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Zeit wird knapp – drei Geschenkideen mit persönlicher Note

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Die Feiertage rücken immer näher und der Geschenkestress geht in die finale Runde. Wer noch das ein oder andere Geschenk sucht, und auch gerne kreativ unterwegs ist, der findet hier ein paar Anregungen.

1. Selbstgemachtes Badesalz

Ein Muss für jedes entspannende Bad: ein gut duftendes Badesalz. Dies kann man natürlich auch in jedem Drogeriemarkt kaufen. Jedoch ist die Herstellung so simpel, dass man es auch sehr gut selber herstellen und verschenken kann! Für ein großes Schraubglas benötigt man zwei Tassen Meersalz (hier bietet sich Totes-Meer-Badesalz an), 2 EL Natron, 15 Tropfen ätherisches Öl, 1 EL Pflanzenöl, und optional getrocknete Blütenblätter für die Optik.

Weihnachtsgeschenk

Die eine Hälfte des Salzes wird mit einem Mörser zerkleinert. Das fein gemörserte Salz wird anschließend mit dem groben Salz zusammen in das Schraubglas gefüllt und vermischt. Nun wird das Pflanzenöl hinzugefügt. Zum Schluss kommt das ätherische Öl dazu. Welches hier verwendet wird, hängt davon ab, was das Badesalz bewirken soll. Zum Entspannen eignet sich am besten 10 Tropfen Lavendel gemischt mit 5 Tropfen Bergamotte. Wer die Nase freibekommen möchte, nutzt am besten 5 Tropfen Eukalyptus und 10 Tropfen Minze. Wer sich hingegen ein erfrischendes und belebendes Bad gönnen möchte, der setzt auf jeweils 5 Tropfen Zeder, Orange und Nelke. Ist das ätherische Öl hinzugefügt, wird das Glas fest verschlossen und der Inhalt kräftig geschüttelt, damit sich alles gut vermengt. Nun muss das Salz-Öl Gemisch über Nacht ruhen, damit sich die Aromen mit dem Salz verbinden können. Am nächsten Tag kommen die trockenen Zutaten, wie Natron und die Blütenblätter hinzu, und wieder wird alles durch kräftiges Schütteln gut vermischt. Und schon ist das Badesalz fertig zum Verschenken!

2. Bruchschokolade

Eines der beliebtesten Geschenke zu Weihnachten: Schokolade. Sie schmeckt nahezu jedem und ist in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Wie wäre es aber mal mit einer selbstgestalteten Rudolf-Schokolade? Hierzu benötigt man mehrere Tafeln Schokolade in Zartbitter, Vollmilch, und weißer Schokolade, ein paar kleine Salzbrezel, und rote und weiße Kügelchen (z.B. Smarties).

Die Schokoladentafeln werden nebeneinander auf ein Backblech gelegt. Dabei ist es wichtig, dass die Farben gemischt sind. Dann werden die Tafeln bei 70 Grad in den Backofen gestellt, bis die Schokolade geschmolzen ist. Anschließend nimmt man sich einen Zahnstocher und vermischt die verschiedenen Schokoladen so miteinander, dass ein Muster entsteht. Ist man zufrieden mit dem Muster, kann mit dem Verzieren begonnen werden. Die Salzbrezeln werden vorsichtig in zwei Hälften geteilt und dienen als Geweih. Darunter kommen zwei weiße Kügelchen für die Augen und eine rote Kugel für die rote Nase. Das wird so lange wiederholt, bis genügend Gesichter auf der Schokolade sind. Wer will, kann noch zusätzlich Streusel oder anderes Verziermaterial hinzufügen. Nun muss die Schokolade komplett aushärten, am besten über Nacht im Kühlschrank. Ist sie komplett fest geworden, kann sie in kleine Stücke gebrochen werden, die man dann verschenken kann. Eine schöne Alternative zu der Standardschokolade aus dem Supermarkt!

3. Kreuzworträtsel

Die letzte Geschenkidee kostet quasi gar nichts. Man benötigt lediglich ein großes Blatt Papier, einen Stift, und etwas Wissen über die zu beschenkende Person. Es geht um das beliebte Kreuzworträtsel! Das kann man super selber machen und mit individuellen Fragen gestalten. Vor allem für Rätselfreunde ein ideales Geschenk!

Zuerst schreibt man sich 10 bis 15 Fragen und deren Antworten über das gewünschte Thema auf. Das kann zum Beispiel die Lieblingsserie des Beschenkten sein, das Lieblingsbuch, oder aber persönliche Fragen über die zusammen verbrachten Jahre. Dann fängt man an, auf einem Schmierblatt die Antworten so anzuordnen, dass sich gleiche Buchstaben immer wieder überschneiden und eine Kreuzworträtseloptik entsteht. Hier kann es etwas dauern, die beste Anordnung herauszufinden. Kleiner Tipp: am besten fängt man mittig mit der längsten Antwort an. Die kürzeren Wörter können daran anknüpfen. Optional kann man sich auch ein Lösungswort überlegen, welches man mit den vorhandenen Buchstaben legen kann. Ist das ideale Muster gefunden und jede Antwort untergebracht, zeichnet man die leeren Kästchen für die einzelnen Antworten auf das Blatt Papier. Nun müssen nur noch die Fragen auf dem Papier ergänzt werden und fertig ist das individuelle Kreuzworträtsel!

Neue Klimabäume in der Gemeinde Raesfeld

Gemeinde Raesfeld und Westenergie pflanzen zehn Klimabäume

Partner fördern gemeinsam Ausbau der grünen Infrastruktur

(pd). Energieunternehmen startet Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen

Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“

Westenergie und die Gemeinde Raesfeld haben gemeinsam zehn klimaresistente Bäume gepflanzt. Bernd Roters und Bernhard Kösters vom Bauamt der Gemeinde Raesfeld sowie Westenergie Kommunalmanagerin Laura Tepaße trafen sich heute am Erkornsloh zum symbolischen letzten Spatenstich. Die Pflanzung ist Teil der Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“, die sich über das gesamte Versorgungsgebiet der Westenergie in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen erstreckt.

Westenergie-Klimabäume-in-Erle
Trafen sich an einem der Raesfelder Klimabäume (v.l.n.r.): Corinna von Oer (Westenergie), Bernd Roters (Bauamtsleiter Gemeinde Raesfeld) und Berndhard Kösters (Gemeinde Raesfeld).

Die Bäume verschönern das Stadtbild und sorgen insbesondere für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität. Als Baumart hat die Gemeinde Hopfen- und Hainbuchen sowie Linden ausgewählt. Die verwendeten Baumarten gelten nach derzeitigem Forschungsstand als besonders stressresistent und sind damit künftigen klimatischen Veränderungen gewachsen.

Laura Tepaße, Kommunalmanagerin bei Westenergie, betont: „Gemeinsam mit unseren Partnerkommunen wollen wir den Ausbau einer grünen Infrastruktur und die Erreichung der Klimaziele vorantreiben. Die nachhaltige Pflanzung von Klimabäumen ist ein wichtiger Beitrag dazu.“

Westenergie hat die Aktion „1.000 Klimabäume für unsere Kommunen“ im Sommer gestartet und Städte und Kommunen dazu aufgerufen, ihr Interesse an einer Teilnahme zu bekunden und damit bis zu zehn der besonderen Bäume erhalten zu können. 125 positive Antworten gingen schließlich ein. Um gemeinsam den ersten Geburtstag von Westenergie zu feiern, hat sich das Unternehmen entschieden, allen 125 Städten und Kommunen Klimabäume zukommen zu lassen. Insgesamt pflanzt das Energieunternehmen in den nächsten Wochen mit den Partnerkommunen somit 1.250 Klimabäume ein.

Buntes Spektakel der Landwirte in Raesfeld und Erle

Ein Funken Hoffnung – Landwirte rollten mit bunt geschmückten Fahrzeugen bei der Lichterfahrt 2021 am Freitag durch Raesfeld und Erle.

Der „Funken der Hoffnung“ hat gezündet. Durch die Lichterfahrt durch die Gemeinde ist dieser auch in den Herzen vieler Menschen angekommen.

Funken-Hoffnung-Landwirte-2021

Ohne Bauern geht es nicht

Gegen 17.30 Uhr versammelten sich die bunten und weihnachtlich geschmückten Trecker an der ARGI V Raiffeisen e. G. in Raesfeld. Rund 50 Fahrzeuge mit Engeln und Nikoläusen hatten sich für die diesjährige Lichterfahrt angemeldete. Die Aktion der Landwirte hatte hier schon das erste Publikum angelockt, bevor es im Korso durch die Gemeinde ging. Sie nahmen an der bundesweiten Aktion „Ein Funken Hoffnung“ teil, die auch schon im vergangenen Jahr stattfand.

Demo-Landwirte-Raesfeld-Funken-Hoffnung

In diesem Jahr haben sich die Bauern aus Raesfeld und Erle noch mehr ausgedacht und in liebevoller Kleinarbeit ihre Schlepper zu leuchtenden Gefährten umgewandelt, um in schwierigen Zeiten ein wenig Freude zu schenken.

Die landesweite Aktion der Lichterfahrten hatte am zweiten Adventswochenende begonnen. Die Lichterfahrten sollen nicht nur für strahlende Augen sorgen, sondern „auch ein wenig nachdenklich machen“. 

Landwirte-Erle-und-Raeseld-Funken-Hoffnung
Fotos: Melanie Unnebrink

Kreispolizei gelingt großer Schlag gegen falsche Polizisten

Schlag gegen Betrügerring /Durchsuchungen und Festnahmen. Betrügerische Anrufe zum Nachteil der Senioren werden aus einem Callcenter in der Türkei geführt.

Bei den BetrügerInnen handelt es sich um Bocholter im Alter von 18, 20, 25, 32, 44 und 47 Jahren, drei Bocholterinnen im Alter von 26, 27 und 37 Jahren, sowie eine 29-Jährige und einen 33-Jährigen aus Monheim.

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht über die dreisten Betrüger berichtet wird, die sich am Telefon als Polizisten vorstellen und nur eines im Sinn haben – ihre Opfer, zumeist Seniorinnen und Senioren, um deren Geld zu bringen.

Sechsköpfige Ermittlungskommission Kreispolizeibehörde

Eine eigens eingerichtete sechsköpfige Ermittlungskommission der Kreispolizeibehörde Borken konnte laut Pressemitteilung der Polizei und der Staatsanwaltschaft in den vergangenen Tagen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Münster mehrere Personen festnehmen. Sie stehen im dringenden Verdacht, als Boten Teil des Betrügerrings gewesen zu sein.

Die monatelangen intensiven Ermittlungen gegen zehn Personen aus Bocholt und Monheim am Rhein hatten den Tatverdacht so erhärtet, dass auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erlassen wurden.

Zahlreiche Beweismittel

Die Beschlüsse wurden in den vergangenen Tagen durch die Ermittlungskommission umgesetzt. Dabei wurden sie von weiteren Kriminalbeamten aus Borken und Bocholt unterstützt. Acht Wohnungen in Bocholt und eine Wohnung in Monheim am Rhein wurden durchsucht. Die Ermittler stellten zahlreiche Beweismittel sicher, unter anderem Schmuck, Bargeld in vierstelliger Höhe und Mobiltelefone.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand werden die betrügerischen Anrufe zum Nachteil der Senioren aus einem Callcenter in der Türkei geführt. Von dort werden „Abholer“ zu den Wohnanschriften der Opfer geschickt, sobald diese überzeugt werden konnten, dass ihre Wertsachen zuhause nicht sicher sind und dringend an angebliche Polizeibeamte übergeben werden müssen.

Kurierfahrer

Teilweise handelt es sich bei den Abholern um ahnungslose Personen, die sich über Internetportale auf eine Stelle als Kurierfahrer bewerben und gutgläubig die Wertgegenstände bei den Senioren abholen.

Bei den meisten der nun Beschuldigten besteht aber der Verdacht, dass sie unmittelbaren Kontakt mit dem türkischen Callcenter unterhielten und sich nicht nur um Geldabholungen vor Ort bei den Senioren, sondern auch um den Einsatz erbeuteter EC-Karten an Geldautomaten, um den Verkauf von Gold und Schmuck und um den Geldtransfer in die Türkei kümmerten.

Heftige Gegenwehr mit Faustschlag ins Gesicht

Es handelt sich um Bocholter im Alter von 18, 20, 25, 32, 44 und 47 Jahren, drei Bocholterinnen im Alter von 26, 27 und 37 Jahren, sowie eine 29-Jährige und einen 33-Jährigen aus Monheim.

Der 25-jährige aus Bocholt leistete zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater bei der Durchsuchung erheblichen Widerstand und schlug einem der Beamten mit der Faust ins Gesicht. Dazu wurde ein gesondertes Strafverfahren eingeleitet.

Haftbefehl

Die Tatverdächtigen sind teilweise geständig. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster wurden die 26- und 27-jährigen Bocholterinnen und zwei Bocholter im Alter von 25 und 47 Jahren dem Haftrichter vorgeführt. Es erging in allen vier Fällen ein Haftbefehl. Die Personen befinden sich inzwischen in
Justizvollzugsanstalten.

16 Taten

Der Vorwurf lautet gewerbs- und bandenmäßiger Betrug. Dabei handelt es sich um einen Verbrechenstatbestand, der mit Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bis zu zehn Jahren unter Strafe gestellt ist. Konkret werden den Inhaftierten bislang 16 Taten mit einer Gesamtschadenssumme in einer Höhe von ca. 96.000 Euro vorgeworfen.

Die Ermittlungen dauern an, da der Verdacht besteht, dass weitaus mehr Taten (ca. 200) mit einer Gesamtschadenshöhe von ca. 275.000 Euro auf das Konto der Bande gehen. Die örtlichen Schwerpunkte der Taten lagen im Großraum Bocholt aber auch im Ruhrgebiet. Glücklicherweise fielen die meisten Geschädigten nicht auf die Masche herein, so dass es überwiegend bei Betrugsversuchen blieb.

Perfide Vorgehensweisen

Die Täter gingen teilweise äußerst perfide vor. Beispielsweise wurde eine 95-jährige Seniorin von einer der Beschuldigten mit einem Pkw zu deren Hausbank gefahren, um dort vermutetes Bargeld erlangen zu können. Der Versuch misslang letztlich.

Unter dem Vorwand, dass in der Nachbarschaft Straftaten verübt worden seien, wurden einige Senioren über Tage massiv unter Druck gesetzt. Sie wurden gezielt angewiesen, sich niemandem anzuvertrauen, um die angeblichen polizeilichen Ermittlungen nicht zu gefährden. Diese Zeit nutzten die Täter, um das jeweilige EC-Karten-Tageslimit über längere Zeit auszuschöpfen.

Der Großteil der Beute wurde durch die Bande in die Türkei transferiert. Die Ermittlungen zu den in der Türkei handelnden Tätern dauern an.

Zusatz: Die Kreispolizeibehörde Borken hat einen Podcast zu dem Kriminalitätsphänomen mit vielen Informationen und Präventionstipps veröffentlicht.
https://borken.polizei.nrw/podcast/polborcast/vorsicht-falsche-polizistin

Schulamt für den Kreis Borken wieder vollzählig

Drei neue Schulaufsichtsbeamtinnen verstärken seit diesem Jahr das Team
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster begrüßte die neuen Kolleginnen bei einer Schulaufsichtskonferenz im Borkener Kreishaus

Kreis Borken (pd). Drei neue Schulaufsichtsbeamtinnen haben im Jahr 2021 ihren Dienst im Schulamt für den Kreis Borken angetreten: Beate Balzer startete im April, Regina Harbig im September und Inga Tenspolde schließlich im November. Damit ist das Schulamt für den Kreis Borken seit etlichen Jahren erstmals wieder planmäßig mit Schulaufsichtbeamtinnen und -beamten vollzählig besetzt.

An der Schulaufsichtskonferenz im Borkener Kreishaus nahmen teil (vorne v. li.): Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Inga Tenspolde, Beate Balzer, Regina Harbig, (hinten v. li.) Elisabeth Büning (Leiterin des Fachbereich Bildung, Schule, Kultur und Sport), Michael Ballmann, Ulrike Elkemann und Jürgen Geuting.
An der Schulaufsichtskonferenz im Borkener Kreishaus nahmen teil (vorne v. li.): Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Inga Tenspolde, Beate Balzer, Regina Harbig, (hinten v. li.) Elisabeth Büning (Leiterin des Fachbereich Bildung, Schule, Kultur und Sport), Michael Ballmann, Ulrike Elkemann und Jürgen Geuting.

„Ich freue mich sehr, dass wir nun wieder ein schlagkräftiges Team im Schulamt haben“, erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster bei der kürzlichen Schulaufsichtskonferenz im Borkener Kreishaus. „Das ist insbesondere auch im Hinblick auf die coronabedingt zusätzlichen Belastungen in den Schulen wichtig und hilfreich.“
Das Team des Schulamtes für den Kreis Borken verstärken seit diesem Jahr:

Beate Balzer: seit April Schulaufsichtsbeamtin für Grundschulen in Bocholt, Isselburg und Rhede; zuvor Schulleiterin an der Ludgerischule in Billerbeck
Regina Harbig: seit September Schulaufsichtsbeamtin für Grundschulen in Ahaus, Gronau, Heek, Legden, Schöppingen und Stadtlohn; zuvor Schulleiterin an der Laurentiusschule in Coesfeld
Inga Tenspolde: seit November Schulaufsichtsbeamtin für Grundschulen in Borken, Gescher, Heiden, Raesfeld, Reken, Südlohn, Velen und Vreden; zuvor Schulleiterin an der Burgschule in Ahaus-Ottenstein.

Das Team des Schulamtes vervollständigen Michael Ballmann als Schulaufsichtsbeamter für Hauptschulen und Ulrike Elkemann als Schulaufsichtsbeamtin für Förderschulen.

Raesfelder Kreisverkehr am Südring wird sicherer

Bauarbeiten am Kreisverkehr Südring in Raesfeld gestartet. Die Verkehrssicherheit, insbesondere für Kinder und Schüler, war Thema im Bau- und Umweltausschuss Juni 2021.

Raesfeld (pd). Der Kreisverkehr Südring/Truvenne/Linnenweg soll durch eine bessere Beleuchtung und durch Querungshilfen vor allem für Fußgänger sicherer werden. Dafür investiert die Gemeinde rund 50.000 Euro.

„Dieser Kreisverkehr ist bisher vor allem für Kinder etwas unübersichtlich. Wir wollen mit dieser Baumaßnahme den Weg zur Schule oder zum Kindergarten sicherer machen“, sagt Bürgermeister Martin Tesing.

Fußübergänge werden zurückgebaut

In der letzten Woche starteten die entsprechenden Bauarbeiten. Derzeit werden die alten Fußübergänge zurück gebaut und neu angelegt. In einem weiteren Schritt werden insgesamt 12 Lampen installiert, die für eine bessere Ausleuchtung des gesamten Bereichs sorgen.

An den vier neuen Fußübergängen werden jeweils zwei Straßenlampen aufgestellt. Weitere vier Straßenlampen leuchten den gesamten Bereich des Kreisverkehrs besser aus. Als letztes werden, soweit die Witterung mitspielt, Mitte Februar die vier Zebrastreifen markiert.

Heiligabend für Jeden im Jugendhaus Erle

Heiligabend im Jugendhaus ist ein Herzensprojekt von Tanja Regmann und Sarah Klenner

Auch in diesem Jahr lädt das Jugendhaus Erle wieder Menschen an Heiligabend dazu ein, nicht allein Weihnachten verbringen zu müssen.

Erle (pd). Das Herzensprojekt von Tanja Regmann und Sarah Klenner findet zum wiederholten Male statt. Damit setzen sie ein Zeichen gegen soziale Ausgrenzung und Einsamkeit, was besonders in diesen Zeiten ein sensibles Thema ist.

Die Initiatorinnen laden am 24.12.2021 ab 18.00 Uhr in die Silvesterstr. 20 in Raesfeld-Erle ein. Es wird ein vielfältiges veganes Festtagsmenü geben. Abgerundet wird der Abend mit einer kleinen Tombola und einem zwanglosen, gemütlichen Beisammensein. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann gerne Geldspenden und neuwertige Sachspenden für die Tombola im Jugendhaus zu den angegebenen Öffnungszeiten abgeben. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet unter der 2G+ Reglung statt. Ein tagesaktueller, offizieller Corona-Testnachweis wird für die Teilnahme benötigt.

Vorherige Anmeldungen sind wünschenswert, bitte per Telefon oder per E-Mail.

Tel.: 02865/4399773, Montag bis Donnerstag von 14.00 bis 20.00 Uhr. Oder per E-Mail: [email protected]

Corona-Pandemie führt zu Übersterblichkeit in Deutschland

39 758 Menschen verstarben im Jahr 2020 an Covid-19. Das Statistisches Bundesamt legte am 9.12. 2021 eine Sonderauswertung zu den Sterbefallzahlen der Jahre 2020/2021 vor.

Insgesamt 39 758 Menschen starben an COVID-19 als Grundleiden – 8 102 Menschen mit COVID-19 als Begleiterkrankung. Die Corona-Pandemie hat sich im Jahr 2020 ab Ende März erstmals auf die Entwicklung der Sterbe­fallzahlen ausgewirkt.

WIESBADEN – Die Corona-Wellen haben in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt. Zu diesem Befund kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer Auswertung der Sterbefallstatistik im bisherigen Pandemieverlauf.

  • Von März 2020 bis Februar 2021 starben fast 71 000 Menschen mehr als in den zwölf Monaten davor.
  • Bei den insgesamt 47 860 Verstorbenen im Jahr 2020 verstarben 39 758 Menschen an COVID-19 als Grundleiden und
    8 102 Menschen mit COVID-19 als Begleiterkrankung.
  • Rund 176 000 Personen waren im Jahr 2020 mit oder wegen COVID-19 im Krankenhaus, rund 36 900 mussten intensivmedizinisch versorgt werden.

Pandemie führt zu einer Übersterblichkeit in Deutschland

Das führt auch zu erhöhten Sterbefallzahlen im gesamten bisherigen Zeitraum der Pandemie. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre. Der Anstieg der Sterbefallzahlen ist nicht allein durch die Alterung der Bevölkerung erklärbar, sondern maßgeblich durch die Pandemie beeinflusst“, sagte Christoph Unger, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes, am 9. Dezember 2021 bei einer Pressekonferenz in Wiesbaden.

Eine erhöhte Sterblichkeit zeigt sich sowohl für die isolierte Betrachtung des Kalenderjahres 2020 als auch für die ersten zwölf Monate seit Pandemiebeginn von März 2020 bis Februar 2021. Insgesamt starben im Jahr 2020 bundesweit rund 985 600 Menschen. Das waren 5 % oder 46 000 Verstorbene mehr als im Jahr 2019.

Sterbefallzahlen Coronakrise 2020 bis 2021

71 000 Todesfälle mehr Todesfälle

Alleine aufgrund der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg der Sterbefallzahlen um etwa 2 % oder etwa 20 000 Fälle zu erwarten gewesen. In den ersten zwölf Monaten der Pandemie von März 2020 bis Februar 2021 starben 7,5 % oder fast 71 000 Menschen mehr als in den zwölf Monaten davor. 

Ab Februar 2021 lagen die Sterbefallzahlen aufgrund der nahezu ausgebliebenen Grippewelle im Winter 2020/2021 zunächst unter dem mittleren Wert der vier Vorjahre. Sie stiegen dann im Zuge der dritten Corona-Welle und schon größtenteils außerhalb der typischen Grippezeit wieder über den Vergleichswert.

Deutliche Übersterblichkeit seit September 2021

Eine deutliche Übersterblichkeit ist aktuell seit Anfang September 2021 zu beobachten. Dieser Anstieg hat vermutlich mehrere Gründe und lässt sich nur zum Teil – im Oktober 2021 nur zu ungefähr einem Drittel – mit den beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfällen erklären. In der zweiten Novemberwoche lagen die Sterbefallzahlen um 17 % oder etwa 3 100 Fälle über dem mittleren Wert der vier Vorjahre – beim RKI wurden bislang etwa 1 300 COVID-19-Todesfälle mit Sterbedatum in dieser Woche gemeldet – mit derzeit stark steigender Tendenz von Woche zu Woche. 

70 % der an COVID-19 Verstorbenen waren über 80 Jahre

Neu vorliegende Ergebnisse der Todesursachenstatistik geben erstmals Aufschluss über die Zahl der Verstorbenen, bei denen COVID-19 im Jahr 2020 als sogenannte Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung verzeichnet war.

Insgesamt starben 39 758 Menschen an COVID-19 als Grundleiden und 8 102 Menschen mit COVID-19 als Begleiterkrankung. Zusammen waren das 47 860 Verstorbene im Jahr 2020, bei denen COVID-19 entweder als Grundleiden die Haupttodesursache war (83 %) oder als Begleiterkrankung zum Tod beitrug (17 %). 70 % der an COVID-19 als Grundleiden verstorbenen Personen waren 80 Jahre oder älter. 

Die meist älteren an COVID-19 als Grundleiden verstorbenen Personen hatten vielfältige Vorerkrankungen. Am häufigsten waren dies Herzkrankheiten wie Hochdruckkrankheiten (Hypertonie) (21 % der Fälle) und Vorhofflimmern oder Vorhofflattern (10 %), aber auch Demenz (20 %), gefolgt von Niereninsuffizienz (16 %) und Diabetes mellitus (16 %). Dabei handelt es sich um sogenannte Volkskrankheiten, die einen großen Teil der Bevölkerung vor allem im höheren Alter betreffen. 

Statistik Alter von an Covid-19 verstorbene Menschen w/m ab März 2020

0 – 9 Jahre >/<64 Kinder
10 – 19 Jahre >/<62 Kinder/Jugendliche
20 – 29 Jahre > /<199 Personen
30 – 39 Jahre/366 Personen
40 – 49 Jahre/1 004 Personen
50 – 59 Jahre/3 889 Personen
60 – 69 Jahre/4 534 Personen
70 – 79 Jahre/20 327 Personen
80 – 89 Jahre /44 961 Personen
90 – plus Jahre/ 20 814 Personen

Krankenhaus-Fälle im Corona-Jahr 2020 auf niedrigstem Stand seit Mitte der 2000er Jahre

Die hohe Auslastung der Krankenhäuser durch COVID-19-Patientinnen und -Patienten, das Freihalten von Bettenkapazitäten für COVID-19-Behandlungsfälle sowie verschärfte Hygienekonzepte führten schon früh im Pandemieverlauf dazu, dass planbare Behandlungen und Operationen verschoben werden mussten. 

Dies zeigt sich in der Krankenhausstatistik: Im Jahr 2020 gab es in Deutschland fast 2,5 Millionen oder 13,1 % weniger Krankenhausbehandlungen als im Vorjahr. So niedrig waren die Fallzahlen zuletzt im Jahr 2006. Auch die Zahl der Operationen ging zurück: 2020 wurden in den deutschen Krankenhäusern 690 000 oder 9,7 % weniger Patientinnen und Patienten operiert als im Vorjahr – so wenige wie zuletzt im Jahr 2005. Basis der Auswertungen ist die Fallpauschalenbezogene Krankenhausstatistik (DRG-Statistik). 

Rund 176 000 Personen im Jahr 2020 mit oder wegen COVID-19 im Krankenhaus

Mit oder wegen COVID-19 wurden im Jahr 2020 rund 176 000 Patientinnen und Patienten stationär in den deutschen Krankenhäusern behandelt.
Rund 36 900 dieser Personen, also gut ein Fünftel (20,9 %), mussten intensivmedizinisch versorgt werden. 58,1 % oder rund 21 400 der intensivmedizinisch versorgten COVID-19-Patientinnen und -Patienten mussten künstlich beatmet werden.

Ihre durchschnittliche Beatmungsdauer lag bei 254 Stunden, also bei fast 11 Tagen. Mit rund 31 600 Personen ist mehr als jede sechste (17,9 %) mit oder wegen COVID-19 behandelte Person im Krankenhaus verstorben. Ihr Durchschnittsalter lag bei 80,3 Jahren. 

Infektionsgeschehen im Kreis Borken – Rückgang der Neuinfektionen

Rückblick auf das Infektionsgeschehen im Kreis Borken vom 6. bis zum 12. Dezember 2021:
836 gemeldete Neuinfektionen in dem Zeitraum – Vorwoche: 1.053

Kreis Borken (pd). 836 (Vorwoche:1.053) gemeldete Neuinfektionen gab es vom 6. bis zum 12. Dezember 2021 im Kreis Borken. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen nach einigen Wochen erstmals wieder rückläufig. Das entspricht auch dem Trend auf Bundes- und Landesebene.

In der vergangenen Woche zeichnete sich bereits die Tendenz ab, dass sich die zuletzt über mehrere Wochen festzustellende hohe Dynamik des Infektionsanstiegs zumindest abflacht. Wie das aktuell nachlassende Infektionsgeschehen durch ein verstärktes Auftreten der Omikron-Variante beeinflusst wird, verfolgt das Kreisgesundheitsamt Borken aufmerksam.

Maßgeblich werde es auf eine weitere Erhöhung der Grund- und Auffrischungsimpfungen ankommen, heißt es dazu aus dem Kreishaus.
Lag die „7-Tage-Inzidenz“ am 6. Dezember 2021 bei 259,9, so ging sie bis zum 12. Dezember 2021 auf 225,4 zurück (Stand 15.12.2021, 24 Uhr: 198,7). Nach den Erkenntnissen des Gesundheitsamtes zieht sich das Infektionsgeschehen weiterhin quer durch die gesamte Gesellschaft. Es ist wie in den Wochen zuvor vor allem durch eine Vielzahl von Einzelinfektionen und nicht durch Ausbruchsgeschehen geprägt.

Infektionsquellen sind laut Kontaktnachverfolgung des Kreises:

  • Arbeitsplatz: 47 Fälle; 5,6 Prozent (Vorwoche: 77 Fälle; 7,3 Prozent)
  • Haushalt / Privat: 421 Fälle; 50,4 Prozent (Vorwoche: 499 Fälle; 47,4 Prozent)
  • Reise: 3 Fälle; 0,3 Prozent (Vorwoche: 2 Fälle; 0,2 Prozent)
  • Einrichtungen: 6 Fälle; 0,7 Prozent (Vorwoche: 10 Fälle; 0,9 Prozent)
  • Schule/Kita: 61 Fälle; 7,4 Prozent (Vorwoche: 67 Fälle; 6,4 Prozent)

In 298 Fällen (35,6 Prozent) konnte die Ursache nicht ermittelt werden (Vorwoche: 398 Fälle; 37,8 Prozent). Die meisten Infektionen finden also im häuslichen und privaten Umfeld statt.

Weniger Neuinfektionen in Krankenhäuser

In der zurückliegenden Woche ist es nur zu wenigen Neuinfektionen in Krankenhäusern gekommen. In den Einrichtungen ist das Geschehen weiter rückläufig. In einer Einrichtung der Eingliederungshilfe im Nordkreis hat sich das Geschehen beruhigt. Es sind keine weiteren Infektionen aufgetreten.
Zusammenhänge aus Feierlichkeiten waren nicht festzustellen. Das Gesundheitsamt bittet an dieser Stelle dennoch um besondere Umsicht bei Festvitäten.

Die Amtsärzte raten: „Bei Symptomen lieber noch einmal einen Schnelltest machen, auch wenn man vollständig immunisiert ist, denn jede Infektion führt schnell zu Folgeinfektionen innerhalb der häuslichen Gemeinschaft!“

Schule und Kitas

Das Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit Schule ist unverändert. Es bleibt weiterhin von vielen Einzelinfektionen geprägt. Das im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht geänderte „Quarantäne-Regime“ in Schulen – nur die Indexperson kommt in Quarantäne – hat das Infektionsgeschehen nicht nachteilig verändert.
Die Zahl der betroffenen Kindertageseinrichtungen ist rückläufig. Derzeit gibt es Einzelfälle in 22 Einrichtungen. Die betroffenen Gruppen werden über einen Zeitraum von zwei Wochen regelmäßig getestet. Folgeinfektionen sind hier die Ausnahme.

Impfstatus und Altersstruktur:

Von den 836 (Vorwoche: 1.053) Neuinfizierten waren 471 (Vorwoche: 666) Fälle vollständig geimpft. Dies entspricht einer Quote von rd. 56 Prozent (Vorwoche: 63 Prozent). Der Anteil vollständig immunisierter Personen an den Neuinfektionen ist somit leicht gesunken. Wichtig ist dem Kreisgesundheitsamt der Hinweis, dass die Geimpften deutlich mildere Krankheitsverläufe erleben und eine Auffrischimpfung (Boosterimpfung) die Schutzwirkung vor einer Infektion ebenfalls deutlich erhöht.

Klar ist aber auch, dass Geimpfte weiterhin aufgerufen sind, die geltenden Schutzregeln zu beachten und auftretende Krankheitssymptome kurzfristig abklären zu lassen.

Altersgruppe der Neuinfektionen

  • In der Altersgruppe 0 – 4 Jahre gab es 12 Neuinfektionen, in der Altersgruppe 5 – 12 Jahre 157. Impfangebote für die Altersgruppe 5 – 12 Jahre gibt es erstmals in dieser Woche.
  • In der Altersgruppe 13 – 20 Jahre waren es 100 Neuinfizierte, von denen die Hälfte nicht geimpft war.
  • In der Altersgruppe 21 – 40 Jahre gab es 242 Neuinfizierte, von den 30 Prozent nicht geimpft waren.
  • In der Altersgruppe 41 – 60 Jahre waren es 230 Neuinfizierte, von denen 15 Prozent nicht geimpft waren.
  • In der Altersgruppe Über 60 Jahre gab es 95 Neuinfizierte, von denen 6 Prozent nicht geimpft waren.

Hier wird deutlich, dass – entsprechend dem bundesweiten Trend – die jüngeren Menschen mit einem hohen Anteil am Infektionsgeschehen derzeit teilnehmen und in dieser Altersgruppe eine vergleichsweise niedrige Impfquote (noch) zu verzeichnen ist.

Krankenhäuser

Die Situation in den Krankenhäusern ist derzeit belastend, aber nicht überlastet. Mit Stand 16.12.2021 werden in den Krankenhaus-Standorten Ahaus, Bocholt, Borken und Stadtlohn des Klinikums Westmünsterland 27 Patienten stationär behandelt, davon 7 auf der Intensivstation.

Im St. Antonius-Hospital Gronau befinden sich derzeit 7 Patienten in Behandlung, davon 3 auf der Intensivstation.

Sterbefällen

Im Berichtszeitraum sind 2 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen. Die Verstorbenen waren nicht geimpft.

Neue Variante aus Südafrika (Omikron):

Bislang gibt es im Kreis Borken einen bestätigten Fall nach Vollgenomsequenzierung. Die Infektion steht im Zusammenhang mit der Rückkehr von einer Auslandsreise. Es sind dem Kreisgesundheitsamt weitere Reiserückkehrer aus Südafrika bekannt. Diese wurden bzw. werden besonders in den Fokus genommen: Bei ihrer Einreise nach Deutschland wurden sie – negativ – getestet und werden nun zu einem weiteren PCR Test gebeten. Positive PCR Tests werden sofort in eine Vollgenomsequenzierung gegeben, um alle Möglichkeiten der Erkennung zu nutzen.

DRK Raesfeld impft am Samstag

Raesfeld (pd). Unter dem Motto „Wir helfen gegen Corona“ macht das DRK Ortsverein Raesfeld am Samstag 18. Dezember 2021 von 10 bis 16 Uhr einen Impftermin am DRK Haus an der Weseler Straße 5 in Raesfeld.

Anmeldung unter testen.drkborken.de bzw. unter der Chayns app. Weitere Informationen unter www.drkraesfeld.de.

Ausbruch der Geflügelpest im Kreis Wesel amtlich bestätigt

Ausbruch der Geflügelpest in einem Geflügelbetrieb in Hamminkeln-Dingden jetzt amtlich bestätigt Sperrzone bleibt damit unverändert bestehen

Kreis Borken (pd). Laut Chemisches- und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper ist heute (15.12.2021) der Ausbruch der Geflügelpest auf einem Geflügelbetrieb in Hamminkeln-Dingden (Kreis Wesel), der bereits vorsorglich gesperrt war, amtlich bestätigt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte anhand der vorgelegten Proben aus dem Betrieb das hochpathogene Influenzavirus des Subtyps H5N1 nachgewiesen.

Der Kreis Borken hat daher seine am Sonntag veröffentlichte „Tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Geflügelpest“ entsprechend angepasst. Die festgelegte Sperrzone, in denen besondere Restriktionen für geflügel- und vögelhaltende Betriebe gelten, bleibt bestehen. Zudem gelten für den gesamten Kreis Borken weiterhin eine Aufstallungspflicht für sämtliches Geflügel und ein Verbot von Geflügelausstellungen, -börsen und -märkte.
Informationen dazu gibt es im Internet unter https://kreis-borken.de/index.php?id=15933&L=942. Es steht auch eine interaktive Karte zur Verfügung, in der Tierhalter ihre Adresse eingeben können, um zu prüfen, ob sie in der vorläufigen Sperrzone liegen und damit von den Restriktionen betroffen sind (https://kreis-borken.maps.arcgis.com/apps/instant/minimalist/index.html?appid=40b66fe9079d4809819651655b5d458e).

Impfgegner in Dorsten mit Megaphon und Reichskriegsflagge unterwegs

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Mobile Impfgegner fahren im Autokorso durch Dorsten

Etwa 80 teilnehmende Fahrzeuge, drei Strafmandate wegen zugeparkter Behindertenstellplätze, zahlreiche Wildpinkler am Impfzentrum, Behinderung eines Rettungswagens und, laut Augenzeugen, eine geschwenkte Reichskriegsflagge – so das Resümee der ersten beiden Auto-Korsos von Impfgegnern in Dorsten.

Wildpinkler am Impfzentrum

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Freiheit klaut“, skandierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des mobilen Protests am Startpunkt auf dem Europaplatz. Bereits am Freitag urinierten dabei einige Demonstrierende in unmittelbarer Nähe des Impfzentrums und blockierten unerlaubt drei Behindertenparkplätze.

Weiterer Protest und Gegendemo

Bis auf Hupen sowie laute Musik und Megaphon-Durchsagen aus den Demo-Autos verlief die Aktion nach Polizei-Aussagen ruhig, so Andreas Lesch, Pressesprecher Polizei Kreis Recklinghausen. Für Freitag ist nun ein weiterer Protest angekündigt. Erstmals werden dann auch Gegendemonstranten erwartet. Eine weitere Gruppe habe sich angemeldet.

Kommentar von Markus Fuhrmeister zu: Mobile Impfgegner fahren im Autokorso durch Dorsten: Das halten wir aus

Nein, man muss ihre Argumente, ihre Ängste und ihre Ansichten nicht verstehen. Man muss Impfgegnern aber zugestehen, diese zu äußern. Auf dem Europaplatz und beim Auto-Korso durch die Stadt, selbst wenn Meinungen dabei durch Urinieren zum Ausdruck gebracht werden. Das alles muss eine Demokratie aushalten. Wird sie auch.

Ich möchte mich aber nicht mehr mit Menschen auseinandersetzen, die an eine globale Verschwörung der Eliten glauben, die ernsthaft davon ausgehen, dass unseren Kindern in unterirdischen Laboren von Bill Gates höchstpersönlich Blut abgezapft wird, oder die jedwede wissenschaftlichen Erkenntnisse als Meinungsfaschismus diffamieren.

Ich möchte Menschen zuhören, die als Krankenschwester von ihren traumatischen Erfahrungen auf der Covid-Station berichten. Ich möchte mit einer Mutter über ihre Ängste reden sich nicht impfen zu lassen, weil ihr Sohn seit einem Impfschaden behindert ist.

Ich möchte mit meiner Frau darüber diskutieren, ob wir unsere kleine Tochter impfen lassen sollen, oder nicht.

Ich möchte Gespräche führen und als Journalist Ereignisse und Menschen begleiten, die unsere Gesellschaft eint und versöhnt, statt sie zu spalten. Gerne auch kontrovers. Bei einem Blick in die Sozialen Medien sehe ich dann aber auch, was ich auf keinen Fall will. Da diskutieren die Dorstenerinnen und Dorstener, die sich zum nächsten Impfgegner-Protest verabreden über einen „System-Umsturz“, „regierungskonforme Medien“, „Bullen“, denen „hoffentlich bald die Puste ausgeht“ und einen Dorstener Bürgermeister, der doch „lieber mal die Fresse halten soll“.
Was solche Aussagen mit Freiheit und Demokratie zu tun haben, die sich die Diskutierenden da zurück wünschen? Nichts.

Eine letzte Anmerkung: Wäre das hier wirklich eine Impf- und Elitendiktatur, glaubt dann wirklich ernsthaft jemand, dass es in Dorsten Auto-Korsos, Wildpinkler und Behindertenparkplatzblockierer geben würde. Die würde eine Diktatur wohl kaum aushalten müssen. Unsere Demokratie schon. Wird sie auch.

Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld in den Weihnachtsferien geschlossen

Raesfeld (pd). Die Gemeinde Raesfeld weist darauf hin, dass das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld und die Tourist-Info im Naturparkhaus in den Weihnachtsferien vom 20. Dezember 2021 bis einschließlich 09. Januar 2022 geschlossen ist. Informationsmaterial, Rad- und Wanderkarten, Souvenirs, Familienkalender oder Raesfeld-Gutscheine können gerne noch bis zum 19. Dezember 2021 abgeholt werden.

Back dir deine Zukunft bei der Bäckerei Spangemacher

Handwerk, Qualität, Geschmack – hierfür stehen wir schon seit Jahrzehnten. Unser Familienbetrieb wurde bereits vor über 50 Jahren in Raesfeld gegründet und wird inzwischen in der zweiten Generation geführt.

Wir lieben es, einzigartige Brote, Brötchen, Kuchen und vieles mehr herzustellen und geben hierfür jede Nacht unseren vollsten Einsatz. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf eine hervorragende handwerkliche Qualität, was sehr gute Rohstoffe und handwerkliches Geschick voraussetzt. 

Diese Grundsätze bedeuten für uns, dass wir mit Stolz sagen können, alle unsere Backwaren ausschließlich selbst in unserer Backstube in Raesfeld herzustellen und über unser gesamtes Backwarensortiment keine fertigen TK-Rohlinge einzukaufen. Mittlerweile finden Sie unsere sechs Fachgeschäfte in Raesfeld, Borken, Erle, Dorsten und Lembeck.

Ausbildung Bäckereifachverkäufer/in (m/w/d)

Du arbeitest gerne mit Menschen? Dir ist ein aktiver Beruf lieber, als nur im Büro zu sitzen? Und du interessierst dich für den Verkauf? Dann kannst du in deiner Ausbildung zum/r Bäckereifachverkäufer/in all diese Aspekte vereinen und einen tollen Beruf erlernen.

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Ausbildung Bäcker/in (m/w/d)

Du erlernst ein traditionelles Handwerk, bei dem Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt sind und du noch richtig mit anpacken kannst. Gleichzeitig wird dein Beruf von hochmodernen Maschinen begleitet, die dir viele Arbeitsschritte erleichtern und heute kaum noch aus dem Arbeitsalltag wegzudenken sind.

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Unser Ausbildungsangebot

Weitere Informationen findest du auf unserer Ausbildungsseite:

www.baeckerei-spangemacher.de/ausbildung

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!

Bäckerei Spangemacher
Weseler Straße 30
46348 Raesfeld, Deutschland

Telefon: +49 (0)2865 390
E-Mail: [email protected]
Internet: www.baeckerei-spangemacher.de

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Gemeinde Raesfeld bietet zusätzliche Impftermine an

Weiterer Impftermin in Raesfeld – Nicht benötigte Impftermine bitte zeitnah absagen

Aufgrund der hohen Nachfrage nach Terminen für eine Erst-, Zweit oder Boosterimfpung bietet die Gemeinde Raesfeld jetzt neben den allgemein bestehenden Impfangeboten einen zusätzlichen Termin an.

Am Freitag, 17.12.2021 wird nachmittags im Raesfelder Rathaus geimpft. Für diesen Tag steht ausschließlich der Moderna Impfstoff zur Verfügung.

Nur einen Termin pro Person über die Chayns App

Die Terminvergabe erfolgt ausschließlich über die Chayns App. Die zur Verfügung stehenden Termine werden zu Beginn der kommenden Woche zur Buchung freigeschaltet. Wichtig dabei ist, dass jede Person nur einen Termin über den eigenen Account buchen kann. Eine Buchung von mehreren Terminen für mehrere Personen ist nicht möglich.

Mitzubringen sind:

Personen, die sich mit Moderna an diesem Tag impfen lassen möchten und einen entsprechenden Termin über die Chayns App gebucht haben, werden gebeten Ihren Personalausweis, den Impfausweis sowie die ausgedruckte und unterschriebene Einwilligungserklärung (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19/Einwilligung-de.pdf?__blob=publicationFile) mitzubringen.

Eine Bitte zum Schluss: Personen die auf der Suche nach einer zeitnahen Impfung mehrere Termine gebucht haben werden gebeten, nicht mehr benötigte Termine grundsätzlich direkt abzusagen. Die hierdurch freigewordenen Impfkapazitäten können dann anderen, an einer Impfung interessierten Personen, zur Verfügung gestellt werden.

Auffrischung-Impfung ab wann?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt für alle Geimpften ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung sechs Monate nach der letzten Impfung. Mittlerweile kann sich aber auch schon jeder bereits laut Bundesregierung nach 5 Monaten eine Auffrischungsimpfung geben lassen, wenn genügend Impfstoff da ist.

Auffrischung von Johnson bereits nach vier Wochen

Denjenigen, die ihren ersten Impfschutz mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, empfiehlt die STIKO zur Optimierung des Impfschutzes eine zusätzliche mRNA-Impfung ab der vierten Woche nach der verabreichten Johnson&Johnson-Impfung.

mRNA erhöht Schutz nach Vektor-Impfung

Für Personen mit einer abgeschlossenen Vektor-Impfstoffserie wird der Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung durch die Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhöht. Daten haben gezeigt, dass eine solche Kreuzimpfung (heterologes Impfschema – erst Vektor-Impfstoff, anschließend mRNA-Impfstoff) zu einer deutlich höheren Antikörperbildung führt als bei einem homologen Impfschema, bei dem nur Vektor-Impfstoffe zur Anwendung kommen.

Mit welchem Impfstoff wird die Auffrischung vorgenommen?

Unabhängig davon, mit welchem Impfstoff die Erst- und Zweitimpfung erfolgte, soll für die Auffrischimpfung ein mRNA-Impfstoff (BioNTech, Moderna) verwendet werden. Beide mRNA-Impfstoffe sind vergleichbar wirksam, sicher und effizient.

Die Entscheidung darüber wurde auf Grundlage der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der bislang zugelassenen Impfstoffe bei breiter Anwendung sowie deren Verfügbarkeit getroffen.

Wieder kein Karneval 2021/22?

Die Landesregierung und Vertreter des organisierten Karnevals haben sich am Dienstag, 14. Dezember 2021, auf einen gemeinsamen Fahrplan mit Blick auf die kommende Session 2021/2022 verständigt.

NRW(pd). Der Karneval wird angesichts des Infektionsgeschehens, der Belastung der Krankenhäuser und der großen Unsicherheit durch die Omikron-Variante auch in dieser Session nicht wie gewohnt stattfinden können.

So erscheinen Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegnen, auch in der Session 2021/ 2022 nicht verantwortbar. Das gilt etwa für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandgebote und Maskenpflicht nur schwerlich umsetzbar sind. Das Infektionsgeschehen und die Belastung der Krankenhäuser machen Karnevalsveranstaltungen selbst für Geimpfte oder Genesene unter Einhaltung hoher Schutzmaßnahmen (2G+) nicht bedenkenlos möglich.

Wirtschaftshilfen für Vereine und Veranstalter

In enger Abstimmung mit der Landesregierung werden die Karnevalsveranstalter daher mit Blick auf den Gesundheitsschutz auf entsprechende Veranstaltungen verzichten. Um existenzgefährdende Absagen zu vermeiden, wird eine Absicherung durch Wirtschaftshilfen für Vereine und Veranstalter notwendig werden.

Der Staat hilft hier bei pandemiebedingten Absagen mit finanzieller Unterstützung unter anderem durch den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, der für Karnevalsveranstaltungen bei pandemiebedingten Absagen auf nachdrücklichen Einsatz des Landes einschlägig ist, sowie dem Förderprogramm „Neustart miteinander“ des Landes für eingetragene Vereine.

Rat stimmt dem Raesfelder Haushalt für das Jahr 2022 zu

Am Montag stimmte der Raesfelder Rat dem Haushalt für das kommende Jahr zu. Vorab wurde Bürgermeister Martin Tesing einstimmig entlastet.

Der Jahresabschluss 2020 weist einen Differenzbetrag von rund 94.000€ auf. Was die Abstimmung jedoch beim Haushalt 2021 anbelangt, gab es drei Enthaltung seitens der SPD

CDU

In der Stellungnahme zum Haushalt unterstrich der Fraktionsvorsitzende der CDU Bernhard Bölker mit Blick auf den kommenden Jahren die anstehenden Projekte im Rahmen des Dorfentwicklungsprojekts. „Dabei muss es nach Auffassung der CDU-Fraktion vornehmlich um den Ortskern von Raesfeld gehen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Raesfeld haben die Erwartung, dass es mit dem sogenannten Epping-Gelände weitergeht. Es müssen grundlegend Bereiche im erweiterten Ortskern beachtet werden, die in Beziehung zum Bereich Epping stehen“.

UWG

Einen Rückblick zog Volker van Wasen von UWG. Er bedauerte, dass der Antrag der UWG-Fraktion – iPads für Raesfelder Schüler abgelehnt wurde. „Diese Anträge hatten die realistische Chance zu einer echten Überraschung zu werden. Die Abstimmungen dazu verliefen denkbar knapp. Jeweils ein Ausschussmitglied der Oppositionsparteien hat sich bei den Abstimmungen enthalten (bei den Elternbeiträgen war es die SPD, bei den iPads die FDP). Hier haben wir als Opposition eine Chance zur finanziellen Entlastung der Familien liegengelassen“.

Bündnis 90/Die Grünen

Fraktionsvorsitzender der Grünen Henry Tünte kritisierte, dass die Gemeinde, was den Umwelt- und Klimaschutz zu wenig mache und dieser nur durch die fachliche, öffentliche Hand angegangen werden können. „Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels ist in weiten Teilen Raesfelds leider immer noch nicht angekommen. Die Zeit arbeitet weiter gegen uns“.

SPD

Kritik hagelte es von der Fraktionsvorsitzenden der SPD Elke Rybarczyk. Besonders die letzten Entscheidungen iPAD für alle Schüler und das Thema RLT-Anlagen in Schulen waren zentraler Punkt ihrer Haushaltsrede. „Denn leider mussten wir mit Bitterkeit feststellen, dass im Nachgang des Ausschusses für Bau und Umwelt im Zusammenhang mit den RLF wird immer wieder eine neue Sau durch‘ s Dorf gejagt wurde; mitunter sogar dieselbe“.

Die Haushaltsrede von Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP war knappgehalten. So betonte Stephan, dass der Haushaltsplanentwurf 2022 gute Ansätze biete, die vonseiten der FDP-Fraktion in weiten Teilen mittragen könne. „So liegen etwa die erwarteten Mehreinnahmen im Bereich der Gewerbesteuer und der gemeindlichen Einkommensteuer-Anteile nach unserer Einschätzung in einem realistischen Rahmen“.

Haushaltsrede 2021 CDU Bernhard Bölker

Stellungnahme zum Haushalt der Gemeinde Raesfeld für 2022


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Tesing, sehr geehrter Herr Erster Beigeordneter Büsken, geschätzte Damen und Herren aus dem Rathaus, sehr geehrte Vorsitzende der Ratsfraktionen und Ratsmitglieder.

Mein besonderer Gruß gilt an dieser Stelle unseren ehemaligen Bürgermeistern Udo Rößing und Andreas Grotendorst, die durch ihre Anwesenheit ihr Interesse an der Gemeindepolitik hier in Raesfeld bekunden. Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, sehr geehrte Frau Bosse, sehr geehrte Herren Rentel und Fehmer von der Presse.

Meine Damen und Herren, wir befinden uns seit fast zwei Jahren in einer Situation, die uns nicht zur Gewohnheit werden darf. Ich meine natürlich die Pandemie. Diese Pandemie macht uns allen Ärger, zusätzliche Arbeit, und beschert uns große finanzielle Belastungen. Viele Menschen müssen sich in Quarantäne begeben und leiden unter Krankheit oder langfristigen Folgen. Leider haben wir auch Todesfälle zu beklagen. Eine Situation die sich viele von uns über Jahrzehnte nicht hätten vorstellen können. Aber es muss weitergehen und es wird weitergehen, denn deshalb sind wir hier um den Gemeindehaushalt für das Jahr 2022 zu beraten und zu verabschieden. Gerade diese Sitzung des Rates ist in die Zukunft gerichtet.

Zahlenwerk

Am 08. November hat uns Herr Bürgermeister Tesing das umfangreiche Zahlenwerk vorgestellt.
Vorgesehen sind für das kommende Jahr umfangreiche Investitionen. Investitionen in einer Größenordnung wie wir sie in Raesfeld noch nie hatten. Fast vier Millionen Euro sind für die Erschließung der Gewerbegebietserweiterungen in Raesfeld und Erle vorgesehen. Aus Sicht der CDU-Fraktion gut angelegtes Geld, da wir in den nächsten Jahren durch den Verkauf der Grundstücke Kapitalrückflüsse erwarten können und langfristig höhere Einnahmen an Gewerbesteuer.


Hinzu kommt die Erschließung der Erweiterung des Baugebietes Wehler Straße und des dritten Bauabschnittes der Stockbreede mit Kanälen. Auch hier muss die Gemeinde mit rund 450 000 Euro in Vorleistung gehen. Hinzu kommt die Baustraße zum gerade genannten Wohngebiet in Erle. Hier sind nochmals 125 000 Euro zu investieren. Gut angelegtes Geld, welches vielen Menschen in unserer Gemeinde den Wunsch in Erfüllung gehen lässt, sich ein eigenes Heim zu bauen. Dieser Schritt ist aus Sicht der CDU-Fraktion besonders wichtig, da es gerade den einheimischen Bauherren die Möglichkeit schafft, sich hier ihre Träume zu verwirklichen.

Dorfentwicklungskonzept

Ein ganz großes Thema wird im kommenden Jahr die Fortsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes sein. Dabei muss es nach Auffassung der CDU-Fraktion vornehmlich um den Ortskern von Raesfeld gehen. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Raesfeld haben die Erwartung, dass es mit dem sogenannten Epping-Gelände weitergeht. Es müssen grundlegend Bereiche im erweiterten Ortskern beachtet werden, die in Beziehung zum Bereich Epping stehen. Die verkehrliche Situation ist bei allen Planungen natürlich zu berücksichtigen. Ein wichtiger Aspekt wird dabei sicher die Schaffung von Parkraum in diesem Bereich sein, denn schon jetzt ist die Parksituation an einigen Stellen im Ortskern nicht gut. Die Bürgerbeteiligungen zum Auftakt des Dorfentwicklungskonzeptes haben für den Ortskern von Raesfeld an erster Stelle den Wunsch nach einem Drogeriemarkt ergeben. Aber auch ein weiteres Bekleidungsgeschäft – wo auch immer im Ortskern – ist für viele Bürgerinnen und Bürger vorstellbar. Natürlich gehören auch andere kleinere Geschäfte und Büroräume in den Ortskern. Sicher gehört dazu auch ein Café oder Bistro.
Ganz wichtig ist uns von der CDU-Fraktion dabei, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der Planung bezüglich des ganzen Ortskerns mitgenommen werden. Dies geht sicher am Besten in einer oder sogar mehreren Bürgerversammlungen, wo die Verwaltung die Pläne vorstellt. Natürlich müssen Anregungen aus den Versammlungen aufgenommen und in den Ratsgremien diskutiert werden.

Sport- und Freizeitgelände

Als weiteres großes Projekt steht die Schaffung des Sport- und Freizeitgeländes am Freiter Pättken für nächstes Jahr an. Dies ist sicher eine Aufwertung des ganzen Geländes in der Nähe von Schossfreiheit und dem zukünftigen Haus Lieb und Wert. Die Gestaltung des ganzen Geländes wird sicher noch im zuständigen Ausschuss zu beraten sein. Im Haushaltsplan für 2022 ist noch kein Geld für die Anschaffung eines Gradierwerkes eingestellt worden. Da für die bisherige Planung schon 346 000 Euro im Rahmen der Dorfentwicklung als Förderung bewilligt sind, bitten wir Sie Herr Bürgermeister Tesing mit ihrem Team, dass Sie auch für das Gradierwerk bei passender Gelegenheit einen Antrag auf Förderung stellen.

Auf den Kauf der Hauptburg von Schloss Raesfeld möchte ich hier nicht weiter eingehen. Eine entsprechende Stellungnahme der CDU-Fraktion habe ich in der vorletzten Woche veröffentlicht.
Im Jahr 2022 werden in diesem Bereich aus unserer Sicht keine großen Kosten anfallen.

Julias-Koppers Gesamtschule

Was aber im nächsten Jahr erhebliche Kosten für die Gemeinde verursachen wird, sind die Veränderungen im Schulbetrieb an der Julia-Koppers-Gesamtschule. Um alle Klassen der Jahrgänge 5 bis 7 demnächst in Raesfeld beschulen zu können, sind umfangreiche Umbaumaßnahmen erforderlich. Es müssen kurzfristig zusätzliche Klassenräume geschaffen werden. Immerhin sind im Jahr 2022 950 000 Euro dafür vorgesehen. Natürlich gehen wir davon aus, dass sich entsprechend viele SchülerInnen aus Raesfeld, Borken und der Umgebung für diese Schule entscheiden werden. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schulstandort mit der Umgestaltung des Schulhofes in diesem Jahr und dessen öffentliche Einweihung am letzten Samstag noch attraktiver geworden ist. Hinzu kommt natürlich auch die Neugestaltung der Mensa an dieser Schule. Für alle drei Raesfelder Schulen sind Fördergelder für den Einbau von RLT-Anlagen bewilligt worden. Die Gesamtkosten für nächstes Jahr können wir mit ca. 1 400 000 Euro erwarten. 80 Prozent dieser Summe wird gefördert. Die Unterhaltung, Bewirtschaftung und die Abschreibungen für die Anlagen bleiben kostenmäßig aber dauerhaft bei der Gemeinde. Bekanntlich haben wir in unserer Fraktion noch Informationsbedarf bezüglich des Brandschutzes und der Statik in den einzelnen Gebäuden. Wir erwarten Antworten auf unsere Fragen von den
Fachleuten am Anfang des neuen Jahres.

Investitionen in Baumaßnahmen

Ich habe nur die bedeutenden Investitionen in Baumaßnahmen für das kommende Jahr genannt.
Gerade bei solchen Baumaßnahmen ist der Klimaschutz ganz besonders zu beachten. Natürlich spielt der Klimaschutz auch bei allen anderen laufenden Maßnahmen wie Unterhaltung und Bewirtschaftung von gemeindlichen Einrichtungen eine wichtige Rolle. Gerade deshalb haben wir uns als CDU-Fraktion dafür eingesetzt, mit diesen Aufgaben ein externes Büro zu beauftragen, welches uns in den verschiedenen umfangreichen Fachgebieten beraten kann. Nach unserer festen Überzeugung geht so etwas besser über ein Fachbüro, in dem verschiedene Spezialisten tätig sind, als dass uns eine einzelne Person als Klimamanager in allen Bereichen mit Rat zur Seite steht. Es wäre die bekannte eierlegende Wollmilchsau. Wir erwarten im kommenden Jahr die ersten Ergebnisse von dem noch zu beauftragenden Büro in diesem Bereich.
Für viele der gerade von mir genannten Maßnahmen hat die Gemeinde Raesfeld Fördergelder bekommen, bzw. erhält vermutlich für weitere Projekte Fördergelder. Mit den Folgekosten der umgesetzten Projekte bleibt die Gemeinde und damit die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler allein. So angenehm viele Fördermaßnahmen auf den ersten Blick auch sein mögen, die Folgekosten belasten die zukünftigen Haushalte und damit unsere Bürgerinnen und Bürger.

Wir müssen uns deshalb aus Sicht der CDU-Fraktion immer wieder die Frage stellen:
Leben wir über unsere Verhältnisse oder müssen wir die Verhältnisse so ändern, dass unsere Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen?
Zum einen gibt es da sicher die Möglichkeit die Steuern regelmäßig zu erhöhen, notfalls auch deutlich über die fiktiven Hebesätze des Landes NRW hinaus. Dies ist für unsere Steuerzahlerinnen und Steuerzahler sicher eine unbefriedigende Lösung. Suchen wir also nach einem anderen Weg.
Unser Bürgermeister, Herr Tesing, hat es in den letzten Wochen mehrfach betont, dass Raesfeld bezüglich der Größe der Gewerbegebiete, gemessen an der Gesamtfläche, im Vergleich zu den anderen Kommunen im Kreis Borken an einem der letzten Plätze liegt. Darin findet sich dann schon ein Grund, warum das Gewerbesteueraufkommen in Raesfeld, gemessen an der Einwohnerzahl, ebenfalls sehr niedrig ist. Deshalb ist es aus Sicht der CDU-Fraktion besonders wichtig, dass die Gewerbegebiete in Raesfeld und Erle erweitert werden. Wir wünschen uns natürlich die Ansiedlung von Firmen, die entsprechend gute Gewerbesteuerzahler sind und natürlich auch vielen RaesfelderInnen adäquate Arbeitsplätze bieten.

Dadurch würden immer weniger Menschen wegen des Arbeitsplatzes aus Raesfeld auspendeln müssen und gleichzeitig würde dies sicher dem Klimaschutz dienen. Herr Tesing hat es mehrfach erwähnt, dass Raesfeld bei einem nur durchschnittlichen Gewerbesteueraufkommen der Kommunen im Kreis Borken etwa 2,5 Millionen Euro mehr als Einnahme jährlich erwarten kann. Damit wären wir dann auch etwas mehr auf der sicheren Seite, dass wir steigende konsumtive Ausgaben nicht ausschließlich über
Steuererhöhungen oder gar Verschuldung finanzieren müssen.

iPads für alle Schüler/Innen

Der Kauf der iPads für die Julia-Koppers-Schule ist nämlich für uns so ein Fall, in dem Anschaffungen über Steuererhöhungen finanziert werden. Dies darf nach unserer Überzeugung nicht die Regel werden, zumindest dann nicht, wenn es über die fiktiven Hebesätze hinausgeht.
Sie können versichert sein, die CDU-Fraktion wird sich auch in Zukunft für unsere Schulen, die Vereine, natürlich die geplanten Projekte in der Dorfentwicklung und vieles mehr einsetzen. Auch wenn wir für die Zukunft noch mehr als bisher auf die Ausgaben achten wollen, so sind wir überzeugt davon, dass viele Dinge in Raesfeld über den Standard vergleichbarer Kommunen erhalten und neu geschaffen werden können.

Wirtschaftswege

Ansprechen möchte ich an dieser Stelle auch die Unterhaltung der Wirtschaftswege. Wir verfügen in Raesfeld, Erle und Homer über mehr als 100 Kilometer asphaltierter Wirtschaftswege. Diese Wege in den Ortsteilen Raesfeld und Homer wurden zur Zeit der Flurbereinigung Ende der 1960 Anfang der 1970 Jahre fertiggestellt. Diese Wege sind mittlerweile rund 50 Jahre alt. In Erle gibt es einige Wege die noch älter sind, aber auch welche die jünger sind. Es bildet sich mittlerweile ein Sanierungsstau. Wenn man von einer durchschnittlichen Lebensdauer solcher Wege von etwa 40 Jahren ausgeht, so müssen jedes Jahr etwa drei Kilometer erneuert werden. Die Kosten würden jährlich etwa dreimal so hoch sein wie zur Zeit und es würde noch viele Jahre dauern bis alle Wege erneuert sind. Deshalb hat die CDU-Fraktion vor wenigen Wochen in einem Antrag angeregt, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich mit der Finanzierung und der Kategorisierung der einzelnen Wege befasst. In diese Arbeitsgruppe gehören nach unserer Auffassung neben Personen aus der Verwaltung, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik auch Mitglieder des landwirtschaftlichen Ortsverbandes.

Steigenden Transferaufwendungen

Sorgen müssen uns auch die immer stärker steigenden Transferaufwendungen bereiten. Sie machen über 42 Prozent unseres Haushaltes aus. Ausgaben die wir kaum oder gar nicht beeinflussen können. Da sind vor allem die Kreisumlage und die Jugendamtsumlage zu nennen. Gerade die Jugendamtsumlage ist in den letzten Jahre kontinuierlich gestiegen. Wie ich in der Stellungnahme zum laufenden Jahr schon ausführte, bekommen wir bekanntlich auch einiges an Geld zurück.

Kindergärten

Ich meine natürlich die Kostenübernahme von wesentlichen Teilen des Betriebes unserer Kindergärten.
Es hat sich in den letzten Jahren immer mehr gezeigt, dass die Kitas von immer jüngeren Kindern genutzt werden. Dies führt dann auch zu einem deutlich intensiveren Betreuungsangebot, welches natürlich auch mehr kostet. Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck entstehen lassen, Kinder sind
uns zu teuer. Die CDU-Fraktion und sicher alle hier im Raum freuen sich über jedes geborene Kind in unserer Gemeinde. Denn Kinder sind unsere Zukunft und für deren gute Zukunft setzen wir uns ein. Wir freuen uns über die Fertigstellung der neuen Kita an der Stockbreede, die vermutlich in
Rekordzeit fertiggestellt werden konnte. Für diese Fraktion kann ich sagen, sollte sich in den nächsten Jahren noch Bedarf für weitere Kindergartenplätze ergeben, werden wir uns für bedarfsdeckende Lösungen einsetzen. Leider gibt es auch immer mehr Kinder und Jugendliche, die in einem Heim untergebracht werden müssen. Auch die dadurch entstehenden Kosten werden zu einem großen Teil aus der Jugendamtsumlage finanziert.

Spielplätze

Attraktive Spielplätze gehören ebenfalls zu einer kinderfreundlichen Gemeinde. Das hat die Gemeinde gerade mit der Neugestaltung der Spielplätze am Naturparkhaus und am Ahornpfad bewiesen. Dafür hat die Gemeinde etwa 170 000 Euro eingesetzt. Gut angelegtes Geld.

Abfall-, Schmutzwasser- und Regenwassergebühren

Ein wesentlicher Teil des Gemeindehaushaltes sind die Abfall-, Schmutzwasser- und Regenwassergebühren. Im kommenden Jahr können alle drei auf etwa dem gleichen Stand gehalten werden. Es wir sogar insgesamt für die Gebührenzahler minimal günstiger. Wir müssen in den nächsten Jahren die Gebühren für die Abwasserbeseitigung im Auge behalten, denn viele Kanäle in unserer Gemeinde sind in die Jahre gekommen und müssen saniert oder erneuert werden. Ob wir wollen oder nicht – die Kosten werden dadurch vermutlich steigen.

Pandemie

Wo ich gerade bei ausgegebenen Geld bin, auch der Staat, als da wären zu nennen die EU, der Bund und die Länder haben in der Pandemie sehr viel Geld ausgegebenen bzw. auch ausgeben müssen um die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben am laufen zu halten. Damit haben wir die Pandemie bisher einigermaßen bewältigen können, wenn es auch gerade wie ich schon anfangs gesagt habe, für viele Familien Einschränkungen und großes Leid gebracht hat. Die Menschen, die in der Gesundheitsbranche als Ärztinnen und Ärzte, als Pflegekräfte in Senioreneinrichtungen und Krankenhäusern oder als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer tätig sind, gebührt unser aller Dank und Anerkennung. Sie haben vielfach übermenschliches geleistet und die Pandemie ist noch immer nicht zu Ende. Als wichtigstes Mittel zur Eindämmung der Pandemie können wir sicher die seit fast einem Jahr möglichen Impfungen sehen.

Auch wir als Ratsmitglieder können aus meiner Sicht in vielen persönlichen Gesprächen Werbung dafür machen, dass sich möglichst alle noch ungeimpften Mitbürgerinnen und Mitbürger gegen Corona impfen lassen.

Jetzt aber noch einmal zurück zum Geld. Dieses Geld, welches vom Staat in ganz großer Summe ausgegeben wurde, wird natürlich irgendwann zurückgezahlt werden müssen, denn fast alle 9+,zusätzlichen Ausgaben sind über Kredite finanziert worden. Wie dieses geschehen soll ist noch nicht bekannt. Aber es ist die Frage erlaubt, werden dafür die Steuern erhöht, gibt es weniger Steuervergünstigungen, wird es weniger Fördertöpfe geben oder werden die Kommunen als die Letzten in der Hierarchie indirekt zum Kapitaldienst herangezogen? Die nächsten Jahre werden spannend.

Wünsche

Zwei Wünsche möchte ich an dieser Stelle noch für die CDU-Fraktion bekanntgeben. Zum Einen wünschen wir uns eine Aufstellung der im gemeindlichen Besitz befindlichen Gebäude. Gerade die neuen Ratsmitglieder haben oft keine Kenntnis über entsprechende Gebäude, die vor einigen Jahren erworben wurden. Hinzu kommen natürlich die schon seit langer Zeit im Gemeindebesitz befindlichen Gebäude.

Zusätzlich regen wir an, einen Preis auszuloben für Fotos mit gemeindlichem Bezug, die jeweils in einem Jahr gemacht werden. Für einen Zeitraum bis vor wenigen Jahren konnte die Gemeinde auf den Fundus von Ignaz Böckenhoff zurückgreifen der sich über eine Zeit von sechs Jahrzehnten erstreckt. Für die neuere Zeit gibt es aber keine im Gemeindebesitz befindlichen Bilder. Wir halten es für wichtig, dass die Gemeinde auch Fotos erwirbt, die in Raesfeld, Erle und Homer nach dem Tod von Herrn Böckenhoff gemacht wurden. Gleiches gilt natürlich auch für die kommenden Jahre.
Denn wer ist schon in der Lage, in einigen Jahren zu sagen, wie diese oder jene Ecke in unserer Gemeinde in der Vergangenheit ausgesehen hat. Wir können uns dafür einen Betrag von 1000 Euro pro Jahr vorstellen. Unsere Kinder und Enkel werden es uns hoffentlich danken.

Haushaltsplan

Dem vorgelegten Haushaltsplan mit den im Hauptausschuss beschlossenen Änderungen bezüglich der Anhebung der Grundsteuer A und B mit dem ganzen Zahlenwerk und dem Stellenplan stimmen wir als CDU-Fraktion zu.
Ich möchte nicht zum Ende meiner Ausführungen kommen, ohne mich im Namen meiner ganzen Fraktion ganz herzlich bei unserem Bürgermeister mit seinem ganzen Team im Rathaus zu bedanken für die mit großem Elan geleistete Arbeit im ablaufenden Jahr. Lieber Martin gib diesen Dank bitte ausdrücklich auch an jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus weiter, die hier nicht anwesend sind. Ich bedauere es, dass auch durch die Pandemie und viele andere Aufgaben in unserem Ort, die Arbeit im kommenden Jahr noch nicht weniger wird. Für die CDU-Fraktion kann ich zusagen, wir werden die Aufgaben konstruktiv und effektiv angehen.

Danke sage ich den Ratsfraktionen von UWG, Grünen, SPD und FDP für den sachlichen und fairen Umgang miteinander. Wenn es auch mal unterschiedliche Meinungen gab – das ist die Würze der Demokratie – so konnten wir uns anschließend immer gut in die Augen sehen und für ein Bierchen nach einer Ratssitzung hat es auch immer gereicht. Den Vertreterinnen und Vertretern der Presse gilt ebenfalls mein Dank für die faire Berichterstattung. Meinen Kolleginnen und Kollegen aus meiner Fraktion gilt mein Dank für die konstruktive Unterstützung für mich in diesem Amt.
Ich wünsche uns allen gesegnete Weihnachten und einen Guten Rutsch in das Jahr 2022.
Leider behält der Gruß, den ich bei der letzten Haushaltsrede zum Abschluss gesagt habe, noch seine „besondere“ Bedeutung.
Bleiben Sie gesund!

Es gilt das gesprochene Wort!

Haushaltsrede UWG Volker van Wasen


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Tesing, sehr geehrter Herr Erster Beigeordneter Büsken,
geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung verehrte Ratsmitglieder, sehr geehrte Vertreter der Presse, liebe Bürgerinnen und Bürger.

Rückblick

Das letzte Jahr war, wie das Jahr zuvor, geprägt von der Coronapandemie. Die letztjährigen Haushaltsreden konnten nur in stark verkürzter Form gehalten werden. Das bedeutet, wir haben hier und heute viel nachzuholen. Derzeit stecken wir bereits tief in der 4. Welle. Ein Ende der Pandemie ist nicht zu erwarten und wird uns somit auch im nächsten Jahr weiterhin beschäftigen.
Die UWG Raesfeld-Erle hat seit der letzten Kommunalwahl einen Generationswechsel vollzogen. Ich selbst bin schon etliche Jahre in der UWG, seit 13 Monaten im Rat der Gemeinde und darf heute als stellvertretender Fraktionsvorsitzender erstmals eine Haushaltsrede halten. Das ist eine große Herausforderung für mich.
Es gab viele Einschränkungen durch Corona und dies hat sicherlich erneut zu viel
Arbeit für die Verwaltung geführt. Trotzdem hat sich in diesem Jahr bei uns im schönen Raesfeld viel getan.

Ich denke hier beispielsweise an die Neugestaltung der Spielplätze wie z.B. am Ahornpfad oder das Naturerlebnisgelände im Tiergarten, die Neugestaltung der weiterführenden Schule, hier insbesondere der neue Quartiersplatz, die Erweiterung des Neubaugebietes Stockbreede, die Eröffnung einer ganz neuen Kindertagesstätte und den Erwerb des Schlosses Raesfeld.

Das sind nur einige Themenbereiche, die im Jahr 2021 bewegt und umgesetzt wurden. Hierfür schon einmal ein ganz großes Dankeschön an die Mitglieder der Verwaltung und an meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen des Rates. Leider waren wir aber nicht in der Lage, alle Ideen umzusetzen.
Hier möchte ich beispielsweise unseren Antrag vom Juni dieses Jahres zum Verzicht der Elternbeiträge für OGS und ÜMI nennen oder die Unterstützung der Raesfelder Familien bei der Anschaffung der iPads.
Diese Anträge hatten die realistische Chance zu einer echten Überraschung zu werden. Die Abstimmungen dazu verliefen denkbar knapp. Jeweils ein Ausschussmitglied der Oppositionsparteien hat sich bei den Abstimmungen enthalten (bei den Elternbeiträgen war es die SPD, bei den iPads die FDP). Hier haben wir als Opposition eine Chance zur finanziellen Entlastung der Familien liegengelassen.

-Schade – Aber so ist es nun mal in einer Demokratie. Wir werden versuchen unsere Anträge in Zukunft argumentativ noch besser zu vermitteln.
Letztendlich haben wir als politisches Entscheidungsgremium, trotz gelegentlicher Differenzen, immer versucht, zum Wohle der Gemeinde zu handeln. Zugegebenermaßen sollten Sie sich, liebe Ratsmitglieder, doch öfter dazu durchringen, den Anträgen der UWG zuzustimmen.
Was könnten wir alles erreichen?!

Haushaltsentwurf

Sehr geehrte Damen und Herren, der uns vorliegende Haushaltsentwurf, besonderer Dank gilt hier erneut dem Kämmerer und seinem Team, ist zukunftsorientiert und man kann auch durchaus sagen von historischem Ausmaß. Leider ist dies nicht nur positiv, sondern auch negativ zu sehen. Die Liquidität der Gemeinde sinkt, nicht zuletzt durch die Rekordinvestition von 12 Millionen Euro, erheblich. Viel Geld muss in den Untergrund Raesfelds investiert werden. Geld, von dem keiner von uns augenscheinlich etwas bemerkt.
Aber nichtsdestotrotz sind diese Ausgaben elementar für unsere Gemeinde. Insgesamt werden wir knapp 5,2 Millionen Euro in den Tiefbau inkl. der Regenrückhaltebecken investieren müssen.
Allerdings stehen auch erfreuliche und, auf lange Sicht für die Gemeinde, zukunftsweisende Ausgaben, wie z.B. die Investitionen in unsere Schulen oder die Erweiterung der Industriegebiete auf der Agenda.

Schloss

Die Westdeutsche Handwerkskammer NRW hatte bereits Ende 2020 den Wunsch geäußert, sich als Eigentümer des Schlosses Raesfeld von der Hauptburg trennen zu wollen. Dies stellte unseren Bürgermeister, die Verwaltung und uns als Ratsmitglieder vor eine riesige Herausforderung. Dem Rat der Gemeinde war direkt klar, dass wir dies nur gemeinsam und ohne politisches Kalkül bewältigen konnten. Die Verwaltung hat sehr bestimmt und zuverlässig an einem entsprechenden Vertragswerk gearbeitet und viele verschiedene Facetten durchgespielt. Für uns als Gemeinde kristallisierten sich letztendlich nur zwei Möglichkeiten heraus:

Die erste Möglichkeit war, dass Schloss nicht zu erwerben um unsere Liquidität nicht zu sehr zu strapazieren. Dies war für den gesamten Rat keine realistische Option. Sofern ein privater Investor zum Zuge gekommen wäre, hätten wir alle, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Schlossgelände ggf. nicht mehr betreten dürfen. Die Gemeinde Velen sollte uns hier als mahnendes Beispiel dienen. Ich glaube, dann hätten wir uns in Raesfeld als Lokalpolitiker nicht mehr sehen lassen können.
Die zweite Variante war und ist eine von fundamentaler und historischer Bedeutung. Wir selbst (also alle Raesfelder, Erler und Homeraner) erwerben unser geliebtes Schloss. Das Konzept der Gemeinde ist bisher schlüssig und wird uns auf lange Sicht alle Handlungsoptionen erhalten. Nicht zu vergessen ist, dass dazu auch noch ca. 7,5 ha Ländereien gehören. Erfreulicherweise hat die WHKT als Dachorganisation der Handwerkskammern NRW angekündigt, den Kaufpreis wieder unmittelbar in die Akademie des Handwerkes und somit in den Standort Raesfeld zu reinvestieren. Das investierte Geld bleibt somit auf Umwegen der Gemeinde erhalten.

Dorfentwicklung


Nach dem Erwerb des Schlosses, gilt unser Hauptaugenmerk der Dorfentwicklung.
Hier gibt es noch viel zu tun. Wir erwarten, dass nun zeitgerecht die Mitglieder des Rates und auch die Mitbürgerinnen und Mitbürger über die weiteren Schritte der Dorfentwicklung informiert werden.
Welche Lösung ist für das Gelände der ehemaligen Gaststätte Epping vorgesehen?
Wie verändert sich der Bereich um den Froschbrunnen, welche grundsätzliche Nutzung ist dort vorgesehen, wie wird sich die Querung der Weseler Straße gestalten und vor allem, wann kommt der durch uns immer wieder geforderte und in der Bevölkerung lang ersehnte Drogeriemarkt?


Im nächsten Jahr wird voraussichtlich endlich das Naturparkhotel eröffnen und vom Biergarten aus kann man dann zukünftig auch den Blick über den neuen Bürger- und Bewegungspark schweifen lassen. Wir freuen uns, dass hiermit einer Forderung der UWG von 2017 nun entsprechend Rechnung getragen wird. Manchmal dauert es eben, bis unsere Ideen auch hier Gehör finden und Umsetzung erfahren. Erfreulicherweise setzt die Verwaltung bei der Erstellung des Rahmenplans Dorfkern auf eine Bürgerbeteiligung.
Dies hätten wir uns bei dem Sport- und Freizeitgelände Freiter Pättken auch gewünscht. Aber leider wurde unser Antrag vom letzten Jahr in dieser Angelegenheit mit Unterstützung der Mehrheitsfraktion abgelehnt.
Für die UWG ist die Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger ein elementarer Baustein
für eine ortsnahe und transparente Lokalpolitik.
In Erle wird hoffentlich bald das Dorfgemeinschaftshaus Eröffnung feiern. Die finanziellen Mittel für einen neuen schönen Dorfplatz stehen im Haushalt bereit. Wir wünschen dem Start des Dorfgemeinschaftshaus unter dem Namen MÜNSTER-LAND-WIRT-ERLE viel Erfolg.

Schule

Bereits in seiner Haushaltsrede von 2018 hat Rupert Koller hervorgehoben, dass es für die UWG eine Herzensangelegenheit ist, die Schulen mit einem optimalen Bildungsstandard auszurüsten. Bereits damals mahnte er an, dass wir alle Ressourcen bündeln müssen, um unseren Kindern eine optimale Schulbildung zu ermöglichen. Das Land NRW hat sich hier schön aus der Verantwortung gestohlen und die iPads nicht als Lernmittel in den Lernmittelkatalog mit aufgenommen. Das Land möchte
die Digitalisierung, doch bezahlen sollen es bitteschön die Eltern.

Hier hatten wir als Gemeinde die Möglichkeit, unseren Kindern und deren Eltern eine
hohe Kostenlast abzunehmen. Leider ist die Verwaltung und die Mehrheitsfraktion unserem Vorschlag der Kostenübernahme der iPads nicht gefolgt. Nicht mal das Stufenmodell, mit dem Familien mit
mehreren schulpflichtigen Kindern entlastet werden sollten, war hier anscheinend
diskutabel.
Das empfinde ich persönlich als traurig und beschämend. Unsere Vereine, und ich möchte betonen, dass sie ebenfalls für unser Dorfleben unerlässlich sind, bekommen bei Anschaffungen zu Recht einen 25-prozentigen Zuschuss.
Anscheinend ist die Bildung unserer Kinder der CDU nicht mehr wert als beispielsweise die neue Fahne eines Vereins, neue Musikinstrumente oder neue Uniformen. Wir fordern Sie, Herr Tesing, nochmals auf, mit der Stadt Borken zumindest das Stufenmodell zu erörtern und darauf zu drängen, dass die bisherige Verfahrensweise nochmals korrigiert wird. Selbst bei der Verbesserung der Raumluftqualität konnten wir uns nicht für eine schnelle Lösung durchringen. Erneut wird ein unbequemes Thema auf die lange Bank geschoben, drängende Fragen werden nicht zeitnah erörtert. Dies alles geschieht scheinbar in der Hoffnung, dass sich das Coronaproblem in Luft auflöst. Sie können versichert sein, dass dies leider nicht geschehen wird. Ebenso wenig werden wir unsere Meinung in dieser Thematik verändern, sondern diese weiter vehement vertreten.
Unsere Schülerinnen und Schüler haben darauf ein Anrecht. Nur nach rechts und links zu schauen ist dabei nicht förderlich.
Eine Stärke unserer Gemeinde ist und war es, eben nicht darauf zu achten, was andere machen, sondern so zu handeln, wie es unserer Meinung nach richtig ist. Wir finden Fördermittel, die andere Kommunen eben nicht finden.

Liebe Kolleginnen und Kollegen des Rates, lasst uns parteiübergreifend Anfang nächsten Jahres hier einen Entschluss fassen, der zum Wohle aller Schülerinnen und Schüler ist. Kinder sind unsere Zukunft und ihre Bildung und ihre Gesundheit sind unser gemeinsames Ziel.

Ehrenamt

Bürgerliches Engagement verdient unser aller Anerkennung. Ohne das Ehrenamt in Raesfeld, Erle und Homer wären viele Dinge, wie wir sie kennen, einfach nicht realisierbar.
Umso erfreulicher, dass der Haushaltsplan Investitionen in eine wichtige ehrenamtliche Tätigkeit vorsieht. Unsere freiwillige Feuerwehr bekommt neue Fahrzeuge und das Feuerwehrgerätehaus wird modernisiert. Diese umfangreichen Investitionen kommen uns allen zu Gute.
Das letzte Jahr hat uns in NRW auch eindrucksvoll vor Augen geführt, wie wichtig der Katastrophenschutz werden kann. Auch hier sollten wir schnellstmöglich Klarheit schaffen.
Die freiwilligen Helfer des DRK haben unserer Meinung nach ein Anrecht darauf, frühzeitig zu erfahren, wo sie demnächst untergebracht werden. Wichtig ist uns jedenfalls, dass die neuen Räumlichkeiten angemessener sind als die alten.

Umwelt


Unser Bürgermeister Herr Tesing hat in seiner Rede zur Einbringung des Haushalts
folgendes gesagt:
Nachhaltigkeit muss das zentrale Thema der Gemeinde sein!!! Und da hat er verdammt Recht!
Hiervon ist im Haushaltsentwurf aber relativ wenig zu sehen. Wo sind die eingestellten finanziellen Mittel zum Ausbau der regenerativen Energien, wo die Mittel zur Verbesserung der Biodiversität, wo Ideen und Mittel zur Verbesserung des ÖPNV und wo bleibt z. B. die Selbstversorgung der neuen Bau- und Industriegebiete? Wir müssen einfach innovativer denken. Wir begrüßen, dass die Gemeinde ein gutes energetisches Gebäudemanagement betreibt.
Auf einigen öffentlichen Gebäuden sind Photovoltaikanlagen installiert, in Maßnahmen zur Wärmedämmung wurde investiert. Aber gerade bei den öffentlichen Gebäuden müssen wir mit gutem Beispiel voran gehen. Wie wäre es mit einer umfassenden Fassadenbegrünung, Blockkraftheizwerken oder mit Kleinkraft- bzw. Mikrowindanlagen?
Ein schon vor Jahren mal angeregter Bürgerwindpark, Biokraftwerke mit heimischen Holzabfällen als Energielieferant oder die offensichtlich wieder mögliche werdenden Photovoltaik-Freiflächenanlagen, da sollten wir dranbleiben. Darüber hinaus sollten wir uns an der Gemeinde Reken ein Beispiel nehmen und für unsere Bürgerinnen und Bürger und unsere Betriebe entsprechenden Ökostrom selbst produzieren, um diesen zu einem gesicherten günstigen Tarif auf längere Sicht anbieten zu können. Hier könnten wir Planungssicherheit für unsere Betriebe und finanzielle Entlastung für unsere Bürgerinnen und Bürger erreichen.
Der Schlosspark und auch unsere Kirchen sollten mit einem zeitlich gesteuerten Beleuchtungskonzept ausgestattet werden um die Lichtverschmutzung zu reduzieren.
Die neu erworbenen Flächen am Schloss sollten teilweise proaktiv für die Umwelt genutzt werden. Beispielweise durch das Anlegen von Blühflächen und der Schaffung von Lebensraum für Bodenbrüter. Dadurch tragen wir zur Erhaltung der Artenvielfalt bei. Auch die Attraktivität des Umfeldes kann durch entsprechende Umgestaltung noch gesteigert werden.

Für diese Aufwertung von öffentlichen und privaten Freiräumen hin zu mehr natürlichen Flächen, die mit ihrer Biodiversität für einen Gleichklang und Miteinander von Pflanzen, Tieren und Menschen sorgen, gibt es in der Gemeinde unendliche Möglichkeiten.
Wir alle, jeder Bürger kann/muss etwas dazu beitragen, Raesfelds Naturressourcen zu stärken und auszubauen. Der Umgang mit Wasser wird uns zukünftig zunehmend beschäftigen, unser wohl
lebenswichtigstes Lebensmittel. Behandeln wir es auch so?
Wir freuen uns auf die endlich anstehende Aufstellung des Klimaschutzkonzeptes für
die Gemeinde Raesfeld. Dort werden wir uns mit eigenen Ideen einbringen. Die UWG ist dazu gut vorbereitet, denn wir haben uns seit je her Jahr für Jahr im Gemeinderat für Umweltschutz, natürliche Lebensräume, Artenvielfalt und ökologische Qualität stark gemacht – all dies stärkt den Klimaschutz!
Wir wünschen ein Klimaschutzkonzept für Raesfeld mit kleinen und großen Handlungsfeldern, die hier, kommunal, praktikabel und einfach umsetzbar sind. Wir brauchen keine Fachexpertise über 1000 Seiten, die Fördergeber wünschen, um Aktenschränke zu füllen. Wir wollen hier vor Ort konkrete Maßnahmen einführen, hier wirklich etwas bewegen für Klima und Umwelt, wir wollen unsere kleine und wunderbare Gemeinde, kurz: Raesfeld, nach vorne bringen.

Digitalisierung

Vielerorts glaubt man, wenn Glasfaseranschlüsse verlegt und aktiviert sind, ist die Digitalisierung vollzogen. Das ist sehr kurz gedacht. Ähnlich scheint es in unserer Gemeinde auch zu sein, denn bis auf iPads, PC‘s und digitale Whiteboards in den Schulen taucht wenig bis gar nichts zu dem wichtigen Gebiet Digitalisierung auf.

Es findet sich im Haushaltsplan kein Posten, der sich mit Themen wie Smart City, eGoverment, oder eCommerce, um nur einiges zu nennen, beschäftigt.
Aus Sicht der UWG ist es blauäugig zu glauben, dass man sich diesem Bereich nicht aktiv widmen muss, da ggf. das Land oder der Bund sich um solche Fragen kümmern wird. Vielmehr sollte hier pro-aktiv erkundet werden, wie in Raesfeld dieser Themenkreis angegangen werden kann.

Haushaltszahlen

Kommen wir zu den Zahlen. Wurden in den letzten Jahren noch relativ hohe Überschüsse erzielt, so hat uns u.a. die Pandemie diesen Geldsegen leider in den letzten 2 Jahren verwehrt. Für 2022 sieht der Haushaltsplan ein negatives Ergebnis von knapp -680.000 Euro vor. Bei den beiden großen Einnahmequellen der Gemeinde, wie der Gewerbesteuer und der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, sind die Einkünfte coronabedingt tendenziell niedriger als vor der Pandemie.
Wie bereits mein Vorgänger, Johannes Lülf, letztes Jahr erwähnte, ist für uns als UWG immer besonders wichtig, wie sich die unmittelbare Belastung der Raesfelder Haushalte entwickelt.
Dazu gibt es sowohl Gutes als auch Schlechtes zu berichten. Mit unserer Eigenkapitalquote von über 50% stehen wir im landesweiten Durchschnitt mehr als gut da. Die Arbeitslosenquote in Raesfeld liegt unter 3%. Damit sind wir offiziell nicht mehr weit von dem Begriff der Vollbeschäftigung entfernt.

Gemeindefinanzierungsgesetz

Das Gemeindefinanzierungsgesetz sieht eine Erhöhung der fiktiven Hebesätze für die Grundsteuer A und B vor.
Die Grundsteuer A, die landwirtschaftliche Betriebe entrichten, sollte danach um 24 Prozentpunkte steigen. Die Gemeinde wollte diese Regelung innerhalb ihres Ermessensspielraums eigentlich nicht weitergeben.
Bei der Grundsteuer B, die alle Haushalte betrifft, sieht sich die Verwaltung jedoch genötigt eine Erhöhung des fiktiven Hebesatzes durchzureichen. Erfreulicherweise noch nicht um den geforderten Satz von 36 Prozentpunkte, sondern von 17 Prozentpunkte.
Nachdem die Stadt Borken beispielweise die planmäßige Erhöhung der Grundsteuer zur Refinanzierung der iPads an den Schulen einsetzt, wird Raesfeld diesem Trend nun folgen und die Grundsteuer A und B jeweils um 4 Punkte zusätzlich anheben.
Wir als UWG sind der Meinung, dass hier Nachbesserungsbedarf besteht. Für uns ist nicht ersichtlich, warum die Grundsteuer B nun um 21 Punkte angehoben wird und die Grundsteuer A nur um 4 Punkte.
Wir erhofften uns hier eine Gleichbehandlung und plädierten dafür, dass beide Grundsteuern gleichmäßig angehoben werden. Aber auch mit diesem Vorschlag konnten wir uns nicht durchsetzen.
Die Gewerbesteuer bleibt glücklicherweise unverändert.

Die Gebühren für die Bereiche Straßenreinigung, Schmutz- und Regenwasserbeseitigung und die Gewässerunterhaltung verbleiben auf einem konstanten Niveau. Erfreulicherweise werden die Gebühren für die Abfallbeseitigung leicht gesenkt.
Die Gemeinde plant 2022 mit erneuten Rekordinvestitionen von ca. 12 Millionen Euro. Darin enthalten sind u.a. die Kosten für den Erwerb des Schlosses, das Dorfentwicklungskonzept, Investitionen in den Schulstandort und weitere Investitionen.

Diese Investitionen sind gut und richtig für Raesfeld.
Viel zu lange haben wir notwendige Investitionen (wie z.B. die Renovierung des Jugendhauses und unsere Kanalisation) vor uns hergeschoben. Deswegen tragen wir als UWG das Haushaltsdefizit und die Erhöhung der Grundsteuer mit.
Die großen Vorhaben sind nicht zum Nulltarif zu bekommen. Allerdings werden wir ein Auge darauf haben, dass in den nächsten Jahren wieder sparsam gewirtschaftet wird und der Haushalt nach Möglichkeit ein Plus hervorbringt.

Zustimmung Haushalt

Zusammenfassend können wir feststellen, dass für uns als UWG die wichtigsten Themen berücksichtigt sind. Nachbesserungsbedarfe sind zu erkennen und wir werden Themen, die uns wichtig erscheinen, wie z.B. Familienförderung, Bildung, Umweltschutz und Ehrenamt weiter voranbringen.
Die UWG Raesfeld-Erle stimmt dem Haushaltsplan für 2022 zu.

Dankesworte

Bedanken möchte ich mich nochmals bei den Mitarbeitern der Finanzverwaltung, dem Kämmerer Herrn Greving und unserem Bürgermeister Herrn Tesing für den umfangreich ausgearbeiteten Haushaltsplan.
Vielen Dank auch an die Kollegen aus den anderen Fraktionen für die gute, manchmal kontroverse, aber immer von gegenseitiger Achtung geprägte Zusammenarbeit.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei meinen Fraktionskollegen, die mir bei der Erstellung der Haushaltsrede tatkräftig geholfen und mich in den letzten Wochen als vorübergehenden Fraktionsvorsitzenden unterstützt haben.
Ich möchte mich ebenfalls bei meinem Vorgänger, Johannes Lülf, für seine Hilfe bedanken. Ich habe in den letzten 365 Tagen viel von ihm gelernt und bin zuversichtlich, dass wir mit der Unterstützung aller, unsere Gemeinde weiter voranbringen. Besonderer Dank gilt meiner Frau, die mich in den letzten drei Wochen relativ wenig gesehen hat. Ich bin dir dankbar, dass du mir immer den Rücken frei hältst und zu mir stehst.
Wir als UWG freuen uns auf die zukünftigen Aufgaben und werden wie gewohnt unseren Anteil beitragen immer sachorientiert und zielgerichtet die erforderlichen Lösungen für unsere Gemeinde zu erarbeiten.
Auf eine gute Zusammenarbeit für Raesfeld, Erle und Homer.
Ihnen allen wünsche ich Frohe Weihnachten und einen gesunden Start ins neue Jahr!
Denken Sie positiv, bleiben Sie negativ!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
(es gilt das gesprochene Wort)
Volker van Wasen
Stellv. Fraktionsvorsitzender UWG

Haushaltsrede 2021 Bündnis90/Die Grünen Henry Tünte

Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Biodiversität

Meine Damen und Herren, bevor ich zu den uns besonders wichtigen Themen komme, möchte ich mich bei der Verwaltung für die Aufstellung der fiskalisch nachvollziehbaren und übersichtlichen Haushaltssatzung bedanken. Die Gemeinde steht aus Sicht der Grünen insgesamt gut da.

Der Verwaltung ist es wiederum gelungen, einen mittelfristig Überschüsse zu erwartenden Haushalt aufzustellen, so dass der Jahresfehlbetrag nach unserer Kenntnis voraussichtlich 2023/2024 wieder ausgeglichen werden kann.
Eine 2020 noch nicht vorhersehbare Besonderheit liegt sicher in dem Erwerb der Schlossimmobilie, der uns dank der guten Vorbereitung der Verwaltung alternativlos und tragbar erschien.
Der Titel meiner Haushaltsrede hat sich gegenüber der zurückliegenden nicht geändert. Die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels ist in weiten Teilen Raesfelds leider immer noch nicht angekommen. Die Zeit arbeitet weiter gegen uns. Insofern halten wir unsere Forderungen und Anregungen, formuliert in der zurückliegenden Haushaltsrede, vollumfänglich aufrecht.

Klimaschutz

Sie, Herr Tesing, haben für sich in Anspruch genommen, ein Klima-Bürgermeister sein zu wollen. Dem entgegen haben Sie zuletzt sinngemäß geäußert, Klimaschutz fange bei jedem Einzelnen an, die Gemeinde könne nicht die Probleme der Welt lösen. Das stimmt in Teilen, allerdings kann und muss die Gemeinde aus unserer Sicht bestmöglich Beiträge liefern. Der/die Einzelne ist durch unzureichendes Wissen und Beschränktheit auf seine vier Wände schnell überfordert und steht selbst bei bestem Willen das Klima zu schützen vor strukturellen Problemen, die nur durch die öffentliche Hand angegangen werden können.

Das möchte ich gerne mit Beispielen hinterlegen:

Uns wurde zugesagt, dass bis Ende dieses Jahres ein Entwurf für ein Klimaschutzkonzept vorgelegt würde. Das ist bis heute nicht erkennbar.

Noch in diesem Jahr wurde zur Erweiterung der Stockbreede ein anachronistischer Bebauungsplan verabschiedet, der die aktuellen Erfordernisse zur Nachhaltigkeit nicht berücksichtigt. Dabei ist die energetisch und wasserwirtschaftlich notwendige Sanierung von Bestandsgebäuden eine große Herausforderung, besser man denkt diese Themen schon beim Bau mit. Diese Ansprüche dürfen nicht mehr dem Goodwill des/der Einzelnen überlassen werden.

Erst kürzlich wurde die Satzung zur Parkraumbewirtschaftung geändert. Anstatt sich darum zu bemühen, die steigende Anzahl von Autos und deren Raumbedarf in unserer Gemeinde zurückzudrängen, wollen wir zukünftig noch mehr Stellplätze schaffen? Menschen, die bewusst gar kein Auto nutzen wollen, werden gezwungen Parkplätze vorzuhalten.

Ökostrom

Warum bezieht die Gemeinde nicht glaubhaften Ökostrom? Warum beteiligt sie sich weiter an fragwürdigen Geschäftsmodellen, wie dem der RWE? Wann wird das Wachstum in die Fläche beendet?

Einen wichtigen Punkt bei der Klimafolgenanpassung stellt der Landschaftswasserhaushalt dar. Mit Blick auf zunehmende Dürre- wie auch Starkregengefahren muss der Landschaftswasserhaushalt saniert werden. Auch hier kann die Gemeinde wirken. Sie sollte „schwammartig“ werden und durch Entsiegelung sowie Versickerung von anfallendem Regenwasser die zurückgehenden Grundwasserstände stützen und wieder anheben.

Sie muss, da wo es möglich ist, Vorgaben zur Dachbegrünung machen, den Anschluss und Benutzungszwang zur Flächenentwässerung aufheben, so dass Regenwasser vermehrt lokal versickert werden kann. Das das möglich ist, zeigen Beispiele aus anderen Kommunen.
Das viel zitierte Pflanzen von Bäumen kann vor diesem Hintergrund nur ein kleiner Baustein sein.

Nebenbei sei bemerkt, dass die Vergabe des Raesfelder Klimaschutzpreises für den Bau von Nistkästen sehr befremdlich wirkt, bei aller Anerkennung für die Natur- und Vogelschutzgruppe des Heimatvereins Raesfeld. Entweder gibt es in Raesfeld keine Klimaschutzaktivitäten oder die Juroren haben das Thema nicht erfasst.
Will Steffen et al. haben 2015 eine visuelle Darstellung, in welchem Umfang die planetaren Grenzen aktuell ausgeschöpft oder überschritten sind, veröffentlicht. Danach stellt das Artensterben ein noch größeres Problem dar.
Auch hier kann und muss die Gemeinde deutlich mehr leisten. Gewässer zählen zu den Hotspots der Artenvielfalt bei uns. Die Wasserrahmenrichtlinie muss endlich konsequent umgesetzt werden. Bis 2015 sollten bereits alle Gewässer den guten ökologischen Zustand/das gute ökologische Potenzial erreicht haben.

Pflichtaufgaben

Wenn die Gemeinde diese Aufgabe an die Wasser- und Bodenverbände weitergibt, so muss sie doch auf diese Verbände einwirken und sie unterstützen, um diese Pflichtaufgabe endlich zu erledigen. Die Umsetzung notwendiger Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nach Bundesnaturschutzgesetz muss konsequent und ortsnah erfolgen. In unserer Wahrnehmung wird hier zu nachlässig gehandelt.
Andere Kommunen bemühen sich wenigstens die Anlage von Schottergärten zu unterbinden – in Raesfeld: Fehlanzeige.

Beleuchtungssysteme können Insekten-freundlicher gestaltet werden (Beispiel Karpfenteich/Schlossbeleuchtung/Straßenbeleuchtung). Öffentliche Flächen können naturnah bewirtschaftet werden. Raesfeld könnte als „pestizidfreie Kommune“ durch Gestaltung von Pachtverträgen, Selbstverzicht bei der Bewirtschaftung von Grünanlagen und Wegen sowie Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung für sich werben. Bei der Bepflanzung von Grünanlagen können heimische Gehölze/Pflanzen verwendet werden. Öffentliche Grünflächen können extensiviert werden und z. B. gezielt zumindest in Teilbereichen hoch gewachsene Kraut- und Staudenfluren erhalten und geschaffen werden.
Warum erkennen wir die aktuelle Probleme nicht als Chance zur Verbesserung und machen Raesfeld zu einem Vorreiter für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz? Wir möchten dazu beitragen!

Der Haushaltsplan für das Jahr 2022 mit all seinen Anhängen, der uns auf 301 Seiten vorliegt, findet aufgrund oben genannter Punkte eingeschränkte Zustimmung der grünen Fraktion. Wir werben eindringlich für ein beherzteres Vorgehen zum Schutz unserer Lebensgrundlagen und behalten uns vor einen aus unserer Sicht ähnlich defizitären Haushaltsplan in Zukunft abzulehnen.

Mein Dank geht an unsere Ratsmitglieder sowie sachkundigen Bürger für die zurückliegende Arbeit. Wir werden die Entwicklungen in Raesfeld weiter kritisch begleiten.
Danke an die Vertreter der Presse für Ihre sachliche Berichterstattung.
Danke an die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Fraktionen für die faire und sachliche Zusammenarbeit an den Themen der Gemeinde Raesfeld, auch wenn wir in einigen Punkten noch Überzeugungsarbeit leisten müssen.
Danke an die Mitarbeiter im Rathaus für die Geduld und Sachlichkeit, und für Ihre
Ausdauer.

Meine Damen und Herren:
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit
(es gilt das gesprochene Wort)

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