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Vergleichsstudie Kreis Borken – Langsam wachsende Masthühner schnitten besser ab

Langsam wachsende Masthühner schnitten besser ab – Die um mindestens zehn Tage verlängerte Mastdauer führen zu circa 25 Prozent höheren Preisen im Verkauf. Niederlande ist

In 49 Tagen vom Ei bis zum schlachtreifen Hühnchen: Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland kündigten Lebensmittel-Ketten an, das Angebot von langsam wachsenden Masthühnern im Verkauf deutlich zu vergrößern. Vorgestellt wurden nun die Ergebnisse des Interreg V „Food Pro-tec-ts“-Programms zur Gesundheit der Hühner.

Kreis Borken (pd). In der Schönstatt-Au in Borken präsentierten jetzt Dr. Maike Eismann, Kreisveterinärrätin, und Dr. Albert Groeneveld, ehemaliger Leiter des Kreisveterinäramtes, die Ergebnisse einer tierärztlichen Vergleichsstudie von langsam (alternative Betriebsform) und schnell wachsenden (konventionelle Betriebsform) Masthühnern.

Dr.-Maike-Eismann-Forschungsprojekt
Dr. Maike Eismann präsentierte in der Schönstatt-Au in Borken ihr Forschungsprojekt. Foto: Kreis Borken

Untersuchung aus 20 Mastbeständen im Kreis Borken

Die vergleichende Untersuchung wurde von 2016 bis 2018 bei 3,8 Millionen Hühnern aus 20 Mastbeständen im Kreis Borken durchgeführt. In zehn Betrieben wurden Tiere mit langsam wachsender und in den anderen zehn Betrieben mit schnell wachsender Genetik gemästet. Das Schlachten der Tiere nach Ende der Mast erfolgte im niederländischen Wehl, wo weitere Befunde erhoben wurden.

Wichtige Impuls für die Geflügelproduktion

Bei der Feierstunde dankte Landrat Dr. Kai Zwicker, den teilnehmenden Tierhalterinnen und Tierhaltern für ihre Unterstützung: „Wir wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist“. Alle Projektbeteiligten hätten durch ihr Mitwirken einen wichtigen Impuls für die Geflügelproduktion gegeben.
Im Mittelpunkt der Untersuchung, die Dr. Maike Eismann durchführte und als Grundlage für ihre Promotion nutzte, standen Kriterien zur Gesundheit der Tiere, wie zum Beispiel die Häufigkeit von Erkrankungen und der damit verbundene Einsatz von Medikamenten, Tierverluste und Befunde von geschlachteten Tieren. Prof. Dr. Silke Rautenschlein, Direktorin der Klinik für Geflügel der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover, betreute die Studie wissenschaftlich. Das EU-Förderprogramm Interreg V a „Food Pro-tec-ts“ finanzierte mit Unterstützung des Kreises Borken die Forschung.

Hühner Mastbetriebe

Deutscher Lebensmittelhandel verkauft fast ausschließlich schnell wachsende Hühner

Während für den deutschen Lebensmittel-Handel fast ausschließlich schnell wachsende Hühner (18 bis 23 Tiere pro Quadratmeter, circa 39 Tage Mastdauer) gemästet werden, verkaufen die niederländischen Lebensmittel-Ketten seit mehr als zwei Jahren nur noch Fleisch von langsam wachsenden Broilern, die zum Teil auch von Mastbetrieben im Kreis Borken mit höheren Haltungsstandards aufgezogen und in die Niederlande geliefert werden.

Drei Tierwohlkennzeichen in den Niederlanden

Genauer gibt es in niederländischen Supermärkten drei Tierwohlkennzeichen für langsam wachsende Hähnchen

1. Einstiegssegment: 13 bis 16 Tiere pro Quadratmeter, circa 49 Tage Mastdauer und Tageslicht

2. Kennzeichen „Beter Leven*“: 12 Tiere pro Quadratmeter, 56 Tage Mastdauer und Wintergarten

3. Kennzeichen: „Beter Leven (mit Bio)***: 10 Tiere pro Quadratmeter, 81 Tage Mastdauer und Wiese sowie Bio. Die länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglichte die Untersuchung in den Betrieben im Westmünsterland.

25 Prozent höherer Preis im Verkauf

Obwohl die langsam wachsenden als auch die schnell wachsenden Hühner gute Ergebnisse erzielten und sich in den meisten Fällen während des Studienzeitraums eine gute Tiergesundheit zeigte, schnitten die langsam wachsenden Hühner bei allen Kriterien besser ab. Allerdings führen die über der gesetzlichen Norm liegenden Haltungsstandards, die schlechtere Futterverwertung und die um mindestens zehn Tage verlängerte Mastdauer zu circa 25 Prozent höheren Preisen im Verkauf.

Lebensmittel-Ketten wollen Verkauf von langsam wachsenden Masthühnern vergrößern

Sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland kündigten Lebensmittel-Ketten an, das Angebot von langsam wachsenden Masthühnern im Verkauf deutlich zu vergrößern. In den Niederlanden soll es ab Ende 2023 in Supermärkten das Einstiegssegment nicht mehr geben, sondern nur noch Hühnerfleisch von Tieren, die aus Betrieben stammen, die mindestens gemäß der Labelvorschrift „Beter Leven*“ mästen.

Problem für mastbetriebe im Kreis Borken

„Daraus ergibt sich das Problem, dass die Hühnermäster im Kreis Borken, die bislang für die Einstiegsstufe der langsam wachsenden Tiere züchteten, sich entweder auf das Kennzeichen „Beter Leven*“ spezialisieren oder zurück zur konventionellen Mast kehren müssen“, sagte Dr. Albert Groeneveld, der das Projekt während seiner Dienstzeit beim Kreis Borken betreute.

Große Herausforderung für Landwirte

Diese Änderung stelle die Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen, da eine Tierhaltung nach „Beter Leven*“ nur in Verbindung mit einem Stallumbau funktioniere. „Die an unserer Studie teilnehmenden Landwirte sind generell bereit, sich den neuen Labelbedingungen zu stellen, Geld in die Hand zu nehmen und die Ställe um einen Außenklimabereich zu erweitern, aber oft scheitern die Vorhaben insbesondere wegen fehlender Planungssicherheit. Ich habe großes Engagement der Landwirtinnen und Landwirte erfahren sowie Offenheit in allen Fragen rund um eine Verbesserung der Hühnermast. Sie können aber nur das erzeugen, was der Markt verlangt und, was der Verbraucher bereit ist zu bezahlen“, erklärt Dr. Maike Eismann. Dennoch ist sie überzeugt, dass ein weiterer Systemwandel in der Hühnermast möglich ist: „Wir müssen uns nur an unseren Nachbarn orientieren.“

Neuer Raesfeld-LKW geht jetzt auf Tour

Neues Designe aus Raesfeld auf LKW-Auflieger von Thomas Stenkamp

Bereits seit acht Jahren stellt der Raesfelder Transportunternehmer Thomas Stenkamp seine LKW als Werbefläche für seinen Heimatort zur Verfügung.

Mit der Anschaffung eines neuen LKW-Aufliegers ist jetzt auch das Design der Raesfeld-Werbung neu gestaltet worden. Damit soll die Schlossgemeinde Raesfeld auf Deutschlands Straßen bekannter gemacht werden.

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André Wachtmeister vom Ortsmarketingverein (links) und Bürgermeister Martin Tesing (re.) freuen sich über den neu gestalteten Raesfeld-LKW und danken Silvia und Thomas Stenkamp. Foto: Gemeinde Raesfeld

Auf den Seiten des 13 Meter langen Aufliegers lädt ein Foto vom Wasserschloss und das Foto der Schlossvermählten von 2016 zu einem Besuch in der Schlossgemeinde mitten im Naturpark Hohe Mark ein. Auf den Hecktüren des LKWs ist die Erler Femeiche abgebildet. Diese wurde im letzten Jahr zum Nationalerbebaum ernannt.

Einfach einladend für Raesfeld

In dieser Woche wurde der neue LKW eingeweiht. „Dass ein neuer Raesfeld-LKW in ganz Deutschland unterwegs ist und für Raesfeld wirbt, wirkt – einfach einladend…“, sind sich Andre Wachtmeister vom Ortsmarketing und Bürgermeister Martin Tesing einig. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Familie Stenkamp für dieses besondere Engagement für unseren Ort.“

Virtuelle Dienststelle – Neues Portal der Polizei NRW

Anzeige erstatten, Hinweise geben und Anträge stellen: Das neue Portal der Polizei NRW ist rund um die Uhr und für jeden Bürger zugänglich.

Entwickler der virtuellen Dienstelle NRW haben darauf geachtet, dass sich die neue Internetwache auch mit mobilen Endgeräten optimal nutzen lässt. Nach einer umfassenden Modernisierung in Bezug auf das Layout und die Funktionen ist die Internetwache nun über eine neue Adresse im Netz zu erreichen unter internetwache.polizei.nrw.

Wie können wir Ihnen helfen?

  • Ich möchte eine Strafanzeige erstatten
  • Ich bin Opfer einer Straftat
  • Ich habe etwas verloren
  • Ich möchte etwas beantragen

Über eine neue virtuelle Plattform der nordrhein-westfälischen Polizei, die „Internetwache“, können Bürgerinnern und Bürger ab sofort online Anzeigen erstatten, Hinweise geben oder Anträge stellen.

Wie das Ministerium des Innern mitteilt, können sich Opfer einer Straftat zudem über ihre Rechte sowie Hilfsangebote und entsprechende Anlaufstellen informieren. Außerdem könne jeder mithilfe des „interaktiven Wachenfinders“ schnell und einfach eine „analoge Dienststelle“ in der Nähe finden oder nach einer bestimmten Wache suchen.

Bürgernahe Polizei muss nicht nur auf der Straße sein

„Das Leben spielt sich mehr und mehr in der digitalen Welt ab. Eine bürgernahe Polizei muss deshalb nicht nur auf den Straßen, sondern auch im Netz präsent sein – rund um die Uhr und für jedermann zugänglich. Die Internetwache ist eine zeitgemäße Möglichkeit für Menschen in NordrheinWestfalen, mit der Polizei in Kontakt zu treten. In Notfällen sollte man aber weiterhin die 110 wählen“, sagte Innenminister Herbert Reul.

Barrierefreiheit

Die „virtuelle Dienststelle“ sei vollkommen auf den Service für Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet. So können ab jetzt zum Beispiel auch Versammlungen digital angemeldet werden. Bei der technischen Umsetzung wurden auch Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigt. Dies erleichtere insbesondere Menschen mit Behinderung, sich auf der Website zurechtzufinden und mit der Polizei in Kontakt zu treten.

„Die Neugestaltung soll vor allem eine übersichtliche Darstellung, einfache Navigation, ein zeitgemäßes Design und einen hohen Wiedererkennungswert bieten. „Die meisten Menschen sind heute mit dem Smartphone im Netz unterwegs. Deshalb haben die Entwickler darauf geachtet, dass sich die neue Internetwache auch mit mobilen Endgeräten optimal nutzen lässt“, so Minister Reul.

Mehr als 240.000 Vorgänge 2021 über das Internet

Die Erweiterung und Modernisierung der Internetwache seien auch laut Reul eine Reaktion auf die stetige Zunahme von Anzeigen und Hinweisen, die online erstattetet beziehungsweise gegeben werden.

Während auf diesem Wege 2019 insgesamt rund 110.000 Vorgänge eingingen, erreichten die Polizei NRW 2021 bereits mehr als 240.000 Vorgänge über das Internet. „Indem wir polizeiliche Aufgaben digitalisieren, machen wir sie noch ein Stück effizienter und transparenter. Viele Anträge können komplett digital bearbeitet und nachverfolgt werden. Mit der Modernisierung der Internetwache wollen wir die polizeiliche Fall- und Sachbearbeitung weiter optimieren“, so Reul.

Arbeiten am Bürgerpark Raesfeld sind gestartet

Die Investitionskosten für den neuen Bürgerpark am Freiter Pättken belaufen sich auf insgesamt 899.000 Euro. Umsetzung wird von Bund und Land im Rahmen der Dorferneuerung gefördert

RAESFELD. Die ersten Arbeiten am Bürgerpark am Freiter Pättken laufen an. Seit Anfang der Woche wird die Baustelle eingerichtet. Am Bauzaun zeigen Plakate, was bis zum Jahresende auf dem 9.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen wird.

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Bürgermeister Martin Tesing (Mitte), Bernd Roters (links im Bild) und Bernhard Kösters vom Bauamt freuen sich, dass die Arbeiten am Bürgerpark anlaufen. Foto: Gemeinde Raesfeld

Die darauf abgebildeten 3D-Aufnahmen zeigen die einzelnen Objekte, die im Park angelegt werden: So wir es ein Wassertretbecken mit Handbecken, eine große Boule-Anlage, ein Fitness-Parcours, ein Schachbodenfeld und ein Sinnespfad geben. Zum Verweilen laden Tische, Sitzgruppen und Sonnenliegen ein, die an verschiedenen Stellen zwischen Hochbeeten, Bäumen, Sträuchern, Ziersträuchern und Rasenflächen aufgestellt werden.

„Den geplanten Wegeverlauf zeigen bereits die eingeschlagenen Holzpfosten auf dem Feld“, erläutert Bernd Roters, Leiter des Bauamtes. „Da bekommt man schon mal ein Gefühl, wie der Park später aussehen wird“.

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Bürgerpark für eine besondere Aufenthaltsqualität


„Wichtig ist uns, dass der Bürgerpark eine besondere Aufenthaltsqualität für jeden bieten wird“, sagt Bürgermeister Martin Tesing über das Großprojekt, das gleichzeitig auch eine bessere Verbindung zwischen Schlossfreiheit und Ortskern schaffen soll.

Sowohl die Raesfelder Politik als auch viele unterstützende Vereine beschäftigen sich bereits seit Beginn des Dorferneuerungsprozesses mit dem Thema „Bürgerpark“. Die Umsetzung wird von Bund und Land im Rahmen der Dorferneuerung gefördert. Die Investitionskosten sind, bedingt unter anderem zuletzt wegen des Ukraine-Kriegs, deutlich teurer als diese noch Anfang des Jahres geplant waren. Sie belaufen sich auf insgesamt 899.000 Euro. Eine maximale Förderung in Höhe von 346.000 Euro steht den steigenden Kosten gegenüber. Bis Januar 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Alle Klassen in der Julia-Kopper Gesamtschule gestartet

Am Mittwoch, den 10.08.2022, fand an der JKG in Raesfeld die Einschulungsfeier für die neuen 5. Klassen statt. Neu in diesem Schuljahr ist, dass alle Klassen gemeinsam in Raesfeld starten.

Nach einem ökumenischen Gottesdienst mit dem Thema „Abraham“, der von der Gemeinde Raesfeld und der Gemeinde Borken gemeinsam abgehalten wurde, begaben sich alle in die Sporthalle der Schule. Dort erwartete die „neuen 5er“ und ihre Begleitpersonen ein kurzweiliges Programm.

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Foto: JKG

Die Theater AG unter der Leitung von Jana Tarnai führte mit den „alten 5ern“ das Stück „Spielkinder“ auf. Dabei ging es auch darum, sich das Spielen zu bewahren und die Phantasie anzuregen.

Danach wechselten sich die Begrüßungsreden des Schulleiters Axel Heinz, der Abteilungsleiterin Beate Knecht und des Vorsitzenden des Fördervereins, Markus Spree, ab.

Anschließend verbrachten die Schülerinnen und Schüler den weiteren Vormittag in ihren jeweiligen Klassen. Die Begrüßung für die neuen Mitglieder der JKG-Gemeinde konnte nicht gelungener sein. Ein herzliches Dankeschön gilt allen helfenden Händen für das Engagement bei der Vorbereitung und der Durchführung der Feier.

Das Team der JKG wünscht allen 5. Klässlern einen gelungenen Start in ihr Schulleben.

UPDATE: Bombenfund in Borken – 950 Personen evakuiert

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Bombenfund an der Johann-Walling-Straße in Borken – Evakuierung von rund 950 Personen im Umkreis von 250 Metern

UPDATA: (19.08.2022): Bombenfund an der Johann-Walling-Straße in Borken. Am frühen Freitagmorgen konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg die Fliegerbombe um 1.18 Uhr entschärfen. Ereignisreiche Nacht von Donnerstag auf Freitag im Borkener Innenstadtbereich / Geordnete Evakuierung und Entschärfung

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Foto: Stadt Borken

Borken. Am Donnerstagabend, 18. August 2022, gegen 18.30 Uhr wurde bei Erdarbeiten der Deutschen Glasfaser eine 250-Kilo-Bombe an der Johann-Walling-Straße 26 in Borken entdeckt.

Der Fundort befand sich unmittelbar am Kinocenter Borken. Der benachrichtigte Kampfmittelräumdienst ordnete nach Begutachtung der Fliegerbombe eine Evakuierung an. Das betroffene Gebiet wurde in einem Radius von 250 Metern abgesperrt. Kräfte der Polizei, der Feuerwehr und des städtischen Ordnungsamtes übernahmen die Evakuierung der betroffenen Haushalte.

Kinocenter und Supermarkt Kaufland geräumt

Insgesamt 950 Anwohnerinnen und Anwohner waren betroffen. Zudem wurden das Kinocenter und der Supermarkt Kaufland geräumt. Die Mensa der Julia-Koppers-Gesamtschule wurde als zentrale Anlaufstelle für die betroffenen Personen eingerichtet und vom Malteser Hilfsdienst mit den Ortsverbänden Borken, Bocholt und Schöppingen betreut.

Nicht-gehfähige Personen wurden mit dem Krankentransport zur Unterbringungsstelle gebracht

Gegen 0 Uhr (19. August 2022) konnte die Evakuierung der Anwohnenden beendet werden. Teilweise mussten nicht-gehfähige Personen mit dem Krankentransport zur Unterbringungsstelle gebracht werden. Im Anschluss verließen auch die Rettungskräfte den gesperrten Bereich rund um den Fundort der Bombe. Um 0.47 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg mit der Entschärfung der Fliegerbombe beginnen. Um 1.18 Uhr wurde die Bombe erfolgreich entschärft.
Die Sperrung des betroffenen Gebiets wurde im Anschluss aufgehoben und die Anwohnerinnen und Anwohner geordnet in die Wohnungen und Häuser zurückgeführt.

Insgesamt 102 Einsatzkräfte

Insgesamt waren aus dem Bereich der nicht polizeilichen Gefahrenabwehr während des Einsatzes 81 Einsatzkräfte der Feuerwehr Borken mit den Löschzügen Borken, Burlo, Gemen und Weseke, acht Einsatzkräfte auf dem Krankentransport sowie 37 Kräfte des Malteser Hilfsdienstes und vier Kräfte des städtischen Ordnungsamtes vor Ort.

Im Rahmen von Erdarbeiten der Deutschen Glasfaser wurde eine 250 kg Bombe an der Johann-Walling-Straße 26 in Borken entdeckt. Der Fundort befindet sich am Kinocenter Borken.

Bombenfund Borken
©Kreis Borken

Borken. Die Evakuierung der rund 950 Personen, die im Umkreis von 250 Metern um den Bombenfundort der Johann-Walling-Straße 26 in Borken wohnen und sich in dem Gebiet aufhalten, startete gegen 21 Uhr am Donnerstagabend.

Das Kinocenter Borken sowie das Einkaufszentrum Kaufland wurden geräumt. Im Einsatz sind Kräfte der Feuerwehr Borken mit allen Löschzügen, des Maltesers, der Polizei und des Ordnungsamtes Borken. Die Evakuierung läuft voraussichtlich noch mindestens bis 22 Uhr.

Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner wurden durch Kräfte der Polizei, der Feuerwehr und des städtischen Ordnungsamtes informiert und evakuiert worden. Die Mensa der Julia-Koppers-Gesamtschule wurde für die temporäre Unterbringung der betroffenen Personen genutzt.
Der genaue Räumungsbereich ergibt sich aus der beigefügten Karte. Die Stadt Borken bittet Bürgerinnen und Bürger den betroffenen Bereich möglichst großräumig zu umfahren.

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©Stadt Borken

Straßenendausbau der Van-Gent-Straße in Raesfeld beginnt

Am Mittwoch fiel der Startschuss für den Straßenausbau im Neubaugebiet Van-Gent-Straße in Raesfeld

Da der Großteil der Häuslebauer an der Van-Gent-Straße bereits im neuen Eigenheim wohnt, fiel am Mittwoch der Startschuss für den Straßenendausbau. Die Gesamtausbaufläche beträgt rund 5.000 Quadratmeter.

Die Oberflächen der Straße und der Gehwege werden mit grauen und lederfarbenen Pflastersteinen verlegt, die Parkflächen in anthrazit. Insgesamt 22 Bäume werden laut Mitteilung der Verwaltung zehn Säulenspitzahorne und 12 Feldahorne für die Beschattung des Straßenraums sorgen.

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Foto (v.l.): Startschuss zum Ausbau mit Alexander Göring und Jens Ammerschuber, Mitarbeiter der Firma Beckmann, stimmen die ersten Arbeiten für den Straßenendausbau mit Bernhard Kösters und Bernd Roters vom Bauamt und Bürgermeister Martin Tesing ab (Foto: Gemeinde Raesfeld).

Die Planungen des Ausbaus wurden vor der Vergabe der einzelnen Grundstücke vom Bauausschuss der Gemeinde beschlossen. Daher konnten alle Bauplätze bereits von der Gemeinde als erschlossene Grundstücke an die Bauherren verkauft werden, die dadurch bereits die Straßenplanung für ihre eigenen Baupläne berücksichtigen konnten.

Kanalbrücke Dorsten bleibt weiterhin halbseitig gesperrt

Nach Schiffsunfall: Eine Spur der B 224 kann wieder für den Straßenverkehr freigegeben werden. Lösung für Fußgänger und Rettungsdienst wird geplant.

Nachdem ein Frachtschiff in der Nacht auf Donnerstag die Kanalbrücke in Höhe der Mercaden gerammt hat, bleibt laut Mitteilung der Stadt Dorsten die B 224 / Borkener Straße ab Gemeindedreieck in Fahrtrichtung Innenstadt weiterhin gesperrt.

Die statische Prüfung hat zwar ergeben, dass die linke Fahrspur in Fahrtrichtung Innenstadt grundsätzlich wieder für den allgemeinen Verkehr freigegeben werden kann. Bevor dies aber möglich ist, sind weitergehende Fragen zu klären.

Teil der Tragkonstruktion muss erneuert werden

Den Hauptschaden hat der Geh- und Radweg unterhalb der Mercaden erlitten. Dieser ist nicht Bestandteil der Hauptbrücke, sondern auf Traversen „angebaut“. Hier sind die Schäden durch den Anprall des Schiffes so stark, dass ein Teil der Tragkonstruktion erneuert werden muss. Der vorhandene Geh- und Radweg wird bis dahin – voraussichtlich über Monate – vollständig gesperrt bleiben müssen.

Hochstadenbrücke

Als Umleitung wird die Stadt Dorsten die derzeit wegen Bauarbeiten gesperrte Hochstadenbrücke schnellstmöglich provisorisch herrichten und wieder freigeben. Diese ist aber nicht auf allen Wegebeziehungen barrierefrei zu erreichen.

Um einen barrierefreien Weg zu ermöglichen und die umfangreichen Schüler-Verkehre morgens und nachmittags auch an der Bundesstraße sicher zu führen, soll die rechte Fahrspur der Borkener Straße stadteinwärts in Höhe der Brücke als provisorischer Geh- und Radweg abgeteilt werden.

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Foto: Wasserschutzpolizei Duisburg

Rettungsdienst und Feuerwehr

Eine Fahrspur stadtauswärts wird für Rettungsdienst und Feuerwehr reserviert, da aufgrund der Verkehrsbeschränkungen mit erheblichen Rückstaus zu rechnen ist, die ein Durchkommen im Notfall ansonsten unmöglich machen.

Damit wird sowohl in nördlicher wie südlicher Fahrtrichtung nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Diese Lösung entspricht im Wesentlichen der Verkehrsführung, die auch bei der Sanierung der Kanalbrücke 2020 zur Anwendung kam.

In Abstimmung mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und dem Landesbetrieb Straßen.NRW werden derzeit die Details dieser Lösung geplant und diese soll schnellstmöglich umgesetzt werden. Ob die eine Fahrspur in Richtung Süden schon zum Wochenende wieder freigeben werden kann, ist derzeit noch offen.

Bis auf Weiteres stehen folgende Ausweichstrecken zur Verfügung:

  • Dorstener Norden und Hervest Fahrtrichtung Altstadt sowie Feldmark und Altendorf-Ulfkotte in Fahrtrichtung Norden: L 509 Halterner Straße, L 608 Hervester Straße und B 225 Marler Straße.

Achtung: Die Abkürzung über die Dorfstraße / Buerer Straße ist nicht zu empfehlen, da die Lippebrücke im Verlauf dieser Strecke für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen komplett gesperrt ist und ansonsten nur einspurig mit Signalanlage zu befahren ist. Hier kam es am Morgen bereits zu längeren Wartezeiten.

  • Bei Umfahrung über die Autobahn 31 ist zu beachten, dass es durch die zusätzlichen Umleitungsverkehre innerhalb der Baustelle zu weiteren Verkehrsbehinderungen kommen kann.
  • Holsterhausen Fahrtrichtung Altstadt sowie Hardt, Altstadt, Östrich: L 607 (Pliesterbecker Straße, Hauptstraße, Dorstener Straße), B 58 bis Gahlen, Maassenstraße, Östricher / Gahlener Straße, Königsberger Allee.

Kanalbrücke Richtung Dorsten nach Schiffunfall gesperrt

Nach einem Schiffunfall in der Nacht auf Donnerstag ist die Kanalbrücke B 224 über den Wesel-Datteln-Kanal  in Dorsten in Fahrtrichtung Innenstadt einseitig gesperrt

Ein Schubschiff sei laut Bericht der Polizei auf dem Wesel-Datteln-Kanal in der Nacht zum Donnerstag gegen die Brücke der B224 in Dorsten gestoßen. Dabei habe sich der Schiffsführer leicht verletzt.

Laut Sprecher der zuständigen Wasserschutzpolizei Duisburg sei das Führerhaus des Schiffes bei dem Unfall zerstört worden. Unbeschädigt durch den Aufprall seien die Versorgungsleitungen geblieben. Geprüft werden müsse jedoch die Statik der Brücke. Durch den Aufprall seien Verformungen an der Tragekonstruktion sichtbar. Da die Prüfung sehr aufwendig sei, gebe es noch keine Einschätzung zur Dauer der Sperrung.

Umleitung: Umfahren werden kann die Sperrung der B 224 über die A31, über die Brücke der L608 oder innerörtlich über der Buerer Straße.

Erst im Herbst 2020 hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Meiderich die Konstruktionsteile der Fahrbahnübergänge an beiden Überbauten der Kanalbrücken in Dorsten erneuern lassen.

Gospel-Konzert mit Chor „Saint Paul‘s Inspiration“ in Erle

Der Chor „Saint Paul‘s Inspiration“ lädt am Sonntag, 21. August, ab 17 Uhr in der St.-Silvester-Kirche in Erle zu einem Gospelkonzert mit dem Titel „On my Way“ ein.

Inspiriert durch die intensive Gospelmusik, verbunden mit dem Ort seiner Entstehung, der Pauluskirche, sei der Chorname entstanden, der zugleich Ausdruck sein soll für die Kraft und Lebendigkeit der christlichen Botschaft, heißt es in einer Ankündigung.

Radwandertag für die ganze Familie in Raesfeld

Am Sonntag, 28. August, führt der Gemeindesportverband Raesfeld mit all seinen Sportvereinen nach 2 Jahren Corona-Pause wieder seinen traditionell beliebten Radwandertag für die ganze Familie durch.

Start und Ziel sind in diesem Jahr an der Zweifachhalle „Zum Michael“ in Raesfeld. Jeder Teilnehmer kann individuell zwischen 10 h und 12 h starten. Es gibt keinerlei Wettkampf!

Zwei Rundtouren von 23 km und 41 km Länge über landschaftlich schöne und ruhige Nebenstraßen Richtung Nordwesten des Münsterlandes stehen zur Auswahl.

Für Erfrischungen unterwegs und Verpflegung am Ziel ist gesorgt. Am Ende kann jeder Teilnehmer an einer Verlosung teilnehmen.

Wir bedanken uns bei vielen örtlichen Unternehmen für ihre Unterstützung!

Neue Heizung: Kein Geld verbrennen!

Neue Heiztechnik kann sich schnell bezahlt machen und schont die Umwelt.

Die Fenster sind erneuert, die Wände neu gedämmt: Wenn die Heizkosten dennoch durch die Decke steigen, sollten sich Hausbesitzer einmal ihre Heizung genau anschauen. Oft entpuppen sich veralterte Heizkessel als unnötige Kostentreiber.

Nicht nur Betreiber einer Öl- oder Gasheizung sollten sich perspektivisch schon einmal mit dem Gedanken an eine neue Anlage beschäftigen. Generell sind Heizungen nach 15, spätestens 20 Jahren technisch so überholt, dass die Energieverluste gegenüber modernen Systemen spürbar ins Gewicht fallen.

Oft gibt es auch einfach keine Ersatzteile mehr: Die Heizung ist zu alt. Spätestens dann sollte man mit der Planung für eine neue Heiztechnik beginnen. In Zeiten der Energiewende nehmen die meisten Verbraucher dabei direkt nachhaltige Energietechniken in den Blick.

„Wir erleben derzeit eindeutig einen Boom bei den energetischen Sanierungen“, berichtet auch Ruth Pettenpohl von der Verbraucherzentrale in Dorsten. „Gerade seit der Coronakrise investieren viele Dorstener in neue, sparsame Heizsysteme.“

Wichtiger Faktor beim Hauskauf

Auch für Alle, die eine Immobilie kaufen oder erben, spielt die Heizung eine wichtige Rolle und sollte unbedingt bei der Budgetplanung mit einkalkuliert werden. Eine neue Anlage helfe entscheidend,  den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und Heizkosten zu sparen. So steigt auch der Wert der Immobilie.  

Bei einigen modernen Heiztechniken muss man mit höheren Investitionskosten rechnen als bei einem konventionellen, fossilen Heizkessel. Klimafreundliche Heizsysteme mit Erneuerbaren Energien lohnen sich aber auf Dauer und auch dank öffentlicher Fördermittel und geringerer Zusatzabgaben für CO2-Emissionen.

Welche Heizung die richtige ist, hängt auch vom Objekt ab, erklärt Energieberater Kilian Zens. „Im Neubaubereich sind derzeit Wärmepumpen sehr gefragt. Wer aber eine alte Ölheizung im Keller hatte und beispielsweise eine Fußbodenheizung mit hoher Vorlauftemperatur betreibt, könnte auch mit einer Pelletheizung glücklich werden. Wer bisher eine Gasheizung hatte, könnte mittelfristig auch eine Hybridanlage zwischen Gas und Wärmepumpe in Betracht ziehen.“

Neue Heizung Symbolbild
Moderne Heizungen lassen sich gut in ein Smart-Home-Konzept einbinden. So hat man Temperaturen und Energieverbrauch immer im Blick. (Symbolfoto)

Wie man eine alte Heizung erkennt

Nach 15 bis 20 Jahren gelten Heizungen meist als überholt und modernisierbar. Wer eine Gas- oder Ölheizung besitzt, findet das Herstellungsdatum neben den Hersteller- und Leistungsdaten auf dem Typenschild am Heizkessel.

Auch ein Blick auf das Schornsteinfegerprotokoll kann sich lohnen: Hier finden sich oft detaillierte Informationen über die Leistung und die Abgasverluste der Anlage. Generell sind Heizsysteme, die mit fossilen Energien arbeiten, nicht besonders zukunftssicher und können den Wert eines Hauses sogar beeinträchtigen. Die CO2-Abgabe macht auch in Zukunft das Heizen mit Heizöl und Gas deutlich teurer.

Checkliste: Lohnt sich eine neue Heizung?

  • Ihre Gas- oder Ölheizung ist oft defekt oder fällt aus. Schätzen Sie die Kosten für Reparaturen gegen die einer Neuanschaffung und Umstellung auf erneuerbare Energien ab.
  • Ihr Energieverbrauch ist sehr hoch: Sie verbrauchen mehr als 200 kWh bzw. 20 m³ Erdgas oder 20 Liter Heizöl pro m² Wohnfläche im Jahr. Dann ist Ihre Gas- oder Ölheizung unwirtschaftlich und verbraucht bei geringer Wirkung zu viel Brennstoff.
  • Ihre Heizung ist älter als 15 Jahre.
  • Ihr Heizungskeller ist wärmer als 22 Grad Celsius.
  • Heizkessel und Heizungsrohre sind schlecht gedämmt: Dadurch geht viel Wärme verloren.
  • Sie wünschen sich mehr Komfort und möchten die Heizungsanlage an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen oder sogar per Smartphone steuern.
  • Sie nutzen noch einen fossilen Brennstoff und möchten auf erneuerbare Energien umsteigen.
  • Sie möchten etwas für die Umwelt tun und zum Klimaschutz beitragen.

Energieberater helfen bei der Umrüstung

Bei einem Kesseltausch können Hausbesitzer, zusammen mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen, die gesamte Heizungsanlage fit für die Zukunft machen. „Zur Heizungsoptimierung gehören auch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich und eventuell einzelne Heizkörper anzupassen, die Heizungsrohre zu dämmen oder veraltete Pumpen gegen Hocheffizienzpumpen auszutauschen“, erklärt Kilian Zens. Sinnvoll ist es außerdem, die gesamte Energietechnik für die Erwärmung von Wohnung und Trinkwasser auf ihre Zukunftstauglichkeit checken zu lassen.

Daher ist es immer sinnvoll, einen Energieberater hinzu zu ziehen. Diese helfen, den Zustand der Heizanlage zu bewerten und anschließend mit Blick auf das Gebäude und individuelle Wünsche ein geeignetes Heizsystem auszuwählen.

Unsere Tipps für eine neue Heizung

16. Büchermarkt im Schatten des Raesfelder Schlosses

Am Sonntag fand der 16. Büchermarkt auf dem Schlosshof in Raesfeld statt. Viele Besucher und Liebhaber der Literatur stöberten im Schatten des Raesfelder Schlosses nach kleinen und großen Schätzen.

Das Wetter war schon fast zu gut für einen entspannten Sonntagsausflug. Während vormittags und mittags viele Besucher den Platz füllten, waren am Nachmittag die meisten wieder heimgekehrt. Dennoch waren die Aussteller mehr als zufrieden mit dem diesjährigen Büchermarkt.

Organisator Rainer Heeke
Organisator Rainer Heeke hatte ein besonderes Buch im Gepäck: die Erstausgabe von 1954 „Leben und Kunstdenkmal Westfalen Kreis Borken“ Foto: Petra Bosse

Die Stände boten für jeden etwas an: alte Bibliografien, Kinder- und Jugendbücher, Märchenbände aus den verschiedensten Zeiten, Kunstdrucke, Gesellschaftsspiele, Comics, DVD´s, ja sogar Paninisammelbänder und Sticker wurden ausgestellt und angeboten. Manche Stände hatten eine bunte Mischung an Themen, andere dagegen waren einem Thema untergeordnet.

So hatte ein Händler zum Beispiel vor kurzem die Bücherbestände einer Haushaltsauflösung aufgekauft, der offensichtlich ein großer Fan des Mittelalters war. Und somit war der Stand des Händlers voll mit Büchern um das Mittelalter. Alte Ausgaben vom Heldenepos „Parzival“, unzählige Bücher über die Kultur und Sprache des Mittelalters, und noch viele weitere Schätze.

Andere Stände hingegen zeigten eine große Auswahl an Themen. „Ich verkaufe nur das, was mich auch selbst interessiert und was ich selber lese. Aber da ich quasi alles lese, kann ich auch viel Verschiedenes anbieten“, sagte einer der Verkäufer mit einem Augenzwinkern. Auf seinem Stand waren sehr viele alte Ausgaben und Bücher aus den unterschiedlichsten Kategorien ausgelegt.

Büchermarkt-Schloss-Raesfeld-2022
Die Stände boten für jeden etwas an

Schätze von Flohmärkten und Ebay

Von historischen Romanen über Ratgeber zu sämtlichen Themen aus unterschiedlichsten Epochen bis hin zu alten Märchensammlungen. All seine Schätze sucht er sorgfältig selber auf Flohmärkten und bei Ebay, um sie dann seinen Kunden weiterzuverkaufen. Eine Plattform, die vor allem seit Corona auch unter den Buchhändlern immer größere Bedeutung bekommen hat. Durch den Wegfall von Märkten mussten sich die (Hobby-)Buchverkäufer einen anderen Ort suchen, an denen Sie ihre Kunstwerke und Raritäten kaufen und verkaufen konnten.

Büchermarkt-Schloss-Raesfeld-2022

Doch der persönliche Kontakt zwischen Verkäufer und Kunde ist weiterhin unschlagbar. Viele Bücherfreunde kamen über dem Verkaufstisch miteinander ins Gespräch und tauschten sich über die gemeinsame Leidenschaft aus. Und auch wenn digitale Verkaufsportale immer größer und mächtiger werden, gegen ein schönes Gespräch zweier Bücherfreunde im Schatten des historischen Wasserschlosses Raesfeld bei strahlendem Sonnenschein kommt keine Verkaufsplattform an. Und so war der 16. Büchermarkt am Schloss Raesfeld wieder mal eine gelungene Veranstaltung.

Büchermarkt-Schloss-Raesfeld-2022
Ein völlig neues Klangerlebnis von Kaffeehaus-Musik erlebten die Marktbesucher im Durchgang vom Schloss zur Freiheit. Hierhin zogen sich wegen der großen Hitze Anna und Alexandre vom Konservatorium St. Petersburg zurück. Sie waren begeistert über den einmaligen Klang ihrer Gitarre und Balalaika, der durch das alte Steingewölbe erzeugt wurde. Foto: Petra Bosse

Freibier bei Raesfeld in Sommerlaune

Am Freitag fand das letzte Konzert unter dem Motto „Raesfeld in Sommerlaune“ am Rathaus mit den Raesfelder Burgmusikanten und dem Fanfarencorps statt.

Gastronomen, Verwaltung und Ortsmarketing mehr als zufrieden. Das Wetter passte, wie auch bei den vorangegangenen Veranstaltungen bei „Raesfeld in Sommerlaune“ am Freitagabend am Rathaus.

Nach fünf Konzerten mit unterschiedlichen musikalischen Interpreten und an unterschiedlichen Orten, setzten das Raesfelder Fanfarencorps und die Burgmusikanten den Schlusspunkt.

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Die Raesfelder Burgmusikanten bei Raesfeld in Sommerlaune Foto: Petra Bosse

Bereits zu Beginn um 18 Uhr füllte sich der Rathausplatz mit zahlreichen Gästen. Dabei auch alle Mitwirkenden Gastronomen, die gemeinsam mit dem Ortsmarketing und der Verwaltung die Open-Air-Konzerte auf die Beine gestellt haben. Gastwirt Arno Brömmel war zufrieden. „Es ist eine schöne Sache für Raesfeld und ich denke, dass wir das auch wiederholen werden.“ 

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Zufriedene Gesichter bei den Organisatoren und Organisatorinnen von „Raesfeld in Sommerlaune 2022“ Foto: Petra Bosse

Mehr Besucher als erwartet

Der Erste Beigeordnete Markus Büsken, der einige Veranstaltungen selbst erlebt habe, sei, wie die Gastwirte auch, ebenfalls darüber überrascht, wie gut die sechs Konzerte angenommen wurden. „Gerechnet haben wir mit 150 bis 200 Besuchern pro Veranstaltungen, aber teilweise waren es doch deutlich mehr“, so Büsken.

Und auch Bürgermeister Martin Tesing, der an diesem Abend neben rund 400 weiteren Besuchern in Sommerlaune war, sei zu 100 Prozent zufrieden. Besonders froh sei er darüber, dass mit „Raesfeld in Sommerlaune“ die Serie von vor drei Jahren, die mit „Live und Lecker gestartet ist, fortgeführt wurde. Im Vorfeld habe es, so Tesing, Überlegungen gegeben, ob das nicht zu viel sei, da vieles nachgeholt werde, was im letzten Jahr durch Corona unterblieben ist. „Aber wenn man sieht, wie viele Leute hier heute sind, zeigen die Veranstaltungen deutlich, dass dieser Weg der richtige war. Ich kann jetzt schon sagen, dass wir das im nächsten Jahr wiederholen werden“, bilanzierte Tesing.

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Ortsmarketingvorsitzende Diana Brömmel (l.) freute sich über die gute Resonanz aller Konzerte. Foto: Petra Bosse

Der richtige Weg – Wiederholung geplant

Besonders sei diese Art von Veranstaltungen vor allem für die Raesfelder und Erler sehr wichtig. „Damit sind wir nicht nur überregional präsent, sondern wir zeigen, dass wir auch vor Ort ein entsprechendes Angebot haben, und besonders hier mitten auf dem Rathausplatz, der immer wieder ein Kritikpunkt ist, dass im Ort nicht genug los sein soll“. Dieser Abend zeige allein schon, dass es der richtige Weg gewesen sei.

Burgmusikanten-bei-Raesfeld-in-Sommerlaune

Und auch die Ortsmarketing Vorsitzende Diana Brömmel war mehr als zufrieden. Ihr besonderer Dank gehe an alle Gastronomen, durch die dieser Veranstaltungsreihe erst ermöglicht wurden. Am Ende spendierten die Verwaltung und die Gastronomen noch für alle Besucher zwei Fässer Freibier, die binnen kurzer Zeit leer waren.

Besucher-bei-Raesfeld-in-Sommerlaune-Rathaus

Geld aus Ladenkasse vom Hofladen Drögenkamp entwendet – Zeugen gesucht

Raesfeld – Bargeld aus Ladenkasse sowie vier Marmeladengläser in Raesfeld entwendeten unbekannte Täter vom Hofladen am Drögenkamp

Das Motto „Selbstbedienung“ haben Unbekannte in Raesfeld kriminell ausgelegt. In einem Hofladen haben diese am Sonntag, 14.08.2022, gegen 14.35 Uhr in die Kasse gegriffen und Bargeld entwendet. Darüber hinaus ließen sie vier Marmeladengläser mitgehen.

Laut Mitteilung der Polizei Borken liegt folgende Beschreibung der Tatverdächtigen vor:

Ein etwa 25 bis 30 Jahre alter Mann, circa 1,80 Meter bis 1,90 Meter groß, mit Bart, dunkle Sonnenbrille, Kappe und lila Rucksack, sowie eine etwa 25 bis 30 Jahre alte Frau, korpulent, Sonnenbrille, Kappe, gelbes T-Shirt mit schwarzen Punkten.
Die Polizei bittet um Hinweise an das Kriminalkommissariat in Borken: Tel. (02861) 9000.

Erster Erler Sommermarkt kam bei den Besuchern gut an

Bummeln, Schlemmen, Einkaufen: Erster Erler Sommermarkt an der Silvesterschule am Sonntag

Es war der erste Markt am Sonntag in Erle dieser Art. Auf dem Schulhof der Silvesterschule und im Schulgebäude gab es viel zu sehen. Insgesamt 31 lokale Selbstvermarkter boten an diesem heißen Sommertag ihre Waren an.

So gab es außergewöhnliche Acrylbilder von der Erlerin Jutta Reidenbach, Töpferware aus Schermbeck, selbst genähte Kleider, dekorative Kerzen und jede Menge weitere kreative Ideen konnten die Besucherinnen und Besucher mit nach Hause nehmen.

Kindergruppe Heimatverein
Nicht nur die Großen hatten Spaß, auch die Kinder erfreuten sich an den Aufführungen der plattdeutschen Gruppe des Erler Heimatvereins

Gesundheit und Wellness

Interessantes rund um Gesundheit und Wellness sowie die neusten Fahrräder und vieles mehr lokaler Firmen sorgten für reichlich Informationen. Darüber hinaus gab es auch selbst gehäkelte Teddybären von Petra Bludau-Peschl aus Raesfeld. Die leidenschaftliche Hobby-Strickerin freute sich, dass sie auf dem Markt ihre Handarbeiten verkaufen konnte, wovon der größte Teil des Verkaufserlöses an die Kinderkrebshilfe Horizont gespendet wird.

Rikscha von Marc Niklas
Yvonne Honerbom (l.) war am Ende des Tages glücklich, dass der erste Sommermarkt in Erle so gut besucht wurde

Ein Highlight für die Kinder war sicherlich der Auftritt der plattdeutschen Theatergruppe „Die „Brejpottspöllers“ des Heimatvereins Erle. Sie führten in ihren bunten Trachten kleine Märchenstücke auf. Für Abkühlung und Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr sorgte der Löschzug Erle am Gerätehaus. Wer wollte, konnte mit einem Wasserschlauch hantieren und seine Treffsicherheit damit unter Beweis stellen.

Löschzug Erle Kinderspass
Besonders viel Spaß hatten die Kinder am Feuerwehrgerätehaus in Erle. Foto: Petra Bosse

Am Ende des Tages war die Organisatorin mit dem Verlauf und was die Besucherzahl anbelangte, sehr zufrieden. „Ich freue mich besonders, dass alle Aussteller gekommen sind. Der Zuspruch vonseiten der Besucher war groß. Ich könnte mir vorstellen, dass wir das Sommerfest wiederholen und das Angebot dann noch erweitern werden“, bilanzierte Honerbom.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Theaterfahrt nach Herne

Am Sonntag, 13. November bietet die Kolpingsfamilie Erle eine Theaterfahrt in den Mondpalast nach Herne an. Es wird das Theaterstück „Das Phantom vom Oppa“ aufgeführt.

Alle Interessierten, auch Nichtmitglieder, sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Der Treffpunkt ist um 16.00 Uhr an der Silvesterschule in Erle. Wir werden dann mit Fahrgemeinschaften nach Herne befördert. Die Vorstellung beginnt um 18.00 Uhr. Karten können bei der Kolpingsfamilie Erle im Vorverkauf erworben werden zum Preis von 40 Euro für Mitglieder, Nichtmitglieder zahlen 45 Euro. Um die Fahrt genau planen zu können und die entsprechende Kartenbestellung vornehmen zu können, melden sich bitte alle Interessierten bis spätestens zum 5. September bei Klaus Grömping (Telefon: 02865/6522) oder Ludger Askamp (Telefon: 02865/6463).

Weitere Informationen über das Thetaerstück: Das Phantom vom Oppa

Tiertransporter kommt von Fahrbahn ab- Schweine nach Unfall auf der A31 verendet

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Unfall auf der A31 bei Dorsten/Lembeck. Tiertransporter mit Schweinen kommt von der Fahrbahn ab

Zu einem schweren Unfall kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag um 2.05 Uhr kam es auf der A 31 zwischen Dorsten-Lembeck Richtung Schermbeck.

Aus bislang ungeklärter Ursache sei laut Mitteilung der Polizei Münster, ein Tiertransporter, der mit Schweinen beladen war, von der Fahrbahn abgekommen. Der LKW kippte im Graben auf die Seite. Durch den Unfall seien zahlreiche Schweine vor Ort verendeten. Die überlebenden Schweine wurden auf ein Ersatzfahrzeug geladen.

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Die A31 war bis Samstag 11 Uhr gesperrt. Foto: Feuerwehr Heiden

Der ungarische 43-jährige Fahrer wurde leicht- und seine 47-jährige ungarische Beifahrerin lebensgefährlich verletzt.

Zur Unfallaufnahme wurde ein Verkehrsunfallaufnahme-Team des Polizeipräsidiums Münster eingesetzt. Für die Bergung des Tiertransporters wurde ein Autokran zur Unfallstelle beordert. Während der Bergungs- und Aufräumaufarbeiten war die A31 bis 11 Uhr gesperrt.

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Foto: Feuerwehr Heiden

Veterinäramt Borken

Im Einsatz waren die Feuerwehr Dorsten und die Feuerwehr Heiden. Laut Mitteilung der Heidener Feuerwehr waren sie bis in die Morgenstunden mit der Bergung der Schweine beschäftigt. Die Bergung der Tiere wurde gemeinsam mit dem Veterinäramt des Kreises Borken durchgeführt.

Es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 300.000 Euro. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

Kirchengemeinde St. Martin reagiert auf Vorfall

Zu dem Vorfall des ehemaligen Raesfelder Pfarrers Michael Kenkel, der in der Zeit von November 2011 bis August 2021 in Raesfeld als Pfarrer tätig war, hat nun auch Pastor Dr. Fabian Tilling der Kirchengemeinde St. Martin reagiert.

RAESFELD(Bosse). In den Pfarrnachrichten am Samstag teilt Pastor Tilling mit, dass ihm der Interventionsbeauftragte des Bistums Peter Frings auf Nachfrage mitgeteilt habe, dass ihm bis heute keinerlei Hinweise vorliegen, dass es in der Raesfelder Pfarrei zu einem entsprechenden Vorgang gekommen ist.

Pastor Dr. Fabian Tilling St. Martin Raesfeld

„Auch für die Gremienmitglieder und das Seelsorgeteam kam die Nachricht überraschend. Die Thematik von ‚grenzüberschreitendem Verhalten‘ erfordert eine hohe Sensibilität und Achtsamkeit allen Beteiligten gegenüber, auch jenen, die vielleicht betroffen sein könnten“, so Pastor Tilling.

Kontakt für vertraute Gespräche

Und weiter: Sicherlich bewegt Sie eine solche Nachricht auch in der ein oder anderen Weise. Falls jemand deshalb ein vertrauliches Gespräch sucht, kann er oder sie sich in der Pfarrei St. Martin an folgende Personen wenden: Ursula Kuhlmann – Tel.: 02865 6098918 oder Fabian Tilling – Tel.: 0170 3307 507.

Wer mit dem Bistum in Kontakt treten möchte, kann sich an eine der Ansprechpersonen wenden. Die Kontaktdaten Sie hier finden: www.bistummuenster.de/sexueller_missbrauch

Ehemaliger Raesfelder Pastor bis auf Weiteres beurlaubt

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hat am 10. August Pastor Michael Kenkel, der derzeit im Offizialatsbezirk Oldenburg (Lindern) tätig ist, wegen grenzüberschreitendes Verhalten im Jahr 2010, mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

RAESFELD (pd/Bosse). Am 13. November 2011 hatte Michael Kenkel die Aufgabe der Raesfelder Kirchengemeinde St. Martin angenommen. Im August 2021 wechselte er auf eigenen Wunsch nach Lindern.

Besonders in den Jahren 2016 und 2017 sorgte Michael Kenkel durch die von ihm durchgeführten Veranstaltung und seiner Nähe zu Regnum Christi e. V. und Legionäre Christi e. V. in der Kirchengemeinde Raesfeld für Unmut und Unruhe. Eigens zu diesem Thema gab es seinerzeit eine Infoveranstaltung unter dem Thema: „Christlicher Fundamentalismus in der Kirche – Wer gestaltet unsere Zukunft in der Kirchengemeinde St. Martin?“  Eingeladen hatten drei Familien, die sich im Vorfeld vehement gegen die Reihe „Samstags bei Silvester“ im St. Silvester Haus ausgesprochen hatten.

Kirchenrechtliche Voruntersuchung

Nun wird dem Priester ein grenzüberschreitendes Verhalten aus dem Jahr 2010 vorgeworfen. Laut Pressemitteilung des Bistums Münster habe der Priester dies eingeräumt und selber um seine Beurlaubung gebeten. Zunächst soll eine kirchenrechtliche Voruntersuchung durchgeführt werden. Bis zu deren Abschluss seien dem Priester alle priesterlichen Tätigkeiten untersagt, heißt es.

Pfarrer Michael Kenkel, St. Martin, Raesfeld
Pfarrer Michael Kenkel Foto:Archiv Petra Bosse

Geistlicher räumt grenzüberschreitendes Verhalten ein

Der Interventionsbeauftragte des Bistums Münster, Peter Frings, nennt einige Hintergründe zu dem Fall: „Es gab bereits im Jahr 2010 eine Meldung beim Bistum Münster. Seinerzeit gab es auch polizeiliche Ermittlungen, die allerdings eingestellt wurden, weil die betroffene Person volljährig war.

Eine kirchenrechtliche Voruntersuchung oder eine Weiterleitung des Falls nach Rom ist 2010 aus diesem Grund nicht erfolgt. Das Vorgehen des Bistums entsprach formal den damaligen Regelungen. 

Anerkennungszahlung ist inzwischen erfolgt

Die betroffene Person hat sich im November 2021 an die Unabhängige Kommission für Anerkennungszahlungen (UKA) gewandt und einen Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids gestellt. Die UKA hat Ende Mai 2022 entschieden, dass der betroffenen Person eine Anerkennungszahlung  im unteren fünfstelligen Euro-Bereich zusteht. Die Zahlung ist inzwischen erfolgt. 

Mit der Entscheidung der UKA und der Zahlung der Anerkennungsleistung wurde anerkannt, dass die betroffene Person Opfer eines grenzüberschreitenden Verhaltens wurde. Damit haben wir einen anderen Sachstand als 2010. Von daher hat Bischof Genn die Beurlaubung ausgesprochen. Es wird nun unmittelbar eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet werden. Dann wird der Fall zur abschließenden Prüfung nach Rom weitergleitet werden. Wir werden zudem den Priester auffordern, die Zahlung, die erst einmal das Bistum geleistet hat, selbst zu übernehmen.“  

Weitere Angaben zu dem Fall macht das Bistum aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht. Der Vorfall hat sich nicht in der Pfarrei ereignet, in der der Priester zuletzt im Dienst war. Die Einsatzorte, an denen der Priester bisher tätig war, sind vorab informiert worden.

Die Kirchengemeinde St. Martin reagiert auf den Vorfall:

Der Priester war in der Zeit von November 2011 bis August 2021 in Raesfeld als Pfarrer tätig. Sicherlich bewegt Sie eine solche Nachricht auch in der ein oder anderen Weise. Falls jemand deshalb ein vertrauliches Gespräch sucht, kann er oder sie sich in der Pfarrei St. Martin an folgende Personen wenden: Ursula Kuhlmann – Tel.: 02865 6098918 oder Fabian Tilling – Tel.: 0170 3307 507.

Hinweis: Leistungen in Anerkennung des Leids

Viele von (sexueller) Gewalt betroffene Menschen leiden über Jahrzehnte an den Folgen dieser Übergriffe. Ein Weg, wenigstens in Ansätzen dieses Leid zu mindern, ist die Gewährung von Leistungen in Anerkennung des Leids. Das erweiterte Verfahren zu Leistungen in Anerkennung des Leids, das Betroffenen sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, ist zum 1. Januar 2021 im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz auf Beschluss der deutschen Bischöfe eingerichtet worden. (Quelle: Bistum Münster)

Für das Bistum Münster hat Bischof Dr. Felix Genn die Ordnung für das Verfahren auf Anerkennung des Leids zum 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt: 

Wie hoch sind die materiellen Leistungen in Anerkennung des Leids?

Die Zahlungen orientieren sich an Urteilen zu Schmerzensgeldern staatlicher Gerichte in vergleichbaren Fällen. Das bedeutet, dass Leistungen zwischen 1.000 und 50.000 Euro gezahlt werden.

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