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Wolfsrisse in Raesfeld: CDU fordert klare Antworten vom Landesamt

Wolfsangriffe in Raesfeld sorgen für wachsende Unruhe – CDU-Fraktionschef Bernhard Bölker fordert Unterstützung vom Landesamt für Umwelt und Natur (LANUV).

Die Präsenz des Wolfs wird in der Gemeinde Raesfeld (Förderkulisse Westmünsterland) immer deutlicher spürbar. Allein an einem einzigen Tag wurden mindestens sechs Sichtungen gemeldet – teils in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und sogar am Abend in der Nähe von Mülltonnen. Diese Vorfälle verstärken die wachsende Unsicherheit der Bürgerinnen und Bürger, die sich fragen, wie sie mit der zunehmenden Aktivität des Raubtiers.

Politik sucht Lösungen

Angesichts der zunehmenden Verunsicherung in der Bevölkerung hat der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Böker die Initiative ergriffen und eine Anfrage an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) gestellt. In seinem Schreiben fordert er klare Handlungsempfehlungen und Unterstützung, um sowohl die Sicherheit der Bürger als auch den Schutz der regionalen Tierhaltung.

Wolf-Risse-in-Raesfeld
Foto: Bürgerforum Gahlen Wolf

31 Schafe in weniger als einem Jahr gerissen

Seit dem 26. Januar 2024 wurden in Raesfeld und Umgebung insgesamt 31 Schafe durch Wölfe getötet oder so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden mussten. Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs: Weitere Vorfälle blieben, so Bölker, oft ungemeldet, da betroffene Schafhalter den bürokratischen Aufwand scheuen. Besonders beunruhigend sei, dass selbst Schutzmaßnahmen, wie 120 cm hohe Zäune, oft nicht ausreichen. In einigen Fällen seien sogar höhere Zäune von den Wölfen überwunden worden.

Wolf an der B224 in Raesfeld-Erle
Wolfssichtung B22. Auszug aus einem WhatsApp-Video

Angriffe in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten

Ein wachsendes Problem ist die Nähe der Wolfsrisse zu Wohnhäusern. So wurden Schafe nur 20 Meter entfernt von einem Neubaugebiet getötet (wir berichteten). Auch im Außenbereich häufen sich die Vorfälle, bei denen Wölfe direkt an Wohnhäusern oder Gewerbebauten Tiere angreifen. Besonders auffällig ist das Verhalten zweier Wölfe mit den Kennungen HW01 GW3616m und der Wölfin Gloria mit der Kennung HW02 GW954f, die mehrfach in der Region gesichtet und nachweislich in Rissvorfällen verwickelt waren.

Wolf Raesfeld
Längs der B224 läuft der Wolf, trotz hohem Verkehrsauskommen in den Morgenstunden. Foto: WhatsApp Video

Gefährdung von Mensch und Natur

Die zunehmenden Wolfsbeobachtungen verstärken die Unsicherheit in der Gemeinde. Allein am 24. Oktober 2024 wurde vermutlich derselbe Wolf sechs Mal in Raesfeld und Umgebung gesichtet – unter anderem in unmittelbarer Nähe einer Kindergartengruppe, die sich regelmäßig in einem Wäldchen östlich der Gemeinde aufhält. Aus Sicherheitsgründen sei der Aufenthalt der Kinder dort inzwischen eingestellt worden.

Die Folgen der Wolfspräsenz seien, so Bölker, auch wirtschaftlich spürbar: „Erste Schafhalter denken darüber nach, ihre Tierhaltung aufzugeben. Ein Halter hat diesen Schritt bereits vollzogen“. Gleichzeitig stelle, eine umfassende Einzäunung mit hohen Schutzvorrichtungen eine Belastung für das Landschaftsbild dar und gefährde die traditionelle Weidehaltung.

Wolf spaziert über die B224 in Raesfeld-Erle
Wolf läuft über die B224. Foto: WhatsApp Video

CDU-Fraktion fordert Antworten

Die Ungewissheit über den Umgang mit der wachsenden Wolfspopulation stelle auch die Kommunalpolitik vor Herausforderungen. „Wir werden immer gefragt, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Wolf verhalten soll und wie es langfristig weitergehen soll“, erklärt Bernhard Bölker. Die Politik vor Ort habe jedoch keine Entscheidungshoheit in dieser Frage, betont er. Ziel sei es, den Bürgerinnen und Bürgern klare und zufriedenstellende Antworten geben zu können.

Direkt am Haus und wo auch die Kinder spielen, jagte der Wolf die Schafe über die Weide und ums Haus. Foto: Petra Bosse

Mit Nachdruck fordert Bölker und der Gemeindeverband der CDU Raesfeld-Erle-Homer daher Unterstützungs- und Handlungsempfehlungen vom Landesamt. „Deshalb bitten wir Sie um Ratschläge, wie wir mit dem Thema umgehen können“, so sein Appell. Die CDU-Fraktion hofft auf eine baldige Klärung, um die Situation für Mensch und Tier in der Region nachhaltig zu verbessern.

Kita Waldwürmer packen Liebe in Schuhkartons – Weihnachtsaktion

Kinder aus Raesfeld bringen Freude zu Weihnachten

Die Kinder des Waldkindergartens Waldwurm in Raesfeld haben in den vergangenen Wochen ein Herzensprojekt auf die Beine gestellt, das den wahren Geist der Martinszeit widerspiegelt: Teilen und Gemeinschaft. Durch ihre Teilnahme an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ haben sie nicht nur anderen Kindern ein Lächeln geschenkt, sondern auch selbst erlebt, wie bereichernd es ist, füreinander da zu sein.

Teilen wie St. Martin

In den Wochen vor der Aktion beschäftigten sich die Kinder intensiv mit dem Thema „Teilen“. Passend zur Martinszeit und der Geschichte des Heiligen St. Martin gestalteten die Erzieherinnen Morgenkreise, kreative Spiele und symbolische Aktivitäten. Ein Höhepunkt war das Teilen eines selbstgebackenen großen Herzens: Jedes Kind konnte sich ein Stück abbrechen und es mit anderen teilen. „Es war ein Moment, der die Bedeutung von Teilen und Zusammenhalt für die Kinder spürbar machte“, erklärt eine Erzieherin.

Weihnachten im Schuhkarton Kita Waldwürmer
Foto: Steffi Steverding

Von der Idee zur Aktion

Inspiriert von dieser Erfahrung beschloss der Kindergarten, bei der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mitzumachen. Die Idee war einfach: Schuhkartons mit Geschenken für Kinder in Not zu füllen. Doch schnell wurde klar, dass aus einer kleinen Aktion etwas viel Größeres werden würde. Mit der Unterstützung der Eltern sammeln die Kinder nicht nur Geschenke, sondern gestalteten die Kartons auch liebevoll: Sie bemalten, beklebten und verzierten sie mit Glitzer und bunten Farben. Jeder Karton wurde so zu einem einzigartigen Kunstwerk.

Weihnachten im Schuhkarton 2024
Foto: Steffi Steverding

12 liebevoll gefüllte Pakete

Am Ende übertraf die Aktion alle Erwartungen: Statt der geplanten zwei oder drei Kartons kamen stolze zwölf liebevoll gefüllte Pakete zusammen. Der Höhepunkt war die gemeinsame Übergabe des Kartons an die Holzwarth-Apotheke, die als Annahmestelle angenommen wurde. Mit einem geschmückten Bollerwagen zogen die Kinder und Erzieherinnen durch das Dorf. Die Freude und der Stolz waren den Kindern ins Gesicht geschrieben, als sie die Pakete abgeben.

Ein starkes „Wir“ bringt Gutes

„Die Begeisterung der Kinder war einfach ansteckend“, erzählt eine Erzieherin. „Sie haben verstanden, dass Teilen nicht nur etwas nimmt, sondern vor allem Freude bringt – für sich selbst und andere.“ Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie der Gedanke des Teilens durch Gemeinschaft lebendig wird.

CDU-Gemeindeparteitag 2024: Einblick, Austausch und Weichenstellungen für die Zukunft

Am Donnerstag, 21.11. findet der CDU-Gemeindeparteitag 2024 des Gemeindeverbandes Raesfeld-Erle-Homer statt.

An diesem Tag werden auch die Ergebnisse einer Bürgerbefragung präsentiert, die wertvolle Einblicke in die Meinungen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger des Gemeindeverbandes liefern.

Auftakt: Firmenbesichtigung bei „Reisemobile Kreierhoff“

Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr mit einer Besichtigung: Die Firma Reisemobile Kreierhoff öffnet an der Dorstener Straße 57 in Raesfeld ihre Türen für alle Interessierten.

Hauptveranstaltung im Haus Brömmel-Wilms

Ab 19:00 Uhr geht es weiter im Saal des Haus Brömmel-Wilms an der Schermbecker Straße 20 in Erle. Hier erwartet die Teilnehmenden eine strukturierte Tagesordnung mit Rückblicken, Diskussionen und richtungsweisenden Entscheidungen:

Tagesordnungspunkte:

  1. Eröffnung und Begrüßung
    Der Startschuss mit einleitenden Worten.
  2. Rückblick auf 2024
    Eine Analyse des vergangenen Jahres und der Aktivitäten des Gemeindeverbandes.
  3. Vorstellung der Umfrageergebnisse
    Präsentation der Erkenntnisse aus der Bürgerbefragung – ein zentraler Punkt, der Grundlage für zukünftige Entscheidungen bietet.
  4. Regularien
    • Prüfung der ordnungsgemäßen Einberufung und Beschlussfähigkeit.
    • Wahl eines Versammlungsleiters sowie einer Wahlkommission zur Mandatsprüfung und Stimmzählung.
    • Genehmigung der Tagesordnung.
  5. Bericht der Mandatsprüfungskommission
    Ein formeller Punkt, der Transparenz und Verlässlichkeit sicherstellt.

Weichenstellungen für kommende Wahlen:

Unter den Punkten 6 bis 8 werden Vertreter und Ersatzvertreter für verschiedene Versammlungen gewählt, darunter:

  • Bundestagswahlverfahren : Vertreter für die Landesvertreterversammlung.
  • Kommunalwahlverfahren : Vertreter für die Landrats- und Kreistagswahlen sowie die Vertreterversammlung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL).
  1. Jubilarehrungen
    Ein Moment der Anerkennung für langjährige Mitglieder.
  2. Verschiedenes
    Raum für spontane Beiträge und Diskussionen.

Kommunalwahl 2025 ohne Martin Tesing – Wie reagieren die Parteien auf diese Entscheidung

Die überraschende Ankündigung von Bürgermeister Martin Tesing, nicht erneut zur Wahl anzutreten, hat in der politischen Landschaft Raesfelds für gemischte Reaktionen gesorgt. Während einige Akteure betroffen und überrascht sind, zeigt sich in den Aussagen der Fraktionen auch Respekt und Anerkennung für Tesings Arbeit.

Am Montagabend, dem 18. November, verkündete Bürgermeister Martin Tesing nach seiner Haushaltsrede im Gemeinderat, dass er bei der kommenden Kommunalwahl 2025 nicht erneut als Bürgermeisterkandidat antreten werde.

Bürgermeister Martin Tesing 2024 Raesfeld
Foto: Petra Bosse

In einer kurzen und knappen Erklärung sagte der 62-Jährige: „Fast 15 Jahre durfte ich die positive Gestaltung unserer Gemeinde mitgestalten. Getreu dem Motto, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, werde ich den Weg frei machen für eine/n jüngere/n Kandidaten oder Kandidatin“. Mit diesem Schritt und seiner heutigen Entscheidung möchte Tesing, wie er anfügte, sicherstellen, dass die Gemeinde auch weiterhin den positiven Weg zukünftig weiterführen kann“.

Diese Ankündigung sorgte sowohl für Überraschung als auch für Bestätigung bei politischen Wegbegleitern und Beobachtern. Wir haben von den Fraktionsvorsitzenden Reaktionen eingeholt.

Argumente aus der CDU

Bernhard Bölker, Fraktionschef der CDU, gestand, dass er die Entscheidung zwar geahnt, aber dennoch bewegt aufgenommen habe: „Ja, wenn man in den letzten Monaten zwischen den Zeilen gelesen hat, konnte man das vermuten – zumindest, wenn man ihn gut kennt. Dennoch hat es mich überrascht und auch emotional berührt.“ Er habe den Eindruck gehabt, dass auch Martin Tesing selbst bei seinen Abschiedsworten sichtlich bewegt war.

Bölker hob die Verdienste Tesings hervor: „Ich denke, wir haben Martin Tesing viel zu verdanken – wie die Entwicklung des Schlosses, den Ausbau von Gewerbe- und Wohngebieten, und all das, was in den letzten Jahren entstanden und vollendet wurde.“ Mit Blick Auf die bevorstehende Kommunalwahl räumte er jedoch ein, dass die Partei nun umdisponieren musste: „Plan A war, dass Martin Tesing bleibt. Das ist nun hinfällig, und die Arbeitsgruppe des CDU-Ortsvereins muss Plan B entwickeln, um bis zur Wahl am 14. September 2025 einen geeigneten Kandidaten zu präsentieren.“

Darüber hinaus wies Bölker darauf hin, dass auch einige Ratsmitglieder nicht mehr antreten würden, was zusätzlichen Handlungsbedarf bedeute. „Aber ich bin sicher, dass unser Bürgermeister seine Arbeit bis zum letzten Tag, den 31. Oktober 2025, mit voller Konsequenz weiterführen wird.“

UWG: Respekt und Ideen für die Zukunft

Und auch Volker van Wasen Fraktionsvorsitzender der UWG nimmt Stellung zur Ankündigung von Martin Tesing nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Wie er betont, sei er gestern nicht überrascht gewesen, aber: „Die Ankündigung Martin Tesings zu seinem Abschied als Bürgermeister nehmen wir mit Respekt zur Kenntnis. Er war immer ein Mann der klaren Worte. Mit Kritik konnte er jedoch nicht immer umgehen. Er hat in seiner Zeit als Bürgermeister einiges bewegt, auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Wir als UWG haben noch viele Ideen für die Zukunft Raesfelds und machen uns zur Nachfolgekandidatur des Bürgermeisters natürlich auch Gedanken“.

Henry Tünte von den Grünen: „Ich finde es sehr schade“

Auch Henry Tünte, Vertreter der Grünen, äußerte sich zur Entscheidung von Bürgermeister Martin Tesing, nicht erneut zur Wahl antreten. „Am Montag war ich doch überrascht, obwohl ich im Vorfeld schon so etwas munkeln gehört habe“, gab Tünte zu. Er bedauert den Schritt Tesings: „Ich finde es sehr schade, denn rückblickend kann ich sagen, dass wir als Fraktion bis heute gut mit ihm zusammengearbeitet haben.“

Mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl 2025 erklärte Tünte, dass die Grünen bislang noch keine Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Aussicht hatten: „Bis heute haben wir noch nicht über einen Kandidaten nachgedacht, aber wir als Partei werden in Kürze grundsätzlich darüber nachdenken.“

FDP: Lob für die Zusammenarbeit und kritischer Blick auf das Amt

Auch Christoph Stephan, Fraktionsvorsitzender der FDP, zeigte sich von der Entscheidung überrascht: „Ja, ein bisschen überrascht war ich. Ich habe damit nicht gerechnet, dass er aufhört.“ Er lobte die Zusammenarbeit mit Tesing: „Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich keinen Grund zur Beschwerde. Sein Auftreten uns gegenüber war stets korrekt, und wir konnten als Fraktion immer gut miteinander reden.“

Stephan zeigte Verständnis für die Belastung, die mit dem Amt des Bürgermeisters einhergeht. „Ein Bürgermeister ist ein bisschen wie ein Pfarrer – immer erreichbar. Das macht das Amt belastender als andere im öffentlichen Dienst. Man muss sich fragen, ob ein ehrenamtlicher Bürgermeister in modernen Zeiten überhaupt noch praktikabel ist.“

Die FDP hat bisher keine Kandidaten aufgestellt, da man nicht mit einem Wechsel gerechnet habe. „Gegen Martin Tesing hätten wir keine Gegenkandidaten aufgestellt“, so Stephan.

Wolf überspringt 1,45-Meter-Zaun in Schermbeck: Echtheit bestätigt

In Schermbeck und Umgebung entfachte ein Video hitzige Diskussionen. Es zeigt einen Wolf, der auf dem Horstkamp’s Hof einen 1,45 Meter hohen Zaun überspringt. Zunächst wurde die Echtheit der Aufnahmen von einigen in Frage gestellt und als potenzieller Fake bezeichnet.

Doch mittlerweile wurde das Video offiziell als echt bestätigt, was die Debatte über die Wirksamkeit bestehender Herdenschutzmaßnahmen weiter angeheizt. (Wir berichteten.)

In einer kleinen Anfrage an das Umweltministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW (LANUV) greift der SPD-Abgeordneten René Schneider die Thematik auf und hinterfragt die Wirksamkeit der empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen. Umweltminister Oliver Krischer hat hierzu Stellung genommen. Die Antworten der Landesregierung werfen ein Schlaglicht auf die Problematik.

Wölfin Gloria vor dem Sprung aufgenommen mit einer Wärmebildkamera
Die Aufnahme zeigt einen Wolf im Sprung. Die Echtheit des Video wurde jetzt bestätigt.

Echtheit des Videos bestätigt

Frage 1: Wie schätzt die Landesregierung die Echtheit des Videos ein, das zeigen soll, wie ein Wolf einen 1,45 Meter hohen Zaun in Schermbeck überspringt?

Antwort: Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) überprüfte das Video und konnte den Aufnahmestandort in der Förderkulisse Westmünsterland bestätigen. Die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) bestätigte außerdem, dass es sich bei dem Tier im Video um einen Wolf handelt. Belastbare Aussagen zu Alter, Geschlecht oder zum konkreten Individuum des Wolfes konnten sind nicht möglich.

Fälle von Zaunüberwindungen durch den Wolf bekannt

Frage 2: Welche Fälle sind der Landesregierung bekannt, in denen ein Wolf einen Zaun, der höher als 1,20 Meter ist, überwunden hat?

Antwort: Seit 2018 sind dem LANUV insgesamt 16 Fälle in NRW bekannt und dokumentiert, in denen Nutztiere hinter Zäunen mit einer Höhe von mehr als 120 cm gerissen wurden. Ob der Wolf in den einzelnen Fällen die Zäune übersprangen, untergraben, bestehende Wildwechsel, fehlerhafte Stellen und/oder Ein-/Aussprunghilfen ausgenutzt oder den Zaun beispielsweise mangels Elektrifizierung durch Klettern oder letztendlich durch Überspringen überwunden hat, ist dabei nicht bekannt.

Begründung der Mindesthöhe von 1,20 Metern

Frage 3: Warum empfiehlt die Landesregierung bei Schafen und Ziegen eine Zaunhöhe von mindestens 1,20 Metern, wenn diese Mindestanforderung für den Wolf offenkundig zu überwinden ist?

Antwort: Für den wolfabweisenden Herdenschutz orientieren sich die Bundesländer an den „Empfehlungen zum Schutz von Weidetieren und Gehegewild vor dem Wolf – Konkrete Anforderungen an die empfohlenen Präventionsmaßnahmen“, die durch die DBBW gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz erstellt wurden. Grundsätzlich können sorgfältig und korrekt angewandte Maßnahmen des Mindestschutzes einen Beitrag zur Verhinderung von Übergriffen auf Nutztiere leisten.
In Gebieten, in denen Herdenschutzmaßnahmen des Mindeststandards („Grundschutz“) durch Wölfe überwunden wurden, sollte zur Sicherung der Weidetierbestände der „empfohlene Herdenschutz“ (z.B. elektrische Zäune mit mindestens 120 cm Höhe) Anwendung finden.
Die empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen zeigen nach derzeitigen Erkenntnissen die höchste Schutzwirkung vor Wolfsübergriffen.

Wolfssicherer-Zaun-mit-Untergrabungsschutz Förderkulisse Westmünsterland
Geförderter Zaun mit Untergrabungsschutz. Foto: Sümpelmann

Keine Anpassung der Standards geplant

Frage 4: Inwieweit sieht die Landesregierung vor, die empfohlenen Standards bei förderfähigen Zaunhöhen anzupassen?

Antwort: Die Landesregierung sieht keinen Anlass, von den aktuellen bundesweiten Empfehlungen abzuweichen.

Fördermöglichkeiten für Zaunoptimierungen

Frage 5: Welche Fördermöglichkeiten bestehen für Weidetierhalter, deren Zäune die vorgeschriebenen Mindestanforderungen erfüllen, die nun aber den Schutz weiter aufrüsten wollen?

Antworten: Für die Weidetierhaltungen besteht grundsätzlich die Möglichkeit, Optimierungsmaßnahmen im Sinne der Förderrichtlinie zu beantragen und auch bei bisher stromlosen Zäunen elektrifizierte Litzen nachzurüsten.
Eine Erhöhung des Zaunes ohne entsprechende Elektrifizierung auch im unteren Bereich ist fachlich nicht sinnvoll. Die kostenlose Herdenschutzberatung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berät hier bei Bedarf in jedem konkreten Einzelfall umfänglich.

Fazit: Debatte um Sicherheit und Standards

Das Video hat die Debatte um die Wirksamkeit der Herdenschutzmaßnahmen erneut entfacht. Während die Landesregierung an den bestehenden Standards festhält, zeigt die Zahl der dokumentierten Nutztierrisse, dass die Schutzmaßnahmen nicht immer ausreichen. Eine bessere Beratung und zusätzliche Fördermöglichkeiten könnten Haltern helfen, ihre Zäune effektiver zu gestalten. Die Frage, ob ein 1,20 Meter hoher Zaun ausreicht, bleibt jedoch offen.

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.

Ein Heimathafen für Raesfeld – Die AWO macht Gemeinschaft erlebbar

Ein Ort der Begegnung entsteht in Erle am Höltingswall, direkt im Schatten der St. Silvesterkirche – ein Treffpunkt, der Menschen zusammenbringt und Gemeinschaft erlebbar macht. Was genau steckt hinter dem Projekt „Heimathafen“? Und wie soll es helfen, der Vereinsamung entgegenzuwirken? Was benötigt aktuell der AWO-Ortsverein?

Am 8. Dezember ist es soweit: Das neue AWO-Café „Heimathafen“ in Raesfeld-Erle wird feierlich eröffnet. Im ehemaligen Manus Café am Höltingswall entsteht ein einladender Treffpunkt, der vor allem eines bieten soll: Gemeinschaft. „Wir wollen der Vereinsamung entgegenwirken und einen Ort schaffen, an dem sich Menschen begegnen können“, erklärt Andreas Erzkamp vom ​​Vorstand der AWO Raesfeld, während er uns durch die Baustelle führt.

15 freiwillige Helferinnen und Helfer haben in den letzten Wochen unermüdlich gearbeitet, um dem Heimathafen den letzten Schliff zu geben. Während im Café die Malerarbeiten soweit abgeschlossen sind, herrscht in der Küche noch geschäftiges Treiben. „Hier ist handwerkliches Geschick gefragt“, sagt Erzkamp.

Küchenarbeiten schreiten voran im neuen Cafe der AWO Raesfeld in Erle
Beim Einbau der Küchenmöbel ist Geschick gefragt. Foto: Petra Bosse

Ehrenamt als tragende Säule

„Ohne das Ehrenamt wäre das alles nicht möglich“, betont Erzkamp. Die gesamte Renovierung und Ausstattung des Cafés basiert auf freiwilliger Arbeit. Selbst die neue Küche sei durch eine großzügige Spende finanziert worden. Doch es bleibt noch einiges zu tun. Was benötigt aktuell der Ortsverein? „Eine Geldspende wäre ideal, damit wir unsere geplanten Aktionen gezielt umsetzen können“, erklärt Andreas Erzkamp. „Das Mobiliar für das Cafè und die Küche haben wir größtenteils bereits zusammengestellt, jetzt fehlt uns aber noch einiges, damit wir mit unseren konkreten Aktivitäten starten können.“

Andreas Erzkamp Vorstand Ortsverein AWO-Raesfeld
Andreas Erzkamp. Foto: Petra Bosse

Angebot für Eltern mit Kindern

Gemeint damit ist beispielsweise ein Angebot für Eltern mit Kindern zu schaffen. Das Angebot wird darüber des neuen Cafés vielfältig sein. Neben den bereits angebotenen Spaziergängen und Spieleabenden sollen auch ein Tanz-Tee-Tag oder auch Kindernachmittage organisiert werden. „Aber erstmal ziehen wir ein“, sagt Erzkamp lachend.

Auch ein Förderprogramm gegen Vereinsamung steht auf der Agenda. „Es ist uns wichtig, Menschen zu erreichen, die sich einsam fühlen“, erklärt Erzkamp. Geplant ist unter anderem eine Aktion, bei der 50 Weihnachtsbriefe verschickt werden, um den Menschen in der Gemeinde eine Freude zu bereiten.

„Wir schließen hier eine Lücke“

Mit etwas Stolz blickt Andreas Erzkamp auf die Fortschritte: „Wir sind richtig stolz, dass wir das geschafft haben – jetzt einen Heimathafen hier zu haben.“ Die Mitgliederzahlen der AWO Raesfeld sprechen für sich. Seit der Gründung vor zwei Jahren hat sich die Zahl der Mitglieder von 17 auf über 50 gesteigert. „Die Nachfrage nach Gemeinschaft ist da, das zeigen die Zahlen“, fügt er hinzu.

Besonders bemerkenswert ist dieser Erfolg, da viele Vereine derzeit über sinkende Mitgliederzahlen klagen. Die AWO Raesfeld geht hier mit guten Beispielen voran und zeigt, dass gezielte Angebote und ein stärkeres Gemeinschaftsgedanke Menschen auch in schwierigen Zeiten zusammenbringen können.

Zukünftiges Cafe und Heimathafen der AWO in Erle
Bis zur Eröffnung am 8. Dezember gibt es noch einiges zu tun. Foto: Petra Bosse

Ein AWO-Café für alle

Das Konzept des Cafés unterscheidet sich bewusst von einem klassischen Gastronomiebetrieb. „Wir machen hier keinen offiziellen Kaffeebetrieb. Gegen eine Spende kann man sich einen Kaffee nehmen und einfach in Gemeinschaft Zeit verbringen“, erklärt Erzkamp. Geöffnet wird das Café an bestimmten Tagen, auch morgens, „damit jeder, der Kontakt sucht, auch fündig wird“, so Erzkamp.

Der Außenbereich soll im Sommer zum Verweilen einladen. „Man kann sich hier draußen hinsetzen, die Sonne genießen und einfach eine Rast machen“, schildert Erzkamp die Pläne.

Weihnachtsaktionen in der AWO Raesfeld

Besonders am Herzen liegt der AWO die geplante Weihnachtsfeier für einsame Menschen. Dank einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 1.000 Euro, die mit Unterstützung der Gemeinde Raesfeld bewilligt wurde, soll es ein gemütliches Kaffeetrinken mit Kuchen und Gesprächen geben. „Wir wollen in der Weihnachtszeit den Menschen etwas geben, die sonst vielleicht allein wären“, erklärt Erzkamp.

Feierliche Eröffnungsfeier

Die Eröffnung am 8. Dezember beginnt um 10:30 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Silvesterkirche. Um 11:30 Uhr wird das Café von Pfarrer Dr. Fabian Tilling eingeweiht. Es werden Gäste wie Michael Groß, Präsident der AWO, Michael Scheffler, Vorsitzender des Bezirks westliches Westfalen, die Vorsitzende des AWO-Bezirks Raesfeld Sonja Köhler und und der stellv. Bürgermeister Hans-Dieter Strothmann erwartet.

Im Anschluss findet ein gemeinsames Zusammensein mit Imbiss für alle Gäste und gemütliches Beisammensein in den neuen Räumen. Ende der Veranstaltung ist 14 Uhr. Eingeladen zur Eröffnungsfeier sind recht herzlich alle Menschen, ob Mitglied, oder Nichtmitglied.

Ein Appell an die Gemeinschaft

Wer die Arbeit der AWO Raesfeld unterstützen möchte, kann dies durch Spenden oder eine Mitgliedschaft tun. „Die Bereitschaft, uns zu unterstützen, ist groß – aber sie kann natürlich noch größer sein“, so Erzkamp augenzwinkernd. Eine Mitgliedschaft kostet 3 Euro im Monat und bietet die Möglichkeit, Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu werden.

Kontakt: [email protected] oder: E-Mail sonja​.koehler​@awo-raesfeld​.de
Internet: AWO-Ortsverein Raesfeld

Haushalt 2025: Kämmerer Greving warnt vor steigenden Defiziten

Raesfeld kann stolz darauf sein: Zum 32. Mal in Folge wird die Gemeinde im Jahr 2025 einen schuldenfreien Haushalt vorlegen – trotz hoher Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Modernisierung. Doch während dieser Erfolg Grund zur Freude sein könnte, zeigt sich Kämmerer Thomas Greving zurückhaltend.

Der Haushalt der Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2025 bringt laut Kämmerer Thomas Greving nur leichte Veränderungen mit sich. Insbesondere bei den öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten wird mit steigenden Erträgen gerechnet, die auf höhere Gebühren zurückzuführen sind.

Positive Nachrichten bei Wassergebühren

Zunächst gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die Gebühren für die Beseitigung von Schmutz- und Niederschlagswasser sollen im nächsten Jahr stabil bleiben. Dies bedeutet, dass Haushalte in Raesfeld an dieser Stelle keine zusätzlichen Belastungen erwarten müssen.

Moderate Anpassungen in anderen Bereichen

In anderen Bereichen sind hingegen moderate Gebührensteigerungen zu verzeichnen. Besonders betroffen sind die Abfallgebühren. Die Ursache dafür liege in den erhöhten Gebühren des Kreises Borken für die Nutzung der Abfallentsorgungsanlagen. Diese Mehrkosten werden an die Haushalte weitergegeben.

Für einen Musterhaushalt mit einer 120-Liter-Restmülltonne und einer Biotonne steigen die Müllabfuhrkosten im Jahr 2025 um 46,20 Euro . Auch die Straßenreinigungsgebühren erhöhen sich – von bisher 1,12 Euro pro Meter Grundstücksbreite auf 1,26 Euro.

Grundsteuerreform 2025: Auswirkungen auf die Hebesätze in Raesfeld

Die Grundsteuerreform für das Jahr 2025 bringt in Raesfeld Anpassungen bei den Hebesätzen für die Grundsteuern A und B mit sich. Die Verwaltung hat auf Basis der Vorgaben des Landes NRW die neuen Hebesätze in die Planungen aufgenommen, wie Kämmerer Thomas Greving erläutert.

Neue Hebesätze für Grundsteuer A und B

Für die Grundsteuer A, die vor allem land- und forstwirtschaftliche Betriebe betrifft, ist ein moderater Anstieg des Hebesatzes von 319 Punkten auf 401 Punkten vorgesehen. Die Grundsteuer B, die auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben wird, soll von bisher 501 Punkten auf 600 Punkte steigen.

Greving betont, dass es sich bei diesen Hebesätzen um die sogenannten „aufkommensneutralen Hebesätze“ handelt. Diese wurden vom Land NRW berechnet, um sicherzustellen, dass die Gemeinden nach Umsetzung der Reform in etwa das gleiche Steueraufkommen erzielen wie vor der Reform. Somit dienen die neuen primären Werte der Anpassung an die neuen Bewertungsgrundlagen.

Stabilität bei der Gewerbesteuer

Während die Grundsteuern angepasst werden, bleibt die Gewerbesteuer in Raesfeld stabil. Der Hebesatz verharrt bei 416 Punkten , da das Land NRW im Entwurf des Gemeindefinanzierungsgesetzes 2025 keine Änderungen am fiktiven Hebesatz der Gewerbesteuer beschlossen hat.

Steigende Investitionen im Haushalt 2025: Überblick der Kostenentwicklung

Im Haushaltsplan 2025 der Gemeinde Raesfeld zeichnen sich deutlich steigende Entwicklungen ab. Laut Kämmerer Thomas Greving wird ein Gesamtvolumen von rund 30,3 Millionen Euro erwartet – ein Anstieg um 2,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung betrifft nahezu alle Kostenbereiche.

Ergebnisentwicklung Haushalt Raesfeld

Haupttreiber der Kostensteigerungen

Die Belastungen verteilen sich auf verschiedene Bereiche, wobei folgende Posten besonders ins Gewicht gefallen sind:

  • Personalaufwendungen:
    Mit einem Anstieg von +569.000 Euro wirken sich vor allem die Tarifabschlüsse der letzten Jahre und Anpassungen bei den Rückstellungen aus.
  • Sach- und Dienstleistungen:
    Die Kosten für Sach- und Dienstleistungen steigen um +150.000 Euro , was auf allgemeine Preissteigerungen und erhöhte Betriebsanforderungen zurückzuführen ist.
  • Abschreibungen:
    Hier ist eine Steigerung um 368.000 Euro zu verzeichnen, die auf Investitionen in die kommunale Infrastruktur und den daraus resultierenden höheren Abschreibungsbedarf zurückzuführen ist.
  • Transferaufwendungen:
    Der stärkste Zuwachs entfällt mit 834.000 Euro auf Transferaufwendungen, die unter anderem Zuschüsse und Umlagen umfassen.

Ursachen und Rahmenbedingungen

Die steigenden Personalkosten seien insbesondere auf tarifliche Anpassungen sowie notwendige Rückstellungen zurückzuführen. Diese Entwicklungen spiegeln die überregionalen Rahmenbedingungen weiter, die auf alle Kommunen gleichermaßen einwirken.

teigende Kosten durch Abschreibungen und Transferaufwendungen

Die Abschreibungen steigen im Haushaltsjahr 2025 deutlich stärker als in den vergangenen Jahren. Grund dafür sind die hohen Investitionen, insbesondere in die kommunale Infrastruktur wie Straßen und Kanäle , die sich nun im Haushalt niederschlagen. Zukünftige Investitionen, insbesondere in den Bereichen Schule und Kinderbetreuung , werden die vorzeitigen Abschreibungen weiter erhöhen und den Haushalt zusätzlich belasten.

Kämmerer Thomas Greving betont: „Die fortlaufenden Investitionen sind, doch sie bringen langfristige finanzielle Verpflichtungen mit sich, die wir nicht aus den Augen verlieren dürfen.“

Transferaufwendungen als größter Kostenblock

Die Transferaufwendungen verzeichnen den stärksten Anstieg und erreichen 2025 mit rund 13,5 Millionen Euro einen Anteil von 44,5 % an den Gesamtaufwendungen. Dieser Bereich ist vollständig fremdgesteuert, sodass die Gemeinde keinen Einfluss auf diese Ausgaben hat. Die größte Position dabei ist die Kreis- und Jugendamtsumlage , die die Gemeinde Raesfeld voraussichtlich rund 10 Millionen Euro kosten wird – 780.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Greving erklärt weiter: „Die stetig steigenden Transferaufwendungen schränken unseren finanziellen Handlungsspielraum massiv ein. Besonders die Umlagen belasten die Gemeinde erheblich und lassen uns kaum Spielraum für eigene Prioritäten.“

Haushalt 2025: Fehlbetrag wird durch Rücklagen gedeckt

Der Haushaltsplan 2025 weist einen Fehlbetrag von rund 2,9 Millionen Euro aus. Dennoch gilt der Haushalt als fiktiv ausgeglichen, da die Gemeinde weiterhin über eine ausreichend hohe Ausgleichsrücklage verfügt. Zum Stichtag 31.12.2023 belaufe sich diese Rücklage auf rund 19 Millionen Euro , wodurch auch die in der mittelfristigen Finanzplanung prognostizierten Defizite gedeckt werden können. „Die Pflicht zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes kommt damit erstmal noch nicht zum Tragen“, ergänzt Greving.

©Gemeinde Raesfeld

Finanzplan 2025: Investitionen im Fokus

Der Finanzplan der Gemeinde Raesfeld für das Jahr 2025 bietet einen detaillierten Überblick über sämtliche Ein- und Auszahlungen. Dabei wird zwischen den laufenden Verwaltungstätigkeiten und den Investitionstätigkeiten verteilt. Kämmerer Thomas Greving legte in seiner Darstellung den Schwerpunkt auf die Investitionstätigkeiten, da diese ausschließlich im Finanzplan abgebildet werden.

Investive Einzahlungen und Auszahlungen

Für 2025 werden investive Einzahlungen in Höhe von 7.403.800 Euro erwartet. Der Großteil dieser Einnahmen resultiert aus Investitionszuweisungen des Landes, Grundstücksverkäufen sowie Beiträgen.

Demgegenüber stehen geplante investive Auszahlungen von 9.159.900 Euro . Dies führt zu einem Finanzierungsbedarf, der mittelfristig ohne die Aufnahme von Krediten kaum zu decken sein wird.

©Gemeinde Raesfeld

Bedenken des Investitionsvolumens bei weiterhin hohem Niveau

Die geplanten Investitionen fielen mit rund 1 Million Euro geringer aus als im Haushaltsjahr 2024. Dennoch bleibt das Investitionsvolumen weiterhin auf einem hohen Niveau. Greving warnte, dass die Gemeinde künftig verstärkt prüfen sollte, welche Investitionen tatsächlich notwendig sind.

„Nicht jede Fördermöglichkeit sollte nachgejagt werden, insbesondere bei Investitionen, die unbedingt nicht notwendig sind“, betonte der Kämmerer. Jede Investition bringe zwangsläufig auch Folgekosten mit sich, die künftige Haushalte belasten könnten. „An diesem Auszug aus dem Investitionsplan wird deutlich, dass auch im kommenden Jahr an vielen Stellen im Ort in erheblichem Umfang investiert werden soll“.

Investitionen Raesfeld 2025
Die größten im nächsten Jahr geplanten Investitionen ©Gemeinde Raesfeld

Haushaltsplan 2024

Kämmerer Thomas Greving erklärt: „Der Investitionsplan zeigt deutlich, dass auch im nächsten Jahr an vielen Stellen im Ort umfangreich investiert werden soll.“

Dennoch ergebe sich hierbei ein Defizit: Die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit übersteigen die entsprechenden Einzahlungen um rund 1,7 Millionen Euro. Auch im Bereich der laufenden Verwaltungstätigkeit zeigen sich ähnliche Herausforderungen, da die Auszahlungen die Einzahlungen um etwa 2,5 Millionen Euro übersteigen.

Thomas Greving zieht Bilanz: „Insgesamt schließt der Finanzplan demnach mit einem Defizit von rd. 4,2 Mio. Euro ab. Dieses Defizit muss aus den liquiden Mitteln der
Gemeinde finanziert werden“.

Fehlbetrag 2024: Geringere Belastung erwartet

Der Haushaltsplan 2024 prognostiziert ursprünglich einen Fehlbetrag von rund 4,6 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand erwartet der Kämmerer jedoch, dass das tatsächliche Defizit zum Jahresende geringer ausfallen dürfte.

Dies bedeutet, dass die liquiden Mittel der Gemeinde voraussichtlich weniger stark beansprucht werden, als es die ursprüngliche Haushaltsplanung vorgesehen hatte. Diese positive Entwicklung könnte die finanzielle Ausgangslage leicht entlasten.

Liquidität und Zukunftsperspektiven: Herausforderungen für den Haushalt 2025

Zum Ende des Jahres 2025 wird erwartet, dass die liquiden Mittel der Gemeinde Raesfeld planmäßig auf rund 3 Millionen Euro sinken. Auch in der mittelfristigen Finanzplanung zeichnet sich eine weitere Reduzierung der liquiden Mittel ab.

Trotz dieser Entwicklung könne im kommenden Haushaltsjahr noch auf die Aufnahme von Krediten verzichtet werden. Allerdings werden die finanziellen Spielräume immer enger. Kämmerer Thomas Greving betonte: „Ich sage es an dieser Stelle ausdrücklich – in den nächsten Jahren werden wir voraussichtlich nicht mehr um die Aufnahme von Krediten herumkommen.“

Prognose bestätigt sich

Bereits im vergangenen Jahr habe Greving auf die sich verschlechternde Haushaltslage hingewiesen. Leider habe sich diese bei der aktuellen Entwicklungen bestätigt: Laut Greving werde die Gemeinde in Zukunft nicht mehr in der Lage sein, die Ausgaben der laufenden Verwaltungstätigkeit vollständig aus den laufenden Ausgaben zu decken. Der Fehlbetrag in diesem Bereich wachse weiter und belastet die finanzielle Stabilität.

Appell an Einsparmaßnahmen

„Wir müssen uns in Zukunft deutlich intensiver mit unseren Ausgaben beschäftigen und Einsparpotenziale konsequent suchen“, appellierte Greving. Nur so könnte die finanzielle Belastung eingedämmt und eine solide Grundlage für die Zukunft geschaffen werden.

Mit diesen Worten schloss er seine Ausführungen zum Haushaltsplanentwurf 2025 ab, der die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen Finanzplanung unterstreicht.

Schuldenfreie Gemeinde Raesfeld – Haushaltsrede von Bürgermeister Tesing

Gute Nachrichten für die Gemeinde Raesfeld: Ein Jahr der Meilensteine ​​und Erfolge. Bürgermeister Martin Tesing präsentiert Haushaltsrede für das Jahr 2025: Erfolgreiche Projekte, aber auch finanzielle Herausforderungen

Die Gemeinde Raesfeld blickt auf ein Jahr voller Fortschritte und positiver Entwicklungen trotz hoher Investitionen. Bürgermeister Tesing hob hervor: „Unser Sparstrumpf befindet sich mit über 19 Millionen Euro auf einem historischen Höchststand – ein Meilenstein in der Finanzgeschichte Raesfelds.“

Auch die Schuldenfreiheit der Gemeinde feiert im kommenden Jahr ein beeindruckendes Jubiläum: Zum 32. Mal in Folge bleibt Raesfeld schuldenfrei – ein Alleinstellungsmerkmal in Nordrhein-Westfalen, möglicherweise sogar in ganz Deutschland.

Darüber hinaus gehören die Abwassergebühren in Raesfeld weiterhin zu den günstigsten im Land. Bürgermeister Tesing ergänzte: „Unsere Haushalte zahlen im Schnitt 371,66 Euro weniger als der Landesdurchschnitt. Dies alles auch vor dem Hintergrund der im Vergleich zu früheren Jahren enormen Investitionen der letzten Jahre und des kommenden Jahres“.

Konjunktur und Steuereinnahmen

Die Wirtschaftsweisen prognostizieren für 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Dies werde sich auf die Steuereinnahmen der Gemeinde niederschlagen. Dennoch rechnet Raesfeld im kommenden Jahr mit rund 7,1 Millionen Euro Gewerbesteuer und 7,4 Millionen Euro Einkommensteueranteil. Gemeinsam machen diese rund 78 Prozent der Steuereinnahmen aus.

Die Gesamteinnahmen seien mit 27,4 Millionen Euro veranschlagt, während die geplanten Ausgaben erstmals die 30-Millionen-Euro-Grenze überschritten haben. Dies führe zu einem Defizit von 2,9 Millionen Euro im Ergebnisplan, das sich bei weiter sinkenden Steuereinnahmen noch vergrößern könnte.

Grundsteuer und Bürgerfreundlichkeit

Die Grundsteuer A und B bleiben ergebnisneutral, was für die Bürgerinnen und Bürger keine zusätzliche Belastung bedeutet. Tesing betonte: „Unsere Planung sorgt dafür, dass die Einnahmen aus der Grundsteuer stabil bleiben, unabhängig von zukünftigen Diskussionen um Hebesätze.“ Das geplante Steueraufkommen für die Grundsteuer A wurde mit 94.700 €, das für die Grundsteuer B mit 2.099.700 € kalkuliert. Dies entspreche einem Anteil an den Gesamteinnahmen von ca. 8 %.

Anstehende Veränderungen und Herausforderungen 2025

Kreisumlage: Belastung ohne Entlastung

Trotz der positiven Bilanz steht die Gemeinde vor finanziellen Herausforderungen.

Der Entwurf des Kreishaushalts 2025 sieht eine erhebliche Erhöhung der Kreisumlage vor, die von 174,9 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 201,6 Mio. Euro steigen soll. Gleichzeitig wird der Finanzbedarf für die Jugendamtsumlage auf 81,0 Mio. Euro prognostiziert, was einer absoluten Steigerung von 8,3 % gegenüber dem Vorjahr entspreche.

Auswirkungen auf die Gemeinde Raesfeld

Für die Gemeinde Raesfeld bedeutet dies eine zusätzliche Belastung von 483.000 Euro durch die Kreisumlage und 300.000 Euro durch die Jugendamtsumlage. Insgesamt steigt der abzuführende Betrag auf 10.050.000 Euro. Ein Plus von 783.000 Euro.

Bürgermeister Tesing erklärte: „Das heißt, dass wir nach der aktuellen Planung rund jeden dritten Euro unseres Haushalts direkt an den Kreis Borken oder über diesen an den Landschaftsverband abführen müssen. Das sind Mittel, die unserer direkten Verfügung entzogen sind.“

Kommunalpolitische Konsequenzen

Die zunehmende Umlagebelastung enge den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde erheblich ein. Tesing betonte, dass dies kommunale Selbstverwaltungen vor Herausforderungen stelle: „Diese Gelder fehlen uns für wichtige lokale Projekte und Investitionen, auf die wir als Gemeinde direkten Einfluss nehmen können.“

Kreis- und Jugendamtsumlage Raesfeld

Um auf diese Belastung hinzuweisen, haben sich die 17 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Kreises Borken zusammengeschlossen und eine gemeinsame Stellungnahme verfasst. „Der Kreis und der Landschaftsverband müssen sich wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, sonst ist diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten.“

Finanzplanung Gemeinde Raesfeld bis 2028

Belastungen durch Bundes- und Landespolitik: Fehlende Gegenfinanzierung

Bürgermeister Tesing machte in seiner Rede deutlich, dass der Haushalt der Gemeinde Raesfeld durch zusätzliche Belastungen seitens der Bundes- und Landespolitik unter Druck steht.

Herausforderungen durch Flüchtlingspolitik

Tesing ging zwar nicht erneut ausführlich auf die gesellschaftlichen, personellen und finanziellen Herausforderungen durch die Flüchtlingspolitik ein, machte aber klar, dass die Belastungen weiterhin erheblich seien.

Die bisher von der kommunalen Familie an die Bundesregierung gerichteten Hilferufe und Vorschläge zur Reduzierung des Flüchtlingszustroms blieben ungehört. Tesing betonte: „Statt einer Entlastung wurden uns auch in diesem Jahr wieder 73 neue Flüchtlinge zugewiesen.“ Damit erhöht sich die Zahl der Personen auf 662 (2023 waren es 529 Personen).

Investitionen im Schulbereich: Fördermittel bleiben hinter Erwartungen zurück

Raesfeld plant erhebliche Investitionen, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 zu erfüllen. Für die Erweiterung der Sebastianschule stehen 600.000 Euro im Jahr 2025 und 500.000 Euro im Jahr 2026 im Haushalt.

Die Silvesterschule soll bis 2027 für 1,6 Millionen Euro erweitert werden. Doch die Fördermittel des Landes NRW decken nur einen kleinen Teil der Kosten. Nach den Förderrichtlinien des Landes betrage die Förderung maximal 75 % der Investition. Tatsächlich sei Raesfeld jedoch lediglich eine Summe von 476.000 Euro in Aussicht gestellt worden – eine Förderquote von nur 17 %. Bürgermeister Tesing betonte: „Das Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt – wird hier klar verletzt. Solche Beispiele ließen sich endlos fortsetzen, doch es sprengt den Rahmen.“

Schlüsselzuweisungen: Raesfeld wird als finanziell stark eingestuft

Bürgermeister Tesing betonte in seiner Rede, dass es nicht nur Herausforderungen, sondern auch positive Nachrichten zu berichten gebe. Eine dieser Nachrichten ist, dass die Gemeinde in den nächsten Jahren keine Schlüsselzuweisungen erhält, da das Land NRW die Gemeinde Raesfeld als „reichlich“ einstuft. „Diese Einstufung bedeutet, dass die Finanzkraft der Gemeinde höher einschätzt wird, als ihr Finanzbedarf. Allerdings relativierte Tesing auch: „Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht, in diesem Fall des Landes, aber nicht unsere“, erklärte Tesing.

Fortschritte in der Dorfentwicklung: Eine Gemeinde im Wandel

Trotz der finanziellen Herausforderungen hat die Gemeinde zahlreiche Projekte umgesetzt. Das neue Vereinsheim des DRK wurde mit Investitionen von 850.000 Euro fertiggestellt.
„Das DRK ist am vergangenen Samstag in unser neues Vereinsheim umgezogen.“ Acht Jahre lang hat das Haus Epping als Provisorium gedient, und nun steht endlich eine moderne Lösung bereit.“

Auch das Fanfarencorps Raesfeld werde in den nächsten Tagen folgen. Nach dem Umzug soll der bereits beschlossene Abriss des Hauses Epping erfolgen, um Platz für den Bau des von den Bürgerinnen und Bürgern lang ersehnten Drogeriemarktes Rossmann zu schaffen.

Auch das Martinus-Gemeinschaftshaus feierte das Richtfest, und die Lehrküchen der Julia-Koppers-Schule wurden mit 350.000 Euro saniert.

Projekte in Erle laufen planmäßig

Auch in Erle schreiten die Arbeiten voran: Die Flüchtlingsunterkunft werde planmäßig fertiggestellt, und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses sei für das nächste Frühjahr vorgesehen. Die Fertigstellung des Femeichenpark stehe kurz vor dem Abschluss. Die offizielle 16. Einweihung sei für den 27. April 2025 geplant. Beide Projekte belaufen sich auf Investitionen von jeweils 700.000 Euro. Ebenso werde die Flüchtlingsunterkunft planmäßig fertiggestellt. „Ich kann Ihnen versichern, dass alle Arbeiten im Zeitplan liegen“.

Darüber hinaus soll am 21. Dezember der offizielle Spatenstich für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses als weiterer wichtiger Meilenstein in Erle erfolgen.

Sichtbare Ergebnisse im öffentlichen Raum Raesfeld

Im Herzen der Gemeinde wurden ebenfalls bedeutende Fortschritte erzielt. So wurde der Parkplatz hinter dem Rathaus pünktlich zum Kappesmarkt eröffnet. „Wir haben damit nicht nur die Veranstaltung unterstützt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet“, sagte Tesing.

„Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle des Beschlusses zur Umgestaltung des Ortskerns, die den Rat sicherlich noch in den nächsten Jahren beschäftigen wird, ergänzte Tesing.

Klimaschutzkonzept

Last but not least standen noch die Beschlüsse zum Klimaschutzkonzept der Gemeinde und die Vergabemodalitäten für die Baugrundstücke an der Wehler Straße auf der Tagesordnung.

Diese Liste der inzwischen realisierten und bereits konkret geplanten Dorfentwicklungsmaßnahmen ließe sich mühelos fortsetzen, so Tesing, „wenn man an den Erwerb des Schlosses oder die Entwicklung des Gewerbegebiets und deren Bedeutung für die Gemeinde denkt“.

Dank und Ausblick

Bürgermeister Tesing dankte den Ratsmitgliedern und der Verwaltung für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit. „Dank Ihres Einsatzes können wir auf ein Jahr voller Erfolge zurückblicken“, betonte er. Tesing zeigte sich zuversichtlich, dass die Gemeinde Raesfeld die nächsten Herausforderungen gemeinsam meistern wird, und versprach, weiterhin den Fokus auf eine nachhaltige und finanziell stabile Entwicklung zu legen.

„Dank Ihres Einsatzes und unserer Zusammenarbeit haben wir viel erreicht. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam mutige Entscheidungen treffen, um Raesfeld erfolgreich und lebenswert zu gestalten.“

Bürgermeister Tesing

Bürgermeister Martin Tesing kandidiert im kommenden Jahr nicht mehr

Die heutige Haushaltsrede des Bürgermeisters Martin Tesing endete mit einem Knall: Hier gab er überraschend bekannt, dass er im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters kandidiere.

Erfolgreiche Projekte und beeindruckende Finanzlage

In seiner Haushaltsrede für das Jahr 2025 legte Martin Tesing den Fokus auf die positive Entwicklung der Gemeinde Raesfeld. Trotz hoher Investitionen bleibt die Gemeinde schuldenfrei – und das im kommenden Jahr zum 32. Mal.

Der Sparstrumpf der Gemeinde befindet sich mit über 19 Millionen Euro auf einem historischen Höchststand – ein Meilenstein in der Finanzgeschichte Raesfelds. Diese solide Finanzlage und die kontinuierliche Schuldenfreiheit seien, so Tesing, eine Ausnahmestellung in Nordrhein-Westfalen und möglicherweise sogar deutschlandweit. Dennoch steht seine Entscheidung fest: Bei der kommenden Kommunalwahl wird er nicht mehr kandidieren.

Raesfelder Bürgermeister Martin Tesing kandiert 2025 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat
In der heutigen Ratssitzung teilte Bürgermeister Martin mit, dass er sich 2025 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat aufstellen lässt. Foto: Petra Bosse

Beweggründe für den Rückzug von Bürgermeister Martin Tesing

Martin Tesing (62 J.) erklärte seinen Entschluss mit den Worten: „Fast 15 Jahre durfte ich die positive Gestaltung unserer Gemeinde mitgestalten. Getreu dem Motto, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, werde ich den Weg frei machen für eine/n jüngere/n Kandidaten oder Kandidatin“. Mit diesem Schritt und seiner heutigen Entscheidung möchte Tesing, wie er anfügte, sicherstellen, dass die Gemeinde auch weiterhin den positiven Weg zukünftig weiterführen kann.

Die heutige Ankündigung, sich nicht für weitere vier Jahre um eine weitere Amtszeit zu bewerben, markiert nun eine Zäsur.

15 Jahre im Dienst in der Gemeinde Raesfeld tätig

Martin Tesing hat in seiner bisherigen Laufbahn die Geschicke Raesfelds maßgeblich geprägt. Als Kämmerer und Erster Beigeordneter ab 2010 sowie seit 2020 als Bürgermeister leitete er die Gemeinde. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die Raesfeld zu einem Vorzeigemodell in der Region machten.

„Martin Tesing passt als Kind unserer Region nicht nur gut zu uns, er wird unser Team maßgeblich stärken“, hatte sein Vorgänger, der damalige Bürgermeister Andreas Grotendorst, 2010 anlässlich Tesings Amtsantritt als Erster Beigeordneter betont. Tesing begann seine Karriere im Nordflügel des Raesfelder Rathauses und übernahm zunächst die Leitung des Bau-, Ordnungs- und Sozialamtes.

Neuer Beigeordneter und Kämmer im Rathaus Raesfeld ist Martin Tesing
Amtsantritt in der Gemeinde Raesfeld 2010. v. l.: Claudia Weßeling von der Verwaltung, Martin Tesing als neuer Erster Beigeordneter und Andreas Grotendorst. Foto: Archiv

Als Kämmerer bewies Tesing ab 2015 sein Geschick: Er präsentierte einen Haushalt, der auch im 22. Jahr ohne Schulden auskam. Diese finanzielle Stabilität setzte er als Bürgermeister konsequent fort und prägte damit die Gemeinde nachhaltig.

Bürgermeisterwahl Raesfeld 2020

Martin Tesing gewinnt die Wahl 2020 und ist neuer Bürgermeister von Raesfeld
Erste Gratulanten waren seinerzeit Dr. Sarah Gößling (ehem. Vors. CDU Raesfeld), Andreas Grotendorst und Hans-Dieter Strothmann. Foto: Petra Bosse

Der CDU-Ortsverband Raesfeld-Erle-Homer kürte Tesing im März 2020 als Nachfolger von Grotendorst zum Bürgermeisterkandidaten. Bei den Kommunalwahlen im September 2020 setzte sich dann Martin Tesing durch und trat nahtlos den Wechsel vom Ersten Beigeordneten in das Bürgermeisteramt an.

Kochabend für Männer: Adventliche Küche mit Irmgard Steinkamp

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Die Kolpingsfamilie Raesfeld lädt am Donnerstag, 5. Dezember 2024, um 17:30 Uhr zu einem besonderen Kochabend für Männer ein.

In der Küche der Julia-Koppers-Schule wird unter der Anleitung von Irmgard Steinkamp ein Adventliches Gericht zubereitet. Die Frauen sind anschließend zum Essen eingeladen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 10 Euro pro Person, die Kosten für die Lebensmittel werden zusätzlich verteilt.

Anmeldung:

Interessenten können sich bei Manfred Telöken unter Tel.: 02865 7113 oder per E-Mail an info @kolping -raesfeld .de anmelden.

Ein gemütlicher Abend für Männer, die Freude am Kochen und am adventlichen Beisammensein haben!

Heimatverein Erle lädt zum Plattdeutschen Nachmittag ein

Am Sonntag, 1. Dezember ab 15 Uhr bei Brömmel-Wilms: Humor auf Platt – und für alle!

Der Heimatverein Erle hat wieder etwas Besonderes im Gepäck: einen plattdeutschen Nachmittag. Wer bei „Platt“ an schwere Sprache denkt, wird schnell merken, dass hier eher die Stimmung als der Dialekt schwer wiegt – und zwar vor Lachen!

Die Brejpottspöllers, bekannt für ihre spritzigen Darbietungen, bringen ein buntes Programm mit. Von selbstgeschriebenen Sketchen bis hin zu bewährten Klassikern wird alles geboten – selbstverständlich auf Plattdeutsch. Aber keine Sorge: Auch wer kein Platt spricht, wird die Pointe garantiert mitkriegen. Schließlich sagt man nicht umsonst, dass Humor die einzige Sprache ist, die jeder versteht.

Der Nachmittag beginnt stilecht mit Kaffee und Kuchen – damit es sowohl für den Bauch als auch für die Seele eine runde Sache wird.

Außerdem: Termin im Kalender rot markieren, Freunde einpacken und ab zu Brömmel-Wilms. Denn wer diesen Nachmittag verpasst hat, hat nur eines zu erwarten – die platteste Ausrede der Welt!

DRK-Ortsverein Raesfeld zieht in neue Räume im Haus der Vereine

Am Samstagvormittag war es endlich so weit: Der DRK-Ortsverein Raesfeld begann pünktlich um 9 Uhr mit dem Umzug vom ehemaligen Hotel Epping in die neuen Räumlichkeiten im Haus der Vereine.

Der gesamte Inhalt des alten Standortes musste dabei komplett transportiert werden – eine echte Herausforderung.

Einpacken, auspacken. Vorsitzender Michael Weddeling half kräftig mit
Einpacken, auspacken. Vorsitzender Michael Weddeling half kräftig mit. Foto: Petra Bosse

Große Aufgabe: Alles musste bewegt werden

Rund 20 engagierte Helferinnen und Helfer packen tatkräftig an, um das Inventar sicher an den neuen Standort zu bringen. Dabei galt es, unzählige Kisten zu packen, Regale und Schränke abzubauen, die Möbel einzuladen und am Zielort wieder aufzubauen, oder zum Bauhof zu bringen. Es herrscht geschäftiges Treiben, um die Logistik möglichst effizient zu bewältigen.

Umzug DRK Ortsverein Raesfeld von Hotel Epping ins Haus der Vereine
Unbewohnbar ist mittlerweile das ehemalige Hotel Epping. Foto: Petra Bosse

„Es wird auch Zeit“, stellte Michael Weddeling, der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, mit Nachdruck fest. Der Umzug sei dringend notwendig gewesen, da das bisherige Gebäude durch Wassereinbrüche, eine defekte Heizung und weitere Mängel nicht mehr nutzbar war. Außerdem steht der Abriss des Gebäudes kurz davor.

Schimmel und Feuchtigkeit an den Decken. Foto: Petra Bosse

Rückblick und aktuelle Herausforderungen

Seit Dezember 2018 war der Ortsverein im ehemaligen Hotel Epping untergebracht. Von Anfang an war jedoch klar, dass diese Orte keine dauerhafte Lösung bieten würden. Dass sich der Umzug so lange verzögert hat, überraschte selbst den Vorsitzenden. Nun steht eine intensive Phase an: Bis zur nächsten Woche soll der Umzug abgeschlossen sein, auch wenn noch viele Aufgaben zu bewältigen sind.

„Als Übergangslösung nutzen wir provisorisch die Halle der Julia-Kopper-Gesamtschule“, erklärte Weddeling. Diese dienen vorübergehend auch als Ersatz für Schulungsräume. Der Fokus liege darauf, den laufenden Betrieb – insbesondere Erste-Hilfe-Kurse – während der Umzugsphase sicherzustellen.

Michael Weddeling und Roland Hörning (r.) zeigten sich trotz des Chaos gutgelaunt. Foto: Petra Bosse

Arbeiten im neuen Gebäude

Im Haus der Vereine sind noch zahlreiche Arbeiten erforderlich. Roland Hörning, der vor Ort die angelieferten Gegenstände entgegennahm, erläuterte: „Es müssen noch Elektrokabel verlegt werden. Bis jetzt haben wir nur eine kleine Beleuchtung. Außerdem fehlt noch ein Lüftungslager, und es stehen Verputzarbeiten, Fliesenverlegungen und weitere kleine Arbeiten an.“

Neue Räume des DRK im Haus der Verein noch nicht bezugsfertig
Bis die neuen Räumlichkeiten im Haus der Verein bezugsfertig sind, gibt es noch viel zu tun. Foto: Petra Bosse

Besonders dringlich sei die Fertigstellung aufgrund der bevorstehenden Weihnachtszeit und bevorstehender Veranstaltungen wie dem Adventsmarkt. „Das bringt zusätzliche logistische Herausforderungen mit sich“, betonte Weddeling. Dennoch zeigte er sich optimistisch, den Zeitplan einhalten zu können, trotz des aktuellen Chaos.

Auf Grund von Baumängel gibt es im Haus der Vereine noch etliches zu tun. Foto: Petra Bosse

Neuanfang mit moderner Ausstattung

Der Umzug sei auch eine Gelegenheit zur Modernisierung. „In den letzten acht Jahren hat sich einiges angesammelt, was wir teilweise entsorgen können“, so Weddeling. Am neuen Standort wird es eine komplett neue Küche geben, dazu moderne Schränke für den Sanitätsbereich, fahrbare Tische und verschiedene Sortiersysteme. Diese Neuerungen ermöglichen es, die Möglichkeiten flexibler zu nutzen und besser mit anderen Gruppierungen im Jugendhaus zusammenzuarbeiten.

Geräumig ist auf alle Fälle die neue Fahrzeughalle mit viel Lagerkapazitäten. Foto: Petra Bosse

Prinzenproklamation – 55 Jahre Karneval in Raesfeld

Auftakt zum 55-jährigen Jubiläum des Karnevals in Raesfeld. Die Raesfelder Jecken haben nun die Schlüsselgewalt – bis Aschermittwoch – über das Rathaus.

Die jecke Zeit hat begonnen! Mit Pauken, Trompeten und einer ordentlichen Portion Frohsinn wurde am Samstagabend die heiße Phase des Karnevals in Raesfeld eröffnet – und das gleich mit einem Paukenschlag: der Prinzenproklamation und der traditionellen Schlüsselübergabe.

Prinzenproklamation Raesfeld 2024
Das Kinderprinzenpaar Marius I. Prost und Jule I. Eming vom Raesfelder Rosenmontagszug (RRZ) schwingen jetzt das Zepter. Foto: Petra Bosse

Startschuss zum Raesfelder Karneval am Rathaus

Schon der Anfang versprach närrisches Vergnügen: Ein fröhlicher Zug führte die gut gelaunte Narrenschar vom Schloss zum Rathaus, wo Bürgermeister Martin Tesing die Feierlichkeiten mit einer gereimten Rede eröffnete. Der Bürgermeister zeigte sich bestens gelaunt und in dichterischer Hochform. Mit einem verschmitzten Lächeln verkündete er: „Ihr lieben Jecken, lasst euch sagen,Trübsal soll euch nicht mehr plagen. Die karnevalslose Zeit ist vorbei, jetzt regiert in Raesfeld Frohsinn“

Prinzenproklamation 2024 RRZ und RCV
Bussi von der Prinzessin Kristin I. (Wehling). Da kann ihr Prinz Jonas I. nur schmunzeln. Foto: Petra Bosse

Mit diesen Worten übergab der Bürgermeister symbolisch den Rathausschlüssel an die frisch proklamierten Prinzenpaare, Prinz Jonas I. und Prinzessin Kristin I. vom RCV sowie das Kinderprinzenpaar Marius I. und Jule I. vom RRZ.

Rathausschlüssel ade – Frohsinn olé!

Der Bürgermeister machte keine halben Sachen und erklärte mit einem schelmischen Seitenhieb auf die Bürokratie: „Bis Aschermittwoch regieren hier keine Zahlen, Daten, Fakten,sondern Frohsinn, Kostüme und Konfetti – so soll’s uns allen packen! Nehmt den Schlüssel, ich mache Pause, wenn ihr mich sucht – ich bin zu Hause!“

Prinzenproklamation 2024 RRZ und RCV
Foto: Petra Bosse

Besonders stolz zeigte er sich auf die jüngsten Tollitäten und fügte augenzwinkernd hinzu:„Als Kinderprinzenpaar machen sie sich in der Schule ganz rar. Karneval liegt ihnen im Blut, und ich sage euch – sie machen ihre Sache gut.“

Prinzenproklamation Raesfeld 2024

Vom Rathaus zum Festzelt: Die Feier ging weiter

Nach der offiziellen Proklamation zog die närrische Schar ins Festzelt weiter, begleitet von den Burgmusikanten, Fanfaren und befreundeten Tollitäten aus der Region. Dort wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert. Das Jubiläum „55 Jahre Karneval in Raesfeld“ bot den perfekten Anlass, um das närrische Treiben gebührend zu genießen.

Die Botschaft des Abends war klar: Raesfeld hat den Karneval im Blut – und die nächsten Wochen gehören den Jecken! Helau!

Prinzenproklamation 2024 RRZ und RCV
Zu den Gästen an diesem Abend gehörte auch das Dorstener Stadt-Prinzessinnenpaar Zoé Keiner und Simone I. Stephan sowie der Präsident des Festkomitees Dorstener Karneval, Rudolf Haller (re.). Foto: Petra Bosse

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Blutbuche in Erle als Zeichen gegen Missbrauchopfer der Kirche gepflanzt

Blutbuche als Gedenkbaum für Missbrauchsopfer der katholischen Kirche in Erle auf dem Femeichengelände gepflanzt

Am Sonntag, den 18. November, wurde in Erle eine Blutbuche als Gedenkbaum gepflanzt. Dieses Symbol soll an die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Vertreter der katholischen Kirche erinnern und ein Zeichen der Aufarbeitung setzen. Der Baum steht in unmittelbarer Nähe der historischen Femeiche, zwischen dieser und dem alten Pfarrhaus, und wurde in Anwesenheit von Pastor Dr. Fabian Tilling, Vertreter der Gemeinde sowie des Pfarr- und Kirchenvorstands, unterstützt.

Blutbuche an der Femeiche in Erle gepflanzt
Ulrich Grunewald pflanzte den Baum und bekam Unterstützung von Andreas Pass, Kirchenvorstand. Foto: Petra Bosse

Gedenkbaum für Missbrauchsopfer

Die Pflanzung der Blutbuche erfolgte im Rahmen einer Initiative des Bistums Münster. Die die Kirchengemeinde St. Martin schloss sich dieser Aktion an. Sie solle nicht nur die Vertuschung von Missbrauchsfällen innerhalb der Kirche thematisieren, sondern auch eine dauerhafte Erinnerung schaffen. Eine eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe aus Mitgliedern des Pfarreirats und des Kirchenvorstands bereitete die Pflanzung vor. Eine Gedenktafel, die in Zusammenarbeit mit Betroffenen entstand, soll dauerhaft in der Nähe des Baumes angebracht werden.

Pastor Dr. Fabian Tilling Kirchengemeinde St. Martin Raesfeld
Das Projekt habe laut Pastor Dr. Fabian Tilling eine doppelte Funktion: Erinnerung und Aufarbeitung. Foto: Petra Bosse

Ein symbolträchtiger Ort

Pastor Dr. Fabian Tilling hob die besondere Bedeutung des Standorts hervor: „Je länger wir nachgedacht haben, desto passender erschien uns dieser Ort.“ Die Femeiche, ein rund 1200 Jahre alter Baum, ist ein markanter Punkt der Gemeinde und ein Symbol für historisches Recht und Gemeinschaft. Die Blutbuche wurden bewusst zwischen dem alten und dem neuen Pfarrhaus gepflanzt, einem Ort, der die lange kirchliche Geschichte der Gemeinde widerspiegelt. Die Femeiche gilt als markanter Punkt der Gemeinde und hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Ereignisse miterlebt, darunter auch Gerichtsverhandlungen.

Blutbuche als Baum der Erinnerung der Missbrauchsopfer der Kirche gepflanzt

Blutbuche als Erinnerung und Aufarbeitung

Das Projekt habe laut Pastor Tilling eine doppelte Funktion: Erinnerung und Aufarbeitung. „Das Sichtbarmachen von Themen wie diese haben etwas Reinigendes – ein Moment, der dazu einlädt, nicht wegzusehen, sondern die Realität anzuerkennen.“ Gleichzeitig sei man sich bewusst, dass der Baum „ein Symbol ist – nicht mehr und nicht weniger.“ „Der Baum soll unbedingt als bleibendes Zeichen dienen – ein Symbol, an dem man nicht einfach vorbeigehen kann.“

Teil einer größeren Initiative

Die Wahl des Pflanzungsdatums fällt auf den 18. November, den Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und Missbrauch. Im gesamten Bistum Münster werden in diesem Zeitraum Blutbuchen als Gedenkbäume gepflanzt. Diese Initiative wurde von Betroffenen selbst angestoßen und wird von Bischof Dr. Felix Genn unterstützt. Der Bischof hatte alle Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen im Bistum dazu aufgerufen, Gedenkbäume zu pflanzen und mit Tafeln zu versehen.

Aufarbeitung und Mahnung

Mit der Pflanzung der Blutbuche in Erle setzt die Kirchengemeinde St. Martin ein sichtbares Zeichen der Verantwortung und der Erinnerung. Der Baum steht als Symbol für Aufarbeitung, Mahnung und die Verpflichtung, das Schweigen zu brechen. Die Initiative verdeutlicht, dass die Kirche sich ihrer Vergangenheit stellt und gleichzeitig den Fokus auf die Bedürfnisse und das Leid der Betroffenen lenkt.

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Rat berät über Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft

Die Gemeinde Raesfeld ist die größte Vermieterin von Wohnungen vor Ort und besitzt 16 Immobilien mit insgesamt 87 Wohnungen. Zusätzlich hat die Gemeinde 31 Wohnungen angemietet, um Wohnungssuchende unterzubringen. Auch mehrere Grundstücke für potenzielle Neubauten gehören zum Gemeindebestand. Mit der geplanten Gründung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft soll der soziale Wohnungsbau gezielt gestärkt und langfristig bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

Dazu hat SPD-Fraktion hat die Gründung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft in Raesfeld beantragt. Ziel sei es, so heißt es in der Vorlage, den sozialen Wohnungsbau in der Gemeinde zu stärken und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Antrag wird am kommenden Montag im Gemeinderat diskutiert.

Ziel des Antrags

Am 5. November 2023 stellte die SPD-Fraktion den Antrag zur Gründung einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft in der Trägerschaft der Gemeinde Raesfeld. Diese Gesellschaft soll sich dem Bau und der Verwaltung von Sozialwohnungen in der Gemeinde widmen und damit „einen entscheidenden Beitrag zur sozialen, ökonomischen und nachhaltigen Entwicklung von Raesfeld leisten“.

Aktuelle Ausgangslage in Raesfeld

In der Gemeinde Raesfeld gibt es bisher keine gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft. Seit den 1950er-Jahren wird diese wohnungspolitische Aufgabe für die Kommunen im Kreis Borken vom Gemeinnützigen Kreisbauverein Borken wahrgenommen. Im Laufe der Zeit ging seine Zuständigkeit zunächst 2001 auf den Kreisbauverein Borken und schließlich 2008 auf die WohnBau Westmünsterland eG mit Sitz in Borken über. Die Gemeinde selbst verwaltet aktuell 16 Immobilien mit 87 Sozialwohnungen und hat zusätzlich 31 Wohnungen angemietet, um den Bedarf zu decken.

Herausforderungen der Eigenständigkeit

Wohnungswirtschaftlich betrachtet gelte die Faustregel, so Bürgermeister Martin Tesing, dass ein Unternehmen mindestens 500 Wohnungen benötigt, um diese effizient und professionell bewirtschaften zu können. Aus diesem Grund sei die Gemeinde Raesfeld derzeit zu klein, um diese Aufgabe allein zu bewältigen, und wäre daher auf Partner angewiesen.

Die Verwaltung sieht zwei mögliche Ansätze: Entweder tritt die Gemeinde einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft bei, oder sie gründet eine eigene Gesellschaft, um zusätzliche spezialisierte Unternehmen als Partner zu gewinnen.

Die Aufgaben teilen sich auf zwei Ebenen auf:

  • Gemeinschaftsunternehmen: Übernimmt Bau, Verwaltung und Dienstleistungen wie Vermietung und Instandhaltung.
  • Lokale Wohnungsunternehmen: Verantwortlich für lokale Immobilien- und Investitionsentscheidungen.

Dieses Modell würde Synergien nutzen und die Gemeinden entlasten, bleibt jedoch abhängig von regionalen Partnern.

Modell 2: Eigenständige Wohnungsbaugesellschaft Raesfeld

Eine unabhängige Gesellschaft könnte flexibel auf lokale Anforderungen eingehen. Allerdings würden sie erhebliche finanzielle und organisatorische Ressourcen benötigen. Potenzielle Ansätze zur Finanzierung umfassen:

  • Übertragung gemeindeeigener Immobilien und Grundstücke.
  • Aufnahme von Krediten und Fördermitteln.
  • Zusammenarbeit mit spezialisierten Unternehmen.

Dieses Modell wurde bereits in der Region mit Erfolg umgesetzt, erforderte jedoch umfangreiche Vorbereitungen und politische Entscheidungen.

Herausforderungen und Rahmenbedingungen

Die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft erfordert die Klärung zahlreicher rechtlicher Fragen, darunter Beihilfe-, Vergabe- und Steuerrecht. Auch die Finanzierung müsse durch Fördermittel und Eigenkapital abgesichert werden.

Bauplanungs- und Infrastrukturprobleme

Derzeit fehlen bebaubare Flächen, beispielsweise in der Viehzucht, da dort Planungsrechte und eine Kläranlagenerweiterung notwendig sind.

Persönliche Voraussetzungen

Die Gemeinde Raesfeld müsste zusätzliches Fachpersonal einstellen. Eine entsprechende Position sei jedoch bislang nicht im Stellenplan vorgesehen.

Fazit und nächste Schritte

Der Antrag der SPD markiert den Beginn eines umfassenden Planungsprozesses. Zunächst müsse der Gemeinderat Raesfeld klären, in welchem ​​Umfang die politische Kontrolle über die Wohnungsbaueinheit der Gemeinde ausgeübt werden soll. Bei einer umfassenden Kontrolle biete sich eine öffentlich-rechtliche Rechtsform an. Soll hingegen die Wohnungsgesellschaft mit größerer unternehmerischer Flexibilität agieren und Ausschreibungen auf das Nötigste reduziert werden, wären privatrechtliche Rechtsformen wie eine GmbH oder GmbH & Co. KG geeignete Alternativen.

Einstieg in einen umfassenden Planungsprozess

Die bisherigen Überlegungen zeigen, dass das vorgeschlagene Modell nur als Einstieg in einen umfassenden Planungsprozess betrachtet werden kann. Für die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft müssen zunächst konkrete Zielsetzungen durch die Kommunalpolitik formuliert werden. Während einige Fragen in der Vorlage bereits angesprochen wurden, bedürfen andere, wie etwa die Anzahl und Art der geplanten Wohnungen, einer weiteren Konkretisierung durch den Rat. Diese Entscheidungen sind ausschlaggebend für die Wahl des passenden Organisationsmodells.

Info zur Wohnungsbaugesellschaft

Eine Wohnungsbaugesellschaft ist ein Unternehmen, das sich auf den Bau, die Verwaltung und die Vermietung von Wohnungen spezialisiert hat. Ziel ist es, Wohnraum bereitzustellen, der häufig auf soziale, wirtschaftliche oder städtebauliche Bedürfnisse ausgerichtet ist. Wohnungsbaugesellschaften können privat, gemeinnützig oder kommunal organisiert sein.

  • Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften konzentrieren sich auf bezahlbaren Wohnraum, oft mit Fördermitteln.
  • Kommunale Wohnungsbaugesellschaften sind im Besitz von Städten oder Gemeinden und verfolgen öffentliche Interessen wie die Schaffung von Sozialwohnungen.
  • Private Wohnungsbaugesellschaften agieren gewinnorientiert und richten sich stärker am freien Markt aus.

Ihr Hauptzweck liegt in der nachhaltigen Entwicklung von Wohnräumen, der die Bedürfnisse verschiedener Bevölkerungsgruppen erfüllt, oft in Kombination mit rechtlichen oder politischen Vorgaben.

Altkleidercontainer in Raesfeld: Aktualisiertes Standortkonzept

In der Gemeinde Raesfeld gibt es derzeit insgesamt 22 Altkleidercontainer, die sich auf die Ortsteile Raesfeld (16 Container) und Erle (6 Container) verteilen.

Am kommenden Montag soll der Gemeinderat über das von der Verwaltung vorgeschlagene aktualisierte Standortkonzept entscheiden, das eine Neuausrichtung der Containerstandorte vorsieht. Ziel ist es, eine optimale Steuerung der Sammelstellen im öffentlichen Raum sicherzustellen.

Hintergrund: Einführung des Standortkonzepts 2015

Seit 2015 verfolgt die Gemeinde Raesfeld ein zentral gesteuertes Konzept für die Aufstellung von Altkleidercontainern. Vor der Einführung reichten Antragsteller individuelle Listen mit vorgeschlagenen Standorten ein, was eine einheitliche Planung und Steuerung erschwerte. Durch das Standortkonzept wurden feste Standorte festgelegt, die an die Antragsteller gebunden sind. Dies ermöglicht eine bessere Kontrolle und Wahrung stadtbildpflegerischer Aspekte.

Fortschreibung 2024: Änderungen durch neues Gewerbegebiet

Mit der Erschließung des Gewerbegebiets am Roringskamp ergeben sich Änderungen im Standortkonzept. Der bisherige Containerstandort am Roringskamp soll aufgegeben und durch einen neuen Standort am Schwietering ersetzt werden. Dieser Standort wurde aus mehreren Gründen ausgewählt:

  • Verkehrliche Vorteile: Kein Verlust von Parkflächen, keine Beeinträchtigung des Gehwegs.
  • Günstige Lage: Der Standort liegt abseits des Verkehrsflusses und ist dennoch gut erreichbar.

Anpassungen an bestehende Standorte

  1. Leinenweberstraße: Die Container wurden im Zuge der Umgestaltung des Rathausparkplatzes leicht versetzt und befinden sich nun rechts neben dem Friedhofstor.
  2. Truvenne: Hier wurden die Container im Rahmen der Anlegung eines neuen Sammelplatzes um einige Meter verschoben.

Diese Änderungen wurden in den Standortübersichten entsprechend berücksichtigt.

Standort Container in der Gemeinde Raesfeld

Kriterien für die Standortbewertung

Die Verwaltung legt bei der Bewertung der Standorte besonderes Augenmerk auf:

  • Sicherheit und Verkehrsfluss: Sicherstellung, dass weder Fußgänger noch Fahrzeugverkehr behindert oder gefährdet werden. Der Verlust von Stellplätzen soll vermieden werden.
  • Ortsbild: Die Container sollen gepflegt wirken und das Ortsbild nicht beeinträchtigen.
  • Bedarfsorientierung: Pro 1.000 Einwohner wird ein Container als ausreichend erachtet. In Raesfeld existiert eine Überdeckung mit einem Container pro 500 Einwohner.

Am Montag wird der Gemeinderat über die Umsetzung des aktualisierten Konzepts entscheiden.

75. Nikolausumzug und Adventsfrühstück in Erle

Veranstaltungen der Kolpingsfamilie Erle im Dezember 2024

Die Kolpingsfamilie Erle lädt im Dezember zu mehreren festlichen Veranstaltungen ein. Neben dem traditionellen Nikolausumzug, der in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiert, wird auch ein gemütliches Adventsfrühstück angeboten. Hier sind die wichtigsten Informationen im Überblick:

Nikolausumzug am 6. Dezember

Der Nikolausumzug in Erle findet in diesem Jahr am Freitag, den 6. Dezember 2024, um 17:15 Uhr auf dem Schulhof der Silvesterschule statt. Dieses besondere Ereignis wird bereits zum 75. Mal veranstaltet und markiert somit ein beeindruckendes Jubiläum.

Für weitere Informationen zum Jubiläum ist am Donnerstag, 21. November eine Pressekonferenz angesetzt.

Gutscheine für den Stutenkerl

Die Kinder, die am Umzug teilnehmen, erhalten im Anschluss vom Nikolaus einen Stutenkerl Die entsprechenden Gutscheine können ab Montag, den 25. November, für 2 Euro an folgenden Stellen erworben werden:

  • Kiebitz-Markt Erle
  • Schreibwaren- und Lottogeschäft Brandhorst
  • In den Kindergärten durch Kolpingmitglieder (Details zu den Terminen hängen in den Einrichtungen aus).
Adventsfrühstück Kolping Erle 2024

Adventsfrühstück am 8. Dezember

  • Am Sonntag, den 8. Dezember 2024, lädt die Kolpingsfamilie zu einem Adventsfrühstück im Silvesterhaus ein.
  • Beginn: 9:00 Uhr
  • Teilnahme: Für Mitglieder der Kolpingsfamilie
  • Anmeldungen sind bis spätestens Sonntag, 1. Dezember bei folgenden Ansprechpartnern möglich:
  • Ludger Askamp, Tel.: 6463
  • Klaus Grömping, Tel.: 6522

Adventsbasar Herzblut: Kunst, Handarbeit und Herzensprojekte

Ein Basar mit Tradition und Herz. Seit neun Jahren organisieren Monika Strothmann, Birgit Honsel, Ingrid Groß-Onnebrink und Monika Küppers mit vielen weiteren Helfern den Basar. In dieser Zeit kamen durch den Verkauf der handgefertigten Waren bereits 54.000 Euro an Spenden zusammen.

Der beliebte Adventsbasar „Herzblut“, ist in der Region für seine liebevoll gestalteten Angebote und seinen sozialen Einsatz bekannt. Er öffnet auch in diesem Jahr am ersten Adventswochenende wieder seine Türen. Erst kürzlich wurde das Engagement des Basars mit dem Ehrenamtspreis der Gemeinde Raesfeld gewürdigt.

Herzblut Basar Raesfeld 2024
Foto: Petra Bosse

Vielfalt und Kreativität

Besucher können sich auf eine große Auswahl an Handarbeiten, Kunstwerken und vielen weiteren schönen Dingen freuen. Ob weihnachtliche Dekorationen, originelle Geschenke oder handgefertigte Unikate – hier findet sich etwas für jeden Geschmack.

Termine und Veranstaltungsort

Der Basar findet statt am:

  • Samstag, 30. November 2024
  • Sonntag, 1. Dezember 2024
  • jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr

Dieses Jahr wird die Veranstaltung in der Julia-Koppers-Gesamtschule, Zum Michael 10 in Raesfeld, ausgerichtet.

Für den guten Zweck

Dem Erlös des Adventsbasars kommen zwei wichtige soziale Projekte zugute:

  1. Dem Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes, der letzte Wünsche schwerkranker Menschen erfüllt.
  2. Dem Hospiz „Gut Feismann“ in Nottuln-Darup, das sich einfühlsam um Menschen in ihrer letzten Lebensphase kümmert.

Nutzen Sie die Gelegenheit, sich auf die Adventszeit einzustimmen und gleichzeitig Gutes zu tun!

Borkener Weihnachtsmarkt 2024: Festliche Atmosphäre und verkaufsoffener Sonntag

Traditioneller Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende in Borken

Der Borkener Weihnachtsmarkt öffnet auch 2024 wieder am ersten Adventswochenende seine Pforten. Vom 29. November bis 1. Dezember verwandelt sich der Marktplatz in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf, das Besucherinnen und Besucher in die Adventszeit begleitet. Die Innenstadt und das Gewerbegebiet Ost laden am ersten Adventssonntag, 1. Dezember 2024, von 13 bis 18 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

Über 30 regionale Aussteller und festliche Leckereien

Rund 30 Händlerinnen und Händler sowie regionale Vereine präsentieren ihre handgefertigten Waren auf dem Marktplatz, darunter Dekorationen, Holzkunst, Schmuck und Textilprodukte. Besucher können sich außerdem auf eine breite Auswahl an Spezialitäten freuen: Von gebrannten Mandeln und Reibekuchen bis hin zu Glühwein und Punsch, die mit ihren Düften weihnachtliche Vorfreude verbreiten.

Programm und Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes

Ein abwechslungsreiches Programm aus Darbietungen von Künstlergruppen und Chören begleitet die Marktbesucher und sorgt für eine besinnliche Atmosphäre.

Öffnungszeiten des Borkener Weihnachtsmarktes:

  • Freitag, 29. November 2024 : 16:00 – 21:30 Uhr
  • Samstag, 30. November 2024 : 12:00 – 21:30 Uhr
  • Sonntag, 1. Dezember 2024 : 12:00 – 20:00 Uhr (verkaufsoffener Sonntag: 13:00 – 18:00 Uhr)

Winterdörfer als entspannte Rückzugsorte

Kleine Winterdörfer auf dem Marktplatz, in der Heilig-Geist-Straße, am Kornmarkt und auf dem Walienplatz bieten während der Adventszeit verzehrfreie Zonen mit Sitzgelegenheiten in weihnachtlichem Ambiente. Hier können die Besucherinnen und Besucher ohne Konsumzwang die festliche Atmosphäre genießen. Wer Speisen oder Getränke wünscht, kann sich in den umliegenden Gastronomiebetrieben versorgen.

Klimaschutzpreis 2024: Die Kitas Waldwurm, Burg Wunderland und St. Nikolaus ausgezeichnet

Gemeinde Raesfeld und Westenergie würdige drei Kitas in der Gemeinde Raesfeld für ihr Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz. Markus Büsken, Erster Beigeordneter: „Die Projekte zeigen, welchen Stellenwert Klima- und Umweltschutz bei uns in Raesfeld haben“

Der Energiedienstleister zeichnet jährlich herausragende Umweltprojekte aus seinen Partnerkommunen aus.

Erster Platz für die Kita Waldwurm

Der erste Platz in Raesfeld geht an die Kita Waldwurm, die das große Bienenhotel am Naturparkhaus Raesfeld zusammen mit einer Imkerin und Naturparkführerin grundlegend renoviert hat. 

Klimaschutzpreis Westenergie Raesfeld 2024 für Kita Waldwurm
Foto: Westenergie

Bei dem umfangreichen Projekt entleerten die Kinder der Kita das Insektenhaus zunächst sorgsam. Die von Larven bewohnten Elemente lagerten für die Übergangszeit im Kindergarten-Bauwagen, wo die Larven in Ruhe ausschlüpfen und zu Bienen heranwachsen konnten. Derweil entstand ein beinahe neues Insektenhotel. Einzig der Rahmen ist nach der Renovierung der Kita Waldwurm noch geblieben. Die Kita darf sich über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen.

Kita Burg Wunderland überzeugte mit einem Umweltprojekt

Neben Kita Waldwurm zeigten auch die Kita-Kinder der Kita Burg Wunderland, dass in ihnen kleine Umwelt-Heldinnen und -Helden stecken. Sie legten in ihrem Garten ein Hochbeet an, wo sie in Zukunft verschiedenste Kräuter anpflanzen. Ein Projekt für die Nachhaltigkeit und für den Gaumen: Wenn die Kinder ihre Dips oder Getränke verfeinern möchten, kommen die frischen Kräuter des neuen Hochbeets zum Einsatz. Für ihr Engagement erhält die Kita ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro. „Die Projekte zeigen, dass schon die Jüngsten unserer Gesellschaft aktiv für den Umwelt- und Naturschutz werden können“, sagte Markus Büsken, Erster Beigeordneter der Gemeinde Raesfeld.

Dritter Platz für die Kita St. Nikolaus in Erle

Auch Kita St. Nikolaus in Erle setzte sich in diesem Jahr aktiv für die Nachhaltigkeit ein und belegte damit den dritten Platz. Das Projekt der Kita vermittelt spielerisch und praxisorientiert, wie wichtig Mülltrennung für die Umwelt ist. Die Kita erhält für ihr Engagement ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro. „Das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz in früher Kindheit schaffen, ist wichtig. Kinder lernen dadurch, wie viel Einfluss jede und jeder von uns hat und dadurch profitiert unsere Umwelt“, sagte Katja Prahs, Westenergie-Kommunalmanagerin.

Westenergie Klimaschutzpreis fördert lokale Initiativen

Seit seiner Einführung 1995 macht der Westenergie Klimaschutzpreis durch die Auszeichnung lokaler Projekte auf vorbildliche Aktionen aufmerksam. Der Preis, vergeben von einer Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Kommune und Westenergie, soll zur Nachahmung anregen. Bisher wurden über 8.000 Initiativen gewürdigt.

Mehr zum Klimaschutzpreis unter: westenergie.de /klimaschutzpreis

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