Weiterentwicklung der Ortsteile Erle und Homer. Vier Männer wollen Bürgermeister von Raesfeld werden: Dirk Kuhmann (CDU), Johannes Ostermann (UWG), Andreas Erzkamp (SPD) und Jonathan Schmidt (parteilos).
In dieser Serie beantworten sie 31 gleiche Fragen, ehrlich, direkt und ohne Kürzungen. Jeden Tag gibt es einen neuen Teil mit den Antworten auf ein bis zwei Fragen.

7. Welche konkreten Pläne haben Sie für die Weiterentwicklung der Ortsteile Erle und Homer?
Dirk Kuhmann
Die bauliche Umsetzung des Dorfentwicklungskonzeptes in Raesfeld, das Schloss Raesfeld einschließlich des Umfelds und die notwendige Erweiterung der Kläranlage werden in der nächsten Zeit finanziell bedeutende Projekte sein und folglich auch innerhalb der Verwaltung große Teile der fachlich notwendigen personellen Kapazitäten binden. Insofern stellt sich die Frage, was eine Verwaltung in unserer Größenordnung gleichzeitig noch zu leisten in der Lage ist. An dieser Stelle muss man sich zunächst einen Überblick über die vorhandenen Ressourcen verschaffen.
Grundsätzlich soll die Weiterentwicklung der Ortsteile auf verschiedene Weise erfolgen, um die Lebensqualität zu steigern und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erfüllen. Ich halte die Einbeziehung der Anwohner für wichtig, um die Bedarfe und Wünsche zu erfassen, die es umzusetzen gilt, und nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbei zu planen.
Des Weiteren sollen, wie bereits zuvor erwähnt, in Zukunft attraktive Wohngebiete in Raesfeld und Erle entstehen. Ferner gilt es, die Infrastruktur – wie z. B. Schulen sowie Fahrrad- und Gehwege – zu unterhalten und gezielt zu verbessern. Hierunter fällt für mich auch die Instandhaltung der Wirtschaftswege.
Wir müssen uns außerdem um die Sicherstellung der Bedarfe des täglichen Lebens in Erle kümmern. Die Menschen brauchen vor Ort Möglichkeiten, Waren des täglichen Bedarfs erwerben zu können. An dieser Stelle kann ich mir die Einbindung des Wirtschaftsförderers gut vorstellen.
Darüber hinaus möchte ich einen Radweg von Raesfeld nach Homer entlang der Homerstraße planen und umsetzen. Die Löschwasserversorgung in den Außenbereichen sollte verbessert werden, indem Löschwasserzisternen geplant und angelegt werden. Die Gemeinde Raesfeld touristisch weiterzuentwickeln, ist mir ebenfalls ein Anliegen.
Johannes Ostermann
Ich habe konkrete Pläne für die Weiterentwicklung unserer Ortsteile wie Erle und Homer, die sich am beschlossenen Dorfentwicklungskonzept „Raesfeld 2030“ orientieren. Für mich und die UWG gilt: Alle Ortsteile sollen sich gleichwertig weiterentwickeln. Ein Ziel ist es, die ländliche Infrastruktur zu stärken, also den Nahverkehr zu verbessern, Rad- und Fußwege auszubauen und Treffpunkte zu schaffen, die das Dorfleben stärken.
Dazu wurden in Erle bereits wichtige Projekte erfolgreich umgesetzt, wie die Umgestaltung des Femeichen-Geländes. Das Hub-Projekt in Erle, das sich aktuell im Bau befindet, wird neue Impulse für den Ortsteil bringen.
Für Homer steht eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz im Vordergrund, um die Mobilität für die Bewohnerinnen und Bewohner umweltfreundlicher und komfortabler zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung des örtlichen Einzelhandels und von Gemeinschaftsprojekten: Wir unterstützen starke Vereine, kleine Läden und Initiativen, die das Miteinander vor Ort fördern.
Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in die Weiterentwicklung einbezogen werden. Das Dorfentwicklungskonzept bleibt ein „lebendiges Konzept“ und wird laufend gemeinsam mit den Menschen vor Ort angepasst und weiterentwickelt.
Andreas Erzkamp
Erle und Homer sollen nicht nur „mitlaufen“. Ich möchte Treffpunkte schaffen, Nahversorgung sichern und die Anbindung verbessern, damit die Menschen dort genauso gern leben wie im Hauptort.
Jonathan Schmidt
Das Jugendhaus in Erle muss schnellstmöglich zurückgeführt und gemeinsam mit Jugendlichen neu gedacht werden. In den Ortsteilen will ich Treffpunkte fördern (Dorfplatz), die Infrastruktur sichern und durch Bürgerbeiräte vor Ort direktes Feedback einholen sowie das Mitmachen fördern.
In den nächsten Jahren wird das Dorfentwicklungskonzept noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Dadurch wird sich das Ortsbild von Raesfeld und Erle ebenfalls erheblich verändern.
Für Homer werde ich über den Tellerrand von Raesfeld schauen und Ideen einholen, wie man dort das Wohnen weiter erhalten kann. Ein erster Schritt wäre ein vernünftiger Radweg. Das ist jedoch nur der Anfang.
Weiter geht es im 8. Teil mit der Frage: Wie möchten Sie Nahversorgung, Mobilität und medizinische Versorgung sichern oder verbessern?
Hinweis der Redaktion: Die Reihenfolge der Antworten richtet sich nach der aktuellen Sitzverteilung im Gemeinderat und entspricht zugleich der späteren Reihenfolge auf dem Stimmzettel gemäß § 32 der Kommunalwahlordnung NRW.



























