Borken-Marbeck. Das kult Westmünsterland bringt gemeinsam mit dem Heimatverein Marbeck erstmals das „Scheunenkino“ in die Region. Den Auftakt macht am Donnerstag, 28. August 2025, der Filmklassiker „Radio Rock Revolution“. Spielort ist das Heimathaus, Schulstraße 1A, in Borken-Marbeck. Beginn ist um 20 Uhr. Bei gutem Wetter läuft der Film unter freiem Himmel, bei Regen in der Scheune des Heimathauses. Der Eintritt ist frei.
Film mit Kultstatus
„Radio Rock Revolution“ (Originaltitel: The Boat That Rocked) entführt die Zuschauer in die Swinging Sixties: Ein Piratensender sendet von einem Schiff in der Nordsee verbotene Musik und stellt sich damit gegen das britische Establishment. Mit schrägen DJs, viel Humor, einem mitreißenden Soundtrack und einem Ensemble voller Kultfiguren erzählt der Film vom Freiheitsgefühl einer ganzen Generation – eine Hommage an Rebellion, Freundschaft und die Macht der Musik.
Anmeldung erwünscht
Für die Organisation bitten die Veranstalter um Anmeldung. Diese ist möglich beim kult unter Tel. 02861 / 681-1415 oder beim Heimatverein Marbeck per E-Mail an [email protected].
Bürgermeisterkandidat Jonathan Schmidt ist im Wahlkampf für die Kommunalwahl in Raesfeld unterwegs, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.
Bei seinen Spielplatzgesprächen in Erle und Raesfeld sammelt er zahlreiche Anregungen und Wünsche aus der Bürgerschaft.
Das erste Spielplatzgespräch in Erle bezeichnete Schmidt als gelungenen Auftakt. Zwar hätten in der Ferien und Urlaubszeit weniger Bürgerinnen und Bürger persönlich teilnehmen können, doch im Nachgang erreichten ihn zahlreiche Rückmeldungen per E-Mail, WhatsApp und über soziale Medien.
Beim zweiten Treffen in Raesfeld sei die Resonanz größer ausgefallen. „Es gab viele gute Gespräche und zahlreiche Anregungen, die ich mit auf meinen Weg nehme“, sagte Schmidt.
Themen aus der Bürgerschaft
Häufig genannt wurden mehr Schattenplätze auf Spielplätzen und öffentlichen Flächen, ein Wasserspielbereich für heiße Sommertage, eine bessere Pflege von Spielplätzen und gemeindlichen Beeten, flexiblere Kinderbetreuungszeiten in Kitas und OGS sowie der Wunsch nach einer festen Schulleitung in Erle. Auch bezahlbarer Wohnraum sei ein wichtiges Thema gewesen.
Kritik habe es am unzureichenden Zugang zur Kita Burg Wunderland an der Stockbreede gegeben. Eine Bürgerin habe vorgeschlagen, in der Gemeinde einen zentralen Stromspeicher zu installieren, um lokal produzierten Strom zwischenzuspeichern und in den Wintermonaten günstig an die Bevölkerung abzugeben.
Weitere Aktionen bis zur Wahl
Bis zur Wahl im Herbst will Schmidt den direkten Kontakt fortsetzen, unter anderem mit Hausbesuchen in Erle und den Außenbereichen der Gemeinde. Außerdem wird er regelmäßig an bekannten Treffpunkten wie dem Edeka in Erle sowie Rewe und Aldi in Raesfeld anzutreffen sein.
„Man kann es nicht allen recht machen und nicht alles versprechen. Aber miteinander reden auf Augenhöhe, offen, ehrlich und transparent ist das A und O. Dann ist auch die Akzeptanz größer, wenn etwas einmal nicht so umgesetzt wird, wie man es sich persönlich gewünscht hätte“, betonte Schmidt.
Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Bürgermeister/Inn Ihrer Meinung nach aus?Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Welche Eigenschaften zeichnen einen guten Bürgermeister/Inn Ihrer Meinung nach aus?
Dirk Kuhmann
In meiner mehr als 30-jährigen Verwaltungstätigkeit habe ich wertvolle Erfahrungen sammeln sowie mit sehr kompetenten und erfahrenen Bürgermeistern direkt zusammenarbeiten dürfen. Nach meinem Dafürhalten sollte daher eine Bürgermeisterin oder ein Bürgermeister eine gute Kommunikationsfähigkeit besitzen. Klar und verständlich mit Bürgern, den Ratsmitgliedern und anderen Gesprächspartnern zu kommunizieren, zeichnet eine gute Bürgermeisterin bzw. einen guten Bürgermeister aus.
Ferner sollte die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister über Führungsstärke verfügen. Das Verwaltungsteam zu führen, zu motivieren und klare Entscheidungen zu treffen, ist entscheidend im täglichen Tun. Insbesondere sind hierbei gute Verwaltungskenntnisse und -erfahrungen von großem Vorteil.
Die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister sollte Verständnis für die Bedürfnisse und Sorgen der Bürger haben, zuhören, Vertrauen aufbauen und die Gemeinschaft unterstützen. Hierzu zählt für mich neben der Empathie auch eine gute Sozialkompetenz.
Verhandlungsgeschick, Kreativität und Entscheidungsfreude sind weitere Eigenschaften, die nach meiner Meinung und gemachten Erfahrungen eine gute Bürgermeisterin bzw. einen guten Bürgermeister auszeichnen.
Integrität, also Ehrlichkeit und Transparenz, ist für mich ebenfalls eine wichtige Eigenschaft. Letztlich muss die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister Engagement mitbringen. Bereit zu sein, sich mit großer Leidenschaft für die Gemeinde und ihre Belange einzusetzen, ist nach meiner Auffassung und Erfahrung unerlässlich.
Johannes Ostermann
Eine gute Bürgermeisterin bzw. ein guter Bürgermeister sollte bürgernah und verantwortungsbewusst sein. Wichtig sind Führungsstärke, Entscheidungsfreude und Transparenz. Zudem halte ich Kommunikations- und Vermittlungsfähigkeit sowie Zukunftsorientierung, Innovationsbereitschaft und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren, für entscheidend.
Andreas Erzkamp
Ein Bürgermeister sollte mit Herz, Verstand und Mut handeln. Er muss zuhören, Brücken bauen und auch in schwierigen Zeiten Haltung zeigen. Vor allem aber muss er den Menschen in den Mittelpunkt stellen – nicht parteipolitische Kalküle.
Jonathan Schmidt
Ein guter Bürgermeister muss zuhören können, neutral handeln, Entscheidungen erklären, auch wenn sie unbequem sind und Mut haben, auch Fehler einzugestehen. Offenheit, Ehrlichkeit und Augenhöhe sind für mich die Basis eines guten Bürgermeisters.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Morgen auf Heimatreport Frage 3: Welche drei Themen stehen vor der Bürgermeisterwahl für die Kandidaten an erster Stelle und warum?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.
Feuer an Remise bei Adelheids Spargelhaus: Feuerwehr verhindert Gebäudeschaden in Erle
Ein brennender Efeubusch an einem Restaurant in Erle (Adelheids Spargelhaus) hat am Mittwochabend einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Flammen drohten auf die angrenzende Remise überzugreifen. Die Feuerwehr Raesfeld reagierte schnell und konnte einen Gebäudeschaden verhindern.
Alarm am Abend
Am Mittwoch, 6. August 2025, um 19:51 Uhr rückte der Löschzug Erle mit dem Stichwort „Feuer – brennt Gebäude“ zur Rhader Straße aus. Einsatzort war laut Feuerwehrleiter André Szczesny ein Gastronomiebetrieb, konkret „Adelheids Spargelhaus“. Schon auf der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung sichtbar.
Foto: Feuerwehr Raesfeld
Efeubusch brennt unter Remise
Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen brennenden Efeubusch vor, der sich um einen Holzpfahl unterhalb einer Remise gezogen hatte. Das Feuer hatte bereits begonnen, in Richtung Dach überzugreifen. Ein Trupp unter Atemschutz löschte die Flammen schnell ab.
„Durch unser schnelles Eingreifen ist kein Schaden am Gebäude entstanden“, erklärte André Szczesny.
Ursache: Abflämmarbeiten
Wie Szczesny mitteilte, entstand das Feuer erneut durch das Abflämmen von Unkraut, eine gefährliche Methode, die immer wieder Einsätze nach sich ziehe. Die Feuerwehr Raesfeld appelliert eindringlich, auf diese Form der Unkrautbekämpfung zu verzichten.
Eingesetzte Kräfte
Vor Ort waren die Fahrzeuge 2-HLF20-1, 2-LF10-1, 2-GWL1-1, 02-MTF1-1 sowie 1-ELW1-1 im Einsatz. Die Polizei NRW unterstützte vor Ort.
Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld?Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.
Los geht’s mit Teil 1: Wer sind die Kandidaten – und was treibt sie an?
1. Was qualifiziert Sie persönlich für das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld?
Dirk Kuhmann
Ich höre zu, wäge ab und treffe Entscheidungen. Mit mehr als 30 Jahren Berufserfahrung und über 10 Jahren in leitenden Positionen innerhalb verschiedener Kommunalverwaltungen bringe ich die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mit, um das Amt des Bürgermeisters in Raesfeld kompetent auszufüllen.
Meine gesammelten Erfahrungen in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen sowie meine Kompetenz in der Führung großer Teams möchte ich in das Raesfelder Rathaus einbringen – mit dem Ziel, gemeinsam mit allen Menschen in Raesfeld unsere Gemeinde weiterzuentwickeln.
Johannes Ostermann
Als staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt kenne ich das Leben und die Strukturen unserer Gemeinde sehr gut, nicht nur theoretisch, sondern vor allem aus der Praxis. Ich weiß, was die Menschen hier bewegt, und kenne ihre Sorgen und Ängste. Durch meine Arbeit in der Landwirtschaft bringe ich Bodenständigkeit sowie ein ausgeprägtes Verständnis für Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit.
Ich treffe klare Entscheidungen und reagiere schnell, aber nie überstürzt. Mein Ziel ist es, ehrlich, lösungsorientiert und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unsere Gemeinde weiterzuentwickeln.
Andreas Erzkamp
Als Manager bei zwei großen Mediengruppen habe ich gelernt, Organisationen sicher durch komplexe Herausforderungen zu steuern und Menschen für gemeinsame Ziele zu begeistern. Meine katholische und sozialdemokratische Prägung hat mir früh Werte wie Solidarität, Respekt und Verantwortung mitgegeben – Werte, die für mich keine Floskeln sind, sondern gelebter Alltag. Als Brandoberinspektor bei der Feuerwehr weiß ich zudem, was es heißt, in schwierigen Momenten Ruhe zu bewahren, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Genau diese Mischung aus Führungserfahrung, Bodenständigkeit und dem festen Glauben an das Miteinander unterscheidet mich von meinen Mitbewerbern.
Jonathan Schmidt
Als selbstständiger Unternehmer mit jahrelanger Führungserfahrung bin ich es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und lösungsorientiert zu handeln. Ich bringe einen frischen Blick, wirtschaftliches Denken und eine hohe Motivation mit. Ich höre den Menschen zu, setze Impulse um und nehme sie auf dem Weg mit. Verwaltung lernt man, aber Empathie, Führung und Gestaltungswille bringt man mit. Ich will nicht nur verwalten, sondern machen. Gemeinsam mit den Bürgern.
Zur besseren Übersicht sind die Antworten thematisch sortiert. Der nächste Teil der Serie erscheint morgen auf Heimatreport.
Starke Rauchentwicklung hat am Mittwochmittag (06.08.2025) das Borkener Kreishaus lahmgelegt. Rund eineinhalb Stunden lang blieb das Verwaltungsgebäude evakuiert, während die Feuerwehr die Ursache suchte und den Brand bekämpfte.
Feuerwehr im Großeinsatz
Gegen 13.40 Uhr löste laut Mitteilung des Kreises die in einem Nebengebäude untergebrachte Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst Alarm aus. Die automatische Brandmeldeanlage hatte bereits angesprochen, sodass die mehreren hundert Beschäftigten das Gebäude geordnet verlassen konnten.
Sorgsam kontrollierte die Borkener Feuerwehr selbst das Dach des fünfstöckigen Kreishauses. Foto: Kreis Borken
Da zunächst unklar war, woher der Rauch kam, rückten 73 Einsatzkräfte aus allen vier Borkener Löschzügen – Borken, Burlo, Gemen und Weseke – aus. Erkundungstrupps fanden die Brandquelle schließlich in einem stillgelegten Müllabwurfschacht nahe des zentralen Treppenhauses. Auf Höhe des ersten Obergeschosses hatte sich Material entzündet. Der Rauch stieg durch den Schacht nach oben und verteilte sich über die Etagen.
Gebäude wieder freigegeben
Die Einsatzkräfte löschten den Brand und belüfteten das Kreishaus. Gegen 15 Uhr wurde das Gebäude wieder freigegeben. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.
Boule, Fitness und Freizeitspaß – der Bürgerpark Raesfeld hat sich seit seiner Eröffnung im April 2023 zu einem beliebten Treffpunkt für Sport und Begegnung entwickelt.
Besonders der Bouleplatz lockt Einheimische wie Gäste an. Hier rollen die Kugeln fast täglich, und das nicht nur zum Spaß, sondern auch im Training.
Bestes Wetter, um eine Runde Boule zu spielen, oder sich auszuprobieren. Foto: Petra Bosse
Bürgerpark: Ein Treffpunkt für Sport und Geselligkeit
Wer an einem sonnigen Nachmittag durch den Bürgerpark spaziert, hört es oft schon klacken: Metallkugeln, die aufeinanderprallen. Unter der Woche treffen sich meist sechs bis zehn Spielerinnen und Spieler zum lockeren Spiel. „Am Wochenende sind es schnell 20 bis 30 Leute, die hier zusammenkommen“, erzählt ein Mitglied der Boulegruppe, während er die nächste Kugel platziert.
Die Boule-Gruppe vom Raesfelder Volleyballverein – hier rollen statt fliegen die Bälle. Foto: Petra Bosse
Neben dem freien Spiel gibt es auch festen Trainingsbetrieb. Donnerstags ab 16 Uhr wird regelmäßig trainiert, und jeden zweiten Montag um 18 Uhr steht ein spezielles Lege- und Schießtraining auf dem Programm. Dabei geht es nicht nur ums Platzieren der eigenen Kugeln, sondern auch darum, gegnerische gezielt aus dem Spielfeld zu schießen. „Die Rollen sind klar verteilt“, erklärt ein erfahrener Spieler. „Leger versuchen, möglichst nah an die Zielkugel zu kommen, und Schießer räumen auf.“
Foto: Petra Bosse
Boule-Gruppe kümmert sich auch um das Tretbecken
Organisiert wird die Bouleabteilung von der Raesfelder Volleyballgemeinschaft. Sie betreut den Platz und kümmert sich nebenbei sogar um die Reinigung des Kneippbeckens im Park. Rund 60 Mitglieder zählt die Boulegruppe inzwischen, Tendenz steigend. Bei gut besuchten Trainingsabenden kann es auf dem Platz daher schon mal etwas eng werden.
Französischer Besuch bringt Südfrankreich nach Raesfeld
Dass Boule verbindet, zeigt sich auch bei einem Besuch von Anne Sophie Urbonait. Die gebürtige Französin kam an einem Mittwochnachmittag mit ihren Neffen aus Lille auf den Platz. „Das sind meine Neffen aus Nordfrankreich“, lacht sie, „und deshalb muss man als Franzose hier natürlich Pétanque spielen.“
Anne Sophie Urbonait und ihre Neffen aus Nordfrankreich finden die Anlage super. Foto: Petra Bosse
Für Anne Sophie war es das erste Spiel im Bürgerpark, obwohl sie den Park regelmäßig besucht. „Ich bin sonst oft am Tretbecken oder einfach spazieren. Heute haben wir Boule ausprobiert und ich finde, der Platz ist richtig schön.“ Seit fünf Jahren lebt sie wieder in Raesfeld, nachdem sie zuvor einige Jahre weggezogen war.
Boule bringt Menschen zusammen
Was sie am Boulespiel begeistert? „Das Zusammensein. Es zieht Menschen an, und man kommt sofort ins Gespräch. Vorhin war mein Schwiegervater da, der hat es zum ersten Mal probiert. Der Park bringt Menschen zusammen und man fühlt sich fast wie in Südfrankreich. Einfach das Leben genießen, ohne Vorurteile, alle zusammen.“
Der Trimm-Dich-Parcours. Foto: Petra Bosse
Der Bouleplatz im Bürgerpark ist damit nicht nur ein Ort für Sport, sondern ein Stück französisches Lebensgefühl mitten in Raesfeld. Und wer keine Lust hat zu boulen, der kann sich an den Trimm Dich Geräten fit halten oder an warmen Sommertagen ein erholsames Fußbad im Tretbecken genießen.
In Borken und den umliegenden Gemeinden, darunter auch Raesfeld, gibt es einen Führungswechsel bei der Polizei. Holger Böhm hat die Leitung der Polizeiwache Borken übernommen und folgt auf Reinhard Höing, der in den Ruhestand ging.
Holger Böhm übernimmt die Leitung
Erster Polizeihauptkommissar Holger Böhm ist seit 1996 im Polizeidienst Nordrhein-Westfalens. Seine Karriere begann er nach der Ausbildung in Selm im Streifendienst in Düsseldorf, wo er auch nach dem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und dem Aufstieg in den gehobenen Dienst tätig blieb. 2007 wechselte er zur Kreispolizeibehörde Borken und arbeitete dort unter anderem in der Leitstelle und als Dienstgruppenleiter in der Wache Borken.
Zufälliges Treffen v.l.: Landrat Dr. Kai Zwicker, Reinhard Höing, Holger Böhm und Ministerpräsident des Landes NRW Hendrik Wüst. Foto: Polizei Borken
Zum Zuständigkeitsbereich des neuen Wachleiters gehören der Wachdienst und der Bezirksdienst in Borken, Burlo/Weseke, Heiden, Raesfeld, Reken, Südlohn/Oeding und Velen/Ramsdorf. Als Regionalverantwortlicher ist er zugleich Ansprechpartner für die Kommunen.
Staffelstabübergabe mit prominenten Gästen
Bei der offiziellen Übergabe wünschten Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster, Leitender Polizeidirektor Paul Albers und Polizeidirektor Thomas Funke dem neuen Leiter viel Erfolg. Bereits zuvor traf Böhm im Rahmen der 800-Jahr-Feier Borkens zufällig auf Ministerpräsident Hendrik Wüst, der gemeinsam mit Landrat Dr. Kai Zwicker persönlich gratulierte. Dem scheidenden Wachleiter Reinhard Höing übermittelten die Gäste ihre Glückwünsche zum Ruhestand
Bürgermeisterwahl 2025 in Raesfeld: Vier Kandidaten, viele offene Fragen
Der Countdown läuft: Im Herbst 2025, 14. September, entscheidet Raesfeld, wer künftig die Gemeinde führt. Vier Männer treten an, jeder mit eigenem Profil, unterschiedlichen politischen Wurzeln und klaren Vorstellungen, wie die Zukunft aussehen soll.
Zur Wahl stehen:
Dirk Kuhmann (CDU)
Johannes Ostermann (UWG)
Andreas Erzkamp (SPD)
Jonathan Schmidt (parteilos)
Die Gemeinde gilt als solide geführt, mit aktiven Ortsteilen und einer engagierten Bürgerschaft. Doch es gibt auch Streitpunkte, die den Wahlkampf prägen dürften. Wie viel Fläche darf noch bebaut werden? Wie bleibt die medizinische Versorgung gesichert? Und wie gelingt echte Barrierefreiheit?
31 Fragen – 31 Antworten
Um Klarheit zu schaffen, haben wir den Kandidaten zeitgleicht 31 Fragen gestellt. Sie drehen sich um Finanzen, Umwelt, Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Alle Antworten sind inzwischen eingegangen und der Wahlkampf nimmt Fahrt auf.
In Kürze stellen wir hier auf heimatreport.de die Fragen und Antworten unzensiert vor. In einer täglichen Serie erscheinen jeweils zwei bis drei Fragen mit allen Stellungnahmen direkt untereinander. So können die Bürger Schritt für Schritt vergleichen, wie die vier Kandidaten die Zukunft von Raesfeld gestalten wollen.
Förderverein St. Michael in Raesfeld plant Niedrigseilgarten für Kita-Kinder
Der Förderverein St. Michael startet ein neues Projekt für die Kita-Kinder: Auf dem Sandplatz soll ein Niedrigseilgarten entstehen. Der Bau ist zu Beginn des kommenden Jahres vorgesehen.
Damit dieser Traum Wirklichkeit wird, setzt der Verein auf Unterstützung – ob durch eine Spende oder indem der Spendenaufruf im Familien- und Freundeskreis weitergegeben wird.
Ein Niedrigseilgarten stärkt Motorik, Gleichgewicht und Teamgeist und bereichert den Kita-Alltag auf spielerische Weise. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, bringt das Projekt ein Stück näher ans Ziel.
Hier ist der Link zum Spendenaufruf für einen neuen Niederseilgarten: Gofu.com
Am Donnerstag, 7. August 2025, verwandelt sich der Rathausplatz in Raesfeld von 14:00 bis 18:30 Uhr wieder in einen lebendigen Monatsmarkt.
Besuchende erwartet ein vielfältiges Angebot: Von frischen Gewürzen, Kräutern und Tees über Kleidung, Schals und Kopfbedeckungen bis hin zu praktischen Haushaltswaren ist für jeden etwas dabei.
Kulinarische Entdeckungen
Nach dem Einkauf lädt der Markt zum Probieren und Genießen ein. Der Wurstwagen von Bellendorf ist auch in diesem Monat wieder vor Ort. Neu dabei ist Arno Rüb’s Foodtruck „Schlemmer Alarm“, der herzhafte Speisen anbietet.
Foto: Petra Bosse
Ein Glas Wein lässt sich am Stand von Markus Burg aus Reil verkosten. Wer länger verweilen möchte, findet in den umliegenden Cafés eine gemütliche Pause, bevor sich ein Bummel durch den Ortskern anbietet.
Hinweis für Marktbesucher
Aufgrund der Urlaubszeit fehlen im August der Fischwagen, der Feinkoststand mit Oliven sowie der Imbisswagen von Peter Süthold.
Einmal hin, alles drin. Monatsmarkt Raesfeld. Foto: Petra Bosse/Archiv
Tradition seit Jahren
Der Raesfelder Monatsmarkt findet von März bis Oktober an jedem ersten Donnerstag im Monat statt und bietet ein abwechslungsreiches Einkaufserlebnis in geselliger Atmosphäre.
Traktor streift Baum – Strohballen fallen auf Straße
Wie die Polizei mitteilt, hat sich am Montagmittag ein Verkehrsunfall auf der Rhader Straße in Raesfeld-Erle ereignet. Ein 29-jähriger Mann aus Haltern am See war gegen 12.45 Uhr mit einem Traktor samt Anhänger in Richtung Erle unterwegs.
In Höhe einer Baumschule kam ihm ein schwarzer Volvo-Kombi entgegen. Dessen Fahrer machte plötzlich eine Schlenkerbewegung und geriet dadurch auf die Gegenfahrbahn. Um eine Kollision zu vermeiden, wich der Traktorfahrer nach rechts aus und streifte dabei einen Baum.
Durch die Kollision verlor der Anhänger mehrere Strohballen, die auf die Fahrbahn fielen. Der 29-Jährige zog sich leichte Verletzungen zu und begab sich eigenständig in ärztliche Behandlung.
Polizei sucht Zeugen
Der Volvo-Fahrer entfernte sich von der Unfallstelle, ohne anzuhalten. Die Polizei bittet Zeugen, sich beim Verkehrskommissariat Borken unter Tel. (02861) 9000 zu melden.
Nur noch wenige Termine stehen für die beliebte Veranstaltungsreihe „Raesfeld in Sommerlaune“ 2025 an. Am Freitag, 8. August 2025, von 17:00 bis 22:00 Uhr, lädt Adelheids Spargelhaus in Erle zu einem stimmungsvollen Sommerabend ein.
Neuer Pächter – bewährter Veranstaltungsort
Die Veranstaltung findet an einem bekannten Ort statt, mit einem neuen Gesicht hinter dem Tresen. Dado und Deni Pereljak haben Ende 2024 das Restaurant von Arno Rüb übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass die neuen Pächter unser Format unterstützen und wir Adelheids Spargelhaus weiterhin für die Sommerlaune nutzen dürfen“, sagt Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings.
Kulinarische Spezialitäten und kühle Drinks
Die Gäste erwartet ein Grillangebot mit Currywurst, Cevapcici und handgemachten Burgern in hauseigenen Brötchen. Ein Bierwagen sorgt für die passenden Erfrischungen.
Jazz-, Soul- und Popmusik live
Für die musikalische Stimmung sorgt das Duo „Blue Martini“:
Annemiek Hammer, niederländische Sängerin und Leiterin einer Gesangsschule in Münster und Rotterdam
Thomas Hemmelgarn, erfahrener Gitarrist aus Mettingen
Gemeinsam spielen sie eine abwechslungsreiche Mischung aus Jazz-, Soul- und Popmusik.
Sommerlaune läuft noch bis August
Die Reihe „Raesfeld in Sommerlaune“ wird von den örtlichen Gastronomen gemeinsam mit dem Ortsmarketing Raesfeld e. V. organisiert. An acht Freitagen vom 4. Juli bis 22. August 2025 können Besucher sommerliche Abende mit Musik und Kulinarik genießen, der Eintritt ist frei.
Nächster Termin: Am 15. August 2025 spielt die Partyband „Rendezvous“ bei Brömmel-Wilms.
Online-Vortrag „Sonnenstrom vom Balkon“: Verbraucherzentrale NRW und Klimakreis Borken informieren über Steckersolar-Geräte
Solarenergie zu nutzen, ist heute einfacher als gedacht – auch ohne große Photovoltaikanlage auf dem Dach. Mit kompakten Steckersolar-Geräten, die sich am Balkon, an der Hauswand oder auf dem Garagendach installieren lassen, können Haushalte klimafreundlichen Strom produzieren. Der selbst erzeugte Strom senkt die Energiekosten und macht unabhängiger vom Stromanbieter. Auch Mieterinnen und Mieter können so aktiv zur Energiewende beitragen.
Kostenloses Online-Seminar am 12. August
Wie Steckersolar-Geräte funktionieren und was beim Betrieb zu beachten ist, erklärt Energieberater Dipl.-Ing. Dirk Mobers in einem kostenlosen Online-Vortrag.
Datum: Dienstag, 12. August
Beginn: 18 Uhr
Thema: „Sonnenstrom vom Balkon“
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Die Zugangsdaten sind auf der Website der Verbraucherzentrale NRW abrufbar: 👉 www.verbraucherzentrale.nrw/e-seminare
Regelmäßige Online-Angebote 2025
Der Vortrag „Sonnenstrom vom Balkon“ findet regelmäßig statt – immer am zweiten Dienstag im Monat. Darüber hinaus bieten die Verbraucherzentrale NRW und der Klimakreis Borken 2025 ein umfangreiches Online-Programm zu Energie- und Klimathemen an. Dazu zählen:
Photovoltaik und Stromspeicherung
Heizungserneuerung und Fördermöglichkeiten
Hitzeschutz und Starkregenvorsorge
Der Kreis Borken ist zudem Mitglied im landesweiten Netzwerk „altbauneu“, das über energetische Gebäudesanierung informiert: 👉 www.alt-bau-neu.de/kreis-borken
Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
Im Münsterland gibt es jetzt ein neues kostenfreies Erlebnis für Familien: Der Naturpark Hohe Mark lädt mit dem Erlebnisweg Olle Kerkpatt in Bocholt Barlo zu einer Entdeckungstour ein.
Kinder und Erwachsene spazieren auf alten Kirchwegen, lösen Rätsel und treffen am Büffelhof Kragemann auf Wasserbüffel, Ponys und andere Hoftiere. Wer in den Ferien ein Ausflugsziel direkt vor der Haustür sucht, kann hier Natur und Familienspaß perfekt verbinden.
Auf Entdeckungstour zwischen Kirche und Büffelhof
Wer an einem warmen Ferientag durch den Naturpark Hohe Mark streift, hört vielleicht das leise Schnauben der Wasserbüffel oder das Kichern von Kindern am Treckerparcours. Genau hier beginnt das Abenteuer auf dem Erlebnisweg Olle Kerkpatt in Bocholt Barlo. Familien spazieren auf den alten Kirchwegen, lösen Rätsel und begegnen echten Büffeln – Natur pur vor der Haustür.
Foto: Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland e.V.
Auf Zeitreise mit Jupp
Startpunkt ist die Kirche St. Helena in Barlo. Hier begrüßt der kleine Bauernjunge Jupp die Wanderer und nimmt sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Früher nutzten die Dorfbewohner genau diesen Weg, um von ihren Höfen zur Kirche zu gelangen. Heute wartet unterwegs ein Quiz, das Kinder und Erwachsene aufmerksam durch die Landschaft führt.
Wer alle Fragen beantwortet, kann sich am Ende über eine Urkunde freuen. Die ersten hundert Entdeckerinnen und Entdecker bekommen sogar eine Medaille als Andenken.
Am Büffelhof Kragemann lohnt sich eine Pause. Hier gibt es Wasserbüffel, Ponys, Ziegen, Schweine, Hühner und den Hofhund Heidi zu entdecken. In der Selbstbedienungshütte finden Wanderer Büffeleis und Getränke. Kinder können sich auf dem kleinen Treckerparcours austoben, bevor es zurück zur Kirche geht.
Wer danach noch Energie hat, sollte den nur zweihundert Meter entfernten Spielplatz St. Helena besuchen – ein perfekter Abschluss für einen Ferientag im Naturpark.
Alle Infos auf einen Blick
Start/Ziel: Kirche St. Helena Barlo
Länge: ca. 4 Kilometer (Hin- und Rückweg über Wanderweg B3)
Parken: Dorfplatz Barlo oder direkt an der Kirche
ÖPNV: Linie C8 ab Busbahnhof Bocholt
Zwischenziel: Büffelhof Kragemann
Kinderwagengeeignet (Laufräder eher für geübte Fahrer)
Trotz steigender Gebühren in Nordrhein-Westfalen können die Bürger in Raesfeld aufatmen: Abwasser und Abfallentsorgung gehören 2025 weiterhin zu den günstigeren im Land.
Der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt) meldet landesweit den zweithöchsten Anstieg der Abwassergebühren seit 30 Jahren. Auch die Abfallgebühren steigen, wenn auch moderater. Im Kreis Borken liegen die Belastungen jedoch nach wie vor deutlich unter dem NRW-Durchschnitt.
Abwassergebühren: Raesfeld liegt klar unter dem NRW-Durchschnitt
Die Abwassergebühren steigen in Nordrhein-Westfalen spürbar. Ein Vier-Personen-Haushalt zahlt im Landesdurchschnitt inzwischen 842 Euro pro Jahr. Der teuerste Kreis ist Viersen mit 1.071 Euro, während der Kreis Borken mit 629 Euro landesweit am günstigsten bleibt.
In Raesfeld kostet die Abwasserbeseitigung 429 Euro (Privathaushalt) pro Jahr. Damit liegt die Gemeinde mit Schmutzwasser 1,82 €/cbm und für Niederschlagswasser 0,50 €/qm klar unter dem NRW-Durchschnitt und im günstigen Bereich des Kreises Borken. Zum Vergleich (Quelle: www.Steuerzahler.de):
Borken: 1.059 Euro
Heiden: 558 Euro
Reken: 330 Euro
Raesfeld: 429 Euro
Schermbeck: 962 Euro
Stadtlohn 637 Euro
Velen: 496 Euro
Der BdSt kritisiert, dass immer mehr Kommunen ihre Kalkulationsspielräume ausschöpfen, etwa durch Abschreibungen auf teure Wiederbeschaffungswerte. Dies gehe am Ende auf Kosten der Bürger.
Rock am Rad 2025:Unter dem Windrad im Bürgerwindpark A31 Hohe Mark in Heiden wurde es am Samstagabend laut und rockig.
Bei bestem Wetter, ganz im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, brachten regionale Bands das Gelände beim Festival „Rock am Rad“ zum Beben. Bereits zum dritten Mal sorgten die Musiker für ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht.
Foto: Petra Bosse
Tag für Familien und Kinder
Schon am Nachmittag gehörte das Gelände den kleinen Besuchern. Spielgeräte und kreative Angebote wie unter anderem eine Hüpfburg sorgten bei den Kindern für strahlende Gesichter und jede Menge Spaß. So startete der Festivaltag locker und familiär, bevor es am Abend richtig zur Sache ging. Und das Beste: Das Wetter hielt.
Foto: Petra Bosse
Bands heizen Publikum ein
Abends übernahmen dann die Bands „Nurmalso“, „Dorfkind“, „Copyright“ und „Green Devise“ die Bühne und rockten kräftig los. Enttäuscht waren sicherlich die Fans der Band „Uneinig“, die in diesem Jahr krankheitsbedingt ausfiel.
Foto: Petra Bosse
Die Band-Auswahl und Organisation erhielt viel positives Feedback von den Zuschauern, die bis weit nach Mitternacht mitsangen und tanzten.
Erlös geht erneut an lokale Einrichtungen
Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche Futterstände, deren Erlös wie schon in den vergangenen Jahren sozialen Einrichtungen zugutekommen wird. Bereits jetzt laufen Pläne, das Festival im kommenden Jahr deutlich auszubauen und noch größer zu machen.
Der 19. Raesfelder Büchermarkt zog am Sonntag wieder zahlreiche Besucher zum historischen Wasserschloss.
62 Händler präsentierten ihre Schätze von Romanen und Fachliteratur bis hin zu seltenen Sammlerstücken. Auch Schallplattenfans und Kinder kamen auf ihre Kosten.
Foto: Petra
Händler aus der Region und echte Raritäten
„Eigentlich hätten es 64 Händler sein sollen“, erklärt Marktmeister Rainer Heeke. „Leider mussten zwei kurzfristig absagen, einer ist leider verstorben. Das zeigt, dass der Antiquariatsmarkt noch immer stark von älteren Buchhändlern lebt. Jüngere Leute, die sich dafür begeistern, werden immer seltener.“
Marktleiter Rainer Heeke war auch in diesem Jahr wieder mit seinem besonderen Antiquariat auf dem Büchermarkt vertreten. Foto: Petra Bosse
Trotz der Absagen zeigte sich Heeke zufrieden. Besonders freute er sich über das Wetter: „Wir hatten mit Regen gerechnet, aber stattdessen kam die Sonne raus.“ Am frühen Morgen sah es zwar noch regnerisch aus, doch pünktlich zum Start des Marktes lichteten sich die Wolken und boten die perfekte Kulisse für das Stöbern zwischen historischen Mauern.
An den Verkaufsständen konnten Besucher in vergangene Epochen eintauchen, Fantasiewelten entdecken oder sich auf Spurensuche in Krimis begeben. Auch Sachbücher und Kinderliteratur waren reichlich vertreten.
Foto: Petra Bosse
Oldtimer-Feuerwehr und Jazzschätze
Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr ein leuchtend rotes Feuerwehrauto aus dem Jahr 1965, das mitten auf dem Schlosshof parkte. Sein Besitzer verkaufte den Nachlass eines Jazzsammlers aus Gronau. Neben Büchern fanden hier Musikliebhaber zahlreiche CDs, Hörbücher und eine wachsende Auswahl an Vinylplatten, die von Sammlern sorgfältig durchstöbert wurden.
Engagement der Kirchengemeinde St. Martin auf dem Büchermarkt
Am Stand des Bücherkellers der Kirchengemeinde St. Martin herrschte reger Andrang. Wie jedes Jahr war dieser Stand an der Schlosskapelle St. Sebastian aufgebaut. Erfreut zeigte sich Agnes Beckmann darüber, dass es auch diesmal wieder sehr gute Bücher und zahlreiche Hörbücher gab. „Alle unsere Bücher sind Spenden. Wir sortieren sie vorab, sodass wir hier nur gut erhaltene Exemplare anbieten“, erklärt die engagierte Helferin. Der Erlös bleibe in der Gemeinde und unterstütze das Ehrenamt. Ein Team von Freiwilligen, das sich nach einem Aufruf zum Tragen gemeldet hatte, half, die rund 65 Kisten Bücher zum Stand und am Abend wieder zurückzutragen.
Stand des Bücherkellers der Kirchengemeinde St. Martin. Foto: Petra Bosse
Kinderprogramm mit Schminken und Lieblingshelden
Auch junge Besucher wurden fündig. Neben einer großen Auswahl gut erhaltener Kinderbücher gab es ein Schminkangebot gegenüber der Freiheit 24. So konnten die Kinder gleich in die Rollen ihrer Lieblingsbuchhelden schlüpfen und den Tag spielerisch genießen.
Foto: M. Kowalsky
Gut besucht war auch der Stand der Genealogen des Heimatvereins Raesfeld. Sie präsentierten sich am Sonntag vor dem Museum am Schloss und gaben Interessierten kostenlose Tipps und Hilfestellungen zur Erforschung der eigenen Familiengeschichte.
Die Genealogen des Heimatvereins Raesfeld präsentieren sich am Sonntag vor dem Museum in der Schlossfreiheit. Foto: Petra Bosse
Damit zählte der 19. Büchermarkt auch in diesem Jahr wieder zu den Highlights in Raesfeld und zog zahlreiche Besucher aus nah und fern an.
Die Bushaltestelle am Raesfelder Rathaus ist bereits weitgehend zur Mobilstation umgebaut. Im Herbst sollen dort das neue Wartehäuschen, zusätzliche Fahrradständer und eine Infostele installiert werden.
In Erle hat nun auch der Ausbau der Haltestelle an der Silvesterstraße zur zweiten Mobilstation begonnen. Die Gemeinde vergrößert den Haltestellenbereich und gestaltet ihn barrierefrei. Dafür werden unter anderem die Bordsteine so angehoben, dass Fahrgäste ebenerdig ein- und aussteigen können. Geplant sind außerdem ein Wartehäuschen nach dem Mobilstations-Standard des Landes NRW sowie mehrere überdachte Fahrradständer.
Der Gemeinderat hatte die Umgestaltung der beiden Bushaltestellen im Herbst 2024 beschlossen. Das Land NRW unterstützt den Ausbau im Rahmen des Programms „Vernetzte Mobilität und Mobilitätsmanagement“ und übernimmt 90 Prozent der Gesamtkosten.
Die Altersstruktur in Raesfeld wird sich bis 2050 spürbar verändern. Laut Modellrechnung sinkt die Zahl der Kinder und jungen Erwachsenen deutlich, während ältere und hochbetagte Menschen stark zunehmen.
Der demografische Wandel wird damit auch in der Gemeinde klar sichtbar.
Weniger Kinder und junge Erwachsene
Besonders betroffen vom Rückgang sind die jüngeren Altersgruppen. Laut Modellrechnung soll die Zahl der Kinder unter 3 Jahren bis 2050 um –25,9 % sinken. Weitere deutliche Rückgänge betreffen:
Kinder von 3 bis unter 6 Jahren: –21,9 %
Kinder und Jugendliche von 6 bis unter 10 Jahren: –10,6 %
Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis unter 35 Jahren: –14,6 %
Menschen zwischen 35 und unter 50 Jahren: –12,0 %
Damit verliert Raesfeld vor allem bei den Altersgruppen, die Schulen, Kitas und Ausbildungsplätze nutzen.
Starke Zunahme bei älteren Menschen
Parallel dazu steigt die Zahl älterer Menschen deutlich. Besonders auffällig sind die hohen Zuwachsraten bei den Seniorinnen und Senioren:
70 bis unter 80 Jahre: +22,7 %
80 Jahre und älter: +114,0 %
Damit wird sich die Zahl der hochbetagten Menschen bis 2050 mehr als verdoppeln. Dieser Anstieg wird sich auf Pflege, betreutes Wohnen und die Gesundheitsversorgung auswirken.
Quelle: Kreis Borken/IT:NRW
Vergleich mit anderen Kommunen
Im Vergleich zu den anderen Städten und Gemeinden im Kreis Borken liegt Raesfeld bei den Rückgängen und Zuwächsen im Mittelfeld:
Unter 3-Jährige: Raesfeld –25,9 % – stärker als Reken (–3,6 %), aber weniger stark als Gescher (–29,1 %).
3 bis unter 6 Jahre: Raesfeld –21,9 % – stärkerer Rückgang als Reken (–2,3 %), aber schwächer als Bocholt (–48,3 %).
Über 80-Jährige: Raesfeld +114 % – ähnlich wie Heiden (+119,9 %) und deutlich über Vreden (+53 %).
Fazit im kreisweiten Vergleich
Raesfeld ist vom demografischen Wandel deutlich betroffen, liegt im Kreisvergleich jedoch im Mittelfeld. Die Rückgänge bei jungen Altersgruppen fallen stärker aus als in Bocholt, aber weniger drastisch als in Gescher. Bei den Hochbetagten über 80 Jahren verzeichnet Raesfeld mit +114 % einen deutlichen Zuwachs, der unter Heiden, aber über Gronau und Borken liegt. Insgesamt wird die Gemeinde spürbar älter, ohne dabei extreme Ausreißer im Kreis Borken zu sein.