StartGemeinde RaesfeldPolizeireportLkw-Kontrolle in Raesfeld-Erle: Polizei stoppte überladene Fahrzeuge

Lkw-Kontrolle in Raesfeld-Erle: Polizei stoppte überladene Fahrzeuge

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Die Polizei hat bei einer gezielten Kontrollaktion am Donnerstag im Gewerbegebiet Raesfeld-Erle Osterholten mehrere Verstöße im Schwerlastverkehr aufgedeckt.

Darf es ein wenig mehr sein? Die Antwort der Polizei fällt klar und eindeutig aus:
„Nein!“ Denn zu viel Gewicht bedeutet ein erhöhtes Unfallrisiko. Diese Erkenntnisse vermittelten die Einsatzkräfte am Donnerstag in Raesfeld-Erle einigen Lkw-Fahrern. Im Gewerbegebiet Osterholten richtet das Team der Direktion Verkehr eine besondere Kontrollstelle ein.

Schwerpunkt der Kontrolle: Sicherheit und Vorschriften

Im Fokus stand der Schwerlastverkehr – doch nicht nur das Gewicht der Lkw wurde geprüft. Die Beamten kontrollieren auch den technischen Zustand der Fahrzeuge, die Fahrtauglichkeit der Fahrer und die Einhaltung von Sozialvorschriften. Insgesamt nahmen sie 49 Lastwagen unter die Lupe.

Zwei Lkw massiv überladen

Besonders gravierend war die Überladung zweier Lkw:

  • Ein Fahrzeug wog 10,5 Tonnen statt der erlaubten 7,5 Tonnen – eine Überladung von 40 Prozent.
  • Ein weiterer zulässiger Überschritt war das Gewicht um 2,15 Tonnen, was einer Überladung von 22 Prozent entspricht.

Diese Verstöße erhöhen das Unfallrisiko erheblich, da sich der Bremsweg mit jedem zusätzlichen Kilo verlängert. Beide Fahrer mussten ihre Fahrt umgehend abbrechen. Zudem leitete die Polizei ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung ein, da der Verdacht besteht, dass die Überladung bewusst im Kauf genommen wurde, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Bilanz der Kontrolle

Innerhalb von sechs Stunden stellten die Beamten zahlreiche Verstöße fest:

  • Sieben Lkw haben das zulässige Gewicht überschritten.
  • Sechs Fahrer bedienten den Tachographen nicht korrekt.
  • Elf Verstöße gegen die Ladungssicherung wurden geahndet.
  • Drei Lkw weisen technische Mängel auf.
  • Drei Fahrer fuhren ohne Gurt.
  • Sechs Verstöße gegen Sozialvorschriften wurden registriert.

Insgesamt durften 13 Fahrzeuge nicht weiterfahren.

Teil einer europaweiten Kontrollwoche

Die Aktion fand im Rahmen der ROADPOL-Aktionswoche statt, an der sich auch die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt. ROADPOL ist ein europäisches Netzwerk der Verkehrspolizeien mit dem Ziel, die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle und schweren Verletzungen zu reduzieren.

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