Bekämpfung der Corona-Pandemie: Kreisgesundheitsamt Borken arbeitet mit nochmals deutlich verstärktem Team am kompletten Wochenende
Kreis Borken (pd). Im Kreisgesundheitsamt Borken war das inzwischen nochmals deutlich verstärkte Personal auch am Samstag (15.01.2022) dabei, die in großer Zahl hereinkommenden Corona-Neufälle für die über das Landeszentrum Gesundheit ans „Robert-Koch-Institut“ gehende tägliche Lagemeldung aufzubereiten.
Im Laufe des Tages gab es dabei allerdings Probleme mit der EDV, die aber von den Fachleuten der IT-Abteilung der Kreisverwaltung abgestellt werden konnten. Auch am morgigen Sonntag (16.01.2022) werden wieder viele Kräfte im Kreisgesundheitsamt im Einsatz sein, um die noch offenen Fälle weiter abarbeiten zu können.
Corona-Pandemie: Krisenstab des Kreises Borken befasste sich heute (14.01.2022) schwerpunktmäßig mit der Sicherstellung der öffentlichen Versorgung
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Einsatzbereitschaft von Behörden, Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie der Arztpraxen ist derzeit gewährleistet“
Kreis Borken (pd). Auf Veranlassung von Landrat Dr. Kai Zwicker hat sich der Krisenstab des Kreises Borken unter Leitung von Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow heute (14.01.2022) schwerpunktmäßig mit der Sicherstellung der öffentlichen Versorgung im Kreisgebiet befasst – ein ganz zentrales Thema angesichts der derzeit deutlich steigenden Zahl der Corona-Infektionen, wie der Landrat betonte.
Unter Leitung von Dr. Elisabeth Schwenzow (2. v. l.) tagte der Krisenstab des Kreises Borken, rechts daneben Landrat Dr. Kai Zwicker und Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster
Milder Verlauf
Sein Fazit nach der Sitzung: „Die Einsatzbereitschaft von Behörden, Polizei, Feuerwehren, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen, Krankenhäusern sowie der Arztpraxen ist derzeit gewährleistet.“ Dort gebe es überall intensive Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen. Bei dennoch auftretenden Fällen zeige sich in der Regel ein milder Verlauf.
Hohe Impfquote beim Pflegepersonal
Den Grund dafür sieht der Landrat vor allem darin, dass es beim Personal sehr hohe Impfquoten gebe: „Um die 98 Prozent „, hob Dr. Zwicker hervor. Ähnlich stelle sich auch die Situation in der Mitarbeiterschaft von Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für behinderte Menschen dar.
Zum Hintergrund: Der Krisenstab des Kreises Borken tagt unter der Leitung von Kreisordnungsdezernentin Dr. Elisabeth Schwenzow. Ihm gehören leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie Fachleute insbesondere aus den dortigen Fachbereichen „Sicherheit und Ordnung“ (Katastrophenschutz, Leitstelle, Rettungsdienst) und „Gesundheit“ an. Lagebedingt wirken aus der Kreisverwaltung derzeit auch die Leiterinnen der Fachbereiche „Bildung, Schule, Kultur und Sport“, „Soziales“ und „Jugend und Familie“ mit. Von außerhalb der Kreisverwaltung nehmen seit Beginn der Corona-Pandemie die Sprecherin der kreisangehörigen Kommunen, Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing, und ihr Vertreter Bürgermeister Franz-Josef Franzbach aus Schöppingen, Vertreter der Krankenhäuser, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Polizei, der Feuerwehren, des DRK und des Maltester Hilfesdienstes sowie der Bundeswehr an den Krisenstabssitzungen teil.
Auge in Auge mit dem Wolf im Carport, so schildert die junge Frau „G“ ihr dramatisches Erlebnis. Der Schock sitzt auch am nächsten Tag noch tief
Die Wölfe im Schermbecker Wolfsgebiet haben in jüngster Vergangenheit schon für reichlich Aufregung gesorgt.
Abgesehen von den zahlreichen Rissen, besonders die acht Pferderisse in Folge, sorgt auch in den letzten Monaten die Bürgernähe, die der Wolf immer mehr an den Tag legt, unter der Bevölkerung für Angst und Schrecken. So erlebte eine junge Frau aus Hünxe am Donnerstag den Wolf hautnah. Der Schrecken sitzt tief.
Laut BürgerForum Gahlen sei die Frau G. mit ihrem Auto gegen 19.38 Uhr in ihr Carport auf dem Hof gefahren. Dort habe ich noch kurz meine Sachen in die Tasche gepackt, nahm meine Tasche vom Beifahrersitz und wollte aussteigen.“
Als sie diese dann vom Beifahrersitz nehmen und aussteigen wollte, habe sie direkt in die Augen eines Wolfs geschaut.
Das Raubtier habe etwas nur 1,5 Meter entfernt vor ihr gestanden. Vor Schreck habe sie aufgeschrien und die Autotür direkt wieder zugeschlagen und erschrocken telefonisch nach Hilfe gerufen . Der Schreck habe Frau G. so mitgenommen, dass sie am ganzen Körper gezittert habe. Und erst als ihre Eltern auf den Hof kamen, habe der Wolf den Rückzug angetreten.
Laut BürgerForum Gahlen sei das Grundstück eingezäunt und an den Haustüren sei das Licht eingeschaltet gewesen. Darüber hinaus schalteten sich auch die Lichter, ausgelöst durch den Bewegungsmelder ein, als die Frau in ihr Carport fuhr.
8 Tage FlexTicket bringt mehr Flexibilität für Fahrgäste – An acht frei wählbaren Tagen mit Bus und Bahn mobil
Wer gelegentlich mit Bus und Bahn unterwegs ist, sich den Kauf einzelner Tickets sparen und flexibel entscheiden will, wann er das Ticket nutzt, für den gibt es das neue 8 Tage FlexTicket.
Das 8 Tage FlexTicket ist ab sofort im Münsterland und dem Ruhr-Lippe-Raum erhältlich und enthält acht 24 StundenTickets für eine Person.
Das heißt: Die Kunden können mit dem neuen Ticket beliebig viele Fahrten innerhalb von 24 Stunden an acht Tagen unternehmen. Dabei können sie frei wählen, an welchen Tagen sie mit dem 8 Tage FlexTicket unterwegs sind.
Die acht Tage müssen nicht aneinander folgend oder in einem bestimmten Zeitraum genutzt werden. Darüber hinaus hat das 8 Tage FlexTicket auch einen attraktiven Preisvorteil: Die Ticket-Inhaber erhalten acht Mal das 24 StundenTicket 1 Person zum Preis von nur fünf 24 StundenTickets.
Das 8 Tage FlexTicket beinhaltet damit im Vergleich zum 24 StundenTicket 1 Person eine Rabattierung von mehr als 35 Prozent.
Frei wählbare Strecke im Münsterland
Das 8 Tage FlexTicket ist erhältlich für eine jeweils frei wählbare Strecke innerhalb des Münsterlandes (Münster und die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf) und des Ruhr-Lippe-Raumes (Hamm und die Kreise Soest, Unna, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis). Die Fahrgäste können das Ticket im Bus, an den Ticketautomaten, in Verkaufsstellen, online oder per App erwerben.
Kinder bis 14 Jahre fahren kostenlos mit
Wie auch beim 24 StundenTicket 1 Person können beim 8 Tage FlexTicket drei Kinder bis einschließlich 14 Jahren oder Fahrräder (maximal ein Rad pro Person) kostenlos mitgenommen werden. Zudem kann das 8 Tage FlexTicket auch von bis zu acht Personen gleichzeitig genutzt werden. Pro Person ist dann eine Entwertung notwendig.
Mit der Einführung des Tickets reagieren die Verkehrsunternehmen der Region auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und das veränderte Mobilitätsverhalten. „Mit diesem Ticket bieten wir unseren Fahrgästen mehr Flexibilität zu einem günstigen Preis“, betont Matthias Hehl, Geschäftsführer der Tarifgemeinschaft Münsterland – Ruhr-Lippe. Weitere Infos gibt es bei den Nahverkehrsunternehmen im Münsterland und Ruhr-Lippe.
Straßen-NRW möchte Gespräche mit der Straßenbehörde aufnehmen – Fahrradweg in Erle endet im Seitenstreifen der B 224
Darf hier geparkt werden? Ist der zweite Streifen neben der Fahrbahn der B224 in der Üfter-Mark ein offizieller Fahrradweg, oder nicht?
Die zwei Seitenstreifen mit der durchgezogenen Linie längs der Bundesstraße B224 werfen Fragen auf. – sowohl für Fahrradfahrer, als auch für Autofahrer. Fakt ist, dass die parkenden, Autos auf dem Seitenstreifen Fahrradfahrer und Fußgänger gefährden. Laut Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist das Parken hier verboten. Das sieht Revierförster Christoph Beemelmans vom RVR ebenso.
Eine Ordnungswidrigkeit könne allerdings nur die Gemeinde Schermbeck ahnden. Gleichzeitig appellierte Beemelmans an die Autofahrer, dort nicht zu parken, um Fahrradfahrer und Fußgänger durch den zugestellten Seitenstreifen nicht zu gefährden. Das habe sie in jüngster Vergangenheit auch gemacht, bestätigte das Ordnungsamt (wir berichteten).
Abruptes Ende des Radweges
Noch komplizierter jedoch ist die Situation für Radfahrer, denn der aus Erle kommende Fahrradweg geht übergangslos in den Seitenstreifen der B 224 über. Für viele ist es deshalb auch unklar, ob es sich hierbei überhaupt um einen offiziellen Radweg handelt, oder nicht. Allerdings verweist ein Hinweis an der Kreuzung Brannenschnede/Hatkamp auf der linken Seite Richtung Freudenberg darauf hin, dass der Radweg hier endet. Für Fahrradfahrer jedoch, die aus der Straße Brannenschnede kommen und rechts auf die Bundesstraße abbiegen, ist dieses nicht sichtbar.
Nur ein Hinweisschild an der Kreuzung Brannenschnede/Hatkamp verweist auf der linken Seite Richtung Freudenberg darauf, dass der Radweg hier endet.
Ungewöhnliche Sachlage
Das alles sei eine einmalige und ungewöhnliche Sachlage, findet auch Martin Strothmann, Fahrlehrer aus Raesfeld. Entstanden sei die jetzige Verkehrssituation nach einem schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Verlauf entstanden, erinnert der Fahrlehrer. Um seinerzeit die Geschwindigkeit auf der Bundesstraße zu reduzieren, wurden Begrenzungspfosten aufgestellt. Und so lange hier kein Radweg ausgeschildert sei, der für Radfahrer ein Gebot ausspreche, sei dieser Bereich neben der Fahrbahn als Seitenstreifen zu sehen.
Und wer auf der rechten Seite von Erle Richtung Freudenberg fährt, kann vom Radweg übergangslos auf den Seitenstreifen längs der B 224 wechseln. Dieser ist offiziell jedoch nicht als Fahrradweg ausgewiesen. Foto: Petra Bosse
Seitenstreifen ist kein offizieller Radweg
Obwohl der von Erle kommende Radweg übergangslos in den doppelten Seitenstreifen übergeht, gibt es auf der gesamten Strecke nirgendwo ein Schild, was diesen als Fahrradweg ausweist. Der Radweg endet damit quasi hier. Um diese Situation zu ändern, müssten hier Schilder aufgestellt werden, die den schmalen Seitenstreifen längs der Bundesstraße als Radweg kennzeichnen.
Laut Straßen-NRW erfülle die aktuelle Situation vor Ort jedoch nicht die Kriterien für einen Radweg, da der Streifen zu schmal sei. Daher könne dieser auch nicht als Radweg definiert und entsprechend beschildert werden.
Und was die Entscheidung über das Aufstellen von Verkehrsschildern anbelange, sei generell die Straßenverkehrsbehörde der Kommune, sprich Schermbeck, zuständig. Straßen.NRW würde diese nur auf Anweisung der Straßenverkehrsbehörde aufstellen.
Verbesserung der momentanen Situation
Den aktuellen Hinweis werde Straßen.NRW jedoch zum Anlass nehmen, nochmals das Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde zu suchen und über Möglichkeiten zur Verbesserung der momentanen Situation, für die Radfahrenden und dort parkenden Autos, zu sprechen.
Gleichzeitig teilt Straßen-NRW mit, dass mit dem Neubau des Radweges eine deutliche Verbesserung der Situation für alle Verkehrsteilnehmer herbeigeführt werde. Allerdings wird das noch etwas dauern und in diesem Jahr sei damit nach neustem Stand nicht zu rechnen.
Teilnehmer widersetzt sich in Bocholt dem Ordnungsamt und beleidigt Polizeibeamte und Beamtinnen. Polizei und Bereitschaftspolizei im Einsatz
Bocholt. Insgesamt wurden zwölf Ordnungswidrigkeiten und ein Strafverfahren eingeleitet. Ordnungsamt bittet Polizei um Vollzugshilfe. Keinerlei Probleme gab es bei der Gegendemonstration
Wie heute die Polizei Borken mitteilt, versammelten sich am Donnerstag in Bocholt rund 450 Personen, um sich zu einem sogenannten „Spaziergang“ im Zusammenhang mit der Kritik an Coronamaßnahmen zu treffen.
Die Polizei stufte dies als Versammlung ein und wies die Teilnehmer mit einer Lautsprecherdurchsage darauf hin. Gleichzeitig bat sie einen Versammlungsleiter, sich zu melden, um Kooperationsgespräche mit diesem führen zu können. Es habe sich jedoch daraufhin jedoch niemand gemeldet.
Die Teilnehmer dieser nicht angemeldeten Versammlung fanden sich zunächst auf dem Marktplatz am historischen Rathaus ein. Anschließend formierte sich ein Aufzug, der durch die Innenstadt führte.
Der Maskenpflicht nicht nachgekommen
Das zuständige Ordnungsamt der Stadt Bocholt wies die Teilnehmer ebenfalls mit mehreren Lautsprecherdurchsagen auf die Maskenpflicht hin. Diese ist in der aktuell seit dem 13. Januar gültigen Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen für bestimmte Versammlungen vorgesehen. Der damit verbundenen Aufforderung kam der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch nicht nach. Das Ordnungsamt bat die Polizei daraufhin um Vollzugshilfe.
Teilnehmer beleidigt eingesetzte Polizeibeamte
Die Polizei stellte daraufhin die Personalien mehrerer Versammlungsteilnehmer fest, die gegen die Maskenpflicht verstoßen hatten. Die Beamten leiteten zwölf Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Eine Person wurde von der Versammlung ausgeschlossen, weil sie sich mehreren persönlichen Aufforderungen durch das Ordnungsamt widersetzte. Diese Person beleidigte im weiteren Verlauf die eingesetzten Polizeibeamten, die daraufhin ein Strafverfahren einleiteten.
Parallel fand am historischen Rathaus der Innenstadt eine Gegendemonstration statt. Daran nahmen vier Personen teil. Zu einer Konfrontation der beiden Gruppen kam es nicht.
Fingerspitzengefühl und konsequentes Handeln
Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz, darunter auch Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei. Wegen der nicht erfolgten Anmeldung der Versammlung der Kritiker der Coronamaßnahmen wurde ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Einsatzleiter Polizeioberrat Daniel Sühling erklärte: „Unser Konzeption in der neuen Situation, besonnen und mit Fingerspitzengefühl, aber auch konsequent vorzugehen, ist aufgegangen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Bocholt hat zudem reibungslos und gut funktioniert.“
Projekt „Stolpersteine NRW”4 – Zur Erinnerung an die jüdischen Familien in Raesfeld hat der Heimatverein viele Informationen und Fotos zum jüdischen Leben in Raesfeld zusammengetragen.
Der Künstler Gunter Demnig hat aufgrund privater Initiative ab 2009 vor vier Häusern in der Gemeinde 19 Stolpersteine verlegt.
Viele Orte in Raesfeld, an denen Juden bis zur Shoa lebten, ihre Religion ausübten und begraben wurden, sind von Richard Beering auf der Internetseite des Vereins zu einem informativen Spaziergang verbunden worden. Man findet so auch die Stolpersteine, das Denkmal an der Kirche, die Mikwe am Platz der früheren Synagoge und den Jüdischen Friedhof.
Familie des Jost Schwarz um 1900. Repro: Heimatverein Raesfeld
Mobile App BIPARCOURS
Bereits 1971 hat Adalbert Friedrich, langjähriger Vorsitzender des Heimatvereins, ein Buch über die jüdische Gemeinde von Raesfeld veröffentlicht, welches Grundlage zu dem Spaziergang gewesen ist.
Um die Orte zu finden und die Informationen abzurufen, hat Richard Beering zudem einen Parcours für die Mobile App BIPARCOURS2 erstellt. Der Parcours wurde für Schüler*innen erstellt, ist aber auch für deren Eltern und Großeltern geeignet. Die Informationen sind auch im Browser auf den Internetseiten3 des Heimatvereins einsehbar.
Eheleute Rosenbaum auf dem Stenkamp. Repro: Heimatverein Raesfeld
Einzelne Stationen
Ausgangspunkt des Spaziergangs ist das Museum in der Schlossfreiheit. Von dort geht es an den Plätzen vorbei, wo die Familien Nathan, Emanuel, Abraham und Max Rosenbaum, die Familien Nathan, Moses und Herz Elkan sowie die Familien Moses und Levi Schwarz ihre Wohnhäuser hatten.
Der Weg führt auch zur Pfarrkirche St. Martin, wo auf Initiative des Heimatvereins im Juli 1987 an der Borkener Straße nahe der Stelle, wo von 1863 bis 1938 die Synagoge stand, ein Gedenkstein errichtet wurde. Hier sind die Namen von 36 jüdischen Mitbürgern verzeichnet, die von 1942 – 1945 in den Konzentrationslagern umgekommen sind.
DJK Raesfeld, Erich Rosenbaum erster in der 2. Reihe von rechts. Repro: Heimatverein Raesfeld
Synagoge der jüdischen Gemeinde
Gegenüber des Gedenksteines, an der Stelle des heutigen Ärztehauses, stand von 1863 bis 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Raesfeld. 2004 wurde dort die Mikwe gefunden, die als weitere Gedenkstätte hinter dem Ärztehaus aufgestellt wurde.
Die letzte Station des Rundgangs ist der jüdische Friedhof. Die Heidefläche befindet sich im Brook, am Pölleken. 1940 wurden von Nationalsozialisten zahlreiche Grabsteine zerstört, elf Steine blieben bis heute erhalten. Der Friedhof wird im Auftrag der Gemeinde Raesfeld unterhalten und gepflegt Eigentümer ist der Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalens.
Erich Rosenbaum mit Motorrad. Repro: Heimatverein Raesfeld
Projekt „Stolpersteine NRW”4
Der Künstler Gunter Demnig hat aufgrund privater Initiative ab 2009 vor fünf Häusern in der Gemeinde 19 Stolpersteine verlegt. Der Westdeutsche Rundfunk – WDR – will die mit den Stolpersteine verbundenen Schicksale digital zugänglich machen. Das Projekt „Stolpersteine NRW”4 soll in Kürze publiziert werden und ebenfalls als Mobile App und im Desktop-Browser nutzbar sein. Auf Anfrage des WDR wurden die Raesfeld betreffenden Informationen vom Heimatverein übermittelt.
Nicht erst seit der Coronakrise boomt das Geschäft mit den Wohnmobilen. Kein Wunder, denn das freie und unkomplizierte Reisen mit dem rollenden Zuhause findet immer mehr Freunde. Damit auch alles reibungslos klappt und der ersehnte Urlaub nicht von technischen Problemen getrübt wird, bietet das Autohaus Terhart in Raesfeld bereits seit Jahren einen umfassenden Service rund um das Wohnmobil an.
Um das gute Stück fit für den Urlaub zu machen, führt die zertifizierte Meisterwerkstatt nicht nur alle gängigen technischen Wartungen und Inspektionen durch, sondern sorgt auch für einen perfekten Zustand von Bremsen und Reifen. Auch die regelmäßigen Haupt- und Abgasuntersuchungen sind für das Autohaus kein Problem. Ein besonders sensibler Bereich bei Wohnmobilen ist dabei die Gasanlage, die man bei Terhart ebenfalls problemlos überprüfen lassen kann.
Der Partner beim nächsten Upgrade
Doch nicht nur für den gründlichen Check vor der Reise ist man bei dem Raesfelder Meisterbetrieb an der richtigen Adresse. Gerade erfahrene Wohnmobilisten wissen, dass man immer etwas zum Verbessern am eigenen Fahrzeug findet. Auch hier ist Terhart der richtige Partner: Eine neue Anhängerkupplung oder einen neuen Lastenträger zu montieren, ist hier kein Problem. Oder soll es ein neues Navigationssystem oder eine Rückfahrkamera sein? Die Experten aus Raesfeld stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Für viele Jahre Sicherheit und Komfort
Damit das rollende Zuhause viele Jahre lang Freude bereitet, bietet das Autohaus Terhart auch Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz an und hält auch die Klimaanlage in Schuss. Und für optimalen Fahrkomfort und Sicherheit auch bei größerer Beladung kann man bei den Profis auch die Niveauregulierung einstellen oder sogar nachrüsten lassen. Das gilt auch für die Hubstützen, die das geparkte Wohnmobil am Urlaubsort mühelos in der Waagerechten halten. Für Wohnmobile auf Fiat Ducato-Basis können auch Garantien für die Fahrgestelle und Motoren abgewickelt werden. Seit 1968 ist das Autohaus Terhardt neben einer freien Meisterwerkstatt auch zertifizierter Fiatpartner.
Eine wichtige Hilfe beim Service ist dabei die brandneue Schwerlastbühne in der Werkstatt, die mit ihrer Tragkraft von bis zu sechs Tonnen fast jedes Wohnmobil stemmen kann.
Unkompliziert reisen mit dem Mietmobil
Wer das freie Reisen mit dem Wohnmobil einmal selbst ausprobieren möchte, ohne seinen Fuhrpark direkt zu erweitern, kann das auf einfache Weise mit dem Mietmobil der Firma Terhart tun. Der luxuriös ausgestattete Ducato Camper ist problemlos mit einem normalen PKW-Führerschein zu steuern und bietet dabei alle Vorzüge des mobilen Wohnens. So ist die eigene Küche genauso selbstverständlich enthalten wie eine Nasszelle und eine Toilette. Zwei große Längsbetten sorgen für nächtlichen Komfort, nachdem man einen schönen Urlaubstag unter der breiten Markise ausklingen lassen konnte.
Das Wohnmobil ist zu sehr attraktiven Tagespreisen verfügbar, und bald wird auch schon ein zweites Mietmobil das Angebot verstärken. Reisen, wohin man möchte, und dennoch wie zuhause fühlen – das ist mit dem gemieteten Wohnmobil kein Problem.
Die Werkstatt ist Montags bis Freitags von 8 bis 17.30 Uhr geöffnet, an Samstagen von 8 bis 12 Uhr.
Bekämpfung der Corona-Pandemie – Kreis Borken weist auf wichtige Neuerungen hin
Der Kreis setzt vorgezogene Freitestungen gemäß Bund-Länder-Vereinbarung jetzt schon um. Anpassung der NRW-Coronaschutzverordnung: Ausnahmen von der Testpflicht für geboosterte Personen / Ausweitung der „2G+ Regel“ auch in der Gastronomie
Kreis Borken (pd). Der Kreis Borken erweitert erneut sein Quarantänemanagement im Vorgriff auf die in Kürze anstehenden bundeseinheitlichen Änderungen zu Quarantäne und Freitest-Möglichkeiten. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit.
Corona-Infizierte und Kontaktpersonen ohne Testung
Bereits seit Anfang dieser Woche gilt, dass Corona-Infizierte und Kontaktpersonen ohne Testung – unabhängig von der jeweils vorliegenden Covid19-Virus-Variante – „automatisch“ nach 10 Tagen aus der Quarantäne entlassen sind. Wird dann trotzdem noch ein PCR-Test durchgeführt und ist dieser erneut positiv, gilt:
Bei einem CT-Wert ab 30 und ist die getestete Person symptomlos, ist die Quarantäne beendet. Liegt der CT-Wert unter 30, verlängert sich die Quarantäne bis zum Vorliegen eines negativen (Schnell-) Testergebnisses.
Freitestung aus der Quarantäne
Ab sofort gelten zudem für den Bereich des Kreises Borken folgende bundeseinheitlich vereinbarten Regelungen zur Freitestung aus der Quarantäne:
Mit Schnelltest oder PCR-Test ist für Infizierte und Kontaktpersonen in Quarantäne eine Freitestung nach 7 Tagen möglich. Der Tag der Testung zählt hierbei nicht mit
Beispiel: Test am Montag, Freitesten am darauffolgenden Montag, bei Vorliegen des negativen Testergebnisses endet die Quarantäne am Montag, 24 Uhr.
Für infizierte Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern u. ä. ist dafür allerdings zwingend ein PCR-Test erforderlich, zudem müssen sie seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sein.
Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche können sich als Kontaktpersonen bereits nach 5 Tagen mit Schnelltest oder PCR-Test freitesten lassen. Dieses Ergebnis kann über folgenden Link hochgeladen werden: https://www.kreis-borken.de/negatives-testergebnis.
Folgende Kontaktpersonen müssen nicht in Quarantäne:
Geboosterte
doppelt Geimpfte (wenn die Impfung weniger als 3 Monate zurückliegt)
geimpfte Genesene
Genesene (wenn die Erkrankung weniger als 3 Monate zurückliegt)
Das Land NRW hat überdies seine Coronaschutzverordnung angepasst – nachfolgend die wichtigsten Neuregelungen im Überblick:
2G+ in der Gastronomie Die Zugangsbeschränkung auf immunisierte Personen, die zusätzlich über einen aktuellen Test verfügen müssen, galt bislang bei der Sportausübung in Innenräumen, in Schwimmbädern und bei Wellnessangeboten.
Ab dem 13. Januar 2022 gilt die Regel darüber hinaus auch in der Gastronomie, sofern sich die Nutzung nicht auf das bloße Abholen von Speisen und Getränken beschränkt. Hier müssen auch immunisierte Personen daher zukünftig zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltestnachweis, der nicht älter als 24 Stunden ist, mit sich führen.
Ausnahme von der Testpflicht für geboosterte oder genesene Personen
Die zusätzliche Testpflicht in Bereichen, in denen 2G+ gilt, entfällt für immunisierte Personen, die zusätzlich zur vollständigen Grundimmunisierung (gemäß Bundesrecht) entweder über eine Auffrischungsimpfung verfügen oder in den letzten drei Monaten von einer Infektion genesen sind. Die Ausnahme gilt für alle Anwendungsbereiche von 2G+, also auch etwa für den Sport in Innenräumen. Sie gilt unmittelbar ab Erhalt der Auffrischungsimpfung.
Testungen vor Ort
An Orten, an denen ein Test für den Zutritt nötig ist (also bei 3G und bei 2G+), kann statt der Vorlage eines Testnachweises einer offiziellen Teststelle auch vor Ort beim Zutritt ein beaufsichtigter Selbsttest durchgeführt werden, so etwa beim Zutritt eines Fitnessstudios unter der Aufsicht des Empfangspersonals oder bei der Sportausübung unter der Aufsicht des Trainers/Übungsleiters. Dieser beaufsichtigte Selbsttest berechtigt ausschließlich zum Zutritt zum konkreten Angebot. Es kann von der Aufsichtsperson kein Testnachweis ausgestellt werden, mit dem auch andere Einrichtungen besucht werden könnten. Das können weiterhin nur die offiziellen Teststellen. Ob und in welcher Form eine Testung vor Ort angeboten wird, entscheidet der jeweilige Betreiber der Einrichtung.
Maskenpflicht
Wegen der deutlich höheren Infektiosität der Omikron-Variante werden die Ausnahmen von der Maskenpflicht reduziert und die Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Masken ausgeweitet. Dies betrifft insbesondere die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Warteschlangen im Freien und bei Veranstaltungen und Versammlungen, sofern für sie keine 3G- oder 2G-Zugangsregelung gilt.
Vereinheitlichung bei Großveranstaltungen
Bisher galt schon die Zuschauerobergrenze von 750 Personen für Großveranstaltungen. Dies gilt künftig einheitlich auch für überregionale Veranstaltungen wie Fußballspiele etc.
Zahl der Neuinfektionen steigt stark an – Inzidenzwert im Kreis Borken liegt heute bei 435,3
Landrat Dr. Kai Zwicker ruft Bevölkerung zu eigenverantwortlichem Handeln auf
Kreis Borken (pd). Inzwischen gibt es eine große Dynamik bei den Coronainfektionen im Kreis Borken: Dies zeigt der Anstieg der kreisweiten Inzidenz auf aktuell 435,3 Fälle/100.000 Einwohner. Allein aus den Bürgerteststellen im Kreisgebiet wurden gestern (11.01.2022) 448 positive Testungen gemeldet, die nun mittels PCR-Test gegengecheckt werden. Angesichts dieser Entwicklung hat die Kontaktpersonennachverfolgung im Kreisgesundheitsamt einen kritischen Punkt überschritten.
Kein zeitnaher Kontakt zu Infizierten möglich
Trotz personeller Verstärkung, weiterer Optimierung von Verfahren und Priorisierung von Aufgaben können die Infizierten derzeit nicht mehr zeitnah kontaktiert werden. Daher appelliert Landrat Dr. Kai Zwicker an die Bevölkerung: „Sehen Sie von Anrufen beim Kreisgesundheitsamt ab und warten auch nicht auf eine offizielle Kontaktaufnahme, sondern setzen Sie bitte – wie ohnehin in den rechtlichen Bestimmungen vorgesehen – die Coronaschutz-Regelungen eigenverantwortlich um!“
Dazu gehören insbesondere:
Personen, die sich wegen Erkältungssymptomen oder einem positiven Coronaschnell- oder -selbsttest einem PCR-Test unterzogen haben, müssen sich bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Quarantäne begeben.
Bei einem positiven PCR-Testergebnis sind sie gehalten, unverzüglich alle Personen zu unterrichten, zu denen in den letzten vier Tagen vor der Durchführung des Tests oder seit Durchführung des Tests ein enger persönlicher Kontakt bestand.
Dies sind diejenigen Personen, zu denen für einen Zeitraum von mehr als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Maske bestand oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über eine längere Zeit geteilt wurde. Diese sollen sich dann ebenfalls testen lassen.
Wichtig ist dem Landrat insbesondere folgender Hinweis: „Bürgerinnen und Bürger, die per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet werden, können ein Formular auf der Internetseite des Kreises Borken nutzen, um selbst ihre Daten an das Kreisgesundheitsamt zu übermitteln.
Auf diese Weise können dann die Prozesse im Gesundheitsamt deutlich beschleunigt werden.“ Das Formular ist sowohl über die Startseite des Kreises unter https://kreis-borken.de als auch über den Kurzlink https://kreis-borken.de/pcr-positiv abrufbar.
Landrat Dr. Zwicker mahnt zudem: „Nicht alles, was erlaubt ist, sollte auch ausgereizt werden!“ Insbesondere enge Kontakte mit Menschen in Innenräumen seien wegen der hohen Ansteckungsgefahr äußerst problematisch und sollten generell so weit wie möglich vermieden werden.
Hinweis: In einer gesonderten Pressemitteilung (http://www.presse-service.de/data.aspx/static/1091804.html) vom heutigen Tage (12.01.2022) informieren wir darüber, dass der Kreis Borken die vorgezogenen Freitestungen gemäß Bund-Länder-Vereinbarung bereits jetzt umsetzt.
Rund 38.000 Pooltestungen wurden durchgeführt. Fehlerhafte Beschriftungen oder auch verspätete Anlieferungen von Proben führten bei den Laboren zu Verspätungen.
NRW/Raesfeld. An den PCR-Lolli-Testungen nahmen am 10. Januar 2022 an den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe ausnahmsweise zum Start nach den Weihnachtsferien alle rund 750.000 Schülerinnen und Schüler einmal am selben Tag teil.
Insgesamt wurden rund 38.000 Pooltestungen durchgeführt. Das PCR-Lolli-Testverfahren hat in fast allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens auch nach der Umstellung so wie geplant gut funktioniert. Bei über 90 Prozent aller durchgeführten Lolli-Tests konnten die Ergebnisse wie vorgesehen übermittelt werden.
220 Schulträger
400 Einzelrouten
rund 3.000 Schulen
wöchentlich werden rund 115.000 Kilometer zurückgelegt
zentral zwölf Labore
Bei den Tests, bei denen es leider auch, wie in Raesfeld-Erle zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse kam, standen die Hotlines beratend zur Seite, hieß es aus dem Schulministerium.
Fehler wurden analysiert
Wie das Ministerium für Schule und Bildung weiter mitteilt, seien bereits gestern die Fehler analysiert und alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden, um die Probleme abzustellen. Alle noch ausstehenden Testergebnisse wurden und werden nach den Informationen der Labore im Laufe des heutigen Tages übermittelt.
Technische Probleme in einem Labor
Ursächlich für verzögerte Übermittlungen seien in ganz wenigen Fällen fehlerhafte Beschriftungen oder auch verspätete Anlieferungen von Proben bei den Laboren gewesen, so das Schulministerium. In einem Labor sei es jedoch aufgrund eines größeren technischen Problems bedauerlicherweise zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Testergebnisse gekommen, so dass die Eltern erst mit größerer Verspätung die Ergebnisse erreichten und betroffene Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teilnehmen konnten. Derzeit werden mit dem betreffenden Labor noch einmal die Vorgänge intensiv aufgearbeitet.
Schülerinnen und Schüler, die am Montag in einem positiven Pool waren und deren Ergebnis des Einzeltests bis gestern noch nicht vorlag, sind in der sogenannten häuslichen Isolation verblieben, bis der Befund des Einzeltests übermittelt wurde.
Regelungen wurden mit Schulmail übermittelt
Diese Regelung für den Start nach der Weihnachtspause ist den Schulen vorsorglich bereits mit einer Schulmail vom 16. Dezember 2021 übermittelt worden. So lange einer Schule das Pool-Ergebnis noch nicht vorlag, konnten die Schulen hilfsweise Antigen-Schnelltests einsetzen, um Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Unterricht zu ermöglichen.
PCR-Pool-Testungen an den Grund- und Förderschulen
Seit heute werden die PCR-Pool-Testungen an den Grund- und Förderschulen wieder im Regelbetrieb zwei Mal wöchentlich durchgeführt. Die Schülergruppen werden nach A und B getrennt, sodass das Probenaufkommen im Vergleich zur besonderen Situation am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien wieder auf das Normalmaß halbiert ist.
Das Ministerium für Schule und Bildung wird das PCR-Lolli-Testverfahren weiter engmaschig begleiten und kontrollieren. Das Verfahren ist ein wichtiger Baustein im Konzept für einen sicheren Präsenzunterricht an den Schulen in Nordrhein-Westfalen.
Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Jeder einzelne Fall bei dem es mit der Übermittlung der Testergebnisse nicht rechtzeitig geklappt hat, ist bedauerlich und führt zu einer verständlichen Verärgerung bei den Lehrkräften und den Familien. Die Fehleranalyse hat gezeigt, dass der Großteil der Verzögerungen der Testergebnisse insbesondere durch ein IT-Problem bei einem Labor entstanden ist. Das Problem wurde unmittelbar analysiert und angegangen. Das „Lolli“-PCR-Testverfahren hat seit dem Frühjahr 2021 gut funktioniert und wird nun in der optimierten Variante im zweiten Schulhalbjahr weiterhin eine große Sicherheit für den Präsenzunterricht unserer Schülerinnen und Schüler in den Grund- und Förderschulen liefern. Leider können bei einem solchen komplexen Testverfahren wie dem „Lolli“-PCR-Testverfahren, bei dem jeden Tag 220 Schulträger auf 400 Einzelrouten von rund 3.000 Schulen die Testmaterialien einsammeln, dabei wöchentlich rund 115.000 Kilometer zurückgelegt und zentral in zwölf Laboren mehrere hundertrausende Tests ausgewertet werden, Störfälle nie komplett ausgeschlossen werden.“
Nach Geflügelpestausbruch im Nachbarkreis Wesel gelten ab Donnerstag, 13.01.2022, folgende Neuregelungen im Kreis Borken:
1. Aufhebung der Geflügelpestüberwachungszone und 2. Änderung der Aufstallpflicht für Geflügelhalter
Kreis Borken (pd). Die aufgrund eines Geflügelpestausbruchs in Hamminkeln (Kreis Wesel) im Kreis Borken eingerichtete Überwachungszone – betroffen davon sind die Kommunen Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken und Raesfeld – kann in den Geflügelbetrieben ab Donnerstag (13.01.2022) wieder aufgehoben werden.
„Sowohl die klinischen Untersuchungen als auch die Entnahme von zahlreichen Proben zur virologischen Befundung, die wir in den letzten Wochen durchgeführt haben, ergaben ein negatives Ergebnis“, zeigt sich Anja Miebach, Leiterin der Veterinärabteilung im Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken, erleichtert.
Stichproben
Einbezogen worden seien dabei alle ermittelten Kontaktbetriebe und stichprobenweise die Geflügelhaltungen in der Überwachungszone. Damit enden dann die massiven Einschränkungen zum Verbringen von lebendem Geflügel und von Geflügelerzeugnissen einschließlich Eier für die 297 Geflügelhalter mit insgesamt 302000 Tieren in der Überwachungszone.
Geflügelpestvirus durch Wildvögel
„Allerdings darf auch die latente Gefahr, dass das Geflügelpestvirus durch Wildvögel in Bestände eingetragen wird, nicht unterschätzt werden“, erklärt die Kreisveterinärin weiter. Dies gelte vor allem während der Zugvogelrastzeit, die bis zum Frühjahr andauert. „Daher und angesichts der räumlichen Nähe zum Ausbruchsgeschehen in Hamminkeln wird die Aufstallpflicht für Geflügel und sonstige gehaltene Vögel in den Kommunen Isselburg, Bocholt, Rhede, Borken und Raesfeld (jeweils alle Ortsteile) vorerst noch beibehalten“, betont Anja Miebach. Im übrigen Kreisgebiet werde diese Pflicht zum 13.01.2022 aufgehoben.
Hohes Risiko
Da das Risiko eines erneuten Ausbruchs nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts unverändert als hoch angesehen wird, bittet der Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken alle Geflügelhalter jedoch eindringlich darum, weiterhin umfassende Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Hierzu zählen in erster Linie ausreichende Biosicherheitsmaßnahmen – auch in Kleinstbetrieben. Informationen dazu gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/gefluegelpest.
Meldung bei Todesfällen
Die Kreisveterinäre bitten überdies darum, in Geflügelbeständen in größerer Zahl auftretende Todesfälle mit unklarer Ursache umgehend unter der Rufnummer 02861/681 3801 oder per E-Mail unter [email protected] zu melden. Zudem besteht nach wie vor die Möglichkeit, unter den vorgenannten Kontaktdaten auch verendet aufgefundene Wildvögel (keine Singvögel und Tauben) zu melden, damit sie zur weiteren Untersuchung eingesandt werden können. Ungeschützter Kontakt mit den Tierkörpern sollte hierbei vermieden werden. Zum Hintergrund: Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine Infektion mit dem hochansteckenden Influenza-A-Virus, das insbesondere bei Hühnern und Puten zu erheblichen Todesraten in den Beständen führen kann. Bei intensivem Kontakt ist auch eine Übertragung auf den Menschen möglich.
Der Ausbau des neuen Radwegs längs der B 224 zwischen Freudenberg und Erle wird noch dauern.
Fahrradfahren im Münsterland ist beliebt. Nicht nur bei Berufspendlern. Fakt jedoch ist, dass noch nicht alle Wege ausgebaut sind. Wie beispielsweise die Verbindungim Dreiländereck zwischen dem Kreis Borken, Kreis Wesel und Dorsten.
Für Radfahrer aus Erle kommend endet der Radweg auf beiden Seiten abrupt am Ortsausgang Erle/Brannenschnede. Wer dennoch die Strecke weiterfahren möchte, muss entweder einen großen Umweg durch die Erler Heide machen, oder sich mit dem schmalen Seitenstreifen neben der Bundesstraße 224 zufrieden geben. Eine nicht ungefährliche Sache für Fahrradfahrer (wir berichteten).
Übergang Fahrradweg in den Seitenstreifen der B224 in Erle. Foto: Petra Bosse
Lückenschluss
Mit dem anstehenden Lückenschluss soll die Erreichbarkeit der Stadt Dorsten und Schermbeck und umgekehrt für Radfahrer verbessert und eine attraktive Radwegeverbindung parallel zur B 224 geschaffen werden.
Für den Ausbau der rund fünf Kilometer langen Strecke laufen seit 2019 bereits die Anträge. Geplant ist laut Straßen-NRW ein 1,75 Meter Fahrradweg. Dieser soll straßenbegleitend auf der linken Seite zur B 224 verlaufen. Zum Schutz sei zwischen Fahrbahn und Radweg ein Grünstreifen eingeplant, der den notwendigen Sicherheitsabstand gewährleisten soll.
Ausbauende des Radwegs Richtung Freudenberg. Foto: Petra Bosse
Baugrundgutachten liegt noch nicht vor
Auf Nachfrage teilt Elena Färber, Medienbeauftragte Straßen-NRW am Dienstag mit, dass zurzeit erst noch das Baugrundgutachten abgewartet werden müsse, da sich die Erstellung etwas verzögert habe. Voraussichtlich werde es im März vorliegen. Erst dann könne mit einem Vorentwurf begonnen und die Ausführungsplanung erarbeitet werden. In einem nächsten Schritt werde dann der Bauablauf geplant.
Ob diese Schritte im laufenden Jahr 2022 abgeschlossen sein werden und der Bau noch in diesem Jahr starten kann, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher vorausgesagt werden. Zunächst müssen jetzt die Ergebnisse des Baugrundgutachtens abgewartet werden.
Rückblick
Wie seinerzeit im Juli 2021 Thomas Utsch von Straßen NRW (Regional Niederlassung Niederrhein Mönchengladbach) mitteilte, sollte in diesem Jahr mit dem Ausbau des rund 5,5 Mio. Euro teuren Projekts begonnen werden. Ein Ingenieurbüro sei mit der Planung beauftragt worden und dabei, die Vorentwurfsplanung zu erstellen. Bereits im Juli 2020 erhielt Straßen-NRW den Bescheid vom RVR, dass ein Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt worden sei, um für den Fahrradweg verschiedene Varianten zu erstellen.
Auswertungen der Corona-Einzeltestungen der Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in Raesfeld und Erle ließen auf sich warten
Der Schulleiter der Grundschulen Raesfeld und Erle Thomas Schlüter ist nervös. Bis zum späten Mittwochvormittag lagen ihm immer noch keine Ergebnisse der Einzelauswertung der Corona-Tests der Schüler der Silvesterschule in Erle vor.
Wie von der Landesregierung gefordert, starteten in beiden Grundschulen am Montag mit einem PCR-Test sowie einem anschließenden Pool-Test. Das Ergebnis habe laut Schlüter schnell festgestanden. An jeder Schule fiel ein Pool-Test positiv aus. Zusätzlich veranlasste der Schulleiter noch Schnelltests, wobei ein Ergebnis in Erle positiv war.
Der Schnelltestvorrat in beiden Grundschulen neigt sich dem Ende zu. Schulleiter Thomas Schlüter hofft, dass der Nachschub nicht so lange auf sich warten lässt, wie die Einzelaustestungen seiner Schüler nach dem Schulstart. Foto: Petra Bosse
Die anschließende Einzeltestauswertung des Sammel-Tests aus Düsseldorf jedoch ließ auf sich warten. Das machte den Schulleiter mehr als nervös, denn erst am Mittwochmorgen um 10.15 Uhr bekam der er die ersten Ergebnisse für die St. Sebastian-Schule übermittelt. Insgesamt vier Schüler aus einer Klasse sind Covid-19 positiv.
Nach 48 Stunden noch keine Ergebnisse
Wie es allerdings in Erle aussah, war auch 48 Stunden nach Schulbeginn am Mittwochvormittag noch offen. Schlüter war beunruhigt, zumal in Erle vorab schon nach einem Schnelltest feststand, dass ein Schüler positiv war. „Wir hatten uns zwar darauf eingestellt, dass die Bearbeitung länger dauern wird, aber das am dritten Schultag immer noch keine Labor-Ergebnisse vorliegen und wir überhaupt keine Klarheit haben“, so Schlüter.
Entwarnung in Erle
Erst am heutigen Mittag und nach langem Warten kam für Erle die Entwarnung. Es blieb bei dem einem positiven Ergebnis. Das bedeutet nun, dass sowohl in Raesfeld – die negativ getesteten Schüler der zwei betroffenen Schulklassen können weiter am Schulunterricht teilnehmen können. Es sei denn, es tauche in Raesfeld ein weiterer positiver Befund auf. In diesem Fall müssen alle Kinder der Klasse zuhause bleiben und werden, so Schlüter, im Homeschooling betreut.
Schwierige Situation
Darüber hinaus sei die derzeitige Situation an beiden Grundschulen sehr schwierig, zumal viele Familien vor Betreuungsproblemen stehen. „Wir können nur mit Schnellteste eine großmögliche Sicherheit versuchen zu schaffen, solange die Einzeltestauswertungen nicht vorliegen“, ergänzt Schlüter. Alleine am Dienstag wurden rund 500 Schnellteste an beiden Schulen gemacht und mittlerweile gehe auch der Vorrat aus. Nun hofft der Schulleiter, dass die Raesfelder Grundschulen eine schnelle Nachlieferung von Test-Kits erhalten, denn an der St. Sebastian-Schule reiche der Bestand nicht mehr für eine komplette Tagestestung aus.
Situation in der Julia-Koppers Gesamtschule
Am ersten Schultag wurden an beiden Gesamtschulstandorten in Borken und Raesfeld rund 900 Schülerinnen und Schüler getestet. Hierbei habe es nur jeweils ein positives Ergebnis in Raesfeld und Borken gegeben. Insgesamt zeigte sich Schulleiter Axel Heinz mit dem Ergebnis zufrieden. „Das ist weniger, als was wir nach den Ferien erwartet haben. Bleibt abzuwarten, wie es sich nun weiterentwickelt“. Was die Testungen anbelange, seien die Schüler mittlerweile sehr routiniert. Auch seien noch an beiden Schulen genügend Tests vorhanden.
Neues Angebot des Stadtarchivs der Stadt Borken für Familienforschung: Namen der Eheschließungen zwischen 1874 und 1941 online abrufbar
Mitte November 2021 stellte das Landesarchiv NRW auf dem Portal „Archive in NRW“ digitalisierte Versionen von rund 3.300 Zweitschriften der Heiratsregister für Borken von Oktober 1874 bis einschließlich 1899 online. Familienforschende hatten bislang aber Probleme diese zu benutzen, denn zu den Digitalisaten fehlten bislang die alphabetischen Namensregister. Dies erschwerte Recherchen am heimischen Computer mitunter deutlich. Aus diesem Grund stellt das Borkener Stadtarchiv nun eine Datenbank mit den Namen aller Personen zur Verfügung, die seit Oktober 1874 vor den Standesbeamten traten.
Das vom Ahauser Genealogen Alfons Nubbenholt erstellte Verzeichnis enthält jedoch nicht nur die Personen bis 1899. Berücksichtigt wurden sogar fast 8.600 weitere Datensätze mit allen Namen bis zum Ende des Jahres 1941, was der aktuellen 80-jährigen Fortführungsfrist der Heiratsregister entspricht. Erst nach Ablauf von acht Jahrzehnten dürfen Heiratsregister an das Stadtarchiv abgegeben werden. Das Vorgehen des Landesarchivs, die Namensregister nicht zu veröffentlichen, hatte einen wichtigen Grund. Da diese meist mehrere Jahrzehnte umfassenden Register innerhalb eines Jahres chronologisch fortlaufend geführt werden, wären auch Namen zu Eheschließungen veröffentlicht worden, die noch unter diese Frist fallen.
Alle vier ehemaligen Standesämter sind erfasst
Suchte jemand im Borkener Stadtarchiv bislang eine bestimmte Eheschließung, musste im Zweifelsfall in vier alphabetischen Namensregistern recherchiert werden. Bis zur kommunalen Neugliederung Anfang Juni 1969 bestanden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Borken vier Standesämter: Borken, Gemen, Marbeck und Weseke. Dank der mehrere hundert Stunden dauernden Arbeit des Ahauser Genealogen Alfons Nubbenholt entfällt nun dieser zeitaufwändige Teil der Recherchen. Die über 11.900 Einträge umfassende Datenbank enthält alle vier Standesämter. Wenn nicht sofort die gesuchten Namen aufgefunden werden, kann es sich lohnen, auch nur nach Teilen von Namen zu suchen, denn nicht immer erfassten die damaligen Standesbeamten die Namen buchstabengetreu. Sollten entsprechende Abweichungen in den Namensverzeichnissen auffallen, werden sie vom Stadtarchiv sukzessive korrigiert.
Wenn in den online abrufbaren Namensverzeichnissen ein gesuchter Name gefunden wurde, kann dieser selbständig im Portal „Archive in NRW“ eingesehen werden. Wen hingegen Eheschließungen zwischen 1900 und 1941 interessieren, der wendet sich weiterhin direkt an das Borkener Stadtarchiv.
Bei positivem PCR-Ergebnis: Formular auf der Internetseite des Kreises nutzen!
Frühzeitige Abfrage der Daten für weitere Kontaktermittlung wird so ermöglicht
Kreis Borken (pd). Bürgerinnen und Bürger, die per PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet werden, können ab sofort ein Formular auf der Internetseite des Kreises Borken nutzen, um ihre Daten an das Kreisgesundheitsamt zu übermitteln.
Darauf kann dann im Rahmen der Kontaktermittlung direkt zugegriffen werden. Da es derzeit zu erheblichen Verzögerungen in der Kontaktermittlung kommt, bittet der Kreis Borken auch noch rückwirkend (bis zum PCR-Testdatum 05.01.2022) darum, dass Formular zu nutzen, sofern das Gesundheitsamt noch keinen Kontakt zur positiv getesteten Person aufnehmen konnte.
Hintergrund: In den meisten Fällen erfahren die Betroffenen nach einem PCR-Test auf digitalem Wege vom Labor direkt oder der Teststelle von ihrem Ergebnis – meist deutlich bevor das Gesundheitsamt selbst Kontakt zu ihnen aufnehmen kann.
Verfahren beschleunigen
Über das Formular können erstmalig Infizierte daran mitwirken, das Verfahren zu beschleunigen, in dem sie die erforderlichen Daten im Rahmen der Kontaktermittlung bereits selbst liefern. Nach Eingang des Formulars kann das Kreisgesundheitsamt diese Informationen einem bestehenden Fall zuordnen und die Daten importieren. Somit ist bereits vor der Kontaktaufnahme durch die Containment-Scouts das meiste bereits beantwortet, bei Bedarf wird ergänzend noch der telefonische Kontakt gesucht.
Nach Abschicken des Formulars können sich die Absender zudem direkt ein Schreiben herunterladen, in dem kompakt erste Informationen für sie und ihre Kontaktpersonen enthalten sind. Das individuelle Schreiben mit der Angabe des Quarantäne-Zeitraums wird zudem weiterhin wie gewohnt noch per Post zugeschickt.
Vorgriff auf die in Kürze anstehende Änderung der Corona-Test- und Quarantäneverordnung: Kreis Borken:
Für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen entfällt „automatisch“ nach 10 Tagen die Quarantäneverpflichtung
Kreis Borken (pd). Die Änderung der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW aufgrund des Bund-Länder-Beschlusses vom 07.01.2022 wird in Kürze erwartet. Da den Kreis Borken dazu derzeit aber bereits verstärkt Fragen vor allem hinsichtlich der Dauer der Quarantäne erreichen, gibt das Kreisgesundheitsamt im Vorgriff auf die Neuerung folgende Regelung bekannt:
Ab dem 10.01.2022 gilt – auch rückwirkend – für alle Corona-Infizierten und Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, dass sie ohne Testung nach 10 Tagen aus der Quarantäne entlassen sind – unabhängig von der jeweils vorliegenden Covid19-Virus-Variante.
Eine gesonderte Bescheinigung bzw. Benachrichtigung der Betroffenen durch das Kreisgesundheitsamt hinsichtlich der Quarantäneaufhebung erfolgt nicht. Das bedeutet, für alle Corona-Infizierten und Kontaktpersonen, die sich bereits vor dem 01.01.2022 in Quarantäne befunden haben, entfällt die Quarantäne mit sofortiger Wirkung.
Kommune Schermbeck ist für den ruhenden Verkehr an der B 224 zuständig
Parkende Fahrzeuge sind für Radfahrer in beiden Richtungen auf der rund neun Kilometer langen Strecke in der Üfter Mark gefährlich Hindernisse.
Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um. Nicht nur Radwanderer, sondern auch Berufspendlern setzen mittlerweile auf die umweltfreundliche Alternative der Fortbewegung. Fakt jedoch ist, dass nicht überall das Fahrradwegenetz gut ausgebaut ist. Wie an der Bundesstraße B 224 in der Üfter Mark zwischen Erle und Freudenberg, denn hier gibt es nur einen kleinen Parkplatz für Wanderer.
Hochkonzentriertes Fahren
Wer hier mit seinem Fahrrad entlang fährt, muss höllisch aufpassen, dass es nicht durch die dort am Straßenrand abgestellten Autos zu einem Unfall kommt, denn die Parksituation für Waldbesucher ist hier nur sehr eingeschränkt möglich. Das Befahren des rund neun Kilometer langen schmale Streifens zwischen Fahrbahn und Wald erfordert alleine schon für die Biker hochkonzentriertes Fahren.
Parken auf dem befestigten Seitenstreifen erleichtert zwar die Situation für Fahrradfahrer. Erlaubt ist es hier jedoch auch nicht. Foto: Petra Bosse
Unbeleuchtete Fahrzeuge am Straßenrand
Noch schwieriger wird die Situation dann, wenn zahlreiche Fahrzeuge von Waldbesuchern, besonders am Rhader Weg, den schmalen Fahrstreifen für Radfahrer zuparken. Dies hat zur Folge, dass Fahrradfahrer entweder vom Rad absteigen oder im Extremfall auf die Bundesstraße ausweichen müssen. Ein gefährliches Unterfangen, besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn die Autos – in der Regel unbeleuchtet – dort abgestellt werden.
Ein Problem, das auch Revierförster Christoph Beemelmans kennt und auf das er schon öfter angesprochen wurde. Nach seinem Kenntnisstand dürfe eigentlich dort gar nicht geparkt werden. Wenn überhaupt, dann nur auf dem befestigten Grünstreifen, rechts und links der B224.
Wer so, wie hier am Rhader Weg parkt, gefährdet nicht nur Radfahrer, sondern auch Fußgänger. Foto: Petra Bosse
Revierförster Christoph Beemelmans kennt das Problem
Eigentlich. Nur daran hält sich niemand. Deshalb habe Beemelmans bereits die Polizei, das Landesamt Straßen: NRW und die Gemeinde Schermbeck versucht auf die Situation aufmerksam zu machen. „Da es sich hierbei jedoch um einen ruhenden Verkehr handelt, hält sich Straßen:NRW und die Polizei raus, denn für diese Angelegenheit ist einzig und alleine die Kommune Schermbeck zuständig. Nur sie kann hier Knöllchen verteilen“, so Beemelmans. Er könne auch die Radfahrer gut verstehen, die sich über die parkenden Autos beschweren, denn sie müssen entweder von ihrem Rad absteigen oder sich in den fließenden Verkehr einfädeln. Das führe häufig zu brenzligen Situationen. Das sei auch an den zahlreichen Bremsstreifen in diesem Bereich erkennbar.
Besonders bei schönem Wetter ist der Eingangsbereich in beiden Richtungen in die Üfter Mark mit zahlreichen Fahrzeugen zugeparkt.
Ortsansässige führen ihre Hunde aus
Allerdings sei laut Beemelmans die Situation auch hausgemacht. „Viele der Besitzer der dort parkenden Fahrzeuge sind ortsansässige, die nur mit ihren Hunden anreisen, damit diese ihr ‚Geschäft‘ im Wald verrichten können“, fügt der Revierförster hinzu. Gefährlich sei die Situation auch für querende Fußgänger, die, wenn dort teilweise mehr als 20 Autos stehen, keinen Einblick rechts und links in den Straßenverkehr haben. Deshalb lasse er häufig die Besucher schon im Wald parken. „Ich hoffe nur, dass hier nicht irgendwann mal ein schwerer Unfall passiert“.
Regelmäßige Kontrollen im Außenbereich sind schwierig
Und auch der Gemeinde Schermbeck sei dieses Problem bekannt, bestätigt auf Nachfrage der Redaktion Stephan Reinken vom Ordnungsamt. Er verweist auf kommunale Mitarbeiter der Gemeinde, die den ruhenden Verkehr im Außenbereich überwachen. Eine Kontrolle habe es hier schon gegeben. „Nur, wir können die Kontrollen nicht auf Ewigkeit machen. Parkverstöße gebe es nach gewisser Zeit wieder, wenn die Regelmäßigkeit der Kontrollen fehlt“, erklärt Reinken. Hinzu komme, dass es aktuell nur zwei Politessen in Schermbeck gebe, die für den ruhenden Verkehr zuständig seien. „Wir werden das Thema im Auge behalten, aber mit der derzeitigen Personalstärke sind regelmäßige Kontrollen im Außenbereich einfach schwierig“, ergänzt Reinken.
Was das Parken neben der Fahrbahn und hinter der doppelten durchgezogenen Linie anbelangt, gehen die Meinungen auseinander. Ein weiterer Bericht folgt.
Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sagt folgendes:
Da eine Landesstraße eine Regelbreite von 9,5 m inklusive Randstreifen hat und dabei zwischen den Seitenstreifen noch 6,50 m bleiben, ist das Parken grundsätzlich denkbar, wenn nicht als weitere Einschränkung gelten würde, dass nach § 12 Abs. 3 Nr. 8 Buchstabe a) StVO „das Parken unzulässig ist, soweit es durch folgende Verkehrszeichen verboten ist: Vorfahrtstraße außerhalb geschlossener Ortschaften…“.
Das heißt, überall, wo die Führung einer Straße von dem auf der Spitze stehenden gelben Quadrat mit weißem Rand begleitet wird, und das sind nahezu alle Landes- und Bundesstraßen, ist Parken NICHT gestattet.
Falls das Parken unter Beachtung der aufgeführten Kriterien erlaubt ist, gelten nach §12 StVO weitere Bedingungen:
Parken darf man nur auf dem rechten Seitenstreifen oder entlang der Fahrbahn angelegten Parkstreifen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Das gilt in der Regel auch, wenn man nur halten will: der rechte Fahrbahnrand ist Pflicht. Dabei ist zu beachten, dass Grünflächen, die nicht Parkstreifen sind, nicht befahren werden dürfen.
Und wenn das Fahrzeug bei schlechter Witterung oder Dunkelheit abgestellt wird, muss es auch noch abgesichert oder mit Parkleuchte gesichert sein. Das Parken an außerörtlichen Straßen unterliegt so vielen Bedingungen, dass Autofahrer grundsätzlich eher davon ausgehen sollten, dass es verboten ist.
Der aus Erle kommende Fahrradweg geht übergangslos in den schmalen Fahrstreifen neben der Fahrbahnbegrenzung über. Foto: Petra Bosse (archiv).
Das Ensemble „La Réjouissance“ gastiert am Sonntag, 16. Januar, im Rittersaal. Beginn ist um 17 Uhr
Das Ensemble „La Réjouissance“ hat sich 2018 aus Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln gegründet. Das Ensemble hat sich nach dem französischen Volkstanz des 18. Jahrhunderts „Réjouissance“benannt und lässt sich mit „Freude“ übersetzen.
Das Konzert auf Einladung des Kulturkreis Schloss Raesfeld findet als Teil der Reihe „Best of NRW“ statt, die ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Stiftungen ist.
In dem Konzert werden Stücke verschiedener Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts vorgestellt, darunter Georg Philipp Telemann, John Cristoph Pepusch und Jean-Marie Leclair.
Der Eintritt kostet für Besucher, die nicht Mitglied des Kulturkreises Schloss Raesfeld sind, 20 Euro, für Schüler und Studenten 12 Euro.
Karten können in der Geschäftsstelle des Kulturkreises Schloss Raesfeld bis Freitag, 14. Januar (12 Uhr), unter Tel. 02861 681-4283 oder per E-Mail an [email protected] bestellt werden. Dort ist auch das Programmheft für die Saison 2021/22 erhältlich.
Im Dezember besuchten Bürgermeister Martin Tesing und der Erste Beigeordnete Markus Büsken die Firma Schmeing GmbH & Co. KG, ein Raesfelder Traditionsunternehmen mit 200-jähriger Geschichte, das hochwertige Werkzeuge zur Herstellung textiler Bodenbeläge herstellt.
Raesfeld (pd). 2001 übernahm die Unternehmensgruppe Groz-Beckert, der weltweit führende Hersteller im Bereich von industriellen Maschinennadeln, Präzisionsteilen und Feinwerkzeugen sowie Systemen und Dienstleistungen für die Herstellung von textilen Flächen, die Firma Schmeing. Der Raesfelder Standort wurde zum Kompetenzzentrum im Bereich Tufting ausgebaut.
Im Bild (von links nach rechts): Der Erste Beigeordnete Markus Büsken und Bürgermeister Martin Tesing zeigten sich beeindruckt von der Firma Schmeing, die von Ingo Zimmermann (Werkleiter), Nina Englmeier und Leonie Haverott (Personalabteilung) vorgestellt wurde. Foto: Gemeinde Raesfeld
Hochwertige technische Produkte aus Kunststoff
„Wir befassen uns hier mit der Herstellung von Werkzeugen und Nadeln für die Teppichindustrie, sowie die Herstellung hochwertiger technischer Produkte aus Kunststoff“, erläutert Werksleiter Ingo Zimmermann. „Im Alltag hat jeder von uns sicherlich schon mit Produkten zu tun gehabt, die bei Schmeing hergestellt wurden – Teppiche, Kunstrasen, Badematten und textile Verkleidungen in Autos gehören beispielsweise dazu.“
Einen Einblick in die neueste Technik gewannen die beiden Besucher aus dem Rathaus bei der laufenden Tufting-Maschine im Technikum. „Es ist erstaunlich, welche Vielfalt innovativer Produkte hier in Raesfeld produziert und in die ganze Welt exportiert wird“, zeigt sich Bürgermeister Martin Tesing beeindruckt. Er sicherte im anschließenden Gespräche zu, dass man die Raesfelder Unternehmen unterstützen möchte, um ihren Standort in Raesfeld und ihre Wachstumsmöglichkeiten zu sichern.
Raesfelder Unternehmen stärken und Netzwerk aufbauen
„Schmeing setzt auf Eigengewächse. Unser Anteil an Fach- und Führungskräften aus dem eigenen Nachwuchs ist hoch. Wir möchten diese positiven Erfahrungen gerne fortsetzen, haben aber zunehmend Schwierigkeiten das geeignete Personal zu finden“, beschreibt Nina Englmeier aus der Personalabteilung die derzeitige Situation.
Da vor dieser Herausforderung sicherlich auch andere Unternehmen in Raesfeld stehen, vereinbarte man über gezielte Veranstaltungen und den damit verbundenen Aufbau von Netzwerken die Raesfelder Unternehmen zu stärken. Ein erster Austausch von Industrieunternehmen in Raesfeld, zu dem der Bürgermeister einladen wird, soll in den nächsten Monaten stattfinden.