Karneval in der Brökerstegge gibt es seit rund 70 Jahren. Wagenbaugemeinschaft baut Mottowagen

RAESFELD. Die Wagenbaugemeinschaft Brökerstegge ist seit Wochen schon ganz auf Karneval eingestellt.

Wagenbauverein Brökerstegge
Die Wagenbaugemeinschaft baut auch diesmal wieder ihren Mottowagen für den Rosenmontagszug. Foto Petra Bosse

In der Scheune vom ehemaligen Karnevalsprinz Matthias Pass wird mehrmals die Woche an ihrem Mottowagen gehämmert und gepinselt.

Karneval in der Brökerstegge gibt es seit rund 70 Jahren. Entstanden sei das durch die Kriegswitwe Käthe Heying. Die gebürtige Kölnerin lud seinerzeit die Damen der Nachbarschaft zum Kaffeetrinken ein. „Ab 1956 kamen dann die Männer hinzu und mittlerweile sind wir schon in der vierten Generation, die gemeinsam mit der Nachbarschaft feiert“, so Paolo Stenert-Bröker.

Anno Brökerstegge

Sie ist eine von den rund 20 Aktiven der Wagenbaugemeinschaft, die sich aus Nachbarn und Freunde zusammensetzt. Bevor es an die Umsetzung geht, treffen sich die Aktiven zur Motto-Findungsversammlung, meist schon im November, um sich ein Thema auszudenken.

RRZ 1973
Der 1. Wagen 1973

Ihr Motto sei meist immer lokal und werde demokratisch beschlossen, so Matthias Pass. Als Vorlage für ihren Mottowagen diente beispielsweise das kaputte Garagentor von Spangemacher, das Raesfelder Raketenzentrum im Jahr 2019 oder die Wildpinkler. „Seitdem haben wir als einzige Gruppe beim Rosenmontagszug immer ein Dixi-Toilettenhaus auf unserem Wagen“, so Stenert-Bröker.

1981 Brökerstegge
1981 Brökerstegge

Die offizielle Gruppengründung der Wagenbaugemeinschaft fand gleichzeitig mit der Gründung des RRZ 1973 statt. Die Kosten von rund 1000 Euro für den Wagenbau, Wurfmaterial, Getränke und Kostüme zahle die Nachbarschaft aus eigener Tasche. An Ideen mangelt es der Nachbarschaft nicht, verrät Pass. So wurden sie schon mehrmals für den schönsten Wagen prämiert, und auch das Motto für den RRZ-Umzug kam in den letzten Jahren meist aus der Brökerstegge von Christian Bröker oder Dirk Föcker. Was es mit den Emojis auf sich hat, verraten sie nicht. „Es ist auf alle Fälle wieder sehr lokal“, so Pass.

1993 Brökerstegge
1993

Während es der Nachbarschaft nicht an Ideen fehle, sei jedoch der Nachwuchs heute rar. In guten Zeiten bestand die Gemeinschaft aus fast 50 Personen. „Wir suchen Leute, die Spaß haben und bei uns mitmachen möchten. Sie müssen auch nicht aus der Brökerstegge kommen“, so Stenert-Bröker.  

Petra Bosse

Brökerstegge 1995
1995
RRZ Raesfeld 1998
1998
Brökerstegge Raesfeld
1999 – Fotos: Paola Stenert-Bröker
Vorheriger ArtikelAnmeldung für den SchuKi-Club 2020
Nächster ArtikelFrau mit Stimme – Susan Albers begeisterte die Zuhörer
avatar
Netiquette - Kennzeichnen Sie den Kommentar mit Ihrem Namen. Benutzten Sie dabei keine anonymen Namen. Mailadressen und andere persönliche Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen, die gegen unsere Richtlinien verstoßen. Mit dem Abgeben eines Kommentars erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen auf Heimatreport zitiert werden kann. Achten Sie auf einen sachlichen Umgangston! Beleidigende, diskriminierende oder anstößige Kommentare, die gegen das Gesetz verstoßen, löscht die Redaktion.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here