Kommunalwahl Raesfeld: Wahlbenachrichtigungen verschickt – Briefwahl startet am 18. August
Die rund 9.430 Wahlbenachrichtigungen für die Kommunalwahl am 14. September 2025 sind auf dem Weg zu den Wahlberechtigten in Raesfeld, Erle und Homer. Spätestens bis zum 24. August sollen alle ihre Benachrichtigung erhalten haben.
Briefwahl beantragen
Wer am Wahltag nicht persönlich ins Wahllokal gehen kann oder möchte, kann Briefwahl beantragen. Besonders einfach geht das per QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung: Mit der Smartphone-Kamera scannen, Geburtsdatum eingeben und absenden – schon ist der Antrag im digitalen Wahlscheinportal gestellt. Auch ein Online-Antrag über die Website der Gemeinde Raesfeld ist möglich.
Das Wahlbüro betont, dass digitale Anträge nicht nur für die Wählerinnen und Wähler bequem sind, sondern auch intern eine Zeitersparnis bringen, da sie mit einem Klick bearbeitet werden können.
Natürlich ist auch der schriftliche Weg weiterhin möglich. Dafür einfach die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausfüllen und an das Rathaus senden oder dort abgeben.
Briefwahlbüro öffnet am 18. August
Das Briefwahlbüro im Trauzimmer des Rathauses nimmt ab dem 18. August 2025 Anträge entgegen. Dort können Stimmen auch direkt vorab abgegeben werden.
Öffnungszeiten ab 18. August 2025:
Montag, Mittwoch, Freitag: 8.00–12.30 Uhr
Dienstag: 14.00–17.00 Uhr
Donnerstag: 14.00–18.00 Uhr
Samstag, 6. September 2025: 9.30–12.00 Uhr
Freitag, 12. September 2025: 8.00–15.00 Uhr (durchgehend)
Telefonische Briefwahlanträge sind nicht möglich. Der rote Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag, 14. September 2025, bis 16.00 Uhr bei der Gemeinde eingegangen sein.
Direkte Stimmabgabe am Wahltag
Wer keine Briefwahl nutzt, kann am 14. September 2025 zwischen 8.00 und 18.00 Uhr in seinem Wahllokal wählen – ganz ohne Antrag und Wartezeit.
Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
6. Teil mit der Frage: Wie bewerten Sie den aktuellen Umgang mit Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung in der Gemeinde?
Dirk Kuhmann
Wir sind eher eine ländlich strukturierte Kommune mit viel Natur und einem Naherholungsraum. Die Landwirtschaft spielt neben der Natur und dem Tourismus eine starke Rolle. Insofern bedürfen die Landwirtschaft und die Natur auch einer besonderen Berücksichtigung. Damit will ich sagen, dass wir, um die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern und unseren ländlichen Charme sowie den Raum für die Natur zu bewahren, sparsam mit dem Flächenverbrauch umgehen müssen.
Gleichzeitig gilt es, auch den nachfolgenden Generationen weiterhin Wohnbauflächen/Wohnraum sowie der Wirtschaft Gewerbeflächen anbieten zu können. Dies ist eine große Herausforderung. Gerade die Wohnraumentwicklung sollte hierbei überdacht werden. Der Trend zu immer mehr Wohnfläche pro Person bei gleichzeitigem Mangel an bezahlbarem Wohnraum kann nicht unbegrenzt fortgeführt werden. Folglich sollen moderne Wohnformen (wie z. B. Mikrohausedlungen, Mehrgenerationenwohnhäuser etc.), zugeschnitten auf unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensstile, als Alternativen zum traditionellen Einfamilienhaus Einzug in Raesfeld halten.
Es soll ein Angebot an kreativen Ansätzen und Technologien im Bau von Wohngebäuden, die über die traditionellen Methoden hinausgehen, geschaffen werden. Hiermit beziehe ich mich sowohl auf die Architektur als auch auf die verwendeten Materialien, die Bauweise und die Art der Nutzung. Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen, der effizienter, nachhaltiger, bezahlbarer und den sich wandelnden Bedürfnissen der Gesellschaft besser angepasst ist. Gerne würde ich die Bürger mit einbeziehen, um zu erfahren, welche Wohnformen für Raesfeld angeboten werden sollten.
Ferner gilt es, das Augenmerk auf die Nachverdichtung/Innenverdichtung zu richten, um Potenzialflächen zu nutzen.
Johannes Ostermann
Ich finde, beim Thema Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung braucht es in Raesfeld einen sehr verantwortungsvollen Umgang. Für mich steht fest: Menschen benötigen bezahlbaren Wohnraum – das sehen wir gerade bei Familien und Senior:innen. Doch auch Nachhaltigkeit und der Schutz unserer Naturflächen sind wichtig. Der Flächenverbrauch ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – auch für Raesfeld. Deshalb habe ich beide Anliegen im Blick: Statt immer neue Baugebiete auszuweisen und Boden zu versiegeln, setze ich auf maßvolle Entwicklung mit konsequenter Innenverdichtung, um neuen Wohnraum vor allem innerhalb bestehender Ortsgrenzen zu schaffen und unnötigen Verbrauch von Grün- und Ackerflächen zu vermeiden.
Andreas Erzkamp
Ich weiß, wie wichtig es ist, mit Ressourcen umsichtig umzugehen. Ich finde, wir müssen kreativer werden, bevor wir neue Flächen verbrauchen – etwa durch Nachverdichtung und neue Wohnformen für junge Familien und Senioren.
Jonathan Schmidt
Wir brauchen neuen Wohnraum, aber mit Sinn und Verstand. Nicht jede Fläche muss bebaut werden. Der aktuelle Stand ist gut, für die Zukunft sollten wir Möglichkeiten westlich der Stockbreede und im Rahmen des aktuellen Regionalplans prüfen. Auch Mehrfamilienhäuser und sozialer Wohnungsbau müssen stärker in den Fokus gerückt werden. Die Planungen müssen jedoch im Dialog mit den Bürgern und der Politik durchgeführt werden.
Morgen geht es weiter mit der Frage 7: Welche konkreten Pläne haben Sie für die Weiterentwicklung der Ortsteile, zum Beispiel Erle und Homer?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Gänsehautfeeling: Der Festivalchor der Musiklandschaft Westfalen begeisterte 2025 am Schloss Raesfeld mit einer eindrucksvollen Darbietung von Verdis „Va, pensiero“.
Unter der Leitung des Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger entstand ein Moment, der das Publikum spürbar bewegte.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Ein zauberhaftes Konzert im Grünen:Am Sonntagvormittag verwandelte sich die kleine Waldbühne am Naturspielplatz im Tiergarten in eine musikalische Märchenwelt.
„Mozarts Zauberklarinetten“ – ein Programm der Musiklandschaft Westfalen in Kooperation mit Westenergie – entführten Kinder, Eltern und Großeltern in die Klangwelt des jungen Wolfgang Amadeus Mozart.
Musik zum Mitmachen und Staunen
Das Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumjan präsentierte Mozarts Leben spielerisch, interaktiv und kindgerecht. Mit im Gepäck waren Klarinette, Bassetthorn und Bassklarinette sowie viele spannende Geschichten. Bevor die Musik erklang, erzählte Sayaka Schmuck, wie Mozart als kleiner Junge Geigenunterricht bekam, schon mit fünf Jahren gemeinsam mit seiner Schwester auftrat und mit sechs sein erstes Klavierkonzert komponierte.
Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumjan. Foto: Petra Bosse
Klangvielfalt hautnah erleben
Die Kinder erfuhren nicht nur, wie sich die verschiedenen Klarinetten anhören, sondern durften den tiefsten und höchsten Tönen direkt lauschen. Das Trio ließ mit den Instrumenten sogar Naturgeräusche entstehen, vom sanften Feldrauschen bis zum grollenden Donner. Die Mischung aus Musikbeispielen und Mitmach Elementen hielt alle bei Laune, ob auf gemütlichen Kissen, auf dem Schoß von Mama oder Papa oder dicht neben Oma.
Neugier geweckt
Nach einer kurzweiligen Stunde ging es in die Fragerunde. Ab wann kann man eigentlich Klarinette lernen? „Mit sieben oder acht Jahren“, erklärte Adam Ambarzumjan, „dann reichen die Finger auch bis zu allen Tasten.“ Eine kleine vierjährige Besucherin zog daraus sofort ihre Konsequenz: „Oma, ich nehme ab heute Flötenunterricht.“ Vielleicht ein klein wenig früh, aber der musikalische Funke war gezündet.
Ein Tag für die ganze Familie
Während die Erwachsenen den Vormittag ausklingen ließen, tobten sich die Kinder im Anschluss auf dem Parkplatz aus. Westenergie hatte auch hier für Unterhaltung gesorgt mit Malstand, Bewegungsspielen und Kinderschminken. Das Wetter spielte ebenfalls mit und so wurde aus dem Konzert ein rundum gelungener Familientag.
Mozart-Kinderkonzert-Tiergarten. Fotos: Petra Bosse
Raesfeld in Sommerlaune: Vorletzter Abend mit Oldies, Schlager, Rock und Pop in Erle
Nach dem letzten Konzert am Freitag im Adelheids Spargelhaus mit jazzigen Klängen geht „Raesfeld in Sommerlaune“ nun in die vorletzte Runde.
Foto: Petra Bosse
Am kommenden Freitag, 15. August 2025, lädt der Gasthof Brömmel-Wilms in Erle von 17 bis 22 Uhr zu einem stimmungsvollen Sommerabend ein.
Musik und Tanz in Erle
Für beste Unterhaltung sorgt die Partyband „Rendevous“ mit einem Mix aus Oldies, Schlager, Rock und Pop. Eine Tanzfläche und Stehtische bieten die perfekte Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen und gemeinsam zu feiern.
Kulinarisches Angebot
Die Gäste können sich auf Grillspezialitäten und kleine Snacks freuen. Dazu gibt es erfrischende Getränke vom Bier- und Getränkewagen sowie köstliche Cocktails.
Sommerabende in Raesfeld
Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ wird von den örtlichen Gastronomen in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing Raesfeld e.V. organisiert. An acht aufeinanderfolgenden Freitagen, vom 4. Juli bis 22. August 2025, genießen Besucher ein sommerliches Programm aus Musik und Kulinarik. Der Eintritt ist frei.
Ausblick
Zum Abschluss am 22. August 2025 treten am Rathausplatz Heiko Nickelmann & „The Blacknails“ auf. Mit dabei sind dann die Gastronomen Anton und das Rathauscafé, die für das leibliche Wohl sorgen.
„Das muss man einfach erlebt haben“ – Weltstar Rolando Villazón begeistert vor Schloss Raesfeld
„So etwas kann man kaum in Worte fassen“, sagte Bürgermeister Martin Tesing am Sonntagabend, als die letzten Töne verklungen waren. „Rolando Villazón bringt eine Musikalität und Stimmgewalt mit, die einmalig ist.“
Die Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing genoss den Konzertabend gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Raesfeld, Martin Tesing. Foto: Petra Bosse
Schon am Nachmittag sicherte sich eine Besucherin einen Platz in den ersten Reihen. „Ich freue mich so auf das Konzert. Kenne Rolando Villazón nur aus dem Fernsehen und jetzt darf ich ihn hier endlich einmal live erleben“, sagte sie strahlend.
Bereits vor Konzertbeginn richtete Festivalintendant Dirk Klapsing persönliche Worte an den Bürgermeister: „Nach fünf Jahren bist du heute zum letzten Mal als Bürgermeister bei unserem Festival. Lieber Martin, ich möchte mich bei dir und der Gemeinde Raesfeld für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Du bist ein Freund des Festivals, immer erreichbar – selbst am Abend, wenn es ein Problem gab. Du hast dich stets gekümmert. Auch wenn du künftig kein Bürgermeister mehr bist, bist du bei der Musiklandschaft Westfalen in Raesfeld immer als Ehrengast willkommen. Die Gemeinde Raesfeld ist Möglichmacher zu Klängen. Vielen Dank.“
Intendant Dirk Klapsing und Bürgermeister Martin Tesing. Foto: Petra Bosse
Zwei Abende lang verwandelte sich der Innenhof des Wasserschlosses Raesfeld in eine große Opernbühne. Mehr als 2000 Besucher erlebten beim Sommerfestival Musiklandschaft Westfalen den mexikanischen Startenor in Bestform.
Foto: Petra Bosse
Opernzauber vor Schlosskulisse
Vor der historischen Kulisse des Wasserschlosses Raesfeld entfaltete sich ein musikalisches Erlebnis, das vielen Besuchern lange in Erinnerung bleiben dürfte. Rolando Villazón trat gemeinsam mit der Festivalphilharmonie Westfalen auf, deren Musikerinnen und Musiker überwiegend aus Russland und der Ukraine stammen. Unterstützt wurde er vom Festivalchor unter Leitung des Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger. Das Repertoire reichte von berühmten Opernarien von Verdi, Bizet, Puccini und Rossini über Werke von Lehár und Johann Strauß Sohn bis hin zu gefühlvollen italienischen Canzoni.
Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger. Foto: Petra Bosse
Gänsehautmomente mit Stimmgewalt
Als drittes Stück des Abends erklang der berühmte Gefangenenchor „Va, pensiero“ aus Verdis „Nabucco“. Der rund 70-köpfige Festivalchor entfaltete dabei eine beeindruckende Stimmgewalt, die den Innenhof des Schlosses füllte. Ein erster Gänsehautmoment des Konzerts.
Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Ein weiterer Höhepunkt folgten mit „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns“. Mit seiner warmen, kraftvollen Stimme und viel Ausdruck verlieh Villazón dem bekannten Lied eine berührende Intensität, die das Publikum in den Bann zog.
Spontane Duettpremiere aus den eigenen Reihen
Ein spontaner Höhepunkt des Abends war die Interpretation des „Libiamo ne‘ lieti calici“ aus Verdis „La Traviata“. Villazón kündigte das Duett an und wandte sich dann direkt ins Publikum: „Annika, Annika!“ Gemeint war die Sopranistin Annika Stegger aus Borken, Mitglied des Festivalchors, die kurzfristig für eine erkrankte Kollegin eingesprungen war. Die ausgebildete Sängerin, die in Köln klassischen Gesang studierte, harmonierte mit Villazón so mühelos, als hätten sie schon oft gemeinsam auf der Bühne gestanden. Ihre Darbietung verband Leichtigkeit und Lebensfreude mit spürbarer emotionaler Tiefe.
Sopranistin Annika Stegger aus Borken und Rolando Villazón im Duett. Foto: Petra Bosse
Das Publikum dankte den Künstlern mit herzlichem Applaus und war spürbar beeindruckt von der Spielfreude und dem harmonischen Zusammenspiel auf der Bühne.
Standing Ovations zum Abschluss
Beide Konzertabende endeten in langem Applaus, das Publikum erhob sich von den Plätzen. Villazón verabschiedete sich mit einem Versprechen: „Nächstes Jahr bin ich wieder hier.“
Wären Sie bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja, in welchem Bereich und mit welcher Begründung?
Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Haushaltsführung & Finanzen
5. Wären Sie bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja, in welchem Bereich und mit welcher Begründung?
Dirk Kuhmann
Die Entscheidung muss im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden. Sofern beispielsweise erneut ein Landes-Kreditprogramm wie „Gute Schulen 2020“ NRW von der NRW.BANK angeboten würde, um Investitionen sowie Sanierungs- und Modernisierungsaufwendungen auf kommunalen Schulgeländen und in die digitale Infrastruktur und Ausstattung von Schulen zu tätigen, gilt es nach meinem Dafürhalten, über die Aufnahme eines Darlehens nachzudenken.
Seinerzeit betrug der Finanzierungsanteil 100 % der förderfähigen Ausgaben, es galt eine Darlehenslaufzeit sowie eine Zinsbindung von 20 Jahren, und die Zinskonditionen waren sehr attraktiv. In diesem Fall gilt es, im engen Austausch mit dem Kämmerer und dem Rat zu sein, um über die Rahmenbedingungen zu beraten und letztlich die Entscheidung zu treffen.
Johannes Ostermann
Mir und der UWG ist es ein großes Anliegen, dass Raesfeld weiterhin schuldenfrei bleibt. Neue Schulden sollen nur im absoluten Notfall aufgenommen werden, zum Beispiel bei unerwarteten Krisen oder bei nicht aufschiebbaren Investitionen in zukunftsweisende Infrastruktur. Dies muss transparent, klar abgegrenzt und mit einem konkreten Rückzahlungsplan verbunden sein.
Schuldenfreiheit bleibt das Ziel, sie darf jedoch nicht zum Selbstzweck werden, wenn sie uns langfristig mehr Kosten durch verpasste Chancen im Familien-, Energie- oder Klimaschutzbereich verursacht.
Andreas Erzkamp
Ich bin der Meinung, dass es bei einer soliden Haushaltsführung in Zukunft gar nicht dazu kommen wird. Sollte es wider Erwarten irgendwann in ferner Zukunft dennoch so weit sein, dann nur dort, wo es um die Zukunft unserer Gemeinde geht: Gesundheit, Bildung, Digitalisierung und bezahlbarer Wohnraum. Alles, was das Leben hier verbessert, ist eine Investition, keine Belastung.
Wie bereits gesagt, so weit sind wir lange noch nicht – und nach meiner Einschätzung werden wir auch nicht dorthin kommen, wenn wir weiterhin mit Augenmaß wirtschaften.
Jonathan Schmidt
Ja, wenn die Situation es dringend erfordert und es um Projekte geht, die der Gemeinde langfristig nützen – beispielsweise Bildung, Infrastruktur oder Wohnraum. Schulden dürfen jedoch kein Selbstzweck sein und nicht für Prestigeprojekte aufgenommen werden. Es braucht eine klare Planung, breite Zustimmung, offene Diskussion und Transparenz. Wir müssen offen in die Zukunft schauen und auch einfach einmal handeln.
Weiter geht es im 6. Teil mit der Frage: Wie bewerten Sie den aktuellen Umgang mit Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung in der Gemeinde?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Raesfeld ist seit über 35 Jahren schuldenfrei. Welche Prioritäten setzen die Kandidaten, um den Kurs beizubehalten.Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Haushaltsführung & Finanzen
4. Raesfeld ist seit über 35 Jahren schuldenfrei. Welche Prioritäten setzen Sie, um diesen Kurs beizubehalten – oder würden Sie ihn gegebenenfalls verändern?
Dirk Kuhmann
Ich halte die Schuldenfreiheit für eine wichtige Errungenschaft. Sie ist das Ergebnis jahrelanger erfolgreicher Rats- und Verwaltungsarbeit. Es ist auch das Resultat aus der Beachtung der Prinzipien der Haushaltsaufstellung und Haushaltsausführung, insbesondere der wichtigsten Haushaltsgrundsätze des § 75 der Gemeindeordnung NRW wie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.
Mehr als drei Jahrzehnte schuldenfrei zu sein, stellt nahezu ein Alleinstellungsmerkmal dar und zeichnet Raesfeld über die regionalen Grenzen hinaus aus. Schuldenfreiheit ist ein wichtiger Pfeiler des Verwaltungshandelns und des Gemeinwohls. Sie zeugt von strategischen und wirtschaftlich guten Entscheidungen, die getroffen wurden. Diesen Weg möchte ich gerne weiterverfolgen.
In diesem Zusammenhang ist mir eine wirtschaftliche und zielgerichtete Mittelverwendung wichtig, um die Aufgaben der Gemeinde auch langfristig und nachhaltig zu erfüllen, ohne dabei unnötig Geld zu verschwenden. Die monetären Mittel gilt es folglich optimal einzusetzen. Dazu gehört für mich auch, weiterhin Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die Fördermittelakquise ist in der Vergangenheit sehr erfolgreich betrieben worden. An dieser Stelle verweise ich auf die jüngsten Fördermittelzusagen in Höhe von 10,7 Millionen Euro u. a. für die Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes und das Schloss Raesfeld. Neben der Wirtschaftlichkeit und der stetigen Aufgabenerfüllung gehören für mich zur Fortsetzung der Schuldenfreiheit auch weiterhin die Fortsetzung der Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen, Digitalisierung und die Bürgerbeteiligung. Gerade auch die Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse kann dazu beitragen, dass Projekte besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnitten sind und somit weniger Ressourcen verschwendet werden.
Ebenfalls möchte ich die interkommunale Zusammenarbeit weiter ausbauen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen können Synergieeffekte genutzt und Kosten gesenkt werden. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass dieser Weg nur gemeinsam mit Verwaltung und Politik beschritten werden kann. Insofern bedarf es eines engen Austausches mit allen Beteiligten.
Johannes Ostermann
Die Schuldenfreiheit ist ein besonderes Merkmal von Raesfeld und steht für eine verantwortungsbewusste Haushaltspolitik, die auch zukünftigen Generationen gerecht wird. Diesen Weg möchte ich fortsetzen. Dabei ist mir ein sorgfältiger und verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Geldern besonders wichtig. Investitionen sollen gut geplant, nachhaltig und langfristig tragfähig sein – unnötige Ausgaben oder teure Prestigeprojekte lehnen wir als UWG ab.
Ein ausgeglichener Haushalt ist für uns ein zentrales Ziel. Gerade bei freiwilligen Ausgaben müssen wir sicherstellen, dass sie solide finanziert sind. Gleichzeitig liegt mein Fokus auf Effizienzsteigerung, Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung, um dauerhaft Kosten zu senken.
Andreas Erzkamp
Ein solider Haushalt ist ein Fundament, auf dem wir aufbauen können. Ich möchte diesen Weg fortsetzen. Aber ich weiß aus meiner Managementerfahrung: Wer gar nicht investiert, lässt Chancen liegen. Zukunftsprojekte wie ein Ärztehaus oder bessere digitale Infrastruktur sind Investitionen in die Lebensqualität – und diese müssen wir mit Augenmaß ermöglichen.
Jonathan Schmidt
Eine solide Haushaltsführung bleibt mein Ziel. Aber: Wir stehen vor großen Investitionen (z.B. Kanalisation, Dorfentwicklungskonzept, Schulen, Digitalisierung). Wenn es sinnvoll ist, bin ich bereit in die Zukunft zu investieren, ohne Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Dies natürlich in enger Zusammenarbeit mit der Politik.
Weiter geht es im 5. Teil mit mit der Frage: Wären Sie unter bestimmten Bedingungen bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja: in welchem Bereich und mit welcher Begründung?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Schloss Raesfeld im Münsterlandzählt zu den bekanntesten Wasserschlössern der Region. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine Ritterburg stand. Heute zieht das Renaissancebauwerk Besucher aus ganz Deutschland an und ist Sitz der renommierten Akademie des Handwerks.
Wer durch den Bürgerpark spaziert oder am Wassergraben des Schlosses steht, hat sich diese Frage vielleicht schon gestellt: Wem gehört eigentlich das Schloss Raesfeld? Die Antwort sorgt immer wieder für Überraschung.
Im Dezember 2021 machte Bürgermeister Martin Tesing gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Markus Büsken die Sache offiziell: Die Gemeinde Raesfeld hatte das Schloss gekauft. Für viele kam diese Nachricht unerwartet, und für die Presse war sie Anlass genug, ins Rathaus zu kommen. Der Kauf umfasste das Hauptschloss, die Parkplätze, die Flächen bis zum Weinbergteich sowie den angrenzenden Wald und das Gelände des Naturparkhauses.
Schlosspark Raesfeld Foto: Petra Bosse
Vom Mittelalter zur Akademie des Handwerks
Die Wurzeln der Schlossanlage reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine Ritterburg der Herren von Raesfeld stand. Ende des 16. Jahrhunderts ging sie in den Besitz derer von Velen über. Reichsgraf Alexander II. von Velen ließ Mitte des 17. Jahrhunderts aus der Burg ein prächtiges Residenzschloss im Stil der Renaissance entstehen.
Foto: Petra Bosse
Doch der Glanz hielt nicht ewig. Als das Geschlecht derer von Velen im 18. Jahrhundert ausstarb, wurde das Schloss nur noch selten bewohnt und verfiel zusehends. Teile der Anlage wurden abgerissen, andere als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam neuer Schwung in die Geschichte: Die Handwerkskammern Nordrhein-Westfalens übernahmen das Schloss, restaurierten es und richteten 1952 die Akademie des Handwerks ein, bis heute eine in Deutschland einmalige Weiterbildungseinrichtung.
Das Naturparkhaus. Foto: Petra Bosse
Der Kauf – ein Meilenstein für die Gemeinde
Lange hatte die Gemeindeverwaltung mit der Akademie des Handwerks über den Kauf verhandelt. 2021 stimmte der Rat schließlich einstimmig zu. Mit dem Erwerb sicherte sich Raesfeld nicht nur die Zukunft des Schlosses, sondern auch den beliebten Bürgerpark und den Wohnmobilstellplatz.
Die Akademie bleibt fester Bestandteil des Ortes. Künftig sollen ihre Büroräume in die Vorburg ziehen, während im Schloss neue Übernachtungsmöglichkeiten für Kursteilnehmende entstehen.
Die Vorburg von Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Für Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, war der Verkauf seinerzeit eine historische Entscheidung. Er betonte, dass Raesfeld und seine Akademie seit rund 70 Jahren eng mit dem Handwerk verbunden seien. „Mit dem Verkauf sorgen wir dafür, dass Raesfeld auch weiterhin für das Handwerk ein wichtiger Standort bleibt“, sagte er. Langfristige Verträge zwischen Gemeinde und Akademie garantieren die Zusammenarbeit.
Foto: Petra Bosse
Heute – lebendiges Ausflugsziel für alle
Heute ist das Schloss weit mehr als ein Ort für das Handwerk. Der Bürgerpark lädt Einheimische und Gäste zu Spaziergängen ein, der Wohnmobilstellplatz lockt Reisende, und das Wasserschloss zieht Besucher aus Nah und Fern an. Ob als Ausflugsziel, Fotomotiv oder Kulisse für Veranstaltungen, Schloss Raesfeld hat sich vom Rittergut zu einem lebendigen Mittelpunkt der Gemeinde entwickelt.
Welche drei Themen stehen vor der Bürgermeisterwahl für die Kandidaten an erster Stelle und warum? Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
3. Welche drei Themen stehen für Sie an erster Stelle und warum?
Dirk Kuhmann
Die Unterstützung der Wirtschaft, Dienstleister, des Handels, Start-ups, der Gastronomie und der Landwirtschaft ist für mich ein wichtiges Thema. Die Verwaltung und den Bürgermeister verstehe ich in diesem Zusammenhang als verlässliche Partner. Eine starke Wirtschaft bedeutet unter anderem die Sicherung und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.
Ferner steigt das Steuer- und Abgabenaufkommen, wodurch mehr finanzielle Mittel für Investitionen, Infrastruktur und soziale Projekte zur Verfügung stehen. Gleichfalls führt ein wirtschaftliches Wachstum zu höheren Einkommen und Lebensstandards für die Einwohnerinnen und Einwohner, was auch die Kaufkraft steigert.
Bereits in meiner Nominierungsrede im März 2025 hatte ich in diesem Zusammenhang gesagt, dass mir die Einstellung eines Wirtschaftsförderers wichtig ist, um kurze Kommunikationswege und schnelle Lösungen anzubieten. Als ehemaliger Wirtschaftsförderer weiß ich, dass eine starke Wirtschaft entscheidend zur Sicherung sowie Steigerung der Lebensqualität und zur nachhaltigen Entwicklung von Raesfeld beiträgt.
Das Thema Familie, Schule und Wohnungsbau stellt für mich ein weiteres wichtiges Thema dar. Kinder sind bekanntlich die Zukunft der Gesellschaft und die Erwachsenen von morgen. Wenn es darum geht, unsere Kinder bestmöglich zu fördern, sollten wir vor Investitionen nicht zurückschrecken. Als Vater von zwei Kindern weiß ich natürlich, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder mit der bestmöglichen Unterstützung und unter optimalen Rahmenbedingungen aufwachsen sollen. Das heißt in meinen Augen, dass wir eine ausreichende Anzahl von hochwertigen Kitaplätzen vorhalten und attraktive Kita-Angebote, zum Beispiel flexible Betreuungszeiten, unterstützen. In dieser Beziehung engagieren sich neben privaten Trägern gerade die Kirchen stark und haben sich als verlässlicher Partner erwiesen. Aber auch in Bezug auf das Gemeinschaftshaus MARTINUS oder die Friedhöfe, die für einen Ort des Verweilens und der Begegnung stehen, übernehmen die Kirchen wichtige Aufgaben, die anderenfalls der Gemeindeverwaltung obliegen würden.
Bildung ist ein wichtiges Gut unserer Gesellschaft, welches es zu unterstützen gilt. Insofern sollte es unser Ziel sein, die Schulen in Raesfeld und Erle zu stärken sowie zu unterstützen und die weiterführende Schule Julia-Koppers-Gesamtschule als attraktiven Schulstandort zu verstehen. Auch als Entscheidungskriterium für Familien und die Wirtschaftsbetriebe, die beabsichtigen, Raesfeld als Lebensmittelpunkt beziehungsweise Wirtschaftsstandort zu wählen. Die Stärkung der Schulinfrastruktur, als Beispiel seien die Unterhaltung der technischen Infrastruktur in den Schulen und die bauliche Unterhaltung der Schulgebäude genannt, zahlt sich folglich für unsere Kinder sowie als positiver Standortfaktor für die Gemeinde Raesfeld langfristig aus.
Daneben gilt es auch, den Kindern und Jugendlichen Gehör zu verschaffen. Als Stichwort sei an dieser Stelle die Jugendbeteiligung erwähnt.
Ich kann mir vorstellen, in regelmäßigen Abständen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, um ihre Sichtweisen und Interessen kennenzulernen und sie, soweit möglich, umzusetzen. In diesem Zusammenhang ist es für mich erstrebenswert, Jugendliche an politischen Angelegenheiten zu beteiligen, die sie betreffen. Die Bildung eines Jugendrates ist für mich selbstverständlich.
Für Familien muss es auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum in unserem Ort geben. Hierzu gehören unter anderem auch die Vorhaltung und Bereitstellung von bezahlbaren Wohnbaugrundstücken oder die Innenverdichtung und Baulückenschließung. Aber nicht nur Familien benötigen zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum. Auch junge Menschen, die erstmalig eine Wohnung beziehen wollen, benötigen günstigen Wohnraum, beispielsweise in Form von ausreichend verfügbaren und bezahlbaren Mietwohnungen. Ältere Menschen, die ihren Wohnraum oder ihr Grundstück verkleinern wollen, suchen adäquate Alternativen, beispielsweise in Form von Mikrohäusern mit entsprechenden Grundstücksgrößen oder zentrumsnahen Eigentumswohnungen. An dieser Stelle entsteht der Effekt, dass die Bestandsimmobilien frei und dem Markt zugeführt werden. Gemeinsam müssen wir die Bedarfe erkennen und entsprechend handeln, um möglichst zeitnah ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können.
Die Bereitstellung von bezahlbaren Wohnbaugrundstücken soll unter dem Nachhaltigkeitsgrundsatz erfolgen. Das heißt, dass sich die Verwaltung gemeinsam mit der Politik weitere Gedanken zu Regelungen und Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Bauen machen muss – auch im Sinne eines verantwortungsbewussten und schonenden Flächenverbrauchs. Insofern gilt es, moderne Wohnformen und nachhaltige, bezahlbare Energien stärker in den Fokus zu nehmen.
Die Stärkung der Vereine und des Ehrenamts ist ebenfalls ein wichtiges Thema für mich. Die Vereinsarbeit und das ehrenamtliche Engagement stellen wichtige Eckpfeiler in Raesfeld, Erle und Homer dar und tragen bedeutend zu einer funktionierenden Gemeinde bei. Insbesondere die Vereine und die ehrenamtlich tätigen Menschen haben einen erheblichen Anteil an der Entwicklung und Förderung unserer Kinder, Familien, älteren Menschen und des Gemeinwohls in der Gemeinde. Diese Erfahrung habe ich selbst als Raesfelder und in meiner Rolle als Familienvater gemacht. Insofern gehören sie auch weiterhin unterstützt.
Durch den Einsatz einer oder eines Ehrenamtskoordinators sollen die Vereine und das Ehrenamt gestärkt werden und eine spürbare Wertschätzung erfahren. Dass mir dieses wichtig ist, habe ich bereits im Frühjahr dieses Jahres in zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Vereinen deutlich gemacht.
Die Weiterentwicklung der Verwaltung in Form einer bürgernahen und modernen Verwaltung ist ein weiteres wichtiges Thema, welchem ich mich widmen möchte. Eine gute Kommunikation mit allen Beteiligten und auf Augenhöhe ist für mich selbstverständlich.
Neben Bürgerbeteiligungen, Bürgerinformationsveranstaltungen, regelmäßigen Ältestenratssitzungen und der Schaffung eines Jugendrates sollen auch die sozialen Medien zur Veröffentlichung der Wochenberichte von Arbeitsergebnissen und politischen Entscheidungen genutzt werden. Transparente Entscheidungen sollen über verschiedene Kommunikationskanäle mitgeteilt werden. Ferner werde ich Bürgermeistersprechstunden auch außerhalb des Rathauses bei den Menschen vor Ort anbieten.
Des Weiteren sollen bereits begonnene verwaltungsinterne Prozessabläufe weiter digitalisiert werden und die Ausweitung der digitalen Angebote der Verwaltung für die Einwohnerinnen und Einwohner vorangetrieben werden. Hierbei spielt die Nutzung von KI, auch unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels, eine bedeutende Rolle. Ich möchte mich für eine starke, leistungsfähige und transparente Verwaltung einsetzen und die Verwaltung gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitenden, den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik weiterentwickeln. Dazu gehört für mich auch, die Verwaltung als attraktive und moderne Arbeitgeberin am Arbeitsmarkt zu positionieren und für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, damit die Verwaltung weiterhin leistungsfähig bleibt.
Johannes Ostermann
Erstens: Energie und Unternehmen. Die Modernisierung und der Ausbau nachhaltiger Energien sichern bezahlbare und umweltfreundliche Energie für alle. Gleichzeitig fördern wir die lokale Wirtschaft durch Vernetzung und ein Unternehmerverzeichnis, das Unternehmen vor Ort sichtbar macht und unterstützt.
Zweitens: Landwirtschaft. Als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt kenne ich die Herausforderungen unserer Landwirte genau. Wir verbessern Wirtschaftswege und sichern die Löschwasserversorgung, damit die Betriebe effizient arbeiten und unsere Gemeinde geschützt ist.
Drittens: Jugend, Familie, Bildung. Wie unsere Kinder und Jugendlichen heute aufwachsen, lernen und sich entwickeln, entscheidet maßgeblich darüber, wie unsere Gemeinde morgen aussieht. Ich möchte, dass alle jungen Menschen beste Chancen bekommen – durch moderne Schulen, gute Betreuung, mehr Beteiligung und echte Perspektiven vor Ort.
Andreas Erzkamp
Lebensqualität für alle Generationen: Damit junge Familien hier eine Zukunft haben, ältere Menschen nicht vereinsamen – und wir bezahlbaren Wohnraum schaffen, der die Vielfalt unserer Gemeinde erhält.
Nachhaltige Entwicklung: Weil wir heute die Weichen stellen müssen, damit Raesfeld auch in 20 Jahren noch lebenswert ist.
Stärkung des Miteinanders: Ehrenamt, Kirche, Vereine und Nachbarschaften sind das Herzstück unserer Gemeinde. Sie verdienen mehr als warme Worte – sie brauchen Rückhalt und Unterstützung.
Jonathan Schmidt
Mehr Bürgerbeteiligung: Politik darf nicht im Hinterzimmer gemacht werden. Ich möchte, dass Entscheidungen transparent, offen, ehrlich und mit den Bürgern gemeinsam getroffen werden. Ich will die Menschen in Raesfeld, Erle und Homer stärker einbeziehen – nicht nur bei Wahlen, sondern im Alltag. Denn gute Entscheidungen entstehen im Dialog, nicht hinter verschlossenen Türen. Man kann es nicht jedem recht machen, jedoch steigt die Akzeptanz, wenn man miteinander redet.
Wohnen & Dorfentwicklung: Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, der sich harmonisch ins Ortsbild einfügt – mit echter Lebensqualität, dezentral und nachhaltig gedacht. Zusammen mit der Politik, dem Rathaus und den Bürgern geplant. Dazu gehört auch die sinnvolle Weiterentwicklung durch das Dorfentwicklungskonzept. Durch den sozialen Wohnungsbau werden neue Möglichkeiten geschaffen, dass sich jeder das Wohnen in unserer schönen Gemeinde leisten kann.
Verlässliche Infrastruktur: Ob marode Straßen, fehlende Beleuchtung, behindertengerechter Umbau oder digitale Ausstattung – eine funktionierende Infrastruktur ist die Basis für Lebensqualität. Ich werde Investitionen klar priorisieren, transparent kommunizieren und dafür sorgen, dass auch kleinere Dinge nicht vergessen werden, wie ein komplett abgesenkter Bordstein ohne Kante für Rollatoren und Rollstühle. Meine Weitsichtigkeit macht den Unterschied.
Diese Themen packe ich parteilos, unabhängig und lösungsorientiert an – für ein gemeinschaftliches Raesfeld mit Zukunft.
Weiter geht es im 4. Teil mit Haushaltsführung und Finanzen und die Frage: Welche finanzpolitischen Schwerpunkte möchten die Kandidaten in Ihrer Amtszeit setzen, und wie wollen Sie eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sicherstellen?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Über 60 Gäste starteten mit der CDU Raesfeld Erle Homer in die heiße Phase des Wahlkampfs. Die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Gerswid Altenhoff-Weber und Bürgermeisterkandidat Dirk Kuhmann stellten Erfolge der vergangenen Jahre vor und präsentierten Ziele für die Zukunft. Geplant sind unter anderem Projekte zur Dorfgestaltung, Energieversorgung und Ehrenamtsförderung.
Gelungener Start in Erle
Am 31. Juli eröffnete die CDU Raesfeld Erle Homer offiziell die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. Mehr als 60 Mitglieder und Interessierte versammelten sich an der Marienthaler Straße 69 in Erle. Bei kalten Getränken und frischen Würstchen nutzten sie die Gelegenheit, über die bevorstehenden Wahlen zu sprechen.
Foto: CDU Raesfeld
Rückblick auf erfolgreiche Projekte
Wie die Vorsitzende Gerswid Altenhoff-Weber mitteilte, sei die CDU mit einem engagierten Bürgermeisterkandidaten und einem starken Team für Wahlbezirke und Reserveliste bestens aufgestellt. In der vergangenen Wahlperiode habe die CDU zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter den Kauf des Schlosses, die Errichtung des Bewegungsparks und des Karpfenteichs, neue Gewerbeflächen, die Schulneugestaltung der Julia Kopper Schule, ein Wohnheim der Lebenshilfe am Binsenweg, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie die geplante Ansiedlung eines Drogeriemarkts.
Foto: CDU Raesfeld
Transparenz als zentrales Ziel
Die Teilnehmer waren sich einig, dass trotz der Erfolge die Transparenz bei kommunalen Entscheidungen weiter gestärkt werden soll. „Uns ist eine regelmäßige und offene Kommunikation wichtig“, erklärte Altenhoff-Weber. Dazu gehörten Bürgerforen, fortlaufende Informationen über soziale Medien und Bürgersprechstunden, ergänzte Bürgermeisterkandidat Dirk Kuhmann.
Foto: CDU Raesfeld
Zukunftsprojekte im Blick
Kuhmann betonte, er wolle gemeinsam mit der CDU ein ländliches und zugleich modernes Raesfeld gestalten. Geplant seien unter anderem:
die Weiterentwicklung des Schlosses Raesfeld
die Gestaltung von Dorfmitten in Raesfeld und Erle
eine sichere Energieversorgung und digitale Förderung von Schulen
die Einführung eines Wirtschaftsförderers für bessere Bedingungen lokaler Betriebe
mehr Unterstützung für das Ehrenamt durch einen Ehrenamtskoordinator
Dank an das Wahlkampfteam
Altenhoff-Weber bedankte sich besonders beim Wahlkampfteam, das die Vorbereitungen engagiert übernommen habe. Hervorgehoben wurde Tobias Honvehlmann, der Flyer und Plakate gestaltet hat.
Optimistischer Ausblick
Die Auftaktveranstaltung bildete den motivierenden Startpunkt für den Wahlkampf. Geplant sind im August zahlreiche Haustürgespräche sowie im September die beliebten Bierbankgespräche. Die CDU Raesfeld blickt mit klaren Zielen und Optimismus auf die kommenden Wochen.
Vor der Silvesterschule in Erle entsteht, wie bereits berichtet, eine neue Mobilstation mit Bushaltestelle. Die Bordsteinkanten sind inzwischen fast alle gesetzt.
Bei einer Warenanlieferung am Mittwoch zeigte sich jedoch ein Problem: Ein Lkw konnte die Kurve von der Silvesterstraße auf den Edeka-Parkplatz nur nehmen, indem er entweder über die Einfassungskanten des Strauches fuhr oder weit in den Bereich der neuen Bordsteinkanten der Mobilstation hätte ausweichen müssen.
Der Busch auf der Ecke der Parkplatzeinfahrt wird entfernt, damit zukünftig die LKWs ohne über eine Bordsteinkante fahren zu müsse, die Ware anliefern kann. Marktleiter Holger Beyer hat seine Zustimmung gegeben. Foto: Petra Bosse
Bauamtsleiter Bernd Roters von der Gemeinde Raesfeld erklärte auf Nachfrage, dass die Situation sei bekannt. Die Gemeinde werde mit dem neuen Grundstückseigentümer sprechen, um den Strauch an der rechten Seite der Parkplatzeinfahrt zu entfernen und die Ecke ebenerdig anzupassen. So sollen Lieferfahrzeuge künftig leichter einfahren können. Mit Edeka-Betreiber Holger Beyer sei dies bereits abgestimmt. Auf einen Stellplatz müsse der Markt nach Angaben von Roters nicht verzichten.
Hinweisschilder mit einer auf eine Stunde begrenzten Parkzeit hätten keine spürbare Wirkung gezeigt. Deshalb setzt Holger Beyer nun auf neue Maßnahmen, um den Parkplatz seines Geschäfts für Kunden freizuhalten und eine reibungslose Anlieferung von Waren zu gewährleisten.
Am Edeka-Markt in Erle wird bald eine neue Parkplatzüberwachung eingeführt. „Eigentlich wollten wir am 1. September starten“, sagt Marktbetreiber Holger Beyer.
„Aber wir hatten technische Schwierigkeiten, weil wir im Moment keinen Techniker bekommen, der uns die Leitungen legen kann. Die Firma hat uns kurzfristig abgesagt.“
Die Firma Wemolo, die zukünftig für diese Videoanlagen verantwortlich sein wird, suche jetzt gerade eine Elektrofirma als Ersatz. „Wir gehen davon aus, dass wir im vierten Quartal dieses Jahres an den Start gehen können“, so Beyer.
Schon vor sechs Jahren habe der Geschäftsinhaber Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung der Parkflächen ausschließlich für Kunden zu sichern. Allerdings bis heute ohne große Wirkung. Foto: Petra Bosse
Zwei Kameras überwachen die Parkzeit
Geplant sind zwei Videokameras, die bei der Ein- und Ausfahrt das Kennzeichen der Fahrzeuge erfassen. „Eine Stunde darf kostenlos geparkt werden. Wer länger steht, muss 35 Euro bezahlen“, erklärt Beyer.
Von diesen Bußgeldern habe er nichts. „Ich bekomme davon keinen Cent“, betont er. Die Überwachung werde von einer externen Firma betrieben, die den Parkplatz für vier Jahre anmietet, das Parken reguliert und die Einnahmen aus den Verwarnungen erhält.
Mietoptionen für längere Nutzung
Wer den Parkplatz längerfristig oder auch über Nacht nutzen möchte, kann über einen QR-Code einen Mietvertrag mit der Betreiberfirma abschließen. „Auch Gewerbetreibende können für ihre Kunden Stellplätze reservieren. Das finde ich fair, weil dann dafür bezahlt wird“, sagt Beyer.
In diesem Fall werde er voraussichtlich zu 50 Prozent an den Mieteinnahmen beteiligt. „Und dann bin ich auch bereit, den Platz zu vermieten, weil ich ja die Kosten für die Reinigung habe. Wenn es im Winter glatt ist, muss ich sicherstellen, dass niemand stürzt. Ich bin also immer in der Verantwortung. Deshalb erwarte ich auch, dass Gewerbetreibende, die den Parkplatz für ihre Kunden nutzen wollen, diesem eine gewisse Wertschätzung entgegenbringen.“
Voller Parkplatz am Edeka-Markt ist keine Seltenheit. Foto: Petra Bosse (A)
Ziel: Parkplätze für Kunden freihalten
Beyer betont, dass es ihm nicht darum gehe, Autofahrer zu verärgern. „Wir haben den Parkplatz seit 30 Jahren angemietet, aber keiner der umliegenden Gewerbetreibenden beteiligt sich an den Kosten. Trotzdem nutzen sie ihn ständig.“ Besonders montagsvormittags sei der Platz oft voll. „Da stehen Wagen von Arztpraxen oder Lieferfahrzeuge, und meine Kunden finden keinen Platz. Dann fahren sie weiter – und Lebensmittel bekommt man heute überall im Umkreis von fünf Kilometern.“
Zwei Jahre Planung
Die Idee zur neuen Regelung durch Parkraumüberwachung besteht schon lange. „Wir planen das seit über zwei Jahren“, sagt Beyer. Wichtig sei ihm gewesen, eine seriöse Firma zu finden. „Wir wollen keine Abzocke, bei der nach 20 Sekunden Überziehung sofort ein Knöllchen verteilt wird. Uns geht es darum, dass der Parkplatz für unsere Kunden frei bleibt.“
Immer wieder treten auch Probleme mit blockierten Stellplätzen auf. „Stellen Sie sich vor, morgens steht ein Campingwagen hier, nimmt vier Plätze ein und keiner ist an Bord. Drei Stunden später kommt der Besitzer, sagt, er war frühstücken und ich soll mich nicht so haben. Was habe ich davon als Supermarktbetreiber, wenn meine Kunden in der Zeit keinen Parkplatz finden?“
Hintergrund: Problem seit Jahren bekannt
Bereits im März 2019 hatte Holger Beyer versucht, gegen Dauerparker vorzugehen. Grund dafür war wie heute, dass zu bestimmten Zeiten Kunden keinen freien Platz mehr finden.
Die bisherigen Hinweisschilder, die eine maximale Parkdauer von einer Stunde vorsahen, haben sich in der Praxis kaum durchgesetzt. Immer wieder komme es vor, dass Fahrzeuge deutlich länger abgestellt wurden. Dies habe nicht nur den Kundenservice beeinträchtigt, sondern auch die Anlieferung von Waren erschwert.
Wie die katholische Kirchengemeinde St. Martin mitteilt, stehen für die Pfarreiratswahl am Samstag und Sonntag, 8. und 9. November 2025, nach aktuellem Stand zehn Mitglieder zur Wahl.
Da zwischen fünf und vierzehn Kandidaten gewählt werden dürfen und die maximale Mitgliederzahl noch nicht erreicht ist, hat der Pfarreirat beschlossen, eine Bestätigungswahl durchzuführen.
Ablauf der Bestätigungswahl
Dies bedeute, dass für die Wahl keine Wahlbriefe verschickt werden. Stattdessen werde der neue Pfarreirat als Team im Rahmen einer Pfarrversammlung bestätigt. Die Kandidatenliste soll voraussichtlich um den 20. September veröffentlicht werden.
Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten
Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten können dem Wahlvorstand weiterhin vorgeschlagen werden. In den Kirchorten Erle und Rhedebrügge sei die Liste gut besetzt. Für Raesfeld würden jedoch dringend Menschen zwischen 16 und 74 Jahren gesucht, die den Ortsteil im Pfarreirat vertreten.
In der Kirche St. Martin steht dafür ab sofort eine Box bereit, in der Vorschläge eingereicht werden können. Die Kirchengemeinde betont, dass jeder der drei Ortsteile auch künftig im Pfarreirat gut vertreten sein solle.
Borken-Marbeck. Das kult Westmünsterland bringt gemeinsam mit dem Heimatverein Marbeck erstmals das „Scheunenkino“ in die Region. Den Auftakt macht am Donnerstag, 28. August 2025, der Filmklassiker „Radio Rock Revolution“. Spielort ist das Heimathaus, Schulstraße 1A, in Borken-Marbeck. Beginn ist um 20 Uhr. Bei gutem Wetter läuft der Film unter freiem Himmel, bei Regen in der Scheune des Heimathauses. Der Eintritt ist frei.
Film mit Kultstatus
„Radio Rock Revolution“ (Originaltitel: The Boat That Rocked) entführt die Zuschauer in die Swinging Sixties: Ein Piratensender sendet von einem Schiff in der Nordsee verbotene Musik und stellt sich damit gegen das britische Establishment. Mit schrägen DJs, viel Humor, einem mitreißenden Soundtrack und einem Ensemble voller Kultfiguren erzählt der Film vom Freiheitsgefühl einer ganzen Generation – eine Hommage an Rebellion, Freundschaft und die Macht der Musik.
Anmeldung erwünscht
Für die Organisation bitten die Veranstalter um Anmeldung. Diese ist möglich beim kult unter Tel. 02861 / 681-1415 oder beim Heimatverein Marbeck per E-Mail an [email protected].
Bürgermeisterkandidat Jonathan Schmidt ist im Wahlkampf für die Kommunalwahl in Raesfeld unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Bei seinen Spielplatzgesprächen in Erle und Raesfeld sammelt er zahlreiche Anregungen und Wünsche aus der Bürgerschaft.
Das erste Spielplatzgespräch in Erle bezeichnete Schmidt als gelungenen Auftakt. Zwar hätten in der Ferien und Urlaubszeit weniger Bürgerinnen und Bürger persönlich teilnehmen können, doch im Nachgang erreichten ihn zahlreiche Rückmeldungen per E-Mail, WhatsApp und über soziale Medien.
Beim zweiten Treffen in Raesfeld sei die Resonanz größer ausgefallen. „Es gab viele gute Gespräche und zahlreiche Anregungen, die ich mit auf meinen Weg nehme“, sagte Schmidt.
Themen aus der Bürgerschaft
Häufig genannt wurden mehr Schattenplätze auf Spielplätzen und öffentlichen Flächen, ein Wasserspielbereich für heiße Sommertage, eine bessere Pflege von Spielplätzen und gemeindlichen Beeten, flexiblere Kinderbetreuungszeiten in Kitas und OGS sowie der Wunsch nach einer festen Schulleitung in Erle. Auch bezahlbarer Wohnraum sei ein wichtiges Thema gewesen.
Kritik habe es am unzureichenden Zugang zur Kita Burg Wunderland an der Stockbreede gegeben. Eine Bürgerin habe vorgeschlagen, in der Gemeinde einen zentralen Stromspeicher zu installieren, um lokal produzierten Strom zwischenzuspeichern und in den Wintermonaten günstig an die Bevölkerung abzugeben.
Weitere Aktionen bis zur Wahl
Bis zur Wahl im Herbst will Schmidt den direkten Kontakt fortsetzen, unter anderem mit Hausbesuchen in Erle und den Außenbereichen der Gemeinde. Außerdem wird er regelmäßig an bekannten Treffpunkten wie dem Edeka in Erle sowie Rewe und Aldi in Raesfeld anzutreffen sein.
„Man kann es nicht allen recht machen und nicht alles versprechen. Aber miteinander reden auf Augenhöhe, offen, ehrlich und transparent ist das A und O. Dann ist auch die Akzeptanz größer, wenn etwas einmal nicht so umgesetzt wird, wie man es sich persönlich gewünscht hätte“, betonte Schmidt.
Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Bürgermeister/Inn Ihrer Meinung nach aus?Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Bürgermeister/Inn Ihrer Meinung nach aus?
Dirk Kuhmann
In meiner mehr als 30-jährigen Verwaltungstätigkeit habe ich wertvolle Erfahrungen sammeln sowie mit sehr kompetenten und erfahrenen Bürgermeistern direkt zusammenarbeiten dürfen. Nach meinem Dafürhalten sollte daher eine Bürgermeisterin oder ein Bürgermeister eine gute Kommunikationsfähigkeit besitzen. Klar und verständlich mit Bürgern, den Ratsmitgliedern und anderen Gesprächspartnern zu kommunizieren, zeichnet eine gute Bürgermeisterin bzw. einen guten Bürgermeister aus.
Ferner sollte die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister über Führungsstärke verfügen. Das Verwaltungsteam zu führen, zu motivieren und klare Entscheidungen zu treffen, ist entscheidend im täglichen Tun. Insbesondere sind hierbei gute Verwaltungskenntnisse und -erfahrungen von großem Vorteil.
Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister sollte Verständnis für die Bedürfnisse und Sorgen der Bürger haben, zuhören, Vertrauen aufbauen und die Gemeinschaft unterstützen. Hierzu zählt für mich neben der Empathie auch eine gute Sozialkompetenz.
Verhandlungsgeschick, Kreativität und Entscheidungsfreude sind weitere Eigenschaften, die nach meiner Meinung und gemachten Erfahrungen eine gute Bürgermeisterin bzw. einen guten Bürgermeister auszeichnen.
Integrität, also Ehrlichkeit und Transparenz, ist für mich ebenfalls eine wichtige Eigenschaft. Letztlich muss die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister Engagement mitbringen. Bereit zu sein, sich mit großer Leidenschaft für die Gemeinde und ihre Belange einzusetzen, ist nach meiner Auffassung und Erfahrung unerlässlich.
Johannes Ostermann
Eine gute Bürgermeisterin bzw. ein guter Bürgermeister sollte bürgernah und verantwortungsbewusst sein. Wichtig sind Führungsstärke, Entscheidungsfreude und Transparenz. Zudem halte ich Kommunikations- und Vermittlungsfähigkeit sowie Zukunftsorientierung, Innovationsbereitschaft und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren, für entscheidend.
Andreas Erzkamp
Ein Bürgermeister sollte mit Herz, Verstand und Mut handeln. Er muss zuhören, Brücken bauen und auch in schwierigen Zeiten Haltung zeigen. Vor allem aber muss er den Menschen in den Mittelpunkt stellen – nicht parteipolitische Kalküle.
Jonathan Schmidt
Ein guter Bürgermeister muss zuhören können, neutral handeln, Entscheidungen erklären, auch wenn sie unbequem sind und Mut haben, auch Fehler einzugestehen. Offenheit, Ehrlichkeit und Augenhöhe sind für mich die Basis eines guten Bürgermeisters.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Morgen auf Heimatreport Frage 3: Welche drei Themen stehen vor der Bürgermeisterwahl für die Kandidaten an erster Stelle und warum?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Feuer an Remise bei Adelheids Spargelhaus: Feuerwehr verhindert Gebäudeschaden in Erle
Ein brennender Efeubusch an einem Restaurant in Erle (Adelheids Spargelhaus) hat am Mittwochabend einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Flammen drohten auf die angrenzende Remise überzugreifen. Die Feuerwehr Raesfeld reagierte schnell und konnte einen Gebäudeschaden verhindern.
Alarm am Abend
Am Mittwoch, 6. August 2025, um 19:51 Uhr rückte der Löschzug Erle mit dem Stichwort „Feuer – brennt Gebäude“ zur Rhader Straße aus. Einsatzort war laut Feuerwehrleiter André Szczesny ein Gastronomiebetrieb, konkret „Adelheids Spargelhaus“. Schon auf der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung sichtbar.
Foto: Feuerwehr Raesfeld
Efeubusch brennt unter Remise
Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen brennenden Efeubusch vor, der sich um einen Holzpfahl unterhalb einer Remise gezogen hatte. Das Feuer hatte bereits begonnen, in Richtung Dach überzugreifen. Ein Trupp unter Atemschutz löschte die Flammen schnell ab.
„Durch unser schnelles Eingreifen ist kein Schaden am Gebäude entstanden“, erklärte André Szczesny.
Ursache: Abflämmarbeiten
Wie Szczesny mitteilte, entstand das Feuer erneut durch das Abflämmen von Unkraut, eine gefährliche Methode, die immer wieder Einsätze nach sich ziehe. Die Feuerwehr Raesfeld appelliert eindringlich, auf diese Form der Unkrautbekämpfung zu verzichten.
Eingesetzte Kräfte
Vor Ort waren die Fahrzeuge 2-HLF20-1, 2-LF10-1, 2-GWL1-1, 02-MTF1-1 sowie 1-ELW1-1 im Einsatz. Die Polizei NRW unterstützte vor Ort.
Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld?Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Los geht’s mit Teil 1: Wer sind die Kandidaten – und was treibt sie an?
1. Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld?
Dirk Kuhmann
Ich höre zu, wäge ab und treffe Entscheidungen. Mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung und über 10 Jahren in leitenden Positionen innerhalb verschiedener Kommunalverwaltungen bringe ich die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mit, um das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld kompetent auszufüllen.
Meine gesammelten Erfahrungen in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen sowie meine Kompetenz in der Führung großer Teams möchte ich in das Raesfelder Rathaus einbringen – mit dem Ziel, gemeinsam mit allen Menschen in Raesfeld unsere Gemeinde weiterzuentwickeln.
Johannes Ostermann
Als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt kenne ich das Leben und die Strukturen unserer Gemeinde sehr gut, nicht nur theoretisch, sondern vor allem aus der Praxis. Ich weiß, was die Menschen hier bewegt, und kenne ihre Sorgen und Ängste. Durch meine Arbeit in der Landwirtschaft bringe ich Bodenständigkeit sowie ein ausgeprägtes Verständnis für Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit.
Ich treffe klare Entscheidungen und reagiere schnell, aber nie überstürzt. Mein Ziel ist es, ehrlich, lösungsorientiert und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unsere Gemeinde weiterzuentwickeln.
Andreas Erzkamp
Als Manager bei zwei großen Mediengruppen habe ich gelernt, Organisationen sicher durch komplexe Herausforderungen zu steuern und Menschen für gemeinsame Ziele zu begeistern. Meine katholische und sozialdemokratische Prägung hat mir früh Werte wie Solidarität, Respekt und Verantwortung mitgegeben – Werte, die für mich keine Floskeln sind, sondern gelebter Alltag. Als Brandoberinspektor bei der Feuerwehr weiß ich zudem, was es heißt, in schwierigen Momenten Ruhe zu bewahren, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Genau diese Mischung aus Führungserfahrung, Bodenständigkeit und dem festen Glauben an das Miteinander unterscheidet mich von meinen Mitbewerbern.
Jonathan Schmidt
Als selbstständiger Unternehmer mit jahrelanger Führungserfahrung bin ich es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und lösungsorientiert zu handeln. Ich bringe einen frischen Blick, wirtschaftliches Denken und eine hohe Motivation mit. Ich höre den Menschen zu, setze Impulse um und nehme sie auf dem Weg mit. Verwaltung lernt man, aber Empathie, Führung und Gestaltungswille bringt man mit. Ich will nicht nur verwalten, sondern machen. Gemeinsam mit den Bürgern.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Der nächste Teil der Serie erscheint morgen auf Heimatreport.
Starke Rauchentwicklung hat am Mittwochmittag (06.08.2025) das Borkener Kreishaus lahmgelegt. Rund eineinhalb Stunden lang blieb das Verwaltungsgebäude evakuiert, während die Feuerwehr die Ursache suchte und den Brand bekämpfte.
Feuerwehr im Großeinsatz
Gegen 13.40 Uhr löste laut Mitteilung des Kreises die in einem Nebengebäude untergebrachte Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst Alarm aus. Die automatische Brandmeldeanlage hatte bereits angesprochen, sodass die mehreren hundert Beschäftigten das Gebäude geordnet verlassen konnten.
Sorgsam kontrollierte die Borkener Feuerwehr selbst das Dach des fünfstöckigen Kreishauses. Foto: Kreis Borken
Da zunächst unklar war, woher der Rauch kam, rückten 73 Einsatzkräfte aus allen vier Borkener Löschzügen – Borken, Burlo, Gemen und Weseke – aus. Erkundungstrupps fanden die Brandquelle schließlich in einem stillgelegten Müllabwurfschacht nahe des zentralen Treppenhauses. Auf Höhe des ersten Obergeschosses hatte sich Material entzündet. Der Rauch stieg durch den Schacht nach oben und verteilte sich über die Etagen.
Gebäude wieder freigegeben
Die Einsatzkräfte löschten den Brand und belüfteten das Kreishaus. Gegen 15 Uhr wurde das Gebäude wieder freigegeben. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.