Land NRW stellt 200.000 Euro zur Beschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras bereit
Ministerin Heinen-Esser: Durch moderne Technik können Tiere vor dem Tod gerettet werden
Umwelt NRW (pd). Jedes Jahr sterben etliche Rehkitze bei Mäharbeiten. Sie werden von den Ricken, den weiblichen Rehen, im hohen Gras abgesetzt. Allein im tiefen Gras liegend, sind die geruchlosen Rehkitze für Fressfeinde so gut wie unauffindbar – leider auch für Landwirte mit ihren Mähgeräten.
Der sogenannte „Drückinstinkt“ sorgt dafür, dass die Kitze reglos auf dem Boden verharren anstatt zu flüchten, wenn ihnen Gefahr droht. Drohnen mit Wärmebildkamerasystemen und Echtbildübertragung können helfen, die Tiere vor dem Mähtod zu bewahren.
Zur Unterstützung der Anschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung startet das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ein neues Förderprogramm. Das Land stellt hierfür auf Antrag der Regierungsfraktionen Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung.
Einsatz von Drohnen
„Die Landwirte praktizieren seit Jahren verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Rehkitze, der Einsatz von Drohnen kann dies erheblich unterstützen und vereinfachen“, sagt Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. „Unser neues Förderprogramm soll durch den Einsatz moderner Technik dazu beitragen, viele Tiere vor einem grauenvollen Tod zu retten.“
Kreisjägerschaft ist aufgerufen
Die Ministerin rief die nordrhein-westfälischen Kreisjägerschaften auf, die Chance zu nutzen und vom dem Programm rege Gebrauch zu machen: „Bis zur ersten Mahd bleibt noch genug Zeit, sich mit der neuen Technik vertraut zu machen.“ Landwirt- und Kreisjägerschaft sollten sich vor der ersten Frühjahrsmahd gut abstimmen, damit die Maschinen erst dann zum Einsatz kommen, wenn sich auf den betreffenden Flächen kein Jungwild mehr befindet.
Das neue Förderprogramm richtet sich gezielt an die nordrhein-westfälischen Kreisjägerschaften. Gefördert wird die Beschaffung geeigneter Drohnen mit Echtbildübertragung und Wärmebildkamerasystemen zur Rehkitzrettung.
Die Zuwendung beträgt maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Anträge können schriftlich an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Postfach 101052, 45610 Recklinghausen gestellt werden. Weitere Informationen • zu den Antragsformularen beim LANUV
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Bundeswehr unterstützt Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen im Kreis Borken bei Schnelltests
26 Soldaten einer Marineeinheit aus Wilhelmshaven zur Kreisverwaltung Borken abgeordnet
Kreis Borken (pd). Am Mittwoch, 27. Januar 2021, begrüßte Landrat Dr. Kai Zwicker im Borkener Kreishaus 26 Soldatinnen und Soldaten der Bundesmarine. Diese werden nun zunächst befristet bis zum 26. Februar in 13 Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen im Kreis Borken bei Schnelltests für die Bewohner, das Personal sowie auch die Besucher unterstützen.
Landrat Dr. Kai Zwicker (vo. li.) begrüßte die Bundeswehrkräfte am Borkener Kreishaus. Foto: Kreis Borken
„Ich bin der Bundeswehr sehr dankbar für die unkomplizierte Hilfe, denn die Unterstützung kommt zur rechten Zeit. Die Soldatinnen und Soldaten werden hoffentlich eine Entlastung für die Arbeit der Einrichtungen in schwierigen Zeiten sein“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker. Die Bundeswehrkräfte werden in Häusern des Caritasverbandes im Dekanat Ahaus-Vreden e.V., des Caritasverbandes für das Dekanat Borken e.V. und des Wittekindshofes eingesetzt.
Zusage der Bundeswehr für 13 Einrichtungen
Bereits zwei Tage, nachdem der Krisenstab des Kreises Borken sich an das Kreisverbindungskommando mit der Bitte um Unterstützung gewandt hatte, kam die Zusage der Bundeswehr.
Die 26 Soldatinnen und Soldaten, die zur Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven gehören, wurden daraufhin in den Kreis Borken abgeordnet. Sie unterstützen an sieben Tagen, einschließlich des Wochenendes, einzeln oder zu zweit im gesamten Kreisgebiet die 13 Altenpflege- und Behinderteneinrichtungen, die sich nach einer Abfrage gemeldet haben, bei der Durchführung von Schnelltests.
Eine entsprechende Schulung für diese Tätigkeit erfolgte als Online-Schulung durch den DRK-Landesverband am Mittwoch, 27. Januar, im Borkener Kreishaus. Die ergänzende praktische Einweisung übernahm Oliver Pankratz vom DRK-Kreisverband Borken. Er demonstrierte den Soldatinnen und Soldaten das korrekte An- und Auskleiden der Schutzausrüstung und zeigte ihnen, wie der Abstrich in Rachen und Nase zu erfolgen hat. Auch das Handhaben der Test-Kits war Bestandteil der Unterrichtseinheit. Anschließend wurden die Bundeswehrangehörigen gegenseitig zu ihren ersten Abstrich-Probanden.
Oberstleutnant Peter Artelt, Verbindungsstabsoffizier des Kreisverbindungskommandos Borken nahm an der Schulung teil. Ihm dankte Landrat Dr. Kai Zwicker dafür, dass die Anforderung so unbürokratisch über die Bühne gegangen sei: „Die Bundeswehr ist uns in der Corona-Krise ein zuverlässiger und unverzichtbarer Partner.“
Schulen leisten weiter konsequenten Beitrag zur Kontaktreduzierung
Der Distanzunterricht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen wird bis zum 12. Februar fortgeführt.
Wie das Ministerium für Schule und Bildung am Dienstag mitteilt, wird für Schüler der Klassen 1 bis 6 sowie für Schüler mit besonderem Betreuungs- oder Unterstützungsbedarf weiterhin eine pädagogische Betreuung aufrechterhalten.
Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer erklärte: „Mit dieser Entscheidung setzen wir den Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung vom 19. Januar konsequent um. Die Schulen leisten damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Kontaktreduzierung. Das immer noch zu hohe Infektionsgeschehen und das Auftreten neuer Virusmutationen erfordert von uns weiter ein besonders umsichtiges Vorgehen. Es bleibt weiter eine Zeit der Vorsicht.
Es geht darum, mit allen Kräften eine erfolgreiche Bekämpfung der Pandemie konsequent anzustreben und dann dauerhaft zu sichern. Umso wichtiger war und ist, dass wir uns in NRW frühzeitig, umfassend und konsequent auf den Distanzunterricht vorbereitet haben. Der Umstieg auf den Distanzunterricht hat grundsätzlich gut funktioniert. Ich weiß um die Belastungen der Eltern durch den Distanzunterricht und um die Unsicherheit der Schüler aufgrund der aktuellen Situation. Ich danke den Eltern für die Unterstützung ihrer Kinder. Unsere Schülerinnen und Schüler leisten Überragendes und sie meistern eine noch nie dagewesene Situation mit Bravour. Ich werde mich weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, dass sie in diesem von der Pandemie geprägten Schuljahr jegliche Unterstützung erhalten, die sie brauchen.“
Distanzunterricht wird dem Präsenzunterricht gleichgestellt
Schon zu Schuljahresbeginn hatte die Landesregierung mit der Verordnung zum Distanzunterricht einen rechtlichen Rahmen für die Organisation dieser Form des Unterrichts geschaffen. Damit wurde der Distanzunterricht dem Präsenzunterricht in diesem Schuljahr formal gleichgestellt und kann entsprechend bewertet werden. Als erstes Bundesland plant die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen die bis zum Schuljahresende gültige Rechtsverordnung im Rahmen einer weiteren Schulgesetzänderung dauerhaft für den Distanzunterricht zu sichern.
Weitere digitale Angebote
Mit zwei Handreichungen, die die Verknüpfung zwischen Präsenz- und Digitalunterricht beschreiben sowie Best-Practice-Beispiele liefern, werden ebenso wie mit Fortbildungen, Online-Seminaren und vielen weiteren digitalen Angeboten die Lehrkräfte bei der Gestaltung des Distanzunterrichtes durch das Schulministerium unterstützt. Auch die Ausstattung von Lehrkräften sowie bedürftigen Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten hat das Land bereits frühzeitig auf den Weg gebracht.
Rund 350 Millionen Euro für Digitalisierung der Schulen
Gemeinsam mit dem Bund und den Schulträgern wurde dazu im Sommer 2020 das mit einem Gesamtvolumen von rund 350 Millionen Euro größte Investitionspaket für die Digitalisierung der Schulen aufgelegt. Die beiden Sofortausstattungsprogramme sind fast vollständig abgerufen und immer mehr digitale Endgeräte sind nun in den Schulen vorhanden.
Neben der Hardware stellt das Schulministerium den Schulen auch Softwareanwendungen für den digitalen Unterricht kostenlos zur Verfügung. Die digitale Arbeitsplattform LOGINEO NRW, das Lernmanagement LOGINEO NRW LMS und der LOGINEO NRW Messenger mit Videofunktion bieten Lehrkräften die Möglichkeit, den Distanzunterricht rechts- und datenschutzkonform zu gestalten.
Systeme laufen stabil
Ministerin Gebauer: „Ich freue mich, dass diese Angebote schon jetzt sehr gut angenommen werden und gehe davon aus, dass LOGINEO NRW perspektivisch an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz kommt. Die Erfahrungen der vergangenen Wochen zeigen: Die Systeme laufen stabil und ermöglichen es unseren Lehrkräften, guten Distanzunterricht anzubieten und auf diese Weise den staatlichen Bildungsauftrag zu sichern.
Beste Bildung
Ich habe immer betont, dass der Präsenzunterricht für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die beste Form des Lernens beziehungsweise Lehrens darstellt. Als Schul- und Bildungsministerin bleibt es weiterhin mein Ziel, unseren Schülern beste Bildung zu ermöglichen. Das bedeutet: Sobald die Entwicklung des Infektionsgeschehens es zulässt, müssen wir den Kindern und Jugendlichen auch wieder Präsenzunterricht anbieten. Dieses Ziel erreichen wir am schnellsten, wenn wir die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung jetzt konsequent einhalten.
Mir ist bewusst, dass viele Schüler sich Sorgen machen, wie sie ihre Bildungswege weiterführen können. Das gilt natürlich in besonderer Weise für die Abschlussjahrgänge. Unser Ziel war, ist und bleibt, ihnen auch in diesem Jahr die Teilnahme an Prüfungen zu ermöglichen und auf dieser Grundlage vollwertige Abschlüsse zu vergeben, die überall anerkannt werden. Mit der Verschiebung der Prüfungstermine, einer erweiterten Aufgabenauswahl sowie einer Anpassung der zentralen Prüfungsaufgaben, die auch der Tatsache Rechnung trägt, dass gegebenenfalls nicht alle Bereiche der Lehrpläne in der gewohnten Vertiefung unterrichtet werden konnten, haben wir hier Vorkehrungen getroffen, die für situationsangemessene, faire Prüfungsbedingungen sorgen. In den Beratungen mit den Verbänden und Akteuren des Bildungsbereichs am Wochenende wurde deutlich, dass diese Linie auf eine breite Zustimmung stößt.
Mit Blick auf einzelne Prüfungen bereits ab Ende Februar wird es lediglich für einige Schüler der Berufskollegs Ausnahmen geben. Das ist ein Gebot der Fairness und aufgrund der geringen Zahlen verantwortbar.
Klar ist, dass den Schülern, die jetzt vor Abschlussprüfungen und Schulabschlüssen stehen, keine pandemiebedingten Nachteile entstehen dürfen.
Bereits im vergangenen Schuljahr 2019/20 hatte die Landesregierung im Zusammenwirken mit dem Parlament die Voraussetzungen dafür geschaffen, faire Prüfungen, vollwertige Abschlüsse und erfolgreiche Bildungsverläufe auch während der Coronavirus-Pandemie zu sichern. Abhängig von der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens werden wir auch weiterhin alles dafür tun, um sicherzustellen, dass allen unseren Schülerinnen und Schülern durch die Coronavirus-Pandemie keine Nachteile entstehen.“
Fahrradfahrer erlitt nach Unfall in Raesfeld schwere Kopfverletzungen
Bei einem Verkehrsunfall im Kreisverkehr Borkener Straße/Helweg in Raesfeld, ist am Dienstagvormittag gegen 10.34 Uhr ein 80-jähriger Fahrradfahrer aus Hamminkeln schwer verletzt worden.
Foto: Petra Bosse
Eine Autofahrerin aus Raesfeld war im Kreisverkehr ebenfalls Richtung Ortsausfahrt unterwegs. Nach ersten Informationen der Polizei habe die Autofahrerin den Radfahrer im Kreisverkehr übersehen.
Durch den Aufprall erlitt der 80-Jährige so schwere Kopfverletzungen, dass er ins Borkener Krankenhaus gebracht werden musste.
Mit einer neuen Variante der Masche des „Falschen Polizisten“ haben es Betrüger in der letzten Woche in Raesfeld versucht
Wie die Polizei Kreis Borken mitteilt, hatten am Dienstagvormittag vergangener Woche mehrere Betroffene einen entsprechenden Anruf erhalten.
Der Betrüger am anderen Ende der Leitung gab sich als Polizeibeamter aus und wollte dringend einen Angehörigen der Angerufenen sprechen. Zum Erfolg kamen die Täter glücklicherweise nicht – die Betroffenen brachen die Gespräche ab.
Die Polizei rät: Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte gar nicht erst auf ein derartiges Gespräch eingehen. Denn wer sich erst einmal auf einen längeren Wortwechsel einlässt, kann im Verlauf eher zu beeinflussen sein. Denn die Täter gehen psychologisch geschickt vor: Sie bauen bedrohliche Szenarien auf, die sie mit vermeintlich glaubwürdigen Informationen unterfüttern.
Bargeld soll einer bestimmten Stelle deponiert werden
Immer wieder kommt es leider dazu, dass sie an das Hab und Gut ihrer Opfer kommen: Diese glauben am Ende, Wertsachen oder Bargeld bei den Tätern in sichere Hände zu geben oder gar an einer bestimmten Stelle zu deponieren.
Das Gegenteil ist der Fall! Die Polizei erneuert deshalb ihre Warnung: Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte keine persönlichen Daten preisgeben und ebenso wenig über seine Vermögensverhältnisse Auskunft geben.
110 bedeutet nicht gleich Polizei
Die Polizei erfragt derartige Informationen niemals per Telefongespräch. Auch wenn im Display des Telefons die „110“ erscheinen sollte, handelt sich keinesfalls um einen Anruf der Polizei. Die Betrüger nutzen technische Möglichkeiten, um damit eben dies vorzutäuschen. Wer von einem vermeintlichen Polizeibeamten angerufen wird, sollte sich den Namen notieren, das Gespräch beenden und selbst die 110 wählen.
Der Kreis Borken kann kein Einfluss darauf, dass die Leitungen zur Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen überlastet sind
Vereinbarung von Terminen für die Coronavirus-Schutzimpfung Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe: Überlastung der Internetseite www.116117.de und der Telefon-Hotline 0800 /116 117 02
Extrem hohe Zugriffszahlen auf die Webseiten zur Buchung einer Corona-Impfung sowie ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 führten am Montag zu erheblichen Verögerungen.
NRW. Heute (25.01.2021) Morgen um 8 Uhr hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe die Internetseite www.116117.de und die Telefon-Hotline 0800 /116 117 02 zur Vereinbarung von Terminen für die Coronavirus-Schutzimpfung freigeschaltet.
Bereits kurz nach dem Start habe es laut Karlheinz Gördes, Pressesprecher Kreis Borken, große technische Probleme bei deren Erreichbarkeit gegeben. Viele Bürger haben sich laut Mitteilung des Kreises Borken darüber massiv beklagt. Auch dem Kreis Borken, erreichen Unmutsäußerungen.
Kreis Borken ist nicht für Terminvergabe zuständig
„Diese Kritik können wir gut verstehen und geben sie an die für die Terminvergabe verantwortliche Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe weiter. Als Kreis Borken sind wir aber weder für die Organisation der Terminvergabe zuständig noch können wir darauf Einfluss nehmen. Daher kann unsere Telefon-Hotline dazu keine Auskünfte geben und auch keine Termine vermitteln“ erklärt Gördes.
Verweisen möchten der Kreis Borken zudem auf die aktuelle Information der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zum Thema Terminbuchungen für die Corona-Schutzimpfung:
„Extrem hohe Zugriffszahlen auf die Webseiten zur Buchung einer Corona-Impfung und ein hohes Anruferaufkommen bei der Hotline 116 117 führen aktuell zu erheblichen Verzögerungen bei der Terminbuchung für die über 80-jährigen Impfberechtigten in NRW, dies bedeutet längere Wartezeiten bei Anrufen und Verzögerungen sowohl beim Aufrufen der Webseiten als auch bei der Bestätigung von Terminen per E-Mail. Es wird unter Hochdruck an der Beseitigung der Engpässe gearbeitet und die KVen bitten mit Blick auf die derzeitige Systemauslastung alle, die einen Termin buchen möchten, um Geduld. Alle, die die Möglichkeit haben, einen Termin zu einem späteren Zeitpunkt zu buchen, sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen“.
Informationen zum Thema „Vereinbarung von Impfterminen“ gibt es im Internet unter https://www.corona-kvwl.de.
CDU, SPD, UWG, FDP und Die Grünen stimmten der Haushaltssatzung mit dem vorgelegten umfangreichen Zahlenwerk zu
In seiner Sitzung am 25. Januar verabschiedete der Rat der Gemeinde Raesfeld einstimmig den Haushalt für das Jahr 2020.
Es war ziemlich zügig bei der Ratsitzung im Forum der Sebastian-Schule, als der Haushalt am Montagabend einstimmig aller fünf Fraktionen verabschiedet wurde. Sehr zur Freude von Bürgermeister Martin Tesing: „Wir sind auf einen guten Weg“.
Coronabedingt fand die zweite Ratssitzung in dem gut durchgelüfteten Forum der Schule statt. Ungewöhnlich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war, dass alle Fraktionsvorsitzenden ihr Haushaltsrede in verkürzter Form vorlasen.
Vorab eine positive Nachricht:
Die Steuersätze für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer bleiben unverändert. Bei den Gebührensätzen allerding wird es gegenüber 2020 eine minimale Erhöhung im Regenwasserbereich geben.
CDU – JA: In seiner Haushaltsrede am Montag betonte der Fraktionsvorsitzende der CDU Raesfeld Bernhard Bölker, dass trotz Pandemie im letzten Jahr, in dieser Zeit in der Gemeinde viel Gutes geschaffen worden. Mit Blick in die Zukunft gehe die Fraktion davon aus, dass das Zahlenwerk des Haushaltsentwurfes nicht die Aussagekraft habe, wie den vergangenen Jahren. „Es lässt sich zur Zeit einfach nicht sagen, welche positiven und negativen Einflüsse uns in den nächsten Monaten auf der Ausgabenseite, aber auch auf der Einnahmenseite erwarten. Es ist für uns alle ein gewisses Stochern im Nebel“.
Zum Schluss seiner Ausführungen erwähnte Bölker, dass mit Sicherheit keine Punktlandung am Ende des Jahres erwarten werden könne. Voraussichtlich wird die Gemeinde Raesfeld dieses Jahr den Haushalt mit einem Minus abschließen und die liquiden Mittel deutlich reduziert haben. Bernhard Bölker: „Die sparsame Wirtschaftsweise über viele Jahre ermöglicht es der Gemeinde Raesfeld, die umfangreichen Investitionen, die anstehen, aus der Rücklage, dem Sparstrumpf der Gemeinde, zu finanzieren. Deshalb müssen die Steuerzahler nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden“.
SPD – Ja: „Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten – in Corona-Zeiten: Menschen sterben, Menschen leiden, Menschen verlieren ihre Existenz. In diesen Zeiten ist es bestimmt nicht einfach, einen schlüssigen Haushaltsplan einzubringen“, so die Fraktionsvorsitzende SPD Elke Rybarczyk.
Sie unterstrich in ihrer Rede, dass es trotzdem gelungen sei und sprach dem Kämmerer Martin Tesing und Verwaltung dafür ihren Dank aus. Elke Rybarczyk: „Wir werden diesem Haushaltsplan zustimmen, auch wenn wir an einigen Stellen Nachbesserungsbedarf sehen. Der Haushalt umfasst ein Volumen von € 22.728.000 bei einem bereinigten Defizit von nur € 573.000. Um diese gute finanzielle Situation werden uns viele Gemeinden beneiden“.
UWG- JA: „Was war 2020 für ein Jahr! Politik und Verwaltung in Raesfeld wurden – wie überall in der Welt – von der Pandemie überrollt, wir alle hatten Mühe, den Kopf über Wasser zu halten“, so Johannes Lülf, Fraktionsvorsitzender der UW. Deutlich sei das in der Verwaltung geworden. „In den vorherigen Jahren gab es zusätzlich zu den Routineaufgaben noch viele arbeitsintensive Projekte, die uns alle auch in diesem Jahr beschäftigen werden, z.B. neue Wohngebiete, neue Gewerbegebiete, Regenwasserbeseitigung, Dorfentwicklung in Raesfeld und Erle. Auf diese Arbeitslast traf dann Corona“.
Mehraufwand für Verwaltungsmitarbeiter, Krankheitsbedingte Ausfälle und die über einige Wochen vakante Stelle des 1. Beigeordneten haben das Arbeiten in den letzten Monaten sicherlich nicht einfacher gemacht, betonte der Fraktionsvorsitzende der UWG. Johannes Lülf: „Dazu seien ungeplant und überraschend Themen entstanden, die unmittelbar viel Arbeitsaufwand benötigten, wie zum Beispiel das Haus Keller oder der Bedarf für einen neuen Kindergarten mit 4 Gruppen.
Zusammenfassend jedoch sei gesagt: Die für als UWG wichtigsten Themen für 2021 im Haushaltsplan seien berücksichtigt: Keine Erhöhung der Steuern und Abgaben für die Bürger – Berücksichtigung von Planungskosten für die Ortsmitte Raesfeld sowie erste Ansätze zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes“.
Die Grünen – Ja: Die Covid-19-Pandemie sei auch an Raesfeld nicht vorbeigegangen und spiegele sich unter anderem im Haushalt der Gemeinde wider. „Ohne gesetzliche Regelung durch das NKF-COVID-19-Isolierungsgesetz läge der Fehlbetrag entgegen ursprünglicher Ansätze bei etwa 1,3 Mio. Euro, so bei etwa 570.000 Euro. Hier handelt es sich nachvollziehbar um krisenbedingte Auswirkungen. Gleichfalls stehen für die Gemeinde teils erhebliche Investitionen in die Infrastruktur aus“, sagte Henry Tünte, Fraktionsvorsitzender der Grünen Raesfeld.
Dazu gehören u. a. das Dorfentwicklungskonzept, Neubau einer Kindestagesstätte, Investitionen im Schulbereich und signifikante Ausgaben für die Wasserwirtschaft. Henry Tünte: „Trotz dieser Umstände steht die Gemeinde aus Sicht der Grünen insgesamt gut da. Der Verwaltung ist es gelungen, einen mittelfristig Überschüsse zu erwartenden Haushalt aufzustellen, so dass der Jahresfehlbetrag voraussichtlich bereits 2023 wieder ausgeglichen werden kann. Das nennt man Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft“.
FDP – JA: Der vorliegende Haushaltsentwurf sehe ein großes Investitionsvolumen in mehreren Bereichen vor, betonte Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP Raesfeld. „Die Investitionen in Hoch- und vor allem Tiefbau sind trotz des zu erwartenden, negativen Jahresergebnisses richtig und wichtig, denn nur durch die zum Teil bereits überfälligen Infrastrukturmaßnahmen z.B. in die Erneuerung der Kanalisation, den Bau neuer Regenrückhaltebecken, den Straßenbau und die Erweiterung der Kläranlage, kann unsere Gemeinde die Grundversorgung sicherstellen und die Lebensqualität in unserem Ort erhalten und verbessern“.
Stephan appellierte am Ende seine Rede für größtmögliche Transparenz, damit alle Bürger bei den Entscheidungsfindungen im Rat und in den Ausschüssen teilhaben können. Durch einen Livestream könne eine echte Öffentlichkeit hergestellt werden.
Sein Resümee: Machen wir mehr aus den zur Verfügung stehenden Ressourcen, steigern wir die Effektivität der eingesetzten Mittel.
Einige Zahlen und Fakten
Geplant ist der Bau einer neuen Kindertagesstätte. Eingeplant im Haushaltsplanentwurf für diese Baumaßnahme sind 1,5 Millionen Euro vorgesehen.
Für den Bereich Abwasser- und Regenwasserklärung sowie Regenwasserrückhaltung sind über 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Davon allein 500.000 Euro für die Erweiterung der Raesfelder Kläranlage.
Zusätzlich soll ein Teilstück des Löchter Mühlenbaches im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie renaturiert werden. Das sind nochmals Kosten in Höhe von 250.000 Euro, die aber nicht den Gebührenzahlern zur Last fallen.
Der vorgesehenen Abbruch des Gebäudes Borkener Str. 5 mit dem dahinterliegenden Gebäude an der Klümperstraße schlagen kostenmäßig mit 150.000 Euro zu buche. Hier soll zunächst ein Parkplatz errichtet werden.
Um weitere Parkplätze zu schaffen, soll dieses Haus an der Borkener Straße abgerissen werden.
Zwei Gewerbegebietserweiterungen stehen für dieses Jahr auf der Agenda. Sowohl für Raesfeld-Süd als auch für Erle Ost. Hierfür seien umfangreiche Investitionen für die Erschließung, laut Plan in Höhe von 3,5 Mio. Euro, erforderlich. Diese Kosten fallen allerdings nach jetziger Planung erst in 2022 an, stehen aber als Verpflichtungsermächtigungen schon in diesem Haushaltsplan.
Digitalpakt für die Grundschulen. Eingeplant dafür sind fast 200.000 Euro, wovon 90% aus dem bestehenden Digitalpakt des Bundes stammen sollen.
Was steht 2021 an?
Auf der Agenda für 2021 steht unter anderem, dass über die Nutzung des Geländes des ehemaligen Hotels Epping/Sparkassenfiliale darüber nachgedacht werden soll, wie dieser Bereich zukünftig genutzt werden kann.
Baugebiet Wehler Straße in Erle
In Planung ist die Erweiterung des Wohngebietes Wehler Straße in Erle. Dort werden demnächst die Grundstücke nach dem Raesfelder Modell vergeben. Hier soll eine Regelung geschaffen werde, wonach die Fläche für Schottergärten eingeschränkt werden.
Die kompletten Reden gibt es zum Download unter folgendem Link:
Standorte in Borken und Reken / Borkener Fahrzeug mit Telenotarzt-System ausgestattet
Borken/Reken (pd).Die Feuer- und Rettungswache Borken und die Rettungswache Reken erhalten jeweils einen neuen Rettungstransportwagen (RTW)
Der Kreis Borken als Träger des Rettungsdienstes nahm nun gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Rettungswachen die beiden Fahrzeuge ab und überführte sie nach Borken bzw. Reken.
Die neuen Rettungstransportwagen für die Feuer- und Rettungswache in Borken sowie die Rettungswache in Reken.
„Mir ist es sehr wichtig, dass die rettungsdienstliche Versorgung im Kreisgebiet stetig verbessert wird“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker darüber. Dazu werden die neuen Mercedes-Sprinter, gerade auch der neue RTW für die Wache in Borken, zukünftig beitragen.
Dieser ist bereits mit der Telenotarzt-Technik ausgestattet, die voraussichtlich ab dem Frühjahr in Borken eingesetzt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Februar / März für den Umgang mit dem Telenotarzt-System geschult.
Beide Fahrzeuge wurden in Neubrandenburg von der Firma „Fahrtec“ gebaut, d.h. die Fahrgestelle haben jeweils einen „Koffer“ mit der RTW-Ausstattung aufgesetzt bekommen. Zudem erhalten sie dort auch das typische Design eines Rettungstransportwagens.
Das Besondere am Fahrzeug für die Borkener Wache ist die Ausstattung mit dem Telenotarzt-System. Schon von außen ist dies gut sichtbar, denn der RTW trägt den zusätzlichen Aufdruck „Telenotarzt“. Die Kosten für beide Fahrzeuge betragen inklusive Ausstattung circa 250.000 Euro.
Zum Hintergrund: Das Telenotarzt-System wurde in dem neuen RTW für die Feuer- und Rettungswache in Borken eingebaut, weil von dort häufiger Verlegungen von der „Stroke-Unit“-Station des Borkener Krankenhauses in die Neurochirurgie nach Recklinghausen erfolgen. Auf diesen Verlegungs-Fahrten ist es zwingend erforderlich, dass ein Notarzt mitfährt.
Jedoch kommt es nur in den seltensten Fällen dazu, dass der Notarzt eingreifen muss. Deshalb ist bei Verlegungs-Fahrten für stabile Patientinnen und Patienten geplant, diese Fahrten mit Hilfe des Telenotarzt-Dienstes abzudecken, sodass im Notfall der Notarzt hinzugeschaltet werden kann und bei Bedarf weitere Maßnahmen veranlasst werden können.
Am Samstag zwischen 17 und 22.30 Uhr drangen unbekannte Täter in die Doppelhaushälfte am Roggenkamp ein. Um in das Haus zu gelangen, hebelten sie eine Terrassentür auf. In den Garten gelangten sie durch ein unverschlossenes Tor.
Im Inneren wurden sämtliche Räume durchsucht. Nach derzeitigem Ermittlungstand erbeuteten die Diebe Schmuck und einen Fahrzeugschlüssel. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise an die Kripo in Borken unter Tel. (02861) 9000.
Mit Blick auf die geleisteten Einsätze 2020 war es bei der Feuerwehr Raesfeld etwas ruhiger als im Jahr 2019.
Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Löschzüge Raesfeld und Erle 3119 Einsatzstunden bei 123 Einsätzen. Das waren 232 Stunden weniger als im Jahr 2019. Im Jahr 2019, waren es 123 Einsätze mit einer Gesamtstundenleistung von 3351 Stunden.
Zu insgesamt 151 Einsätze wurde im vergangenen Jahr die Feuerwehr Raesfeld gerufen.
Davon waren116 Einsätze technische Hilfeleistungen (2019/ 64) sowie 19 Brandeinsätze. Das waren insgesamt 20 Einsätze weniger als im Jahr 2019. Ausgelöste Brandmeldeanlagen gab es insgesamt sieben(2019 /9). Sechsmal war im Grenzgebiet zu Borken im Rendezvoussystem mit der Feuerwehr Borken eine überörtliche Hilfe angesagt (2019/3).
Zweimal musste laut Mitteilung von André Szczesny, Leiter der Feuerwehr Raesfeld, die Wehr den Rettungsdienst des Kreis Borken bei der Tragehilfe unterstützen. Hinzu kam noch eine Fehlalarmierung.
Keine Brandschutzerziehungen
„In 2020 konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie leider keine Brandschutzerziehungen an den Feuerwehrgerätehäusern durchführen“, so Szczesny. wurden im letzten Jahr (2020) 3119 Einsatzstunden der ehrenamtlichen Einsatzkräfte geleistet.
Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene schlugen in 2020 mit 454 Stunden zur Buche. Am IDF Münster kamen 160 Stunden für zwei Führungslehrgänge F III. und F IV. zusammen. Aufgrund der Corona-Pandemie seien auch hier einige Lehrgänge und Seminare ausgefallen.
Drei Großeinsätze beschäftigte die Feuerwehr Raesfeld ganz besonders:
Feldbrand
Dazu gehört ein Feldbrand am 13.07.2020, der durcheine Erntemaschine im Ortsteil Homer ausgelöst worden war. Beide Löschzüge Raesfeld und Erle waren mit Unterstützung der Feuerwehr Borken gut 100 Stunden im Einsatz. Problematisch sei die Wasserversorgung in dem Außenbereich gewesen. Hier musste Löschwasser durch eine lange Wasserleitung aufgebaut werden, ebenfalls waren hier mehrere Löschfahrzeuge im Einsatz.
Starkregenereignis in Raesfeld
Am 13.08.2020 sorgte ein punktuelles Starkregenereignis in Raesfeld für 68 Einsatzstellen und gut 250 Arbeitsstunden. Diese Mammutaufgabe musste punktuell abgearbeitet werden. Unterstützung habe es hierbei durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Borken, der Feuerwehr Rhede und der Feuerwehr Heiden gegeben. Hier kamen gut 250 Einsatzstunden zusammen.
Großbrand in einer Schreinerei
Der Großbrand in einer Schreinerei am 30.09.2020, ausgegangen von einem Späne-Bunker, sei, so Szczesny ein sehr zeitintensiver Einsatz gewesen, der viel Geduld, Kraft und Manpower benötigte. Unterstützung gab es hierbei neben den beiden Löschzügen der Feuerwehr Raesfeld, die Feuerwehr Schermbeck inklusive mit Drehleiter, Feuerwehr Borken und die Einheit Messen Süd der Feuerwehren des Kreis Borken und die Beleuchtungsgruppe des THW Bocholt. Anwesend gewesen seien auch an diesem Tag der Kreisbrandmeister, das Ordnungsamt, Bürgermeister, die Firma Garvert, Catering Wachtmeister und die Polizei mit rund weiteren 500 Einsatzstunden.
Zwei Hochzeiten
Neben den geleisteten Einsätzen gab es auch zwei angenehme Termine. Dazu gehörten die Hochzeiten von Hendrik Schwane am 27. Juni und von Jörg Cluse am 18. September. Eine kleine Abordnung beglückwünschten die frischgebackenen Brautpaare.
Neuanschaffungen
Was die Neuanschaffungen und Ersatzbeschaffungen anbelangt, konnte 2020 einiges für die Feuerwehr realisiert werden.
Jedes Löschfahrzeug, HLF20, HLF10, MLF und LF16-TS wurde mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Und auch dem Einsatzleitwagen wurde eine kleine Wärmebildkamera für den Einsatzleiter angeschafft.
Weitere Anschaffungen größere Anschaffungen waren: ein neuer Satz Rettungszylinder für das HLF10 des LZ Erle, ein Schlauchboot inkl. Zubehör für den Standort FGH Raesfeld, neue Hochwasser/Schlammsauger für beide Löschzüge, für das Konzept Einsatzstellenhygiene ein Hygiene-Rollcontainer.
In den Bereichen Kleiderkammer, Atemschutz, Digitalfunk, Alarmierung konnten ebenfalls die nötigen Anschaffungen getätigt werden. „Hier geht der besondere Dank an die Gemeindeverwaltung, die wie immer ein offenes Ohr für ihre Feuerwehr hat“, freut sich André Szczesny.
Neues Feuerwehrfahrzeug
Ebenfalls sehr erfreulich sei die Tatsache, dass für den LZ Erle ein neues HLF 20 in Auftrag gegeben werden konnten, das das LF26-TS ersetzen soll. André Szczesny: „Wir hoffen, dass das Fahrzeug im Sommer 2022 seinen Weg zum Standort FGH Erle findet“.
Darüber hinaus liege ein turbulentes Jahr 2020 hinter der Feuerwehr Raesfeld, da durch die Corona-Pandemie es im Einsatzdienst einige Änderungen gab, worauf sich die Einsatzkräfte einstellen mussten. Dazu gehörten, dass die Löschfahrzeuge nicht mehr 1/8 besetzt werden konnten, sondern „nur“ noch 1/5 und der „Rest“ der Gruppenbesatzung mit 1/3 im MTF in Kombi rausfahren durften.
Corona
Auch das generelle Tragen einer FFP2 Maske getragen und das Fahrzeuge und Gerätschaften nach jedem Einsatz desinfiziert werden müssen, seien nur einige neue Corona Auflagen und Maßnahmen.
Mit Blick auf die Infektionen mit dem COVID-19 Virus hielten sich in 2020 diese bei der Feuerwehr Raesfeld in Grenzen. „Wir sind sehr froh, dass alle Einsatzkräfte immer gesund nach Hause fahren konnten“, fügt Szczesny hinzu.
Nun werden sich die freiwilligen Einsatzkräfte der Raesfelder Feuerwehr erneut Herausforderungen des Jahres 2021 stellen und weiterhin für die Bürger der Gemeinde Raesfeld 365 Tage, 24 Stunden da sein.
Jugendfeuerwehr
Was die Jugendfeuerwehr anbelange, blicke diese leider auf ein sehr ruhiges Jahr 2020 zurück. Die Corona-Pandemie habe auch die Jugendabteilung sehr stark eingeschränkt, sodass auch hier fast keine Übungsdienste stattfinden konnten.
Einige Aktionen im Jahr 2020 mit Blick auf das 25-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr waren geplant. Dazu gehörte ein Bootsausflug, die nun für Ende 2021 an das verschoben wurde. André Szczesny: „Wir hoffen, dass wir dann den Termin für unseren jungen Kameraden/innen realisieren können“.
Highlight
Ein Highlight habe es jedoch in 2020 gegeben: Die Jugendfeuerwehr konnte sich beim Heimatshoppen mit einem nagelneuen Infostand präsentieren. „Das hat allen sehr viel Spaß gemacht und hat besonders die jungen Bürger der Gemeinde magisch angezogen. Unsere Jugendfeuerwehr hat an diesem Tag nicht mit ihrem Wissen hinter dem Berg gehalten. Sie haben die Besucher des Standes reichhaltig und intensiv informiert“.
Die Raesfelder CDU-Fraktion möchte Pflegekräfte, die besonders in Zeiten von Corona viel leisten müssen, eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen.
Das schlägt in einem Antrag an Bürgermeister Martin Tesing der Fraktionsvorsitzende der CDU Bernhard Bölker vor.
Vorausgegangen sei laut Bölker der am 15. 6. 2020 von der Ratsfraktion beschlossene Antrag der CDU. Dieser beinhaltete, dass für örtliche Vereine, die in der Pandemie in finanzielle Not geraten sind und von Bund und Land nicht entsprechend unterstützt werden, einen Betrag von 20.000 Euro bereitzustellen.
„Da die Mittel wegen fortdauernder Pandemie nicht abgerufen wurden, beantragen wir, den Betrag für dieses Jahr fortzuschreiben“, so Bölker.
Darüber hinaus möchte nun die CDU-Fraktion denjenigen Menschen, die derzeit während der Corona-Pandemie in der Pflege von älteren Mitbürgern in den örtlichen Einrichtungen besonders viel leisten, eine Anerkennung zukommen lassen.
Gutschein
Laut Antrag soll den Pflegekräften in Vollzeitkräfte im Haus St. Martin, den Betreuungskräften im Haus an der Gartenstraße und dem Silvesterhaus Erle je ein Gutschein vom Raesfelder Ortsmarketing in Höhe von 100 Euro und den Pflegekräften, die bis zu 50 % einer Vollzeitstelle haben, je ein Gutschein in Höhe von 50 Euro überreicht werden. Bernhard Bölker: „Wir möchten dieses Vorgehen ganz bewusst auf die stationären Einrichtungen beschränken, da dort durch die Corana-Auflagen die Pflege älterer Bewohner nach unserer Erkenntnis besonders intensiv ist“.
Die Terminvergabe für Corona-Impfungen startet wie geplant am 25. Januar
Kassenärztliche Vereinigungen erwarten zu Beginn sehr hohes Anruferaufkommen
NRW. Angesichts reduzierter Lieferkapazitäten von BioNTech sah sich das NRW-Gesundheitsministerium am 20.01.2021 zu einer kurzfristigen Planänderung bei der Verteilung des Impfstoffs und der Eröffnung der Impfzentren veranlasst.
Die 53 Impfzentren in NRW starten am 8. Februar und damit eine Woche später als ursprünglich vorgesehen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe weisen vor diesem Hintergrund noch einmal darauf hin, dass der verzögerte Start in den Impfzentren auch Auswirkungen auf die Zahl verfügbarer Impftermine haben wird.
Wie viele Termine angeboten werden können, hängt direkt von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.
Die Terminvergabe für alle Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahre beginnt ungeachtet dessen am kommenden Montag (25. Januar, 8 Uhr).
Mit Problemen bei der Terminvergabe wird gerechnet
„Den Mangel verwalten – damit sahen wir uns in der Coronavirus-Pandemie schon häufig konfrontiert und es trifft nun auch wieder auf die Vergabe der Impftermine zu. Es ist kein Geheimnis wenn ich sage, dass wir bei der Terminvergabe – sowohl online als auch telefonisch – mit Problemen rechnen. Mehr als 1.000 zusätzliche Mitarbeiter werden sich beispielsweise um die Telefonie kümmern, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass aktuell nur begrenzt Impfstoff zur Verfügung steht – und damit auch nur eine begrenzte Zahl von Terminen. Es wird nicht glatt laufen können, das ist uns bewusst“, erläutert Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), die Situation.
Jeder Impfwillige wird drankommen
Jeder Impfwillige wird drankommen, aber es ist Geduld gefragt – zumindest so lange, bis mehr Impfstoff vorhanden ist. Wann dies genau der Fall sein wird, kann im Moment niemand sicher vorhersagen.
„Wir sehen einmal mehr und haben seit Wochen auch immer wieder darauf hingewiesen, dass der limitierende Faktor bei der Impfkampagne die zur Verfügung stehende Impfstoffmenge ist; es sind nicht die personellen Ressourcen, die Bereitschaft medizinischen Personals oder organisatorische Hürden. Dass wir zügig und effizient impfen können, wenn Impfstoff da ist, zeigen die seit dem 27. Dezember laufenden Impfungen durch mobile Teams in den Senioren- und Pflegeheimen. Bis zum Ende dieser Woche werden in NRW rund 380.000 Menschen eine Erstimpfung erhalten haben. Die jetzige Verzögerung ist wirklich bedauerlich. Aber es bleibt beim Start der der Terminvergabe am 25. Januar. Wichtig ist auch: Es ist ausreichend Zeit und Vorlauf für die Terminvergabe, niemand muss Sorge haben, zu spät zu kommen, um einen Impftermin zu vereinbaren“, sagt Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.
KVWL und KVNO bitten zudem darum, die telefonischen Anmeldemöglichkeiten für eine Corona-Impfung ab dem 25. Januar vor allem zur Terminvermittlung und nicht für allgemeine Fragen zur Corona-Impfung in Anspruch zu nehmen, um die Leitungen nicht zusätzlich zu belasten.
Wer sich gegen das Coronavirus in einem Impfzentrum impfen lassen möchte, muss folgende Vorgehensweise und Hinweise beachten:
Terminvereinbarung:
Wer geimpft werden möchte, muss impfberechtigt sein. In der ersten Phase sind dies Personen, die 80 Jahre oder älter sind. Alle Impfberechtigten haben ein Anschreiben erhalten. Alle weiteren Impfberechtigten werden zum gegebenen Zeitpunkt informiert.
Eine Impfung ist nur mit Termin möglich. Die Terminvergabe erfolgt in Nordrhein-Westfalen ab 25. Januar, 8 Uhr, online unter www.116117.de in Nordrhein auch unter termin.corona-impfung.nrw (Anmerkung des Kreises Borken:
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Online-Terminvergabe ist auch auf der Internetseite des Kreises Borken zum Impfzentrum (https://kreis-borken.de/impfzentrum) unter dem Aufklappmenü „Wie kann ich mich impfen lassen?“ zu finden.)
Darüber hinaus werden auch unter den kostenfreien Telefonnummern 116 117 und unter 0800 116 117 01 (ausschließlich Nordrhein) und 0800 116 117 02 (ausschließlich Westfalen-Lippe) täglich zwischen 8 und 22 Uhr Termine vergeben. Halten Sie am besten Stift und Papier bereit, um den Termin und ggfs. weitere Informationen zu notieren.
Termin für die zweite Schutzimpfung
Die Terminvereinbarung können auch Angehörige oder Vertrauenspersonen übernehmen. Bitte achten Sie darauf, neben dem Termin für die Erstimpfung auch direkt einen weiteren Termin für die zweite Schutzimpfung zu vereinbaren, um einen vollständigen Impfschutz zu gewährleisten.
Wichtig: Zu Beginn kann es aufgrund der großen Nachfrage zu längeren Wartezeiten am Telefon kommen. Bitte haben Sie Geduld.
Die Kapazitäten der Impfzentren werden der äußerst dynamischen Entwicklung bei der Impfstoffzulassung und -produktion angepasst und nach und nach ausgeweitet – abhängig vor allem von den zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen.
Im Impfzentrum wird zunächst die Impfberechtigung überprüft. Dies erfolgt bei den Senioren mittels Personalausweis oder Reisepass. Neben dem Ausweis sollten Bürger auch ihre elektronische Gesundheitskarte (Krankenkassenkarte) und ihren Impfpass mitbringen, in Nordrhein zudem die zuvor versandten Impfdokumente.
Außerdem sollten sie unbedingt einen Mund-Nase-Schutz tragen, denn auch im Impfzentrum gelten die allgemeinen Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie.
Bevor es mit der Impfung losgeht, erhalten die Impfwilligen die Möglichkeit, sich noch einmal ausführlich über die Impfung zu informieren und sich von einem Arzt beraten zu lassen.
Die Impfung wird dann von einem Arzt oder medizinisch geschultem Personal durchgeführt. Anschließend wird empfohlen, noch ca. 30 Minuten zur Nachbeobachtung im Impfzentrum zu verbleiben. Jeder Geimpfte erhält eine Impfbescheinigung.
Auf Wunsch ist zusätzlich auch ein Eintrag in den Impfpass möglich. Die zweite Schutzimpfung – aktuell ausschließlich mit dem BioNTech-Impfstoff – erfolgt nach ca. drei Wochen und ist notwendig, damit der Impfstoff seine volle Wirksamkeit erhält. Sie findet ebenfalls im Impfzentrum und läuft genau wie die erste Impfung ab.
Genussregion Niederrhein präsentieren sich im Rahmen der Grünen Woche „digital“
Betriebe der Genussregion Niederrhein müssen wie alle Ausstellenden aus NRW, in diesem Jahr auf eine Reise nach Berlin zur Internationalen Grünen Woche verzichten.
(pd). Um das Image der Landwirtschaft und der handwerklichen Herstellung regionaler Produkte aus NRW trotzdem fördern zu können, wurde die Präsentation des Landes NRW und seiner Ausstellenden in eine Smartphone-App verlegt. Insgesamt stellen sich hier 90 Unternehmen und teilnehmende Institutionen aus ganz NRW dar. Darunter auch viele Mitgliedsbetriebe des Genussregion Niederrhein e.V.
„Das Image und der Wert regionaler Wertschöpfung und regionaler Produkte werden aktuell durch die Corona Pandemie positiv verstärkt. Der Verein Genussregion Niederrhein möchte diesen positiven Trend aufgreifen und unterstützt verstärkt seine Mitgliedsbetriebe in der Zusammenarbeit untereinander sowie beim Ausbau der Vermarktungswege für regionale Produkte,“ sagt Michael Düchting, Leiter der EntwicklungsAgentur Wirtschaft beim Kreis Wesel.
Ab heute abrufbar
So plant der Verein gemeinsam mit dem Land NRW mehrere Betriebsbesuche am Niederrhein als Pressefahrten und Netzwerktreffen für das kommende Frühjahr. Für den digitalen Auftritt organisierte der Verein für seine Mitglieder die Teilnahme in der neuen Smartphone-App des Landes und erstellte ein Video, das ab heute über den Internetauftritt des Landes abrufbar ist. Mit der Verknüpfung einer Interaktiven Karte zu einer Fotogalerie werden hier die Erlebnisse und die Präsentationen aus den vergangenen Messeauftritten vermittelt.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Netzwerk zur Regionalvermarktung gegründet
Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich seit vielen Jahren an der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Im Auftrag des NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) das Netzwerk zur Regionalvermarktung gegründet und den NRW-Messeauftritt realisiert. Gemeinsam mit dem Ministerium wurde das Konzept unter dem Motto „Nordrhein-Westfalen Stadt.Land.Fluss.“ entwickelt und umgesetzt.
Für den Niederrhein organisiert die Geschäftsstelle der Genussregion Niederrhein bei der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel die Teilnahme seiner Betriebe.
Die Internationale Grüne Woche (kurz IGW) ist eine internationale Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus. Sie wurde 1926 gegründet und wird in diesem Jahr mit digitalen Formaten vom 20. bis 21. Januar 2021 statt. Das neue Video ist auf der Seite www.genussregion-niederrhein.de
Serie: Spieletipps in Coronazeit – Neue Spiele zum Kennenlernen
Veranstaltungen abgesagt, Kinos zu, Sporthallen geschlossen: In Zeiten des Lockdowns hat die Politik das gesellschaftliche Leben wieder gegen Null runtergefahren.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die Menschen zu Hause Trübsal blasen müssen. Abwechslung in den grauen Alltag bringen beispielsweise fröhliche und spannende Spielerunden – in der Familie oder im engsten Freundeskreis.
Marita Rinke vom Spieletreff Ramsdorf hat für die Leser vom Heimatreport einige Spiele getestet. Wir stellen Ihnen diese in einer losen Folge in den nächsten Wochen vor.
Foto: Haba-Spiele
Wer bringt die Täter hinter Schloss und Riegel?
The Key – Raub in der Cliffrock Villa – Detektivisches Krimispiel für Familien
Bei einer Raubserie in der Cliffrock Villa ist die Polizei auf die Unterstützung von cleveren Ermittlern angewiesen. Zwar konnte das Einbrechertrio auf der Flucht festgenommen und das Diebesgut sichergestellt werden. Doch noch lässt sich keinem der Täter der Raub zweifelsfrei nachweisen. Menschen mit detektivischen Spürsinn sind bei diesem Krimispiel für Familien von Thomas Sing gefragt.
Ausgestattet mit einem als Sichtschirm hübsch gestalteten Aktenkoffer, einer Ermittlungsakte und einem Stift machen sich die bis zu vier Spieler ab acht Jahren daran, den Fall zu klären – und zwar alle gleichzeitig, jeder für sich. Ziel ist es, den dreistelligen Zahlencode zu generieren, mit dem das Trio schließlich hinter Schloss und Riegel gebracht werden kann. Dazu heißt es, Hinweise von Zeugen, Bilder der Überwachungskamera, Fingerabdrücke und Laborergebnisse auf den Ermittlungskarten aus- und vor allem richtig zu bewerten.
Spürsinn ist vonnöten, nicht unbedingt Schnelligkeit. Denn am Ende gewinnt derjenige, der am effektivsten zum Ziel gelangt. Doch wenn’s beim ersten Mal nicht geklappt hat, muss eine Revanche nicht lange auf sich warten lassen. Neun farbige Schlüssel mit neun Zahlencodes stehen für unterhaltsame Ermittlungsarbeiten zur Verfügung. Wem diese noch nicht reichen, für den gibt es in der Haba-Reihe „The Key“ bereits den „Mord im Oakdale Club“ aufzuklären.
„The Key – Raub in der Cliffrock Villa“, detektivisches Krimispiel für ein bis vier Ermittler ab acht Jahren, eine Partie rund 20 Minuten, Haba-Spiele, Preis ab etwa 15 Euro.
Gemeinsam können sich Familien daran machen, das Diebes-Trio hinter Schloss und Riegel zu bringen. Foto: Haba-Spiele
Eine Leichtverletzte, ein verendetes Pferd sowie ein Fahrzeug mit Totalschaden sind das Resultat eines Verkehrsunfalls am Donnerstagabend in Gescher.
Laut Polizeibericht war die 19-Jährige gegen 22.35 Uhr auf der Landesstraße 608 aus Richtung Hochmoor kommend in Richtung Gescher unterwegs, als plötzlich zwei Pferde auf die Fahrbahn traten.
Mit einem der Tiere kollidierte die Südlohnerin frontal. Durch die Wucht des Aufpralls verendete das Pferd noch an der Unfallstelle und die Autofahrerin schleuderte mit ihrem Wagen in den Straßengraben. Die Frau konnte sich selbstständig aus dem stark deformierten Fahrzeug befreien.
Der Rettungsdienst brachte die Südlohnerin in ein Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf insgesamt rund 17.000 Euro geschätzt. Der Tierhalter ist bekannt.
Die Pferde sind von einem Hof in der Nähe entwichen. Warum diese unbeaufsichtigt unterwegs waren, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Auch zu dem Unfallwagen gibt es ungeklärte Fragen, die Gegenstand weiterer Ermittlungen sind: Das graue Mini-Cabriolet mit Kennzeichen aus Steinfurt war nicht zugelassen.
Die Polizei sucht Zeugen, sowohl zu den Umständen des Entweichens der Pferde, als auch zu dem nicht zugelassenen Mini. Hinweise bitte an das Verkehrskommissariat in Ahaus unter Tel. (02561) 9260.
Die Bauarbeiten im zukünftigen Fahrradhotel von Dirk Böckenhoff an der Schermbecker Straße gehen gut voran, bestätigt der Kornbrenner auf Nachfrage.
ERLE. Sich Zeit lassen, sei nicht der Plan, sondern mit Vollgas voran gehen, so lautet die Devise von Dirk Böckenhoff.
„Wenn es alles so gut voranschreitet, können wir das Haus wie geplant am 1. April eröffnen“, hofft Böckenhoff. Mit Blick auf die aktuelle Coronakrise und dem Lockdown, die auch Böckenhoff kritisch und schwierig für Gewerbetreibende sieht, bleibe er jedoch optimistisch, was die Eröffnung des Hotels anbelange. „Wir bieten ja nicht nur Tagestouristen Übernachtungsmöglichkeiten, sondern auch Geschäftsreisenden. Diese dürfen wir unterbringen“, erklärt der Erler Kornbrenner.
Im Obergeschoss wurden Wände und Treppe herausgerissen
Aktuell werden die neuen Heizungsrohre und Wasserleitungen, die alten stammen noch aus dem Jahre 1832, in die oberen Etagen verlegt. Das sei schon ein größerer Kraftakt, denn diese seien „tickende Zeitbomben“, fügt Böckenhoff hinzu und lacht.
Uralte Wasserrohre und Elektrokabel
Seit dem Start der Umbauarbeiten habe es so einige Überraschung gegeben. So entdeckten die Elektriker noch alte Elektrokabel, die mit Stoff ummantelt waren und ebenso antik wie die Wasserrohre sind. Hinzu kam, dass die neuen Notausstieg-Dachfenster, falsch in die Badezimmer im Obergeschoss eingebaut wurden und ein Wasserschaden im Parterre.
Insgesamt wird das Gebäude vom Erdgeschoss bis zum Dachboden komplett kernsaniert. Dazu gehört auch eine neue Treppe in die zweite Etage, die neu gesetzt wird.
Barrierefreies Einzelzimmer mit großzüger Nasszelle entstehen im ehemaligen Büro im Erdgeschoss. Fotos: Petra Bosse
Nun seien, so Böckenhoff, die Handwerker mit den Feinarbeiten, wie das Neusetzen und das Verputzen der Wände beschäftigt. „Ich hoffe, dass die Zeit der großen Überraschungen vorbei ist“, so Böckenhoff.
Insgesamt hat das neue Hotel eine Nutzungsfläche von rund 350 qm. Neben einen Aufenthaltsraum mit Kamin und Blick zur Straße werden im ehemaligen Wohnhaus Böckenhoff vier Einzel- und vier Doppelzimmer, die alle mit einem kleinen Bad mit Dusche ausgestattet sind.
Barrierefreies Einzelzimmer.
Im Erdgeschoss vorgesehen ist ein barrierefreies Einzelzimmer. Erhalten bleibe, so Böckenhoff der alte Parkett-Fußboden im Erdgeschoss sowie die alten Fußbodenfliesen im Eingangsbereich. „Diese spiegeln den besonderen Charme des alten Gebäudes wider“, findet Böckenhoff.
Im ehemaligen Wohnzimmer ensteht der Frühstücks- und Aufenthaltsraum
Im Außenbereich soll die hohe Hecke runter geschnitten werden, sodass für die Gäste ein freier Blick auf die Straße gewährleistet ist. Das Gebäude erhielt bereits im letzten Jahr einen neuen Anstrich. Und auch das Mauerwerk der Brennerei wurde neu restauriert und alle Weinranken entfernt.
Neue Außenfassade der Brennerei
Sehr zufrieden ist der Kornbrenner auch mit den neuen Fenstern der Brennerei hin zum Kirchplatz. Die alten Glasbausteine wurden im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes durch eine transparente Glaswand ersetzt. „Das ist eine schöne Sache. Die Besucher auf dem Kirchplatz können so direkt in die Brennerei schauen. Ich denke, dass die neue Gestaltung zu einer Aufwertung des Kirchplatzes beiträgt“.
Einen Namen für das zukünftige Fahrrad-Hotel gebe es noch nicht. Jedoch sei Böckenhoff sehr zuversichtlich, dass ihm noch etwas Passendes einfallen werde, was zum Dorf und der Brennerei passt.
Dringende Angelegenheiten nach Terminvereinbarung / Vorgaben der neuen Corona-Schutz-Verordnung
Kreis Borken (pd). Die Ausländerbehörde des Kreises Borken ist ab Montag, 25. Januar, nicht mehr für den freien Publikumsverkehr geöffnet. Damit trägt die Kreisverwaltung den neuen Anforderungen der ab Montag gültigen Corona-Schutz-Verordnung NRW Rechnung. „Die Reduzierung von Kontakten hat oberste Priorität“, betont Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow dazu.
Bis zum 14. Februar gilt nun, was in den anderen Bereichen der Verwaltung bereits seit Längerem umgesetzt wird: Anliegen sollen bis auf Weiteres möglichst per Telefon, E-Mail, Brief oder Einwurf von Unterlagen erledigt werden. In dringenden Fällen können darüber hinaus telefonisch Termine vereinbart werden.
Dazu können sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer jeweiligen Sachbearbeiterin bzw. ihrem jeweiligen Sachbearbeiter in Verbindung setzen oder über die Zentrale der Kreisverwaltung, Tel. 02861/681-100, anrufen. Ausführliche Informationen zu vielen Fragen gibt es auch auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-borken.de.
Ab Montag gilt eine verschärfte Maskenpflicht – FFP2- und die sogannten OP-Masken sind Pflicht im ÖPNV und in Geschäften
Um die Infektionszahlen weiter abzusenken und die Verbreitung des Corona-Virus und seiner Mutationen einzudämmen, setzt die Landesregierung die am Dienstag, 19. Januar 2021, von Bund und Ländern getroffenen Beschlüsse konsequent um.
Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus haben sich alle Bundesländer in Deutschland für eine Maskenschutzpflicht entschieden.
Diese tritt am Montag (25. Januar) in Kraft und es wird auch eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken (sogenannte OP-Masken, FFP2-Masken, KN95/N95) in Geschäften sowie in Arztpraxen, bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und während Versammlungen zur Religionsausübung eingeführt.
Die sogenannten Altersmasken aus Stoff sind in Geschäften und im ÖPNV ab Montag verboten. Getragen dürfen weiterhin OP-Masken.
Das Tragen sogenannter Alltagsmasken ist ab Montag daher nicht mehr ausreichend. Alltagsmasken im Sinne dieser Verordnung sind textile Mund-Nasen-Bedeckungen (einschließlich Schals, Tüchern und so weiter) oder gleich wirksame Abdeckungen von Mund und Nase aus anderen Stoffen.
Kinder, die nicht schulpflichtig sind, sind von einer Maskenpflicht befreit. Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, haben gemäß einem Beschluss der Bundesregierung bereits einen Anspruch auf den Erhalt von drei FFP2-Masken.
OP-Masken
Soweit Kinder unter 14 Jahren aufgrund der Passform keine medizinische Maske tragen können, ist ersatzweise eine Alltagsmaske zu tragen.
Die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske gilt in
Kindertageseinrichtungen,
in Angeboten der Kindertagespflege und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen
sowie in Angeboten der Kinderbetreuung in besonderen Fällen (Brückenprojekte)
sowie in Schulgebäuden und auf dem Gelände von Schulen, Ersatzschulen und Ergänzungsschulen im Sinne des Schulgesetzes NRW nach Maßgabe der Coronabetreuungsverordnung.
Von der Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen sind Kinder bis zum Schuleintritt, Kräfte von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Einsatzsituationen.
FFP2-Masken
Ausschluss bei Nichtbeachtung der Maskenpflicht
Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Maske nicht beachten, sind von der Nutzung der betroffenen Angebote, Einrichtungen und Dienstleistungen durch die für das Angebot, die Einrichtung oder Dienstleistung verantwortlichen Personen auszuschließen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Viele Menschen wünschen sich eine Rückkehr zur Normalität. Das ist verständlich. Die aktuelle Lage aber ist, dass die Infektionszahlen nicht deutlich genug sinken und parallel eine mutierte schneller übertragbare Corona-Variante auftritt, deren Ausbreitung verhindert werden muss. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat nach den Beschlüssen von Bund und Ländern unverzüglich gehandelt, indem sie heute mit einer neuen Verordnung die bestehenden Maßnahmen verlängert, präzisiert und nachschärft“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Kontakte Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind weiterhin nur im eigenen Haushalt und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Generell sind Kontakte unverändert auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken.
Homeoffice Überall dort, wo es möglich ist und die Tätigkeiten es zulassen, muss Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice angeboten werden. Hierzu hat der Bund am 20. Januar 2021 entsprechende Regelungen erlassen. Dort, wo Arbeiten in Präsenz weiter erforderlich ist und kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann, sind medizinische Masken künftig Pflicht; diese Masken sollen die Unternehmen den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Auch dies ergibt sich unmittelbar aus der neuen Bundes Corona-Arbeitsschutzverordnung.
Gottesdienste Auch bei Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen und anderen Zusammenkünften zur Religionsausübung sind statt Alltagsmasken nun medizinische Masken zu tragen. Außerdem müssen Religionsgemeinschaften, die keine den Regelungen der Coronaschutzverordnung entsprechenden Schutzkonzepte vorgelegt haben, ihre Zusammenkünfte bei mehr als zehn Teilnehmern beim zuständigen Ordnungsamt vorab anzeigen.
Lokale und regionale Maßnahmen Die Coronaschutzverordnung sieht nun vor, dass auch Kreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von weniger als 200 weitere Schutzmaßnahmen prüfen, wenn nach Einschätzung der zuständigen Behörden ohne solche Maßnahmen ein Absinken der Inzidenz unter 50 bis zum 14. Februar 2021 nicht zu erwarten ist.
Festlicher Lichter und Glanz in einer schweren Zeit leuchteten in der Gemeinde Raesfeld während der Advents- und Weihnachtszeit.
Im Dezember rief der Ortsmarketing Raesfeld alle Mitglieder des Vereins, aber auch alle Bürger und Nachbarschaften von Raesfeld, Erle und Homer zum Wettbewerb „Raesfeld leuchtet“ auf.Dieser fand in diesem Jahr zum ersten Mal statt.
Erster Preis für die Familie Beckmann aus Raesfeld. Foto: privat
Welches Haus,Geschäft und welcher Vorgarten erstrahlt am schönsten in der Advents- und Weihnachtszeit lautete das Motto. Der Wettbewerb bezog sich auch auf die Schaufensterbeleuchtung.
Insgesamt zehn Foto-Einsendungen gingen beim Ortsmarketing ein. Nun hat die Jury in der letzten Woche die Bilder ausgewertet. Diana Brömmel: „Wir haben uns über die Einsendungen sehr gefreut und hoffen, dass wir damit allen die Advents- und Weihnachtszeit verschönern konnten“.
Foto: privat
Das Rennen machte die Familie Beckmann aus Raesfeld und die Familie Kuhlmann aus Erle. Beide Gewinner erhalten jeweils einen 50 € Ortsmarketing-Gutschein.
Reiterhofbesitzer Jörg Reßing und Pferdezüchter Tobias Schult von der Hengststation aus Hünxe haben viele offene Fragen und große Sorgen um ihre Tiere
Seit die Schermbecker Wölfe ein Pony in Hünxe gerissen haben und sich immer häufiger dort, auch am Tage, auf den Pferdewiesen blicken lassen, sind Pferdehalter und Züchter in großer Sorge.
Hier auf der Wiese gleich neben dem Offenstall standen die drei Wölfe am vergangenen Samstagvormittag. Jetzt sorgt sich Linda Reßing um ihre Tiere auf dem Reiterhof und sucht nach Lösung. Foto: Petra Bosse
Wie kann ich meine Pferde schützen. Diese Frage begleitet Jörg Reßing seit Monaten, oder besser gesagt, seit die Wölfin Gloria von Wesel sich dauerhaft im Wolfsgebiet Schermbeck niedergelassen hat. „Die Wölfe sind mittlerweile hier bei uns keine Unbekannten mehr, auch nicht bei unseren Pferdehaltern“, betont Reßing.
Wölfe kommen auch am Tag
Anfangs sei das Thema Wolf für Jörg Reßing vom Reiterhof in Hünxeam „Hoher Wardweg“ noch nicht so präsent gewesen. Mittlerweile jedoch werden das Rudel in diesem Gebiet immer häufigert gesehen. Im Wald, auf den Straßen und auf den Wiesen. Wie am vergangenen Samstag, als die drei Raubtiere am helllichten Tag mitten auf der Pferdewiese standen (wir berichten).
Drei Wölfe versammelten sich am Samstagvormittag auf der Pferdewiese
Hinzu komme, so Reßing, dass bereits das zweite Shetlandpony, eins davon in unmittelbarer Nachbarschaft, von den Wölfen gerissen wurde. Mittlerweile gehe auch die Angst bei den Leuten um, die ihre Pferde und Ponys bei ihm untergestellt haben.
40 eigene Pferde und Ponys
Seit 50 Jahren hat Reßing den Reiterhof. Seit 40 Jahren betreibt er ihn selber. 40 eigene Pferde und Ponys sowie 60 Pensionspferde stehen hier. Entweder auf den Wiesen oder in den Offenställen im Naturschutzgebiet Niederrhein Hohe Mark. Es gibt hier auch Gastboxen für Wanderreiter, die Urlaub mit dem eigenen Pferd machen.
Im Sommer können hier Ferienkinder, die auf dem Reiterhof auch übernachten, mit den Ponys ausreiten. Diese stehen in der Ferienzeit rund 800 Meter Tag und Nacht vom Reiterhof entfernt auf einer 25 Hektar großen Wiese am Waldrand. Diese Fläche bereiten Reßing und seiner Tochter Linda, neben den anderen Pferdewiesen und Offenställen, große Sorge. „Ich möchte nicht erleben, dass morgens die Kinder ihr Pony zum Ausreiten abholen und ein angefressenes Tier auf der Wiese vorfinden“, so Reßing.
Nächtlicher Ausgang auf die Wiese ist seit zwei Monaten für die Ponys verboten. Foto: Petra Bosse
Wie können wir alle Tiere schützen?
Deshalb stelle er sich seit Wochen die Frage: „Wie können wir unsere Pferde vor den Wölfen so schützen, sodass gleichzeitig das Rot- und Damwild, sowie das Niedrigwild wechseln kann? Denn davon gebe es reichlich, fügt der Reiterhofbesitzer hinzu. „Abgesehen von den finanziellen Problemen, die mit dem Bau wolfssicherer Zäune auf uns zukommen fragen wir uns, wie sollen wir, wenn es eine beidseitige Schutzmöglichkeit geben soll für Pferd und Wild, dieser auf 25 Hektar Weideland aussehen“, sagt Juniorchefin Linda Reßing.
Wölfe in der Regel nicht an Pferde und Ponys
Beide möchten, dass sie mit den Schutzzäunen allen Tieren gerecht werden, sowohl Wolf, Rot- und Damwild als auch Niedrigwild. Dies sei auch der Grund dafür, warum beide einen Litzenzaun ablehnen. Zum einen können sich die Pferde daran verletzen, zum anderen könne da kein Rotwild mehr durch und sich auch darin verfangen. „Müssen wir uns jetzt daran gewöhnen, dass die Wölfe hier ein und ausgehen und uns dabei auf die Aussagen der Wolfskenner vertrauen, dass eben die Wölfe in der Regel nicht an Pferde und Ponys gehen?“ fragt sich Linda Reßing.
Nächtlicher Ausgang ist gestrichen
Angst um ihr Pony Hugo hat auch Melanie Jung. Sie hat neben ihrem Shetlandpony noch ein Doppelpony bei Reßing im Offenstall stehen. Die zwei Pferde stehen seit Kindesbeinen, wie sie sagt, dort und sie seien es seit eh her gewöhnt, Tag und Nacht draußen zu sein. „Wir halten die Pferde so, wie der Tierschutz es vorschreibt und haben es auch so umgesetzt. Dazu gehört auch, dass die Pferde bestimmen, wo sie sein möchten und nach Lust und Laune raus und reingehen können“, so Melanie Jung. Sie komme mittlerweile morgens immer mit einem unguten Gefühl zum Stall. „Deshalb haben wir seit zwei Monaten unsere Tiere nachts nicht mehr auf der Weide, sondern nur noch im Offenstall stellen“.
Auf der Suche nach Antworten
Um eine gerechte Lösung zu finden, suchen sie nun Hilfe bei einem Wolfsexperten. Dieser soll eine gerechte Möglichkeit finden, die allen Tieren gerecht wird. Sie möchten, dass sowohl Wildtieren, als auch Pferde und Nutztiere in einer Gemeinschaft leben können. Antworten auf ihre vielen Fragen erhoffen sich die Reßings nun von Peter Malzbender von der NABU-Kreisgruppe Wesel e. V.. Malzbender habe sich deshalb für einen vor Ort Termin in der kommenden Woche angemeldet.
Tobias Schult wartet auf Antwort von der Umweltministerin
Zu der aktuellen Wolf-Situation hat sich bereits zum zweiten Mal Tobias Schult von der Hengststation in Hünxe am Bergschlagweg, nicht unweit der Autobahn A 3, an die Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gewandt.
In seinem Schreiben vom 23. Juli 2020 habe er bereits um Aufklärung, was die verschiedenen Optionen hinsichtlich Weidetierhaltung von Stuten mit Fohlen anbelange, gebeten. Eine von der Ministerin versprochene Rückantwort bis zum Herbst liege, so Schult, bis heute jedoch nicht vor.
Das siebenjährige und rund 150 kg schwere Shetlandpony Ella stand auf einer Wiese in Hünxe am Hardbergweg.
Besonders beschäftige ihm nach dem zweiten Ponyriss die Frage, wie es mit der Pferde-Wolf-Aufnahme und den damit verbundenen Entschädigungen sowie mit der Subvention bezüglich des Zaunbaus konkret aussehe. Unbeantwortet sei auch diese Frage bis jetzt.
Nutztier- und Pferdehalter sind vom Wolf bedroht
Ebenfalls ungeklärt sei, welche es an unterstützenden Maßnahmen hinsichtlich der wolfssicheren Einzäunung seiner rund 60 Hektar Grünfläche gebe. „Wie die Ereignisse gezeigt haben, sind nicht nur Schaf- und Kuhhalter vom Wolf bedroht, sondern auch ganz konkret die Nutztier- und Pferdehalter“, teilt Schult mit. „Das letzte Ereignisse am vergangenen Wochenende zeigt deutlich, dass der Wolf nicht nur keinen Respekt mehr vor Pferden, sondern auch keinen Respekt vor Menschen hat. Die Präsenz des Menschen, in diesem Fall die des Hofbesitzers, hat den Wolf in keinster Weise beeindruckt, noch ließ er sich durch die Anwesenheit von Menschen verscheuchen“, betont Schult in dem Schreiben an die Umweltministerin.
Die Situation drängt, Zeit für lange Debatten bleiben nicht mehr
Tobias Schult
Für ihn stehe auch das Argument, dass der Wolf es ausschließlich auf Nutztiere in Weidehaltung abgesehen habe, nicht mehr zur Debatte, da die Tiere sich nicht auf der Wiese, sondern in einem Laufstall aufgehalten haben. Hier dränge sich nun für Schult die Frage auf: Muss erst etwas passieren, bevor Sie handeln?
Tobias Schult: „Die aktuellen Vorkommnisse zeigen deutlich, dass eine Regulierung zwingend erforderlich ist und konkrete Hilfe für Betroffene geschaffen werden muss. Die Situation drängt, Zeit für lange Debatten bleiben nicht mehr“. Petra Bosse
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