Die Bäckerei Spangemacher hat mit einer innovativen Spendenaktion beeindruckende 3.250 Euro für die Jugendfeuerwehr Raesfeld gesammelt.
Die Aktion, die vom 8. bis zum 27. April stattfand und umfasste den Verkauf von zwei speziell kreierten Backwaren: das „Florians Körnerbrötchen”, benannt nach dem Schutzpatron der Feuerwehr, und der „Feuerwehr-Amerikaner”, verziert mit der lebensrettenden Nummer 112.
1 Euro für die Förderung der Jugendfeuerwehr.
Für jedes verkaufte Gebäck floss 1 Euro direkt in die Förderung der Jugendfeuerwehr. Insgesamt wurden 1.822 Körnerbrötchen und 1.383 Feuerwehr-Amerikaner verkauft. Des Weiteren wurden 45 Euro durch sonstige Spenden eingenommen.
Danke
Die Aktion sei nicht nur ein Zeichen der Dankbarkeit der Bäckerei Spangemacher, sondern auch eine Reaktion auf die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr Raesfeld. Diese löschte erfolgreich am 4. Oktober 2023 einen Kaminbrand in der Backstube der Bäckerei. „Die Unterstützung ist unser Weg, nochmals Danke zu sagen und gleichzeitig in die Zukunft unserer Feuerwehr zu investieren”, so Patrick Spangemacher.
Die Bäckerei Spangemacher und die Jugendfeuerwehr bedanken sich herzlich bei allen Kunden, die die Aktion unterstützt haben. Solche Initiativen fördern das Bewusstsein für die Bedeutung der Feuerwehrarbeit und unterstützen die Entwicklung junger Einsatzkräfte.
Die Funke Medical GmbH ist ein Unternehmen der Medical Equipment GmbH. Wir stellen medizinische Hilfsmittel zur Prävention und Behandlung eines Dekubitus her. Mit einer Schwestergesellschaft in den Niederlanden, der DERON BV, sind wir in unserer Branche eines der führenden Unternehmen in Europa mit einem hohen Exportanteil in 34 Länder dieser Welt.
Neue Entwicklungen im Baugebiet Stockbreede: Vergabeverfahren für Grundstücke im Bereich des Bebauungsplanes RA 34 (Dorstener Straße/Stockbreede) und Erweiterung Van-Gent-Straße.
In Raesfeld ergeben sich spannende Perspektiven für zukünftige Häuslebauer: Im Baugebiet Stockbreede sind Schottergärten und Stabmattenzäune mit Kunststoffgeflecht nicht zulässig. Diese Kriterien sind nur einige der Regelungen für die Vergabe von 34 Einzelheimgrundstücken. Die Entscheidungen wurden in der Sitzung des Hauptausschusses am Montag getroffen.
Solche, oder ähnliche Zäune sollen zukünftig in der Gemeinde in Neubaugebieten der Vergangenheit angehören. Foto: Petra Bosse
Einstimmiger Beschluss im Hauptausschuss
Am Montag hat sich der Hauptausschuss getroffen, um über das Vergabeverfahren der Grundstücke im Rahmen des Bebauungsplans RA 34 (Dorstener Straße/Stockbreede) sowie die Erweiterung an der Van-Gent-Straße zu beraten. Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen einstimmig, das Verfahren durchzuführen. Insgesamt können somit 34 Grundstücke bebaut und neuen Besitzern zugewiesen werden. Die Vergabekriterien basieren, wie bereits berichtet, auf einem Punktesystem. Auch die bisherige Baulücke an der Van-Gent-Straße wird nun geschlossen und ist Teil des Vergabeprozesses, wie Kämmerer Thomas Greving erklärte.
Start der Vergabe vor den Sommerferien
„Noch vor den Sommerferien werden wir mit der Vergabe der Grundstücke beginnen“, so Bürgermeister Tesing. „Dann können wir nach den Sommerferien hoffentlich die Verträge abschließen und schauen, wer ein Grundstück bekommt und Ende des Jahres mit dem Bau beginnen“, fügte er hinzu.
Keine Schottergärten und Stabgitterzäune
Henry Tünte von den Grünen betonte, dass die Gemeinde im Rahmen des Vergabeverfahrens darauf achten solle, dass es keine Schottergärten und Stabgitterzäune geben wird. „Das brauchen wir nicht mehr festlegen. Die neue Verordnung ist Anfang des Jahres in NRW verschärft und festgelegt worden“, erwiderte Bürgermeister Tesing. Damit verwies er auf die Landesverordnung von 2018, die das Gestalten von Vorgärten regelt und das Errichten von grauen Schottergärten in Nordrhein-Westfalen verbietet.
Namensgebung der neuen Straße
Zum Abschluss der Sitzung wurde ebenfalls einstimmig der Name der neuen Straße beschlossen. Die neue Straße wird nicht „Levi Schwarz Straße“ heißen, wie ursprünglich vom Heimatverein Raesfeld empfohlen, sondern „Levi Schwarz Weg“. Der Vorschlag kam von Bernhard Bölker, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU. „Das hört sich einfach besser an und lässt sich besser aussprechen“, sagte Bölker. Sein Vorschlag wurde ebenfalls einstimmig angenommen.
Mehr zu den Richtlinien für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken zur Eigennutzung in Raesfeld hier:Richtlinien Vergabe
Der Neubau für das zukünftige Haus der Verein am Jugendhaus Raesfeld nimmt allmählich Formen an.
Besonders erfreulich ist dies auch für das Deutsche Rote Kreuz, das derzeit noch provisorisch seit 2018 im ehemaligen Haus Epping untergebracht ist und nun einen neuen, adäquaten Standort bekommt. Darüber hinaus werden in dem Gebäude neben dem DRK auch das Jugendwerk Raesfeld e.V. und der Fanfarencorps untergebracht.
Die Bauarbeiten sollen hierfür voraussichtlich im Sommer dieses Jahres abgeschlossen werden. Alle drei Vereine sollen im Bereich des Neubaus eine neue Außenanlage bekommen.
Foto: Petra Bosse
Umgestaltung des Außenbereichs
Die die Umgestaltung und den Anbau entfallen auch Flächen, die zuvor vom Jugendwerk genutzt wurden. In der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurden die neuen Pläne vorgestellt, wie die Gemeinde nun Ersatz für diese Flächen im Außenbereich des Dorfgemeinschaftshauses schaffen möchte.
Geplant ist eine asphaltierte Skatefläche und eine Begrünung. Das Wasser von der asphaltierten Fläche soll abgeleitet und in die Grünflächen geleitet werden. „Das wurde alles im Vorfeld mit den Leitern des Jugendhauses besprochen und geplant“, betonte Bauamtsleiter Bernd Roters.
Darüber hinaus werde auch für Sitzmöglichkeiten gesorgt, welche alle mit einer Lichtkugel überdacht werden sollen, sowie ein Platz mit Bänken und Überdachung. Diese soll begrünt werden, um so wenigstens geringfügig die Asphaltierung der Fläche auszugleichen, erklärte Bauamtsleiter Bernd Roters den Ausschussmitgliedern.
Der Grund dafür sei, da die Flächen nördlich des Gebäudes und die ehemalige Remise mit dem Umbau wegfallen, hat die Gemeinde die Fläche östlich des Gebäudes, angrenzend an den Kindergarten St. Martin, in den Blick genommen, um dort Aufenthaltsmöglichkeiten für die Jugendlichen zu schaffen.
Der Eingang zum Jugendhaus wird zukünftig von der Weseler Straße sein. Foto: Petra Bosse
Zugang und Sicherheit
Der bisherige Eingang zum Jugendhaus von der Straße Zum Esch soll aufgegeben werden. Der neue Eingang wird zukünftig wieder über den Haupteingang von der Weseler Straße zum Dorfgemeinschaftshaus führen. Auch hier soll der Bereich neu gestaltet werden, mit Sitzflächen und einem Rondell zum Aufenthalt, wo wieder etwas stattfinden kann. Ein Förderantrag dafür kann gestellt werden. Die Planung wurde von den Ausschussmitgliedern einstimmig angenommen.
Christian Becker (FDP) fragte, ob die Zuwegung über die Weseler Straße in Bezug auf die Sicherheit als sinnvoll angesehen wird. Roters erklärte, dass er dort keine Probleme sehe. „In diesem Bereich haben wir eine Tempo 30-Zone, die Wege sind geschwungen, sodass niemand geradewegs auf die Straße zuschießen kann, und es gibt eine Ampel“, so Roters.
Mit Blick auf den angrenzenden Kindergarten wollte Bärbel Unnebrink (CDU) wissen, ob die Flächen durch einen Zaun abgegrenzt werden. Als Sichtschutz und Trennung ist eine Hecke geplant, so Roters.
Finanzierung und Förderung
Rupert Koller (UWG) fragte nach der Kostenschätzung für die Umgestaltung des Außenbereiches. „Rein spekulativ gehen wir von 400.000 Euro aus“, sagte Roters. Nach Rücksprache mit der Bezirksregierung Münster kann eine Neugestaltung der Außenbereichsflächen über die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Struktur- und Dorfentwicklung des ländlichen Raums gefördert werden.
Foto: Petra Bosse
Der Fördersatz beträgt 65 % der zuwendungsfähigen Kosten. Mit der Maßnahme soll erst dann begonnen werden, wenn eine entsprechende Förderzusage vorliegt. Für diesen Fall müssten die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von voraussichtlich 35 % der Gesamtkosten noch haushaltsrechtlich durch den Bau- und Umweltausschuss bzw. Rat zur Verfügung gestellt werden.
Schon gewusst? Tulpen enthalten Alkaloide und weitere chemische Verbindungen, die als Abwehrmechanismus gegen Pflanzenfresser dienen, was sie giftig macht.Dieser Artikel beleuchtet, welche Blumen neben Tulpen nicht in die Komposttonne gehören und warum deren Entsorgung besondere Aufmerksamkeit erfordert.
Insbesondere das in den Tulpenzwiebeln enthaltene Tulipalin A kann bei Kontakt Hautirritationen verursachen und ist giftig bei Verschlucken. Ähnlich verhalten sich die Osterglocken, die das Alkaloid Lycorin enthalten, das bei Verschlucken zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Maiglöckchen wiederum enthalten herzwirksame Glykoside, die ähnlich wie Digitalis wirken und bei Einnahme zu Herzrhythmusstörungen führen können.
Tulpen sind immer ein Hingucker, aber sie gehören auf keinen Fall in die Biotonne. Foto: Petra Bosse
Pflanzen weisen Toxine auf
Nicht nur Tulpen, die giftige Stoffe enthalten, sollten vermieden werden, in Kompost oder Biotonne zu gelangen. Auch andere Pflanzen weisen Toxine auf, die im Kompostierungsprozess im Boden verbleiben und später sowohl andere Pflanzen als auch Mikroorganismen schädigen können. Um Gesundheits- und Umweltrisiken zu minimieren, wird daher empfohlen, solche Pflanzen sicher über den Restmüll zu entsorgen.
Nachhaltigen Abfallwirtschaft
In der nachhaltigen Abfallwirtschaft spielt die richtige Entsorgung von Gartenabfällen eine entscheidende Rolle. Während viele organische Materialien als kompostierbar gelten, gibt es spezifische Gründe, warum bestimmte Blumen und Pflanzenreste nicht in den Kompost sollten.
Warum einige Blumen nicht kompostiert werden sollten
Krankheiten und Schädlinge: Pflanzenmaterial, das von Krankheiten befallen oder von Schädlingen wie Blattläusen und Spinnmilben besetzt ist, sollte nicht kompostiert werden. Diese können sich im Komposthaufen ausbreiten und später gesunde Pflanzen infizieren.
Invasive Arten: Bestimmte Blumenarten können invasiv sein und, wenn sie kompostiert werden, besteht die Gefahr, dass ihre Samen im Kompost überleben und später, wenn der Kompost als Dünger verwendet wird, ungewollt ausbreiten. Beispiele für solche invasiven Pflanzen sind das Springkraut und die Herkulesstaude.
Behandelte Pflanzen: Blumen und Pflanzen, die mit Pestiziden oder Herbiziden behandelt wurden, sollten nicht im Kompost entsorgt werden. Die Chemikalien können den Kompost kontaminieren und die Mikroorganismen schädigen, die für den Zersetzungsprozess wichtig sind.
Giftige Pflanzen: Einige Pflanzenarten enthalten natürliche Toxine, die auch nach dem Kompostierungsprozess noch aktiv bleiben können. Zum Beispiel sollten Oleander oder Goldregen aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften nicht kompostiert werden.
Fazit
Die Entscheidung, welche Blumen und Pflanzenreste kompostiert werden können, sollte sorgfältig getroffen werden, um die Gesundheit des Bodens und die Sicherheit anderer Pflanzen zu gewährleisten. Es ist ratsam, sich bei Unsicherheiten an lokale Gartenexperten oder an die zuständigen Entsorgungseinrichtungen zu wenden, um eine umweltfreundliche und sichere Entsorgung zu garantieren. (Quelle. Bundesministerium für Umwelt, natur- und Verbraucherschutz)
Der Monatsmarkt in Raesfeld steht wieder vor der Tür. Am kommenden Donnerstag, den 2. Mai 2024, findet von 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr der gemütliche Monatsmarkt auf dem Rathausplatz statt und verspricht ein vielfältiges Erlebnis für Einheimische und Besucher.
Vielfalt und Genuss unter freiem Himmel
Aufgrund der guten Resonanz beim letzten Mal wird Markus Burg aus Hamminkeln erneut mit seinem Weinstand vertreten sein. „Im Mai werden die Tage länger, und bei einem lauen Lüftchen kann man nach dem Einkauf auf dem Monatsmarkt noch ein Glas Wein vom Winzer genießen“, erklärt Marktmeister Peter Süthold. Maria Kowalsky, Vorsitzende vom Ortsmarketing Raesfeld e.V., fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass der Weinstand im letzten Monat so gut angenommen wurde.“ Besucher können sich auf eine Auswahl an Textil- und Kurzwaren, Gewürzen, Fischbrötchen oder frischgebackenen Reibekuchen freuen.
Regelmäßige Markttermine bereichern Raesfeld
An jedem ersten Donnerstag im Monat, von März bis Oktober, bietet der Markt von 14:00 bis 18:30 Uhr eine bunte Vielfalt an Produkten. Besucher haben die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Waren zu versorgen, durch den Ortskern zu schlendern und den Tag mit einem kleinen Imbiss auf dem Markt oder einer Tasse Kaffee in einem der umliegenden Cafés ausklingen zu lassen.
Aufruf an interessierte Marktbeschicker
Der Ortsmarketing Raesfeld e.V. möchte interessierte Marktbeschicker dazu ermutigen, per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch unter der Nummer 02865 – 955250 Kontakt aufzunehmen. Dies bietet eine hervorragende Gelegenheit, Teil dieses lebendigen Marktes zu werden.
Am Samstag, dem 11. Mai 2024, lädt der Heimatverein Raesfeld alle interessierten Kinder und Eltern zu einer spannenden Aktion ein.
Unter dem Motto „Was krabbelt denn da?“ wird im Tiergarten am Schloss Raesfeld die faszinierende Welt kleiner Insekten und Krabbeltiere erkundet.
Angeleitet von dem erfahrenen Naturpädagogen Stefan Leiding, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, die vielen kleinen Lebewesen, die unter Stöcken und Steinen ihr Zuhause haben oder die auf Blumen und Sträuchern umherkrabbeln, genau zu beobachten. Dabei werden die Tiere mit Becherlupen behutsam eingefangen und näher betrachtet, um sie anschließend wieder sorgsam in ihre natürliche Umgebung zurückzusetzen.
Dieses spannende Naturevent findet am genannten Tag um 15:00 Uhr am Naturparkhaus am Tiergarten in Raesfeld statt. Die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden und wird den Teilnehmern kostenfrei angeboten.
Da die Plätze begrenzt sind, ist es notwendig, dass sich Interessierte bis spätestens zum 8. Mai 2024 anmelden. Die Anmeldung sollte unter Angabe der Teilnehmerzahl per E-Mail an [email protected] erfolgen.
Ein neuer Termin für das Weinfest in Borken steht fest
Borken. Weinliebhaberinnen und Weinliebhaber aufgepasst: Auch 2024 findet wieder das Weinfest in Borken statt. In gemütlicher Atmosphäre können sich Besucher in diesem Jahr am langen Pfingstwochenende auf dem Marktplatz von Donnerstag bis Montag, 16. bis 20. Mai 2024, auf unterschiedliche Weinsorten aus Deutschland freuen.
Warum die Terminverschiebung?
In den letzten Jahren fand das Borkener Weinfest rund um Fronleichnam statt. „Eine große Stadt in NRW hat ihr Weinfest jetzt auch auf das Fronleichnam-Wochenende verschoben“, berichtet Stadtmarketingleiterin Claudia von Kriegsheim und ergänzt: „Viele der Winzer, die ihre Weine in Borken anbieten, haben auch dort einen Stand – und mussten uns dann leider für das Wochenende absagen“, bedauert sie. Um die beliebten Winzer in diesem Jahr trotzdem wieder in Borken begrüßen zu dürfen, käme als Alternativtermin nur noch das Wochenende rund um Pfingsten in Frage, erklärt Claudia von Kriegsheim, die zusammen mit ihrem Team das Borkener Weinfest organisiert, die Terminänderung.
Zusammenführung von Veranstaltungen
Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing betont dabei ausdrücklich: „Uns ist bewusst, dass an dem Wochenende auch das traditionelle Pfingstturnier des ZRFV Borken mit Eröffnung des neuen Reitplatzes stattfindet.“
Leider sei das Pfingstwochenende aber der einzige Ausweichtermin, um das Weinfest in diesem Jahr noch durchführen zu können. „Ich bin mir sicher, dass sich die Veranstaltungen ergänzen und Bürgerinnen und Bürger sowohl das Pfingstturnier in Hoxfeld als auch das Weinfest auf dem Marktplatz – bei hoffentlich strahlendem Sonnenschein – besuchen werden“, wirbt sie für beide Events, die das Veranstaltungsangebot in Borken bereichern. Für das nächste Jahr werde es hinsichtlich des Termins eine andere Lösung geben, verspricht Borkens Bürgermeisterin.
Weinfest Öffnungszeiten 2024
Das Weinfest startet am Donnerstag, 16. Mai 2024, um 16 Uhr und kann zu den folgenden Öffnungszeiten besucht werden:
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der UWG Raesfeld-Erle war das Programm besonders abwechslungsreich:
Neben Rück- und Ausblicken auf die Vorstands- und Ratsarbeit standen zahlreiche Mitgliederehrungen und ein fesselnder Vortrag über klimaangepasste Gartenbepflanzung auf der Tagesordnung.
Foto: UWG-Claudia Koller
Vorstandsvorsitzender Rupert Koller eröffnete die Versammlung, indem er alle Anwesenden herzlich begrüßte und die wichtigsten Aktivitäten des Vorstands der letzten Monate zusammenfasste. Fraktionsvorsitzender Volker van Wasen berichtete über die Arbeit der Fraktion im Rat und verschaffte den Mitgliedern einen Überblick über eingereichte sowie geplante Anträge. „Es ist wichtig, dass wir unsere Positionen klar vertreten und zu unseren Überzeugungen stehen“, bekräftigte er.
Ehrungen
Sechs Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue und aktive Mitarbeit geehrt: Agnes Mümken und Norbert Klanke für 30 Jahre, sowie Lisa Fischbach, Georg Baumeister, Bodo Wachtmeister und Markus Loker für 20 Jahre Mitgliedschaft.
Foto: UWG-Claudia Koller
Neu-Mitglied Uli Baumeister bereicherte die Versammlung nach der Kassenprüfung und der Entlastung des Vorstandes mit einem Vortrag über klimaangepasste Pflanztechniken. Er erläuterte verständlich die Kriterien für die Standortwahl, die beste Pflanzzeit und -dichte, das optimale Düngen und die Herausforderungen, die der Klimawandel für Gärtner bereithält.
Der informative Vortrag führte zu zahlreichen Nachfragen und regte zu weiteren Diskussionen an. Abschließend nutzten die Teilnehmer die Zeit, um in geselliger Runde weiterführende Gespräche zu führen.
Ein festlicher Tag in Schermbeck. Pastor Xavier Muppala feierte sein silbernes Priesterjubiläum.
Am vergangenen Samstag versammelte sich die Gemeinschaft der St. Ludgeruskirche in Schermbeck zu einem ganz besonderen Anlass: dem silbernen Priesterjubiläum von Pastor Xavier Muppala.
Der Gottesdienst, an dem auch der Raesfelder Pater Johnson teilnahm, zeichnete sich durch seine kulturelle Vielfalt aus. Neben zahlreichen lokalen Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen waren auch weitere indische Priester anwesend. Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt von Bharathi Avireddy und den Tänzerinnen der Tanzakademie Frankfurt, die den Gottesdienst mit traditionellen indischen Tänzen bereicherten und den Besuchern näherbrachten, dass „Tanz ein Gebet“ sein kann. Das Hochgebet wurde von allen indischen Priestern in „Telugu“, einer indischen Sprache, zelebriert.
Bharathi Avireddy und den Tänzerinnen der Tanzakademie Frankfurt
Dieser Tag war nicht nur ein Zeugnis seines langjährigen Dienstes, sondern auch ein lebhaftes Fest der Dankbarkeit und der Freundschaft, das sich anschließend auf dem Gelände der örtlichen Pfadfinder fortsetzte. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich Wegbegleiter, Freunde sowie Vertreter aus Politik, Kirche und Gemeinde, die es sich nicht nehmen ließen, persönlich zu gratulieren.
Viele Gäste sind zur Jubiläumsfeier von Xavier Muppala am Samstag gekommen. Darunter auch Bürgermeister Mike Rexforth und der ehemalige Pastor von St. Ludgerus Klaus Honerbom e. m . Foto: Petra Bosse
Worte des Herzens
In seiner kurzen Begrüßungsansprache sprach Pastor Muppala von seiner tiefen Verbundenheit mit Schermbeck, das er liebevoll als seine zweite Heimat bezeichnete. „Das hier ist ein Fest der Gemeinschaft“, betonte er, und sein Dank galt besonders dem Kirchenvorstand, Vereinen und all den Menschen, die ihn über die Jahre hinweg unterstützt haben. Er gedachte auch jener, die nicht persönlich anwesend sein konnten, deren Geist aber dennoch spürbar war.
Ein Bild zur Erinnerung an seine „neue Heimat“ überreichte die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik
Eindrücke einer Landtagsabgeordneten
Die Landtagsabgeordnete Charlotte hob in ihrer Ansprache die Bedeutung des Tages hervor und sprach über die Herausforderungen und die Kraft, die es erfordert, eine neue Heimat zu finden und sich in ihr zu verwurzeln. „Weiterhin viel Kraft, Gottes Segen und viel Heimat hier in Schermbeck“, wünschte sie Pastor Muppala, eine Botschaft, die die tiefen emotionalen Verbindungen innerhalb der Gemeinde widerspiegelte.
Ein Tag mit Freunden aus ganz Deutschland. Foto: Petra bosse
Kulturelle und kulinarische Freuden
Nach dem Gottesdienst zogen die Feierlichkeiten weiter zum Gelände der Pfadfinder, wo bereits die Düfte indischer Speisen die Luft erfüllten. Kurkuma, Kaffee und Kuchen verwöhnten die Sinne der Gäste, während musikalische Darbietungen von Einklang Schermbeck, den Üfter Jagdhornbläsern und einer indischen Tanzgruppe aus Mainz und Wiesbaden die kulturelle Vielfalt von Muppalas Heimat eindrucksvoll präsentierten. Das schöne Wetter, geschenkt von Petrus selbst, sorgte dafür, dass die Gäste lange zusammenblieben, in Erinnerungen schwelgten und die Gemeinschaft genossen.
Foto: Petra Bosse
Vita
Pastor Xavier Muppala, geboren am 25. März 1974 in Nalgonda, einem Teil des heutigen Telegana nahe der Großstadt Hyderabad, absolvierte seine Priesterausbildung in Indien. Er erlangte Bachelor-Abschlüsse in Philosophie, englischer Literatur und Theologie, bevor er seine Reise fortsetzte, die ihn schließlich nach Schermbeck führte, wo er mehr als nur ein geistlicher Führer wurde; er wurde ein geschätzter und geliebter Teil der Gemeinde.
Ein Tag des Zusammenkommens und der Freude
Das silberne Priesterjubiläum von Pastor Xavier Muppala bleibt ein lebendiges Beispiel für das, was eine Gemeinschaft bewirken kann, wenn sie sich in Freude und Dankbarkeit vereint. Es war ein Tag, der nicht nur das Werk eines Mannes feierte, sondern auch die tiefe Verbundenheit einer ganzen Gemeinde zeigte, die zusammenkam, um ihre Wertschätzung für einen Mann zu zeigen, der sein Leben dem Dienst an anderen gewidmet hat.
In einem spannenden und ereignisreichen Jugendspiel traf die C2 von Viktoria Heiden auf die C1 des SSV Rhade. Der letzte Spieltag dieser Saison bot den Zuschauern eine Achterbahn der Gefühle, gekennzeichnet durch dramatische Wendungen und eine beeindruckende Zielstrebigkeit beider Mannschaften.
Der ausführliche Spielbericht von Jürgen-Pütz Bosse schildert die Höhen und Tiefen dieses Matches, das mit einem 7:4-Sieg für den SSV Rhade endete. Ein Bericht, der nicht nur die spannenden Momente des Spiels festhält, sondern auch die Leidenschaft und den Kampfgeist junger Talente aufzeigt.
Letzter Spieltag – ein vogelwildes Spiel
Am letzten Spieltag ging es zur Viktoria nach Heiden, wo der Gastgeber ebenfallsmit einem Jungjahrgang antrat. Als Max Heiming direkt in der 1. Spielminute das 0:1 für seine Mannschaft erzielte, war das mal ein gelungener Auftakt, der unseren Jungs die nötige Sicherheit implantieren sollte, dachten wir. Aber es kam anders. Es entwickelte sich ein vogelwildes Spiel, das auf beiden Seiten von Abspielfehlern lebte.
Viel Druck
Das änderte sich auch nicht, als Max in der 17. Minute auf 0:2 stellte. Die Jungs machten sich einfach zu viel Druck, da sie diesmal unbedingt einen Sieg landen wollten! Heiden nutzte in der 24. Minute ein Abspielfehler unserer Defensive und verkürzte auf 1:2. So ging es dann in die Pause.
Die Halbzeitansprache sollte die Jungs beruhigen und den Druck aus dem Kessel nehmen. Quentin Quade erzielte direkt nach der Halbzeit das 1:3 für seine Farben, aber 4 Minuten später verkürzte die Viktoria auf 2:3.
Klare Torchancen erspiel
Jetzt begann die beste Spielphase unserer Jungs. 22. Minuten lang lief das Bällchen durch die Reihen. Es wurden klare Torchancen erspielt, die Lennart Elfering und Lukas Driessen zum 2:4 und 2:5 veredelten. War es das, nein. Unkonzentriertheiten bestimmten mal wieder das Spiel und Heiden kam innerhalb von 2 Minuten zum 4:5 Anschluss. Unsere Jungs wachten wieder auf und Quentin sowie Tima Lehkodukh erzielten mit zwei Freistößen das Endergebnis von 4 : 7.
Für schwache Nerven war der Spielverlauf eher ungeeignet. Aber das macht den Fußball auch wieder reizvoll!
Die Jahreshauptversammlung des Ortsmarketings Raesfeld (OMR) fand in diesem Jahr am Donnerstag im Hotel Lieb&Wert in Raesfeld statt.
Bevor die Versammlung jedoch begann, lud André Wachtmeister die Anwesenden zu einem Rundgang durch sein Hotel ein. Besonders hervorzuheben ist dabei die Neugestaltung des Wellnessbereichs sowie die umfassende Restaurierung der Räumlichkeiten. Ein Blick in die Küche wurde den Teilnehmern ebenfalls gewährt. Lediglich die Hotelzimmer konnten an diesem Tag nicht besichtigt werden, da diese, laut Wachtmeister, vollständig belegt waren.
Jahresrückblick und Mitgliederentwicklung
Im Rahmen ihres Jahresrückblicks betonte die seit einem Jahr amtierende Vorsitzende Maria Kowalsky, dass das vergangene Jahr hinsichtlich der Veranstaltungen sehr erfolgreich und ausgefüllt gewesen sei. Der Ortsmarketing Raesfeld zählt derzeit 186 Mitglieder, die sich aus lokalen Unternehmen, Betrieben und Privatpersonen zusammensetzen. „Die Mitglieder zielen mit einer Vielzahl von Aufgaben darauf ab, das Image, die Attraktivität und die Bekanntheit des Ortes zu fördern sowie die Gemeinschaft zu stärken“, erklärte die Vorsitzende. Zu den Hauptaufgaben zählen vor allem die Imagepflege, die Verbesserung der lokalen Wirtschaft, das Setzen von Impulsen und das Vernetzen der Akteure der Gemeinde. „Auch gehört dazu, die Aufenthaltsqualität der Raesfelder Gäste zu steigern und damit den Ortskern zu beleben“, fügte Kowalsky hinzu.
Viele helfenden Hände
Sie betonte weiterhin: „Ohne Moos, aber nichts los“, und erklärte, dass die Mitgliederbeiträge nicht nur finanzielle Unterstützung bieten, sondern auch die vielen helfenden Hände während der Aktionen und Veranstaltungen essentiell sind. „Diese Helferinnen und Helfer machen es erst möglich, dass die Veranstaltungen zu einem guten Gelingen führen“, so die Vorsitzende. Die reibungslose Kooperation mit der Gemeinde trage ebenfalls wesentlich zum Erfolg bei. „Wir können viele Dinge auf kurzem Wege voranbringen.“
Erfolgreiche Veranstaltungen und Aktionen
Kowalsky hob hervor, dass der Monatsmarkt am Donnerstag weiterhin ein fester Bestandteil der Veranstaltungen sei. Ein besonderer Dank ging dabei an den Marktmeister Peter Süthold, der sich stets um die Organisation kümmert. Kowalsky verwies auf den neuen Weinstand, der bei seiner Premiere sehr gut angenommen wurde und viele Leute bis in den Abend hinein in gemütlicher Runde zusammenbrachte. „Ein Angebot, das sicherlich noch weiter ausbaufähig ist“, so Kowalsky.
Die Fahrradbörse erfreute sich 2023 großer Beliebtheit. Allerdings war der Kinderflohmarkt, der erstmalig nicht im Ortskern, sondern auf Wunsch des Fördervereins an der Julias Koppers Gesamtschule stattfand, weniger erfolgreich, und die erhoffte Besucherzahl blieb leider aus. Ein weiteres Highlight in Raesfeld neben den Bücher- und Adventsmärkten ist der Kappesmarkt, der trotz schlechtem Wetter gut besucht war und auch die Händler zufrieden stellte. Hier dankte sie erneut Marktmeister Peter Süthold.
Die Nikolaus-Stiefel-Aktion für Kinder war erfolgreich, obwohl in diesem Jahr etwas weniger Stiefel abgegeben wurden. „Das liegt wohl daran, dass wir die Altersbeschränkung zur Teilnahme gesenkt haben. So gab es keine Schuhgrößen mehr in 44, die zum Füllen abgegeben wurden“, erklärte Kowalsky. „Die neuen Begrenzungen sind gut angenommen worden, und ich danke allen Helferinnen und Helfern, die dabei mitgeholfen haben, diese zu füllen.“
Finanzielle Erfolge und Ausblick
Der Adventsmarkt war auch in diesem Jahr trotz sehr schlechten Wetters vom Erfolg gekrönt und sehr gut besucht. „Es kamen am Sonntag so viele Besucher, dass wir zeitweise den Einlass stoppen mussten“, berichtete Kowalsky. Ein großes Dankeschön richtete sie an Marktmeister Elmar Schmelter und alle Mitwirkenden und Helfer, die zu diesem jährlichen Erfolg beitragen.
Abschließend gab Alex Eming von der Volksbank Gemen einen positiven Kassenbericht ab. „Auch der Jahresüberschuss in der Kasse ist sehr positiv und gibt keinen Grund zur Klage“, so Eming. Zum Füllen der Kasse trug unter anderem auch der Verkauf von Eintritts-Pins für den Adventsmarkt bei, die im letzten Jahr sehr gut angenommen wurden.
Neues aus dem Rathaus
Bürgermeister Martin Tesing gab Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Gemeinde. „Aktuell passiert recht viel, was die Entwicklung der Gemeinde anbelangt“, erklärte Tesing. Im Fokus stehen dabei die Neugestaltung dreier zentraler Plätze: der Froschbrunnenplatz, der Kirchplatz und der Rossmann Platz.
Restaurierung des Rittersaals im Schloss Raesfeld
Zudem steht eine umfangreiche Restaurierung des Rittersaals im Schloss Raesfeld an, die in den nächsten Wochen ein Hauptthema für die Verwaltung darstellen wird. „Wir haben uns entschlossen, eine detaillierte Planung für eine größere Baumaßnahme zu erstellen, da der Saal mittlerweile in die Jahre gekommen ist und restauriert werden muss“, so Tesing. Die Grundstücke im Erweiterungsgebiet Stockbreede/Dorstener Straße sollen bald vermarktet werden. Und auch der Baubeginn für die 50 Erler Baugrundstücke an der Wehler Straße wird, laut Ergänzung durch Tesing, gegen Ende des Jahres erwartet.
Entwicklungen in Erle
Auch in Erle gibt es Fortschritte: Das Gelände rund um die Femeiche ist nun vollständig geräumt. „Mit den geplanten zwei Spielplätzen, einer Toilettenanlage und einem Trinkbrunnen wird das Gelände erheblich aufgewertet“, berichtet Tesing. Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende des Jahres geplant.
Projekte in Erle
Mit Blick auf die Bürgergenossenschaft hofft Tesing auf eine baldige Entscheidung vor den Sommerferien. „Das ist ein wichtiges Projekt für Erle, aber leider auch eine schwere Geburt“, fügte er hinzu. Ein weiteres aktuelles Thema ist das Gewerbegebiet in Erle, in dem sich bereits zwei Firmen ansiedeln werden: Lamers Baudienst aus Raesfeld und Gernemann aus Marienthal. Tesing äußerte sich optimistisch über diese Entwicklungen.
Die Vereinsfahne der Junggesellenschützen Raesfeld hat nach aufwendiger Restaurierung einen neuen Glanz. Ein Grund zum Feiern.
Am 12. Mai 2024 veranstaltet der Raesfelder Junggesellen Schützenverein eine feierliche Fahnenweihe. Die Fahne, ein Symbol der Gemeinschaft und Tradition, bekommt nach einer spannenden Geschichte eine frische Weihe in Raesfeld.
Simon Paschen, der Präses des Raesfelder Junggesellen Schützenvereins, erklärt die tiefe Bedeutung hinter den Fahnen: „Der Ursprung von Fahnen reicht weit zurück. Oft dienten sie in Schlachten als Orientierungs- oder Identifikationspunkte mit einer Prise militärischem Flair, um den Ausgang des Kampfes zu beeinflussen. Heutzutage dient eine Fahne oftmals als ein wichtiges Symbol für die Zusammengehörigkeit und Solidarität einer Gemeinschaft oder eines Vereins. Sie ist ein Aushängeschild“. Auch früher fanden schon Fahnenweihen statt indem bei einer Messe diese durch den Pastor unter den Schutz Gottes gestellt wurden. Dies Tradition möchten die Junggesellenschützen Raesfeld gerne fortführen.
Bereits im April 2019 machten sich Alex Gohsen, Johannes Nattefort und Dirk Stolbrink (v. l.) auf die Suche nach alte Fotos der Schützenfahne. Foto: Petra Bosse
Eine Fahne mit Geschichte und Seele
Die Fahne des Raesfelder Junggesellen Schützenvereins, die seit 1953 die Gemeinschaft symbolisiert, erlebte gegen Ende des Krieges ein unfreiwilliges Abenteuer, als sie von den Engländern „entführt“ wurde. Zum 75. Jubiläum im Jahr 1953 wurde daher eine neue Fahne angeschafft. Verziert mit einem Eichenstamm und dem Spruch „Aus alter Wurzel neue Kraft“ auf der einen sowie einem Adler, der eine Zielscheibe in den Krallen hält, auf der anderen Seite, trägt sie tiefgreifende Bedeutungen des Vereinsnamen.
Erneuerung und Einladung zur Weihe
„Nachdem die Zeit auch dieser Fahne zugesetzt hatte, entschieden wir uns für eine Restauration, um sie wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen“, so Paschen. Die Firma Fahnenkreisel in Karlsruhe hat nun der Fahne ihren neuen Glanz verliehen. Darüber freuen sich die Schützen und laden alle herzlich ein, dieses wichtige Ereignis gemeinsam zu feiern.
Festlichkeiten mit Herz und Musik
Die Weihe findet am 12. Mai um 13 Uhr im Pastors Busch statt, direkt unter den Bäumen an der Marbecker Straße. Geleitet wird die Zeremonie von Pastor Fabian Tilling. Eingerahmt wird der feierliche Akt von einer Parade durch den Ort. Musikalisch begleitet wird das Geschehen von den Raesfelder Burgmusikanten, dem Fanfarencorps und den Schützenvereinen aus Raesfeld, Erle und Homer, sowie unseren Schützenbrüdern aus Rhede und Barlo. Auch die Raesfelder Feuerwehr und die Landjugend werden daran teilnehmen.
Ausklang mit Gemeinschaft und Überraschungen
Nach der feierlichen Enthüllung und Weihe der Fahne soll der Tag bei einem gemütlichen Umtrunk ausklingen. Für das leibliche Wohl sei gesorgt und auch die jüngsten Gäste werden auf ihre Kosten kommen. „Da der Tag auch auf Muttertag fällt, haben wir eine kleine Überraschung für die Mütter vorbereitet“, verrät der Präsident.
Wir freuen uns auf ein Fest, das Tradition und Gemeinschaft zelebriert, und hoffen auf zahlreiche Gäste aus Nah und Fern, die mit uns diesen besonderen Tag genießen.
Im Kreis Borken beginnt die Aktion Stadtradeln am 1. Mai 2024
Kreis Borken. Radeln für den Klimaschutz? Der Kreis Borken und 16 kreisangehörigen Städte und Gemeinden sind bei der dreiwöchigen Aktion „STADTRADELN“ dabei. Ob als Training für die eigene Fitness, als Beitrag für den Klimaschutz oder einfach aus Freude am Radfahren, es gibt viele Gründe, an dieser internationalen Initiative teilzunehmen.
Wer bei der Kampagne des Klima-Bündnis mitmachen möchte, kann sich ganz einfach auf dem Internetportal www.stadtradeln.de registrieren. Der Aktionszeitraum erstreckt sich vom 1. bis zum 21. Mai 2024.
Radeln im Team
Den Weg zur Arbeit oder Schule können nicht alle mit dem Rad zurücklegen, die gefahrenen Kilometer in der Freizeit zählen aber genauso für die Wertung. Da gemeinsames Radeln – oder auch gegeneinander – besonders motiviert, gibt es beim „STADTRADELN“ auch die Möglichkeit, Teams zu bilden: mit der Familie, Freunden, im Sportverein, beim Arbeitgeber oder in der Schule. So kamen im vergangenen Jahr insgesamt 17.167 Radelnde in 977 Teams zusammen, wodurch der Kreis Borken mit mehr als 3,19 Millionen Kilometer bundesweit in seiner Einwohnerkategorie den zweiten Platz erreichte.
Schulradeln
Zudem findet wieder die Aktion „SCHULRADELN“ statt. Dabei werden die fahrradaktivsten Schulen gesucht, die in diesem Jahr bei einem NRW-weiten Wettbewerb mit attraktiven Geldpreisen belohnt werden. Schülerinnen und Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen sammeln ihre gefahrenen Radkilometer individuell oder als Klassenverband für das jeweilige Schul-Team.
Mitmachen können auch Lehrkräfte und Eltern. Dadurch können die Radelnden gleich dreimal punkten: Für ihre Schule, für die eigene Kommune und den Kreis Borken. Interessierte Schulen im Kreisgebiet können sich unterwww.stadtradeln.de/schulradeln-nrw für das „SCHULRADELN“ anmelden. Wichtig: Für Personen, die sich erst kurzfristig entschließen, am „STADTRADELN“ teilzunehmen, ist das Anmelden auch noch während des Aktionszeitraums möglich.
Tradition trifft Gemeinschaft: Maikranz-Hängen in Raesfeld-Erle
Das Maikranz-Hängen in Raesfeld-Erle ist so fest in der Tradition verankert, dass selbst der Frühling seinen Kalender danach richtet! Jedes Jahr am 30. April versammelt sich die Gemeinde in festlicher Atmosphäre, um gemeinsam die Ankunft der wärmeren Tage zu feiern.
In diesem Jahr hat das Ortsmarketing Raesfeld in Zusammenarbeit mit Christian Lipfert aus Erle und dem Catering Wachtmeister ein kleines Fest organisiert.
Foto: Petra Bosse 2023
Ab 18:00 Uhr am kommenden Dienstag können sich Einheimische und Gäste auf dem Platz des zukünftigen „Dorfgemeinschaftshauses“ treffen. Dort wartet nicht nur ein kühles Getränk und eine herzhafte Bratwurst auf die Besucher, sondern auch die Gelegenheit, den Abend gemeinschaftlich bis etwa 23:00 Uhr ausklingen zu lassen.
Um 19:30 Uhr werden der stellvertretende Bürgermeister Hans-Dieter Strothmann und Maria Kowalsky, die Vorsitzende des Ortsmarketings, die Veranstaltung mit einer kurzen, aber Ansprache eröffnen. Die noch amtierenden Kappeshoheiten, Kappeskönigin Silke I. Hüging und Kappesprinzessin Melanie I. Stenkamp, werden das festliche Aufhängen des Maikranzes am Ständebaum begleiten.
Programm
Die Landjugend Erle-Rhade hat mit viel Liebe und Sorgfalt einen prächtigen Maikranz gebunden und geschmückt. Mithilfe schwerer Gerätschaften wird er sicher am Ständebaum angebracht.
Unterstützt wird die Aktion nicht nur visuell, sondern auch musikalisch: die Erler Jäger geben dem Event einen festlichen Klangrahmen. Wieder dabei auch der Löschzug Erle.
Zum krönenden Abschluss führen die „Brejpottspöllers“ – Kinder der Plattdeutsch-AG des Heimatvereins Erle – einen Reigentanz auf. Diesen haben die Kinder eigens für diesen Anlass einstudiert.
In der kommenden Sitzung des Hauptausschusses am 29. April wird die geplante Erweiterung des Baugebietes Dorstener Straße/Stockbreede erneut thematisiert. Hierbei geht es vor allem um die Festlegung der weiteren Vorgehensweise.
Der Bebauungsplan ist nun für die zweite Erweiterung des RA 32 (Dorstener Straße/Stockbreede) in Raesfeld rechtskräftig. Wie Bürgermeister Tesing auf der Jahreshauptversammlung des Ortsmarketings bei Lieb & Wert am Donnerstag berichtete, werden die erschlossenen Baugrundstücke, 36 Stück, eine Größe von etwa 500 Quadratmetern haben. Die Kosten pro Quadratmeter, inklusive Erschließungskosten, sollen sich auf rund 150 Euro belaufen. Das alles jedoch muss, so Tesing, erst in der kommenden Sitzung beraten werden, bevor dazu ein Beschluss gefasst werden kann.
Neues aus dem Rathaus von Bürgermeister Tesing während der Sitzung des ORM am Donnerstag. Foto: Petra Bosse
Planungen und Vergabekriterien des Bebauungsplans RA 34
In der Sitzung des Hauptausschusses am 6. Juni 2023 wurde bereits vorgeschlagen, die Grundstücke im Bereich des Bebauungsplangebietes RA 34 nach spezifischen, bereits am 10. Dezember 2018 beschlossenen Kriterien zu vergeben. Eine Entscheidung hierzu wurde jedoch verschoben, da die CDU-Fraktion anregte, die Vergabekriterien zum Vorteil älterer Grundstücksinteressenten unter dem Motto „Jung kauft Alt“ zu modifizieren. Eine Überprüfung durch die Verwaltung ergab jedoch, dass sich dieser Vorschlag rechtlich nicht umsetzen lässt, worüber der Bürgermeister in der Ratssitzung am 19. Juni 2023 berichtete.
Vergabeverfahren und Kriterien
Örtliches ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde Raesfeld soll honoriert werden. So sollen die Grundstücke nach einem Punktesystem vermarktet werden. Dieses bevorzugt Einheimische und Arbeitnehmer, die in Raesfeld ihren Lebens- oder Arbeitsmittelpunkt haben. Zudem wird die Unterstützung kinderreicher Familien sowie des örtlichen Ehrenamts angestrebt und fließt in das Punktesystem mit ein. Alles Weitere zu den Vergabekriterien hier: raesfeld.ratsinfomanagement.net
Bewerber müssen eine Mindestpunktzahl von 40 erreichen, um zum Verfahren zugelassen zu werden. Bei Punktgleichheit entscheidet der Hauptausschuss über die Reihenfolge. „Wer hier die meisten Punkte hat, wird dann zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen“, so Tesing.
Schottergärten unerwünscht
Zudem beauftragte der Hauptausschuss in seiner Sitzung vom 6. Juni 2023 die Verwaltung, alle Grundstücksbewerber mittels eines Anschreibens darauf hinzuweisen, dass Schottergärten und Stabmattenzäune mit Kunststoffgeflecht unerwünscht sind, um die ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. Die Verwaltung wird dementsprechend ein Schreiben vorbereiten.
Weitere Grundstücke und kommunale Richtlinien
Neben den Grundstücken an der Dorstener Straße/Stockbreede werden auch die freien Grundstücke an der Van-Gent-Straße und das Grundstück Wehler Straße 25 im Rahmen dieses Verfahrens angeboten. Entsprechende Beschlüsse hat der Hauptausschuss bereits in seiner Sitzung am 06.06.2023 gefasst
Neuer Straßenname Levi Schwarz
Die Straße im Neubaugebiet RA 34 soll nach Levi Schwarz benannt werden, einem ehemaligen Bürger Raesfelds, der bedeutende Beiträge für die jüdische Gemeinschaft geleistet hat. Sein Schicksal und sein Engagement sind tief in der lokalen Geschichte verwurzelt. Levi Schwarz, geboren am 30. März 1859 und verstorben am 28. Mai 1943 im Vernichtungslager Sobibor, war von Beruf Viehhändler und lebte mit seiner Familie in Raesfeld in einem Haus an der Dorstener Straße, heute Hausnummer 12. Er diente als Vorbeter und Vorsänger in der jüdischen Gemeinde und war fast 30 Jahre lang Mitglied des Vorstands der Synagogengemeinde Borken, zu der auch Raesfeld zählte.
Im Jahr 1938 emigrierte er nach Holland, wurde jedoch nach der Besetzung des Landes durch die deutsche Wehrmacht deportiert und starb im Mai 1943 während des Transports in das Vernichtungslager Sobibor. Die Verwaltung unterstützt den Vorschlag des Heimatvereins. Der ursprüngliche Vorschlag, die Straße nach dem ehemaligen Landpfarrer Austermann zu benennen, wurde mit dem Schreiben des Heimatvereins zurückgezogen.
Öffentliche Bekanntmachung und Abschluss
Vor dem Start des Bewerbungsverfahrens werden die genaue Anzahl und die Lage der zu vergebenden Grundstücke festgelegt. Diese Informationen sowie das gesamte Verfahren sollen sowohl in der örtlichen Tagespresse als auch auf der Homepage der Gemeinde Raesfeld öffentlich bekannt gemacht werden, um maximale Transparenz zu gewährleisten.
Rosis letzte Tour – Sebastianschüler verabschieden Putzfee in den verdienten Ruhestand
In einer kleinen Feierstunde verabschiedeten sich nun die Sebastianschüler sowie Kolleginnen und Kollegen von Rosi, die jahrelang als Reinigungsfee an der Raesfelder Grundschule tätig war.
In den 15 Jahren, in denen Rosi an der Schule wirkte, konnten sich alle stets auf Rosi verlassen. Sie fehlte in diesem Zeitraum nicht einen Tag an der Schule, selbst in der Coronazeit nicht, oder wie Schulleiter Thomas Schlüter resümierte: „Rosi war immer für uns da“.
Foto: Sebastianschule
Hilfsbereitschaft und gute Laune
Ihre hervorragende Arbeit drückte dabei täglich ihre Wertschätzung gegenüber allen Kindern und Angestellten der Schule aus. Darüber hinaus lobte Schlüter Rosi für ihre Hilfsbereitschaft und gute Laune. „Wissbegierigen Kindern, die am Nachmittag noch Arbeitshefte oder Schulbücher benötigten, öffnete Rosi bereitwillig die Klasse“. Dabei war sie stets gut gelaunt und begegnende die Schülerinnen und Schülern mit aufmunternden Worten. Dies betonten auch die beiden Schülerkanzler Enno und Ole. Sie übergaben Rosi 380 Bilder. Jedes Kind hatte ein Bild mit Wünschen und Danksagungen für Rosi angefertigt.
Zum Abschluss fuhr Rosi auf ihrem „Putz-o-Mobil“ durch die Schülerreihen und ließ sich auf ihrer letzten Tour zujubeln. Für den Ruhestand wünschen ihr die Sebastianschüler sowie Kolleginnen und Kollegen alles Gute, Gesundheit und Glück!
Eine fundierte Ausbildung bietet eine solide Grundlage für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn. Allerdings sollte sie nach Möglichkeit in einem Bereich erfolgen, der den eigenen Neigungen entspricht. Umso wichtiger ist es, sich möglichst frühzeitig über die infrage kommenden Angebote und die damit verbundenen Zukunftsperspektiven zu informieren. Noch ist Zeit genug, bis zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres.
Mit der rasanten technologischen Entwicklung, die wir gerade erleben, und den immer schnelleren Veränderungen in der Arbeitswelt entstehen zahlreiche neue Chancen und Perspektiven in diversen Bereichen. Viele Berufe spalten sich heute in unterschiedliche Kategorien auf, um der steigenden Nachfrage nach Spezialwissen noch gerecht werden zu können. Der klassische Allrounder wird mehr und mehr zu einem Relikt der Vergangenheit. Gefragt sind Profis für ganz spezifische Anforderungen.
Neue Chancen und Perspektiven in der Ausbildung
Besonders deutlich ist der zunehmende Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs in den Bereichen der Informationstechnologie (IT), Ingenieurwissenschaften, erneuerbaren Energien, Gesundheitswesen und der digitalen Medien. In der IT-Branche kann man z. B. einen starken Zuwachs an Fachkräften in den Bereichen Softwareentwicklung, Cybersecurity und Datenanalyse beobachten. Die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen macht IT-Kompetenzen unabdingbar und schafft kontinuierlich neue Jobprofile. Ebenso verzeichnen die Ingenieurwissenschaften, vor allem in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Umwelttechnik, einen steigenden Bedarf, um den großen Herausforderungen unserer Zeit und der Entwicklung neuer Technologien wie dem 3D-Druck zu begegnen.
Auch der Sektor der erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windenergie, erfährt durch die globalen Bemühungen um eine grünere Zukunft ein signifikantes Wachstum. Fachkräfte mit Kenntnissen in der Planung, Installation und Wartung von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien sind zunehmend gefragt.
Nicht zu vergessen das Gesundheitswesen. Verstärkt durch die Erfahrungen der jüngsten globalen Gesundheitskrisen, zeigt sich hier besonders deutlich die kaum zu deckende Nachfrage nach qualifiziertem Personal. Nicht nur in der Pflege und in medizinischen Berufen, sondern auch in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Gesundheitsmanagement.
Praktische Fähigkeiten ebenso wichtig wie theoretische Kenntnisse
Auch unsere eigene Branche, die der digitalen Medien, einschließlich Social Media, Online-Marketing und E-Commerce, expandiert rasant. Die Nachfrage nach Content-Creators, SEO-Spezialisten und Datenanalysten steigt, um den digitalen Fußabdruck von Unternehmen zu vergrößern und ihre Online-Präsenz zu optimieren.
Die Ausbildung in diesen zukunftsweisenden Feldern eröffnet nicht nur hervorragende Karrierechancen, sondern befähigt junge Menschen auch dazu, einen wesentlichen Beitrag zu gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen zu leisten.
Doch damit diese Bemühungen sich auch tatsächlich auszahlen, ist es entscheidend, dass Bildungseinrichtungen und Unternehmen eng zusammenarbeiten, um den Lehrplan stets an die neuesten technologischen Entwicklungen und Marktanforderungen anzupassen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Ausbildung nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch praktische Fähigkeiten und Kompetenzen fördert, die in der modernen Arbeitswelt benötigt werden.
Möglichst vielfältige Erfahrungen sammeln
Eine wichtige Rolle spielt zudem, dass Studierende und Auszubildende frühzeitig Einblicke in die Praxis erhalten und durch Praktika, Projektarbeiten und Kooperationen mit Unternehmen reale Erfahrungen sammeln. Beim Einsatz im Unternehmen stellt sich vielleicht zur eigenen Überraschung heraus, dass der „Traumjob“ ganz andere Anforderungen stellt, als man sich das gedacht hatte. Berufe, in denen man sich selbst bis dahin nie gesehen hatte, sind dagegen in der Praxis eventuell viel spannender als erwartet.
In jedem Fall stärkt das eigene Erleben nicht nur das Verständnis für die Anforderungen und Abläufe in der Arbeitswelt, sondern fördert auch die Entwicklung von Netzwerken und persönlichen Kontakten, die für die spätere Berufslaufbahn von unschätzbarem Wert sein können.
Die Verwaltung der Gemeinde Raesfeld steht vor einer unerwarteten Herausforderung: Die Kosten für die Umbauarbeiten an der Julia-Koppers-Gesamtschule sind um 190.000 Euro gestiegen.
Bernd Roters, der Leiter des Bauamtes, brachte die Situation in der letzten Bau- und Umweltschusssitzung auf den Punkt: „Von uns traut sich keiner mehr, etwas zu kalkulieren.“ Diese Kostenexplosion ist hauptsächlich auf Preissteigerungen im Bausektor zurückzuführen, die seit der ursprünglichen Kostenschätzung im Jahr 2021 etwa 20% betragen.
Verlust des Bestandschutzes und teure Folgen
Ein wesentlicher Faktor für die Kostensteigerung ist der Verlust des Bestandschutzes des Gebäudes. Durch Eingriffe in die Bausubstanz während der Erweiterungsarbeiten wurden neue, strengere brandschutztechnische Anforderungen notwendig. Dies sei bei der Planung nicht bekannt gewesen, betonte Roters. Die anfänglich veranschlagten Kosten mussten daher deutlich nach oben korrigiert werden. Roters erläuterte weiter, dass unerwartete Herausforderungen, wie die Notwendigkeit, die Asphaltpreise anzupassen, die finanzielle Last weiter erhöhten. „Das, was uns sehr zu schaffen macht, ist der Brandschutz“, resümierte Roters.
Umfangreiche Brandschutzmaßnahmen
Die umfassenden Brandschutzmaßnahmen umfassten den vollständigen Austausch der Brandschutztüren sowie die Anpassung des Klinkers und die notwendigen Malerarbeiten in den Fluren und Klassenräumen. Zudem wurden die ursprünglich in den Fluren verlegten Elektro-, EDV- und Telefonkabel umgelegt, da sie nicht den Vorschriften für Flucht- und Rettungswege entsprachen. „Die vorhandenen Kabel und Leitungen wurden durch die Klassenräume verlegt und mit brandschützenden Umhüllungen versehen“, so Roters.
Abschluss der Arbeiten und finanzielle Beschlüsse
Trotz der Herausforderungen stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Die zusätzlichen Mittel von 190.000 Euro sollen den finanziellen Rahmen abdecken. Christian Becker von der FDP zeigte sich über die Kostensteigerung erschrocken, doch der Beschluss zur Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel erfolgte einstimmig.
Bedeutende Rolle der Frauen in der Landwirtschaft: Ein Tag für partnerschaftliches Hofmanagement Veranstaltung von Westfalen e.V. und VdU zum Partnerschaftlichen Hofmanagement/Landwirtschaftsministerin Silke Görißen wirbt für Bildung und soziale Absicherung der Bäuerinnen.
Veranstaltung von Westfalen e.V. und VdU zum Partnerschaftlichen Hofmanagement/Landwirtschaftsministerin Silke Görißen wirbt für Bildung und soziale Absicherung der Bäuerinnen
Kirchhellen/Hamm. Ein Satz von Silke Gorißen brachte das Thema auf den Punkt: „Ohne Frauen geht oft gar nichts auf den Höfen“, befand die Landwirtschaftsministerin bei einer Veranstaltung von Westfalen e.V. und des Landesverbandes Westfalen deutscher Unternehmerinnen (VdU) unter dem Titel „Partnerschaftliches Hofmanagement – Landwirtschaftliche Betriebsführung im Team“, die jetzt in „Miermanns Scheune“ in Kirchhellen stattfand.
Mehr Wertschätzung
Die Ministerin warb für mehr Wertschätzung der oft unsichtbaren Tätigkeiten der Frauen in den landwirtschaftlichen Unternehmen und warb für eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“. Dazu zähle neben der besseren Anerkennung der Fürsorge-Tätigkeiten der Landwirtinnen („Care-Arbeit“, etwa Kinder- und Seniorenbetreuung auf den Höfen) auch die finanzielle Absicherung. „Frauen sind Mit-Unternehmerinnen. Sie denken oft an alles – nur manchmal nicht an sich selbst“, plädierte die Ministerin dafür, zukunftsfähige Partnerschaftsmodelle zu entwickeln. Wie erfolgreiche Formen von Zusammenarbeit funktionieren, erläuterten Vertreterinnen und Vertreter des Berufsstandes in der anschließenden Podiumsdiskussion.
Soziale Aspekte der Arbeit der Bäuerinnen
Die Landwirtschaft sei ein wichtiger Standortfaktor für Westfalen-Lippe, weil damit die qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung gesichert werde, unterstrich Westfalen-Vereins-Vorsitzender Manfred Müller gleich zur Begrüßung der etwa 80 Anwesenden, darunter ein gutes Dutzend Männer. Bei der Führung von Höfen gebe es neben der betriebswirtschaftlichen auch eine menschliche Komponente, verwies Müller auf die sozialen Aspekte der Arbeit der Bäuerinnen.
Frauen müssen oft mehr leisten
Diese Einschätzung griff die Ministerin in ihrem Vortrag unter dem Titel „Land(wirtschaft) gestalten – Partnerschaftlich Herausforderungen meistern“ auf, um auf bestehende Ungleichheiten – nicht nur in der Landwirtschaft – hinzuweisen: „Frauen müssen oft mehr leisten, um die gleiche Anerkennung wie Männer zu bekommen“, verwies sie auf die Ergebnisse der vom Deutschen Landfrauenverband initiierten ersten gesamtdeutschen Studie des Thünen-Instituts zur Lebens- und Arbeitssituation von Frauen in der Landwirtschaft. Die bäuerlichen Betriebe stellten wesentliche Ressourcen für die ländliche Entwicklung bereit und sorgten für lebenswerte Räume, würdigte Silke Gorißen den Beitrag der Branche für die Gesellschaft.
Männerdomäne
„Ich hatte es schwer, mich in der Männerdomäne durchzusetzen“, erinnerte Mary Mersmann in der von Marie-Theres Thiell und Andreas Grotendorst moderierten Podiumsdiskussion daran, dass es vor einigen Jahrzehnten noch sehr ungewöhnlich gewesen sei, dass sie ihren Hof und den ihres Mannes Hubert Kleuter gemeinsam bewirtschaften.
Seit 30 Jahren würden die erforderlichen Entscheidungen gemeinsam gefällt, bekräftigte Kleuter – und stellte später fest, dass die „junge Generation“ offener für partnerschaftliche Betriebsbewirtschaftungsmodelle sei.
Regina Böckenhoff vom Unternehmerinnen-Fachausschuss des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes berichtete, dass jetzt „viel offener“ mit Hof-Nachfolge-Fragen umgegangen werde, sich der Frauenanteil allmählich erhöhe. Sie habe gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), um aktiv an den unternehmerischen Entscheidungen teilhaben zu können. „Jeder hat seinen Aufgabenbereich“, berichtete sie aus der Praxis.
Reinhild Pröbsting und Annegret Langehaneberg vom Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband beschrieben ihre Freude an der Mitarbeit auf dem Hof „auf Augenhöhe“ und häufig in der Rolle der kritisch begleitenden Beraterin: „Es hat sich entwickelt“, so Annegret Langehaneberg.
Mehr Wertschätzung für die Arbeit der Frauen
Alle waren sich mit Ministerin Görißen einig, dass es dringend mehr Wertschätzung für die Arbeit der Frauen geben und ihre soziale sowie finanzielle Absicherung verbessert werden müsse. „Das Immer-Miteinander ist eine große Herausforderung“, sagte Susanne Schulze Bockeloh, Vizepräsidentin des Deutschen Bauernverbandes, zur ständigen beruflichen und sozialen Nähe in den landwirtschaftlichen Betrieben. Sie warb für Hofnachfolgerinnen, klar geregelte Vereinbarungen (etwa über Eheverträge) und „gegenseitige Wertschätzung“.
Neben häufig schlechter Altersversorgung für Frauen sei der fehlende Mutterschutz bei Selbstständigen besonders in der Landwirtschaft ein Problem, das der Gesetzgeber lösen müsse. „Wir brauchen in der Landwirtschaft den weiblichen Bereich – gemeinsam mit den Männern“, appellierte sie an ein gutes Miteinander unter klaren Voraussetzungen.
Wie Landwirtschaft schülergerecht vermittelt werden kann, erläuterte Stefan Nießing, Geschäftsführer AgriV Raiffeisen: Das Kooperationsprojekt mit dem Schulministerium und der Bezirksregierung Münster greift aktuelle und kontroverse Themen auf, um die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Entdeckungsreise zu nehmen. Damit das klappt, gibt es sogar Ordner mit vielen Informationen für Lehrerin und Lehrer der Sekundarstufe.