Entspannung pur im Kneipp-Tretbecken im Bürgerpark.Das Tretbecken im Raesfelder Bürgerpark ist wieder in Betrieb. Eine neue Enteisenungsanlage sorgt künftig für klares Wasser – ganz ohne rostfarbene Ablagerungen. Die Gemeinde reagierte damit auf hartnäckige Probleme mit dem eisenhaltigen Brunnenwasser.
Tretbecken – Klare Lösung für klares Wasser
Über Wochen hinweg blieb das Tretbecken geschlossen, obwohl das Wasser gesundheitlich unbedenklich war. Doch die eisenhaltige Quelle verursachte wiederholt Ablagerungen, die sich kaum entfernen ließen – trotz intensiver Reinigungsversuche der Raesfelder Volleyballgemeinschaft, die sich ehrenamtlich um die Pflege kümmert.
Das Kneipp-Tretbecken im Bürgerpark lädt zu einem Fußbad ein. Foto: Gemeinde Raesfeld
Bauausschuss bewilligte Nachrüstung
Um dauerhaft Abhilfe zu schaffen, empfahl die Gemeindeverwaltung dem Bauausschuss die Installation einer Enteisenungsanlage mit Sandfilter – eine umweltfreundliche und nachhaltige Lösung. Im März gab der Ausschuss grünes Licht für die Investition in Höhe von rund 50.000 Euro. Eine Fachfirma installierte das System pünktlich zu Beginn der Sommerferien.
Beliebtes Ziel für Erfrischung
„Wir freuen uns sehr, dass das Tretbecken im Bürgerpark nun wieder in Betrieb ist“, sagt Bauamtsleiter Bernd Roters. Seit der Eröffnung des Bürgerparks vor zwei Jahren habe sich das Becken zu einem echten Anziehungspunkt entwickelt. Nun könnten alle wieder ungetrübt kneippen und sich erfrischen.
Bürgerinnen und Bürger erhalten am Donnerstag, 7. August 2025, auf dem Monatsmarkt erneut die Gelegenheit, mit dem Bürgermeisterkandidaten der UWG, Johannes Ostermann, ins Gespräch zu kommen.
Zwischen 14 und 18 Uhr steht Ostermann für persönliche Begegnungen, Fragen und Anliegen zur Verfügung.
Gesprächsangebot auf dem Markt
Wie bereits im Juli bietet Johannes Ostermann auch beim kommenden Monatsmarkt einen offenen Austausch an. Interessierte können seinen Stand aufsuchen, um Fragen zu stellen, Anliegen zu äußern oder sich über seine Ziele und Themen zu informieren.
Bürgernähe betont
Der Bürgermeisterkandidat habe nach eigenen Angaben den direkten Kontakt zu den Menschen aus Raesfeld, Erle und Homer als wichtiges Anliegen bezeichnet. Er wolle die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen und mit ihnen ins Gespräch kommen.
Der Erler Dorfplatz soll grüner werden, zwei neue Bäume sind geplant, die bestehende Eiche bleibt. Doch der Platz ist mit rund 450 Quadratmetern klein und soll künftig multifunktional genutzt werden. Der Gemeinderat diskutierte am 30. Juni, wie zusätzliche Begrünung mit Veranstaltungen und baulichen Planungen vereinbar ist.
CDU-Ratsherr Karl-Heinz Tünte sprach sich dafür aus, zusätzlich zu den geplanten vier Bäumen noch mehr Begrünung auf dem Platz zu prüfen. Auch Norbert Brömmel von den Grünen befürwortete mehr Bäume auf dem Platz, besonders im Hinblick auf heiße Sommertage. „Das Pflaster heizt sich stark auf. Mehr Schatten wäre da dringend notwendig“, so Brömmel.
Ähnlich äußerte sich Volker van Wasen, Fraktionsvorsitzender der UWG: „Bäume sind der beste Schutz fürs Klima.“ Grünen und UWG regten an, bis zu zwei weitere Bäume auf dem Platz zu pflanzen.
Blick auf den Dorfplatz von der zukünftigen Remise aus. Foto: Petra Bosse
Wurzelräume sollen langfristiges Wachstum sichern
Bauamtsleiter Bernd Roters erläuterte, welche baulichen Voraussetzungen erfüllt sein müssten, um neue Bäume dauerhaft zu erhalten. Für jeden Baum müsse ein unterirdischer Wurzelraum mit mindestens zwölf Kubikmetern Volumen eingeplant werden. „Das ist notwendig, damit die Wurzeln genug Platz haben und nicht durch Bodenverdichtung geschädigt werden“, erklärte Roters.
Diese unterirdischen Räume bieten laut Roters mehrere Vorteile: Sie können Regenwasser speichern und es in trockenen Phasen langsam an die Wurzeln abgeben. Zudem ermöglichen sie ein tiefes, stabiles Wurzelsystem. Und: Wenn nicht genug Raum für das Wurzelwerk vorhanden ist, können Baumwurzeln Pflasterungen beschädigen, insbesondere, wenn sie sich unter dem Belag ausdehnen. Das führe langfristig gesehen zu Rissen, Verformungen und hebe mit der Zeit auch Pflastersteine an.
Mit Blick auf die Eiche (links im Bild) in der Mitte des Dorfplatzes, sollen noch weitere Bäume gepflanzt werden. Nur wohin? Foto: Petra Bosse
Multifunktionale Nutzung bleibt wichtig
Der Platz mit einer Fläche von rund 450 Quadratmetern sei ohnehin knapp bemessen, merkte Bürgermeister Martin Tesing an. Entsprechend müsse der hintere Bereich freigehalten werden, unter anderem für eine mögliche Remise und die Anlieferung mit einem Sprinter. „Diese Fläche muss frei bleiben, damit die Remise be- und entladen werden kann“, erklärte Roters.
Zur geplanten Remise äußerte sich Tesing zurückhaltend. Diese sei nicht Bestandteil der aktuellen Planungen. Ursprünglich habe die Brennerei Böckenhoff dort Lagerflächen schaffen wollen. „Inzwischen wurde eine andere Lösung gefunden. Ob es noch einen Bedarf gibt, ist fraglich“, so der Bürgermeister. Die Gemeinde wolle hierzu weitere Gespräche führen.
Die Kosten für die zusätzliche Begrünung wurden auf 50.000 Euro festgesetzt. „Diese Summe ist fix“, so Bauamtsleiter Roters. Die endgültige Entscheidung über Anzahl und Standort der Bäume wurde vertagt und sie trifft allerdings nicht der Gemeinderat, sondern der Bauausschuss.
Am Samstagmittag ist der Löschzug Erle zu einem Heckenbrand in der Steinstraße alarmiert worden. Rund zehn Meter Hecke standen in Flammen. Ein Übergreifen auf einen benachbarten Lagercontainer konnte durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr verhindert werden.
Alarmierung gegen Mittag
Der Alarm ging am 19. Juli 2025 um 12:38 Uhr bei der Feuerwehr ein. Unter dem Einsatzstichwort Feuer_klein rückten die Einsatzkräfte der Gruppe Erle mit den Fahrzeugen 2-HLF20-1, 2-LF10-1 und 1-ELW1-1 zur Einsatzstelle aus. Auch die Polizei NRW war vor Ort.
Hecke brennt auf rund zehn Metern
Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten etwa zehn Meter einer Hecke in der Steinstraße. Das Feuer drohte sich auf umliegende Bereiche auszubreiten. Die Einsatzkräfte begannen umgehend mit einem Löschangriff, bei dem zwei C-Rohre zum Einsatz kamen.
Lagercontainer vorsorglich gekühlt
In unmittelbarer Nähe befand sich ein Lagercontainer einer angrenzenden Kfz-Werkstatt. Um eine Brandausweitung zu verhindern, wurde dieser von der Feuerwehr gekühlt und unter Kontrolle gehalten.
Einsatz nach rund einer Stunde beendet
Nach etwa einer Stunde war das Feuer vollständig gelöscht, und der Einsatz konnte beendet werden. Personen wurden nach bisherigen Angaben nicht verletzt.
Raesfeld investiert in moderne Verkehrsknotenpunkte: Nach dem Auftakt der Bauarbeiten am Rathaus wurde nun auch mit dem Ausbau der Haltestelle an der Silvesterstraße in Erle begonnen. Ziel ist es, den Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln künftig einfacher zu gestalten. Grundlage für die Maßnahmen ist ein Ratsbeschluss vom September 2024.
Haltestelle Silvesterstraße in Erle im Umbau
Direkt im Anschluss an die Arbeiten am Rathaus hat der Ausbau der Haltestelle an der Silvesterstraße in Erle begonnen. Auch hier entsteht eine Mobilstation nach dem landesweit einheitlichen Konzept: barrierefrei, mit modernem Wartehäuschen, überdachten Fahrradstellplätzen und einer übersichtlichen Stele, die alle Angebote rund um die vernetzte Mobilität zusammenfasst.
Bürgersteig wird angehoben
Im Rahmen der Bauarbeiten sollen die Bürgersteige auf eine Höhe von 18 Zentimetern angehoben werden, um einen ebenerdigen und damit barrierefreien Einstieg in die Busse zu ermöglichen. Diese Anhebung entspricht den landesweit einheitlichen Vorgaben für Mobilstationen.
Eine digitale Leuchtschrift informiert künftig in Echtzeit über die Ankunftszeiten der nächsten Busse. Ergänzend bieten Infotafeln Hinweise zu Carsharing-Angeboten sowie zu vorhandenen E-Auto-Ladesäulen in der Umgebung.
Foto: Gemeinde Raesfeld (A)
Förderung durch das Land NRW
Beide Mobilstationen, am Rathaus und an der Silvesterstraße, sind Teil des Förderprogramms „Vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Land übernimmt dabei 90 Prozent der Gesamtkosten.
Weitere Mobilstation an der Kirche geplant
Auch an der Kirche in Raesfeld ist eine Mobilstation vorgesehen. Die Umsetzung ist Teil der geplanten Neugestaltung der Borkener Straße im Rahmen der Dorferneuerung.
Ein Sommerabend auf dem Land:Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ geht in die vierte Runde, dieses Mal in Erle auf dem Hof Breil. Besucher dürfen sich auf regionale Spezialitäten, Live-Musik mit dem Blasorchester Erler Jäger und eine besondere Atmosphäre mitten im Grünen freuen.
Sommerabend auf dem Hof Breil
Nach den ersten erfolgreichen Terminen der Sommerlaune in Raesfeld zieht das Event am Freitag, 25. Juli 2025, weiter nach Erle. Von 17 bis 22 Uhr lädt der malerische Hof Breil mit weitem Blick über Felder und Ackerland zum Verweilen ein.
Foto: Privat
Gastgeber erstmals dabei
Bettina und Markus Breil sind in diesem Jahr erstmals Gastgeber der Veranstaltungsreihe. Unterstützung erhalten sie vom bekannten Foodtruck „Schlemmer-Alarm“ von Arno Rüb und seinem Team, die vielerorts für ihre regionalen Gerichte geschätzt werden.
Schmörkes, Schaschlik und Spinatknödel
Auf der Speisekarte stehen typische Sommerlaune-Köstlichkeiten: Schmörkes aus hofeigenen Kartoffeln, Schaschlik, Pulled Pork Burger und vegetarische Spinatknödel mit Käsekern. Dazu gibt es Cocktails und kühle Getränke.
Musik von den Erler Jägern
Für die musikalische Begleitung sorgt das Blasorchester der Erler Jäger e.V. Mit bekannten Melodien wie dem „Böhmischen Traum“ gestalten sie ein klangvolles Heimspiel.
Parken am Hof Stegerhoff
Besuchende können auch am nahegelegenen Hof Stegerhoff parken – dieser liegt nur rund 200 Meter entfernt vom Veranstaltungsort.
Acht Sommerfreitage in Raesfeld
Die Sommerlaune-Reihe wird vom Ortsmarketing Raesfeld e.V. gemeinsam mit örtlichen Gastronomen organisiert. An acht Freitagen – vom 4. Juli bis zum 22. August 2025 – erwartet Gäste ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Speisen und Getränken. Der Eintritt ist frei.
Ausblick: Nächster Termin am 1. August
Am Freitag, 1. August 2025, wird DJ Jörg Hessel im Naturparkhotel „Lieb & Wert“ auflegen. Für das leibliche Wohl sorgt an diesem Abend das Team von Catering Wachtmeister.
Der Rathausplatz wurde wieder zur Bühne: Bei der dritten Runde von „Raesfeld in Sommerlaune“ sorgten Rainer migenda & Friends für Stimmung. Hunderte Besucher feierten bei bestem Wetter, kaltem Bier – und einer musikalischen Reise durch Jahrzehnte.
Foto: Petra Bosse
Volles Haus, gute Laune, bekannte Gesichter
Freitagabend, Ferienzeit, Sommerlaune. Offenbar braucht es nicht mehr, um den Rathausplatz zu füllen. Auch zur dritten Auflage der Veranstaltungsreihe war die Resonanz groß. „So voll war es lange nicht mehr“, sagte Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings. Gäste kamen nicht nur aus Raesfeld, sondern auch aus Dorsten und Schermbeck.
Ortsmarketingvorsitzende Maria Kowalsky konnte auch diesmal wieder Stammgäste bei Raesfeld in Sommerlaune aus Dorsten begrüßen. Foto: Petra Bosse
„Das ist aber auch der Verdienst der beteiligten Gastronomen“, betonte Kowalsky. An diesem Abend versorgte das Team vom Rathaus Café die Gäste, vorneweg die Chefin Gerlinde und Dorfwirt Anton Braun. „Ich habe selten so viele Gläser gespült wie heute“, sagte Braun lachend.
Rainer Migenda: mittendrin im Publikum auf Tuchfühlung
Nicht auf der Bühne, sondern mittendrin im Publikum: Rainer Migenda mischte sich wie gewohnt unter die Leute, spielte sich durch sein Programm und nahm dabei ganz direkt Kontakt auf. Der Musiker aus Dorsten gehört längst zur festen Sommerlaune-Besetzung. „Das Wetter war spitze und Raesfeld lässt sich jedes Jahr wieder etwas Neues einfallen. Das macht einfach Spaß“, sagte er. Gemeinsam mit seiner Band migenda und Friends brachte er bekannte Hits und eigene Songs mit – zum Mitsingen, Mitwippen und Mitlachen.
Foto: Petra Bosse
„Für alle, die in den Ferien daheim geblieben sind, ist das hier doch ein echter Lichtblick. Jeden Freitag gibt es ein anderes Programm. Das ist eine fantastische Idee“, so Migenda.
Bewährtes Repertoire mit kleinen Überraschungen
Auch wenn vieles vertraut klang, gab es neue Elemente. „Ich streue immer mal ein paar neue Nummern ein. Die gehen bei der Menge an Songs zwar manchmal unter, aber der eine oder andere merkt es“, sagte Migenda. „Neulich sprach mich jemand an: Du, das kenne ich noch gar nicht. Da weiß man, es lohnt sich.“
Foto: Petra Bosse
Auftritte mit Herz
Seit der Corona-Zeit ist Rainer Migenda viel unterwegs. Besonders in Seniorenheimen tritt er regelmäßig auf. Die Balkonkonzerte während der Pandemie seien der Anfang gewesen. Heute gehöre das fest zu seinem Alltag. „Ich liebe diese Auftritte. Die Menschen freuen sich, sie singen mit, sind fröhlich – das gibt mir sehr viel zurück.“
Auch in Raesfeld kam diese Freude an. Und schon jetzt freuen sich viele auf den nächsten musikalischen Freitag Raesfeld in Sommerlaune. Diesmal in Erle auf dem Hof Breil mit dem Blasorchester der Erler Jäger e.V. Mit zünftiger Musik wie “Böhmischer Traum“ bringen sie ihre Musik nach Hause.
Fotos: Petra Bosse
Raesfeld in Sommerlaune mit Migenda & Friends. Fotos: Petra Bosse
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Kurzurlaub in Raesfeld: Schloss, Natur und regionale Gastfreundschaft erleben:Ferienzeit, Sommerzeit, Freizeit. Wer nach einem Ziel für einen Tagesausflug oder Kurzurlaub sucht, wird in Raesfeld fündig.
Ferienzeit ist Ausflugszeit – und Raesfeld bietet alles, was es für einen gelungenen Tag oder ein entspanntes Wochenende braucht: Natur, Geschichte, gutes Essen und kurze Wege. Die Gemeinde im westlichen Münsterland ist ideal für alle, die Ruhe, Erlebnis und regionale Qualität miteinander verbinden möchten, ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder dem Wohnmobil.
Schloss Raesfeld und historische Freiheit entdecken
Das barocke Wasserschloss Raesfeld mit seinen Gräften, der Schlosskapelle und der Akademie des Handwerks ist das bekannteste Wahrzeichen der Gemeinde. Direkt daran schließt sich die denkmalgeschützte Freiheit Raesfeld an, mit gepflasterten Gassen, kleinen Geschäften und Gastronomie in historischen Gebäuden. Ein Spaziergang durch diesen Bereich ist wie eine Zeitreise mit modernen Akzenten.
Raesfeld Naturparkparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Gleich nebenan liegt das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen im Naturpark Hohe Mark. Für Familien lohnt sich ein Abstecher zum großen Naturspielplatz mit Kletter- und Balancierstationen mitten im Grünen.
Freizeittipp Raesfeld Naturspielplatz Tiergarten Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Ein Abstecher nach Erle: Zur Femeiche mit Geschichte
Ein Ausflug in den Raesfelder Ortsteil Erle lohnt sich, ob mit dem Fahrrad oder dem Auto. Ziel ist die ehrwürdige Femeiche im neu gestalteten Femeichenpark. Der über 1200 Jahre alte Baum gehört zu den ältesten Eichen Deutschlands und gilt als Naturdenkmal mit historischer Bedeutung. Rund um die knorrige Eiche lädt eine barrierefreie Anlage zum Verweilen ein. Ein idealer Ort, um auf einer Bank Rast zu machen, durchzuatmen und den stillen Zeugen vergangener Jahrhunderte in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Die Femeiche im neugestalteten Femeichenpark in Erle. Foto: Petra Bosse
Radfahren rund um Raesfeld – Münsterland aktiv entdecken
Ein gut ausgebautes Radwegenetz macht Raesfeld zum beliebten Ziel für Radtouren – ob als Rundkurs mit Picknickstopp oder als Teil der 100-Schlösser-Route. Abwechslungsreiche Wege führen durch Felder, Wälder und kleine Ortsteile, größtenteils abseits vom Autoverkehr.
Blick auf den Schlosspark
Stellplatz am Schloss – mit dem Wohnmobil nach Raesfeld
Auch für Wohnmobil-Reisende ist Raesfeld ein attraktives Ziel. Direkt am Schloss befindet sich der Stellplatz Graf Alexander mit acht großzügigen Stellplätzen. Der Preis liegt in der Hauptsaison bei 10 Euro pro Nacht, inklusive zwei Erwachsene.
Der Platz liegt ruhig, aber zentrumsnah, in direkter Nähe zu Gastronomie, Schlosspark und Radwegen. Ideal für Kurzurlaube mit flexibler Anreise.
Raesfeld – Wohnmobilstellplatz Graf Alexander. Foto: Petra Bosse
Bürgerpark am Schloss: Erfrischen, durchatmen und zur Ruhe kommen
Direkt beim Schloss lädt der Bürgerpark Raesfeld zum Innehalten ein. Ob im erfrischenden Tretbecken oder bei einem entspannenden Guss – hier lässt sich die wohltuende Wirkung des Wassers unmittelbar erleben. Die Anlage folgt den Prinzipien der Kneipp-Therapie und bietet eine natürliche Möglichkeit zur Belebung und Entspannung mitten im Grünen.
Bürgerpark Raesfeld mit Kneipp Tretbecken. Alles zum Wohlfühlen und für die Gesundheit. Foto: Petra Bosse
Übernachten vor Ort – vom Hotel bis zur Ferienwohnung
Wer länger bleiben möchte, findet in Hotels, Ferienwohnungen oder Gasthäusern die passende Unterkunft. Vom Hotel Lieb & Wert, dem Hotel am Schloss bis zum „Erler Kornhuuis“ gibt es Angebote für Paare, Familien oder kleine Gruppen. Viele Quartiere liegen in unmittelbarer Nähe zum Schloss oder im Ortsteil Erle – ruhig, charmant und mit herzlicher Gastgeberkultur.
Beliebt bei Radfahrern und Spaziergängern: Die Freiheit am Wasserschloss. Foto: Petra Bosse
Regionale Küche genießen
Von Spargel über Wildgerichte bis zur klassischen westfälischen Küche: In und um Raesfeld laden Gasthöfe, Restaurants und Cafés zur Einkehr ein. Viele Betriebe setzen auf regionale Produkte, saisonale Speisekarten und Außengastronomie mit Blick ins Grüne, perfekt für den Ausklang eines Ausflugstags.
Wandern in Raesfeld über den Hohe Mark Steig. Foto: Petra Bosse
Wandern in Raesfeld – Rucksack packen und losziehen
Raesfeld ist auch für Wanderfreunde ein lohnendes Ziel. Rund um das Schloss und den Tiergarten gibt es gut ausgeschilderte Wanderwege in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden. Die Routen verlaufen durch den Naturpark Hohe Mark, vorbei an alten Alleen, Bachläufen und Waldrändern – immer mit der Möglichkeit zur Rast an Aussichtspunkten oder Picknickplätzen.
Ideal für ein Picknick. Idyllische Radlerschutzhütte am Tiergarten Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Ob als kurze Nachmittagsrunde oder ausgedehnter Tagesmarsch: In Raesfeld lässt sich das Wandern entspannt und naturnah genießen.
📍 Tipp: Jetzt schon das nächste Naturpark-Erlebnis planen – Infos und Karten gibt’s im Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld oder online auf der Seite des Naturparks Hohe Mark.
Lange Sommernächte im Münsterland. Foto: Petra Bosse
Tipp zum Schluss – Lange Sommertage im westlichen Münsterland
Im westlichen Münsterland bleibt es im Sommer besonders lange hell. Der Grund: Die Region liegt geografisch westlich innerhalb der mitteleuropäischen Zeitzone – dadurch geht die Sonne später unter als in vielen anderen Teilen Deutschlands.
🌅 Vorteil für Gäste: Mehr Tageslicht für Ausflüge, längere Abende auf der Terrasse oder Spaziergänge nach dem Abendessen. Ideal für alle, die den Tag in vollen Zügen auskosten möchten – ganz ohne Zeitdruck.
Ein weiterer Ausflugtipp für Familien: Die Wellbrockquelle im Tiergarten. Foto: Petra Bosse
Karpfenteich im Schlosspark Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Femeiche als Ziel: Sechs Geschwister aus Ahaus radelten zum Femeichenpark in Erle in Gedenken an ihre Mutter. Die Tradition verbindet Freude, Familie und Erinnerung.
Erinnerungen auf zwei Rädern
Einmal im Jahr schwingen sich die Geschwister Schlichtmann aus Ahaus auf ihre Fahrräder. Organisiert wird die Familientour jeweils reihum. In diesem Jahr, heute Freitag, führte der Weg nach Erle, genauer gesagt zum sagenumwobenen Femeichenpark. Der Anlass war ein besonderer. Die diesjährige Fahrt stand ganz im Zeichen ihrer Mutter, die im vergangenen Jahr verstorben sei.
„Unsere Mama war die lustigste und temperamentvollste Frau überhaupt“, sagte Rita Gloger, geborene Schlichtmann, beim Zwischenstopp vor Ort. Schon die Tour im letzten Jahr sei ohne ihre Mutter gewesen, zumindest teilweise, denn damals habe sie sich noch im Krankenhaus befunden. „Jetzt ist es richtig ohne Mama“, so Gloger. Ganz ohne sei es dann aber doch nicht gewesen. Ein Foto ihrer Mutter, gut sichtbar an der Fahrradtasche befestigt, begleitet sie. „Und wir sind zwar sehr traurig, aber eigentlich sind wir auch sehr lustig“, ergänzte sie.
Foto: Petra Bosse
Ein bisschen Nostalgie, ganz viel Gemeinschaft
Die sechs Geschwister hätten sich auch dieses Mal wieder voller Elan auf den Weg gemacht. Die Tour sei längst ein fester Bestandteil im Familienkalender. Ziel und Strecke wechselten jedes Jahr. Diesmal fiel die Wahl auf Raesfeld. Auch ein Besuch beim Schloss habe dazugehört, inklusive kleiner Pause auf dem Schlosshof. Besonders sei zudem gewesen, dass eines der Geschwister eigens aus Berlin angereist sei, um an der gemeinsamen Tour teilzunehmen.
Alte Eichen und große Eindrücke
Am Ende der Strecke wartete ein Abstecher zur Femeiche. Das knorrige Naturdenkmal mit seiner mystischen Ausstrahlung habe die Familie begeistert. „Wunderbar, knorrig und alt“, kommentierte Rita Gloger mit einem Augenzwinkern, vielleicht auch mit einem Seitenblick auf einige Radfahrende in der Gruppe. Die Infotafeln seien aufmerksam gelesen worden. Ein Eintrag ins Gästebuch habe nicht gefehlt.
Tradition mit Herz
Die Familie Schlichtmann stammt ursprünglich aus Bedburg Hau bei Ahaus. Auch im nächsten Jahr solle es wieder eine Tour geben, organisiert von einem anderen Familienmitglied. Fest stehe für sie alle, dass die Mutter auch dann wieder mitfahre. Zumindest im Herzen oder in der Fahrradtasche.
Imkerei-AG und Schulgarten der JKG profitieren von großzügiger Unterstützung durch Volksbank und Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer. Die Spende fließt in professionelle Ausrüstung – erster eigener Honig rückt näher.
Volksbank und Bürgerstiftung fördern Umweltprojekte
Große Freude herrscht bei der Imkerei-AG und den Verantwortlichen des Schulgartens der Julia-Koppers-Gesamtschule (JKG) in Raesfeld: Die Volksbank Raesfeld-Erle und die Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer haben gemeinsam eine Spende in Höhe von 1500 Euro überreicht. Annika Paß und Heiko Gudel – zugleich Vorsitzender der Bürgerstiftung – übergaben den symbolischen Scheck persönlich an die Schule.
Investition in Honigschleuder und Ausrüstung
Mit den bereitgestellten Mitteln konnte Lehrer Nils Weigel, Initiator der Imkerei-AG, eine professionelle Imkereiausrüstung und eine hochwertige Honigschleuder anschaffen. So sind die Schülerinnen und Schüler künftig in der Lage, eigenen Honig zu ernten und zu schleudern. Die Anschaffung soll das Umweltbewusstsein fördern und praxisnahe Bildung im Bereich Nachhaltigkeit ermöglichen.
Begeisterung bei den Förderern
Im Rahmen der Spendenübergabe besichtigten die Gäste den Schulgarten und kosteten selbst angebaute Blaubeeren und Stachelbeeren. Anschließend führte der Weg zum schuleigenen Bienenstock, wo ein Sichtfenster spannende Einblicke ins Innere des Bienenvolks bot. Die Begeisterung bei den Besuchern war groß: Beide kündigten an, die Projekte der Schule künftig regelmäßig finanziell zu unterstützen.
Nachhaltigkeit als Leitgedanke
Sowohl die Volksbank Raesfeld-Erle als auch die Bürgerstiftung sehen in der Unterstützung der Schulprojekte einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung. Die Kombination aus Schulgarten und Imkerei vermittle auf anschauliche Weise die Bedeutung von Nachhaltigkeit und ökologischem Engagement.
Die Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ geht in die dritte Runde. Am Freitag, 18. Juli 2025, sorgen Live-Musik, kühle Getränke und regionale Spezialitäten auf dem Rathausplatz für entspannte Feierabendstimmung.
Musik und Sommerflair mitten in Raesfeld
Das Ortsmarketing Raesfeld lädt gemeinsam mit der örtlichen Gastronomie zur dritten Ausgabe von „Raesfeld in Sommerlaune“ auf den Rathausplatz ein. Von 17 bis 22 Uhr erwartet die Besucher ein stimmungsvoller Abend mit handgemachter Musik und kulinarischen Angeboten.
Beste Stimmung auf dem Rathausplatz mit Rainer Migenda. Foto: Petra Bosse (A)
Gastgeber sind wie gewohnt das Rathauscafé und „Zum Dorfwirt bei Anton“. Sie servieren gekühlte Getränke wie Bier, Wein und Cocktails. Fürs leibliche Wohl sorgt der Bauernhof Süthold mit herzhaften Speisen. Toiletten stehen im Rathaus zur Verfügung.
Rainer Migenda & Friends live auf dem Rathausplatz
Für die musikalische Unterhaltung sorgt Rainer Migenda mit seinem Trio „& Friends“. Der Musiker aus dem Ruhrgebiet bringt Gitarre, Percussion und Akkordeon mit – und ein breites Repertoire aus 60 Jahren Musikgeschichte. Dabei covert er nicht, sondern interpretiert bekannte Songs auf seine ganz eigene Weise.
„Was wäre die Sommerlaune am Rathausplatz ohne Live-Musik von Rainer Migenda & Friends?“, fragt Gerlinde Marpert vom Ortsmarketing. „Wir freuen uns sehr auf einen tollen Abend mit vielen gut gelaunten Gästen und ordentlich Stimmung“, so Marpert weiter.
Das Motto des Abends: „Handgemachte Musik mit Gitarre, Herz und Hut“.
Sommerabende voller Musik und Genuss
Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ läuft in diesem Jahr an acht aufeinanderfolgenden Freitagen vom 4. Juli bis 22. August 2025. Jede Veranstaltung wird von örtlichen Gastronomen in Kooperation mit dem Ortsmarketing Raesfeld e. V. ausgerichtet. Der Eintritt ist frei.
Vorschau: Erler-Jäger auf dem Hof Breil
Am 25. Juli 2025 steht der nächste Termin an: Dann spielen die Erler-Jäger auf dem Hof Breil in Erle. Für das Catering sorgt Arno Rüb mit seinem Team von Schlemmer-Art.
Ein Sommer, der klingt, duftet und begeistert:Die Gemeinde Raesfeld zeigt sich im August 2025 von ihrer lebendigsten Seite. Von Klassik bis Kultband, von Bücherfreunden bis Familienfest – wer Veranstaltungen in Raesfeld sucht, findet reichlich Gründe zum Kommen, Bleiben und Wiederkommen.
Bücherparadies am Schlossgraben – Büchermarkt Raesfeld
Am Sonntag, 3. August 2025, wird das Gelände rund um Schloss Raesfeld wieder zum Treffpunkt für Leseratten, Sammler und Stöberfreudige. Der Büchermarkt lädt von 11 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt ein. Das Sortiment? Bunt, hochwertig und liebevoll zusammengestellt: Klassiker, Kinderbücher, Romane, Raritäten und manches Kuriosum aus privaten Regalen und Antiquariaten.
Beliebt und immer gut besucht ist der Büchermarkt Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse (A).
Musiklandschaft Westfalen – Festival mit Gefühl und Gänsehaut
Die Open-Air-Reihe „Musiklandschaft Westfalen“verwandelt Schloss Raesfeld an zwei Wochenenden im August in eine Bühne für musikalische Vielfalt und große Emotionen:
Jahr für Jahr das Highlight am Wasserschloss Raesfeld ist die Musiklandschaft Westfalen mit vielen bekannten Künstlern. Foto: Petra Bosse
Sommerlaune in Raesfeld – Musik auf der Dorf-Bühne
Auch abseits des Schlosses zeigt sich Raesfeld musikalisch bunt und publikumsnah. Immer freitags gibt es kostenlose Konzerte mit DJ-Sound, Oldies, Jazz oder Schlager – an besonderen Orten, mit besonderer Stimmung.
Raesfeld in Sommerlaune 2025 bietet bei freiem Eintritt Unterhaltung pur. Foto: Petra Bosse (A)
Das Line-up:
1. August: DJ Jörg Hessel bei Lieb & Wert (mit Catering Wachtmeister)
8. August: Blue Martini (Jazz) bei Adelheids Spargelhaus
15. August: Rendezvous Partyband im Gasthof Brömmel-Wilms
22. August: Abschlusskonzert mit Nickelmann & the Blacknails auf dem Rathausplatz – inklusive Mitmachstimmung und allen Sponsoren auf der Bühne
Dazu gibt’s kleine kulinarische Highlights, mal deftig, mal süß, immer lecker. Eintritt? Kostenlos.
Raesfelds August klingt, lacht und lebt
Ob bei Arien unter Sternenhimmel, Oldies auf der Wiese oder Schmökern im Schlosspark – die Veranstaltungen in Raesfeld im August 2025 zeigen: Diese Gemeinde hat Rhythmus, Geschmack und jede Menge kreative Ideen.
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Wie die Stadt Borken mitteilt, nehme die Zahl wildlebender Gänse insbesondere rund um den Pröbstingsee seit einigen Jahren deutlich zu. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, seien gezielte Maßnahmen eingeleitet worden.
Ähnliche Beobachtungen werden auch andernorts gemacht, etwa an beliebten Ausflugszielen wie dem Gelände rund um das Wasserschloss Raesfeld. Ein zentrales Element der Strategie sei das konsequente Verbot der Fütterung von Wasservögeln.
Gänse breiten sich aus
Rund um den Pröbstingsee, an der Neumühlenallee und in der Schönstatt Aue wächst die Gänsepopulation seit Jahren. Die Tiere fühlen sich auf kurz gemähten, gedüngten Flächen wohl – hier finden sie Nahrung und ideale Bedingungen zum Brüten.
Foto: Petra Bosse (A)
Stadt verändert Landschaft gezielt
Um den Gänsen ihren Lebensraum unattraktiv zu machen, mäht die Stadtverwaltung seit Sommer 2023 einen Uferstreifen am Pröbstingsee nicht mehr. Die höhere Vegetation erschwert den Gänsen die Orientierung, bietet Sichtschutz für Nester und wirkt als natürliche Barriere. Diese einfache Maßnahme zeigt bereits Wirkung: Die Zahl der Gänse geht spürbar zurück.
Fütterungsverbot soll Tiere fernhalten
Die Stadt bittet Spaziergängerinnen und Spaziergänger, keine Wildvögel zu füttern. Futterreste und Kot verschmutzen Wege, Spielplätze und Liegewiesen. Auch die Wasserqualität im See leidet darunter. Zusätzlich steigt die Gefahr, dass Ratten angelockt werden.
Um die Gänsepopulation am Pröbstingsee in Borken-Hoxfeld einzudämmen, wurden unter anderem bereits Grünstreifen in Gewässernähe nicht mehr gemäht. Dadurch soll der Lebensraum für Gänse dort unattraktiv gestaltet werden.
Stadt Borken
Gänse verlieren Scheu vor Menschen
Wer Gänse füttert, verändert ihr Verhalten: Die Tiere verlieren ihre natürliche Scheu und suchen gezielt Aufenthaltsbereiche auf, die eigentlich für die Erholung der Gäste gedacht sind – dort hinterlassen sie zunehmend ihre Spuren.
Verstoß kann teuer werden
Das Füttern von Wasservögeln ist laut ordnungsbehördlicher Verordnung im gesamten Stadtgebiet verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld zwischen 60 und 250 Euro rechnen.
Stadt bedankt sich für Unterstützung
Die Stadt Borken bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Besucherinnen und Besuchern, die das Verbot einhalten und so helfen, Natur und Lebensqualität rund um den Pröbstingsee zu bewahren.
Gescher. Drei Mal jährlich richtet der Schachbezirk Borken ein Schachturnier für Nachwuchsspieler aus den Vereinen und Schulen aus, je eins im Norden, in der Mitte und im Süden des Kreises Borken.
Das zentrale Turnier wurde kurz vor den Sommerferien in der Gesamtschule Gescher ausgetragen.
Fünf verschiedenen Altersgruppen
Der Turnierleiter Klaus Schroer vom TV Borken begrüßte 40 Kinder, die im Turnier über fünf Runden Gruppensieger in fünf verschiedenen Altersgruppen ermittelten. Alle Teilnehmer des Nachwuchsturniers gewannen Sachpreise, die drei Sieger der einzelnen Altersgruppen zudem Medaillen. In den Altersgruppen u9 und u14 gab es Punktgleichheiten auch nach Feinwertung, sodass einige Medaillen doppelt vergeben wurden.
Bei der Siegerehrung fiel auf, dass sich sämtliche Medaillengewinner auf nur vier Vereine verteilten, wobei die Schachvereine aus Gescher und Raesfeld mit je fünf Medaillen besonders erfolgreich abgeschnitten haben.
In der Feldmark in Dorsten lebt Yvonne Brock Künstler – eine Frau, die sich mit viel Engagement für Igel einsetzt. Was mit einem erschütternden Erlebnis begann, wurde für sie zur Herzensangelegenheit.
„Ich wurde durch einen lauten Schrei geweckt“, erinnert sie sich an einen Sommermorgen vor ein paar Jahren. Der Ursprung des Geräuschs: Ein Mähroboter hatte in einem Garten einen Igel erfasst und schwer verletzt. Am nächsten Tag – zur Mittagszeit, was für nachtaktive Tiere höchst ungewöhnlich ist – tauchte das Tier im Garten von Yvonne Brock Künstler auf. Für sie stand sofort fest: Sie muss helfen.
Igelhilfe ist längst an Grenzen gestoßen
Zusammen mit ihren beiden Kindern brachte sie den schwer verletzten Igel zur Tierärztin und kümmerte sich anschließend liebevoll um seine Genesung. In dieser Zeit suchte sie Rat bei einer Igelhilfe in Marl – auch dort: Überlastung. Rund 130 Igel werden dort ehrenamtlich versorgt, die Kapazitäten längst erschöpft.
Ganz ähnlich geht es inzwischen der Igelhilfe Dorsten. In einem bewegenden Beitrag auf Facebook kündigte die Organisation an, ihren Betrieb in einigen Monaten einstellen zu müssen – aus Zeitgründen, wegen der schieren Anzahl verletzter Tiere, wegen Überforderung. Trotzdem betont das Team: „Wir kämpfen weiter um jedes Leben.“
Jeder kann für die Tiere etwas tun
Für Yvonne Brock Künstler ein weiterer Ansporn, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzubringen. Doch eines ist ihr dabei besonders wichtig: Sie möchte nicht anklagen oder belehren – sondern Verständnis wecken. „Es geht nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen“, sagt sie. „Ich wünsche mir nur, dass wir alle ein wenig achtsamer werden.“
Igel im Garten. Foto: pixabay
So weist sie behutsam auf Gefahren hin, die Igeln in Gärten begegnen können: Vor dem Einsatz von Freischneidern oder Rasenmähern sollte man sich die Zeit nehmen, vorher nachzusehen, ob sich Tiere im Gebüsch oder hohen Gras verstecken. Mähroboter sollten möglichst nur tagsüber betrieben werden, denn Igel sind nachtaktiv. Auf Giftstoffe wie Schneckenkorn sollte verzichtet werden – nicht nur Igel, auch andere Wildtiere und Haustiere können daran leiden.
Immer mehr verletzte Igel gefunden
Immer wieder werden in Dorsten verletzte Igel gefunden – oft von Kindern, die auf die kleinen Tiere aufmerksam werden. Viele von ihnen wurden durch Gartengeräte verletzt. Dabei sind Igel nicht nur niedlich, sondern auch nützlich: Sie fressen Schädlinge wie Nacktschnecken und tragen zur natürlichen Balance im Garten bei.
Doch Igel gehören heute zu den bedrohten Arten. Sie stehen auf der Roten Liste – ein stilles Alarmsignal, das leicht überhört wird. „Wenn jeder ein bisschen aufpasst, können wir gemeinsam viel für die Igel in Dorsten erreichen“, davon ist Yvonne Brock Künstler überzeugt.
In Raesfeld plant Bürgermeisterkandidat Jonathan Schmidt zwei öffentliche Gesprächstermine unter freiem Himmel.
In informeller Atmosphäre wolle er mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, insbesondere mit Eltern, die Themen rund um Kita, Schule und Freizeitangebote beschäftigen.
Zwei Termine an unterschiedlichen Spielplätzen
Wie der Kandidat mitteilte, seien die sogenannten „Spielplatzgespräche“ für folgende Tage geplant:
Mittwoch, 24. Juli 2025, 16:00 bis 17:30 Uhr, auf dem Spielplatz an der Feuerwehr in Erle
Mittwoch, 6. August 2025, 16:00 bis 17:30 Uhr, auf dem Spielplatz an der Leinenweberstraße in Raesfeld (Nähe Rewe)
Die Gespräche sollen dem offenen Austausch dienen. Neben bildungspolitischen Themen könnten laut Schmidt auch persönliche Anliegen angesprochen werden. Sollte das Wetter nicht mitspielen, werden die Termine kurzfristig verschoben.
Wer an den genannten Tagen keine Zeit hat, könne sich auch direkt per Telefon 01556-0099550 oder via E-Mail [email protected]melden.
Im Kreis Borken häufen sich derzeit Diebstähle hochwertiger Fahrzeuge mit Keyless-Go-System. Die Täter nutzen gezielt Schwachstellen dieser schlüssellosen Zugangstechnik aus. Die Polizei gibt Sicherheitshinweise und rät zu einfachen Schutzmaßnahmen.
Täter nutzen Funkverlängerung bei Keyless-Go
Laut Mitteilung der Polizei Borken kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu versuchten und vollendeten Diebstählen von Fahrzeugen mit Keyless-Go-System. Dieses System ermöglicht den Zugang und das Starten eines Autos ohne das Einstecken eines Schlüssels – das Fahrzeug erkennt den Schlüssel per Funk, öffnet sich automatisch und kann per Knopfdruck gestartet werden.
Schwachstelle durch Funkmanipulation
Zwar sei die Technik komfortabel, doch zugleich anfällig für Manipulationen. Nach Angaben der Polizei nutzen Täter sogenannte Reichweitenverlängerer, um das Funksignal eines in der Wohnung befindlichen Autoschlüssels zu verlängern. Auf diese Weise können sie das Auto starten und fortbewegen, obwohl sie nicht im Besitz des Schlüssels sind.
Polizei rät zu Abschirmbehältern
Die Kriminalpolizei empfiehlt Haltern solcher Fahrzeuge, ihre Autoschlüssel in signalblockierenden Behältern aufzubewahren. Eine einfache Möglichkeit sei eine Blechdose, die mit Alufolie ausgekleidet ist. Wichtig sei, dass Nutzer selbst testen, ob der Behälter das Funksignal tatsächlich abschirmt.
Weitere Informationen und praktische Tipps zur Fahrzeugsicherheit stellt die Polizei in einer Broschüre zur Verfügung.
Glänzende Augen, entspannte Gesichter und strahlende Lächeln: Beim großen Mädels-Beauty-Tag im Friseursalon Honerbom wurden Wünsche wahr.
Gemeinsam mit dem Jugendhaus Erle organisierte das Team einen ganz besonderen Nachmittag für zwölf Mädchen – mit Styling, Wellness, leckerem Essen und jeder Menge Selbstvertrauen.
Ein exklusiver Nachmittag im Salon
Der Friseursalon Honerbom öffnete dafür außerhalb der regulären Zeiten seine Türen – exklusiv für die Teilnehmerinnen. Die Idee entstand bereits Anfang des Jahres: Zum Ferienstart sollte den daheimgebliebenen Mädchen ein echtes Highlight geboten werden. Das Ergebnis? Ein rundum gelungener Wohlfühltag.
Professionelles Styling von Kopf bis Hand
Von 14 bis 19 Uhr verwandelte sich der Salon in eine kleine Beauty-Oase. Friseurmeisterin Yvonne Honerbom zauberte die Wunschfrisuren, Iris Weiz und Carlotta setzten mit sorgfältigem Make-up glänzende Akzente. Julia Breil gestaltete mit Geduld und Kreativität individuelle Fingernägel – abgestimmt auf die Wünsche jeder Teilnehmerin.
Genuss und Entspannung inklusive
Für den kulinarischen Teil sorgte Regine Rülfing. Gemeinsam mit den Mädchen bereitete sie frische, gesunde Leckereien zu, ein kleiner Energie-Booster zwischendurch. Ruhe und Erholung boten wohltuende Massagen von Sporttherapeutin Jana Kruse (KörperHarmonie) und Wellness-Masseurin Anika.
Der große Auftritt: Fotoshooting zum Abschluss
Zum Abschluss gab es ein professionelles Fotoshooting mit Sven-Oliver Sackers. Die Mädchen präsentierten stolz ihre neuen Looks – und strahlten dabei vor Selbstbewusstsein. „Der Beauty-Day war richtig cool und hat unfassbar viel Spaß gemacht“, sagte Kira (15). Auch Fiona (15) war begeistert: „Alle waren total nett und haben uns richtig bestärkt.“
Mehr als nur äußere Schönheit
Für Jugendhausleiterin Anna Löbbecke stand vor allem eines im Mittelpunkt: „Es ging nicht nur ums Styling, sondern darum, Selbstbewusstsein zu stärken und den Mädchen zu zeigen, wie schön sie sind, von innen und außen.“ Ihr Dank galt dem gesamten Team, das den Tag mit Engagement, Herz und Zeit möglich gemacht hatte.
Gartenblicke in Raesfeld und Schermbeck – Grüne Oasen entdecken und genießen
Am kommenden Sonntag, den 20. Juli 2025 von 11 – 18 Uhr öffnen verschiedene Gärten in Raesfeld und Schermbeck ihre Pforten und bringen Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber aus der Region zusammen.
Gartenblicke in Raesfeld und Schermbeck: Private Gärten laden zum Entdecken ein
Am Sonntag, 20. Juli 2025, von 11 bis 18 Uhr öffnen in Raesfeld und Schermbeck mehrere Privatgärten ihre Tore. Gartenfreunde und Pflanzenliebhaber aus der Region kommen dabei auf ihre Kosten.
Die Besucher erwartet eine Vielfalt inspirierender Gärten und fundiertes Expertenwissen aus erster Hand. Die „Raesfelder und Schermbecker Gartenblicke“ richten sich nicht nur an erfahrene Hobbygärtner, sondern auch an Einsteiger und Familien, die einen entspannten Tag im Grünen verbringen möchten. Alle Gäste sind eingeladen, sich von der Natur begeistern zu lassen, neue Ideen zu sammeln und den Tag als kleines Gartenabenteuer zu erleben. Die Vielfalt der gezeigten Gartenformen fasziniert jedes Jahr aufs Neue. Sie zeigt eindrucksvoll, wie kreativ und individuell sich Natur gestalten lässt.
In Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing Raesfeld e.V., der Tourist-Info Schermbeck und dem Naturpark Hohe Mark beteiligen sich in diesem Jahr zahlreiche Privatgärten an der Aktion. Der Eintritt ist jeweils gegen eine kleine Gebühr möglich.
Landhausstilgarten Paus, Am Voshövel 4, 46514 Schermbeck
Es wird darauf hingewiesen, dass die Gärten Hinzelmann und Eißing aus gesundheitlichen Gründen leider nicht teilnehmen können. Nähere Informationen zu den Raesfelder und Schermbecker Gartenblicke erhalten alle Gartenfreunde auch im Internet unter www.raesfeld.de/gartentage oder unter www.garten-seggewiss.de
Die folgenden Fragen wurden einem Energie- und Projektmanager eines deutschen mittelständischen Unternehmens gestellt. Nick Weidemann, Geschäftsführer von kWhoch2, ist für die Projektierung großer Photovoltaik-Anlagen verantwortlich und erlebt die Energie- und Förderpolitik im täglichen Betrieb. Wir haben ihn gefragt, welche Rahmenbedingungen er sich von der aktuellen Regierung erhofft.
Planbarkeit & Preisstabilität
Heimatmedien: „Welche Herausforderungen sehen Sie aktuell für mittelständische Unternehmen im Bereich der Energieversorgung, insbesondere in Bezug auf Planbarkeit und Preisstabilität?“
Nick Weidemann, kWhoch2: „Die aktuell größte Herausforderung für mittelständische Unternehmen liegt in der fehlenden Planbarkeit der Energiepreise. Stromkosten schwanken je nach Zeitpunkt, Region und Versorger extrem. Allein das sorgt bereits für massive Unsicherheit und führt zu Wettbewerbsverzerrungen im deutschen Markt.
Wer heute einen neuen Stromliefervertrag abschließen muss, ist stark davon abhängig, ob der vorherige Kontrakt zu einem günstigen oder ungünstigen Zeitpunkt ausgelaufen ist. Einige Unternehmen zahlen derzeit fast doppelt so viel wie andere. Nicht wegen ihres Verbrauchs oder ihres Netzes, sondern schlicht, weil der Vertrag in einer Hochpreisphase endete.
Hinzu kommt eine immer unübersichtlichere politische Lage. Vorschläge zur Energiepolitik werden teilweise ohne fachliche Substanz öffentlich diskutiert, was in Unternehmen für zusätzliche Verunsicherung sorgt. Gleichzeitig beeinflussen internationale Entwicklungen, wie der Krieg in der Ukraine oder mögliche politische Veränderungen in den USA, die Preisbildung massiv. Auch innenpolitisch wirkt sich Instabilität negativ aus, etwa durch potenziell vorzeitige Regierungswechsel oder inkonsistente Gesetzgebung.
Unter diesen Bedingungen ist eine strategische Energiebeschaffung für mittelständische Betriebe faktisch unmöglich. Wer heute langfristig kalkulieren will, steht vor einem Preisrisiko, das durch Marktmechanismen allein kaum mehr beherrschbar ist.“
Erneuerbare Energien in Deutschland
Heimatmedien: „Welche drei politischen Maßnahmen wären aus Ihrer Sicht am dringendsten notwendig, um den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland wirksam voranzutreiben?“
Nick Weidemann, kWhoch2: „Als erstes müssten die Bearbeitungszeiten und Vorgaben für den Netzanschluss von Erzeugungsanlagen bundesweit vereinheitlicht und deutlich beschleunigt werden. Momentan hat jeder Netzbetreiber eigene Regeln, Fristen und Abläufe. Das kostet Zeit, Nerven und Ressourcen auf Seiten der Antragsteller. Es braucht einen einheitlichen, digitalen Standard im Umgang mit Photovoltaikanlagen, Speichern, Blockheizkraftwerken und Biogasanlagen.
Zweitens braucht es politische Stabilität und Verlässlichkeit bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere beim EEG. Rückwirkende Änderungen oder kurzfristige Eingriffe untergraben das Vertrauen in die Energiewende und machen Investitionen riskanter, als sie ohnehin schon sind. Unternehmen müssen sich darauf verlassen können, dass geltende Regeln auch mittelfristig Bestand haben.
Und drittens muss die dezentrale Energieproduktion konsequent gefördert werden, sowohl im Erzeugungs- als auch im Speicherbereich. Es genügt nicht, PV-Anlagen zu errichten. Die erzeugte Energie muss auch effizient gespeichert und lokal verbraucht werden können. Dafür braucht es dezentrale Speicherlösungen, die regional verfügbare Energie puffern und das Netz entlasten. Diese Infrastruktur muss politisch gewollt, technologisch unterstützt und regulatorisch ermöglicht werden.
Heimatmedien: „Wie beurteilen Sie die aktuelle Förderlandschaft für Photovoltaik und Speicherlösungen und was müsste sich aus Ihrer Sicht ändern, damit die Förderpolitik wirksamer und mittelstandsfreundlicher wird?“
Nick Weidemann, kWhoch2: „Die Photovoltaik als solche benötigt in vielen Fällen keine direkte Förderung mehr. Durch das EEG gibt es eine gewisse Wirtschaftlichkeit. Vorausgesetzt, die Anlage ist gut geplant und betrieben. Was aber vollkommen fehlt, ist eine Förderung für das Umfeld der PV-Anlage, also für das, was sie überhaupt erst möglich oder effizient macht, z. B. Dachsanierungen bei Bestandsgebäuden, die Erneuerung von Mittelspannungs- oder Niederspannungsschaltanlagen, die Modernisierung von Trafostationen oder die Installation von intelligenten Speichern.
Gerade mittelständische Betriebe, die viel Energie direkt selbst verbrauchen könnten, scheitern oft nicht an der PV selbst, sondern an der Infrastruktur drumherum. Es wäre daher viel sinnvoller, Förderungen dort anzusetzen, wo sie für hohe Eigenverbrauchsquoten oder sinnvolle Speicherintegration sorgen. Statt pauschaler Subventionen sollte es zielgerichtete Programme geben, etwa in Form von Steuererleichterungen, Investitionszuschüssen oder regulatorischen Vereinfachungen bei der Genehmigung großer Speicher. Das wäre effizienter und mittelstandsfreundlicher als der heutige Förderflickenteppich.
Hürden im Alltag
Heimatmedien: „Wo erleben Sie im Alltag die größten bürokratischen Hürden, z. B. bei Netzanschlüssen, Ausschreibungen oder technischen Nachweisen?“
Nick Weidemann, kWhoch2: „Die größten Probleme entstehen nach wie vor im Bereich Netzanschluss, sowohl organisatorisch als auch personell. Viele Netzbetreiber haben schlicht nicht genügend qualifiziertes Personal, um die Vielzahl an Anträgen zeitnah zu bearbeiten. Netzberechnungen für Anlagen über 30 kWp dauern teilweise Monate, weil sie entweder an externe Ingenieurbüros ausgelagert oder intern nur mit viel Verzögerung bearbeitet werden.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen ständig. Besonders bei Anlagen ab 270 kW Einspeisung bzw. 500 kW Erzeugungsleistung sind technische Nachweise wie das Anlagenzertifikat erforderlich. Das stellt nach wie vor eine massive bürokratische Hürde dar. Die Bearbeitungszeit dafür liegt regelmäßig zwischen acht und zwölf Monaten, unabhängig davon, wie schnell Errichter und Betreiber ihre Unterlagen liefern. Und das lähmt nicht nur Projekte, sondern kostet den Mittelstand bares Geld.
Die Ursache liegt nicht nur in den Netzbetreibern selbst, sondern auch in den komplexen Normen und Richtlinien, etwa der VDE-AR-N 4105 und VDE-AR-N 4110. Sie sind gut gemeint, aber in der Praxis häufig zu detailliert, zu langsam aktualisiert und zu schwerfällig umgesetzt.“
Heimatmedien: „Welche Anreize könnte die Politik setzen?“
Nick Weidemann, kWhoch2: „Zunächst müsste das EEG vereinfacht und so umgeschrieben werden, dass es auch für mittelständische Unternehmen ohne juristische Fachberatung verständlich und umsetzbar ist. Gleiches gilt für technische Regelwerke wie die VDE-Richtlinien. Auch hier sollte zusammen mit den Innungen und Fachverbänden eine praxisnähere Fassung geschaffen werden.
Darüber hinaus braucht es Stabilität und Kontinuität in der politischen Kommunikation. Wer in Erneuerbare investiert, braucht Vertrauen in den langfristigen Rahmen, nicht ständig neue Programme oder widersprüchliche Aussagen.
Stromspeicher und andere Komponenten für Netzstabilität sollten gezielt gefördert werden, nicht im Sinne pauschaler Subventionen, sondern durch steuerliche Abschreibungen, regulatorische Erleichterungen und klare Anwendungsfälle wie die Bereitstellung von Regelenergie oder Blindleistung.
Ein besonders wichtiger Punkt wäre die Vereinheitlichung der Netzbetreiberpraxis. Derzeit erleben wir, dass manche Versorger über Monate keine Rückmeldung zu Einspeiseanträgen geben, obwohl gesetzlich nach acht Wochen eine Entscheidung vorliegen sollte. Hier sollte der Gesetzgeber eingreifen, notfalls mit einer bundesweit einheitlichen digitalen Plattform zur Antragstellung.
Und nicht zuletzt braucht der Mittelstand als Rückgrat der Energiewende gezielte Unterstützung. Denn während die Kilowattstunde aus einer PV-Anlage über 20 Jahre hinweg gleich viel kostet, fehlt dem Mittelstand genau diese langfristige Planungssicherheit in vielen anderen Bereichen. Politik muss hier nicht alles subventionieren, aber endlich Verlässlichkeit und Handhabbarkeit schaffen.
Die dezentrale Energieversorgung über PV-Anlagen und Speicher ist nach wie vor eine große Chance für das ‚kleine Deutschland‘ auf dem Weltmarkt, sowohl wirtschaftlich und technologisch als auch langfristig planbar. Wenn es der Politik gelingt, den regulatorischen Rahmen verlässlich und handhabbar zu gestalten, können gerade Mittelständler zu einem stabilen Rückgrat der Energiewende werden. Die Potenziale sind da, jetzt braucht es den politischen Willen, sie freizusetzen.“