Throntanz vor dem Schloss auf der Kultur Terrasse Schloss Raesfeld
Einen kleinen Ersatz für das ausgefallene Schützenfest gab es für die Raesfelder Throngemeinschaft und Vorstand am Sonntag beim Frühschoppen.
Das Königspaar Michael Nattefort und Rita Kölking, sowie die Throngemeinschaft und der Vorstand des Schützenvereins trafen sich hier in gemütlicher Runde.
Traditionell fand vorher die Kranzniederlegung auf dem Friedhof, unter Ausschluss der Ćffentlichkeit, statt. Die passende Musik an diesem Nachmittag, angefangen von Schützenfestliedern wie āauf der Vogelwieseā bis hin zu Coldplay und Marschmusik, lieferte das Blasorchester Erler JƤger unter der Leitung von Oliver Jahnich, der gleichzeitig auch für das Programm in der Ferienzeit zustƤndig ist.
Selbst der Throntanz fehlte an diesem auĆergewƶhnlichen Sonntag nicht. āTrotz der Coronakrise sind wir als Verein so gut aufgestellt, dass wir dieses Jahr stemmen kƶnnenā, sagt PrƤsident der St. Johannis-Schützen Reinhard Brƶmmel. Entscheidend natürlich sei, so Florian Eming, stellv. PrƤsident, dass die Hƶhepunkte des Jahres, Schützenfest Schützenfest und das VogelschieĆen, ausfallen. āDarauf haben wir eigentlich das ganze Jahr hin gefiebertā.
Seit 1948 sei in Raesfeld kein Schützenfest mehr ausgefallen, klƤrt Kƶnig Michael Nattefort auf. āWir als Throngemeinschaft haben trotz Corona-Pandemie jedoch schon viel SpaĆ gehabt und schƶn gefeiert. Heute üben wir schon mal für das nƤchste Jahrā, fügte Nattefort hinzu.
Am Nachmittag gab es ein weiteres musikalisches Highlight mit dem Fanfarencorps Raesfeld.
Schützenverein Raesfeld feiert Schützenfest Kulturterrasse Schloss Raesfeld
38-jƤhrige Mann stƶrte die Nachbarschaft mehrere Stunden durch lautes Schreien und Poltern
Am Samstagabend meldeten Zeugen einen Randalierer und Ruhestƶrer in einem Raesfelder Wohngebiet.
RAESFELD. Der 38-jƤhrige Mann hatte laut Polizeibericht bereits seit mehreren Stunden durch lautes Schreien und Poltern erheblich die Ruhe gestƶrt. Da er auf Klingeln nicht reagierte, riefen die Zeugen von der StraĆe in Richtung des Dachfensters und forderten den Mann auf, leiser zu sein. Dieser reagierte, indem er die Bierflaschen und Abfall herunter warf und eine Flüssigkeit herunter schüttete. Verletzt wurde niemand.
Als die Polizeibeamten eintrafen und sich mit einem der Zeugen unterhielten, schüttete der 38-Jährige wieder Flüssigkeit aus dem Fenster und traf damit den Zeugen sowie einen der Beamten.
Auf GesprƤchsversuche reagierte der Mann nur mit lautstarken Drohungen und Beleidigungen. Da er die Tür nicht ƶffnete und seine LautstƤrke nochmals steigerte, verschafften sich die Beamten gewaltsam Zugang zu der Wohnung. Der 38-JƤhrige wehrte sich unter anderem durch Tritte heftig, konnte aber überwƤltigt werden – dabei wurde auch Pfefferspray eingesetzt. Im weiteren Verlauf versuchte er einem Beamten ins Gesicht zu spucken. Dieser konnte sich noch rechtzeitig wegdrehen und wurde „nur“ an der Bekleidung getroffen.
In den nƤchsten Stunden hatten die Nachbarn Ruhe – der 38-JƤhrige verbrachte diese in einer Polizeizelle.
Auf der A31, Anschlussstelle Gladbeck bis Autobahndreieck Bottrop, Fahrtrichtung Bottrop, soll die Geschwindigkeit auf 80 km/ reduziert werden.
Die Unfallkommission der Bezirksregierung Münster für Autobahnen hat getagt: Vorschläge sollen so bald wie möglich umgesetzt werden.
Münster (pd). Vor wenigen Tagen hat die jƤhrliche Sitzung der Unfallkommission für Autobahnen im Regierungsbezirk Münster stattgefunden. Unter dem Vorsitz der Bezirksregierung Münster trafen sich Fachleute der Polizei und des Landesbetriebs StraĆenbau NRW.
Im Fokus stand ein Teilstück der Autobahn A31 – Anschlussstelle Gladbeck bis Autobahndreieck Bottrop, Fahrtrichtung Bottrop. Hier soll es insbesondere in verkehrsƤrmeren Zeiten in diesem Bereich zu UnfƤllen kommen. Einige ZusammenhƤnge für die UnfƤlle seien laut Bezirkregierung unangepasste Geschwindigkeiten, zu geringe SicherheitsabstƤnde und Unachtsamkeit der Unfallverursacher.
Im direkten Bereich des Autobahndreiecks Bottrop
Daher wird im direkten Bereich des Autobahndreiecks Bottrop ā rund 1.300 Meter vor der Auffahrt zur A 2 ā zukünftig die derzeitige zulƤssige Hƶchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 80 km/h reduziert.
Die Unfallkommission ist gesetzlich zur BekƤmpfung von VerkehrsunfƤllen verpflichtet und wertet die von der Polizei ermittelten Unfalldaten aus. Hierzu werden einzelne Streckenabschnitte nƤher betrachtet, um Hinweise auf die Unfallursachen zu erhalten. AnschlieĆend beschlieĆt die Unfallkommission über geeignete MaĆnahmen, um die Verkehrssicherheit in den betroffenen Abschnitten zu erhƶhen.
Im Jahr 2019 wurden für den Regierungsbezirk Münster insgesamt 16 Abschnitte identifiziert, auf denen sich überdurchschnittlich viele Unfälle ereignet haben. Gegenüber dem Vorjahr (13) ist hier eine geringe Steigerung zu verzeichnen.
Für einige Bereiche der Autobahnen im Regierungsbezirk Münster hat die Unfallkommission unter anderen die folgenden MaĆnahmen zur Erhƶhung der Verkehrssicherheit beschlossen:
A 2, Autobahnkreuz Recklinghausen bis Anschlussstelle Herten, Fahrtrichtung Oberhausen
In einem Abschnitt von rund 700 Metern wird die zulƤssige Hƶchstgeschwindigkeit bei NƤsse auf 80 km/h reduziert.
A 2, Anschlussstelle Essen/Gladbeck bis Autobahndreieck Bottrop, Fahrtrichtung Oberhausen
Die bereits bestehende Geschwindigkeitsreduzierung auf 120 km/h ā zeitlich beschrƤnkt zwischen 6-19 Uhr ā im Bereich Autobahndreieck Bottrop bis Anschlussstelle Oberhausen-Kƶnigshardt wird zukünftig bereits ab der Anschlussstelle Essen/Gladbeck gelten. Da sich die bereits geltende Geschwindigkeitsreduzierung aus dem Jahr 2017 zur UnfallbekƤmpfung bewƤhrt hat, wird der Bereich ab der Anschlussstelle Essen/Gladbeck aufgrund der Unfallentwicklung im vergangenen Jahr dort nun mit einbezogen.
Die MaĆnahmen sollen baldmƶglichst umgesetzt und im kommenden Jahr von der Unfallkommission auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.
Fehlfunktionen der Spieltischelektronik machten Restauration nƶtig
Erle. Tief ertƶnen die Pfeifen der Breilorgel oben im Kirchenschiff der St. Silvesterkirche in Erle. Ein leises Piano, dicht gefolgt vom lauten Fortissimo durchbricht die Stille der Kirche. Zartklingende Tƶne bis hin zur krƤftigen Stimme der Kirchenorgel sind zu hƶren. Die Restauration der Kirchenorgel ist vollbracht.
Die Kƶnigin der Kircheninstrumente in Erle hat eine Restauration hinter sich. Ein technischer Defekt in der Orgel brachte alles ins Rollen. In der Vergangenheit kam es immer hƤufiger zu Fehlfunktionen der Spieltischelektronik.
4096 Speicherkombinationen auf vier Ebenen
Ein angepasster Brandschutz und der Ausbau der Spielelektronik war nƶtig, erklƤrt Kirchenmusiker Thomas Harnath aus Erle und weiter: āAnstelle von Handregistern und zwei freien Kombinationen mit eher eingeschrƤnkten Mƶglichkeiten verfügt das neue System jetzt über 4096 Speicherkombinationen auf vier Ebenen. Diese kann ich mit einem Schlüssel personenbezogen codierenā. HeiĆt: Kein anderer kann das von ihm eingespielte Stück vor dem Gottesdienst versehentlich verƤndern.
Thomas Harnath an der restaurierten Orgel. Foto: Marie-Therese Gewert
SchlieĆlich ist Thomas Harnath nicht der einzige, der hier an der Orgel sitzt und probt. Nach lƤngerer Vorbereitungszeit restaurierten das Instrument die Orgelbaufirma Fleiter aus Münster mit Firmenchef Eberhard Hilse und Orgelbauer Stefan Reider. Vieles erfolgte in Handarbeit. Passgenau angefertigte Bretter, Lƶtungen für jedes einzelne Teil auf vier Ebenen.
Neuintonation des Pfeifenwerkes nach Restauration
Darüber gab es kleinere Umbauten im OrgelfuĆ: āDiese ermƶglichen jetzt einen besseren Zugang zur Stromversorgung der Orgel bei Wartungsarbeitenā, meint der Organist weiter. Um das Werk zu vollenden, erfolgte bei der Restaurierung abschlieĆend eine Neuintonation des Pfeifenwerks: āJede der knapp 1500 Pfeifen wurde überprüft und der Klang auf den Raum der Silvesterkirche ausgerichtet.ā
Die Orgel mit den neu angepassten Pfeifen. Foto: Marie-Therese Gewert
Dafür kamen die Pfeifen mit nach Münster. Da jede Kirche ihren eigenen Raumklang und Nachhall hat, werden die Pfeifen speziell darauf angepasst. In der kleineren Kirche in Erle ist der Nachhall geringer als beispielsweise in Raesfeld. Thomas Harnath hört den feinen Unterschied des Klangcharakters der Orgel sofort.
Repertoire kann um moderne Stücke erweitert werden
Durch den Umbau hat sich für Thomas Harnath im Orgelspiel einiges vereinfacht: Einzelne Knöpfe sind beim Spielen schnell erreichbar. Einen gewissen Part übernimmt die Orgel selbst. Dadurch kann er sich mehr aufs Spielen an sich konzentrieren.
Einige Knƶpfe sind schneller erreichbar. Foto: Marie-Therese Gewert
Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit der Breilorgel nach den Arbeiten. Ihr Repertoire beschrƤnkt sich nun nicht mehr nur auf die alten Stücke. Es kann um moderne Stücke erweitert werden. Wo der Organist vorher noch Unterstützung brauchte, richtet er das Ganze jetzt als āOne-Man-Showā.
Radiologe als Kirchenmusiker
Thomas Harnath machte seine Passion zum Zweitberuf, übt drei bis viermal die Woche. Hauptberuflich arbeitet der 41-Jährige als Radiologe.
Eingeweiht hat die Orgel kürzlich Ulrich Grimpe aus Münster, Orgelbausachverständiger und Leiter des Referats Kirchenmusik, in einer kleinen Vesper. Er begutachtete das Instrument zuvor und riet zur Orgelrenovierung.
Die Arbeiten dauerten rund vier Wochen. Aufgrund von Corona zelebrierte man die Einweihung im Kleinen. Wer das Gesicht der Orgel kennen lernen mƶchte: In regelmƤĆigen AbstƤnden gibt es innerhalb der Sonntagsgottesdienste Werke von Johann Sebastian Bach, PrƤludien, Fantasien, Toccaten und Fugen zu hƶren.
Der CDU-Gemeindeverband Raesfeld, Erle, Homer hatte unter dem Motto: āklimafreundliche Gemeindeā alle Haushalte innerhalb der Gemeinde aufgerufen, einen Baumsetzling auszusuchen und sich diesen vom CDU-Gemeindeverband schenken zu lassen.
Raesfeld (pd). Bis Ende Juni wurden von den zur Auswahl stehenden Baumarten 32 Esskastanien, 4 Douglasien, 28 Buchen und 14 amerikanische Eichen, also insgesamt 78 Baumsetzlinge bestellt.
Bei der Auswahl der Bäume unterstützte die Baumschule Uehre, so dass in Raesfeld nun Klima-Bäume gepflanzt werden können, die auch den zunehmend herausfordernden Wetterbedingungen gewachsen sind.
Mitte August werden die bestellten BƤume dann, inklusive einer fachgerechten Pflanzanleitung, vom CDU-Direktkandidaten des jeweiligen Wahlbezirks innerhalb der Gemeinde Raesfeld-Erle-Homer ausgeliefert.
Die SPD Ortsverein Raesfeld schickt Elke Rybarczyk ins Rennen um den Bürgermeister-Posten
Interview mit der Bürgermeisterkandidatin, SPD Ortsverband Raesfeld Elke Rybarczyk
Elke Rybarczyk bewirbt sich bei der kommenden Kommunalwahl als Kandidatin für die SPD um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Raesfeld. Vergangenen Woche hat die Raesfelder SPD Elke Rybarczyk als ihre Kandidatin um die Nachfolge von Bürgermeister Andreas Grotendorst benannt. Sie wurde mit 16 von 17 Stimmen nominiert.
Elke Rybarczyk bewirbt sich bei der kommenden Kommunalwahl als Kandidatin für die SPD um das Bürgermeisteramt. Foto: Petra Bosse
Die 64-jƤhrige Lehrerin lebt seit 25 Jahren mit ihrer Familie in Erle und ist seit 41 Jahren im Schuldienst.
In einem Interview nennt sie ihre Motivation und erklärt, warum sie für diese Position geeignet ist. Ihre Themen seien die Dorfentwicklung, Mobilität, Familie, Soziales, Bildung und Kultur sowie Umwelt und Digitalisierung. Sie stehe für den Erhalt bäuerlicher Familienbetriebe.
Die Entscheidung zu dieser Kandidatur habe, so Elke Rybarczyk (64 J.), schon lƤnger fest gestanden, aber im November, als Bürgermeister Andreas Grotendorst bekannt gab, dass er nicht mehr für dieses Amt zur Verfügungen stehen werde, habe das ihre Entscheidung gefestigt. āDie Wahl innerhalb unserer Fraktion ist deshalb schnell auf mich gefallenā. Ein weiterer Punkt ihrer Entscheidung sei auch eine Aussage von Martin Tesing bei seiner Vorstellung als Bürgermeisterkandidat der CDU gewesen. Zitat: āZwischen mir und Andreas Grotendorst passt kein Blatt Papierā.
Neue Akzente setzen
āIch bin der Meinung, dass jeder Bürgermeister eigene Akzente setzen muss. Ich hatte die Sorge, dass alles so weiterlƤuft, wie bisherā. Auch müsse ein Bürgermeister offen für neue Ideen sein. āIch mƶchte die Bürger mitnehmen, jeden wertschƤtzen und zuhƶren, und dann danach handelnā, so Rybarczyk.
Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit in der Gemeinde zu setzen sei ihr sehr wichtig: āDer Zusammenhalt und die SolidaritƤt der Menschen, ob jung oder alt, und auch untereinander, liegen mir besonders am Herzen. Wichtig für mich ist eine transparente, bürgernahe Verwaltung, in der jedem Bürger mit seinem Anliegen schnell und gut geholfen wird. Das hat in den letzten Jahren nachgelassen und ist zu kurz gekommenā. Ebenfalls plƤdiert sie für eine offene Streitkultur in den Rats-, Hauptausschuss- und Ausschuss-Sitzungen.
Senioren und Jugend
Besonders ältere Menschen kämen zu kurz. Deshalb sei es ihr Ziel, einen Seniorenbeirat für ältere Generationen ins Leben zu rufen. Ebenfalls möchte sie eine Bürgermeistersprechstunde einrichten, um mit ihnen in Kontakt zu kommen. Das sei in der Vergangenheit ebenfalls vernachlässigt worden, findet Rybarczyk.
Mit Blick auf die Jugend sei es auch hier sinnvoll, wie sie sagt, ein Jugendforum einzurichten, wo die jüngere Generation ihre Probleme und Anliegen einbringen kann, aber auch, um mit ihnen im Dialog zu bleiben. āAls Bürgermeisterin mƶchte ich die gute Arbeit der JugendhƤuser volle Kraft unterstützenā.
Sozialer Wohnungsbau
Zu weiteren Schwerpunkten ihrer Arbeit sagt Rybarczyk, zƤhle auch bezahlbarer Wohnraum. Als negatives Beispiel nennt sie, dass viele Ƥltere und leerstehende HƤuser in der Gemeinde in die HƤnde von BautrƤger übergehen, die entweder aufwendig renovieren, oder abreiĆen und neue HƤuser bauen, mit enorm überteuerten Mietpreisen. Für junge Familie, Alleinstehende und auch den Durchschnittsverdiener seien diese Kosten kaum dann noch tragbar. Deshalb habe sie die Idee, ganz im Sinne der SPD, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, mit nicht nur bezahlbaren, sondern auch mit sozialen Wohnungen.
Für die Senioren habe sie seit Jahren ein Wohnmodell im Auge, wie Alten-WG ā Mehrgenerationenhaus. āJung kauft altā und die Mƶglichkeit damit, dass hier junge Familien Hand in Hand mit Ƥlteren Familien gemeinsam wohnen.
Dorferhalt
āJedes Kind braucht ein Dorfā, lautet ihr Motto. āDeshalb stehe ich für den Erhalt des Dorfes, denn im Laufe der Jahre hat das Dorf seinen münsterlƤndischen Charakter verloren. Alte GebƤude sollen erhalten bleiben und auf den neusten Stand gebracht werdenā, findet die Sozialdemokratin. Eine ihrer Sorgen sei unter anderem der Aelkeshof. Sie wolle verhindern, dass GebƤude und Grünanlagen, die noch einen Rest des alten dƶrflichen Bildes darstellen, verschwinden.
Dorfentwicklungskonzept ā Neue Dorfmitte Erle
Die Planung für ein Bürgerhaus in Erle sei, so Rybarczyk, groĆartig. āEndlich ist die Katze aus dem Sack und für mich und meine Familie sehe ich hier kein Problem, auch Anteile zu zeichnen, da ich das Genossenschaftsprinzip voll unterstützeā. Allerdings seien die anderen Projekte, die noch anstehen, nicht so tranzparent. Sie befürworte auch eine kleinstrukturierte Bebauung, ebenso eine Verkehrsberuhigung der B70 durch die Ortsmitte von Raesfeld. āWarum müssen hier die LKWs durchfahren?ā, fragt sie sich.
Kümmern mƶchte sie sich auch darum, dass weitere mittelstƤndische und umweltvertrƤgliche Gewerbe und Unternehmen sich ansiedeln kƶnnen. āDas bedeutet auch, dass hiesige Bürger hier eine ArbeitsstƤtte habenā.
MobilitƤt
Das ƶffentliche Verkehrsnetz, sprich die Bus- und Zuganbindungen seien ihrer Meinung nach eine Katastrophe. Besonders die langen Wartezeiten beim Pendelverkehr zwischen den einzelnen Verbindung, bzw. nach Münster, seien teilweise unzumutbare, besonders für Ƥltere Menschen, die zu Ƥrztlichen Untersuchungen mit dem Bus nach Münster oder in andere StƤdt müssen. „Hier muss unbedingt nachgearbeitet und einiges verbessert werden“.
Auch, dass der Fahrstuhl in der Villa Becker immer noch nicht repariert sei, findet Rybarczyk sehr schade. Es scheitere hier an Kleinigkeiten und es gebe viele Ausreden, um den Fahrstuhl nicht zu reparieren.
Kulturangebot
Was den Ort für kulturelle Veranstaltungen anbelangt, fragt sich Rybarczyk: āWarum kƶnnen wir uns nicht ein kleines Kulturzentrum leisten? Beispielsweise als TrƤgervereinā. Als positives Beispiel nennt sie den Hof Jünger in Kirchhellen.
Mit Blick auf die jetzige Ratskultur betont Elke Rybarczyk, dass vieles, auch Ideen ihrer Partei, hier einfach „totgetreten“ werden. Sie bemƤngelt ebenfalls das respektlose Verhalten einiger Ratsmitglieder gegenüber den anderen Parteien.
Flüchtlings- und Corona-Krise
Letztendlich sei, so betont Rybarczyk, nicht alles schlecht in der Gemeinde. Besonders positiv hervorheben mƶchte sie das Krisenmanagement der Verwaltung und des amtierenden Bürgermeisters Grotendorst in Krisenzeiten: āDieses wurde meiner Ansicht nach richtig gut bewƤltigtā.
In ihrem Schlusswort betont die Bürgermeisterkandidatin, dass nach ihrem VerstƤndnis von Demokratie mindestens zwei Kandidaten zu einer Wahl gehƶren, āsonst macht der Begriff Wahl keinen Sinn. Und, ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin muss in der Gemeinde leben, die ihn, oder sie gewƤhlt hat: BürgernƤhe und Transparenz müssen sichergestellt seinā.
Besetzung der Wahlbzirke
Bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag wurden die Reserveliste und die Besetzung der 14 Wahlbezirke bestƤtigt.
Die Wahlbezirke sehen wie folgt aus:
WB 1 Thomas Fortmann, WB 2 Frank Buckenhofer, WB 3 Elisabeth Lindenhahn, WB 4 Helmut Hellenkamp, WB 5 Sonja Kƶhler, WB 6 Cedric Fortmann, WB 7 Nadine Heselhaus, WB 8 Hedwig Fortmann, WB 9 Thorsten Hansen, WB 10 Wolfgang Kadenbach, WB 11 Elke Rybarczyk, WB 12 Klaus Rybarczyk, WB 13 Bejamin Mikolajewski, WB 14 Karin Schuhte.
Genn: āKirche ist für viele nicht mehr relevantā
Die Zahl der Kirchenaustritte ist im Bistum Münster im Jahr 2019 auf einen historischen Höchststand gestiegen: 16.654 Katholiken erklärten ihren Austritt, das waren 5.212 mehr als im Vorjahr. Bisher hatte es im Jahr 2014 mit 11.859 die höchste Zahl an Kirchenaustritten gegeben.
Die Zahlen der Kirchenaustritte stammen aus der aktuellen Statistik des Bistums Münster. Im Kreis Borken leben insgesamt 242.708 Katholiken.Das sind 1.294 weniger als noch im Jahr 2018.
Insgesamt 2.072 Menschen erklƤrten ihren Austritt aus der Kirche, 777 mehr als 2018. Ā
Nur gering weniger ist die Zahl was die Gottesdienstbesuche anbelangt. Hier ist die Zahl von durchschnittlichen 21.092 (2018) auf 21.092 um 105 Personen gesunken. Die Zahl der Taufen liegt 2019 bei 2.225 (2.284) und das kirchliche Ja-Wort gaben sich 471 (320).
Ćbergang zu einer neuen Gestalt von Kirche
Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, erklƤrt zu den Zahlen: āDie Zahlen, die wir jetzt vorliegen haben, sind auf dem Hintergrund der Situation im vergangenen Jahr beziehungsweise den beiden vergangenen Jahre 2018 und 2019 zu lesen. Mittlerweile hat sich durch die Corona-Krise die Situation noch einmal vƶllig verƤndert, so dass es erst recht schwierig ist, eine ErklƤrung zu geben, warum im Jahre 2019 die Zahl der Kirchenaustritte auf einen solch hohen Stand gestiegen ist. Eines ist klar: Sowohl vor wie auch nach Corona erleben wir in Deutschland den Ćbergang zu einer neuen Gestalt von Kircheā.
Weiter vermute Glenn, dass, was die Menschen auch 2019 bewegt habe, ihren Kirchenaustritt zu erklƤren, sicherlich immer noch mit dem Bekanntwerden von Verbrechen sexuellen Missbrauchs und dem Umgang damit, vor allem mit den verletzten Personen, von Seiten der kirchlichen VerantwortungstrƤger zu tun habe. āAuĆerdem stellt sich die Kirche in unserem Land angesichts der vielen Diskussionen um innerkirchliche Reformfragen sehr zerrissen und nicht in groĆer Einigkeit darā, so Glenn.
im SGB II im Juni 2020 zwar erneut gestiegen, allerdings deutlich abgeflachtā Aktuell 4.796 SGB II-Arbeitslose
Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im Juni weiter gestiegen, allerdings weniger stark als in den Vormonaten. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Das āJobcenter im Kreis Borkenā weist für den Monat Juni 4.796 erwerbsfƤhige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.
Im Vergleich zum Vormonat Mai ist die Zahl der SGB II-Arbeitslosen damit um 42 Personen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 526 Personen gestiegen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt aber weiterhin bei 2,2 Prozent. Grund für den inzwischen deutlich flacheren Anstieg könnten die Lockerungen bei den bisher sehr strengen Corona-Regelungen sein, vermutet der Landrat. Das trage sicherlich zu einer Entspannung auf dem heimischen Arbeitsmarkt bei.
Auch der Anstieg des SGB-II-Hilfebedarf falle im Juni gegenüber dem Vormonat moderat aus, konstatiert Dr. Zwicker. So ist die Gesamtzahl der erwerbsfƤhigen Leistungsberechtigten um 49 gestiegen und liegt derzeit bei 10.394 Personen. Hierzu gehƶren auch MƤnner und Frauen, die aktuell an EingliederungsmaĆnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.
Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im Juni 15.072 Personen (+ 33) in 7.517 Bedarfsgemeinschaften (+37) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
Die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen StƤdte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.
Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.
Raesfeld (pd). In der Zeit vom 01.06. bis zum 30.06. im Standesamt Raesfeld der Sterbefall folgender Personen beurkundet. Die schriftliche Einwilligung zur Verƶffentlichung liegt vor.
SterbefƤlle
02.06.2020
Ludgerus Nagel, Gƶringshook 5 46348 Raesfeld
24.06.2020
Elisabeth Johanna Elvermann geb. Buckstegge, Uhlengatt 1 46348 Raesfeld
Raesfeld (pd). In der Zeit vom 01.06. bis zum 30 .06 haben im Standesamt Raesfeld die folgenden Paare die Ehe geschlossen. Die schriftliche Einwilligung zur Verƶffentlichung liegt vor.
Trauungen
06.06.2020
Christin Wenzel und Patrick Lüllmann, Kiebeck 50, 46284 Dorsten
Anita Strothmann und Michael Suer, Neuer Kamp 14, 46348 Raesfeld
10.06.2020
Saskia Linda Sundrum und Dennis Brƶmmel, Brinkstrafie 54, 46348 Raesfeld
13.06.2020
Yvonne GroĆ-Onnebrink und Frank Gudel, BurgstraĆe 10, 46348 Raesfeld
14.06.2020
Monika Gehlen und Thomas VoĆ, Brƶkerstegge 12, 46348 Raesfeld
20.06.2020
Anja Marpert und Hendrik Overwien, Boeselagerstr. 75b, 48163 Münster
Verena Heuking und Michael Ralph Stenkamp, BrinkstraĆe 5, 46348 Raesfeld
Juliane von Ohr, WaldstraĆe 23, 49757 Lahn und Sebastian Kocks, Neuringe 77, 49767 Twist, Neuringe
26.06.2020
Julia Honsel und Dennis Selting, Kƶnigsweg 5, 46325 Borken StT Weseke
27.06.2020
Claudia Josefine Baumeister, Dalbroms Krüüs 66, 46359 Heiden und Hendrik Schwane, Ostring 2, 46348 Raesfeld
Am Mittwoch in den Mittagsstunden entdeckte Thomas Kahnert den Wolf oder die Wƶlfin in den Feldern in der Kirchheller Heide.
Es ist nicht das erst Mal, dass genau in diesem Bereich in den letzten Wochen ein Wolf gesichtet wurde. Wolf oder Wƶlfin? Spaziergang durch die Felder
Letztendlich bleibt die Frage offen, ob es sich hierbei um die Wƶlfin Gloria von Wesel, oder um den Wolf mit der Kennung HW02 aus dem Rudel Schneverdingen handelt?
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
In den Sommerferien wandelt sich der Parkplatz an der Freiheit24 zur Kulturterrasse!
Raesfeld. Die Kulturterrasse ist ein neues Event-Projekt am Raesfelder Schloss. Im Schatten des Raesfelder Wasserschlosses bietet das extra hergerichtete VeranstaltungsgelƤnde mit einem breit gefƤchertem Unterhaltungsprogramm ein perfektes Ausflugsziel.
Das Programm in dieser Woche:
Donnerstag (09.07.2020) Gemütliche BiergartenatmosphƤre mit der āSchlosskapelleā
Freitag (10.07.2020) Akustik-Trio āSchall und Rauschā Rock und Pop von den 50ern bis heute! (ab 19:30 Uhr)
Samstag (11.07.2020) āMigenda and Friendsā Unter dem Motto āHandgemachte Musik mit Gitarre, Herz und Hutā wird dieser Abend sicher ein Highlight! www.migenda.net (ab 19:00 Uhr)
Sonntag (12.07.2020) Frühschoppen mit Blasmusik
Damit auch jeder seinen Platz bekommt, bittet der Veranstalter um Reservierung.
Zehn Jahre alte Schautafeln am Kunst- und Sagenweg stark verwittert
Im Mai 2010 wurde der Kunst- und Sagenweg in Raesfeld vom Ortsmarketing Raesfeld e.V. eröffnet. Der Weg führt an mehreren Stationen vorbei vom Ortskern Raesfeld bis zum Schloss.
Auf dem Weg kann man viel Wissenswertes über die Sagen in Raesfeld, Erle und Homer erfahren und lokale Kunstwerke entdecken. Nun haben zehn Jahre Wind und Wetter die Tafeln stark verwittern lassen.
Aus diesem Grund hat der Ortsmarketing Raesfeld e.V. begonnen, die Tafeln inklusive der historischen Ortstafeln, die im Ortskern verteilt sind, zu erneuern.
Nutzen Sie einen Spaziergang durch die Gemeinde und erfahren Sie interessante Geschichten über Raesfeld, die Sie vielleicht vorher noch nicht gehört haben.
Infos zur Bürgergenossenschaft Erle auf dem Rathausplatz
Arno Brƶmmel (links) und Andre Wachtmeister von der Initiativgruppe āWir in Erleā freuen sich auf einen regen Austausch an der Ape. Foto: Gemeinde Raesfeld
Raesfeld (pd). Am Freitag, 3. Juli gibt es von 17 – 20 Uhr auf dem Rathausplatz in Raesfeld Informationen zur Bürgergenossenschaft Erle.
Gemeinsam lƤdt die Initiativgruppe āWir-in-Erleā bei erfrischenden GetrƤnken Interessierte ein, sich an der Ape in lockerer AtmosphƤre zu treffen. Dort tauscht man sich über die geplante GenossenschaftsgaststƤtte und den neuen Erler Dorfmittelpunkt aus.
Im Ćbrigen besteht auch die Gelegenheit AbsichtserklƤrungen zum Beitritt in die Bürgergenossenschaft Erle abzugeben.
Raesfeld (pd). Der Ortsmarketing Raesfeld e. V. steht in den Startlöchern zur Planung des Kalenders 2021. Der kostenlose Familienkalender für alle Raesfelder bietet genügend Platz für eine übersichtliche Familienplanung.
Zugleich ist er gut mit den Terminen der Raesfelder Vereine und Gruppierungen gefüllt. Dazu gibt es eine Darstellung der Müll-Abfuhr-Termine der Gemeinde Raesfeld.
Den Familienkalender mit Leben füllen
āIn diesem Jahr hat uns und vielen anderen Vereinen das Coronavirus einen ordentlichen Strich durch die Planung gemacht. Wir sind dennoch optimistisch, dass die Vereine im kommenden Jahr wieder mit gewohntem Herzblut und Leidenschaft ihre Veranstaltungen und Aktionen durchführen kƶnnen, wenn vielleicht auch etwas anders als vor Corona.ā, so der Ortsmarketingverein.
Um den Kalender mit Leben zu füllen, ruft der Ortsmarketingverein nun alle Vereine auf, ihre Termine für Aktionen und Veranstaltungen für das kommende Jahr schriftlich mitzuteilen (Datum, Uhrzeit, Treffpunkt, Titel der Veranstaltung, Name des Vereins), Sendungen an [email protected].
Acht Kinder und Jugendliche von AnfƤnger bis Profi nahmen am letzte Woche im Jugendhaus Raesfeld an einem Graffiti-Workshop teil.
Raesfeld (pd). Am Dienstag fand eine kurze Einführung von Lukas Lankes zur Geschichte des Graffiti statt. Die Kinder und Jugendlichen sprachen in der Gruppe über illegales Sprühen und die damit verbundenen Schäden und Folgen, sowie über legale Möglichkeiten.
Die Teilnehmer verwirklichten ihre Ideen anschlieĆend auf Papier und bereiteten dann gemeinsam die WƤnde vor.
Diese wurden weià grundiert, damit die Farben kräftiger aussehen.
Am Mittwoch ging es dann zur Sache. Es wurde sich viel in der Gruppe ausgetauscht, über Techniken, den Style, Musik und andere Dinge. Zwischendurch war sogar Zeit zum Skaten und Tricks üben. Der komplette Nachmittag bis in den frühen Abend wurde von den kreativen Köpfen genutzt, um in einer gemütlichen, fröhlichen Atmosphäre bei bestem Wetter, die Farbe an die Wand zu bringen.
Die Ergebnisse kƶnnen sich sehen lassen.
Alle Teilnehmer wünschten sich mehr solcher Angebote in unmittelbarer Umgebung und mehr FlƤchen, wo sie „malen“ kƶnnen..
Das Jugendhaus-Team setzte sich am Abend zusammen und beschloss in den Sommerferien erneut einen Graffiti-Workshop anzubieten. Das Datum stand am Abend allerdings noch nicht fest.
Mit dem Konzert „Nickelmann und Freunde“ endet der Erler Kultur Sommer
ERLE. Am Freitagabend spielten der Raesfelder Liedermacher Heico Nickelmann und seine Freunde auf der groĆen Bühne beim Erler Kultur Sommer auf der Festwiese an der Marienthaler StraĆe.
Bedingt durch die neuen Hygiene-Lockerungen konnten es sich die Besucher erstmalig auch neben ihren Autos bequem machen. Wie allerdings auch bei den anderen Veranstaltungen, hƤtten mindestens doppelt so viel PKWs Platz gefunden.
Für den Raesfelder Barde, der es eigentlich gewohnt ist, meistens vor ausverkauften Haus zu spielen, war dieser Abend ein besonderes Erlebnis. Nicht hautnah erlebte er seine Fans, die hinter der Windschutzscheibe saĆen, sondern mehr oder weniger aus luftiger Hƶhe. āIch bin total happy. Die Stimmung war einfach wieder toll, die Leute waren gut drauf und sind gut abgegangenā.
Tolles Konzert mit Freunden
Die Klassiker wie āSetzt die Segelā, āRebeccaā oder āVorbei ist vorbeiā, sorgten diesmal statt Beifall für ein lautes Hupkonzert. Wie gewohnt sangen die Zuhƶrer grƶĆtenteils lautstark mit und schwenkten ihre Lichterkettenkette im Rhythmus der Musik. Nickelmann plauderte zwischendurch, sowie es seine Fans von ihm gewohnt sind, über alles und jedem. Mit im Boot waren seine langjƤhrigen musikalischen Freunde und Wegbegleiter Markus Wellermann (Flügelhorn), Evelyn Fürst-Heck (Geige), Hannah Nienhaus (Gesang), Marc Pawlowski (Schlagzeug), Matthias Fleige (Posaune und E-Gitarre), Klaus Neuenhaus (Bass) und Niclas Floer (Keyboard).
Begeisterter Fan war auch Bianca Jacob. Sie lobte die doch so etwas āandere AtmosphƤreā zwischen Feldern und Wiesen, gepaart mit Lasershow. āEigentlich schade, dass nur so wenig Besucher heute gekommen sind. Alleine schon deshalb, weil Nickelmann ein ortsansƤssiger istā.
Mit dem Nickelmann-Konzert geht der Erler Kultur Sommer mit bester Unterhaltung hinter āder Windschutzscheibeā zu ende.
Insgesamt gab es neun Veranstaltungen. Bis auf die Party-Nacht mit DJ David Puentz, sei jede Veranstaltung ein ZusatzgeschƤft gewesen, so Wachtmeister. Einige wurden wegen geringer Nachfrage sogar abgesagt. āTrotzdem hat es viel SpaĆ gemacht. Die Leute, die hier waren, denen hat es viel SpaĆ gemacht. Das war uns das Wichtigsteā.
Unterstützungs-Telefon-Hotline des Kreises Borken für den Kreis Warendorf hatte am Wochenende āalle Ohren voll zu tunā
Viele hundert Anrufer fragen nach Corona-Testergebnissen
Kreis Borken. „Alle Ohren voll zu tun“ haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises Borken, die zurzeit die Telefon-Hotline des Kreises Warendorf in Sachen „Coronavirus-Informationen“ unterstützen.
Am Sonntagnachmittag hatten (v. l. n. r.) Reinhild Wantia, Michael Heistermann und Elisabeth Schlüter im Borkener Kreishaus Hotline-Dienst für den Kreis Warendorf.
Damit das technisch funktioniert, wird ein Teil der Anrufer aus dem Kreis Warensdorf auf den Hotline-Raum im Borkener Kreishaus umgeleitet. Dort nehmen die Kreisbediensteten gerade auch am Wochenende in einer Tour Anrufe von Bürgerinnen und Bürgern entgegen, die auf das Coronavirus getestet worden waren und nun ihre Ergebnisse erfahren möchten.
Von 8 bis 22 Uhr ist die Hotline des Kreises Borken dabei tƤglich erreichbar. Die eingesetzten Teams arbeiten in drei Schichten: von 8 bis 13 Uhr, von 13 bis 18 Uhr und von 18 bis 22 Uhr.
Ihre Informationen erhalten sie online aus dem Warendorfer Kreishaus, so dass sie bei Vorliegen der Testergebnisse unverzüglich Rede und Antwort stehen kƶnnen. „Aber diese Informationen müssen schon tatsƤchlich da sein“, betont Michael Heistermann vom Kreisgesundheitsamt, der am Sonntagnachmittag mit seinen Kolleginnen Reinhild Wantia (links im Bild) und Elisabeth Schlüter (rechts im Bild) Hotline-Dienst hatte. „Wenn noch keine Daten vorliegen, kƶnnen wir leider nicht weiterhelfen.“
Pech hatte daher zunƤchst beispielsweise eine Familie, die bereits am FƤhranleger zur Ćberfahrt auf eine Nordseeinsel stand und nun dringend auf die Negativbescheinigungen wartete.
Als āCoronaā-PrƤsident wird Klaus Friedrich aus Raesfeld in die Annalen des Rotary Clubs Lippe-Issel (Weselerwald) eingehen.
(pd). Und auch Friedrichs Nachfolger Ingo Bülow aus Brünen wird zu Beginn seiner Amtsperiode noch einige Zeit mit den Besonderheiten, die das Virus allen im Alltag beschert, zu tun haben.
Jetzt hat der Rechtsanwalt Friedrich die Präsidentenkette an den Maler- und Lackierermeister Bülow weitergegeben, wie es im jährlichen Rhythmus guter Brauch ist bei den Rotariern.
Man(n) kennt sich. trotz maske. Klaus Friedrich und Nachfolger Ingo Bülow (l.). Foto: Rotary-Club Lippe-Issel.
Das Meeting anlƤsslich der Ćmterübergabe im Landhotel Voshƶvel stand unter dem Einfluss von Corona und fand als sogenanntes Hybrid-Meeting statt. Die GroĆzahl der Clubmitglieder waren vor Ort. Bis zu 40 Personen konnte Hotelier Christopher Klump, zugleich Clubmeister des RC Lippe-Issel, an diesem Abend unter Wahrung der Corona-Schutzbestimmungen und Hygieneregeln willkommen heiĆen. Zahlreiche weitere Clubmitglieder waren per Video-Konferenz zugeschaltet und erlebten virtuell mit, wie der scheidende PrƤsident Klaus Friedrich dieses nicht nur für ihn ungewƶhnliche Jahr Revue passieren lieĆ.
Ćberblick über die Hilfsaktionen
Friedrichs bedankte sich bei seinem Vorstand für den geleisteten Einsatz im abgelaufenen rotarischen Jahr und gab nochmals einen Ćberblick über die Hilfsaktionen des Clubs, etwa in Sierra Leone, in der Region und im weltweiten Kampf gegen die KinderlƤhmung. In Friedrichs Amtszeit fiel auch ein schrecklicher Tag für den Rotary Club, als die Mitglieder die Nachricht vom Tod ihres rotarischen Freundes und ehemaligen ClubprƤsidenten Klaus Schetter verkraften mussten.
An der Ćmterübergabe nahm auch Maria Luisa de Andrade Moreira aus Brasilien teil, die als āInboundā nun in die letzte Woche ihres rotarischen Austauschjahres geht. Friedrich dankte vier Familien dafür, dass sie der Brasilianerin gute Gasteltern waren und den vƶlkerverbindenden und friedenstiftenden Gedanken solcher internationalen Austausche mitgetragen haben.
Rotary leben, Rotary erleben
Ingo Bülow, neuer PrƤsident des Clubs, stellt sein Amtsjahr unter das Motto: āRotary leben, Rotary erleben.ā Bülow freue sich auf das Amt, er habe aber auch āRiesenrespekt vor diesem Amtā, betonte er bei seiner Antrittsrede. Der Brünener lobte das Engagement seines VorgƤngers und dessen Vorstands im zurückliegenden Jahr ā und wie die Vorstandsriege und der gesamte Club die Schwierigkeiten durch Corona gemeistert haben. Bülow forderte die Clubmitglieder auf, sich auch in diesem rotarischen Jahr mit VortrƤgen und Initiativen aktiv ins Clubleben mit einzubringen. Und: Der neue PrƤsident hofft auf viele PrƤsenzmeetings anstelle virtueller Treffen.
Gelungene Premiere am Freitagabend bei der ersten Veranstaltung der āKultur-Terrasse am Schloss Raesfeldā.
Abwechslung in Zeiten der Corona-Krise. Ab sofort gibt es von donnerstag bis sonntag an der Freiheit 24, im Naturpark Hohe Mark am Schloss Raesfeld ein Musik- und Unterhaltungsprogramm.
Raesfeld. Im Schatten der alten BƤume am Wasserschloss Raesfeld waren die 100 PlƤtze bei der ersten Veranstaltung ruckzuck besetzt. Der laue Sommerabend sorgte für die richtige Urlaubsstimmung, bei guter Live – Musik mit Musiker und Gitarrist Jamie POP alias Salip Tarakci aus Ahaus.
Gab es im letzten Jahr am Rathausplatz āLive und Leckerā, so sorgt nun in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie der Gastronom von der Freiheit 24, Reinhard NieĆing dafür, dass die Kultur in Raesfeld in diesem Sommer nicht ausstirbt.
Oliver Jahnich organisiert das Programm
Als Programmdirektor hat NieĆing sich Oliver Jahnich, Leiter des Blasorchesters Erler JƤger, ins Boot geholt. Dieser wird für die nƤchsten sechs Wochen für ein ausgewogenes musikalisches Programm sorgen. Nicht lautstark, sondern eher als Hintergrundmusik bei lecker Essen und gemütlichen Beisammensein für Jung und Alt.
Oliver Jahnich (r.) ist der Programmdirektor der āKultur-Terrasse am Schloss Raesfeldā. Er sorgt in den Ferien für ein unterhaltsames Programm bei lecker Essen und Trinken. Foto Petra Bosse
Angeboten werden sollen, so Jahnich, die unterschiedlichsten Formen an Unterhaltung, wie beispielsweise an diesem Abend ein einzelner SƤnger, eine Drei-Mann-Band bis hin zur Blasmusik. āEs wird für jeden Geschmack etwas dabei sein. Von Oldies, bis Pop und Rock. Musik, die jeder gut hƶren kannā, verspricht Jahnich.
Frühschoppen mit Blasmusik
Darüber hinaus gibt es jeden Sonntag von 12 bis 15 Uhr einen Frühschoppen mit Blasmusik. āGerade da es in diesem Jahr keine Schützenfeste gibt, ist das ein guter Treffpunkt als Ersatzā, fügt Jahnich hinzu.
Der Stammtisch von Anton lieĆ es sich gut gehen im Schatten des Schlosses.
Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei, aber es werde auch der Hut rumgehen, um die Musiker finanziell zu unterstützen. Für Reinhard NieĆing sei dies die beste Mƶglichkeit, wie er sagt, in Zeiten der Coronakrise den Besuchern in der Ferienzeit etwas Abwechslung in der Heimat zu bieten. Hinzu komme, so NieĆing, dass er, damit auch seinen weiteren Angestellten vom von der Festscheune Hecheltjen’s Hof den Arbeitsplatz sichern kann. Immerhin fallen alle grƶĆeren Veranstaltung wie Hochzeitsfeiern und Partys aus. Petra Bosse