Start Blog Seite 79

Bistum Münster überholt Köln: Weniger Kirchenaustritte auch im Kreis Borken

0

Zeitwende: Das Bistum Münster steht nun an der Spitze der katholischen Bistümer in Deutschland – vor Köln. Der Wechsel ist nicht zufällig: Während Münster stabile Taufzahlen und sinkende Austritte verzeichnet, ist Köln seit Jahren durch zahlreiche Skandale belastet – insbesondere rund um Kardinal Rainer Maria Woelki.

Die Zahlen für 2024 bestätigen diesen Trend. Auch im Kreis Borken ist die Zahl der Kirchenaustritte gesunken, die allgemeine Bindung an kirchliche Rituale und Gottesdienste nehme jedoch ab. Dennoch: Das Bistum Münster ist erstmals seit Bestehen der aktuellen Bistumsgrenzen das mitgliederstärkste Bistum Deutschlands. Köln hat diesen Spitzenplatz verloren – unter anderem wegen hoher Austrittszahlen.

Auch im Kreis Borken ist 2024 ein Rückgang der Kirchenaustritte zu verzeichnen gewesen. Die aktuelle Kirchenstatistik zeige jedoch insgesamt einen Trend zu weniger kirchlicher Bindung: Gottesdienstbesuche, Taufen und Trauungen seien weiter rückläufig.

Münster erstmals vor Köln

Ende 2024 hat das Bistum Münster 1.630.544 Katholikinnen und Katholiken gezählt – rund 3.000 mehr als das Erzbistum Köln mit 1.627.401 Gläubigen. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtzahl der Mitglieder, sondern auch die Entwicklung im Detail gewesen:

  • Kirchenaustritte: Münster 22.613 / Köln 28.979
  • Taufen: Münster 10.633 / Köln 8.829
  • Trauungen: Münster 1.765 / Köln 1.320
  • Wiederaufnahmen und Eintritte: Münster 425 (259 Wiedereintritte, 166 Eintritte aus anderen Konfessionen)

Damit liegt Münster nicht nur prozentual, sondern auch in absoluten Zahlen bei den Sakramenten vorne.

Kirchliche Entwicklung im Kreis Borken

Auch im Kreis Borken zeige sich der allgemeine Trend zur Entkirchlichung – allerdings mit leicht positiven Tendenzen im Vergleich zu den Vorjahren:

  • Katholikenzahl: 222.648
  • Kirchenaustritte 2024: 3.008 (2023: 4.288)
  • Gottesdienstbesuch: 9.635 (2023: 11.566)
  • Taufen: 1.384 (2023: 1.956)
  • Trauungen: 226 (2023: 322)

Mit 207.883 Katholikinnen und Katholiken zählt das Kreisdekanat Borken neben dem Offizialatsbezirk Oldenburg (mit rund 470.000 Gläubigen) zu den mitgliederstärksten Regionen im Bistum Münster.

Gesamtentwicklung im Bistum Münster

Bistumsweit seien einige Zahlen konstant geblieben, andere rückläufig:

  • Erstkommunionen: rund 13.300
  • Firmungen: rund 8.500
  • Sonntägliche Gottesdienstbesucher: rund 85.000
  • Trauungen: 1.765 (2023: 2.278)
  • Bestattungen: 17.344 (2023: 18.772)
  • Taufen: 10.633 (2023: 11.919)

Einschätzung aus dem Bistum

Dr. Antonius Hamers, Diözesanadministrator in Münster, ordnete die Entwicklung als Zeichen für eine „Zeitenwende“ ein. Der gesellschaftliche Wandel, die politische und wirtschaftliche Lage sowie der Bedeutungsverlust von Religion in weiten Teilen der Gesellschaft prägten die Entwicklung. Dennoch sehe er den Glauben als Quelle der Hoffnung – besonders in Krisenzeiten.

Die Angebote sind gültig ab sofort bis zum 5. April 2025 – solange der Vorrat reicht

Herzlich Willkommen zu den Frühjahrs-Aktionstagen bei Hußmann in Raesfeld. Freuen Sie sich auf tolle E-bikes namhafter Hersteller zu sagenhaften Preisen. Dazu finden Sie ein umfangreiches Angebot an Rasenmähern und Gartengeräten zu reduzierten Aktionspreisen. Fühlen Sie sich wohl bei uns!

Generalversammlung des St. Johannis-Bürgerschützenvereins Raesfeld

Der Allgemeine St.-Johannis-Bürgerschützenverein Raesfeld e.V. lädt seine Mitglieder zur diesjährigen Generalversammlung ein. Die Versammlung findet am Samstag, 29. März 2025, um 19:30 Uhr im Pfarrsaal St. Martin statt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Begrüßung durch den amtierenden König Meinolf Rosenberger sowie Berichte des Präsidenten Werner Vorholt, des Kassierers und der Kassenprüfer. Auch die Genehmigung der Jahresrechnung und die Entlastung des Vorstands sind vorgesehen.

Weitere Punkte betreffen die Beitragserhebung für Senioren, die Wahlen von Vorstandsmitgliedern und Offizieren sowie die Wahl der Rechnungsprüfer. Ein besonderer Hinweis gilt der Organisation des kommenden Schützenfestes: Hier sei ein geänderter Ablauf geplant.

Im Anschluss an den offiziellen Teil sollen Foto-Videos gezeigt werden. Eingeladen sind alle Vereinsmitglieder.

Eintritt in den Verein ist im Rahmen der Versammlung ebenfalls möglich – sofern die satzungsgemäßen Voraussetzungen erfüllt sind.

Üfter Jagdhornbläser: Auftritt in Erle geplant

Die Üfter Jagdhornbläser starten mit einem neuen Vorstandsmitglied und zahlreichen musikalischen Terminen ins Jahr. Mit dem Dorstener Bernhard Feller rückt frischer Wind in den Vorstand – und die Bläsergruppe ist 2025 wieder bei vielen Veranstaltungen in Dorsten und Erle dabei.

In Erle sind die Jagdhornbläser aus Üfte stets gern gesehene Gäste – besonders bei der traditionellen Hubertusmesse.

Treue Mitglieder erhalten Ehrenurkunden

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins standen gleich mehrere Höhepunkte auf dem Programm. Vorsitzende Brigitte Braukmann ehrte fünf langjährige Mitglieder für ihr jahrzehntelanges Engagement: Georg Bleker, Berthold Deiters und Claudia Westhoff sind seit 45 Jahren aktiv, Rainer Bente seit 40 Jahren, und Benno Triptrap bringt es auf 20 Jahre. Alle erhielten eine persönliche Urkunde und den anerkennenden Applaus der Versammlung.

Dorstener Bernhard Feller neu im Vorstand

Bei der anschließenden Vorstandswahl kam es zu einer Veränderung: Rainer Bente trat nicht erneut als zweiter Kassierer an. Auf ihn folgt der Dorstener Bernhard Feller, der der Gruppe seit gut drei Jahren angehört und nun offiziell in den Vorstand gewählt wurde. Er unterstützt künftig Claudia Westhoff bei der Kassenführung. Im Amt bestätigt wurden Brigitte Braukmann als Vorsitzende, ihre Stellvertreter Jens und Berthold Westhoff, Kassiererin Claudia Westhoff und Schriftführerin Mechthild Deiters.

Auftritte in Dorsten und Umgebung geplant

Auch musikalisch haben die Üfter Jagdhornbläser ein volles Jahr vor sich. Bereits am 9. Mai spielen sie zur Eröffnung der Ehrenamtsgala in der St.-Ursula-Realschule Dorsten. Am 29. Juni sind sie beim großen Stadtjubiläum am Maria Lindenhof zu erleben. Für den Herbst stehen zwei Hubertusmessen auf dem Plan: Am 2. November in der St.-Ludgerus-Kirche in Schermbeck und am 9. November in der St.-Silvester-Kirche in Erle.

Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr

2024 waren die Bläser unter anderem beim Jagdfest in Rhade und beim Martinsmarkt in Marienthal im Einsatz. Auch das Üfter Schützenfest und die beiden Hubertusmessen in Rhade und Holsterhausen wurden musikalisch mitgestaltet – allesamt Termine, bei denen die Gruppe ihr Können unter Beweis stellte.

Gemeinschaft wird großgeschrieben

Neben den Auftritten kommt auch das Vereinsleben nicht zu kurz: Am 5. Juli ist eine gemeinsame Fahrradtour mit Partnerinnen und Partnern geplant. Die Weihnachtsfeier 2025 sowie der traditionelle „Brotzeit“-Abend in Rhade stehen ebenfalls bereits fest im Kalender.

Neue Anfängergruppe gestartet

Im Dezember 2024 startete eine neue Anfängergruppe unter Leitung von Berthold Westhoff. Zwei Teilnehmende lernen derzeit das Jagdhornblasen – weitere Interessierte sind herzlich eingeladen, mitzumachen.

Mehr Informationen, Kontaktmöglichkeiten und aktuelle Termine gibt es auf der Vereinswebseite:
👉 www.uefter-jagdhornblaeser.de

Handyverbot an Schulen? NRW stellt klare Regeln auf

0

Einheitliche Handyregeln bis Herbst 2025: Schulministerium NRW setzt auf klare, altersgerechte Vorgaben

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen bis Herbst 2025 verbindliche und altersgerechte Regeln für die private Handynutzung entwickeln und in ihre Schulordnungen aufnehmen. Das Schulministerium unterstützt diesen Prozess mit Leitlinien und einer beispielhaften Handyordnung. Für Grundschulen und die Primarstufe an Förderschulen empfiehlt das Ministerium, Handys grundsätzlich in der Schultasche zu lassen.

Klare Leitlinien für den Schulalltag

Wie das Ministerium für Schule und Bildung mitteilte, seien die Schulen aufgefordert, schulintern einen Abstimmungsprozess zu starten, der in verbindlichen Regeln zur privaten Handynutzung münden solle. Diese müssten dem Alter der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Schulministerin Dorothee Feller betonte: „Handys sind aus dem Leben junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, dass wir an unseren Schulen einen verantwortungsvollen und altersgerechten Umgang damit finden.“

Für die Primarstufe empfiehlt das Ministerium, die private Nutzung von Handys und Smartwatches im Schulgebäude und auf dem Schulgelände grundsätzlich nicht zu erlauben. Ausnahmen – etwa zur Kommunikation mit Eltern oder bei medizinischer Notwendigkeit – seien möglich.

Unterstützung durch Musterregelungen

Das Ministerium stelle den Schulen zur Orientierung mögliche Regeln sowie eine exemplarische Handyordnung zur Verfügung, hieß es weiter. Diese könnten an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Viele Schulen hätten bereits Regelungen getroffen und damit positive Erfahrungen gesammelt.

Dorothee Feller
Schulministerin Dorothee Feller. Foto: Land NRW

Da Schulformen, Altersgruppen und pädagogische Konzepte unterschiedlich seien, bedürfe es individueller Lösungen. Feller erklärte: „Für unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler muss die Schule ein besonderer Schutzraum sein, in dem sie sich ohne Ablenkung auf das Lernen und das gemeinsame Miteinander konzentrieren können.“

Beteiligung aller Schulakteure erwünscht

Empfohlen werde ein partizipativer Ansatz: In Arbeitsgruppen mit Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie gegebenenfalls Schulsozialarbeiterinnen und -arbeitern sollen bestehende Regelungen überprüft und neue entwickelt werden. Dabei sollen unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Nutzung im Unterricht, auf dem Pausenhof und in Freistunden
  • Festlegung von handyfreien Zonen
  • Regelungen für den Umgang mit Verstößen
  • Kommunikationswege bei Notfällen

Die Ergebnisse sollen anschließend in Lehrerkonferenzen und Versammlungen vorgestellt werden. Die Schulkonferenz treffe die endgültige Entscheidung.

Demokratiebildung und Medienkompetenz im Fokus

Feller hob hervor, dass dieser Prozess nicht nur die Regelung der Handynutzung betreffe, sondern auch ein Beitrag zur Demokratiebildung sei. Schülerinnen und Schüler lernten, Perspektiven zu hinterfragen und Verantwortung für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen.

Zudem fördere der Prozess die Medienkompetenz: „Schülerinnen und Schüler setzen sich kritisch mit der eigenen Handynutzung und ihrem Medienverhalten auseinander“, so Feller. Auch Eltern könnten sich aktiv in die Diskussion einbringen.

Weiterer Austausch geplant

Zum Abschluss erklärte die Ministerin, man werde die Umsetzung beobachten und bei Bedarf nachjustieren. Auch der Austausch mit der Wissenschaft und anderen Bundesländern solle fortgeführt werden: „Klar ist für mich, dass wir das Thema nicht auf die lange Bank schieben dürfen. Deswegen handeln wir jetzt.“

Brand im Keller des Schloss Velen: Feuerwehren im Großeinsatz

0

Am frühen Mittwochmorgen gegen 6 Uhr ist es im Keller des Sportschlosses Velen zu einem Brand gekommen.

Die Feuerwehren aus Velen, Ramsdorf, Gescher und Hochmoor rückten zum Einsatz aus.

Ausmaß des Brandes im Wellnessbereich

Laut Feuerwehr Velen sei die Brandmeldeanlage am frühen Morgen ausgelöst worden. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte habe sich die Meldung bestätigt: Im Wellness- und Saunabereich im Kellergeschoss sei ein massives Brandereignis ausgebrochen. Glücklicherweise hätten sich alle Gäste und Mitarbeitenden unverletzt in Sicherheit bringen können.

Brand Sportschloss Velen-Feuerwehr im Einsatz
Foto: Feuerwehr Velen

Die Brandbekämpfung sei äußerst schwierig gewesen. Dichter Rauch, enorme Hitze und schwer zugängliche Räumlichkeiten hätten den Innenangriff nur unter Atemschutz möglich gemacht. Mehr als zehn Trupps – teils vier gleichzeitig – hätten unter Atemschutz gegen die Flammen gekämpft. Unterstützt worden sei der Einsatz durch Kräfte aus Ramsdorf, Gescher und Hochmoor. Insgesamt seien knapp 80 Einsatzkräfte vor Ort gewesen.

Unterstützung durch Spezialkräfte

Zunächst wurden Atemschutzgeräteträger aus Hochmoor und der Teleskopmast aus Gescher angefordert. Im weiteren Verlauf kamen zusätzliche Atemschutzkräfte sowie das Atemschutz- und Einsatzstellenhygienemodul vom Gerätewagen-Logistik aus Gescher hinzu.

Auch die Atemschutzmodule aus Borken und Bocholt seien wegen des hohen Bedarfs eingesetzt worden.

Hygieneeinheit aufgebaut

Vor Ort wurden mehrere Atemschutztrupps aus Hochmoor zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Besatzung des Gerätewagens baute währenddessen die Hygieneeinheit auf. Dort konnten die Einsatzkräfte nach ihrem Einsatz ihre kontaminierte Kleidung ablegen, Geräte reinigen und frische Kleidung anziehen.

Taktische Ventilation und Riegelstellung

Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse sei laut Feuerwehr gezielt auf taktische Ventilation gesetzt worden. Parallel dazu sei eine Riegelstellung eingerichtet worden, um eine Ausbreitung der Flammen auf andere Gebäudeteile zu verhindern.

Schnelleinsatzboot in Bereitschaft

Das Tanklöschfahrzeug mit Schnelleinsatzboot wurde angefordert, um über den Schlossgraben an Fenster im Schloss zu gelangen. Das Boot blieb jedoch ungenutzt in Bereitschaft.

Schäden und Folgen

Der Kellerbereich sei durch das Feuer erheblich zerstört worden. Der Rauch habe sich großflächig im Gebäude ausgebreitet. Das Gebäude sei vorerst nicht nutzbar. Der Betreiber unterstütze die Gäste bei Abreise und Unterbringung.

Auch Bürgermeisterin Dagmar Jeske, der Erste Beigeordnete Dr. Thomas Brüggemann und der stellvertretende Kreisbrandmeister hätten sich vor Ort ein Bild vom Einsatz gemacht.

Volksbank Raesfeld und Erle: Umbau der Geschäftsstelle und solides Wachstum

0

Die Volksbank Raesfeld und Erle investiert in die Zukunft: Ab April wird die Geschäftsstelle in Raesfeld umfassend modernisiert. Neue weitere Räumlichkeiten im ehemaligen Küchenstudio Hetkamp an der Klümperstraße.

Parallel blickt die Genossenschaftsbank auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück – mit gestiegener Bilanzsumme, wachsenden Kundeneinlagen und zahlreichen Mitgliedern. Auch für das Jahr 2024 sei eine Dividende in Höhe von 4 Prozent auf die Geschäftsguthaben geplant.

Der Umbau der Geschäftsstelle Raesfeld hat im April begonnen

Die Geschäftsstelle der Volksbank in Raesfeld wird ab April modernisiert. Ziel sei es, den Service- und Beratungsbereich neu zu gestalten, um Kundinnen und Kunden ein zeitgemäßes und komfortables Bankerlebnis zu bieten. Die Bank will damit sowohl den digitalen Ausbau vorantreiben als auch die Qualität vor Ort weiterentwickeln.

Volksbank Raesfeld und Erle modernisiert Räumlichkeiten
Neues Beratungszimmer im Umbau. Foto: Presse

Modernisierung auch in Erle geplant

Ab dem 24. März steht der Kundenservice im Nebengebäude an der Klümperstraße 9 zur Verfügung. Beratungstermine sind weiterhin möglich. Die Selbstbedienungsgeräte bleiben am gewohnten Ort nutzbar, es kann jedoch zu Einschränkungen kommen.

Die Geschäftsstelle in Erle sei vom Umbau nicht betroffen. Allerdings sei auch hier eine Modernisierung geplant.

Zufriedenstellende Geschäftsentwicklung 2024

Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben die Volksbank Raesfeld und Erle ihre Position in der Region weiter stärken können. Die Bilanzsumme sei um 6,4 Prozent auf über 350 Mio. Euro gestiegen. Auch die Kundenkredite belaufen sich auf – um rund 10 Mio. Euro auf knapp 270 Mio. Euro. Das bilanzielle Kundeneinlagevolumen wuchs um fast 9 Prozent auf 262 Mio. Euro.

Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Kundschaft weiter in ihre Zukunft investiert und das Angebot der Bank als verlässlich wahrnehme, so die Verantwortlichen.

Mitgliederentwicklung und 4 Prozent Dividende

Die Zahl der Mitglieder ist seit 2024 um 181 auf insgesamt 5.675 gestiegen. Die Vorstände kündigten an, auch in diesem Jahr eine Dividende von 4 Prozent auf die Geschäftsguthaben ausschütten zu wollen.

Zudem habe die Bank rund 43.000 Euro für Vereine, Initiativen und Institutionen in der Region bereitgestellt. Mehr als 6.000 Menschen – darunter Kinder, Jugendliche, Ehrenamtliche und Seniorinnen und Senioren – wurden von dieser Förderung gefördert.

Kreis Borken sucht Flächen für neue Baumalleen zur Förderung der Biodiversität

0

Im Kreis Borken sollen neue Baumalleen entstehen – wie beispielsweise auf der Rhader Straße in Erle. Dafür sucht der Kreisbetrieb aktuell nach Zufahrten und Wegen ab einer Länge von 100 Metern, die sich für die Pflanzung eignen.

Ziel sei es, einen Beitrag zur Biodiversität und zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu leisten.

Bäume als Ausgleichsmaßnahme und für die Artenvielfalt

Laut Mitteilung des Kreises Borken sollen die neuen Baumreihen nicht nur das Landschaftsbild bereichern, sondern auch als Ausgleichsbepflanzung dienen – etwa im Rahmen von Bau- oder Infrastrukturmaßnahmen. Darüber hinaus trügen die Alleen dazu bei, die biologische Vielfalt zu stärken und das Mikroklima zu verbessern.

Hinweise zu geeigneten Flächen willkommen

„Für die Realisierung dieses Projektes sind wir auf der Suche nach Flächen ab einer Länge von mindestens 100 Metern, die sich für die Pflanzung von Bäumen eignen“, erklärte Stephanie Schmidt vom Kreisbetrieb der Borkener Kreisverwaltung.

Der Kreis bittet Bürgerinnen und Bürger, die geeigneten Flächen zu kennen oder sich für das Vorhaben zu interessieren, um Rückmeldung. Hinweise und Rückfragen nimmt der Kreisbetrieb unter der Telefonnummer 02861 / 681-7352 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

Hase ausgewichen: Motorradfahrer bei Unfall in Raesfeld schwer verletzt

0

Motorradfahrer bei Unfall in Raesfeld schwer verletzt

Ein 36-jähriger Motorradfahrer aus Dorsten hat sich am Montagabend, 24. März 2025, bei einem Unfall auf der B224 in Raesfeld schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr auf der Dorstener Straße in Fahrtrichtung Raesfeld.

Versuchtem Ausweichmanöver folgte Kontrollverlust

Wie der Mann später laut Mitteilung der Polizei selbst schilderte, sei plötzlich ein Hase auf die Fahrbahn gelaufen. Beim Versuch, dem Tier auszuweichen, habe er die Kontrolle über sein Motorrad verloren. Das Fahrzeug kam von der Straße ab und der Fahrer stürzte auf ein angrenzendes Feld.

Rettung per Hubschrauber

Der 36-Jährige zog sich bei dem Sturz schwere Verletzungen zu. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in ein Krankenhaus. Am Motorrad entstand laut Polizeiangaben ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Jugendhaus Erle: Neue Angebote, große Nachfrage und ein starkes Miteinander

0

Besuch im Jugendhaus Erle: Viel Leben über der Sporthalle: Schon beim Eintreten in die provisorischen Räume des Jugendhauses Erle war es kaum zu überhören: Fröhliche Kinderstimmen hallten durch den Raum. Am großen Tisch wurde eifrig gemalt und gebastelt – vor allem von den Mädchen. In einer anderen Ecke waren die „Zocker“ in ihrem Spiel vertieft.

Mittendrin: Anna Löbbecke, die Ende Dezember die Leitung des Jugendhauses übernommen hat.

„Wie läuft es denn aktuell?“, wollten wir von ihr wissen. „Sehr, sehr gut“, meinte sie ohne Zögern. „Wir haben jetzt einen großen Zulauf an Kinder bekommen. Eigentlich ist hier jeden Tag richtig was los. Die Kinder haben total Lust, etwas zu machen.“

Löbbecke habe die ersten Wochen in Erle intensiv genutzt, um die Kinder kennen zulernen und deren Bedürfnisse besser zu verstehen. „Wir haben jetzt jeden Monat ein Programm, das sich in seiner Struktur wiederholt – aber mit immer anderen Inhalten. Montags ist erstmal Ankommen angesagt, ein größeres Bastelangebot zieht sich dann durch die neue Woche.“

Online-Spiele im Jugendhaus Raesfeld-Erle
Das „Zocker-Team“ im Jugendhaus Erle. Foto: Petra Bosse

Wochenstruktur mit festen Angeboten

Neu sei der Mädchentag am Mittwoch, den sich die Mädchen ausdrücklich gewünscht hätten. „Donnerstags bieten wir jetzt immer Sport an – zusammen mit unserer neuen Honorarkraft Axel Kilian“, erzählte sie. Und der Freitag? „Da lassen wir die Woche meistens einfach ausklingen. Manchmal gibt es aber auch besondere Aktionen – zuletzt hatten wir zum Beispiel eine Kinonacht.“ Für den kommenden Monat ist eine Pyjama-Party geplant – ebenfalls auf Wunsch der Kinder. Auch ein paar Ausflüge stünden noch auf dem Programm.

„Hier ist richtig Leben wiedergekommen. Viele Kinder sind regelmäßig da, einige schauen nur kurz vorbei, um mal eben Hallo zu sagen oder von ihrem Schultag zu erzählen – und ziehen dann wieder weiter“, so Löbbecke.

Treffpunkt mit Stammbesuchern und spontanen Gästen

Der Treff entwickle sich zunehmend zu einem sozialen Anlaufpunkt, hieß es weiter. Viele Kinder kommen regelmäßig vorbei. Es gibt aber auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die nur kurz hier reinschauen, um „Hallo“ zu sagen oder zu erzählen, was morgens in der Schule passiert sei, bevor sie wieder weiterzögen. Die Einrichtung ist lebendig geworden, ein fester Alltag hat sich etabliert.

Platzmangel bleibt Thema – Vorfreude auf das neue Jugendhaus

Ob die Räume über der Erler Sporthalle auf aktuell ausreichen würden? „Größer könnten sie schon sein“, gab sie zu. Aber man arrangiere sich. „Wir freuen uns alle unglaublich aufs neue Jugendhaus – gerade mit Blick auf den Sommer fehlt hier einfach der Außenbereich.“

Doch auch dafür sei eine Lösung in Sicht: „Der Friseur nebenan ist so lieb und stellt uns seinen Garten zur Verfügung, falls es mal richtig heiß wird“, berichtete Löbbecke. „Für den Sommer planen wir dort sogar dort ein kleines Open-Air-Kino – und wir freuen uns riesig über die Unterstützung.“

Jugendhaus Erle Aktivitäten 2025
Am Dienstag wurde fleißig gemalt. Foto: Petra Bosse

„Ich bin absolut glücklich hier“

Ob sie den Wechsel nach Erle bereut? „Auf gar keinen Fall. Ich bin absolut glücklich hier. Die Zusammenarbeit läuft in alle Richtungen wunderbar.“ Als Beispiel nannten sie Yonne Honerbom, die ihre Hilfe angeboten hätte. Oder die Gemeinde, die sofort reagiere, wenn etwas gebraucht werde.

„Gerade hatten wir ein Problem mit dem Strom – der Hausmeister, Herr Nagel, war in zwei Minuten da“, erzählte sie. Auch das Reinigungsteam kümmere sich aufmerksam. „Hier ziehen alle an einen Strang.“

Altersverteilung als Gewinn

Besonders schön finde sie, dass im Jugendhaus Kinder verschiedener Altersgruppen gemeinsam Zeit verbringen. „Anders als in vielen Einrichtungen, wo die Kleinen und Großen getrennt sind, sind hier alle gleichzeitig da. Und sie profitieren voneinander – die Kleinen von den Großen und umgekehrt. Natürlich wünscht sich mal jemand Ruhe, aber grundsätzlich ist das eine richtig gute Mischung.“

Axel Kilian unterstützt die Jugendhausleitung in Erle
Axel Kilian. Foto: Petra Bosse

Der Neue im Team: Axel Kilian

Seit Anfang Januar unterstützt Axel Kilian das Team – zweimal die Woche. Der 54-Jährige habe zwar vorher noch nicht direkt in Jugendhäusern gearbeitet, aber etwas in die Richtung studiert: „Soziologie, Psychologie“, erzählte er. „Ich bin Quereinsteiger – das ist kein Hauptjob für mich, sondern ich bringe mich einfach ein bisschen mit ein.“

Im Fokus stehe dabei das Sportangebot: „Das habe ich jetzt ein paar Mal gemacht. Macht Spaß – aber da geht noch mehr“, meinte er mit einem Augenzwinkern.

Darüber hinaus helfe er bei der Betreuung – einfach da, wo gerade jemand gebraucht werde. Für Anna Löbbecke ist seine Unterstützung Gold wert: „Wenn Axel da ist, kann ich mich auch mal mit ein paar Kindern zurückziehen – das genieße ich sehr. Sonst bin ich meist allein hier, da ist das oft schwierig.“

Donnerstags übernehme Axel die Sportgruppe in der Halle. „Dann ist hier oben etwas ruhiger, und ich habe auch wieder Zeit, mich einzelnen Kindern intensiver zu widmen.“

Und was sagt Mila?

Die neunjährige Mila ist Stammgast im Jugendhaus und es gefällt ihr dort richtig gut, wie sie spontan sagt. Besonders jedoch ist, „dass, wir immer verschiedene Sachen machen. Blumentöpfe anmalen zum Beispiel. Oder Bilderrahmen basteln. Oder Klopapiermännchen. Ostersachen. Es gibt hier richtig viele verschiedene Sachen. Richtig coole Dinge.“ Sie zählt auf: „Man kann hier malen, Spiele spielen, quatschen, sich mit Freunden treffen. Das ist richtig toll.“ Und wie oft kommt sie? „Dienstags, donnerstags – eigentlich immer. Und mittwochs auch jetzt immer.“

Fazit: Provisorium wird gut angenommen

Auch wenn das Angebot in der aktuellen Form zunächst nur bis Ende des Jahres bestehen bleibt, verzeichne das Jugendhaus bereits jetzt mehr Kinder als in den vergangenen Jahren – ein Zeichen dafür, wie wichtig dieser Ort für viele Kinder, Jugendliche und Familien geworden ist.

Raesfeld gestaltet Ortsmitte neu: Rat gibt grünes Licht für erste Bauphase

Die Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte nimmt konkrete Formen an. Der Gemeinderat stimmte nun dem ersten Teilabschnitt zu, der unter anderem die Umgestaltung des Kirchplatzes und die Teilverlegung der Borkener Straße umfasst.

Durch die Maßnahme wird sich das Ortsbild in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Auch die Gestaltung des jüdischen Gedenksteins rückt stärker in den Fokus.

Borkener Straße in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Tempo-20-Zone und Teilverlegung der Borkener Straße

Die Borkener Straße soll zwischen Marbecker Straße und Alexanderstraße neu gestaltet werden. Künftig gilt in diesem Abschnitt Tempo 20. Im Bereich der Kirche ist ein Grünstreifen geplant, der die Fahrbahn teilt. Zudem entsteht eine sogenannte Aufpflasterung – eine bauliche Erhöhung auf der Straße, die das Tempolimit optisch unterstreicht. Insgesamt gliedert sich das Projekt in sechs Bauabschnitte.

Planung Borkener Straße Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Rat stimmt erster Ausführungsplanung mehrheitlich zu

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung dem ersten Teilabschnitt der Neugestaltung zugestimmt. Dieser umfasst den Bereich rund um den Kirchplatz sowie die Fläche vor dem neuen Begegnungszentrum Martinus-Haus.

Zuvor hatte der Hauptausschuss die Entscheidung getroffen, damit die Fraktionen beraten konnten. Die Zustimmung im Rat fiel schließlich mehrheitlich aus. Karl-Heinz Tünte (CDU) und Helmut Hellenkamp (SPD) und Thomas Fortmann (SPD) stimmten dagegen.

Karl-Heinz Tünte begründete sein Nein so: „Ich kann mich nicht der Meinung meiner Fraktion und der Verwaltung anschließen und Stimme deshalb gegen die Pläne mit Nein.“ Er sehe in der aktuellen Planung keine echte Verbesserung, insbesondere nicht im Bereich der Borkener Straße und am Froschbrunnen. Sorgen bereiteten ihm vor allem der Wegfall von Parkplätzen.

Jüdische Gedenkstätte in Raesfeld an der Borkener Straße
Foto: Petra Bosse

Gedenkstein soll präsentiert werden

Grünen-Fraktionsvorsitzender Henry Tünte brachte in der Sitzung mehrere Anregungen ein. Besonders wichtig sei ihm, dass an der geplanten Mobilstation eine digitale Anzeige installiert werde, die die tatsächliche Ankunftszeit des Busses anzeigt – nicht nur den Fahrplan. „Ich will wissen, wann der Bus kommt, nicht wann er geplant kommt“, betonte er und erinnerte damit an eine Forderung, die bereits im Planungsausschuss diskutiert worden war.

Darüber hinaus regte Tünte an, im Ortskern einen öffentlichen Trinkwasserspender zu installieren. Auch der jüdische Gedenkstein an der St.-Martin-Kirche war ihm ein Anliegen. Das Umfeld soll offener gestaltet werden, damit der Gedenkstein nicht weiter ein „Schattendasein“ hinter Mülltonnen führe.

Bauamtsleiter Bern Roters griff diesen Punkt auf und kündigte an, den Platz zur Straße zu öffnen. Die Hecke wird entfernt, die Mülltonnen aus dem Bereich verschwinden.  Und, so Roters, sei ein Trinkwasserspender auf dem Kirchplatz vorgesehen.

Pläne zur Neugestaltung der Borkener Straße in Raesfeld
 Ein Grünstreifen zwischen Marbecker Straße und Alexanderstraße soll die Fahrbahnen der Borkener Straße teilen. Foto: Petra Bosse

Weitere Neuerungen: Bushaltestellen und Mobilstationen

Zusätzlich plant die Gemeinde neue Unterstände an den Bushaltestellen sowie Mobilstationen mit Fahrradständern. Die Haltestelle an der Borkener Straße soll sich künftig optisch an den geplanten Mobilpunkten am Rathaus und an der Silvesterstraße in Erle orientieren.

Rückmeldungen aus der Bürgerschaft flossen in Planung ein

Bereits im September 2024 hatte die Verwaltung dem Planungsausschuss die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft vorgestellt. Anschließend Beauftragter des Ausschusses für die Konkretisierung der Pläne. Im März 2025 präsentierte die Verwaltung dem Bau- und Umweltausschuss die überarbeitete Ausführungsplanung für den ersten Teilabschnitt.

Aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde Raesfeld

Während der jüngsten Ratssitzung informierte Ordnungsamtsleiter Andreas Altrogge über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation in Raesfeld. Die Gemeinde zählt derzeit 559 Menschen mit ausländischer Herkunft, darunter viele aus Syrien und der Ukraine. Die Anzahl der Zuweisungen sei zwar rückläufig, es werde jedoch auch weiterhin mit weiteren Geflüchteten gerechnet.

Flüchtlingszahlen in Raesfeld: schwankende Entwicklung

Laut Altrogge leben aktuell 559 Menschen mit Migrationshintergrund in der Gemeinde Raesfeld. 216 Personen stammen aus nicht-deutschen EU Staaten. Die Gesamtbevölkerung der Kommune beträgt 11.839 Personen.

Rund 133 Geflüchtete stammen aus der Ukraine – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben sei.

Was die Zuweisungen betreffe, sprach Altrogge von einer schwankenden Entwicklung: Im Jahr 2022 seien 116 Personen zugewiesen worden, 2024 habe die Zahl bei 68 gelegen. Im laufenden Jahr 2025 waren bisher 13 Geflüchtete neu nach Raesfeld gekommen.

Den größten Anteil unter den Geflüchteten stellen derzeit Menschen aus Syrien (40%) dar. Angesichts der anhaltenden Lage im Assad-Regime sei künftig auch mit weiteren Flüchtlingen aus dem Land zu rechnen. Die Gemeinde selbst habe jedoch keinen Einfluss darauf, wie viele Personen ihr zugewiesen würden und aus welchen Herkunftsländern diese stammen.

Unterbringung in Wohnungen – neue Unterkunft in Erle geplant

Insgesamt verfügt die Gemeinde über 42 Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten. Davon befinden sich 38 in Raesfeld, drei in Erle und eine in Homer. In diesen sind derzeit 308 Menschen untergebracht – 281 in Raesfeld, 21 in Erle und vier in Homer.

Flüchtlingsunterkunft Raesfeld-Erle nimmt Fortschritte an
Foto: Petra Bosse

Drei Familien sind derzeit im Jugendhaus Erle untergebracht. Die Situation vor Ort sei laut Altrogge bislang unproblematisch verlaufen. Beschwerden aus der Nachbarschaft habe es bis heute nicht gegeben. Nach Fertigstellung der neuen Unterkunft in Erle sollen die Familien Zug um Zug dort einziehen. Der Bau mache gute Fortschritte, wie Altrogge mitteilte: „Wir rechnen damit, dass das Haus im Herbst fertig ist.“

Schwierige Lage bei staatenlosen Personen

Einzelfälle gebe es in Raesfeld auch bei staatenlosen Geflüchteten. Diese seien zwar grundsätzlich von einer Abschiebung betroffen, eine Rückführung lasse sich jedoch nicht vollziehen, da die Personen über keine gültigen Papiere verfügten und sich somit eine Nationalität nicht nachweisen lasse. Entsprechend könnten die Menschen in keinem Staat zurückgeführt werden.

Raesfeld führt E-Akte für Flüchtlinge im Asylverfahren ein

Einführung der E-Akte im Bereich Asylbewerberleistungen: Rat der Gemeinde Raesfeld stimmt zu

Der Gemeinderat Raesfeld hat der Einführung der E-Akte für den Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) zugestimmt. Damit wird ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse vollzogen. Ziel ist eine effizientere Bearbeitung von Leistungen für Asylbewerber durch die Nutzung der zentralen IT-Infrastruktur des Kreises Borken.

Hintergrund: E-Akte bereits in anderen Bereichen im Einsatz

Die E-Akte ist für die Gemeindeverwaltung Raesfeld kein neues Instrument:

  • Seit 2021 wird sie im Bereich des Bürgergelds (SGB II) eingesetzt,
  • seit 2023 auch in der Sozialhilfe (SGB XII).
  • Ab dem Jahr 2025 sollen die elektronischen Akte nun auch für Leistungen nach dem AsylbLG eingeführt werden.

Für die Durchführung dieser Leistungen sind grundsätzlich die Kommunen verantwortlich.

Zuständig für diese Leistungen sind grundsätzlich die Kommunen. In Raesfeld besteht jedoch schon seit Jahren eine Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Borken, insbesondere durch die Nutzung der Software PROSOZ, die im gesamten Kreis Borken Anwendung findet.

Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken

Bereits seit Jahren nutzt Raesfeld im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit die IT-Infrastruktur der Kreisverwaltung Borken, insbesondere die Anwendersoftware PROSOZ. Diese wird kreisweit für die Leistungsbereiche SGB II, SGB XII und AsylbLG verwendet.

Damit der Kreis künftig auch die Einführung, Verwaltung und Administration der E-Akte im Bereich AsylbLG übernehmen kann, war der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung erforderlich. Diese Vereinbarung wurde nun vom Gemeinderat beschlossen. Zusätzlich wurde eine Vereinbarung zur Verarbeitung personenbezogener Daten zwischen der Gemeinde Raesfeld und dem Kreis Borken vereinbart.

Finanzielle Kosten

Nach Angaben der Kreisverwaltung entstehen durch die Einführung der E-Akte jährlich rund 40.000 Euro an Sachaufwandskosten sowie Personalkosten für eine halbe Stelle. Diese Kosten werden über die Kreisumlage auf alle kreisangehörigen Kommunen verteilt. Ein gesonderter Tarif wurde dabei nicht beschlossen.

Bezahlkarte: Vorplanung in Raesfeld – aber begrenzter Personenkreis

In der Sitzung wurde auch die in NRW teilweise eingeführte Bezahlkarte für Flüchtlinge thematisiert. Norbert Altrogge, Leiter des Ordnungsamts, erklärte, dass sich die Einführung in Raesfeld derzeit in der Planung befinde. Allerdings wird es voraussichtlich keine flächendeckende Lösung geben. „Die Bezahlkarte gelten nur für Personen im laufenden Asylverfahren. Im Bürgergeld betroffene Personen sind davon nicht betroffen“, so Altrogge. Für Raesfeld würde die Bezahlkarte daher lediglich für etwa 20 bis 25 Personen in Frage kommen.

Info zur E-Akte für Flüchtlinge: Bedeutung und Ziel

Die E-Akte für Flüchtlinge ist eine elektronische Akte, in der alle relevanten Informationen zu einer asylsuchenden Person digital gespeichert und verwaltet werden. Sie sollen die papierbasierte Bearbeitung ablösen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Ausländerbehörden und Sozialämtern effizienter gestalten.

Ziel der E-Akte sei es laut Behördenangaben, Verwaltungsprozesse zu beschleunigen, den Datenaustausch zu verbessern und die Bearbeitung transparenter zu machen. Dokumente wie Anträge, Bescheide, Identitätsnachweise oder Gesprächsprotokolle würden zentral erfasst und digital zugänglich gemacht. Kritiker warnen vor Datenschutzrisiken, befürworten aber grundsätzlich die Digitalisierung zur Entlastung der Verwaltung.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Fahrradbörse in Raesfeld am 30. März: Stöbern, Schnäppchen sichern und Gutes tun

Frühlingszeit ist Fahrradzeit – und wer noch auf der Suche nach einem neuen Drahtesel oder passendem Zubehör ist, sollte sich Sonntag, den 30. März 2025 im Kalender markieren.

Dann lädt der Förderverein der Kita St. Martin gemeinsam mit dem Ortsmarketingverein Raesfeld zur 15. Fahrradbörse auf den Schulhof der Julia-Koppers-Gesamtschule ein.

Zwischen 10:30 und 12:00 Uhr dreht sich dort alles ums Rad – ob groß oder klein, neu oder gebraucht. Wer rechtzeitig kommt, kann sich vielleicht das eine oder andere Schnäppchen sichern – gerade mal vier Wochen vor dem großen Radwandertag des GSV.

Große Auswahl – vom Laufrad bis zum Helm

Zum Verkauf stehen nicht nur Kinder- und Erwachsenenfahrräder, sondern auch Bobbycars, Dreiräder, Roller, Fahrradanhänger, Helme, Kindersitze und vieles mehr, was das mobile Herz begehrt. Die Preise legen die Verkäufer selbst fest. 10 Prozent des Erlöses fließen als Spende an den Förderverein der Kita St. Martin – ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung.

Anmeldung für Verkäufer – jetzt auch per WhatsApp

Wer selbst etwas verkaufen möchte, kann sich sofort anmelden – telefonisch oder bequem per WhatsApp unter 0178 2029651, oder alternativ per E-Mail an [email protected]. Nach der Anmeldung gibt es eine Verkäufernummer, mit der alles Weitere ganz unkompliziert läuft. Kurzentschlossene können sich übrigens auch noch
am Veranstaltungstag zwischen 9:00 und 10:00 Uhr direkt vor Ort registrieren.

Fahrradcodierung Fahrradbörse Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse/Archiv

Codierung durch die Polizei

Einen zusätzlichen Service bietet an diesem Tag die Polizei: Während der Fahrradbörse wird eine kostenlose Fahrradcodierung angeboten – ein effektiver Schutz vor Diebstahl, den viele gerne nutzen.

Ablauf am Veranstaltungstag

Wer etwas verkaufen möchte, sollte seine Räder oder das Zubehör zwischen 9:00 und 10:00 Uhr auf dem Schulhof abgeben . Die eigentliche Börse beginnt um 10:30 Uhr. Nicht verkaufte Artikel sowie der Erlös können am Nachmittag zwischen 13:00 und 13:30 Uhr abgeholt werden.

Gedenkfeier in Erle erinnert an Luftangriffe und Kriegsende 1945

0

Am Sonntag, dem 23. März, fand auf dem Friedhof in Erle eine stille und eindrucksvolle Gedenkfeier an den Soldatengräbern statt. Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger sowie mehrere Erler Vereine nahmen daran teil.

Anlass war der Jahrestag der schweren Luftangriffe vom 23. und 24. März 1945. Damals hatten alliierte Bomber zahlreiche Brand- und Sprengbomben über Erle und die umliegenden Bauernschaften abgeworfen und dabei erhebliche Schäden verursacht. Fünf Tage später, am 29. März, waren alliierte Truppen in das Dorf einmarschiert – der Zweite Weltkrieg war damit für Erle beendet.

Wie Carlo Behler vom Heimatverein mitteilt, sei es dem Verein ein besonderes Anliegen gewesen, an dieses einschneidende Ereignis zu erinnern und der Opfer zu gedenken. Die Gedenkfeier habe bewusst in einem schlichten, würdevollen Rahmen stattgefunden.

Eröffnung durch die Erler Jäger und historische Einordnung

Eingeleitet wurde die Gedenkfeier durch die Erler Jäger, die mit den getragenen Klängen von Pachelbels Canon in D für einen würdigen musikalischen Auftakt sorgten. Carlo Behler vom Heimatverein erinnerte in seiner Ansprache daran, wie sich der Blick auf das Kriegsende in Deutschland im Laufe der vergangenen 80 Jahre gewandelt habe. Während in der unmittelbaren Nachkriegszeit vor allem Begriffe wie Zusammenbruch und Niederlage herrschten, rückte heute zunehmend die Befreiung vom Nationalsozialismus in den Fokus – insbesondere seit der wegweisenden Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985.

Bombentrichter bei Wachtmeister 1945 in Erle
Bombentrichter bei Wachtmeister. Foto: Heimatverein Erle

Zeitzeuginnen berichten vom Bombenangriff

Zeitzeugen berichteten in knapper Form die Geschehnisse rund um die Bombardierung Erles und den Einmarsch der alliierten Truppen. Danach kamen zwei Zeitzeuginnen zu Wort, die als Kinder die Angriffe miterlebt hatten. Hedwig Rentmeister berichtete eindrücklich von einer Explosion in unmittelbarer Nähe zur Kirche, bei der sie und ihre Familie nur knapp dem Tod entgingen. Der Keller des Hauses habe ihnen das Leben gerettet. „Ein ohrenbetäubender Lärm war zu hören, als die Bomben fallen“, erinnerte sie sich.

Christel Heidermann verdankte ihr Überleben der Vorahnung von Pastor Großfeld, der am Morgen des Angriffs den Kommunionunterricht absagte und die Kinder nach Hause verschwand. Kurz darauf sei die Kirche getroffen worden. Brand- und Sprengbomben hatten das Gebäude schwer beschädigt, der Kirchturm sei in Flammen aufgegangen und schließlich durch das Gewölbe in das Innere gestürzt. Zwischendurch erklingen die Klänge des Liedes „Ich hatt‘ einen Kameraden“, gespielt von den Erler Jägern.

Bericht von Gertrudis Tüshaus: „Wir mussten uns in einer Reihe aufstellen“

Gertud Cluse verlas anschließend den Bericht der inzwischen verstorbenen Gertrudis Tüshaus, geborene Sagemüller. Diese hatte einen Bombeneinschlag direkt neben dem Elternhaus verletzt überlebt, gemeinsam mit ihrer Mutter und Schwester im Schutz des Kellers. Ihr Vater kam bei dem Angriff ums Leben. Den Einmarsch der amerikanischen Soldaten erlebte sie auf dem Hof ​​Oesing-Pötterkamp. In ihrem Bericht schilderte sie: „Es dauerte nicht lange, bis ein Jeep auf den Hof gebraust kam. Die Soldaten trugen farbige Mützen und fragten, ob sich Waffen im Haus befänden.“

Zerstörte Kirche St. Silvester in Erle 1949
Zerstörte Kirche St. Silvester in Erle 1949. Foto: Heimatverein Erle

Gedenken und Mahnung für die Gegenwart

Den geistlichen Rahmen der Gedenkfeier gestaltete Pfarrreferentin Schwester Daniela-Maria mit Bibeltexten, Gebeten und gemeinsam gesungenen Liedern wie „Herr, gib uns deinen Frieden“ und „Großer Gott, wir loben dich“.

Zum Abschluss erinnerten Vertreter des Heimatvereins, des Schützenvereins, der Feuerwehr und des Sportvereins Eintracht Erle an die in Erle beigesetzten Soldaten sowie an alle Opfer des Nationalsozialismus. In ihren Worten sei deutlich geworden, dass die Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft zugleich Mahnung für die Gegenwart sei – in einer Zeit, in der Frieden, Demokratie und Menschenrechte erneut unter Druck geraten und entschlossen verteidigt werden müssten.

Kultur erleben per Rad: Neue Broschüre zum Europaradweg R1 in NRW

0

Neue Broschüre macht Lust aufs Radeln: Mit dem Europaradweg R1 durch die Kulturgeschichte Europas

Kreis Borken/Münsterland. Der Europaradweg R1 ist eine der beeindruckendsten Radrouten Europas: Auf über 5100 Kilometern verbindet er Menschen, Landschaften und Geschichte – von London bis Helsinki, durch zehn Länder. Jetzt ist eine neue Broschüre erschienen, die den NRW-Abschnitt des R1 in den Mittelpunkt stellt.

Die Publikation stellt 24 Stationen vor, die sich entlang der 345 Kilometer langen Strecke durch Nordrhein-Westfalen ziehen. Auf diesem Teilstück durchqueren Radreisende gleich drei sogenannte „Kulturgeschichten“ – thematisch verknüpfte Etappen, die sich gut als Zwei- oder Drei-Tages-Touren planen lassen. Sie führen vorbei an Burgen, Schlössern, historischen Stadtkernen und Naturkulissen, die europäische Kulturgeschichte greifbar machen.

Drei Touren, drei Perspektiven auf Europa

Die erste Tour mit dem Titel „Schlösser, Burgen, Landidylle“ beginnt in Vreden im Westmünsterland und führt auf 113 Kilometern bis nach Münster. Wer hier unterwegs ist, radelt durch typische Parklandschaften, vorbei an prächtigen Wasserschlössern, alten Adelssitzen und liebevoll gepflegten Gärten.

Unter dem Motto „Historische Städte erleben“ geht es in der zweiten Tour von Münster nach Detmold. Auf 163 Kilometern passieren Radreisende Orte mit verwinkelten Altstädten, eindrucksvollen Fachwerkhäusern und belebten Plätzen – ein Streifzug durch Stadtbilder, die von der europäischen Geschichte geprägt sind.

Die dritte Strecke – „Deutschlands kulturelle Mitte“ – beginnt am Hermannsdenkmal in Detmold und endet in Goslar (Niedersachsen). Der rund 185 Kilometer lange Weg führt durch die Höhenzüge des Teutoburger Waldes. In NRW endet dieser Abschnitt in Höxter – am UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Corvey.

Nützlich für unterwegs: Die neue Broschüre

Die Broschüre bietet nicht nur einen Überblick über die Routenführung, sondern stellt auch die einzelnen Städte und Gemeinden entlang der Strecke in Kurzporträts vor. Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sowie Freizeitangeboten machen das Heft zu einem praktischen Begleiter für die Reiseplanung.

Die Broschüre kann kostenlos beim Münsterland e.V. bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:
📍 www.muensterland.com/kataloge
Erhältlich ist sie außerdem in den Tourist-Informationen entlang der Strecke.

Frühlingskonzert der Burgmusikanten Raesfeld am 5. April

Die Burgmusikanten Raesfeld laden am Samstag, 5. April, zu einem besonderen Frühlingskonzert in die Zweifachsporthalle Am Michael ein. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Unter dem Motto „80er, Film & Fiesta“ nehmen die Musikerinnen und Musiker ihr Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Klangreise. Von bekannten Melodien aus Filmklassikern bis hin zu rhythmischen Stücken mit lateinamerikanischem Flair – das Programm soll generationenübergreifend unterhalten. Beiträge aller Orchester seien vorgesehen, um gemeinsam einen stimmungsvollen Konzertabend zu gestalten.

Einladung an alle Musikfreunde

Mit dem offenen Eintritt wollen die Burgmusikanten möglichst viele Menschen aus Raesfeld und Umgebung erreichen. Ob langjähriges Vereinsmitglied oder spontaner Konzertgast – willkommen sind alle, die sich für Musik begeistern und einen unterhaltsamen Abend erleben möchten.

Erbsensuppen-Aktion in Erle zugunsten von Misereor

0

Auch 2025 lädt die Kirchengemeinde St. Martin wieder zur beliebten Erbsensuppen-Aktion in Erle ein.

Am Sonntag, 6. April, wird ab 11.15 Uhr vor dem St. Silvesterhaus in Raesfeld-Erle heiße Erbsensuppe ausgeschenkt – wie immer für den guten Zweck. Der Erlös kommt Misereor zugute.

Vor Ort essen oder mitnehmen

Die Suppe kann direkt vor Ort genossen oder auch mitgenommen werden. Wer die Mahlzeit mit nach Hause nehmen möchte, sollte ein eigenes Gefäß oder einen Topf mitbringen.

Unterstützung aus der Gemeinde

Organisiert wird die Aktion von der Kirchengemeinde. Doris Gröniger und die Firma Wachtmeister unterstützen die Veranstaltung tatkräftig.

Partnerschaftstreffen in Raesfeld: 25 Jahre Kreispartnerschaft Borken – Wroclaw/Breslau

0

Raesfeld war ein wichtiger Programmpunkt beim Partnerschaftstreffen des Kreises Borken mit seinem polnischen Partnerlandkreis Wroclaw/Breslau.

Kreis Borken (bos). Die Gemeinde unterhält seit zwei Jahrzehnten eine Partnerschaft mit Kobierzyce, die durch die Kreise Borken und Wroclaw/Breslau unterstützt wurde. Der Besuch in Raesfeld war einer der Höhepunkte des Treffens, das anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kreispartnerschaft stattfand.

Festakt zum 25-jährigen Jubiläum

Vertreterinnen und Vertreter der Partnerkreise Borken und Wroclaw/Breslau trafen sich auf Einladung des Kreises Borken zu ihrem jährlichen Austausch. In diesem Jahr stand das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft im Mittelpunkt. Zudem besuchten der neu gewählte polnische Starosta (Landrat) Włodzimierz Chlebosz und sein Stellvertreter Marcin Korytko zum ersten Mal das Westmünsterland. Die Delegation wurde vom Partnerschaftskomitee des Kreises Borken unter Leitung von Landrat Dr. Kai Zwicker begleitet.

Besuch des Kreishauses und Betriebsbesichtigung

Am ersten Programmtag besuchten die Gäste das Borkener Kreishaus. Dort informierte Stephan Kruthoff, Leiter der Kreisleitstelle, über aktuelle Entwicklungen in der Gefahrenabwehr und im Bevölkerungsschutz. Passend dazu ertönten um 11 Uhr die Sirenen des landesweiten Warntags.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte eine Betriebsbesichtigung des Borkener Unternehmens Fooke. Die polnischen Gäste zeigten sich beeindruckt von der Innovationskraft des Maschinenbauunternehmens, das auf die Herstellung von Portalfräsmaschinen für die Automobil-, Luft- und Raumfahrt- sowie die Schienenverkehrsindustrie spezialisiert ist.

Kulturhistorisches Zentrum „kult Westmünsterland“

Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Besuch im „kult Westmünsterland“ in Vreden. Silke Röhling, Leiterin der Einrichtung, führte durch die aktuelle Playmobil-Ausstellung und erläuterte die Entstehungsgeschichte des kulturhistorischen Zentrums. Das „kult“ entstand aus dem Zusammenschluss des ehemaligen Hamaland-Museums, des Landeskundlichen Instituts Westmünsterland sowie der Archive von Vreden und dem Kreis Borken.

Partnerschaftsbesuch in Raesfeld

Am zweiten Tag stand der Besuch der Schlossgemeinde Raesfeld auf dem Programm. Die polnische Delegation wurde von Landrat Dr. Kai Zwicker, Starosta Włodzimierz Chlebosz und Markus Büsken, dem 1. Beigeordneten der Gemeinde Raesfeld, begrüßt. Gemeinsam besichtigten sie die Schlosskapelle, das Trauzimmer sowie den Rittersaal. Anschließend ging es zum Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, um auch diese besondere Einrichtung kennenzulernen.

Weitere Stationen: Velen und die Jubiläumsfeier

Am Nachmittag besuchten die Gäste Schloss Velen. Auch diese Station war bewusst gewählt, da Velen ebenfalls seit rund 20 Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde Dlugoleka pflegt.

Krönender Abschluss des Partnerschaftstreffens war die Teilnahme an der Festveranstaltung „50 Jahre Westmünsterland Kreis Borken“ im großen Saal des Kreishauses. Im Beisein von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der die Festrede hielt, wurde das Jubiläum der Kreispartnerschaft gewürdigt. Neben dem Austausch von Geschenken gab es eine Festtagstorte, die beim anschließenden Empfang verkostet wurde.

Klick mich