Kindertageseinrichtungen, -pflege: Keine Elternbeiträge im Juni 2021. Offene Ganztagsgrundschule: Elternbeiträge wieder ab Juni 2021
Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Borken: Der eingeschränkte Regelbetrieb in der Kindertagesbetreuung ist nach den Osterferien weiter verlängert worden.
Borken (pd). Seit dem 22. Februar können zwar grundsätzlich alle Kinder wieder die Kindertagesbetreuung nutzen, die Betreuung ist aber regelmäßig 10 Wochenstunden geringer als im Betreuungsvertrag vereinbart. Für diese Einschränkungen wird das Land NRW die Eltern entlasten.
Konkret bedeutet dies, dass den Eltern für die Zeit von Februar bis Juni insgesamt zwei Elternbeiträge erlassen werden sollen. Das Land beabsichtigt, die Hälfte dieser Beiträge zu erstatten, die andere Hälfte müssen die Kommunen finanzieren.
Die Stadt Borken hat für den Monat Februar keine Elternbeiträge eingezogen. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Land seit Januar zunächst nicht mehr zu einer über den Januar hinausgehenden Erstattungsregelung durchringen konnte, hat die Stadt Borken für die Monate März, April und Mai die Elternbeiträge wieder eingezogen. Um der Zusage vom Land NRW („zwei Elternbeiträge zu erlassen“) gegenüber den Eltern gerecht zu werden, wird im Juni 2021 der Elternbeitrag nicht eingezogen bzw. Eltern müssen für den Monat Juni 2021 keinen Elternbeitrag überweisen.
Für OGS: Die Offenen Ganztagsgrundschulen sind seit den Weihnachtsferien geschlossen bzw. arbeiten nur in sog. Notgruppen. Entsprechend wurden die Elternbeiträge Januar bis einschließlich Mai 2021 nicht eingezogen. Ab dem 31.05.2021 findet der durchgängige Präsenzunterricht in allen Schulen wieder statt. Die Stadt Borken wird daher den OGS-Elternbeitrag für den Monat Juni zum 15.06.2021 wieder einziehen.
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Im Kreis Borken wurden seit März 2021 über 1 Million kostenlose Bürgertestungen durchgeführt“
Hinzu kommen inzwischen 175 Schnellteststellen im Kreisgebiet Borken
Kreis Borken (pd). „Am Pfingstsonntag haben wir im Kreis Borken die 1 Millionen-Marke bei den kostenlosen Bürgertestungen überschritten.“ Diese beeindruckende Zahl hat heute (25.05.2021) Landrat Dr. Kai Zwicker bekanntgegeben.
Seit Einrichtung der Schnelltestzentren im Kreisgebiet am 10. März 2021 seien exakt 1.033.574 (Stand 24.05.2021) dieser POC-Tests durchgeführt worden. Insgesamt 2.142 der Schnelltests waren positiv, 1.850 davon betrafen Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Borken. Die POC-Befunde werden dann stets durch den zuverlässigeren PCR-Labortest geprüft – Ergebnis laut Dr. Zwicker: „Von den 1.850 Schnelltests wurden 964 bestätigt.“ Das seien 52 Prozent. Dieser Wert decke sich mit den Erfahrungen aus internationalen Studien, die eine Bandbreite zwischen 50 und 60 Prozent ausweisen. „Es zeigt sich also, wie wichtig es ist, in großem Maßstab zu testen“, kommentierte der Landrat diese Zahl. Die Schnelltests würden einen wirksamen Beitrag dazu leisten, symptomlos infizierte Personen frühzeitiger aufzuspüren und die Infektionsgefahren damit schneller zu reduzieren.
Vorlegen eines tagesaktuellen negativen Schnelltests
Zudem seien sie von großer Bedeutung, weil das Vorlegen eines tagesaktuellen negativen Schnelltests im Kreis Borken derzeit den Menschen die Nutzung von vielen Angeboten ermöglicht. Ausdrücklich wies Dr. Zwicker aber auch darauf hin, dass ein negatives Schnelltestergebnis nicht zu trügerischer Sicherheit verleiten dürfe. Die Einhaltung der AHA-L-Regeln bleibe unabhängig von einer Schnelltestung die wirksamste Schutzmaßnahme. Die kostenfreien Bürgertestungen sind inzwischen an insgesamt 175 Stellen im Kreisgebiet möglich. Dabei handelt es sich um 90 privat bzw. gemeinnützig betriebene Teststellen, 20 Apotheken und 65 Arztpraxen.
Eine Übersicht über die Schnellteststellen im Kreis Borken gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/testen in einer Auflistung nach Städten und Gemeinden sowie in einer webbasierten Kartendarstellung.
Was ist möglich? Was ist nötig? Ferienangebote in den Sommerferien: Digitale Infoveranstaltung zu Umsetzungsmöglichkeiten
Angebot der Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit am Mittwoch, 9. Juni 2021
Kreis Borken (pd). Die ehrenamtlichen Teams in der Jugendverbandsarbeit im Kreis Borken warten mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien gespannt auf die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW: Viele stehen noch vor der Frage, ob und wenn ja in welcher Form sie ihr geplantes Ferienlager oder -programm durchführen können – die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW vom 22. Mai 2021 bietet hierzu leider noch keine Perspektive.
Sandra Berlekamp (li.) und Katharina Elsing aus der Abteilung Kinder- und Jugendförderung erklären in einer digitalen Info-Veranstaltung, welche Umsetzungsmöglichkeiten es für Ferienangebote in den Sommerferien gibt. Foto: Kreis Borken
Eine aktualisierte Fassung der Verordnung wird für den 5. Juni 2021 erwartet. In der Hoffnung, dass diese die Fragen zu Ferienangeboten beantwortet, blicken daher viele erwartungsvoll auf Anfang Juni. Aufbauend auf die dann geltenden Regelungen stehen die Fragen: „Was ist in den Ferien möglich?“ und „Was ist dafür nötig?“ im Fokus.
Digital via Zoom
Darüber möchte die Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken dann kurzfristig in einer Online-Infoveranstaltung für Ehrenamtliche in der Jugendarbeit am Mittwoch, 9. Juni 2021 um 18 Uhr digital via Zoom aufklären. „In der Veranstaltung erläutern wir vor allem die Regelungen der zu diesem Zeitpunkt gültigen Coronaschutzverordnung – inbesondere mit Blick auf Ferienangebote“, erklären Sandra Berlekamp und Katharina Elsing von der Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken. Zudem stellen die Vertreterinnen der Kreisverwaltung einen allgemeinen Handlungsleitfaden zum Umgang mit positiven Schnelltests in Ferienmaßnahmen vor. Darüber hinaus ist Platz für die Fragen der Teilnehmenden. „Wir hoffen den vielen Ehrenamtlichen dadurch eine gute Hilfestellung für die anstehenden Sommerferien zu geben“, betonen Berlekamp und Elsing.
Eingeladen sind alle Interessierten, die Ferienangebote für Kinder und Jugendliche organisieren. Anmeldungen nimmt die Abteilung Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken bis Dienstag, 8. Juni 2021, entgegen (per Mail an[email protected]oder per Telefon unter 02861/681-5404). Anschließend erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Zugangslink zur Online-Veranstaltung.
60 Jahre Blasorchester Erler Jäger – Jubiläum unter anderen Umständen
Keine Feier, dafür eine große Autoaktion auf dem Schützenfestplatz
Eigentlich wollte das Blasorchester Erler Jäger sein diamantenes Jubiläum dieses Jahr gebührend feiern: Party, Frühschoppen, und natürlich ein großes Konzert. Eigentlich wollten sie jetzt in den letzten Zügen der Vorbereitungen sein und eigentlich wollten sie in diesen Tagen nichts anderes im Kopf haben außer die Musik. Doch da wurde ihnen, wie so vielen anderen, ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Angelegte Autoaktion inklusive Video
Die Musik und vor allem die Gemeinschaft sind in der letzten Zeit ziemlich in den Hintergrund gerückt und geprobt wurde auch seit November nicht mehr. Aber davon ließen sich die Musiker nicht unterkriegen und überlegten sich für das Jubiläum einfach ein Corona konformes Format: Eine groß angelegte Autoaktion inklusive Video der Mitglieder zur Feier des 60-jährigen Jubiläums als Abschluss einer mehrwöchigen Online-Kampagne auf ihren Social-Media Kanälen.
60 Jahre
In den letzten Wochen haben sie dort die letzten 60 Jahre Revue passieren lassen – mit allen Höhen und Tiefen. Eine Zeitreise durch die Geschichte des Blasorchesters, die so manche interessante Fakten, Bilder und Geschichten hervorbrachte. Wie es das Gründungsmitglied Werner Brand so treffend nannte: „von der kleinen Kapelle in den 1960ern zu dem großen Blasorchester von heute.“
Wer sich die Zeitreise von der Gründung im Jahr 1961 bis zum Jubiläumsvideo 2021 angucken möchte, findet diese auf der Internetseite des Blasorchesters www.erler-jaeger.de oder auf ihrem Facebook und Instagram Kanal.
Restaurant und Biergarten öffnen ab einer Inzidenz unter 50 – Essen „to Go“ läuft weiter
Nach rund siebenmonatiger Pause, bedingt durch die Covid-19 Pandemie, gibt es wieder Neuigkeiten aus Adelheids-Spargelhaus.
Die letzten Monate und die Zwangspause nutzten Annika und Arno Rüb dazu, um neue Produkte und Leckereien zu entwickeln. Nun geht das Spargelhaus mit neuen Ideen an den Start. „Wir haben uns überlegt, welche kleinen, leckeren Produkte wir unseren Gästen zum Verkauf anbieten können. Dabei sind tolle Produkte entstanden, die auch zuhause zubereitet, oder verwendet werden können“, so Inhaber Arno Rüb.
Hausgemachte Suppen und Relish im Glas zum Mitnehmen. Foto: Petra Bosse
Ab sofort erhältlich: Trüffel-Hollandaise mit echten Trüffel aus Umbrien im Glas
Für alle Suppenliebhaber gibt es zwei unterschiedliche Suppen zum Mitnehmen: Hauseigene Spargelsuppe sowie eine Porree-Käse-Suppe im Glas.
Neu im Angebot sind auch die drei verschiedenen und hausgemachten Sorten Relish, die sich sehr gut als Brotaufstrich oder in der Pfanne warm gemacht zu Pasta, Gnocchi oder kurzgebratem Fleisch eignen: 1. mit Auberginen 2. mit frischen Pilzen 3. mit weißen Bohnen
Für alle, die gerne Süßes naschen, auch dafür hat Arno Rüb eine Besonderheit im Angebot. Hausgemachte Schoko-Riegel.
Eine Kreation aus Gewürzen und Kakao, sehr geschmackvoll, aber nicht so süß wie herkömmliche Schokolade. Ein Traum, der auf der Zunge zergeht.
Aktuell zur Spargelzeit gibt es eine Spargelbox „to Go“ für zwei Personen mit frischem Spargel von Gut Böckenhoff sowie Erdbeerbowle, ebenfalls „to Go“ mit frischen Erdbeeren vom Feld.
Erdbeerbowle
Spargelmenue für 2 Personen
Essen „To Go“ gibt es:
Freitag von 17 – 20 Uhr
Samstag von 17 – 20 Uhr
Sonntag und Feiertag von 12 – 14 Uhr und 17 – 20 Uhr
Vorbestellung ist möglich jeweils Mittwoch bis Sonntag ab 14 Uhr.
Die Öffnung des Restaurants wird mit einer kleinen saisonalen Karte gestartet sowie wechselnde Tagesangebote.
Annika und Arno Rüb freuen sich, endlich wieder ihre Gäste begrüßen zu können!
Schluss mit Kükentöten: Neue Ära tierschutzfreundlicher Eiererzeugung eingeläutet
Ministerin Heinen-Esser: Das Verbot des massenhaften Tötens männlicher Küken war überfällig und ist
NRW (pd): Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat den vom Bundestag beschlossenen Ausstieg aus der Kükentötung begrüßt: „Das Ende des massenhaften Tötens männlicher Küken war überfällig. Der Ausstieg im Jahr 2022 ist ein Meilenstein für den Tierschutz.
Damit wird eine neue Ära tierschutzfreundlicher Eiererzeugung eingeläutet. Jetzt muss die die Wirtschaft schnellstmöglich auf inzwischen marktreife tierschützende Praktiken bei der Legehennen-Erzeugung umsteigen. Und den Verbraucherinnen und Verbrauchern muss der Tierschutz ein paar Cent mehr wert sein“, so die Ministerin.
Foto: panthermedia.net / branex
Alternativen
Vorausgegangen waren Initiativen Nordrhein-Westfalens in den zurückliegenden Jahren, um das Ende der tierschutzwidrigen Praxis des Kükentötens zu forcieren. Ministerin Heinen-Esser ruft Verbraucherinnen und Verbraucher dazu auf, schon heute zu Alternativen zu greifen, bei denen keine männlichen Küken getötet werden mussten. So werden Eier angeboten, bei denen die männlichen Brüderhähne der Legehennen mit aufgezogen und als Hähnchen vermarktet werden.
Zweinutzungshuhn-Rassen
Darüber hinaus unterstützt das Land die Forschung und Aufzucht sogenannter Zweinutzungshuhn-Rassen. Hier legen die Hennen zwar weniger Eier, die männlichen Tiere setzen dafür jedoch auch Fleisch an und somit ebenfalls als Hähnchen nutzbar. Erfolgreiche Brutversuche wurden unter anderem von der Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn durchgeführt. In einem Praxistext soll nun ermittelt werden, wie viele Eier die Hennen legen und wie gut die männliche Küken mästbar sind.
Auf Veranlassung des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums hatten im Jahr 2013 die zuständigen Veterinärämter Brütereien die Tötung männlicher Eintagsküken in Nordrhein-Westfalen untersagt.
Grundsätzlich sei das Töten männlicher Eintagsküken nicht vereinbar mit dem Tierschutzrecht.
Oberverwaltungsgericht Münster
Dagegen klagten Unternehmen, woraufhin das Verwaltungsgericht Minden und das Oberverwaltungsgericht Münster im Jahr 2016 die Untersagungsverfügungen als rechtswidrig aufgehoben und die Tötung männlicher Eintagsküken in Brütereien als gesetzeskonform eingestuft haben. Sie sei nach Abwägung aller Belange tierschutzrechtlich nicht zu beanstanden.
Daraufhin wurde auf Veranlassung des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig angerufen, welches im Juni 2019 im Revisionsverfahren die Tötung männlicher Eintagsküken nur für übergangsweise zulässig erklärte. Grundsätzlich sei das Töten männlicher Eintagsküken nicht vereinbar mit dem Tierschutzrecht.
Fabian Tilling wird neuer leitender Pfarrer der Raesfelder Pfarrei St. Martin.
Münster (pd). Der 37-Jährige folgt in dieser Funktion auf Pfarrer Michael Kenkel, der die Gemeinde Ende August verlässt.
Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Tilling, dem Kirchenvorstand und dem Pfarreirat sowie dem Pastoralteam, das in dieser Woche stattgefunden hat. Die Amtseinführung von Tilling findet am 25. September um 17.30 Uhr der Pfarrkirche statt.
Der künftige Pfarrer ist gespannt auf seine neue Aufgabe: „Beim ersten Treffen mit den Gremienvertretern hat sich gleich ein lebendiges Gespräch entwickelt.“ Fabian Tilling freut sich darauf, in eine Pfarrei zurückzukehren und eigene Ideen einbringen zu können: „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen in Erle, Raesfeld und Rhedebrügge offen auch für Neues sind.“
Eine große Herausforderung sei es, ergänzt Tilling, das Gemeindeleben nach Ende der Corona-Pandemie gut zu gestalten. Das gelte nicht nur für Raesfeld, sondern für alle Pfarreien: „Es braucht dazu sicher eine Menge Kraft und Ermutigung.“ Dabei hat er besonders die vielen Ehrenamtlichen im Blick, die in den zurückliegenden Monaten unfreiwillig nur wenig tun konnten.
Vita
Tilling wuchs in Neviges im Bergischen Land auf. Nach dem Abitur in Wuppertal und dem Theologie-Studium in Münster und Rom führten ihn Gemeindejahr und Diakonat nach Kalkar an den Niederrhein. Nach der Priesterweihe 2011 trat er eine Kaplanstelle in der Pfarrei Anna Katharina in Coesfeld an. 2015 wurde er stellvertretender Leiter (Subregens) des Bischöflichen Priesterseminars Borromaeum in Münster und damit auch Domvikar. 2020 wurde Tilling für die Endphase seiner Promotion freigestellt, die er in den kommenden Monaten mit der mündlichen Prüfung, dem Rigorosum, abschließen wird.
Was ist ein Subregens?
Der Subregens unterstützt den Regens bei der Leitung des Seminars. Er ist vor allem für die Studienangelegenheiten der Seminaristen zuständig und hält Kontakt zur Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität. Darüber hinaus trägt er als Ökonom Mitverantwortung für die alltägliche Organisation des Hauses.
Aktueller Inzidenzwert in Winterswijk (Gelderland) liegt heute bei 336,0
Auch zu Pfingsten Appell von Landrat Dr. Kai Zwicker aufgrund des aktuellen Coronavirus-Infektionsgeschehens: „Bleiben Sie bitte an den Pfingsttagen zuhause und verzichten auf Ausflüge ins Nachbarland!“
Kreis Borken (pd). „Bitte bleiben Sie auch über die Pfingsttage zuhause und fahren Sie nicht ins Nachbarland!“ Mit diesem eindringlichen Appell wendet sich Landrat Dr. Kai Zwicker angesichts der bevorstehenden Feiertage erneut gemeinsam mit Joris Bengevoord, Vizepräsident der Region Achterhoek und Bürgermeister der Gemeinde Winterswijk, der Bürgermeisterin Annette Bronsvoort (Oost Gelre) sowie den Bürgermeistern Mark Boumans (Doetinchem) und Onno van Veldhuizen (Enschede) an die Bevölkerung im deutsch-niederländischen Grenzraum.
Das derzeitige Corona-Infektionsgeschehen lasse derartige Ausflüge immer noch nicht zu, betonen sie. So schön und begrüßenswert sie sonst auch seien: Aktuell habe die Eindämmung des Coronavirus absolute Priorität!
7-Tage-Inzidenz im Kreis Borken liegt seit vorgestern unter dem Schwellenwert von 50
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Unsere Anstrengungen machen sich bezahlt, aber wir müssen weiterhin achtsam sein!“
Kreis Borken (pd). Im Kreis Borken liegt die 7-Tage-Inzidenz heute (21.05.2021) am zweiten Tag in Folge unter dem Schwellenwert von 50. Gestern (20.05.2021) lautete die Zahl 46,9, heute 42,3. Die beiden letzten Male wurde der Schwellenwert am 12.02.2021 mit 49,6 und am 27.01.2021 mit 47,9 – dann jeweils auch nur für einen Tag – unterschritten.
Deshalb ist Landrat Dr. Kai Zwicker bei aller Freude über diese Entwicklung doch noch sehr vorsichtig. Insbesondere bittet er vor diesem Hintergrund die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet darum, weiterhin achtsam zu sein und die geltenden Kontaktbeschränkungen und die sogenannten AHA-Regeln einzuhalten: „Wir alle möchten diesen positiven Trend bei uns im Westmünsterland, der Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen ist, verstetigen. Wenn wir uns weiterhin an die geltenden Regeln halten und nicht über die Stränge schlagen, sind die nach der NRW-CoronaSchutzVerordnung vorgesehenen Lockerungen der 2. Stufe im kulturellen, gastronomischen, sportlichen sowie im Freizeitbereich in Sichtweite.“
Bleibt es im Kreis Borken fünf Werktage lang bei einem Wert unter 50, treten sie zwei Tage darauf in Kraft. Das wäre dann nächste Woche Freitag (28.05.2021). Der Kreis Borken wird rechtzeitig vorher über die dann eintretenden Erleichterungen informieren.
Bundesliga-Konferenz. Am Samstag steigt das große Bundesliga-Finale. Dann werden am letzten Spieltag dieser Saison wieder Millionen Hörer am Radio sitzen und die legendäre Konferenz-Schaltung der Reporter aus den Stadien mitverfolgen. Heimatmedien-Autor Hans Neuhaus schaute mal, wie es hinter den Kulissen der Produktion der Sendung aussieht.
Samstag 14:02 Uhr, Studio 21, WDR Arkarden: Noch laufen die Nachrichten auf WDR 2. In der Sende-Regie sitzt Kerstin von Kalckreuth am Kommandostand und drückt auf die Taste, wo sie mit allen angeschlossenen Reportern, Technikern und dem Moderator Sven Pistor verbunden ist. „Eine schöne Show uns allen“ spricht sie ins Mikrofon.
Gabriele Lederer und Sven Pistor während der Sendung Foto: Hans Neuhaus
Das ist der Startschuss für die Bundesliga-Konferenz, einer Hörfunksendung, die in dieser Form seit dem Beginn der Bundesliga 1963 an den Spiel-Samstagen nahezu unverändert über die Bühne geht. Was man am Radio als Hörer nicht mitbekommt: Dahinter steckt ein recht großer Aufwand. Allein das Team im Kölner Funkhaus umfasst mit Assistenten sieben Mitarbeiter.
Abläufe besprechen in der Bundesliga-Konferenz
Bereits gegen Mittag kommt das Team der Sendung „Liga Live“ in den WDR-Arkarden zusammen, um den schon vorab erstellten Ablauf zu besprechen. Wer meldet sich wann und in welcher Reihenfolge aus den Stadien? Wer liefert vorab Interviews mit Spielern oder Trainer?
In dieser Konferenz wird das alles festgelegt. Berücksichtigt werden müssen auch die Reporter, die nicht per Rückleitung mit der Regie verbunden sind und zu vorher festgelegten Zeiten (sogenannte Schneide-Kommandos) mit ihrer Reportage beginnen. Sie können nicht direkt vom Moderator angesprochen werden – die Anmoderation wird dann allgemein gehalten.
Spontane Änderungen sind in der Bundesliga-Konferenz normal
Aber auch dieser vorab festgelegte Ablauf ändert die Redaktion zumeist im Laufe der Sendung spontan. Wenn irgendwo ein Elfmeter stattfindet oder das Spiel eine ungeahnte Wendung nimmt – dann ist Sende-Redakteurin Kerstin von Kalckreuth gefragt. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen, sie gibt die Anweisungen an Reporter, Techniker und Moderator. Dazu hört sie an ihrem Kommandostand mehrere Stadion-Reporter gleichzeitig auf ihrem Kopfhörer ab. Wer dazu gehört, entscheidet die Konferenz vorher an der Wichtigkeit des Spiels.
vl: Johanna Tüllmann, Gabriele Lederer und Kerstin van Kalckreuth sind ein eingespieltes Team Foto: Hans Neuhaus
Neben ihr sitzen gleich zwei Ton-Technikerinnen. In unserem Fall Gabriele Lederer, ein WDR-Urgestein und schon seit mehr als 25 Jahren dabei. Sie bedient das Mischpult mit 12 Kanälen, wo die Leitungen aus den Stadien zusammenlaufen. Auch sie hat Kontakt zu den Reportern. Muss aus aktuellem Anlass sofort in ein anderes Stadion geschaltet werden, ruft sie dem Reporter ein kurzes, aber bestimmendes „Zurück“ auf den Kopfhörer und schon zieht sie den Kanal aus dem nächsten Stadion auf.
Der Hörer bekommt den kleinsten Fehler mit
Rechts von ihr sitzt derweil Technikerin Johanna Tüllmann. Sie „fährt“ die komplette Sendung mit Musik, Jingles, Werbung und Nachrichten und muss darauf achten, dass zeitlich alles passt. Vor allem das Backtiming der Musik muss ohne großartige Kürzungen der Songs hinkommen. Absolute Konzentration ist hier angesagt. Schon den kleinsten Fehler kriegen die Hörer draussen sofort mit.
Im Hintergrund agieren Burkhard Hupe, ein Assistent und ein Hospitant. Hupe verfolgt alle Spiele online und auf den zwei TV-Monitoren im Regieraum. Er gibt Hinweise auf aktuelle Situationen an Techniker und Senderedakteurin. Die Assistenten kümmern sich um die Zeitnahme der Reporterbeiträge und Mitschnitte von Interviews, die zwischendurch überspielt werden.
Sven Pistor – Die Stimme der Sendung
Die „Stimme“ der Sendung ist Moderator Sven Pistor. Er moderiert die Sendung regelmässig seit 2001 und ist, wie er in unserem Gespräch überrascht feststellt, „eigentlich erst der dritte Moderator dieser Sendung“. Zuvor saßen auf seinem Platz WDR-Legende Kurt Brumme und Dietmar Schott. Im Gegensatz zu vielen anderen Sendungen auf WDR 2 fährt die Sendung nicht der Moderator. Dafür wäre die Samstags-Sendung von „Liga Live“ auch zu aufwändig, so Pistor.
Moderator Sven Pistor auf Sendung Foto: Hans Neuhaus
Am Freitagabend oder Sonntagnachmittag bedient der 48jährige die Regler allerdings selbst. Die Moderation bereitet dem gebürtigen Kölner einen Riesen-Spaß, den er auch an seine Hörer vermitteln will: „Ich möchte einfach, dass die Leute einen schönen Samstagnachmittag am Radio erleben“. Erholungspausen in der Sendung hat Sven Pistor nur während der Halbzeit- und der Schlusskonferenz, die übrigens alle ARD-Sender übernehmen. „Dann wird der Moderator zum Hörer“, wie er mit einem Augenzwinkern bemerkt.
Planung von Routen vorab bereits via Internet möglich -Radfahren nach Zahlen“ im Westmünsterland
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Das neue touristische Knotenpunktsystem soll bis zum Beginn der Sommerferien stehen“.
Kreis Borken (pd). Das Knotenpunktnetz, bekannt aus den Niederlanden und Belgien, ermöglicht im Münsterland eine flexible Tourenplanung – und dies sogar über Länder- und Kreisgrenzen hinweg. Der Kreis Borken ist der erste Münsterland-Kreis, der – voraussichtlich im Frühsommer 2021 – das Knotenpunktsystem eröffnet.
An vielen Stellen im Radverkehrsnetz sind die „Knotenpunkthüte“, Einschübe und Übersichtstafeln schon zu sehen: „In der Tat, es geht voran mit der Einrichtung des Fahrrad-Knotenpunktnetzes im Kreis Borken“, freut sich Landrat Dr. Kai Zwicker, der selbst gerne mit seiner Familie Radtouren durchs schöne Westmünsterland unternimmt. „Wir sind zuversichtlich, dass die beauftragte Firma die Ausschilderung zu Beginn der Sommerferien abschließen kann“, betont er.
In Bocholt, Borken, Heek, Isselburg, Legden, Raesfeld, Rhede, Stadtlohn, Südlohn und Velen kann das neue touristische System schon genutzt werden. In Gronau und Vreden laufen aktuell die Arbeiten.
Dann folgen noch Ahaus, Gescher, Heiden, Reken und Schöppingen und – sofern erforderlich – können noch einzelne Nachbesserungen im System vorgenommen werden. Wer seine „Radfahren nach Zahlen“-Tour vorab planen möchte, kann das mithilfe einer webbasierten Karte des Kreises Borken via Internet unter https://kreis-borken.de/knotenpunkte tun – oder mit der Radwanderkarte des Bielefelder Verlages BVA. Diese Karte ist für 8,95 Euro u. a. bei den örtlichen Tourist-Infos erhältlich.
Dort bekommen Interessierte auch kostenfreie Lenkeranhänger aus Papier, auf denen die abzufahrende Nummernfolge notiert werden kann. Wer online oder App-basiert Routing-Funktionen nutzen will, kann beispielsweise in Kürze den Radroutenplaner NRW oder für die grenznahen Bereiche die niederländische „Fietsknoop“-App nutzen. Der Tourenplaner Münsterland des Münsterland e.V. wird aktuell grundlegend überarbeitet und steht ab Herbst inklusive Knotenpunkt-Routenplanung zur Verfügung. Übrigens: Im Frühjahr 2022 wird das Knotenpunkt im gesamten Münsterland eingerichtet sein.
Bürgerstiftung Westmünsterland startet Neuauflage der Reihe „Künstler fördern – Senioren erfreuen“
Borken (pd). „Ich brauche keine Millionen“, sangen Gerd Gorke und Frans Hellemanns im Duett. Ihnen fehle auch kein Pfennig zum Glück. Sie bräuchten „nur Musik! Musik! Musik!“ – und selbstverständlich Publikum, das sie mit dieser Musik begeistern können.
Als Duo „Music to go“ begeisterten Gerd Gorke und Frans Hellemanns am Mittwochnachmittag die älteren Menschen im Josefzentrum Borken. Foto: Bürgerstiftung Westmünsterland
Aktuell für Künstler keine Selbstverständlichkeit. Am Mittwochnachmittag jedoch traten Gorke und Hellemanns im Josefzentrum vis à vis vor Zuhörern auf – und ernteten deren Applaus. Auf Einladung der Bürgerstiftung Westmünsterland eröffneten die beiden Profi-Musiker und Entertainer aus Münster unter anderem mit der bekannten Filmmelodie von Peter Kreuder die Neuauflage der Veranstaltungsreihe „Künstler fördern – Senioren erfreuen“. Mit dieser möchte die Bürgerstiftung Kulturschaffenden in Zeiten der Pandemie eine Bühne geben und gleichzeitig für Abwechslung in den Seniorenhäusern des Kreises Borken sorgen.
Oldies, Rock’n’Roll und vor allem Schlager aus der Jugendzeit der Seniorinnen und Senioren standen auf dem Programm des Duos „Music to go“– begleitet auf der Gitarre und den Harmonicas. Dabei schwärmten Gorke und Hellemanns wie einst Cliff Richard von den roten Lippen, die geküsst werden müssen. Sie himmelten die Damen im Publikum mit dem Johnny Cash-Klassiker „You are my sunshine“ an und sangen mit „Hello Mary Lou“ speziell für alle Marias in der Runde. Eigens für Christine Getrigk gab’s ferner ein Ständchen zum 90. Geburtstag.
Obwohl das Duo sein Programm unter das Motto stellte „Bleiben Sie sitzen – die Musik kommt zu Ihnen“, hielt es manche im Publikum nicht auf den Plätzen. Schon vom zweiten Lied an, tanzten einige der älteren Menschen begeistert mit. „What a wonderful world“, freuten sich Gorke und Hellemanns mit ihren Zuhörern.
Unterstützt wurde die Bürgerstiftung Westmünsterland am Mittwoch von der Sparkasse Westmünsterland. Weitere Auftritte von Musikern, Clowns und Zauberern in Senioren-Einrichtungen im Kreis Borken sind in den nächsten Wochen geplant. Um möglichst vielen Kulturschaffenden Auftritte zu ermöglichen, ist die Bürgerstiftung jedoch auch auf Spenden angewiesen. Einzahlungen sind möglich auf das Konto mit der IBAN DE73 4015 4530 0035 0384 39 – Stichwort: Senioren-Freude.
Mehr Informationen zu der Veranstaltungsreihe und weiteren Projekten und der Bürgerstiftung Westmünsterland gibt es im Internet unter unter www.buergerstiftung-westmuensterland.de
200.000 Schnelltests bis Ende Mai – DRK-Landesverband Westfalen-Lippe zeigt sich bei Besuch von Teststationen im Kreis Borken „sehr beeindruckt“
Borken/Gescher (drk-press). Hohen Besuch hatte das Rote Kreuz im Kreis Borken in dieser Woche: Der Vizepräsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Heinz-Wilhelm Uphoff, und Landesverbandsvorstand Dr. Hasan Sürgit überzeugten sich an verschiedenen Corona-Schnellteststationen vom reibungslosen Ablauf, so beim DRK-Ortsverein in Gescher in der Pankratiusschule und am Drive-in in Borken auf dem Parkplatz an der Mergelsberghalle. Zuletzt wurde der Testbus am Rotkreuz-Zentrum in Borken an der Röntgenstraße inspiziert – und für sehr gut befunden.
Landesverbandsvorstand Sürgit zeigte sich „sehr beeindruckt, was hier auf die Schnelle aufgebaut worden ist und hier, zum überwiegend großen Teil von ehrenamtlich Mitwirkenden, geleistet wird.“
Bis Ende Mai 200.000 Schnelltests beim Roten Kreuz
DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann unterstrich, dass in 20 Rotkreuz-Teststationen im gesamten Kreis Borken rund ein Prozent des gesamten Testvolumens von Nordrhein-Westfalen bewältigt werde. „Wir haben etwa 3000 Schnelltests am Tag.“ Bis Ende des Monats werden laut Auskunft von Jürgen Puhlmann rund 200.000 Testungen durch das Rote Kreuz im Kreis Borken erfolgen. Mit einem großen Ansturm wird in den Stationen wieder zu den Pfingstfeiertagen gerechnet.
In Gescher ließen sich allein am Besuchsmorgen gut 130 Personen testen. „Am Samstag zuvor hatten wir 167 Tests“, unterstrich Geschers Rotkreuzleiter Mark Wierczeyko die Wichtigkeit der Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie: „Unser Ehrenamt leistet mit zusätzlichen Freiwilligen ganze Arbeit – ein großes Lob.“ Der DRK-Ortsverein kann aus einem Pool von rund 30 Rotkreuz-Helfenden zurückgreifen; hinzu kommt ein Dutzend Freiwillige.
Besuch des Landesverbandes in der DRK-Teststation in der Sporthalle Pankratiusschule in Gescher (von links): Nina Dinkelborg vom Roten Kreuz, Landesverbandsvorstand Dr. Hasan Sürgit, der Vizepräsident des Landesverbandes Heinz-Wilhelm Uphoff, Rotkreuzleiter Mark Wierczeyko, Carsten Dinkelborg sowie Nadine Schepers. Fotos: DRK
Insgesamt 130 Rotkreuz-Helfende im Impfzentrum Velen im Einsatz
Das könne genauso für alle Rotkreuz-Helfenden im Kreis Borken unterschrieben werden, betonte der Vorsitzende des Präsidiums im DRK-Kreisverband, Aloys Eiting: „Und ich freue mich ganz besonders, dass der Landesverband die Zeit gefunden hat, sich vor Ort im Kreis Borken über unsere großen Testerfolge zu erkundigen.“
Jürgen Rave erklärte den Besuchern des Landesverbandes, dass das Rote Kreuz im Impfzentrum des Kreises Borken in Velen den kompletten Sanitätsbereich bediene und Hilfe bei Anfahrten zum Impfzentrum leiste. Insgesamt sind dort seit Öffnung am 8. Februar 130 Rotkreuz-Helfende tätig.
Heute ist Weltbienentag – Blühmischung bietet hierbei Bienen eine wichtige Nahrungsgrundlage
Beringmeier: „Schutz der Biodiversität ist Grundlage für das Wirtschaften auf unseren Höfen“
Münster (pd). Am heutigen Weltbienentag (20. Mai) wird die Bedeutung von Bienen und Wildbienen besonders in den Fokus gestellt. Bienen sind für die Landwirtschaft unverzichtbar, sie bestäuben rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen.
Erst die Bestäubung der Bienen ermöglicht den Landwirten in Westfalen-Lippe die Ernte zahlreicher Obst-, Gemüse-, und Nusssorten, sowie die Gewinnung hochwertiger Öle. Die insgesamt über 1000 Hektar großen Blühstreifen in Westfalen-Lippe bieten hierbei nicht nur Honigbienen, sondern auch verschiedenen Wildbienen Nahrung.
Foto: Pixabay-Nennieinszweidrei
Förderung der Biodiversität
WLV-Präsident Hubertus Beringmeier weist auf die Verantwortung der Landwirtinnen und Landwirte in Westfalen-Lippe hin: „Der Schutz von Insekten und die Förderung der Biodiversität werden von uns Landwirten nicht nur unterstützt, sondern maßgeblich mitgetragen. Denn: der Schutz der Biodiversität ist die Grundlage für das Wirtschaften auf unseren Höfen.“
Auch in diesem Jahr wird das Projekt „Blühendes Band durch Bauernhand“ in Kooperation mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft fortgeführt. Eine speziell für Westfalen-Lippe entwickelte Blühmischung bietet hierbei Bienen eine wichtige Nahrungsgrundlage. In der Blühmischung enthalten sind beispielswiese Sonnenblumen, Malve, Ölrettich, Buchweizen, Öllein, Ringelblumen, Koriander oder Fenchel. „Im Rahmen unseres Projektes ‚Blühendes Band durch Bauernhand‘ sind in den vergangenen Wochen bunte Blühstreifen ausgesät worden. In Kürze bietet dieses blühende Band überall in Westfalen-Lippe Nahrungs- und Rückzugsorte für Insekten und Wildtiere“, so Beringmeier.
Foto: congerdesign-Pixabay
Rapsanbau
In diesem kalten Frühjahr stellt vor allem auch der Rapsanbau eine frühzeitige Nahrungsgrundlage für Bienen und Wildbienen sicher. Auf einer Gesamtfläche von 29.000 Hektar wird in Westfalen-Lippe Raps angebaut, rund 60 Prozent der Honigleistung eines Bienenvolkes werden im Schnitt durch Rapspollen gedeckt.
Aus Sicht des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes müssen bestehende Defizite im Arten- und Klimaschutz weiterhin verringert werden, gleichzeitig jedoch auch gesamtgesellschaftlich diskutiert werden. Hierbei hat auch die regionale Landwirtschaft eine große Auswirkung: „Durch die Stärkung der heimischen Landwirtschaft wird zugleich aktiver Natur-, Umwelt- und Insektenschutz gefördert“, verdeutlicht WLV-Präsident Hubertus Beringmeier, „dies muss im zukünftigen Diskurs mit Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stärker berücksichtigt werden.“(wlv)
Sargmöbel: Was haben ein Esszimmertisch und ein Sarg miteinander zu tun? Diese Frage werden sich viele Leser stellen.
Warum einen Sarg nur für einen Tag kaufen? Diese Frage stellte sich wahrscheinlich die Erlerin Judith Kolschen, bevor sich dazu entschloss, sich ihren späteren Sarg als Esstisch ins Wohnzimmer zu stellen.
Maßarbeit.
Im Haus von Judith Kolschen dreht sich seit Kurzem alles nur um ein einziges, ganz besonderes Möbelstück im Wohnzimmer. „Unser Esszimmertisch, an dem wir sitzen und essen, trinken, spielen, diskutieren – dieser Tisch wird irgendwann mein Sarg sein. Wenn alles gut läuft, können wir sozusagen noch vielleicht drei Jahrzehnte lang für Rotweinränder und ordentlich Gebrauchsspuren sorgen in meinem Second-Hand-Sarg“. Und ganz wichtig: Von Trauer keine Spur. Im Gegenteil. „Ich hoffe doch, dass ich hier mindestens noch 30 Jahre dran sitzen kann“.
Was viele Menschen höchstwahrscheinlich erschreckt, sieht Kolschen die Neuanschaffung ihres neuen Möbelstücks ganz pragmatisch. „Wenn ich sterbe, wird der Tisch auseinandergebaut und die Einzelteile ergeben meinen Sarg, in dem ich aufgebahrt werden möchte. Die Tischbeine dienen zur Abschiedsfeier als Leuchter. Sie werden nicht mit verbrannt, sondern werden vererbt an die vier Kinder, die ich geboren habe“.
Schreiner und Bestatter Ralf Kock (r.) hat dieses Möbelstück angefertigt.
Seit 22 Jahren arbeitet die Erlerin aktiv in der Hospizarbeit. Darüber hinaus ist sie Trauerrednerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Rednerin für Lebensfeiern. Vor zehn Jahren hatte sie eine Ausstellung zum Thema „Abschied selbst gestalten“ organisiert. In der Ausstellung war unter anderem auch ein Sarg als Bücherregal zu sehen.
Anfängliche Skepsis in der Familie
„Schon lange beschäftige ich mich mit dem Gedanken, mir zu Lebzeiten mein Sargmöbel zu bauen oder so wie jetzt, bauen zu lassen“, erzählt Kolschen. Doch ihre Idee, diese auch in die Tat umzusetzen, stieß bei ihrer Familie zunächst auf Skepsis. „Um ehrlich zu sein -sie haben mich für bekloppt erklärt“.
Wie so viele Dinge im Leben, benötigte die Umsetzung ihrer Idee Zeit getreu dem Motto: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Obwohl es genügend andere Pläne gegeben habe, von Langeweile in den letzten Jahren ganz zu schweigen, sei der Gedanke und die Idee ihr nicht aus dem Kopf gegangen. „Ich habe immer mal wieder dran gedacht“, verrät Kolschen.
Der fertige Esszimmer-Tisch lässt nicht erahnen, was eigentlich hinter dem Möbelstück steckt.
Idee gemeinsam mit Ralf Kock in die Tat umgesetzt
Bedingt dadurch, dass jetzt die Renovierung ihres Wohnzimmers anstand und sie sich schon sehr lange einen größeren Esszimmertisch wünschte, hat Kolschen nun ihre Idee im gleichen Atemzug der Renovierung ernst genommen und ihr Sargmöbel gleich mit geplant. Die Entscheidung, wer ihr dieses ganz besondere Möbelstück bauen soll, fiel auf einen hiesigen Bestatter.
„Ich bin also zu Ralf Kock gegangen. Zum einen ist er nicht nur einer der Bestatter in meinem Dorf, sondern auch noch aktiver Tischler, was ich als eine gute Kombi ansah“, fügt Kolschen hinzu. Was wahrscheinlich niemanden verwundert war die Tatsache, „dass auch er zunächst, sagen wir mal, mich etwas irritiert angeschaut hat“, erinnert sich Kolschen schmunzelnd. „Aber wir sind an der Planung dran geblieben, obwohl ihm die Umsetzung so manche Grübelfalte ins Gesicht gezaubert hat“.
Zufrieden mit dem Ergebnis genießt Judith Kolschen an ihrem Sargtisch Kaffee und Kuchen. Fotos: privat
Nun ist das Möbelstück fertig. Was dabei herausgekommen ist, zeigen die Fotos. Ein Sargtisch an dem Judith Kolschen sitzt, wo zu Lebzeiten sich die Familie und Freunde versammeln, wo dran diskutiert, gelacht und geweint wird.
Jetzt steht er, dann geht er. Bis es aber soweit ist, wird der Tisch noch viel erleben und später dann, wenn die Zeit gekommen ist, seine Geschichten mit ins Grab nehmen. Ein Möbelstück halt „nicht nur für einen Tag“.
Erst Tischbeine und später Kerzenständer
Ich hoffe doch, dass ich hier mindestens noch 30 Jahre dran sitzen kann“.
Erneut findet auch in diesem Jahr die traditionelle Pingsterbrut in Erle nicht wie gewohnt statt
Dennoch wollen die Kinder der Nachbarschaft Overbeck in Erle, wie bereits im vergangenen Jahr, coronakonform Geldspenden für ihre Herzensprojekte sammeln. Die Spenden möchten die Kinder an die Lebenshilfe Borken e. V. und die Kinderkrebshilfe Weseke e. V. übergeben.
Alle, die diese Herzensprojekte unterstützen und damit dem Spendenaufruf der Pingsterbrut Overbeck folgen wollen, sind herzlich eingeladen am Pfingstsonntag in der Zeit von 15-17 Uhr und am Montag von 13-15 Uhr, ihre Geldspenden an der Marienthaler Str. in Höhe der Firma Röckinghausen abzugeben.
Fotos: privat
Gespendet werden kann ganz einfach kontaktlos, egal ob als Fußgänger, Radfahrer oder aus dem Auto per Drive-Through.
Auch wenn es wieder heißt: „De Pingsterbrut, de blief tehuus.“ (Die Pingsterbrut, die bleibt zuhaus‘.“), freuen sich die Kinder darauf, viele Menschen an der Spendenbox begrüßen zu können und hoffen, an den Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen zu können.
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Die traditionelle Pingsterbrut fällt erneut auch in diesem Jahr aus – Spendenbeitrag für die Missionsschwestern Venhoff.
„De Pingsterbrut, de geet harut. Al hier al doar, al jedes Joar“. Jedoch nicht in diesem Jahr. Bedingt durch die Corona-Pandemie fällt die traditionelle Pingsterbrut bereits zum zweiten Mal aus. Somit auch der jährlich dringend benötigte Spendenbeitrag für die Missionsschwestern Venhoff.
In Erle ist es seit Jahrzehnten Brauch, zu Pfingsten mit der „Pingsterbrut“ von Haus zu Haus zu gehen. Die seit über 20 Jahre Jahren geleitete Gruppe von Petra Haasler sammelt dabei unter anderem Geld für die gebürtigen Erler Ordensschwestern Raphaele und Vita (Klara und Maria Venhoff). Seit 53 Jahren gehört Schwester Raphaele den Steyler Missionsschwestern an, Schwester Vita seit 50 Jahren.
Die Pingsterbrut vor rund 88 Jahren. Foto: Archiv
Das Geld fließt in ihre sozialen Projekte in Neuguinea und Indonesien. Schwester Vita nutzt das gesammelte Geld zur Gesundheits-Aufklärungen und Schulungen sowie in Schulprojekte von Schwester Raphaele in Indonesien.
„Für die Missionsschwestern, die auf das Geld angewiesen sind und dieses Geld in diesem Jahr für ihre Projekte eingeplant haben, ist es ein großer Verlust. Sie warten sehnsüchtig darauf“, so Petra Haasler.
Damit die Schwestern ihre Missionarsarbeit auch in diesem Jahr weiter erfolgreich durchführen können, bittet Petra Haasler trotz Ausfall der Pingsterbrut um Unterstützung durch Spenden.
Konto: Kirchengemeinde St. Martin Jugend– IBAN 23 40069606 0202221143
Impfen in Westfalen-Lippe: Lage in den Praxen ist weiterhin angespannt – Impfstoffe sind derzeit Mangelware, auch AstraZeneca
100.000 durchgeführte Corona-Impfungen an einem Tag – diesen neuen Rekord haben die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte in Westfalen-Lippe in der vergangenen Woche aufgestellt.
Dortmund (pd). Impfwillige sind sauer. Bedingt durch die Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca, gibt es aktuell nur schwer einen Impftermin. Die Telefon-Leitungen, sowohl in den Hausarztpraxen und in den Impfzentren sind ständig besetzt. Neben den großen organisatorischen Mehraufwand fehlt jedoch vor allem eins: ausreichender Impfstoff.
Laut der Kassenärztlichen Vereinigung seien insgesamt bereits mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus in den Arztpraxen im Landesteil Westfalen-Lippe verabreicht worden.
Wer aktuell einen kurzfristigen Impftermin im Impfzentrum Velen, Kreis Borken, bekommt, darf sich freuen. Foto: Petra Bosse
„Die Vertragsarztpraxen sind erst seit Anfang April aktiv an der landesweiten Impfstrategie beteiligt und haben in dieser kurzen Zeit schon einen beachtlichen Impf-Marathon hingelegt. Jetzt braucht es so schnell wie möglich ausreichend Impfstoff, um endlich eine verlässlichere Planung in den Praxen zu ermöglichen und allen impfwilligen Bürgern zeitnah ein Impfangebot machen zu können“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.
Organisatorischer Mehraufwand
Die Vertragsärzte werden aktuell immer wieder mit veränderten oder gekürzten Impfstoffbestellungen konfrontiert, auf die sie keinen Einfluss haben. Diese kurzfristigen Änderungen der bundesweiten Bestellvorgaben bedeuten für die Praxen nicht nur einen organisatorischen Mehraufwand, sondern führen auch zu Diskussionen in den Praxen. „Viele Bürger glauben, dass mit der Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca nun auch eine Impfung unmittelbar möglich ist.
Die große Anzahl an Anrufen, die die Praxen in den vergangenen Tagen erreicht haben, bestätigt die hohe Nachfrage nach dem Vakzin. Gleichzeitig ist aber die Gesamtmenge des Impfstoffs immer noch begrenzt, auch für AstraZeneca. In der Konsequenz heißt das, dass nicht alle Impfwünsche unmittelbar erfüllt werden können und die Bürger weiterhin geduldig sein müssen“, so Spelmeyer, Schrage und Müller.
Ältere und vorerkrankte Personen haben in Arztpraxen weiterhin Vorrang
Zunehmender Impfneid
So lange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aus ethischen Gesichtspunkten – auch bei einer allgemeinen Aufhebung der Impf-Priorisierung – weiterhin vorrangig die älteren und vorerkrankten Patienten impfen.
Der KVWL-Vorstand versteht zwar die aufkommende Ungeduld vieler Bürger im Zusammenhang mit den Corona-Impfungen, aber der zunehmende Impfneid sowie die häufig langwierigen Diskussionen belasten das Praxispersonal in dieser herausfordernden Situation zunehmend. „Wir haben schwierige Wochen und Monate hinter uns, aber gleichzeitig bewegen wir uns jeden Tag ein Stückchen weiter aus der Pandemie. Eine der wichtigsten Rollen nehmen dabei unsere Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Mitarbeiter ein, denn ohne sie wäre dieser beeindruckende Impffortschritt in unserem Landesteil gar nicht möglich. Bitte haben Sie deshalb Verständnis für die Ärzte und das Praxispersonal, die hier nach wie vor herausragende Arbeit leisten!“, so der KVWL-Vorstand. – vp
„Grüne Infrastruktur NRW“ – Insgesamt 287 heimische Bäume zieren die Straßenränder im Gemeindegebiet Raesfeld
Die große Baumpflanzaktion in der Gemeinde Raesfeld ist nun abgeschlossen. Seit Anfang Februar wurden 287 heimische Bäume auf dem gesamten Gemeindegebiet neu gepflanzt.
Stieleichen, Linden und Feldahorne wurden zum Großteil an den Straßenrändern eingesetzt. Zum Schluss wurden jetzt über 50 Obstgehölze auf der Streuobstwiese am Südring und am Plattengraben an der Schlossfreiheit gepflanzt. Die einzelnen Standorte wurden nach den Vorgaben des Landschaftsplan Raesfeld bestimmt.
Bürgermeister Martin Tesing (Mitte) freut sich mit Bernd Roters (rechts im Bild) und Bernhard Kösters vom Bauamt der Gemeinde Raesfeld über die vielen neugepflanzten heimischen Obstbäume. Foto: Gemeinde Raesfeld
Umwelt- und Klimaschutz
Gefördert wurde die große Pflanzaktion zur Verbesserung der Klima- und Umweltbedingungen über das Programm „Grüne Infrastruktur NRW“ durch das Land Nordrhein Westfalen mit insgesamt 129.000 Euro. „Wir freuen uns sehr, dass wir so zur Verbesserung unseres Klimas beitragen können“, sagt Bürgermeister Martin Tesing. „Der Umwelt- und Klimaschutz ist eines der zentralen Themen, die uns auch kommunalpolitisch immer mehr abverlangen werden. Klimaschutz fängt halt vor der eigenen Haustür an.“