Die CDU-Fraktion in Raesfeld bringt eine neue Idee in die Dorfentwicklung ein. Ein Gradierwerk soll den geplanten Mehrgenerationen-Treffpunkt am Freiter Pättken aufwerten und zusätzliche Anreize schaffen.
Gradierwerk Raesfeld als Ergänzung geplant
Im Zuge der Dorfentwicklung ist vorgesehen, am Freiter Pättken einen Mehrgenerationen-Treffpunkt einzurichten. Die CDU-Fraktion hat dazu weiterführende Vorschläge erarbeitet.
Über die bisherigen Planungen hinaus regt sie an, auf dem Gelände ein Gradierwerk zu errichten. Dabei ist von einer kleineren Anlage die Rede, die sich in das Gesamtkonzept einfügt.
Ein vergleichbares Angebot existiert bereits in Bocholt beim Kneipp-Verein. Nach Auffassung der CDU könnte ein Gradierwerk auch in Raesfeld die Attraktivität des Treffpunkts deutlich steigern. Neben dem Freizeitwert sieht die Fraktion auch gesundheitliche Vorteile. Die Luft in der Umgebung eines Gradierwerks gilt als wohltuend für die Atemwege.
Prüfung durch die Verwaltung beantragt
Die CDU-Fraktion hat beantragt, die Umsetzung eines solchen Projekts prüfen zu lassen. Dabei soll auch geklärt werden, ob sich die Anlage in das bestehende Konzept integrieren lässt.
Zudem bittet die Fraktion die Verwaltung zu prüfen, ob Fördermittel aus Programmen der Dorfentwicklung oder anderen Fördertöpfen genutzt werden können.
Ziel: Attraktiver Treffpunkt für alle Generationen
Mit dem Vorschlag verfolgt die CDU das Ziel, den Mehrgenerationen-Treffpunkt weiter aufzuwerten. Die Anlage könnte sowohl Einheimische als auch Gäste ansprechen und das Angebot im Ort erweitern.
Regionalbudget 2021: Noch wenige Fördermittel für Kleinprojekte in der Hohen Mark vorhanden
Region Hohe Mark (pd). Das Förderprogramm zur Umsetzung von Kleinprojekten, besser bekannt als „Regionalbudget“, wird in der Hohen Mark in 2021 wie auch in den Vorjahren gut angenommen.
Im Rahmen von zwei Projektaufrufen wurden bereits 13 Projekte beschlossen. Diese konnten zum Teil schon starten. Für den dritten Aufruf stehen noch rund 55.000 € Restmittel für Projektförderung zur Verfügung. Interessierte können ihre Projektanträge bis zum 15. Juli 2021 beim Regionalmanagement einreichen.
Eine neue Liegebank für die Besucher des Gartens der Biologischen Station Kreis Recklinghausen e.V. Nur eins von insgesamt rund 30 Kleinprojekten in der VITAL.NRW-Region Hohe Mark. Foto: Presse
Die Aufstellung von Mitfahrerbänken in Dülmen, die Anschaffung neuer Möbel für den Außenbereich der Biologischen Station (Dorsten) oder die Errichtung eines inklusiven Spielgerätes auf einem Spielplatz in Reken: Nur drei Beispiele der rund 30 Projekte, die in der VITAL.NRW-Region Hohe Mark seit 2019 über das „Regionalbudget“ gefördert wurden.
Regionalmanagerin Josephine Kißmer ist zuversichtlich, die noch verfügbaren Restmittel kurzfristig in Projekte zu binden: Das Regionalbudget bietet Projektträgern die Möglichkeit, „kleinere Vorhaben, für die bislang das Geld fehlte, verhältnismäßig unbürokratisch gefördert zu bekommen“, erklärt sie. Der Fördersatz von bis zu 80 % pro Projekt sei im Vergleich zu anderen Förderprogrammen außerdem sehr hoch und damit „für die Antragsteller sehr attraktiv“, so Kißmer weiter.
Gute und schnell umsetzbare Ideen gefragt
Da die Projekte noch in diesem Jahr umgesetzt und mit dem Regionalmanagement abgerechnet werden müssen, sollten die Ideen möglichst schnell umsetzbar sein. Denkbar wäre zum Beispiel die Anschaffung von Mobiliar für öffentliche Plätze, Bewegungsgeräte oder öffentliche Bücherregale.
Für alle Projekte gilt: Die förderfähigen Gesamtkosten dürfen 20.000 Euro nicht übersteigen und die Projektidee muss zu den Zielen der „Regionalen Entwicklungsstrategie“ und der Region Hohe Mark – Leben im Naturpark e.V. passen. Letztere setzt sich aus den sechs Kommunen Dülmen, Haltern am See, Olfen, Raesfeld, Reken sowie den Dorstener Stadtteilen Rhade, Lembeck und Deuten zusammen. Projekte können daher nur hier umgesetzt werden
Antragsteller sind bislang vor allem Vereine und Kommunen, aber auch Privatpersonen oder Kleinunternehmen können sich um die Förderung bewerben.
Kontakt Interessierte können sich telefonisch (02865 955 287) oder per Email [email protected]bei Frau Kißmer melden und ihre Ideen vorstellen. Wichtig: Die Antragsunterlagen (Projektskizze, Angebote, etc.) müssen bis spätestens 15.07.2021 beim Regionalmanagement vorliegen. Weitere Infos rund um das Regionalbudget sowie eine Auswahl bereits geförderter Projekte finden sich auf der Webseite www.vitalnrw-hohe-mark.de.
Was gut läuft soll nicht geändert werden – Klimaschutz soll weiterhin ohne Klimaschutzmanager/in in der Hand der Raesfelder Verwaltung bleiben
Die Fraktion Bündnis 80/Die Grünen stellte einen Antrag für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers und der zeitnahen Umsetzung einer Vollzeitstelle an die Verwaltung. Das wird ein Thema in Ratssitzung am 28. Juni sein.
Wenn es jedoch nach Bürgermeister Martin Tesing geht, dann sollte von einem Klimaschutzmanager abgesehen werden, aber der bisher beschrittetene Weg in Raesfeld hinsichtlich Klimaschutz- Klimaschutzkonzept weiter forciert werden. Beispielsweise durch eine interne Arbeitsgruppe „Klimaschutz“. Gleichzeit jedoch stimmt Martin Tesing dem Leitgedanken der Grünen „Global denken – lokal Handeln“ ohne „Umschweife“ zu.
Deshalb steht zur Beschlussvorlage bei der nächsten Ratsitzung am 28. Juni auf der Tagesordnung, dass die Verwaltung ein Klimaschutzkonzept mit Unterstützung eines Beratungsbüro erstellt. Zur Umsetzung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld möchte die Gemeindeverwaltung Fördermittel beantragen und 30.000 Euro außerplanmäßig dafür bereitstellen.
Dringlichkeit ist unbestritten
Der Grund dafür liege, so Tesing auf der Hand. „Das Thema Klimaschutz ist in der Gemeinde Raesfeld nicht neu. Auch die Dringlichkeit ist unbestritten“. Untermauert wird dies dadurch, dass die Verwaltung in den vergangenen Jahren in Sachen Klimaschutz nicht untätig gewesen sei und den Lippenbekenntnissen auch Taten hat folgen lassen.
So hat die Gemeinde Raesfeld bereits Anfang der 2010er Jahre einen Großteil der Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 302.000€ in die energetische Sanierung ihres Gebäudebestandes investiert und damit einen wichtigen nachhaltigen Schritt zur Umsetzung der Pariser Klimaschutzziele zu einem Zeitpunkt geleistet als diese überhaupt noch nicht festgelegt waren.
Klimaschutzziele 2030
Parallel hierzu wurde von der gemeindlichen Gebäudewirtschaft ein Energiecontrolling aufgebaut, jährlich fortgeschrieben sowie dem Rat regelmäßig vorgestellt. Darüber hinaus wurden die Notwendigkeit des Klimaschutzes, insbesondere auch im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept „Raesfeld 2030“ unter Beteiligung der Bürger festgestellt und Klimaschutzziele definiert. Hier habe die Verwaltung mit ihrer grundsätzliche Ausrichtung der kommunalpolitischen Klimapolitik nicht zuletzt auch aufgrund diverser Anträge der CDU-, UWG-und Bündnis90/DieGrünen-Fraktionen gehandelt.
Als direkte Folge ist seinerzeit die Gemeinde dem vom Kreis Borken und der Wirtschaftsfördergesellschaft des Kreises Borken initiiertem Projekt „ÖkoProfit“ beigetreten. Dies wurde im Jahre 2020 erfolgreich abgeschlossen.
Insgesamt 36 Leuchtstellen wurden unter anderem In der Freiheit, der Schulstraße und dem Heideweg wurden modernisiert
Klimaschutz ohne Klimaschutzmanager vorangetrieben
Damit jedoch nicht genug. Alleine in diesem Jahr sind bzw. folgende klimaschutzunterstüzende Maßnahmen vom Rat beschlossen worden und: „Dies alles ohne Klimaschutzkonzeptmanager und ohne Belastung der Haushaltskasse“, so Bürgermeister Tesing.
Baumpflanzungen Im Frühjahr wurden über 280 zusätzliche heimische Bäume an verschiedenen Stellen auf dem gesamten Gemeindegebiet entsprechendden Vorgaben des Landschaftsplanes gepflanzt(Kosten:129.000€).
Sukzessive Erneuerung der Straßenbeleuchtung Die Straßenbeleuchtung wird seit 2016 sukzessive auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt. So wurde diese allein in diesem Jahr bereits in den Straßen Freiheit, Schulstraße und Heideweg46 Leuchten erneuert (Kosten 15.000€).
Entsiegelung von Flächen: Im Zuge der Sanierungsmaßnahme am Südring wurde im Bereich des Karpfenteiches der Gehweg entfernt und Grünflächen angelegt. Des Weiteren werden bei der Sanierung des Schulhofes der Julia Koppers Gesamtschule zusätzliche Grünflächen im Schulhof angelegt.
Installation von Photovoltaikanlagen Auf den Dächern des Rathauses, der Julia-Koppers-Gesamtschule sowie der Zweifach Sporthalle Raesfeld wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 218 kWp installiert. Hinzu kommen Stromspeicher im Rathaus und der Sporthalle mi teiner Kapazität von ca. 155kWh (Kostenca.359.000€).
Energetische Sanierung: Ferner wurde die energetische Sanierung des Dachstuhls der Julia-Koppers-Gesamtschule abgeschlossen (Kosten243.000€).
Aufforstung Gemeindewald: Im Gemeindewald am Schulten Matt wurden auf einer Fläche von 1,5 Hektar 550 Stieleichen-und 330 Rotbuchensetzlinge das 5 Hektargroße Areal aufgeforstet (Kosten3.000€).
Ausschreibung eines Klimapreises: Zusammen mit der Westenergie wurde in diesem Jahre ein Klimaschutzpreis für die gemeindlichen Schulen ausgeschrieben (Förderpreis1.000€).
Seminare Solarenergie: In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk Raesfeld wurden zweikostenlose Informations-veranstaltungen für Raesfelder Bürger zum Thema „Photovoltaik und Stromspeicher–Solarstrom Tag und Nacht nutzen“ durchgeführt. Beide Veranstaltungen waren mit jeweils 60 Teilnehmern ausgebucht.
Noch kürzlich wurden in der Gemeinde Raesfeld über 280 zusätzliche heimische Bäume neu gepflanzt.
Weitere Klimaschutzaktivitäten aufeinander abstimmen
Für die Zukunft gilt es laut Tesing, weiterhin eine Vielzahl von bevorstehenden Klimaschutzaktivitäten aufeinander abzustimmen und die Klimafolge ganzheitlich für die Gemeinde Raesfeld in den Blick zu nehmen. Insofern sei dem Antrag der Fraktion Bündnis90/DieGrünen auf Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes nach Auffassung der Verwaltung unbedingt zuzustimmen.
Jedoch müssen Klimaschutzkonzepte laut Förderrichtlinien bestimmte Mindestanforderungen enthalten wie unter anderem kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen auf oder eine Empfehlung für ein geeignetes Instrument zum Managment und Controlling.
Verwaltung spricht sich gegen Klimaschutzmanager aus
Getreu dem Motto „Wir machen Klimaschutz selber“, spricht sich die Verwaltung gegen die Einstellung eines Klimaschutzmanager aus. Der Grund: Ob sich diese Förderrichtlinien mit Hilfe eine Klimaschutzmanagers sachgerecht und effektiv umsetzen lassen, dürfe auch mit Blick auf die Erfahrungen in anderen Gemeinden, zumindest bezweifelt werden.
Alleine was die Anforderungen und Qualifikation eines Klimamanager betreffe wie bzw. Verwaltungserfahrung, Kenntnisse im Baurecht, Marktkenntnisse über Energieträger oder Kenntnisse im Klimaschutz und Naturschutzrecht sowie Kommunikationsfähigkeit, müsse dieser, um alle Punkte zu erfüllen, schon die Qualifikation einer „eierlegenden Wollmilchsau“ mitbringen, ergänzt Tesing.
Eines der größten Projekte, das in der Gemeinde umgesetzt wird, ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden, die der Bau- und Umweltausschuss im Mai 2020 einstimmig beschlossen hat.
Kosten von mehr als 30.000 Euro
„Und dies mit einen auf zwei Jahre zeitbefristeten Arbeitsvertrag“. Darüber hinaus würde ein Klimaschutzmanager der Gemeinde bei einem Eigenanteil rund 30.000 Euro kosten zuzüglich der Sachkosten wie Büromöbel, Raumkosten oder EDV-Ausstattung. Dieser Eigenanteil könnte, so die Auffassung der Verwaltung, effizienter für die Vergabe von Einzelauträgen an externe Dienstleister ausgegeben werden.
Interne Arbeitsgruppe eingerichtet
Vor diesem Hintergrund sei Anfang diesen Jahres eine fachbereichsübergreifende interne Arbeitsgruppe, bestehend aus fünf Mitgliedern und federführend des Bürgermeisters, eingerichtet: Markus Büsken (Erster Beigeordneter), Stefan Bröker (Fachabteilung Gebäudewirtschaft, zertifizierter Klimaschutz- und Flächenmanager), Daniel Knufmann (Zentrale Förderstelle) und Norbert Altrogge (Fachbereich Ordnung, Projektleiter „Öko-Profit).
Mit dieser wichtigen organisatorischen Maßnahme, so die Auffassung der Verwaltung, sei gewährleistet, dass die notwendige fachbereichsübergreifende Abstimmung für dieErstellung eines Klimaschutzkonzeptes sicher gestellt ist und diese zu einer zeitnahen Konzipierung führt.
Sinkende Inzidenzen lassen weitere Öffnungsschritte zu – Maskenpflicht auf Schulgelände im Freien aufgehoben
NRW. Wie das Ministerium heute mitteilt, pass das Land Nordrhein-Westfalen die Corona-Schutzregeln an und hebt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in weiten Teilen auf.
Das gilt auch für Schulhöfe beziehungsweise das Außenschulgelände. Die neuen Regelungen treten zum Montag, 21. Juni 2021, in Kraft.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Ab Montag gilt die Grundregel: Draußen muss in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten. Die weiterhin stark sinkenden Inzidenzen erlauben es uns, diesen Schritt zu gehe“.
Ab Montag wird NRW voraussichtlich in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Inzidenzstufe 1 erreichen. Das sei sehr erfreulich, so Laumann.
Allerdings gibt es doch noch einige Einschränkungen, wo eine Maske getragen werden muss:
Dies geilt vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Hier sei die Maskenpflicht laut Minister Laumann weiterhin das Gebot der Stunde
Darüber hinaus steige die Zweitimpfungsquote zwar rasant, aber noch haben die Bürger in NRW keine Herdenimmunität erreicht. Solange heiße es: Wachsam sein.
Ab dem 21. Juni 2021 gilt die Pflicht zum Tragen einer medezinischen Maske im Freien in Regionen der Inzidenzstufe 1 nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:
in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen
Weitere Erleichterungen bedingt durch die positive Entwickelungen bei Inzidenzstufe 1
Bei Angeboten wie Fahrschulen etc. ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich.
Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, sofern negative Testnachweise vorliegen. Somit sind auch Gruppenangebote (beispielsweise Aerobic-Kurse) wieder mit mehr Personen und geringeren Abständen zulässig.
Freizeitangebote im Freien (insbesondere Zoos) können wieder ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung wahrgenommen werden.
Sitzungen, Tagungen und Kongresse können mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Freien stattfinden. In Innenräumen sind Veranstaltungen dieser Größenordnung ab dem 1. September 2021 mit
Hygienekonzept wieder erlaubt.
Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf.
Schule
Darüber hinaus wird ab 21. Juni 2021 auch für Schulen die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Freien aufgehoben. Damit entfällt insbesondere für Schülerinnen und Schüler in den Pausen auf dem Schulhof die Maskenpflicht
Im Schulgebäude und im Klassenzimmer gilt die Maskenpflicht unverändert fort. Diese Regelung gilt vorerst bis zu den Sommerferien.
Der Rat der Gemeinde Raesfeld soll die Neuorganisation der Julia-Koppers-Gesamtschule zum Schuljahr 2022/2023 beschließen
Die Verwaltung wird nun in Abstimmung mit der Stadt Borken alle notwendigen Schritte zur Realisierung dieser Lösung vorzunehmen.DieOberstufe soll erstmalig im Sommer 2022starten. Mit der beschriebenen Neugliederung hoffen beide Kommunen, dass die Julia-Koppers-Gesamtschule nachhaltig und pädagogisch optimiert und für die Zukunft dauerhaft gerüstet ist.
Im Jahre 2016 wurde die Julia-Koppers-Gesamtschule als sechszügige Gesamtschule mit einem Teilstandort in Raesfeld gegründet.
Laut Markus Büsken, erster Beigeordneter der Gemeinde, wird zukünftig und entsprechend der Genehmigung der Bezirksregierung Münster der Standort Borken in zwei Standorten aufteilen, sprich dass der Standort Borken 3-4zügig und der Standort Raesfeld 2-3zügig mit den Jahrgängen 5-10 geführt werden soll. Die Oberstufe, die erstmalig ab dem Sommer 2022 starten wird, soll ausschließlich am Standort Borken geführt werden.
Schritte zur Stabilisierung der Schule
In den vergangenen Jahren sei die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgröße von sechs Zügen bei einer Jahrgangsstufe an zwei Standorten nicht erreicht worden. Deshalb habe die Bezirksregierung Münster in der Vergangenheit mehrfach auf die fehlenden Schülerzahlen hingewiesen und die Stadt Borken als Schulträger aufgefordert, über die geplanten Schritte zur Stabilisierung der Schule zu berichten.
Wie Markus Büsken mitteilt, stehe laut Aussage der Bezirksregierung Münster die Julia-Koppers-Gesamtschule in der derzeitigen Form daher „unter Beobachtung“. Darüber hinaus hat die Bezirksregierung kommuniziert, dass künftig eine 5-Zügigkeit einer Jahrgansstufe an zwei Standorten nicht mehr toleriert werden könne.
Raesfeld erreichte Schülerzahlen
In Raesfeld konnten die geforderten 2-3 Zügigkeiten in den vergangenen Jahren nicht zuletzt durch die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern (SuS) aus Marbeck und Rhade immer erreicht werden.
Am Standort Borken konnten diese Mindestzügigkeiten hingegen nicht immer gebildet werden. Dies lag zum Einen am insgesamt sinkenden Schülerpotential in Borken als auch an dem starken Konkurrenzangebot am Schulstandort Borken (Gymnasium Remigianum, Gymnasium Mariengarden, Schönstätter Marien-Realschule, Jodocus-Nünning-Gesamtschule).
Unterschiedliche Entwicklungen bei den Geburtenzahlen
Ein künftiger Blick auf das Schülerpotential beider Kommunen zeige durchaus unterschiedliche Entwicklungen bei den Geburtenzahlen auf. Während in Borken die Geburtenzahlen der letzten Jahre deutlich unter dem prognostizierten Niveau liegt, entwickeln sich die Zahlen in Raesfeld relativ stabil.
Für das laufende Jahr 2021 ergibt sich allerdings in Raesfeld ein Rückgang um 40% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. „Ob es sich hierbei um einen einmaligen ‚Coronaeffekt‘ oder um einen neuen Trend hin zu sinkenden Geburtenzahlen handelt, bleibt abzuwarten“, so der Erste Beigeordnete.
Verschiedene Lösungsalternativen
Gemeinsam habe die Raesfelder Verwaltung seit Herbst letzten Jahres gemeinsam mit der Stadt Borken und dem Schulentwicklungsplaner Dr. Garbe verschiedene Lösungsalternativen für die Julia-Koppers-Gesamtschule diskutiert. „Die Umwandlung der Julia-Koppers-Gesamtschule in eine Sekundarschule ist mangels Akzeptanz der Eltern keine zukunftsfähige Lösung“, fügt Büsken hinzu. Deshalb haben sich in Absprache mit der Schulleitung beide Kommunen vorbehaltlich der Zustimmung der beiden Gemeinderäte im Ergebnis darauf verständigt, die Julia-Koppers-Gesamtschule ab dem Schuljahr 2022/23 mit 5 Zügen zu führen.
Dies bedeutet, dass dabei die Schüler der Jahrgänge 5-7 komplett in Raesfeld mit 15 Klassen und die Jahrgänge 8-10 sowie die Oberstufe mit 21 Klassen komplett in Borken zur Schulen gehen.
Diese Lösung sei in einem Besprechungstermin am 02.06.2021 mit der Bezirksregierung Münster ausführlich diskutiert worden. Die Bezirksregierung steht dieser Lösung vom Grundsatz her positiv gegenüber.
Schulorganisatorisch habe laut Büsken diese Lösung den großen Vorteil, dass die gesetzliche Mindestgröße bei der Gliederung – Primarstufe, Sekundarstufe I und II. – bei 4 Zügen liegt.
Neue Räumlichkeiten müssen in Borken geschaffen werden
Das bedeutet für Borken, dass die benötigten Räumlichkeiten auf dem bisherigen Campus errichtet werden können.
Die Planung dazu sei, dass die veraltete 1-Feld Sporthalle kurzfristig abgerissen werden soll und durch ein neues 2-geschossiges Oberstufenzentrum ersetzt werde. Gleichzeitig soll in unmittelbarer Nähe zum Schulcampus parallel dazu eine neue 2-Feld Sporthalle errichtet werden. Darüber hinaus würde ein Verzicht auf einen 6. Zug auch die weiterführenden Schulen im Umland (u.a. Velen und Reken) stärken und der Standort Raesfeld würde bei dieser neuen Aufteilung aufgewertet werden.
Die neue Mensa in der Gesamtschule Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Aus schulpädagogischer Sicht hätte die neue Gliederung einer Jahrgansstufe einige Vorteile:
Die Zusammenführung von allen Schülern eines Jahrgangs an einem gemeinsamen Standort führt zu einer größeren Zusammengehörigkeit und damit einer besseren Identifikation mit der Schule.
Für jüngere Schüler bietet der übersichtliche Standort in Raesfeld (max. etwa 400 Schüler) optimale Bedingungen
Aktuelle Baumaßnahmen wie der Neubau der Mensa sind entweder bereits abgeschlossen oder wie im Fall der Neugestaltung des Schulhofes spätestens zum Ende diesen Jahres abgeschlossen.
Die Beschulung aller Schüler einer Abteilung an einem Standort führt zu einer größeren Angebotsvielfalt, bzw. erhöht die Möglichkeit zur Differenzierung.
Innerhalb einer Jahrgangsstufe sind keine Busfahrten mehr notwendig.
Für das Lehrerkollegium und die Schulleitung ist die Arbeit und Organisation des Schulbetriebes deutlich einfacher und effizienter.
Eine altersgerechte Schwerpunktsetzung ist an beiden Standorten sowohl sinnvoll als auch baulich möglich.
Die Aufteilung für eine komplette Jahrgangsstufe wird auch von der Schulleitung ausdrücklich begrüßt. Aus Borkener Sicht nachteilig an dieser Lösung ist, dass künftig Borkener Schüler für drei Jahre nach Raesfeld fahren müssen.
Neue Klassenräume müssen in Raesfeld geschaffen werden
Bei einer Realisierung, dass eine Jahrgangsstufe komplett in Raesfeld zur Schule geht, müsse die Gemeinde Raesfeld in das Schulgebäude investieren. Dadurch würde sich ein zusätzlicher Bedarf von mindestens drei Klassenräumen ergeben. Diese können evtl. im Dachgeschoss des Hauptgebäudes realisiert werden. Darüber hinaus müssten Investitionen im Fachtraktgebäude getätigt werden.
Markus Büsken: „Für das Fachtraktgebäude rechnen wir im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens auch mit zusätzlichen Anforderungen im Bereich des Brandschutzes (z.B. Errichtung eines 2. Rettungsweges). Auch der Bereich der Schulleitung/Verwaltung sollte nach Möglichkeit neu gestaltet werden, da hier insbesondere das derzeitige Sekretariat zu klein ist“.
Schätzung der Investitionskosten
Nach einer überschlägigen Kostenschätzung könnten sich diese Investitionskosten auf ca. 800 bis 900.000 € belaufen. Genauere Zahlen werden voraussichtlich erst vorliegen, wenn konkrete Anforderungen des Brandschutzes im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens bekannt sind. Diese Expertise werde maßgeblich auf die Entscheidung Einfluss haben, in welchem Bereich die zusätzlichen Klassenräume in Raesfeld errichtet werden können.
Auch stelle sich die Raesfelder Verwaltung die Frage, ob die angesprochenen Investitionen zeitlich auf mehrere Jahre gestreckt werden können. Neben dieser einmaligen Investition werden sich auch die laufenden Kosten wie Geschäftsausgaben und insbesondere die Schülerbeförderung erhöhen.
Für die künftige Beförderung der Borkener Schüler nach Raesfeld sei entsprechend der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit der Stadt Borken die Gemeinde Raesfeld zuständig. Unter Zugrundelegung der aktuellen Konditionen für Schülertickets könnten sich diese Kosten je nach tatsächlicher Anzahl von Borkener Kindern auf bis zu 165.000 € pro Jahr belaufen
Hier müsse mit den Busgesellschaften geklärt werden, ob es nicht kostengünstiger wäre, separate Schulbuslinien einzurichten.
Für die Zukunft dauerhaft gerüstet
Mit der beschriebenen Neugliederung hoffen beide Kommunen, dass die Julia-Koppers-Gesamtschule nachhaltig und pädagogisch optimiert und für die Zukunft dauerhaft gerüstet ist. Beide Kommunen seien zuversichtlich, dass eine gewünschte Fünfzügigkeit auf Dauer erreicht werden kann.
„Aus Sicht der Gemeinde Raesfeld kann mit dieser Grundsatzentscheidung die Julia-Koppers-Gesamtschule als einzige weiterführende Schule in Raesfeld dauerhaft gesichert werden. Sofern die Bezirksregierung Münster der geplanten Änderung zustimmt, soll mit der einen Jahrgangsstufen-Lösung erstmalig im Sommer 2022 begonnen werden. Die neu eingeschulten 5. Jahrgänge würden dann in fünf Zügen komplett in Raesfeld verwaltet werden“ ergänzt Büsken.
Über die Beschlussvorlage wird der Raesfelder Rat und der Schulausschuss in seiner Sitzung am 28. Juni 2021 beraten.
Der Wert der 7-Tage-Inzidenz ist im Kreis Borken in den letzten Wochen rapide gesunken
Keine Corona-Infektionen mehr unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeheime, der Einrichtungen der Eingliederungshilfe und der Pflegewohngemeinschaften im Kreis Borken. Auch Situation in den Kitas und Schulen entspannt
Kreis Borken. Der Wert der 7-Tage-Inzidenz ist im Kreis Borken in den letzten Wochen rapide gesunken: Hatte der Höchststand der sogenannten dritten Welle am 30. März bei 169,1 gelegen und war dann nach kurzzeitigem Rückgang auf 95,3 (8. April) erneut gestiegen (Höchststand am 22. April: 150,3), ging der Wert seither kontinuierlich zurück:
Am 7. Mai wurde mit 97,2 erstmals wieder die 100er Inzidenz unterschritten, am 19. Mai mit 46,3 die 50er Stufe und am 25. Mai mit 28,5 die 35er Stufe. Am heutigen Donnerstag (17.06.2021) lautet der Wert für den Kreis Borken gemäß Robert-Koch-Institut 6,2.
Sichtliche Erleichterung
„Die positive Entwicklung findet auch ihren Niederschlag bei den Alten- und Pflegeheimen, den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, den Pflegewohngemeinschaften, Kitas und Schulen in unserem Kreis“, konstatieren Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in seiner Funktion als Gesundheits- und Sozialdezernent der Kreisverwaltung sichtlich erleichtert. Bei aller Freude hierüber bitten sie aber die Bürgerinnen und Bürger im Westmünsterland darum, sich weiterhin sehr umsichtig zu verhalten und insbesondere die Hygieneregeln zu beachten.
Prioritäres Impfangebot
Seit dem 15. Juni gibt es unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeheime, der Einrichtungen der Eingliederungshilfe und der Pflegewohngemeinschaften im gesamten Kreisgebiet keinen einzigen Corona-Infektionsfall mehr. Das sei sicherlich maßgeblich auf das prioritäre Impfangebot seit nahezu einem halben Jahr in diesem Bereich zurückzuführen, betonen Zwicker und Hörster.
Zur Erinnerung: Mobile Teams starteten am 27. Dezember mit den Impfungen in Alten- und Pflegeheimen. An dem Tag wurden im St. Ludger Senioren- und Pflegezentrum in Vreden 50, in einer Einrichtung in Heiden zehn und im „Azurit“ Bocholt 74 Personen geimpft. In den dann folgenden Wochen erhielten nach und nach alle Impfwilligen einschließlich Personal in den Einrichtungen die Impfungen.
Entspannte Lage bei 228 Kitas im Kreisgebiet
Bei den 228 Kitas im Kreisgebiet sei die Situation derzeit ebenfalls sehr entspannt, erklären Landrat und Kreisdirektor. In einer Kita gebe es drei positiv getestete Kinder. Die deshalb angeordnete Quarantäne läuft allerdings morgen (18. Juni) aus, sofern es dort keine neuen Infektionsnachweise gibt. Zudem sei aktuell aus einer Tagespflege ein Verdachtsfall gemeldet worden – heute (17.06.2021) werden alle dort betreuten Kinder vorsorglich getestet.
Aus den 124 Schulen im Kreis Borken seien in dieser Woche insgesamt drei positive Infektionsbefunde gemeldet worden. Aufgrund der dort verpflichtend vorgeschriebenen Testungen würden solche Fälle schnell erkannt, so dass sich daraus – wie bei entsprechenden Befunden in den vergangenen Wochen – kein größeres Infektionsgeschehen entwickelt habe.
Situation in Krankenhäuser deutlich entspannt
In den Krankenhäusern im Kreisgebiet, die COVID-19-Patienten behandeln, hat sich nach den Rückmeldungen der Krankenhäuser die Situation deutlich entspannt. Heute (17.06.2021) meldet das Klinikum Westmünsterland für seine Krankenhaus-Standorte Ahaus, Bocholt, Borken und Stadtlohn fünf Corona-Patienten, die stationär behandelt werden müssen.
Keiner davon befindet sich auf der Intensivstation. Im St. Antonius-Hospital Gronau wird derzeit ein Patient (liegt nicht auf der Intensivstation) behandelt. Im Kreis Borken haben laut Dr. Zwicker inzwischen (Stand: 17. Juni) 209.726 Personen eine Erstimpfung erhalten (Impfquote: 56,48 Prozent).
125.309 Personen sind vollständig geimpft
Vollständig geimpft sind aktuell 125.309 Personen (Impfquote: 33,75 Prozent). Hinweis: Die Zahl „Vollständig geimpft“ umfasst die Personen, die ihre Zweitimpfung erhalten haben sowie die Personen, die aufgrund einer überstandenen Covid-Infektion oder einer Impfung mit dem Vakzin Johnson & Johnson nur einmalig zu impfen waren.
Kostenloses Online-Seminar am Dienstag, 13. Juli 2021 – Angebot des Kreises Borken, der Stadt Ahaus, der Verbraucherzentrale und der EnergieAgentur.NRW
Kreis Borken (pd). Mit Sonnenenergie können Verbraucherinnen und Verbraucher im Kreis Borken ganz einfach Strom selbst erzeugen – aber lohnt sich das überhaupt?
Der kostenlose Online-Informationsabend der Stadt Ahaus und des Kreises Borken in Kooperation mit der Verbraucherzentrale in Gronau sowie der EnergieAgentur.NRW klärt dazu auf – insbesondere zu kleinen sogenannten „Balkon-Anlagen“.
Mit Stecker-Solargeräten, sogenannten „Balkon-Anlagen“, können auch Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümerinnen und –eigentümer eigenen Sonnenstrom erzeugen. Foto: Laudeley
Zu der digitalen Veranstaltung unter dem Titel „Steck die Sonne ein – einfach selbst Strom erzeugen“ am Dienstag, 13. Juli 2021, von 18 bis 20 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen. Wer gerne seinen eigenen Solarstrom erzeugen möchte, muss sich dafür nicht unbedingt eine große Photovoltaikanlage aufs Dach bauen.
Mit Stecker-Solargeräten können auch Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümerinnen und –eigentümer eigenen Sonnenstrom erzeugen. Die Module lassen sich unkompliziert am Balkongeländer, auf der Terrasse oder an der Hauswand anbringen. Aber dabei gibt es einiges zu beachten. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann dies in dem Informationsabend, an dem interessierte Ratsuchende bequem von zu Hause aus teilnehmen können. Anhand verschiedener Beispiele aus der Praxis erklärt Martin Halbrügge, Energieberater der Verbraucherzentrale in Gronau, wie eine „Balkon-Anlage“ funktioniert und was bei der Anschaffung und Installation beachtet werden soll.
Ergänzend informiert Julia Althaus, Klimaschutzmanagerin der Stadt Ahaus, über das kommunale Förderprogramm für die Investition in eine „Balkon-Photovoltaik-Anlage“.
Wie die Polizei Kreis Borken mitteilt, sind am Mittwoch Einbrecher in ein Wohnhaus in Raesfeld-Erle eingedrungen.
Um ins Innere des Gebäudes an der Straße Hoheloh zu gelangen, hebelten sie ein Fenster auf. Ob die Täter etwas entwendet haben, stand zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme noch nicht fest.
Die Tatzeit liegt zwischen 05.30 Uhr und 08.30 Uhr. Die Polizei bittet um Hinweise an die Kripo in Borken: Tel. (02861) 9000.
Kreisentscheid: Wettbewerb „Ohren auf – jetzt lese ich“ im Kreis Borken – Das Warten hat sich gelohnt!
Elf Schülerinnen und Schüler lesen am Samstag, 19. Juni, im St. Georg Pfarrheim in Vreden um die Wette. Darunter ist auch der Erler Maximilian Kerkhoff von der Silvester-Schule Erle
Kreis Borken (pd). Insgesamt elf junge Leserinnen und Leser stehen am kommenden Samstag, 19. Juni 2021, im St. Georg Pfarrheim Vreden im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen treten im Finale des kreisweiten Lesewettbewerbs „Ohren auf – jetzt lese ich“ gegeneinander an.
Von 10 bis 13 Uhr messen sich die Viertklässlerinnen und Viertklässler im Finale. Unterstützt wird dieser Lesewettstreit vom Lions-Club Hamaland und den örtlichen Büchereien. Die Namen der Mädchen und Jungen, die sich bei den Regionalentscheiden für das Kreisfinale im Kreishaus qualifiziert haben, sind:
– Ida Bengfort; Josefschule, Ahaus
– Nina Große Frericks; Fliednerschule, Stadtlohn
– Maite Antonia Isferding; St. Vitus Schule, Südlohn
– Maximilian Kerkhoff; Silvesterschule, Raesfeld-Erle
– Julian Krühler; GSV Ludgerusschule, Bocholt
– Anna Kippert; Roncallischule, Borken
– Birger Martinko; Hordtschule, Stadtlohn
– Lilly Menzel; Helene-Helming-Schule, Ahaus
– Marie Paeßens; St.-Bernhard-Schule, Bocholt
– Olivia Schwarzbach; Josefschule Bocholt
– Jan-Malte Schwietering; Alexander Hegius Schule, Heek
– Emilia Selting; Antoniusschule, Reken
(Diese zwölf Kinder haben sich qualifiziert, angemeldet für den Kreisentscheid haben sich daraufhin elf von ihnen.)
Aufgrund der Einschränkungen der Corona-Pandemie war der Kreisentscheid, der üblicherweise im Frühjahr zusammen mit dem Wettbewerb der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler stattfindet, „abgekoppelt“ und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden.
Die sechsten Klassen ermittelten die beiden Gewinner erstmals digital, die sich dadurch für den Bezirksentscheid qualifizierten. Die jüngeren „Bücherwürmer“ stellen ihr Können nun wieder in Präsenz unter Beweis, diesmal im Pfarrheim St. Georg in Vreden. Zunächst lesen die Kinder einen selbst gewählten, etwa drei Minuten langen Text vor. Anschließend müssen sie einen fremden Text präsentieren.
29 Grundschulen nehmen teil
Insgesamt haben sich Schülerinnen und Schüler von 29 Grundschulen an der ersten Stufe des Wettbewerbes beteiligt und einen Schulsieger bzw. eine Schulsiegerin ermittelt. „Dass sich trotz aller Schwierigkeiten der Pandemie so viele Schulen beteiligt haben, freut uns besonders“, betont Elisabeth Büning, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Schule, Kultur und Sport des Kreises Borken. „Denn nicht nur Distanz- und Wechselunterricht stellten alle vor Herausforderungen, es musste auch Vieles in den Schulen anders organisiert werden.
Große Begeisterung
„Der Bürgermeister der Stadt Vreden, Tom Tenostendarp, wird gemeinsam mit dem Präsidenten des Lions Club Hamaland, Jan-Dirk Landwehr, nach der Entscheidung der Jury den Kindern ihre Preise überreichen. „Es ist immer toll zu erleben, mit welcher Begeisterung die Jungen und Mädchen lesen und sich mit den Texten auseinandersetzten. Die Auswahl der Texte und Bücher ist jedes Mal sehr unterschiedlich und wir streifen die unterschiedlichsten Themen“, erläutert Elisabeth Büning.
Unter den Schulen der teilnehmenden Kinder wurde bereits in den Osterferien eine Autorenlesung verlost: Gewonnen hat diese die Josef-Grundschule in Ahaus, Dependance Graes.
Wirtschaftswege in Raesfeld müssen dringend saniert werden
Auf die Schadstellen der Wirtschaftswege soll teilweise eine Bitumenemulsion und Splitt aufgebracht werden. Damit sollenoberflächige Risse verschlossen und langfristige größere Schäden vermieden werden.
Wie in jedem Jahr stehen in der Gemeinde die Sanierungsarbeiten von Wirtschaftswege an. Damit beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss am Montag in seiner Sitzung.
Ganz, oder gar nicht, ist die Meinung der FDP, die als einzige gegen jeden Beschluss zum Vergabeverfahren stimmte.
Die Streckenabschnitte, wo eine Oberflächenbehandlung in diesem Jahr in Teilabschnitten notwendig ist, befinden am Diersfort, Hesfort, Entenschlatt und Pohlweg.
Mehrfach notdürftig repariert
Eine neue Tragdeckschicht soll die Möllmannstegge, im Teilabschnitt von der Homerstraße in Richtung Pohlweg, soll auf einer Länge von 900 Meter bekommen. Bereits in den letzten Jahren ist der Pohlweg mehrfach durch den Bauhof notdürftig repariert worden. Laut Bernd Köster von der Bauverwaltung sei hier eine Instandsetzung durch eine Tragdeckschicht (einschichtige Befestigungen) dringend notwendig.
Die festgelegten Sanierungsarbeiten der einzelnen Wirtschaftswege für 2021 führten zu einer längeren Diskussion. Christian Becker (Ausschussmitglied FDP) warf ein, dass bedingt durch die tiefen Schlaglöcher auf dem Pohlweg die Sanierungsarbeiten auf weitere 200 Meter ausgeweitet werden müssen. Nur eine Oberflächenbehandlung auf dieser von der Gemeinde festgelegten Strecke sei wenig sinnvoll.
Verwaltung kennt Mängel
Fakt jedoch sei, so erklärte Bernd Roters von der Bauverwaltung, dass der schlechte Zustand des Möllmannstegge der Verwaltung bekannt sei. Das Budget für eine Verlängerung der Sanierungsmaßnahme reiche jedoch nicht aus. Darüber hinaus gebe es noch mehrere Wirtschaftswege, die dringend saniert werden müsse, so Roters.
In diesem Fall, wie auch bei den anderen Wirtschaftswegen, orientiert sich die Verwaltung an die von den Rats- und Ausschussmitgliedern vor gut zwei Jahren erstellte Prioritätenliste. „Wir haben noch weitere Probleme, aber mehr können wir nicht machen, da wir dafür nicht das Geld haben“, so Roters.
Insgesamt stehen dem Haushalt der Gemeinde in diesem Jahr für die Erneuerung von Tragdeckschichten 60.000 Euro, und für Oberflächenbehandlungen der Wirtschaftswege 20.000 Euro zur Verfügung.
Bis auf die Stimme der FDP, stimmten alle weiteren Fraktionen für die Ausschreibungen zur Sanierung der insgesamt fünf Wirtschaftswege zu.
„Tischlein deck dich“ heißt es am Sonntag, 11.Juli am Naturerlebnisgelände Schloss Raesfeld – Die drei schönsten Tische werden prämiert.
Nach langer Corona-Pause nimmt die Bürgerstiftung ihre Tradition des „Tischlein deck dich“ in diesem Jahr wieder auf.
Raesfeld (pd). Einige Ehrenamtlichen haben bereits viele Erdbeeren zu Konfitüre verarbeitet Nun wird zu einem gemeinsamen Frühstück in die malerische Umgebung des Schlosses Raesfeld am Naturerlebnisgelände eingeladen. Am Sonntag, 11. Juli ab 9.30 Uhr sollen sich die Tische unter den Bäumen wieder mit Leben füllen.
Bis zum 4. Juli 2021 können sich Familien, Stammtische, Firmen, Vereine und alle, die gerne frühstücken, Tische für 40 Euro und Einzelplätze für 5 Euro reservieren. Für Kinder bis zu 12 Jahren ist die Teilnahme frei. Tische, Stühle, Sonntagsbrötchen, Konfitüre und Kaffee zum Nachfüllen werden von der Bürgerstiftung gestellt.
Die Blumenmädchen und Gewinner 2017 im Tiergarten von Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
Den Tisch sollen die Teilnehmer – wie bisher – nach ihrem Geschmack selbst decken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Alles, was das Herz begehrt und jeder für ein gemütliches, stilvolles Freiluftfrühstück in Schlossnähe benötigt, kann mitgebracht werden. Die drei schönsten Tische werden prämiert.
„Wir hoffen, dass wir den Erfolg, den wir in den vergangenen Jahren mit dem „Tischlein deck dich“ hatten, mit dem Frühstück am Schloss Raesfeld, unter Beachtung der geltenden Coronavorschriften, fortsetzen können. Deshalb hoffen wir natürlich auf gutes Wetter, denn die Veranstaltung findet wie immer draußen statt“ so die Vorsitzende Jutta Bonhoff.
Anmeldung
Infos zur Anmeldung und zum Ablauf stehen auch im Internet auf www.stiftung-reh.de. Anmeldungen zum Frühstück sind ab sofort per E-Mail an [email protected] oder telefonisch möglich.
Fragen beantworten Jutta Bonhoff, Tel. 02865/909691, Rita Grömping, Tel. 02865/541, Julia Gesing, Tel. 0160 1111039 und Ruth Beering, Tel. 02865/8371.
Aufforstung im Bereich Schulten Matt in Raesfeld – In enger Abstimmung mit dem Revierforstamt wurde diese Anpflanzung ermöglicht
Raesfeld (pd). Durch die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre ist auch der Waldbereich am Schulten Matt, der der Gemeinde Raesfeld gehört, stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Vor allem die dort angesiedelten Nadelhölzer waren zu einem großen Teil abgängig und mussten daher gefällt werden.
Bernhard Kösters und Bernd Roters vom gemeindlichen Bauamt, Revierförster Holger Eggert und Bürgermeister Martin Tesing besichtigen gemeinsam die aufgeforstete Fläche am Schulten Matt (v. l. nach r.) Foto: Gemeinde Raesfeld
In Zusammenarbeit mit dem Regionalforstamt Münsterland wurde für diesen 5 Hektar großen Bereich eine Aufforstung auf 1,15 Hektar mit heimischen Gehölzen geplant. 550 Stieleichen- und 330 Rotbuchensetzlinge wurden dazu beschafft. Die Setzlinge wurden zu 80 sogenannten Laubholztrupps mit je 11 Bäumen gepflanzt. Bei den Laubholztrupps werden die noch jungen Setzlinge in zwei Kreisen um einen vom Förster bestimmten Mittelpunkt gepflanzt. Diese Art der Pflanzung ermöglicht einen gegenseitigen Schutz der Setzlinge und soll so möglichst allen Jungpflanzen ein ungestörtes Wachstum ermöglichen.
„In enger Abstimmung mit dem Revierforstamt wurde diese Anpflanzung ermöglicht. Wir setzen hier auf regionale Hölzer, die unserem Klima besser angepasst sind“, sagt Bürgermeister Martin Tesing über die Aufforstung. „Es wird zwar noch Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern, bis hier stattliche Bäume stehen. Ein Anfang ist aber gemacht.“
A31: Sperrung der Anschlussstelle Bottrop-Feldhausen in beiden Fahrtrichtungen
Bottrop. Die Autobahn Westfalen beginnt im Zuge der grundhaften Fahrbahnsanierung der A31 zwischen Bottrop und Dorsten mit den vorbereitenden Maßnahmen am Mittelstreifen.
Aus diesem Grund ist die Anschlussstelle Bottrop-Feldhausen ab Freitag (18.6.) in Fahrtrichtung Emden und ab Montag (21.6.) auch in Fahrtrichtung Oberhausen, teilweise auch im Wechsel, fast durchgängig bis Oktober 2022 gesperrt.
Ab dem 17. Juni 2021 führt die Autobahn Westfalen vorbereitende Maßnahmen am Mittelstreifen durch. Daher wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen über zwei verengte Fahrspuren geführt. Ab diesem Zeitpunkt ist zudem die Anschlussstelle Bottrop-Feldhausen in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.
Der Grund: Der ursprüngliche Asphalt von 1984 bzw. 1987 wird auf rund fünf Kilometer komplett ausgetauscht und die gesamte Fahrbahn in beiden Richtungen erneuert.
Die komplette Fahrbahndecke wird ausgetauscht und erneuert. Foto: Autobahn Westfalen
Umleitungen erfolgen über die Anschlussstelle Bottrop-Kirchhellen
Die Umleitungen erfolgen über die Anschlussstelle Bottrop-Kirchhellen und die bislang gesperrte Anschlussstelle Dorsten, die nun wieder für den Verkehr freigegeben ist, über die blau beschilderten Bedarfsumleitungen:
Abfahrt von der A31 aus Oberhausen kommend ab der Anschlussstelle Bottrop-Kirchhellen über die U15
Abfahrt von der A31 aus Emden kommend ab der Anschlussstelle Dorsten über die U84
Auffahrt auf die A31 in Richtung Oberhausen über die U86 zur Anschlussstelle Bottrop-Kirchhellen
Auffahrt auf die A31 in Richtung Emden über die U17 zur Anschlussstelle Dorsten
Zudem wird der Verkehr über je zwei verengte Fahrspuren geführt. Dies kann insbesondere für den Reiseverkehr zwischen Ruhrgebiet und Nordsee zu Stau und stockendem Verkehr führen.
Sanierung der Richtungsfahrbahn Oberhausen
In diesem Jahr steht die Sanierung der Richtungsfahrbahn Oberhausen an. Daher wird der Verkehr ab voraussichtlich Mitte Juli zwischen den Anschlussstellen Bottrop-Kirchhellen und Dorsten mit zwei verengten Fahrspuren in Richtung Emden und einer verengten Fahrspur in Richtung Oberhausen auf die Richtungsfahrbahn Emden verlegt sowie einer weiteren verengten Fahrspur in Richtung Oberhausen auf die Richtungsfahrbahn Oberhausen.
Wanderbaustelle ab Mitte November
Mitte November „wandert“ die Baustelle auf einen nur noch einen Kilometer langen Abschnitt in Richtung Norden. Für etwa vier Wochen ist dann erneut die Anschlussstelle Dorsten in Fahrtrichtung Oberhausen gesperrt, dafür wird die Sperrung der Anschlussstelle Bottrop-Feldhausen in dieser Fahrtrichtung vorübergehend aufgehoben. Anschließend wird die Anschlussstelle Bottrop-Feldhausen wieder komplett gesperrt.
Um den Büchereistandort in Erle zu erhalten, soll sich diese sich zukünftig auf Kinder- und Jugendliteratur spezialisieren
Enormer Rückgang an aktive Leser lässt auf Dauer keine andere Lösung zu. Neue Medien wie Tonies und Nintendo-Spiele sollen, neben einen Basisbestand von 20 bis 30 Bestsellerromanen, für Erwachsene zukünftig angeboten werden.
Mit einem sensiblen Thema muss sich der Hauptausschuss der Gemeinde am 21. Juni befassen. In seiner Sitzung geht es um die zukünftige Neuausrichtung der Bücherei Erle.
Laut Empfehlung des Büchereibeirates soll beschlossen werden, dass die Erler Bücherei, die sich seit 2015 im St. Silvester Haus befindet, zukünftig nur noch Kinderbücher anbietet. Träger der beiden katholischen Büchereien ist die Kirchengemeinde St. Martin.
Bei der Neuöffnung im Januar 2016 gab es noch 7100 Medien, die in die neuen Regale sortiert werden mussten. Foto Archiv: Petra Bosse
Nur noch 217 aktive Nutzer
Aufgrund der seit Jahren andauernden sinkenden Besucher- und Ausleihzahlen, verzeichnet der Standort aktuell nur noch 217 aktive Nutzer. Laut Markus Büsken, Erster Beigeordneter Raesfeld, sank die Zahl der Nutzer, coronaunabhängig, von 2010 bis 2018 um 33 Prozent. Im Vergleich zu Raesfeld ist der Anteil der Nutzer im Vergleichszeitraum nur um etwa 2 Prozent gefallen. Hinzu komme laut Büsken, dass Erwachsene die Erler Bücherei kaum noch nutzen; nur 25 Prozent der Gesamtleserschaft sind Erwachsene (in Raesfeld liegt der Anteil der Erwachsenen bei 63 Prozent).
Aufwendungen belaufen sich jährlich auf 164.000 Euro
Nachgefragt werden nur noch Kinderbücher in Erle. Bedingt dadurch, dass die Schüler der Silvesterschule eigenständig die Bücherei aufsuchen, seien auch am Sonntag kaum noch Eltern mit ihren Kindern dort anzutreffen.
Aufgrund dieser andauernden Entwicklung sei die Erler Bücherei auch nicht mehr in der Förderung des Bistums Münster. Die jährlichen Aufwendungen für beide Büchereien belaufen sich auf 164.000 Euro. Insgesamt trägt die Gemeinde bereits heute einen Großteil der Kosten. Das Kernproblem sei, dass die Kosten im Vergleich zu den geringen Ausleihzahlen der vorhandenen Medien, aktuell sind es 5.700, deutlich zu hoch sind. Bei der Größenordnung der Ausleihe müsste dieser auf 3000 Medien reduziert werden.
Keine Einnahmen
Bei dem derzeitigen deutlich überschrittenen Medienbestand liegen jedoch die Voraussetzungen zur Gewährung einer Bibliothekstantieme nicht mehr vor. Hierunter versteht man eine Vergütung der Bücherei an den Autor, dass die Bücherei seine Bücher quasi gegen eine geringe Gebühr ausleihen kann. Dieses Kriterium ist in Erle nicht gegeben. Und wenn eine Anpassung des Medienbestandes nicht vorgenommen werde, führe das letztendlich zu einer Schließung der Bücherei.
Die Gemeinde hatte daher schon im April Gespräche über die Zukunft des Büchereistandort Erle mit der Kirchengemeinde, der Büchereileiterin Jutta Weber sowie mit der Fachstelle Büchereien Bistum Münster geführt.
Profilschärfung
In einem Punkt seien sich laut Markus Büsken alle einig gewesen: Der Büchereistandort soll als Kinderbücherei überführt werden und in diesem Rahmen durch eine Profilschärfung neugestaltet werden.
Angepasst an der neuen Situation soll der Medienbestand mit überwiegend nur noch Kinderbücher, einige Zeitschriften und einen Basisbestand von 20 bis 30 Bestsellerromanen für Erwachsene. Gleichzeitig soll auch die Aufenthaltsqualität in der Bücherei verbessert werden. Angedacht beispielsweise könnte dies eine Spielecke für Kinder sein oder eine Aufstockung des bisherigen Angebotes für Kinder wie Tonies oder Nintendo-Spiele.
„Mit dieser Umstrukturierung könnte der Büchereistandort Erle langfristig gesichert werden“, betont Büsken. Der Büchereibeirat hat in seiner Sitzung am 6. Mai einstimmig beschlossen, diesen neuen Weg zu gehen. Nun muss nur noch der Hauptausschuss der Gemeinde sich dieser Empfehlung anschließen.
Insgesamt 287 Bäume an 27 verschiedenen Standorten in Raesfeld und Erle hat die Gemeinde vor einigen Wochen gepflanzt.
Mittlerweile sind die Jungbäume alle gut angegangen. Wie beispielsweise an der Truvenne zwischen Raesfeld und Erle.Hier zieren insgesamt 39 neue Stieleichen – Baum des Jahres 1989 – den Straßenrand.
Bei den Bäumen handelt es sich nicht nur um Neu- sondern auch um Nachpflanzungen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes. Im Vorfeld dazu hatte die Verwaltung einen Förderantrag über das Programm „Grüne Infrastruktur NRW“ bei der Bezirksregierung eingereicht und insgesamt 159.000 Euro dafür erhalten.
Insgesamt 39 Stieleichen zieren den Straßenrand Truvenne
Was sich jetzt so einfach anhört, war letztendlich ein schwieriges Unterfangen. Der Grund: Es mussten Bäume laut Vorgabe gepflanzt werden, die es aber eigentlich so gut wie gar nicht gibt. Mittlerweile sind alle Probleme gelöst, die Bäume gedeihen prächtig und auch das Enddatum der Pflanzungen bis zum 31. August, konnte eingehalten werden.
Von dem bunten Mix wie Stieleiche, Feldahorn, Gemeine Esche, Sandbirke und rund 50 neue Obstbäume, Wildapfel und Wildbirne, zieren vielerorts die Straßenränder sowie den neu gestalteten Schlosspark.
Rund 245.000 Euro möchte die Gemeinde Raesfeld in die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Erle investieren
Gemeindeverwaltung möchte einen Antrag auf Gewährung einer Förderung aus dem Landesprogramm „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2022“ stellen
Hierbei schaut die Verwaltung auch in Richtung Zukunft, denn die Feuerwehr Erle verzeichnet seit einigen Jahren wachsende Mitgliederzahlen. So stieg die Zahl der aktiven Einsatzkräfte in den vergangenen Jahren von 30 auf aktuell 41 Einsatzkräfte. Ebenso angestiegen ist die Zahl der Mitglieder der Jugendfeuerwehr von fünf auf aktuell 15.
Im Rahmen Dorferneuerung 2022 möchte die Gemeinde Raesfeld hinsichtlich einer Förderung einen Antrag im Rahmen „Feuerwehrhäuser in Dörfer 2022“ stellen.
Das Feuerwehrgeräte entspricht nicht mehr allen modernen Standards und soll in bestimmten Bereichen erweitert werden. Foto: Petra Bosse
Die Sachlage stellt sich wie folgt dar:
Seit Anfang der 70ziger Jahre befindet sich die Feuerwehr am jetzigen Standort in der Silvesterstraße. Zur Verfügung stellte das Grundstück 1966 im Erbbaurecht für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses die Kirchengemeinde. Diese hatte 1966 das Grundstück erworben.
Im Hauptgebäude befindet sich die Fahrzeughalle mit drei Rolltoren. Im Anbau gibt es einen Schulungsraum, ein Büro, Sanitäreinrichtungen und ein Umkleideraum für die Jugendfeuerwehr.
Erhalt beider Löschstandorte in Raesfeld und Erle
Der aktuelle Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde Raesfeld von 2019 spricht sich für eine eindeutige Empfehlung für den Erhalt beider Löschstandorte, Raesfeld und Erle, aus. Ein Grund dafür sei, dass bei einer Zusammenlegung beider Standorte sich die Anfahrtszeiten für die Feuerwehr und damit die verbundene Zielerreichungsgrade deutlich verschlechtern würden.
Nun sollen am Standort Erle investiert werden. Dazu gehören unter anderem neue Spinde für die Feuerwehrleute. Auch sollen sowohl die Umkleideräume als auch die Sanitärräume nach Geschlechtern getrennt werden. Ebenso soll es zukünftig eine Trennung von privater und dienstlicher Kleidung geben. Diese Maßnahmen, die bereits im Brandschutzbedarfsplan aufgenommen wurden, sollen im Rahmen der Umbaumaßnahmen realisiert werden.
Baukosten
Die Baukosten für die beabsichtigten Maßnahmen belaufen sich auf 425.024 Euro. Hinzu kommen geschätzte Einrichtungskosten in Höhe von weiteren 32.000 Euro.
Im Rahmen der „Dorferneuerung Feuerwehrhäuser in Dörfern“ kann laut Verwaltung das Vorhaben mit insgesamt bis zu 50 Prozent, maximal 250.000 Euro der reinen Baukosten, gefördert werden.
Für die angestrebte Baumaßnahme beabsichtigt die Gemeinde einen entsprechenden Antrag bis zum 30.09.2021 an die Bezirksregierung Münster zu stellen. Bei einem positiven Förderbescheid würde sich der Eigenanteil auf 212.025 Euro zuzüglich der Einrichtungskosten belaufen. Die Finanzierung müsste dann im Haushaltsplan 2022 bereitgestellt werden.
Kreisjugendamt zu Kita-Elternbeiträgen: Juni-Beitrag wird zum Ende der Woche abgebucht Wegen Corona waren die Monate Januar, Februar und Mai beitragsfrei
Kreis Borken (pd). Aufgrund der Corona-Pandemie war der Betrieb in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen in den letzten Monaten eingeschränkt. Seit dem 7. Juni 2021 sind die Kitas dann wie schon zuvor die Kindertagespflegestellen wieder in den Regelbetrieb zurückgekehrt.
Das Land NRW hat für den Zeitraum des ersten Halbjahres festgelegt, dass insgesamt drei Kita-Monatsbeiträge erlassen werden. Nach den gestoppten Zahlungen für Januar, Februar und Mai bedeutet dies, dass ab Juni wieder Elternbeiträge für die Kinderbetreuung gezahlt werden müssen. Aufgrund entsprechender Korrekturen in der Elternbeitrag-Software verschiebt sich deren Abbuchung allerdings auf das Ende dieser Woche (24. Kalenderwoche), teilt das Kreisjugendamt Borken für seinen Zuständigkeitsbereich mit.
Eltern, die ihren Beitrag nicht automatisch per Lastschrift einziehen lassen, werden gebeten, die Zahlung rechtzeitig per Einzelüberweisung zu veranlassen bzw. einen Dauerauftrag wiederaufzunehmen. Das Kreisjugendamt ist für alle Kommunen im Kreis Borken zuständig, mit Ausnahme der Städte Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau, die über ein eigenes Jugendamt verfügen. Die Stadtjugendämter treffen für ihren Zuständigkeitsbereich eigene Entscheidungen.
Zum Hintergrund: Das Land NRW hat seine Zusage bekräftigt, dass aufgrund der Einschränkungen im ersten Halbjahr 2021 insgesamt die Hälfte der Beiträge erlassen werden. Den Ausfall der Beiträge teilen sich Land und die Kommunen je zur Hälfte. Im Ergebnis wurden für die Monate Januar, Februar und Mai 2021 vom Kreisjugendamt keine Elternbeiträge erhoben.
Im Februar hat bereits der Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken über einen endgültigen Erlass der Elternbeiträge für Januar entschieden und diesen Erlass auch für weitere Zeiträume ermöglicht, soweit das Land hierfür die gleichen Bedingungen anwendet. Der Borkener Kreistag hat diesen Beschluss in der Sitzung am 11.03.2021 bestätigt. Nach wie vor liegen allerdings die abschließenden Bedingungen für die Erstattung durch das Land nicht vor. Sollten im Verhandlungsprozess zwischen Land und Kommunen weitere Beitragsbefreiungen vereinbart werden, werden diese umgehend an die Eltern weitergegeben.
Möglichkeit, Beiträge herabzusetzen Durch die Pandemie erleben die Menschen im Kreis Borken in vielen Bereichen massive Einschränkungen und sind häufig auch in ihrer persönlichen Einkommenssituation betroffen. Das Kreisjugendamt Borken weist zusätzlich darauf hin, dass Eltern bei Einkommenseinbußen die Beiträge vorläufig auf das wahrscheinliche Jahreseinkommen herabsetzen lassen können. Bei weiteren Fragen können sich Eltern an ihre Kontaktpersonen beim Kreisjugendamt wenden. Die Kontaktpersonen sind aus dem letzten Beitragsbescheid ersichtlich. Über die weitere Entwicklung zur Corona-Pandemie informiert der Kreis Borken laufend über das Internet unter www.kreis-borken.de/coronavirus sowie über Facebook, Twitter und Instagram.
Randaliert haben Unbekannte in der Nacht zum Samstag in Raesfeld. Die Täter beschädigten an einem Gastronomiebetrieb am Ostring zwei Blumenkübel und entwendeten Dekofiguren.
Darüber hinaus attackierten sie laut Mitteilung der Polizei Borken an der Dorstener Straße mehrere Verkehrszeichen. Angaben von Zeugen deuten darauf hin, dass es sich bei den Tätern um Jugendliche gehandelt hat.
Die Tatzeit liegt zwischen 02.00 Uhr und 04.00 Uhr. Die Kripo in Borken bittet um Hinweise: Tel. (02861) 9000.
Am Samstagabend, gegen 23:43 Uhr, kam es auf der Bundesstraße 67 in Rhede zu einem folgenschweren Verkehrsunfall.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand laut Mitteilung der Polizei befuhr eine 44-jährige Frau aus Mülheim an der Ruhr die B 67 aus Richtung Borken kommend in Fahrtrichtung Isselburg. Mit in ihrem Pkw befand sich ein 50-jähriger Mann, ebenfalls aus Mülheim an der Ruhr.
Etwa 600 Meter vor der Anschlussstelle Fachhochschule Bocholt kam es aus noch unbekannter Ursache zu einem Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Pkw einer 46-jährigen Frau aus dem Landkreis Stade (Niedersachsen).
Durch die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr mussten alle Unfallbeteiligten aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Für die Frau aus dem Landkreis Stade kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Die Mülheimerin und ihr Beifahrer wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus verbracht. Von dort wurde der Mann aufgrund seines Zustandes mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Die Unfallstelle blieb bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Bei dem Verkehrsunfall entstanden Sachschäden in fünfstelliger Höhe. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei waren eingesetzt.
Experten des PP Münster unterstützten die Ermittlungen im Rahmen der Unfallaufnahme. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.
Informationen zur Einführung des digitalen Impfnachweises in Nordrhein-Westfalen
Wer in einem Impfzentren bereits geimpft wurde, bekommt automatisch einen QR-Code per Post zugeschickt
NRW(pd). Am Sonntag hat das Bundesministerium für Gesundheit den Startschuss für die praktische Umsetzung des digitalen Impfnachweises gegeben. Nun sollen auch in Nordrhein-Westfalen nach und nach die Umsetzung dazu starten: In den kommenden Tagen werden die Apotheken und die Impfzentren eingebunden. Die Anbindung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wird sukzessive bis Mitte Juli erfolgen.
Für die Nutzung des digitalen Impfnachweises mittels App muss für jede Impfung ein QR-Code eingescannt werden. In den Impfzentren werden diese Codes künftig für alle neu durchgeführten Impfungen vor Ort ausgegeben.
Wichtig zu wissen für alle Bürgerinnen und Bürger, die bereits einen Termin im Impfzentrum hatten: Sie müssen nichts veranlassen, um die QR-Codes im Nachhinein zu erhalten. Sie bekommen die Codes automatisch bis Ende Juni per Post zugeschickt.
QR-Code – Einfache und lebensnahe Lösung
Nach Ansicht von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat man damit eine einfache und lebensnahe Lösung gefunden. Diese soll auch die Apotheken und Arztpraxen entlasten: „All diejenigen, die ihre Impftermine im Impfzentrum hatten, sollten nun nicht sofort die nächste Apotheke oder Praxis aufsuchen oder die Hotlines der Kassenärztlichen Vereinigungen anrufen, um den QR-Code zu erhalten. Das ist nicht nötig. Bis Ende des Monats haben alle, die das betrifft, automatisch ihren QR-Code im Briefkasten“, sagt Laumann.
Bei Impfungen in einer Praxis gilt:
Sind die Impfungen in Arztpraxen erfolgt, ist der QR-Code grundsätzlich über die Praxis oder die Apotheken beziehbar. Alle weiteren Personen können den QR-Code in Apotheken oder bei den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erhalten. Dies betrifft häufig Personen, die durch mobile Teams geimpft wurden (bspw. Beschäftigte in einer Pflegeeinrichtung), die in Krankenhäusern geimpft wurden oder die außerhalb eines Impfzentrums einen Impftermin über ihren Landkreis bzw. ihre Stadt vereinbart haben.
Für den womöglich seltenen Fall, dass Personen, die bereits im Impfzentrum geimpft worden sind, bis zum Beginn der Sommerferien keine Post mit dem QR-Code erhalten, ist davon auszugehen, dass die notwendigen Daten für den Versand im Impfzentrum nicht vorlagen. Diese Personen können ihren QR-Code dann selbstverständlich auch durch eine Apotheke oder Arztpraxis ausstellen lassen. Die gelben Impfausweise behalten weiter ihre Gültigkeit.
Um den QR-Code ausstellen lassen zu können, müssen der ausstellenden Institution folgende Angaben nachgewiesen werden (unter anderem durch Vorlage des gelben Impfpasses oder einer Impfbescheinigung):
Name
Vorname
Geburtsdatum
Impfstoff
Datum Erst- und Zweitimpfungen (bei Impfung mit Johnson & Johnson nur einmalige Impfung)