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Hotel Keller – Grundstück nur für Hotel vorgesehen

Kommentar von: Petra Bosse

Das Grundstück des Hotels Keller war nie für ein reines Altenheim oder eine Seniorenresidenz zugelassen.

Die Verwaltung der Gemeinde Raesfeld befasst sich seit Jahren mit dem Hotel Keller – nicht erst seit der jüngsten Ratssitzung. Fest steht: Die Keller GmbH & Co. KG hat Insolvenz angemeldet. Der Insolvenzverwalter trifft derzeit alle kaufmännischen Entscheidungen und versucht, das Gesamtpaket aus rund 16 Hotelzimmern und 20 Zimmern für Seniorinnen und Senioren zu verkaufen.

Dieser Mischbetrieb aus Altenheim und Hotel gilt als unattraktiv für Investoren, da er nicht in das Konzept des Insolvenzverwalters passt. Er setzt darauf, dass die Verwaltung ihre Pläne ändert und eine künftige Verbindung von Altenheim und Hotel ausschließt. Der Gemeinderat hat diesen Vorschlag jedoch am Montag einstimmig abgelehnt.

Landhaus Keller

Die Begründung: Raesfeld leidet nicht an fehlender Attraktivität, sondern an einem Mangel an Hotelzimmern. Nach dem Wegfall von Hotel Epping, Aelkeshof und dem Hotel Sterndeuter Turm werden Übernachtungsmöglichkeiten dringend benötigt. Der Naturpark Hohe Mark, das Angebot „Heirate, wann du willst“ und die gut ausgebauten Radwege locken jährlich zahlreiche Gäste in die Gemeinde. Auch die anerkannte Akademie des Handwerks benötigt für ihre Schulungsteilnehmer regelmäßig Hotelzimmer.

Gehobene Hotelbetten in Raesfeld sind knapp

Ein gut geführtes Drei-Sterne-Hotel an diesem Standort mit engagierter Leitung wäre aus touristischer Sicht ein Gewinn. Schon Anfang der 1990er-Jahre waren gehobene Hotelbetten in Raesfeld knapp. Damals tat sich der Gemeinderat schwer, dem damaligen Hotelier Krebber eine Sonderbaugenehmigung in Form eines Sondergebietes an diesem exponierten Standort zu erteilen. Schließlich entschied man sich einstimmig, das Grundstück ausschließlich für Hotelnutzung freizugeben. Krebber konnte sein Hotel errichten, geriet jedoch wenige Jahre später aus verschiedenen Gründen in die Insolvenz.

Landhaus Keller
Hotel Landhaus Keller Februar 2012

Bedenken von Raesfelder Politiker

Der Dorstener Altenheimbetreiber Heinz-Josef Keller übernahm das Hotel Krebber im Jahr 1998. Er ließ das Gebäude umfassend renovieren und modernisieren. Seine ursprünglichen Pläne, an diesem Standort gegenüber dem Schloss eine Seniorenresidenz zu errichten, scheiterten an den Vorgaben der Verwaltung. Stattdessen eröffnete die Familie Keller im Januar 1999 ein Hotel der gehobenen Klasse.

Bereits vor der Wiedereröffnung äußerte die SPD-Fraktion Bedenken zum künftigen Betreiber. Sie vermutete laut Borkener Zeitung, Keller könne versuchen, „durch die Hintertür“ seine ursprünglichen Pläne umzusetzen und vorwiegend ältere Gäste im Haus unterzubringen. Auch andere Kommunalpolitiker befürchteten, dass Keller nicht beabsichtige, das Hotel langfristig zu betreiben.

Landhaus Keller Raesfeld
Landhaus Keller in Raesfeld

Geänderter Bebauungsplan 2006

Sie sollten recht behalten, denn der Streit zwischen Keller und der Verwaltung zog sich über Jahre hin. Keller wollte mit aller Macht sein Altenheim durchsetzen. Letztendlich ließ sich die Verwaltung auf eine Kompromisslösung ein. Der Bebauungsplan wurde 2006 vom Rat dahin geändert, welcher nach Abschluss eines neuen städtebaulichen Vertrages der Familie Keller die Betreuung von Senioren im beschränkten Umfang, sprich 20 Zimmer, ermöglichte.

Unwirtschaftlich

Schnell zeichnete sich aber ab, dass 20 Seniorenzimmer alleine nicht wirtschaftlich sind und sich schon gar nicht mit den restlichen Hotelzimmern vereinbaren lassen. Keller war jedoch jahrelang der Meinung, dass er diese Entscheidung ändern könne. Er hat nichts unversucht gelassen, hier ein komplettes Altenheim herzurichten. Regelmäßig, bis zur Insolvenz, gab es vonseiten Keller Anfragen im Rat, ob das Baurecht nicht dahin geändert werden könne, dass nur noch ein Altenheimbetrieb möglich ist.

Die Gemeinde jedoch hielt immer, bis heute, daran fest, dass dieser Standort immer originär ein Hotelstandort war, und bleiben soll.

Erst den kleinen Finger, dann die ganze Hand

Als Kompromiss hatte die Gemeinde ihm bereits schon den kleinen Finger, mit der Zusage von 20 Plätzen als Altenheim zu nutzen, gereicht. Er wollte aber die ganze Hand. Am Ende stelle er dann fest, dass ein Nebeneinander von Hotel und Altenheim nicht funktioniert und es dazu beigetragen hat, dass er in die Insolvenz gegangen ist.

Jetzt möchte aber auch der Insolvenzverwalter das haben, was Keller in all den Jahren nicht erreicht hat: die ganze Hand. Darauf lässt sich aber die Gemeinde nicht ein und bleibt, wie bei Keller konsequent. So wie es jetzt ist: Hotelbetrieb mit Altenheim, oder nur Hotel!

Es wäre der Familie Keller gegenüber auch unfair, wenn die Gemeinde plötzlich für einen neuen Investor ihre Pläne ändert und ein Altenheim genehmigt.

Den Fehler, der damals von Seiten der Gemeinde gemacht wurde, Keller die Plätze zuzubilligen, den sollte die Gemeinde nicht wiederholen. Denn die Erfahrung hat nur bestätigt, was schon angekündigt war, dass eine Zweigleisigkeit, Altenheim und Hotel, nicht funktioniert.

Sieger des Fotowettbewerb – Raesfelder Adventsmarkt

Die Sieger des Fotowettbewerbs zum Raesfelder Adventsmarkt 2019 stehen fest

Der Ortsmarketing Raesfeld e.V. veranstaltete erstmalig zum Raesfelder Adventsmarkt 2019 einen Fotowettbewerb unter dem Namen „AVM Raesfeld 2019“.

Diana Brömmel Fotowettbewerb
Janine Vorholt aus Raesfeld sicherte sich den 2. Platz. Hier bei der Preisübergabe mit Diana Brömmel,Vorsitzende OMR

Gesucht wurden stimmungsvolle Fotos und Eindrücke vom Adventsmarkt am Wasserschloss Raesfeld.

Nun hat der Verein die drei stimmungsvollsten Fotos ausgesucht und prämiert diese mit Ortsmarketing Gutscheinen.

Den ersten Platz belegt Beatrice R. aus Uelzen, den zweiten Platz konnte sich die Raesfelderin Janine V. sichern und den dritten Platz Julie S. aus Hamburg.

Platz 1 Beatrice R.
Platz 1. Beatrice R.

Die Siegerfotos sind ab sofort auch auf Facebook-Seite und der Homepage des Ortsmarketings zu finden.

Janine V. wurde der Gutschein für den 2. Platz im Rahmen ihrer Ausstellungseröffnung im Friseursalon Brömmel übergeben, den anderen Gewinnern wurde ihr Preis zugesendet.

Platz 2 Janine V.
Platz 2. Janine Vorholt
Platz 3 Julie S.
Platz 3. Julie S.

Die guten Engel vom Seniorenhaus St. Martin

Rosen für Ehrenamtliche als Wertschätzung und Dank

RAESFELD. Rosen als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement zierten die Tische am Dienstag bei dem gemeinsamen Frühstück im Seniorenhaus St. Martin.

Mit einem Sektempfang und einem reichhaltigen Frühstücksbuffet bedankte sich das Team vom Seniorenhaus St. Martin bei ihren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Damit geben wir unseren Ehrenamtlichen als Wertschätzung und Dank etwas zurück, was sie mit ihrer Anwesenheit hier einbringen. Sie sind die tägliche Nahrung für unsere Besucher“, so Petra Eisenbarth, Leiterin des sozialen Dienstes. „Für unser Haus ist es ganz wichtig, dass die Wertschätzung hochgehalten wird“, fügte die Leiterin der Einrichtung Anne Eversmann hinzu.

Für die Bewohner seien die freiwilligen Helfer mehr als nur Besucher. „Sie bedeuten für die Bewohner Halt, Vertrauen und Heimat“.

Ehrenamtliche Seniorenhaus St. martin

Tag für Tag sorgen die aktuell 65 Frauen und Männer mit ihrer Anwesenheit und ihrem Engagement für Unterhaltung und Abwechslung.

Dienst am Nächsten

45 Ehrenamtliche folgten der Einladung. Wie Renate Bässt, die seit gut 20 Jahren jeden Dienstag im Haus ist. Sie geht mit den Seniorinnen und Senioren spazieren oder hatte auch schon mal Einzelbetreuungen übernommen. „Für mich war immer der Dienst am Nächsten wichtig“, so Bässt.

Seit einem halben Jahr aktiv als „Rollstuhlschieber“ dabei ist Alfons Föcker. „Ich habe jetzt die Zeit, etwas Ehrenamtliches zu machen und es gefällt mir hier richtig gut“, so Föcker. Besonders erfreue er sich daran, dass die Bewohner schon lachen, wenn er morgens komme. „Dann wissen sie genau, dass es nun an die frische Luft geht“.

Viele der Ehrenamtlichen heute seien, so Eversmann, ehemalige Angehörige. „Neue sind bei uns immer gerne gesehen, auch junge Menschen und wer Interesse hat, sich hier einzubringen, kann sich gerne bei uns im Haus melden“.

Petra Bosse

Betrüger ergaunern Geld mit Love-Scamming

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Immer wieder ein Thema: Love-Scamming. Gefakte Profile auf Facebook versprechen die große Liebe.

Kreis Borken (ots). Statt die große Liebe zu finden blieben für einen 54-Jährigen nur hohe finanzielle Schäden: Der Mann aus dem Kreis Borken verlor einen fünfstelligen Eurobetrag – das Geld ging auf russische Konten.

Der 54-Jährige hatte über ein soziales Netzwerk im Internet Kontakt zu einer Russin aufgenommen. Doch es blieb nicht bei dem Austausch von Nachrichten: Die Frau bat um Geld.

Immer wieder konnte sie vermeintlich gute Gründe dafür nennen. Mal ging es um die Kosten durch einen medizinischen Notfall der Mutter der Chatpartnerin, mal um eine Festnahme und eine Sicherheitsleistung, schließlich auch darum, die Flugreise der Frau nach Deutschland zu finanzieren. Insgesamt vier Überweisungen nahm der Mann vor, ehe er den Betrug witterte.

Manipulierte Gefühle

Um ihn in Sicherheit zu wiegen, hatte sich die Empfängerin des Geldes einiges einfallen lassen. So übermittelte sie ihm auch vermeintliche Ausweisdaten. Doch am Ende blieb für den Betroffenen nur die bittere Erkenntnis, dass Unbekannte seine Gefühle manipuliert hatten, um an sein Geld zu kommen.

Das Vorgehen der Täter in diesem Fall stellt für die Ermittler der Kripo in Borken nichts Unbekanntes dar. Experten sprechen dabei vom sogenannten „Scamming“: Der vermeintliche Weg zum Glück führt dabei über Vorauszahlungen an einen Betrüger, englisch „Scammer“.

Love- oder auch Romance-Scamming

Eine Variante davon: das Love- oder auch Romance-Scamming. Die Betrüger suchen in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerk online nach möglichen Opfern. Auf den ersten Kontakt folgt eine Phase intensiver Liebesbekundungen. Die Täter legen damit psychologisch die Grundlage, um im nächsten Schritt erfolgreich um Geld bitten zu können. Die Betrüger zeigen sich erfinderisch, wenn es darum geht, vermeintliche Notlagen zu schildern.

Emotionale Abhängigkeit

Die Opfer schöpfen zu diesem Zeitpunkt leider nicht so schnell Verdacht. Denn die Täter haben sie bewusst in eine emotionale Abhängigkeit gebracht. Oft ziehen sich derartige Fälle über einen längeren Zeitraum. So auch im aktuellen Beispiel: Den Betrügern gelang es, die vorgespielte Beziehung zu dem 54-Jährigen rund ein halbes Jahr lang aufrecht zu halten.

Die Polizei warnt nachdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Wie die Täter im Detail vorgehen, wie sie sich erkennen lassen und was Betroffene tun sollten schildert die polizeiliche Internetseite https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.

UWG hat noch keinen Bürgermeisterkandidaten in Sicht

Gelungener Neujahrsempfang der UWG Raesfeld Erle e.V.

Am Sonntag lud die UWG Raesfeld Erle e.V. zum Neujahrsempfang ins Adelheid Spargelhaus in Erle ein.

Bei einem reichhaltigen und sehr leckeren Frühstücksbuffet blickte der Vorsitzende Wolfgang Warschewski auf das Jahr 2019 zurück.

Viele Anträge an die Gemeindeverwaltung habe die UWG erstellt, die nun teilweise umgesetzt werden. Ein Beispiel dafür sei der langerwartete Bücherschrank, der im Rahmen der Umgestaltung des Kirchplatzes in Erle seinen Platz finden wird.

Neujahrsempfang UWG Raesfeld
v. l.: Jörg von Borczyskowski (UWG im Kreistag), Bürgermeister Andreas Grotendorst, Fraktionsvorsitzender Wolfgang Warschewski und sein Stellvertrer Rupert Koller.

Warschewski betonte, dass die UWG sich auch weiterhin aktiv dafür einsetzen wird, dass die Bürger bei der Planung der anstehenden Projekte des Dorfentwicklungskonzeptes stark eingebunden werden. Mit Blick auf und auf Nachfrage zu einem Bürgermeisterkandidaten für die anstehenden Kommunalwahl 2020 bestätigt der Vorsitzende, dass bisher noch kein Kandidat in Sicht sei.

Über das geplante Kunstprojekt am Schloss und den aktuellen Stand zur Neugestaltung der Schlossallee und die Planungen zur Gestaltung des Schulhofs der Julia-Köppers-Gesamtschule zum Quartier informierte Rupert Koller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Kritik an 5 G

Des Weiteren übte er erneut Kritik zum Netzausbau von 5G. Er begründete seine Kritik damit, dass einerseits der Elektrosmog deutlich zunähme, die benötigte  Energie ebenfalls sehr groß seien und die Bürger damit dem „gläsernen Bürger“ in der Zukunft immer näher kommen.

Über seine Aufgaben der Kreis UWG berichtete der Vorsitzende der UWG Fraktion im Kreistag, Jörg von Borczyskowski. Er verwies darauf, dass die Kreisumlage im Kreis Borken mit Abstand die geringste im Land sei und dass die Rückstellungen des Kreises mehr als ausreichend sei.

Borczyskowski und Koller waren sich darüber einig, dass der Ausbau des Glasfasernetzes ein sehr wichtiger Faktor für Gewerbe und Landwirtschaft ist.

In seinem Grußwort ging Bürgermeister Andreas Grotendorst auf den aktuellen Stand des Dorfentwicklungsprojektes ein. Nach seinem Besuch auf der Grünen Woche 2020 in Berlin, verwies er auf die derzeitige schwierige Lage der Landwirtschaft im Gegenüber zum Umweltschutz.

Rund 50 UWGler wurden zum Ausklang musikalisch von der Irischen Musikgruppe „Treshing Floor“ unterhalten.

Die UWG freut sich auf ein spannendes Wahljahr 2020 und blickt positiv in die Zukunft. 

Keine neuen Stellplätze an der Pizzeria in Erle

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Verwaltung stimmt dem Antrag der Hauseigentümerin auf Ablösung von zwei Stellplätzen für das Grundstück Höltingswall/ Ekhornsloh – Pizzeria NaBucCo zu.

Nach der neuen Überdachung für den Eisverkauf in der Pizzeria NaBucCo sollten nachträglich zwei neue Parkplätze gebaut werden. Eigentümerin verpflichtet sich, an die Gemeinde dafür einen Geldbetrag nach Maßgabe der Satzung zahlen.

Bereits im Jahr 2007 wurde das Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude an der Schermbecker Straße-Höltingswall zu einem Restaurant (Pizzeria) mit Außengastronomie (Biergarten) erweitert.

Im vergangenen Sommer wurde ein Teil der Pizzeria NaBucCo unmittelbar vor dem südlichen Gebäudeteil mit einer Terrasse überdacht. Die Baugenehmigung hierfür wurde vom Kreis Borken erteilt.

Allerdings wurde bei der Bauzustandsbesichtung nach abschließender Fertigstellung Ende Juli durch das Bauordnungsamt der Nachweis von zwei zusätzlichen Stellplätzen gefordert.

Aufgrund des Zuschnitts des Grundstücks hätte dieses, laut beauftragter Gutachter, auf dem Grundstück so gut wie gar nicht, oder nur mit einem sehr aufwendigen Eingriff in den Biergarten und einem hohen wirtschaftlichen Aufwand erfolgen können.

Daher stellte die Grundstückseigentümerin einen Antrag an die Gemeindeverwaltung auf finanzielle Ablösung der zwei Stellplätzen. Dem Antrag auf Ablösung von den zwei geforderten Stellplätzen stimmte die Verwaltung am Montag einstimmig zu.

Neue Bäume auf der Babywiese für Vereine und Schule

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Sechs neue Obstbäume pflanzte der Heimatverein Erle am Dienstagmorgen auf der Babywiese hinter der Erler Mühle.

Im Gegensatz zu den anderen Bäumchen sind es diesmal keine kleinen Obstbäumchen für Neugeborene und ihre Eltern, sondern die sechs Hochstämme spendet der Heimatverein Erle als symbolischen Akt der Verbindung an Erler Vereine.

Heimatverein pflanzt neue Bäume
Ran an die Schüppe – Arno Brömmel setzt Vereinsbaum in die Erde. Foto André Elschenbroich

Die zukünftigen Paten der Bäume sind der Erler Schützenverein mit Blick auf ihr bevorstehendes 125-jähriges Jubiläum, der Sportverein Eintracht Erle, der Imkerverein, die Landjugend Erle/Rhade und die Silverster-Grundschule.

Heimatverein-Erle-pflanzt-Bäume
Präsident des Erler Schützenvereins Arno Brömmel sowie der ehemalige Heimatvereinsvorsitzende Klaus Werner bekamen von Norbert Sabellek (Vorsitzender Heimatverein) ihre Patenschaftsurkunden für ihre neuen Obstbäume überreicht. Fotos: André Elschenbroich

„Einen Baum bekommt auch unserer ehemaliger Vorsitzender Klaus Werner. Er war schließlich der Namens- und Ideengeber für die Babywiese“, so Sabellek.

Heimatverein-Erle-pflanzt-Bäume

Damit die Bäume im Sommer auch Früchte tragen, müssen nun die Vereine als Baumpaten sich selber darum kümmern und für reichlich Feuchttigkeit und regelmäßigen Schnitt sorgen.

Heimatverein-Erle-pflanzt-Bäume
Heimatverein-Erle-pflanzt-Bäume

Landhaus Keller soll Hotel bleiben

Gemeinde möchte kein weiteres Altenheim an diesem Standort

Das Landhaus Keller liegt der Gemeindeverwaltung am Herzen. Sie hätte gerne an diesem Standort ein gutes Drei-Sterne -Hotel im mittleren Preissegment.

RAESFELD. Schloss Raesfeld, Schloss Allee und Naturpark Hohe Mark seien die beste Voraussetzung für ein Hotel an dieser Stelle, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst am Montag im Planungsausschuss.

Während im Laufe des Insolvenzverfahrens der Hotelbetrieb im Landhaus Keller eingestellt wurde, läuft der Betrieb des Altenheims mit 20 Bewohnern weiter.

Landhaus Keller Raesfeld

Beraten wurde im Planungsausschuss der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan RA 21 a (Freiter Pättken). Gegen die geplante Änderung des Bebauungsplans legte der Insolvenzverwalter der Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien GmbH & Co. KG im Vorfeld Widerspruch ein.

Derzeit wird das Haus Keller als Altenheim betrieben. Im vergangenen Jahr eröffnete das Amtsgericht Essen ein Insolvenzfahren der Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien. Eingeschlossen sind dabei auch die Alten- und Pflegeheime der Keller GmbH (wir berichteten).

Eingeräumte Nutzungsoption wieder aufgehoben

Nach der Bekanntgabe sicherte sich die Gemeinde kurze Zeit später das Vorkaufsrecht für die Anlage. In der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes wurde die 2006 eingeräumte Option, das Hotel als auch als Altenpflegeheim zu nutzen, wieder aufgehoben, um eine weitere Nutzung des Landhauses Keller als Altenheim zu verbieten.

Die Begründung dazu lautete, dass der Standort Altenheim/Altenpflegeheim nicht optimal sei und die dem besonderen Standort im Bereich der Schlossfreiheit angemessene Hotel- und Gastronomienutzung wieder zugeführt werden soll.

Landhaus Keller Raesfeld

Demografischer Faktor

Das wurde auch dem Nachlassverwalter der Keller GmbH. mitgeteilt. Dieser allerdings reagierte nicht sehr amüsiert darauf und sieht die Änderung des Bebauungsplans als ein enteignungsgleichen Eingriff an. Darüber hinaus teilt der Insolvenzverwalter mit, dass die vorgeschlagene Änderung des Bebauungsplans als Hotel an diesem Standort nicht den demografischen Faktor der Gemeinde und dem Kreis Borken berücksichtige. Wie in allen anderen Gemeinden habe auch Raesfeld mit einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung und veränderten Lebensumstände der Menschen zu rechnen. Diese habe auch nicht in Raesfeld und seinen angrenzenden Gemeinden haltgemacht.

Außerdem sei der gegenwärtige Standort des Altenheims, derzeit mit 20 Bewohnern, aufgrund seiner Ortslage bestens als Alten- und Pflegeheim geeignet. Im Übrigen ließe sich laut Insolvenzverwalter der Betrieb eines Restaurant-Cafés leicht wieder einrichten, wenn das gesamte Gebäude als Altenheim- und Pflegeheim genutzt werden dürfte.

Internationale Investoren für Altenheim

Internationale Investoren aus dem Alten- und Pflegebereich haben laut Insolvenzverwalter bereits Interesse an den Erwerb der Keller-Immobilie am Niederrhein bekundet. Ein Altenheim würde laut Insolvenzverwalter zu einer Verdoppelung der gegenwärtigen Arbeitsplätze für Mitarbeiter der Pflegeberufe führen.

Ein Investor für ein Hotel habe sich, wie der Insolvenzverwalter mitteilt, allerdings nicht gefunden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens habe er 25 Hotelbetreiber im Umkreis von 100 km angesprochen. Das Interesse sei gleich null gewesen und keiner der angesprochenen Investoren hätte Interesse bekundet.

Alle Anregungen vonseiten des Insolvenzverwalters, dass Haus Keller weiter als Pflegeheim zu nutzen, wurde einstimmig von den Ausschussmitgliedern abgelehnt. Das Gleiche gilt auch für Konkurrenzüberlegungen im Hotelsektor. Der Grund: In gemeindlich übergeordnetem Interesse sei eine adäquate Nutzung des prominenten Standortes.

Die vorgebrachten Argumente, was den demografischen Wandel anbelange, seien laut Erster Beigeordneter Martin Tesing nicht verifiziert und belegt. Im Landhaus Keller lebt derzeit nur eine Person aus Raesfeld. „Verständlich ist, dass der Insolvenzverwalter mit seinen Argumenten das Interesse hat, einen hohen Preis für das Grundstück zu erzielen. Wir können seinem Einwand nicht folgen“.

Fakt sei laut Bürgermeister Andreas Grotendorst, dass die Gemeinde dringend Hotelzimmer benötige, da sie in den letzten vier Jahren rund 56 Zimmer verloren habe: Hotel Epping mit 21 Betten, Aelkeshof mit 31 Betten und Hotel Sterndeuter Turm mit 14 Betten.

Brechschale im Eingangsbereich

„Und eine Kombinutzung – Hotel-Altenheim habe sich bereits in jüngster Vergangenheit als sehr problematisch dargestellt. Außerdem hat es Beschwerden gegeben, dass im Eingangsbereich Nierenschalen rumstehen, dass es dort riecht und das dies kein schöner Anblick für die ankommenden Gäste gewesen sei“.

Als Hotel geeignet sei die Anlage schon deshalb, da sie sich in unmittelbarer Nähe der touristisch stark frequentierten Schlossfreiheit befindet. „Die Lage am Ortsrand ist eben nicht, wie vom Insolvenzverwalter behauptet, geeignet für die Bewohner. Sie ist eher ungünstig, da die Einrichtungen zur Deckung des täglichen Bedarfs wie Ärzte und Apotheken, nicht in fußläufiger Nähe vorhanden sind“, so Grotendorst.

Bedarf an Hotelbetten ist groß

Mit Blick auf den dringenden Bedarf an Hotelzimmer liege auch an das veränderte Verhalten der Touristen in der Gemeinde. Die gut ausgebauten Radwege locken besonders Tagesgäste an, die sternenförmig mit ihren Fahrrädern mehrere Orte anfahren. Ebenso die zahlreichen Trauungen in der Gemeinde, 403 waren es 2019, ziehen immer mehr Gäste in die Gemeinde, fügte Grotendorst an. „Wir haben eine Naturpark-Radroute die gut von E-Bike-Fahrern genutzt wird und Urlaub vor der Haustür wird immer wichtiger“.

Darüber hinaus sei die Gemeinde gut aufgestellt mit den derzeitigen Alten- und Senioreneinrichtungen in der Gemeinde.

„Die gemeindlichen übergeordneten Belange einer Hotel- und Gastronomiebenutzung an diesem Standort liegen somit über den privaten wirtschaftlichen Interessen eines Investors“, so Grotendorst.

Frau mit Stimme – Susan Albers begeisterte die Zuhörer

Die Sängerin Susan Albers begeisterte die rund 130 Zuhörer am Samstagabend auf der Kleinkunstbühne im Saal von Brömmel-Wilms.

„Sie ist eine Frau mit Stimme“, sagte Organisator Michael Oestreich. Er war begeistert, wie gut die Sängerin aus Rhede bei den Besuchern ankam.

Susan Albers Kleinkunstbühne

ERLE. Es war das erste Konzert 2020, was die Kleinkunstbühne präsentierte und so gut wie ausverkauft. „Das ist doch ein toller Jahresanfang“, freute sich Oestreich. Hauptsächlich auswärtige Besucher kamen an diesem Abend angereist.

Susan Albers Kleinkunstbühne

Wie das Ehepaar Lisa und Markus Augusciak aus Moers. Sie waren begeistert von dem zweistündigen Konzert. „Susan sang auf unserer Hochzeit vor fünf Jahren drei Songs. Deshalb sind wir heute hier. Das zweistündige Konzert war heute einfach klasse“.

Weltpremiere

Spaß an ihrem Auftritt hatte auch die Sängerin Albers mit ihren Musikern Armand Spee (Bassist) und Kenny G. Steward (Drums). „Uns gibt es eigentlich gar nicht als Band. Es ist Weltpremiere und das geilste Debüt und beste Publikum ever. Danke an das Team, dass ihr das möglich gemacht habt“, so Albers.

Susan Albers Kleinkunstbühne

Die ehemalige DSDS-Kandidatin von 2013 mit 30-jähriger Bühnenerfahrung, ist mittlerweile seit sieben Jahren selbstständig unterwegs und Frontsängerin bei der Big Band der Bundeswehr. Schlager seien überhaupt nicht ihr Ding, gesteht sie.

Susan Albers Kleinkunstbühne

Musikstücke mit echter Stimme

Sie setze auf Musikstücke mit echter Stimme. Dazu gehörte an diesem Abend unter anderem Klassiker von Adele,ArethaFranklin oder „Oh Baby Love“ von Mothers Finest. Das Publikum dankte ihr mit langanhaltendem Applaus und am Ende immer wieder mit lautstarken Rufen nach mehr Zugaben.

Das nächste Konzert der Kleinkunstbühne mit der Band „Backtrax“ und Mike Best und Jacke Bredie findet am 28. März statt.

Petra Bosse

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Nach alter Tradition gebaut – Brökerstegge Raesfeld

Karneval in der Brökerstegge gibt es seit rund 70 Jahren. Wagenbaugemeinschaft baut Mottowagen

RAESFELD. Die Wagenbaugemeinschaft Brökerstegge ist seit Wochen schon ganz auf Karneval eingestellt.

Wagenbauverein Brökerstegge
Die Wagenbaugemeinschaft baut auch diesmal wieder ihren Mottowagen für den Rosenmontagszug. Foto Petra Bosse

In der Scheune vom ehemaligen Karnevalsprinz Matthias Pass wird mehrmals die Woche an ihrem Mottowagen gehämmert und gepinselt.

Karneval in der Brökerstegge gibt es seit rund 70 Jahren. Entstanden sei das durch die Kriegswitwe Käthe Heying. Die gebürtige Kölnerin lud seinerzeit die Damen der Nachbarschaft zum Kaffeetrinken ein. „Ab 1956 kamen dann die Männer hinzu und mittlerweile sind wir schon in der vierten Generation, die gemeinsam mit der Nachbarschaft feiert“, so Paolo Stenert-Bröker.

Anno Brökerstegge

Sie ist eine von den rund 20 Aktiven der Wagenbaugemeinschaft, die sich aus Nachbarn und Freunde zusammensetzt. Bevor es an die Umsetzung geht, treffen sich die Aktiven zur Motto-Findungsversammlung, meist schon im November, um sich ein Thema auszudenken.

RRZ 1973
Der 1. Wagen 1973

Ihr Motto sei meist immer lokal und werde demokratisch beschlossen, so Matthias Pass. Als Vorlage für ihren Mottowagen diente beispielsweise das kaputte Garagentor von Spangemacher, das Raesfelder Raketenzentrum im Jahr 2019 oder die Wildpinkler. „Seitdem haben wir als einzige Gruppe beim Rosenmontagszug immer ein Dixi-Toilettenhaus auf unserem Wagen“, so Stenert-Bröker.

1981 Brökerstegge
1981 Brökerstegge

Die offizielle Gruppengründung der Wagenbaugemeinschaft fand gleichzeitig mit der Gründung des RRZ 1973 statt. Die Kosten von rund 1000 Euro für den Wagenbau, Wurfmaterial, Getränke und Kostüme zahle die Nachbarschaft aus eigener Tasche. An Ideen mangelt es der Nachbarschaft nicht, verrät Pass. So wurden sie schon mehrmals für den schönsten Wagen prämiert, und auch das Motto für den RRZ-Umzug kam in den letzten Jahren meist aus der Brökerstegge von Christian Bröker oder Dirk Föcker. Was es mit den Emojis auf sich hat, verraten sie nicht. „Es ist auf alle Fälle wieder sehr lokal“, so Pass.

1993 Brökerstegge
1993

Während es der Nachbarschaft nicht an Ideen fehle, sei jedoch der Nachwuchs heute rar. In guten Zeiten bestand die Gemeinschaft aus fast 50 Personen. „Wir suchen Leute, die Spaß haben und bei uns mitmachen möchten. Sie müssen auch nicht aus der Brökerstegge kommen“, so Stenert-Bröker.  

Petra Bosse

Brökerstegge 1995
1995
RRZ Raesfeld 1998
1998
Brökerstegge Raesfeld
1999 – Fotos: Paola Stenert-Bröker

Anmeldung für den SchuKi-Club 2020

Sommerferienbetreuung für Grundschulkinder

Der SchuKi-Club 2020 findet in den ersten drei Wochen der Sommerferien vom 29.6. bis zum 17.7.2020 im Jugendhaus Raesfeld jeweils montags bis freitags von 8.00 bis 13.00 Uhr statt.

Wie im letzten Jahr übernimmt wieder das Team des Jugendhauses die Betreuung der angemeldeten Kinder.

Der SchuKi-Club ist ein freiwilliges Angebot von Gemeinde und Jugendwerk Raesfeld.

Gedacht ist diese Sommerferienbetreuung für Grundschulkinder, die nicht die OGS besuchen und deren Eltern berufstätig sind.

OGS-Kinder können an der Betreuung der jeweiligen Offenen Ganztagsschule teilnehmen.

Den Anmeldebogen können Sie über den unten genannten Link herunterladen oder auch per Mail bei Claudia Wiemer [email protected] anfordern. Um Ihr Kind anzumelden schicken Sie den Anmeldbogen bitte bis zum

Anmeldeschluss 15. Februar 2020 zurück.

Nach Anmeldeschluss erfahren Sie, ob Ihr Kind am SchuKi-Club teilnehmen kann.

Sie können das Angebot wochenweise buchen. Der Elternbeitrag beträgt wie in den letzten Jahren 50,00 € pro Kind und Woche, gleichzeitig angemeldete Geschwisterkinder zahlen 25,00 € pro Woche.

Grüße von der Grünen Woche Berlin 2020

Grüne Woche Berlin 2020 – Seitensprünge ins Grüne – unter diesem Motto präsentiert sich der Naturpark Hohe Mark in Berlin.

Grüße von der Grünen Woche – Bürgermeister Andreas Grotendorst lässt auch in diesem Jahr die Chance nicht aus, Werbung für den Naturpark Hohe Mark zu machen und gleichzeitig neue Verbindungen zu Politikern und eventuelle zukünftige Touristen auf der Grünen Woche zu knüpfen.

Man(n)-Frau kennt sich!

Mit im Boot sind einige seiner Amtskollegen aus dem Kreis Borken, Landtagsabgeordnete und Mitarbeiter aus dem Raesfelder Rathaus.

Raesfeld auf der Grünen Woche in Berlin 2020
Sie alle sind für den Naturpark Hohe Mark unterwegs u. a. Willi Korth MdL (r.) die rheinische Kartoffelkönigin, Ministerin Ursula Heinen-Esser und Vorsitzender Hubert Grothues (3. v. l.). Foto: privat

Mit Verwaltungssitz im Naturparkhaus, Tiergarten Schloss Raesfeld, ist der Naturpark erneut ein Thema auf der Grünen Woche 2020 und die beste Werbung für die Gemeinde Raesfeld.

2000 Quadratkilometer

Der Naturpark Hohe Mark, zu dem auch Raesfeld gehört, bietet viele Verlockungen in die grüne Natur. Die Besonderheit ist die Nähe zum Ruhrgebiet.

Raesfeld auf der Grünen Woche in Berlin 2020
Erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld Martin Tesing, Ministerin Ursula Heinen-Esser und der Beigeordnete von der Gemeinde Reken Gottfried Uphoff. Foto: privat

Direkt an der Schnittstelle zwischen Münsterland, Niederrhein und Ruhrgebiet liegt der Naturpark Hohe Mark in NRW ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete nördlich des Ruhrgebietes und ist auf einer Fläche von fast 2.000 km², mit Ausnahme einiger kleinerer Bauernschaften, fast unbewohnt.

Raesfeld auf der Grünen Woche in Berlin 2020
Foto: privat


Besonders beliebt bei Radfahrern und Tagestouristen ist „Die Hohe Mark Rad-Rundroute“ mit über 310 km im nördlichen Naturpark. Um die Qualität weiter zu verbessern, soll die Route zukünftig streckenweise so verlegt und ausgebaut werden, dass alle vier Themenlandschaften des Naturparks integriert als Natur-Attraktionen besser erlebbar werden.

Petra Bosse

Stimmung in der Landwirtschaft wird schlechter

Aktuelle Ergebnisse des Konjunkturbarometer Agrar auf der Grünen Woche in Berlin

DBV: Neues Konjunkturbarometer mit ernüchternden Werten

Berlin. Im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz zur Internationalen Grünen Woche (IGW) präsentiert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, die aktuellen Ergebnisse des Konjunkturbarometer Agrar für den Monat Dezember. Demnach hat sich die Stimmungslage der deutschen Landwirte noch weiter verschlechtert.

Mit einem Indexwert von nur 8,2 Punkten wird die Lage sehr ungünstig beurteilt. Bereits in den vorangegangenen Erhebungen im März, Juni und September 2019 hatte sich die Stimmungslage in der deutschen Landwirtschaft eingetrübt.

Der Indexwert fasst die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zusammen. Während die aktuelle wirtschaftliche Situation gegenüber September nahezu unverändert beurteilt wird, haben sich die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung weiter deutlich verschlechtert und mit einem Wert von 3,34 auf der Notenskala von 1 bis 5 einen bislang noch nicht gekannten Tiefstwert erreicht.

Joachim Rukwied
Joachim Rukwied Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes DBV und Präsident des europäischen Bauernverbandes COPA-COGECA © Messe Berlin GmbH

Hochgradige Verunsicherung in der Landwirtschaft

„Neben einer schwierigen wirtschaftlichen Lage belegen diese Ergebnisse vor allem eine hochgradige Verunsicherung in der Landwirtschaft. Wir Bauern sind Unternehmer. Jeder, der etwas unternehmen will, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, um Zukunftsinvestitionen tätigen zu können. Darauf muss die Politik ausgerichtet werden“, kommentiert Bauernpräsident Rukwied die Zahlen des aktuellen Konjunkturbarometers.

Die Investitionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate liegen unter dem Vorjahreswert. Nur 33 Prozent der Landwirte wollen in dieser Zeit investieren. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt mit 3,8 Milliarden Euro um 0,5 Milliarden Euro unter dem entsprechenden Vorjahresstand. Rückläufig sind vor allem Investitionen in Wertschöpfung schaffende und Tierwohl fördernde Ställe.

Äußerst schwierige wirtschaftliche Situation

Einschließlich Hof- und Stalltechnik sind hierfür im nächsten halben Jahr nur 2,0 Milliarden Euro an Investitionen vorgesehen. Das sind im Jahresvergleich 0,3 Milliarden Euro weniger. Die beabsichtigten Investitionsvolumina in Maschinen und Geräte sowie Erneuerbare Energien dagegen liegen bei einem unveränderten Volumen von zusammen 1,7 Milliarden Euro.

„Wenn nur noch jeder dritte Landwirt in die Zukunft investieren will, spiegelt das die äußerst schwierige wirtschaftliche Situation wider,“ so Rukwied zu den Ergebnissen der repräsentativen Umfrage.

Die Liquidität der Betriebe hat sich seit September zwar kaum verändert, fällt aber im Jahresvergleich deutlich schlechter aus. In Futterbaubetrieben und in Betrieben im Osten Deutschlands ist die Liquiditätslage besonders häufig angespannt. 

Zukunftserwartungen

Auf der Notenskala von 1 bis 5 wird die aktuelle wirtschaftliche Situation im Durchschnitt der Betriebe mit 3,13 etwas weniger ungünstig beurteilt als die künftige Entwicklung mit einem Wert von 3,34.

Während die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation in den Veredlungsbetrieben gegenüber September durch die globalen Marktentwicklungen infolge der in Südostasien grassierenden Afrikanischen Schweinepest besser ausfällt und in den Ackerbaubetrieben nahezu unverändert bleibt, fällt die Lagebeurteilung in den Futterbaubetrieben schlechter aus. Die Zukunftserwartungen hingegen haben sich in allen Betriebsformen weiterverschlechtert. Der Anteil der Pessimisten ist mit 38 Prozent spürbar höher als der Anteil der Optimisten mit 9 Prozent.

Entwicklung der Schweinepreise

Vor allem die Entwicklung der Schweinepreise hatte in den letzten Monaten einen positiven Einfluss auf die aktuelle Stimmungslage in der Landwirtschaft. Einen dämpfenden Einfluss auf die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Situation hatten dagegen die gestiegenen Futtermittel- und Energiepreise. Vor allem werden die politischen Einflussfaktoren wie die nationale und die Agrarpolitik der EU sowie die Wettbewerbsverhältnisse in der EU deutlich schlechter beurteilt. Diese Einflussfaktoren werden absolut gesehen in etwa so negativ beurteilt wie die Pachtpreise, von denen bislang der negativste Einfluss ausging.

Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres werden die Preisentwicklungen bei Getreide, Milch, Rindern und Strom sowie der Einfluss der Agrarpolitik deutlich schlechter beurteilt. Positiven Einfluss auf die Stimmungslage haben im Jahresvergleich die Preisentwicklungen bei Schweinen, Futter- und Düngemitteln.

Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird vierteljährlich im Auftrag des DBV, des VDMA Fachverbandes Landtechnik und der Landwirtschaftlichen Rentenbank in einer repräsentativen Umfrage ermittelt. Zur aktuellen Runde im Dezember 2019 befragte dazu das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt 1.500 Landwirte in ganz Deutschland.

DRK Raesfeld blickt erfolgreich auf 2019 zurück

DRK Raesfeld leistete weit über 4000 Einsatzstunden für den guten Zweck

Raesfeld (pd). Auf der Mitgliederversammlung des DRK Raesfeld konnte der Ortsverein auf ein gutes Jahr 2019 zurückblicken.

Insgesamt leisteten die DRKler weit über 4000 Einsatzstunden bei 40 Diensten in der Gemeinde Raesfeld plus den fast wöchentlichen Diensten in der Schalke Arena.

Dazu kommen insgesamt 30 Erste-Hilfe-Kurse, zahlreiche Erste Hilfe Abende für die Bevölkerung und für Vereine vor Ort, Erste Hilfe am Kind Abende und die Erste Hilfe Schulungen in den Grundschulden und Kindergärten in Raesfeld und Erle mit über 400 Teilnehmern.

Gerade auf die Ausbildung der Bevölkerung in Erste Hilfe legt der Ortsverein sehr viel Wert, denn Erste Hilfe kann jeder lernen und damit Leben retten, den bis der Rettungsdienst eintrifft kann es schon zu spät sein. Mit einer Auffrischung in Form eines zweistündige Trainings an Abenden kann jeder seine Erste Hilfe Kenntnisse aufbessern (Termine unter www.drkraesfeld.de).

Aktion „Herzsicher“

Deshalb hat das DRK Raesfeld zusammen mit der Stiftung Raesfeld-Erle-Homer die Aktion „Herzsicher“ ins Leben gerufen mit großem Erfolg. Insgesamt befinden sich nun bereits fünfzehn Defis im Falle des Herzstillstandes in der Gemeinde Raesfeld. Tendenz weiter steigend.

Drei öffentliche Defisäulen in Erle und Raesfeld sind bereits in der Planung und weitere Defis von einzelnen Unternehmen bereits bestellt. Am 18. März 2020 soll eine öffentliche zweistündige Schulung der Bevölkerung stattfinden und alle Defi Standorte sollen unter anderem dann in einer App zusammengeführt werden und öffentlich bekannt gemacht werden.

DRK Raesfeld
Foto: DRK Raesfeld

DRK sucht dauerhafte Unterbringung

Seit einem Jahr befindet sich das DRK Raesfeld nun in den Räumlichkeiten im ehemaligen Hotel Epping an der Weseler Strasse und hat sich passend eingelebt. Da die Räumlichkeiten befristet sind sucht der Ortsverein Raesfeld nun nach einer dauerhaften Unterkunft.

Weitere Felder des DRK Raesfeld in 2019 waren das Blutspenden mit insgesamt zwölf Blutspendeterminen in Raesfeld und Erle mit weiter steigenden Blutspenderzahlen auf 1428 Spender in 2019 bei 1374 Spendern in 2018.

Ebenso standen zahlreichen Fortbildung der DRKler auf dem Programm, verschiedene Aktionen des Jugendrotkreuzes wie z.B. das jährliche Zelten mit 50 Teilnehmern oder die Neugestaltung der Homepage www.drkraesfeld.de inkl. Onlineanmeldung für die Erste Hilfe Kurse.

Aktuell hat der Ortsverein ungefähr 50 aktive Mitglieder plus zwei Jugendrotkreuzgruppen mit ca. 30 Kinder und Jugendlichen. Ebenso unterstützen ca. 600 passive Mitglieder des Ortsvereines. Zahlreiche Mitglieder wurde auf der Mitgliederversammlung für Ihre langjährige aktive Tätigkeit im DRK Raesfeld geehrt unter anderem Roland Hörning für 35 Jahre.

Landwirte kämpfen um Anerkennung – Landschaft verbindet

Landschaft verbindet. Gemeinsam für ein buntes NRW

Die Raesfelder, Erler und Homeraner Landwirte trafen sich am Freitag vor dem REWE Markt, um die Bürger zu informieren.

RAESFELD. Rund 35 Landwirte haben sich zusammengefunden, um über die derzeitige politische Situation zu informieren. Darüber hinaus verteilten sie heimische, landwirtschaftliche Produkte sowie bienenfreundliche Blumenmischungen unter dem Motto „Co-Operation, anstatt Verbote! Jedes Jahr legen besonders die Landwirte viele Hektar Blühmischungen an.

Daürber hinaus gab es, trotz des Dauerregen für die vorbeikommenden Besucher Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln aus regionalen Anbau, sowie Bratwurst und für die Kinder und ein kostenloses Foto-Shooting.

Land schafft Verbindung Raesfelder Landwirte

Die friedlichen Proteste in den vergangenen Monaten haben, so die Landwirte, gezeigt, dass ihnen viele Türen geöffnet wurden. Diese wollten sie nun auch mit ihrer Aktion am Freitag unter dem Motto „NRW blüht auf“ nutzen. Blühen statt Steingärten, war unter anderem ein Thema, wofür sie standen.

Buntes Programm

An die vorbeikommenden Kunden am REWE-Markt verteilten sie insektenfreundliche Blühmischungen für eine gesunde Vielfalt in der Natur, besonders für Bienen.

Schwerpunktmäßig informierten die Landwirte auch über die neuen Düngeverordnungen und beantworteten Fragen rund um die Landwirtschaft.

Land schafft Verbindung Raesfelder Landwirte

Der Berufsstand der Landwirte hat seit einiger Zeit mit einem Imageproblem zu kämpfen. Kostensparend und in großen Mengen zu produzieren wegen zunehmender Nachfrage nach „billigen“ Lebensmittel, hat heute nichts mehr mit dem gemütlichen Bauernhof-Bilderbuch-Image zu tun.

Wie teilweise das heutige Bild der Bauern, von den Medien und sogar von Naturschutzverbänden dargestellt wird, bekommen heute die Landwirte täglich zu spüren.

Land schafft Verbindung Raesfelder Landwirte
Dabei waren die Landwirte und Landwirtinnen Felix Brömmel, Anne Schlottbom und Anne-Grunewald-Olbing

Mobbing in Schulen und Kitas

Schlimm sei allerdings, so Anne Grunewald-Olbing, das Landwirte heute nicht mehr wertgeschätzt und ungerecht behandelt werden. Mittlerweile sei es sogar so extrem, erzählt die Marbecker Landwirtin, dass selbst schon ihr dreijähriges Kind in der Kita- gemobbt werde. „Es ist heute nichts Besonderes, dass das Schlagwort ‚dummer Bauer‘ selbst unter Kinder, sowohl im Kindergarten, als auch in Schulen auf der Tagesordnung steht und täglich die Runde macht“.

Land schafft Verbindung Raesfelder Landwirte

Landwirte sind derzeit der „Buhmann“ und gehen deshalb auf die Straße. „Redet mit statt über uns!“ – das fordert das Bündnis „Land schafft Verbindung“ von Politik und Verbrauchern. Und das machen sie derzeit. Sinnvoll, denn sonst geht das Höfesterben zwischen Düngeverordnung und verschärfte EU-Vorschriften weiter und die Luft auf eine gesunde heimische Landwirtschaft wird immer dünner.

Petra Bosse

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Petra Bosse
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Moped-Führerschein schon ab 15 – Mobiler im ländlichen Raum

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Junge Menschen in Nordrhein-Westfalen können künftig den Moped-Führerschein ein Jahr früher erwerben.

Das Landeskabinett hat am Dienstag die Herabsetzung des Mindestalters für den Erwerb des Moped-Führerscheins von 16 auf 15 Jahre beschlossen.
 
„Gerade im ländlichen Raum eröffnet der Moped-Führerschein jungen Menschen eine zusätzliche Mobilitäts-Option für den Weg zur Schule oder zur Ausbildungsstelle, die wir in Nordrhein-Westfalen jetzt früher möglich machen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.
 
Sicherheit steht dabei für die Landesregierung an erster Stelle. Die bisher erforderliche Fahrschulausbildung mit theoretischer und praktischer Fahrerlaubnisprüfung bleibt Voraussetzung für den Erwerb des Moped-Führerscheins für Krafträder mit einer Höchstgeschwindigkeit bis 45km/h (Fahrerlaubnisklasse AM).

Bislang konnten 15-Jährige nur die Mofa-Prüfbescheinigung für Krafträder bis 25 km/h erwerben.
 
Mit dem Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes hat der Bund den Ländern die Möglichkeit eingeräumt, das Mindestalter zum Erwerb der Fahrerlaubnisklasse AM von 16 auf 15 Jahre zu senken.
 
Die Landesregierung setzt diese Möglichkeit nun umgehend um. Voraussichtlich bis Ende Januar wird die Verordnung zur Herabsetzung des Mindestalters in Kraft treten.

RRZ Kinderprinzenpaar sucht Motto für 2020

Prinz Finn I. Reidenbach und Prinzessin Jonna I. Vorholt benötigen die Hilfe aus der Bevölkerung.

Gesucht wird ein Motto für den diesjährigen Rosenmontagsumzug am 24. Februar, 12.33 Uhr. Die beiden Tollitäten hoffen auf fleißige Mithilfe. Dem Gewinner des Mottowettbewerbs winkt ein Preisgeld in Höhe von 50,00 EUR.

Ebenso werden Vorschläge für die Vergabe der Meritenmedaille für besondere Verdienste in Raesfeld, Erle und Homer gesucht. Dazu Vorschläge für die Vergabe des Lümmelordens für besondere Lümmeligkeiten, die geahndet werden müssen.

Ideen bitte an [email protected] einreichen.

Landrat Dr. Kai Zwicker zieht positives Fazit

für das „Jobcenter im Kreis Borken“ im Jahr 2019
SGB II-Arbeitslosenquote im Kreis Borken im Jahresdurchschnitt auf Niedrigstand von 2,0 Prozent

Kreis Borken (pd). Das Jahr 2019 war im Bereich des „Jobcenters im Kreis Borken“ geprägt von einem größtenteils saisontypischen Verlauf. Die sehr positive Entwicklung des Jahres 2018 setzte sich damit in einer gemäßigteren Form weiter fort.

Die Fallzahlen sind seit dem Frühjahr kontinuierlich gesunken und erst zum Jahresende minimal angestiegen. So bezogen im Durchschnitt 7.334 sogenannte Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem SGB II – über 300 weniger als noch 2018. Und auch die Zahl der Leistungsberechtigten mit Fluchthintergrund zeigte sich gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig.

„Dass sich die Situation so positiv darstellt, ist insbesondere unserer starken heimischen Wirtschaft und der engagierten Arbeit der ‚Jobcenter im Kreis Borken‘ zu verdanken“, hebt Landrat Dr. Kai Zwicker hervor.

Die Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden im SGB II geht nach einem Anstieg im Jahr 2018 seit dem vergangenen Sommer auch deutlich zurück. Aktuell sind diesem Personenkreis rund 200 Menschen weniger zuzuordnen als noch im Winter 2018.

Mit Unterstützung der Jobcenter konnten im Jahr 2019 bislang rund 2.500 Menschen eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Für viele von ihnen endete damit gleichzeitig der Leistungsbezug. Auch fast 600 Flüchtlingen gelang die Aufnahme einer Arbeit.

Die SGB II-Arbeitslosenquote im Kreis Borken konnte im Jahresdurchschnitt auf dem niedrigen Stand von 2,0 Prozent gehalten werden. Zuletzt sank sie sogar erneut auf 1,9 Prozent – den niedrigsten Wert, seitdem der Kreis Borken 2005 die Betreuung der Langzeitarbeitslosen als Aufgabe übernommen hat. Nur zwei Kreise in NRW weisen eine noch niedrigere Arbeitslosenquote auf – Coesfeld und Olpe.

Die beschriebenen Entwicklungen führen dazu, dass das „Jobcenter im Kreis Borken“ im münsterland- und auch landesweiten Vergleich weiterhin sehr gut dasteht. „Für die kommenden Wochen und Monate erwarten wir weiter eine gleichbleibende Entwicklung am Arbeitsmarkt“, sagt Landrat Dr. Zwicker. „So stehen die Zeichen insgesamt also gut, dass wir auch für 2020 einen stabilen regionalen Arbeitsmarkt verbunden mit soliden Integrationschancen haben werden.“

1.183,89 Euro aus der Spendenaktion

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„Rest-Cent 2019“ für die Kinderkrebshilfe Horizont aus Weseke. Seit April 2019 führt der Personalrat der Stadtverwaltung Borken einmal jährlich eine Spendenaktion für einen guten Zweck durch.

Borken (pd). Der Personalrat der Stadtverwaltung Borken führt seit April 2019 einmal jährlich eine Spendenaktion für einen guten Zweck durch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich an der sogenannten „Rest-Cent-Aktion“ beteiligen.

1.183,89 Euro aus der Spendenaktion „Rest-Cent 2019“ an die Kinderkrebshilfe Horizont aus Weseke. Foto: Stadt Borken

Hierbei wird von jeder monatlichen Gehaltszahlung der Cent-Betrag automatisch einbehalten und gesammelt. So sind theoretisch 11,88 Euro je Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Der durchschnittliche Betrag liegt jedoch bei fünf bis sechs EUR.

Die Spendenaktion „Rest-Cent 2019“ erfolgte auf freiwilliger Basis und brachte insgesamt eine Spende in Höhe von 1.183,89 Euro.

Die Belegschaft der Stadtverwaltung entscheidet jährlich über den Empfänger. Bereits auf der Personalversammlung im Februar 2019 wurde entschieden, dass die Spende an die „Horizont“ Kinderkrebshilfe in Weseke gehen soll.

Heute wurde nun der Scheck bei schönstem Wetter vor dem Borkener Rathaus vom Personalratsvorsitzenden Reinhard Decker an Rita Damm und Irmgard Harke vom Verein „Horizont“ Kinderkrebshilfe Weseke e.V. übergeben.

Zum Verein „Horizont“ Kinderkrebshilfe Weseke e.V.:
1994 veranstaltete eine kleine Gruppe Weseker Bürger eine Spendenaktion zugunsten der Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums Münster. Anlass dafür war persönliche Betroffenheit in der Familie und im Bekanntenkreis. Aus diesem Engagement entstand 2002 der gemeinnützige Verein „Horizont“ Kinderkrebshilfe Weseke e.V. mit heute über 250 Mitgliedern. Mehr unter: www.kinderkrebshilfe-weseke.de.

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