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Parkplatzüberwachung am Edeka-Markt in Erle startet im vierten Quartal

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Holger Beyer, Betreiber des EDEKA-Marktes in Erle hat nun eine Firma zur Parkplatzüberwachung beauftragt. Fotomontage: Petra Bosse

Hinweisschilder mit einer auf eine Stunde begrenzten Parkzeit hätten keine spürbare Wirkung gezeigt. Deshalb setzt Holger Beyer nun auf neue Maßnahmen, um den Parkplatz seines Geschäfts für Kunden freizuhalten und eine reibungslose Anlieferung von Waren zu gewährleisten.

Am Edeka-Markt in Erle wird bald eine neue Parkplatzüberwachung eingeführt. „Eigentlich wollten wir am 1. September starten“, sagt Marktbetreiber Holger Beyer.

„Aber wir hatten technische Schwierigkeiten, weil wir im Moment keinen Techniker bekommen, der uns die Leitungen legen kann. Die Firma hat uns kurzfristig abgesagt.“

Die Firma Wemolo, die zukünftig für diese Videoanlagen verantwortlich sein wird, suche jetzt gerade eine Elektrofirma als Ersatz. „Wir gehen davon aus, dass wir im vierten Quartal dieses Jahres an den Start gehen können“, so Beyer.

Eine Stunde Parken  auf dem Edeka-Parkplatz in Erle zeigte keine Wirkung
Schon vor sechs Jahren habe der Geschäftsinhaber Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung der Parkflächen ausschließlich für Kunden zu sichern. Allerdings bis heute ohne große Wirkung. Foto: Petra Bosse

Zwei Kameras überwachen die Parkzeit

Geplant sind zwei Videokameras, die bei der Ein- und Ausfahrt das Kennzeichen der Fahrzeuge erfassen. „Eine Stunde darf kostenlos geparkt werden. Wer länger steht, muss 35 Euro bezahlen“, erklärt Beyer.

Von diesen Bußgeldern habe er nichts. „Ich bekomme davon keinen Cent“, betont er. Die Überwachung werde von einer externen Firma betrieben, die den Parkplatz für vier Jahre anmietet, das Parken reguliert und die Einnahmen aus den Verwarnungen erhält.

Mietoptionen für längere Nutzung

Wer den Parkplatz längerfristig oder auch über Nacht nutzen möchte, kann über einen QR-Code einen Mietvertrag mit der Betreiberfirma abschließen. „Auch Gewerbetreibende können für ihre Kunden Stellplätze reservieren. Das finde ich fair, weil dann dafür bezahlt wird“, sagt Beyer.

In diesem Fall werde er voraussichtlich zu 50 Prozent an den Mieteinnahmen beteiligt. „Und dann bin ich auch bereit, den Platz zu vermieten, weil ich ja die Kosten für die Reinigung habe. Wenn es im Winter glatt ist, muss ich sicherstellen, dass niemand stürzt. Ich bin also immer in der Verantwortung. Deshalb erwarte ich auch, dass Gewerbetreibende, die den Parkplatz für ihre Kunden nutzen wollen, diesem eine gewisse Wertschätzung entgegenbringen.“

Edeke-Markt Erle setzt zukünftig auf Parkraumüberwachung.
Voller Parkplatz am Edeka-Markt ist keine Seltenheit. Foto: Petra Bosse (A)

Ziel: Parkplätze für Kunden freihalten

Beyer betont, dass es ihm nicht darum gehe, Autofahrer zu verärgern. „Wir haben den Parkplatz seit 30 Jahren angemietet, aber keiner der umliegenden Gewerbetreibenden beteiligt sich an den Kosten. Trotzdem nutzen sie ihn ständig.“ Besonders montagsvormittags sei der Platz oft voll. „Da stehen Wagen von Arztpraxen oder Lieferfahrzeuge, und meine Kunden finden keinen Platz. Dann fahren sie weiter – und Lebensmittel bekommt man heute überall im Umkreis von fünf Kilometern.“

Zwei Jahre Planung

Die Idee zur neuen Regelung durch Parkraumüberwachung besteht schon lange. „Wir planen das seit über zwei Jahren“, sagt Beyer. Wichtig sei ihm gewesen, eine seriöse Firma zu finden. „Wir wollen keine Abzocke, bei der nach 20 Sekunden Überziehung sofort ein Knöllchen verteilt wird. Uns geht es darum, dass der Parkplatz für unsere Kunden frei bleibt.“

Immer wieder treten auch Probleme mit blockierten Stellplätzen auf. „Stellen Sie sich vor, morgens steht ein Campingwagen hier, nimmt vier Plätze ein und keiner ist an Bord. Drei Stunden später kommt der Besitzer, sagt, er war frühstücken und ich soll mich nicht so haben. Was habe ich davon als Supermarktbetreiber, wenn meine Kunden in der Zeit keinen Parkplatz finden?“

Hintergrund: Problem seit Jahren bekannt

Bereits im März 2019 hatte Holger Beyer versucht, gegen Dauerparker vorzugehen. Grund dafür war wie heute, dass zu bestimmten Zeiten Kunden keinen freien Platz mehr finden.

Die bisherigen Hinweisschilder, die eine maximale Parkdauer von einer Stunde vorsahen, haben sich in der Praxis kaum durchgesetzt. Immer wieder komme es vor, dass Fahrzeuge deutlich länger abgestellt wurden. Dies habe nicht nur den Kundenservice beeinträchtigt, sondern auch die Anlieferung von Waren erschwert.

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