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Muttertagsbrot für Kumi: Biobäcker Leiers sammelt Spenden mit Herz

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Frisches Brot für den guten Zweck: Biobäcker Leiers sammelt Spenden für Kumi

Am Muttertag, dem 11. Mai, will Biobäcker Hubert Leiers erneut Brote gegen Spende abgeben, um das Waisenhaus in Kumi (Uganda) zu unterstützen. Bereits am 1. Mai seien bei einer ähnlichen Aktion über 1.100 Euro zusammengekommen. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von Heike Witte, die zu weiteren Bestellungen aufruft.

Backaktion zum Muttertag

Auch in diesem Jahr engagiert sich Biobäcker Hubert Leiers aus Raesfeld für die Kumi-Freunde: Am Sonntag, den 11. Mai – dem Muttertag – wird er Rosinenbrot, Bauernbrot und 5-Korn-Brot backen und diese gegen Spende abgeben. Ziel sei es, an die erfolgreichen Aktionen der vergangenen Jahre anzuknüpfen. „Vielleicht möchte der ein oder andere ja seiner Mutter zum Muttertag ein leckeres Brot mitbringen und dabei das Waisenhaus in Kumi unterstützen“, sagt Heike Witte, die die Aktion seit Jahren begleitet.

Aktion des Heimatvereins Burlo brachte bereits über 1.000 Euro

Bereits am 1. Mai hatte der Heimatverein Burlo gemeinsam mit Leiers eine ähnliche Aktion durchgeführt. Wie im Vorjahr wurden die von Leiers vorbereiteten Brote im Holzofen gebacken und gegen Spende abgegeben. „Dabei wurden schon 1.100 Euro gesammelt“, berichtet der Bäcker.

Bestell- und Abholmöglichkeiten

Bestellungen sind bis zum 8. Mai telefonisch möglich – entweder direkt bei Hubert Leiers unter Tel. 02865-6944 oder bei Heike Witte unter Tel. 02865-10047. Die Abholung erfolgt am Sonntag, den 11. Mai:

  • in Raesfeld zwischen 7 und 10 Uhr in der Bäckerei
  • in Erle zwischen 11 und 12 Uhr am Heimathaus

Spenden fließen direkt nach Uganda

Die Einnahmen gehen vollständig an Pfarrer Charles in Kumi, Uganda, der dort ein Waisenhaus betreibt. Weitere Informationen zu den Hilfsprojekten und dem Verein sind auf kumifreunde.de zu finden.

Spendenkonto:
Kumi-Freunde e.V.
Volksbank Coesfeld
IBAN: DE86 4286 1387 0561 8862 00
Verwendungszweck: Brot für Kumi

#37 Monatsrückblick: Erle feiert den Femeichenpark

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Willkommen zur 37. Folge des Raesfeld Podcasts! Moderatorin Sabrina Czupiol berichtet in dieser Ausgabe über die offizielle Eröffnung des neuen Femeichenparks, die Digitalisierung der Raesfelder Geschenkgutscheine sowie über Fördermittel in Höhe von 10,7 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm.

Städtebauförderung 2025: Raesfeld erhält 10,7 Millionen Euro

Die Gemeinde Raesfeld kann sich über eine bedeutende Förderung freuen: Aus dem Städtebauförderprogramm von Land und Bund erhält Raesfeld 10,7 Millionen Euro.

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Mit Musik, Sonne und guter Laune: Erle feiert den Femeichenpark

Die offizielle Eröffnung des Femeichenparks in Erle am Sonntag den 27. April übertraf alle Erwartungen. Bereits vor 11 Uhr, noch bevor Bürgermeister Martin Tesing zur offiziellen Zeremonie bat, trafen die ersten Besucher ein. Neben Musik und Führungen erwartete die Besucher auch ein kreatives Kunstprojekt.

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Digitales Ortsmarketing: Raesfelder Geschenkgutscheine jetzt online

Ortsmarketing Raesfeld startet digital durch: Die beliebten Einkaufsgutscheine sind ab sofort nicht mehr nur in Papierform, sondern auch digital verfügbar. Sie lassen sich online kaufen, auf dem Smartphone speichern oder per QR-Code einlösen. Wer möchte, kann sie aber auch weiterhin ausdrucken und verschenken.

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Löschzug Erle bezieht neuen Anbau: Mehr Platz, mehr Sicherheit

Ein langersehnter Tag für den Löschzug Erle: Der Löschzug ist am Dienstagabend, 8. April in die neu gestalteten Räume des erweiterten Feuerwehrgerätehauses umgezogen. Das bestehende Gebäude war schlicht zu klein geworden – nun stehen mehr Platz, moderne Ausstattung und bessere Arbeitsbedingungen zur Verfügung.

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Sonne, Spaß und Radeln pur: Radwandertag begeistert in Erle

Am Sonntag, den 27. April nutzen 420 Radbegeisterte das Traumwetter und radelten beim Radwandertag des Gemeindesportverbands Raesfeld los. Eine perfekte Kombination aus Bewegung, Sport, Gemeinschaft und guter Laune.

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Durstlöscher für alle: Froschkönig spendiert frisches Wasser im Femeichenpark

Frisches Wasser gegen den großen Durst – pünktlich zur Eröffnungsfeier im Femeichenpark sorgte ein neuer Trinkwasserspender für eine willkommene Erfrischung. Ob kleine Kita-Kinder oder große Spaziergänger: Viele freuten sich an diesem sonnigen Sonntag über das kostenlose Angebot. Möglich machte dies eine Spende aus dem Froschkönig Raesfeld.

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Alles glänzt für den 1. Mai – dank der Landjugend Erle-Rhade

Die Landjugend Erle-Rhade sorgt für das richtige Ambiente: Mit Rechen, Schaufel und einer guten Portion Teamgeist haben die Jugendlichen die Grünanlage rund um den Ständebaum auf Vordermann gebracht. So kann das Aufhängen des Maikranzes am 30. April kommen.

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TSV Raesfeld: Tennisgemeindemeisterschaft 2025: Anmeldung gestartet

Die Tennisabteilung des TSV Raesfeld richtet auch in diesem Jahr die traditionelle Tennisgemeindemeisterschaft aus. Eingeladen sind alle Mitglieder des TSV Raesfeld und von Eintracht Erle sowie Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Raesfeld-Erle. Gespielt wird auf der Anlage an der Westerlandwehr 38 in Raesfeld.

Termine und Ablauf

  • Vorrunde: 12. Mai bis 5. September 2025
  • Finalrunde: Samstag, 6. September 2025
    (bei Schlechtwetter: Sonntag, 7. September 2025)

Austragungsort

Tennisplatzanlage TSV Raesfeld, Westerlandwehr 38, 46348 Raesfeld

Konkurrenzen

  • Herreneinzel A
  • Herreneinzel B (ab LK 20 bzw. ab 60 Jahre)
  • Herreneinzel Hobby (Anfänger & Jugend bis U18)
  • Herrendoppel A (mind. ein Spieler besser als LK 20)
  • Herrendoppel B (beide ab LK 20 bzw. ab 60 Jahre)
  • Dameneinzel
  • Dameneinzel Hobby (Anfängerinnen)
  • Damendoppel
  • Mixed

Bei entsprechender Teilnehmerzahl wird es eine B-Runde für Erstrundenverlierer geben. Der Veranstalter behält sich vor, bei geringer Beteiligung Konkurrenzen zusammenzulegen. Bei stark frequentierten Feldern werden Fristen zur Austragung der Vorrundenspiele bekannt gegeben.

Anmeldung & Kontakt

Interessierte melden sich bitte bis 11. Mai 2025, 18:00 Uhr unter Angabe von Name und Mobilnummer per WhatsApp oder optional per E-Mail an:

Christian Tüsfeld
📧 [email protected]
📱 0176 / 14345105

Glanz auf dem Hut – BSV Raesfeld poliert die Zylinder

Maß nehmen, polieren, anstoßen – der Bürgerschützenverein Raesfeld macht die Hüte fit fürs Fest

Beim BSV Raesfeld wurde am Samstag traditionell das sogenannte „Zylinderputzen“ veranstaltet, ein geselliges Treffen zur Einstimmung auf das kommende Schützenfest. Neben der Pflege der Zylinder stand auch der Austausch unter Vereinsmitgliedern im Mittelpunkt.

Zylinder im Check – Treffen beim Präsidenten

Der Vereinsvorstand des BSV Raesfeld lud am Samstag zum traditionellen „Zylinderputzen“ ein. Gastgeber war wie gewohnt Präsident Werner Vorholt. In geselliger Runde bewerteten die Mitglieder bei gutem Essen den Zustand ihrer Zylinder, natürlich mit einem Augenzwinkern. Die Pflege der Hüte stand dabei ebenso im Fokus wie der Austausch untereinander.

Traditionellen Zylinderputzen beim Bürgerschützenverein Raesfeld 2025
Foto: BSV Raesfeld

Neue Mitglieder: Erst Maß nehmen, dann feiern

Auch die neuen Mitglieder kamen auf ihre Kosten, im wahrsten Sinne des Wortes: Sie ließen Maß nehmen, damit rechtzeitig zum Schützenfest ein passender Zylinder bereitsteht. Die lockere Atmosphäre und ein paar Schnäpsken sorgten dafür, dass der praktische Teil nicht zu ernst genommen wurde.

Zylinder werden knapp – Verein bittet um Hilfe

Wie der Vorstand mitteilte, werde es zunehmend schwieriger, genügend Zylinder für alle Mitglieder bereitzustellen. Wer also noch einen Hut zuhause habe, den er nicht mehr brauche, könne diesen gerne dem Verein zur Verfügung stellen. Jeder gespendete Zylinder trage dazu bei, die Tradition auch künftig stilvoll weiterzuführen.

Gelber Audi TT in Raesfeld beschädigt – Polizei bittet um Hinweise

Unfall zwischen dem 30. April und 1. Mai

Laut Mitteilung der Polizei habe sich der Vorfall auf dem Helweg in Raesfeld ereignet. Dort sei ein gelber Audi TT Coupé im Zeitraum zwischen Mittwoch, 30. April 2025, 11.00 Uhr, und Donnerstag, 1. Mai 2025, 20.20 Uhr, auf dem Seitenstreifen vor einem Wohnhaus abgestellt gewesen – entgegengesetzt zur Fahrtrichtung.

Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer habe das Auto auf der gesamten Beifahrerseite beschädigt und dabei einen Schaden von mehreren tausend Euro verursacht. Ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern oder seine Personalien zu hinterlassen, habe sich der Unfallverursacher vom Ort entfernt.

Zeugen werden gesucht

Die Polizei bittet um Hinweise zum flüchtigen Fahrzeug oder möglichen Beobachtungen im genannten Zeitraum. Zuständig ist das Verkehrskommissariat in Borken, erreichbar unter Tel. (02861) 9000.

50 Jahre Raesfeld – Erle – Homer: Gemeinde lädt zum Jubiläumsfest ein

Seit 50 Jahren gibt es die Gemeinde Raesfeld in ihrer heutigen Form. 1975 wurden im Zuge der Kommunalen Neugliederung die ehemals selbstständigen Gemeinden Erle, Teile von Overbeck und Raesfeld, zu der bereits Homer gehörte, zusammengeführt.

Dieses runde Jubiläum feiert die Gemeinde nun mit mehreren Veranstaltungen – für alle Bürgerinnen und Bürger.

Bürgerfest auf dem Rathausplatz

Am Freitag, 9. Mai, findet auf dem Rathausplatz von 18 bis 22 Uhr ein Bürgerfest statt. Die Gemeinde lädt zu kühlen Getränken im Biergarten ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgen gleich drei bekannte Raesfelder Musikvereine: Das Fanfarencorps Raesfeld, die Erler Jäger und die Burgmusikanten gestalten das Bühnenprogramm.

Festakt im Schloss mit Regierungspräsident Bothe

Bereits am Nachmittag des 9. Mai versammeln sich rund 100 geladene Gäste im Rittersaal des Schlosses zu einem offiziellen Festakt. Wie die Gemeinde mitteilt, wird Regierungspräsident Andreas Bothe die Festrede halten. Dabei wird er sowohl auf die Kommunale Neugliederung allgemein als auch auf den Zusammenschluss von Raesfeld, Erle und Homer eingehen. Anschließend ist ein Rückblick auf wichtige Stationen der gemeindlichen Entwicklung geplant.

Bildvorträge mit Rückblick auf die Geschichte

Wer tiefer in die Geschichte und „Meilensteine“ der Gemeinde eintauchen möchte, hat dazu bei zwei Bildvorträgen Gelegenheit. Diese finden am Donnerstag, 26. Juni, im Forum der St.-Sebastian-Grundschule sowie am Mittwoch, 2. Juli, im St.-Silvester-Haus statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist beim Bildungswerk Raesfeld möglich.

Von Bauflaute keine Spur: Raesfeld und Erle stark nachgefragt

Im Raesfelder Baugebiet Stockbreede stehen alle Zeichen auf Baubeginn: Das Bewerbungsverfahren für die 44 Bauplätze in Erle Wehler Straße ist abgeschlossen, die Vergabe läuft nach Punktesystem.

Erweiterung-Baugebiet-Stockbreede-Raesfeld
Baugebiet Stockbreede Raesfeld. Foto: Bosse/Archiv

Der Baubeginn im Neubaugebiet Stockbreede in Raesfeld steht nach den Sommerferien bevor. Laut Bürgermeister Martin Tesing seien inzwischen alle Grundstücke vergeben worden, auch wenn noch nicht alle Verträge unterzeichnet seien.

Wehlerstraße: Vergabe nach Punktesystem

Im Baugebiet an der Wehlerstraße in Erle stehen laut Bürgermeister Martin Tesing rund 44 Bauplätze zur Verfügung. „Das Bewerbungsverfahren ist inzwischen abgeschlossen“, so Tesing. Die Vergabe der Grundstücke erfolge nun durch den Gemeinderat auf Grundlage eines festgelegten Punktesystems. Auch da solle der Baubeginn in der kommenden zweiten Jahreshälfte dann stattfinden

Tesing zeigte sich erfreut über das rege Interesse: „Zu unser aller Überraschung gibt es genug Bewerber. Niemand hat so richtig damit gerechnet – überall ist von Bauflaute die Rede.“ Umso positiver wertete er die Nachfrage: „Sowohl in Erle als auch in Raesfeld hatten wir keine Probleme, die Grundstücke zu vermarkten.“

Raesfeld setzt auf Energieberatung: Drei neue Infoabende für Bürger geplant

Im Rahmen des Klimaschutzkonzepts, das im Herbst 2024 vom Gemeinderat verabschiedet wurde, hat die Gemeinde Raesfeld eine Reihe kostenloser Energieberatungen ins Leben gerufen. Das erste Angebot wurde laut Bürgermeister Martin Tesing gut angenommen – und geht nun in die nächste Runde.

Energiecheck stieß auf große Resonanz

Eine erste Maßnahme, der sogenannte Energiecheck, sei bereits erfolgreich durchgeführt worden. 50 Haushalte aus Raesfeld hätten daran teilgenommen. „Wir haben gemerkt, wie groß das Interesse ist“, sagt Tesing. Die starke Nachfrage habe die Gemeinde dazu veranlasst, drei weitere Informationsabende anzubieten.

Drei Termine – drei Schwerpunkte

Den Auftakt macht eine Veranstaltung am 16. September 2025 unter dem Titel: Sonnenstrom vom Dach – Photovoltaikanlagen richtig nutzen.

Weiter geht es am 30. Oktober 2025 mit dem Thema Klimaschutz – Dämmung richtig planen. Hier geht es insbesondere um Förderprogramme und die energetische Sanierung von Gebäuden – vom Keller bis zum Dach.

Der dritte Abend findet am 13. November 2025 statt. Unter dem Motto „Alles – nur nicht mehr fossil“ steht der Einsatz von Wärmepumpen und alternativen Heizsystemen im Mittelpunkt.

Veranstaltungen im Rahmen des Bildungswettbewerbs

Alle drei Termine finden im Zusammenhang mit dem Bildungswerk statt, an dem sich die Gemeinde beteiligt. Ziel ist es, das Thema Klimaschutz auf lokaler Ebene praktisch und verständlich zu vermitteln.

Geplante Sanierung des Rittersaals: Fördermittel und Umzug der Akademie

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Die Gemeinde Raesfeld plant umfangreiche Baumaßnahmen im historischen Schlossareal. Im Mittelpunkt steht dabei die Ertüchtigung des Rittersaals. Auch organisatorisch steht ein Umzug bevor: Die Akademie Schloss Raesfeld soll mittelfristig in die Vorburg verlegt werden – eine Veränderung mit weitreichenden Folgen für das Nutzungskonzept im Schloss.

Neue Nutzung: Akademie zieht in die Vorburg

Nach Angaben von Bürgermeister Martin Tesing werde die Akademie Schloss Raesfeld künftig in die Vorburg umziehen. Damit werde Platz geschaffen für die Akademie des Handwerks, die mehr Raum für ihre Verwaltung benötige. Eine Ausweichmöglichkeit innerhalb des Schlosses bestehe nicht mehr. „Das Schloss ist zu 100 Prozent belegt“, so Tesing.

Vorburg Wasserschloss Raesfeld
Die Akademie des Handwerk wird in die Vorburg vom Wasserschloss Raesfeld umziehen. Foto: Petra Bosse

Für den Umzug seien Fördermittel beantragt worden. Zwar seien diese bereits bewilligt, allerdings bis dato noch nicht ausgezahlt worden, erklärte der Bürgermeister.

Rittersaal soll umfassend saniert werden

Parallel dazu plant die Gemeinde eine Sanierung des Rittersaals. Dieser sei, wie Bürgermeister Martin Tesing betonte, deutlich in die Jahre gekommen. „Jeder, der mal da war und die, die ihn kennen, wissen, dass es kein Luxus ist, ihn zu renovieren. Er hat es schon nötig“, sagte Tesing. Die Gemeinde habe dafür rund 860.000 Euro an Fördermitteln eingeplant.

Neben der Modernisierung des eigentlichen Saals ist auch die Neugestaltung des sogenannten Foyers vorgesehen. „Es soll nicht nur der Blick genommen werden, sondern auch der sogenannte Foyer“, ergänzte Tesing. Eine große Neuerung werde zudem die Installation eines Aufzugs sein – eine Maßnahme, die vor allem der Barrierefreiheit dienen soll. Aktuell müssten Besucher des Saals noch zahlreiche Stufen überwinden.

Umsetzung nach Kommunalwahl 2025

Die baulichen und organisatorischen Veränderungen sollen nach der Kommunalwahl 2025 konkret angegangen werden. „Das wird eine große Aufgabe für den nächsten Gemeinderat“, so Tesing. Ziel sei es, sowohl den Ansprüchen an Denkmalschutz als auch an moderne Nutzungsanforderungen gerecht zu werden.

Gefiederte Nachbarn: Wer regiert die Gräfte am Wasserschloss Raesfeld?

Am Wasserschloss Raesfeld geht es derzeit wild zu – im wahrsten Sinne des Wortes. Graugänse, Enten, Schwäne und bald auch Storchenküken fühlen sich rund um die Schlossgräfte ausgesprochen wohl. Nicht alle Spaziergänger teilen jedoch die Begeisterung – denn wo viele Vögel sind, da sind die Tretminen nicht weit. Neben süßen Küken sorgt auch ein wenig Drama in der Vogel-WG für Gesprächsstoff.

Schwan im Flug am Wasserschloss Raesfeld
Schwan im Startvorgang. ©Petra Bosse

Gänsealarm mit Nebenwirkungen

Wer dieser Tage rund um das Wasserschloss Raesfeld spaziert, braucht gute Nerven – und besser kein weißes Schuhwerk. Graugänse und Kanadagänse nutzen die Wege nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch als stilles Örtchen. Der Schlossgraben gleicht einem Vogelparadies, doch die friedliche Idylle wird immer wieder von lautstarken Gänsegesprächen und flatternden Fluchtaktionen gestört.

Graugans-Küken Schloss Raesfeld
Gänseküken auf Landgang. ©Petra Bosse

Familienidylle mit Kükenflair

Trotzdem ist die Stimmung überwiegend frühlingshaft: Überall wuselt es. Enten- und Gänseküken tippeln durchs Gras, eng an ihre Eltern gekuschelt. Wer Glück hat, kann auch ein Schwanenpaar beim Nisten beobachten – eine elegante Erscheinung, solange niemand auf die Idee kommt, zu nah an die Nestzone zu kommen.

Revierkämpfe Gänse und Schwan Schloss Raesfeld

Die Schloss-Gräfte – ein Vogelwohnprojekt

Längst haben sich auch andere Vogelarten in das Areal eingemietet. Ein Fischreiher patrouilliert regelmäßig entlang der Ufer, mit stoischer Gelassenheit. Und seit kurzem sorgt ein Storchennest in Sichtweite des Schlosses für Aufsehen. Die ersten Küken sollen in Kürze schlüpfen – eine Premiere für die tierische Schlossgemeinschaft.

Fischreiher Schloss Raesfeld
Ein Fischreiher auf Rundflug. ©Petra Bosse

Wenn der Schwan zum Türsteher wird

Doch wo viele Vögel wohnen, gibt’s auch Revierstreitigkeiten. Ein Schwan betrachtet offenbar große Teile der Gräfte als sein Eigentum – besonders, wenn sich Kanadagänse blicken lassen. So kam es jüngst zu einem Schauspiel der besonderen Art: Der Schwan, schwerfällig wie ein Albatros mit Jetlag, erhob sich aus dem Wasser, peilte zielsicher drei ahnungslose Kanadagänse an – und scheuchte sie unter lautem Gezeter quer über den Schlossteich. Eine klare Botschaft: Hier wohne ich!

Schwan im Flug am Wasserschloss Raesfeld
Kanadagänse auf der Flucht vor einem Schwan. ©Petra Bosse

Fazit mit Augenzwinkern

Das Wasserschloss Raesfeld bleibt nicht nur ein touristischer Magnet, sondern auch ein Hotspot für gefiederte Frühlingsgefühle – samt Zoff in der Nachbarschaft. Wer die tierische Vielfalt genießen möchte, sollte mit wachsamen Augen, festem Schuhwerk und einem Lächeln auf den Lippen unterwegs sein. Und vielleicht mit einem kleinen Ausweichmanöver – wenn wieder jemand sein Revier verteidigt.

Revierkämpfe Gänse und Schwan Schloss Raesfeld
©Petra Bosse

Zusatzinfo: Gänse und Schwäne – Nachbarn mit Konfliktpotenzial

Rund um das Wasserschloss Raesfeld leben derzeit vor allem Graugänse und Kanadagänse.

  • Graugänse sind in Europa heimisch und gelten als Stammform der Hausgans. Sie haben ein graues Gefieder und einen orangefarbenen Schnabel.
  • Kanadagänse stammen ursprünglich aus Nordamerika, sind größer, auffälliger gefärbt mit schwarzem Hals und weißem Kinnband, und zeigen häufig ein selbstbewusstes Auftreten.

Beide Arten sind anpassungsfähig, leben oft in gemischten Gruppen und ziehen zur Brutzeit ihre Küken in Ufernähe groß.

Schwäne, insbesondere der hier verbreitete Höckerschwan, können in dieser Zeit zu echten Revierverteidigern werden. Sie dulden nur selten andere Wasservögel in Nestnähe. Besonders Kanadagänse werden als Konkurrenz wahrgenommen – was regelmäßig zu lautstarken Vertreibungen und kleineren Luftkämpfen führt.

Ein friedliches Nebeneinander ist möglich – solange der Abstand gewahrt bleibt.

Fischreiher Wasserschloss Raesfeld 2025
Schwan im Nest Schloss Raesfeld
©Petra Bosse
Gänse Wasserschloss Raesfeld
©Petra Bosse
Gänse Wasserschloss Raesfeld
©Petra Bosse
Gänse Wasserschloss Raesfeld
©Petra Bosse
Störche Schloss Raesfeld
Zum 1. Mal nistet auch ein Storchenpaar am Schloss. ©Petra Bosse

Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken erneut gesunken

Laut Kreis Borken ist die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im April 2025 auf 6.585 gesunken – ein Rückgang um 133 Personen im Vergleich zum Vormonat. Auch die Quote sank leicht auf 2,9 Prozent.

Frühjahrsbelebung spürbar

Die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung (SGB II) ist im April 2025 im Kreis Borken erneut zurückgegangen. Wie Landrat Dr. Kai Zwicker mitteilt, habe sich damit der positive saisonale Trend fortgesetzt: „Damit zeigt sich die typische Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt weiterhin deutlich“, erklärte er.

Laut Mitteilung des Jobcenters im Kreis Borken waren im April 6.585 erwerbsfähige Leistungsberechtigte arbeitslos gemeldet – das sind 133 weniger als im März 2025. Im Vergleich zum Vorjahresmonat (April 2024) ergibt sich jedoch ein Anstieg um 186 Personen.

Arbeitslosenquote leicht gesunken

Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger liegt aktuell bei 2,9 Prozent. Im März 2025 hatte sie noch bei 3,0 Prozent gelegen. Im April des Vorjahres lag sie ebenfalls bei 2,9 Prozent.

Arbeitslosen-Statistik-Kreis-Borken

Rückgang bei Bedarfsgemeinschaften und Leistungsberechtigten

Auch die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sank im April leicht auf 12.068 Personen – ein Rückgang um 52 im Vergleich zum März. Diese Zahl umfasst neben arbeitslosen Personen auch Menschen in Eingliederungsmaßnahmen, Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren sowie erwerbstätige Personen mit ergänzendem Leistungsbezug.

Ebenfalls rückläufig sind die Zahlen bei den Bedarfsgemeinschaften: Im April 2025 bezogen 17.010 Menschen in 8.653 Bedarfsgemeinschaften Leistungen nach dem SGB II. Im Vergleich zum März sind das 76 Personen und 47 Bedarfsgemeinschaften weniger. Im Jahresvergleich ergibt sich jedoch ein Anstieg um 332 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 187 Bedarfsgemeinschaften.

Regionale Werte in der Übersicht

Die Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent bezieht sich auf den gesamten Kreis Borken. Für einzelne Städte und Gemeinden lässt sich diese Quote nicht direkt berechnen, da die Zahl der zivilen Erwerbspersonen auf Gemeindeebene nicht vorliegt. Als Vergleichsgröße wird daher hilfsweise die Quote der Altersgruppe von 15 bis 65 Jahren verwendet – diese ist der beigefügten Grafik zu entnehmen.

Tag der Feuerwehr: Landrat Zwicker dankt 4.400 Einsatzkräften im Kreis Borken

Anlässlich des „Internationalen Tags der Feuerwehrleute“ am 4. Mai 2025 dankt Landrat Dr. Kai Zwicker den über 4.400 engagierten Kräften im Kreis Borken. Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen seien unverzichtbar für die Sicherheit der Bevölkerung.

Dank und Respekt für alle, die helfen

Rund 4.400 Menschen engagieren sich im Kreis Borken aktiv im Feuerwehrwesen – in der Kinder- und Jugendfeuerwehr, den Einsatz- und Ehrenabteilungen, in Unterstützungsgruppen oder der Feuerwehrmusik. Landrat Dr. Kai Zwicker betonte anlässlich des Gedenktags:
„Sie alle stehen bereit, wenn Hilfe gefragt ist. Und dafür gilt ihnen ausdrücklich Dank und Respekt. Ihr Engagement – oft unter Einsatz der eigenen Gesundheit – ist unbezahlbar. Ich danke Ihnen von Herzen für diesen Dienst an unserer Gesellschaft!“

Sein Dank richte sich, so Zwicker weiter, auch an alle weiteren Menschen, die bei Polizei, Hilfsorganisationen und anderen Einrichtungen für die Sicherheit im Kreis sorgen.

4.409 Menschen im Feuerwehrdienst aktiv

Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreisgebiet sind an 38 Standorten vertreten, davon vier (Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau) dauerhaft rund um die Uhr besetzt. Zur aktiven Einsatzabteilung zählen 2.406 Männer und Frauen, darunter 168 Frauen. Hinzu kommen 221 hauptberufliche Kräfte (208 Männer, 13 Frauen), 59 Personen in Unterstützungsgruppen, 658 in der Ehrenabteilung sowie 514 Mitglieder der Feuerwehrmusik.

Darüber hinaus engagieren sich 510 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 41 Kinder in der Kinderfeuerwehr. Insgesamt ergibt das 4.409 aktive Mitwirkende im Feuerwehrwesen, davon 517 Frauen.

Mehr als 4.400 Einsätze im Jahr 2024

Die Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst im Borkener Kreishaus sowie die Einsatzzentrale in Bocholt koordinieren sämtliche Alarmierungen. Im Jahr 2024 wurde die Feuerwehr im Kreisgebiet 4.451 Mal alarmiert – durchschnittlich zwölf Einsätze pro Tag. Die Bilanz gliedert sich wie folgt:

  • 671 Brandeinsätze
  • 2.319 technische Hilfeleistungen
  • 942 Fehlalarme
  • 519 sonstige Einsätze

Beispiel aus der Praxis: Waldbrand in Stadtlohn

Wie vielseitig das Einsatzspektrum ist, zeigte ein aktueller Einsatz im März 2025: In Stadtlohn brannte eine größere Waldfläche. Die örtliche Feuerwehr erhielt Unterstützung von den Wehren aus Ahaus, Gescher, Legden sowie der Kreisbereitschaft Nord, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk.

Kreisbrandmeister Stefan van Bömmel erklärte dazu: „Unsere Feuerwehrkräfte sind immer dann zur Stelle, wenn sie gebraucht werden – schnell, kompetent und verlässlich. Feuerwehrdienst ist mehr als ein Ehrenamt – es ist Berufung. Unsere Kameradinnen und Kameraden zeigen jeden Tag, dass sie für die Sicherheit der Menschen im Kreis Borken einstehen – oft unter großer persönlicher Belastung.“

Neue Kappes-Hoheiten gekrönt: Erle feiert mit Herz und Humor in den Mai

Mit Musik, guter Laune und einem neuen Kappes-Trio ist Erle am 30. April schwungvoll in den Mai gestartet. Der festlich geschmückte Maikranz wurde traditionell von der Landjugend Erle-Rhade am Ständebaum gehisst. Erstmals fand dabei auch die offizielle Inthronisierung der neuen Kappes-Hoheiten statt: Zur Kappes-Königin wurde Birgitt Grotendorst aus Erle ernannt, zur Kappes-Prinzessin Katharina Meyering vom Hof Meyering in Raesfeld.

Alte und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025

Gemeinsam werden sie künftig als charmante Botschafterinnen die Gemeinde Raesfeld repräsentieren. Für zusätzliche Begeisterung sorgten neben der Musik der Erler Jäger auch ein plattdeutscher Sketch und frisch gezapftes Bier – Erle zeigte sich wieder einmal als Ort mit Herz und Gemeinschaft.

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Foto: Petra Bosse

Stimmung am Ständebaum

Schon am frühen Abend füllte sich der Platz an der Schermbecker Straße. Bei angenehmen Temperaturen und musikalischer Begleitung durch das Blasorchester Erler Jäger unter der Leitung von Oliver Göttlich kam rasch Maifest-Stimmung auf. Mit dabei auch die Feuerwehr, Löschzug Raesfeld sowie die Erler Schützen. Jung und Alt mischten sich gut gelaunt untereinander, während sich der Bereich am Ständebaum an der Schermbecker Straße mit Leben füllten.

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Blasorchester Erle Jäger sorgten für den musikalischen Rahmen an diesem Abend. Foto: Petra Bosse

Hans-Dieter Strothmann verabschiedet sich

Für einen persönlichen Moment sorgte Hans-Dieter Strothmann, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld. In seiner Rede blickte er zurück: „Ich glaube, elfmal war ich hier dabei – und es war jedes Mal etwas Besonderes.“

Hans-Dieter Strothmann begrüßte die Besucher in Erle beim traditionellen Maikranzaufhängen.
Foto: Petra Bosse

Er erinnerte daran, dass die Idee zum Ständebaum vor rund zwölf Jahren entstanden sei. In diesem Rahmen wolle er sich nun als stellv. Bürgermeister verabschieden, denn es sei wohl das letzte Mal, dass er in offizieller Funktion zu Gast sei. „Wenn ich hier stehe – mit der Silvesterkirche im Rücken und der Femeiche daneben – dann wird mir immer wieder bewusst, wie besonders dieser Ort ist.“ Besonders würdigte er das Engagement der Erlerinnen und Erler: „So eine Veranstaltung jedes Jahr auf die Beine zu stellen – das schafft nicht jeder Ort.“

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Foto: Petra Bosse

Auch einen optimistischen Ausblick gab es: Mit Blick auf das anstehende Schützenfest im Juni zeigte sich Strothmann zuversichtlich: „Das Wetter wird auch dann wieder mitspielen.“

Abschied mit Applaus und ein emotionaler Dank

Im Anschluss trat Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings, ans Mikrofon. Sie verabschiedete die scheidende Kappes-Königin Melanie I. Stenkamp aus Raesfeld mit lobenden Worten: „Melanie hat viel Herzblut gezeigt und die Gemeinde würdig vertreten.“ Der Applaus des Publikums bestätigte ihre Wertschätzung.

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Foto: Petra Bosse

Birgitt Grotendorst übernimmt die Krone

Dann kam der von vielen mit Spannung erwartete Moment: Birgitt Grotendorst wurde zur neuen Kappes-Königin gekrönt. Ihre erste Amtshandlung ließ nicht lange auf sich warten – und auch die neue Prinzessin stand schnell fest: Katharina Meyering trat aus dem Publikum hervor. „Ich finde, damit hat Birgitt eine super Wahl getroffen“, kommentierte Kowalsky augenzwinkernd. Das neue Duo strahlte sichtbar Freude aus – und bekam viel Applaus.

Birgitt Grotendorst ist neue Kappeskönigin

Repräsentantinnen mit Haltung und Humor

Noch einmal trat Hans-Dieter Strothmann vor das Mikrofon – diesmal mit Glückwünschen: „Ihr seid jetzt unsere Botschafterinnen – für Erle, für Raesfeld, für Homer und auch darüber hinaus.“ Unterstützt werde das Kappes-Trio weiterhin vom Erler Kiepenkerl Alwis und dessen Partnerin, die schon in der Vergangenheit bei offiziellen Anlässen mitgewirkt hatten. „Mit euch wird das laufen – da bin ich mir ganz sicher“, so Strothmann abschließend.

Birgitt Grotendorst ist neue Kappeskönig von Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Maikranz, Musik und Mitternachtstanz

Während der feierlichen Krönung und dem anschließenden Hochziehen des Maikranzes durch die Landjugend Erle-Rhade sorgte Christian Lipfert vom zukünftigen HUB Erle für Erfrischung – mit frisch gezapftem Bier direkt am Platz. Ein Angebot, das bei den sommerlichen Temperaturen gerne angenommen wurde.

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Kühles Bierchen kam genau richtig an diesem warmen und letzten Apriltag. Foto: Petra Bosse

Als der Kranz schließlich in voller Höhe hing, traten die Brejpottspöllers vom Heimatverein Erle auf. Mit plattdeutschen Sketchen sorgten sie für Lacher und gaben der Veranstaltung eine liebevolle, heimatliche Note. Ihr Auftritt rundete das offizielle Programm stimmungsvoll ab.

Maikranzaufhägen und neue Kappeshoheiten Raesfeld und Erle 2025
Der Maikranz hängt nun im Schatten der St. Silvesterkirche und begrüßt in den nächsten Wochen die Besucher in Erle. Foto: Petra Bosse

Doch damit war der Abend noch lange nicht zu Ende. Viele Gäste zog es anschließend zum Biergarten von Brömmel-Wilms, wo bei Musik und guter Gesellschaft bis in die Nacht hinein getanzt und gefeiert wurde. „Wenn das kein gelungener Start in den Mai ist“, sagte eine Besucherin zufrieden – und viele stimmten ihr zu.

Aufführung der Brejpottspöllers des Heimatvereins Erle
Die Brejpottspöllers sorgten mit ihren Sketchen für einen schönen Abschluss. Foto: Petra Bosse

So eine Veranstaltung jedes Jahr auf die Beine zu stellen – das schafft nicht jeder Ort.

Hans-Dieter Strothmann

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Kreisstatistik: Zahl ausländischer Staatsangehöriger auf Rekordhoch

Im Kreis Borken lebten Ende 2024 rund 47.950 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit – so viele wie nie zuvor.

Das geht aus dem aktuellen Bericht „Kreis Borken in der Statistik“ hervor, den Statistiker Markus Wydera von der Stabsstelle der Kreisverwaltung vorgelegt hat. Grundlage seien die Daten des Ausländerzentralregisters.

Leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr

Verglichen mit dem Jahr 2023 sei die Zahl um 1,2 Prozent beziehungsweise 590 Personen gestiegen. Damit liege der Kreis nur knapp unter dem Landesdurchschnitt, der ein Plus von 1,3 Prozent aufweise. Von den 47.950 ausländischen Staatsangehörigen seien 26.070 Männer und 21.880 Frauen registriert worden.

Herkunftsländer: Niederlande, Ukraine, Polen und Syrien vorn

Den größten Anteil stellten laut Bericht Menschen mit niederländischer Staatsangehörigkeit (16,5 Prozent bzw. 7.890 Personen), gefolgt von Personen aus der Ukraine (10,9 Prozent bzw. 5.240), Polen (10,7 Prozent bzw. 5.145) und Syrien (9,8 Prozent bzw. 4.695). Besonders deutlich sei der Anstieg bei Personen aus der Ukraine (+760 gegenüber 2023). Die Zahlen seien im NRW-Vergleich teils deutlich höher, etwa bei den niederländischen Staatsangehörigen (NRW-Anteil: 2,1 Prozent).

Fast jede:r Zweite mit EU-Pass

Insgesamt verfügten 23.185 Personen im Kreis Borken über eine Staatsangehörigkeit aus einem EU-Mitgliedsstaat. Das entspreche einem Anteil von 48,4 Prozent aller ausländischen Staatsangehörigen im Kreis – deutlich über dem NRW-Schnitt von 33,1 Prozent.

Außereuropäische Herkunft: Afghanistan, Irak und Syrien

Unter den außereuropäischen Herkunftsländern dominierten – neben Syrien – Afghanistan (3,1 Prozent bzw. 1.510 Personen) und der Irak (2,1 Prozent bzw. 1.015 Personen). Während bei Afghan:innen ein leichter Zuwachs registriert worden sei, sei die Zahl der irakischen Staatsangehörigen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Hinweis: Die Angaben seien aus Gründen des Datenschutzes auf ein Vielfaches von fünf gerundet worden.

Kreis Borken setzt Batteriespeicher-Förderung für Photovoltaik-Altanlagen fort

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Wie der Kreis Borken mitteilt, wird das Förderprogramm „Batteriespeicher“ auch im Jahr 2025 fortgesetzt. Ziel ist es, Betreiberinnen und Betreiber älterer Photovoltaik-Anlagen zum Weiterbetrieb mit höherer Eigenverbrauchsquote zu motivieren. Die Antragstellung ist ab sofort wieder online möglich.

Batteriespeicher und Eigenverbrauch weiter förderfähig

Gefördert wird der Einbau stationärer Batteriespeicher für PV-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2007 in Betrieb genommen wurden. Auch die Umrüstung auf Eigenverbrauch – etwa durch Anpassung der elektrischen Hausinstallation – ist förderfähig, selbst wenn kein Speicher eingebaut wird. Dadurch soll ein individuell passender Weiterbetrieb ermöglicht werden.

Die aktuelle Ausweitung ergänzt das bestehende Förderprogramm, das der Kreistag erstmals 2022 ins Leben gerufen hatte. Der Beschluss zur Fortsetzung wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen für das Jahr 2025 gefasst.

Antragstellung nur online – Umsetzung bis Ende 2026 möglich

Die Förderung kann ausschließlich digital beantragt werden. Für eine erfolgreiche Antragstellung müssen das Inbetriebnahmedatum der Anlage und ein Angebot eines Fachbetriebs hochgeladen werden. Anträge können bis zum 31. Dezember 2025 eingereicht werden. Für die Umsetzung bleibt Zeit bis Ende 2026.

Landrat Dr. Kai Zwicker erklärt: „Mit dieser Lösung ermöglichen wir Betreibenden einen nahtlosen Übergang nach dem Ende der EEG-Förderung.“

Zuschüsse nach dem Windhundprinzip

Insgesamt stehen für das Jahr 2025 Fördermittel in Höhe von bis zu 100.000 Euro bereit. Die Vergabe erfolgt nach dem Windhundprinzip – also in der Reihenfolge des Antragseingangs.

Je nach Speicherkapazität sind folgende Zuschüsse möglich:

  • 500 Euro für Batteriespeicher ab 2 kWh
  • 1.000 Euro für Speicher ab 10 kWh
  • Für die Anpassung der Hausinstallation: 20 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 1.000 Euro

Weitere Informationen sowie das Online-Antragsformular stehen auf der Internetseite des Kreises Borken unter
👉 www.kreis-borken.de/speicherfoerderung zur Verfügung.

CDU-Dialog mit Ministerin Gorißen: Landwirtschaft im Fokus

Bei einem Dialogabend des CDU-Gemeindeverbands Raesfeld-Erle-Homer auf dem Preens Hof kamen zahlreiche Gäste aus Politik und Landwirtschaft zusammen, um über drängende Themen zu sprechen.

Die Vorsitzende Gerswid Altenhoff-Weber konnte unter anderem Landrat Dr. Kai Zwicker, den Landtagsabgeordneten Wilhelm Korte sowie NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen begrüßen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Landwirtschaft, Möglichkeiten zum Bürokratieabbau und der Umgang mit dem Wolf. Der Abend habe deutlich gemacht: Die Politik wolle den Austausch mit der Basis und sei auf der Suche nach pragmatischen Lösungen.

Landrat Dr. Kai Zwicker war Gast beim Dialogabend der CDU Raesfeld mit Ministerin Silke Gorißen.
Landrat Dr. Kai Zwicker war Gast beim Dialogabend der CDU Raesfeld mit Ministerin Silke Gorißen. Foto: Petra Bosse

„Die Landwirtschaft ist die Seele des Westmünsterlandes“

Ministerin Silke Gorißen hob die Bedeutung der bäuerlichen Landwirtschaft für die Region. Sie erklärte, Landwirtschaft, der Kreis Borken und das Westmünsterland gehörten untrennbar zusammen. Diese sei nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor, sondern vielmehr „die Seele des Westmünsterlandes“. Die landwirtschaftlichen Betriebe prägten das kulturelle Leben, den Jahreslauf und das Lebensgefühl der Region. Das zeige sich immer wieder bei Hofbesuchen und im persönlichen Austausch mit den Menschen vor Ort.

Ministerin lobt Zusammenarbeit bei Seuchenbekämpfung

Die Ministerin sprach die anhaltenden Herausforderungen durch Tierseuchen an, insbesondere BHV1 im Kreis Borken.
„Gott sei Dank ist eine Erholung eingetreten, aber bis Ende Juni müssen wir an der Sperrzone festhalten“, sagte sie. Die Maßnahmen hätten gewirkt, dennoch bleibe die Lage für viele Betriebe belastend.

Sie dankte den betroffenen Landwirten und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband für den engen Schulterschluss in der Krise.
Auch im Kreis Kleve gebe es aktuell einen neuen Fall. Die Lage erfordere weiterhin Aufmerksamkeit und Zusammenarbeit.

Ministerin Silke Gorißen beim Dialogabend der CDU Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Stimme für die Bauern: Direkter Draht nach Brüssel gefordert

Gorißen machte deutlich, wie wichtig der direkte Austausch mit den europäischen Institutionen sei. Anliegen der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft müssten vor Ort in Brüssel vertreten werden. Nur so lasse sich Einfluss auf die Entscheidungsprozesse nehmen. In den vergangenen Jahren sei es jedoch nicht einfach gewesen, mit den Entscheidungsträgern in der EU in einen konstruktiven Dialog zu treten.

Im Anschluss an ihren Vortrag stellte sich die Ministerin den Fragen der Anwesenden – offen, klar und ohne Ausflüchte.

Ministerin Silke Gorißen beim Dialogabend der CDU Raesfeld

Bürokratieabbau: 194 Vorschläge auf dem Prüfstand

Ein Teilnehmer erkundigte sich nach dem Stand der 194 Vorschläge zum Bürokratieabbau, die bereits unter der vorherigen Agrarministerkonferenz erarbeitet worden seien. Ministerin Silke Gorißen erklärte, diese würden derzeit unter der neuen Bundesregierung erneut geprüft. Einige Punkte würden von der Ampelkoalition, insbesondere von den Grünen, kritisch gesehen. Dennoch rechne sie damit, dass viele der Vorschläge wieder zur Diskussion stünden. Konkrete Aussagen erwarte sie bei der kommenden Agrarministerkonferenz mit dem neuen Bundeslandwirtschaftsminister.

Gorißen betonte, dass viele der Vorschläge parteiübergreifend – insbesondere von CDU- und SPD-geführten Agrarressorts – entwickelt und getragen worden seien. Dass nun eine Neubewertung erfolge, sei angesichts der Regierungswechsel und veränderten Mehrheitsverhältnisse nicht überraschend. Dennoch sei es wichtig, dass die bisherigen Ergebnisse nicht in der Schublade verschwänden.

Aktuell sei man in der Bewertung bis etwa zum Vorschlag Nummer 55 vorgedrungen. 37 Vorschläge seien bereits umgesetzt worden. „Der Rest liegt noch dazwischen – und genau da besteht Handlungsbedarf“, so die Ministerin.

Im Zusammenhang mit dem Thema verwies sie auch auf eine grundsätzliche Gefahr:
„Wenn wir den Bürokratieabbau verschleppen oder durch immer neue Vorgaben neutralisieren, laufen wir Gefahr, Vertrauen in politische Prozesse zu verlieren – und das kann langfristig auch zu einem Demokratieabbau führen.“ Daher müsse der Abbau überflüssiger Vorschriften konsequent und nachvollziehbar erfolgen, um Verwaltung, Betriebe und Bürger gleichermaßen zu entlasten.

Ministerin Silke Gorißen beim Dialogabend der CDU Raesfeld

Wolfsschutz: „Herdenschutz allein reicht nicht mehr“

Das Thema Wolf wurde ebenfalls angesprochen. Daniel Schemmer schilderte die Sorgen der Weidetierhalter angesichts zunehmender Risse. Gorißen bestätigte die angespannte Situation: Es gebe Wölfe, die sich vom Menschen fernhielten – aber auch Rudel, die gezielt Herdenschutzzäune überwinden und großen Schaden anrichteten. Sie verwies auf Erfahrungen aus den Niederlanden, wo selbst zwei Meter hohe Zäune nicht ausgereicht hätten. „In solchen Fällen brauchen wir rechtssichere Möglichkeiten zur Entnahme von Problemwölfen“, betonte sie.

Ein positives Signal sei die geplante Absenkung des Schutzstatus auf EU-Ebene. Es gebe zahlreiche Gründe, die für eine Regulierung der Wolfspopulation sprächen – insbesondere bei Tieren, die wiederholt in Nutzherden eindringen.

Energieversorgung: Biogas als verlässlicher Baustein

Ein Besucher äußerte Bedenken hinsichtlich der Akzeptanz des weiteren Windkraftausbaus. Zwar seien viele Menschen grundsätzlich bereit, sich an Anlagen zu beteiligen, doch Unsicherheiten bei der Planung und Standortwahl führten zunehmend zu Unmut.
„Gerade in dieser Region sind viele engagiert – doch die Zustimmung nimmt spürbar ab“, wurde in der Runde festgestellt. Gorißen betonte, dass die Landesregierung weiterhin klar auf den Ausbau erneuerbarer Energien setze. „Planungssicherheit ist dabei ein entscheidender Faktor“, sagte sie. Auch innerhalb der schwarz-grünen Landesregierung sei das Thema Windkraft – insbesondere Wind an Land – ein zentrales Anliegen.
Herausforderungen gebe es etwa durch gerichtliche Vorgaben und unterschiedliche Umsetzungen durch die Bezirksregierungen.
In einem Austausch mit der zuständigen Ministerin Mona Neubaur habe man zuletzt über praktikable Lösungen beraten, um die Ausbauziele dennoch erreichen zu können.

Biogasanlagen könnten künftig eine wichtige Rolle in der regionalen Energieversorgung übernehmen. Anders als Wind- oder Solaranlagen liefern sie unabhängig vom Wetter eine steuerbare Energiequelle. „Gerade Biogasanlagen, die aus dem EEG fallen, können eine tragende Rolle im kommunalen und interkommunalen Wärmenetz spielen“, sagte Gorißen.

Sie sprach sich dafür aus, dass sich Städte und Gemeinden stärker mit dieser Möglichkeit befassen sollten. „Ich will das nicht gesetzlich vorschreiben, aber ich bin überzeugt: Biogas gehört in die Zukunftsstrategie unserer Energieversorgung.“

Auf Ebene der Agrarministerkonferenz habe es hierzu bereits einen einstimmigen Beschluss gegeben. „Wir sind uns als Agrarminister der Länder einig: Biogas braucht eine Perspektive.“

Landesgestüt Warendorf: Kulturgut mit Zukunft

Zum Abschluss des Abends richtete Frank Weißkirchen, Pferdezüchter aus Raesfeld, eine Frage an die Ministerin: Wie sehe die Zukunft des NRW-Landgestüts Warendorf aus? Gorißen stellte klar, dass das Landgestüt erhalten bleibe. Es handele sich um ein Kulturgut, das von der Landesregierung weiterhin unterstützt werde. Mit Blick auf das bevorstehende 200-jährige Bestehen habe sie betont, Nordrhein-Westfalen werde auch künftig eine wichtige Rolle in der nationalen und internationalen Pferdezucht spielen.

CDU-Kandidatenwahl in Raesfeld: Spannung bis zur letzten Stimme

Ein Wahlabend wie aus dem Lehrbuch der Demokratie: Der CDU-Ortsverband Raesfeld-Erle-Homer hat am Dienstagabend seine Direktkandidaten für die 14 Wahlbezirke (Raesfeld, Erle und Homer) zur Kommunalwahl 2025 nominiert – mit hoher Beteiligung, mehreren überraschenden Gegenkandidaturen, teils knappen Entscheidungen und dem unerwarteten Aus für Fraktionsvorsitzenden Bernhard Bölker.

In einer spannungsgeladenen Mitgliederversammlung hat der CDU-Ortsverband Raesfeld-Erle-Homer am Dienstagabend seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl im September 2025 nominiert. 109 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend – deutlich mehr als im Jahr 2020, als 64 Mitglieder teilnahmen. Die Veranstaltung zog sich bis nach Mitternacht hin und hielt einige überraschende Wendungen bereit.

Hohe Beteiligung und neue Gesichter

Dr. Gerswid Altenhoff-Weber, Vorsitzende des Ortsverbandes, leitete die Versammlung im Rittersaal von Schloss Raesfeld. Sie zeigte sich erfreut über die rege Beteiligung und die Vielfalt der Nominierten. Insgesamt wurden 14 Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Wahlbezirke aufgestellt.

Gerswid Altendorf-Weber CDU
Vorsitzende Dr. Gerswid Altenhoff-Weber. Foto: Petra Bosse

Einige Wahlgänge verliefen erwartungsgemäß. Louis Lammersmann beispielsweise wurde ohne Gegenkandidaten mit 106 Stimmen nominiert. Auch Maximilian Buddenkotte (97 Stimmen), Gerd Bannefeld (105 Stimmen), Ralf Kock (100 Stimmen), André Olbing (94 Stimmen), Arno Brömmel (83 Stimmen), Tobias Honvehlmann, (88 Stimmen) und Jörg Wachtmeister (82 Stimmen) erhielten ohne Gegenkandidatur klare Mehrheiten.

Unerwartete Gegenkandidaturen und knappe Ergebnisse

In mehreren Wahlgängen traten überraschend Gegenkandidaten an – mit teils knappen und aufsehenerregenden Ergebnissen. Nicole Ostendorf unterlag Wolfgang Schwiderowsky mit 36 zu 70 Stimmen. Maria Kowalsky, konnte sich gegen Tobias Nießing mit einem knappen Vorsprung von 54 zu 52 Stimmen durchsetzen. Dietmar von Berswordt verlor gegen Thomas Spangemacher mit 35 zu 66 Stimmen.

Eine weitere besondere Wendung nahm die Wahl im Bezirk 8: Dort trat überraschend Dr. Bernhard Bonhoff gegen den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Bernhard Bölker an und setzte sich mit 61 zu 44 Stimmen durch. Ewald Grotendorst, ebenfalls neu aufgestellt, gewann knapp mit 52 zu 50 Stimmen gegen Stefan Elfering, der zuvor nicht mehr nominiert worden war.

Ergebnisse im Überblick

Die CDU-Direktkandidaten für die Ratswahl 2025 lauten:

  1. Louis Lammersmann
  2. Wolfgang Schwiderowsky
  3. Maria Kowalsky
  4. Maximilian Buddenkotte
  5. Gerd Bannefeld
  6. Ralf Kock
  7. Thomas Spangemacher
  8. Dr. Bernhard Bonhoff
  9. André Olbing
  10. Ewald Grotendorst
  11. Arno Brömmel
  12. Bärbel Unnebrink
  13. Tobias Honvehlmann
  14. Jörg Wachtmeister

Nicht mehr zur Wahl angetreten sind Karl-Heinz Tünte, Hans-Dieter Strothmann, Benedikt Limberg, Julia Horn und Wilfried Theis. Sie schieden auf eigenen Wunsch aus.

Reaktionen und Dankesworte

Dr. Gerswid Altenhoff-Weber bedankte sich ausdrücklich bei Bernhard Bölker für dessen langjährige Tätigkeit: „Ich möchte mich bei Bernhard Bölker für seine langjährige Arbeit im Rat bedanken. Mit ihm und allen heute aufgestellten Kandidatinnen und Kandidaten hatten wir stets ein offenes und gutes Miteinander.“

Auch auf vergangene Diskussionen, etwa zum Thema Jugendhaus, blickte sie zurück: Man habe selbst bei starkem Gegenwind offen diskutiert und gemeinsam Lösungen gefunden.

Kritik aus dem Netz zurückgewiesen

Im Verlauf der Versammlung nahm Altenhoff-Weber auch Stellung zu anonymen Vorwürfen, die im Vorfeld über einen WhatsApp-Kanal verbreitet worden waren. Darin war unter anderem behauptet worden, die Kandidatenaufstellung sei nicht transparent erfolgt, und Mitglieder hätten im Vorfeld Anweisungen erhalten, wen sie zu wählen hätten.

Diese Vorwürfe wies sie entschieden zurück: „Jegliche anonymen Vorwürfe gegen einige unserer Mitglieder und auch gegen uns als Gemeindeverband sind aus der Luft gegriffen und völlig haltlos. Man kann keine Transparenz fordern und nicht mit Namen dahinterstehen.“

Bernhard Bölker
Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker nach der Wahl. Foto: Petra Bosse

Persönliche Einordnung der Betroffenen

Bernhard Bölker selbst äußerte sich gelassen zu seiner Nicht-Wahl: „„Nein, enttäuscht bin ich nicht. Ich habe über 30 Jahre Politik gemacht, und ich finde, auch keine schlechte“, sagte Bölker nach der Wahl – und setzte damit selbstbewusst einen demokratischen Schlusspunkt unter einen langen Abend.“ Auch zu den anonymen Vorwürfen bezog er Stellung: „Das ist alles völlig haltlos und entspricht überhaupt nicht der Wahrheit.“

Frank Weißkirchen unterstrich in einem kurzen Statement nach der Wahl die demokratische Bedeutung der Versammlung: „Es wird immer so auf unserer Demokratie rumgetrampelt – hier erlebten wir sie hautnah.“

Wahlen CDU Gemeindeverband Raesfeld
Bürgermeister Martin Tesing zwischen den Auszählungen mit „Rückblick und Ausblick auf die Entwicklungen in der Gemeinde Raesfeld“. Foto: Petra Bosse

Kommunalwahl 2025: UWG Raesfeld stellt sich auf

Engagiert, vielfältig, zukunftsorientiert: 14 Kandidatinnen und Kandidaten treten für die UWG in Raesfeld, Erle und Homer an

Raesfeld. Bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung hat die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Raesfeld, Erle und Homer einstimmig ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl im kommenden September nominiert. Insgesamt 14 engagierte Bürgerinnen und Bürger im Alter von 25 bis 71 Jahren stellen sich in den Wahlbezirken zur Wahl – bereit, Verantwortung für ihre Heimatgemeinde zu übernehmen.

Die Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick

In der Reihenfolge der Wahlbezirke treten folgende Personen an:

  • Pia Woeste, 25, Finanzbeamtin
  • Claudia Koller, 54, Pressereferentin im Krankenhaus
  • Markus Loker, 59, Medizinprodukteberater
  • Ulla Weiß, 65, Heilpraktikerin
  • Anna Woeste, 27, Bauingenieurin
  • Rupert Koller, 60, Architekt
  • Uli Baumeister, 37, Agrarbetriebswirt im Garten- und Landschaftsbau
  • Petra Nagel, 65, Finanzbuchhalterin
  • Johannes Ostermann, 35, Landwirt
  • Christoph Angrick, 31, Tischlermeister
  • Florian Adams, 35, HR-Projektmanager
  • Volker van Wasen, 51, Polizeibeamter
  • Maik Friedrich, 45, Metallbaumeister für Konstruktionstechnik
  • Wolfgang Warschewski, 71, Rentner

Für den Kreistag wurde Jürgen Welter, 62, Manager für IT-Projekte, als Kandidat benannt.

Breite Erfahrung trifft auf frische Perspektiven

„Ich freue mich riesig, dass wir gleichzeitig auf die Erfahrung langjähriger Mitglieder setzen können wie auch viele junge Gesichter in unseren Reihen haben“, sagte Vorstandsvorsitzender Rupert Koller. „So bringen wir unterschiedliche Perspektiven zusammen, kennen die Herausforderungen aller Altersgruppen – und können passgenaue Lösungen entwickeln und Raesfeld nach vorne bringen.“

Auch Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen betonte: „Als unabhängige Wählergemeinschaft sind wir frei von parteipolitischen Vorgaben. Unser Fokus liegt ganz auf den Anliegen der Menschen hier vor Ort. Wir möchten unsere Gemeinde zukunftssicher gestalten – lebenswert für alle Generationen.“

Digitales Ortsmarketing: Raesfelder Geschenkgutscheine bald online

Ortsmarketing Raesfeld startet digital durch: Geschenkgutscheine demnächst auch online erhältlich

Bei der Jahresversammlung des Ortsmarketings Raesfeld standen zwei Themen im Mittelpunkt: die positive Bilanz des vergangenen Jahres und der baldige Start eines digitalen Stadtgutscheinsystems.
Vorsitzende Maria Kowalsky präsentierte Zahlen, Projekte und Ziele. Ein neues digitales Gutscheinsystem soll den lokalen Handel stärken.
Zum Abschluss gab Bürgermeister Martin Tesing einen Ausblick auf kommunale Projekte in Raesfeld.

Jahreshauptversammlung Ortsmarketing Raesfeld 2025
Eine Ehrenrunde auf einem Dreirad für Erwachsene drehte Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld, bei Terhart in Raesfeld vor der Versammlung. Foto: Christian Lipfert

Mitgliederentwicklung und Finanzlage

Die Versammlung fand am Montagabend bei Fiat Terhart in Raesfeld statt. Ortsmarketing-Vorsitzende Maria Kowalsky begrüßte rund 50 Gäste und berichtete über die aktuelle Mitgliederstruktur: Der Verein zählt derzeit 188 Mitglieder – darunter 114 Gewerbetreibende, 42 Privatpersonen und 32 Vereine.
Finanziell sei das Ortsmarketing gut aufgestellt: Im vergangenen Jahr habe man einen Überschuss von rund 34.500 Euro erwirtschaftet.

Jahreshauptversammlung Ortsmarketing Raesfeld 2025
Foto: Lipfert

Digitaler Geschenkgutschein geht an den Start

Ein Schwerpunkt des Abends war die Vorstellung des digitalen Geschenkgutscheins. Die beliebten Einkaufsgutscheine sollen demnächst nicht mehr nur in Papierform, sondern auch digital verfügbar. Sie lassen sich online kaufen, auf dem Smartphone speichern oder per QR-Code einlösen. Wer möchte, kann sie weiterhin auch ausdrucken und verschenken. „Mit der neuen Lösung wollen wir den Menschen den Einkauf vor Ort noch attraktiver machen und gleichzeitig den Handel und die Gastronomie stärken“, erklärte Kowalsky.

Jahreshauptversammlung Ortsmarketing Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Vorteile für Kunden und Handel

Das neue Gutscheinsystem soll Einkäufe vor Ort erleichtern und gleichzeitig den Einzelhandel in Raesfeld stärken. Für die Kundinnen und Kunden bedeutet das: mehr Flexibilität und einfache Handhabung. Für die Händler reduziert sich der Verwaltungsaufwand, die Gutscheine sind fälschungssicher und besonders für digitalaffine Zielgruppen interessant.

Partner Appylio: Erfahrung aus über 25 Städten

Die Umsetzung soll in Zusammenarbeit mit der Firma Appylio erfolgen, die bereits über 25 Städte in Deutschland betreut – darunter auch Großstädte wie Braunschweig.
Olaf Clemen, Gründer von Appylio, stellte das System vor:
„Wir wollten ein Instrument schaffen, das Händler, Dienstleister und Städte unterstützt und gleichzeitig ein Türöffner zur Digitalisierung ist.“
Pro Stadt würden so jährlich zwischen 200.000 und 400.000 Euro Kaufkraft gebunden.
„Es ist ein Gewinn für alle Seiten – Händler, Kunden und die gesamte Stadt“, sagte Clemen. Schulungen und persönliche Unterstützung für beteiligte Betriebe seien vorgesehen.

Ausblick Gemeinde Raesfeld 2025 durch Bürgermeister Tesing
Foto: Petra Bosse

Ausblick von Bürgermeister Tesing

Zum Abschluss der Veranstaltung gab Bürgermeister Martin Tesing einen Überblick über laufende Projekte und kommende Höhepunkte im Gemeindegebiet Raesfeld-Erle. Das Jahr 2025 steht dabei im Zeichen großer Jubiläen und zukunftsorientierter Investitionen – von Festakten über bauliche Meilensteine bis hin zur Digitalisierung. „Wir haben viel vor – und wir wollen es gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten“, betonte Tesing.

50 Jahre Raesfeld-Erle: Rückblick und Bürgerfest

Am 9. Mai 2025 feiert Raesfeld das 50-jährige Jubiläum der Eingemeindung von Erle nach Raesfeld. „Damals war das für viele eine gefühlte Zwangsehe – heute sehen wir, was daraus gewachsen ist“, so Tesing. Der Tag beginnt mit einem offiziellen Festakt, zu dem der Regierungspräsident erwartet wird. Am Abend schließt sich ein Bürgerfest rund um das Rathaus an, Beginn ist gegen 18 oder 19 Uhr.

Feuerwehrjubiläum mit Ministerpräsident

Die Freiwillige Feuerwehr in Raesfeld blickt in diesem Jahr auf ihr 125-jähriges Bestehen zurück. Auch hier wird groß gefeiert: „Wir freuen uns sehr, dass der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst seine Teilnahme zugesagt hat“, sagte der Bürgermeister.

Baustellen und Baupläne: Fortschritte im Blick

Für den 28. Mai ist das Richtfest von HUB Erle geplant – um 17.30 Uhr soll es losgehen. Auch beim Rossmann-Neubau seien viele Bürger neugierig: „Die Baugenehmigung ist beantragt, aber noch nicht da. Realistisch wird es erst nach den Herbstferien losgehen“, erklärte Tesing.

Feuerwehrstandort Erle bleibt erhalten

Am 30. August lädt die grundsanierte Feuerwache in Erle zum Tag der offenen Tür. „Damit ist auch die Standortfrage geklärt“, stellte Tesing klar. Der ursprünglich diskutierte Zusammenschluss mit Raesfeld sei vom Tisch. „Erle bleibt eigenständig – und das mit gutem Grund.“

Dorfgemeinschaftshaus soll Begegnung fördern

Der Eröffnungstermin für das neue Dorfgemeinschaftshaus Martinus in Raesfeld sei für den 7. September 2025 angesetzt – eine finale Bestätigung stehe noch aus. „Das Haus ist für alle gedacht, nicht konfessionsgebunden“, betonte der Bürgermeister. Wer die Räume nutzen wolle, solle sich frühzeitig melden. Das Gebäude werde an den Kirchenhof angebunden und solle den Ortskern deutlich beleben.

Haus der Vereine: Raum für Engagement

Auch das Haus der Vereine in Raesfeld sei inzwischen mit Leben gefüllt. Das Deutsche Rote Kreuz, die Kaninchenzüchter und weitere Gruppen hätten dort neue Räume bezogen. „Wir investieren nicht nur in Gebäude, sondern in Strukturen und Begegnung“, so Tesing. Besonders der Außenbereich solle für die Jugend attraktiv gestaltet werden. Weiterer Bericht folgt.

Anstehende Termine 2025 in Raesfeld

  • 15. Juni: Schlösser- und Burgentag
  • 4. Juli – 22. August: Raesfeld in Sommerlaune
  • 20. Juli: Raesfelder Gartenblicke
  • 3. August: 19. Raesfelder Büchermarkt
  • 8.–10. August und 14.–17. August: Musiklandschaft Westfalen
  • 28. September: Bauernmarkt auf dem Hof Stegerhoff
  • 8. und 9. November: Historischer Kappesmarkt
  • 4. Dezember: Nikolaus-Stiefelaktion
  • 4.–7. Dezember: Raesfelder Adventsmarkt

Hinweis: Der Bauernmarkt auf dem Hof Süthold am Pfingstwochenende fällt in diesem Jahr aus!

Femeichenpark Erle: Neugestaltung geglückt? Wir haben nachgefragt

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Neuer Glanz für einen alten Schatz – der Femeichenpark ist eröffnet

Am Sonntag war es so weit: Der neugestaltete Femeichenpark wurde feierlich der Öffentlichkeit übergeben – und das bei bestem Frühlingswetter. Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert von der frischen Gestaltung rund um die beeindruckende, rund 1200 Jahre alte Eiche – ein echtes Naturdenkmal mit Geschichte.

Femeichenpark erstrahlt im neuen Glanz-Einweihung Erle 2025

Was der neue Park den Menschen bedeutet, haben wir direkt vor Ort gefragt – und dabei ganz unterschiedliche Stimmen eingefangen:
Mit dabei waren Ehrenbürgermeister Udo Rößing, der aktuelle Bürgermeister Martin Tesing, sein Vorgänger Andreas Grotendorst, der Vorsitzende des Heimatvereins Erle Carlo Behler sowie Pastor Dr. Fabian Tilling von der Kirchengemeinde St. Martin.

Alle Beiträge gibt’s im Video – einfach reinschauen!

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