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Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 8

Diesmal geht es bei den Fragen um: Sicherung von Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung. Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

Weiter geht es im 8. Teil mit der Frage: Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung sichern oder verbessern?


Dirk Kuhmann

Ich finde es wichtig, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. Die Taktung der Busverbindungen muss mit dem Ziel überprüft werden, eine bedarfsgerechte Anbindung der Ortsteile Raesfeld, Erle und Homer an die Orte Borken, Dorsten/Rhade und Wesel zu erreichen – auch um darüber hinaus eine bessere Anbindung an die Städte im Ruhrgebiet oder die Stadt Münster zu erzielen. Gerade für die Menschen, die auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, ist das eine enorme Verbesserung. Hierzu möchte ich Gespräche mit den Verantwortlichen führen.

Ich kann mir darüber hinaus die Einrichtung eines Bürgerbusses sehr gut vorstellen. Unter Hinzuziehung der Ehrenamtskoordinatorin soll ein ehrenamtlich betriebener Bürgerbus die Mobilität der Bürger verbessern. Dies klappt nach meinem Wissen in den Nachbarorten Borken und Rhede hervorragend.

Die Sicherstellung und Verbesserung der Nahversorgung soll unter anderem unter Einbeziehung des Ortsmarketings Raesfeld und des Wirtschaftsförderers gelingen.

Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung könnten Anreize wie finanzielle Unterstützungen oder Studienkredite gewährt werden, um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte in die ländliche Region zu ziehen. Es ist wichtig, dass die Bedarfe ermittelt werden, um zielgerichtet Akquise zu betreiben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Vergabe der kassenärztlichen Sitze in Deutschland durch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erfolgt. Ein enger Austausch mit den KVen und dem Kreis Borken ist daher besonders wichtig. Ebenso gilt es zu berücksichtigen, dass die Verkehrsanbindung zu den medizinischen Einrichtungen verbessert werden muss, damit Patienten leichter Zugang haben. Insgesamt halte ich eine konzeptionelle Herangehensweise an dieser Stelle für sehr erstrebenswert.


Johannes Ostermann

Eine funktionierende Nahversorgung, nachhaltige Mobilität und zuverlässige medizinische Betreuung sind essenziell für die Lebensqualität und Attraktivität Raesfelds. Ich setze auf die Stärkung lokaler Geschäfte und Dienstleistungen sowie auf innovative, umweltfreundliche Energieversorgung – etwa durch den Ausbau eines Nahwärmenetzes mit Biogas oder Hackschnitzeln.

Im Bereich Mobilität möchte ich den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, das Radwegenetz verbessern, aber auch neue Mobilitätsangebote wie Bürgerbus, Rufbus und Carsharing voranbringen, damit alle flexibel unterwegs sein können – auch ohne eigenes Auto.

Um die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu sichern und zu verbessern, schlage ich einen Runden Tisch „Medizinische Versorgung“ in Raesfeld vor – mit Vertretern der ansässigen Haus- und Fachärzte, der Gemeinde, Gesundheitsmanagern, Apotheken, Pflegeanbietern sowie – wenn möglich – der Kassenärztlichen Vereinigung. Hier kann man versuchen, gemeinsam Praxisnachbesetzungen und den ärztlichen Nachwuchs zu unterstützen.


Andreas Erzkamp

Medizinische Versorgung: Ein kommunales Ärztehaus kann helfen, neue Mediziner nach Raesfeld zu holen.

Mobilität: Öffentlicher Nahverkehr und sichere Radwege sind für mich zentrale Bausteine.

Nahversorgung: Ich setze auf eine Mischung aus kleinen Geschäften und mobilen Angeboten für die Ortsteile.


Jonathan Schmidt

Bei der ärztlichen Versorgung braucht sich Raesfeld aktuell nicht zu verstecken. Ich werde dennoch aktiv Gespräche führen, um z. B. einen möglichen Kinderarztstandort zu prüfen und zu realisieren. Versprechen kann ich dies jedoch leider nicht. Da spielen zu viele Faktoren eine Rolle, auf die ein Bürgermeister keinen Einfluss hat.

Die Nahversorgung wird durch den neuen Drogeriemarkt verbessert. Der Schließung von hiesigen Einzelhändlern muss natürlich entgegengewirkt werden. Dies ist jedoch nicht nur durch eine Verwaltung alleine möglich. Hier muss man daran erinnern, dass auch hier im Ort das Geld ausgegeben wird.

Parkraum muss mit Bedacht geplant werden, nicht durch blinde Flächenversiegelung. Kurzzeitparkplätze, bessere Radwege und Kooperationen mit Unternehmen gehören dazu.


Morgen geht es weiter mit der 9. Frage: Wie wollen Sie Klimaschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit fördern?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Nadine Heselhaus: Mehr KfW-Förderungen für Infrastruktur und Unternehmen

SPD-Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus: „Investitionen in Zukunft und kommunale Infrastruktur voranbringen“

Die schwarz-rote Koalition setzt beim Ausbau und der Wiederherstellung von Infrastruktur klare Schwerpunkte. Das Sondervermögen Infrastruktur umfasst 500 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zwölf Jahren und schafft zusätzliche Mittel für dringend benötigte Projekte. Ab 2026 stellt die Bundesregierung mittelständischen Unternehmen zinsgünstige Finanzierungen und Beteiligungskapital in Höhe von rund zwölf Milliarden Euro bereit. Der Fokus liegt auf Existenzgründungen und Wachstumsfinanzierungen.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat für das erste Halbjahr 2025 Förder- und Kreditzusagen von über 140 Millionen Euro im Kreis Borken gemeldet. Davon entfielen 52 Millionen Euro auf Unternehmen. Mehr als die Hälfte dieser Summe floss in Gründungen und Unternehmensinvestitionen, wie Bundestagsabgeordnete Nadine Heselhaus betonte.

Die Zusagen an die Kommunen übertrafen im ersten Halbjahr bereits den Gesamtwert des Jahres 2024. Der größte Anteil geht in den Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Hintergrund
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt als Förderbank den Mittelstand und Existenzgründer. Sie vergibt Investitionskredite an kleine und mittlere Unternehmen, finanziert Infrastrukturvorhaben, Wohnungsbau und Energiespartechniken sowie kommunale Infrastruktur.

Neue Kinderklinik in Marl eröffnet – Entlastung für Dorsten und die Region

Seit dem 1. August 2025 hat Marl eine eigene Kinderklinik. Auch für Dorstener Familien bedeutet das eine deutlich bessere kindermedizinische Versorgung in der Nähe.

Nach einer rund sechsmonatigen Vorbereitungsphase nahm die neue Fachabteilung der Knappschaft Kliniken Paracelsus Marl offiziell den Betrieb auf. Am Montag wurde die Einrichtung mit einem Festakt eröffnet. Unter den Gästen waren Marls Bürgermeister Werner Arndt und Andreas Schlüter, Erster Hauptgeschäftsführer der Knappschaft Kliniken GmbH.

„Während andere Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen die Kindermedizin aufgeben, sehen wir es als unsere Pflicht, diesen Bereich zu stärken. Wir wollen nicht nur Kindern aus der Region helfen, sondern künftig auch Kindern aus dem Ausland, die keinen Zugang zu hochwertiger Medizin haben“, erklärte Schlüter.

Ein Leuchtturmprojekt für die Region

Bürgermeister Arndt betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung für den gesamten Kreis Recklinghausen. Familien müssten nun nicht mehr nach Datteln, Gelsenkirchen oder Coesfeld fahren, um ihre Kinder behandeln zu lassen. Ab sofort können sie vor Ort sowohl ambulante als auch stationäre Versorgung erhalten.

Das medizinische Spektrum reicht von der Akut- und Grundversorgung bis hin zu geplanten Eingriffen. Behandelt werden Kinder und Jugendliche vom Säuglingsalter bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. In der neuen Kinder-Notaufnahme werden unter anderem Atemwegs- und Bauchinfektionen, Fieberkrämpfe oder Verletzungen versorgt.

Kindgerechte Räume und moderne Ausstattung

Die Station ist familienfreundlich gestaltet. Eltern können ihre Kinder während des gesamten Aufenthalts begleiten und auch in der Klinik übernachten. Die zehn Patientenzimmer sind farbenfroh mit Tiermotiven dekoriert. Jedes Zimmer steht unter einem eigenen Motto wie Dschungel, Arktis oder Dinosaurier. Außerdem gibt es einen neu gestalteten Spielplatz und eine sichere Umzäunung am Kliniksee.

Seit Jahresbeginn wurden 15 Kilometer Datenkabel verlegt, 34 Kinderbetten angeschafft, Überwachungsmonitore installiert und Untersuchungsräume modernisiert. Schon vor der offiziellen Eröffnung zeigte sich der Bedarf. Am ersten Wochenende wurden 24 Kinder in der Notaufnahme behandelt, inzwischen sind es über 200 Fälle, darunter 15 stationäre Aufnahmen.

Blick in die Zukunft

Ab Oktober übernimmt Dr. med. Andreas Wemhöner die Leitung als Chefarzt. Geplant sind Angebote in den Bereichen Kinderkardiologie, Diabetologie, Sportmedizin und Neonatologie. Auch eine Erweiterung der Bettenkapazitäten sowie ein Neubau sind vorgesehen.

Für Dorstener Familien bedeutet die Eröffnung kürzere Wege, schnelle Hilfe im Notfall und eine wohnortnahe medizinische Betreuung.

Raesfeld – E-Scooterfahrerin schwer verletzt

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Eine 36-jährige Raesfelderin hat sich am Dienstagabend (12. August) bei einem Alleinunfall mit einem E-Scooter schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei fuhr die Frau gegen 21.50 Uhr auf der Straße An der Windmühle. Beim Abbiegen auf das Friedhofsgelände blieb sie am halb geöffneten Eisentor hängen und stürzte.

Ein Rettungswagen brachte die Verletzte zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 7

Weiterentwicklung der Ortsteile Erle und Homer. Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

7. Welche konkreten Pläne haben Sie für die Weiterentwicklung der Ortsteile Erle und Homer?

Dirk Kuhmann

Die bauliche Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes in Raesfeld, das Schloss Raesfeld einschließlich des Umfelds und die notwendige Erweiterung der Kläranlage werden in der nächsten Zeit finanziell bedeutende Projekte sein und folglich auch innerhalb der Verwaltung große Teile der fachlich notwendigen personellen Kapazitäten binden. Insofern stellt sich die Frage, was eine Verwaltung in unserer Größenordnung gleichzeitig noch zu leisten in der Lage ist. An dieser Stelle muss man sich zunächst einen Überblick über die vorhandenen Ressourcen verschaffen.

Grundsätzlich soll die Weiterentwicklung der Ortsteile auf verschiedene Weise erfolgen, um die Lebensqualität zu steigern und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen. Ich halte die Einbeziehung der Anwohner für wichtig, um die Bedarfe und Wünsche zu erfassen, die es umzusetzen gilt, und nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbei zu planen.

Des Weiteren sollen, wie bereits zuvor erwähnt, in Zukunft attraktive Wohngebiete in Raesfeld und Erle entstehen. Ferner gilt es, die Infrastruktur – wie z. B. Schulen sowie Fahrrad- und Gehwege – zu unterhalten und gezielt zu verbessern. Hierunter fällt für mich auch die Instandhaltung der Wirtschaftswege.

Wir müssen uns außerdem um die Sicherstellung der Bedarfe des täglichen Lebens in Erle kümmern. Die Menschen brauchen vor Ort Möglichkeiten, Waren des täglichen Bedarfs erwerben zu können. An dieser Stelle kann ich mir die Einbindung des Wirtschaftsförderers gut vorstellen.

Darüber hinaus möchte ich einen Radweg von Raesfeld nach Homer entlang der Homerstraße planen und umsetzen. Die Löschwasserversorgung in den Außenbereichen sollte verbessert werden, indem Löschwasserzisternen geplant und angelegt werden. Die Gemeinde Raesfeld touristisch weiterzuentwickeln, ist mir ebenfalls ein Anliegen.


Johannes Ostermann

Ich habe konkrete Pläne für die Weiterentwicklung unserer Ortsteile wie Erle und Homer, die sich am beschlossenen Dorfentwicklungskonzept „Raesfeld 2030“ orientieren. Für mich und die UWG gilt: Alle Ortsteile sollen sich gleichwertig weiterentwickeln. Ein Ziel ist es, die ländliche Infrastruktur zu stärken, also den Nahverkehr zu verbessern, Rad- und Fußwege auszubauen und Treffpunkte zu schaffen, die das Dorfleben stärken.

Dazu wurden in Erle bereits wichtige Projekte erfolgreich umgesetzt, wie die Umgestaltung des Femeichen-Geländes. Das Hub-Projekt in Erle, das sich aktuell im Bau befindet, wird neue Impulse für den Ortsteil bringen.

Für Homer steht eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz im Vordergrund, um die Mobilität für die Bewohnerinnen und Bewohner umweltfreundlicher und komfortabler zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung des örtlichen Einzelhandels und von Gemeinschaftsprojekten: Wir unterstützen starke Vereine, kleine Läden und Initiativen, die das Miteinander vor Ort fördern.

Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Weiterentwicklung einbezogen werden. Das Dorfentwicklungskonzept bleibt ein „lebendiges Konzept“ und wird laufend gemeinsam mit den Menschen vor Ort angepasst und weiterentwickelt.


Andreas Erzkamp

Erle und Homer sollen nicht nur „mitlaufen“. Ich möchte Treffpunkte schaffen, Nahversorgung sichern und die Anbindung verbessern, damit die Menschen dort genauso gern leben wie im Hauptort.


Jonathan Schmidt

Das Jugendhaus in Erle muss schnellstmöglich zurückgeführt und gemeinsam mit Jugendlichen neu gedacht werden. In den Ortsteilen will ich Treffpunkte fördern (Dorfplatz), die Infrastruktur sichern und durch Bürgerbeiräte vor Ort direktes Feedback einholen sowie das Mitmachen fördern.

In den nächsten Jahren wird das Dorfentwicklungskonzept noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Dadurch wird sich das Ortsbild von Raesfeld und Erle ebenfalls erheblich verändern.

Für Homer werde ich über den Tellerrand von Raesfeld schauen und Ideen einholen, wie man dort das Wohnen weiter erhalten kann. Ein erster Schritt wäre ein vernünftiger Radweg. Das ist jedoch nur der Anfang.


Weiter geht es im 8. Teil mit der Frage: Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung sichern oder verbessern?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Video: So schön war der Opernabend Schloss Raesfeld mit Weltstar Rolando Villazón

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Kurzer Zusammenschnitt vom Opernabend Schloss Raesfeld mit Weltstar Rolando Villazón.

Die Musiklandschaft-Westfalen lockte mit einem besonderen Highlight am Samstag und Sonntag: Vor der historischen Kulisse des Wasserschlosses Raesfeld begeisterte Rolando Villazón gemeinsam mit der Festivalphilharmonie Westfalen und dem Festivalchor unter Leitung von Michael Zlabinger.

Zwei Tage mit beim Opernabend mit Weltstar Rolando Villazón in Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse

Das Programm reichte von Verdi, Bizet, Puccini und Rossini über Lehár und Johann Strauß Sohn bis zu italienischen Canzoni. Ein spontaner Höhepunkt: Villazóns überraschende Duettpremiere aus dem Publikum mit „Libiamo ne’ lieti calici“ aus La Traviata.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Kommunalwahl Raesfeld: Briefwahl startet am 18. August

Kommunalwahl Raesfeld: Wahlbenachrichtigungen verschickt – Briefwahl startet am 18. August

Die rund 9.430 Wahlbenachrichtigungen für die Kommunalwahl am 14. September 2025 sind auf dem Weg zu den Wahlberechtigten in Raesfeld, Erle und Homer. Spätestens bis zum 24. August sollen alle ihre Benachrichtigung erhalten haben.

Briefwahl beantragen

Wer am Wahltag nicht persönlich ins Wahllokal gehen kann oder möchte, kann Briefwahl beantragen. Besonders einfach geht das per QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung: Mit der Smartphone-Kamera scannen, Geburtsdatum eingeben und absenden – schon ist der Antrag im digitalen Wahlscheinportal gestellt. Auch ein Online-Antrag über die Website der Gemeinde Raesfeld ist möglich.

Das Wahlbüro betont, dass digitale Anträge nicht nur für die Wählerinnen und Wähler bequem sind, sondern auch intern eine Zeitersparnis bringen, da sie mit einem Klick bearbeitet werden können.

Natürlich ist auch der schriftliche Weg weiterhin möglich. Dafür einfach die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausfüllen und an das Rathaus senden oder dort abgeben.

Briefwahlbüro öffnet am 18. August

Das Briefwahlbüro im Trauzimmer des Rathauses nimmt ab dem 18. August 2025 Anträge entgegen. Dort können Stimmen auch direkt vorab abgegeben werden.

Öffnungszeiten ab 18. August 2025:

  • Montag, Mittwoch, Freitag: 8.00–12.30 Uhr
  • Dienstag: 14.00–17.00 Uhr
  • Donnerstag: 14.00–18.00 Uhr
  • Samstag, 6. September 2025: 9.30–12.00 Uhr
  • Freitag, 12. September 2025: 8.00–15.00 Uhr (durchgehend)

Telefonische Briefwahlanträge sind nicht möglich. Der rote Wahlbrief muss spätestens am Wahlsonntag, 14. September 2025, bis 16.00 Uhr bei der Gemeinde eingegangen sein.

Direkte Stimmabgabe am Wahltag

Wer keine Briefwahl nutzt, kann am 14. September 2025 zwischen 8.00 und 18.00 Uhr in seinem Wahllokal wählen – ganz ohne Antrag und Wartezeit.

Ansprechpartner Wahlbüro:

  • Jörg Heselhaus (Tel 02865 955 111),
  • Claudia Wiemer (Tel. 02865 955 114) oder
  • Julia Venhoff (02865 955 113)

Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 6

Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

6. Teil mit der Frage: Wie bewerten Sie den aktuellen Umgang mit Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung in der Gemeinde?

Dirk Kuhmann

Wir sind eher eine ländlich strukturierte Kommune mit viel Natur und einem Naherholungsraum. Die Landwirtschaft spielt neben der Natur und dem Tourismus eine starke Rolle. Insofern bedürfen die Landwirtschaft und die Natur auch einer besonderen Berücksichtigung. Damit will ich sagen, dass wir, um die Existenz der landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern und unseren ländlichen Charme sowie den Raum für die Natur zu bewahren, sparsam mit dem Flächenverbrauch umgehen müssen.

Gleichzeitig gilt es, auch den nachfolgenden Generationen weiterhin Wohnbauflächen/Wohnraum sowie der Wirtschaft Gewerbeflächen anbieten zu können. Dies ist eine große Herausforderung. Gerade die Wohnraumentwicklung sollte hierbei überdacht werden. Der Trend zu immer mehr Wohnfläche pro Person bei gleichzeitigem Mangel an bezahlbarem Wohnraum kann nicht unbegrenzt fortgeführt werden. Folglich sollen moderne Wohnformen (wie z. B. Mikrohause­dlungen, Mehrgenerationenwohnhäuser etc.), zugeschnitten auf unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensstile, als Alternativen zum traditionellen Einfamilienhaus Einzug in Raesfeld halten.

Es soll ein Angebot an kreativen Ansätzen und Technologien im Bau von Wohngebäuden, die über die traditionellen Methoden hinausgehen, geschaffen werden. Hiermit beziehe ich mich sowohl auf die Architektur als auch auf die verwendeten Materialien, die Bauweise und die Art der Nutzung. Ziel ist es, Wohnraum zu schaffen, der effizienter, nachhaltiger, bezahlbarer und den sich wandelnden Bedürfnissen der Gesellschaft besser angepasst ist. Gerne würde ich die Bürger mit einbeziehen, um zu erfahren, welche Wohnformen für Raesfeld angeboten werden sollten.

Ferner gilt es, das Augenmerk auf die Nachverdichtung/Innenverdichtung zu richten, um Potenzialflächen zu nutzen.


Johannes Ostermann

Ich finde, beim Thema Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung braucht es in Raesfeld einen sehr verantwortungsvollen Umgang. Für mich steht fest: Menschen benötigen bezahlbaren Wohnraum – das sehen wir gerade bei Familien und Senior:innen. Doch auch Nachhaltigkeit und der Schutz unserer Naturflächen sind wichtig. Der Flächenverbrauch ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit – auch für Raesfeld. Deshalb habe ich beide Anliegen im Blick: Statt immer neue Baugebiete auszuweisen und Boden zu versiegeln, setze ich auf maßvolle Entwicklung mit konsequenter Innenverdichtung, um neuen Wohnraum vor allem innerhalb bestehender Ortsgrenzen zu schaffen und unnötigen Verbrauch von Grün- und Ackerflächen zu vermeiden.


Andreas Erzkamp

Ich weiß, wie wichtig es ist, mit Ressourcen umsichtig umzugehen. Ich finde, wir müssen kreativer werden, bevor wir neue Flächen verbrauchen – etwa durch Nachverdichtung und neue Wohnformen für junge Familien und Senioren.


Jonathan Schmidt

Wir brauchen neuen Wohnraum, aber mit Sinn und Verstand. Nicht jede Fläche muss bebaut werden. Der aktuelle Stand ist gut, für die Zukunft sollten wir Möglichkeiten westlich der Stockbreede und im Rahmen des aktuellen Regionalplans prüfen. Auch Mehrfamilienhäuser und sozialer Wohnungsbau müssen stärker in den Fokus gerückt werden. Die Planungen müssen jedoch im Dialog mit den Bürgern und der Politik durchgeführt werden.


Morgen geht es weiter mit der Frage 7: Welche konkreten Pläne haben Sie für die Weiterentwicklung der Ortsteile, zum Beispiel Erle und Homer?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Video: „Va, pensiero“ von Verdi bei der Musiklandschaft Westfalen 2025

Gänsehautfeeling: Der Festivalchor der Musiklandschaft Westfalen begeisterte 2025 am Schloss Raesfeld mit einer eindrucksvollen Darbietung von Verdis „Va, pensiero“.

Unter der Leitung des Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger entstand ein Moment, der das Publikum spürbar bewegte.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Kissen, Klarinetten und Kinderlachen – Mozart für die ganze Familie

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Ein zauberhaftes Konzert im Grünen: Am Sonntagvormittag verwandelte sich die kleine Waldbühne am Naturspielplatz im Tiergarten in eine musikalische Märchenwelt.

„Mozarts Zauberklarinetten“ – ein Programm der Musiklandschaft Westfalen in Kooperation mit Westenergie – entführten Kinder, Eltern und Großeltern in die Klangwelt des jungen Wolfgang Amadeus Mozart.

Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumja

Musik zum Mitmachen und Staunen

Das Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumjan präsentierte Mozarts Leben spielerisch, interaktiv und kindgerecht. Mit im Gepäck waren Klarinette, Bassetthorn und Bassklarinette sowie viele spannende Geschichten. Bevor die Musik erklang, erzählte Sayaka Schmuck, wie Mozart als kleiner Junge Geigenunterricht bekam, schon mit fünf Jahren gemeinsam mit seiner Schwester auftrat und mit sechs sein erstes Klavierkonzert komponierte.

Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumja spielt Mozart für Kinder in Raesfeld
Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumjan.  Foto: Petra Bosse

Klangvielfalt hautnah erleben

Die Kinder erfuhren nicht nur, wie sich die verschiedenen Klarinetten anhören, sondern durften den tiefsten und höchsten Tönen direkt lauschen. Das Trio ließ mit den Instrumenten sogar Naturgeräusche entstehen, vom sanften Feldrauschen bis zum grollenden Donner. Die Mischung aus Musikbeispielen und Mitmach Elementen hielt alle bei Laune, ob auf gemütlichen Kissen, auf dem Schoß von Mama oder Papa oder dicht neben Oma.

Mozart-Klarinettenkonzert im Tiergarten von Schloss Raesfeld für Kinder

Neugier geweckt

Nach einer kurzweiligen Stunde ging es in die Fragerunde. Ab wann kann man eigentlich Klarinette lernen? „Mit sieben oder acht Jahren“, erklärte Adam Ambarzumjan, „dann reichen die Finger auch bis zu allen Tasten.“ Eine kleine vierjährige Besucherin zog daraus sofort ihre Konsequenz: „Oma, ich nehme ab heute Flötenunterricht.“ Vielleicht ein klein wenig früh, aber der musikalische Funke war gezündet.

Klarinettentrio Schmuck mit Sayaka Schmuck sowie Viviana Rieke und Adam Ambarzumja

Ein Tag für die ganze Familie

Während die Erwachsenen den Vormittag ausklingen ließen, tobten sich die Kinder im Anschluss auf dem Parkplatz aus. Westenergie hatte auch hier für Unterhaltung gesorgt mit Malstand, Bewegungsspielen und Kinderschminken. Das Wetter spielte ebenfalls mit und so wurde aus dem Konzert ein rundum gelungener Familientag.

Mozart-Kinderkonzert im Tiergarten von Schloss Raesfeld

Erle feiert: Sommerlaune-Party mit Live-Musik und Tanz

Raesfeld in Sommerlaune: Vorletzter Abend mit Oldies, Schlager, Rock und Pop in Erle

Nach dem letzten Konzert am Freitag im Adelheids Spargelhaus mit jazzigen Klängen geht „Raesfeld in Sommerlaune“ nun in die vorletzte Runde.

Jazz im Adelheidspargelhaus in Erle
Foto: Petra Bosse

Am kommenden Freitag, 15. August 2025, lädt der Gasthof Brömmel-Wilms in Erle von 17 bis 22 Uhr zu einem stimmungsvollen Sommerabend ein.

Musik und Tanz in Erle

Für beste Unterhaltung sorgt die Partyband „Rendevous“ mit einem Mix aus Oldies, Schlager, Rock und Pop. Eine Tanzfläche und Stehtische bieten die perfekte Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen und gemeinsam zu feiern.

Kulinarisches Angebot

Die Gäste können sich auf Grillspezialitäten und kleine Snacks freuen. Dazu gibt es erfrischende Getränke vom Bier- und Getränkewagen sowie köstliche Cocktails.

Sommerabende in Raesfeld

Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ wird von den örtlichen Gastronomen in Zusammenarbeit mit dem Ortsmarketing Raesfeld e.V. organisiert. An acht aufeinanderfolgenden Freitagen, vom 4. Juli bis 22. August 2025, genießen Besucher ein sommerliches Programm aus Musik und Kulinarik. Der Eintritt ist frei.

Ausblick

Zum Abschluss am 22. August 2025 treten am Rathausplatz Heiko Nickelmann & „The Blacknails“ auf. Mit dabei sind dann die Gastronomen Anton und das Rathauscafé, die für das leibliche Wohl sorgen.

Jazz-im-Adelheids-Spargelhaus

Rolando Villazón begeistert 2000 Gäste beim Sommerfestival Raesfeld

„Das muss man einfach erlebt haben“ – Weltstar Rolando Villazón begeistert vor Schloss Raesfeld

„So etwas kann man kaum in Worte fassen“, sagte Bürgermeister Martin Tesing am Sonntagabend, als die letzten Töne verklungen waren. „Rolando Villazón bringt eine Musikalität und Stimmgewalt mit, die einmalig ist.“

Bürgermeister Martin Tesing bei Musiklandschaft Westfalen
Die Borkener Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing genoss den Konzertabend gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Raesfeld, Martin Tesing. Foto: Petra Bosse

Schon am Nachmittag sicherte sich eine Besucherin einen Platz in den ersten Reihen. „Ich freue mich so auf das Konzert. Kenne Rolando Villazón nur aus dem Fernsehen und jetzt darf ich ihn hier endlich einmal live erleben“, sagte sie strahlend.

Bereits vor Konzertbeginn richtete Festivalintendant Dirk Klapsing persönliche Worte an den Bürgermeister: „Nach fünf Jahren bist du heute zum letzten Mal als Bürgermeister bei unserem Festival. Lieber Martin, ich möchte mich bei dir und der Gemeinde Raesfeld für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Du bist ein Freund des Festivals, immer erreichbar – selbst am Abend, wenn es ein Problem gab. Du hast dich stets gekümmert. Auch wenn du künftig kein Bürgermeister mehr bist, bist du bei der Musiklandschaft Westfalen in Raesfeld immer als Ehrengast willkommen. Die Gemeinde Raesfeld ist Möglichmacher zu Klängen. Vielen Dank.“

Intentant Dirk Klapsing und Martin Tesing bei der Musiklandschaft Westfalen Schloss Raesfeld
Intendant Dirk Klapsing und Bürgermeister Martin Tesing. Foto: Petra Bosse

Zwei Abende lang verwandelte sich der Innenhof des Wasserschlosses Raesfeld in eine große Opernbühne. Mehr als 2000 Besucher erlebten beim Sommerfestival Musiklandschaft Westfalen den mexikanischen Startenor in Bestform.

Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Opernzauber vor Schlosskulisse

Vor der historischen Kulisse des Wasserschlosses Raesfeld entfaltete sich ein musikalisches Erlebnis, das vielen Besuchern lange in Erinnerung bleiben dürfte. Rolando Villazón trat gemeinsam mit der Festivalphilharmonie Westfalen auf, deren Musikerinnen und Musiker überwiegend aus Russland und der Ukraine stammen. Unterstützt wurde er vom Festivalchor unter Leitung des Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger. Das Repertoire reichte von berühmten Opernarien von Verdi, Bizet, Puccini und Rossini über Werke von Lehár und Johann Strauß Sohn bis hin zu gefühlvollen italienischen Canzoni.

Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld
Wiener Chefdirigenten Michael Zlabinger. Foto: Petra Bosse

Gänsehautmomente mit Stimmgewalt

Als drittes Stück des Abends erklang der berühmte Gefangenenchor „Va, pensiero“ aus Verdis „Nabucco“. Der rund 70-köpfige Festivalchor entfaltete dabei eine beeindruckende Stimmgewalt, die den Innenhof des Schlosses füllte. Ein erster Gänsehautmoment des Konzerts.

Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld
Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Ein weiterer Höhepunkt folgten mit „Dein ist mein ganzes Herz“ aus der Operette „Das Land des Lächelns“. Mit seiner warmen, kraftvollen Stimme und viel Ausdruck verlieh Villazón dem bekannten Lied eine berührende Intensität, die das Publikum in den Bann zog.

Spontane Duettpremiere aus den eigenen Reihen

Ein spontaner Höhepunkt des Abends war die Interpretation des „Libiamo ne‘ lieti calici“ aus Verdis „La Traviata“. Villazón kündigte das Duett an und wandte sich dann direkt ins Publikum: „Annika, Annika!“ Gemeint war die Sopranistin Annika Stegger aus Borken, Mitglied des Festivalchors, die kurzfristig für eine erkrankte Kollegin eingesprungen war. Die ausgebildete Sängerin, die in Köln klassischen Gesang studierte, harmonierte mit Villazón so mühelos, als hätten sie schon oft gemeinsam auf der Bühne gestanden. Ihre Darbietung verband Leichtigkeit und Lebensfreude mit spürbarer emotionaler Tiefe.

Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld
Sopranistin Annika Stegger aus Borken und Rolando Villazón im Duett. Foto: Petra Bosse

Das Publikum dankte den Künstlern mit herzlichem Applaus und war spürbar beeindruckt von der Spielfreude und dem harmonischen Zusammenspiel auf der Bühne.

Standing Ovations zum Abschluss

Beide Konzertabende endeten in langem Applaus, das Publikum erhob sich von den Plätzen. Villazón verabschiedete sich mit einem Versprechen: „Nächstes Jahr bin ich wieder hier.“

Rolando Villazón begeistert beim Konzert vor Schloss Raesfeld (45)
Foto: Petra Bosse

Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 5

Wären Sie bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja, in welchem Bereich und mit welcher Begründung?

Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

Haushaltsführung & Finanzen

5. Wären Sie bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja, in welchem Bereich und mit welcher Begründung?

Dirk Kuhmann

Die Entscheidung muss im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden. Sofern beispielsweise erneut ein Landes-Kreditprogramm wie „Gute Schulen 2020“ NRW von der NRW.BANK angeboten würde, um Investitionen sowie Sanierungs- und Modernisierungsaufwendungen auf kommunalen Schulgeländen und in die digitale Infrastruktur und Ausstattung von Schulen zu tätigen, gilt es nach meinem Dafürhalten, über die Aufnahme eines Darlehens nachzudenken.

Seinerzeit betrug der Finanzierungsanteil 100 % der förderfähigen Ausgaben, es galt eine Darlehenslaufzeit sowie eine Zinsbindung von 20 Jahren, und die Zinskonditionen waren sehr attraktiv. In diesem Fall gilt es, im engen Austausch mit dem Kämmerer und dem Rat zu sein, um über die Rahmenbedingungen zu beraten und letztlich die Entscheidung zu treffen.


Johannes Ostermann

Mir und der UWG ist es ein großes Anliegen, dass Raesfeld weiterhin schuldenfrei bleibt. Neue Schulden sollen nur im absoluten Notfall aufgenommen werden, zum Beispiel bei unerwarteten Krisen oder bei nicht aufschiebbaren Investitionen in zukunftsweisende Infrastruktur. Dies muss transparent, klar abgegrenzt und mit einem konkreten Rückzahlungsplan verbunden sein.

Schuldenfreiheit bleibt das Ziel, sie darf jedoch nicht zum Selbstzweck werden, wenn sie uns langfristig mehr Kosten durch verpasste Chancen im Familien-, Energie- oder Klimaschutzbereich verursacht.


Andreas Erzkamp

Ich bin der Meinung, dass es bei einer soliden Haushaltsführung in Zukunft gar nicht dazu kommen wird. Sollte es wider Erwarten irgendwann in ferner Zukunft dennoch so weit sein, dann nur dort, wo es um die Zukunft unserer Gemeinde geht: Gesundheit, Bildung, Digitalisierung und bezahlbarer Wohnraum. Alles, was das Leben hier verbessert, ist eine Investition, keine Belastung.

Wie bereits gesagt, so weit sind wir lange noch nicht – und nach meiner Einschätzung werden wir auch nicht dorthin kommen, wenn wir weiterhin mit Augenmaß wirtschaften.


Jonathan Schmidt

Ja, wenn die Situation es dringend erfordert und es um Projekte geht, die der Gemeinde langfristig nützen – beispielsweise Bildung, Infrastruktur oder Wohnraum. Schulden dürfen jedoch kein Selbstzweck sein und nicht für Prestigeprojekte aufgenommen werden. Es braucht eine klare Planung, breite Zustimmung, offene Diskussion und Transparenz. Wir müssen offen in die Zukunft schauen und auch einfach einmal handeln.


Weiter geht es im 6. Teil mit der Frage: Wie bewerten Sie den aktuellen Umgang mit Flächenverbrauch und Wohnraumentwicklung in der Gemeinde?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 4

Raesfeld ist seit über 35 Jahren schuldenfrei. Welche Prioritäten setzen die Kandidaten, um den Kurs beizubehalten. Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

Haushaltsführung & Finanzen

4. Raesfeld ist seit über 35 Jahren schuldenfrei. Welche Prioritäten setzen Sie, um diesen Kurs beizubehalten – oder würden Sie ihn gegebenenfalls verändern?

Dirk Kuhmann

Ich halte die Schuldenfreiheit für eine wichtige Errungenschaft. Sie ist das Ergebnis jahrelanger erfolgreicher Rats- und Verwaltungsarbeit. Es ist auch das Resultat aus der Beachtung der Prinzipien der Haushaltsaufstellung und Haushaltsausführung, insbesondere der wichtigsten Haushaltsgrundsätze des § 75 der Gemeindeordnung NRW wie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

Mehr als drei Jahrzehnte schuldenfrei zu sein, stellt nahezu ein Alleinstellungsmerkmal dar und zeichnet Raesfeld über die regionalen Grenzen hinaus aus. Schuldenfreiheit ist ein wichtiger Pfeiler des Verwaltungshandelns und des Gemeinwohls. Sie zeugt von strategischen und wirtschaftlich guten Entscheidungen, die getroffen wurden. Diesen Weg möchte ich gerne weiterverfolgen.

In diesem Zusammenhang ist mir eine wirtschaftliche und zielgerichtete Mittelverwendung wichtig, um die Aufgaben der Gemeinde auch langfristig und nachhaltig zu erfüllen, ohne dabei unnötig Geld zu verschwenden. Die monetären Mittel gilt es folglich optimal einzusetzen. Dazu gehört für mich auch, weiterhin Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Die Fördermittelakquise ist in der Vergangenheit sehr erfolgreich betrieben worden.
An dieser Stelle verweise ich auf die jüngsten Fördermittelzusagen in Höhe von 10,7 Millionen Euro u. a. für die Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes und das Schloss Raesfeld.
Neben der Wirtschaftlichkeit und der stetigen Aufgabenerfüllung gehören für mich zur Fortsetzung der Schuldenfreiheit auch weiterhin die Fortsetzung der Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen, Digitalisierung und die Bürgerbeteiligung. Gerade auch die Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse kann dazu beitragen, dass Projekte besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnitten sind und somit weniger Ressourcen verschwendet werden.

Ebenfalls möchte ich die interkommunale Zusammenarbeit weiter ausbauen. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen können Synergieeffekte genutzt und Kosten gesenkt werden. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass dieser Weg nur gemeinsam mit Verwaltung und Politik beschritten werden kann. Insofern bedarf es eines engen Austausches mit allen Beteiligten.


Johannes Ostermann

Die Schuldenfreiheit ist ein besonderes Merkmal von Raesfeld und steht für eine verantwortungsbewusste Haushaltspolitik, die auch zukünftigen Generationen gerecht wird. Diesen Weg möchte ich fortsetzen. Dabei ist mir ein sorgfältiger und verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Geldern besonders wichtig. Investitionen sollen gut geplant, nachhaltig und langfristig tragfähig sein – unnötige Ausgaben oder teure Prestigeprojekte lehnen wir als UWG ab.

Ein ausgeglichener Haushalt ist für uns ein zentrales Ziel. Gerade bei freiwilligen Ausgaben müssen wir sicherstellen, dass sie solide finanziert sind. Gleichzeitig liegt mein Fokus auf Effizienzsteigerung, Digitalisierung und nachhaltiger Entwicklung, um dauerhaft Kosten zu senken.


Andreas Erzkamp

Ein solider Haushalt ist ein Fundament, auf dem wir aufbauen können. Ich möchte diesen Weg fortsetzen. Aber ich weiß aus meiner Managementerfahrung: Wer gar nicht investiert, lässt Chancen liegen. Zukunftsprojekte wie ein Ärztehaus oder bessere digitale Infrastruktur sind Investitionen in die Lebensqualität – und diese müssen wir mit Augenmaß ermöglichen.

Jonathan Schmidt

Eine solide Haushaltsführung bleibt mein Ziel. Aber: Wir stehen vor großen Investitionen (z.B. Kanalisation, Dorfentwicklungskonzept, Schulen, Digitalisierung). Wenn es sinnvoll ist, bin ich bereit in die Zukunft zu investieren, ohne Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Dies natürlich in enger Zusammenarbeit mit der Politik.


Weiter geht es im 5. Teil mit mit der Frage: Wären Sie unter bestimmten Bedingungen bereit, neue Schulden aufzunehmen? Wenn ja: in welchem Bereich und mit welcher Begründung?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

Wem gehört das Schloss Raesfeld? Die Geschichte hinter dem Ausflugsziel

Schloss Raesfeld im Münsterland zählt zu den bekanntesten Wasserschlössern der Region. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine Ritterburg stand. Heute zieht das Renaissancebauwerk Besucher aus ganz Deutschland an und ist Sitz der renommierten Akademie des Handwerks.

Wer durch den Bürgerpark spaziert oder am Wassergraben des Schlosses steht, hat sich diese Frage vielleicht schon gestellt: Wem gehört eigentlich das Schloss Raesfeld? Die Antwort sorgt immer wieder für Überraschung.

Wem gehört das Schloss Raesfeld im Münsterland?
©Helena Schlamann

Im Dezember 2021 machte Bürgermeister Martin Tesing gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Markus Büsken die Sache offiziell: Die Gemeinde Raesfeld hatte das Schloss gekauft. Für viele kam diese Nachricht unerwartet, und für die Presse war sie Anlass genug, ins Rathaus zu kommen. Der Kauf umfasste das Hauptschloss, die Parkplätze, die Flächen bis zum Weinbergteich sowie den angrenzenden Wald und das Gelände des Naturparkhauses.

Der Schlosspark am Schloss Raesfeld ist ein beliebter Treffpunkt für Touristen
Schlosspark Raesfeld Foto: Petra Bosse

Vom Mittelalter zur Akademie des Handwerks

Die Wurzeln der Schlossanlage reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier eine Ritterburg der Herren von Raesfeld stand. Ende des 16. Jahrhunderts ging sie in den Besitz derer von Velen über. Reichsgraf Alexander II. von Velen ließ Mitte des 17. Jahrhunderts aus der Burg ein prächtiges Residenzschloss im Stil der Renaissance entstehen.

Die Vorburg von Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Doch der Glanz hielt nicht ewig. Als das Geschlecht derer von Velen im 18. Jahrhundert ausstarb, wurde das Schloss nur noch selten bewohnt und verfiel zusehends. Teile der Anlage wurden abgerissen, andere als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam neuer Schwung in die Geschichte: Die Handwerkskammern Nordrhein-Westfalens übernahmen das Schloss, restaurierten es und richteten 1952 die Akademie des Handwerks ein, bis heute eine in Deutschland einmalige Weiterbildungseinrichtung.

Das Naturparkhaus ist Treffpunkt für Touristen und hälte viele Informationen bereit
Das Naturparkhaus. Foto: Petra Bosse

Der Kauf – ein Meilenstein für die Gemeinde

Lange hatte die Gemeindeverwaltung mit der Akademie des Handwerks über den Kauf verhandelt. 2021 stimmte der Rat schließlich einstimmig zu. Mit dem Erwerb sicherte sich Raesfeld nicht nur die Zukunft des Schlosses, sondern auch den beliebten Bürgerpark und den Wohnmobilstellplatz.

Die Akademie bleibt fester Bestandteil des Ortes. Künftig sollen ihre Büroräume in die Vorburg ziehen, während im Schloss neue Übernachtungsmöglichkeiten für Kursteilnehmende entstehen.

Die Vorburg von Schloss Raesfeld mit der Akademie des Handwerks
Die Vorburg von Schloss Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Für Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster, war der Verkauf seinerzeit eine historische Entscheidung. Er betonte, dass Raesfeld und seine Akademie seit rund 70 Jahren eng mit dem Handwerk verbunden seien. „Mit dem Verkauf sorgen wir dafür, dass Raesfeld auch weiterhin für das Handwerk ein wichtiger Standort bleibt“, sagte er. Langfristige Verträge zwischen Gemeinde und Akademie garantieren die Zusammenarbeit.

Treffpunkt-Point-Wasserschloss Raesfeld.
Foto: Petra Bosse

Heute – lebendiges Ausflugsziel für alle

Heute ist das Schloss weit mehr als ein Ort für das Handwerk. Der Bürgerpark lädt Einheimische und Gäste zu Spaziergängen ein, der Wohnmobilstellplatz lockt Reisende, und das Wasserschloss zieht Besucher aus Nah und Fern an. Ob als Ausflugsziel, Fotomotiv oder Kulisse für Veranstaltungen, Schloss Raesfeld hat sich vom Rittergut zu einem lebendigen Mittelpunkt der Gemeinde entwickelt.

Beliebt auch heiraten im Schloss Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Raesfeld wählt 2025 – 31 Fragen, 4 Kandidaten: Teil 3

Welche drei Themen stehen vor der Bürgermeisterwahl für die Kandidaten an erster Stelle und warum? Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).

In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

Vier Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Raesfeld an

3. Welche drei Themen stehen für Sie an erster Stelle und warum?

Dirk Kuhmann

Die Unterstützung der Wirtschaft, Dienstleister, des Handels, Start-ups, der Gastronomie und der Landwirtschaft ist für mich ein wichtiges Thema. Die Verwaltung und den Bürgermeister verstehe ich in diesem Zusammenhang als verlässliche Partner. Eine starke Wirtschaft bedeutet unter anderem die Sicherung und Schaffung von neuen Arbeitsplätzen.

Ferner steigt das Steuer- und Abgabenaufkommen, wodurch mehr finanzielle Mittel für Investitionen, Infrastruktur und soziale Projekte zur Verfügung stehen. Gleichfalls führt ein wirtschaftliches Wachstum zu höheren Einkommen und Lebensstandards für die Einwohnerinnen und Einwohner, was auch die Kaufkraft steigert.

Bereits in meiner Nominierungsrede im März 2025 hatte ich in diesem Zusammenhang gesagt, dass mir die Einstellung eines Wirtschaftsförderers wichtig ist, um kurze Kommunikationswege und schnelle Lösungen anzubieten. Als ehemaliger Wirtschaftsförderer weiß ich, dass eine starke Wirtschaft entscheidend zur Sicherung sowie Steigerung der Lebensqualität und zur nachhaltigen Entwicklung von Raesfeld beiträgt.

Das Thema Familie, Schule und Wohnungsbau stellt für mich ein weiteres wichtiges Thema dar. Kinder sind bekanntlich die Zukunft der Gesellschaft und die Erwachsenen von morgen. Wenn es darum geht, unsere Kinder bestmöglich zu fördern, sollten wir vor Investitionen nicht zurückschrecken. Als Vater von zwei Kindern weiß ich natürlich, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder mit der bestmöglichen Unterstützung und unter optimalen Rahmenbedingungen aufwachsen sollen. Das heißt in meinen Augen, dass wir eine ausreichende Anzahl von hochwertigen Kitaplätzen vorhalten und attraktive Kita-Angebote, zum Beispiel flexible Betreuungszeiten, unterstützen. In dieser Beziehung engagieren sich neben privaten Trägern gerade die Kirchen stark und haben sich als verlässlicher Partner erwiesen. Aber auch in Bezug auf das Gemeinschaftshaus MARTINUS oder die Friedhöfe, die für einen Ort des Verweilens und der Begegnung stehen, übernehmen die Kirchen wichtige Aufgaben, die anderenfalls der Gemeindeverwaltung obliegen würden.

Bildung ist ein wichtiges Gut unserer Gesellschaft, welches es zu unterstützen gilt. Insofern sollte es unser Ziel sein, die Schulen in Raesfeld und Erle zu stärken sowie zu unterstützen und die weiterführende Schule Julia-Koppers-Gesamtschule als attraktiven Schulstandort zu verstehen. Auch als Entscheidungskriterium für Familien und die Wirtschaftsbetriebe, die beabsichtigen, Raesfeld als Lebensmittelpunkt beziehungsweise Wirtschaftsstandort zu wählen. Die Stärkung der Schulinfrastruktur, als Beispiel seien die Unterhaltung der technischen Infrastruktur in den Schulen und die bauliche Unterhaltung der Schulgebäude genannt, zahlt sich folglich für unsere Kinder sowie als positiver Standortfaktor für die Gemeinde Raesfeld langfristig aus.

Daneben gilt es auch, den Kindern und Jugendlichen Gehör zu verschaffen. Als Stichwort sei an dieser Stelle die Jugendbeteiligung erwähnt.

Ich kann mir vorstellen, in regelmäßigen Abständen mit den Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, um ihre Sichtweisen und Interessen kennenzulernen und sie, soweit möglich, umzusetzen. In diesem Zusammenhang ist es für mich erstrebenswert, Jugendliche an politischen Angelegenheiten zu beteiligen, die sie betreffen. Die Bildung eines Jugendrates ist für mich selbstverständlich.

Für Familien muss es auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum in unserem Ort geben. Hierzu gehören unter anderem auch die Vorhaltung und Bereitstellung von bezahlbaren Wohnbaugrundstücken oder die Innenverdichtung und Baulückenschließung. Aber nicht nur Familien benötigen zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum. Auch junge Menschen, die erstmalig eine Wohnung beziehen wollen, benötigen günstigen Wohnraum, beispielsweise in Form von ausreichend verfügbaren und bezahlbaren Mietwohnungen. Ältere Menschen, die ihren Wohnraum oder ihr Grundstück verkleinern wollen, suchen adäquate Alternativen, beispielsweise in Form von Mikrohäusern mit entsprechenden Grundstücksgrößen oder zentrumsnahen Eigentumswohnungen. An dieser Stelle entsteht der Effekt, dass die Bestandsimmobilien frei und dem Markt zugeführt werden. Gemeinsam müssen wir die Bedarfe erkennen und entsprechend handeln, um möglichst zeitnah ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können.

Die Bereitstellung von bezahlbaren Wohnbaugrundstücken soll unter dem Nachhaltigkeitsgrundsatz erfolgen. Das heißt, dass sich die Verwaltung gemeinsam mit der Politik weitere Gedanken zu Regelungen und Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Bauen machen muss – auch im Sinne eines verantwortungsbewussten und schonenden Flächenverbrauchs. Insofern gilt es, moderne Wohnformen und nachhaltige, bezahlbare Energien stärker in den Fokus zu nehmen.

Die Stärkung der Vereine und des Ehrenamts ist ebenfalls ein wichtiges Thema für mich. Die Vereinsarbeit und das ehrenamtliche Engagement stellen wichtige Eckpfeiler in Raesfeld, Erle und Homer dar und tragen bedeutend zu einer funktionierenden Gemeinde bei. Insbesondere die Vereine und die ehrenamtlich tätigen Menschen haben einen erheblichen Anteil an der Entwicklung und Förderung unserer Kinder, Familien, älteren Menschen und des Gemeinwohls in der Gemeinde. Diese Erfahrung habe ich selbst als Raesfelder und in meiner Rolle als Familienvater gemacht. Insofern gehören sie auch weiterhin unterstützt.

Durch den Einsatz einer oder eines Ehrenamtskoordinators sollen die Vereine und das Ehrenamt gestärkt werden und eine spürbare Wertschätzung erfahren. Dass mir dieses wichtig ist, habe ich bereits im Frühjahr dieses Jahres in zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Vereinen deutlich gemacht.

Die Weiterentwicklung der Verwaltung in Form einer bürgernahen und modernen Verwaltung ist ein weiteres wichtiges Thema, welchem ich mich widmen möchte. Eine gute Kommunikation mit allen Beteiligten und auf Augenhöhe ist für mich selbstverständlich.

Neben Bürgerbeteiligungen, Bürgerinformationsveranstaltungen, regelmäßigen Ältestenratssitzungen und der Schaffung eines Jugendrates sollen auch die sozialen Medien zur Veröffentlichung der Wochenberichte von Arbeitsergebnissen und politischen Entscheidungen genutzt werden. Transparente Entscheidungen sollen über verschiedene Kommunikationskanäle mitgeteilt werden. Ferner werde ich Bürgermeistersprechstunden auch außerhalb des Rathauses bei den Menschen vor Ort anbieten.

Des Weiteren sollen bereits begonnene verwaltungsinterne Prozessabläufe weiter digitalisiert werden und die Ausweitung der digitalen Angebote der Verwaltung für die Einwohnerinnen und Einwohner vorangetrieben werden. Hierbei spielt die Nutzung von KI, auch unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels, eine bedeutende Rolle. Ich möchte mich für eine starke, leistungsfähige und transparente Verwaltung einsetzen und die Verwaltung gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitenden, den Bürgerinnen und Bürgern und der Politik weiterentwickeln. Dazu gehört für mich auch, die Verwaltung als attraktive und moderne Arbeitgeberin am Arbeitsmarkt zu positionieren und für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, damit die Verwaltung weiterhin leistungsfähig bleibt.


Johannes Ostermann

Erstens: Energie und Unternehmen. Die Modernisierung und der Ausbau nachhaltiger Energien sichern bezahlbare und umweltfreundliche Energie für alle. Gleichzeitig fördern wir die lokale Wirtschaft durch Vernetzung und ein Unternehmerverzeichnis, das Unternehmen vor Ort sichtbar macht und unterstützt.

Zweitens: Landwirtschaft. Als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt kenne ich die Herausforderungen unserer Landwirte genau. Wir verbessern Wirtschaftswege und sichern die Löschwasserversorgung, damit die Betriebe effizient arbeiten und unsere Gemeinde geschützt ist.

Drittens: Jugend, Familie, Bildung. Wie unsere Kinder und Jugendlichen heute aufwachsen, lernen und sich entwickeln, entscheidet maßgeblich darüber, wie unsere Gemeinde morgen aussieht. Ich möchte, dass alle jungen Menschen beste Chancen bekommen – durch moderne Schulen, gute Betreuung, mehr Beteiligung und echte Perspektiven vor Ort.


Andreas Erzkamp

Lebensqualität für alle Generationen: Damit junge Familien hier eine Zukunft haben, ältere Menschen nicht vereinsamen – und wir bezahlbaren Wohnraum schaffen, der die Vielfalt unserer Gemeinde erhält.

Nachhaltige Entwicklung: Weil wir heute die Weichen stellen müssen, damit Raesfeld auch in 20 Jahren noch lebenswert ist.

Stärkung des Miteinanders: Ehrenamt, Kirche, Vereine und Nachbarschaften sind das Herzstück unserer Gemeinde. Sie verdienen mehr als warme Worte – sie brauchen Rückhalt und Unterstützung.


Jonathan Schmidt

Mehr Bürgerbeteiligung: Politik darf nicht im Hinterzimmer gemacht werden. Ich möchte, dass Entscheidungen transparent, offen, ehrlich und mit den Bürgern gemeinsam getroffen werden. Ich will die Menschen in Raesfeld, Erle und Homer stärker einbeziehen – nicht nur bei Wahlen, sondern im Alltag. Denn gute Entscheidungen entstehen im Dialog, nicht hinter verschlossenen Türen. Man kann es nicht jedem recht machen, jedoch steigt die Akzeptanz, wenn man miteinander redet.

Wohnen & Dorfentwicklung: Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, der sich harmonisch ins Ortsbild einfügt – mit echter Lebensqualität, dezentral und nachhaltig gedacht. Zusammen mit der Politik, dem Rathaus und den Bürgern geplant. Dazu gehört auch die sinnvolle Weiterentwicklung durch das Dorfentwicklungskonzept. Durch den sozialen Wohnungsbau werden neue Möglichkeiten geschaffen, dass sich jeder das Wohnen in unserer schönen Gemeinde leisten kann.

Verlässliche Infrastruktur: Ob marode Straßen, fehlende Beleuchtung, behindertengerechter Umbau oder digitale Ausstattung – eine funktionierende Infrastruktur ist die Basis für Lebensqualität. Ich werde Investitionen klar priorisieren, transparent kommunizieren und dafür sorgen, dass auch kleinere Dinge nicht vergessen werden, wie ein komplett abgesenkter Bordstein ohne Kante für Rollatoren und Rollstühle. Meine Weitsichtigkeit macht den Unterschied.

Diese Themen packe ich parteilos, unabhängig und lösungsorientiert an – für ein gemeinschaftliches Raesfeld mit Zukunft.


Weiter geht es im 4. Teil mit Haushaltsführung und Finanzen und die Frage: Welche finanzpolitischen Schwerpunkte möchten die Kandidaten in Ihrer Amtszeit setzen, und wie wollen Sie eine verantwortungsvolle Haushaltsführung sicherstellen?

Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.

CDU Raesfeld beginnt Wahlkampf mit motivierendem Auftakt

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Über 60 Gäste starteten mit der CDU Raesfeld Erle Homer in die heiße Phase des Wahlkampfs. Die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Gerswid Altenhoff-Weber und Bürgermeisterkandidat Dirk Kuhmann stellten Erfolge der vergangenen Jahre vor und präsentierten Ziele für die Zukunft. Geplant sind unter anderem Projekte zur Dorfgestaltung, Energieversorgung und Ehrenamtsförderung.

Gelungener Start in Erle

Am 31. Juli eröffnete die CDU Raesfeld Erle Homer offiziell die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. Mehr als 60 Mitglieder und Interessierte versammelten sich an der Marienthaler Straße 69 in Erle. Bei kalten Getränken und frischen Würstchen nutzten sie die Gelegenheit, über die bevorstehenden Wahlen zu sprechen.

CDU Raesfeld ist mit Kandidat Dirk Kuhmann startklar für die Kommunalwahl
Foto: CDU Raesfeld

Rückblick auf erfolgreiche Projekte

Wie die Vorsitzende Gerswid Altenhoff-Weber mitteilte, sei die CDU mit einem engagierten Bürgermeisterkandidaten und einem starken Team für Wahlbezirke und Reserveliste bestens aufgestellt. In der vergangenen Wahlperiode habe die CDU zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter den Kauf des Schlosses, die Errichtung des Bewegungsparks und des Karpfenteichs, neue Gewerbeflächen, die Schulneugestaltung der Julia Kopper Schule, ein Wohnheim der Lebenshilfe am Binsenweg, Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sowie die geplante Ansiedlung eines Drogeriemarkts.

Bürgermeisterkandidat der CDU Raesfeld 2025 ist Dirk Kuhmann aus Erle
Foto: CDU Raesfeld

Transparenz als zentrales Ziel

Die Teilnehmer waren sich einig, dass trotz der Erfolge die Transparenz bei kommunalen Entscheidungen weiter gestärkt werden soll. „Uns ist eine regelmäßige und offene Kommunikation wichtig“, erklärte Altenhoff-Weber. Dazu gehörten Bürgerforen, fortlaufende Informationen über soziale Medien und Bürgersprechstunden, ergänzte Bürgermeisterkandidat Dirk Kuhmann.

Bürgermeisterkandidat der CDU Raesfeld Dirk Kuhmann
Foto: CDU Raesfeld

Zukunftsprojekte im Blick

Kuhmann betonte, er wolle gemeinsam mit der CDU ein ländliches und zugleich modernes Raesfeld gestalten. Geplant seien unter anderem:

  • die Weiterentwicklung des Schlosses Raesfeld
  • die Gestaltung von Dorfmitten in Raesfeld und Erle
  • eine sichere Energieversorgung und digitale Förderung von Schulen
  • die Einführung eines Wirtschaftsförderers für bessere Bedingungen lokaler Betriebe
  • mehr Unterstützung für das Ehrenamt durch einen Ehrenamtskoordinator

Dank an das Wahlkampfteam

Altenhoff-Weber bedankte sich besonders beim Wahlkampfteam, das die Vorbereitungen engagiert übernommen habe. Hervorgehoben wurde Tobias Honvehlmann, der Flyer und Plakate gestaltet hat.

Optimistischer Ausblick

Die Auftaktveranstaltung bildete den motivierenden Startpunkt für den Wahlkampf. Geplant sind im August zahlreiche Haustürgespräche sowie im September die beliebten Bierbankgespräche. Die CDU Raesfeld blickt mit klaren Zielen und Optimismus auf die kommenden Wochen.

Zufahrt zum Edeka-Parkplatz wird der Mobilstation angepasst

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Vor der Silvesterschule in Erle entsteht, wie bereits berichtet, eine neue Mobilstation mit Bushaltestelle. Die Bordsteinkanten sind inzwischen fast alle gesetzt.

Bei einer Warenanlieferung am Mittwoch zeigte sich jedoch ein Problem: Ein Lkw konnte die Kurve von der Silvesterstraße auf den Edeka-Parkplatz nur nehmen, indem er entweder über die Einfassungskanten des Strauches fuhr oder weit in den Bereich der neuen Bordsteinkanten der Mobilstation hätte ausweichen müssen.

Einfahrt auf Supermarkt-Parkplatz in Erle für LKWs zu eng
Der Busch auf der Ecke der Parkplatzeinfahrt wird entfernt, damit zukünftig die LKWs ohne über eine Bordsteinkante fahren zu müsse, die Ware anliefern kann. Marktleiter Holger Beyer hat seine Zustimmung gegeben. Foto: Petra Bosse

Bauamtsleiter Bernd Roters von der Gemeinde Raesfeld erklärte auf Nachfrage, dass die Situation sei bekannt. Die Gemeinde werde mit dem neuen Grundstückseigentümer sprechen, um den Strauch an der rechten Seite der Parkplatzeinfahrt zu entfernen und die Ecke ebenerdig anzupassen. So sollen Lieferfahrzeuge künftig leichter einfahren können. Mit Edeka-Betreiber Holger Beyer sei dies bereits abgestimmt. Auf einen Stellplatz müsse der Markt nach Angaben von Roters nicht verzichten.

Parkplatzüberwachung am Edeka-Markt in Erle startet im vierten Quartal

Hinweisschilder mit einer auf eine Stunde begrenzten Parkzeit hätten keine spürbare Wirkung gezeigt. Deshalb setzt Holger Beyer nun auf neue Maßnahmen, um den Parkplatz seines Geschäfts für Kunden freizuhalten und eine reibungslose Anlieferung von Waren zu gewährleisten.

Am Edeka-Markt in Erle wird bald eine neue Parkplatzüberwachung eingeführt. „Eigentlich wollten wir am 1. September starten“, sagt Marktbetreiber Holger Beyer.

„Aber wir hatten technische Schwierigkeiten, weil wir im Moment keinen Techniker bekommen, der uns die Leitungen legen kann. Die Firma hat uns kurzfristig abgesagt.“

Die Firma Wemolo, die zukünftig für diese Videoanlagen verantwortlich sein wird, suche jetzt gerade eine Elektrofirma als Ersatz. „Wir gehen davon aus, dass wir im vierten Quartal dieses Jahres an den Start gehen können“, so Beyer.

Eine Stunde Parken  auf dem Edeka-Parkplatz in Erle zeigte keine Wirkung
Schon vor sechs Jahren habe der Geschäftsinhaber Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung der Parkflächen ausschließlich für Kunden zu sichern. Allerdings bis heute ohne große Wirkung. Foto: Petra Bosse

Zwei Kameras überwachen die Parkzeit

Geplant sind zwei Videokameras, die bei der Ein- und Ausfahrt das Kennzeichen der Fahrzeuge erfassen. „Eine Stunde darf kostenlos geparkt werden. Wer länger steht, muss 35 Euro bezahlen“, erklärt Beyer.

Von diesen Bußgeldern habe er nichts. „Ich bekomme davon keinen Cent“, betont er. Die Überwachung werde von einer externen Firma betrieben, die den Parkplatz für vier Jahre anmietet, das Parken reguliert und die Einnahmen aus den Verwarnungen erhält.

Mietoptionen für längere Nutzung

Wer den Parkplatz längerfristig oder auch über Nacht nutzen möchte, kann über einen QR-Code einen Mietvertrag mit der Betreiberfirma abschließen. „Auch Gewerbetreibende können für ihre Kunden Stellplätze reservieren. Das finde ich fair, weil dann dafür bezahlt wird“, sagt Beyer.

In diesem Fall werde er voraussichtlich zu 50 Prozent an den Mieteinnahmen beteiligt. „Und dann bin ich auch bereit, den Platz zu vermieten, weil ich ja die Kosten für die Reinigung habe. Wenn es im Winter glatt ist, muss ich sicherstellen, dass niemand stürzt. Ich bin also immer in der Verantwortung. Deshalb erwarte ich auch, dass Gewerbetreibende, die den Parkplatz für ihre Kunden nutzen wollen, diesem eine gewisse Wertschätzung entgegenbringen.“

Edeke-Markt Erle setzt zukünftig auf Parkraumüberwachung.
Voller Parkplatz am Edeka-Markt ist keine Seltenheit. Foto: Petra Bosse (A)

Ziel: Parkplätze für Kunden freihalten

Beyer betont, dass es ihm nicht darum gehe, Autofahrer zu verärgern. „Wir haben den Parkplatz seit 30 Jahren angemietet, aber keiner der umliegenden Gewerbetreibenden beteiligt sich an den Kosten. Trotzdem nutzen sie ihn ständig.“ Besonders montagsvormittags sei der Platz oft voll. „Da stehen Wagen von Arztpraxen oder Lieferfahrzeuge, und meine Kunden finden keinen Platz. Dann fahren sie weiter – und Lebensmittel bekommt man heute überall im Umkreis von fünf Kilometern.“

Zwei Jahre Planung

Die Idee zur neuen Regelung durch Parkraumüberwachung besteht schon lange. „Wir planen das seit über zwei Jahren“, sagt Beyer. Wichtig sei ihm gewesen, eine seriöse Firma zu finden. „Wir wollen keine Abzocke, bei der nach 20 Sekunden Überziehung sofort ein Knöllchen verteilt wird. Uns geht es darum, dass der Parkplatz für unsere Kunden frei bleibt.“

Immer wieder treten auch Probleme mit blockierten Stellplätzen auf. „Stellen Sie sich vor, morgens steht ein Campingwagen hier, nimmt vier Plätze ein und keiner ist an Bord. Drei Stunden später kommt der Besitzer, sagt, er war frühstücken und ich soll mich nicht so haben. Was habe ich davon als Supermarktbetreiber, wenn meine Kunden in der Zeit keinen Parkplatz finden?“

Hintergrund: Problem seit Jahren bekannt

Bereits im März 2019 hatte Holger Beyer versucht, gegen Dauerparker vorzugehen. Grund dafür war wie heute, dass zu bestimmten Zeiten Kunden keinen freien Platz mehr finden.

Die bisherigen Hinweisschilder, die eine maximale Parkdauer von einer Stunde vorsahen, haben sich in der Praxis kaum durchgesetzt. Immer wieder komme es vor, dass Fahrzeuge deutlich länger abgestellt wurden. Dies habe nicht nur den Kundenservice beeinträchtigt, sondern auch die Anlieferung von Waren erschwert.

Pfarreiratswahl in St. Martin: Bestätigungswahl geplant

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Wie die katholische Kirchengemeinde St. Martin mitteilt, stehen für die Pfarreiratswahl am Samstag und Sonntag, 8. und 9. November 2025, nach aktuellem Stand zehn Mitglieder zur Wahl.

Da zwischen fünf und vierzehn Kandidaten gewählt werden dürfen und die maximale Mitgliederzahl noch nicht erreicht ist, hat der Pfarreirat beschlossen, eine Bestätigungswahl durchzuführen.

Ablauf der Bestätigungswahl

Dies bedeute, dass für die Wahl keine Wahlbriefe verschickt werden. Stattdessen werde der neue Pfarreirat als Team im Rahmen einer Pfarrversammlung bestätigt. Die Kandidatenliste soll voraussichtlich um den 20. September veröffentlicht werden.

Vorschläge für Kandidatinnen und Kandidaten

Geeignete Kandidatinnen und Kandidaten können dem Wahlvorstand weiterhin vorgeschlagen werden. In den Kirchorten Erle und Rhedebrügge sei die Liste gut besetzt. Für Raesfeld würden jedoch dringend Menschen zwischen 16 und 74 Jahren gesucht, die den Ortsteil im Pfarreirat vertreten.

In der Kirche St. Martin steht dafür ab sofort eine Box bereit, in der Vorschläge eingereicht werden können. Die Kirchengemeinde betont, dass jeder der drei Ortsteile auch künftig im Pfarreirat gut vertreten sein solle.

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