„Es war nicht einfach, einen Sieger heute zu ermitteln. Alle Hunde sind gut gelaufen“, sagte Obmann Hubert Hüging bei der Preisvergabe.

RAESFELD. Am Samstag fand auf dem Hof von Hegeringleiter Bernhard Bölker der alljährliche Hundetag in Raesfeld statt. Von dort aus zogen die Hundeführer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern hinaus in den Wald und aufs Feld aus.

Geprüft wurden Fächer wie Federwild-Schleppe, verlorene Suche im Feld, tote Ente aus dem Wasser holen, Standtreiben, was die Treibjagd symbolisierte, sowie der allgemeine Gehorsam. „Das Wichtigste für mich jedoch ist das Gesamtbild vom Zusammenwirken zwischen Mensch und Hund. Ein Hund ist keine Maschine, und deshalb sehe ich es gerne, wenn das Gespann freudig zusammenarbeitet“, so Hüging.

Bedingt durch Corona wurde der Kreis klein gehalten. Elf Gespanne nahmen teil.

Der erste Preis ging an Peter Brüninghoff vom Hegering Heiden mit Hund Tommy von Flörbach. Stephanie Hufe vom Hegering Raesfeld und ihr Tim Henderick Team Williams belegte den zweiten Platz und erhielten den Wanderpreis. Den dritten Platz belegte Bernd Sippekamp mit Hund Bruno aus Hamminkeln.

Hegering-Raesfeld

Hasenkrankheiten eindämmen

Für die Jagd auf Niederwild wie Hasen und Fasane bedarf es gut ausgebildeter Jagdhunde. Hier gelte laut Bölker der Grundsatz: „Jagen ohne Hund ist Schund.“ In diesem Jahr müsse besonders bei den Hasen eine gewisse Menge der Natur entnommen werden.

Dies sei wichtig, um neue Virus- und die typischen Hasenkrankheiten rechtzeitig einzudämmen. Auffällig sei laut Bernhard Bölker, dass in diesem Jahr deutlich mehr Füchse beobachtet werden.

Viele Füchse und Mäuse

Dazu beigetragen haben die trockenen Sommermonate. „In der Regel überleben Jungfüchse, sobald sie auf sich selber bei der Nahrungssuche gestellt sind, nur zu 50 Prozent. Durch die Trockenheit gibt es jedoch in den letzten Jahren Mäuse ohne Ende, sodass fast jeder junge Fuchs kein Hunger erleiden musste und überlebt hat“, so Bölker. Wildschweine seien hingegen erstaunlich wenig zu beobachten. Der Grund dafür sei nicht erklärbar, fügt Bölker hinzu. Beim Rotwild sei die Anzahl unverändert.

Petra Bosse

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