“
Nicola und Detlef Lauer bei der Ausbildung unseres ISSELHOOK‘s SUPERB STAR. Foto: Privat
Ausbildung mit Fingerspitzengefühl
Die Ausbildung der jungen Pferde beginnt vorsichtig: longieren, Ausrüstungsgewöhnung, erste Reiterkontakte. „Nicola Lauer, unsere Bereiterin, macht das mit einer solchen Ruhe und Pferdekenntnis, dass ich ihr jedes einzelne Tier mit bestem Gewissen anvertraue“, sagt Frank Weißkirchen.
Nach dieser Phase folgt die sportliche Weichenstellung – Dressur, Springen oder Vielseitigkeit. Die besten Talente wechseln dann in den Sportstall von Sophie Leube, die mit den Isselhook-Pferden bereits mehrfach Meistertitel erritten hat.
ISSELHOOK‘S PARTYGÖRL xx mit Hengstfohlen von Best Solution xx. Foto: Petra Bosse
Zwischen Pferdeherz und Weltnetz
Frank Weißkirchens Alltag besteht nicht nur aus Stallarbeit. „Ich telefoniere täglich mit Kunden aus aller Welt – von Neuseeland bis Kanada.“ Auch wenn es geschäftlich ist – die Leidenschaft spricht aus jedem Wort.
Den Kontakt zu seinen Pferden lässt er sich dennoch nicht nehmen: „Ich gehe zu ihnen, spreche mit ihnen, beobachte sie. Das ist keine Arbeit – das ist Verbindung.“ Besonders verbunden ist er mit Hengst Tabaluga. „Er ist jetzt 32, war in allen Disziplinen erfolgreich – so ein Pferd begegnet dir nur einmal im Leben.“
Inge Weißkirchen mit dem 32-jährigen Hengst Tabaluga. Foto: Petra Bosse
Tierwohl ist kein Trend, sondern Prinzip
Wenn Frank Weißkirchen über Tierwohl spricht, wird er ernst: „Ich würde niemals ein Pferd auf ein Turnier oder eine Veranstaltung schicken, wenn es nicht 100 Prozent fit dafür ist. Punkt.“ Die Vielseitigkeit verlange gegenseitiges Vertrauen. „Wer sein Pferd wie ein Sportgerät behandelt, wird im Gelände nicht weit kommen.“
Auch auf dem Gestüt Isselhook hat Verantwortung oberste Priorität. „Wenn sich ein Pferd nur eine Kleinigkeit zuzieht, bleibt es zu Hause“, betont er. Die tägliche Nähe zu den Tieren sei dabei entscheidend: „Ich sehe sofort, wenn etwas nicht stimmt – und dann wird nicht geritten, nicht verladen und nicht gestartet.“
Foto: Petra Bosse
Die Diskussion um Tierwohl im Reitsport beobachtet Weißkirchen mit Sorge. „Einige schwarze Schafe haben das Image beschädigt – dabei gibt es so viele gute, verantwortungsvolle Reiter.“ Genau das zeigt sich aktuell auch auf internationaler Ebene: „Am kommenden Wochenende finden die Badminton Horse Trials in England statt – das schwerste Vielseitigkeitsturnier der Welt. Fünf Sterne, höher geht es nicht.“
Viele Reiterinnen und Reiter, die genannt waren, hätten bereits im Vorfeld zurückgezogen – wegen kleinster Auffälligkeiten. „Eine kleine Macke, ein vages Gefühl – und sie sagen: Nein, ich starte nicht“, berichtet Frank Weißkirchen. „Diese Reiter horchen in ihr Pferd hinein – so wie ich es auch täglich tue. Das ist wahres Tierwohl.“
Nachwuchszucht in schwierigen Zeiten
Die Herausforderungen in der Pferdezucht und im Reitsport sind derzeit erheblich – und sie machen auch vor engagierten Betrieben wie dem Gestüt Isselhook nicht halt.
„Die Zucht ist momentan von extrem hohen Kosten geprägt“, sagt Frank Weißkirchen. „Besonders die neue Gebührenordnung für Tierärzte, die sogenannte GOT, hat zu Preissteigerungen von bis zu 300 Prozent geführt.“ Viele seiner Kollegen könnten sich die Zucht schlicht nicht mehr leisten. „Sie ist für viele nicht mehr rentabel und dadurch auch nicht mehr bezahlbar. Deshalb hören immer mehr auf.“
Im Jahr 2024 sei die Zahl der Zuchtstuten in Deutschland bereits um rund 20 Prozent zurückgegangen. „Ich glaube, dass sich dieser Abwärtstrend 2025 noch einmal fortsetzen wird – und das macht mir wirklich Sorgen.“ Die Kunden zeigten zwar Interesse, seien aber oft nicht bereit, die gestiegenen Kosten mitzutragen. „Viele möchten nach wie vor günstig kaufen, obwohl wir deutlich höhere Ausgaben haben.“
Foto: Petra Bosse
Auch der Reitsport stehe unter Druck – weniger finanziell, dafür umso mehr in der öffentlichen Wahrnehmung. „Das Image des Reitsports ist derzeit nicht das beste“, räumt Weißkirchen ein.
„Das liegt leider auch an einigen sehr üblen Einzelfällen.“ Prominente Reiterinnen und Reiter, die schlecht mit ihren Pferden umgingen, hätten ein verzerrtes Bild vermittelt. „Dabei gibt es so viele, die es richtig machen – mit Gefühl, Respekt und Fachwissen.“
Mit Herz und Hand: Nachwuchsarbeit auf dem Gestüt
Dennoch bleibt das Ehepaar Weißkirchen engagiert – vor allem, wenn es um den Nachwuchs geht. „Wir fördern junge Menschen, die Interesse zeigen. Unsere Helferin Malina Schleking aus Raesfeld ist ein tolles Beispiel – sie will lernen, fragt viel, und wir geben das Wissen gern weiter.“
Als internationaler Zuchtrichter bringt Frank Weißkirchen jahrzehntelange Erfahrung mit – und den Wunsch, diese weiterzugeben: „Wir brauchen junge Leute mit Herz für Pferde – und wir müssen sie dafür begeistern.“
Frank Weißkirchen mit PARTYGÖRL xx. ein „Englisches Vollblut“ Foto: Petra Bosse
Große Momente – und stille Wunder
Einen schönsten Moment? Den gibt es nicht. Dafür viele. „Der Bundeschampionats-Sieg, die Geburten unserer Fohlen, der Moment, wenn man sieht: Dieses Pferd vertraut dir. Das sind Höhepunkte.“
Besonders berührend: das Heranwachsen der Fohlen. „Wenn das Fohlen fällt, der erste Atemzug, das Aufstehen – da bleibt jedes Mal das Herz stehen. Auch nach all den Jahren.“ Und dann ist da noch dieser eine Satz, den Frank Weißkirchen gerne zitiert: „Das Äußere eines Pferdes hat etwas, das dem Inneren eines Menschen guttut.“
„Das Äußere eines Pferdes hat etwas, das dem Inneren eines Menschen guttut
Dorsten läuft für den guten Zweck – und das mit großer Resonanz: Beim dritten Dorstener Brustkrebslauf am 25. Mai 2025 werden mehr als 1300 Teilnehmer erwartet – ein neuer Rekord.
Die wöchentlichen Trainingseinheiten sind der ideale Einstieg für alle, die beim Lauf im Mai dabei sein wollen. „Es geht nicht nur um Fitness, sondern auch um Motivation und Gemeinschaft“, erklärt Prof. Dr. Mohri. Gemeinsam mit ihrem Mann Dr. Abdali und Andreas Schilasky sorgt sie dafür, dass Spaß und Teamgeist bei den offenen Trainings im Mittelpunkt stehen.
Mit vereinten Kräften planen Prof. Dr. Khadijeh Mohri, ihr Ehemann Dr. Ali Abdali und Fitnesstrainer Andreas Schilasky den nächsten großen Brustkrebslauf. Foto: Schilasky/Archiv
Treffen ist jeden Sonntag um 12 Uhr am Dorstener Tennis-Club (Im Werth 25).Die Teilnahme ist kostenlos.
🏃♀️ Dorstener Brustkrebslauf 2025 – auf einen Blick
Datum: Sonntag, 25. Mai 2025
Ort: Dorsten (genaue Strecke wird noch bekannt gegeben)
Teilnehmerzahl: Über 1300 Läuferinnen und Läufer erwartet
Ziel: Unterstützung der Brustkrebsprävention und -forschung
Training: Offene, kostenlose Vorbereitungsläufe jeden Sonntag um 12 Uhr am Dorstener Tennis-Club (Im Werth 25)
Organisation: Prof. Dr. Mohri, Dr. Abdali und Schilasky
Teilnahme: Für alle offen – ohne Anmeldung, ohne Startgebühr
Info
Der Dorstener Brustkrebslauf findet 2025 zum dritten Mal statt und hat sich zu einem festen Termin im lokalen Veranstaltungskalender entwickelt. Neben dem sportlichen Aspekt steht der solidarische Gedanke im Mittelpunkt: Gemeinsam setzen die Teilnehmenden ein Zeichen für Aufklärung, Prävention und Zusammenhalt.
Im Naturpark Hohe Mark stehen ab sofort vier neue Sitzgruppen bereit. Zwei davon befinden sich an den Düwelsteenen im Heidener Ortsteil Nordick, zwei weitere an den Wanderparkplätzen an der Rekener Straße. Sie sollen Radfahrenden und Wandernden entspannte Pausen ermöglichen.
Neue Rastplätze am Heidener Wahrzeichen
Bürgermeister Patrick Voßkamp und Marianne Teltrop vom Naturpark Hohe Mark präsentierten die neuen Sitzgruppen bei einem Fototermin an den Düwelsteenen. Sie informierten darüber, dass die Gemeinde das Mobiliar bewusst aus Recycling-Kunststoff gewählt habe – langlebig, pflegeleicht und umweltfreundlich.
Zwei der Rastplätze stehen direkt an Heidens markantem Wahrzeichen, zwei weitere am Waldrand entlang beliebter Wanderwege. Die Standorte sollen gezielt Erholungssuchende ansprechen, die sich unterwegs eine Auszeit gönnen möchten.
Spontaner Besuch aus den Niederlanden
Während des Pressetermins kamen zwei Urlauber aus den Niederlanden vorbei. Sie berichteten begeistert von ihren Erkundungstouren rund um Heiden. Bürgermeister Voßkamp freute sich über die Begegnung: Gerade an den Düwelsteenen sei viel los – die neuen Sitzgruppen böten nun weitere Möglichkeiten zum Verweilen.
Auch Marianne Teltrop nutzte den Moment und überreichte den Gästen Broschüren mit weiteren Routentipps aus dem Naturpark Hohe Mark. Ziel sei es, so erklärte sie, die Menschen raus in die Natur zu bringen und ihnen kleine Ruheinseln anzubieten. Mit einem Augenzwinkern ergänzte sie: „So beugen wir wenigstens einer Bankenkrise vor.“
Infotafeln erzählen Geschichte der Düwelsteene
Neben den Bänken informieren neue Tafeln über die sagenumwobenen Düwelsteene. Ihr Design nimmt die Form der historischen Megalithsteine auf und fügt sich unauffällig in die Landschaft ein. Interessierte finden hier geschichtliche Hintergründe sowie Hinweise auf weitere Naturerlebnisse im Umkreis.
Förderung durch das Land NRW
Die Bezirksregierung Münster unterstützte das Projekt mit Mitteln aus der Förderrichtlinie Naturschutz (FöNa) des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Besonderes Zeichen der Verbundenheit: Japanischer Schnurbaum am Schloss Raesfeld gepflanzt
Raesfeld/Kreis Borken. Zum 50-jährigen Bestehen des Kreises Borken setzten Landrat Dr. Kai Zwicker, Raesfelds Bürgermeister Martin Tesing und Frank Hadder von der „Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken“ ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Am Montagnachmittag (05.05.2025) pflanzten sie gemeinsam einen Japanischen Schnurbaum am Raesfelder Schloss.
Ein kleines Schild erinnert an den Grund der Anpflanzung des Japanischen Schnurbaum. Foto: Kreis Borken
„Mit diesem Baum möchten wir die enge Verbundenheit und das gute Miteinander der kommunalen Familie im Kreis zum Ausdruck bringen“, betonten Landrat Zwicker und Bürgermeister Tesing. Bäume seien nicht nur Symbole für Standfestigkeit und Wachstum, sondern stünden auch für Individualität und Verbindung. „Wir haben im Kreis Borken 17 Städte und Gemeinden, jede mit eigenen Stärken – und der Kreis versteht sich als ihr enger Partner“, erklärte der Landrat.
Frank Hadder (Mitglied des Kuratoriums der „Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken“), Bürgermeister Martin Tesing und Landrat Dr. Kai Zwicker am Standort des neugepflanzten Japanischen Schnurbaums Foto: Kreis Borken
Symbol für 50 Jahre kommunale Gemeinschaft
Hintergrund der Baumpflanzung ist der 50. Jahrestag der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1975 wurde der Kreis Borken in seiner heutigen Form gebildet. Das Jubiläum wird im gesamten Kreisgebiet mit ähnlichen Pflanzaktionen begangen – in jeder Kommune entsteht so ein lebendiges Zeichen des Zusammenhalts.
Ein kleines Schild neben dem Baum informiert Passanten über das Jubiläum. Darauf zu sehen sind die Wappen des Kreises und der Gemeinde sowie das Logo der Stiftung Kulturlandschaft, die die Aktion finanziell und organisatorisch unterstützt hat.
Die „Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken“ setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der typischen münsterländischen Parklandschaft ein. Ihr Ziel ist es, Naturschutz und Landschaftspflege zu fördern und charakteristische Lebensräume zu bewahren. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Vernetzung ökologisch wertvoller Flächen zu funktionalen Biotopverbünden – ebenso wie auf dem Erhalt landwirtschaftlich genutzter Flächen.
Raesfelder Monatsmarkt am 8. Mai: Regional einkaufen und genießen
Am Donnerstag, 8. Mai 2025, lädt der Raesfelder Monatsmarkt von 14:00 bis 18:30 Uhr auf den Rathausplatz ein. Besucher erwartet ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln, Textilien und Spezialitäten – von Fischbrötchen bis Feinkost.
Bummeln, einkaufen, genießen
An jedem ersten Donnerstag im Monat bietet der Monatsmarkt Gelegenheit, sich mit frischen und besonderen Produkten einzudecken – oder einfach durch den Ortskern zu schlendern und das Markttreiben zu genießen. Auch am 8. Mai ist wieder für Abwechslung gesorgt.
Vielfältige Stände mit regionalem Flair
Mit dabei sind unter anderem: 🍷 Markus Burg aus Reil mit seinem Weinstand 🚲 Klaus Terhart mit E-Bikes 🫒 Feinkost Oliven sowie Stände mit Textil- und Kurzwaren, Gewürzen, Bratwurst und Fischbrötchen.
Ob zum Einkaufen, für einen kleinen Imbiss oder eine Tasse Kaffee in den umliegenden Cafés – der Monatsmarkt ist ein Treffpunkt für alle, die Regionalität schätzen.
Ein Erste-Hilfe-Kurs an der St.-Sebastian-Schule hat Streitschlichter fit gemacht für den Notfall. Manuel Nagel vom DRK Raesfeld zeigte den Schülerinnen und Schülern, wie sie in Ernstsituationen sicher reagieren können.
DRK-Experte leitet praktisches Training
Manuel Nagel vom DRK-Ortsverein Raesfeld war zu Gast bei der Streitschlichter-AG der St.-Sebastian-Schule. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gestaltete er einen abwechslungsreichen Erste-Hilfe-Kurs, der über den gesamten Unterrichtsvormittag lief. Ziel war es, die Kinder für mögliche Notfälle zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungssicherheit zu vermitteln.
Foto: Presse/Sebastianschule
Engagierte Unterstützung durch das Schulteam
Begleitet wurde der Kurs von Sabrina Corzillius (Schulsozialarbeit), Nadine Jensen (Lehrkraft) und Stephanie Reisige (sozialpädagogische Fachkraft). Das Team unterstützte die Kinder dabei, das Gelernte aktiv anzuwenden und sich sicher im Umgang mit Notfallsituationen zu fühlen.
Praktisches Wissen für den Schulalltag
Im Fokus standen die stabile Seitenlage, Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit sowie das richtige Verhalten bei Schnittwunden, Verbrennungen und anderen Verletzungen. Durch praktische Übungen gewannen die Streitschlichter Sicherheit im Umgang mit alltäglichen Notlagen.
Zukünftig sollen sie ihr Wissen auch auf dem Schulhof einsetzen – etwa bei kleineren Verletzungen oder Unsicherheiten unter Mitschülern.
Beitrag zur Schulgemeinschaft
Manuel Nagel betonte die Bedeutung solcher Kurse: „Mit diesem kleinen Exkurs in die Erste Hilfe leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in der Schule – und zur persönlichen Entwicklung der Kinder.“
Das Angebot des DRK stärkt nicht nur das Bewusstsein für Erste Hilfe, sondern auch den Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft. Für Informationen zu weiteren Kursen steht der DRK-Ortsverein Raesfeld zur Verfügung.
Wie das Land Nordrhein-Westfalen mitteilt, seien im ersten Quartal 2025 bereits mehr als 240 neue Windenergieanlagen genehmigt worden. Damit liege das Land klar auf Kurs, das Ziel von über 1.000 neuen Anlagen bis 2027 nicht nur zu erreichen, sondern voraussichtlich zu übertreffen.
Nordrhein-Westfalen bleibt beim Windenergieausbau bundesweit Spitzenreiter. Bereits im ersten Quartal 2025 wurden so viele Anlagen genehmigt wie in den Jahren 2019 bis 2021 zusammen. Auch das selbst gesetzte Ziel von 1.000 neuen Windrädern bis 2027 scheint in greifbarer Nähe – oder sogar übertroffen.
Rekordzahlen bei Genehmigungen
Zum Stichtag 31. März 2025 waren in Nordrhein-Westfalen 248 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.526 Megawatt genehmigt worden. Das entspricht der Leistung, die in den drei Jahren von 2019 bis 2021 zusammen genehmigt wurde. Eine aktuelle Auswertung des LANUV NRW bestätigt: Der Aufwärtstrend hält an.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erklärte: „Der Ausbau ist keine Symbolpolitik – er ist ein handfestes Zukunftsprogramm.“ Windenergie sei essenziell für eine bezahlbare und unabhängige Energieversorgung. Sie schaffe Arbeitsplätze und sichere Wertschöpfung vor Ort.
Seit Sommer 2022 sind laut Ministerium bereits 401 neue Windräder in Betrieb gegangen. Für weitere 1.077 liegen Genehmigungen vor, die eine Inbetriebnahme bis Mitte 2027 ermöglichen. Das ursprüngliche Ziel aus dem Koalitionsvertrag – 1.000 neue Anlagen – dürfte damit übertroffen werden.
NRW weit vor Niedersachsen und Brandenburg
Im bundesweiten Vergleich liegt Nordrhein-Westfalen im ersten Quartal 2025 deutlich vor Niedersachsen (661 MW), Mecklenburg-Vorpommern (227 MW) und Brandenburg (220 MW). Bis Ende April könnten weitere Nachmeldungen hinzukommen.
Zusätzlich wurden im laufenden Jahr bereits 58 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 318 Megawatt installiert. Insgesamt sind nun 3.854 Windräder mit rund 8.094 Megawatt am Netz.
Verfahren beschleunigt – Zusammenarbeit gelobt
Umweltminister Oliver Krischer betonte: „Es ist gelungen, die Zahl der Genehmigungen zu verdoppeln und die Verfahren zu beschleunigen.“ Die Fortschritte seien Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Land, Bund und Kommunen. Besonders die Rolle der Landkreise und kreisfreien Städte als Genehmigungsbehörden hob er hervor.
Ausbau soll Akzeptanz sichern
Laut Landesregierung steuert die Regionalplanung den Windkraftausbau gezielt: Kommunale Regionalräte weisen geeignete Flächen aus, um einen Ausgleich zwischen Energiewende und Interessen vor Ort zu gewährleisten. Die Konzentration auf klar definierte Windenergiebereiche soll helfen, Akzeptanz in der Bevölkerung zu sichern.
Info
Der Planungsausschuss der Gemeinde leitete bereits im September 2011 das Verfahren zur Ermittlung von Eignungsflächen für Windenergie ein. Ein externes Gutachterbüro sollte potenzielle Standorte prüfen, um rechtzeitig zur Fortschreibung des Regionalplans Stellung nehmen zu können.
Im Naturparkhaus Raesfeld ist ab sofort ein besonderes Ausstellungsstück zu sehen: eine originalgetreue Nachbildung der rund 1.000 Jahre alten Femeiche – gebaut aus LEGO-Steinen. Das Modell stammt von Philipp Honvehlmann, der über 50 Stunden und rund 3.500 bis 4.000 Steine investierte, um das Naturdenkmal im Maßstab 1:50 nachzubilden.
Die Erler Femeiche aus Legosteinen. Foto: Petra Bosse
Raesfelder Detailarbeit mit LEGO-Steinen
Erstmals gezeigt wurde die LEGO-Femeiche am 27. April 2025 zur Eröffnung des neugestalteten Femeichen-Geländes. Nun ist das Modell in der Tourist-Info im Naturparkhaus für alle Besucherinnen und Besucher frei zugänglich. Der gebürtige Raesfelder Philipp Honvehlmann knüpft mit dem Projekt an seine frühere Arbeit an: Bereits 2024 baute er das Schloss Raesfeld im selben Maßstab detailreich nach.
Als besonderes Extra hat Honvehlmann fünf kleine LEGO-Eichhörnchen im und um den Baum versteckt. Wer genau hinschaut, kann sie zwischen den Ästen und am Boden entdecken – ein charmantes Suchspiel für große und kleine Besucher.
Ausstellung bis Ende Juni geöffnet
Die LEGO-Femeiche kann noch bis Ende Juni während der regulären Öffnungszeiten in der Tourist-Info besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld
Mitspielen, Mitmachen, Mitlachen: Fanfarencorps Raesfeld lädt zur Schnupperprobe ein
Am Samstag, den 10. Mai 2025, öffnet das Fanfarencorps Raesfeld seine Türen für alle, die Lust auf Musik, Gemeinschaft und Rhythmus haben. Bei der Schnupperprobe von 13 bis 15 Uhr können Interessierte Instrumente ausprobieren und die Probenarbeit hautnah erleben – ob mit Trompete oder Fanfare.
Musik erleben – ganz nah dran
In den neuen Proberäumen im Haus der Vereine / Jugendhaus Raesfeld (Weseler Straße 38) bietet das Fanfarencorps einen offenen Einblick in die Welt der Musik. Erfahrene Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie aktive Mitglieder stehen bereit, um Fragen zu beantworten, Tipps zu geben und die ersten Töne gemeinsam anzuspielen.
Die Jugendgruppe des Fanfarencorps stellt sich vor
Die Jugendabteilung des Fanfarencorps lebt von Teamgeist, Spaß und der Freude an der Musik. Hier kommen junge Menschen zusammen, um gemeinsam zu lernen, zu musizieren und Freundschaften zu knüpfen. Von Anfang an werden sie in die Gemeinschaft aufgenommen – unabhängig von Vorkenntnissen.
Mehr als nur Musik
Neben der musikalischen Ausbildung steht auch das Miteinander im Fokus: Ausflüge, Probenwochenenden und Auftritte stärken das Gruppengefühl und fördern Selbstvertrauen sowie soziale Kompetenzen. Die Mitglieder werden Teil einer lebendigen Tradition – und erleben, wie viel Freude gemeinsames Musizieren machen kann.
Fanfarencorps Raesfeld e. V. Seit 1959 steht das Fanfarencorps Raesfeld für musikalisches Engagement, Gemeinschaft und Tradition. Der Verein bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen, gemeinsam zu musizieren und bei zahlreichen Auftritten und Veranstaltungen dabei zu sein. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen – Vorkenntnisse sind nicht nötig!