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Mit dem Auto sicher durch den Herbst

Im Herbst steigt das Unfallrisiko auf den Straßen. Nebel, nasse Fahrbahnen und tief stehende Sonne fordern selbst erfahrene Autofahrer heraus. Nach den Sommermonaten müssen sich Autofahrer umstellen, um auch im Herbst sicher unterwegs zu sein. Das heißt nicht nur die Fahrweise anzupassen, sondern auch das Auto fit für die dunklere Jahreszeit zu machen.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und Niederschläge sorgen für nasse Fahrbahnen und schlechte Sicht im Verkehr: Der Herbst ist da. Höchste Zeit, das Auto auf Herz und Nieren zu prüfen und wieder fit zu machen. Damit es nicht zu Pannen kommt, gilt wie so oft: Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Winterreifen rechtzeitig aufziehen

Spätestens, wenn die Temperaturen nachts unter 4 Grad fallen, ist es höchste Zeit für Winterreifen. Insbesondere im Bereich von Schneisen und Brücken tritt das erste Glatteis bereits im Oktober auf. Nicht ohne Grund wird der Wechsel auf Winterreifen bereits im Herbst empfohlen.

Auch wenn nur Kurzstrecken zurückgelegt werden, wäre es fahrlässig, in der kalten Jahreszeit mit Sommerreifen unterwegs zu sein. Die für die warme Jahreszeit gedachten Pneus verhärten sich bereits bei unter 7 Grad Celsius. Die Folge ist eine spürbar schlechtere Haftung auf der Straße. Winterreifen bieten nicht nur mehr Fahrsicherheit bei niedrigen Außentemperaturen, sondern haben auch bei Laub und Eis einen guten Grip. Der Bremsweg verkürzt sich damit deutlich, was wiederum vor schweren Unfällen schützen kann.

Winterreifen, sollten bereits im Herbst aufgezogen werden. Die Fachwerkstatt des Vertrauens ist hier ein guter Sprechpartner. Foto: Pixabay

Einen Stichtag für den Wechsel auf Winterreifen gibt es zwar nicht. Empfohlen ist die sogenannte „O-bis-O-Regel“: Von Oktober bis Ostern sollte mit man Winterreifen unterwegs sein. Hier lohnt sich ein Besuch bei dem Reifenhändler des Vertrauens, damit man auch auf glatten Straßen sicher fährt.

Gesetzlich vorgeschrieben wird zudem eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Nicht ohne Grund, denn Reifen mit abgefahrenem Profil greifen bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr richtig. Empfohlen wird deshalb, die Winterreifen ab einer Profiltiefe von unter vier Millimetern zu ersetzen, denn Reifen sind dann nur noch bedingt wintertauglich. Viele vergessen zudem, den Reifendruck zu überprüfen. Dabei ist das extrem sicherheitsrelevant, da ein falscher Reifendruck eine schlechtere Bodenhaftung bedeutet.

Bremsen checken kann Leben retten

Für viele selbstverständlich, aber dennoch erwähnenswert: Gut funktionierende Bremsen sind gerade im Herbst und Winter in Verbindung mit Winterreifen von hoher Bedeutung.

Mit einem gründlichen Bremsen-Check ist man sicherer auf den Straßen unterwegs. Foto: Pixabay

Vor allem muss auf die Bremsen Verlass sein, andernfalls bringt man sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr. Ein ausführlicher Bremsen-Check ist somit unbedingt ratsam. Dieser kann von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden. Hier werden alle Verschleißteile des Bremssystems, dessen Funktion und Leistung überprüft.

Licht prüfen lassen

Mit dem kalendarischen Herbstanfang werden die Tage rasant kürzer. Gut sehen und gesehen werden, das ist gerade jetzt in der dunkleren Jahreszeit besonders wichtig. Deshalb wird empfohlen, die Funktion von Scheinwerfern, Blinkern, Nebelleuchten und Zusatzbeleuchtung zu prüfen. Falsch eingestellte Scheinwerfer beeinträchtigen nicht nur die Sicht des Fahrers, sie blenden auch andere Verkehrsteilnehmer.

Gut sehen und gesehen werden, ist das A und O in der kalten Jahreszeit. Zeit für einen Lichtcheck. Foto: Pexels

Tipp: Viele Werkstätten bieten dafür kostenlose Licht-Checks an. Hier wird dann geprüft, ob alle Leuchten am Auto funktionieren und ob die Fahrbahn ausreichend ausgeleuchtet ist. Außerdem sollte man neben den Nebelscheinwerfern auch Fern- und Abblendlicht, Bremslichter, Nebelschlussleuchte, Blinker und weitere Beleuchtungsbestandteile überprüfen lassen. Wegen der besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr sollte auch tagsüber das Licht am Auto, Motorrad oder Fahrrad eingeschaltet sein.

Auto-Batterie prüfen

Autobatterien sind in der kalten Jahreszeit besonders gefordert, wenn Licht, Sitzheizung und Scheibenwischer im Dauerbetrieb arbeiten. Denn nur eine ordentlich gewartete Batterie startet den Motor auch bei tiefen Temperaturen zuverlässig. Sinnvoll ist es, die Batterie in der Kfz-Werkstatt des Vertrauens überprüfen zu lassen. Eine nicht ausreichende Batterie gehört im Herbst und Winter zu den häufigsten Pannenursachen. Gerade Batterien, die älter als vier Jahre sind, sollten überprüft werden.

Scheibenwischer nicht vernachlässigen und so für eine gute Sicht sorgen

Die Scheibenwischer tragen, neben dem richtigen Licht, zur guten Sicht und zum sicheren Fahren bei. Wie wichtig Scheibenwischer eigentlich sind, merkt man oft erst, wenn es zu spät ist. Bei alten, verbrauchten Scheibenwischern entstehen Schlieren auf der Windschutzscheibe. Das kann besonders bei Regen und der für den Herbst typischen tiefstehenden Sonne die Sicht stark beeinträchtigen.

Gute Scheibenwischer tragen zur besseren Sicht bei schlechtem Wetter bei. Foto: Pixabay

Außerdem gilt: Je kälter es wird, desto wichtiger auch der ausreichende Frostschutz. Deshalb sollte frühzeitig ein Termin zur Inspektion vereinbart werden. Beim Besuch in der Werkstatt kann man sich dann fachlich weiter beraten lassen, um sein Auto bestmöglich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.

Andreas II. und Anja I. sind das neue RCV – Prinzenpaar

Raesfeld, Erle und Homer „Helau“ – Der Raesfelder Carnevals Verein (RCV) hat ein neues Prinzenpaar für die Session 2022/23

Andreas II. Heyng und Anja I. Klein-Ridder werden das Narrenvolk in der kommenden Session und der närrischen Karnevalszeit regieren.

Vorgestellt wurde das Prinzenpaar des RCV am Freitag während der Generalversammlung bei Lieb & Wert in Raesfeld. Andreas Heyng und Anja Klein-Ridder sind seit vielen Jahren aktiv im Karneval dabei und keine Unbekannten in Raesfeld. Beide freuen sich, so heißt es vom Verein, riesig auf die Session.

Andreas Heyng und Anja Klein-Ridder RCV
Schwungvoll in die Session 2022/23 gestartet: Das neue RCV Prinzenpaar schon während der Generalversammlung Andreas II. Heyng und Anja I. Klein-Ridder. Foto: pd

Wahlen

Neben der Verabschiedung des Prinzenpaars Marc I. und Paola I. standen die Wieder- und Neuwahlen des Vorstandes an.

Wiedergewählt wurden André Schlüß als Sitzungspräsident, Stefan Demmler als Schriftführer und Kristin Wehling (Tanzgarden) sowie Jonas Strothmann als 2. Vorsitzender. Neue Kassenwartin ist Simone Pöpping. Sie übernimmt das Amt von Marc Hater. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist auch Daniela Hater vom Kreativteam.

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Neuer und alter Vorstand RCV 2022. Foto: pd

Die Session 2022 startet, so sei es geplant, mit der Proklamation am 12.11.2022 im Festzelt Am Michael in Raesfeld.

Mord-Anklage gegen Autohaus-Mitarbeiter

Der Fall erschütterte vor einigen Monaten Raesfeld: In einem Autohaus kam es zu einem Axtangriff auf einen Mitarbeiter. Nun wurde gegen den Tatverdächtigen Mordanklage erhoben.

Zu dem Angriff kam es in den Mittagsstunden des 11. Juli. Ein 18 Jahre alter Lehrling soll sich mit einem mitgebrachten Messer und einem Beil bewaffnet haben, um den Juniorchef zu verletzen oder zu töten. Auf dieser vermuteten Tötungsabsicht fußt auch die Mord-Anklage der Staatsanwaltschaft Münster. Auf dem Weg zum Büro des Juniorchefs hatte der Tatverdächtige dann einen anderen Mitarbeiter angegriffen und ihn verletzt, bevor er überwältigt werden konnte.

Angeklagter fühlte sich „ungerecht behandelt“

Der Attacke ging offenbar ein längerer Konflikt voraus. Die Leistungen des 18-jährigen Tatverdächtigen in seiner Ausbildung sollen den Anforderungen der Berufsschule nicht genügt haben. Aus diesem Grund habe es Ende Juni ein kritisches Gespräch mit dem Juniorchef gegeben, in dem dieser den Lehrling vor die Wahl stellte, das erste Lehrjahr zu wiederholen oder die Ausbildung abzubrechen.

Bei diesem Gespräch fühlte sich der Tatverdächtige laut eigener Aussage „respektlos behandelt“. Er soll dem Betrieb die alleinige Schuld für sein Versagen in der Ausbildung gegeben haben. „Aufgrund dieser Vorstellung soll sich der Angeschuldigte dazu entschlossen haben, den Juniorchef des Autohauses zu töten“, heißt es in der Mord-Anklage.

Mit Axt und Messer bewaffnet

Am Morgen des 11. Juli soll der Angeklagte vor der Arbeit eine Sturmhaube, Handschuhe, ein Messer und ein Beil in seinen Rucksack gepackt haben. Im Autohaus angekommen, habe er sich auf der Betriebstoilette mit der Sturmhaube und den Handschuhen maskiert. Das noch in seiner Schutzhülle steckende Messer und das Beil in Händen, soll er sich dann auf den Weg zum Büro des Juniorchefs gemacht haben.

Zufälliger Zeuge wurde Opfer des Angriffs

Dabei wurde er von einem anderen Mitarbeiter entdeckt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Tatverdächtige „aus Sorge vor einer Warnung des Juniorchefs oder Verhinderung seines Vorhabens“ zuerst auf den zufälligen Zeugen losging. Dieser versuchte zu fliehen, wurde aber von dem jungen Angreifer eingeholt und mit dem Beil am unteren Rücken getroffen.

Tödlichen Hieb gerade noch abgewehrt

Der Zeuge stellte sich daraufhin dem Kampf und habe dem Tatverdächtigen gerade noch rechtzeitig in den Arm greifen können, um einen Hieb auf seinen Kopf abzuwehren. Es kam nun offenbar zu einem Handgemenge, bei dem auch noch ein weiterer Mitarbeiter des Autohauses zu Hilfe kam. Gemeinsam schafften es die beiden Männer, den Tatverdächtigen zu überwältigen und zu entwaffnen. Die herbeigerufene Polizei nahm den jungen Mann fest. Der verletzte Angestellte wurde in einem Krankenhaus behandelt, konnte aber nach kurzer Zeit wieder entlassen werden.

Mord-Anklage geht nun vor das Landgericht Münster

„Der Angeschuldigte hat nach seiner vorläufigen Festnahme angegeben, von dem Juniorchef respektlos behandelt worden zu sein und dass er den Entschluss gefasst habe, diesen zu verletzen“, heißt es in der Anklage. „Auch der von ihm – laut Anklage – angegriffene Zeuge habe ihn ohne Respekt behandelt. Weitere Angaben hat er nachfolgend nicht getätigt.“

Die Staatsanwaltschaft Münster hat nun gegen den 18-jährigen Tatverdächtigen bei der auswärtigen großen Jugendkammer des Landgerichts Münster bei dem Amtsgericht Bocholt Anklage wegen des Verdachts des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung erhoben. Der Tatverdächtige befindet sich seit dem Angriff weiterhin in Untersuchungshaft.

Plattdeutsche Theatergruppe Erle verschiebt Aufführung

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Wie die plattdeutsche Theatergruppe Erle mitteilt, habe man sich schweren Herzen dazu entschieden, dass das für diesen Herbst geplante Theaterstück „Lewe Theater frönde ut Erle und de ganze Welt “ ins nächste Frühjahr verschieben wird.

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Foto: privat

Bei dem Stück handelt es sich um ein interessantes Stück mitten aus dem Dorfleben. Leider mache auch der Theatergruppe die Corona Pandemie Sorgen. Somit habe sie die Gruppe dazu entschieden, dass sie, wenn es die Situation es zulässt, im Frühjahr 2023 mit der gewohnten Begeisterung ein neues Theaterstück auf die Bühne bringen.

Alle Rollen dazu sind besetzt, die Spieler, Bühnenbauer und alle Helfer im Hintergrund stehen voller Erwartungen in den Startlöchern.
„Wir freuen uns auf euren Besuch im Nächsten Jahr und hoffen, dass wir euch ein paar nette Stunden bereiten können“.
Genaue Termine und weiter Infos folgen.

Hußmann in Raesfeld lockt mit starken Herbstangeboten

Ihr Fachmarkt für E-Bikes “Zweirad Hußmann” startet ab sofort die Herbst-Aktionswochen. Bis zu 20% Rabatt erhalten Schnellentschlossene beim Kauf eines E-Bikes, das auf Lager ist.

Die modernen E-Bikes entsprechen in Sicherheit, Leistung und Komfort dem neuesten Stand der Technik. So sind Nexus-Schaltung, hydraulische Bremsen oder gefederte Gabel bei den meisten Modellen ebenso selbstverständlich, wie eine taghelle Beleuchtung und eine umfassende Garantie.

Kompetenter und qualitativer Service wie eine fachgerechte Beratung gehören zu den Selbstverständlichkeiten des Hauses Hußmann. Dazu werden Marken führender Hersteller wie Batavus, Greens, Velo de Ville, Qwic, Kreidler, Qio und BBF im Sortiment geführt.

Bei den diesjährigen Herbst-Aktionswochen sind Lager-E-Bikes von 6 – 20% reduziert. Ein schneller Entschluss zu einer Kaufentscheidung ist also gerade jetzt sinnvoll. – Angebote gültig nur solange der Vorrat reicht!

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Marbeck erhält Finanzspritze – Unser Dorf hat Zukunft

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„Unser Dorf hat Zukunft“: Kreis Borken freut sich mit Marbeck über Erfolg auf Landesebene

In Anerkennung dieser großartigen Leistung überreichte Landrat Dr. Kai Zwicker im Beisein von Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing der Initiative „Wir in Marbeck“ eine kleine „Finanzspritze“ für die weitere Arbeit

Borken-Marbeck (pd). Das Dorf Marbeck hatte sich im Bezirksentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ für den Landeswettbewerb 2022 qualifiziert und dort dann gleich einen ersten Platz und damit die Plakette in Gold gewonnen. Zu diesem Erfolg gratulierte nun Landrat Dr. Kai Zwicker im Beisein von Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing im Marbecker Heimathaus dem Initiativkreis „Wir in Marbeck“, der gemeinsam mit vielen örtlichen Institutionen, Vereinen und Gruppierungen die Bewerbung auf den Weg gebracht hatte.

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Landrat Dr. Kai Zwicker (5. v. l.) überreichte die Urkunde des Kreises – verbunden mit einem finanziellen Zuschuss – an Uwe Rottbeck von der Marbecker Initiative, rechts daneben (halbverdeckt) Ortsvorsteher Günter Stork und Bürgermeisterin Mechthild Schulze Hessing. ©Kreis Borken

In Anerkennung der großartigen Leistung überreichte er bei der Gelegenheit auch ein Preisgeld des Kreises Borken in Höhe von 1.500 Euro. „Betrachten Sie dies bitte als kleine ‚Finanzspritze‘ für die weitere Arbeit, vor allem für die Umsetzung der vielen Ideen zur Dorfentwicklung“, betonte er dabei.

Anstehende Bundeswettbewerb

Der Landrat zeigte sich zudem sicher, dass der Erfolg auf Landesebene zusätzlichen Schwung geben werde für den demnächst anstehenden Bundeswettbewerb. Schließlich hätten die Marbecker beim Bezirks- und beim Landesentscheid eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihr Dorf außerordentlich lebendig ist und voller Aktivitäten steckt.

„Der Slogan ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ wird hier gelebt und die Zukunft aktiv gestaltet“, unterstrich Dr. Zwicker. Marbeck sei ein hervorragendes Beispiel für moderne, innovative und integrative Dorfkultur. Damit sei das Dorf auch ein gutes Vorbild für andere Orte. „All das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Bundeswettbewerb“, sagte der Landrat abschließend und erklärte: „Wir drücken dafür ganz fest die Daumen!“

Förderung für ältere Photovoltaik-Anlagen

Photovoltaik-Pioniere aufgepasst: Kreis Borken fördert die Installation von stationären Batteriespeichern für ältere Photovoltaik-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb gegangen sind

Kreis Borken (pd). Um Photovoltaik-Pionieren im Westmünsterland einen Anreiz zu geben, ihre zeitnah aus der Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)-Förderung herausfallenden Anlagen mit erhöhter Eigenverbrauchsquote weiter zu betreiben, fördert der Kreis Borken die Installation von stationären Batteriespeichern für Photovolatik (PV)-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb gegangen sind.

Allerdings ist wegen der zeitlichen Befristung des Förderprogramms eine Antragstellung nur noch bis zum Ende 2022 möglich. Interessierte haben somit noch gut zwei Monate Zeit, um ihren Antrag auf einen Zuschuss über das Online-Formular unter https://www.kreis-borken.de/speicherfoerderung einzureichen.
Dafür ist neben einem Nachweis über das Datum der Inbetriebnahme lediglich das Angebot eines Fachbetriebs hochzuladen. „Während die Anträge noch in diesem Jahr gestellt werden müssen, haben Anlagenbetreiberbetreiber jedoch bis Ende 2023 Zeit für die Umsetzung“, erläutert Landrat Dr. Kai Zwicker mit Blick auf die Auftragslage der Fachbetriebe im Westmünsterland.

Bezuschussung für stationäre Batteriespeicher

Der Kreis Borken bezuschusst stationäre Batteriespeicher mit einer Bruttospeicherkapazität von mindestens 5 Kilowattstunden (kWh). Hierfür kann ein Zuschuss in Höhe von 500 Euro beantragt werden. Bei der Installation von Speichern mit 10 oder mehr kWh Bruttospeicherkapazität sogar eine Zuwendung von 1.000 Euro. Insgesamt hat der Kreistag für das diesjährige Förderprogramm 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

„Windhundverfahren“

Die Vergabe der Zuschüsse erfolgt nach dem „Windhundverfahren“, also in der Reihenfolge der Antragseingänge.
Interessierte finden unter https://www.kreis-borken.de/speicherfoerderung weitere Infos und den Link zum Online-Antragsformular. Die Antragstellung und das Einreichen der notwendigen Unterlagen können unkompliziert auf digitalem Wege erfolgen.

Klartext – Raesfeld wird nicht im Dunkeln stehen

Energie und Einsparungen in der Gemeinde Raesfeld – Weihnachtsbeleuchtung, Adventsmarkt und Straßenbeleuchtung: steht die Gemeinde demnächst im Dunkeln?

„Auf keinen Fall. Ich denke wir werden für alle eine passende Lösung“, betonte Bürgermeister Martin Tesing am Dienstagabend.

„Wir sollten nicht davon ausgehen, dass wir in den nächsten Tagen alles abschalten“, sagte auch der Fraktionsvorsitzende der CDU Bernhard Bölker mit Blick auf den richtigen Umgang von Energie in den nächsten Wochen in der Gemeinde.

Klartext – der Bürgerdialog. Zur 3. Veranstaltung dieser Art hatte der CDU-Gemeindeverband in die Freiheit 24 eingeladen. Thema: Energie und Einsparungen. „Müssen wir zukünftig alle zwei Pullover in unserer Wohnung anziehen“, stellte zu Anfang Moderator Raimund Stroick die provokante Frage an Bürgermeister Martin Tesing.

Klartext-CDU-Raesfeld-2022
Klartext: v.l.: Bürgermeister Martin Tesing, Dr. Sarah Gössling (Vorsitzende Gemeindeverband CDU), Dr. Gerswid Altenhoff-Weber (stellv. Vors.), Fraktionsvorsitzender. Bernhard Bölker, Energieberater Stadtwerke Borken Norbert Niehaus und Moderator Raimund Stroick. Foto: Petra Bosse

19 Grad Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden

Grund sei, dass per Gesetz ab sofort in öffentlichen Gebäuden die Arbeitsräume nur noch bis zu einer Raumtemperatur von höchstens 19 Grad geheizt werden dürfen. Aber auch Mieter sollen weniger heizen, um Energie einzusparen. Für die Gemeinde Raesfeld bedeutet das, dass insgesamt bei 36 Gebäude in der Gemeinde 15 Prozent Energie eingespart werden müssen. Dazu gehören nicht nur das Rathaus, das Naturparkhaus, das Schloss, sondern auch die Schulen. Das große Problem für die Verwaltung sei, dass von „oben“ die Gesetze gemacht werden, die dann von jetzt auf gleich umgesetzt werden müssen.

Zum Glück werde die Gemeindeverwaltung schon zu 106 Prozent durch Photovoltaikanlagen mit Strom versorgt. „Wie bekommen wir unsere Energie gespeichert, wo können wir weiter Strom und Energie einsparen“? Das werden Themen und Herausforderungen sein, womit sich die Gemeinde in Zukunft beschäftigen müsse.  

Straßenbeleuchtung

„Was die Straßenbeleuchtung anbelangt, müssen hier richtige Entscheidungen getroffen werden, da es Bereiche gibt, wo die Beleuchtung bleiben muss“, ergänzte Bürgermeister Martin Tesing. Die Verwaltung müsse hier in den nächsten Tagen einen guten, pragmatischen Mittelweg finden, auch was die Weihnachtsbeleuchtung anbelangt, so Tesing. Die Gemeinde ist seit gut zehn Jahren dabei, die Beleuchtung auf LED umzustellen. Aber auch hier gebe es momentan, wie in vielen Bereichen, Lieferprobleme. Fakt jedoch sei laut Tesing, dass, wenn alles auf LED umgestellt werde, rund 10-15 Prozent an Energie eingespart werden könne. „Für die Straßenbeleuchtung brauchen wir das Doppelte an Leuchten. Es muss aber nach und nach gemacht werden“.

Weiteres Diskussionsthema war Photovoltaik auf Dächern, auch in Neubaugebieten. So machte die Nachbarschaft aus Erle von der Kampstraße darauf aufmerksam, dass die Bäume/Eschen von ihrer Größe her mittlerweile die Photovoltaikanlagen in vielen Bereichen beschatten.

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Zweischneidiges Schwert

Ein zweischneidiges Schwert, denn hier geht es um Klimaschutz auf beiden Seiten. Grün und Photovoltaik. Falsche Bäume am falschen Platz. Das sei vor Jahren noch nicht so ein Thema gewesen, wie in der heutigen Zeit, so Tesing. Um so etwas zukünftig zu vermeiden, könnte die Lösung dafür sein, dass bei der Erschließung in Neubaugebieten die Häuslebauer anhand der Pläne sehen, wo die Bäume gepflanzt werden. „Wer von der Gemeinde ein Grundstück kauft, kann seine Solaranlagen danach ausrichten und kauft dann nicht die Katze im Sack“, so Tesing.

Eschen an der Kampstraße überragend mittlerweile Hausdächer und werfen Schatten auf die vorhandenen Photovoltaikanlagen. Foto: Petra Bosse

Was können wir machen? Wie kommen wir alle gut durch den Winter?

Dazu ein Tipp des Energieberaters Norbert Niehaus von den Stadtwerken Borken: „Wenn jeder Bürger etwas aus seiner Komfortzone rauskommt und nur ein Grad seiner Raumtemperatur absenkt, kann er dadurch 5 bis 7 Prozent Energie einsparen. Das ist ein guter Ansatz für alle“.

Und wer es wie die Behörden macht und drei Grad mit der Wohntemperatur runter geht, der kann dadurch sogar schon 15 Prozent einsparen.

Großes Konzert mit dem Chor Vocal Total in Borken

Vocal Total, der Erwachsenenchor der Musikschule Borken singt nach dreijähriger Corona-Pause am Sonntag, 6. November um 17 Uhr im Vennehof Borken endlich wieder ein großes öffentliches Konzert

Unter dem Titel „Vocal Total träumt…“ stehen bekannte Pop-, Jazz-, Musical und Schlagerperlen auf dem Programm. Und wie immer wird der Chor dabei von seiner professionellen Live-Band, der Jumping-Jive-Swing-Society begleitet.

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Copyright P. Marlie

Borken (pd). Seit drei Jahren träumt Vocal Total davon, wieder ein großes Konzert im Vennehof zu singen. Corona hat immer dagegen gehalten. Jetzt soll der Traum wahr werden und der Erwachsenenchor der Musikschule Borken lädt ein zu einem Konzert am Sonntag, 6. November um 17.00 Uhr in die Borkener Stadthalle Vennehof. „Vocal Total träumt“ heißt dann auch der passende Titel des Abends.

An der Seite der „Jumping Jive Swing Society“, seiner seit vielen Jahren traumhaften Begleitband will der Chor dann mit seinem Publikum erkunden, was man so alles träumen kann: sanfte Träume, süße Träume, wilde Träume, solche, die von einer besseren Welt erzählen, Alpträume, Wunschträume.

Musikalisch geht es dabei ebenso verträumt zu: wovon träumt der Schlager, welche Träume hat die verliebte Countrysängerin, was findet sich in der Traumwelt des Films, wie klingt der Traum einer Rockband und was hat der Sandmann damit zu tun?
Der Eintritt zum Konzert ist wie immer frei aber natürlich träumt der Chor auch wie immer von den großzügigen Spenden seiner Zuhörer.

Platanen am Südring in Raesfeld – Weiteres Vorgehen

1.348 Bäume liegen in Raesfeld auf einem 90-km langen Leistungsnetz. Das schafft Probleme wie beispielsweise die Beschädigung der Kanäle, Verschattung vorhandener Photovoltaikanlagen oder Stolperkanten auf den Gehwegen durch Wurzelwuchs

Mit dem Thema Bäume in der Gemeinde Raesfeld befasst sich am Montag, 24. Oktober der Bau- und Umweltausschuss. Vorausgegangen war eine Ortsbesichtigung, wozu der Arbeitskreis Grünflächenpflege die Verwaltung eingeladen hatte.

Seit einigen Jahre häufen sich die Beschwerden wegen des am Südring vorhandenen Platanen-Baumbestandes. Die hohen Bäume längs der Straße sehen nicht nur schön aus, sondern sie sind auch die Ursache für einige Probleme wie die Beschädigung der Kanäle, Stolperkanten auf den Gehwegen durch Wurzelwuchs, eingeschränkte Parkmöglichkeiten wegen der Gefahr herabfallender Äste, Verschattung vorhandener Photovoltaikanlagen, Laubanfall etc.

Um Abhilfe zu schaffen, schlugen die Anlieger der Verwaltung vor, dass die Platanen entweder entfernt oder zurückgeschnitten werden (Kopfschnitt). Vergleichbare Probleme seien laut Verwaltung auch von den Anliegern der Marbecker Straße bekannt.

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Platanen am Südring sehen zwar schön aus, sorgen aber gleichzeitig auch für Ärgernisse und Diskussionen bei den Anliegern. Foto: Petra Bosse

Bedeutung für den Kilmaschutz in der Gemeinde

Um eine fachgerechte Auseinandersetzung zu ermöglichen, hatte die Gemeinde vorab und wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser Platanen für den Klimaschutz in der Gemeinde weitere Informationen gesammelt. Unter anderem wurde ein Baumgutachter und die Stadtwerke Borken als Versorger zu Rate gezogen, um den Umfang der notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Leitung im Gemeindegebiet festzulegen.

Die Ergebnisse haben aufgezeigt, dass sich entlang des überprüften 90-km langen Leitungsnetzes 1.348 Bäume, im Durchschnitt alle 15 Meter ein Baum, befinden. Dies entspricht dem Regelwerk des Deutschen Vereins das Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) nicht der Norm.  

Davon stehen 77,15 % aller Bäume im öffentlichen Bereich, 22,48 % aller Bäume auf privatem Grund.

Die meistgepflanzte Baumart entlang des Leitungsverlaufs ist der

  • Ahorn mit 27,37 % gefolgt von der
  • Buche mit 8,62 %,
  • der Eiche mit 11,42 %,
  • der Platane mit 6,60 % und
  • der Kirsche mit 4,45%.

Bei den Gefahrenstandorten ist die Verteilung wie folgt:

  • 46,93 % Platane
  • 12,29 % Eiche
  • 10,61 % Linde.  Der Anteil der Bäume jünger 30 Jahren entspricht rund 55,04 % (normal etwa 65%)

Gas-Rohrnetzbegehung

Bei der Gas-Rohrnetzbegehung durch einen externen Dienstleister wurden alle Bäume bis 2,50 m (Gefahrenbäume bis zu 5,00 m) Abstand zu den Versorgungsleitungen aufgenommen und nach den für die Beurteilung des Gefährdungspotenzials elementaren Parametern beurteilt.

Da das Regelwerk erst im Jahr 2013 erlassen wurde, also einige Jahre nach der Pflanzung der Bäume bzw. Verlegung der Gasleitung in den Straßen Südring und Marbecker Straße, kann es für eine rechtliche Beurteilung nicht herangezogen werden.

Falls der Betreiber der Versorgungsleitung, der zur Funktions- und Sicherheitsüberprüfung der Versorgungsleitungen rechtlich verpflichtet ist, eine Gefährdung der Gasleitung feststellen, empfiehlt der Arbeitskreises Grünflächen, dass die Gemeinde einer Verlegung oder Fällung der Bäume zustimmen sollte.

Neue Leitungstrasse

Darüber hinaus empfiehlt der Arbeitskreis, dass die Gemeinde Raesfeld dem Versorgungsträger anbieten, dass dieser statt der alten eine neue Leitungstrasse, deren Abstand zu den Bäumen mindestens 5,00 m beträgt, verlegt. Die Fällung der Straßenbäume im Bereich des jetzigen Leitungsverlaufes, stellt keine Alternative dar.

Rückschnitt statt Fällung?

Da eine Fällung der Bäume ausgeschlossen wurde, kam als Alternative auch ein starker Rückschnitt der Planen zur Sprache. Hierzu wurde jedoch aus fachlicher Sicht abgeraten. Dafür sollte der jetzige Baumbestand unter dem Aspekt der Verkehrssicherung kontrolliert und einen Pflegeschnitt erhalten.

Der Grund dafür sei, dass die Bäume am Standort Südring und Marbecker Straße eine Kronenausbildung haben, die einen starken Rückschnitt nicht mehr zulassen. Darüber hinaus würde auch weiterhin ein Rückschnitt zu einer dauerhaften Rückschnittaktion führen. diese müsste dann mindestens alle 4 Jahre wiederholt werden, da neue Ausläufer an den Schnittstellen zu einem Ausbruch / Abbruch und damit zu einer erheblichen Verkehrsgefährdung führen würden.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Grünpflege waren einheitlich der Meinung, keinen Rückschnitt vornehmen zu lassen. Pflegeschnitte sollen weiterhin durchgeführt werden.

Aldi passt Öffnungszeiten auch in Raesfeld an

Um Energie zu sparen, passt Aldi Nord seine Öffnungszeiten an. Ab dem 1. November sollen die meisten Filialen bereits eine Stunde früher als gewohnt schließen.

„Mit den kürzeren Öffnungszeiten in der großen Mehrheit unserer Märkte wollen auch wir einen aktiven Beitrag zum Energiesparen leisten“, erklärt Aldi-Sprecher Axel Vom Schemm auf Nachfrage der Redaktion. Die Maßnahme startet am Dienstag, 1. November, und gilt zunächst für die Winterzeit 2022 und 2023. Aldi Nord ist nach eigenen Angaben der erste Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland, der seine Öffnungszeiten anpasst.

Statt um 21 bzw. 22 Uhr schließen diese Filialen ab November 2022 einheitlich bereits um 20 Uhr. Märkte, in denen längere Öffnungszeiten vorgegeben sind, bleiben davon ausgenommen. „Das betrifft beispielsweise Märkte in Einkaufszentren sowie Filialen, wo die Kundenfrequenz zwischen 20 und 21 Uhr besonders hoch ist“, erklärt Vom Schemm. „Wir kommunizieren die Anpassung der Öffnungszeiten prominent in unseren Märkten und online, um unsere Kunden frühzeitig zu informieren.“

Umbau Aldi Filiale Nord Raesfeld
Der Aldi-Markt in Raesfeld (Foto von 2018). Foto: Petra Bosse

Keine personellen Konsequenzen

Die Reduzierung der Öffnungszeiten hat keine Auswirkungen auf unsere Beschäftigungszahl. „Unsere mehr als 30.000 Mitarbeiter in unseren Märkten beschäftigen wir selbstverständlich weiter“, sagt Nicolás de Lope, Sprecher der Verwaltungsratsbevollmächtigten bei Aldi Nord. Er freue sich aber, dass man den Mitarbeitern durch die Maßnahme „wenig mehr Freizeit“ geben könne.

Weitere Energiesparmaßnahmen

Aldi habe aber nicht erst seit dem Ukrainekrieg verstärkt auf Nachhaltigkeit geachtet, betont der Aldisprecher. „Aufgrund der aktuellen Lage haben wir darüber hinaus Maßnahmen erarbeitet, die zur weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs in unseren Märkten, Logistikzentren und Verwaltungen beitragen“, so Axel Vom Schemm. Die Werbebeleuchtung sei nur noch zu begrenzten Zeiten angeschaltet, zudem habe Aldi die Temperaturregelung der Heizungsanlagen angepasst.

Hinzu kämen eine ganze Reihe verschiedener Maßnahmen, die nun in den Filialen umgesetzt werden. „So verzichten wir etwa vorerst auf einige Beleuchtungselemente in unseren Backbereichen und Regalflächen und schalten die weitere Beleuchtung in Filialen und Logistikzentren überall dort ab, wo es die Verkehrssicherheit für unsere Kunden und Mitarbeiter nicht beeinträchtigt“, erklärt Axel Vom Schemm. Seit Oktober würden zudem immer mehr Kühlwandregale mit Türen ausgestattet, um den Energieverlust zu verringern.

E-Müllfahrzeug leert Abfalltonnen im Borkener Stadtgebiet

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Im Test: Klimafreundliche Entsorgung in Borken mit einem elektronisch betriebenen Müllwagen

Borken (pd). Das Entsorgungsunternehmen Borchers aus Borken leert im gesamten Stadtgebiet die Restmüll-, Bio-, Papier- und Gelben-Tonnen und führt auch die Sperrgutabfuhr durch.

Das Unternehmen prüft derzeit eine Umstellung auf Elektroantrieb von Fahrzeugen, um die CO2-Bilanz zu verbessern, und hat daher in den letzten zwei Wochen ein E-Müllfahrzeug im Stadtgebiet Borken getestet. „Alternative Mobilität ist ein sehr wichtiges Thema für die Stadt Borken“, betont Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. „Aus unserer Sicht wäre die Umstellung der Abfallfahrzeuge der Firma Borchers auf E-Antrieb ein bedeutender Schritt für den Klimaschutz in unserer Kreisstadt“, hebt sie hervor.

Elektro-Müllwagen-Borken-im-Test
Ein E-Müllwagen der Marke Volvo war die letzten 14 Tage im Stadtgebiet Borken unterwegs. Das Entsorgungsunternehmen Borchers testet derzeit nämlich die Umstellung der Abfallfahrzeuge auf E-Antrieb. (v. li.): Maja Becker (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Borkener Stadtrat), Alfons Schroer (Fachbereich Bau- und Fördermittelmanagement der Stadt Borken), Borkens Technischer Beigeordneter Jürgen Kuhlmann, Thomas Wolters und Bernhard Strotmeier vom Entsorgungsunternehmen Borchers, Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowie Mitarbeiter der Entsorgungsfirma Borchers, Kai Schattenberg und Marco Müller.

Auch für die Borchers Kreislaufwirtschaft GmbH ist das knapp zehn Meter lange, mit erneuerbaren Energien betriebene Fahrzeug sehr interessant: „Die Voraussetzungen für den Einsatz von E-Müllfahrzeugen sind hier eigentlich optimal“, berichtet Bernhard Strotmeier, Geschäftsführer der Firma Borchers. „Wir betreiben ein Biomassekraftwerk an unserem Standort und erzeugen damit selbst ‚grüne Energie‘.

Zudem reicht die Reichweite von 140 Kilometern für unsere innerstädtischen Touren, die täglich zurückgelegt werden müssen, in der Regel aus“, erläutert er. Im Außenbereich stoße das Unternehmen mit dem E-Müllfahrzeug aktuell dann noch an seine Grenzen: „In der Testphase haben wir in der Mittagspause noch eine halbe Stunde ‚nachgetankt‘, um zusätzliche 50 Kilometer fahren zu können“, teilt Thomas Wolters, Geschäftsführer der Borchers Biomassekraftwerk GmbH, mit.

Emissionsfrei und leise

Das getestete Fahrzeuggestell der Marke Volvo ist mit vier Batterien – jeweils 65 KWh – ausgestattet. Knapp die Hälfte der Energie wird bei der Pressung und Schüttung verbraucht. Dies seien die größten „Stromfresser“, so die Geschäftsführer.
Emissionsfrei und leise, das zeichnet Elektrofahrzeuge aus. So fuhr auch der E-Müllwagen in den letzten zwei Wochen klimafreundlich und fast ohne Motorgeräusche durch das Stadtgebiet. Lediglich bei dem Auf- und Abladen der Abfalltonnen hören Bürgerinnen und Bürger auch bei den elektrisch betriebenen Fahrzeugen gewohnte Geräusche: „Der Fahrzeugaufbau ist Standard und befindet sich so auch auf herkömmlichen Diesel-Fahrzeug“, erklärt Bernhard Strotmeier.

Walderlebnis-Nachmittag am Pröbstingsee mit dem Heimatverein

Der Heimatverein Raesfeld lädt am Freitag, 21.10.2022 alle Kinder zu einem Walderlebnis-Nachmittag am Pröbstingsee in Borken-Hoxfeld ein.

Teilnehmen können maximal zwölf Kinder im Grundschulalter mit einer erwachsenen Begleitperson. Treffpunkt ist Freitag um 15.00 Uhr, auf dem Parkplatz an der Vogelstange (Pröbstinger Allee). An wetterfeste Kleidung und evtl. an ein Getränk für zwischendurch denken. Die Veranstaltung dauert ca. 2 ½ Stunden.

Durchgeführt wird der Nachmittag von der Jägerin und Naturpädagogin Monika Tegtmeyer gemeinsam mit Christiane Danblon vom Heimatverein Raesfeld. So viel sei verraten: Bei dem Erlebnisnachmittag geht es um ein gefährdetes heimisches Wildtier – der Rest des Unternehmens bleibt noch ein Geheimnis.

Wer an dem Nachmittag teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 20.10.2022 bei Christiane Danblon, Tel. 0151 14907496, anmelden.

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Raesfeld

Der Heimatverein Raesfeld lädt seine Mitglieder am Sonntag, 23. Oktober 2022 zur Jahreshauptversammlung in den Pfarrsaal ein. Beginn ist um 14.00 Uhr.

Auf der Tagesordnung steht u.a. die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder. Nach dem offiziellen Teil wird zu Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde eingeladen.

Bocholt – Abschlussbilanz der Polizei zur Herbstkirmes

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Bocholter Herbstkirmes 2022 – Der ganz normale Wahnsinn für diese Größenordnung

Der Montag verlief aus polizeilicher Sicht wie erwartet ruhig. In zwei Fällen wollten sich Jugendliche laut Mitteilung der Polizei mit einem fremden Ausweis Zutritt zu einer Gaststätte verschaffen. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.

Insgesamt musste die Polizei 88 Einsätze bewältigen. 49 Strafverfahren wurden eingeleitet, 22 Platzverweise erteilt und sieben Personen in Gewahrsam.

Für ein Ereignis dieser Größenordnung sei, so die Polizei, die Bilanz unauffällig. Die leichte Steigerung um 16 Fälle zum Jahr 2019 erklärt sich schon durch den zusätzlichen Kirmestag im Jubiläumsjahr. 

Bäume werden nicht wegen vorhandenen Photovoltaikanlagen gefällt

Durchführung von Baumpflegemaßnahmen – Empfehlungen des Arbeitskreises Grünflächen

Immer mehr Photovoltaikanlagen sind auf den Hausdächern der Gemeinde zu finden. Diese stehen teilweise in einem Konflikt mir den Bäumen und deren Höhenentwicklung, sodass dadurch Verschattungen von Solarmodulen teilweise nicht vermieden können.

Mit dem Thema Schnittmaßnahmen oder Fällungen an gemeindlichen Straßenbäumen wird sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 24. Oktober beschäftigen.

Bäume-Kampstrasse-Erle
Die Eschen an der Kampstraße sollen stehen bleiben. Foto: Petra Bosse

Punkt eins der Tagesordnung ist der Rückschnitt bzw. die Fällung von Bäumen im Straßenraum, welche private Photovoltaikanlagen beschatten. Beispielobjekt dafür sind die Bäume/Eschen an der Kampstraße in Raesfeld-Erle. Hier konnte sich der Arbeitskreis darauf verständigen, dass keine Schnittmaßnahmen bzw. Fällungen an Straßenbäumen durchgeführt werden sollen, da die privaten Photovoltaikanlagen auf eine Ertragssteigerung ausgerichtet seien, heißt es in der Vorlage.

Vorausgegangen zu diesem Thema war eine Ortsbesichtigung, wozu der Arbeitskreis Grünflächenpflege am 22.09.2022 die Verwaltung eingeladen hatte.

Bäume-Probleme-Steinstrasse-Raesfeld-Erle

Steinstraße soll umgeplant werden

Auch die Steinstraße wurde in Augenschein genommen, da die vorhandenen Straßenbäume die Straßenentwässerungseinrichtung über die Jahre derart angehoben haben, dass keine ordnungsgemäße Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers mehr möglich ist.

So stehe bei Regenwetter teilweise ein Drittel der Straßenfläche unter Wasser. Die gesamte Rinnenführung muss überarbeitet werden. Dazu werde die Verwaltung im Laufe des Jahres 2023 eine Umplanung der Straße zum Schutz der Bäume und einer fachlich ordnungsgemäßen Wasserführung zur Ableitung des Regenwassers dem Bauausschuss vorstellen.

Raesfelder Kappesbrauchtum zu Besuch in Schwaben

Am vergangenen Wochenende fand in Leinfelden-Echterdingen das 44. Filderkrautfest statt. Seit 25 Jahren besteht die Kraut-Partnerschaft von Raesfeld mit der schwäbischen Hochburg des Spitzkohls.

Nachdem das Fest in den letzten zwei Jahren ausgefallen ist, nahm nun auch wieder eine Abordnung aus Raesfeld an diesem traditionellen Ereignis teil. Kappeskönigin Michaela I. und Kappesprinzessin Silke I. waren mit Vertretern des Ortsmarketing in Echterdingen und repräsentierten das Raesfelder Kappesbrauchtum.

Spezialitäten aus dem Münsterland

Am Stand des Ortsmarketing Raesfeld (OMR) hobelten die Besucher aus dem Münsterland frischen Kappes für die Gäste. Besonders beliebt und schon seit Jahren bekannt sind die Raesfelder Likörspezialitäten. Hier schenkten die Hoheiten persönlich aus. Informationen über den Raesfelder Kappesmarkt und die Münsterländer Region erhielten die Besucher des Filderkrautfestes am Stand des OMR.

Raesfelder Kappesbrauchtum kommt gut an

Beim Empfang des Oberbürgermeisters Roland Klenk überbrachte die Vorsitzende des OMR Diana Brömmel die Grüße aus Raesfeld. „Wir freuen uns, dass unsere Partnerschaft schon 25 Jahre besteht und gepflegt wird“, so Brömmel. Sie bedankte sich für die herzliche Gastfreundschaft, die die Raesfelder schon seit vielen Jahren in Echterdingen erleben.

Raesfelder Kappesbrauchtum on Tour: Die Raesfelder Abordnung war stark und erfolgreich vertreten. Foto: OMR

Inoffizielle Meisterschaft im Krauthobeln

Besonderer Höhepunkt des Festes war die „inoffizielle Weltmeisterschaft im Krauthobeln“ am Sonntag. Die Raesfelder Abordnung war stark und erfolgreich vertreten. Die Kappeskönigin Michaela I. zeigte vollen Einsatz und mit 11,7 kg gehobeltem Kraut in einer Minute belegte sie den 1. Platz. Die Prinzessin Silke I. erreichte den 4. Platz.

Echterdingen-Kappeshoheiten-Raesfeld

„So waren wir an diesem Wochenende in jeder Hinsicht erfolgreich“, berichtet Diana Brömmel, „jetzt freuen wir uns auf unseren Kappesmarkt am 5. und 6. November 2022, zu dem die Gäste aus Echterdingen und Kati Schiller aus Ungarn erwartet werden.“

Noch einige Aktionen in diesem Jahr

Der Kappesmarkt ist nur einer von den noch zu erwartenden Aktionen in diesem Jahr. In Vorbereitung sind gegenwärtig der Adventsmarkt, die Nikolaus-Stiefel-Aktion, der Weihnachtskalender des OMR und der Familienkalender 2023, der schon im Druck ist.

Aktuelle Lage in Kumi – erneute Spendenaktion läuft

Pfarrer Charles erklärt aktuelle Lage in Kumi – erneute Spendenaktion läuft

Vergangenen Dienstag war Pfarrer Charles aus Kumi in Uganda erneut zu Besuch in Erle. Vielen ist er von seinen zahlreichen Besuchen in der Vergangenheit noch bekannt, doch vor allem durch die Pandemie ist sein letzter Besuch eine Weile her.

Das Waisenhaus, was Pfarrer Charles seit Jahren leitet und weiter aufbaut, ist ein fester Bestandteil der Gemeinde. Viele Kinder finden hier eine Unterkunft. Doch die pandemische Lage in den vergangenen zwei Jahren haben auch in der ugandischen Gemeinde ihre Spuren hinterlassen. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Lebensmittel, Medikamente und die einfachsten Dinge des täglichen Gebrauchs sind Mangelware oder um ein Vielfaches im Preis gestiegen.

Kumi-Hilfe-Uganda-Pastor-Tilling

Erlös geht komplett nach Uganda

Aus dem Grund waren und sind die Brotaktionen der Kumi-Freunde so wichtig und hilfreich. Dank Biobäcker Leiers und vielen ehrenamtlichen Helfern konnte und kann der gesamte Erlös komplett nach Uganda geschickt werden. 100% der Spenden kommen da an, wo sie gebraucht werden. Für diesen Einsatz bedankte sich Pfarrer Charles am vergangenen Dienstag im Silvesterhaus persönlich. Er war überwältigt, wie viel Geld bei den verschiedensten Aktionen zusammengekommen war. Auch bei den vielen Vereinen, die den Kumi-Freunden bei den Aktionen immer tatkräftig unterstützten, bedanke er sich herzlich.

Brot für Kumi Uganda

Die nächste Aktion

Doch trotz der großen Summe, die bis jetzt in Kumi angekommen ist, benötigt das Waisenhaus weiterhin Unterstützung. Deshalb ist bereits die nächste Aktion angelaufen: bis zum 20.10.22 können Rosinenbrote, 5-Kornbrote und Bauernbrote an drei verschiedenen Stellen vorbestellt und am 23.10.22 gegen eine Spende abgeholt werden. Dieses Mal werden die Kumi-Freunde von der evangelischen Kirchengemeinde mit den Pfarrbezirken Gemen und Raesfeld unterstützt.

An folgenden Stellen können bis zum 20.10.22 Bestellungen aufgegeben und am 23.10.2022 abgeholt werden:

– Raesfeld: Biobäckerei Leiers, Telefon: 02865/6944

Abholung: 23.10.22 zwischen 7 Uhr und 11 Uhr in der Biobäckerei Leiers

ODER

Zwischen 11 Uhr und 12 Uhr am Lukaszentrum (Abholort bitte bei Bestellung angeben)

– Erle: Heike Witte, Telefon: 02865/10047

Abholung: 23.10.2022 zwischen 11 Uhr und 12 Uhr am Heimathaus Erle

– Borken: Pfarrerin Barbara Werschkull, Telefon: 02861/2493

Abholung: zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr an der evangelischen Johanniskirche

Wer mehr über die Hilfsprojekte und den Verein in Kumi erfahren möchte, kann sich unter www.kumi-freunde.de informieren.

18 Polizeieinsätze auf der Bocholter Herbstkirmes 2022

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Herbstkirmesbilanzen Bocholt 2022 für Freitag und Samstag

Polizei hatte, besonders im Spätdienst, jede Menge Einsätze. Auch am zweiten Tag wurde die Kirmes von mehreren zehntausend Menschen besucht. Einsatzschwerpunkt waren Körperverletzungsdelikte

Bis zum Abend verlief zunächst alles friedlich – in der Nacht kam es allerdings zu 18 Polizeieinsätzen:

  • 7 Körperverletzungsdelikte,
  • 3 Randalierer, 2 Streitigkeiten, 1 Raubdelikt,
  • 1 Sexualdelikt, 1 Diebstahl,
  • 1 Ruhestörung,
  • 1 Betäubungsmittelverstoß und 1 Hilfeersuchen).

Es wurden 9 Strafverfahren eingeleitet und vier Personen aus gefahrenabwehrenden Gründen für Stunden ins Polizeigewahrsam gesperrt. Eine Person leistete dabei (erfolglos) Widerstand gegen Polizeibeamte.

Die bislang größte Besucherzahl wurde am dritten Kirmestag festgestellt. Bereits im Spätdienst kam es laut Pressemitteilung der Polizei am Sonntag zu 7 Einsätzen und 3 Strafanzeigen. Die Einsatzkräfte des Nachtdienstes mussten 34 Einsätze bewältigen – den Schwerpunkt machten Körperverletzungsdelikte, Streitigkeiten, Randalierer und alkoholbedingt hilflose Personen aus. 20 Strafverfahren wurden eingeleitet (12 Körperverletzungsdelikte, 2 Diebstahlsdelikte, 2 Beleidigungen, 1 Widerstand, 1 Volksverhetzung, 1 Sachbeschädigung, 1 Bedrohung), zwei Personen in Gewahrsam genommen und 10 Platzverweise erteilt.

Zudem kam es an den bisherigen Kirmestagen zu einer Vielzahl von Fahrraddiebstählen in der Innenstadt. Diese fanden keinen Einfluss in die Bilanz, da sie z.B. im Nachgang auf der Polizeiwache oder online angezeigt wurden.

Gans weg, dann wieder da – Drei Hausgänse halten Erler Familie auf Trab

Große Aufregung bei der Familie Likuski in Erle. Daisy ist verschwunden, oder besser gesagt: Gans Daisy machte sich letzte Woche einfach aus dem Staub.

Nach einer groß angelegten Suchaktion konnte sie zwei Tage später auf der anderen Seite der B 224 wieder eingefangen werden. Zuhause habe Daisy nur getrunken und sie sei sehr verängstigt gewesen, die Federn waren nur am vibrieren.

Zum Glück sind nun alle wieder vereint, denn Daisy ist eine der drei Gänse in Erle, die liebevoll von Lennard (12 J.) großgezogen wurde. Direkt nach dem Schlüpfen übernahm er, mit Unterstützung seiner Eltern und Schwester, die Aufgaben und Aufzucht als Gänsevater von Daisy, Sweety und dem Ganter Elmo. Fast wären es sogar fünf geworden, erzählt Anja Likuski, aber nur drei Eier wurden am Ende erfolgreich ausgebrütet.

Kuckuck, da bin ich… Innerhalb von 28 bis 32 Tagen waren auch die anderen zwei Geschwister geschlüpft. Foto: privat

Ungeplanter Familienzuwachs

Dass die Familie drei Gänse als Haustiere hat, sei Corona geschuldet, berichtet die Mutter und lacht. „Geplant war das nicht, denn wir hatten die fünf Gänseeier im März 2021 von einem Bekannten eigentlich zum Essen geschenkt bekommen“, so Anja Likuski. Eigentlich, bis innerhalb der Familie die Idee aufkam, sich einen Brutkasten anzuschaffen. Und tatsächlich, drei Gänse haben es im Sommer 2021 geschafft. Seitdem hält das Federvieh, die eigentlich keine Namen bekommen sollten und eher als Weihnachtsgans gedacht waren, die Familie ganz schön auf Trab.

Fulltime-Job

Besonders Lennard hatte am Anfang einen Fulltime-Job. Statt wie andere Jungs seines Alters mit der Playstation zu spielen, kümmerte er sich um die Erziehung seiner schnatternden Haustiere. Täglich, anfänglich fast 23 Stunden rund um die Uhr. Und damit er die Gänse auch richtig verstehen lernt, habe er jede Menge Fachliteratur darüber gelesen. Gänse wachsen schnell, sind neugierig und haben ihre Bedürfnisse. So musste die Familie viele Dinge anschaffen, damit es dem Trio gut geht. Es drehte sich anfänglich alles nur um Gänse.

Gänse-aus-Erle-geschlüpft

Gänse sind sehr intelligente Tiere

Gänse sind sehr intelligente Tiere, erzählt Lennard, der als Gänsevater (Mutter) die Körpersprache der Tiere kennt und deuten kann. So sollte beispielsweise jeder schnell das Weite suchen, wenn Gänse mit dem Hals zittern. „Allerdings darfst du bei Gänsen auch keine Schwäche zeigen. Du musst ihnen immer selbstbewusst gegenübertreten“, berichtet Lennard. Nur so habe es dann auch funktioniert, dass die Vögel nicht nur auf Kommando Platz machen, sondern sogar mit in den Urlaub ins Ferienhaus fahren konnten.

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Das Trio mit Gänsevater(Mutter) Lennard im Garten 2021. Foto: privat

Highlight im Feriendorf

Hier ging es dann zum gemeinsamen Schwimmen in den See hinaus oder es wurden kleine Ausflüge unternommen. Sie seien das Highlight im Feriendorf in Ostfriesland gewesen, sagt Anja Likuski. Und, wo Lennard ist, da waren anfänglich auch die Gänse. Selbst im Garten saßen sie neben ihn, wenn er seine Hausaufgaben machte.

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Gans(z) besondere Ferien: Lennard mit Elmo 12 Wochen alt in Friesland. Foto: privat

Zwischenzeitlich hatten die zwei Damen auch reichlich viele Eier gelegt. Rund 40 Stück, erzählt Lennard. Mit Nachwuchs, einen Versuch habe die Familie in diesem Jahr gemacht, habe es am Ende dann doch nicht geklappt. Dabei hat Daisy 28 Tage lang auf ihren vier Eiern gesessen und rundum die Uhr bewacht und verteidigt.

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Große Diskussion darüber, warum es mit dem Nachwuchs nicht klappt. Foto: privat

Dass Daisy diese Woche ausgebüxt ist, damit habe niemand gerechnet, denn eigentlich können Hausgänse nicht über Zäune fliegen, hieß es. Und da die Federn nicht gestutzt sind, muss sie es doch irgendwie geschafft haben, aus dem Garten zu kommen und das Dorf Erle außerhalb des Zaunes zu erkunden.

Hausgänse Erle
Trauriger Lennard mit zwei seiner Gänse im Garten. Es fehlt die Dame Daisy, die an diesem Tag noch auf Erkundungstour in Erle war und sehr vermisst wurde. Foto: Petra Bosse

Nun ist die Gänsefamilie wieder vereint. Lennard ist überglücklich, dass seine Daisy wohlbehalten daheim im Garten ist. Und eins steht bei der Familie jetzt schon fest: Die Tiere kommen weder als Martins- noch als Weihnachtsgans auf den Tisch, sondern sollen zukünftig ein neues Zuhause auf einem Schulbauernhof bekommen. bis es aber soweit ist, wird die Familie gemeinsam das lustige Treiben gemeinsam genießen nur eins ist auch sicher: „So eine Aufregung wie die letzten Tage, als Daisy plötzlich verschwunden, brauchen wir nicht noch einmal“, so Anja Likuski, die froh ist, dass Daisy unbeschadet wieder zuhause im Garten ist.

Frisch gebadet nach dem Ausflug sieht die Welt schon wieder anders aus

Thema: Stutzen Gefieder

Es werden gewöhnlich an beiden Flügeln die identische Anzahl an Schwungfedern beschnitten.
Bei Hühnern und Enten genügt meist einseitiges Stutzen, da diese Vögel von Natur aus schlechte Flieger sind. Um das Risiko durch Fälle zu minimieren, empfiehlt es sich, nur wenige Federn zu beschneiden. Bei weiterhin zu großer Flugfähigkeit können weitere Federn beschnitten werden.

Um die Flugfähigkeit dauerhaft zu begrenzen, muss die Prozedur nach jeder Mauser wiederholt werden. Dabei ist zu beachten, dass die zu beschneidenden Federn ausgewachsen und nicht mehr durchblutet sind, da ansonsten der Vogel sterben könnte.

Einige Tierrechtsorganisationen kritisieren das Stutzen als Tierquälerei, da es die natürliche Lebensweise behindere und durch die jährlich notwendige Wiederholung zu Stress bei den Tieren führe. Quelle: Wikipedia

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