Zu den aktuellen Diskussionen rund um das geplante Insektenschutzgesetz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erklärt der Vredener CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Röring:
„Das geplante Insektenschutzgesetz des Bundesumweltministeriums ist in seiner derzeitigen Form eine Zumutung für die deutsche Landwirtschaft! Der aktuelle Entwurf geht weit über den Beschluss im Rahmen des Aktionsprogramms Insektenschutz hinaus. Das ist so nicht hinnehmbar!
Die Ausweitung der geplanten Maßnahmen hätte erhebliche Folgen für die gesamte Landwirtschaft – vom Ackerbau, über den Wein-, Obst- und Gemüseanbau und die Fleisch- und Milcherzeugung bis hin zur Forstwirtschaft. Allein bei uns in NRW stehen rund 10% der Landesfläche unter Naturschutz. Ein Verbot der Anwendung von Pflanzenschutz würde vielen Landwirten die Grundlage zum Wirtschaften nehmen.“
Johannes Röring, der als Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft tätig ist, ergänzt:
„Im Rahmen des Green Deal der Europäischen Union werden die Leitlinien der Landwirtschaft für die nächsten Jahre gestellt. In der Farm-to-Fork-Strategie werden bereits konkrete Maßnahmen genannt, wie der Einsatz von Pflanzenschutz bis 2030 stetig verringert werden soll. Ein nationaler Alleingang ist in diesem Zusammenhang das völlig falsche Signal an die vielen Bäuerinnen und Bauern. Sie investieren seit Jahren massiv in Maßnahmen, die die Biodiversität auf den Äckern und Wiesen steigern. Das zeigt: Naturschutz und Biodiversität geht nur gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern, nicht gegen sie! Die jetzige Vorgehensweise von Svenja Schulze gefährdet daher den kooperativen Ansatz, der in den letzten Jahren mit den Bäuerinnen und Bauern gefunden wurde.
Ich fordere daher Svenja Schulze dazu auf, nicht auf dem Rücken der Landwirtinnen und Landwirte Wahlkampf zu machen und stattdessen das Insektenschutzgesetz auf eine wissenschaftlich fundierte Grundlage zu stellen!“
Apotheken dürfen nun Corona-Schnelltests auch an Privatpersonen verkaufen, sobald die Hersteller eine Zulassung für die Tests haben.
Legden/Borken/Münster (pd). Apotheken dürfen nun auch Coronavirus-Selbsttests an Privatpersonen verkaufen. Dies sieht eine entsprechende Rechtsverordnung vor, die jetzt in Kraft getreten ist.
„Wir begrüßen dies“, sagt Petra Hruby, Vorsitzende der Bezirksgruppe Borken im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL). „Schnelltests, die Laien zu Hause selbst durchführen, können eine niederschwellige Ergänzung der Teststrategie im Kampf gegen die Pandemie sein und den Menschen ein Stück Sicherheit geben.“ Aktuell allerdings gebe es nach den bisherigen Informationen des Apothekerverbandes noch keinen entsprechenden Test, der in Deutschland dafür zugelassen ist.
Kompetente Beratung von Apotheken
Patienten müssten sich also noch ein wenig gedulden, bittet Petra Hruby. Allerdings hätten viele Hersteller Anträge bei den zuständigen Stellen eingereicht. „Sobald die Zulassungen vorliegen, werden Apotheken die Tests auch anbieten und ihre Patienten kompetent dazu beraten, damit sie die Tests korrekt anwenden“, so Petra Hruby.
Zudem bieten einige Apotheken weiterhin an, Coronavirus-Schnelltests bei ihren Kunden durchzuführen und auswerten zu lassen. Einen Heilberufler mit der Ausführung zu beauftragen, sei eine besonders sichere Testvariante, so Petra Hruby. Sie mahnt: „An jeden positiven Test zuhause muss sich ein sofortiger Anruf beim Hausarzt bzw. beim Gesundheitsamt anschließen. Nur ein PCR-Test vom Labor kann das Ergebnis des Schnelltests sicher bestätigen und damit das Infektionsgeschehen präzise abbilden.“ Patienten mit Symptomen – wie Husten und Fieber – sollten sich im Übrigen lieber gleich an einen Arzt wenden, statt auf einen Selbsttest zu vertrauen.
Zum 80. Geburtstag überraschte am gestrigen Mittwochvormittag die Nachbarschaft am Freienstuhl Josef Kuhlmann (links) in Erle.
Ein runder Geburtstag unter Corona-Bedingungen: Dazu haben sich Waltraud und Hermann-Josef Buning etwas Besonderes einfallen lassen.
Foto: Petra Bosse
„Wir hätten sehr gerne mit unserem Nachbarn gemeinsam gefeiert. Da das aber aktuell nicht möglich ist, hoffen wir, dass wir mit unserem Ständchen ihm ein wenig Freude bereiten können“, sagte Hermann-Josef Buning. Seine Frau Waltraud unterstrich die außergewöhnliche Feier unter freiem Himmel mit einem musikalischen „Geburtstags- Ständchen“ auf ihrer Gitarre. Die Nachbarn achteten auf den erforderlichen Abstand. Als Überraschung überreichte die Nachbarschaft dem Jubilar einen Präsentkorb mit „fester und flüssiger Stärkung“. Foto: Bosse
Bürger sollen vor der Impfung auch ihre Kreditkartendaten nennen – Es gibt keine Impfungen in Praxen
Kassenärztliche Vereinigungen warnen in einer gemeinsamen Pressemitteilung erneut vor Betrugsversuchen bei der Impf-Terminvergabe
Düsseldorf/Dortmund. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe warnen vor einer neuen Betrugsmasche rund um die Impf-Terminvergabe. So wurden Bürger per Brief mehrere Hausärzte in der Nähe ihres Wohnortes genannt, bei denen sie sich angeblich gegen das Coronavirus impfen lassen könnten. Die Bürger sollten in diesem Zuge auch ihre Kreditkartendaten nennen. Der Absender dieser Briefe wird gerade ermittelt.
Impfen nur im Impfzentrum möglich
Die KVen stellen klar: Eine Impfung gegen das Coronavirus in Nordrhein-Westfalen ist ab dem 8. Februar ausschließlich in den Impfzentren möglich! Es werden zudem im Moment nur diejenigen Bürgerinnen und Bürger geimpft, die 80 Jahre oder älter sind und einen Termin vereinbart haben. Eine Impfung in den Praxen der niedergelassenen Ärzte findet im Moment noch nicht statt!
Die Bürger werden gebeten, diese Schreiben zu ignorieren und auf gar keinen Fall sensible persönliche Daten weitergeben!
Norbert Altrogge ist seit Januar 2021 neuer Leiter des Sozial- und Ordnungsamtes der Gemeinde Raesfeld.
Der Familienvater von zwei Kindern hat die Stelle von Markus Büsken, der seit dem 15. Januar offiziell Erster Beigeordneter der Gemeindeverwaltung ist, übernommen.
„Da ich in meiner jetzigen Position viel mit Menschen zu tun habe, ist das für mich eine interessante Stelle und ich freue mich, dass es funktioniert hat“. Am Organisatorischen möchte der Amtsleiter nichts ändern. „Es bleibt erst mal alles so, wie es ist. Der Vorgänger hat gute Arbeit geleistet, auch in Zeiten von Corona. Das hat sich bewährt“, lobt er Büsken.
Der Rekener Norbert Altrogge spricht auch Roasfelder Platt. Foto: Gemeinde Raesfeld
‚Roasfelder Platt‘
Für den Rekener, der gerne im Rathaus arbeitet, sei die Gemeinde Raesfeld ein liebenswerter Ort. Ein Grund dafür sei das klasse Team, aber auch der Umgang mit den Bürgern mache ihm viel Spaß, ergänzt Altrogge, der als Auswärtiger sogar ‚Roasfelder Platt‘ verstehe. Darüber hinaus sei es für ihn immer wieder interessant, mit welchen Anliegen sich Bürger an das Ordnungsamt der Gemeinde wenden, auch wenn nicht Jedem geholfen werden kann. „Hier ist kein Tag wie der andere“.
Beruflicher Werdegang
Der 40-jährige Verwaltungsfachangestellte machte seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten von 1997 – 2000 bei der Gemeinde Reken und wechselte anschließend als Sachbearbeiter in die Schulverwaltung der Stadt Coesfeld, wo er bis 2008 tätig gewesen ist. Parallel von 2006 – 2008 machte der Rekener einen Angestelltenlehrgang II beim Studieninstitut Westfalen-Lippe in Münster mit dem Abschluss als Verwaltungsfachwirt.
Im Anschluss wechselte er in das Jobcenter der Stadt Coesfeld und war hier als Fallmanager, zuständig für finanzielle Leistungen und berufliche Eingliederung, in den Jahren 2008-2012 tätig. Von 2010 – 2013 studierte Altrogge parallel an der Westfälischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Münster den Diplomstudiengang mit Abschluss zum Verwaltungs-Betriebswirt (VWA).
Als Leistungssachbearbeiter wechselte er in das Jobcenter der Gemeinde Raesfeld und seit 2013 war er zusätzlich stellvertretender Amtsleiter der Ordnungs- und Sozialverwaltung sowie Standesbeamter der Gemeinde Raesfeld.
Kreis Borken im Gesamtumsatz und in der Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe weiterhin in NRW auf der Spitzenposition
1.480 Millionen Gesamtumsatz im Kalenderjahr 2019
Kreis Borken. 1.480 Millionen Euro Gesamtumsatz erwirtschafteten im Kalenderjahr 2019 die 513 Betriebe im Kreis Borken, die im Bauhauptgewerbe tätig sind. Das geht aus einer Statistik hervor, die IT.NRW veröffentlichte.
Damit war der Kreis Borken nicht nur weiterhin unangefochtener Spitzenreiter im NRW-weiten Ranking, sondern steigerte auch den Gesamtumsatz um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dieser Summe erarbeiteten die Betriebe insgesamt 7,0 Prozent des gesamten Landesumsatzes. „Wir sind sehr stolz darauf, hier im Kreis Borken so hoch qualifizierte Betriebe im Bauhauptgewerbe zu haben“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker über die erneute Spitzenposition in NRW.
Steigerung von 3,8 Prozent
Mit 7.773 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe (Stichtag 30. Juni 2020) führt der Kreis Borken auch in diesem Bereich mit großem Abstand das NRW-weite Ranking an. Das entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Mitarbeiter verteilen sich auf insgesamt 513 Betriebe im gesamten Kreisgebiet, was einem Zuwachs von 1,0 Prozent entspricht.
Ist der Wolf mittlerweile auch in der Gemeinde Raesfeld angekommen und sesshaft geworden? Nachgefragt bei Christoph Beemelmans, Revierförster RVR
Haben die Schermbecker Wölfe einen Weg vom südlichen Bereich des Kanals und der Lippe in die Erler Heide/Üfter Mark und in den Dämmerwald gefunden?
Diese Frage beschäftigt zurzeit nicht nur Schermbecker, sondern auch Raesfelder Bürger. Bei einer Umfrage zeigten sich einige Raesfelder Landwirte gelassen. Sie sind sich sicher, dass die Schermbecker Wölfe nicht durch Lippe und Kanal ins westliche Münsterland kommen können. Ihre Schafe weiden friedlich, wie vielerorts in der Gemeinde, hausnah auf kleinen Wiesen. Andere Landwirte zeigen sich wiederum beunruhigt.
Immer mehr häufen und verbreiten sich auch mittlerweile die Nachrichten, dass in der Gemeinde Raesfeld ein, oder mehrere Wölfe, unter anderem im Bereich der Erler Heide und im Dämmerwald, unterwegs seien.
In den sozialen Netzwerken wird bereits heftig darüber spekuliert, dass mehrere Pferde durch den Wolf im Gemeindegebiet aufgeschreckt und durchgegangen seien. Dazu soll es auch amtliche Wolfsnachweise geben.
Einige Landwirte haben in und um Raesfeld ihre Schafe direkt am Hof auf den Wiesen stehen. Foto: Petra Bosse
Keine Nachweise für Wölfe
Auf Nachfrage der Redaktion bestätigt RVR-Revier-Förster Christoph Beemelmans, dass es bisher keine Nachweise darüber gebe, dass sich zurzeit auf der nördlichen Kanalseite, sprich Dämmerwald und der Erler Heide, Wölfe aufhalten. „Das soll jedoch nicht heißen, dass hier bei uns nicht schon mal ein Wolf gewesen ist“, so Beemelmans. Was die angeblichen Risse in seinem Revier anbelange, auch dies könne Beemelmans nicht bestätigen. „Dafür gibt es keine Nachweise“.
Über die Kanalbrücke
Was jedoch die Wanderung der Schermbecker Wölfe anbelange, sei es laut Beemelmans durchaus möglich, dass diese einen Weg durch die Lippe und über den Kanal finden. „Da die Spundwand des Kanals für Wölfe unüberwindbar ist, besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese in der Nacht die Kanalbrücke, beispielsweise Hohes Ufer in Schermbeck-Gahlen, überqueren. Auszuschließen ist das nicht und die Überquerung der Brücke wäre für einen Wolf eine Kleinigkeit“, so Beemelmans.
Und für den Fall, dass im Raesfelder Gebiet und im Dämmerwald Weidetiere gerissen werden, könne dann nur anhand einer Genprobe festgestellt werden, ob es sich hierbei um die Schermbecker Wölfe oder andere Tiere handelt, fügt Beemelmanns hinzu. „Erst dann haben wir einen eindeutigen Beweis“. Bis heute habe es jedoch hier noch keine amtlich bestätigten Tierrisse gegeben.
Mit Blick auf die Diskussionen rund um das Thema Wolf in und um Schermbeck nehme Christoph Beemelmans wahr, dass diese immer härter werden. „Es gibt entweder ein Pro oder Kontra. Eine neutrale Diskussion ist aktuell kaum möglich“.
Fahrten zum Impfzentrum mit Unterstützung der Bürgerstiftung Raesfeld Erle Homer
Raesfeld. Der Kreis Borken hat die über 80-jährigen im Kreisgebiet und damit auch die in Raesfeld lebenden Senioren angeschrieben, die sich im Impfzentrum gegen das Corona-Virus impfen lassen können.
Nachdem die hierfür erforderlichen zwei Impftermine vereinbart worden sind, stellt sich die Frage, wie gelange ich eigentlich von Raesfeld aus zum Impfzentrum nach Velen.
Die Gemeinde Raesfeld hat mit Unterstützung der Bürgerstiftung Raesfeld Erle Homer eine Möglichkeit gefunden auch diesen Personen aus der Gemeinde eine Fahrt zum Impfzentrum zu ermöglichen. Im Vorfeld wurden dazu Angebote von Unternehmen aus der Personenbeförderung eingeholt. Ein Borkener Unternehmer der Personenbeförderung wird diese Fahrten jetzt durchführen, deren Kosten zum überwiegenden Teil von der Bürgerstiftung Raesfeld Erle Homer übernommen werden.
Der ein oder andere wird selbst mit dem eigenen PKW dorthin fahren oder von Angehörigen bzw. Bekannten gefahren und begleitet. Personen die diese Möglichkeit nicht haben, können mit dem ÖPNV dorthin gelangen. Es wurde vor Ort eigenes eine eigene Bushaltestelle eingerichtet, die aus Richtung Borken (ab Bahnhof stündlich jeweils um halb) mit der Line T 17 angefahren wird.
Übernahme der Kosten
Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung eines Taxis. Hier weist der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen daraufhin, dass in bestimmten Fällen die Übernahme der Kosten auch durch die Krankenversicherung möglich ist. Dies trifft in erster Linie auf Personen zu, die über einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ verfügen oder die in einen Pflegegrad 4 oder 5 eingestuft wurden.
Ebenfalls ist dies auch möglich für Personen mit Pflegegrad 3 bei denen jedoch zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität vorliegen muss. Hinsichtlich einer möglichen Kostenübernahme wird daher empfohlen, dass die Versicherten sich vorab mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung setzen.
Kontakt
All diejenigen, die nicht in der Lage sind den ÖPNV zu nutzen oder sich die Fahrt mit einem Taxi letztendlich aus finanziellen Gründen nicht leisten können und bei denen auch keine Übernahme von der Krankenversicherung erfolgt, können sich vertrauensvoll an die Gemeinde Raesfeld (Norbert Altrogge – 02865/955-161) wenden.
Die mobilen Teams nehmen ab sofort die Erstimpfungen in den nordrhein-westfälischen Alten- und Pflegeheimen wieder auf.
Dortmund (pd). Mitte Januar hatte das NRW-Gesundheitsministerium einen zwischenzeitlichen Impfstopp für Neuimpfungen verhängt, da der Pharmahersteller BioNTech seine prognostizierte Impfstoff-Liefermenge reduziert hat.
Laut Auswertungen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sind im Landesteil Westfalen-Lippe rund 90 Prozent der berechtigten Alten- und Pflegeheime bereits mit Impfstoff für die Erstimpfung versorgt, weitere ca. 20.000 Bewohner und –mitarbeiter werden in den nächsten Tagen und Wochen noch geimpft.
Respekt und ein großes Dankeschön
„Ob an Silvester, Neujahr, samstags oder sonntags: Die mobilen Teams kümmern sich mit großem Einsatz um die Impfungen der Heimbewohner und ihrer Pfleger – und das neben dem regulären Praxisalltag. Was Ärzte und medizinisches Fachpersonal hier geleistet haben, verdient unseren Respekt und ein großes Dankeschön“, erklärt der KVWL-Vorstand Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.
Dr. Schrage, der selbst Allgemeinmediziner ist und in den vergangenen Wochen ebenfalls im Impf-Einsatz war, betont auch die gute Zusammenarbeit zwischen der KVWL, den Kommunen, den mobilen Teams und den Alten- und Pflegeheimen: „In kürzester Zeit galt es, die Impfbereitschaft abzufragen, Termine zu vereinbaren, Impfstoffbestellungen zu verarbeiten und schließlich die Impfungen durchzuführen. Das alles spielte sich kurz vor Weihnachten und an den Feiertagen selbst ab. Die Beteiligten haben wirklich alles gegeben, damit es pünktlich am 27. Dezember losgehen konnte“.
Vorausgesetzt, dass es zu keinen weiteren Lieferverzögerungen kommt, geht die die KVWL davon aus, dass die Impfungen in den westfälisch-lippischen Alten- und Pflegeheimen bis Ende Februar größtenteils abgeschlossen sind.
Ärztenetzes BOHRIS und des Kreises Borken ziehen positives Fazit nach Corona-Schutzimpfungen in Alten- und Pflegeheimen im Raum Bocholt
Kreis Borken. Die Corona-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind bislang sehr gut verlaufen. Impfbereitschaft der Bewohner liegt jeweils bei 90 bis 95 Prozent.
Das berichtet das Ärztenetz BOHRIS für die Städte Bocholt, Rhede und Isselburg, das für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe die Impfungen im südwestlichen Kreisgebiet organisiert hat.
Grundlage für diese Einschätzung ist eine Umfrage bei den zugehörigen Ärztinnen und Ärzten, die in den Einrichtungen die Impfungen vorgenommen haben, berichtet BOHRIS-Geschäftsführer Dr. Michael Adam. In den Heimen liege die Impfbereitschaft der Bewohner jeweils bei 90 bis 95 Prozent. Auch in der Mitarbeiterschaft war die Akzeptanz hoch: Zwischen 75 und 95 Prozent der Beschäftigten haben sich impfen lassen, in den allermeisten Fällen mehr als 80 Prozent.
„Es freut mich sehr, dass der Impfstart in den Alten- und Pflegeeinrichtungen erfolreich verlaufen ist“, sagt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Ich danke allen Beteiligten – also sowohl den Ärztinnen und Ärzten der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe mit ihren Teams als auch den Verantwortlichen in den Einrichtungen –, die dies ermöglicht haben, für ihr großes Engagement.“
Gute Organisation durch die Seniorenheime
Das Lob an die Einrichtungen in Bocholt, Isselburg und Rhede geben auch Dr. Michael Adam und seine Kollegen weiter: Sie hoben die gute Organisation durch die Seniorenheime hervor. Es seien keine Impfdosen übriggeblieben und so gut wie keine Nebenwirkungen aufgetreten, gelegentlich Schmerzen an der Einstichstelle, Muskelkater oder kurzzeitige Abgeschlagenheit.
In sehr seltenen Fällen hätten Geimpfte Fieber bekommen, in einem Fall wurde Dr. Adam eine allergische Reaktion zurückgemeldet. „Insgesamt ergab sich aber ein sehr positives Bild und die Erleichterung bei Bewohnern, Mitarbeitern und Heimleitungen war groß“, so Dr. Adam.
„Die Menschen in den Alten- und Pflegeheimen gehören zur Risikogruppe bei einer Coronavirus-Infektion – ihr Schutz ist deswegen eine wichtige Aufgabe“, betont Landrat Dr. Zwicker. Neben den regelmäßigen Tests in den Einrichtungen seien die Impfungen nun ein entscheidender Schritt im Kampf gegen das Virus. Allen vollstationären Pflegeeinrichtungen haben ein Impfangebot erhalten.
Insgesamt sind nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe im Kreis Borken bislang (Stand 02.02.2020) 10.037 Menschen geimpft worden.
Davon sind 4.838 Bewohner von Einrichtungen, 5.199 entfallen auf Beschäftigte in den sensiblen Bereichen der ersten Prioritätsstufe. Schon angelaufen sind zwischenzeitlich die Zweitimpfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet. 2.305 Folgeimpfungen sind bereits erfolgt (1.123 an Bewohnerinnen und Bewohner, 1.182 an Beschäftigte).
Am Montag, 8. Februar, wird der Betrieb im Impfzentrum des Kreises Borken in Velen starten.
Stilvoll Wohnen in einem Walmdachbungalow auf einem herrlichen Grundstück mit altem Baumbestand!
Kaufpreis: 449.000,00 Euro
Objektbeschreibung: Bei dieser Immobilie handelt es sich um einen gepflegten Walmdachbungalow, der Anfang der Siebziger Jahre angrenzend an zwei Nachbarhäuser auf einem herrlichen Gartengrundstück mit altem Baumbestand errichtet wurde. Hervorzuheben ist der außergewöhnliche Grundriss des Hauses mit unterschiedlichen Raumhöhen, der das familienfreundliche und komfortable Wohnen auf einer Ebene ermöglicht.
Der Eingangsbereich führt unmittelbar in eine repräsentative Diele mit massiven Deckenbalken, die entsprechend möbliert als gemütliches Kaminzimmer Verwendung gefunden hat. Der sich anschließende Wohnraum mit seinem stilvollen Ambiente ist zur Gartenseite ausgerichtet und optisch mit dem imposanten Esszimmer verbunden. Von dort begehbar ist die geräumige Küche mit verschiedenen Einrichtungsvarianten und einem weiteren Zugang zur Diele.
Etwas separiert sind über einen kleinen Flur die beiden unterschiedlich dimensionierten Schlafräume zu erreichen, die ergänzt werden durch ein großes, innenliegendes Badezimmer mit weißen Sanitärobjekten, einer Badewanne und einer Dusche sowie durch einen kleinen Abstellraum.
Vervollständigt wird diese Wohnebene durch ein Arbeits- oder Gästezimmer im vorderen Bereich des Hauses sowie durch ein funktionelles Gäste-WC. Ein Treppenabgang führt von der Diele hinab in den Vollkeller der Immobilie. Dort befindet sich im Mittelpunkt ein großzügiger Partyraum mit einem Tresen und Sitzmöglichkeiten sowie weitere Räumlichkeiten zum Waschen, Heizen, Lagern, Werken und der Vorratshaltung. Abschließend im Kaufpreis enthalten ist eine Garage in unmittelbarer Hausnähe.
Lage Das von uns angebotene Einfamilienhaus befindet sich im Dorstener Stadtteil Rhade am Ende einer Sackgasse eines ruhigen Wohngebietes. Der Ortskern mit diversen Einkaufsmöglichkeiten, zwei Kindergärten, einer Grundschule sowie einem Allgemeinmediziner, einem Zahnarzt und Apotheken ist innerhalb weniger Minuten erreichbar.
Ebenso bieten verschiedene Sportvereine ein breites Spektrum für eine aktive Freizeit. Umgeben von einer wunderbaren Landschaft beginnen Spaziergänge und Fahrradtouren in unmittelbarer Hausnähe. Das Stadtzentrum von Dorsten sowie die benachbarte Kreisstadt Borken mit ihren Fußgängerzonen und weiterführenden Schulen sind mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln über Kreis- bzw. Landstraßen sowie über die Autobahn A31 zu erreichen.
Bausubstanz und Energieausweis Baujahr: 1972 Objektzustand: Geppflegt Heizungsart: Öl-Heizung Wesentliche Energieträger: Öl Energieausweis: liegt zur Besichtigung vor
Sonstiges Dieses Angebot ist freibleibend und unverbindlich. Die Angaben basieren auf den Informationen des Verkäufers. Für die Richtigkeit können wir keine Haftung übernehmen.
Britische Corona-Mutation erstmals im Kreis Borken nachgewiesen. In mehreren Fällen laufen Kontaktermittlungen derzeit auf Hochtouren
Kreis Borken. Erstmals wurde jetzt im Kreis Borken die britische Mutation (B 1.1.7) des Coronavirus nachgewiesen. Insgesamt gibt es nach derzeitigem Kenntnisstand des Kreisgesundheitsamtes drei unterschiedliche Infektionsgeschehen: eines im Raum Gescher/Velen/Borken, eines im Bereich Rhede/Bocholt und ein weiteres in Ahaus.
Das Kreisgesundheitsamt habe sofort die erforderlichen Quarantäne- und Testungsmaßnahmen veranlasst, teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit.
Ausgangspunkt waren im ersten Fall mehrere symptomatische Mitarbeiter in einem Betrieb in Gescher, die über Hausärzte getestet wurden. Das mit der Befundung dieser Proben beauftragte Labor untersucht seit geraumer Zeit generell auch auf Virusmutanten. So sei dem Kreis Borken der Sachverhalt gemeldet worden, erläutert der Landrat. Alle infizierten Personen sowie deren Kontaktumfeld sind sofort von den zuständigen örtlichen Ordnungsämtern unter Quarantäne gestellt worden. Davon betroffen sind in
Gescher:1 infizierte Person und 7 Kontaktpersonen Borken: 1 infizierte Person und 1 Kontaktpersonen Velen: 5 Infizierte und 11 Kontaktpersonen
Überdies wurden dem Kreisgesundheitsamt Coesfeld 2 in Coesfeld wohnende Kontaktpersonen gemeldet.
Mitarbeiter einer Firma aus Rhede
In dem zweiten Infektionsgeschehen waren – ebenfalls auf Veranlassung von Hausärzten – Mitarbeiter einer Firma aus Rhede getestet worden, die Krankheitsymptome aufwiesen. Die Befundung oblag auch hier dem Labor, das routinemäßig bereits eine Sequenzierung vornimmt. Dabei stellte sich heraus, dass 2 Mitarbeiter (1 aus Bocholt, 1 aus Rhede) mit dem Mutanten infiziert sind. Beide sind daraufhin genauso wie 6 Kontaktpersonen aus Bocholt, 1 Kontaktperson aus Rhede und 1 Kontaktperson aus Borken sofort in Quarantäne gesetzt worden.
Mann aus Ahaus
Zudem hat das Gesundheitsamt Hagen dem Borkener Kreisgesundheitsamt gemeldet, dass sich ein Mann aus Ahaus mit dem britischen Virustyp infiziert habe. Neben dem Infizierten ist dort 1 Kontaktperson in Quarantäne.
„Alle unter Quarantäne gestellten Personen haben wir auf die strikte Einhaltung der Quarantäne-Bestimmungen hingewiesen“, erläutert Dr. Zwicker. Zudem sei angeordnet worden, dass die Quarantänezeit nicht automatisch mit Fristablauf ende, sondern zwingend zunächst eine weitere Testung erfolgen müsse. Erforderlichenfalls würde dann die Quarantänezeit verlängert.
Ermittlungen ausgedehnt
Gleichzeitig hat das Borkener Kreisgesundheitsamt seine Ermittlungen ausgedehnt. Zum einem versucht es herauszufinden, wie es zu den Viruseinträgen in den beiden Betrieben kam. Zum anderen wird das Umfeld der Infizierten und der Kontaktpersonen weiter in den Blick genommen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ruft der Landrat die Bevölkerung erneut dazu auf, die Abstands- und Hygieneregelungen strikt einzuhalten. Nicht erforderliche Kontakte sollten unterbleiben.
Beim Hausarzt eine Testung zu veranlassen
Ganz wichtig sei es zudem, sich bei Auftreten von Krankheitssymptomen wie beispielsweise Fieber, Halsschmerzen und Verlust des Geschmackssinns abzusondern und telefonisch über den eigenen Hausarzt eine Testung zu veranlassen. „Es wäre falsch verstandenes Pflichtbewusstsein, wenn man dann noch zur Arbeit geht, denn für das Unternehmen könnte das schlimmstenfalls zu Quarantäne für die gesamte Belegschaft und damit zu einem vollständigen Betriebsstopp führen“, warnt Dr. Zwicker.
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Anstieg ist maßgeblich durch saisontypische Effekte begründet“
Aktuell 4.704 SGB-II-Arbeitslose im Kreis
Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Januar gewachsen. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Regelmäßig lasse sich während der Wintermonate ein solcher Anstieg der Arbeitslosenzahlen beobachten. Inwieweit überdies die Auswirkungen des erneuten Lockdowns seit November dazu beigetragen haben, könne derzeit noch nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat Januar 4.704 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.
Im Vergleich zum Vormonat Dezember ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 257 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat sich die Zahl um 233 Personen erhöht. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat von 2,0 Prozent auf 2,2 Prozent gestiegen.
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im Januar 2021 leicht gestiegen und liegt derzeit bei 9.520 Personen (+12). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.
Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Januar 13.828 Personen (-51) in 6.955 Bedarfsgemeinschaften (+12) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
Die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.
Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.
Vandalismus in beiden Tennisklubhäuser vom TSV und Eintracht Erle. Mehrere Fensterscheiben wurden eingeschlagen.
Auf die Vereinshäuser des TSV Raesfeld und von Eintracht Erle hatten es unbekannte Täter abgesehen. Die Vereinsgelände liegen an der Straße Westerlandwehr gegenüber. In beiden Fällen haben die Unbekannten Sachschaden verursacht.
Bereits schon am Freitag stellten Vereinsmitglieder vom TSV Raesfeld einen Einbruch im Klubhaus fest.
Werkzeugkiste gestohlen
Hier schlugen Unbekannte mehrere Fensterscheiben ein und demolierten die Glasscheibe der Eingangstür vom Clubhaus. Aus einem Geräteschuppen wurde eine Werkzeugkiste gestohlen. Zudem erbeuteten die Täter eine Geldkassette.
Während der Aufräumarbeiten am Samstag wurde auch ein weiterer Einbruch und Vandalismus im Klubhaus sowie im Geräteschuppen von Eintracht Erle festgestellt.
Hier versuchten die Unbekannten Täter in die Damenumkleide einzudringen, was ihnen aber nicht gelang. Laut Gebhard Drücks, Abteilungsleiter Eintracht Erle, wurde nichts gestohlen. Die Kripo war vor Ort und ermittelt.
Kommunale Familie im Kreis Borken stimmte sich ab: Es gibt Unterstützung bei Fahrten zum „Impfzentrum“
EinAngebot für alle Bürger, die keine privaten Fahrmöglichen haben
Kreis Borken. Im Rahmen der jüngsten Bürgermeisterkonferenz haben die Spitzen des Kreises Borken und der 17 kreisangehörigen Kommunen abgesprochen, dass die Städte und Gemeinden in Härtefällen beim Transfer von betagten Mitbürgern zum „Impfzentrum Kreis Borken“ in Velen unterstützend tätig werden können.
Das teilten jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker und Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing in ihrer Funktion als Sprecherin der „Arbeitsgemeinschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Borken“ mit.
Beide zeigten sich überdies sehr angetan von den inzwischen vielerorts entstehenden Initiativen aus der Bürgerschaft, von Kirchen, Vereinen und Verbänden – diese bieten Personen, die keine privaten Fahrmöglichkeiten besitzen und zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht per öffentlichem Personennahverkehr anreisen können, ihre Mithilfe an.
Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.
Westfalen-Lippe. Zunächst die gute Nachricht: In Westfalen-Lippe wurden mittlerweile 479.000 Impf-Termine (für die Erst- und Zweitimpfung) vergeben.
Fast 240.000 impfberechtigte Bürger in der Region haben dementsprechend einen Impf-Termin erhalten. Das sind fast Zweidrittel der insgesamt ca. 350.000 über 80-jährigen Bürger in Westfalen-Lippe, die Zuhause leben und ein Impfzentrum aufsuchen können.
Bereits am Wochenende wurden sukzessive weitere Terminkontingente freigeschaltet. Dies geschieht stets in Abhängigkeit der zugesagten Impfstoffmenge. In Kürze wird zudem das Termin-Buchungsfenster bis Ende April geöffnet, sodass deutlich mehr Termine zur Verfügung stehen werden. Wichtig ist: Es ist ausreichend Zeit und Vorlauf für die Terminvergabe, so dass jeder, der geimpft werden möchte, drankommen wird – wenn auch nicht sofort.
Eine echte Zerreißprobe
„Die vergangenen Tage waren für die Bürger, aber auch für uns und alle Beteiligten, eine echte Zerreißprobe. Nachdem die Buchungssysteme am Montag zusammengebrochen sind, trat eine Vielzahl verschiedener technischer Probleme auf. Die kv.digital, die als Tochterunternehmen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für das Buchungssystem zuständig ist, hat diese Probleme zwar zum Teil schnell behoben, es traten jedoch immer wieder neue technische Störungen auf“, erklärt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).
Einige konnten mittlerweile wieder behoben werden. So konnte beispielsweise das Problem des fehlenden zweiten Impftermins bereits am Mittwoch pragmatisch gelöst werden: Wer einen Ersttermin gebucht, aber keinen Zweittermin erhalten hat, soll den Ersttermin in jedem Fall wahrnehmen.
Zweiter Impftermin
Die betroffenen Bürger erhalten in diesem Fall während des Ersttermins im Impfzentrum den zweiten Impftermin, sie müssen im Vorfeld nicht selbst aktiv werden. Darüber hinaus werden in der Buchungssoftware künftig ausschließlich verfügbare Termine angezeigt – hier ist es in den vergangenen Tagen zu Verwirrung gekommen, weil Termine angezeigt wurden, obwohl sie bereits vergeben waren.
Die KVWL hat zudem eine Übersicht mit Antworten zu häufig gestellten Fragen zusammengestellt, die regelmäßig aktualisiert und ab sofort unter www.corona-kvwl.de/impftermin aufgerufen werden kann. Bürger, die unsicher sind, ob ihre Terminbuchung erfolgreich war, finden dort auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um ihre Buchung zu überprüfen.
„Wir entschuldigen uns bei allen Bürgern, die mit Problemen bei der Vereinbarung eines Impf-Termins zu kämpfen hatten. Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir mit Schwierigkeiten bei der Terminvergabe rechnen, wenn der Großteil der fast eine Million Impfberechtigten in NRW sich gleichzeitig an eine Hotline und ein Online-Portal wendet. Dass sich der Start jedoch so schwierig gestaltet hat, bedauern wir sehr“, erklärt der KVWL-Gesamtvorstand Dr. Dirk Spelmeyer und Dr. Volker Schrage.
Lockdown-Müde zieht es die Menschen während der Covid-Pandemie in die Natur und in den Tiergarten von Schloss Raesfeld.
So auch an diesem sonnigen Sonntagnachmittag. Sonnenschein und eisige Wintertemperatur lockte zahlreiche Besucher zum Schloss Raesfeld. Besonders auf dem Rundweg im Tiergarten dränkten sich die Naherholungsuchende dicht an dicht.
Der Massenansturm von Wanderern und Freizeitsportlern schien nicht zu stoppen. Eltern spazierten mit ihren Kinder durch den Wald, Hundehalter ließen ihre Tiere ungehindert stöbern, teilweise sogar unangeleint und querfeldein. Wer Abstand halten wollte, musste in die Büsche ausweichen, denn ganze Spaziergängergruppen aus nah und fern drehten, teilweise sehr lautstark, rund um das Schloss Raesfeld ihre Runden und vergaßen dabei teilweise die „Benimm-Regeln“. Von „Halt-Abstand“ ganz zu schweigen.
Mensch ist Gast im Wald
Zu den zahlreichen Besuchern im Wald sagt die deutsche Wildtier Stiftung: „Es ist zwar schön, dass die Menschen in den schweren Zeiten des Lockdowns die Natur wieder entdecken“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer vom Vorstand . „Doch der Mensch sollte sich dort wie ein Gast benehmen. Der Wald ist auch die Wohnung der Wildtiere.“
Auf Beutezug, gut verseckt aber dennoch entdeckt: Der Fischreiher. Foto: Petra Bosse
Der Wald. Ein Freizeitpark? Was bedeutet das für das Wohlbefinden der Wildtiere? Die Antwort ist: „Purer Stress!“ Für Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung „sind Sport, Spaß und Spiel im Wald für Wildtiere unkalkulierbare Störungen. Sie nehmen den Menschen als potentiellen Prädatoren wahr, vor dem sie flüchten müssen.“
Negative Effekte der Störungen durch Menschen
Wenn der Mensch in Massen in den Wald drängt, geraten Wildtiere ins Hintertreffen. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegen die negativen Effekte der Störungen durch den Menschen. So hat das Schweizer Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaft in Zürich eine wissenschaftliche Studie (Effect of Recreational Trails on Forest Birds) an Waldwegen durchgeführt und festgestellt, dass Vögel durch den Menschen stark beeinträchtigt werden. 13 Prozent meiden aufgrund der Störungen dauerhaft die Wege.
Aufgestellte Schilder werden häufig ignoriert. Wie auch im Tiergarten, wo viele Besucher ihre Hunde einfach querfeldein stöbern lassen. Foto: Petra Bosse
Die negativen Konsequenzen der Beunruhigung im Wald sind vielschichtig und gerade in den Wintermonaten besonders dramatisch. „Die Störung fällt in die nahrungsarme Zeit, in der viele Wildtiere ihren Stoffwechsel heruntergefahren und dadurch angepasst haben, um bei Kälte Energie zu sparen“, erläutert Prof. Dr. Hackländer.
Flucht kostet Kalorien
„Flucht kostet Kalorien, die ein Wildtier wie beispielsweise der Rothirsch über Nahrung im Winter nur unzureichend wieder aufnehmen kann.“ Die Folge: Rotwild dringt immer tiefer in den Wald ein, wo die Pflanzenfresser dann Fraßschäden in Wirtschaftswäldern verursachen. Das wiederum verschärft den Konflikt zwischen Menschen und Wildtieren.
„Es geht der Deutschen Wildtier Stiftung nicht darum, Menschen aus der Natur zu verbannen“, sagt der Vorstand der Stiftung. Prof. Dr. Hackländer fordert vielmehr Rücksichtnahme auf Wildtiere. „Wer mit dem Mountainbike querfeldein unterwegs ist, wirkt auf Wildtiere wie ein jagender Fressfeind. Die Störung durch einen Wanderer ist damit nicht zu vergleichen.“
Zahlreiche Besucher nutzten das schöne Winterwetter für einen Spaziergang im Tiergarten von Schloss Raesfeld. Mit Kind, Hund und Kegel. Foto: Petra Bosse
Hunde kurz anleinen
Doch wie lassen sich die Interessen der Menschen und die der Wildtiere vereinbaren? Wie muss ich mich verhalten, damit ich Wildtiere nicht beunruhige? Prof. Dr. Hackländer: „Meiden Sie vor allem die Dämmerung; das ist die Zeit, in der viele Wildtiere die Ruhe im Wald nutzen, um nach Nahrung zu suchen. Bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Hunde kurz angeleint und verfolgen Sie keine fliehenden Wildtiere für ein Handyfoto – und erklären Sie Kindern, dass die Beobachtung von Wildtieren auch ohne Lärm spannend sein kann.“
Jagd auf Wildschweine fortan auch mit künstlichen Lichtquellen und Nachtsichtgeräten möglich Neuregelung am Samstag, 30. Januar 2021 in Kraft
Ministerin Heinen-Esser: Die Regulierung des Wildschweinbestandes ist ein wichtiger Baustein zur Vorsorge vor der Afrikanischen Schweinepest – Die Schwarzwild-Strecke lag deutlich über den Wert des Vorjahres. Konkret erreichte die Strecke beim Schwarzwild im Jagdjahr 2019/2020 mit 64.736 Stück den bisher zweithöchsten Wert.
Zur Vorsorge vor der Afrikanischen Schweinepest ist bei der Bejagung von Wildschweinen fortan der Einsatz künstlicher Lichtquellen erlaubt. Gleichzeitig wird der Einsatz von Nachtsichtgeräten in Form von Nachtsichtvorsätzen und Nachtsichtaufsätzen zugelassen, die Restlicht verstärken und sofern sie ohne eigene Montageeinrichtung mittels Adapter an Zielfernrohren befestigt werden.
Änderung der ASP-Jagdverordnung
Eine entsprechende Änderung der ASP-Jagdverordnung Nordrhein-Westfalen tritt am 30. Januar 2021 in Kraft. In einer Sondersitzung des Umweltausschusses hatte der Landtag der Anpassung der ASP-Jagdverordnung am 27. Januar 2021 zugestimmt.
Nach Unterzeichnung durch Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen Esser und der heutigen Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt tritt die Neuregelung am Samstag, 30. Januar 2021 in Kraft. Ziel der Zulassung von künstlichen Lichtquellen sowie des Einsatzes von Nachsichtgeräten ist die Unterstützung der verstärkten Bejagung zur Reduktion der nach wie vor hohen Wildschweinbestände.
Jäger sind wichtige Partner
„Diese kann zu einer Absenkung der Infektionsgefahr mit der Afrikanischen Schweinpest beitragen. Die Regulierung des Wildschweinbestandes ist ein wichtiger Baustein zur Vorsorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Durch die Jagd und Hege des Wildbestandes sind Jäger wichtige Partner, um eine Ausweitung des Ausbruchsgeschehens zu verhindern. Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, um durch eine intensive Bejagung zu große Wildschweinepopulationen zu verhindern“, so Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.
NRW übernimmt Kosten für Trichinen-Untersuchungen
Die Möglichkeit zur Bejagung von Schwarzwild auch mit Hilfe von Nachtsichtgeräten dient als zusätzliche Unterstützung und erfolgt im Vorgriff auf die geplante Änderung des Bundesjagdgesetzes. Zudem übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen weiterhin auch die Kosten für die Trichinen-Untersuchungen. In der zurückliegenden Jagdperiode wurde in Nordrhein-Westfalen deutlich mehr Wild erlegt als in den Vorjahren.
Raesfeld (pd). Im Rahmen einer Dienstbesprechung verabschiedeten die Kolleginnen und Kollegen der St.-Sebastian-Schule am letzten Tag des ersten Schulhalbjahres Eveline Weide.
Sie war mehr als 36 Jahre als Lehrerin an ihrer St.-Sebastian-Schule tätig und dürfte nicht nur vielen Raesfelder Schülern, die bewegende Videogrußbotschaften sendeten, in guter Erinnerung bleiben. Schulleiter Thomas Schlüter und Konrektor Manfred Grömping dankten Eveline Weide für ihren „tatkräftigen Einsatz mit Herz“.
Durch ihr Engagement als Klassenlehrerin, aber auch durch die Gestaltung und Mitwirkung an Konzepten belebte sie seit 1985 das Schulleben der St.-Sebastian-Schule, an der sie zudem als Gleichstellungsbeauftragte tätig war. Die gesamte Schulgemeinschaft wünscht Eveline Weide ein möglichst, langes, gesundes Rentnerdasein.
Steuerliche Vorteile für Menschen mit Behinderungen ab dem Steuerjahr 2021
Dieser beträgt 348 Euro. Ab einem GdB von 30 bis zu 100 sowie bei blinden Menschen und Personen, die hilflos sind, verdoppeln sich die bisherigen Pauschbeträge. Darauf weist der Fachbereich Soziales der Kreisverwaltung Borken nun als zuständige Stelle für Schwerbehindertenangelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch IX hin.
Demnach können alle behinderten Menschen ab einem GdB von 20 – ohne weiteren Nachweis – bei ihrer Steuerveranlagung ab dem Steuerjahr 2021 einen Pauschbetrag geltend machen. Auf Antrag stellt der Kreis bei einem GdB von 20 bis 40 eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus.
Wichtig: Die bisher ausgestellten Bescheinigungen behalten ihre Gültigkeit. Ab einem GdB von 50 genügt nach wie vor die Vorlage des Schwerbehindertenausweises.
Bislang galt: Behinderte Menschen konnten erst ab einem Grad von 30 einen Pauschbetrag in Anspruch nehmen. Zusätzlich mussten bei einem GdB von 30 oder 40 für die Inanspruchnahme des Pauschbetrages die gesundheitlichen Voraussetzungen einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit bzw. eine Berufskrankheit nachgewiesen sein. In diesen Fällen wurde eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt. Diese bisher erforderlichen zusätzlichen Voraussetzungen entfallen.
Die Kreisverwaltung Borken ist zuständig für Menschen mit Behinderungen, die im Kreis Borken wohnen. Dort können behinderte Menschen die Dokumente (Bescheinigungen bzw. Ausweise) nach entsprechender Feststellung erhalten, mit denen sie dann nachweisen können, dass sie Anspruch auf die Pauschbeträge haben.
Weitergehende Informationen zu den Behindertenpauschbeträgen gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums der Finanzen: https://www.bundesfinanzministerium.de/