Seit 1994 war Christa Fundermann als Sekretärin im Pfarrbüro in Erle tätig. Am Sonntag wurde sie aus den aktiven Dienst der Kirche verabschiedet.
ERLE. Nach dem Gottesdienst lud Pastor Michael Kenkel zu einem kleinen, coronakonformen Empfang für die ausscheidende Pfarrsekretätin Christa Fundermann in das St. Silvester-Haus ein.
Fast neun Jahre haben Kenkel und Fundermann zusammengearbeitet. In dieser Zeit habe Kenkel, wie er in seiner kurzen Rede betonte, sie als zuverlässige, freundliche und mit ihrer Arbeit eng verbundene Mitarbeiterin schätzen gelernt.
Verabschiedung von Christa Fundermann im kleinen Rahmen: v. l. : Georg Badurczy, Kirchenvorstand, Pastor Michael Kenkel und Edith Liesner, Vors. Pfarreirat sowie Ehemann Hubert Fundermann.
In ihrem Rückblick ging die Pfarreiratsvorsitzende Edith Liesner auf die Veränderungen ein, die Christa Fundermann während ihre 26-jährigen Tätigkeit in der Pfarrei erlebte. Bis 2010 war sie als Sekretärin für den verstorbenen Pastor Franz-Josef Barlage tätig. Nach seiner Verabschiedung blieb sie im Erler Pfarrbüro tätig und war Ansprechpartner für jegliche Belange.
Erler Poalbürgerin
Nach der Fusion beider Kirchengemeinden wurde Fundermann vor neuen Herausforderungen gestellt. „Diese hat du bravourös geleistet und es war sehr hilfreich, mit dir in der fusionierten Gemeinde eine echte ‚Erler Poalbürgerin‘ zu haben, da du bei Teamgesprächen die Situation in Erle immer genau erklären konntest“, so Edith Liesner.
Eine nicht zu unterschätzende Leistung für Fundermann sei besonders nach der Fusion die Digitalisierung gewesen. Statt wie bisher gewohnt Notizzettel schreiben, musste Christa Fundermann unter anderem lernen, ihre Informationen in Form von Mails raus zu schicken. „Das hat mich so manch schlaflose Nacht gekostet“, fügt Fundermann hinzu und lacht.
Einen Holzengel als Abschiedsgeschenk gab es von Pastor Michael Kenkel. Fotos: Petra Bosse
Erste Ansprechpartnerin
Darüber hinaus sei Fundermann, so Liesner, nicht nur Sekretärin gewesen. „Sie war immer die erste Ansprechpartnerin der Anrufer im Pfarrhaus. Das bedeutet auch, dass sie die Emotionen der Gemeindemitglieder aushalten musste, Freude und Glück, aber auch Trauer und Ärger“.
Christa Fundermann freue sich nun, wie sie betonte, in den Ruhestand zu gehen, um sich neuen Aufgaben widmen zu können. Rückblickend jedoch bedankt sich für die langjährige Zusammenarbeit mit Beate Sonntag und Kerstin Bleker. „Ich denke, wir waren trotz des Altersunterschiedes in all den Jahren ein gutes Team gewesen“.
„Es war nicht einfach, einen Sieger heute zu ermitteln. Alle Hunde sind gut gelaufen“, sagte Obmann Hubert Hüging bei der Preisvergabe.
RAESFELD. Am Samstag fand auf dem Hof von Hegeringleiter Bernhard Bölker der alljährliche Hundetag in Raesfeld statt. Von dort aus zogen die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern hinaus in den Wald und aufs Feld aus.
Geprüft wurden Fächer wie Federwild-Schleppe, verlorene Suche im Feld, tote Ente aus dem Wasser holen, Standtreiben, was die Treibjagd symbolisierte, sowie der allgemeine Gehorsam. „Das Wichtigste für mich jedoch ist das Gesamtbild vom Zusammenwirken zwischen Mensch und Hund. Ein Hund ist keine Maschine, und deshalb sehe ich es gerne, wenn das Gespann freudig zusammenarbeitet“, so Hüging.
Bedingt durch Corona wurde der Kreis klein gehalten. Elf Gespanne nahmen teil.
Der erste Preis ging an Peter Brüninghoff vom Hegering Heiden mit Hund Tommy von Flörbach. Stephanie Hufe vom Hegering Raesfeld und ihr Tim Henderick Team Williams belegte den zweiten Platz und erhielten den Wanderpreis. Den dritten Platz belegte Bernd Sippekamp mit Hund Bruno aus Hamminkeln.
Hasenkrankheiten eindämmen
Für die Jagd auf Niederwild wie Hasen und Fasane bedarf es gut ausgebildeter Jagdhunde. Hier gelte laut Bölker der Grundsatz: „Jagen ohne Hund ist Schund.“ In diesem Jahr müsse besonders bei den Hasen eine gewisse Menge der Natur entnommen werden.
Dies sei wichtig, um neue Virus- und die typischen Hasenkrankheiten rechtzeitig einzudämmen. Auffällig sei laut Bernhard Bölker, dass in diesem Jahr deutlich mehr Füchse beobachtet werden.
Viele Füchse und Mäuse
Dazu beigetragen haben die trockenen Sommermonate. „In der Regel überleben Jungfüchse, sobald sie auf sich selber bei der Nahrungssuche gestellt sind, nur zu 50 Prozent. Durch die Trockenheit gibt es jedoch in den letzten Jahren Mäuse ohne Ende, sodass fast jeder junge Fuchs kein Hunger erleiden musste und überlebt hat“, so Bölker. Wildschweine seien hingegen erstaunlich wenig zu beobachten. Der Grund dafür sei nicht erklärbar, fügt Bölker hinzu. Beim Rotwild sei die Anzahl unverändert.
ERLE. Zur ersten Stauden-Tauschbörse lud der Heimatverein Erle am Samstag auf der Babywiese hinter der Erler Mühle ein.
Wer wollte, konnte selber seine Stauden dort abgeben, oder sich mit Pflanzen für den heimischen Garten gegen eine kleine Spende eindecken.
„Die Grundidee dieser Tauschbörse ist, dass die abgestochenen Stauden im Herbst nicht auf dem Kompost entsorgt werden, sondern anderswo weiterleben können“, erklärt der Vorsitzende des Heimatvereins Norbert Sabellek.
Zufriedene Gesichter bei den Mitgliedern des Erler Heimatvereins am Samstag. Foto: Petra Bosse
Trotz des einsetzenden Regens schauten etliche Hobbygärtner vorbei. Sie nutzten die Gelegenheit, sich entweder mit Grünzeug wie unter anderem Salbei, fette Henne, Stockrosen oder Zitronenmelisse einzudecken, oder selber Pflanzen abzugeben.
Das gespendete Geld soll, so Norbert Sabellek, wieder in den grünen Projekten des Heimatvereins fließen, wie beispielsweise in den Schulgarten von Ingrid Horstmann oder für weitere Pflanzungen auf der Babywiese, „damit wir wieder einen Kreislauf haben“, so Sabellek.
RAESFELD (pd).Nach der Kommunalwahl am 13.09.2020 haben sich die neu gewählten Ratsmitglieder des CDU-Gemeindeverbandes am 30.09.2020 erstmalig zur konstituierenden Fraktionssitzung getroffen.
v. l.: Andre Olbing, Bernhard Bölker, Wilfried Theis, Benedikt Limberg, Bärbel Unnebrink. Foto: CDU
In der Sitzung wurde Bernhard Bölker, der bisherige Vorsitzende der CDU Ratsfraktion, als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurden der erste und zweite stellvertretende Vorsitzende Andre Olbing und Wilfried Theis.
Neu in den Fraktionsvorstand gewählt wurden Bärbel Unnebrink und Benedikt Limberg, die zukünftig die Aufgaben der Geschäftsführerin bzw. des Pressereferenten übernehmen werden.
Auffälliges Verhalten von Gloria von Wesel. Die letzten Risse in Gahlen gehen laut LANUV auf ihr Konto
LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen gesteht zum ersten Mal, dass es sich bei den gehäuften Rissen durch Wölfin Gloria von Wesel um ein auffälliges Verhalten handelt.
Elf Wolfübergriffe auf Weidetiere im August binnen vier Wochen im Wolfsgebiet Schermbeck, sorgen mittlerweile auch beim LANUV für Sorgenfalten auf der Stirn.
LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen: „Wenn die Wölfin in einzelnen Fällen, aber wiederholt auch in offenbar geschützte Weiden eindringt, ist das ein auffälliges Verhalten in Bezug auf Weidetiere.
Wie heute das Landesamt für Umwelt und Naturschutz mitteilt, konnte in zehn Fällen die Wölfin GW954f als Verursacherin nachgewiesen werden.
Beurteilung der Herdenschutzmaßnahmen
Weiter haben Untersuchung von LANUV ergeben, dass es in neun Fällen allerdings keinen ausreichenden Schutz gegen Wolfsübergriffe gegeben habe. Nur in zwei Fälle haben die Herdenschutzmaßnahme nach der ersten Bewertung dem empfohlenen Standard entsprochen. Eine abschließende Beurteilung der Herdenschutzmaßnahmen durch die Landwirtschaftskammer stehe noch aus. Herdenschutzhunde kamen in keinem der genannten Fälle zum Einsatz.
Nach jetziger Lage müsse laut Umweltministerin Ursula Heinen-Esser der Herdenschutz weiter optimiert werden. Für eine erforderliche Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen, wo dies noch nicht in ausreichendem Maße geschehen ist, wirbt Umweltministerin Ursula Heinen Esser nach den Wolfsangriffen und den Auswertungen.
„Neuerdings“ werden auch Herdenschutzhunde finanziert
Allerdings räumt auch sie ein, dass es eine solche Häufung wie im August in Nordrhein-Westfalen bis jetzt noch nicht gegeben hätte. „Wir nehmen das sehr ernst. Ziel der Landesregierung ist es, die Tierhalter durch individuell geeignete Herdenschutzmaßnahmen in die Lage zu versetzen, die Weiden vor Übergriffen zu schützen. Wenn es erforderlich ist, finanzieren wir neuerdings auch die Anschaffung von Herdenschutzhunden bereits dann, wenn sie in kleinen Schafherden von weniger als 100 Schafen eingesetzt werden“, so Heinen-Esser.
LANUV geht davon aus, dass sich die Wölfin über weite Strecken von ihrer natürlichen Beute, wie Wildschweine, Rehe oder Rothirsche ernährt. Aber immer wieder komme es auch zu Übergriffen auf Nutztiere wie Schafe oder Damtiere im Gatter. Die absolute Zahl der bisherigen Wolfsübergriffe in diesem Jahr im Wolfsgebiet Schermbeck unterscheiden sich laut LANUV nicht signifikant von der Zahl der Übergriffe in den beiden Vorjahren: 2018 ereigneten sich 18 Übergriffe, in 2019 waren es 19, und bislang sind es 14 Übergriffe im Jahr 2020.
Tiere in der Nacht Aufstallen
Landwirtschafts- und Naturschutzministerin Ursula Heinen-Esser sieht als eine weitere Schutzoption vor Wolfsrissen die Möglichkeit an, die Tiere in der Nacht „aufzustallen“. Um dies zu erleichtern, hatte der Kreis Wesel die Schafhaltungen im Wolfsgebiet bereits unterstützt und zügig die Genehmigungen zum Bau von neuen Ställen erteilt.
Betont neue Töne schlägt LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen an: „Wenn die Wölfin in einzelnen Fällen, aber wiederholt auch in offenbar geschützte Weiden eindringt, ist das ein auffälliges Verhalten in Bezug auf Weidetiere. Um diese Einschätzung in Hinblick auf die strengen Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes abzusichern, prüfen wir die kurzfristige Beauftragung eines externen Gutachtens.“
Gemeinsame Gespräche führen
Wenige Politiker, außer Karlheinz Busen von der FDP haben sich, seit Schermbeck zum Wolfsrevier im Kreis Wesel ausgewiesen wurde, zum Thema Wolf geäußert. Neben Karlheinz Busen hat nun auch der Landtagsabgeordnete René Scheider die Regierung aufgefordert, dass das Landesamt für Umwelt- und Natur (LANUV) die Nutztierrisse schnellstmöglich prüft, um eine Basis für eine mögliche Entnahme der Wölfin zu schaffen. Schneider erklärt, dass Schafe sehr wichtig für unserer ökologisches System, und vor allem für unsere Deiche sind.
Darauf habe die Landtagsfraktion im Umweltausschuss schon vor geraumer Zeit die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hingewiesen und deutlich gemacht, wie akut mittlerweile die Situation der Schäfer und Landwirte vor Ort ist. Auch in Schermbeck und Umgebung.
René Scheider, SPD-Landtagsfraktion NRW
Änderung im Bundesnaturschutzgesetz
Eine Änderung im Bundesnaturschutzgesetz lasse bei ernsten wirtschaftlichen Schäden die Entnahme eines Wolfes zu, betont Schneider auf Nachfrage in diesem Zusammenhang mit Blick auf die zurückliegenden Risse in Schermbeck-Gahlen. Dies sei aber laut Schneider die letzte Konsequenz. Einen Handlungsbedarf sieht der Politiker jedoch in Schermbeck auch. „Nicht, dass ich gegen Wölfe in unserer Region bin, sondern ich sehe auch die Not der Weidetierhalter, denn auch für Schafe und andere Weidetiere kommt unser Tierschutz zum Tragen“, so Schneider. Er erinnert daran, dass der Abschuss des Wolfes bei ernsten wirtschaftlichen Schäden möglich sei.
Und auch für Bürgermeister Mike Rexforth ist die Wölfin Gloria nicht mehr tragbar, und es müsse gehandelt werden. Das Tier reiße zuviele andere Tiere, ein Zusammenleben sei nicht möglich, sagte er noch bei den letzten Rissen in Gahlen vor Ort. Hinzu komme, dass die Wölfin in der Nacht zum ersten September an dem Ausbruch einer Rinderherde in Gahlen beteiligt gewesen sein soll. Rexforth forderte schon im August deswegen, dass schnellstmöglich gehandelt und die Wölfin Gloria umgesiedelt werde.
Kein zufriedenstellender Zustand
Die jetzige Situation sei laut René Schneider kein Zustand. „Es müssen sich alle an einen Tisch setzten, Weidetierhalter und Politik, um gemeinsam das Problem zu lösen und ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Eine gegenseitige Bekämpfung hilft niemanden“, so Schneider. Allerdings weiß er auch, dass die Wölfe in unserem Land EU-rechtlich geschützt sind.
Bei Rissen und den Umgang mit problematische Wölfen regelt das Bundesnaturschutzgesetz §4. Hier ist als Ultima Ratio auch die Voraussetzung für eine rechtssichere Entnahme geregelt. Zwingend erforderlich ist danach eine Alternativen-Prüfung sog. „milderer Mittel“, wie zum Beispiel der Einsatz von Herdenschutzhunden oder das nächtliche Aufstallen, schlägt LANUV vor.
NABU Kreis Wesel meldet sich zu Wort
Kritische Äußerungen legt derweil der NABU Kreis Wesel an den Tag. Sie äußern sich über das unsachgemäße Mahnfeuer bei Landwirt Bernhard Steinmann in Kirchhellen, wo gemeinsam Jäger und Weidetierhalter zum Mahnfeuer gegen Wölfe eingeladen hatten. „Wofür dieses umweltschädliche Großfeuer?“, heißt es auf der Homepage von NABU.
NABU sieht die Risse und die große Gefahr für Wild und Nutztiere durch den Wolf als wörtliches „Ammenmärchen“ an. Wissenschaftlich und durch Kotproben sei laut NABU Kreis Wesel europaweit belegt und nachgewiesen, dass es sich deutschlandweit bei nur 0,5 % der Gesamtbeute, die der Wolf zur Strecke bringt, um Nutztiere handelt.
Weniger Nutztiere durch Klimawandel
„In Wirklichkeit ist heutzutage die größte Gefahr für Nutztiere und Co. der weiter fortschreitende Klimawandel. Wenn sich die extremen Hitzeperioden der letzten drei Jahre auch in den nächsten Jahren weiter so entwickeln, wird nicht mehr ausreichend Grünfutter, insbesondere für Kühe, Rinder, Schafe, Pferde und Co. zur Verfügung stehen. Das wird zwangsläufig auch dazu führen, dass wesentlich weniger Nutztiere gehalten werden können“, so NABU.
Dass sich der Wolf mittlerweile in der Region Wolfsgebiet Schermbeck vorwiegend von Nutztieren ernährt, sei laut NABU völlig falsch. „Das ist Rufmord, da Nutztiere am Niederrhein bestenfalls 2 – 3 Prozent von der Wolfsbeute ausmachen“, behauptet NABU. Sie berufen sich mit ihrer Aussage auf LANUV und anderen wissenschaftlich arbeitenden Wolfsforscher.
Populationseinschränkungen
Ebenfalls bezieht sich NABU auf die Aussage von Landwirt Steinmann, dass sich der Kirchhellener Landwirt und seine Mitstreiter möchten, die Anzahl der Wölfe auf 1.500 Tiere in Deutschland zu deckeln: „Dies sei genug für die Artenvielfalt“. NABU hingegen spricht hier von Populationseinschränkungen, die Landwirte und Schafhalter fordern. „Wie vollmundig können diese Leute fordern, ohne auch annährend eine wissenschaftliche Grundlage dafür zu haben. Nicht nur in unserer Region ist der Wolf das beste Regulativ, um unser Wild in Wald und Flur auf ein vernünftiges Maß für die Ökosystem-Leistungen der Natur zu bringen. Die Überpopulation von Reh, Rot- und Schwarzwild sind allein durch die Jagdausübungsberechtigten nicht einzudämmen. Dadurch erleidet insbesondere der natürliche Jungaufwuchs insbesondere von Naturwäldern große Schäden“, schreibt NABU, der seit Monaten fleißig für Spendengelder für den Wolf in Deutschland aufruft.
Geleichzeitig moniert NABU Wesel, dass sich die Organisatoren beim „WOLSfeuer“ als Mahnwache in Zeiten des Klimawandels darüber keine Gedanken gemacht haben, dass dies die Klimaveränderung zusätzlich antreibt. „Außerdem hätte ganz leicht die ausgetrocknete Vegetation im unmittelbaren Umfeld durch Funkenflug in Flammen aufgehen können“, resümiert NABU die Veranstaltung voller Sorge. NABU behält sich vor, die Veranstaltung der Mahnwache in Kirchhellen zu überprüfen.
Flüchtlingshilfe Raesfeld – 220 Flüchtlinge leben derzeit in der Gemeinde Raesfeld
Raesfeld (pd). Fünf Jahre ist es jetzt her, dass Angela Merkel ihren mittlerweile vielzitierten Satz „Wir schaffen das“ gesagt hat. Und viele Raesfelder haben haupt-, neben- und ehrenamtlich geholfen, dass wir die Aufnahme von flüchtenden Menschen geschafft haben.
Derzeit sind 220 Männer, Frauen, Familien in Raesfeld, die unsere Unterstützung brauchen. 40 davon sind seit Januar 2020 neu dazugekommen.
Dadurch, dass der Corona-Virus die Medien bestimmt hat, haben wir davon wenig mitbekommen. Bei denen die jetzt schon länger bei uns sind, sind viele Erfolge zu sehen: Deutschkurse wurden erfolgreich abgeschlossen, Lehren wurden gemacht, Arbeit wurde gefunden, Familien konnten zusammengeführt werden – der Weg in die Selbstständigkeit wurde geebnet.
Auch die neuen Flüchtlinge brauchen unsere Hilfe. Es werden daher weitere Ehrenamtliche gesucht, die am Anfang mit zu den Ämtern gehen, besonders Französisch-Kenntnisse werden gebraucht, auch der Fahrradkeller kann noch den einen oder anderen Handwerker gebrauchen. Wer sich vorstellen kann zu helfen, ist herzlich eingeladen am Montag, 05.10. um 20 Uhr im Pfarrsaal in Raesfeld. Dort gibt es nähere Informationen und Fragen werden beantwortet.
Wir freuen uns auf Sie! Nicole Höbing, Monika Neumann, Pastor Kenkel
Am Samstag, 17.10. führt die Kolpingsfamilie wieder eine Altkleidersammlung in Raesfeld und Rhedebrügge durch.
Die verpackten Altkleider sollten bis 9 Uhr gut sichtbar an den Straßenrand gestellt werden. In den Außenbezirken befinden sich die Sammelstellen an der ehemaligen Bauernschaftschule und der Schule in Homer.
In Rhedebrügge können die Säcke an der Kirche und am Kindergarten abgegeben werden. Auf dem Brink ist die Sammelstelle, am LUSTIGEN NOORBERECK. Der Lkw steht an der Zweifachturnhalle Zum Michael.
Treffpunkt der Helfer anders als sonst, um 8 Uhr an der Turnhalle. Alle Helfer aber auch diejenigen die die Tüten verteilt haben sind herzlich zum Frühstück im Gemeinschaftsraum der Turnhalle eingeladen Die Corona Abstandsregeln werden eingehalten.
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sagt Bürgermeister Andreas Grotendorst zu der Umgestaltung des Spielplatzes am Ahornpfad in Raesfeld.
Der Spielplatz am Ahornpfad spielt für die Bürger in der Raesfelder Ortsmitte eine zentrale Rolle. Dies sei auch der Grund dafür, so Grotendorst, dass dieser völlig neu gestaltet werden solle.
Seit einigen Wochen ist der Spielplatz offiziell geschlossen. Einige Spielgeräte wurden hier abgebaut.
Immer wieder gibt es vonseiten der Gemeindeverwaltung Kontrollen hinsichtlich des Zustandes der Platz- und Spielgeräte. In diesem Jahr fand im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht der Jahres-TÜV dort statt. Dies bedeutet, dass die einzelnen Spielgeräte auf Zustand und Sicherheit auf „Herz und Nieren“ geprüft werden, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden, erklärt Grotendorst.
Das sei auch der Grund dafür gewesen, dass auf dem Spielplatz am Ahornpfad in Raesfeld nach der TÜV-Überprüfung mehrere Geräte abgebaut wurden.
Im Frühjahr sollen aber die Arbeiten starten und die alten Spielgeräte durch neue ersetzt werden. „Die Planung ist soweit fertig und der gesamte Spielbereich wird noch konzeptionell völlig neu überplant. Er wird richtig schön“, stellt Grotendorst in Aussicht.
Die erforderlichen Mittel werden im Haushaltsplan 2021 dafür bereitgestellt. Der Bauausschuss wird sich in seiner ersten Sitzung der neuen Wahlperiode damit befassen.
Hinweis für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, unter anderem aus den niederländischen Provinzen Nord- und Südholland sowie aus der Provinz Utrecht
Kreis Borken(pd). Reiserückkehrer müssen sich nach einem Aufenthalt dort unverzüglich in häusliche Isolation begeben und sich zudem beim Kreisgesundheitsamt melden.
Alternativ haben sie auch die Möglichkeit, sich per Telefon an die Hotline des Kreises Borken zu wenden. Sie müssen dann solange in häuslicher Absonderung bleiben, bis vom Kreisgesundheitsamt nach Vorliegen des Testergebnisses über das weitere Vorgehen entschieden ist.
Twente und im Achterhoek
Angesichts der aktuellen Lage rät das Gesundheitsamt, von Reisen in die Risikogebiete abzusehen. „Auch bei uns in der direkten Nachbarschaft, im Bereich von Twente und im Achterhoek steigen die Zahlen“, ergänzt Landrat Dr. Kai Zwicker. „Deswegen ist meine herzliche Bitte: Wenn Sie in die Niederlande fahren, seien Sie auch dort achtsam und denken Sie an die AHA-Regel – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske.“
Schulmannschaft siegte sensationell beim diesjährigen Drachenbootrennen am Pröbstingsee
Raesfeld/Borken (pd). Die Julia Koppers-Giants, bestehend aus den Schülern beider Standorte Raesfeld und Borken, haben am vergangenen Samstag alles gegeben und es hat sich gelohnt. Sie wurden mit 3 Hundertstel Vorsprung Gesamtsieger an diesem Wettkampftag.
Es steigerte sich von Rennen zu Rennen. Insgesamt 3 Rennen gingen dem Finale voraus und nach der Mittagspause startete das 1000 m Verfolgungsrennen. Hier gaben die Giants nochmal alles und legten einen sensationellen Spurt hin.
Auch wenn das Wetter nicht immer an diesem Tag mitspielte, die Motivation dieses tollen Teams machte alles wett.
Einigkeit herrschte bei allen Schülern, den Titel im nächsten Jahr erfolgreich zu verteidigen.
Nordrhein-Westfalen verlängert Corona-Schutzverordnung: Regelungen für Weihnachtsmärkte und Vorgaben für private Feiern
Landeskabinett hat die Verlängerung der Coronaverordnungen bis einschließlich 31. Oktober 2020 beschlossen. Regelbußgeld für falsche Kontaktdaten 250 Euro. Nichtanmelden von nicht privaten Feiern außerhalb des privaten Bereichs, bei der mindestens 50 Personen anwesend sind, wird ein Bußgeld von 500 Eurofestgelegt.
Es gibt Veränderungen und Ergänzungen für Weihnachtsmärkte sowie für private Feiern, sowie eine gesonderte Anlage zur Coronaschutzverordnung was die Regelungen für Weihnachtsmärkte anbelangt.
Ebenfalls müssen private Feierlichkeiten aus herausragendem Anlass (etwa Hochzeitsfeiern) außerhalb des privaten Bereichs ab 50 Teilnehmern vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Infektionsgeschehen der letzten Tage haben gezeigt, dass gerade private Feiern einen erheblichen Einfluss auf das Infektionsgeschehen haben. Wir wollen nicht irgendwann vor der Entscheidung stehen, solche Feiern gänzlich zu verbieten. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass man sich auch bei diesen Anlässen an die Regeln hält. Die Kontaktdaten sind dabei das wesentliche Element, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und Infektionsketten zu unterbrechen.“
Regelungen für Weihnachtmärkte
Maßgeblich für das Gelingen von Weihnachtsmärkten in Coronazeiten ist ein gut durchdachtes Infektionsschutz-, Hygiene- und Zugangskonzept, das die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt. Auf Weihnachtsmärkten sind zudem Stehtische mit fest zugewiesenen Stehplätzen zugelassen, wenn diese räumlich zu den Wegen und Straßen abgegrenzt sind. Eine gleichlautende Regelung gilt ab sofort auch für die Gastronomie.
Sonntags dürfen Geschäfte öffnen
Darüber hinaus sollen Geschäfte in und unmittelbar nach der Weihnachtszeit an mehreren Sonntagen öffnen können. Dies ermöglicht zur Vermeidung von Infektionsgefahren, das Einkaufsgeschehen an den Samstagen zu entzerren und Gedränge in den Innenstädten zu vermeiden.
Regelungen für private Feierlichkeiten
Private Feierlichkeiten aus herausragendem Anlass (zum Beispiel Hochzeitsfeiern) außerhalb des eigenen privaten Bereichs müssen – wenn mindestens 50 Teilnehmende erwartet werden – mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden.
Darüber hinaus muss eine für die Feier verantwortliche Person benannt werden. Für die Veranstaltung muss eine Gästeliste geführt und während der Veranstaltung aktualisiert werden.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass die Ordnungsämter kein Genehmigungsverfahren durchführen, sondern lediglich eine Anmeldung erfolgen muss. Dadurch wird es den kommunalen Ämtern ermöglicht nachzuvollziehen, welche Feiern in der jeweiligen Kommune stattfinden, und gegebenenfalls zu kontrollieren, ob die Bestimmungen der Coronaschutzverordnung eingehalten werden.
Feierlichkeiten auf höchstens 150 Teilnehmer begrenzt
Die Veranstalter sind allerdings aufgefordert, die Veranstaltungen schnellstmöglich nachzumelden. Unverändert gilt, dass solche Feierlichkeiten auf höchstens 150 Teilnehmende begrenzt ist.
Zudem werden in der Verordnung die Vereinbarungen des Bund-Länder-Beschlusses vom 29. September 2020 bei den Teilnehmerobergrenzen umgesetzt.
Das heißt: Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 35 sind Feiern im öffentlichen Raum nur noch bis 50 Teilnehmern gestattet.
Bei einer Inzidenz von 50 sinkt diese Zahl auf 25. Ausnahmen von diesen Teilnehmerobergrenzen können im Einzelfall bei besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten zugelassen werden.
250 Euro Bußgeld für unrichtige Kontaktdaten
Zudem haben Bund und Länder beschlossen, die Angabe unrichtiger Kontaktdaten auf Listen, die der Rückverfolgung dienen – also etwa in Restaurants – mit einem Bußgeld zu bestrafen.
In Nordrhein-Westfalen wird dazu für Gäste, die solche Falschangaben machen, ein Regelbußgeld von 250 Euro festgelegt.
Für den Fall, dass eine Feier außerhalb des privaten Bereichs, bei der mindestens 50 Personen erwartet werden, nicht angemeldet wurde, wird ein Regelbußgeld in Höhe von 500 Euro festgelegt.
Mit einer Innovationsklausel werden neuartige Lüftungssysteme bei den Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten stärker berücksichtigt. Wenn technische Innovationen nachweislich und entsprechend zertifiziert bestimmte andere Schutzmaßnahmen entbehrlich machen, können durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Ausnahmen von der Coronaschutzverordnung zugelassen werden.
Endlagerung von Atommüll in den Bereich rund um Dorsten, Schermbeck, Wesel, Raesfeld und Kirchhellen sind geeignete Standorte.
Der am Montag veröffentlichte Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zeigt das Ergebnis der Auswertung der Gebiete.90 Teilgebiete auf 54 Prozent der Fläche Deutschlands – Die ausgesuchten Gebiete haben eine günstige geologische Gesamtsituation.
Unterstützt wird Hovest dabei von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp: „Insbesondere der Regionalplan schränkt Wesel bei der Neu- und Umgestaltung erheblich ein, so dürfen wir weder Windkraftanlagen ausweisen, noch können wir das langersehnte Kombibad ohne Probleme errichten. Ein Atommüllendlager würde nun den Tod der schönen Weseler Landschaft bedeuten!“
Lohnende Orte für weitere Untersuchungen
Der am Montag veröffentliche Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) zeigt das Ergebnis der Auswertung Gebiete auf, die zum einen die Gebiete, die für die Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen ungeeignet sind, als auch die Gebiete, die eine günstige geologische Gesamtsituation dafür erwarten lassen. Wie das BGE mitteilt, sei es lohnend an diesen Orten, sie im weiteren Verfahren näher zu betrachten. Bei den Orten handelt es sich um den Niederrhein, bis hin zu Schermbeck, Dorsten und Teile des Münsterlandes. Diese Gebiete beinhalten Tongestein und Steinsalz.
Bocholt ist als Atom-Endlager sogar doppelt gut geeignet. Hier fanden zum einen die Geologen “Präteritäres Tongestein” sowie befindet sich tief in der Erde “Steinsalz in stratiformer Lagerung.
90 Teilgebiete auf 54 Prozent der Fläche Deutschlands
Die BGE hat 90 Teilgebiete mit einer Gesamtfläche von gut 240.000 Quadratkilometer ermittelt. Da sich Teilgebiete teilweise überlagern, ist die Gesamtfläche auf der ehemals weißen Deutschlandkarte aber kleiner: rund 194.000 Quadratkilometer oder rund 54 Prozent der Landesfläche. „Die Chance, in Deutschland den Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle zu finden, der Sicherheit für eine Million Jahre bietet, steht sehr gut. Das zeigen die 90 Teilgebiete überall im Land“, sagt Stefan Studt, Vorsitzender der Geschäftsführung der BGE.
Tonformationen
Teilgebiete sind Gebiete, die eine günstige geologische Gesamtsituation für die Lagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen. Es gibt sehr kleine Teilgebiete, beispielsweise Salzstöcke, aber auch sehr große Teilgebiete, beispielsweise große Tonformationen, die sich über mehrere Landkreise oder auch Bundesländergrenzen hinweg erstrecken können.
Manche Teilgebiete sehen auf der geografischen Karte aus wie eine Inselgruppe. Dort könnte eine Störungszone eine Wirtsgesteinseinheit im Untergrund unterbrechen, oder in einem Teil der Formation kann eine Mindestanforderung nicht erfüllt sein, in anderen Teilen der Formation dagegen schon.
Teilgebiete in fast allen Bundesländern
Im Tongestein hat die BGE neun Teilgebiete mit einer Fläche von knapp 130.000 Quadratkilometern ermittelt.
Im Wirtsgestein Steinsalz sind insgesamt 74 Teilgebiete mit einer Fläche von etwas mehr als 30.000 Quadratkilometern ausgewiesen worden. Davon befinden sich 60 Teilgebiete in steil stehenden Steinsalzformationen, also Salzstöcken, und 14 Teilgebiete in stratiformen – also flachen – Steinsalzformationen.
Niederländische und deutsche Behörden zeigen sich besorgt über Publikumsverkehr im Zentrum von Winterswijk
Der Winterswijker Bürgermeister Joris Bengevoord beobachtet, dass es im Zentrum von Winterswijk immer voller wird. Vor allem samstags sei in den Einkaufsstraßen oft sehr viel los.
Das beunruhige den Winterswijker sehr, zumal die Zahl der Coronainfektionen wieder rapide zunehme. Gemeinsam mit Landrat Dr. Kai Zwicker bittet er die niederländischen und deutschen Besucher ihren Verstand zu benutzen.
Deshalb werden am kommenden Samstag Polizei, Ordnungshüter und die Königlich Niederländische Militärpolizei verstärkt auf die Einhaltung der neuen Coronamaßnahmen achten, die das Kabinett am Montagabend angekündigt hat.
Das Zentrum von Winterswijk hat eine große Anziehungskraft für Besucher aus der ganzen Region. Normalerweise seien all diese Besucher mehr als willkommen, so Joris Bengevoord. Dank all dieser Besucher floriere das Zentrum von Winterswijk auch in diesen schwierigen Zeiten. Im Zentrum gebe kaum Leerstand.
Coronamaßnahmen können kaum eingehalten werden
Das rege Treiben jedoch habe derzeit auch eine Kehrseite. Besonders samstags soll es im Zentrum manchmal so voll sei, dass es schwierig ist, die Coronamaßnahmen einzuhalten.
„Samstag ist in unserem Zentrum immer ein lebhafter Tag. Aber in der aktuellen Coronazeit ist das leider nicht mehr möglich. Das müssen wir unbedingt verhindern, weil man die anderthalb Meter dann nicht einhalten kann und es in den Geschäften zu voll wird“, sagt Bürgermeister Bengevoord.
Am kommenden Samstag könne es im Zentrum von Winterswijk besonders voll werden, denn dann feiern die Deutschen den Tag der Deutschen Einheit. Erfahrungsgemäß werden dann viele deutsche Besucher in Winterswijk erwartet.
Appell zum Tag der Deutschen Einheit
Nun appeliert der Bürgermeister Joris Bengevoord an Winterswijkers und Besucher, nach Hause zu gehen, wenn in den Einkaufsstraßen zu viel los ist, und ein anderes Mal wiederzukommen. „Ich finde es positiv, wenn Winterswijkers und unsere Besucher ihre Einkäufe bei örtlichen Ladenbesitzern erledigen, denn die haben es schwer. Ich gönne unseren Ladenbesitzern ihren Umsatz. Aber gehen Sie bitte nach Hause, wenn es zu voll ist und kommen Sie später wieder. Und kaufen Sie gezielt. Gehen Sie jetzt nicht zum Spaß einkaufen“.
Landrat Zwicker bittet um kluges Vorgehen
Auch auf der anderen Seite der Grenze bat Landrat Dr. Kai Zwicker die Bewohner des Kreises Borken, um ein kluges Vorgehen bei einem Besuch in die benachbarten Niederlande.
Er fordert die Bevölkerung auf, sich an die AHA-Regel „Abstand, Hygiene und Alltagmaske“ zu halten. Er bekräftigte erneut, wie wichtig es für beide Länder ist, dass die Grenzen offen bleiben. Bürgermeister Bengevoord hat die Königlich Niederländische Militärpolizei gebeten, Besucher über die in den Niederlanden geltenden Coronaregeln zu informieren.
Ebenfalls hat Zwicker die Polizei und die Ordnungshüter in Winterswijk am kommenden Samstag gebeten, zu beobachten, an welchen Stellen zu viel los ist, und mit den Menschen darüber zu sprechen. „Aber sie können nicht überall gleichzeitig sein. Ich bitte daher alle Winterswijkers, Verantwortung zu übernehmen und überfüllte Orte so weit wie möglich zu meiden“.
Ortsmarketingverein und Gartenbesitzer ziehen trotz der aktuellen Corona-Situation eine positive Resonanz zu den Gartentage 2020
Auf Einladung des Ortsmarketing trafen sich in der vergangenen Woche die Organisatoren der Gartentage mit Vertretern des OMR. Sie tauschten sich über ihre Erfahrungen und Anregungen für das nächste Jahr aus.
Gartentage 2020 Raesfeld bei Seggewiß
Für die teilnehmenden Gartenbesitzer startete die diesjährige Gartensaison mit den Raesfelder Gartentagen am 20. und 21. Juni. Unter Beachtung der gültigen Corona-Schutzvorschriften und bestem Wetter öffneten fünf Privatgärten ihre Pforten für interessierte Besucher.
Ihren Abschluss und das Saisonfinale fanden die Raesfelder Gartentage am vergangenen Freitag mit dem Lichterabend in den Gärten Baumeisterund Seggewiß.
Der Ortsmarketingverein und die Gartenbesitzer ziehen trotz der aktuellen Corona-Situation eine positive Resonanz. „Wir freuen uns, dass so viele Besucher den Weg zu uns gefunden haben und dass sich alle an die Hygiene- und Abstandsvorschriften in den Gärten gehalten haben.“, so die Gartenbesitzer.
Sommerfeeling trotz Corona: Karlheinz und Uli Baumeister GalaBau Raesfeld
Zahlreiche Besucher aus Nah und Fern bestaunten die liebevoll gestalteten Gärten. Sie waren verständnis- und rücksichtsvoll in Bezug auf die getroffenen Schutzvorschriften.
„Es ist immer ein Highlight im Jahr, wenn die Besucher die schönen Gärten in Raesfeld und Umgebung besuchen können“, so Diana Brömmel, Vorsitzende des OMR. „Aber wir möchten noch weitere Gärten anbieten und rufen deshalb alle Hobbygärtner auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen.“
Wer selbst einmal seinen eigenen Garten für Besucher bei den Raesfelder Gartentagen öffnen möchte oder Fragen dazu hat, kann jederzeit gerne Kontakt mit dem Ortsmarketing aufnehmen.
im SGB II nach den Sommerferien deutlich gesunken“ Aktuell 4.798 SGB-II-Arbeitslose im Kreis
Kreis Borken (pd). Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im September nach den Sommerferien deutlich gesunken, sodass der Zugang aus den Sommermonaten bereits innerhalb eines Monats nahezu kompensiert werden konnte. Das teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Dies sei auch durch die Aufnahme von Ausbildungsverhältnissen begründet. Das „Jobcenter im Kreis Borken“ weist für den Monat September 2020 4.798 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind.
Im Vergleich zum Vormonat August ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen damit um 233 Personen gesunken, gegenüber dem Vorjahresmonat um 524 Personen gestiegen. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen ist im Kreisgebiet gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gesunken und liegt aktuell bei 2,2 Prozent.
Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im September 2020 gesunken und liegt derzeit bei 9.958 Personen (-243). Hierzu gehören auch Männer und Frauen, die aktuell an Eingliederungsmaßnahmen teilnehmen und Jugendliche ab 15 Jahren, die eine Schule besuchen und somit dem Arbeitsmarkt zurzeit nicht zur Verfügung stehen.
Personen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit ergänzend auf Leistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, zählen ebenfalls zu dieser Gruppe. Inklusive deren Kinder unter 15 Jahren und der weiteren nicht erwerbsfähigen Angehörigen haben im September 14.491 Personen (-298) in 7.267 Bedarfsgemeinschaften (-143) Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten.
Die aktuellen Arbeitslosenzahlen im SGB II in den Städten und Gemeinden des Kreisgebietes sind der beigefügten Grafik zu entnehmen.
Die Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden. Dazu fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.
Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren. Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig. Die hilfsweisen Quoten sind der ebenfalls beigefügten Grafik zu entnehmen.
Vom 01. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 öffnen das Naturparkhaus und die Tourist-Info am Wasserschloss Raesfeld werktags von 9.30 – 12.30 Uhr und von 13.30 – 16.00 Uhr
An den Wochenenden und an Feiertagen von 13.00 bis 16.00 Uhr die Türen, um interessierten Besuchern Informationen über Raesfeld zu geben.
Die Tourist-Info der Gemeinde Raesfeld bietet den Besuchern eine große Auswahl an Kartenmaterial, Broschüren und Informationen zu Pauschalen und Wochenendangeboten.
Für Familien mit Kindern liegt die Tiergarten-Ralley zur Erkundung des Tiergartens und des Naturerlebnisgeländes bereit.
Zu einem Feuer in der Tischlerei Heisterkamp in Raesfeld rückte die Feuerwehr Raesfeld gegen 14.33 Uhr aus.
Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Raesfeld André Szczesny mitteilt, sei es hier zu einem Brand im Bereich des Spänebunkers gekommen.Feuerwehr bis zum Abend im Einsatz.
Vor Ort waren im Laufe des Tages rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr Raesfeld, Schermbeck und Borken.
Ein Bekämpfung von innen des Gebäudes sei am späteren Nachmittag wegen Einsturzgefahr nicht möglich gewesen, so Szczesny.
Ab der Kreuzung Schermbecker/Rhader Straße, längs der B 224 mussten die Schläuche für die Löscharbeiten gelegt werden.
Bedingt dadurch, dass sich in der Nähe der Tischlerei kein Hydrant befindet, musste eine Wasserversorgung von der Kreuzung Rhader Straße/Schermbecker Straßevon rund 2 km bis zur Tischlerei gelegt werden.
Noch am Abend war eine starke Rauchentwicklung zu beobachten.
Personenschaden gibt es nicht zu vermelden. Alle Mitarbeiter hatten beim Eintreffen der Feuerwehr bereits das Gebäude geräumt.
Personen waren zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Mitarbeiter bereits alle Gebäude geräumt.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
Die Arbeiten am Kirchplatz der St. Silvester-Kirche schreiten gut voran.
Nachdem die Kanalisation komplett fertiggestellt wurde seien laut Bernhard Kösters von der Bauverwaltung, die Verkabelungen für die Beleuchtung rund um den Kirchplatz soweit fertiggestellt.
Die elektrischen Installationen der Bodenleuchten werden von der der Gemeinde durchgeführt. „In den nächsten zwei Wochen wollen wir die acht Lichtmasten aufstellen“, sagt der Vorsitzende der Kirchengemeinde Georg Badurczyk.
Beim Ortstermin an der St. Silvester-Kirche in Erle zeigten sich (v. l.) Vorarbeiter Jens Ammerschuber, Bauleiter Sascha Herud sowie Kirchenvorstand Georg Badurczyk und Bernhard Kösters von der Bauverwaltung über den Fortschritt der Arbeiten zufrieden.
Verlegung der Klinkersteine
Ebenfalls konnte mittlerweile rund ein Fünftel des roten holländischen Klinkerplasters verlegt werden. Allerdings hänge hier die Fertigstellung, was die Verlegung der Klinkersteine anbelangt, derzeit noch von den angrenzenden zwei Baustellen ab. Dazu gehört auch der seit einer Woche aufgebaute Baukran der Caritas am angrenzenden Parkplatz des betreuten Wohnens. Dies erschwere die freie Zufahrt zur Baustelle, berichtet Badurczyk. Dennoch sei weiterhin ein barrierefreier Zugang zur Kirche gewährleistet.
Voll im Zeitplan
So gut wie abgeschlossen sei auch die Pflasterung der Natursteine rund um Kirche. „Ich freue mich, dass wir im Moment, was die Arbeiten anbelangt, noch voll im Zeitplan liegen“, erläutert Badurczyk die Baumaßnahme.
Als eine Bereicherung der Gesamtoptik sieht Georg Badurczyk die fertiggestellte, neue Stufenanlage zum Silvesterhaus hin an. „Diese schmiegt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und sieht sehr gut aus“, betont der Vorsitzende.
Verlegt worden seien auch alle Kabelarbeiten unter der Erde. „Wir von der Kirchengemeinde gehen davon aus, dass der Kirchplatz zur Weihnachtszeit in einem festlichen Gewand erscheint“, fügt Badurczyk hoffnungsvoll hinzu.
Und auch Sascha Herud, Geschäftsführer und Bauleiter der Firma Beckmann zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf. Allerdings hoffe er, dass nichts Außergewöhnliches mehr dazwischenkomme. „Unsere Arbeiten sind zwar abhängig von den angrenzenden Bauabschnitten, aber wir geben alles, damit wir pünktlich zum Weihnachtsfest fertig sind“.
Das Schicksal der Stute Bahila berührt die Menschen und beschäftigt Kripo und Staatsanwaltschaft. Keine Diebstähle von Pferden im Kreis Borken polizeilich bekannt
Eine Gedenktafel hängt seit gestern am Zaun der Weide an der Borkener Straße in Holsterhausen, wo in der Nacht von Freitag auf Samstag die Stute Bahila auf grausame Art und Weise getötet wurde: R. i. P. Bahila – gutes Mädchen. Lebe wohl.
R. i. P. Bahila – gutes Mädchen. Lebe wohl.
Wie bereits berichtet, wurde am vergangenen Samstag die Stute Bahila der Familie Büning auf der Weide an der Borkener Straße in Holsterhausen auf bestialisch Weise zu Tode gequält.
Laut Polizeibericht wurde im Rahmen der Nachschau nicht nur der Tod des Tieres, sondern die Formen übelster Tierquälerei festgestellt. Die Stute wurde offensichtlich im Bereich des Unterbauches komplett aufgeschnitten.Neben weiteren Schnittverletzungen wurde der Stute unter anderem ein Ohr abgeschnitten. Hierbei handelte es sich laut Polizei um eine Form übelster Tierquälerei.
Es gebe noch keine Hinweise auf den/die, sagt der Polizeisprecher Andreas Lesch heute auf Anfrage.
Auch was die Spekulationen anbelange, dass es sich hierbei um eine mysteriöse Internet-Challenge handeln soll, kann Michael Lesch nicht bestätigen. „Uns sind solche Fälle bekannt, aber wir beteiligen uns aber nicht an Spekulationen dieser Art“, so Lesch. Erneut sei gestern die Kriminalpolizei vor Ort gewesen, um weitere Spuren zu sichern.
Mittlerweile hat die Staatsanwalt Essen den Fall übernommen. Einen neuen Hinweis auf die Täter sowie über den aktuellen Sachstand gebe es auch hier laut Oberstaatsanwältin Anette Milk noch nicht.
Die Besitzer und die Polizei hoffen auf Zeugenhinweise auf die Täter vonseiten der Bevölkerung unter Telefon 0800 2361 111.
Keine Diebstähle von Pferden polizeilich bekannt
Aktuell gehen derzeit auch bei der Kripo in Borken zahlreiche Anrufe besorgter Pferdehalter ein.
Der Anlass: In der Öffentlichkeit halten sich nach wie vor Diskussionen über die Frage, ob im Kreisgebiet und speziell in Borken Pferde gestohlen worden sind. Ausgelöst hatte dies ein Vorfall, bei dem sich nach einigen Tagen der Verbleib des Tieres hatte aufklären lassen.
Die Polizei geht in diesem Fall nicht von einem Diebstahl aus. Darüber hinaus sind in den vergangenen Wochen keinerlei Anzeigen eingegangen, die auf irgendwelche Fälle von Pferdediebstahl schließen ließen, stellt die Kreispolizeibehörde Borken klar.
Darüber hinaus gilt selbstverständlich stets: Wer konkret entsprechende verdächtige Beobachtungen macht, sollte sich in keinem Fall scheuen, sich mit der Polizei schnellstmöglich in Verbindung zu setzen.
Selbsthilfegruppe Cochlea Implantat Selbsthilfegruppe Ruhrgebiet Nord trifft sich im Lukaszentrum
Raesfeld. Schwerhörigkeit – ein Problem im Alltag. Für diejenigen, die betroffen sind. Nicht für den Gesunden. Und doch beginnt genau hier die Problematik zwischen Verstehen und Nicht-Verstehen. Zwischen Betroffenen, Angehörigen und Bekannten.In der Cochlea-Gruppe treffen sich Betroffene.
Für „Guthörende“ ist Schwerhörigkeit zunächst unsichtbar und unhörbar. Nach wie vor ist die Annahme weit verbreitet, dass lautes Sprechen oder gar Schreien schwerhörigen Menschen ein normales Hören und Verstehen ermöglichen würde.
Langsam, deutlich und ruhig sprechen
Genau das Gegenteil ist der Fall: „Die Probleme sind bei jedem von uns individuell. Ich persönlich kann jemanden nur schwer verstehen, wenn er laut und schnell spricht“, erklärt Mechthild Lienemann von der Cochlea-Gruppe. Besser sei es, langsam, deutlich und ruhig zu sprechen und den Gesprächspartner gut sehen zu können.
Lienemann ist eine von 13 Teilnehmern der Selbsthilfegruppe Cochlea Implantat Selbsthilfegruppe Ruhrgebiet Nord. Erstmals nach Corona traf sich diese kürzlich im Lukaszentrum in Raesfeld. Betroffene der Gruppe haben ein Cochlea-Implantat im Ohr – oder zumindest die Überlegung im Kopf, ob es sinnvoll ist. Das Implantat ist eine Hörprothese. Sie ist für Menschen gedacht, die an Taubheit grenzend, schwerhörig oder gehörlos sind. Sie haben kaum oder keinen Nutzen von normalen Hörgeräten.
Cochlea-Gruppe trifft sich in Raesfeld
Für Betroffene ist die Maske eine höhere Hürde, um Gespräche besser zu verstehen: „Für Hörbehinderte ist es einfacher, das Gegenüber zu sehen. Wir sind immer auf das Mundbild angewiesen“, erklärt Ingolf Köhler, Leiter der Gruppe.
Er war zunächst auf einem Ohr taub. Dann begannen die Schwierigkeiten auf dem anderen Ohr. Auf einer medizinischen Hochschule wurde geklärt, ob das Implantat für ihn infrage kommt. „Der Hörnerv selbst muss dafür noch funktionieren“, erklärt er. „Die Technik ist sehr raffiniert und hat Vorteile. Vieles wird gedämpft“. Dennoch filtert das Implantat nicht alle Störgeräusche im Alltag.
Cochlea-Implantat kann helfen
Laute Nebengeräusche wie Autorauschen machen ein Verstehen schwieriger. „Manche Kollegen denken: Mit dem CI hört er wieder so gut.“, meint Köhler weiter. „Man hört noch nicht richtig gut. Mit dem Implantat wird man nicht guthörend“.
Aber: Dank des speziellen Implantats können sie Gespräche besser verstehen. Unter anderem war eine Großmutter für ihre Enkelin zur Selbsthilfegruppe gekommen. Sie wollte sich schlau machen, ob das Implantat für Kleinkinder infrage kommt. „Für kleine, taube Kinder ist der Einsatz von Cochlea-Implantaten sehr wichtig.“, erklärt der Leiter. Immerhin könne sich die Sprache nicht richtig entwickeln, wenn das Kind taub ist.
Aufgrund dessen blieben Betroffene in der Vergangenheit oft taubstumm. „Mit dem Implantat können sie sich fast normal entwickeln. Normal genug, um die Sprache zu hören und somit zu lernen“. So verbessert sich ihre Situation für das ganze Leben.
Cochlea-Gruppe existiert seit 2002
Einst hat Elvira Mager die Gruppe 2002 ins Leben gerufen. Die Cochlea-Implantat-SHG fühlt sich im Lukaszentrum gut aufgehoben. Hier haben sie – anders als in Gaststätten – eine ruhige Atmosphäre, in der die Kommunikation ohne „Störgeräusche“ möglich ist. Die Gruppe richtet sich an Betroffene und die Öffentlichkeit.
So leistet die Gruppe einen wertvollen Beitrag für das gegenseitige Verstehen, „Hörverstehen“ und für Kommunikation in der Gesellschaft. Mittlerweile wird die Gruppe von Ingolf Köhler geleitet. Wer selbst über ein Cochlea-Implantat nachdenkt, ist in der Gruppe herzlich willkommen. Kontakt: Ingolf Köhler: Tel.: 0281/ 61541. Weitere Infos auch unter www.ci-shg-ruhrgebiet-nord.de