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Abschied nach 20 Jahren: Philipp Hatkämper verlässt das Jugendhaus Raesfeld

Nach zwei Jahrzehnten Jugendarbeit in Raesfeld geht Philipp Hatkämper neue Wege. Zum Abschied wurde noch einmal gemeinsam gekocht, gelacht und erinnert. Der 43-Jährige zieht ein persönliches Fazit und spricht über Veränderungen, Herausforderungen und die Zukunft des Jugendhauses.

Ein Abend voller Erinnerungen

Am Samstagabend herrschte eine besondere Stimmung im Jugendhaus Raesfeld. Philipp Hatkämper, seit zehn Jahren Leiter der Einrichtung, verabschiedete sich im kleinen Kreis. Mit Jugendlichen und seiner Kollegin Anna Löbbecke vom Jugendhaus Erle wurde gekocht und gemeinsam auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Oder vielleicht sogar mit zwei weinenden“, sagte Hatkämper und lächelte dabei. „Die Arbeit hier hat mir sehr viel bedeutet und ich bin dankbar für die Zeit.“

Anna Löbbecke und Philipp Hatkämper
Anna Löbbecke, Leiterin Jugendhaus Erle, und Philipp Hatkämper waren ein gutes Team. Foto: Petra Bosse

Gute Bedingungen für offene Jugendarbeit

Im Gespräch beschrieb Hatkämper, was Raesfeld für ihn als Ort der Jugendarbeit besonders gemacht hat. „Die Rahmenbedingungen waren hier wirklich gut. Die Räume sind großzügig und vielfältig nutzbar. Zwar wurden sie in den letzten Jahren etwas kleiner, da die Fanfaren und das Deutsche Rote Kreuz mit ins Haus gezogen sind. Aber auch das hat Vorteile gebracht, weil wir dadurch neue Besuchende ansprechen konnten“, erklärte er.

Die Unterstützung der Gemeinde habe vieles erleichtert. „Man konnte schnell und unkompliziert Dinge umsetzen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, mit Vereinen und anderen Institutionen lief sehr gut. Das würde ich als einen echten Vorteil bezeichnen.“

Wie geht es jetzt weiter?

Konkrete Namen für seine Nachfolge konnte Philipp Hatkämper noch nicht nennen. „Fest steht, dass es im Oktober weitergeht. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die motiviert sind, die Arbeit fortzuführen.“

Auch im Außenbereich tut sich einiges. „Das Gelände wird umgestaltet. Es entsteht eine große Skatefläche mit einer kleinen überdachten Quarterpipe. Ich bin sicher, dass das viele Jugendliche ansprechen wird. Auch außerhalb der Öffnungszeiten wird das Gelände ein Treffpunkt sein und das Haus für neue Besucherinnen und Besucher öffnen.“

Neue-Skater-Anlage-Jugendhaus-Raesfeld
Neue Skater-Anlage am Jugendhaus Raesfeld ist gerade im Bau. Foto: Petra Bosse

Wandel und Offenheit in der Jugendarbeit

Die Arbeit im Jugendhaus habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Hatkämper erinnert sich: „Früher kamen oft feste Gruppen, die regelmäßig eigene Räume genutzt haben. Es gab zum Beispiel einen Proberaum für Bands. Heute arbeiten wir offener. Wir schauen, was die Jugendlichen aktuell brauchen, und richten unsere Angebote danach aus.“

Die Räume seien dafür flexibel gestaltet. „Wir haben eine große Teestube, in der man Billard oder Dart spielen, Fernsehen oder einfach zusammen sitzen kann. Es gibt Lademöglichkeiten für Handys, eine Küche, die genutzt werden darf, und einen separaten Raum mit Spielekonsolen und Boxsack. Alles passt sich den Bedürfnissen der Jugendlichen an.“

Vielfalt ist selbstverständlich

Ein besonderes Anliegen war Hatkämper immer ein inklusives Miteinander. „Im Jugendhaus ist jeder willkommen, ganz gleich welcher Herkunft, Nationalität, Religion, Sexualität oder welchen Geschlechts. Das ist bei uns nicht nur ein Satz auf dem Papier, sondern wird gelebt. Und die Jugendlichen tragen das mit.“

Philipp Hatkämper Jugendhaus Raesfeld
Zehn Jahre liegen zwischen den Fotos. 2009 übernahm er die Jugendhausleitung in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Familienzeit als neuer Lebensmittelpunkt

Dennoch hat sich der Sozialpädagoge entschieden, beruflich kürzerzutreten. „Ich bin 43 Jahre alt und mein Sohn ist fünf. Er kommt nächstes Jahr in die Schule. Meine Arbeitszeiten im Jugendhaus liegen am Nachmittag und Abend, genau dann, wenn er zu Hause ist. Ich möchte für ihn da sein. Deshalb habe ich mich schweren Herzens entschieden zu gehen.“ Sein Entschluss sei gut überlegt. „Natürlich fällt mir der Abschied schwer. Es passiert gerade viel und ich hätte manches gerne weiter begleitet. Aber es ist auch ein guter Moment für neue Impulse und neue Ideen.“

Zwei Jahrzehnte Engagement

Philipp Hatkämper war insgesamt 20 Jahre in der offenen Jugendarbeit tätig. Zehn davon verbrachte er als Leiter in Raesfeld. Zuvor war er im Jugendhaus Erle aktiv, arbeitete als Erzieher und später als Sozialpädagoge auch in der Übermittagsbetreuung an der Alexanderschule. „Ich habe viele Entwicklungen miterlebt und immer versucht, mich mit den Bedürfnissen der Jugendlichen weiterzuentwickeln. Dafür bin ich auch den Teams dankbar, mit denen ich zusammenarbeiten durfte“, sagte er.

Dank an das ganze Dorf

Zum Abschied richtet er persönliche Worte an alle Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die das Jugendhaus geprägt haben. Bei den Jugendlichen, die hier mitgemacht und den Ort lebendig gehalten haben. Bei den Vereinen, mit denen wir Projekte umgesetzt haben, bei der Gemeinde, bei allen Kolleginnen und Kollegen, Projektpartnern und den vielen Helfenden, die bei den Skate-Workshops oder Veranstaltungen mitgewirkt haben. Es ist toll, dass es so einen Ort hier gibt und ich freue mich, dass er weiter bestehen wird.“

Leon Plohr
Der 22-jährige DJ und Musikproduzent aus Raesfeld Leon Plohr. Foto: Petra Bosse

Leon Plohr erinnert sich

Für viele Jugendliche im Ort war Philipp Hatkämper mehr als nur ein Ansprechpartner. Leon Plohr, heute 22 Jahre alt, besuchte das Jugendhaus seit er 13 war. „Philipp war für uns jemand, dem man vertrauen konnte. Er hat uns ernst genommen, sich gekümmert und war einfach da. Sein Abschied trifft viele von uns. Er hat uns in einer wichtigen Zeit begleitet und unterstützt.“

Sommer, Sound und Schlossflair – Raesfeld in Sommerlaune feiert 2. Open-Air-Party

Ein lauer Sommerabend, kalte Getränke und handgemachte Musik: Die zweite Ausgabe von Raesfeld in Sommerlaune lockte am Freitag zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Freiheit 24 vor dem Wasserschloss.

Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24
©Petra Bosse

Ab 17 Uhr sorgte die Band „Turn ON“ für beste Unterhaltung mit einem Mix aus rockigen Songs verschiedener Genres. Wer wollte, konnte tanzen oder einfach mit einem Glas Wein oder Bier in der Hand den Abend genießen.

Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24

Stimmung zwischen Schlossmauer und Bühne

Schon früh am Abend füllte sich der Biergarten rund um das Veranstaltungsgelände. Viele Gäste hatten sich Stehtische im Schatten gesichert, andere platzierten sich direkt vor der Bühne. Die lockere Atmosphäre, ein kühles Getränk in der Hand und Livemusik im Ohr – das Konzept kam an. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Reinhard Nießing und sein Team sorgten für einen guten Service, kostenfreier Fotobox und trugen somit maßgeblich zur entspannten Stimmung bei.

Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24

Tanzen erlaubt, Mitsingen erwünscht

Die Band Turn ON überzeugte mit einem abwechslungsreichen Repertoire, das vom Klassiker bis zum modernen Rocksong reichte. Die Musiker spielten mit sichtbarer Freude, was das Publikum spürbar ansteckte. Bis 22 Uhr wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen. Raesfeld zeigte sich in echter Sommerlaune und setzte damit ein weiteres musikalisches Ausrufezeichen vor historischer Kulisse.

Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24

Nächste „Raesfeld in Sommerlaune“ am Freitag, 18. Juli 2025 von 17 bis 22 Uhr auf dem Rathausplatz mit Rainer Migenda.

Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24
Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24
Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24
Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24
Raesfeld in Sommerlaune an der Freiheit 24

Zweites multikulturelles Fest: Eine-Welt-Reise begeistert Kinder und Familien

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Viele Mitmachangebote, internationale Spiele und starke Beteiligung: Das zweite multikulturelle Fest in Erle lockte zahlreiche Kinder, Eltern und Engagierte in den Femeichenpark. Veranstalter und Besucher zeigten sich durchweg zufrieden.

Reise durch die Welt der Sinne mit zwölf Länderstationen

Unter dem Motto „Eine-Welt-Reise“ hatten am Freitagnachmittag gleich mehrere Akteure zum zweiten multikulturellem Fest nach Erle eingeladen. Veranstaltungsorte waren der Femeichenpark und die Fläche unter den alten Kastanien vor dem Silvester-Kindergarten. Mit dabei waren die Eine-Welt-Initiative Erle unter Leitung von Klaus Kriebel, das Integrationsbüro der Gemeinde Raesfeld mit Nicole Höbing, das Jugendwerk Raesfeld inklusive Jugendhaus-Leiterin Anna Löbbecke sowie die Naturerlebnisschule Raesfeld mit Manuel Nagel.

Multikulturelles Spielfest im Femeichenpark 2025
Sehr zufrieden zeigten sich die Veranstalter nach dem Fest im Femeichenpark v.l.: Anna Löbbecke (Jugendhausleiterin Erle), Klaus Kriebel von der Eine-Welt-Initiative Erle, Nicole Höbing (Integrationsbeauftragte der Gemeinde Raesfeld), Manuel Nagel (Naturerlebnischule Raesfeld) und Bürgermeister Martin Tesing. Foto: Petra Bosse

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Fest auf dem Schulhof der Silvesterschule stattgefunden. Diesmal jedoch erreichten die Organisatoren deutlich mehr Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, und das gemeinsam mit ihren Familien.

Gelungene Premiere im Park

Klaus Kriebel zog eine sehr positive Bilanz: „Deutlich besser als im Vorjahr“, lautete sein Fazit. Rund 40 Kinder hätten teilgenommen – darunter sowohl Kinder aus Erle als auch aus Flüchtlingsfamilien. Zudem seien auch viele Erwachsene gekommen, was Kriebel als klares Zeichen für den Erfolg der Veranstaltung wertete.

Multikulturelles Spielfest im Femeichenpark 2025
Foto: Petra Bosse

Das neue Gelände im Femeichenpark habe sich hervorragend für das Fest geeignet. Vor allem die festen Spielgeräte und die großzügige Fläche seien gut in das Programm eingebunden worden. Besonders beliebt waren die dicken Seile zwischen den alten Kastanien, an denen die Kinder sich sportlich hin und her schwingen konnten – nur eine von insgesamt zwölf interaktiven Länderstationen, an denen es jeweils landestypische Spiele oder sportliche Herausforderungen zu entdecken gab.

Multikulturelles Spielfest im Femeichenpark 2025
Heiß beliebt waren am Ende die knackigen Äpfel. Foto: Petra Bosse

Spielerisch die Welt entdecken

Verantwortlich für die Ausgestaltung der Länderstationen war Manuel Nagel von der Naturerlebnisschule. Sein Konzept kam bei den Kindern gut an: Sie konnten sich ausprobieren, mitmachen, Neues lernen und gemeinsam Spaß haben – unabhängig von Herkunft oder Sprache.

„Integration beginnt im Kleinen“

Auch Bürgermeister Martin Tesing war beim Fest vor Ort und lobte das Engagement der Beteiligten: „Ich denke, da fängt Integration an.“ Besonders erfreut zeigte er sich über die große Resonanz und die Vielfalt der Gäste. Die Zahl der Besucher habe die Erwartungen übertroffen.

Multikulturelles Spielfest im Femeichenpark 2025
Zeit für Elterngespräche. Foto: Petra Bosse

Ein besonderes Lob richtete Tesing an die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit viel Einsatz den ganzen Tag über Stände aufgebaut und abwechslungsreiche Angebote betreut hätten. Sein persönlicher Eindruck: „Die Kinder waren mit viel Engagement und Spaß bei der Sache, insgesamt hat das Fest eine sehr schöne, lebendige Atmosphäre geschaffen.“

Und hungern musste auch niemand: Neben Plätzchen, kalten Getränken und Kaffee gab es sogar frische Äpfel, für den gesunden Ausgleich zwischen Kinderspiel und und Pause.

Bildungswerk Raesfeld stellt neues Weiterbildungsprogramm für das 2. Semester 2025 vor

Das neue Weiterbildungsprogramm des Bildungswerkes Raesfeld für das 2. Semester 2025 erscheint am Dienstag, den 15. Juli 2025 und liegt an den bekannten Stellen in Raesfeld und Erle sowie in den umliegenden Gemeinden zur kostenlosen Mitnahme aus.

Außerdem ist das komplette Kursangebot im Internet unter www.bw-raesfeld.de und auf der Facebook-Seite unter www.facebook/Bildungswerk Raesfeld einzusehen.

Anmeldungen für alle Kurse sind ab dem 15. Juli 2025 im Sekretariat des Bildungswerkes unter der Tel.-Nr. 02865 10073, im Internet unter www.bw-raesfeld.de oder schriftlich (Bildungswerk Raesfeld, Weseler Str. 32, 46348 Raesfeld) möglich.

Das breitgefächerte Programm mit rund 350 Veranstaltungen umfasst Kurse/Seminare aus den Bereichen:

  • Kultur und Medien
  • Gesellschaft und Soziales
  • Familienbildung
  • Berufliche Bildung
  • Fremdsprachen
  • Gesundheitsbildung
  • Hauswirtschaft, Kreativität, Kosmetik
  • Erneuerbare Energien, Garten, Tierwohl

Das Bildungswerk Raesfeld versteht sich als Wegbereiter für Ihre individuelle Entwicklung. Das Team präsentiert Ihnen auch für das 2. Semester 2025 wieder ein vielfältiges und qualitätsorientiertes Angebot an Kursen, Seminaren, Fortbildungen und Vorträgen, die auf Ihre Bedürfnisse und Interessen zugeschnitten sind.

Besonders hingewiesen wird auf die gebührenfreien Angebote in der Kategorie 4.1 mit dem Oberbegriff „Unterstützung im Beruf und Ehrenamt.“

Das Kabarett mit Stephan Bauer unter dem Motto „Vor der Ehe wollt‘ ich ewig leben“ im September, der Vortrag „Menschen-Wege-Migration“ und die „Multivisionsshow: Namibia & Botswana“ im Oktober, runden neben verschiedenen Betriebsbesichtigungen, einem vielfältigen Familienangebot sowie einem umfangreichen Gesundheits- und Freizeitbereichs das Programmangebot ab.

Das Weiterbildungsprogramm wird auch während des 2. Halbjahres 2025 stetig durch neue Formate und Angebote ergänzt. Deshalb lohnt sich auch immer ein Blick auf die Homepage. Parallel sind sämtliche Neuheiten auf der Facebook-Seite des Bildungswerkes zu finden.

Fragen zum Programm oder zur Anmeldung beantworten die Mitarbeiterinnen des Bildungswerkes gerne unter der Telefon-Nr. 02865-10073.

Korn ist nicht gleich Korn: Altes Handwerk aus der Brennerei Böckenhoff

Ein Stück gelebte Handwerkstradition in Erle – und ein klares Bekenntnis zur Qualität: Kornbrenner Dirk Böckenhoff von der „Kleinen Brennerei im Münsterland“ setzt auf echtes Feinbrennen und distanziert sich vom Trend zu industriell hergestelltem Alkohol.

In seiner Brennerei entsteht Korn noch im klassischen Feinbrandverfahren, eine Handwerkskunst, die heute nur noch wenige Betriebe beherrschen

Neustart mit Geschichte

Fast elf Jahre ist es her, dass in Erle eine lange Familientradition einen neuen Abschnitt begann. Am 31. August 2014 verabschiedete sich Johannes Böckenhoff als letzter Vertreter der fünften Generation aus der aktiven Brennereiarbeit. Über Jahrzehnte hatte er die kleine, aber bekannte Erler Brennerei geführt, mit Handwerk, Herz und einem feinen Gespür für Qualität. Mit einem großen Dorffest wurde sein Abschied gefeiert, und gleichzeitig die Zukunft eingeläutet: Dirk Böckenhoff aus Dorsten übernahm die Brennerei.

Johannes, Dirk und Adolf Böckhoff - Kornbrenner aus Dorsten und Erle
Besitzerwechsel der Erler Brennerei im August 2014: Böckenhoff aus Dorsten übernimmt die Erler Brennerei. v.l. Johannes Böckenhoff sowie Dirk und Adolf Böckenhoff aus Dorsten. Foto: Petra Bosse (A).

Ursprünglich hieß es, die Verbindung sei rein zufällig, weder verwandt noch verschwägert. Doch ganz korrekt sei das nicht, wie Dirk Böckenhoff heute einräumt: „Wir haben gemeinsame Wurzeln, denn unsere Vorfahren stammen alle aus Erle-Östrich. Von dort aus haben sich die Familienzweige in unterschiedliche Richtungen entwickelt – auch, weil sie nicht die Erstgeborenen waren.“ Während Johannes Böckenhoffs Vorfahr in den Hof Bente im Ortskern einheiratete, gründete Franz Böckenhoff, Dirks Ururgroßvater, in Dorsten eine eigene Brennerei. „Dazwischen liegen zwar vier Generationen, aber die Verbindung ist da.“

Tradition verbindet Johannes und Dirk Böckenhoff von der Kornbrennerei im Münsterland in Erle
Vielen Gästen ist die Gasse zwischen Brennerei und Laden der Brennerei in Erle bekannt. Foto: Petra Bosse

Brennkunst in der DNA: Dirk Böckenhoffs Familiengeschichte

Ganz fremd war Dirk das Brennerhandwerk allerdings nicht. Bereits sein Großvater hatte 1870 in Dorsten eine Dampfbrennerei gegründet. Der Vater führte das Familiengeschäft bis in die 1970er-Jahre, danach wurde nur noch Rohbrand produziert – bis das Ende des Branntweinmonopols diese Ära beendete.

Im Jahr 2008 nahm Dirk Böckenhoff den Faden wieder auf. In Dorsten startete er mit hochwertigen Obstbränden, hergestellt aus regionalem Obst wie Himbeeren, Johannisbeeren, Äpfeln und Birnen. Und als einziger zertifizierter Brenn-Sommelier in Nordrhein-Westfalen wusste er genau, worauf es ankommt: Qualität, Handwerk und Heimatbezug.

Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle
Brenngerät für Korn in der Kornbrennerei Böckenhoff in Erle. Foto: Petra Bosse

Handwerk statt Industrie

„Das Besondere an unserer Brennerei ist, dass hier nicht nur Rohalkohol hergestellt wird, sondern echter Feinbrand“, erklärt Dirk Böckenhoff. Der Rohalkohol selbst sei nicht trinkbar und werde an staatliche Reinigungsanlagen abgegeben. Erst durch den Prozess des Feinbrennens entstehe ein Produkt, das genussfähig sei, und das sei heute in Deutschland eine Seltenheit.

Während in vielen modernen Großbetrieben Alkohol lediglich zugekauft und mit Wasser verdünnt werde, produziert die Brennerei Böckenhoff noch vollständig selbst. „Dadurch sparen sich viele Hersteller aufwendige Gerätschaften, Reparaturen und Energie. Doch was dabei verloren geht, ist das Handwerk“, betont Böckenhoff.

Feinbrand Dirk Böckenhoff
Feinbrennen Korn ist ein altes Handwerk. Foto: Petra Bosse (A)

Korn auf Augenhöhe mit Whisky und Cognac?

Korn sei in seiner Wertigkeit keineswegs ein „Billig-Schnaps“, betont Dirk Böckenhoff, sondern stehe geschmacklich wie herstellungstechnisch auf einer Stufe mit international renommierten Spirituosen. „Mein Wunsch ist es, durch meine Brennereiführungen zu erreichen, dass die Deutschen anfangen zu schätzen, was hier in der Region hergestellt wird – und unseren Korn zumindest auf das Niveau heben, wie den Grappa in Italien, Whisky in Irland, Schottland oder England, Wodka in Russland oder Polen und der Obstbrand im Süden und ihn genießen.“ Dabei gehe es ihm nicht um Überlegenheit: „Ich will nicht besser sein als irgendeine andere Brennerei auf der Welt, aber ich wünsche mir Gleichberechtigung. Das wäre ein faires Ziel.“

Wenig Lobby, viel Missverständnis

Ein Hindernis auf diesem Weg sei die hartnäckige Vorstellung, Korn sei ein Getränk für den schnellen Konsum, der Ruf von „Ex und weg“ hafte ihm bis heute an. „Und die Lobby für Korn ist in Deutschland nicht annähernd so stark wie bei Cognac oder Whisky“, erklärt Böckenhoff. „Cognac hat ein gewisses Prestige, aber in Frankreich sagen junge Leute längst: Das ist Schnaps für alte Leute.“ Korn hingegen könne ein modernes, regional verankertes Qualitätsprodukt sein, wenn man ihm den Raum zur Entfaltung gebe.

Lavendelgeist aus der Brennerei Dirk Böckenhoff
Innovativ und regional: Dirk Böckenhoff präsentiert seinen mittlerweile ebenfalls erhältlichen 40-prozentigen Lavendelgeist – destilliert aus echtem Rüster Lavendel.. Foto: Petra Bosse

EU-Regeln und die Folgen

Ein zentraler Punkt, den Böckenhoff kritisiert, ist die europäische Regelung, wonach der letzte Verarbeitungsschritt über die Herkunft eines Produkts entscheidet. „Das führt dazu, dass Betriebe einfach Alkohol einkaufen, verdünnen und sich dann Hersteller nennen. Das ist nicht im Sinne des Handwerks und auch nicht im Sinne des Verbrauchers.“

Die Wahrheit über die Herstellung: Korn ist aufwendiger – und teurer

Auf die Frage, ob Korn nicht deutlich günstiger herzustellen sei als Cognac oder Whisky, widerspricht Böckenhoff entschieden: „Nein, im Gegenteil. Echten Korn selbst zu brennen ist deutlich aufwendiger und teurer.“ Während für Cognac lediglich Wein eingekauft werde, oft zu Preisen, über die sich viele Winzer nur wundern könnten, sei der Herstellungsprozess bei Korn umfassender. „Für Korn brauche ich eine Gärstation, eine Maischestation, eine Rohbrennblase, und das alles aufwendig gewartet und bedient“, so Böckenhoff. Beim Cognac reiche hingegen oft ein einzelnes Gerät: „Ich pumpe den eingekauften Wein hinein, erhitze ihn, er wandert über die Böden nach oben, und was dabei herauskommt, ist Cognac. Preiswerter geht es kaum.“

Böckenhoff´s Korn aus Erle selbstgebrannt in 5. Generation
Traditionell über 100 Jahre sind auch die grünen Flaschen. Foto: Petra Bosse

Korn in reinster Form – mehr als ein Getränk

Für Böckenhoff steht fest: Korn sei eine der reinsten Formen hochprozentiger Spirituosen. „Getreide – also Korn – ist die Basis. Daraus entsteht Wodka oder eben Korn, und beide gelten in der Pharmazie sogar als Ausgangsstoffe für flüssige Arzneimittel in Vorbehaltssektoren. Das zeigt, wie hochrein und qualitativ dieser Alkohol ist.“

Sein Appell: Korn müsse wieder als das gesehen werden, was er im besten Fall sei, ein handwerklich hergestelltes Qualitätsprodukt mit regionaler Identität, das seinen Platz neben internationalen Klassikern verdient habe.

Kulturgut Korn: Ein Appell an die Region

„Ich wünsche mir, dass die Leute anfangen, regionale Produkte wieder zu schätzen“, sagt Dirk Böckenhoff zum Schluss. Gerade kleine, handwerklich arbeitende Betriebe wie Bäckereien, Metzgereien oder eben Brennereien seien wichtige Anker in ländlichen Regionen, auch, weil sie Vertrauen schaffen könnten, das große Konzerne zunehmend verspielen. „Es lohnt sich, das zu erhalten, für die Region, für die Identität und für die Vielfalt.“ Seine Botschaft ist klar: Korn ist nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut.

Inzwischen hat sich viel getan: Das ehemalige Wohnhaus wurde zum Gästehaus „Koornhuis“ umgebaut, neue Strukturen haben Einzug gehalten. Doch eines ist geblieben: Der Alte Korn schmeckt noch immer wie damals; klar, kräftig und mit viel Geschichte im Glas.

Info: Was macht echten Korn aus und wie entsteht er?

Korn ist nicht gleich Korn. Entscheidend ist, wie gebrannt wird. Während industriell gefertigte Sorten meist auf Effizienz setzen, greifen handwerklich arbeitende Kornbrenner noch auf das klassische Feinbrandverfahren zurück. Doch was bedeutet das genau?

Brennsäule Kornbrennerei Böckenhoff
Foto: Petra Bosse (A)

Was ist ein Kornbrenner?

Ein Kornbrenner ist ein Brennereibetrieb oder eine Person, die aus Getreide, meist Roggen, Weizen, Gerste oder Dinkel Kornbrand herstellt. Korn gehört zu den ältesten Spirituosen Europas und ist eine typisch deutsche Spezialität mit geschützter Herkunft.

Der Produktionsprozess beginnt mit dem Einmaischen des Getreides, bei dem Stärke in Zucker umgewandelt wird. Danach folgt die alkoholische Gärung, bevor die Maische in einer Brennblase destilliert wird.

Feinbrand bei Korn – was bedeutet das?

Die Destillation verläuft in zwei Schritten:

  1. Rohbrand: Im ersten Brenndurchgang wird der vergorene Alkohol aus der Maische gewonnen. Das Rohdestillat enthält jedoch noch viele unerwünschte Begleitstoffe.
  2. Feinbrand: Im zweiten Durchgang, dem sogenannten Feinbrand, wird der Rohbrand erneut destilliert. Dabei wird sehr präzise gearbeitet: Der Brenner trennt die sogenannten Vorläufe (mit scharfen, flüchtigen Stoffen), den Mittellauf (das Herzstück mit reinem Ethanol) und die Nachläufe (mit Fuselölen).

Nur der Mittellauf wird für den Korn verwendet – er ist klar, rein und besonders mild. Diese sorgfältige Trennung ist entscheidend für die Qualität des Endprodukts.

Fazit: Handwerk mit Anspruch

  • Kornbrenner stellen aus Getreide hochprozentigen Alkohol her – meist Kornbrand.
  • Wer im Feinbrandverfahren brennt, trennt besonders exakt und qualitätsbewusst die verschiedenen Fraktionen des Alkohols.
  • Dieses Verfahren wird heute nur noch von wenigen handwerklich arbeitenden Brennereien angewendet, ist aber entscheidend für einen hochwertigen, milden und klaren Korn.

Was ist eigentlich Fusel – und warum ist das „Fuselziehen“ so wichtig?


Ganz einfach: Beim Brennen trennt der sogenannte Fuselzieher im Feinbrandverfahren die Spreu vom Weizen, oder besser gesagt: den guten Alkohol von den ungewollten Nebenprodukten.
Fusel ist der umgangssprachliche Begriff für unerwünschte Stoffe, die beim Destillieren entstehen, darunter Alkohole höherer Ordnung und Fuselöle, die etwa aus dem Getreide stammen. Sie machen den Alkohol schwer, unrein und verursachen nicht selten den berühmten Kater. Beim Fuselziehen werden diese Stoffe gezielt vom hochwertigen Ethanol getrennt.
👉 Ohne Fuselziehen: trüber Geschmack, schwere Köpfe.
👉 Mit Fuselziehen: klarer Korn, reines Aroma – und ein Hoch auf saubere Handwerkskunst!

Wahlvorschläge für Kommunalwahl 2025: Wahlausschuss lässt alle Bewerbungen zu

Vier Kandidaten bewerben sich um das Bürgermeisteramt in Raesfeld. Für die Kommunalwahl am 14. September 2025 haben sich in der Gemeinde Raesfeld vier Personen um das Amt des Bürgermeisters beworben: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und der parteilose Einzelbewerber Jonathan Schmidt.

Die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen am 14. September 2025 ist am 7. Juli um 18 Uhr abgelaufen. Für das Bürgermeisteramt, die Wahlbezirke sowie die Reservelisten wurden keine Mängel festgestellt, alle Wahlvorschläge wurden zugelassen.

Sitzung des Wahlausschusses: Prüfung der Vorschläge

Am 8. Juli 2025 trat der Wahlausschuss der Gemeinde Raesfeld nach ordnungsgemäßer Einladung zusammen. Ziel der Sitzung war die Prüfung und Entscheidung über die Zulassung der eingereichten Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 14. September. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung um 17 Uhr und verpflichtete die Beisitzenden und die Schriftführerin zur unparteiischen Amtsausübung sowie zur Verschwiegenheit – insbesondere im Hinblick auf wahlgeheime Vorgänge.

Öffentlichkeit, Zeitpunkt und Tagesordnung waren gemäß § 6 Absatz 2 Satz 1 der Kommunalwahlordnung rechtzeitig bekannt gemacht worden. Auch die Vertrauenspersonen aller eingereichten Wahlvorschläge wurden schriftlich eingeladen.

Vorgestellte Wahlvorschläge

Der Vorsitzende legte dem Wahlausschuss die folgenden Wahlvorschläge vor:

A. Wahl des Bürgermeisters / der Bürgermeisterin:

  1. Dirk Kuhmann, CDU, Verwaltungsbeamter, geb. 1976 in Rhede,
  2. Johannes Ostermann, UWG, geb. 1990 in Wesel, staatl. geprüfter Agrarbetriebswirt,
  3. Andreas Erzkamp, SPD, geb. 1966 in Gelsenkirchen,
  4. Jonathan Schmidt, selbst. Bürokaufmann, geboren 1987 in Duisburg, Einzelbewerber (parteilos).

B. Direktkandidaten in den Wahlbezirken: siehe Anhang II
C. Bewerberinnen und Bewerber auf den Reservelisten: siehe Anhang III

Ergebnis der Vorprüfung

Die eingegangenen Wahlvorschläge trugen jeweils den erforderlichen Eingangsvermerk. Kein Vorschlag war verspätet. In der Sitzung wurden die Unterlagen im Detail geprüft. Die Kontrolle umfasste unter anderem:

  • Korrekte Bezeichnung von Partei oder Wählergruppe bzw. Einzelbewerbung
  • Satzung, Programm und Vorstandsnachweis bei Parteien oder Wählergruppen
  • Ordnungsgemäße Aufstellung und Dokumentation der Kandidatinnen und Kandidaten
  • Gültige Unterschriften, Bescheinigungen der Wählbarkeit und des Wahlrechts
  • Zustimmungserklärungen der Bewerberinnen und Bewerber
  • Bei Einzelbewerbungen: Unterlagen gemäß § 15a Kommunalwahlgesetz

Beschluss: Alle Wahlvorschläge zugelassen

Der Wahlausschuss beschloss einstimmig, alle fristgerecht eingereichten Wahlvorschläge zuzulassen. Die vollständige Liste der zugelassenen Bewerbungen ist in Anhang IV aufgeführt.

20 Jahre Förderverein: LKW auf dem Schulhof sorgt für Aha-Effekt

Ein imposanter LKW samt Anhänger parkte am 26. und 27. Juni mitten auf dem Schulhof der Silvesterschule Erle.

Anlass war das 20-jährige Jubiläum des Fördervereins, der gemeinsam mit der Schule und der Fahrschule Strothmann die Aktion „Toter Winkel“ organisierte. Ziel war es, Grundschülern die Gefahren im Straßenverkehr eindrücklich und praxisnah zu vermitteln.

LKW-Erlebnis mit Aha-Effekt

Alle Klassen durften den LKW nacheinander erkunden und selbst auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Von dort aus wurde schnell klar, wie eingeschränkt die Sicht für LKW-Fahrer trotz Spiegeln und Technik ist. Flatterband markierte den toten Winkel, dort stellte sich jeweils die ganze Klasse auf. Der Blick aus dem Führerhaus bestätigte: Kein einziges Kind war zu sehen. Nicht nur die Kinder zeigten sich beeindruckt, auch die Lehrkräfte lobten die anschauliche Vermittlung der wichtigen Sicherheitsbotschaft.

Engagement aus dem Ehrenamt

„Wir vom Förderverein haben Anfang des Jahres überlegt, wie wir unser Jubiläum gestalten könnten. Ich kannte die Aktion aus Dorsten und war sofort begeistert, genauso wie der gesamte Vorstand“, berichtete Jonathan Schmidt, 1. Vorsitzender des Fördervereins. Nach Rücksprache mit dem Schulteam wurde das Projekt fest in den Unterricht integriert.

Auch die Gemeinde Raesfeld unterstützte das Engagement. Vertreter Jörg Heselhaus überreichte dem Förderverein zum Jubiläum einen Scheck über 125 Euro und gratulierte persönlich, inklusive LKW-Test auf dem Fahrersitz.

Unterstützung aus der Region

Die Fahrschule Strothmann stellte nicht nur den LKW, sondern auch einen Fahrschullehrer für beide Tage kostenfrei zur Verfügung. „Eine fabelhafte Idee“, lautete die Rückmeldung von Geschäftsführer Jonas Strothmann.

Leihhühner als Jubiläumsgeschenk

Als weiteres Geschenk zum Jubiläum finanziert der Förderverein ein neues Schulprojekt: Zwei Wochen lang werden sogenannte Leihhühner auf dem Schulgelände einziehen. „Wir wollten der Schule etwas Besonderes schenken. Die Wahl fiel auf dieses tiergestützte Projekt“, so Schmidt. Nach den Sommerferien lernen die Kinder dadurch praxisnah Verantwortung, artgerechte Haltung und den Alltag mit Tieren kennen.

Der Förderverein bedankt sich herzlich bei allen Unterstützern, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.

Vier Landratskandidaten und zahlreiche Listen: So geht der Kreis Borken in die Wahl

Der Kreiswahlausschuss des Kreises Borken hat am Donnerstag, 10. Juli 2025, einstimmig über die Zulassung der Wahlvorschläge für die Landratswahl und die Kreistagswahl entschieden.

Für das Amt des Landrates treten vier Bewerber an: Dr. Kai Zwicker (CDU), Norbert Ricking (SPD), Jens Steiner (GRÜNE) und Ludger Marwitz (AfD). Bei der Kreistagswahl wurden nahezu alle eingereichten Wahlvorschläge zugelassen – lediglich vier mussten aufgrund formaler Mängel zurückgewiesen werden.

Wahlvorschläge für den Kreistag größtenteils zugelassen

Für die Wahl des Kreistages am 14. September 2025 wurden die Wahlvorschläge folgender Parteien und Wählergruppen zugelassen:

  • CDU, SPD, GRÜNE, FDP, AfD und Die Linke in allen 30 Kreiswahlbezirken
  • UWG Kreis Borken e. V. in den Wahlbezirken 1 sowie 8 bis 30
  • Stadtpartei Bocholt in den Wahlbezirken 2 bis 7
  • BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) in den Wahlbezirken 1 bis 11, 14 sowie 16 bis 30

Auch die entsprechenden Reservelisten aller genannten Parteien und Wählergruppen wurden zugelassen – mit zwei Ausnahmen:

  • Eine Kandidatin auf der Reserveliste der FDP wurde nicht zugelassen, da nicht alle Unterlagen vorlagen.
  • Die BSW-Bewerber für die Wahlbezirke 12, 13 und 15 wurden zurückgewiesen, da die erforderlichen Unterstützungsunterschriften fehlten.

Vier Bewerbungen für das Amt des Landrates

Auch die Wahlvorschläge für das Amt des Landrates wurden einstimmig zugelassen. Folgende Kandidaten treten an:

  • CDU: Dr. Kai Zwicker (Heek, amtierender Landrat)
  • SPD: Norbert Ricking (Gronau)
  • GRÜNE: Jens Steiner (Heek)
  • AfD: Ludger Marwitz (Bocholt)

Sommerfest und Naturparktag für die ganze Familie auf Hof Punsmann

Einladung zu Naturerlebnissen, Mitmachaktionen und regionalem Genuss am 13. Juli in Lembeck. Naturinteressierte jeden Alters erwarten spannende Angebote auf dem Hof der Biologischen Station.

Natur entdecken, erleben, mitmachen

Lembeck, 7. Juli 2025 – Die Biologische Station Kreis Recklinghausen und der Naturpark Hohe Mark laden am Sonntag, 13. Juli, von 11 bis 17 Uhr zum gemeinsamen Sommerfest und Naturparktag auf den Hof Punsmann in Lembeck, Im Höltken 11, ein. Auf dem weitläufigen Gelände steht die Natur im Mittelpunkt – mit zahlreichen Angeboten zum Staunen, Ausprobieren und Lernen.

Aktionen für alle Sinne

Ob bei der Wiesenrallye, der Teichexpedition oder an der Duftorgel: Für Kinder und Erwachsene gibt es viele Möglichkeiten, Natur hautnah zu erleben. Die Fühlbox lädt dazu ein, mit den Händen Dinge aus der Natur zu ertasten. Wer Vogelstimmen zuordnen möchte, ist am Stand der Biologischen Station richtig.

Lokale Vereine und Akteure aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz informieren über Themen wie Artenvielfalt, Gartenpflanzen, Imkerei oder die Verarbeitung von Schafwolle. Auch historische Landmaschinen und alte Traktoren können besichtigt werden.

Spaß, Spiel und Wissen

Die jüngsten Besucher dürfen sich auf eine Hüpfburg freuen. Größere Kinder können ihr Wissen beim Quiz der Biologischen Station unter Beweis stellen – mit etwas Glück wartet ein kleiner Gewinn.

Wer die Umgebung aktiv erkunden möchte, startet am besten den LandStreifer-Rundweg „Tiefe Berge – hohe Täler“. Die abwechslungsreiche Strecke beginnt direkt an der Biostation.

Kulinarisches aus der Region

Für das leibliche Wohl sorgen Waffeln, Eis, Kuchen und Würstchen. So lässt sich der Tag in entspannter Atmosphäre genießen.

Mit dem Feuerwehrauto durch den Naturpark

Informationen rund um den Naturpark Hohe Mark liefert das auffällige rote Infomobil – ein umgebautes französisches Feuerwehrauto aus dem Jahr 1963. Es hält Broschüren und Karten zu Rad- und Wandertouren im gesamten Naturpark bereit.

Dagmar Beckmann vom Naturpark Hohe Mark sagt: „Alle Angebote rund um unser Naturparkhaus bilden eine super Erlebniseinheit für einen ereignisreichen Tagesausflug. Wir freuen uns auf viele Gäste.“

Sabine Poppe von der Biologischen Station ergänzt: „Uns freut besonders, dass wir nicht nur als Biostation, sondern auch als Naturparkhaus immer mehr Naturinteressierte, Radfahrer, Wanderer sowie Kindergartengruppen und Schulklassen auf Hof Punsmann begrüßen dürfen.“

Wer die Biologische Station am kommenden Sonntag nicht besuchen kann, ist herzlich eingeladen, im Jahresprogramm zu stöbern, das Gartengelände mit Bauerngarten und die Ausstellung sind ganzjährig geöffnet.
Adresse: Im Höltken 11, 46286 Dorsten; www.biostation-re.de

Tagesausflug ins niederländische Wehl und nach Doetinchem – Jetzt anmelden!

Am Samstag, 6. September 2025 feiert die Stadt Doetinchem ihr jährliches Stadtfest. Raesfelds niederländische Partnergemeinde Wehl, die seit einigen Jahren zur Stadt Doetinchem gehört, lädt die Raesfelderinnen und Raesfelder zu einem entspannten Besuch dort ein.

Am Samstagmorgen wird ein Bus von Erle (Haltestelle Silvesterschule, Abfahrt 09:30 Uhr) und Raesfeld (Haltestelle am Rathaus, Abfahrt: 09:40 Uhr) in Richtung Wehl starten. Doetinchems Bürgermeister Mark Boumans und Mitglieder des niederländischen Partnerschaftsvereins laden die Raesfelder zu einer Rundfahrt durch Wehl und zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten ein, um einen Eindruck von der Partnerstadt zu vermitteln.

Programm

Nach einem Mittagsimbiss schließt sich ein ausgedehnter Besuch des Stadtfestes in Doetinchem an. Hier warten Live-Musik, ein großer Markt mit lokalen Produkten, ein Jahrmarkt, eine Partymeile und natürlich die typisch holländische Gelassenheit und Feierlaune auf die Raesfelder Gäste. Ein detailliertes Programm des Stadtfestes ist unter www.stadsfeestdoetinchem.nl zu finden. Die Rückfahrt ist für 22.00 Uhr geplant, um gegen 23.00 Uhr wieder in Raesfeld anzukommen.

Der Tagesausflug mit dem Bus inkl. Mittagsimbiss kostet pro Person nur 10,00 Euro, da der Besuch in der Partnerstadt im Rahmen des Interreg-Programms Deutschland-Nederland von der Europäischen Union und den Interreg-Partnern finanziell unterstützt wird.

„Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger interessiert sind, einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen, sich mit unseren holländischen Freunden auszutauschen und etwas voneinander zu erfahren. Das ist gelebte Partnerschaft“, lädt Bürgermeister Martin Tesing zur Teilnahme ein.

Anmeldungen sind ab sofort bei Claudia Weßeling [email protected], Telefon: 02865 955 100) möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

TSV Raesfeld startet LEADER-Projekt für barrierefreie Begegnungsstätte

Neue Förderprojekte starten – TSV Raesfeld profitiert

In der LEADER-Region Hohe Mark nehmen neue Projekte Fahrt auf. Bei der erweiterten Vorstandssitzung am 25. Juni im Heimathaus Wulfen wurden zwei neue LEADER-Projektanträge beschlossen. Auch aus Raesfeld ist ein Kleinprojekt unter den 22 bewilligten Vorhaben, die 2025 mit rund 200.000 Euro umgesetzt werden.

TSV Raesfeld schafft barrierefreie Begegnungsstätte

Der TSV Raesfeld e.V. plant auf dem Vereinsgelände den Bau einer überdachten und teilweise barrierefreien Begegnungsfläche. Die neue Einrichtung soll nicht nur dem Vereinsleben dienen, sondern auch für Kitas, Schulen und soziale Einrichtungen offenstehen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer setzen das Projekt gemeinsam um. Ziel sei es, den Sportplatz stärker als sozialen Treffpunkt für alle Generationen zu etablieren.

22 Kleinprojekte setzen Impulse im ländlichen Raum

Im Jahr 2025 werden 22 Kleinprojekte in der LEADER-Region Hohe Mark mit insgesamt 200.000 Euro gefördert. Die Mittel stammen zu 180.000 Euro aus dem GAK-Programm von Bund und Land, die restlichen 20.000 Euro steuern die beteiligten Kommunen bei – darunter auch Raesfeld.

Bürgermeister lobt Engagement in der Region

Dr. Patrick Voßkamp, Bürgermeister von Heiden und Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG), erklärt: „Die Projekte zeigen, wie lebendig die Region ist. Kleinprojekte stärken Lebensqualität, Zusammenhalt und Nachhaltigkeit – dank des großen Engagements vor Ort.“

Projektideen einreichen – so geht’s

Interessierte aus Raesfeld und Umgebung können eigene Projekte beim Regionalmanagement einreichen:
📞 02561 917169-11
✉️ [email protected]

LEADER-Projektideen können ganzjährig eingereicht werden. GAK-Kleinprojekte nur einmal pro Jahr. Gefördert werden bis zu 70 Prozent der Kosten, maximal 250.000 Euro.
Alle Informationen gibt es unter: www.leader-hohemark.de

Raesfeld: Gemeinschaftshaus Martinus fast fertig – Einweihung im September

Am 7. September 2025 wird das neue Gemeinschaftshaus MARTINUS in Raesfeld feierlich eröffnet. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit entsteht ein Ort für Begegnung, Gemeinschaft und Engagement. Trotz letzter offener Arbeiten steht der Einweihung nichts im Wege.

Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau (3)

Feierliche Eröffnung mit Gottesdienst und Begegnung

Die Kirchengemeinde St. Martin lädt am Sonntag, 7. September 2025, zur feierlichen Eröffnung des neuen Gemeinschaftshauses MARTINUS ein. Um 10:30 Uhr beginnt die Festmesse in der Pfarrkirche St. Martin. Anschließend folgt die Segnung der Räume sowie ein gemeinsamer Imbiss im neuen Haus. Die Verantwortlichen hoffen, dass das MARTINUS Gemeinschaftshaus künftig als lebendiger Ort der Begegnung angenommen wird, von Vereinen, Gruppen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau

Ein Haus für viele: flexible Nutzung auf 750 Quadratmetern

Mit dem Spatenstich im Februar 2024 begann der Bau des rund 750 Quadratmeter großen Gebäudes. Auftraggeberin ist die katholische Kirchengemeinde. Das Gemeinschaftshaus wurde so geplant, dass es vielfältig nutzbar ist: Im Erdgeschoss befindet sich ein großer, teilbarer Gemeinschaftsraum. Dieser kann sowohl von der Kirchengemeinde als auch von der politischen Gemeinde genutzt werden – etwa für Sitzungen, Begegnungen oder Feste.

Georg Badurczyk im Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld
Der Gemeinschaftsraum im neuen Gemeinschaftshaus Martinus, der zukünftig in drei flexible Räume verändert werden kann. Foto: Petra Bosse

Im oberen Bereich sei neben Verwaltungsräumen auch ein Paramentenzimmer vorgesehen. Ein großzügiger Jugendbereich, der über eine Außentreppe separat erreichbar sei, ermögliche eine unabhängige Nutzung durch junge Menschen. Die Innenwände wurden in Trockenbauweise errichtet, damit bei künftigem Bedarf Anpassungen leicht umgesetzt werden können.

Georg Badurczyk, Vorstand Kirchengemeinde St. Martin Raesfeld
Georg Badurczyk, Vorstand Kirchengemeinde St. Martin Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Herausforderungen zum Schluss: „Der ganz normale Wahnsinn“

Wenige Wochen vor der Eröffnung sprach Georg Badurczyk vom Kirchenvorstand offen über die letzten Herausforderungen. „Wir haben leichte Kopfschmerzen, weil nicht alles so läuft, wie wir uns das vorstellen“, sagte er. Es gebe Verzögerungen bei verschiedenen Handwerksleistungen und „Sie sind nicht so im Terminplan, wie wir uns das gewünscht hätten“. Trotzdem gehe Badurczyk davon aus, dass das Einweihungsfest wie geplant stattfinden kann.

Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau
Seite zur Kirche hin. Foto: Petra Bosse

Einige Arbeiten, etwa die Einrichtung des Pfarrbüros, technische Anschlüsse oder das Aufstellen von Möbeln, müssten dann noch nach der Feier abgeschlossen werden. Badurczyk kommentierte die Situation mit einem Augenzwinkern: „Das ist der ganz normale Wahnsinn kurz vor der Eröffnung.“

Symbolik und Gestaltung: Gemeinschaft sichtbar machen

Beim Rundgang durch das neue Gebäude wies Badurczyk auch auf die gestalterischen Elemente hin. Besonders hervorzuheben sei das Martinus-Bild, das sowohl im Eingangsbereich als auch am Eingang zum Obergeschoss zu finden ist. Es stehe für das soziale und christliche Leitbild des Hauses. Die Verbindung von kirchlichem Auftrag und bürgerlicher Nutzung solle auch architektonisch erkennbar sein.

Die Küche im Gemeinschaftshaus Martinus
Die Küche im Gemeinschaftshaus Martinus.
Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau.
Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau
Aufgang zu den Jugendräumen.
Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau
Gemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld Neubau
Fotos: Petra Bosse

Rückblick mit Wumms: Der Königsschuss von Werner Vorholt

Ein kurzer Blick zurück auf den Schützenfest-Montag in Raesfeld: Der entscheidende Treffer kam – und der Vogel fiel. Präsident Werner Vorholt setzte sich die Krone auf. Danach wurde im Festzelt gefeiert, was das Zeug hält.

Mit Königin Kerstin Bleker an seiner Seite sowie der Throngemeinschaft – Ehrenherr Werner Nienhaus, Ehrendame Ruth Baumeister, Ehrendame Heike Dirks und Heiko Büsken, zeigte der neue König, wie Raesfeld feiert. Stimmung, Blasmusik mit Raesfelder Burgmusikanten und Schützenfreude – das Video hält’s fest.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Betriebsferien bei El Greco: Vom 14. Juli bis 7. August geschlossen

Das griechische Restaurant El Greco an der Klümperstraße in Raesfeld verabschiedet sich in die Sommerpause. Von Montag, 14. Juli, bis einschließlich Donnerstag, 7. August 2025 bleibt das Lokal geschlossen.

Ab Freitag, 8. August, heißt das Team seine Gäste wieder herzlich willkommen – wie gewohnt mit mediterraner Küche, familiärer Atmosphäre und frischen Spezialitäten aus Griechenland.

Wer vor der Pause noch einmal vorbeischauen möchte, hat bis Sonntag, 13. Juli, Gelegenheit dazu.

47 Polizeianwärterinnen und -anwärter starten Praxisphase in Borken

Der Polizeinachwuchs zeigt Präsenz – künftig sitzt öfter eine dritte Uniform im Streifenwagen.

Insgesamt 47 Nachwuchskräfte begrüßte der Abteilungsleiter Polizei, Leitender Polizeidirektor Paul Albers, am vergangenen Montag in der Schönstatt-Au in Borken. Sie alle treten ihre Praxisphase an – und sind in den kommenden Wochen gut sichtbar im Streifendienst unterwegs.

Aufmerksamen Bürgern wird dabei auffallen: In einigen Streifenwagen sitzen derzeit nicht wie gewohnt zwei, sondern drei Schutzleute. Der Grund: Polizeianwärterinnen und -anwärter begleiten erfahrene Einsatzkräfte im Rahmen ihrer Ausbildung im echten Einsatzgeschehen.

„Die dritte Uniform steht für Zukunft“

„Die dritte Uniform im Wagen steht für Ausbildung, Engagement und Zukunft“, betont Albers. „Unsere Anwärterinnen und Anwärter tragen die gleiche Uniform wie ihre Kolleginnen und Kollegen – das ist ein deutliches Signal: Sie sind Teil des Teams. Die Uniform vermittelt von Beginn an Vertrauen, Identität und Verantwortungsbewusstsein.“

Ausbildung und Einsatzfähigkeit im Gleichklang

Im Streifenwagen sind die Rollen klar verteilt: Ein erfahrener Tutor oder eine Tutorin begleitet den Nachwuchs individuell durch die Praxis. Eine weitere erfahrene Einsatzkraft unterstützt das Team, sodass Ausbildung und Einsatzfähigkeit reibungslos zusammenwirken.

Investition in die Sicherheit von morgen

Die Polizei bittet um Verständnis, falls es bei diesen begleiteten Einsätzen zu kleineren Verzögerungen oder Rückfragen kommt. Für die jungen Beamtinnen und Beamten ist diese Phase ein zentraler Bestandteil ihrer Ausbildung – und eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung.

„Wir freuen uns, dass wieder motivierter Nachwuchs den Weg in den Polizeidienst findet“, so Albers weiter. „Mit einem erfahrenen Tutor an ihrer Seite sammeln unsere Anwärterinnen und Anwärter wertvolle Erfahrungen im realen Einsatz – das stärkt nicht nur ihre Kompetenz, sondern auch die Qualität unseres gesamten Dienstes.“

Lea Hacker bleibt Scoutin der Skurios Volleys in der 1. Bundesliga

Die 18-jährige Lea Hacker bleibt Scoutin der Skurios Volleys, geht in ihre dritte Saison und behält auch in der 1. Bundesliga bei Heim- und Auswärtsspielen den Überblick.

Nach jedem Spiel wandert der Blick der Skurios-Spielerinnen zur Statistik: Aufschläge, Asse, Blockpunkte – die Daten sind für das Team unverzichtbar. Seit zwei Jahren sorgt Lea Hacker für eine präzise Erfassung dieser Werte. Auch in der ersten Bundesligasaison 2025/26 bleibt die 18-Jährige als Scoutin an Bord – und startet damit in ihr drittes Jahr mit dem Team.

Eine der jüngsten Scouts der Liga

Lea Hacker zählt zu den jüngsten Scouts der gesamten Liga. Zur Saison 2023/24, mit Einführung der 2. Bundesliga Pro, wurde das Scouting Pflicht – damals war Lea erst 16 Jahre alt. Schon zuvor hatte sie sich intensiv in die komplexe Aufgabe eingearbeitet, bei der sie am Laptop sitzend Daten erfasst, auswertet und beobachtet.

Lea Hacker Skurios Volleys Borken
©Thomas Hacker

„Das Scouting wird noch wichtiger“

Cheftrainerin Danuta Brinkmann ist froh über die Vertragsverlängerung:
„Wir arbeiten gut auf der Bank zusammen“, sagt sie. „Das Scouting und die Spielvorbereitung hat sie bislang sehr gut gemacht – und in der 1. Liga wird diese Aufgabe noch wichtiger.“

Lea saß bei nahezu allen Auswärtsspielen der letzten Saison auf der Trainerbank. Im engen Austausch mit Brinkmann lieferte sie Live-Daten und taktische Einschätzungen. Auch bei den Heimspielen war sie durchgängig im Einsatz – konzentriert, verlässlich, mittendrin.

Erfolgsprognose schon vor Saisonstart

„Ich durfte in den letzten beiden Spielzeiten unfassbar viel lernen“, sagt Lea rückblickend.
Besonders bei engen Spielen sei ihr deutlich geworden, wie entscheidend ein gutes Scouting im Hintergrund sein könne. Die Saison 2024/25 endete mit dem Meistertitel in der 2. Bundesliga Pro – ein emotionaler Höhepunkt für das gesamte Team, auch für Lea.

„Diese Meisterschaft war für mich ein riesiges Highlight“, erzählt sie. Schon vor Saisonstart sei sie überzeugt gewesen, dass der Aufstieg gelingen könne – und lag damit, wie bereits 2021/22, richtig.

Engagement auch im Jugendbereich

Neben ihrer Tätigkeit bei den Skurios Volleys engagiert sich Lea als Jugendtrainerin beim RSV Borken 22 e.V., dem Stammverein des Teams. Dort betreut sie mehrere Nachwuchsmannschaften und wird in der kommenden Saison U14- und U16-Spielerinnen trainieren. Parallel studiert sie Soziale Arbeit und plant den Abschluss der Trainer B-Lizenz.

„Ich bin sehr dankbar, dass mir hier so viel Vertrauen entgegengebracht wird“, sagt Lea. „Ich freue mich riesig auf neue Herausforderungen, neue Gegner und neue Chancen, mich weiterzuentwickeln.“

Skurios Volleys setzen auf eigene Talente

Mit der Vertragsverlängerung von Lea Hacker unterstreichen die Skurios Volleys ihre Philosophie: Junge Talente aus der eigenen Region erhalten echte Entwicklungschancen – nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Trainerteam. Borken bleibt Borken – auch in Liga eins.

Zeugnistelefon der Bezirksregierung Münster hilft bei Schulproblemen

Kreis Borken. Wer sich zum Schuljahresende Sorgen um Noten oder eine mögliche Klassenwiederholung macht, kann das Zeugnistelefon der Bezirksregierung Münster nutzen.

Darauf weist Dr. Sascha Borchers, Leiter der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken, hin.

Beratungstermine und Telefonnummer

Das Zeugnistelefon ist an folgenden Tagen erreichbar:

  • Donnerstag, 10. Juli 2025: 10–12 Uhr und 13–15 Uhr
  • Freitag, 11. Juli 2025: 10–12 Uhr und 13–15 Uhr
  • Montag, 14. Juli 2025: 10–12 Uhr und 13–15 Uhr

Die Beratung erfolgt unter der Rufnummer 0251 411-4199.

Schulpsychologische Beratung auch außerhalb der Zeugniszeit

Neben dem Zeugnistelefon bietet die Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Borken ganzjährig telefonische Beratung an. Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte können sich montags bis freitags an das Fachteam wenden. Die aktuellen Sprechzeiten sind auf der Website abrufbar:
👉 https://rsb-borken.de/arbeitsweisen-team/telefonsprechzeiten

Alle Gespräche sind kostenfrei und vertraulich.

Raesfeld in Sommerlaune: „Turn On“ live an der Freiheit 24

Zweiter Termin bei „Raesfeld in Sommerlaune“ steht bevor in der Freiheit 24

Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ des Ortsmarketing Raesfeld e.V. ist wieder im vollen Gange und der zweite Termin am Freitag, den 11. Juli 2025 von 17 bis 22 Uhr steht kurz bevor.

Sommerabend an der Freiheit 24

Das Restaurant Freiheit 24, direkt am historischen Wasserschloss Raesfeld gelegen, hat für die Gäste am kommenden Freitag einiges vorbereitet. Bier vom Fass oder aus der Flasche, dazu Weine, Sekt und Aperitif aber auch Cocktails mit und ohne Alkohol laden zu einem stimmungsvollen Sommerabend ein. Für den Hunger zwischendurch bieten Reinhard Nießing und sein Team große und kleine Gerichte, auch für Vegetarier. Eine Eisdiele ist keine 100 Meter entfernt. Auf die kleinen Gäste der Sommerlaune wartet eine Hüpfburg.

Live-Musik mit der Partyband „Turn On“

Für klangvolles Entertainment sorgt die Partyband „Turn On“, die für ihre Bühnenpräsenz und der abwechslungsreichen Songauswahl bekannt ist. Rock & Pop der 80er bis heute, modern und tanzbarer Fox oder Top40 Hits stehen auf dem Programm. Ergänzt wird das Repertoire auch als Akustik-Band mit Gesang und Klavierbegleitung. Sängerin „Daniela“ begeistert durch ihre Soul- und Rockstimme und bietet sich mit Gitarristin „Sandana“ eine gelungene Bühnenshow. Elektronische Klänge und Beats unterstützen Keyboarder und Sänger „Dierk“, der passende Grooves und Hits für eine ausgelassene Partystimmung im Gepäck hat.

Kulinarisches Angebot und Programm für Kinder

Die Abende „Raesfeld in Sommerlaune“ werden von den örtlichen Gastronomen in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing Raesfeld e.V. organisiert. An acht aufeinanderfolgenden Freitagen, vom 04. Juli bis 22. August 2025, können Gäste ein sommerlich-musikalisches und kulinarisches Programm genießen. Der Eintritt ist frei!

Ausblick auf den nächsten Freitag mit Rainer Migenda

Am 18.07.2025 spielt der bereits bekannte Sänger und Entertainer „Rainer Migenda“ im Trio mit Gitarre, Drums und Percussion. Das Rathauscafé und Anton sind die Organisatoren des Abends und empfangen die Gäste mit schmackhaften Speisen und kühlen Getränken.

Gemeinde hat Millionen eingeplant – UWG fordert weitere Mittel für Wirtschaftswege

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Die UWG-Fraktion Raesfeld-Erle will erreichen, dass künftig 20 Prozent der Haushaltsüberschüsse der Gemeinde zweckgebunden für die Sanierung und den Ausbau der Wirtschaftswege eingesetzt werden. Und zwar zusätzlich zu den bereits im Haushalt eingeplanten Mitteln.

Ziel sei es, dem Sanierungsstau auf den vielfach maroden Wegen systematisch zu begegnen und die Infrastruktur im ländlichen Raum zukunftsfest zu machen. „Wir dürfen das Thema nicht einfach nur haushalterisch abhaken“, sagte Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen. „Es reicht nicht, einmalig Geld in die Hand zu nehmen. Wir müssen strukturell umdenken und über Jahre hinweg verlässlich investieren. Die Wirtschaftswege sind für viele Menschen in unserer Gemeinde von zentraler Bedeutung – nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für Gewerbe, Freizeit und die Sicherheit im Alltag.“

Antrag: 20 Prozent der Überschüsse fest einplanen

In dem Antrag fordert die UWG, über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren jeweils 20 Prozent der freiwerdenden Haushaltsüberschüsse zusätzlich in die Wirtschaftswege zu investieren. Es geht dabei um Gelder, die über den regulären Haushaltsansatz hinaus zur Verfügung stehen. Diese sollen nicht umgeschichtet, sondern gezielt zusätzlich bereitgestellt werden.

Die UWG verweist auf den teils schlechten Zustand vieler Wege in der Gemeinde. Diese erfüllten laut Fraktion oft nicht mehr die Anforderungen an eine moderne Infrastruktur. Angesichts steigender Anforderungen und eines offensichtlichen Sanierungsstaus reichten die bisherigen Mittel nicht aus.

Transparente Planung und Priorisierung

Die Verwaltung soll laut Antrag jährlich im Rahmen der Haushaltsplanung ermitteln, wie hoch die Haushaltsüberschüsse ausfallen und wie diese zweckgebunden eingesetzt werden können. Zudem soll die Verwendung der Mittel offen dargelegt werden.

Die geplanten Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung sollen nach Dringlichkeit und Nutzen priorisiert und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden. Grundlage dafür soll das bestehende Wirtschaftswegekonzept sein.

Fördermöglichkeiten nutzen und Maßnahme regelmäßig überprüfen

Darüber hinaus fordert die UWG, zu prüfen, ob durch die kommunalen Investitionen zusätzliche Fördermittel von Bund, Land oder EU eingeworben werden können. Alle drei Jahre soll die Maßnahme evaluiert werden. Dabei soll geklärt werden, ob der 20-Prozent-Anteil sinnvoll ist oder angepasst werden sollte. Die UWG sieht in dem Vorschlag einen Beitrag zur Stärkung der örtlichen Infrastruktur und zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.

Wirtschaftswegesanierung - Schäpersweg in Erle wird saniert
Der Schäpersweg in Erle gehört zu den fünf dringend geplanten Maßnahmen, der als 1. saniert werden soll. Foto: Petra Bosse (A)

Gemeinde hatte Mittel bereits deutlich erhöht

Der Antrag an die Gemeindeverwaltung kommt insofern überraschend, als die Gemeinde den Haushaltsansatz für die Sanierung bereits im vergangenen Jahr von 60.000 auf 300.000 Euro erhöht hatte. Das geschah einstimmig. Zudem wurden laut Verwaltung weitere 640.000 Euro an Fördermitteln berücksichtigt.

Bereits im Juni 2024 hatte die Verwaltung die Erarbeitung eines zukunftsorientierten Wirtschaftswegekonzepts angestoßen. Dieses soll als Grundlage dienen, um den Zustand des Wegenetzes strukturiert zu bewerten und notwendige Maßnahmen gezielt umzusetzen.

Die UWG hält ergänzende Schritte dennoch für notwendig. Die Zweckbindung eines festen Anteils aus künftigen Haushaltsüberschüssen könne aus ihrer Sicht die Finanzierung langfristig absichern. „Wir brauchen ein klares Signal, dass dieses Thema nicht weiter hinten angestellt wird“, so van Wasen.

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