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NRW richtet Video-Kindernotdienst an Feiertagen und Wochenenden ein

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Erkrankungswelle bei Kindern und Jugendlichen – Zusätzlicher Video-Kindernotdienst an Feiertagen und Wochenenden

Düsseldorf. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) richtet mit Unterstützung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) ein zusätzliches Versorgungsangebot im kinderärztlichen Notdienst ein.

Vom 24. Dezember 2022 (ab 10.00 Uhr) bis zum 31. Januar 2023 haben alle Eltern erkrankter Kinder und Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen an den Weihnachtstagen, an Mittwochnachmittagen sowie an den Wochenenden die Möglichkeit, eine telemedizinische Beratung (Videosprechstunde) durch eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt in Anspruch zu nehmen.

Erste Maßnahmen werden besprochen

Im Rahmen der Videosprechstunde sollen erste Maßnahmen besprochen und auch direkt entschieden werden, ob der Besuch einer Kindernotdienstpraxis nötig ist oder nicht. Das MAGS finanziert dieses zusätzliche Angebot vollständig.

Hohe Anzahl an Infektionskrankheiten

Der ambulante Notdienst für Kinder und Jugendliche und die Kinderkliniken sind aktuell durch die hohe Anzahl an Infektionskrankheiten durch etwa RS-Viren, Influenza und Corona sowie die krankheitsbedingten Personalausfälle extrem stark belastet.

Mit dem zusätzlichen Beratungsangebot per Video sollen Eltern erkrankter Kinder aus ganz Nordrhein-Westfalen eine weitere Anlaufstelle haben, die Orientierung zur Notwendigkeit und Dringlichkeit eines Arztbesuches bietet. Ich hoffe, dass so die Notdienstpraxen gerade während der Weihnachtstage ein Stück weit entlastet werden“, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Die telemedizinische Beratung im Kindernotdienst ist zwischen dem 24. Dezember zunächst bis zum 31. Januar 2023 mittwochnachmittags von 16.00 bis 22.00 Uhr sowie an den Wochenenden und an Feiertagen von 10.00 bis 22.00 Uhr möglich. Eltern erreichen sie über die Rufnummer 0211/5970 7284.

Diese ist eine normale Festnetznummer. Anrufer sollten daher beachten, dass die gängigen Kosten für ein Telefongespräch anfallen können.

Videosprechstunde

Um die Videosprechstunde nutzen zu können, benötigen Anrufende lediglich ein Smartphone, Tablet, Notebook oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon. Die Installation einer zusätzlichen Software ist nicht nötig.

Die anrufenden Eltern erhalten nach Angabe ihrer Grunddaten einen Link zur Videosprechstunde über SMS oder E-Mail sowie eine Transaktionsnummer (TAN), mit der sie der Videosprechstunde beitreten können. Einmal erfasste Anruferinnen und Anrufer bekommen dann direkt einen digitalen Kontakt zu den diensthabenden Kinderärztinnen und Kinderärzten.

Kinderärztinnen und Kinderärzte stehen online zur Verfügung

„Das Angebot beinhaltet das Potenzial, den kinderärztlichen Notdienst in der aktuellen Situation zu entlasten – daher wünsche ich mir eine rege Inanspruchnahme! Für die Eltern hat die Videosprechstunde den großen Vorteil: Sie können am Bett ihres Kindes sitzen bleiben und müssen nicht den Weg in die nächstgelegene Notdienstpraxis auf sich nehmen. Solch ein virtuelles Wartezimmer ist gleichzeitig auch mit Blick in die Zukunft ein höchst sinnvolles Angebot, das die ambulante Versorgung gerade an Wochenenden und Feiertagen ergänzen kann. Mittlerweile sind FaceTime, Skype und Videokonferenzen im Allgemeinen für viele in ihrer Kommunikation zur Normalität geworden“, sagt KVNO-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Frank Bergmann.


Für die Durchführung der pädiatrischen Videosprechstunden werden zu den Notdienstzeiten jeweils mehrere von der KVNO vermittelte Kinderärztinnen und Kinderärzte online zur Verfügung stehen.

Ergänzende Informationen finden Sie unter https://patienten.kvno.de/service/notdienst/telemedizinischer-kindernotdienst.

Unabhängig von diesem neuen Beratungsangebot haben die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe auch ihre Vor-Ort-Angebote im kinder- und jugendärztlichen Notdienst ausgebaut. Mit der Aufstockung von Personal, der Einrichtung von Notdiensten in Kinderarztpraxen und in Hausarztpraxen (unter anderem auch für ältere Kinder) begegnen die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen dem derzeit starken Patientenandrang.

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211/855-5.

Neue Beträge für Bürgergeld- und Sozialhilfeempfänger

Höhere Beträge für Bürgergeld- und Sozialhilfeempfänger – Neue Regelbedarfssätze im SGB-II- und SGB-XII-Bereich ab dem 1. Januar 2023

Kreis Borken (pd). Zum 1. Januar 2023 werden die Regelbedarfssätze im SGB-II- und SGB-XII-Bereich erhöht. Diese Leistungen dienen dazu, den Lebensunterhalt zu sichern. Das gilt für die Grundsicherung für Arbeitsuchende („neu: Bürgergeld“), die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie für die Hilfe zum Lebensunterhalt („Sozialhilfe“).

Darüber hinaus werden wie schon bisher für die Mehrheit der Betroffenen auch Leistungen für Unterkunft und Heizung bewilligt. Die höheren Beträge werden für die Leistungsberechtigten ab dem 1. Januar 2023 automatisch bei der Bedarfsermittlung berücksichtigt.

Grundlage ist eine Gesetzesänderung, die zum neuen Jahr in Kraft tritt.
Die Erhöhung erfolgt aufgrund der durchschnittlichen Entwicklung der Preise und der Nettolöhne. Zudem spiegelt sie neuerdings die zu erwartende regelbedarfsrelevante Preisentwicklung zeitnaher und damit wirksamer wieder.
Die neuen Regelbedarfssätze im Überblick:

  • Alleinstehende, Alleinerziehende und Personen, deren Partnerin oder Partner minderjährig ist, erhalten künftig monatlich 502 Euro (bisher: 449 Euro).
  • Ehe- oder Lebenspartner, die zusammenleben, bekommen jeweils 451 Euro (bisher: 404 Euro).
  • Sonstige erwerbsfähige Erwachsene, die keinen eigenen Haushalt führen (Kinder im Alter von 18 bis 24 Jahren im SGB II), erhalten 402 Euro (bisher: 360 Euro).
  • Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren bekommen 420 Euro (bisher: 376 Euro).
  • Kinder zwischen sechs und 13 Jahren erhalten 348 Euro (bisher: 311 Euro).
  • Für Kinder bis zum Alter von fünf Jahren steigt der Regelbedarf auf 318 Euro (bisher: 285 Euro).

Für Rückfragen zu dem Thema stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den „Jobcentern“ und den Sozialämtern der Städte und Gemeinden im Kreisgebiet sowie beim Kreis Borken zur Verfügung.

VHS Kreis Borken schließt Vereinbarung mit sechs Kommunen

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Stärkung des Weiterbildungsangebotes im Kreis Borken – Reken kehrt zurück zur gemeinsamen Volkshochschule der Städte und Gemeinden Borken, Gescher, Heiden, Raesfeld, Reken und Velen

Mit dem Ziel, das Bildungsangebot in Reken und den weiteren Mitgliedskommunen der gemeinsamen Volkshochschule (VHS) langfristig zu stärken und auszubauen, fanden im Jahr 2022 gemeinsame Gespräche zwischen der VHS und der Gemeinde Reken statt.

Nun ist es formal besiegelt: Reken gehört ab dem Jahr 2023 wieder zur gemeinsamen kommunalen VHS mit den Städten Borken, Gescher und Velen sowie den Gemeinden Heiden und Raesfeld. Alle sechs Kommunalräte haben dazu jetzt eine neue öffentlich-rechtliche Vereinbarung beschlossen. Der Landrat des Kreises Borken als Aufsichtsbehörde hat diese nun genehmigt.

Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit

Kurz vor Weihnachten können sich alle beteiligten Kommunen freuen, denn der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit bietet für alle einen Mehrwert:
In Reken können sich die Bürgerinnen und Bürger darüber freuen, dass es neben den bestehenden und bewährten Angeboten des Bildungswerkes nun zusätzliche Angebote der VHS vor Ort in Reken stattfinden werden.

Angebot wird weiter ausgebaut

Das Angebot wird dabei über die nächsten Jahre kontinuierlich aufgebaut. Im kommenden Semester gibt es beispielsweise über die VHS Golf-Kurse für Einsteigerinnen und Einsteiger, „Meditation mit Pferd“, Vorträge zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung oder eine digitale Sprechstunde zu Fragen rund um Smartphone, Tablet und Laptop.
Für sämtliche Angebote der VHS – auch in den anderen Kommunen – entfällt zudem nun der Zuschlag, den Rekenerinnen und Rekener bisher zusätzlich zu den regulären Kursgebühren zahlen mussten.

Gute interkommunale Zusammenarbeit

Auch alle anderen Kommunen profitieren von der Erweiterung der Zusammenarbeit, denn das gesamte Kursangebot kann so für alle Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut und die finanziellen Aufwendungen von einer größeren Gemeinschaft getragen werden.
„Eine gute interkommunale Zusammenarbeit ist für unsere Region – gerade auch im Bereich der Weiterbildung – ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und solide Entwicklung“, stellt Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing heraus. „Herausforderungen können am besten gemeinschaftlich angegangen werden“, betont sie. Die VHS wie auch die ebenfalls interkommunale Musikschule seien da sehr positive Beispiele.

Kontakt

Das neue Semester der VHS startet am 6. Februar 2023. Anmeldungen sind ab dem 10. Januar 2023 ab 8.30 Uhr online unter www.vhs.borken.de sowie persönlich in der VHS-Geschäftsstelle in Borken (Heidener Straße 88), in den Bürgerbüros der Städte und Gemeinden oder per Anmeldekarte aus dem VHS-Programmheft möglich. Gerne steht das Sekretariat der VHS Interessierten auch unter Tel. 02861/939-238 zur Verfügung.

Apotheken fordern Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Lieferengpässe

Das Problem der Arzneimittelengpässe spitzt sich auch im Kreis Borken immer weiter zu. Bürokratie und strikte Vorgaben verschärfen die Lage zusätzlich.

Die Apotheken in Westfalen-Lippe appellieren an die Politik, flexible Lösungen zu ermöglichen.

Borken/Münster (pd). Fiebersäfte, Antibiotika, Inhalativa, Hustenmittel, aber auch Insulin und starke Schmerzmittel: Das Problem der Lieferengpässe bei Arzneimitteln spitzt sich immer weiter zu. „Obwohl das Management solcher Engpässe seit Jahren zum Apothekenalltag gehört, haben selbst Kolleginnen und Kollegen, die bereits seit Jahrzehnten im Beruf stehen, eine derart schwierige Lage noch nicht erlebt“, sagt Petra Hruby, Vorsitzende der Bezirksgruppe Borken im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL).

„Probleme zu lösen, ist unser tägliches Geschäft. Aktuell aber wird es immer schwieriger, manchmal sogar unmöglich, im Falle eines Lieferengpasses eine Alternative für die Patienten zu finden“, fügt Hruby hinzu.

Krankenkassen haben ihre eigenen Regeln

Besonders ärgerlich sei, dass bürokratische Regelungen und komplexe Vorgaben, die die Krankenkassen den Apotheken machten, unkomplizierte Lösungen verhinderten und damit die Situation weiter verschärften. „Aktuell hat nahezu jede Krankenkasse ihre eigenen Regeln, welche von Engpässen betroffenen Arzneimittel zügig ohne Genehmigung importiert werden können und für welche Medikamente etwaige Mehrkosten übernommen werden. Dabei variieren von Kasse zu Kasse die Formalien, die die Apotheken erfüllen müssen.“

Apotheken am Limit

Bei annähernd 100 gesetzlichen Krankenkassen sei es für die Apotheken jedoch unmöglich, hier den Überblick zu behalten und den verschiedenen Anforderungen nachzukommen. „Wie soll das gehen?“, fragt Hruby, „wenn die Patienten regelrecht die Apotheken stürmen. Wir sind am Limit.“
„Wir appellieren daher dringend an die Politik, diesen Flickenteppich abzuschaffen, einheitliche Vorgaben zu machen – und die Apotheken in dieser schwierigen Situation vor Regressen zu schützen.“

Forderung nach flexiblen Lösungen

Apotheken könnten zwar Fiebersäfte selbst herstellen, sofern sie an die Wirkstoffe kämen, die zum Teil ebenfalls knapp seien. Aber auch für die Produktion in den Apotheken seien die bürokratischen Hürden hoch, so Hruby. „Wir brauchen – wie auch zu Beginn der Corona-Pandemie – in den Apotheken mehr Beinfreiheit, um flexibel Lösungen zu finden, und wir müssen diesen enormen Zusatzaufwand, den wir mit dem Krisenmanagement haben, auch vergütet bekommen.“

Apotheken müssen dringend gestärkt werden

Klar sei, dass die aktuelle Krise im Gesundheitssystem ohne das flächendeckende Netz der Apotheken vor Ort nicht zu bewältigen wäre. „Wir können dezentral produzieren und individuelle Lösungen für die Probleme finden, die weder Hotline noch Versandhandel bieten können“, sagt Thomas Rochell, AVWL-Vorstandsvorsitzender. Wie schon in der Corona-Pandemie zeige sich nun erneut, dass das Apothekennetz gesichert werden müsse. „Statt wie zuletzt trotz explodierender Kosten und galoppierender Inflation die Vergütung zu kürzen, müssen die Apotheken vielmehr dringend gestärkt werden.“

Apotheken horten keine Arzneimittel

Rochell betont: „Die Apotheken vor Ort tragen keinerlei Schuld an diesen Lieferengpässen.“ Unterstellungen aus der Politik, die Apotheken horteten Arzneimittel, weist er entschieden zurück: „Das ist absurd und nur ein Versuch, von den eigentlichen Problemen abzulenken. Wir haben kein Verteilungsproblem, sondern schlicht einen Versorgungsmangel. Die Apothekenteams geben derzeit alles. Deshalb möchte ich die Patienten auch dringend um Verständnis und Geduld bitten.“

Wohngeld-Plus Gesetz tritt am 01.01.2023 in Kraft

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Raesfelder Bürgerinnen und Bürger können sich für die Berechnung von Wohngeld im Januar im Raesfelder Rathaus melden

Am 01.01.2023 tritt das Wohngeld-Plus-Gesetz in Kraft, das den Bezug von Wohngeld vereinfachen und beschleunigen soll, um den gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten entgegenzuwirken.

Haushalte, die Anspruch auf Wohngeld haben, können dies über den online verfügbaren Wohngeldrechner auf der Internetseite der Gemeinde Raesfeld ermitteln. Anträge auf Wohngeld können ab Januar bei der Gemeinde gestellt werden, allerdings wird die Programmierung des Wohngeldprogramms zur Berechnung und Zahlung voraussichtlich erst im April 2023 abgeschlossen sein.

Rückwirkende Wohngeldanträge

Bis dahin werden keine Entscheidungen über gestellte Wohngeldanträge oder Abschlagszahlungen möglich sein. Die Anträge werden rückwirkend, aber erst ab dem Zeitpunkt der Antragstellung, berücksichtigt.

Kontakt

Raesfelder Bürgerinnen und Bürger, können sich im Januar, wenn sich bei der überschlägigen Berechnung des Wohngelds im Wohngeldrechner ein Anspruch ergibt, im Raesfelder Rathaus melden und sich von Heike Hülsmann (Telefon 02865 955 158) und Stephanie Bahde (Telefon 02865 955 166) beraten und bei der Antragstellung unterstützen lassen.

10 Jahre Autohaus Ebbing in Raesfeld

Der Sprung in die Selbständigkeit ist immer auch ein Sprung ins Ungewisse. Vor allem wirtschaftlich. Das kann man durch eine teilweise ausgeübte angestellte Berufstätigkeit oder durch einen berufstätigen Partner ein wenig abfedern. Zumindest dann, wenn es an der entsprechenden Risikofreudigkeit fehlt. Doch Rainer Ebbing und seine Frau Stefanie setzten alles auf eine Karte, als sie das Autohaus Ebbing in Raesfeld gründeten. Das ist mittlerweile 10 Jahre her, und die beiden sind froh, damals diese Entscheidung getroffen zu haben. 

Das erwartet Sie im Autohaus Ebbing 

  • Reifenservice
  • Rädereinlagerung
  • Reparaturservice
  • Service für E-Fahrzeuge
  • Komplette Unfallschaden-Abwicklung
  • Tägliche TÜV-Abnahme im Haus
  • Bremsenservice
  • Tuning
  • Handel mit Neu-/Gebrauchst und EU-Fahrzeugen

Schritt für Schritt zum Erfolg 

Die Idee, die damals leerstehende Halle und das weitläufige Außengelände für ein Autohaus zu nutzen, war einfach zu verlockend. Selbst die neue Stelle, die Stefanie Ebbing-Riepen ausgerechnet zu dieser Zeit antreten sollte, konnte die beiden nicht von ihrem Vorhaben abhalten. Kurzentschlossen verzichtete sie auf die neue berufliche Herausforderung, um sich mit ihrem Mann ganz auf den Aufbau des Unternehmens konzentrieren zu können. Der konnte jede Unterstützung gut gebrauchen. In der Werkstatt stand ihm anfangs nur ein Geselle zur Verfügung. Umso wichtiger war es, das Büro in guten Händen zu wissen. In den ersten zweieinhalb Jahren wurde die Immobilie gepachtet und das Geschäft Schritt für Schritt ausgebaut.  Zahlreiche Werbemaßnahmen unterstützten den Prozess. Schließlich konnten die Ebbings das komplette Grundstück mit Halle erwerben. 

Umfangreiche Serviceleistungen 

Mittlerweile ist das Team gewachsen und besteht aktuell aus einem Meister, drei Gesellen, einem Auszubildenden und zwei Aushilfen. Gleichzeitig konnte der Kundenstamm dank umfangreicher Serviceleistungen deutlich erweitert werden. Saisonal bedingt haben gerade Reifenwechsel Hochkonjunktur am Roringskamp 5. Zumal die Sommer- bzw. Winterreifen der Kunden kostenlos eingelagert werden, während sie auf den nächsten Einsatz warten.

Das Autohaus Ebbing hat sich über die Jahre zwar auch im Handel mit hochwertigen Gebrauchtwagen einen guten Ruf erworben, allerdings liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf den Werkstattleistungen. Auch hier ändern sich die Herausforderungen immer wieder. „Heutzutage steckt viel mehr Elektronik in den Fahrzeugen als vor zehn Jahren“, erinnert sich Rainer Ebbing. „Das macht es umso wichtiger, die Mitarbeiter durch regelmäßige Fortbildungen und Schulungen auf dem neuesten Stand der Technik zu halten.“ Denn natürlich ist auch das 10-jährige Firmenjubiläum nur eine Durchgangsstation für die kommenden Jahre.   

Hier geht’s zum Autohaus Ebbing 

www.autohaus-ebbing.de 
Roringskamp 5 
46348 Raesfeld 
02865/6402 
[email protected] 

Beim Laden der Karte werden Daten an Google übermittelt.

Raesfelder zahlen ab 2023 weniger Müllentsorgungsgebühren

Die Müllentsorgungsgebühren in Raesfeld werden im kommenden Jahr um rund sechs Prozent gesenkt.

Achtung. Laut Satzungsänderung wird ab dem 1. Januar 2023 die Abfuhr der Abfälle bereits ab 6.00 Uhr morgens erfolgen

Ab Januar 2023 spart durch die Senkung der Restmüllgebühr ein Haushalt mit je einer 120 Liter Bio-, Restmüll- und Altpapiertonne bei 14-tägiger Abfuhr somit 11,28 € im Jahr ein.

Die aktuelle Kostensituation sowie Gebührenüberschüsse aus Vorjahren ermöglichen diesen Schritt, sagte Bürgermeister Martin Tesing am Montag bei der Einbringung des Haushaltes. Mittelfristig sei aber auch hier wieder mit steigenden Gebühren zu rechnen.
Im interkommunalen Vergleich stehe die Gemeinde mit ihren Beitrags- und Gebührensätzen nach wie vor gut da, so Tesing. (Vergleich: Schermbeck 120 l-Behälter 280,80 €, Borken 120-l-Restmülltonne bei 4-wöchentl. Leerung  95,42€)

Die Abholung von Altpapier bleibt weiterhin kostenfrei. Bei der Biotonne bleiben für die Haushalte die Kosten gleich.

Abfuhrgebühr für den Restmüll

Die Höhe der Abfuhrgebühr für den Restmüll richtet sich nach der Art der Abfallbehälter für Restmüll und dem Abfuhrrhythmus.

Sie beträgt jährlich für

  • 13 Abfallsäcke 60,48 €
  • je 80-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 97,92 €
  • je 120-l-Restmüllgefäß (eigenes) (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 135,84 €
  • je 120-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 138,12 €
  • je 240-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 258,96 €
  • je 80-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 4-Wochen-Rhythmus) 57,72 €
  • je 120-l-Restmüllgefäß (eigenes) (Abfuhr im 4-Wochen-Rhythmus) 75,60 €
  • je 120-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 4-Wochen-Rhythmus) 77,88 €
  • je 240-l-Restmüllgefäß (Abfuhr im 4-Wochen-Rhythmus) 138,36 €

Biomüll

Die Höhe der Sondergebühr für den Biomüll richtet sich nach der Art der Abfallbehälter für den Bioabfall. Sie beträgt jährlich

  • je 120-l-Mietgefäß (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 39,00 €
  • je 240-l-Mietgefäß (Abfuhr im 2-Wochen-Rhythmus) 40,20 €  

Altpapier

Die Gebühr für einen bereitgestellten 120-l-Altpapierbehälter beträgt 0,00 € 240-l-Altpapierbehälter beträgt 0,00 €

Die Gebühr für die Gestellung und Abfuhr beträgt für einen zusätzlichen Restmüllsack 3,00 € Artikel III Diese Satzung tritt am 01.01.2023 in Kraft.

Entsorgung von Sperrmüll, Elektro- und Elektronik-Altgeräten und Altbatterien

Jeder Haushalt erhält pro Jahr 2 Abrufkarten. Der Anschlussberechtigte hat sich mit der Abrufkarte schriftlich an das beauftragte Unternehmen zu wenden. Über den Termin der Abholung wird der Abfallbesitzer spätestens 10 Tage vorher informiert. Die je Anmeldung maximal bereitzustellende Sperrgutmenge beträgt 3 cbm.

Neue Abfuhrzeiten

Aufgrund einer Satzungsänderung wird ab dem 1. Januar 2023 die Abfuhr der Abfälle bereits ab 6.00 Uhr morgens erfolgen.

Die Mülltonnen müssen daher spätestens zu diesem Zeitpunkt am Straßenrand bereitstehen. Es empfiehlt sich daher, sie schon am Abend vor der Abholung rauszustellen. Der Straßen- und Fußgängerverkehr darf dadurch nicht gefährdet werden.

Eine individuelle Erinnerung an die Abfuhrtermine kann man sich übrigens mit der AbfallApp WML aufs Smartphone holen.

Gemeinde Raesfeld bleibt auch 2023 nach 30 Jahren schuldenfrei

Haushaltsplanentwurf für das neue Haushaltsjahr 2023 der Gemeinde Raesfeld.

Die Gemeinde Raesfeld bleibt auch nach 30 Jahren trotz enormer Investitionen in die Zukunft im kommenden Jahr schuldenfrei!

Bürgermeister Martin Tesing erklärte jedoch, dass aufgrund der stabilen Haushaltssituation die Gemeinde in der Lage sei, diese negative Jahresbilanz durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage, dem sogenannten Sparstrumpf der Gemeinde Raesfeld, auszugleichen.

Martin-Tesing-CDU-Raesfeld
Einbringung des Haushalts der Gemeinde Raesfeld 2023. Haushaltsrede von Bürgermeister Martin. Foto: Petra Bosse (archiv)

Haushaltsentwurf für das kommende Jahr

Am Montag stellte Bürgermeister Martin Tesing den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr im Rat der Gemeinde Raesfeld vor. Tesing betonte, dass der Haushalt 2020/2021 und auch der Haushalt 2022 von vielen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geprägt sein werden, aber dass die Gemeinde Raesfeld trotzdem schuldenfrei bleiben werde. Der Haushalt der Gemeinde werde in den kommenden Jahren jedoch aufgrund der mittelfristigen Finanzplanung großen Belastungen ausgesetzt sein.

Veränderte Bedingungen in der Wirtschaft und im Privaten

Bürgermeister Martin Tesing betonte, dass wir uns auf veränderte Bedingungen in der Wirtschaft und im Privaten einstellen müssen und ein Umdenken benötigen. Er schlug vor, nachhaltiger zu handeln, indem wir beispielsweise nicht mehr Holzfälle, als nachwachsen können. In Bezug auf die Haushaltswirtschaft der Gemeinde bedeutet dies, dass wir das Ziel der Schuldenfreiheit, das seit 30 Jahren für das Handeln der Raesfelder Kommunalpolitik steht, bewahren sollten, um der Verantwortung für unsere Nachfolgegenerationen gerecht zu werden.

Tesing betonte auch, dass wir den Klimaschutz in den Fokus unserer Arbeit stellen sollten, indem wir den Prozess zur Einführung von fossilen auf erneuerbare Energien aktiv unterstützen.

Umsetzung des Klimaschutzes

„Mit unserem Diktum der Schuldenfreiheit und dem jetzt angestoßenen Prozess zur Entwicklung des Klimaschutzkonzeptes wollen wir uns jetzt auf diesen Weg geben“, sagte Bürgermeister Tesing. Er betonte jedoch auch, dass die Möglichkeiten der Gemeinde Raesfeld zur Umsetzung des Klimaschutzes nicht überbewertet werden sollten und jeder Einzelne seinen persönlichen Beitrag leisten muss. Tesing erwähnte auch, dass die Corona- und Flüchtlingskrise in den vergangenen zwei Jahren die Gemeinde stark belastet haben und der Beitrag der Gemeinde zum Klimaschutz daher geringer ausgefallen ist, als gewünscht.

Haushalts Ergebnisplan Raesfeld 2023

Gesamtaufwendungen 2023

Der Bürgermeister, Martin Tesing, hat angekündigt, im nächsten Jahr Gesamtaufwendungen in Höhe von 27.074.100 € zu planen. Dies bedeutet eine Steigerung der Aufwendungen um etwa 2,6 Mio. € im Vergleich zum Planansatz für 2022.

Die Erträge werden voraussichtlich 26.137.600 € betragen und damit etwa 2,35 Mio. € über den Gesamterträgen des Planansatzes für dieses Jahr liegen. Das Ergebnis wird daher voraussichtlich ein Minus von 936.500 € sein.

Entnahme aus der Ausgleichsrücklage

Trotz dieses negativen Ergebnisses hat die Gemeinde Raesfeld aufgrund ihrer soliden Haushaltssituation die Möglichkeit, dieses Minus durch eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage, dem sogenannten „Sparstrumpf“ der Gemeinde, auszugleichen. Daher kann als Zwischenergebnis festgehalten werden, dass der Haushalt der Gemeinde Raesfeld auch im nächsten Jahr trotz der negativen Wirtschaftsprognosen fiktiv ausgeglichen sein wird. Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr neben den Klimaschutzaktivitäten vor allem auf den Investitionen.

Entwicklung der Ausgleichsrücklage Raesfeld 2022

13,6 Mio. € Investitionen – Höchste Wert in der Geschichte

Martin Tesing betonte: ‚Mit Blick auf die Gesamthöhe der Investitionen mit insgesamt rund 13,6 Mio. € könnte man in diesem Jahr auch von einem Investitionshaushalt sprechen. Damit wenden wir im Prinzip jeden zweiten Euro für Investitionen auf. Dies ist, und das möchte ich ausdrücklich betonen, der höchste Wert in der Geschichte der Gemeinde Raesfeld.‘

„Mit Blick auf die Art der Investitionen möchte ich darauf hinweisen, dass diese mit einem Betrag in Höhe von 4,5 Mio. € für die Erschließung der beiden Gewerbegebiete in Erle-Ost und in Raesfeld-Süd als Kapitalanlage ausgestaltet sind‘, fuhr Tesing fort. „Diese Summe wird über die Umlegung der Erschließungskosten und über die Gewerbesteuereinnahmen in den kommenden Jahren wieder im Gemeindehaushalt zurückfließen“, so Martin Tesing.

Entwicklung der Investitionen 2023 Raesfeld

Gewerbefläche um 40 Prozent auf insgesamt 74,2 Hektar erweitert

„Bis zum Jahr 2019 hatte die Gemeinde Raesfeld und Erle insgesamt eine Fläche von 53 Hektar für Gewerbebetriebe ausgewiesen“, sagte der Bürgermeister während der Ratssitzung am Montag.

„Doch voraussichtlich werden wir durch das bereits erschlossene Gewerbegebiet Raesfeld-Nord mit 5,8 Hektar, der Erschließung der Gewerbegebiete in Raesfeld-Süd mit 6 Hektar und in Erle-Ost mit weiteren 7,8 Hektar sowie der noch in der Bauleitplanung befindlichen sog. Schmeing-Fläche mit 1,6 Hektar insgesamt 74,2 Hektar Gewerbeflächen ausgewiesen haben. Damit haben wir unseren Bestand an Gewerbeflächen in 4 Jahren um 40 % erweitert“.

Erweiterung des Gewerbeflächenangebotes

„Diese enorme Erweiterung des Gewerbeflächenangebotes bringt für die Gemeinde vor allem die Chancen auf wohnortnahe Arbeitsplätze sowie auf zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen, die mit Blick auf die zu erwartenden Kosten des Klimaschutzes auch dringend benötigt werden“, fügte der Bürgermeister hinzu. „Mit anderen Worten: die in den vergangenen Jahren vorgenommenen Gewerbegebietsausweisungen waren meiner Meinung nach die wichtigste Investition in die Zukunft der Gemeinde.“

Planungen Bauamt

Insgesamt plane das Bauamt im kommenden Jahr folgende Investitionen:
  • Unter anderem für den Ausbau der Julia-Koppers-Gesamtschule in Höhe von 860.000 €,
  • der Bau von Unterkünften für Flüchtlinge in Höhe von 2 Mio. €,
  • die Dacherneuerung am Schlossturm in Höhe von 236.000 €
  • sowie der klimafreundliche Umbau des Parkplatzes am Rathaus in Höhe von 461.000 €

Die Feuerwehr wird ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, mit Investitionen in den An- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Erle, der Beschaffung von Ausrüstung und dem Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrgerätehaus in Raesfeld.

2,17 Mio. € Investitionen in die Feuerwehr

Nachdem in diesem Jahr der HLF 20 zum Preis von 452.000 € angeschafft worden ist, soll im kommenden Jahr das Feuerwehrgerätehaus in Erle mit Haushaltsmitteln in Höhe von 880.000 € an- und umgebaut werden, eine Verpflichtungsermächtigung für die Beschaffung eines weiteren HLF 20 in Höhe von 460.000 € und für ein Feuerwehrgerätewagen Logistik in Höhe von 290.000 € ausgesprochen werden.

Darüber hinaus soll auf dem Feuerwehrgerätehaus in Raesfeld im kommenden Jahr eine
Photovoltaikanlage mit Kosten in Höhe von 90.000€ errichtet werden. „Insgesamt wird im Ergebnis somit eine Summe von rund 2,17 Mio. € in unsere Feuerwehr investiert. Mit Blick auf die Bedeutung die unsere Feuerwehr in unserem Ort zukommt, ist dies eine sehr gute Investition und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, mich an dieser Stelle noch einmal
ausdrücklich für die hervorragende Arbeit bedanken, die unsere Feuerwehr Tag für Tag für uns alle leistet“, sagte Tesing.

Kreisumlage Kreis Borken

Kreis- und Jugendumlage – Entwicklung besorgniserregend

Ein weiterer Kostenblock bereite dem Bürgermeister dagegen mehr Sorgen. Es ist die Kreis- und Jugendamtsumlage.

Diese soll sich im kommenden Jahr um sage und schreibe 1,15 Mio. € auf insgesamt dann 8,55 Mio. € erhöhen. Hier habe die Verwaltung in den letzten Wochen und Monaten bereits über die Bürgermeisterkonferenz einen intensiven Dialog mit dem Kreis Borken geführt.

Mit Blick auf die Gesamtsumme in Höhe von 8,55 Mio. € die im kommenden Jahr an den Kreis Borken überwiesen werden müssen und diese fast ein Drittel des Gesamtetats der Gemeinde ausmachen, sei diese Entwicklung besorgniserregend, so Tesing.

Zusammen mit den weiteren Transferzahlungen in Höhe von insgesamt 11.754.800 € werden im kommenden Jahr damit insgesamt 43,42 % der Gesamtausgaben fremdbestimmt und der gemeindlichen Verfügungsgewalt entzogen.

2021 insgesamt 830.000 Euro mehr Erträge

Im Haushaltsjahr 2023 werden die ordentlichen Erträge insgesamt 25.603.500 € betragen. Im Vergleich zu den Gesamterträgen des Jahres 2021 sind das 830.000 Euro mehr und im Vergleich zu den geplanten Erträgen des Jahres 2022 sind es sogar 2,17 Millionen € mehr. Diese Mehrerträge resultieren vor allem aus der Erwartung, dass die Steuern und Abgaben im Vergleich zum Haushaltsjahr 2022 wieder positiv wachsen werden. Allein hier sind Mehrerträge von rd. 1,75 Millionen € einkalkuliert. Die übrigen Ertragsarten, abgesehen von Kostenerstattungen, werden sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht erhöhen.

Kleine Steuererhöhung – dafür soll die Gewerbesteuer auf 416 % sinken

Bei der Planung der Gewerbesteuer für den Haushalt wurde das Steuersoll des Jahres 2022 als Berechnungsgrundlage verwendet. Hierbei seien auch die Orientierungsdaten des Landes NRW berücksichtigt worden, in denen Steigerungsraten zwischen 4,2 % und 6,9 % für das Planungsjahr und für den Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung erwartet werden. Aufgrund der lokalen Entwicklung der Gewerbesteuer wurden die Steigerungsraten aus den Orientierungsdaten vollständig in unseren Haushaltsplan aufgenommen.

Dadurch werde der Planansatz für die Gewerbesteuer im Vergleich zu 2022 um 610.000 € steigen. Die Senkung des Hebesatzes bei der Gewerbesteuer um 2 Prozentpunkte auf 416 % (418%) sei bereits berücksichtigt worden. Martin Tesing: „Wir erwarten, dass die Gewerbesteuererträge im Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung weiter steigen werden“.

Grundsteuer A und B

Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden für das Haushaltsjahr 2023 wie folgt festgesetzt:

  • Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) auf 314 %
  • für die Grundstücke (Grundsteuer B) auf 493 %
  • Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag auf 416 %

Im Bereich der Grundsteuer A und B liegen die Steigerungsraten lediglich bei 1,1 Prozentpunkte. Die Erhöhung der Planansätze resultiert insgesamt aus verschiedenen Faktoren. Zum einen aus der Anwendung der Steigerungsraten, zum anderen aus der Berücksichtigung der neuen fiktiven Hebesätze, sowie bei der Grundsteuer B aus zusätzlichen bebauten Grundstücken.

Die Grafik zeigt den Anteil der einzelnen Steuerarten am Gesamtsteueraufkommen in Höhe von rund 16,5 Mio. €.
Steuerbeiträge Raesfeld 2021

Abfallbeseitigungsgebühren werden gesenkt

Die Abfallbeseitigungsgebühren werden im kommenden Jahr sogar noch einmal leicht gesenkt werden. Die aktuelle Kostensituation sowie Gebührenüberschüsse aus Vorjahren ermöglichen diesen Schritt. Mittelfristig sei aber auch hier wieder mit steigenden Gebühren zu rechnen.
Im interkommunalen Vergleich stehe die Gemeinde mit ihren Beitrags- und Gebührensätzen nach wie vor gut da, sagt Tesing.

Abwassergebühren für einen 4 Personen Musterhaushalt

So liege die Gemeinde Raesfeld beim aktuellen Ranking des Bundes der Steuerzahler bei den Abwassergebühren für den 4 Personen Musterhaushalt mit durchschnittlichen Kosten von 348 € landesweit an dritter Stelle.
Während die durchschnittlichen Kosten im Kreis Borken 541,71 € betragen liegen sie landesweit sogar bei durchschnittlich 737,09 €.

Abfallgebühren Raesfeld 2023

Abfallgebühren

Mit Blick auf die Abfallgebühren für einen 4 Personen-Musterhaushalt belegt die Gemeinde Raesfeld mit 136,80 Euro den 8 Platz von den 396 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich liegt der landesweite Durchschnittspreis hier bei 210,21 Euro.

Gewerbe- und Hundesteuer im Vergleich zu anderen Kommunen

Bei der Gewerbesteuer soll der neue Steuersatz bei 416 % liegen. Bei den
Vergleichskommunen durchschnittlich bei 489 %.

Für die Haltung eines Hundes zahlt der Raesfelder Steuerzahler oder Steuerzahlerin 48 Euro, während die Steuerkosten in den Vergleichskommunen bei durchschnittlich 102 Euro liegen (Schermbeck 73,20 €, Dorsten 108 €).
„Kurzum: die Steuer- und Abgabenlast in der Gemeinde Raesfeld kann jeden Vergleich in Nordrhein-Westfalen standhalten. Darauf können wir stolz sein und das darf dann an dieser Stelle auch einmal gesagt werden“, so Tesing.

Änderung des Finanzmittelbestandes

Für das Haushaltsjahr 2023 rechnet Tesing mit einer Änderung des Finanzmittelbestandes von rund – 7,5 Mio. €. Bereits bei der Planungen für dieses Haushaltsjahr 2022 haben die Auszahlungen die Einzahlungen insgesamt um rd. 5,3 Mio. € überstiegen.

Seit dem Haushaltsjahr 2021 sei dieses Defizit jedoch nicht nur ausschließlich auf die jeweilige Investitionstätigkeit der Gemeinde zurückzuführen, sondern vielmehr auch auf ein negatives Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit (2021: -455.700 Euro und 2022: – 926.500 Euro).

Dies bedeute, dass schon die laufenden Auszahlungen des Haushaltsjahres nicht durch die laufenden Einzahlungen gedeckt werden können und bereits für die laufende Verwaltungstätigkeit auf die Reserven der Gemeinde zurückgegriffen werden müsse. Dies gelte auch für den Haushaltsplan 2023. Der negative Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit erhöhe sich sogar nochmal auf 1.299.200 €.

Negativ Saldo hat sich in einen Überschuss verwandelt

Gegenüber der Vorstellung des Entwurfs habe sich das Jahresergebnis 2021 gegenüber der Haushaltsplanung und sehr zur Freude von Bürgermeister Tesing jedoch deutlich verbessert.

Der im Haushalt geplante negative Saldo aus laufender Verwaltungstätigkeit hat sich in einen Überschuss in Höhe von 4.247.482,45 € verwandelt. Verantwortlich hierfür seien die deutlich höheren Erträge, insbesondere die Gewerbesteuer und der Gemeindeanteile an der Einkommensteuer, sowie erhebliche Minderaufwendungen, insbesondere bei den Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen.

Zwar sei der Saldo aus Investitionstätigkeit negativ geblieben, mit – 660.630,19 € jedoch deutlich niedriger als im Rahmen der Haushaltsplanung angenommen. Dort sei die Verwaltung noch von einem negativen Saldo von 4.634.600 €ausgegangen worden.
„Auch für das laufende Haushaltsjahr 2022 kann ich Ihnen mitteilen, dass der geplante Finanzmittelfehlbetrag deutlich geringer ausfallen wird als im Rahmen der Haushaltsplanung angenommen“.

Die schöne Weihnachtskrippe in der St. Silvesterkirche ist aufgebaut

Die Krippe in der St. Silvesterkirche in Erle ist jetzt aufgestellt. Sieben erfahrene Krippenbauer haben am Montag damit verbracht, sie fachgerecht aufzubauen.

Sie sorgen schon seit vielen Jahren für eine weihnachtliche Atmosphäre in der Kirche. Wie Josef Oesing. Er weiß genau, wo jede Latte, jeder Nagel und jeder Tannenbaum in der Ecke für die Weihnachtskrippe platziert werden muss.

Kein Wunder, dass sich der Erler so gut auskennt, denn mittlerweile gehört der Krippenbauer neben Johannes Gülker, Ludger Uhlenbrock, Reinhard Venhoff, Thomas Rößmann, Norbert Breil und Johannes Ossing seit gut 40 Jahren zum Aufbauteam in der Erler St. Silvesterkirche.

Neue Lichterketten

Neu in diesem Jahr sind die je 50 Meter langen LED-Leuchten an den drei Tannenbäumen auf und an dem Altar, welche die alten Lichterketten ersetzt haben, um Strom zu sparen, wie Johannes Gülker erklärt.

Am Heiligabend wird die Kirche traditionell wieder festlich beleuchtet sein und die Herzen vieler Besucher berühren, wenn der Gottesdienst beginnt.

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50 Meter lange Lichterketten schmücken die Weihnachtsbäume. Foto: Petra Bosse

Die Geschichte der Weihnachtskrippe

Es war einmal ein junger Mann namens Josef, der verlobt war mit einer Frau namens Maria. Sie lebten in einer kleinen Stadt namens Bethlehem und waren sehr glücklich miteinander. Als es Zeit für Maria, ihr Baby zur Welt zu bringen, machten sie sich auf den Weg nach Bethlehem. Doch als sie dort ankamen, waren alle Herbergen voll und sie fanden keine Unterkunft.

Dann bot ihnen ein Stallbesitzer an, in seinem Stall zu übernachten. Maria und Josef nehmen das Angebot dankbar an und Maria gebar ihr Baby in einer Krippe, die sie aus Stroh und Heu gebaut hatte. Das Baby war der kleine Jesus und er wurde von Engeln und Hirten besucht, die ihm Geschenke brachten.

Von da an wurde die Weihnachtskrippe zu einem bestimmten Symbol für die Geburt Jesu und wurde in vielen Kirchen und Häusern auf der ganzen Welt aufgestellt. Die Menschen stellen Figuren von Maria, Josef und dem Jesuskind in der Krippe dar und fügten oft auch Figuren von Hirten, Engeln und Tieren hinzu. Sie wurden als Erinnerung an die Geburt Jesu betrachtet und dienten auch dazu, die Weihnachtsgeschichte zu erzählen.

Heute ist die Weihnachtskrippe immer noch ein wichtiger Teil vieler Weihnachtsfeiern und wird von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt geschätzt. Sie ist ein Symbol der Hoffnung, des Friedens und der Liebe und erinnert uns daran, dass Gottes Liebe für uns unendlich ist.

Gottesdienste – Samstag, 24.12.2022 Heilig Abend

14:30 Uhr St. Silvester Krippenweg von 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr
für Familien mit kleineren Kindern (Pfr. Tilling)
14:30 Uhr St. Marien Krippenfeier für Familien mit kleineren
Kindern (P. Johnsun)
15:30 Uhr St. Martin Krippenspiel bei trockenem Wetter auf dem
Schlossplatz, bei Regen in der Kirche (Sr. Daniela Maria)
16:30 Uhr St. Silvester Heiligabendmesse für Familien (P. Jobin)
16:30 Uhr St. Marien Heiligabendmesse mit Musikverein
Rhedebrügge (Pfr. Tilling)
17:30 Uhr St. Martin Heiligabendmesse mit Videoaufzeichnung
(Pfr. Bengfort)
Kollekte: Bischöfliches Werk ADVENIAT

Fünf Spieletipps für die Feiertage und den Gabentisch

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Tipps für Jung und Alt von Marita Rinke

Die Zeit zwischen den Feiertagen und der Jahreswechsel bieten wieder Gelegenheit, gemeinsame Zeit beim Spielen zu verbringen.

Für diejenigen, die dafür noch Anregungen suchen oder lieben Menschen ein Spiel unter den Weihnachtsbaum legen möchten, haben wir noch einige Vorschläge. Diese lassen sich unter anderem ab 2023 auch wieder an jedem zweiten Samstag im Monat sowie am letzten Dienstag eines Monats im 3ECK in Borken ab 15 Uhr ausprobieren.

Patchwork
Patchwork. Foto: Marita Rinke

Flicken – „Patchwork“

Der Wettstreit um die schönste aus „Flicken“ zusammengefügte Decke ist bereits ein Klassiker unter den Zwei-Personenspielen. Doch nun gibt es „Patchwork“ von Uwe Rosenberg passend zum Fest auch in einer Winter-Edition.

Die 33 Flicken-Plättchen, die die Spieler ab acht Jahren in Anlehnung an die traditionelle Handarbeitstechnik zu einer quadratischen Decke zusammensetzen, erinnern diesmal an die Reste bunter Geschenkpäckchen. Die Spielregeln sind dieselben wie beim Original, das 2015 für das Spiel des Jahres nominiert war. Und der Spielspaß ist nach wie vor derselbe.

· „Patchwork – Winter-Edition“, Legespiel für zwei Spieler ab acht Jahren, 30 Minuten, Lookout-Spiele (Vertrieb Asmodee), Preis ab ca. 20 Euro.

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Atiwa. Foto: Marita Rinke

Atiwa

Für einen nachhaltigeren Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen möchte Autor Uwe Rosenberg mit seinem neuen Kennerspiel „Atiwa“ sensibilisieren. Die Spielidee basiert auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen, wonach Palmenflughunde in Ghana zur Aufforstung von Wäldern beitragen können. Sie ernähren sich von Nektar und Früchten und scheiden deren Samen bei ihren nächtlichen Heimflügen wieder aus. Rosenberg nimmt bei „Atiwa“ die bis zu vier Spieler ab zwölf Jahren mit in eine Dorfgemeinschaft am Rande eines Naturschutzreservates in Ghana.

In der Rolle von Obstbauern, die – zunächst noch ungebildet – sich von den Flughunden ernähren, lässt er sie durch Bildung den Schlüssel zum Erfolg finden. Es ist die Balance zwischen den vor dem Aussterben bedrohten Flughunden und dem Wachstum ihrer Farmen, die auch die Spieler in dem über sieben Runden gehenden Spiel erkennen und nutzen müssen, um erfolgreich zu sein.

· „Atiwa“, ein bis vier Spieler ab zwölf Jahren, eine Partie etwa 30 Minuten pro Spieler, Lookout-Games (Vertrieb Asmodee), Preis ca. 60 Euro. Ein Sachbuch zum Spiel unter dem Titel „Weckruf aus Ghana“ soll in Kürze erscheinen.

Spukschloss
Foto: AUZOU

Escape Game „Das Spukschloss

Spannende und kniffelige Rätsel gibt es für Mädchen und Jungen, zum Beispiel beim Escape Game „Das Spukschloss“ und „Unlock! Kids“. Bei beiden Spielen gilt es, gemeinsam den diversen Geheimnissen auf die Spur zu kommen und Lösungen zu finden.

Das Escape Game „Das Spukschloss“ enthält 180 kleinere Rätsel. Die Mädchen und Jungen (ab sieben Jahren) helfen dabei Max und seinem Hund Hugo, die in dem dreigeschossigen Schloss eingeschlossen sind und bis Mitternacht dem Gespenst entkommen müssen. Durch neun Räume führen die Rätsel-Touren bis zum erlösenden Ausgang. Mal heißt es, verdrehte Wörter oder Wortschlangen zu entziffern, dann wieder sind Codes zu knacken oder Scherzfragen zu beantworten.

Unlock
Unlock. Foto: Marita Rinke

Unlock! Kids

Bei „Unlock! Kids“ haben die ein bis vier kleinen Detektive (ab sechs Jahren) sechs knifflige Fälle zu lösen, je zwei auf dem Bauernhof, der Burg von Mac Unlock und im Park. Hier sind gute Augen von Nöten und die Fähigkeit, kombinieren zu können. Falls die Ermittlungen einmal haken, gibt’s Tipps in einem beigefügten Lösungsheft. Letzteres sollte jedoch lieber in der Hand der Erwachsenen bleiben, um den Spielspaß nicht zu trüben.

· „Das Spukschloss“, Escape Game für ein bis vier Spieler ab sieben Jahren, pro Rätsel etwa 15 Minuten, Auzou-Verlag (Vertrieb Hutter und Trade), Preis ab ca. 33 Euro

· „Unlock! Kids“, Rätselspaß für ein bis vier Spieler ab sechs Jahren, pro Rätsel etwa 20 Minuten, Asmodee, ab ca. 24 Euro.

Gasha. Foto: Marita Rinke

Gasha

An einen japanischen Spielzeug-Automaten erinnern die Spielkarten von „Gasha“, einem kurzweiligen Kartenspiel für bis zu sechs Personen ab sieben Jahren. Ziel ist es, Kartensets gleichen Spielzeugs zu sammeln. Die Crux: Man weiß nie so recht, was man beim Ziehen der Karten wirklich auf die Hand bekommt. Doch hat man Glück und als erster das richtige Set zusammen, gibt’s zur Belohnung noch Bonusplättchen oben drauf.

· „Gasha“, Kartenspiel für zwei bis sechs Spieler ab sieben Jahren, 20 Minuten, Board Games Circus (Vertrieb Pegasus-Spiele), Preis ab 14 Euro

Batteriespeicherförderung für PV-Altanlagen im Kreis Borken

Der Borkener Kreistag hat Fortführung der Batteriespeicherförderung für Photovoltaik-Altanlagen beschlossen

Ab 1. Januar 2023 sind auch Anlagen des Jahrgangs 2004 und kleinere Batteriespeicher förderfähig

Kreis Borken (pd). Um Photovoltaik-Pionieren im Westmünsterland einen Anreiz zu bieten, ihre zeitnah aus der Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)-Förderung herausfallenden Photovoltaik (PV)-Anlagen mit erhöhter Eigenverbrauchsquote weiter zu betreiben, fördert der Kreis Borken die Installation von stationären Batteriespeichern für ältere PV-Anlagen.

Der Borkener Kreistag hat nun in seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Dezember 2022, die Fortsetzung des Förderprogramms inklusive zweier Anpassungen beschlossen.

Zielgruppe erweitert

Zum einen wird die Zielgruppe erweitert. Während 2022 nur die PV-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2004 in Betrieb genommenen wurden förderfähig waren, können nun auch Betreiber einen Antrag auf Förderung stellen, deren Anlagen im Jahr 2004 installiert wurden (Inbetriebnahme vor 1. Januar 2005).

Zum anderen sind fortan auch Batteriespeicher förderfähig, die eine Mindestspeicherkapzität von zwei Kilowattstunden (kWh) aufweisen. Dadurch soll Betreibern mit einer kleinen PV-Anlage und geringem Energiebedarf eine passgenaue Dimensionierung des stationären Batteriespeichers ermöglicht werden. Die Änderungen treten am 1. Januar 2023 in Kraft.

Fortführung des Förderprogramms

Der Kreistagsbeschluss sieht zunächst die Fortführung des Förderprogramms für ein weiteres Jahr vor. Daher ist eine Antragstellung bis Ende 2023 möglich. Dafür ist neben einem Nachweis über das Inbetriebnahmedatum lediglich das Angebot eines Fachbetriebs hochzuladen. „Während die Anträge bis Ende 2023 gestellt werden müssen, haben Anlagenbetreiberinnen und -betreiber bis Ende 2024 Zeit für die Umsetzung“, erläutert Landrat Dr. Kai Zwicker mit Blick auf die Markt- und Auftragslage der Fachbetriebe im Westmünsterland.

Ebenso würde Anlagenbetreibern dadurch die Möglichkeit eröffnet, die Installation auf das Auslaufen der EEG-Vergütung abzupassen.

Zuwendung von 1.000 Euro

Für stationäre Batteriespeicher mit einer Bruttospeicherkapazität von mindestens zwei kWh kann ein Zuschuss in Höhe von 500 Euro beantragt werden. Bei der Installation eines Speichers mit zehn oder mehr kWh Bruttospeicherkapazität sogar eine Zuwendung von 1.000 Euro.

Insgesamt standen für das Förderprogramm in diesem Jahr 100.000 Euro zur Verfügung. 2023 werden die bisher nicht beantragten Mittel in Höhe von rund 70.000 Euro erneut für das Förderprogramm eingeplant.

Die Vergabe der Zuschüsse erfolgt nach dem „Windhundverfahren“ – also in der Reihenfolge der Antragseingänge.

Kontakt

Interessierte finden auf der Internetseite des Kreis Borken unter www.kreis-borken.de/speicherfoerderung weitere Infos und den Link zum Online-Antragsformular. Die Antragstellung und das Einreichen der notwendigen Unterlagen können unkompliziert auf digitalem Wege erfolgen.

Raesfeld erhält vom Land 300.000 Euro Corona-Hilfe

Wilhelm Korth: Raesfeld erhält aus dem Topf der Landesregierung NRW 300.000 Euro Corona-Hilfe

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Donnerstag im Haushalts- und Finanzausschuss zur Finanzierung der direkten und indirekten Folgen der Corona-Krise 500 Millionen Euro für die Kommunen bereitgestellt.

Der Ausschuss sei, so CDU-Landtagsabgeordneter Wilhelm Korth, damit einer Initiative der Landesregierung gefolgt. Raesfeld erhält aus diesem Topf 300.000 Euro.

„Unsere Kommunen in Nordrhein-Westfalen standen und stehen angesichts der Corona Krise vor großen Herausforderungen. Auch heute wirken sich die Kosten der Pandemie weiter auf die Haushalte in den Städten, Gemeinden und Kreisen aus“, so Korth. Deshalb freue er sich, dass die Kommunen gänzlich unbürokratisch ohne Antrag zusätzliche Mittel zur Entlastung erhalten, die noch in diesem Jahr ausgezahlt werden.

Grundlage der Berechnung

Grundlage der Berechnung sei schlicht die Einwohnerzahl, wobei der Zuschuss mindestens 300.000 Euro beträgt. „In den Kreis Borken fließen insgesamt fast 11 Millionen Euro. Mit den Mitteln sollen die direkten und indirekten Folgen der Bewältigung der Corona-Krise abgefedert werden,“ so Wilhelm Korth.

Hintergrund:

Anders als 2020, als die finanzielle Belastung der Kommunen infolge der Corona-Pandemie maßgeblich durch das Wegbrechen der Steuereinnahmen geprägt war, könne mittlerweile von einer relativ gleichmäßigen, bevölkerungsproportionalen Verteilung der Corona-bedingten Belastungen ausgegangen werden.

Deshalb sollen die Mittel den Kommunen ohne Antrag auf Grundlage der Einwohnerrelationen zum Stichtag 30. Juni 2022 in Form eines nichtrückzahlbaren Zuschusses gewährt werden. Auch Kommunen mit geringer Einwohnerzahl erhalten mindestens 300.000 Euro. Die Mittel werden aus dem Corona-Rettungsschirm des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Ein besonderes Spektakel mit ernstem Hintergrund – Lichterfahrt 2022

Rund 100 buntgeschmückte und blinkende Traktoren rollten am Freitagabend durch Erle.

Start war die Silvesterstraße, von wo aus es durch die Ortsmitte weiter Richtung Raesfeld ging. Wie in anderen Orten auch, setzen in diesem Tagen die Landwirte ein Zeichen und werben mit dem Slogan „Ein Funken Hoffnung – Ohne Bauern geht es nicht“.

Lichterfahrt Landwirte Raesfeld-Erle

Große und kleine Besucher säumten die Straßenränder und staunten nicht schlecht, mit welch großer Kreativität auch in diesem Jahr die Landwirte auf ihre Sorgen, Nöte und Ängste aufmerksam machten möchten. Dem Korso angeschlossen hatten sich Bauern unter anderem aus Coesfeld, Bocholt und Dorsten.

Lichterfahrt Landwirte Raesfeld-Erle
Zahlreiche Besucher säumten die Straßen in der Erle Ortsmitte, als die rund 100 Trecker durch den Ort rollten. Foto: Petra Bosse

Hinter dieser Aktion steckt die Organisation „Landwirtschaft verbindet“, kurz LSV genannt. Hier haben sich Landwirt organisiert, um gemeinsam für ihre Interessen einzutreten.

Vor allen der Slogan „ein Funke Hoffnung“ soll unterstreichen, dass die Landwirtschaft einfach mehr Bedeutung verdient, denn „ohne Bauern geht es nicht“.

Und natürlich geht es den Landwirten neben dem „Freudeschenken“ auch dabei, um ein politisches Statement zu setzen. Zu Recht fordern sie, dass sie von den Menschen für das, was sie leisten, einfach wieder positiver wahrgenommen werden. Sie appellieren auch an die Menschen, regional, vor Ort, einzukaufen und fordern Maßnahmen gegen das anhaltende Höfesterben:

Fazit: „Ohne Bauern geht es nicht“

Lichterfahrt 2022
Ein Spektakel, wobei es besonders große Augen bei den Kindern gab.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Mülltonnen brannten – Aufmerksame Nachbarin verhinderte schlimmeres

In den frühen Morgenstunden mussten beide Löschzüge der Raesfelder Feuerwehr zu einem Brand in Raesfeld ausrücken.

Dank einer aufmerksamen Zeugin und durch das schnelle Eingreifen der Löschzüge konnten die Einsatzkräfte an der Straße Feldstiege in der Nacht von Freitag auf Samstag einen größeren Gebäudebrand verhindern können.

Um 4.14 Uhr alarmierte eine Anwohnerin der Feldstiege die Feuerwehr. Sie hatte auf dem Nachbargrundstück Rauch und Feuerschein beobachtet. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten hier zwei Mülltonnen, die auch schon den angrenzenden Zaun in Brand gesetzt hatten.

Nach einem Schnellangriff konnte nach zehn Minuten „Feuer aus“ gemeldet werden. Im Anschluss kontrollierten die Einsatzkräfte die Fassade des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera und streuten außerdem die Hofeinfahrt und Straße ab, da das Löschwasser gefroren war.

Feuer Feldstiege Raesfeld

Einsatzleiter André Szczesny mahnt zu Vorsicht

Viel Glück hatten laut Einsatzleiter André Szczesny die Bewohner des Hauses. Da die aufmerksame Nachbarin das Feuer entdeckt habe, sei schnelle Hilfe vor Ort gewesen, sodass das Feuer nicht auf das Gebäude habe übergreifen können.

Deshalb eine Bitte: Mülltonnen sollten nicht direkt am Gebäude lagern. „Im Brandfall geht davon schon eine hohe Gefahr für das Gebäude aus, wenn die Flammen bis zum Dach schlagen und sich da dann ‚reinfressen‘ können.“

Team-Wahlen bei den Landfrauen Erle

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Nach mehr als zwei Jahren Pause, haben sich die Landfrauen aus Erle am 08.12.2022 zur westfälischen Kaffeetafel in Adelheids Spargelhaus getroffen.

Margret Grewing begrüßte die anwesenden Landfrauen mit einem weihnachtlichen Gedicht, bevor es mit Team-Wahlen, Liedern und regen Gesprächen und weiteren Tagesordnungspunkten weiterging.

Nach der Begrüßung des Ehrengastes Sigrid Vornholt durch Margret Grewing. Sigrid Vornholt vom KreislandFrauenverbandes Borken verwiese auf die anstehenden unterschiedlichen Veranstaltungen auf Kreisebene. „Da ist für jeden etwas Interessantes dabei“, so Sigrid Vornholt an die Erler Landfrauen gewandt und die im Anschluss auch die Leitung der Teamwahlen übernahm.

Wahlen

Bei den diesjährigen Wahlen gab es einen Führungswechsel, bzw. Erweiterungen. Die Vorsitzende Margret Grewing wurde von dem geschäftsführenden Team mit Maria Schlüß, Brigitte Braukmann und Agnes Schulte-Grewing abgelöst.

Zum erweiterten Team wurde neben Magdalene Müller, Gisela Sebastian, Bettina Breil, Martina Grotendorst und Margret Grewing gewählt. Verabschiedet aus dem Vorstand wurde Ulla Kerkhoff.

Maria Schlüß dankte Margret Grewing für ihre langjährige und hervorragende Vorstandsarbeit im Namen aller Erler Landfrauen. Unvergesslich bleiben die Begrüßungen zu Weiberfastnacht in Versform von Margret Grewing.

Jahreshauptversammlung 2023

Die gemeinsame Jahreshauptversammlung von Raesfeld, Marbeck, Homer und Erle findet am 19.01.2023 (Donnerstag) bei Brömmel-Wilms um 14:30 Uhr statt.

Die Erler Landfrauen wünschen allen eine besinnliche Weihnacht und ein Gutes Neues Jahr 2023.

Kliniken im Kreis Recklinghausen sollen Kinderklinik entlasten

Die aktuelle Welle von Atemwegserkrankungen vor allem bei Kindern sorgt dafür, dass die Kinderkliniken absolut am Limit sind. Im Kreis Recklinghausen gibt es daher jetzt eine Sonderregelung.

Das Gesundheitsamt des Kreises und alle Krankenhäuser im Kreis haben eine Verabredung getroffen. Jugendliche ab 15 Jahren sollen in den nächsten Wochen in den Krankenhäusern statt in einer Kinderklinik behandelt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Jugendliche, die aufgrund von Vorerkrankungen in der Kinderklinik aufgenommen werden sollten.

„Ich bin sehr dankbar, dass alle Kliniken im Kreis Recklinghausen in dieser besonderen Lage an einem Strang ziehen. So können wir hoffentlich die dringend benötigte Entlastung vor allem in der Kinder- und Jugendklinik in Datteln schaffen“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Krankenhäuser helfen mit

Dr. Jutta Hullmann, Leiterin des Gesundheitsamts, fügt hinzu: „Uns war wichtig, dass wir hier vor Ort einen Weg finden, die Lage in der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln zu entspannen. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir so kurzfristig von allen Kliniken positive Rückmeldungen bekommen haben.“

Die Regelung gilt ab sofort, die einweisenden Ärzte werden über diese Absprachen informiert. Verabredet ist, dass die Unterstützung so lange dauern wird, wie die ausgeprägte Infektionswelle bei den Kindern anhält. „Wir wissen nicht, wie lange das sein wird. Wir müssen aber damit rechnen, dass die Vereinbarung bis Februar oder März Bestand haben wird“, sagt Dr. Jutta Hullmann.

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Caroline Hosemann gewinnt den Vorlesewettbewerb

Anfang Dezember fand der diesjährige schulinterne Vorlesewettbewerb der Gesamtschule Borken-Raesfeld der Sechstklässler statt. Caroline Hosemann nimmt beim Kreisentscheid teil

Raesfeld (pd). Nach einem spannenden Vorentscheid in den jeweiligen Klassen traten nun die sechs besten Leser gegeneinander an.

So durften Asmah Omeirat (6.1), Lasse Flagmeier (6.2), Isabella Schaufel (6.3), Leopold Bokberger (6.4) sowie Caroline Hosemann (6.5) ihr Können nochmals unter Beweis stellen. Leider nicht dabei sein konnte der erkrankte Linus Wietek (6.6).

Gesamtschule-Raesfeld
Foto: Gesamtschule

Alle Teilnehmer lasen eine Passage aus ihrem Lieblingsbuch vor und stellten sich nochmals der Herausforderung auch eine unbekannte Textstelle betont und flüssig vorzutragen. Sie lieferten sich ein spannendes und knappes Leseduell.

Überglückliche Schulsiegerin wurde Caroline Hosemann. Sie las aus ihrem Buch „Insel der Sturmpferde – Eine Freundschaft aus Wind und Magie“ vor und überzeugte damit die Jury.
Alle Finalisten durften sich über ein Buch, gesponsert von der Buchhandlung Eggers in Borken freuen. Für Caroline Hosemann geht es im nächsten Jahr weiter. Dort vertritt sie die Raesfelder Gesamtschule beim Kreisentscheid.

Tipps für die Biotonne bei Frost im Winter

Kein Festfrieren des Bioabfalls in der Tonne – Um mit der Biotonne gut durch den Winter zu kommen, hier einige Tipps

Wenn Nachtfröste einsetzen, kann der Abfall in der Biotonne festfrieren. Der Grund sind Obst- und Gemüsereste, die viel Feuchtigkeit enthalten und bei Frost vereisen können. Die Mitarbeitenden der Müllabfuhr versuchen dann durch Nachrütteln, den Inhalt aus der Mülltonne zu leeren. Bioabfall, der sich jedoch nicht lösen lässt, bleibt in der Tonne zurück.
Um mit der Biotonne gut durch den Winter zu kommen, hier einige Tipps:

  • geknülltes Zeitungspapier, Eierpappen oder Häckselgut zum Aufsaugen von Feuchtigkeit als unterste Schicht in die Biotonne legen, um ein Festfrieren der Bioabfälle am Tonnengrund zu verhindern;
  • feuchte Küchenabfälle in Zeitungs- oder Haushaltspapier einwickeln;
  • geschützten Standort für die Tonne wählen wie beispielsweise Garage, Keller, Hauswand;
  • mit einem langen Stab oder einem Spaten den Inhalt in der Biotonne auflockern, wenn dieser in der Biotonne am Tag der Entleerung festgeforen ist;
  • die Bio-Abfälle nicht „stopfen“, sondern lose schichten;
  • kein feuchtes Laub als unterste Schicht in die Tonne geben, da dies schnell anfriert;
  • keine Plastiktüten oder kompostierbaren Tüten zum Sammeln des Biomülls verwenden, sondern Papiertüten und Zeitungspapier, die problemlos und schnell biologisch abbaubar sind.

Wenn der Bioabfall am Tag vor der Abfuhr schon festgefroren ist, sollte die Tonne über Nacht in der Garage, im Keller oder in einem anderen geeigneten Raum abgestellt werden. Am Morgen kann die Biotonne dann an die Straße gestellt, von der Müllabfuhr geleert und der Bioabfall abtransportiert werden.

Weitere Infos: www.borken.de/bauplanung/abfallwirtschaft

Zahl der Grippe-Infizierten im Kreis Borken steigt stetig an


Kreisgesundheitsamt empfiehlt besonders Risikogruppen, sich gegen Influenza impfen zu lassen

Kreis Borken (pd). Durch die kalte und nasse Jahreszeit ist die „Grippe-Welle“ im Kreis Borken nach der Corona-Pause wieder allgegenwärtig. Das zeigen die Zahlen der Infizierten der vergangenen drei Monate, die dem Kreisgesundheitsamt gemeldet wurden.

Waren es im September noch zehn, sind es bislang im Dezember 336 Fälle (Stand 14.12.2022). Die tatsächliche Zahl dürfte aber weitaus höher sein, da längst nicht alle gemeldet werden. „Vor diesem Hintergrund raten wir vom Kreisgesundheitsamt allen, doch insbesondere den Risikogruppen, sich impfen zu lassen“, sagt Dr. Francis Abele-Haupts, zuständige Amtsärztin in der Kreisverwaltung.

Risikopatienten

Zu den Risikopatientinnen und -patienten zählen laut RKI: Menschen, die 60 Jahre und älter sind, chronisch Kranke, Schwangere, alle Menschen, die viel mit anderen Menschen zu tun haben: medizinisches Personal, Beschäftigte in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in Schulen und Kindergärten.

Gerade mit Blick auf die Zeit zwischen Januar und März 2023, in der das Gesundheitsamt einen weiteren Anstieg der Zahl der Infizierten oder eine weitere Grippewelle für möglich hält, appelliert die Medizinerin an die Bürgerinnen und Bürger, sich jetzt impfen zu lassen: „Wer sich noch in diesem Jahr impfen lässt, ist für die kommenden Monate gut gewappnet. Die Grippeimpfung ist der beste Schutz vor dieser schweren Erkrankung. Schließlich wissen wir, dass bei Geimpften die Grippe nicht so schlimm verläuft.“ Und der Schutz nehme zu, wenn man sich jährlich impfen lässt.

Grippeviren sind sehr wandlungsfähig

Grippeviren sind sehr wandlungsfähig und kommen in ständig neuen Varianten vor. Daher wird fast ein Jahr im Voraus jeweils über die Zusammensetzung des Grippeimpfstoffes entschieden, um dessen Produktion rechtzeitig starten zu können. Dies geschieht anhand möglichst genauer Vorhersagen durch die Weltgesundheitsorganisation. In dieser Saison gibt es den hochwertigen Vierfach-Impfstoff. Vor einer Ansteckung schützen zudem gründliches Händewaschen mit Seife, das Vermeiden von Händeschütteln und das Husten oder Niesen in die Ellbogenbeuge oder mit dem Unterarm vor dem Mund.

Zum Hintergrund:

Eine Grippe ist nicht, wie es umgangssprachlich oft heißt, mit einer Erkältung gleichzusetzen. Eine Grippe wird durch sogenannte Influenzaviren verursacht und ist eine viel ernstere Erkrankung als eine Erkältung. Die typischen Symptome sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit Fieber, Halsschmerzen, trockenem Husten sowie heftigen Kopf- und Gliederschmerzen.
Weitere Informationen zur Grippeschutzimpfung gibt es im Internet zum Beispiel bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.bzga.de) und beim Robert-Koch-Institut (www.rki.de).

Tiere sind keine Geschenkartikel

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Amtsveterinäre des Kreises Borken mahnen in der Vorweihnachtszeit: „Tiere sind keine Geschenkartikel“

Kreis Borken (pd). „Tiere sind keine Geschenkartikel, sondern Lebewesen!“ Das betonen die Veterinäre des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken gerade in diesen Tagen. Sie raten daher dringend davon ab, an Weihnachten Tiere zu verschenken.

Allein ein Umgebungswechsel bedeute bereits Stress beispielsweise für Hundewelpen oder Katzenbabys.

Nicht auf ein Tier vorbereitet

Falle dieser Wechsel dann auch noch in die von Familientrubel und Besuchen geprägte Weihnachtszeit, sei das kein guter Start in ein neues Zuhause, erklärt Dr. Manfred Ulrich, Leiter des Fachbereichs.
Nicht selten werden Beschenkte vom neuen Familienmitglied regelrecht überrascht. Sie stellen dann nach kurzer Zeit bereits fest, dass sie nicht ausreichend auf die Haltung eines Tieres vorbereitet sind. Daher sei es auch kein Zufall, dass gerade nach Weihnachten viele Tiere in den Tierheimen abgegeben werden. „Zudem müssen wir leider auch vermehrt Fälle bearbeiten, bei denen die tierschutzgerechte Haltung und Unterbringung von geschenkten Tieren nicht sichergestellt ist“, ergänzt der Chefveterinär des Kreises.

Kosten

Ein Grund dafür sei womöglich auch, dass manchen die Höhe der Kosten für die Versorgung der Tiere und die tierärztliche Betreuung vorher überhaupt nicht bewusst waren.
Ohnehin müsse laut Dr. Ulrich generell die Anschaffung eines Haustieres gut durchdacht sein: „Nur wer die Ansprüche an Haltung und Pflege kennt, wer über ausreichend Zeit für die Beschäftigung mit dem Tier sowie über Geld für Futter und Tierarzt verfügt, sollte die Anschaffung eines Tieres ernsthaft in Erwägung ziehen!“

Versorgung der Tiere

Auch die Versorgung des Tieres im Fall einer Abwesenheit wie zum Beispiel im Urlaub gelte es sicherzustellen. Besonderes Augenmerk sollte man bei der Anschaffung überdies auf sein Wohnumfeld richten. Tiere können Lärm, Gerüche und Schmutz verursachen, was in einer Wohngemeinschaft das friedliche Miteinander schnell stören kann. In Mietobjekten kann schon durch den Mietvertrag die Möglichkeit der Tierhaltung erheblich eingeschränkt sein.
Genug Gründe also, die Anschaffung eines Tieres ausführlich mit allen Betroffenen abzuwägen, und die Ankunft des neuen Familienmitglieds gut und gründlich vorzubereiten, so der Kreisveterinär.

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