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Tiere sind keine Geschenkartikel

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Chefveterinär des Kreises Borken, Dr. Manfred Ulrich. Foto: Kreis Borken

Amtsveterinäre des Kreises Borken mahnen in der Vorweihnachtszeit: „Tiere sind keine Geschenkartikel“

Kreis Borken (pd). „Tiere sind keine Geschenkartikel, sondern Lebewesen!“ Das betonen die Veterinäre des Fachbereichs Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung Borken gerade in diesen Tagen. Sie raten daher dringend davon ab, an Weihnachten Tiere zu verschenken.

Allein ein Umgebungswechsel bedeute bereits Stress beispielsweise für Hundewelpen oder Katzenbabys.

Nicht auf ein Tier vorbereitet

Falle dieser Wechsel dann auch noch in die von Familientrubel und Besuchen geprägte Weihnachtszeit, sei das kein guter Start in ein neues Zuhause, erklärt Dr. Manfred Ulrich, Leiter des Fachbereichs.
Nicht selten werden Beschenkte vom neuen Familienmitglied regelrecht überrascht. Sie stellen dann nach kurzer Zeit bereits fest, dass sie nicht ausreichend auf die Haltung eines Tieres vorbereitet sind. Daher sei es auch kein Zufall, dass gerade nach Weihnachten viele Tiere in den Tierheimen abgegeben werden. „Zudem müssen wir leider auch vermehrt Fälle bearbeiten, bei denen die tierschutzgerechte Haltung und Unterbringung von geschenkten Tieren nicht sichergestellt ist“, ergänzt der Chefveterinär des Kreises.

Kosten

Ein Grund dafür sei womöglich auch, dass manchen die Höhe der Kosten für die Versorgung der Tiere und die tierärztliche Betreuung vorher überhaupt nicht bewusst waren.
Ohnehin müsse laut Dr. Ulrich generell die Anschaffung eines Haustieres gut durchdacht sein: „Nur wer die Ansprüche an Haltung und Pflege kennt, wer über ausreichend Zeit für die Beschäftigung mit dem Tier sowie über Geld für Futter und Tierarzt verfügt, sollte die Anschaffung eines Tieres ernsthaft in Erwägung ziehen!“

Versorgung der Tiere

Auch die Versorgung des Tieres im Fall einer Abwesenheit wie zum Beispiel im Urlaub gelte es sicherzustellen. Besonderes Augenmerk sollte man bei der Anschaffung überdies auf sein Wohnumfeld richten. Tiere können Lärm, Gerüche und Schmutz verursachen, was in einer Wohngemeinschaft das friedliche Miteinander schnell stören kann. In Mietobjekten kann schon durch den Mietvertrag die Möglichkeit der Tierhaltung erheblich eingeschränkt sein.
Genug Gründe also, die Anschaffung eines Tieres ausführlich mit allen Betroffenen abzuwägen, und die Ankunft des neuen Familienmitglieds gut und gründlich vorzubereiten, so der Kreisveterinär.

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