„Borken That’s Live“ lädt am 24. Mai 2025 zur 21. Kneipennacht ein – Eintritt frei
Borken. Live-Musik, ausgelassene Stimmung und ein Abend voller Begegnungen: Am Samstag, 24. Mai 2025, wird die Borkener Innenstadt wieder zur Bühne. Zum 21. Mal findet die beliebte Kneipennacht „Borken That’s Live“ statt. In mehreren Gastronomiebetrieben treten Bands unterschiedlichster Musikrichtungen auf – der Eintritt ist frei, Tickets sind nicht erforderlich.
Live-Musik in acht Locations
In diesem Jahr beteiligen sich acht Kneipen und Bars an der Veranstaltung. Ab 19.30 oder 20 Uhr verwandeln sie sich in kleine Konzertlocations mit Livemusik – von Rock über Funk bis hin zu Coverklassikern. Das Stadtmarketing lädt zum Flanieren, Hören und Feiern ein.
Diese Lokale sind dabei
Folgende Betriebe öffnen ihre Türen für das Musik-Event:
Alubar (Brinkstraße 5)
Caramba und MOod (Neutor)
Daffi’s Pinte (Johann-Walling-Straße 2)
Gaststätte Sicking (Raesfelder Straße 6)
Klatsch (Heilig-Geist-Straße 3)
Levi’s Borken (Raesfelder Straße 2)
WerkStadt (Johanniterstraße 22)
Diese Bands stehen auf der Bühne
Alubar – Party Peppers Ab 20 Uhr: Party-, Tanz- und Unterhaltungsmusik mit Gute-Laune-Garantie.
Caramba & MOod – No One Left Ab 20 Uhr: Die Band mit Rock-Wurzeln präsentiert ein vielseitiges Repertoire mit eigenem Stil.
Daffi’s Pinte – Kaiserkeller Ab 20 Uhr: Beatles-Sound trifft auf rockige Energie – eine Hommage an die britische Rock’n’Roll-Zeit.
Klatsch – Without A Doubt Ab 19.30 Uhr: Ein Mix aus Ska, Funk, 80s und aktuellen Hits – energiegeladen und tanzbar.
Levi’s Borken – Django Flint Ab 19.30 Uhr: Handgemachte Musik mit Klassikern von Eric Clapton bis Bruno Mars – gespielt mit Leidenschaft.
Gaststätte Sicking (Biergarten) – Coverful Ab 19.30 Uhr: Eine bunte Musikertruppe mit originellen Covern, die Nostalgie und Bewegung weckt.
WerkStadt – The Shutdowners Ab 19.30 Uhr: Rockabilly mit modernem Twist – prägnante Gitarrenriffs und jede Menge Spielfreude.
Eintritt frei – Unterstützung durch Sponsoren
„Borken That’s Live“ ist eintrittsfrei. Finanziert wird das Event durch den Getränkeverkauf in den teilnehmenden Kneipen und durch Sponsoren. Einige Lokale erheben einen kleinen Zuschlag auf Getränke zur Unterstützung der Veranstaltung.
Oliver Göttlich ist in Erle kein Unbekannter. Als musikalischer Leiter des Blasorchesters „Erler Jäger“ prägt er seit Jahren das kulturelle Leben im Ort. Auch im Vorstand der Bürgergenossenschaft Erle eG bringt er sich aktiv ein – insbesondere beim Projekt der neuen Dorfgaststätte HUB Erle engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender. Nun steht für den 30-Jährigen ein beruflicher Wechsel in seiner Heimatstadt Dorsten.
Ausschüsse und Gremien geben grünes Licht
Der Wirtschaftsausschuss der Stadt Dorsten stimmte der Bestellung am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung zu. Am Abend folgten auch der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der DWG. Bereits am Donnerstagvormittag stellte sich Göttlich den Mitarbeitenden beider Gesellschaften persönlich vor.
Nachfolge von Markus Funk geregelt
Die Neubesetzung wurde nötig, weil der bisherige Geschäftsführer Markus Funk um Auflösung seines Vertrags bat, um eine neue Position in Münster anzutreten. Göttlich setzte sich im Auswahlverfahren gegen 35 Bewerber durch. Er ist in Dorsten aufgewachsen, machte sein Abitur am St. Ursula-Gymnasium und absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann sowie ein Studium zum Sparkassenbetriebswirt bei der Sparkasse Vest. Dort sammelte er vielseitige Erfahrung in unterschiedlichen Funktionen und leitet seit 2023 als Direktor den Marktbereich Dorsten.
Berufliche Qualifikation und ehrenamtliche Verwurzelung
Göttlich bringt nicht nur fachliche Kompetenz mit, sondern auch tiefe Verwurzelung in Stadt und Region. Er dirigierte viele Jahre die Blasmusik St. Marien und steht weiterhin beim Blasorchester „Erler Jäger“ am Pult. Zudem ist er in mehreren Vereinsvorständen aktiv. Der 30-Jährige ist verheiratet und Vater eines Kindes.
Amtsantritt im Herbst oder zum Jahreswechsel
Göttlich wird die Geschäftsführung voraussichtlich im letzten Quartal 2025 übernehmen, spätestens jedoch zum Jahreswechsel. In der Übergangszeit führt Josef Hadick die beiden Gesellschaften. Er hatte bereits von 2016 bis 2021 als Geschäftsführer fungiert.
Lob und Vertrauen aus der Stadtspitze
Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßt die Entscheidung: „Oliver Göttlich ist ein engagierter, qualifizierter Manager, der Aufgaben mit Begeisterung und Leidenschaft angeht. Egal ob im Beruf oder Ehrenamt – er lebt für unsere Stadt.“ Auch Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und Aufsichtsratsvorsitzender der DWG, äußert sich positiv: „Wir gewinnen einen jungen, aber bereits erfahrenen Bewerber für eine zentrale Führungsaufgabe.“
Göttlich blickt mit Vorfreude auf die Aufgabe
„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Teams von WINDOR und DWG engagiert und kreativ für Dorsten zu arbeiten“, sagt Oliver Göttlich. Als leidenschaftlicher Dorstener sei es ihm wichtig, seine Heimatstadt mitzugestalten, den Wirtschaftsstandort zu stärken und in der Wohnungswirtschaft neue Impulse zu setzen.
Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar Ende März stellt das Bistum Münster 200.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung.
Die Unterstützung wird über Caritas International abgewickelt, eine Organisation mit umfangreicher Erfahrung in der Katastrophenhilfe. Angesichts der prekären Lage vor Ort will das Bistum ein Zeichen gelebter Solidarität setzen – über alle Grenzen hinweg.
Hilfe über Caritas International organisiert
Wie das Bistum Münster mitteilte, werde die finanzielle Unterstützung gezielt durch Caritas International umgesetzt. Die Organisation verfüge über bewährte Strukturen, um auch in Krisengebieten ohne funktionierende staatliche Infrastruktur schnell Hilfe leisten zu können.
„Die Lage ist katastrophal“
Dr. Klaus Winterkamp, ständiger Vertreter des Diözesanadministrators Dr. Antonius Hamers, schilderte die Situation eindringlich: Myanmar befinde sich seit 2021 im Bürgerkrieg und werde von einer Militärjunta kontrolliert. Staatliche Notfallstrukturen seien praktisch nicht vorhanden. Erschwerend hinzu kämen starke Regenfälle und heftiger Wind als Vorboten der Regenzeit. „Die Grundversorgung ist zusammengebrochen. Die Lage ist katastrophal“, so Winterkamp.
Zeichen weltweiter Solidarität
Die Spende sei ein Ausdruck dafür, dass Solidarität nicht an Landesgrenzen ende, so das Bistum. Man wolle den Menschen in der Erdbebenregion beistehen – im Gebet wie mit konkreter Hilfe. Besonders die akute Notsituation, verschärft durch die Wetterverhältnisse, mache schnelles Handeln erforderlich.
Dank an die Helfenden – und Spendenaufruf
Winterkamp und Hamers äußerten ihren Dank gegenüber Caritas International, das auch in entlegenen und gefährdeten Regionen Hilfe leiste. Ihr besonderer Respekt gelte allen Helferinnen und Helfern im Einsatz.
Zugleich rufen sie die Menschen im Bistum zur Unterstützung auf:
RennFietsen Tour Münsterland 2025: Raesfeld-Erle wird sportliches Herzstück der Benefizradtour
Die 16. Ausgabe der RennFietsen Tour Münsterland führt vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2025 durch die Region – und steht erneut im Zeichen der Solidarität. Rund 50 Radsportbegeisterte wollen sich für Kinder in Not einsetzen. Startpunkt ist der Flughafen Münster-Osnabrück, Ziel ist das Rathaus in Münster. In diesem Jahr rückt Raesfeld-Erle besonders in den Fokus: als zentraler Etappenort der neuen Sternfahrten. Der gesamte Erlös geht an die Kinderhilfswerke AGAPEDIA und ROTERKEIL.
Raesfeld-Erle als Ausgangspunkt der Sternfahrten
Erstmals findet die Tour im Sternfahrt-Format statt. Raesfeld-Erle dient dabei als festes Etappenlager. Von dort aus starten an drei Tagen unterschiedliche Rundtouren durch das Münsterland – inklusive einer Schleife in die Niederlande. Die Sporthalle der Silvesterschule wird zur Unterkunft für die Teilnehmenden. Neben den sportlichen Herausforderungen soll vor allem die gemeinschaftliche Botschaft im Mittelpunkt stehen: Aufmerksamkeit schaffen und Spenden sammeln für Kinder in Not.
Waffeln für den guten Zweck am Naturparkhaus
Ein besonderes Angebot richtet sich an Familien, Unterstützende und Gäste: Am Freitag, 30. Mai, lädt Westenergie um 14:30 Uhr zu einem Waffel- und Kaffeetreff am Naturparkhaus Raesfeld ein. Der Tour-Tross wird dort gegen 15 Uhr erwartet. Eine kurze Rückmeldung zur Personenzahl wird per E-Mail an [email protected] erbeten.
Tourverlauf und Logistik
Die Teilnehmenden starten am Feiertag (29. Mai) am Flughafen Münster-Osnabrück. Übernachtet wird drei Nächte lang in der Sporthalle in Erle. Frühstück, Abendessen und Verpflegungspunkte auf den Tagesetappen sorgen für das leibliche Wohl. Am 1. Juni endet die Tour mit einem offiziellen Empfang am Rathaus in Münster – ein emotionaler Abschluss einer engagierten Fahrt.
Spenden und Sichtbarkeit unter dem Hashtag #50FietsenVollerPower
Alle Einnahmen der Tour fließen vollständig an die beiden Kinderhilfswerke. Wer spenden möchte, findet alle Informationen auf rennfietsentour.de.
Zusätzlich ruft die Social-Media-Kampagne mit dem Hashtag #50FietsenVollerPower zur digitalen Unterstützung auf.
Sportlicher Einsatz für einen guten Zweck
Die RennFietsen Tour Münsterland zeige seit Jahren, wie aus sportlichem Engagement konkrete Hilfe werde, hieß es von den Organisatoren. Auch 2025 wolle man ein deutliches Zeichen für Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen – mit Raesfeld-Erle im Zentrum.
In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld geht’s gerade zu wie in der Babyabteilung im Tierpark: In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld geht’s gerade zu wie in der Babyabteilung in einem Vogelpark.
Der Schwan wacht dicht über den Nachwuchs – behütend und zugleich schattenspendend an diesem warmen Frühlingstag. Foto: Petra Bosse
Schwan gehabt! – Küken am Schloss geschlüpft
In der Gräfte rund ums Wasserschloss Raesfeld steppt zurzeit der Flausch: Die Gänseküken tapsen schon munter durchs Gras, kleine Entchen paddeln brav im Gänsemarsch hinter ihrer Mutter her – und auch die Storchenfamilie hat wahrscheinlich bereits auch für Nachwuchs gesorgt.
Flauschalarm am Schlossgraben
Jetzt ziehen die Schwäne nach – und das mit königlicher Gelassenheit. Vier flauschige Küken sind frisch geschlüpft und liegen dicht aneinandergeschmiegt im gut geschützten Nest.
Noch nasses, verklebtes Gefieder bei mindestens einem Küken, was typisch direkt nach dem Schlüpfen ist. Foto: Petra Bosse
Frisch geschlüpft und schon beschützt
Nach etwa 35 Tagen Geduld auf dem Nest war es so weit: Die Eierschalen liegen noch offen zwischen den Kleinen, das Gefieder ist zum Teil noch feucht, und nicht alle Küken haben die Augen bereits ganz offen. Einige blicken schon neugierig in die Frühlingssonne, andere wirken noch ziemlich platt vom Kraftakt des Schlüpfens.
Kurze Verschnaufpause im kühlen Nass. Foto: Petra Bosse
Während ein Elternteil gemächlich am Uferrand nach Futter sucht, bleibt der zweite Schwan dicht am Nest. Mit ausgebreiteten Flügeln in Schutzhaltung steht er wie eine lebendige Burgmauer über den Kleinen. Die Botschaft ist klar: Hier wohnt jetzt eine junge Familie – bitte mit Respekt beobachten und Abstand halten.
Größte Lkw-Kontrolle seit Jahrzehnten: Polizei deckt massive Verstöße in Raesfeld auf. Die Ladefläche illegal verlängert, der Fahrer ohne ausreichende Ruhezeiten unterwegs, der Lkw ein Fall für die Feuerwehr: Ein drastisches Beispiel für das, was zahlreiche Einsatzkräfte am Dienstag in Raesfeld-Erle vorgefunden haben.
Gezielt nahmen sie dort Lkw unter die Lupe. Hintergrund dieses Einsatzes am Dienstagvormittag war eine kooperative Straßenkontrolle unter Federführung der Kreispolizeibehörde Borken im neu erschlossenen Gewerbegebiet Osterholten parallel zur B 224.
Überprüft wurden insgesamt 81 Fahrzeugen die Ladungssicherung, die Technik, das Einhalten der Sozialvorschriften sowie die Fahrtauglichkeit der Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer. Foto: Petra Bosse
Über 60 Einsatzkräfte kontrollieren 81 Fahrzeuge
Insgesamt waren 66 Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Kreispolizeibehörde Borken beteiligten sich auch die Behörden aus den Kreisen Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Wesel an der Maßnahme. Unterstützung kam zudem von der niederländischen Politie Enschede und Winterswijk, vom Bundesamt für Logistik und Mobilität, der Bezirksregierung Münster, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, dem Hauptzollamt Münster sowie den Fachbereichen Verkehr, Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken.
Im Fokus standen unter anderem die technische Sicherheit der Fahrzeuge, die Ladungssicherung, die Einhaltung der Sozialvorschriften sowie die Fahrtauglichkeit der Fahrerinnen und Fahrer.
Foto: Polizei
15 Fahrzeuge gestoppt – zahlreiche Verstöße dokumentiert
Die Bilanz der Kontrolle: Bei insgesamt 81 überprüften Fahrzeugen untersagten die Behörden in 15 Fällen die Weiterfahrt – jeweils bis zur Behebung der festgestellten Mängel.
Wie die Polizei mitteilt, wurden 21 Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt. In 7 Fällen waren technische Mängel zu beanstanden, bei 12 Fahrzeugen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. 11 Fahrzeuge waren überladen.
Foto: Petra Bosse
Darüber hinaus wurden sechs Verwarngelder wegen sonstiger Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung verhängt. In zwei Fällen fehlte die notwendige Genehmigung für den gewerblichen Transport von Gütern. Ein weiterer Fall betraf einen Verstoß gegen das Abfallrecht.
Drogen am Steuer – Blutprobe angeordnet
Ein Fahrzeugführer stand unter Amphetamin-Einfluss, sodass ihm eine Blutprobe durch einen Arzt entnommen wurde.
Besonders auffällig: Manipulierter litauischer Lkw
Ein litauischer Lkw, der Neuwagen transportierte, fiel den Einsatzkräften besonders auf. Nach Angaben der Polizei überschritt das Fahrzeug die zulässige Länge um etwa zwei Meter. Es war mit rund 13.500 Kilogramm beladen – etwa 11 Prozent mehr als erlaubt. Zudem trat Kraftstoff aus und der Fahrzeugführer hielt seine Lenk- und Ruhezeiten nicht ein. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt, bis die Verstöße behoben waren.
Erhebliche Mängel an LKW aus Litauen festgestellt. Foto: Petra Bosse
Weil der Verdacht bestand, dass die Ordnungswidrigkeit vorsätzlich begangen wurde, um einen finanziellen Vorteil zu erzielen, wurde eine sogenannte Vermögensabschöpfung in Form einer Sicherheitsleistung erhoben.
Polizeileitung dankt Beteiligten
„Die Kontrolle in Raesfeld war der größte kooperative Einsatz mehrerer Behörden der vergangenen Jahrzehnte, die wir als Kreispolizeibehörde Borken organisiert haben. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und den reibungslosen Ablauf“, zog Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr, ein positives Fazit.
Mitgliederversammlung des Fördervereins Naturpark Hohe Mark: Weichenstellung für 2025.
Die Mitglieder des Fördervereins Naturpark Hohe Mark e.V. trafen sich im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, um sich über aktuelle Entwicklungen sowie anstehende Projekte zu informieren.
„Der Weg nach Raesfeld lohnt sich“
Vorsitzender Wilhelm Sendermann begrüßte die Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Naturparkkulisse. In seinem Fazit betonte er: „Die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten wird immer besser. Der Weg dafür nach Raesfeld ist sehr lohnenswert.“
Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Förderverein
Geschäftsführerin Marianne Teltrop bestätigte diese Einschätzung. Die Aufgabenverteilung zwischen Förderverein und Hauptverein funktioniere reibungslos. So seien über den Hauptverein zwei neue Rundwanderwege entstanden: die LandStreifer „Gernebachtal“ in Datteln und „Die Berge“ in Borken/Velen. Die Vermarktung habe der Förderverein nahtlos und erfolgreich übernommen. Teltrop sprach von einem gelungenen Beispiel für die konstruktive Kooperation beider Organisationen.
Naturparkerweiterung in Vorbereitung
Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin des Hauptvereins, informierte über laufende Anträge zur Erweiterung des Naturparks. Demnach sollen größere Flächen in den Kommunen Gescher, Wesel und Voerde sowie die Emschermündung in Dinslaken in den Naturpark aufgenommen werden. Mit einer offiziellen Anerkennung der neuen Grenzen rechne man bis Ende des Jahres.
Vertretende aus Kommunen und Institutionen
An der Versammlung nahmen unter anderem teil: Wilhelm Sendermann (Bürgermeister der Stadt Olfen), Winfried Letzner (Kreis Wesel), Edith Gülker (Kreis Borken), Gerrit Tranel (Kreis Recklinghausen), Thomas Eckerth (Tonstiftung Nottenkämper) und Alfons Schnieder (Jammertal Resort).
Auch als Geschäftsführerin des Trägervereins stellte Beckmann künftige Erweiterungen in Aussicht. Entsprechende Anträge würden derzeit bei der Bezirksregierung vorbereitet.
Marketing bleibt zentrale Aufgabe
„Auch das nächste Jahr lässt erahnen, dass die Arbeit im Naturpark nie langweilig wird“, so Marianne Teltrop mit Blick auf kommende Aufgaben. Im Fokus stünden weiterhin die Vermarktung der Leitprojekte Hohe Mark Steig und Hohe Mark RadRoute. Diese würden nicht nur auf Messen, sondern auch bei lokalen Veranstaltungen wie dem Fietsenfest in Haltern am See beworben. Zudem organisierten die acht Naturparkhäuser spezielle Naturparktage mit individuellen Programmen.
Vorstand bestätigt und erweitert
Die Versammlung beschloss einstimmig den Haushalt für das Jahr 2025. Neu in den Vorstand gewählt wurde Gerrit Tranel (Kreis Recklinghausen). Damit besteht das Gremium künftig aus sechs Personen: Wilhelm Sendermann (Stadt Olfen), Winfried Letzner (Kreis Wesel), Edith Gülker (Kreis Borken), Thomas Eckerth (Tonstiftung Nottenkämper), Alfons Schnieder (Jammertal Resort) und Gerrit Tranel.
Aktuelle Informationen online
Wer sich über Projekte, Veranstaltungen und Entwicklungen im Naturpark informieren möchte, findet unter www.naturpark-hohe-mark.de aktuelle Beiträge. Auch auf Facebook und Instagram ist der Naturpark aktiv vertreten.
Die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld setzt sich für eine bessere Wasserversorgung der Grundschulkinder in der Offenen Ganztagsschule ein. In einem Antrag regt Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker an, an beiden OGS-Standorten Wasserspender aufzustellen. Die Verwaltung soll zunächst klären, ob von Seiten der Schulen Interesse besteht.
Ziel: Frisches Wasser für Kinder im Ganztag
Die Schülerinnen und Schüler der beiden Grundschulen in Raesfeld und Erle verbringen regelmäßig mehrere Nachmittage in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Vor allem in den warmen Monaten steige der Bedarf nach frischen Getränken, heißt es im Antrag der CDU-Fraktion. Mitgebrachte Getränke würden sich schnell erwärmen und seien dann bei Kindern oft weniger beliebt.
Wasserspender als gesunde Alternative
In vielen anderen Schulen gehöre ein zentral aufgestellter Wasserspender mittlerweile zum Standard. Die CDU-Fraktion sieht darin auch für Raesfeld und Erle einen Gewinn. „Ein kühles Glas Wasser zwischendurch kann viel bewirken – gerade an heißen Tagen“, sagt Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker. „Es ist eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme, um den Alltag der Kinder angenehmer und gesünder zu gestalten.“
Zudem sei Wasser grundsätzlich die gesündere Wahl im Vergleich zu süßen Säften oder Softdrinks, wie sie häufig mitgebracht würden.
Verwaltung soll Bedarf prüfen
Die CDU bittet die Verwaltung, mit den Schulleitungen beider Standorte Kontakt aufzunehmen und abzufragen, ob ein entsprechender Wunsch besteht. Sollte das der Fall sein, könne in einem zweiten Schritt auch geprüft werden, ob Sponsoren für die Anschaffung gewonnen werden können.
Thema für kommende Ratssitzung
Der Antrag wurde an Bürgermeister Martin Tesing gerichtet. Die CDU-Fraktion bittet um eine Rückmeldung in einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderats.
Pferdeäpfel vorm Biergarten: Kein schöner Empfang für Gäste
Die Sonne scheint, der Biergarten ist gut besucht. Gäste sitzen am Dienstagabend bei einem kühlen Bierchen oder einem Teller Schnitzel unter freiem Himmel, genießen den Nachmittag – wäre da nicht ein ungebetener „Gruß aus dem Sattel“, direkt vorm Eingang. Auf dem Bürgersteig vor dem Gasthof Brömmel-Wilms liegt ein frischer Haufen Pferdeäpfel. Nicht am Rand, sondern mitten im Weg.
Christian Lipfert, Betreiber des Hauses, zeigte sich alles andere als erfreut und stand kopfschüttelnd vor dem unappetitlichen Hindernis. Statt entspannter Gastlichkeit heißt es: Kopfschütteln über mangelnde Rücksicht. Christian Lipfert, Betreiber des Hauses, war alles andere als erfreut. Statt entspanntem Frühlingsnachmittag hieß es: Ärger über fehlende Rücksicht. „Zumindest sollte der oder die Verursacher die Pferdeäpfel einsammeln und nicht einfach liegen lassen“, forderte er.
Das Lächeln trügt: Christian Lipfert ärgert sich über den tierischen Haufen vorm Biergarten – gelacht wird nur fürs Bild.. Foto: Petra Bosse
Kein Kavaliersdelikt
Natürlich gehören Pferde ab und an zum Ortsbild – besonders in ländlichen Gegenden wie Erle. Aber wer mit dem Pferd durch den Ort und vor allem über den Bürgersteig reitet, sollte auch dafür sorgen, dass hinterher nicht die Allgemeinheit die Spuren beseitigen muss. Was für Hundehalter längst gilt, sollte auch für Reiter selbstverständlich sein: Wer etwas hinterlässt, räumt es bitte auch weg, denn ein Gasthaus ist kein Stall, und ein Bürgersteig keine Pferdeweide.
Rücksicht ist Pflicht, nicht Kür
Gerade wenn Essen und Getränke serviert werden, ist so ein Anblick unappetitlich – für Gäste ebenso wie für die Betreiber. Rücksichtnahme ist kein nettes Extra, sondern Grundbedingung für ein faires Miteinander. Die Gemeinde lebt vom Zusammenspiel aller – Reiterinnen und Reiter inbegriffen.
Ein bisschen Landidylle ist schön. Aber zwischen Pils, Pommes und Pferdehaufen hört der Spaß auf. Und weil sich am Ende doch niemand offiziell zuständig fühlt, greift Christian Lipfert eben selbst zur Schaufel – denn wer möchte schon, dass die „Äpfel“ am nächsten Tag die Gäste begrüßen?
Info: Pferdekot auf Gehwegen – was gilt in Raesfeld?
In der Gemeinde Raesfeld gibt es keine spezielle Regelung zum Entfernen von Pferdekot. Allerdings greift die allgemeine Rechtslage:
Laut Straßen- und Wegegesetzen der Länder sowie kommunalen Ordnungsregelungen gilt: Verunreinigungen auf öffentlichen Wegen müssen vermieden oder beseitigt werden.
Das betrifft auch Pferdekot – besonders auf Gehwegen, in Ortslagen oder vor Geschäften.
Empfehlung:
Reiterinnen und Reiter sollten Rücksicht nehmen und Pferdeäpfel zeitnah entfernen. Was für Hundebesitzer gilt, darf auch im Sattel gelten: Verantwortung endet nicht am Ortsrand.
Großkontrolle des Schwerlastverkehrs im Kreis Borken: Polizei und Zoll kontrollieren Lkw und Pkw
Im Gewerbegebiet Osterholten in Raesfeld-Erle liefen heute Morgen großangelegte Verkehrskontrollen. Bereits im Februar dieses Jahres kontrollierten Polizei und Zoll an gleicher Stelle zahlreiche Fahrzeuge – auch damals mit Fokus auf den gewerblichen Güterverkehr.
Rund 70 Einsatzkräfte der Polizei, des Zolls und internationaler Partner überprüften gezielt Fahrzeuge des Güter- und Schwerlastverkehrs im Umkreis von fünf bis sieben Kilometern. Auch auffällige Pkw gerieten in den Fokus.
Foto: Petra Bosse
„Wir konzentrieren uns heute auf den Schwerlastverkehr, insbesondere auf den Güterverkehr. Aber auch Pkw, die für uns interessant sind, ziehen wir in die Kontrollboxen“, erklärt Dominik Retzler, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Borken und Einsatzleiter vor Ort.
Polizei überprüft auffällige Fahrzeuge
Die Beamten stoppten nicht nur Lkw, sondern auch Pkw mit auffälliger Bauweise oder erkennbaren Mängeln. Darunter befanden sich heute unter anderem ein tiefergelegtes Fahrzeug. Bereits im Februar fand an gleicher Stelle eine ähnliche Kontrolle statt.
Ravi Engelbarts (l.) von der Polizei Achterhoek-Oost arbeitet Seite an Seite mit den Einsatzkräften der Kreispolizeibehörde Borken. Foto: Petra Bosse
Internationale Teams arbeiten zusammen
Die Polizei Borken arbeitete bei der heutigen Kontrolle mit Kräften des Zolls sowie mit der Polizei aus Winterswijk und Enschede zusammen. Auch benachbarte Kreispolizeibehörden sind im Einsatz. Polizeihunde unterstützen die Kontrolle zusätzlich. „Wir haben diesen Standort bewusst gewählt“, sagte Retzler. „Die Fläche hier bietet ideale Bedingungen für Schwerlastkontrollen in dieser Größenordnung.“
Ideale Bedingungen für die Kontrolle bietet das Gewerbegebiet in Erle. Foto: Petra Bosse
Beamte entdecken erste gravierende Mängel
Schon am Vormittag entdeckten die Einsatzkräfte bei einem litauischen Sattelschlepper mehrere sicherheitsrelevante Verstöße – unter anderem defekte Spanngurte. „Wir verfolgen mit unserem administrativen Ansatz das Ziel, technische Mängel ebenso wie Verstöße gegen die Ladungssicherung aufzudecken und konsequent zu ahnden“, betont Retzler.
Ist die Ladung auch richtig gesichert? Foto: Petra Bosse
Kontrolle ist Teil der ROADPOL-Aktionswoche
Die Maßnahme läuft im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktionswoche. Das Netzwerk europäischer Verkehrspolizeien setzt sich dafür ein, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle deutlich zu senken. Auch die Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt sich regelmäßig an diesen Einsätzen.
Foto: Petra Bosse
Die Ergebnisse der heutigen Kontrollen will die Polizei Borken in den kommenden Tagen bekannt geben. Das teilte der Pressesprecher der Kreispolizei Borken Thorsten Ohms vor Ort mit.
Defekte Spanngurte. Foto: Petra Bosse
Hier wird das Gewicht der Ladung überprüft. Foto: Petra Bosse
Im Fokus stand auch das Gewicht der Lkw und der Fahrzeuge. Foto: Petra Bosse
Zwischen Feldern und Wiesen, mitten in der westfälischen Landschaft, liegt der Hofladen Te Rhedebrügge – ein Ort, an dem moderne Landwirtschaft, familiäre Zusammenarbeit und echte Leidenschaft spürbar werden.
von Linda Arat
Seit nun vier Jahren bietet die Familie Te Rhedebrügge hier hochwertige Lebensmittel aus eigener Erzeugung und aus der Region an. Mit Liebe zum Detail, viel Handarbeit und einem klaren Bekenntnis zu Tierwohl und Nachhaltigkeit.
Foto: Linda Arat
Ein Herzensprojekt mit Familienpower
Die Idee zum Hofladen stammt von Carola Te Rhedebrügge. „Ich habe mir immer gewünscht, meine Produkte direkt an die Menschen weiterzugeben. Ehrlich, frisch und aus eigener Herstellung“, erzählt sie. Um diesen Traum zu verwirklichen, absolvierte sie zahlreiche Weiterbildungen und Fachprüfungen – unter anderem in der Fleischverarbeitung und im Bereich Backen.
Foto: Linda Arat
Ohne ihre Familie aber wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. Gemeinsam mit Ehemann Thomas und den vier Kindern Johanna, Bernd, Anna und Dirk wurde der Hofladen während der Corona-Zeit gebaut und eröffnet – eine Phase voller Herausforderungen, die die Familie noch enger zusammenschweißte.
Und die nächste Generation kündigt sich bereits an: Tochter Johanna erwartet ein Mädchen. Carola Te Rhedebrügge freut sich sichtlich: „Ich kann es kaum erwarten, Oma zu werden. Das ist etwas ganz Besonderes für unsere ganze Familie.“
Foto: Linda Arat
Jubiläumsaktion zum 4. Geburtstag
Am 14. Mai 2025 feiert der Hofladen sein vierjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gibt es eine besondere Aktion für alle Kundinnen und Kunden:
Wer Grillfleisch im Wert von mindestens 30 Euro kauft, erhält vier grobe Bratwürste gratis.
Bei einer Vorbestellung ab 30 Euro gibt es sogar sechs Würste kostenlos dazu.
Foto: Linda Arat
Von der Wiese bis zur Theke: Qualität, die man schmeckt
Ein Großteil der angebotenen Produkte stammt direkt vom eigenen Hof. Die Schweine werden dort artgerecht gehalten – mit viel Platz, frischer Luft und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Bällen und Stroh. Obwohl der Stall Platz für 1000 Tiere bietet, leben dort bewusst nur rund 700. Das Tierwohl stehe im Mittelpunkt. Geschlachtet werde ebenfalls im gleichen Ort, was kurze Transportwege und weniger Stress für die Tiere bedeute.
Das Schweinefleisch stammt aus eigener Haltung. Rind- und Hähnchenfleisch werden von verlässlichen Betrieben aus Deutschland zugekauft. „Wir achten sehr darauf, dass auch zugekauftes Fleisch unseren hohen Standards in Bezug auf Qualität und Tierhaltung entspricht“, erklärt Johanna.
Freitagsbrot, Kuchenfreude und Antipasti mit Geschichte
Neben Fleisch und Wurstwaren gibt es jeden Freitag frisches, selbst gebackenes Brot. Auch Kuchen wird regelmäßig angeboten – ideal für eine gemütliche Kaffeepause vor Ort.
Foto: Linda Arat
Ein weiteres Highlight sind die hausgemachten Antipasti – entstanden durch eine Begegnung mit der früheren Anbieterin G. Gottwald. „Ich habe früher selbst bei ihr eingekauft“, erinnert sich Carola. „Sie hatte alle Geräte, das Wissen und die Rezepte. Sie wollte, dass jemand ihre Antipasti-Idee übernimmt und mit Liebe weitermacht.“
Frau Gottwald zeigte dem Team Schritt für Schritt die Zubereitung. Heute kümmert sich eine Mitarbeiterin um die Herstellung und kreiert regelmäßig passende Spezialitäten – besonders für die Grillsaison.
Foto: Linda Arat
Selbstbedienung rund um die Uhr: Regionales jederzeit verfügbar
Auch außerhalb der Öffnungszeiten können Kundinnen und Kunden auf das Angebot des Hofladens zugreifen. In der 24-Stunden-Selbstbedienungshütte neben dem Laden stehen Grillfleisch, Gemüse, Milchprodukte, Getränke und Eis für Kinder bereit. Auch alkoholische Getränke sind erhältlich – mit Alterskontrolle über einen Ausweisscanner.
Das Bezahlen funktioniert unkompliziert: Mit einem Taschenrechner wird der Einkauf selbst berechnet. Die Bezahlung erfolgt bar mit Wechselgeld oder per EC-Karte.
Foto: Linda Arat
Ein Ort zum Verweilen – und perfekt angebunden für Radfahrer
Der Hofladen ist mehr als ein Einkaufsort – er lädt zum Verweilen ein. In entspannter Atmosphäre können Besucher während der Öffnungszeiten Kuchen und warme Getränke genießen. Besonders beliebt ist der Hofladen bei Radfahrer: Er liegt direkt am Aa-Radweg, der über 58 Kilometer von Velen über Borken, Rhede, Bocholt und Isselburg bis in die Niederlande führt.
Foto: Linda Arat
Ein Hof mit Haltung
Der Hofladen Te Rhedebrügge steht für gelebte Regionalität, familiären Zusammenhalt und eine hohe Wertschätzung für Mensch, Tier und Produkt. Wer Wert auf hochwertige Lebensmittel, ehrliche Landwirtschaft und persönliche Atmosphäre legt, findet hier ein besonderes Angebot – regional, bodenständig und mit Herz geführt.
Bürgerfest am Rathaus: Raesfeld feierte 50 Jahre kommunale Neugliederung
Bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zog es zahlreiche Besucherinnen und Besucher zum Bürgerfest am Freitag rund um das Raesfelder Rathaus. Anlass war das 50-jährige Bestehen der kommunalen Neugliederung von Raesfeld, Erle und Homer, das am Freitag mit einem Festakt im Rittersaal von Schloss Raesfeld feierlich begangen wurde.
Foto: Petra Bosse
Halber Preis, volle Stimmung
Bürgermeister Martin Tesing schaute nach dem offiziellen Teil selbst beim Bürgerfest vorbei – und hatte eine Überraschung im Gepäck: „50 Jahre Raesfeld-Erle-Homer. 50 Prozent Bierpreis!“ Dazu wünschte er allen einen angenehmen, gemütlichen Abend – und erntete dafür prompt Applaus und schmunzelnde Gesichter im Publikum. Das Angebot mit den halben Getränkepreisen kam natürlich bestens an und sorgte für noch mehr gute Stimmung auf dem Rathausplatz.
Foto: Petra Bosse
Musik aus der Region
Für ordentlich Stimmung sorgten das Fanfaren-Corps, die Raesfelder Burgmusikanten und das Blasorchester Erler Jäger – mit Trompeten, Fanfaren und viel Humptata. Mal schwungvoll, mal feierlich begleiteten sie das Fest und machten klar: Ohne Musik aus der Region geht hier gar nichts.
Foto: Petra Bosse
Bei kühlen Getränken, netten Gesprächen und jeder Menge Blasmusik klang der Tag aus – ganz so, wie man sich ein echtes Raesfelder Bürgerfest eben wünscht.
Foto: Petra Bosse
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Bürgerfest Gemeinde Raesfeld 2025. Fotos: Petra Bosse
Laut Mitteilung der Polizei Borken ist es am Sonntagabend, 11. Mai 2025, zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus an der Straße Hilgenstuhl in Raesfeld-Erle gekommen.
Die bislang unbekannten Täter sollen demnach zwischen 18.20 Uhr und 21.30 Uhr ein Fenster aufgehebelt und das Gebäude betreten haben.
Im Inneren hätten sie mehrere Räume durchsucht. Nach ersten Erkenntnissen entwendeten die Einbrecher Bargeld und Schmuck. Die genaue Schadenshöhe sei derzeit noch unklar.
Polizei bittet um Hinweise
Die Kriminalpolizei in Borken hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Straße Hilgenstuhl beobachtet hat, wird gebeten, sich unter Tel. (02861) 9000 bei der Polizei zu melden.
Die Kirchengemeinde St. Martin hat die Gebührenordnung für den Friedhof in Raesfeld überarbeitet. Wie sie mitteilt, sei eine Anpassung in fast allen Bereichen notwendig geworden, um den dauerhaft defizitären Betrieb des Friedhofs zu sichern. Die Kosten seien in den vergangenen Jahren stetig gestiegen – für Personal, Pflege, Energie und Instandhaltung.
„Weder die Kirchengemeinde noch die Bestatter erzielen durch die neuen Gebühren Gewinne“, heißt es seitens der Kirchengemeinde St. Martin. Vielmehr würden die Aufwendungen solidarisch auf die Nutzenden umgelegt.
Neue Unterhaltsgebühr und Vorauszahlung für Grabauflösung
Eine wichtige Neuerung betrifft die Einführung der sogenannten Friedhofsunterhaltungsgebühr. Diese fällt künftig bei jedem Begräbnis zusätzlich an und soll den allgemeinen Pflegezustand des Friedhofs sichern.
Außerdem werden die Kosten für die spätere Einebnung der Grabstätte ab sofort direkt mit der Grabnutzung abgerechnet. Damit übernimmt die Friedhofsverwaltung nach Ablauf des Nutzungsverhältnisses automatisch die Auflösung der Grabstelle. Hintergrund sei die Erfahrung, dass Nutzungsberechtigte nach 25 bis 30 Jahren häufig nicht mehr auffindbar seien.
Symbolfoto: KI generiert
Kostenbeispiele und Sonderregelungen
Die Kosten für die spätere Grabauflösung betragen:
305 Euro je Stelle bei Familien- bzw. Wahlgräbern,
207 Euro je Stelle bei Urnengräbern.
Der Grabstein und Grabschmuck bleiben Eigentum der Angehörigen und können selbstverständlich mitgenommen werden.
Leicht günstiger werden künftig jene Grabarten, die als Familiengrab selbst gepflegt werden. Kostenlos bleibt weiterhin die Bestattung von Sternenkindern auf dem entsprechenden Grabfeld.
„Ein Ort der Würde – auch in Zukunft“
Die Kirchengemeinde sei sich bewusst, dass die Preisanpassungen nicht überall auf Verständnis stoßen würden. Gleichzeitig werbe man um Akzeptanz: „Wir möchten, dass unser Friedhof auch in Zukunft ein Ort bleibt, der Würde und Trost vermittelt – für die Verstorbenen wie für die Hinterbliebenen.“
Eine Übersicht der neuen Gebühren hängt am Friedhof aus und ist auch auf der Homepage der Gemeinde zu finden. In den kommenden Monaten sollen auch die Friedhofsgebühren anderer Anlagen, die von der Zentralrendantur Borken verwaltet werden, überarbeitet werden.
Die UWG Raesfeld hat einen Antrag auf Änderung der Entwässerungssatzung gestellt. Ziel sei es, die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung auf Privatgrundstücken zu fördern – nach dem Vorbild des Schwammstadt-Konzepts. Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen betonte den Nutzen für Grundwasser, Klimaresilienz und Kosteneinsparung.
Schwammstadt-Prinzip auch für Privatgrundstücke
Mit einem Schreiben an Bürgermeister Martin Tesing und die Ratsmitglieder hat die UWG-Fraktion eine Satzungsänderung angeregt, um die Versickerung von Regenwasser auf privaten Flächen zu erleichtern. Hintergrund sei das Schwammstadt-Prinzip, das aktuell bereits auf dem Rathausparkplatz zur Anwendung komme.
„Wir möchten, dass Bürgerinnen und Bürger in die Lage versetzt werden, Regenwasser auf dem eigenen Grundstück zu versickern – unkompliziert und unterstützt durch die Gemeinde“, erklärte Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen. Dies helfe nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch bei der Entlastung der Kanalisation.
Antragspunkte im Überblick
Die UWG beantragt im Einzelnen:
Eine Änderung der Entwässerungssatzung zur Förderung der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung.
Die Übertragung des Schwammstadt-Modells auf Privatgrundstücke durch geeignete Fördermaßnahmen.
Die Prüfung gebührenbezogener Anreize, sofern eine Versickerung auf dem eigenen Grundstück erfolgt.
Die UWG beruft sich dabei auch auf § 55 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes, wonach Niederschlagswasser möglichst ortsnah versickert werden solle – sofern dem keine öffentlichen oder rechtlichen Belange entgegenstehen.
Neben der Satzungsänderung schlägt die UWG weitere flankierende Maßnahmen vor:
ein vereinfachtes Anzeigeverfahren für Versickerungsanlagen,
technische Unterstützung und Informationsangebote zu Methoden wie Mulden- oder Rigolenversickerung,
eine Öffentlichkeitskampagne zur Aufklärung über die Vorteile.
„Mit diesem Antrag möchten wir einen praktischen Beitrag zur Klimaanpassung in Raesfeld leisten“, so van Wasen. Die Umsetzung sei im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Gemeindepolitik.
Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld habe beantragt, die mobile Geschwindigkeitsanzeigetafel künftig regelmäßig an wechselnden Orten innerhalb der Gemeinde einzusetzen. Dabei solle eine transparente Online-Information sowie Bürgerbeteiligung die Planung begleiten. Ziel sei eine höhere Verkehrssicherheit durch mehr Aufmerksamkeit und Mitwirkung der Bevölkerung.
Antrag auf Verkehrsmaßnahme mit Beteiligung der Bürgerschaft
Die FDP-Fraktion im Rat der Gemeinde Raesfeld hat einen Antrag gestellt, der die Nutzung der mobilen Geschwindigkeitsanzeigetafel mit Smile-Funktion neu regeln soll. Künftig solle diese regelmäßig an verschiedenen Standorten eingesetzt werden. Dabei gehe es vor allem um Verkehrsschwerpunkte wie Schulwege, Kindergärten, Seniorenheime oder stark befahrene Straßen.
„Wir möchten die Verkehrssicherheit in unserer Gemeinde weiter verbessern und dabei die Menschen vor Ort aktiv einbinden“, sagte Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP.
Bürgerbeteiligung über Gemeindehomepage
Der Antrag beinhalte laut Stephan auch die Einrichtung einer neuen Rubrik auf der Website der Gemeinde. Dort könnten sowohl die nächsten Einsatzorte der Tafel veröffentlicht als auch Vorschläge aus der Bevölkerung entgegengenommen werden. Ein fester Turnus – beispielsweise ein monatlicher Wechsel – solle für planbare Einsätze sorgen.
Begründung: Positive Erfahrungen am Langenkamp
Wie die FDP-Fraktion betonte, werde die Tafel aktuell bereits erfolgreich am Standort Langenkamp eingesetzt. Von dort gebe es positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung. Durch eine regelmäßige Umsetzung an wechselnden Orten könne diese Akzeptanz weiter ausgebaut werden. Die gezielte Information und die aktive Einbindung der Bürgerinnen und Bürger fördere das Bewusstsein für regelkonformes Fahren und stärke die Akzeptanz von Verkehrsregeln.
Die Maßnahme solle somit nicht nur zur Sicherheit beitragen, sondern auch die Transparenz und Beteiligung in der Gemeinde erhöhen – ganz im Sinne einer bürgernahen Verkehrspolitik.
Großes Festwochenende am 16. und 18. Mai 2025 – Tag der offenen Tür und Partyabend geplant
Der Löschzug Raesfeld wird 125 Jahre alt – und das wird gefeiert! Am Freitag, 16. Mai, und Sonntag, 18. Mai 2025, lädt die Feuerwehr Raesfeld zu einem bunten Jubiläumswochenende ein, das für alle Generationen etwas bietet.
Partyabend mit Beat Attack
Der Startschuss fällt am Freitagabend: Ab 21 Uhr steigt die große Party mit der Band Beat Attack und DJ Plohr. Gefeiert wird am Feuerwehrgerätehaus an der Roringskampstraße. Der Eintritt ist frei – beste Stimmung garantiert.
Tag der offenen Tür am Sonntag
Am Sonntag, 18. Mai, öffnet der Löschzug von 11 bis 17 Uhr seine Tore für Groß und Klein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm:
Große Fahrzeugschau
Feuerwehr-Rallye und Showübungen
Überschlagsimulator und Mitmachstationen
Cafeteria, Imbiss und Hüpfburg
Tombola mit attraktiven Preisen
Infostand der DKMS mit Möglichkeit zur Registrierung als Stammzellspender:in
Veranstaltungsort ist das Feuerwehrgerätehaus Raesfeld, Roringskamp 6.
Einladung an die Bevölkerung
„Wir freuen uns, dieses besondere Jubiläum gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu feiern“, sagt der Löschzug Raesfeld. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen, mitzumachen und mehr über die Arbeit der Feuerwehr zu erfahren.
1975 wurde aus Raesfeld, Erle, Homer und Teilen von Overbeck eine neue Gemeinde. Was einst als „Zwangszusammenschluss“ empfunden wurde, hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten zu einer lebendigen und schuldenfreien Kommune entwickelt.
Eine Gemeinde mit Geschichte – und Zukunft
„In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 50 Jahre Gemeinde Raesfeld in ihrer heutigen Form“, eröffnete Bürgermeister Martin Tesing den Festakt am Freitag im Rittersaal des Schlosses Raesfeld. Anlass war die kommunale Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat. Damals schlossen sich die bis dahin eigenständigen Orte Raesfeld, Erle, Homer und Teile von Overbeck zusammen.
Doch leicht sei dieser Zusammenschluss nicht gewesen – insbesondere in Erle habe die Stimmung zunächst eher nach Abgrenzung als nach Gemeinschaft geklungen. Zeitungen schrieben 1969: „Zur Selbstständigkeit verurteilt“, und sogar: „Erler Kinder wollen nicht nach Raesfeld zur Schule gehen.“
Rückblick mit Weitblick: Bothe erinnert an persönliche Neugliederung
Regierungspräsident Andreas Bothe war als Gastredner geladen – und brachte ein ganz persönliches Beispiel zur Neugliederung mit. „Ich trage die Erinnerung daran immer bei mir – in meinem Personalausweis“, sagte er. „Dort steht als Geburtsort ‚Gadderbaum‘. Heute ein Stadtteil von Bielefeld. Immer wieder werde ich gefragt, was das denn sei.“
Der Verwaltungsneustart in Raesfeld sei ein „weißes Blatt Papier“ gewesen, auf dem in den vergangenen 50 Jahren eine „wirklich schöne Erfolgsgeschichte geschrieben wurde“. Raesfeld habe, so Bothe, das Beste aus den neuen Strukturen gemacht – „dazu gratuliere ich Ihnen herzlich.“
Foto: Petra Bosse
Lebensqualität mit Herz und Beteiligung
„Ich bin nicht zum ersten Mal hier“, betonte Bothe, der auch Schirmherr der Naturparkwanderung Hohe Mark ist. Besonders begeistert zeigte er sich vom Bürger- und Bewegungspark: „Mit Wassertretbecken, Boulebahnen und Hochbeeten ist das ein Treffpunkt für alle – und ein Paradebeispiel für Beteiligung. Viele Angebote wurden gemeinsam mit Familien entwickelt.“
Europäisch vernetzt, lokal verbunden
Dass Raesfeld nicht nur regional, sondern auch europäisch denkt, hob Bothe ebenfalls hervor: „Die Partnerschaften mit Wehl in den Niederlanden und Kobierzyce in Polen zeigen, wie europäische Einigung auf kommunaler Ebene gelebt wird.“
Raesfeld sei ein Vorbild für solide Kommunalpolitik. Seit 1994 ist die Gemeinde 32 Jahre schuldenfrei – und das ganz ohne Verkäufe kommunaler Betriebe. „So etwas kenne ich sonst nur aus Düsseldorf“, so Bothe augenzwinkernd, „aber dort wurde die Stadtsparkasse verkauft. Bei Ihnen ist es aus eigener Kraft gelungen – das ist beeindruckend.“
Mit Humor zur Kirchturmfrage
Natürlich durfte auch ein humorvoller Schwenk nicht fehlen: „Ich weiß, dass der Kirchturm in Erle rund 1,50 Meter höher ist als der in Raesfeld – und dass das bis heute nicht ganz vergessen ist“, so Bothe schmunzelnd. „Aber ich glaube nicht, dass Sie die neue Raesfelder Ortsmitte deswegen auf das Niveau des Erler Kirchturms anpassen – und einen Förderantrag zur Tieferlegung der Erler Kirche, den würde ich mir sehr genau ansehen!“
Team Rathaus vor 50 Jahre. Foto: Gemeinde Raesfeld
Martin Tesing: „Es hätte nicht besser kommen können“
Bürgermeister Martin Tesing schlug in seiner Rede einen Bogen über 50 Jahre Gemeindegeschichte. Bereits im Jahr 2000 hätten zwei „Erler Urgesteine“, Clemens Heßling und Josef Droste, in der BZ erklärt: „Es hätte gar nicht besser kommen können.“
Tesing betonte: „Ich stehe mit meiner positiven Haltung nicht erst seit 50 Jahren alleine da – die Erfolgsgeschichte dieser Gemeinde wurde früh erkannt.“
Team Rathaus Raesfeld heute. Foto: Petra Bosse
Dabei verschwieg er nicht die großen Aufgaben, mit denen sich der erste Gemeinderat im Jahr 1975 konfrontiert sah:
Die Übernahme von rund 1 Million DM Altschulden aus Erle,
die Aufhebung eines Erler Ratsbeschlusses zum geplanten Neubau einer Sportanlage am Schäpersweg und die Suche nach einem neuen Standort,
die Herausforderung, Einwohner aus vier ehemals selbständigen Gemeinden (Raesfeld, Homer, Erle und Teile von Overbeck) sowie aus drei verschiedenen Kreisen (Borken, Recklinghausen, Rees) zu einer neuen, gemeinsamen Identität zu führen.
„Für Erle und Overbeck war das zunächst keine Liebesheirat mit Raesfeld“, so Tesing offen. Doch der Wille, gemeinsam etwas Neues zu schaffen, habe schließlich überwogen.
Es folgten zentrale Weichenstellungen:
die Ausweisung von Wohnbau- und Gewerbeflächen,
der Ausbau der Infrastruktur – vom Kanalbau über neue Straßen bis zu modernen Kläranlagen,
und schließlich der Aufbau einer eigenen Verwaltung, die bis heute tragfähig ist.
Meilensteine der Entwicklung
In seiner Rückschau erinnerte Tesing an zentrale Schritte:
1969: Raesfeld und Homer schließen sich zusammen.
1975: Bildung der Gemeinde Raesfeld durch Neugliederung.
1983: Eröffnung des neuen Rathauses – nach teils hitziger Debatte.
1994: Raesfeld wird schuldenfrei.
1986 & 2005: Städtepartnerschaften mit Wehl und Kobierzyce.
2004–2021: Bau des Naturparkhauses, Feuerwehrgebäudes, Seniorenwohnungen, Sporthallen, 380-kV-Leitung – und 2021 der Kauf des Hauptschlosses durch die Gemeinde.
Nicht zu vergessen: Der Bürgerpark, das Jugendhaus, der Breitbandausbau und die Femeiche als nationales Naturerbe.
Der Rat der Gemeinde heute. Foto: Petra Bosse
Goldene Würdigung
Zum Abschluss waren alle Gäste eingeladen, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen – als Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit mit einer Gemeinde, die sich in 50 Jahren vom verwaltungstechnischen Kompromiss zum starken, solidarischen Ort entwickelt hat.
Mitglieder des Gemeinderates von 1975 v. l.: Friedrich Rest, Karl-Heinz Tünte, Johannes Böckenhoff, Alfons Rößmann, Udo Rößing, Jürgen Rajar und Hans-Dieter Wobbe. Foto: Petra Bosse
Die Mitglieder des ersten Gemeinderates von 1975
Nach der kommunalen Neugliederung trat am 1. Januar 1975 der erste Rat der neu gegründeten Gemeinde Raesfeld zusammen. Die folgenden Frauen und Männer prägten in dieser Anfangszeit mit viel Engagement und Verantwortung die Entwicklung der Gemeinde:
Noch lebende Mitglieder:
Böckenhoff, Johannes
Bonhoff, Antonius
Hußmann, Felix
Rajar, Jürgen
Rest, Friedrich
Rößmann, Alfons
Tünte, Hermann
Tünte, Karl-Heinz
Wobbe, Hans-Dieter
Verstorben:
Nagel, Josef †
Paß, Johannes †
Ostendorf, Richard †
Ratering, Johann †
Spangemacher, Rudolf †
Kipp, Reinhard †
Stenkamp, Josef †
Schulten, Walter †
Loick, Heinrich †
Kuhlmann, Ludwig †
Heidermann, Fritz †
Droste, Josef †
Steggerhütte, Hermann †
Koller, Dr. Arnulf †
Gesing, Georg †
Grewing, Heinrich †
Jenz, Heinz †
Langer, Brigitte †
Der Rat der Gemeinde heute. Foto: Petra Bosse
Bürgerfest am Rathaus für alle
Im Anschluss lud die Gemeinde zum Bürgerfest auf dem Rathausplatz ein – mit Blasmusik vom Feinsten und Getränken zum halben Preis. Für die musikalische Begleitung sorgten das Fanfarencorps Raesfeld, die Burgmusikanten und das Blasorchester Erler Jäger. Weiterer Bericht folgt
50 Jahre Gemeinde Raesfeld. Fotos: Petra Bosse
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Eintragung ins Goldene Buch: Reg.-Präsident Andreas Bothe
Landrat Dr. Kai Zwicker
Bürgermeister Martin Tesing
Ehrenbürgermeister Udo Rößing
Bürgermeister a. D. Andreas Grotendorst
Aus Wehl Joop Buiting
Das GoldeneBuch der Gemeinde Raesfeld
Udo Rößing und Ehefrau
Claudia Biela (stell. BM) und Karsten Meyer Kämmerer Dorsten
50 Jahre kommunale Neugliederung – Emotionale Momente im Rittersaal
Im Rittersaal des Schlosses Raesfeld wurde Karl-Heinz Tünte am Freitag feierlich zum Ehrenbürger von Raesfeld ernannt. Der Ehrenbürgermeister der Gemeinde, Udo Rößing, hielt die Laudatio. Der Gemeinderat hatte die Auszeichnung zuvor einstimmig beschlossen – als Würdigung für ein außergewöhnliches Lebenswerk.
Bürgermeister Martin Tesing überreichte am Freitag im Rittersaal von Schloss Raesfeld die Ehrenbürger- Urkunde an Karl-Heinz Tünte. Foto: Petra Bosse
Ein Leben für die Gemeinde
„Karl-Heinz Tünte hat sich über mehr als fünf Jahrzehnte ehrenamtlich für seinen Heimatort Raesfeld eingesetzt“, so Rößing. Schon vor der kommunalen Neugliederung 1975 habe er an einem Zusammenschluss der Ortsteile Raesfeld, Erle und Homer mitgewirkt. Bei der ersten Kommunalwahl der neuen Gemeinde sei er mit nur 26 Jahren in den Rat eingezogen.
Ehrenbürgermeister Udo Rößing hielt die Laudatio. Foto: Petra Bosse
Mit ruhiger Hand habe er die Aufbauarbeit begleitet. Als es um den Bau eines Rathauses gegangen sei, habe er den Standort auf dem Gelände der alten Weberei Becker unterstützt – trotz kontroverser Diskussionen. Mit dem Einzug 1983 habe die Zentrumsentwicklung Fahrt aufgenommen. „Ich erinnere mich an viele gemeinsame Wegstrecken mit Karl-Heinz – manche politisch herausfordernd, viele menschlich bereichernd.“
Gemeinde Raesfeld – Aufbauarbeit mit Weitblick
Die Anfangsjahre nach der Neugliederung hätten den jungen Gemeinderat vor große Aufgaben gestellt. Verwaltung und Struktur mussten aufgebaut, Vertrauen geschaffen werden. Der Bau des Rathauses auf dem Gelände der ehemaligen Weberei Becker sei ein wichtiger Schritt gewesen – ein Projekt, das von Tünte mitgetragen worden sei. Es folgten weitere zentrale Entwicklungen im Ortskern. „Er hatte stets den Blick für das Ganze – auch über Fraktionsgrenzen hinweg. Gerade das habe unsere Ratsarbeit geprägt.“
Gratulationen v.l.: Martin Tesing, Karl-Heinz Tünte, Regierungspräsident Andreas Bothe und Landrat Dr. Kai Zwicker. Foto: Petra Bosse
Entwicklung mit Maß und Ziel
Auch in Erle sei der Wandel spürbar gewesen: Straßenbau, neue Baugebiete, Kindergärten, Schule, eine neue Sporthalle – stets mit dem Ziel, das Dörfliche zu bewahren. Rößing betonte, dass Tünte ein ausgewogenes Ortsbild wichtig gewesen sei. Gleichzeitig habe er darauf geachtet, dass die Gemeinde ihren dörflichen Charakter bewahre: „Keine Pseudo-Stadt, sondern ein lebenswerter Raum für alle Generationen.“
34 Jahre CDU-Fraktionsvorsitz
1984 hat Tünte den Fraktionsvorsitz der CDU übernommen – ein Schritt, zu dem ihn der 2024 verstorbene Reinhard Kipp ermutigt habe. „Dass Reinhard Kipp ihm 1984 den Fraktionsvorsitz anvertraute, war nicht nur eine politische Zäsur, sondern auch Ausdruck großen Vertrauens.“
In den 34 Jahren als Fraktionsvorsitzender habe er nicht nur parteipolitisch gedacht, sondern konsensorientiert agiert. Rößing sagte: „Er war ein Mann der Zusammenarbeit. Sachlich, verbindlich, und offen für gute Ideen – egal von wem sie kamen.“
Foto: Petra Bosse
Ehrenamt mit Haltung
Auch abseits der Politik sei Tünte in zahlreichen Vereinen aktiv – vom Jugendwerk bis zum Orgelbauverein, vom Büchereibeirat bis zur Familienforschung. Besonders am Herzen liege ihm der Heimatverein Raesfeld, wo er federführend das Bildarchiv und die Ahnenforschung mitgestalte. Dass Karl-Heinz über Jahrzehnte das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger geschenkt bekam, spricht für sich – und für seine Verlässlichkeit.“
Gemeinsam mit Rößing habe er unter anderem an der Sicherung des Fotonachlasses von Ignaz Böckenhoff gearbeitet – eine Leidenschaft, die beide verbinde.
Foto: Petra Bosse
„Heute ist für mich ein Tag der Dankbarkeit“- Rückblick mit Ehrlichkeit
In seiner Rede zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde sprach Karl-Heinz Tünte bewegend über Verantwortung, persönliche Wegmarken und seine tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde Raesfeld. Der langjährige Kommunalpolitiker zeigte sich dankbar – und auch selbstkritisch.
Karl-Heinz Tünte mit Ehefrau Gerda. Foto: Petra Bosse
„Diese Auszeichnung bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann“
„Mir ist heute eine ganz besondere Auszeichnung zuteilgeworden“, eröffnete Tünte seine Rede. „Die Gemeinde Raesfeld – beziehungsweise Sie, liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen – haben mir die Ehrenbürgerwürde verliehen. Das kam für mich völlig unerwartet – aber ich sage es aus tiefstem Herzen: Es ist eine unbeschreiblich ehrenvolle Auszeichnung.“ Dass diese Würdigung ausgerechnet von seiner Heimatgemeinde komme, berühre ihn besonders: „Bitte verzeihen Sie mir, wenn mich das emotional erfasst – aber genau das tut es.“
Rückblick mit Ehrlichkeit
Der Geehrte nannte die Auszeichnung „unerwartet, aber unwahrscheinlich wertvoll“ – und nutzte die Gelegenheit für einen offenen Rückblick auf bewegte Jahrzehnte in der Kommunalpolitik.
„Es hat Themen und Aufgaben gegeben, die mich über viele Jahre nicht losgelassen haben – einige davon haben mich sogar stark beschäftigt, ja, manchmal auch belastet“, sagte Tünte. Auch schwierige Entscheidungen seien Teil seines politischen Alltags gewesen. „Mit dem Wissen von heute würde ich manches anders, vielleicht auch besser machen.“
Engagement aus Überzeugung
Sein Einsatz für Raesfeld, Erle und Homer sei nie Selbstzweck gewesen. „Ich habe mich mein ganzes Leben lang mit dieser Gemeinde identifiziert“, sagte Tünte. Über 50 Jahre habe er im Gemeinderat mitgewirkt, sich für Vereine, Institutionen und Menschen eingesetzt – oft mit Herzblut, manchmal auch ungefragt.
„Was ich getan habe, war für mich meist selbstverständlich“, erklärte er. „Es war das Gefühl, hier vor Ort gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten etwas bewegen zu können. Das hat mich getragen – und auch angetrieben.“ Immer wieder habe er neue Ideen entwickelt, Bestehendes hinterfragt und angepackt. „Nicht alles war einfach – aber fast alles hat mir Freude gemacht.“
Dank für eine besondere Ehre
Tünte bedankte sich bei allen, die sich für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde eingesetzt hatten. Auch wenn er nicht alle namentlich nennen könne, sei es ihm wichtig, einzelne besonders hervorzuheben.
Erinnerung an Reinhard Kipp
Mit großer Ernsthaftigkeit erinnerte Tünte an Reinhard Kipp, der am 4. September 2024 verstorben ist. „Reinhard hat mir 1984 im Namen der CDU-Fraktion angetragen, seine Nachfolge als Fraktionsvorsitzender anzutreten – ein prägender Moment für mich. Ich hätte ihm heute gerne persönlich gedankt.“
Langjährige Freundschaft. Joop Buiting aus Wehl. Foto: Petra Bosse
Freundschaft über Grenzen hinweg
Besonders erfreut zeigte sich Tünte über den Besuch aus der niederländischen Partnergemeinde Wehl. „Joop Buiting und seine Frau sind heute hier – uns verbindet eine langjährige Freundschaft über Grenzen hinweg. Danke, dass ihr mir heute die Ehre gebt.“
Dank an alle, die ihn begleitet haben
Zum Abschluss richtete Tünte den Blick auf die vielen Menschen, die ihn über die Jahre unterstützt haben: „Danke an alle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, die mich viele Jahre lang begleitet und mir in vielfältiger Weise geholfen haben.“
Einen ausdrücklichen Dank richtete er an die Wegbegleiter – vor allem aber auch an seine Familie, die ihm, wie er sagte, „in der Zeit einer schweren Krankheit zur Seite gestanden“ habe.
Und ein besonderer Dank galt den Bürgerinnen und Bürgern: „Danke an alle, die mir bei mehr als zehn Gemeinderatswahlen ihr Vertrauen geschenkt und mich in den Rat gewählt haben. Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, für Sie da zu sein – und das war mir immer Ehre und Verpflichtung zugleich.“
Eintragung in das goldene Buch der Gemeinde Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Mit dem Wissen von heute würde ich manches anders, vielleicht auch besser machen.
Zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde Raesfeld übermittelt Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff seine Glückwünsche. In einer Videobotschaft erinnert er an die gemeinsame Geschichte – insbesondere an die frühere Zugehörigkeit Erles zum Amt Hervest-Dorsten – und betont die bis heute bestehenden Verbindungen.
„Wir gratulieren ganz herzlich – auch aus einem besonderen Grund“
„Liebe Raesfelderinnen und Raesfelder, am 1. Januar 1975 wurde die neue Gemeinde Raesfeld gebildet. Raesfeld und Erle schlossen sich damals zur heutigen Gemeinde zusammen. Als Nachbarn gratuliert man natürlich. Aber zu diesem Jubiläum möchten wir auch aus einem ganz besonderen Grund gratulieren. Denn Erle gehörte früher zum Amt Hervest-Dorsten – ein historisches Detail, das bis heute im Dorstener Ratssaal sichtbar bleibt. Ich halte das alte Amtswappen gerade in der Hand – und auch das Erler Wappen hängt bei uns im Ratssaal. Das zeigt, wie eng wir verbunden sind“.
„Es wäre eine Herausforderung gewesen, drei Schützenfeste an einem Wochenende zu feiern“
Stockhoff erinnert mit einem Augenzwinkern an den Verlust Erles bei der kommunalen Neugliederung: „Natürlich bedauern wir es in Dorsten ein Stück weit, dass wir Erle damals abgegeben haben. Für mich als Bürgermeister wäre es allerdings eine echte Herausforderung gewesen, an einem Wochenende in der Feldmark, in Lembeck und in Erle gleichzeitig Schützenfest zu feiern.“
Er gratuliert den Raesfelderinnen und Raesfeldern zum Festtag: „Wir wünschen Ihnen ein tolles Jubiläumsfest, gratulieren ganz herzlich und freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit.“
Ehrenamtsgala verhindert Teilnahme
Stockhoff kann an diesem Abend nicht persönlich in Raesfeld dabei sein. Der Grund: In Dorsten findet zeitgleich die große Ehrenamtsgala statt. „Dort zeichnen wir viele engagierte Menschen aus unserer Stadt aus und feiern mit über 700 Gästen ein starkes Ehrenamt“, so der Bürgermeister.
Karsten Meyer vertritt Stadt Dorsten beim Festakt
Stellvertretend übernimmt Stadtkämmerer Karsten Meyer die Gratulation vor Ort. „Karsten ist nicht nur unser Kämmerer, sondern auch Raesfelder Bürger und zweiter Vorsitzender beim TSV Raesfeld“, sagt Stockhoff. „Ich weiß nicht, wie die Raesfelder das sehen, dass du heute Abend das Erler Wappen in der Hand hältst – aber da blicken wir jetzt mal drüber hinweg“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.
„Also noch einmal herzlichen Glückwunsch. Und lieber Karsten, ich glaube, du freust dich heute auch schon“.
„Ja, in der Tat. Ich freue mich natürlich besonders, dass ich in meiner Heimatgemeinde heute am Festakt zum 50-jährigen Jubiläum mitwirken und teilnehmen kann. Und das in besonderer Weise deshalb natürlich auch, weil ich für die Stadt Dorsten, für meine über 25-jährige berufliche Heimat, das tun darf. Und insofern freue ich mich sehr, Tobias. Herzlichen Dank und bis gleich“.
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