Messerangriff in Gronau: Polizei fahndet nach Tatverdächtigem. 36-Jähriger in Unterkunft schwer verletzt.
Laut Mitteilung der Polizei erlitt am Donnerstagmorgen ein 36-jähriger Bewohner einer kommunalen Unterbringungseinrichtung am Jöbkesweg in Gronau schwere Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ihn ein 33-jähriger Bewohner im Verlauf eines persönlichen Streits mit einem Messer verletzt haben. Der Tatverdächtige befindet sich weiterhin auf der Flucht.
Großeinsatz der Polizei
Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort, sperrte den Bereich ab und leitete eine Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter ein. Rettungskräfte versorgten den Verletzten, während die Beamten mehrere Objekte in Gronau durchsuchten – bislang ohne Erfolg. Die Ermittler gehen weiteren Hinweisen nach.
Sicherheit der Unterkunft gewährleistet
Während der Einsatzmaßnahmen wurden die 147 Bewohner vorübergehend in der Bürgerhalle untergebracht. Inzwischen sind sie zurück in der kommunalen Unterkunft. Laut Polizei sei die Sicherheit des Objekts gewährleistet. Die Ermittlungen bestätigen, dass es sich um eine persönliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Beteiligten gehandelt habe.
Kreistag Borken verabschiedet Haushalt 2025 mit Stimmen von CDU und FDP. Etat umfasst fast 833 Millionen Euro – Defizit von 9,3 Millionen Euro wird aus Rücklage gedeckt
Kreis Borken. Der Kreistag Borken hat am Donnerstagabend (20. März 2025) den Haushalt für das Jahr 2025 beschlossen. Die Fraktionen von CDU und FDP stimmen dafür, während Grüne (inklusive Linke), SPD und UWG dagegen votierten. Ein AfD-Abgeordneter stimmte mit Nein, ein weiterer enthielt sich.
Zuvor hielten die Vertreter der Fraktionen ihre Haushaltsreden: Markus Schulte (CDU), Jens Steiner (Grüne), Heiko Nordholt (SPD, in Vertretung des erkrankten Fraktionsvorsitzenden Daniel Höschler), Jörg von Borczyskowski (UWG), Kevin Schneider (FDP) sowie Andre Ludwig (AfD) und Werner Brand (Linke).
Kreisumlage
Der verabschiedete Etat beläuft sich auf knapp 833 Millionen Euro. Um den Hebesatz der Kreisumlage für die kreisangehörigen Kommunen bei 28,5 Prozent zu halten, wurde der Haushalt mit einem Defizit von 9,3 Millionen Euro beschlossen. Dies soll durch die Entnahme aus der Ausgleichsrücklage des Kreises gedeckt werden.
Die Junggesellenschützen Raesfeld haben die WMW Challenge gewonnen und sind damit in der Königsklasse angekommen. Mit Witz, Charme und jeder Menge Likes haben sie sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt – und das mit einem Sieg, der sich sehen lassen kann!
Die Raesfelder Junggesellenschützen sind immer für eine Überraschung gut – und das nicht nur beim traditionellen Vogelschießen, sondern auch zwischen den großen Schützenfesten. Dieses Mal ging es jedoch nicht um Ruhm und Ehre auf dem Festplatz, sondern um den Titel des coolsten Schützenvereins im Westmünsterland.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Radio WMW hatte zur großen Abstimmung aufgerufen – und die Junggesellen ließen sich nicht zweimal bitten!
Harte Konkurrenz bis zum Schluss
Im Finale standen:
Junggesellenschützenverein Raesfeld
St. Walburgis Schützenverein Holthausen-Bleking
Schützenverein Beikelort-Isingort Legden
JSV St. Maria Heek 1975 e.V.
Doch am Ende machte der Allgemeine Junggesellenschützenverein Raesfeld das Rennen – mit Pauken, Trompeten und einem verdächtig hohen Bierkonsum!
Junggesellenschützen Raesfeld 2024 der Thron (v. re.:) Johanna Eilers und Andrè Brömmel, das Königspaar Lisa Große-Bölting und Nick Nattefort und sowie Thea Nießing und Simon Höing. Foto: Petra Bosse
Preisgekrönt: Der Thron in Bestform
Und was gibt es als Belohnung? Die komplette Ausstattung für den Thron! Vom königlichen Kleid über den maßgeschneiderten Anzug bis hin zu den passenden Fliegen oder Hosenträgern – alles inklusive. Ein echter Gewinn für den feierwütigen Haufen.
Der Siegeszug auf Instagram
Die Raesfelder Junggesellen wussten schon im Vorfeld, wie man eine gute Show abliefert. Ihr Bewerbungsvideo auf Instagram lautete vielversprechend: „Trinkfest und arbeitsscheu, das ist unser Motto und dem bleiben wir treu! 🍻🤝“
Und weiter ging es: „Wenn wir das Ding holen, gibt’s ein Spezial zum Schützenfest … da legt ihr die Ohren an. Also zeigt es Oma, Opa oder eurem Hund … Hauptsache, alle haben Spaß!“
Likes bis zur letzten Sekunde
Die Community feierte das Statement – mit über 4.500 Likes auf Instagram! Bis heute, Donnerstagmorgen um 9 Uhr, konnte noch fleißig geliked werden, um dem Schützenverein den Sieg zu sichern.
Absolute Begeisterung bei den Siegern
Der amtierende König Nick Nattefort zeigte sich im Radio WMW-Interview überwältigt: „Der Thron ist überglücklich, das ist einfach nur GEIL!“
Jetzt bleibt nur noch eine Frage offen: Welche Überraschung haben die Raesfelder Junggesellen als nächstes in petto? Das Schützenfest 2025 kann kommen!
Am Sonntag, den 23. März 2025, um 9 Uhr startet erneut die beliebte Laufaktion Walk & Talk des TSV Raesfeld. Treffpunkt ist der Tiergarten Raesfeld.
Die Veranstaltung ist Teil des Landsprinters und Projekts 21 und richtet sich an alle, die gerne walken oder joggen – ob allein oder in der Gemeinschaft.
Erfolgreiches Event im letzten Jahr
Bereits im vergangenen Jahr erfreute sich Walk & Talk großer Beliebtheit. Bei sonnigem Wetter fanden sich zahlreiche Teilnehmer ein, um gemeinsam aktiv zu sein. Die angenehme Atmosphäre und der Austausch in der Gruppe machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.
Kilometer sammeln für den guten Zweck
Auch in diesem Jahr geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch um den guten Zweck: Gemeinsam werden Kilometer gesammelt. Im letzten Jahr kamen durch die Laufspende 150 Euro für das Kinderhospiz zusammen. Rund 100 Läuferinnen und Läufer waren dabei, darunter auch Andreas Grotendorst.
Mitmachen und dabei sein!
Ob als Walker oder Läufer – jeder kann teilnehmen. Die Veranstaltung bietet eine ideale Gelegenheit, sich sportlich zu betätigen und gleichzeitig die Gemeinschaft zu stärken. Der TSV Raesfeld freut sich auf zahlreiche Teilnehmer!
Auch Raesfelder Mädchenteam qualifiziert sich für die LM. Fast 120 Kinder aus. 28 Mannschaften spielten am vergangenen Samstag im Forum der Raesfelder Sebastianschule um die Münsterlandmeisterschaft der Grundschulen im Schach.
Seit einigen Jahren wird die Schulschach-Verbandsmeisterschaft in zwei Gruppen durchgeführt: Es gibt ein Turnier mit Schachuhr (WK GS I) um die Qualifikationsplätze für die Landesmeisterschaft und ein Turnier ohne Schachuhr (WK GS II) für die Viererteams mit wenig Turniererfahrung, zusätzlich wird eine eigene Mädchenwertung durchgeführt. Die Raesfelder Sebastianschule, an der Schachunterricht zum Ausbildungsprogramm aller Schüler gehört, trat bei diesen Turnieren weitgehend mit Klassenteams an.
Nicht nur der sechsjährige Raesfelder Nihat, der bei seinem ersten Schachturnier gleich sämtliche sechs Partien gewinnen konnte, freute sich bei der Siegerehrung über eine Teilnehmermedaillen. Foto: Manfred Grömping
Turniersieger
Turniersieger des Qualifikationsturniers wurde ein Quintett aus der Klasse 3d der Sebastianschule vor dem Team der Wartburg-Grundschule aus Münster. Da beide Schulen bereits über Kreis- bzw. Stadtmeisterschaften für das Landesfinale qualifiziert sind, freuten sich die dritt- und viertplatzierten Teams aus Horstmar und Wolbeck über die ausgelobten Qualifikationsplätze. Beim Anfängerturnier siegte die Anna-Katharina-Emmerick-Schule aus Dülmen vor der Raesfelder Klasse 2b. Den Mädchenpokal sicherte sich die Schülerinnen der Sebastianschule nach dem Sieg im Finale über die Marienschule Heiden.
Fünf Stunden lang rauchten die Köpfe der Nachwuchs-Denksportler im Forum der Sebastianschule, nur kurz unterbrochen von kleinen Bewegungspausen oder Besuchen in der von Eltern organisierten Cafeteria. Und nicht nur der sechsjährige Raesfelder Nihat, der bei seinem ersten Schachturnier gleich sämtliche sechs Partien gewinnen konnte, strahlte am Ende übers ganze Gesicht beim Empfang einer Teilnehmermedaille.
Höhepunkt des Turniers
Höhepunkt des Turniers waren die Siegerehrungen: Die erfolgreichsten Teams der drei Turnierauswertungen nahmen auf einem Siegerpodest Pokale und Urkunden in Empfang und die Siegerhymnen sorgten bei so manchem Spieler und Zuschauer für eine Gänsehaut-Atmosphäre. Die Turnierleiter Manfred Grömping (Sebastianschule Raesfeld) und Philipp Schulze Schwering (Schachjugend Münsterland) bedankten sich bei den zahlreichen Helfern und wünschten den qualifizierten Teams viel Erfolg beim Schulschach-Landesfinale am 28. März in Hamm.
Der Übergang zur weiterführenden Schule ist für viele Familien ein wichtiger Schritt. Nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse haben Eltern und Kinder gemeinsam überlegt, welche Schulform die passende ist.
In Borken stehen dabei verschiedene Möglichkeiten zur Wahl.
Vielfältige Schulangebote in Borken
Die Stadt Borken bietet mit Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien eine breite Schullandschaft. Dank dieser Vielfalt konnte für alle angemeldeten Kinder ein Schulplatz gefunden werden – allerdings nicht immer an der Wunschschule.
Hohe Nachfrage bei einigen Schulen
Besonders an der Jodocus Nünning Gesamtschule überstieg die Nachfrage das Platzangebot. 52 Schülerinnen und Schüler erhielten daher eine Alternative an einer anderen Schule. Auch die privaten Schulen konnten nicht alle Wünsche erfüllen:
Schönstätter Marienschule: 45 Absagen
Gymnasium Mariengarden: 10 Absagen
Montessori-Gesamtschule: 17 Absagen
Maria-Sibylla-Merian-Realschule: Aufnahmekapazität erreicht
Lösungen für betroffene Schülerinnen und Schüler
Trotz der Herausforderungen konnten die meisten Schülerinnen und Schüler eine passende Schule finden. In Einzelfällen arbeitet die Stadtverwaltung weiterhin mit Schulen und Eltern zusammen, um eine Lösung zu ermöglichen.
Schülerzahlen für das Schuljahr 2025/2026
Insgesamt werden an den Borkener Schulen folgende Schülerzahlen für die neuen fünften Klassen gebildet:
Maria-Sibylla-Merian Realschule: 63 Schülerinnen und Schüler
Schönstätter Marienschule: 88 Schülerinnen und Schüler
Gymnasium Remigianum: 179 Schülerinnen und Schüler
Gymnasium Mariengarden: 92 Schülerinnen und Schüler
Jodocus Nünning Gesamtschule: 174 Schülerinnen und Schüler
Julia Koppers Gesamtschule: 133 Schülerinnen und Schüler
Montessori Gesamtschule: 29 Schülerinnen und Schüler
Die CDU-Fraktion Raesfeld beantragt, an der A 31 ein weiteres Hinweisschild auf die Erler Femeiche aufzustellen.
Dieser Wunsch bestehe, so heißt es in dem Antrag, in der Gemeinde – insbesondere in der Erler Bevölkerung – schon seit Längerem und werde ausdrücklich unterstützt.
Bedeutung der Erler Femeiche
Die Erler Femeiche gilt als einer der ältesten Bäume Deutschlands und wurde 2021 in das nationale Naturerbeverzeichnis aufgenommen. Die jüngste Neugestaltung des Femeichengeländes zu einem kleinen Park unterstreicht ihre historische und ökologische Bedeutung zusätzlich.
Finanzierung des Hinweisschildes
Da mit erheblichen Kosten für die Anfertigung und Aufstellung des Schildes zu rechnen sei, beantragt die CDU-Fraktion, das Projekt mit 3.000 Euro aus Gemeindemitteln zu unterstützen. Gleichzeitig wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Raesfeld mögliche Förderungen durch andere Geldgeber beeinträchtigen könnte.
Nutzen für die Gemeinde
Ein weiteres Hinweisschild an der A 31 könnte die Aufmerksamkeit von Reisenden auf dieses bedeutende Naturdenkmal lenken und somit zur Attraktivität der Gemeinde beitragen. Mehr Besucher würden nicht nur die Bekanntheit der Femeiche steigern, sondern auch die lokale Wirtschaft stärken.
„Die Erler Femeiche ist ein einzigartiges Natur- und Kulturdenkmal, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Ein entsprechender Hinweis an der Autobahn würde dazu beitragen, noch mehr Menschen auf dieses bedeutende Wahrzeichen aufmerksam zu machen“, betont Bernhard Bölker, Fraktionsvorsitzender der CDU.
Nach erfolgter Prüfung durch die Verwaltung soll der Antrag dem zuständigen politischen Gremium zur Beratung vorgelegt werden.
Update: Motorradfahrer prallt auf abbiegenden Pkw – Schwer verletzt
Am Mittwochnachmittag erlitt ein 63-jähriger Motorradfahrer aus Hattingen schwere Verletzungen bei einem Verkehrsunfall in Raesfeld. Der Motorradfahrer hatte gegen 15.10 Uhr die Dorstener Straße in Richtung Erle befahren. Kurz vor dem Ortsausgang fuhr er auf einen vorausfahrenden Wagen auf.
Dessen 29-jähriger Fahrer aus Raesfeld hatte von der Dorstener Straße nach links abbiegen wollen und musste verkehrsbedingt abbremsen. Er blieb unverletzt, stand aber unter Schock.
Foto: Petra Bosse
Laut Augenzeugen soll der Motorradfahrer ungebremst auf das stehende Fahrzeug gefahren sein. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mann über das Auto geschleudert und kam schwer verletzt zum Liegen.
Foto: Petra Bosse
Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert und brachten den Verunfallten in ein Gelsenkirchener Krankenhaus. Die Dorstener Straße war in Raesfeld zwischen dem Kreisverkehr B70/B224 und dem Ortsausgang Richtung Erle bis 17.10 Uhr zur Unfallaufnahme gesperrt. Es kam zu Verkehrsstörungen.
Foto: Petra Bosse
Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um das Zweirad. Der Gesamtschaden wird laut Mitteilung der Polizei auf 10.000EUR geschätzt.
Thema Rad- und Pedelec im Kreis Borken – Neun Unfälle mit Rad- und Pedelec in der Gemeinde Raesfeld. Insgesamt verunglückten im Kreis Borken 781 Menschen mit dem Rad oder Pedelec.Das sind 34 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Unfallentwicklung im Detail: Topographisch ist das Gebiet des Kreises Borken und die Gegend rundherum, also das westliche Münsterland, prädestiniert für das Radfahren. Die Menschen im gesamten Münsterland nutzen das Fahrrad als umweltfreundliches und praktisches Verkehrsmittel – ein Trend, der sich weiter positiv entwickelt. Der Kreis Borken ist damit Vorreiter in der Mobilitätswende. Auch touristisch wird die Region weiter als Radfahrgebiet ausgebaut und beworben.
17 Gemeinden müssen Verkehrsunfallstruktur anpassen
Die steigende Verkehrsbeteiligung von Fahrrädern und Pedelecs bringt jedoch auch Herausforderungen für die Unfallprävention mit sich. Die 17 Gemeinden des Kreises müssen ihre Verkehrsinfrastruktur anpassen, da höhere Geschwindigkeiten von Pedelecs neue Anforderungen an das Verkehrswegenetz stellen.
Die Sicherheit eines Fahrradhelms ist bei vielen Radfahrern noch nicht angekommen. Foto: Petra Bosse/Archiv
Laut dem Datenbericht zur Mobilitätsbefragung 2023 (Modalsplit) ist der Radverkehr im Kreis Borken überproportional hoch:
45 % der Befragten nutzen das Fahrrad oder Pedelec nahezu täglich.
30 % fahren mindestens ein- bis dreimal pro Woche.
32 % aller zurückgelegten Wege erfolgen mit dem Fahrrad oder Pedelec.
Radverkehr Kreis Borken an der Spitze im nationalen Vergleich
Dieser hohe Radverkehrsanteil (32%) setzt den Kreis Borken an die Spitze im nationalen und europäischen Vergleich. Trotz eines leichten Rückgangs der Pedelec-Verkaufszahlen um 1,23 % im ersten Quartal 2024 wurden in Deutschland zwischen Januar und April 800.000 Pedelecs und E-Bikes verkauft, während die Verkäufe herkömmlicher Fahrräder um 19 % zurückgingen.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider:
407 Pedelecfahrende verunglückten 2024 im Kreis Borken (2023: 388).
374 Radfahrende wurden in Unfälle verwickelt (2023: 359).
Die Gesamtzahl der Verunglückten stieg leicht um +34 Personen.
Das Ziel der Polizei bleibt es, die Unfallzahlen von Rad- und Pedelecfahrenden durch gezielte Maßnahmen zu senken.
Vergleich der Unfallzahlen mit Rad- und Pedelecfahrer im Kreis
Die höchste Zahl verunglückter Rad- und Pedelecfahrender wurde in folgenden Städten verzeichnet:
Bocholt: 196
Borken Stadt: 92
Rhede: 42
Gescher: 26
Stadtlohn: 27
Velen: 10
Südlohn: 10
Reken: 13
Heiden: 8
Insgesamt verunglückten Insgesamt verunglückten im Kreis Borken 682 Menschen mit dem Rad oder Pedelec.
Anstieg der bei Verkehrsunfällen verletzten Seniorinnen und Senioren
Die Zahl der insgesamt bei Verkehrsunfällen verletzten Seniorinnen und Senioren sowie derjenigen, die bei Rad- und Pedelecunfällen verletzt wurden, blieb in den letzten Jahren weitgehend stabil. Es waren keine klaren Trends nach oben oder unten zu erkennen.
2023 wurden insgesamt 290 Seniorinnen und Senioren bei Unfällen verletzt, davon 160 (55,2 %) Rad- oder Pedelecfahrende. 2024 stieg die Zahl der verletzten Seniorinnen und Senioren um 24 auf 314 Personen. Darunter waren 184 (58,3 %) Rad- und Pedelecfahrende.
Präventionsmaßnahmen der Polizei
Die Verkehrsunfallprävention (VUP/O) der Kreispolizeibehörde Borken verfolge dieses Thema bereits seit einigen Jahren intensiv. Ein umfangreiches Informations- und Trainingsprogramm für Seniorinnen und Senioren wurde entwickelt und kontinuierlich erweitert.
Erstmals sank jedoch die Anzahl der für Seniorinnen und Senioren durchgeführten Veranstaltungen:
2023: 61 Veranstaltungen
2024: 47 Veranstaltungen
Grund für diesen Rückgang war eine hohe Personalbindung während der Fußball-EM 2024 sowie weitere Großeinsätze mit hohem Personalbedarf. Dennoch konnten 258 Teilnehmende mehr als im Vorjahr erreicht werden.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Helmschutz für Senioren: Aufklärung allein reicht nicht aus
Mit den seit einiger Zeit bei diesen Veranstaltungen eingesetzten Pedelec- und Helm-Simulatoren konnten weitere Seniorinnen und Senioren im Kreis nicht nur geschult, sondern auch gezielt für das Tragen eines Helms im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Dennoch zeigt die steigende Zahl verunglückter Seniorinnen und Senioren, dass dieser Ansatz allein noch nicht erreicht wird.
Die Kreispolizeibehörde Borken hat die Verkehrsunfallstatistik 2024 vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht gestiegen ist, gab es weniger Schwerverletzte und Todesopfer. In der Gemeinde Raesfeld zeigen die Zahlen mit 33 Unfällen (2023=32 Unfälle) eine weitgehend stabile Entwicklung.
Foto: Petra Bosse
Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Borken ist gesunken – das ist die zentrale Botschaft der Verkehrsunfallstatistik 2024, die die Kreispolizeibehörde Borken am Montag in Gronau präsentierte. Landrat Dr. Kai Zwicker stellte die Zahlen an einem besonderen Ort vor: einer Unfallstelle aus dem vergangenen Jahr. Dort verdeutlichte Verkehrssicherheitsberater Michael Schneider anhand eines konkreten Falls, dass jeder Verkehrsunfall weitreichende Konsequenzen für die Beteiligten haben kann.
Bedeutung der Unfallstatistik
Landrat Dr. Kai Zwicker betonte, dass die Unfallzahlen mehr als bloße Statistiken seien: „Es geht eben nicht um ein nüchternes Zahlenwerk, wenn wir die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 vorstellen. Es geht um viele betroffene Menschen.“
Besonderes Augenmerk lag auf Verkehrsunfällen mit Rad- und Pedelecfahrenden, die einen großen Anteil an der Mobilität im Kreis Borken ausmachen. Zwicker forderte verstärkte Maßnahmen zur Reduzierung dieser Unfälle, darunter Prävention und gezielte Kontrollen.
Aktuelle Zahlen zur Verkehrsunfallentwicklung
Polizeirat Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Borken, präsentierte die Unfallzahlen für 2024:
Gesamtzahl der Unfälle: 11.455 (+1,1 % im Vergleich zu 2023)
Verunglückte Personen: 1.781 (-1,9 %)
Todesfälle: 13 (2023: 18)
Schwerverletzte: 220 (2023: 263)
Rad- und Pedelecfahrende unter den Verunglückten: 44,4 % (Landesdurchschnitt: 25,8 %)
Um Unfälle zu vermeiden und Regelverstöße zu ahnden, setzt die Polizei auf verstärkte Kontrollen in folgenden Bereichen:
Vorfahrt/Vorrang und Abbiegen
Fehlverhalten von und gegenüber Rad- und Pedelecfahrenden
Geschwindigkeitskontrollen
Alkohol- und Drogenkontrollen
Ablenkung im Straßenverkehr (z. B. Handynutzung)
Ergebnisse der Verkehrskontrollen 2024
Geschwindigkeitsverstöße: 25.578
Handyverstöße: 3.150
Vorfahrt- und Abbiegeverstöße: 2.942
Verstöße durch Rad- und Pedelecfahrende: 9.068
Alkohol- und Drogendelikte: 695
Foto: Petra Bosse/Archiv
Unfallentwicklung in Raesfeld
In der Gemeinde Raesfeld gab es 2024 insgesamt 33 folgende Verkehrsunfälle:
Todesfälle: 2
Schwerverletzte: 8
Leichtverletzte: 17
Unfälle mit schwerem Sachschaden: 6
Unter den Getöteten war eine Person mit Rad oder Pedelec. Die Zahl der verletzten Rad- und Pedelecfahrenden sank auf neun Personen im Vergleich zu 2023 von insgesamt elf.
Altersverteilung der Unfallbeteiligten in Raesfeld
Brustkrebs betrifft auch Männer – ein oft unterschätztes Risiko. Brustkrebs wird häufig als reine Frauenkrankheit wahrgenommen, doch auch Männer können betroffen sein. Zwar erkranken sie seltener, aber die Diagnose ist oft mit besonderen Herausforderungen verbunden, da Brustkrebs bei Männern weniger bekannt ist und Symptome später erkannt werden.
Brustzentrum am St. Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten
Das Brustzentrum am St. Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der medizinischen Versorgung dar. Es bietet hochqualifizierte Pflege und trägt durch frühzeitige Diagnosen maßgeblich zur Lebensrettung bei. Doch im Zuge der geplanten Krankenhausreform 2026 droht die Schließung des Zentrums. Eine Petition setzt sich für dessen Erhalt ein.
Warum das Brustkrebszentrum so wichtig ist
Steigende Patientenzahlen und gut etablierte Strukturen belegen die Notwendigkeit des Brustzentrums in Dorsten. Eine Schließung würde eine erhebliche Versorgungslücke hinterlassen und insbesondere für Frauen in der Region den gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung erschweren.
Der Appell richtet sich an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Es wird gefordert, das Zentrum zu erhalten, da es essenziell für die Gemeinschaft und lebensrettend ist.
Brustkrebs betrifft nicht nur Frauen
Obwohl Brustkrebs hauptsächlich Frauen betrifft, sollten sich auch Männer angesprochen fühlen. Denn auch sie können erkranken – wenn auch seltener. Jährlich erhalten in Deutschland etwa 750 Männer die Diagnose Mammakarzinom. Zum Vergleich: Bei Frauen liegt diese Zahl bei rund 70.000, womit Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen aller Altersgruppen ist. Anlaufstellen für die Behandlung sind auch für Männer die zertifizierten Brustkrebszentren, Beratung und Informationen gibt es bei den Krebsberatungsstellen der Landeskrebsgesellschaften.
Bedeutung der wohnortnahen medizinischen Versorgung
Die Notwendigkeit einer guten ärztlichen Nahversorgung zeigt sich am Beispiel der Augenklinik in Raesfeld. Patienten aus der gesamten Region nehmen teils lange Anfahrtswege in Kauf, um dort behandelt zu werden. Besonders ältere Menschen sind auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung angewiesen, etwa bei regelmäßigen Behandlungen gegen altersbedingte Makuladegeneration (AMD). Statt lange Fahrten nach Ahaus oder in andere Städte unternehmen zu müssen, profitieren viele Betroffene von kurzen Wegen.
Auch für die Bürger in Raesfeld ist eine gute medizinische Infrastruktur von großer Bedeutung. Ein wohnortnahes Brustzentrum – wie in Dorsten – erspart den Patienten lange Anfahrten quer durch das Münsterland oder das Ruhrgebiet.
Jetzt handeln – Petition unterzeichnen
Das Brustzentrum in Dorsten leistet einen entscheidenden Beitrag zur medizinischen Versorgung der Region. Um dessen Erhalt zu sichern, ruft das Team Brustkrebs Sponsorenlauf Dorsten zur Unterstützung auf. Die Petition ist eine Möglichkeit, sich aktiv für den Fortbestand dieser wichtigen Einrichtung einzusetzen.
Unterstützen Sie den Erhalt des Brustzentrum in Dorsten – unterzeichnen Sie jetzt die Petition!
Die genauen Ursachen für Brustkrebs sind nicht immer medizinisch erklärbar. Einige Faktoren erhöhen jedoch das Erkrankungsrisiko für Männer:
Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko.
Hormonelles Ungleichgewicht: Ein höherer Anteil weiblicher Geschlechtshormone im männlichen Körper kann die Entstehung von Brustkrebs begünstigen.
Genetische Faktoren: Männer mit familiärer Vorbelastung oder einer angeborenen Chromosomenstörung (z. B. Klinefelter-Syndrom) haben ein erhöhtes Risiko.
Vorerkrankungen: Diabetes mellitus, Prostatakrebs, Lebererkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion oder Hodenentzündungen können mögliche Risikofaktoren sein.
Radioaktive Strahlung: Eine direkte Bestrahlung des Brustgewebes, etwa durch eine frühere Krebsbehandlung, kann das Risiko erhöhen.
Lebensstil: Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, Rauchen und Bewegungsmangel können ebenfalls eine Rolle spielen. Quelle: BEK
Eine aktuelle Analyse zeigt: Im Kreis Borken sind überdurchschnittlich viele Seniorinnen und Senioren berufstätig, während die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte zu den niedrigsten in NRW gehört.
Statistiker Markus Wydera von der Stabstelle der Kreisverwaltung stellt in seinem Bericht „Kreis Borken in der Statistik“ aktuelle Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) vor.
Erwerbstätigkeit im Seniorenalter
Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 waren 15,1 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Kreis Borken erwerbstätig – die höchste Quote in Nordrhein-Westfalen und rund fünf Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt.
Alkoholbedingte Krankenhausbehandlungen
Im Jahr 2023 mussten 995 Personen aus dem Kreis Borken wegen übermäßigem Alkoholkonsum stationär behandelt werden. Mit 262 Fällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner lag der Kreis auf Platz drei der niedrigsten Fallzahlen in NRW. Der Landesdurchschnitt betrug 353 Fälle pro 100.000 Personen.
Femeichenpark in Erle – Feierliche Einweihung mit buntem Programmfür große und kleine Gäste.
Am Sonntag, den 27. April 2025, wird der neu gestaltete Femeichenpark in Erle offiziell eröffnet. Die Gemeinde Raesfeld und die Katholische Kirchengemeinde laden alle Bürgerinnen und Bürger zu einem großen Bürgerfest ein. Die Eröffnung wird mit einem abwechslungsreichen Programm für Jung und Alt begleitet. Parallel dazu startet der traditionelle Radwandertag des Gemeindesportverbandes (GSV), dessen Route erstmals am Femeichenpark beginnt und endet.
Foto: Petra Bosse/Archiv
Neugestaltung durch Landesförderung
Im vergangenen Jahr wurde das Gelände rund um die historische Erler Femeiche umfassend umgestaltet. Die Maßnahmen wurden durch eine Landeszuwendung in Höhe von 250.000 Euro aus der Struktur- und Dorfentwicklung ermöglicht. Die letzten Arbeiten am Außengelände sollen bis Ende April abgeschlossen sein.
Geplanter Ablauf der Eröffnung
10:00 Uhr: Reisesegen durch Pfarrer Fabian Tilling
11:30 Uhr: Offizielle Eröffnung mit den Erler Jägern
Begrüßung durch Bürgermeister Martin Tesing und Pfarrer Fabian Tilling
Parallel: Start des Radwandertags
14:00 Uhr: Walter Großewilde gibt eine kurze Einführung in die Femegerichtsbarkeit. Anschließend ist die Aufführung der historischen Gerichtsverhandlung von 1441 in mittelalterlichen Gewändern und in Erler Platt mit einer kurzen Einführung in das Tatgeschehen des historischen Femegerichts durch Carlo Behler, Heimatverein Erle, geplant. Zum Schluss geben die Brejpottspöllers den Femeichen-Rap und singen das Erlske Leeds.
15:00 Uhr: Konzert des Fanfarencorps Raesfeld
12:00, 14:30 und 16:00 Uhr: Geführte Touren durch den Femeichenpark mit Bauamtsleiter Bernd Roters.
Ganztägiges Rahmenprogramm
Neben den Hauptveranstaltungen gibt es ein vielfältiges Angebot für Besucher aller Altersgruppen:
Kulinarisches Angebot
Getränkestand des Gemeindesportverbandes mit Tombola und Verlosung
Bratwurstverkauf
Kuchenstand der Kirchengemeinde
Kinderprogramm
Spielmobil des Ortsmarketing Raesfeld
Kinder-Rallye um die Femeiche
Naturpark Hohe Mark mit Infomobil und Kinderaktionen
Ausstellungen & Kunst
LEGO-Modell der Femeiche von Philipp Honvehlmann
Kunstwerke der Künstlergruppe „Dasselbe anders“
Finanzierung und Organisation
Die Kosten für die Veranstaltung belaufen sich auf etwa 3.000 Euro. Die Katholische Kirchengemeinde wird sich als Mitveranstalter an den Ausgaben beteiligen. Da die Mittel nicht im Haushalt 2025 eingeplant waren, sollen sie außerplanmäßig zur Verfügung gestellt werden.
Fünf Veranstaltungen – alle ausverkauft!. Was für einen Abend! Die plattdeutsche Theatergruppe aus Erle hat am Samstagabend erneut bewiesen, dass sie nicht nur Dialekt, sondern auch Comedy auf höchstem Niveau beherrschen.
Das Publikum im Saal von Brömmel-Wilms kam aus dem Lachen nicht mehr heraus – es wurde geschnattert, gestikuliert und gestritten, dass selbst die Souffleuse kaum hinterherkam. Wer dabei war, weiß: Hier wurde nicht nur gespielt, hier wurde mit voller Leidenschaft geliefert!
Lachsalven garantiert. Foto: Petra Bosse
Erler beweisen erneut schauspielerisches Talent
Schon die zweite Aufführung der plattdeutschen Theatergruppe Erle am Samstagabend im Saal von Brömmel-Wilms war ein voller Erfolg. Und auch die kommenden Termine versprechen beste Unterhaltung!
Wer glaubte, man müsse Plattdeutsch perfekt verstehen, um mitzulachen, der irrt: Die Spielfreude und das Talent der Darsteller sprechen für sich. Doch für diejenigen, die die plattdeutschen Dialoge verstehen, gab es noch ein Sahnehäubchen obendrauf – Lachtränen inklusive!
Foto: Petra Bosse
Ein Landwirt, der keinen Besuch mag
Im Mittelpunkt der turbulenten Komödie steht Jens Petersen (Benny Bente), ein eingefleischter Einzelgänger, der seinen Hof lieber ohne Besuch genießt. Seine redselige Nachbarin Gesche (Helene Dickmann) hat es ohnehin nicht leicht mit ihm, doch das Leben des mürrischen Landwirts gerät völlig aus den Fugen, als ein Brief alles verändert.
Wenn der Postbote (Bernd Klaus) klingelt, dann… Foto: Petra Bosse
Ein Brief mit Folgen
Der neugierige Briefträger Heini (Bernd Klaus), für den das Briefgeheimnis eher eine lockere Empfehlung ist, überbringt eine überraschende Nachricht: Tante Ilse (Eva Fölting), eine schwerreiche Hotelmanagerin aus England, will ihren Neffen endlich kennenlernen. Doch wer ist diese mysteriöse Tante, die von sich behauptet, die ganz großen Stars zu kennen – von Helene Fischer bis Florian Silbereisen? Kann das den pragmatischen Jens beeindrucken?
Der Bürgermeister (Ludger Schleking r.) sieht in dem Besuch große Chancen für den Ort. Foto: Petra Bosse
Plötzlich im Rampenlicht
Nicht nur Jens steht unter Schock, auch Bürgermeister Ludger Schleking sieht in Tante Ilse eine große Chance: Vielleicht investiert sie ja in ein schickes Hotel für das Dorf? Kurzerhand wird ein großes Fest organisiert, und aus dem verschrobenen Landwirt soll ein vorzeigbarer Gastgeber werden. Doch das bedeutet: neue Kleidung, gute Manieren – und idealerweise auch eine Frau an seiner Seite!
Vom Eigenbrötler zum Charmeur?
Jens‘ Kumpel Harm (Christoph Ossing) wird zur Unterstützung herangezogen, doch ausgerechnet er ist in Sachen Frauen genauso unbeholfen wie Jens selbst. Währenddessen hofft Nachbarin Annelene (Annette Krampe), dass sich nun endlich etwas zwischen ihr und Jens entwickelt. Aber kann ein stabiler Bauer wirklich zum Gentleman werden?
Ein Abend voller Witz und Spielfreude
Unterstützt wird das Ensemble von Gisela Brömmel als Souffleuse. Eines ist sicher: Auch bei den nächsten Aufführungen bleibt im Saal kein Auge trocken.
Plattdeutsche Theatergruppe Erle: Fotos: Petra Bosse
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Lachsalven garantiert. Foto: Petra Bosse
Wenn der Postbote klingelt, dann... Foto: Petra Bosse
Antrag der UWG an die Gemeindeverwaltung Raesfeld zur Nutzung der Abwasserwärme.
Die UWG-Fraktion Raesfeld hat einen Antrag an die Gemeindeverwaltung gestellt, um die Nutzung der thermischen Energie aus Abwasser als integralen Bestandteil der geplanten Kläranlagenerweiterung zu berücksichtigen. Ziel sei es, das energetische Potenzial des Abwassers zu erschließen und zu nutzen, um einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in der Gemeinde zu leisten.
Integration in das Vergabeverfahren
Das zuständige Ingenieurbüro soll im Rahmen der Ausschreibungen verpflichtet werden, ein Konzept zur Nutzung der Restenergie des Abwassers zu entwickeln. Dies umfasse die Prüfung technischer Möglichkeiten sowie eine Wirtschaftlichkeitsanalyse.
„Die Nutzung von Abwasserwärme bietet eine innovative und nachhaltige Lösung, um unsere Gemeinde energetisch zukunftsfähig aufzustellen“, erklärte UWG-Fraktionsvorsitzender Volkker van Wasen.
Berücksichtigung lokaler Wärmebedarfe
Die Planung solle den möglichen Anschluss an ein lokales Wärmenetz oder eine direkte Nutzung prüfen. Die Ergebnisse der Planungsphase sollen dem Gemeinderat zur Beratung vorgelegt werden, um eine transparente Entscheidungsfindung zu gewährleisten.
Fördermöglichkeiten prüfen
Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche Förderprogramme für die Umsetzung der Abwassernutzung zu identifizieren und entsprechende Anträge vorzubereiten.
Begründung des Antrags
Die Nutzung von Abwasserenergie stelle eine innovative Möglichkeit dar, CO2-Emissionen zu reduzieren und erneuerbare Energien zu fördern. Durch den Einsatz moderner Technologien wie Wärmetauscher und Wärmepumpen könne die Wärme aus Abwasserströmen effizient zurückgewonnen werden. Diese Form der thermischen Energiegewinnung biete das Potenzial, langfristig die Energiekosten zu senken.
Zusätzlich könnten Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte weiter steigern. „In vielen Kommunen wurden bereits positive Erfahrungen mit der Nutzung von Abwasserwärme gemacht. Das sollten wir auch in Raesfeld nutzen“, betonte van Wasen.
Die technische Umsetzbarkeit und der Erfolg solcher Systeme seien durch zahlreiche vergleichbare Projekte belegt. Sowohl Neuinstallationen als auch Nachrüstungen bestehender Anlagen seien möglich.
Für Raesfeld bedeute die Nutzung dieser lokalen Energiequelle nicht nur eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts, sondern auch eine erhöhte Unabhängigkeit von externen Energieversorgern. „Dieses Konzept vereint ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichen Vorteilen und lokaler Energieautonomie“, so van Wasen weiter.
Die UWG Raesfeld sieht in diesem Vorhaben eine zukunftsweisende Chance, die Gemeinde ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig weiterzuentwickeln, und bittet daher um Zustimmung zu diesem Antrag.
Dieser Antrag soll dem zuständigen Gremium nach der Geschäftsordnung zur Beratung vorgelegt werden.
Der Bürgerpark in Raesfeld ist ein beliebter Treffpunkt – doch aus Sicht der CDU gibt es noch Verbesserungsbedarf. Basierend auf einer Bürgerumfrage beantragte die CDU-Fraktion die Ergänzung des Parks um zusätzliche Spielgeräte für Kinder sowie weitere Sitzgelegenheiten. Der Antrag soll nun im zuständigen politischen Gremium beraten werden.
Die CDU-Fraktion hat einen Antrag zur Erweiterung des Bürgerparks eingereicht. In einem Schreiben schlägt der Fraktionsvorsitzende Bernhard Bölker die Verwaltung vor, eine Prüfung der Möglichkeiten zur Ergänzung des Parks um zusätzliche Spielgeräte und Sitzgelegenheiten zu erweitern.
Hintergrund des Antrags sei eine im Herbst 2024 durchgeführte Umfrage des CDU-Gemeindeverbands zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der Lebensqualität und der politischen Transparenz in der Gemeinde.
Mehr Spielmöglichkeiten für Kinder
Dabei sei, so Bölker, der Bürgerpark zwar grundsätzlich positiv bewertet worden, aber viele Befragte wünschten sich jedoch mehr Spielmöglichkeiten für Kinder sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten.
Die CDU-Fraktion bittet darum, den Antrag in die Beratung des zuständigen politischen Gremiums aufzunehmen.
Mitgliederversammlung der CDU Raesfeld-Erle-Homer: Dirk Kuhmann einstimmig als Bürgermeisterkandidat gewählt.
Am Donnerstagabend fand im Saal von Brömmel-Wilms die Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands Raesfeld-Erle-Homer statt. Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Wahl des Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2025. Mit Dirk Kuhmann stellte die CDU einen Kandidaten auf, der auf eine langjährige Verwaltungserfahrung zurückblicken kann. Die Mitglieder entschieden sich einstimmig für ihn. Besonders junge Menschen könnten von Kuhmanns Plänen profitieren, etwa durch die Einführung eines Jugendbeirats oder den Ausbau der digitalen Verwaltung. Zu Gast waren Markus Jasper, Kreisgeschäftsführer der CDU, und Bettina Stenkamp, Vorsitzende der Jungen Union Borken.
vl. l.: Fraktionsvorsitzender der CDU Bernhard Bölker, Louis Lammersmann (1. stell. Vorsitzender) Bärbel Unnebrink (2. stell. Vorsitzende), designierter Bürgermeisterkandidat Dirk Kuhmann, Vorsitzende Dr. Gerswid Altendorf-Weber und Wahlleiterin Bettina Stenkamp. Foto: Petra Bosse
CDU verzeichnet Mitgliederzuwachs
Bereits zu Beginn der Veranstaltung hob Wahlleiterin Bettina Stenkamp eine positive Entwicklung hervor: „Der Gemeindeverband Raesfeld-Erle-Homer konnte seit November 27 neue Mitglieder gewinnen.“ Dies sei ein Zeichen für das wachsende Interesse an kommunalpolitischer Arbeit.
Einstimmige Nominierung von Dirk Kuhmann
In einer gemeinsamen Vorstands- und Fraktionssitzung wurde Dirk Kuhmann offiziell als CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert. Die Wahlleiterin betonte: „Dirk Kuhmann überzeugt mit seiner starken Führungskompetenz und seinem tiefgehenden Verwaltungswissen.“ Besonders seine Fähigkeiten im Umgang mit bürokratischen Strukturen und seine soziale Kompetenz wurden hervorgehoben.
Auch Dr. Gerswid Altenhoff-Weber, Vorsitzende des Ortsverbands, lobte den Kandidaten: „Dirk Kuhmann kennt die Gemeinde aus verschiedenen Perspektiven und wird sie mit Augenmaß und Sachverstand weiterentwickeln.“
Dirk Kuhmann. Foto: Petra Bosse
Dirk Kuhmann stellt sich vor
Dirk Kuhmann, 48 Jahre alt, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. „Ich bin in Raesfeld geboren und der Liebe wegen nach Erle gezogen“, erzählte er den Anwesenden. Beruflich begann er seine Laufbahn 1993 bei der Gemeinde Schermbeck, bevor er sich zum Diplom-Verwaltungswirt weiterqualifizierte. Derzeit leitet er in der Stadtverwaltung Rhede den Fachbereich Betriebe & Immobilien.
Seine beruflichen Stationen im Überblick:
1993 – 2001: Gemeinde Schermbeck, Bauamt
2005 – 2010: Gemeinde Raesfeld, stellvertretender Ordnungs- und Sozialamtsleiter. Mitarbeit an Projekten rund um das Schloss Raesfeld
2010 – 2011: Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW, Bau- und Liegenschaftskoordination
Seit 2011 (heute): Wirtschafts- und Unternehmensförderung, Fachbereichsleiter für Bildung, Sport und Soziales. Aktuell Leiter des Fachbereichs Betriebe & Immobilien (u. a. Hochbau, Abwasserentsorgung, Stadtentwicklung),
Seine Freizeit verbringt er gerne mit Rennradfahren, Tennis und der Jagd.
Vision für Raesfeld-Erle-Homer
„Mein Ziel ist es, unsere Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln“, erklärte Kuhmann. „Ich möchte mich für eine starke, leistungsfähige und transparente Verwaltung einsetzen und die Verwaltung gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitenden, der Bürgerschaft und der Politik weiterentwickeln. Dazu gehören für mich unter anderem Bürgersprechstunden mit dem Bürgermeister, nicht nur im Rathaus, sondern auch bei den Menschen vor Ort.“
Eine CDU-Umfrage zeigte, dass 70 % der Einwohner gerne in Raesfeld leben, jedoch auch Verbesserungspotenzial sehen. Besonders gefragt seien:
Ausbau der Fahrrad- und Wirtschaftswege
Stärkere Verbindung zwischen Politik und Gesellschaft
Weiterentwicklung der Infrastruktur
Kernpunkte seines Programms
1. Wirtschaft & Einzelhandel stärken
Direkte Ansprechpartner in der Verwaltung für Unternehmen
Ansiedlung neuer Firmen mit kurzen Entscheidungswegen
Unterstützung von Einzelhandel, Gastronomie und Gewerbe
2. Familie & Bildung
Ausbau von hochwertigen Kita-Plätzen und flexiblen Betreuungszeiten
Grundschulen in Raesfeld und Erle zu stärken und zu unterstützen, sowie die weiterführende Schule Julia Koppers Gesamtschulstandort Raesfeld als attraktiven Schulstandort in Raesfeld zu verstehen
Einführung eines Jugendbeirates, um junge Menschen aktiv einzubeziehen
Daneben gelte es auch, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu verschaffen. Stichwort Jugendbeteiligung: „Ich kann mir vorstellen, in regelmäßigen Abständen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihre Anliegen kennenzulernen und sie so weit wie möglich umzusetzen. In einem weiteren Schritt ist es für mich erstrebenswert, Jugendliche an politischen Angelegenheiten zu beteiligen, die sie betreffen, beispielsweise die Bildung eines Jugendbeirates“.
Unterstützung von Familien mit dem Förderprogramm „Jung kauft Alt“
Nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen unter Berücksichtigung landwirtschaftlicher Interessen
Für Familien, junge Menschen und Senioren müsse es auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum geben. „Dazu gehören für mich auch die Vorhaltung und Bereitstellung von bezahlbaren Wohnbaugrundstücken, die Innenverdichtung und die Unterstützung von Familien durch das Förderprogramm Jung kauft Alt, bei dem Familien, die ein altes Haus kaufen und sanieren, finanzielle Unterstützung erhalten können“.
4. Ehrenamt & Vereine
Einrichtung eines Ehrenamtskoordinators, der als Ansprechpartner dient
Stärkere Unterstützung für Sport-, Kultur- und Sozialvereine
5. Infrastruktur verbessern
Sanierung von Wirtschaftswegen mit jährlichem Budget
Ausbau der ärztlichen Versorgung
Förderung von Nahwärmeversorgung und Klimaschutzprojekten
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, inklusive eines neuen Fahrradwegs von Raesfeld nach Homer
6. Digitalisierung & Verwaltung modernisieren
Digitalisierung der Rathausprozesse und Einführung eines Bürger-Terminals zur Abholung von Dokumenten
Nutzung künstlicher Intelligenz (KI), um den Fachkräftemangel in der Verwaltung zu kompensieren
Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe durch regelmäßige Bürgersprechstunden und digitale Plattformen
Führungsstil und Motivation
Dirk Kuhmann erklärte, er wolle nicht nur Zuhörer und Umsetzer, sondern auch Initiator und Erklärer sein. Die Verwaltung müsse für die Bürgerinnen und Bürger ein verlässlicher Partner sein, der Bürokratie vereinfache und Hürden abbaue.
Laut Kuhmann habe sich Raesfeld-Erle-Homer unter der Führung des CDU-Gemeindeverbandes stark entwickelt. Sein Ziel sei es, diesen Erfolg fortzuführen – mit sinnvollen, planbaren und bezahlbaren Investitionen.
Nicht zuletzt sei es ihm wichtig, die Verwaltung als attraktive und moderne Arbeitgeberin am Arbeitsmarkt zu positionieren und für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, damit sie weiterhin leistungsfähig bleibe. „Seitens des CDU-Gemeindeverbandes, Udo Rößing Bürgermeister a. D., Andreas Grotendorst a. D. sowie Bürgermeister Martin Tesing und der Verwaltung wurde sehr gute Arbeit geleistet. Sonst wären wir nicht da, wo wir aktuell sind“, betonte er. Dieses Verständnis und diese Einstellung sollten auch in Zukunft Bestand haben.
Damit dies gelinge, müsse man alle anpacken und Raesfeld gemeinsam erfolgreich entwickeln. Sinnvolle, planbare und bezahlbare Investitionen sollten das Denken und Handeln in der Politik und der Verwaltung prägen.
Als Raesfelder Junge fühle er sich mit diesem Ort stark verbunden und wolle sein Herz einbringen, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen. Gemeinsam erfolgreich entwickeln. So gehe Raesfeld, und das sei seine Herzensangelegenheit. Es gebe viel zu tun. Packen wir es gemeinsam erfolgreich an!
Gratulantin Dr. Gerswid Altenhoff-Weber, Vorsitzende CDU Gemeindeverband Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Einstimmige Wahl
In einer geheimen Abstimmung stimmten alle 40 anwesenden CDU-Mitglieder für Dirk Kuhmann als ihren Bürgermeisterkandidat.
Statements zur Wahl von Dirk Kuhmann
Udo Rößing: „Ich bin erfreut, dass man einen so guten Mann hat, der bereit ist, in Raesfeld zu arbeiten. Ich vertraue ihm wirklich, diese Gemeinde gut zu vertreten.“
Hans-Dieter Strothmann: „Aus meiner Sicht ist das eine vorzügliche Wahl. Ich kenne Dirk Kuhmann schon sehr lange, da er aus meiner Nachbarschaft stammt. Er hat eine hervorragende Ausbildung genossen und sich heute Abend umfassend präsentiert. Ich war sehr beeindruckt und denke, dass wir eine sehr, sehr gute Wahl getroffen haben.“
Bernhard Bölker: „Ich habe es eben auch in seiner Vorstellungsrede gehört – er kann alle Bereiche in der Verwaltung und in der Gemeinde abdecken.“
Karl-Heinz Tünte: „Ich halte Dirk Kuhmann für einen sehr fähigen und zugänglichen Menschen und glaube, dass die CDU mit ihm einen sehr guten Kandidaten ins Rennen schickt.“
Tobias Honvehlmann: „Ich finde Dirk Kuhmann als Bürgermeisterkandidaten sehr geeignet. Ich kenne ihn schon länger aus der Nachbarschaft und auch persönlich. Inzwischen ist er für mich ein Freund, den ich als Person sehr schätze. Er ist total menschlich und legt großen Wert auf zwischenmenschliche Beziehungen – und finde das ich gut.“
Arno Brömmel: „Mit Dirk Kuhmann verbinde ich Kompetenz und fachliche Sachlichkeit für dieses Amt.“
Gratulation nach der Wahl – Ehrenbürgermeister Raesfeld a. D. Udo Rößing. Foto: Petra Bosse
Auch Charlotte Meiners aus Erle gratulierte Dirk Kuhmann , dem designierten Bürgermeisterkandidaten der CDU Raesfeld und wünschte ihm viel Erfolg für die anstehende Kommunalwahl 2025. Foto: Petra Bosse
Landrat Dr. Kai Zwicker: „Aus Sicht der Kreisleitstelle haben die Warnsysteme funktioniert!“
Kreis Borken. Am heutigen Donnerstag (13. März 2025) fand der landesweite Warntag statt, bei dem die Warnsysteme für den Ernstfall getestet wurden. Nach Einschätzung der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Borken verlief der Probealarm im Westmünsterland ohne größere Probleme. „Jedenfalls habe es aus Kreissicht keine Schwierigkeiten gegeben“, teilt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Ob es lokal zu Störungen gekommen ist, werde nun von den kommunalen Ordnungsämtern und Feuerwehren überprüft.
Foto: Petra Bosse
Alle 17 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet beteiligen sich am Warntag. Punkt 11 Uhr ertönten kreisweit 147 Sirenen, während die Warn-App NINA sowie der „Cell Broadcast“ über Smartphones Warnmeldungen verschickten. Auch die direkte Einsprechmöglichkeit der Kreisleitstelle im laufenden Programm von RADIO WMW wurde erfolgreich getestet.
Informationen im Ernstfall
Hendrik Schuurmann, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung, betonte, dass die Bevölkerung im Ernstfall über verschiedene Kanäle informiert werde. Neben den Sirenen-Alarmen gibt es vor allem Warn-Apps, lokale Radiosender wie RADIO WMW und WDR 2 sowie digitale Plattformen zentrale Informationsquellen.
Für akute Krisen, Notfälle und Gefährdungslagen stellt der Kreis Borken folgende Informationsangebote bereit:
Falls erforderlich, kann der Kreis Borken außerdem Lautsprecherdurchsagen veranlassen, ein Bürgertelefon einrichten oder eine Personenauskunftsstelle bereitstellen.
Weitere Informationen zu den Warnmitteln im Kreis – auch in mehreren Fremdsprachen – sowie das Faltblatt „Sirenen im Kreis Borken – Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung“ stehen unter akut.kreis-borken.de zum Download bereit.
Im Jahr 2024 wurden im Bereich der Kreispolizeibehörde Borken insgesamt 24.545 Straftaten registriert – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2023: 23.539). Dennoch konnte die Polizei mehr als die Hälfte aller bekannt gewordenen Straftaten aufklären. Die Aufklärungsquote liegt damit auf einem stabilen Niveau und zeigt die erfolgreiche Arbeit der Ermittlungsbehörden.
Besonders in der Gemeinde Raesfeld blieb die Kriminalität auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Während die Fallzahlen im gesamten Kreis weitgehend stabil blieben, ging die Zahl der Diebstähle deutlich zurück. Gleichzeitig gab es jedoch einen starken Anstieg bei Betrugsdelikten, insbesondere im Bereich Online- und Telefonbetrug.
Polizeistatistik für den Kreis Borken vorgestellt
Am Donnerstag, den 13. März 2025, stellte die Kreispolizeibehörde Borken die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2024 vor. Landrat Dr. Kai Zwicker präsentierte gemeinsam mit Kriminaldirektorin Corinna Dimmers-Janning die wichtigsten Zahlen und Entwicklungen. Die Statistik zeigt, dass die Fallzahlen im Kreis Borken nahezu auf dem Niveau des Vorjahres blieben.
Steigerungen bei Betrugsfälle
Ein deutlicher Beweis war bei den Diebstahlsdelikten mit 6,8 Prozent festzustellen. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der angezeigten Betrugsfälle um 34,7 Prozent. Diese Zunahme sei vor allem auf Online- und Telefonbetrugsmaschen zurückzuführen.
„Die Menschen im Kreis Borken leben sicher“, betonte Landrat Dr. Zwicker. „Zwar bleibt unser Kreis nicht von Kriminalität verschont, doch gemessen an der Einwohnerzahl ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, hier niedriger als im Landesdurchschnitt von NRW.“
Kriminalitätsentwicklung in Raesfeld
Für die Gemeinde Raesfeld zeigt die Statistik insgesamt 467 registrierte Straftaten im Jahr 2024. Im Vergleich zum Vorjahr (775 Fälle) bedeutet dies ein deutlicher Rückgang. Die Verteilung der einzelnen Deliktarten stellt sich wie folgt dar:
Statistik: Polizei Kreis Borken
Vergleicht man die Gesamtstraftaten in Raesfeld mit anderen Gemeinden im Kreis Borken, ergibt sich folgendes Bild:
Raesfeld: 467 Fälle (2023: 775)
Reken: 828 Fälle (2023: 613)
Heiden: 335 Fälle (2023: 247)
Stadt Borken: 2.520 Fälle (2023: 2.750)
Südlohn: 429 Fälle (2023: 411)
Velen: 503 Fälle (2023: 499)
Neues Polizeiziel: Prävention von Messerkriminalität
Ein weiterer Schwerpunkt der Pressekonferenz war die Vorstellung eines neuen behördenstrategischen Ziels der Polizei. Polizeirat Jan Schlarmann erläuterte die geplanten Maßnahmen zur Eindämmung der sogenannten Messerkriminalität.
Obwohl die Fallzahlen im Kreis Borken vergleichsweise niedrig sind, scheint der polizeiliche Handlungsbedarf, um einem möglichen Anstieg zukünftiger Entwicklungen entgegenzuwirken. Ziel sei es, durch verschiedene Maßnahmen das gesellschaftliche Bewusstsein zu schärfen und die Akzeptanz von Messern als Tatmittel zu verringern.
Fazit
Die Kriminalitätsstatistik zeigt, dass die Sicherheitslage im Kreis Borken weiterhin stabil ist. Während Betrugsdelikte anstiegen, konnten die Polizei und aufmerksame Bürgerinnen und Bürger erfolgreich zur Aufklärung vieler Straftaten beitragen. Besonders in Raesfeld bleibt das Kriminalitätsaufkommen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Gedenkfeier zur Bombardierung Erles und zum Einmarsch der Alliierten
Am Sonntag, dem 23. März, jährt sich die Bombardierung Erles zum 80. Mal. Aus diesem Anlass gedenken die Pfarrgemeinde und Erler Vereine um 15.00 Uhr an den Soldatengräbern auf dem Friedhof der Opfer. Der von Hitlerdeutschland entfesselte Krieg brachte damals Tod und Zerstörung über den Ort. Auch an den Einmarsch der Alliierten fünf Tage später wird erinnert.
Zeitzeugenberichte und musikalischer Rahmen
Die Erler Jäger begleiten die Gedenkfeier mit getragenen Musikstücken. Zeitzeuginnen schildern die dramatischen Ereignisse, die sie als Kinder miterlebt haben. Zudem wird der Bericht einer inzwischen verstorbenen Zeitzeugin gelesen. Zwischendurch sorgen Bibeltext, Gebete und Lieder für einen religiösen Bezug.
Erinnerung und Mahnung
Vertreter des Heimatvereins, des Schützenvereins, der Feuerwehr und von Eintracht Erle gedenken der gefallenen Soldaten und aller Opfer des Nationalsozialismus. Gleichzeitig wird ein mahnender Blick auf die Gegenwart geworfen – eine Zeit, in der Frieden, Demokratie und Menschenrechte weltweit bedroht sind.
Für Sitzgelegenheiten ist gesorgt. Bei Regen findet die Gedenkfeier in der Kirche statt.