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Projekt „Rotary verbindet“ – Laptop für Hermann Kunkler

Laptop an Hermann Kunkler im Seniorenhaus St. Martin in Raesfeld übergeben

Nach dem Start der Aktion „Rotary verbindet“ hat der Rotary Club Lippe-Issel nunmehr seinen ersten Laptop in Raesfeld übergeben.

Empfänger ist Hermann Kunkler, 93 Jahre alt, und seit einiger Zeit im Seniorenhaus in Raesfeld wohnhaft. Um von seinen Erfahrungen berichten zu können, hat ihm der Club das Gerät schon vor einigen Tagen zur Verfügung gestellt.

Rotarie Lippe Issel spendet Laptop corona

So berichtet Hermann Kunkler, dass er bereits schon Videokontakte mit seinen auswärts wohnenden Kindern über die Software Skype hatte. Auch habe er schon das Textprogramm genutzt, um Gedanken niederzuschreiben. Hermann Kunkler, der selbst Mitglied im Rotary Club Dorsten seit über 40 Jahren ist, bedankt sich sehr herzlich bei den Mitgliedern des Clubs für das Geschenk.

Der Rotary Club Lippe-Issel wird nunmehr weitere Computer in seinem Verbreitungsgebiet Hamminkeln, Hünxe, Raesfeld, Schermbeck und Wesel Senioren- und Kinderheimen zur Verfügung stellen. Waren zunächst 35 Geräte geplant, hat sich das Projekt „Rotary verbindet“ so dynamisch entwickelt, dass nunmehr schon von 50 bis 80 Geräten (Laptops oder Tablets) die Rede ist.

Große Spendenbereitschaft

Aufgrund des grossen Verbreitungsgebietes mit einer Vielzahl von Heimen, kann mit dieser Zahl sicherlich eine flächendeckende Versorgung bereitgestellt werden. Hierüber ist natürlich der Präsident des Clubs, Klaus Friedrich aus Raesfeld, hocherfreut, der ausdrücklich die Spendenbereitschaft der Mitglieder und das hohe Engagement der Projektverantwortlichen Tim Heymann aus Brünen, Meinolf Nöthe aus Bocholt und Jan Ridder aus Wesel hervorhebt.

Auch wenn die Kontaktbeschränkungen in der Coronazeit nunmehr gelockert wurden, bleibt gerade für Bewohner von Altenheimen der Wunsch nach Kontakten hoch. Darüber hinaus ist aber auch die Beschäftigung mit Neuem im Sinne aller Beteiligten.

Tierretter – Ulrich Grunewald rettet Rehkitze vor dem Mähwerk

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Moderne Technik rettet Leben von Wildtiere

Im äußersten Zipfel von Schermbeck, nahe an der Grenze zu Dorsten-Rhade, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, rettete der Erler Ulrich Grunewald drei Rehkitze und mehre Hasen vor dem Mähwerk.

Wenn jetzt die Wiesen und Weiden gemäht werden, dann endet das nicht selten in einem Massaker. Im knietiefen Gras versteckt, verbergen sich Rehkitze, Hasen und Bodenbrüter. Häufig endet das junge Leben der Wildtiere tragisch, denn sie geraten in die scharfen Messer und werden, wie das Gras, regelrecht zerhackt.

Um die Wildverluste zu reduzieren, hat der Landesgesetzgeber seit November 2016 das geltende Verbot des Landesnaturschutzgesetzes aufgenommen, bei der Mahd auf Grünlandflächen ab einem Hektar Größe von außen nach innen zu mähen.

Ulrich Grunewald Rehkitze vor dem Mähdrescher bewahrt
Ulrich Grunewald rettete mit Hilfe von Drohnen drei Rehkitze vor dem Mähdrescher. Fotos: Petra Bosse

Wildtiere und Rehkitze werden schnell übersehen

Die Mähweise „Von innen nach außen“ ist die zentrale Schutzmaßnahme für Wildtiere während des eigentlichen Mahdvorgangs. Dennoch, schnell werden Rehkitze und weitere Jungtiere bei der Arbeit übersehen. Wenn oben auf dem Trecker der Landwirt sitzt, kann er aus dieser Position heraus ein verstecktes Rehkitz unmöglich sehen. Das Kitz jedoch ist so gepolt, dass es bei Lärm und Gefahr nicht wegläuft. Im Gegenteil. Es duckt sich noch tiefer ins Gras, während die die Ricken ihren Nachwuchs bewusst im vermeintlich sicheren Gras zurücklassen und woanders äsen.

Wildes Schermbeck im Naturpark Hohe Mark
Wildes Schermbeck kurz vor der Grenze Rhade-Dorsten im nord-östlichsten Zipfel des Kreises Wesel

Einsatz von Drohnen rettet Tierleben

Durch den Einsatz von Drohnen können die Tiere jedoch gerettet werden. Wie in diesem Fall, konnten mit der Drohne von Thomas Sprenger aus Lembeck und mit Hilfe von Ulrich Grunewald, der dort seine Jagd hat, drei Rehkitze das Leben gerettet werden.

Technik rettet Leben – Unter diesem Motto machte sich der Erler am Mittwochmorgen auf den Weg in den Wald, um mit Einsatz von Drohnen auf dem nahegelegenen Feld, Rehkitze und andere Wildtiere aufzuspüren. „Die Drohnen sind mit einer Wärmebildkamera ausgestattet und zeigt beim Flug über das Feld an, wenn es in den Morgenstunden noch recht kühl ist, wo sich Tiere auf dem Feld verbergen“, so Grunewald.

Ulrich Grunewald Rehkitze vor dem Mähdrescher bewahrt
Foto: Petra Bosse

Rehkitze in Kisten versteckt

Nicht nur Rehkitze wurden aufgestöbert, sondern die Drohne lieferte auch die „Verstecke“ der Hasen, die dadurch gerettet werden konnten.  „Ich habe die drei Kitzen dort weggeholt und sicher in eine Kiste am Feldrand gelegt. Wenn die Mahd beendet ist, können sie gut versteckt irgendwo in der Nähe zurückgebracht werden.“

Wildes Schermbeck im Naturpark Hohe Mark

Das Versteck sollte aber sicher sein, so Grunewald. „Mittlerweile haben wir wieder so viele Störche und Raubvögel hier in der Gegend, die ungeschützt liegende Tiere schnell ausmachen“.

Sicher war sich Grunewald, dass, wenn die Rehe nach ihren Kitzen suchen, sie schnell wieder finden werden. „Mutter und Kind verständigen sich über Ruflaute“, so Grunwald.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Lebe deinen Traum – Echte Landkinder als Selbstversorger

Mit Liebe zur Natur und jede Menge Eigeninitiative – Echte Raesfelder Landkinder legen ihr eigenen Gemüsebeet an

Richtige Landkinder und Selbstversorger. Etwas für die Umwelt tun und eigenes Gemüse ernten möchten, das möchten die Jungbäuerinnen und Bauer Ann-Christin, Laurenz, Theresa und Miriam aus Raesfeld.

Raesfelder Landkinder legen Feld an

Auf dem landwirtschaftlichen Hof Brömmel, längs der B 224 zwischen Raesfeld und Erle, haben die Jungbauern, eigentlich aus Langeweile, wie Ann-Christin erzählt, ein Stück des Ackers bearbeitet.

Im Herbst können sie dann ihre eigenen Kartoffeln, Kürbisse, Erbsen, Möhren und Kohl ernten. Blumen für die Bienen fehlen natürlich auch nicht, bestätigt Ann-Christin.

Raesfelder Landkinder legen Feld an

Bereits im letzten Jahr waren sie aktiv. Ihre Mühe hat sich gelohnt, denn für den Eigenbedarf gab es genügend Gemüse und vitiaminreiche Kost.

Ein selbstgebasteltes Holzschild weist auf die Gartenregeln hin. Diese heißen: Pflanze Blumen. Hör die Vögel singen. Entspannung. Wünsch dir Regen. Lade Schmetterlinge ein. Lies ein Buch und lebe deinen Traum.

Raesfelder Landkinder legen Feld an

Erntehelfer bei Böckenhoff bleiben unter sich

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Die Spargelsaison auf den Felder von Bernhard Böckenhoff an der Rhader Straße in Erle ist in vollem Gange. Die Erdbeersaison steht kurz bevor.

Bei Spargelbauer Bernhard Böckenhoff sind rund 80 osteuropäische Saisonarbeiter, die hauptsächlich aus Rumänien kommen, angestellt. So auch in diesem Jahr.

Um ihr Ansteckungsrisiko in der Pandemie zu verringern, bleiben sie unter sich und werden von ihrem Arbeitgeber mit allen nötigen Dingen des Lebens versorgt.

Bedingt durch die Coronakrise gebe es unter den rund 80 Arbeitern erstmalig strenge Regeln, was den Kontakt zur Außenwelt anbelangt, erzählt Bernhard Böckenhoff.

Spargelernte von Bernhard Böckenhoff in Erle

Als es mit der Ernte so richtig losging, hatte Böckenhoff bereits einen kleinen Stamm von Mitarbeitern vor Ort. Weitere Spargelstecher kamen erst später hinzu, da die Einreisebeschränkungen bedingt durch durch die Coronakrise mit Flug und Fahrt es nicht zuließen.

Bevor die neuen Mitarbeiter auf den Hof kamen, waren sie in zweiwöchiger Quarantäne. Bis heute leben die zwei Gruppen getrennt in einer Wohnanlage, die sich in Nähe des Hofes befinden, so Böckenhoff. Jede Gruppe habe ihr eigenes Aufgabenfeld. Betretungsverbot gilt auch für die Halle, wo der Spargel gewaschen und sortiert wird. Böckenhoff verweist darauf, dass die Helfer bei ihm angestellt sind. Bei Schlachthöfen werde dagegen oft mit Subunternehmern und Werksverträge gearbeitet.

Seit mehreren Wochen schon leben sie abgeschirmt von der Außenwelt. Kontakt zu Dritten haben sie nicht, bestätigt Böckenhoff. Die komplette Versorgung für den täglichen Bedarf hat der Erler Spargelbauer selber übernommen. „Sie bekommen alles, was brauchen. Bis hin zu Bier“. 

Wolf im Kreis Borken gesichtet

Hat der Kreis Borken auch einen Wolf?- Identität unbekannt – Die Gemeinde Reken gehört zur Pufferzone um das Wolfsgebiet Schermbeck.

Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) heute bestätigt gibt es nun auch einen Wolfsnachweis im Kreis Borken.

Am 09. März 2020 wurde ein Wolf kurz vor Mitternacht von einer Wildkamera in einem Waldgebiet bei Reken erfasst.

Verbleib, Identität und Geschlecht des Wolfes sind nicht bekannt.

Laut Aussage von Wilhelm Deitermann, Leiter der Lanuv-Pressestelle, schreibt die Borkener Zeitung, würden aktuell viele Jungwölfe durch das Land ziehen, die sich von ihrem Rudel getrennt hätten. Es sei daher möglich, dass das Tier, das von der Wildkamera erfasst worden war, lediglich auf der Durchreise gewesen sei.

In Nordrhein-Westfalen werden über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierschäden entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher nachgewiesen wurde.

Weitere entschädigungsfähige Kosten sind beispielsweise angefallene Tierarztkosten oder Schäden an der Zäunung. Die Gemeinde Reken gehört zur Pufferzone um das Wolfsgebiet Schermbeck. In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den möglichen Förderungen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

Zwei Kälber auf der Weide gerissen

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In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden zwei neugeborene Kälber im Schermbecker Wolfsgebiet auf einer Weide gerissen.

Lanuv war mit zwei Mitarbeitern vor Ort.

Die toten Tierkadaver wurden in einem Abstand von rund 23 Meter gefunden. Beide Kälber wiesen enorme Fraßspuren auf. Einem war der komplette Brustkorb aufgerissen und weggefressen, bei dem anderen klaffte ein riesiges Loch im Bauch. Das Fraßbild gleicht laut Beobachtern vor Ort einem Wolf.

Zweiter Wolf im Revier

Seit mehreren Wochen war es eigentlich klar, dass es im Schermbecker Wolfsgebiet einen zweiten Wolf gibt. Jetzt hat er auch einen Namen: Seine Kennung ist GW1587.

Er stammt aus dem Rudel Schneverdingen, ebenso wie die im Wolfsgebiet Schermbeck territoriale Wölfin GW954f aus dem Rudel Schneverdingen in der Lüneburger Heide.

Wolf in Schermbeck Gloria

Bis vor zwei Wochen wurden die Wölfe auf der anderen Seite der Lippe mehrmals gesehen und auch gefilmt. Ebenso was die Wolfsrisse anbelangten, waren diese immer zwischen Hünxe, Gahlen und Kirchhellen. Nun aber hat sich die Sachlage etwas geändert, denn die Risse fanden auf der anderen Flussseite im Wolfsgebiet Schermbeck statt.

Kälber vom Wolf gerissen

Weitere Wolfssichtungen auf der Karte des Bürgerforums Gahlen

Wolfssichtung Karten Wolfsgebiet Schermbeck

Experten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) waren bereits vor Ort. Eine Bestätigung, dass es sich wirklich um Wolfsrisse handelt, steht noch aus. In der Regel braucht das Lanuv für die Untersuchung ein paar Wochen.

Bisam und Nutria gefährden Hochwasserschutz

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16 neue Bisam- und Nutriafänger geschult

Der Kreis Borken hat wieder Bisam- und Nutriafänger geschult. (Das Foto wurde Anfang des Jahres, noch vor den Schutzvorgaben wegen des Coronavirus, aufgenommen.)
Foto: Kreis Borken

Kreis Borken (pd). Bisam und Nutria stellen kreisweit eine Gefährdung für den Hochwasserschutz an Dämmen und Böschungen der Fließgewässer dar.

Daher hat der Kreis Borken Anfang des Jahres wieder Bisam- und Nutriafänger ausgebildet. Insgesamt 16 Interessierte hatten sich dazu angemeldet. Im Rahmen der Schulung im Borkener Kreishaus ging es insbesondere um die Grundsätze des tierschutzgerechten Fangs beziehungsweise der Tötung der Tiere. Außerdem gab es Informationen darüber, welche arten-, naturschutz- und wasserrechtlichen Belange zu beachten sind.

Nagetiere mit hohem Schadenspotential

„Bisame und auch Nutrias sind Nagetierarten, die große Schäden anrichten können. Eine Bekämpfung ist schon deshalb erforderlich, da diese nicht heimischen Tiere hier kaum natürliche Feinde haben“, erläuterte Jessica Mach vom Fachbereich Natur und Umwelt der Kreisverwaltung Borken. Ohne Fressfeinde können sich solche sogenannten invasiven Arten ausbreiten. Sie gefährden dadurch die biologische Vielfalt, andere Tier- und Pflanzenarten und damit auch die heimischen Ökosysteme.

Bisame und Nutrias graben Wohnhöhlen in den sandigen Untergrund an den Gewässern. Das kann dazu führen, dass Uferböschungen abrutschen und Hochwasserschutzdeiche instabil werden. Zudem können auf diese Weise auf landwirtschaftlichen Flächen in der Nähe von Fließgewässern schwere Mähgeräte absinken oder die Feldfrüchte selbst können von den pflanzenfressenden Nagetieren befallen sein.

Nutrias am Schloss Raesfeld.

Fallenaufsteller sind geschulte Fachleute

Dr. Ellen Praha vom Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises und Jessica Mach vermittelten den Teilnehmern die Grundlagen des gesetzeskonformen Fangs der Tiere. Dr. Praha stellte heraus, dass die Fallen nur von geschulten Fachleuten aufgestellt werden dürfen. „Sie müssen die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten aufweisen sowie einen Sachkundenachweis nach dem Tierschutzgesetz erbringen“, betonte die Tierärztin. Bisam- und Nutriafänger sind zudem verpflichtet, die Jagdpächter über das Aufstellen der Fallen zu informieren.

Nach der schriftlichen Prüfung, die alle Teilnehmer bestanden haben, erfolgte der praktische Teil am Gewässer. Der erfahrene Bisamfänger Josef Schüttert aus Gescher erklärte die Handhabung der zugelassenen Fallen und beschrieb, was bei der Aufstellung zu beachten ist.

Ausweise erstellt der Kreis Borken

Jeder Teilnehmer muss zusätzlich noch einen erfahrenen Bisamfänger begleiten, um die praktischen Sachkenntnisse zum Fangen zu erlangen. Erst danach werden die amtlichen Ausweise durch den Kreis Borken ausgestellt.

Die Fänger erhalten für jedes Tier eine Aufwandsentschädigung. Sie setzt sich zusammen aus einer tierbezogenen Fangprämie des jeweiligen Wasser- und Bodenverbandes sowie einem Zuschuss des Kreises Borken.

Fallen bitte nicht anfassen oder entnehmen!

Gewässeranlieger, die auf ihren Grundstücken Bisame oder Nutrias bemerken, sollten sich an den zuständigen Wasser- und Bodenverband wenden. Spaziergängerinnen und Spaziergänger, die an einer Falle vorbeilaufen, werden gebeten, diese nicht anzufassen oder gar zu entnehmen.

Mehr Informationen und die Namen der Ansprechpersonen gibt es unter www.kreis-borken.de/wbv. Für eine weitere Schulung können sich Interessierte bei Jessica Mach vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken unter Tel. 02861/681-7124 anmelden.

Nutrias am Schloss Raesfeld.

Zum Hintergrund:

Die Nutria, auch Biberratte oder Sumpfbiber genannt, ist eine aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa weit verbreitete Nagetierart. In Deutschland gilt sie als etabliert. Sie kann über zehn Jahre alt, bis zu neun Kilo schwer und 65 cm lang werden. Hinzu kommt eine Schwanzlänge von ungefähr 45 cm. Der Bestand in Mitteleuropa ist wohl auf aus Pelztierfarmen entflohene Tiere sowie auch auf bewusste Auswilderungen zurückzuführen. Die genauen Zahlen sind nicht erfasst, doch der Bestand nimmt aufgrund der guten Lebensbedingungen, der fehlenden Fressfeinde und der letzten milden Winter stetig zu.Bisame oder auch Bisamratten stammen aus Nordamerika und gehören zur Familie der Wühlmäuse. Sie werden circa eineinhalb Kilo schwer. Damit sind sie deutlich kleiner als Nutria – etwa so groß wie ein Wildkaninchen. Ihr Schwanz ist seitlich zusammengedrückt. Fortpflanzungszeit ist in Mitteleuropa in der Regel von März bis September. Bei den Bisamen sind zwei Würfe während eines Jahres üblich.
Am 1. Januar 2015 ist eine EU-Verordnung über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in Kraft getreten. Die Bisam und Nutria sind in die erste „Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung“ aufgenommen worden.

Kreis Borken – Allgemeine Hinweise zu Versammlungen

Polizei leitete Strafverfahren ein

Bocholt (ots). In der vergangenen Woche kam es in Bocholt zu einer nicht angemeldeten Versammlung. Gem. § 26 Nr. 2 Versammlungsgesetz („Wer als Veranstalter oder Leiter eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel oder einen Aufzug ohne Anmelddung durchführt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.“) leitete die Polizei ein Strafverfahren ein.

Eine solche Anmeldung hat grundsätzlich 48 Stunden vor der der Bekanntgabe der Versammlung oder des Aufzuges bei der zuständigen Behörde zu erfolgen.

Ausnahmen gelten nur bei Versammlungen, die sich aus aktuellem Anlass augenblicklich bilden (sog. Spontanversammlungen). Zuständige Versammlungsbehörde ist in NRW die Polizei.

Die Erreichbarkeiten zur Anmeldung finden Sie hier: https://borken.polizei.nrw/versammlungsrecht-1 Etwaige Verabredungen oder Planungen in sog. sozialen Netzwerken im Vorfeld ersetzen nicht die Anmeldung, können aber bei der Prüfung, inwiefern eine sog. Spontanversammlung vorliegt oder nicht, wichtige Beweise sein. Die Anmeldung soll z. B. dazu dienen, der zuständigen Behörde ausreichend Zeit zur Prüfung etwaig notwendiger Auflagen und zur Vorbereitung möglicher Schutzmaßnahmen zu geben.

Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut und die Polizei handelt bei Ihrer Auflagen-/Verbotsprüfung grundsätzlich versammlungsfreundlich, so wie es das Bundesverfassungsgericht in einer Grundsatzentscheidung festlegte.

Aus Gründen des Gesundheitsschutzes und damit einhergehender Kontaktbeschränkungen kann es in Absprache mit den örtlich zuständigen Behörden zu entsprechenden Auflagen kommen. Die Polizei bittet im Sinne der Solidarität, sich an diese Auflagen zu halten. Gesundheitsschutz, Hygiene- und Abstandsregeln sind kein Spiel, sondern notwendige Verhaltensweisen. Dies gilt natürlich nicht nur bei Veranstaltungen sondern auch im „normalen Alltag“.

Ergebnisse der Corona-Großtestung – 34 infizierte Personen

Insgesamt 329 Proben wurden am Wochenende von der Westfleisch-Belegschaft in Coesfeld genommen

Ergebnisse der Corona-Großtestung in drei fleischverarbeitenden Betrieben in Schöppingen liegen jetzt vor: 34 der 329 Proben sind positiv Infizierte werden unter Quarantäne gestellt – Ermittlung des Umfeldes läuft

Kreis Borken/Schöppingen. In einer Großaktion hatte am Samstag (09.05.2020) das DRK im Auftrag des Kreises Borken in Schöppingen die Belegschaften von drei örtlichen fleischverarbeitenden Unternehmen auf das Coronavirus getestet. Insgesamt 329 Proben wurden dabei gezogen.

Am späten Montagnachmittag (11.05.2020) lag nun dem Kreisgesundheitsamt das Ergebnis vor: 34 Personen sind infiziert. Davon arbeiten 33 bei einem Zerlegebetrieb. Bei dem Schöppinger Schlachthof Tummel sind hingegen alle Tests bis auf den einer Kontaktperson zu diesem Zerlegebetrieb negativ ausgefallen.

Auch die Tests bei den vom Kreis Borken in Schöppingen eingesetzten, ebenfalls beprobten Amtsveterinären und Fleischbeschauern sowie bei den Mitarbeitern des dritten Betriebs sind allesamt negativ.

Der Kreis veranlasste daraufhin sofort, dass die jeweiligen Wohnort-Behörden die Infizierten unter Quarantäne stellen. Dazu leitete er die Anschriften an die betroffenen kreisangehörigen Städte und Gemeinden – das sind Ahaus (8 Infizierte), Heek (8) und Schöppingen (12) – sowie die zuständigen Gesundheitsämter für Sögel/Niedersachen (1), Rosendahl (4) und Datteln (1) weiter.

Gleichzeitig laufen damit die Wohnumfeld-Recherchen an, um Kontaktpersonen zu ermitteln und diese ebenfalls in Quarantäne zu bringen.

Auflagen für den Zerlegebetrieb

Der Zerlegebetrieb darf laut Kreis Borken zudem ab sofort nur noch mit negativ getesteten, nicht in Hausgemeinschaft mit Infizierten lebenden Personen weiterarbeiten. Diese müssen sich zudem für weitere Tests bereithalten und vorher schon bei Auftreten entsprechender Krankheitssymptome aus dem Betrieb genommen werden. Ersatzkräfte können nur nach vorheriger Testung auf das Coronavirus eingesetzt werden.

Der Kreis übermittelt die Testergebnisse auch dem Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung.

Großtestung in Bocholt

Morgen wird die Großtestung in Bocholt fortgesetzt. Dort wird das DRK bei rund 220 Mitarbeitern mehrerer Firmen Proben nehmen. Testungen weiterer Betriebe im Kreis Borken folgen dann unmittelbar.

Der Kreis Borken verfolgt mit diesem Vorgehen den Ansatz, zielgerichtet die Mitarbeiter in deren Betrieben zu testen. Das gehe deutlich schneller, als jeweils in eine Vielzahl von Einzelunterkünften zu fahren, betont Landrat Dr. Kai Zwicker.

Die betroffenen Unternehmen seien selbst sehr daran interessiert, rasch Klarheit zu bekommen und würden daher in kooperativer Weise dieses Verfahren unterstützen. Dafür dankt der Landrat genauso wie für die Mitwirkung des DRK, das die Testungen mit vielen Einsatzkräften durchführt. Im Falle positiver Testergebnisse nimmt das Kreisgesundheitsamt sofort das jeweilige Wohnumfeld der Infizierten in den Blick und stellt auch über die zuständigen Ortsbehörden Kontaktpersonen in Quarantäne

Konzept zur schrittweisen Öffnung der Kindertagesbetreuung

Nächste Öffnungsschritte erfolgen am 14. und 28. Mai 2020 / Minister Stamp: So schnell wie möglich und verantwortbar eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder ermöglichen.

Nordrhein-Westfalen leitet die weitere Öffnung der Kindertagesbetreuung ein und hat dazu unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens ein Konzept vorgelegt.

Demnach werden vom 14. Mai 2020 an schrittweise weitere Kinder die Kindertagesbetreuung besuchen können.

Konzept zur Öffnung der Kindertagesbetreuung:
 
Derzeitige Regelung

  • Eingeschränkte Notbetreuung: Betretungsverbote von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen. Ausnahmen für Kinder, deren Eltern den besonderen Berufsgruppen angehören, und zur Sicherung des Kindeswohls im Einzelfall.
  • Erweiterte Notbetreuung: Erwerbstätige Alleinerziehende und Alleinerziehende in Abschlussprüfungen von Schul- oder Hochschulausbildung.


Ab dem 14. Mai 2020:

  • Die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen wird geöffnet für Vorschulkinder mit einer Anspruchsberechtigung nach dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).
  • Zudem dürfen Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von einer wesentlichen Behinderung bedroht sind, und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde, wieder in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflegestellen betreut werden. Eine entsprechende Umsetzung für die Betreuung von Kindern in heilpädagogischen Gruppen soll im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten erfolgen.
  • Die Kindertagespflegestellenangebote mit ihrem familiennahen und überschaubaren Betreuungsangebot werden für Kinder, die ihr zweites Lebensjahr vollendet haben, geöffnet.
  • Brückenprojekte können wieder geöffnet werden.
  • Von Eltern privat organisierte Betreuung ist unter Auflagen möglich.

 
Ab dem 28. Mai 2020:

  • Alle übrigen Vorschulkinder werden aufgenommen.

 
Weitere Schritte im Juni:

  • Im Laufe des Junis soll allen weiteren Kindern der Besuch ihrer Einrichtung oder ihrer Kindertagespflegestelle ermöglicht werden. In welchem Umfang das Angebot realisiert werden kann, wird fortlaufend geprüft und mit den Kommunen sowie Trägern abgestimmt und unter Beratung von Eltern und Gewerkschaften sowie Kindertagespflegeverbänden erfolgen.

Update: Insgesamt 120 COVID19-positive Befunde Kreis Borken

Weitere Laborergebnisse im Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei der Coesfelder Firma Westfleisch

Es stehen immer noch weitere Testergebnisse aus!

Kreis Borken. Im Laufe des heutigen Tages (10.05.2020) sind im Borkener Kreishaus weitere Laborergebnisse eingetroffen, die mit dem Infektionsgeschehen bei der Coesfelder Firma Westfleisch im Zusammenhang stehen.

Hintergrund ist, dass zahlreiche Mitarbeiter dieses Unternehmens, vor allem ausländische Werkvertragsbeschäftigte, im Kreis Borken untergebracht sind. Hier gab es inzwischen insgesamt 18 COVID19-positive Befunde (Stand: 16 Uhr). Diese sind in folgenden Kommunen:

Ahaus und Borken: jeweils 1 positiver Fall

Gescher: 10 positive Fälle

Legden: 2 positive Fälle

Velen: 4 positive Fälle

Diese Zahlen umfassen alle Fälle für den Kreis Borken, einschließlich der bisher gemeldeten, die in Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen bei der Coesfelder Firma Westfleisch stehen.

Es stehen allerdings noch weitere Testergebnisse aus. Alle positiv gestesteten Personen sind unter Quarantäne gestellt worden. Die Ermittlungen zu den Kontaktpersonen der Infizierten laufen derzeit.

Erster Gottesdienst im Lukaszentrum Raesfeld

Nach acht Wochen fand am Sonntag der erste Gottesdienst im Lukaszentrum statt

Unter der Leitung von Pfarrerin Barbara Werschkull konnte die evangelische Kirchengemeinde von Raesfeld nach achtwöchiger Abstinenz wieder einen Gottesdienst feiern.

Andere Zeiten, neue Bedingungen, und so fand der erste Gottesdienst in Zeiten der Coronakrise natürlich unter Beachtung der Hygienevorgaben statt.

Corona Erster Gottesdienst nach acht Wochen
Foto: privat

Die Stühle, die im notwendigen Abstand besetzt werden konnten, waren mit Bändern gekennzeichnet. Auch sonst war die Kirche reich geschmückt. Zu Beginn des Gottesdienstes wurde vom katholischen Pastor Johnsun als Geschenk die Osterkerze übergeben, welche üblicherweise in der Osternacht überreicht wird.

Im Gegenzug und als Dankeschön für die vielen Osterkerzen der vergangenen Jahre, erhielt die katholische Pfarrgemeinde von der evangelischen Gemeinde eine Fliesenbibel.

Muttertag – Blumige Grüße

Einen dicken Kuss für alle Mütter dieser Welt zum Muttertag

Das Herz der Mutter ist immer bei den Kindern. Die Herzen der Kinder sind immer bei der Mutter.

Zitat von den Kalmyken

Der Muttertag ist ein nicht gesetzlicher Feiertag zu Ehren der Mütter und entstammt ursprünglich der amerikanischen Frauenbewegung. 1872 regte die amerikanische Frauenrechtlerin Julia Ward einen Feiertag für Mütter an.

Durchgesetzt in der westlichen Welt hat sich der Muttertag seit Anfang des 20. Jahrhundert.

1907: Anna Jarvis aus Philadelphia startet eine Initiative für einen Mütter-Feiertag.

1914: Der amerikanische Präsident Woodrow Wilson erklärt den zweiten Maisonntag zum nationalen Ehrentag.

1923: Der Muttertag wird in Deutschland eingeführt, unterstützt vom Verband der Blumengeschäftsinhaber

1933: Der Muttertag wird offizieller Feiertag

1949: Der Muttertag ist wieder ein rein privater Feiertag

Üblicherweise werden Blumen, Gedichte oder andere kleine Geschenke überreicht, um der Mutter für all Ihre Aufgaben zu danken.

Aber hätten Sie gewusst

… dass die Schnittblumenbranche jährlich allein am Muttertag 130 Millionen Umsatz macht? Im Schnitt gibt jeder Deutscher 25 Euro für Mutti aus.

…dass der größte Muttertagshit „Mama“von Heintje stammt und diese Schmachthymne rund fünf Millionen mal verkauft wurde? Heute noch!

…dass die westdeutsche Mutter im Schnitt 29 Jahre und die ostdeutsche Mutter 27 Jahre alt ist, wenn sie ihr 1. Kind bekommen?

…dass sich Tiefseekalmaren-Mütter sich neun Monate um den Nachwuchs kümmer, ohne in der Zeit irgendetwas zu fressen? Sie legen unzählige Eier in einer Blase, halten diesen Sack in den Armen und kneten ihn ständig, damit das Wasser die Eier umspült. Weil sie dabei keinen Arm frei haben, verzichten sie notgedrungen auf Nahrung. Soweit kann die „Mutterliebe“ unter Wasser gehen.

Kleine Geste der Dankbarkeit

Sich in die Gemeinde einbringen und Danke sagen. Das möchte die Familie Mamou aus Syrien.

Seit rund drei Monaten haben das Ehepaar Talat und Zainab mit ihren Kindern, zwei und fünf Jahre, in Raesfeld ein neues Zuhause gefunden.

Insgesamt sieben Monate sind sie in Deutschland. Davor lebten sie sieben Jahre in Katar und warteten auf ein Visum für Deutschland. Nun sind sie froh, dass es endlich geklappt: „Das war nicht unsere Heimat und für immer wollten wir dort nicht leben“, sagt Zainab rückblickend.

Gemeinschaft Raesfeld Coronakrise
Foto: Petra Bosse

Gummiband ist Mangelware

Das syrische Ehepaar, sie Mathematikerin, er von Beruf Buchhalter, nehmen die Coronakrise gelassen. „Wir haben aber gleich zu Anfang der Krise mitbekommen, dass es in Raesfeld an Nasen-Mundschutz Masken fehlt. Deshalb fingen wir an, welche zu nähen“, sagt Talat Mamou. Als Stoff werden Putzlappen verwendet, die von innen mit Filterpapier ausgelegt werden können. Mittlerweile es sei aber, so Zainab, dass es schwierig sei, an das passende Gummiband zu kommen. Dadurch ist momentan die Fertigstellung ins Stocken geraten.

Masken aus Putzplappen

60 Masken, für Erwachsene und Kinder sind mittlerweile fertig. Einige warten noch darauf, mit einem Gummiband versehen zu werden. „Die Masken sind sehr funktional, denn sie bestehen und können schnell gewaschen und getrocknet werden“, so Nicole Höbing, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Raesfeld.

Es macht uns glücklich, dass wir so gut aufgenommen wurden und denken, dass wir alle in dieser Zeit zusammenstehen müssen

Als Anerkennung etwas zurückgeben

Da beide Englisch und ein wenig Deutsch sprechen, gab es, wie sie betonen, überhaupt keine Schwierigkeiten, sich in der Zeit des Kontaktverbots und der Coronakise mit den Leuten zu verständigen. Beide zeigen vollstes Verständnis dafür, dass sie einen Mund-Nasenschutz tragen müssen und haben sich gut damit arrangiert. Unterstützung bei allen anderen Alltagsfragen bekommen sie von ihren Nachbarn. „Es macht uns glücklich, dass wir so gut aufgenommen wurden und denken, dass wir alle in dieser Zeit zusammenstehen müssen“, so Talat. Das sei auch der Grund gewesen, um der Gemeinde und den Menschen mit dem Nähen ihre Dankbarkeit zu zeigen und ihnen damit als Anerkennung etwas zu zurückzugeben.

Nun hoffen beide, dass sie endlich mit dem ersehnten Deutschkurs beginnen können. Gerne möchte Vater Talat einen kleinen Job annehmen. Nur von der Sozialhilfe leben, das sei nicht sein Ding.

Masken können bestellt werden

Der Erlös aus dem Verkauf der Masken kommt der Bürgerstiftung zugute.

Wer noch Masken braucht, so Nicole Höbing, kann sich telefonisch bei ihr melden unter der Nummer: 02865-955341 oder per Mail: [email protected] seine Bestellung aufgeben.

Neun Mitarbeiter von Westfleisch positiv getestet

Großeinsatz zur Eindämmung der Coronapandemie im Kreis Borken: alle Hände voll zu tun auch am Wochenende – 329 Tests durchgeführt.

Verantwortliche haben gleich mehrere Geschehen im Blick. Neun ausländische Werkvertragsbeschäftigte von Westfleisch, die im Kreis Borken wohnen, sind positiv.

Kreis Borken (pd). Alle Hände voll zu tun hatten die Verantwortlichen beim Kreis Borken am heutigen (09.05.2020) Samstag in Sachen „Coronapandemie“. Dabei gingen ihre Aktvitäten gleich in mehrere Zielrichtungen:

So konnte die Großtestung von Beschäftigten von drei fleischverarbeitenden Betrieben in Schöppingen, die vormittags begonnen hatte, am Nachmittag beendet werden.

Proben von insgesamt 329 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden genommen.

25 Einsatzkräfte

„Eine wahrlich stramme Leistung, die das 25 Einsatzkräfte umfassende Team des DRK unter Leitung von Jürgen Rave da gezeigt hat“, lobte Landrat Dr. Kai Zwicker, der sich selbst ein Bild vom Ablauf der Testung gemacht hatte, die straffe Organisation.

Dafür dankte er auch allen weiteren Mitwirkenden, darunter den Verantwortlichen der Firmen. „Die intensive Kooperation hat es uns ermöglicht, diese umfangreiche Beprobungsaktion in einem Zeitraum von weniger als 24 Stunden zu planen und durchzuführen“, machte der Landrat deutlich.

Das zeige, dass alle Beteiligten gleichermaßen daran interessiert seien, rasch Klarheit über die Situation zu erhalten. Der Kreis Borken erwartet die Test-Ergebnisse nun Anfang der neuen Woche. Dann wird das Kreisgesundheitsamt zudem die Mitarbeiterschaft weiterer fleischverarbeitender Unternehmen im Kreisgebiet testen lassen.

Heutige Testergebnisse

Im Laufe des heutigen Tages trafen im Borkener Kreishaus weitere Laborergebnisse ein, so zum Infektionsgeschehen bei der Coesfelder Firma Westfleisch – Hintergrund: Zahlreiche Mitarbeiter dieses Unternehmens, vor allem ausländische Werkvertragsbeschäftigte, sind im Kreis Borken untergebracht. Hier gab es folgende Befunde:

Ahaus und Borken: jeweils 1 positiver Fall

Gescher: 6 positive Fälle

Legden: 2 positive Fälle

Es stehen allerdings noch weitere Testergebnisse aus. Die Ermittlungen zu den Kontaktpersonen der Infizierten laufen derzeit, also auch am Samstag und Sonntag.

Weitere Tests und Erleichterung

Unabhängig davon hatte das Kreisgesundheitsamt Borken ein weiteres Geschehen im Blick. Dabei ging es um die Ergebnisse der Testung von insgesamt 49 Personen an der Kreuzschule in Heek: Lediglich in einem Fall gab es einen positiven Befund. Dabei handelt es sich um eine Person, die außerhalb des Kreises Borken wohnt. Alle anderen Ergebnisse waren negativ.

Befürchtungen, dass bei einer Reihe von positiven Proben womöglich die Schule hätte geschlossen werden müssen, haben sich daher nicht bewahrheitet, teilte das Kreisgesundheitsamt mit. Darüber zeigten sich alle Beteiligten sehr erleichtert.

Der Unterricht in der Kreuzschule kann daher am Montag – wie geplant – unter Beachtung der für Schulen generell angeordneten hygienischen Vorgaben erfolgen.

Kölnische Rundschau zu den Corona-Fällen in Coesfeld

Verantwortungslos – Sandro Schmidt, Kölnische Rundschau, zu den Corona-Fällen in Coesfeld, Steinburg und Greiz

Köln (ots). Kaum sind die neuen ohnehin zu stark gelockerten Corona-Regeln in Kraft, wird bereits der einzig wirksame Kontrollmechanismus, der einen zweiten epidemischen Ausbruch verhindern soll, gleich mehrfach in Frage gestellt.

Das ist unverantwortlich und skandalös. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es ist richtig, dass nicht das öffentliche Leben in ganz Deutschland lahm gelegt werden soll, wenn es nur in einzelnen Regionen zu Besorgnis erregenden Krankheitsausbrüchen kommt.

Das halten auf Dauer weder Wirtschaft noch Bevölkerung durch. Insofern ist der Gedanke, nun differenziert und eigenverantwortlich in Ländern und Landkreisen zu operieren, nachvollziehbar und sinnvoll. Doch es kann nicht sein, dass jeder Landrat, wenn die vereinbarte Grenze von 50 neuen Fällen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche überschritten wird, seine eigene Ausrede findet, warum die Notfallregelung bei ihm nicht gelten müsse.

In Coesfeld zum Beispiel wurde zunächst noch nicht einmal der Betrieb geschlossen mit der abenteuerlichen Begründung, er sei systemrelevant. Es ist kaum anzunehmen, dass die Fleischversorgung in Deutschland zusammenbricht, wenn eine – wenn auch große - Firma wegen Corona eine Zeit lang nicht arbeiten darf.

Da ist es gut, dass jetzt wenigstens das Land NRW durchgreift. Oberstes Ziel aller Verantwortlichen muss es sein, dafür zu sorgen, dass aus den derzeit relativ wenigen Corona-Fällen nicht eine erneute Pandemie entsteht.

Also haben sie in Coesfeld, Steinburg und im thüringischen Greiz unverzüglich und mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass aufkeimende Virus-Hotspots eingedämmt werden. Sonst verpuffen alle guten Maßnahmen der letzten Wochen, und wir stehen wieder am Anfang. Und vor einem zweiten flächendeckenden Lockdown.

Großtestung von rund 300 Beschäftigten angelaufen

300 Beschäftigte von drei fleischverarbeitenden Unternehmen in Schöppingen werden geetestet

Einen besonderen Blick auf das Infektionsgeschehens bei der Firma Westfleisch (Kreis Coesfeld) hat das Kreisgesundheitsamt Borken derzeit auf das Personal der Schlachthöfe im Kreis Borken. Damit reagiert der Kreis Borken, wie gestern bereits vom Landrat Dr. Kai Zwicker angekündigt, schnell auf die die derzeitige Lage.

So ist heute (09.05.2020) die vom Kreisgesundheitsamt veranlasste Großtestung von rund 300 Beschäftigten von drei fleischverarbeitenden Unternehmen in Schöppingen angelaufen. Getestet werden dort auch die vom Kreis Borken eingesetzten Fleischkontrolleure und Amtstierärzte.

25 Kräfte im Einsatz

Das Deutsche Rote Kreuz übernimmt diese Aufgabe. Es ist am Samstagvormittag mit rund 25 Kräften unter Leitung von Jürgen Rave im Einsatz.

Testungen bei den anderen fleischverarbeitenden Betrieben im Kreis Borken werden kurzfristig folgen. Sofort nach Bekanntwerden von Infektionsnachweisen bei zwei ausländischen, im Kreis Borken untergebrachten Mitarbeitern der Coesfelder Firma Westfleisch war auf Veranlassung der Kreisverwaltung Borken deren jeweiliges Wohnumfeld in Gescher und Velen auf das Coronavirus getestet worden. Unabhängig von den zunächst noch ausstehenden Testergebnissen wurden alle betroffenen Personen von den dafür zuständigen örtlichen Ordnungsämtern gleichzeitig unter Quarantäne gestellt, teilt der Kreis Borken mit.

Fortführung einiger Kurse wieder möglich

Einige Kurse können ab Montag, 11. Mai wieder starten!

Das Bildungswerk Raesfeld teilt mit, dass es im Zusammenhang mit den Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Covid19-Epidemie aktuell erfreulicherweise einige Lockerungen gibt, die die Fortführung einiger Kurse ermöglichen.

Ab Montag, den 11.05.2020 werden vereinzelte Kurse – hauptsächlich Sprach- und EDV-Kurse – unter den Voraussetzungen der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen wieder als Präsenzveranstaltungen stattfinden können.

Sobald der Unterricht auch in anderen Bereichen (Sport-, Wassergymnastik-, Entspannung etc.) wieder starten kann, werden die Teilnehmer/innen und Referenten/innen umgehend informiert.

Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass vereinzelte Kurse nunmehr auch als Onlineangebote durchgeführt werden. Dieser Bereich wird momentan noch weiter ausgebaut. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie im Sekretariat des Bildungswerkes.

Dieses ist wie gewohnt telefonisch unter 02865-10073 oder per E-Mail unter [email protected] für Rückfragen und Informationen erreichbar.

Weltweit erstes drive-in Klassik- Festival in Borken

Drive & Live – Klassik im Autokino – Weltweit erstes drive-in Klassik- Festival im westfälischen Borken mit hochkarätiger Besetzung

Borken (pd). Mit einer hochkarätigen Besetzung und einem umfangreichen Programm startet am 15. Mai das weltweit erste Drive- In Klassikfestival in der münsterländischen Kreisstadt Borken.

„Drive & Live – Klassik im Autokino“ heißt das aktuelle Format der »musik:landschaft westfalen«, um in Coronazeiten für Freunde der klassischen Musik ein Stück Bühnenkultur erlebbar zu machen.“Wir geben den Künstlern die Bühne zurück“ erläutert Dirk Klapsing, Intendant des Festivals, mit Blick auf die aktuelle Lage, die insbesondere für die Künstler existenziell schwierig sei. „Aber auch unser Publikum, das seit vielen Wochen zu Hause bleiben muss, sehnt sich nach Life-Konzerten.“

Autokino als Bühne für klassische Musik

Er und sein Team organisieren bereits seit 2009 Konzerte an besonderen Orten – in Schlössern, Scheunen, Lagerhallen oder auch Gartenmärkten. „Das Autokino als Bühne für klassische Musik zu erobern, war für uns also nicht abwegig“, sagt Klapsing und freut sich, dass nahezu alle Künstler, denen er seine Idee vortrug, vorbehaltlos ihr Kommen zugesagt haben.

Dazu gehören die Pianisten Christoph Eschenbach, Martin Stadtfeld und Justus Frantz, Felix Kliesner (Horn), der ungarische Stargeiger Jószef Lendvay, der Percussionist Martin Grubinger und der Cellist Claudio Bohórquez, Künstler von Weltrang wie auch Sergej Nakariakov (Trompete), Christian Tetzlaff (Violine), der Wiener Philharmoniker Daniel Ottensamer (Klarinette) und dessen Bruder Andreas (Berliner Philharmoniker) sowie dessen Kollegen Noah Bendix-Balgley (1. Konzertmeister Berliner Philharmoniker) und Stephan Koncz (Cello/Berliner Philharmoniker).

Höhner haben zugesagt

Auch Star- Pianist Joja Wendt, der renommierte Geiger und Dirigent Martin Panteleev und Musiker der Festival Philharmonie Westfalen spielen in Borken. Nicht nur die e-Musik ist vertreten: Auch die „Die Höhner“ aus Köln haben ihren Auftritt bereits zugesagt. ebenso wie Götz Alsmann und die Beatles-Tribute-Band „Kaiserkeller“.

Start

Ab dem 15. Mai geht es los mit Justus Frantz und einem Chopin- Abend, am 16. Mai widmet sich der Pianist Martin Stadtfeld Beethoven. Jeweils freitags und samstags um 19 und 21 Uhr gibt es ein einstündiges Konzert.

Rund 125 Pkw fasst der große Parkplatz am Rande des Stadtparks – unter Einhaltung aller Vorschriften der Corona-Schutzverordnung. Die Autos stehen in entsprechenden Abständen vor der großen Bühne und haben durch die Windschutzscheibe freie Sicht auf die Interpreten.

Sie dürfen maximal mit zwei Personen besetzt sein. Eine LED-Leinwand sorgt dafür, dass auch in den letzten Reihen noch beste Sicht herrscht. Die Künstler agieren natürlich ebenfalls mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand. Die Konzerte werden professionell abgemischt, der Ton gelangt per Funksignal auf das Autoradio. Die Fahrer müssen lediglich die vorgegebene UKW-Frequenz anwählen.

Nasen-Mund-Schutztuch im Topf vergessen

Nasen-Mund-Schutztuch beim Auskochen im Topf vergessen

Erle. Zu einem Einsatz in Erle in der Straße Holzheide rückte am Samstag die Feuerwehr gegen 9.30 Uhr aus.

Der Grund: Ein Bewohner hat beim Auskochen der Nasen-Mund-Schutzmaske diese schlichtweg auf dem Herd vergessen. Glücklicherweise schlug der Rauchmelder an, sodass kein größerer Schaden entstanden sei, so der Leiter der Feuerwehr André Szczesny.

Dieser Einsatz sei laut Szczesny in den letzten Wochen kein Einzelfall gewesen. „Aufgrund der guten Reaktion des Bewohners konnte Schlimmeres verhindert werden, indem er den Topf nicht selber versucht hat zu löschen, sondern mit der offenen Seite nach unten direkt nach draußen gestellt hat“.

Brennende Maske im Betreuten Wohnen Raesfeld

Bereits am Dienstagabend wurde die Feuerwehr Raesfeld unter dem Stichwort „Feuer Brandmeldeanlage“ im betreuten Wohnen an der Gartenstraße alamiert.

Grund der Alarmierung war, dass hier eine Bewohnerin ebenfalls ihren Mund-Nasenschutz auskochen wollte und diesen im Topf vergessen hatte. Nachdem das Wasser verkocht und die Schutzbekleidung durch die Hitze in Brand geraten war, habe der Rauchmelder ausgelöst. Die Bewohnerin habe ebenfalls darauf den Topf auf den Balkon gebracht, so dass sich das Feuer nicht ausbreiten konnte.

Die Feuerwehr appelliert erneut, Töpfe und Pfannen nicht unbeaufsichtigt auf dem Herd zu lassen.

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