Im Kreis Borken lebten Ende 2024 rund 47.950 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit – so viele wie nie zuvor.
Das geht aus dem aktuellen Bericht „Kreis Borken in der Statistik“ hervor, den Statistiker Markus Wydera von der Stabsstelle der Kreisverwaltung vorgelegt hat. Grundlage seien die Daten des Ausländerzentralregisters.
Leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr
Verglichen mit dem Jahr 2023 sei die Zahl um 1,2 Prozent beziehungsweise 590 Personen gestiegen. Damit liege der Kreis nur knapp unter dem Landesdurchschnitt, der ein Plus von 1,3 Prozent aufweise. Von den 47.950 ausländischen Staatsangehörigen seien 26.070 Männer und 21.880 Frauen registriert worden.
Herkunftsländer: Niederlande, Ukraine, Polen und Syrien vorn
Den größten Anteil stellten laut Bericht Menschen mit niederländischer Staatsangehörigkeit (16,5 Prozent bzw. 7.890 Personen), gefolgt von Personen aus der Ukraine (10,9 Prozent bzw. 5.240), Polen (10,7 Prozent bzw. 5.145) und Syrien (9,8 Prozent bzw. 4.695). Besonders deutlich sei der Anstieg bei Personen aus der Ukraine (+760 gegenüber 2023). Die Zahlen seien im NRW-Vergleich teils deutlich höher, etwa bei den niederländischen Staatsangehörigen (NRW-Anteil: 2,1 Prozent).
Fast jede:r Zweite mit EU-Pass
Insgesamt verfügten 23.185 Personen im Kreis Borken über eine Staatsangehörigkeit aus einem EU-Mitgliedsstaat. Das entspreche einem Anteil von 48,4 Prozent aller ausländischen Staatsangehörigen im Kreis – deutlich über dem NRW-Schnitt von 33,1 Prozent.
Außereuropäische Herkunft: Afghanistan, Irak und Syrien
Unter den außereuropäischen Herkunftsländern dominierten – neben Syrien – Afghanistan (3,1 Prozent bzw. 1.510 Personen) und der Irak (2,1 Prozent bzw. 1.015 Personen). Während bei Afghan:innen ein leichter Zuwachs registriert worden sei, sei die Zahl der irakischen Staatsangehörigen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Hinweis: Die Angaben seien aus Gründen des Datenschutzes auf ein Vielfaches von fünf gerundet worden.



























