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Wirtschaftswegesanierung in Raesfeld: 15 Maßnahmen geplant – vier vorrangig in 2025

Insgesamt rund 912.000 Euro müssten investiert werden, um alle 15 vorgeschlagenen Wirtschaftswege in Raesfeld instand zu setzen.

In der Bauausschusssitzung am 2. Juni berät das Gremium über die Umsetzung von vier vorrangigen Maßnahmen, die bereits im Wirtschaftswegekonzept des Vorjahres enthalten waren. Die Auswahl der Projekte wurde gemeinsam mit landwirtschaftlichen Vertretern abgestimmt.

15 Wege sollen saniert werden – vier haben Vorrang

Die Verwaltung schlägt auf Basis der Abstimmung mit der Landwirtschaft die Sanierung von insgesamt 15 Wirtschaftswegen mittels Tragdeckschichten vor. Aufgrund der im Haushalt bereitgestellten Mittel in Höhe von 300.000 Euro für 2025 sollen zunächst folgende vier Wege instand gesetzt werden:

  1. Schäpersweg
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 70.000 Euro
  2. Lanzerhagen (Teilabschnitt)
    Länge: 1.050 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 130.000 Euro
  3. Güstenbrook
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 63.000 Euro
  4. Lange Waater
    Abschnitt: — | Länge: 450 m | Breite: 3,00 m | Geschätzte Kosten: 70.000 Euro

Die Gesamtkosten dieser vier Maßnahmen betragen 333.000 Euro. Die Differenz zum bereitgestellten Haushaltsansatz soll bei Bedarf über Restmittel oder durch Nachsteuerung im Haushaltsvollzug gedeckt werden.

Wirtschaftswegesanierung in Raesfeld und Erle
Eine Sanierung Osterlandwehr auf einer Länge von 1.350 Meter steht ebenfalls an. Foto: Petra Bosse

Weitere elf Maßnahmen in der Planung

Auch die folgenden Wege sind laut Verwaltung sanierungsbedürftig und Bestandteil der mittelfristigen Maßnahmenplanung:

  1. Büskenbrook
    Abschnitt: Kreuzung Erdbrügge Richtung Hellweg | Länge: 200 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 24.000 Euro
  2. Bakeldrift
    Abschnitt: drei Teilstücke | Länge: 800 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 88.000 Euro
  3. Töfteheide
    Abschnitt: zwei Teilstücke | Länge: 950 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 95.000 Euro
  4. Voshövelerheide
    Abschnitt: drei Teilstücke | Länge: 1.200 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 132.000 Euro
  5. Osterlandwehr
    Abschnitt: benachbarte Wirtschaftswege | Länge: 1.350 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 138.000 Euro
  6. Lechtenbrink
    Abschnitt: Dorstener Str. bis Osterlandwehr | Länge: 120 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 32.000 Euro
  7. Göringshook
    Abschnitt: Lokerweg Richtung Schlageckemweg | Länge: 250 m | Breite: 3,00 m | Kosten: 35.000 Euro
  8. Entenschlatt
    Abschnitt: ab Im Rott | Kosten: keine Angabe
  9. Verbindungsweg Am Bakenhof – Werlo
    Abschnitt: Straße Höhe Hausnummer 36 | Kosten: keine Angabe
  10. Wormstallweg
    Abschnitt: — | auf Wunsch der Landwirtschaft aufgenommen | Kosten: keine Angabe

Die Umsetzung der weiteren elf Maßnahmen soll abhängig von verfügbaren Haushaltsmitteln in den Folgejahren erfolgen. Die Gesamtaufstellung beläuft sich – ohne die drei nicht bezifferten Maßnahmen – auf rund 912.000 Euro.

Vergabeverfahren und nächste Schritte

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, soll die Kommunale Dienstleistungsgesellschaft mbH mit der Durchführung des Vergabeverfahrens beauftragt werden. Die Verwaltung orientiert sich bei der Priorisierung an dem 2024 verabschiedeten Wirtschaftswegekonzept, das eine schrittweise Gesamtsanierung vorsieht.

Reisen für Alle: Naturparkhaus Raesfeld bleibt barrierefrei zertifiziert

Barrierefreiheit geprüft und bestätigt: Das Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld darf sich auch weiterhin offiziell als barrierefrei bezeichnen. Die bundesweite Zertifizierung „Reisen für Alle“ wurde im März 2025 erneut für drei Jahre verlängert.

Zertifikat ohne Einschränkungen verlängert

Nach einer erneuten umfassenden Prüfung durch die Bayern Tourist GmbH (BTG) wurden alle erforderlichen Kriterien für das Naturparkhaus für die Zertifizierung erfüllt. Laut BTG seien dabei keine Mängel festgestellt worden, sodass das Zertifikat ohne Einschränkungen ausgestellt werden konnte.

Naturparkhaus-Zertifikat Reisen für Alle 2025
Zertifikat Reisen für Alle 2025 ©Gemeinde Raesfeld

Fokus auf Menschen mit Mobilitätseinschränkungen

Die auf dem Zertifikat dargestellten Piktogramme zeigen deutlich die barrierefreien Schwerpunkte – insbesondere für Menschen mit Gehbehinderungen sowie für Rollstuhlnutzerinnen und -nutzer. Das Naturparkhaus ermögliche allen Gästen einen weitgehend hindernisfreien Zugang.

Verlässliche Orientierung für die Reiseplanung

„Reisen für Alle“ ist eine bundesweit anerkannte Kennzeichnung, die für verlässliche Informationen in Sachen Barrierefreiheit steht. Menschen mit Behinderungen erhalten dadurch eine wichtige Grundlage für die Planung und Entscheidung ihrer Reisen. „Wir freuen uns sehr, dass das Naturparkhaus für alle Menschen ein zugänglicher Ort ist“, sagte Marianne Teltrop vom Naturpark Hohe Mark, dessen Geschäftsstelle sich ebenfalls im Naturparkhaus befindet.

Picknickspaß im Münsterland: Entdecken, Genießen, Durchatmen

Ob als Ziel einer Radtour mit der Familie oder als spontaner Zwischenstopp: Die neuen Picknickstationen im Münsterland laden zur genussvollen Auszeit im Freien ein. Der Münsterland e.V. stellt sie passend zur Freiluftsaison gemeinsam mit lokalen Anbieterinnen und Anbietern vor – ideal für ein Picknick mitten in der Natur.

Frische Produkte direkt am Wegesrand

Die rund 65 Stationen in der Region bieten eine Auswahl an Speisen und Getränken für den Direktverzehr – von Gemüse und Kakao bis zu kühlen Getränken und Eis. Ergänzend zum klassischen Hofladen sind sie rund um die Uhr geöffnet und leicht zu erkennen: Ein eigens gestaltetes Schild weist auf die Picknickstationen hin. Per QR-Code lassen sich weitere Stationen bequem aufrufen.

„Die Picknickstationen bieten für jeden Ausflug das Richtige. Sei es ein kühles Getränk bei einer Gravelbike-Tour oder ein leckeres Eis für die Kinder. Besonders freut es mich, dass sie ein Sammelpunkt sind, an denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen“, sagt Andreas Grotendorst, Vorstand des Münsterland e.V.

Von Heiden bis Münster: Erste Stationen stehen fest

Erste Stationen sind etwa der Heidehof in Greven, der Milchhof Große Kintrup in Münster, der Hof Gerd-Holling in Alverskirchen, der Hof Jünck in Velen sowie der Hof Wissing in Heiden. In Südkirchen startet Frollein Muh als erste Station im Kreis Coesfeld.

Projekt Picknick³ wächst weiter

„Kaum etwas vermittelt das Gefühl von Urlaub so spontan wie ein Picknick: Daher sind die Picknickstationen für eine kleine Auszeit am Wegesrand ideal“, erklärt Lea Kirschberg, Projektleiterin Picknick³ beim Münsterland e.V. Das Netz an Picknickstationen soll weiter wachsen. Wer selbst eine Station ausweisen möchte, kann sich direkt bei Lea Kirschberg melden (Tel.: 02571/949332, E-Mail: [email protected]).

Übersicht und Karte online

Alle verfügbaren Stationen sind online abrufbar unter:
👉 www.go.muensterland.com/picknickstationen
Die Website bietet eine interaktive Karte, Stationen im Überblick sowie passende Ausflugsangebote.

Grünes Licht für neue Parkregelung am Kindergarten Holten

Die Gemeinde Raesfeld plant verkehrsberuhigende Maßnahmen am St.-Nikolaus-Kindergarten in Holten. Der Bauausschuss berät am 2. Juni über neue Parkflächen, Baumkübel und eine Tempo-30-Zone zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Arbeitskreis spricht sich für neue Parkflächen aus

Der Arbeitskreis Grünflächen empfahl in seiner Sitzung am 18. September 2024 eine Neuregelung der Parksituation am St.-Nikolaus-Kindergarten. Hintergrund ist die dauerhafte Nutzung eines Grünstreifens als Parkfläche. Um diesen Bereich zu entlasten, sollen künftig markierte Parkplätze entlang der Straße Holten entstehen.

Baumkübel schaffen Struktur und Verkehrsberuhigung

Zusätzlich zur Neumarkierung der Parkflächen sieht die Planung den Einsatz von Baumkübeln vor. Diese werten den Straßenraum optisch auf, fördern die Begrünung und sorgen für eine bauliche Gliederung. Die Kübel tragen zur Verkehrsberuhigung bei und schaffen eine sichere Umgebung im Bereich des Kindergartens.

Tempo-30-Zone bis zum Ortseingang vorgesehen

Die geplanten Maßnahmen bilden die Grundlage für die Ausweitung der Tempo-30-Zone. Der Kreis Borken als zuständige Straßenverkehrsbehörde habe signalisiert, dass nach Umsetzung das entsprechende Schild wieder bis zum Ortseingangsschild Holten vorverlegt werden kann. Dieser Punkt entspreche einem wesentlichen Anliegen aus dem FDP-Antrag vom 7. Februar 2025.

Umsetzung in den kommenden Wochen geplant

Die Verwaltung strebt eine kurzfristige Umsetzung der Maßnahmen an. Ziel sei es, die neuen Parkregelungen und verkehrsberuhigenden Elemente zeitnah umzusetzen, um die Sicherheit und Aufenthaltsqualität im Umfeld des Kindergartens nachhaltig zu verbessern.

Barrierefreiheit im Fokus: Gemeinde Raesfeld will jährlich 25.000 Euro investieren

Der Bauausschuss der Gemeinde Raesfeld befasst sich in seiner Sitzung am 2. Juni mit dem Vorschlag, künftig jährlich 25.000 Euro für den behindertengerechten Ausbau von Straßen, Wegen und Plätzen bereitzustellen. Ziel ist es, Barrieren im öffentlichen Raum schrittweise abzubauen. Die Verwaltung sieht deutlichen Handlungsbedarf, um die Mobilität und Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Hinweise aus der Bevölkerung auf bestehende Defizite

Wie aus der Beratungsvorlage hervorgehe, erhalte die Verwaltung regelmäßig Hinweise auf Stellen im Gemeindegebiet, die nicht barrierefrei gestaltet seien und deshalb zu Problemen bei der Begehbarkeit führten. Betroffen seien insbesondere Personen, die auf Mobilitätshilfen angewiesen seien – etwa Rollstuhlfahrer, Rollatornutzer oder Eltern mit Kinderwagen.

Zu den häufigsten Barrieren zählten laut Verwaltung:

  • Unebene und ungeeignete Oberflächen wie Kies oder grobes Natursteinpflaster
  • Nicht abgesenkte Bordsteine
  • Steile Rampen oder fehlende barrierefreie Zugänge
  • Zu schmale Wege oder Bewegungsflächen
  • Fehlende Orientierungshilfen wie tastbare Leitstreifen oder akustische Signale
  • Mangelhafte Beleuchtung, insbesondere an Übergängen

In der Anlage zur Vorlage werden exemplarisch Beispiele wie der Zugang zu WC-Anlagen oder Sitzgruppen genannt.

Blindenleitsysteme für den Einsatz in Gebäuden und im Außenbereich
Blindenleitsysteme für den Einsatz in Gebäuden und im Außenbereich. Symbolfoto KI generiert Petra Bosse

Gesetzliche Vorgaben – in der Umsetzung oft schwierig

Die barrierefreie Gestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen sei in der DIN 18040-3 geregelt. Diese Norm ziele darauf ab, allen Menschen die selbstständige Nutzung des öffentlichen Raums zu ermöglichen. Eine vollständige Umsetzung der Anforderungen führe in der Praxis jedoch zu hohem Planungs- und Kostenaufwand, insbesondere bei bestehenden Anlagen.

Zudem müssten unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt werden – von Menschen mit Gehbehinderungen über Rollstuhlfahrende bis hin zu Sehbehinderten oder Hörgeschädigten. Diese Anforderungen stünden teilweise im Widerspruch zueinander oder zu anderen städtebaulichen Belangen. Daher sei meist eine individuelle Abwägung erforderlich.

Kleine Maßnahmen könnten große Wirkung entfalten

Laut Verwaltung könnten bereits kleinere bauliche Anpassungen, etwa die Absenkung einzelner Bordsteine oder die Nachrüstung von Orientierungshilfen, zu spürbaren Verbesserungen führen. Die vollständige Erfüllung aller DIN-Vorgaben sei nicht immer realistisch oder wirtschaftlich, jedoch könne mit gezielten Maßnahmen im Rahmen vorhandener Baumaßnahmen viel erreicht werden.

Um solche Verbesserungen kontinuierlich umzusetzen, solle künftig ein jährlicher Haushaltsansatz in Höhe von 25.000 Euro bereitgestellt werden.

Ziel: Situationsbezogene Umsetzung statt starrer Norm

Ein pragmatischer Weg könne laut Verwaltung darin bestehen, die finanziellen Mittel gezielt dort einzusetzen, wo im Rahmen laufender Baumaßnahmen Barrieren identifiziert wurden. Damit könnten schrittweise Verbesserungen erzielt werden, ohne dass jedes Projekt vollständig DIN-gerecht umgesetzt werden müsse.

Dabei sei eine flexible und kreative Planung gefragt: Die Normen seien als Leitlinien zu verstehen, nicht als starre Vorgaben. Eine intelligente Abwägung von Aufwand, Nutzen und gestalterischen Aspekten könne helfen, tragfähige Lösungen zu finden.

Weitere Maßnahmen erfordern Priorisierung

Sollten darüber hinaus größere bauliche Maßnahmen erforderlich sein, müssten diese im Rahmen der Haushaltsberatungen politisch priorisiert und finanziell abgesichert werden. Als Beispiel nennt die Verwaltung die DIN-gerechte Gestaltung einer WC-Anlage, die mit rund 20.000 Euro zu Buche schlagen könne. Erste Vorschläge zur Priorisierung lägen der Verwaltung bereits vor.

Über den Vorschlag zur Bereitstellung der jährlichen Mittel wird in den zuständigen Gremien beraten. Der Planungsausschuss kommt dazu am Montag, 2. Juni, um 17 Uhr im Rathaus zusammen. Im Anschluss tagt der Bauausschuss ab 17.30 Uhr.

Kita-Neubau in Erle: Projekt geht in die nächste Phase

Der Bauausschuss befasst sich am 2. Mai mit dem geplanten Neubau einer zweigruppigen Kindertageseinrichtung „Holzwurm“ in Erle. Grundlage bildet die 4. Änderung des Bebauungsplans ER 8. Die Baukosten liegen nach aktueller Schätzung bei rund 1,7 Millionen Euro.

Holzwurm Ansicht Nord West
Holzwurm Ansicht Nord/ West. ©Gemeinde Raesfeld

Kirchengemeinde stellt Grundstück in Erbpacht bereit

Bereits im März 2024 hatte der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde St. Martin in seiner Sitzung beschlossen, der Gemeinde Raesfeld ein Grundstück für den Bau der Kindertageseinrichtung „Holzwurm“ im Wege der Erbpacht zur Verfügung zu stellen. Das betreffende Grundstück liegt südlich des Friedhofs an der Ecke Holten/Friedholt und schafft damit die räumliche Voraussetzung für den geplanten Neubau.

Neue Kita in Erle Holzwurm geplant
Auf die Wiese am Holten, Ecke Friedholt wird eine neue Kita entstehen: Foto: Petra Bosse/Archiv

Planung durch Bauamt und Träger abgestimmt

Im Rahmen der 4. Änderung des Bebauungsplans ER 8 wurde bereits im vergangenen Jahr die rechtliche Grundlage geschaffen, um auf dem Gelände der ehemaligen Friedhofserweiterung in Erle eine neue Kindertageseinrichtung zu errichten. Das Bauamt hat daraufhin in Eigenregie eine Planung für einen zweigruppigen Neubau entwickelt.

Holzwurm Erle Nord-Ost
Kita Holzwurm Erle Nord/Ost Ansicht. Die Parkplätze liegen an der Straße Holten ©Gemeinde Raesfeld

Die Abstimmung erfolgte eng mit der Leitung der Einrichtung sowie dem Vorstand des Trägers Holzwurm e. V. Auch das Raumkonzept wurde gemeinsam mit dem Kreis- und Landesjugendamt abgestimmt.

Bauantrag für Anfang 2026 geplant

Als nächster Schritt soll nun ein Bauantrag eingereicht werden. Der Baubeginn ist nach derzeitiger Planung für Anfang 2026 vorgesehen. In der Sitzung des Bauausschusses wird die Verwaltung das Projekt im Detail vorstellen und über das weitere Vorgehen informieren.

Ansicht Süd/West ©Gemeinde Raesfeld

Finanzierungsbedarf steigt auf 1,7 Millionen Euro

Für den Neubau der Kindertageseinrichtung wurden im Haushalt 2025 und 2026 bisher 1,3 Millionen Euro eingeplant. Aufgrund der aktualisierten Planungen – inklusive der Außenanlagen, aber ohne Spielgeräte – geht die Verwaltung inzwischen von Baukosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro aus. Damit ergibt sich ein zusätzlicher Finanzbedarf von 400.000 Euro, der im kommenden Haushaltsjahr gedeckt werden müsste.

Neuer Kindergarten Holzwurm
©Gemeinde Raesfeld

Gemeinde plant für Erle: Neuer Dorfplatz als Treffpunkt für alle

In Erle tut sich was: Die Gemeinde Raesfeld plant einen neuen Dorfplatz direkt neben dem entstehenden Dorfgemeinschaftshaus HUB ERLE auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Böckenhoff. Am 2. Juni befasst sich der Bauausschuss mit der aktualisierten Planung und der Finanzierung des Projekts.

Laut Daniel Knufmann von der Stabstelle „Dorfentwicklung“ solle der neue Platz zu einem lebendigen Treffpunkt für den Ortsteil werden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Verwaltung auf rund 1,25 Millionen Euro. Geplant ist eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten.

Dorfplatz in Erle Schermbecker Straße
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Dorfplatz ergänzt das neue Gemeinschaftshaus

Schon 2019 erstellte die Gemeinde einen ersten Entwurf für den Platz. Das Dorfentwicklungskonzept von 2020 weist das Gelände neben dem neuen Dorfgemeinschaftshaus als geeignete Fläche für einen zentralen Dorfplatz aus. Die Bezirksregierung Münster bewilligte zunächst Fördermittel, zog diese jedoch 2023 zurück – unter anderem wegen pandemiebedingter Verzögerungen beim Hausbau und einem Pächterwechsel.

Nach dem Richtfest am 28. Mai und deutlichen Baufortschritten beantragte die Verwaltung erneut Fördermittel. Grundlage ist eine aktualisierte Planung mit angepasster Kostenschätzung. Bauamtsleiter Bernd Roters stellt die Details in der Ausschusssitzung vor.

Dorfplatz Erle im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Im hinteren Bereich des Platzes ist zusätzlich eine Remise als Lagerraum für die Brennerei geplant. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Veranstaltungsfläche, Spielgeräte und ein Stück Dorfgeschichte

Der neue Dorfplatz soll eine gesonderte 35 mal 12 Meter große Freifläche bieten – geeignet für den Erler Schützenverein, Flohmärkte oder ähnliche Veranstaltungen. Spielgeräte machen den Platz besonders attraktiv für Familien mit Kindern. Eine kleine Wasserfontäne ist ebenfalls geplant und soll im Sommer für Abkühlung sorgen und den Platz beleben.

Neu geplanter Dorfplatz
Frontansicht: Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Geplant ist eine Rundbank mit Wasserfontäne rumd die alte Destilliersäule.. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Ein markantes Element bleibt erhalten: die große Eiche, die vor rund 38 Jahren von der Tochter des damaligen Hofbesitzers Johannes Böckenhoff als Ableger der Femeiche gepflanzt wurde. Die Eiche wird in die Gestaltung integriert und soll künftig Schatten spenden.

Auch ein Stück Dorfgeschichte kehrt zurück: Die restaurierte Destilliersäule soll wieder einen festen Platz auf dem neuen Areal erhalten. „Diese hat Johannes Böckenhoff abholen und neu aufpolieren lassen. Sie strahlt jetzt in neuem Glanz“, bestätigt heute auf Nachfrage Dirk Böckenhoff.

Verwaltung setzt auf zweistufiges Vorgehen

Die Verwaltung setzt auf eine Umsetzung in zwei Bauabschnitten. Zunächst entsteht der direkte Außenbereich um das Dorfgemeinschaftshaus. Dieser Abschnitt schafft die Voraussetzung für eine barrierefreie Erschließung und eine mögliche Außengastronomie. Im zweiten Schritt folgt der eigentliche Dorfplatz.

Die Gemeinde plant, das Dorfgemeinschaftshaus Ende 2025/Januar 2026 zu eröffnen. Damit der Vorplatz bis dahin fertig ist, will die Verwaltung die erste Bauphase schnellstmöglich ausschreiben. „Wir empfehlen, das Vergabeverfahren für den ersten Teilabschnitt zügig einzuleiten, um Verzögerungen zu vermeiden“, heißt es aus der Stabstelle Dorfentwicklung.

Geplanter Dorfplatz auf der Hofstelle ehemals Böckenhoff HUB Erle
Dorfplatz Erle Schermbecker Straße. Planung: Ingenieure Althoff & Klaverkamp, Senden.

Finanzierung: Ausschuss soll Mittelbeschluss fassen

Die fortgeschriebene Planung veranschlagt rund 1,25 Millionen Euro. Im Haushalt für 2025 und 2026 seien bislang 700.000 Euro eingeplant – basierend auf der alten Schätzung von 2019. Die neue Planung zeigt eine Kostensteigerung. Sie dient als Grundlage für den aktuellen Förderantrag.

Die Förderhöchstgrenze liege bei 250.000 Euro. Die Bezirksregierung Münster fordere, so teilt Knufmann weiter mit, im Rahmen des Antrags einen Nachweis über die Gesamtfinanzierung. Diesen Nachweis kann die Gemeinde nur durch einen Rats- oder Ausschussbeschluss erbringen. Der Bauausschuss soll daher nicht nur über die Planung beraten, sondern auch formell die Finanzierung sichern.

CDU beantragt Bedarfsprüfung für weitere Tagespflegeeinrichtung in Raesfeld

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Die CDU-Fraktion Raesfeld setzt sich für den Ausbau des Angebots an Tagespflegeplätzen im Gemeindegebiet ein. In einem Schreiben an Bürgermeister Martin Tesing fordert Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker eine Prüfung, ob im Ortsteil Raesfeld zusätzlich zur bestehenden Einrichtung in Erle Bedarf für eine weitere Tagespflege besteht.

Bedarf in Raesfeld soll geprüft werden

„Die CDU-Fraktion beantragt hiermit, dass die Verwaltung prüft, ob ein weiterer Bedarf für eine Tagespflege besteht“, schreibt Bölker in seinem Antrag. Die Tagespflegeeinrichtung im Ortsteil Erle werde nach seinen Angaben sehr gut genutzt. Daraus leite sich der mögliche Bedarf für ein weiteres Angebot in Raesfeld ab.

Kreisverwaltung und Nachbarkommunen einbeziehen

Zur Einschätzung des tatsächlichen Bedarfs soll die Gemeindeverwaltung laut Antrag auch Informationen bei der Kreisverwaltung sowie gegebenenfalls bei Nachbarkommunen einholen. „Falls sich ein Bedarf ergibt, so sollte ebenfalls geprüft werden, wo eine solche Einrichtung entstehen kann und ob sich ein Investor und ein Träger dafür findet“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Öffentlichkeitsfahndung eingestellt: Vermisste Seniorin wohlbehalten gefunden

Schermbeck – Die seit dem 26. Mai vermisste 84-jährige Luzia S. sei laut Angaben der Polizei am Montagnachmittag wohlbehalten angetroffen worden. Demnach habe ein entscheidender Hinweis aus der Bevölkerung dazu geführt, dass die Seniorin in ihrem Pkw in Schermbeck aufgefunden werden konnte.

Die Öffentlichkeitsfahndung sei daraufhin zurückgenommen worden.

Verkehrsunfall in Erle: Feuerwehr und DRK trainierten gemeinsam den Ernstfall

Realistische Übung mit Ernstfall-Charakter in Erle

Bei einer groß angelegten Übung am Samstagnachmittag, 24. Mai 2025, probten Einsatzkräfte des Löschzugs Erle und des DRK Raesfeld den Ernstfall: Ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, wie er jederzeit Wirklichkeit werden könnte. Die Übung fand gegen 14:06 Uhr auf der Osterlandwehr in Erle statt – mit einem anspruchsvollen Szenario und reibungsloser Zusammenarbeit der Beteiligten.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Alarmmeldung: „Person eingeklemmt“

Das Stichwort lautete „P_klemmt“ – Person eingeklemmt. Simuliert wurde ein Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Traktor. Die Palettengabel des landwirtschaftlichen Fahrzeugs hatte die Windschutzscheibe durchschlagen und den Fahrer im Auto eingeklemmt. Eine sogenannte Pfählungsverletzung wurde angenommen – eine besondere Herausforderung für die technische Rettung.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

DRK übernimmt Erstversorgung

Das DRK Raesfeld traf als erstes am Übungsort ein, verschaffte sich rasch einen Überblick und übernahm die medizinische Erstversorgung des „Verletzten“. Gleichzeitig kümmerte sich das Team um drei weitere Personen, die im Übungsszenario unverletzt, aber sichtbar unter Schock standen.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Feuerwehr befreit den Fahrer

Kurz darauf trafen mehrere Fahrzeuge des Löschzugs Erle ein: 2-HLF20-1, 2-LF10-1, 2-GWL1-1 und 2-MTF-1. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der technischen Rettung. Um den Fahrer möglichst schonend zu befreien, wurde das Dach des Pkw mit hydraulischem Rettungsgerät – Schere und Spreizer – entfernt. Nach rund 40 Minuten war der „Patient“ aus dem Fahrzeug befreit und die Lage unter Kontrolle.

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Lob für Teamarbeit und Ablauf

Die Übungsleitung zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf. Besonders hervorgehoben wurde die reibungslose Kommunikation zwischen Feuerwehr und DRK sowie das professionelle Vorgehen beider Organisationen.

Gemeinsamer Ausklang am Gerätehaus

Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten am Feuerwehrgerätehaus in Erle zur Nachbesprechung – locker und kollegial bei Grillwurst und kühlen Getränken.

Fotos: Jörg Wachtmeister/Feuerwehr Raesfeld

Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld
Feuerwehrübung Löschzug Erle und DRK Raesfeld

Zweitklässler Mats Finke doppelt erfolgreich: Bronze beim Pangea-Landesfinale

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Erfolgreiche Mathe-Knobler geehrt

Seit vielen Jahren sind Schüler der St.-Sebastian-Schule bei überregionalen Mathematikwettbewerben besonders erfolgreich: Im Februar wurde die Raesfelder Grundschule zum 8. Mal NRW-Landessieger beim Teamwettbewerb „Bolyai“ und im letzten Schuljahr verbuchten Sebastianschüler beim Einzelwettbewerb „Pangea“ sogar einen Doppelsieg auf Landesebene.

In der vergangenen Woche konnte Konrektor Manfred Grömping bei einer Siegerehrung im Schulforum vor allen Schülern und Lehrern weitere Erfolge bei Mathematikwettbewerben bekannt geben.

Überraschung durch Zweitklässler bei „Känguru“ und „Pangea“

Obwohl die beiden Knobelwettbewerbe „Känguru“ und „Pangea“ eigentlich für Schüler ab Klasse 3 ausgeschrieben sind, bietet die Raesfelder Grundschule auch leistungsstarken Zweitklässlern die Möglichkeit, daran teilzunehmen. Und dies zu Recht: Bei der Känguru-Siegerehrung konnte Grömping neun Schülern gratulieren, die einen Hauptpreis gewonnen haben, und darunter waren drei Zweitklässler.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte dabei Mats Finke (Klasse 2d), der nicht nur bei „Känguru“ die meisten Punkte verbuchte; er hatte sich als Zweitklässler beim Pangea-Wettbewerb nach der Schul- und der Zwischenrunde sogar für das Landesfinale der zehn besten Drittklässler qualifiziert. Beim Landesfinale in Bochum ist er mit einem 3. Preis ausgezeichnet worden, wofür er auch bei der Schul-Siegerehrung einen extra Applaus erntete.

135 Sebastianschüler beim Mathe-Känguru

Auf der Bühne im Schulforum wurden die Hauptpreisgewinner geehrt:

  • Mit einen 1. Hauptpreis, einem Experimentierkasten, wurde Mats Finke (Klasse 2d) ausgezeichnet.
  • Einen 2. Hauptpreis gewannen Matis Mümken (Klasse 4a), Torben Volmer (3d), Felix Ostendorf (3b), Frederic Klein (2c) und Joris Venhoff (2b).
  • Genügend Punkte für einen 3. Hauptpreis erreichten Dominik Tichelofen (4b), Tamme Gudel (3d) und Ronja Schwane (3b).
  • Das begehrte Känguru-T-Shirt für den weitesten „Känguru-Sprung” (d.h. die größte Anzahl von aufeinanderfolgenden richtigen Antworten) gewann in diesem Schuljahr Matis Mümken (4a).

Alle 135 Teilnehmer der Schule am Knobelwettbewerb „Mathe-Känguru“ erhielten nach der Siegerehrung von den Lehrkräften die verdienten Urkunden und Knobelspiele.

Raesfelder Mai-LAUF: Neues Konzept für den beliebten 37. Volkslauf

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Der Raesfelder Mai-LAUF findet am letzten Freitag (30.5.) im Mai statt und lockt erneut wieder mit verschiedenen Laufangeboten. Der 10-km-Lauf startet vor dem 5-km-Lauf, zudem gibt es eine Teamwertung beim 5-km-Lauf. Auch die beliebten Kinder- und Bambiniläufe sind wieder dabei.

Am Freitag ist es wieder so weit: Ganz Raesfeld trifft sich an der Zweifach-Turnhalle – ob als Läuferin, Läufer oder anfeuernd am Streckenrand. Wer dabei sein möchte, kann sich noch bis heute (Montag) um 23:59 Uhr online anmelden – ganz bequem und ohne Nachmeldegebühr:
👉 https://www.taf-timing.de/?q=raesfeld2025

Neues Logo und klare Strukturen

Mit einem frischen Logo, das in Zukunft immer wieder zu sehen sein wird, präsentiert sich der Mai-LAUF in einem neuen Gewand. Die Veranstalter des TSV Raesfeld setzen auf Wiedererkennung und wollen den Lauf als festen Termin in den Kalendern der Sportbegeisterten verankern.

Teamwertung bringt frischen Wind

Eine der größten Änderungen betrifft den 5-km-Lauf: Hier gibt es künftig eine Team-/Firmen-/Familienwertung. Teams können aus vier bis sieben Personen bestehen. Wichtig ist, dass alle Teammitglieder exakt denselben Teamnamen bei der Anmeldung angeben. Andernfalls erkennt das System sie nicht als Team. Teams mit mehr als sieben Personen werden automatisch in mehrere Gruppen aufgeteilt.

10-km-Lauf startet vor dem 5-km-Lauf

Eine weitere Neuerung betrifft die Startreihenfolge: Der 10-km-Lauf beginnt jetzt vor dem 5-km-Lauf. Damit soll erreicht werden, dass am Ende mehr Teilnehmende und Zuschauer gemeinsam verweilen und den Lauf in geselliger Runde ausklingen lassen können.

Bambini- und Schulwertung bleibt bestehen

Bewährte Traditionen bleiben erhalten: Beim Bambinilauf haben Kindergärten die Chance, als teilnehmerstärkster Kindergarten einen Wanderpokal zu gewinnen. Schulklassen können sich ebenfalls einen Pokal sichern, wenn sie die meisten Teilnehmenden stellen.

Vorbereitungsläufe für Groß und Klein

Die Raesfelder Lauftrainer bieten erneut das Programm „In 9 Wochen zum Mai-LAUF“ an. Ab dem 29. März treffen sich Laufinteressierte jeden Samstag um 9 Uhr am Naturparkhaus, um sich gemeinsam auf das Event vorzubereiten.

Für Kinder zwischen 5 und 15 Jahren startet das Training bereits am 8. März um 9 Uhr. Treffpunkt ist der Waldspielplatz im Tiergarten. Dort können die jungen Läufer Stempel sammeln und sich spielerisch an das Laufen herantasten.

Magischer Mai-Tag: Paare aus ganz Deutschland heiraten in Raesfeld

Ein magisches Datum für die Liebe. Traumhochzeiten am Wasserschloss Raesfeld. Wenn auch der Himmel streckenweise weinte, so strahlten doch die Herzen heller denn je. Am 25. Mai 2025 gaben sich elf Paare im historischen Wasserschloss Raesfeld das Jawort – an einem Datum, das so besonders war wie die Liebe selbst. Zwischen alten Mauern und neuen Versprechen wurden aus Momenten Erinnerungen fürs Leben.

Der 25.05.2025 – ein Datum wie aus dem Märchenbuch. Elf Paare gaben sich an diesem Sonntag im historischen Ambiente des Wasserschlosses Raesfeld das Jawort. Zwei von ihnen: Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt sowie Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen.

Trauung Schloss Raesfeld Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt
Trauung Schloss Raesfeld Gabriela und Giannis Petras aus Frankfurt. Foto: Petra Bosse

„Ich bin ein Maikind – das musste einfach der Tag sein“

Für Gabriela und Giannis Petras stand der Hochzeitstermin früh fest. „Wir wollten ein Datum, das man nie vergisst“, erklärte Giannis. Und weiter ergänzte er lächelnd: „Ich bin ein Maikind. Der Mai ist für mich voller Emotionen – und heute kröne ich diesen Monat mit meiner Frau an meiner Seite.“

Die beiden Frankfurter strahlten mit den wenigen Sonnenstrahlen des Tages um die Wette. Ihr Fotoshooting musste flott gehen – der Fotograf nutzte jede helle Minute, bevor der Himmel wieder grauer wurde.

„Nur heute war es möglich – also genau richtig“

Auch Diandra und Maurizio Vacca hatten einen ganz pragmatischen Grund für ihre Trauung an diesem Datum. „Nur heute konnten wir hier heiraten“, sagten sie kurz und klar – und lachten dabei glücklich. Für sie war das Schloss Raesfeld die perfekte Kulisse für ihren großen Tag.

Trauung Schloss Raesfeld Diandra und Maurizio Vacca
Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen heirateten ebenfalls an diesem magischen Datum. Foto: Petra Bosse

Elf Paare, elf Geschichten, ein Schloss

Standesbeamtin Claudia Schulte hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun. „Die erste Trauung fand schon um 8 Uhr statt. Die letzte war für 19 Uhr angesetzt“, berichtete sie. Damit alles reibungslos lief, waren an diesem Tag vier weitere Standesbeamtinnen und -beamte im Einsatz. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass jedes der elf Paare seinen ganz besonderen Moment bekam – mit persönlicher Ansprache, Zeit für Emotionen und einem Lächeln, das den Tag noch schöner machte.

Trauung Schloss Raesfeld Diandra und Maurizio Vacca
Diandra und Maurizio Vacca aus Oberhausen mit Standesbeamtin Claudia Schulte. Foto: Petra Bosse

Im Stundentakt wechselten sich die Brautpaare ab – aus Haltern, München, Hameln, Oberhausen, Frankfurt und sogar aus dem hohen Norden waren sie angereist. Und das alles, weil Raesfeld längst einen Namen als Hochzeitsort hat – nicht nur im Münsterland. Der Satz „Heirate, wann du willst“ ist hier längst gelebte Realität. Wer sich das Jawort geben will, findet im Wasserschloss nicht nur ein stilvolles Ambiente, sondern auch einen Ort, der Herzen höherschlagen lässt.

💌 Wer sich selbst einen Trautermin in Raesfeld sichern möchte, findet hier alle Infos zur Anmeldung: www.raesfeld.de/buergerservice

Ideen und Tipps für Freizeitgriller bei den Gartentagen der Familie Seggewiß

Outdoor-Cooking unterm Himmel – Start am Sonntag

Outdoor-Cooking liegt im Trend – und wer Inspiration für die eigene Gartenküche sucht, ist bei den Gartentagen der Familie Seggewiß genau richtig. Ab Sonntag öffnet die Familie aus Raesfeld wieder ihren Exotengarten für alle Grill- und Gartenfreunde. Der Auftakt findet am 25. Mai 2025 von 11 bis 18 Uhr statt.

Vom Lockdown-Projekt zur Gartenküche

Die Idee zur Outdoor-Küche sei während der Corona-Zeit entstanden, berichtete Familie Seggewiß. Man habe den Wunsch verspürt, die Zeit im Garten intensiver zu nutzen – nicht nur zum Grillen, sondern auch zum Kochen unter freiem Himmel. Die Lösung: Eine ausgediente Weinlaube wurde zur voll ausgestatteten Küche umgebaut.

Gartentage-bei-Seggewiß 2025
Foto: Privat

Bei der Umsetzung kamen überwiegend wiederverwertete Materialien zum Einsatz. Eine alte Hobelbank diente als Arbeitsfläche, ergänzt durch restaurierte Zimmertüren, Fenster und Baustahlmatten. Eichenbalken aus einer abgerissenen Scheune fanden ebenso Verwendung wie Kupferrohre und Messingfittings. Die technische Ausstattung – unter anderem ein Gasgrill und ein Mehrzonen-Kochfeld – komplettiert das nachhaltige Konzept.

Gartentage mit Tipps und Erfahrungsaustausch

Wer selbst über eine Gartenküche nachdenkt oder sich einfach inspirieren lassen möchte, kann beim Besuch Tipps mitnehmen. Die Familie Seggewiß gibt Einblicke in Planung, Bau und Nutzung der Küche – und lädt zum Erfahrungsaustausch ein. Auch das Flair des Exotengartens lässt sich dabei in Ruhe genießen.

Weitere Termine bis August

Neben dem Auftakt am Sonntag sind noch weitere Termine bis zum Spätsommer geplant – jeweils von 11 bis 18 Uhr:

  • 25.05.2025 – Palmenblüte im Exotengarten
  • 08.06.2025 (Pfingsten) – Kleine Pause vom Alltag
  • 15.06.2025 – Tag der Gärten und Parks Westfalen-Lippe
  • 06.07.2025 – Kakteenblüte im Wüstenbeet
  • 20.07.2025 – Raesfelder Gartentage (nur Sonntag)
  • 03.08.2025 – Sommersonne im Exotengarten
  • 24.08.2025 – Auf geht’s… Eine Reise nach Bananien

Wer den Garten lieber im Rahmen einer Führung in kleiner Gruppe entdecken möchte, kann telefonisch einen individuellen Termin vereinbaren.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter: www.garten-seggewiss.de

Scheidungen im Kreis Borken: Zahl 2024 leicht rückläufig

Scheidungen in NRW steigen erstmals seit 16 Jahren – Kreis Borken mit leichtem Rückgang

Im Jahr 2024 ist die Zahl der Scheidungen in Nordrhein-Westfalen erstmals seit 2008 wieder angestiegen. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ließen sich im vergangenen Jahr 29.578 Ehepaare scheiden – ein Anstieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der Trendumkehr lag die Zahl damit auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zwei Jahrzehnte. Im Jahr 2008 hatte die Zahl der Scheidungen noch bei 46.098 gelegen.

Entwicklung im Kreis Borken: Anstieg zum Vorjahr, aber Rückgang im Zehnjahresvergleich

Im Kreis Borken wurden im Jahr 2024 insgesamt 600 Ehen geschieden. Das entspricht einem Anstieg gegenüber 2023, als 529 Scheidungen registriert wurden. Dennoch liegt die aktuelle Zahl deutlich unter dem Niveau früherer Jahre: 2014 waren es noch 680 Scheidungen, also rund 80 mehr als heute. Auch im langfristigen Vergleich zeigen sich starke Schwankungen:

  • 1980: 257 Scheidungen
  • 2003: 920 Scheidungen
  • 2005: 892 Scheidungen
  • 2011: 800 Scheidungen

Gleichgeschlechtliche Ehen: Anstieg bei den Scheidungen

Unter den geschiedenen Ehepaaren waren 2024 landesweit 331 gleichgeschlechtliche Paare. Im Jahr zuvor hatte das Amtsgericht bei 304 gleichgeschlechtlichen Ehen die Scheidung vollzogen. Auch hier ist ein moderater Anstieg zu verzeichnen.

Mehr minderjährige Kinder von Trennungen betroffen

Von den Scheidungen im Jahr 2024 waren in Nordrhein-Westfalen 27.952 minderjährige Kinder betroffen – 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit wurde auch bei den betroffenen Kindern eine Trendumkehr verzeichnet. Seit dem Höchststand von über 35.000 betroffenen Kindern in den Jahren 2009 bis 2012 war die Zahl kontinuierlich gesunken, ehe sie 2024 wieder leicht anstieg.

„Brot für Kumi“-Aktion sammelt über 2.000 Euro

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Die diesjährige „Brot für Kumi“-Aktion am Muttertag war ein voller Erfolg: Insgesamt 2.181 Euro kamen durch Brotbestellungen und Spenden zusammen.

Der Betrag wurde nun den engagierten Helferinnen und Helfern mitgeteilt. „Einige Spenden sind auch direkt auf das Konto der Kumi-Freunde überwiesen worden“, berichtete Hubert Leiers, der am Sonntag erneut Brote für die Aktion in seiner Backstube gebacken hatte.

Dank aus Uganda

Der Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern sowie dem Helferteam vor Ort. Besonders groß war die Freude bei Pfarrer Charles aus Kumi (Uganda), dem das Ergebnis übermittelt wurde. Die Unterstützung kommt dem Waisenhaus in Kumi zugute.

Weitere Spenden möglich

Wer die Aktion weiterhin unterstützen möchte, kann direkt an den Verein Kumi-Freunde e.V. spenden:

Konto:
Kumi-Freunde
Volksbank Coesfeld
IBAN: DE86 4286 1387 0561 8862 00
BIC: GENODEM1BOB
Verwendungszweck: Brot für Kumi

Fronleichnamsprozession in Erle: Neue Wege und familienfreundliche Gestaltung

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Am Donnerstag, 19. Juni, feiert die Kirchengemeinde St. Martin Fronleichnam in Erle. Die Prozession verläuft in diesem Jahr erstmals auf einer neuen, familienfreundlichen Route durch den Ort. Nach der Messe und dem gemeinsamen Weg sind alle Banner- und Verantwortungsträger zu einem Frühschoppen ins HUB eingeladen, bevor am Nachmittag der Sternmarsch in Homer startet.

Start mit Open-Air-Messe am Kindergarten

Die Feierlichkeiten beginnen um 9:00 Uhr mit einer Open-Air-Messe auf dem Gelände des St.-Nikolaus-Kindergartens am Holten. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Chor Believe.

Prozession mit vier Segensstationen

Anschließend zieht die Gemeinde – begleitet von den Erler Jägern – über vier Stationen zur Kirche. Die Wegstrecke sei laut Kirchengemeinde so gewählt, dass sie auch für Kinder gut zu bewältigen sei.

Die vier Altäre befinden sich an folgenden Stationen:

  • Am Holten vor Hof Kruse
  • Am neu gestalteten Ehrenmal
  • Auf dem Schulhof in Richtung Heimathaus
  • Beim Wohnprojekt „Wohnen am Kirchplatz“

Verschiedene Gruppen und Nachbarschaften gestalten die Altäre und sorgen für den festlichen Rahmen.

Abschluss in der Kirche und Einladung zum Frühschoppen

Der Abschluss der Prozession findet traditionell in der Kirche statt. Im Anschluss sind alle Banner- und Verantwortungsträger zu einem Frühschoppen bei Brömmel-Wilms eingeladen. Dies biete die Möglichkeit zur Erholung, bevor man sich um 14:00 Uhr in Homer zum Sternmarsch anlässlich des Jubiläumsschützenfestes trifft.

Dank an die Mitwirkenden

Die Kirchengemeinde bedankt sich bei allen Erler Gruppen, die zur Gestaltung des Festes beitragen – darunter der Chor, die Landjugend, der Heimatverein, Feuerwehr, Schützenverein, Caritas sowie engagierte Nachbarschaften.

Einladung an Familien

Messe und Prozession seien in diesem Jahr kürzer und kindgerecht geplant. Die Kirchengemeinde richtet daher eine besondere Einladung an Familien, insbesondere an die der diesjährigen Erstkommunionkinder. Auch Fahnenabordnungen aus den weiteren Ortsteilen seien herzlich willkommen.

Raesfeld: Zahl der Einbürgerungen 2024 deutlich gestiegen

In Raesfeld wurden im Jahr 2024 insgesamt 31 Menschen eingebürgert – ein außergewöhnlich hoher Wert für die Gemeinde. Landesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 68.703 neuen deutschen Staatsangehörigen den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Der Anstieg um 34,2 Prozent im Vergleich zu 2023 wird mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in Verbindung gebracht.

Entwicklung der Einbürgerungszahlen in Raesfeld

Die aktuellen Zahlen markieren für Raesfeld einen deutlichen Anstieg: Im Vorjahr 2023 waren es 16 Einbürgerungen, in den Jahren 2022 bis 2006 schwankte die Zahl meist zwischen zwei und acht Personen jährlich. Eine zweistellige Zahl wurde bislang nur selten erreicht – 2005 waren es elf Personen, im Jahr 2000 lag die Zahl bei 15.

Gemeindevergleich: Raesfeld im Mittelfeld

Im Vergleich mit den umliegenden Kommunen liegt Raesfeld mit seinen 31 Einbürgerungen im Mittelfeld. In Reken wurden 33 Personen eingebürgert, in Heiden 29, in Velen 24, und in Südlohn 16 und in Schermbeck 20. Deutlich höhere Zahlen verzeichnete die Stadt Borken mit 195 Einbürgerungen im Jahr 2024.

Reform des Staatsangehörigkeitsrechts als Treiber

Die Gesetzesänderung, die am 27. Juni 2024 in Kraft trat, erleichtert seitdem die Einbürgerung in mehrfacher Hinsicht: Die Mindestaufenthaltsdauer wurde auf bis zu drei Jahre verkürzt, und die bisherige Staatsangehörigkeit kann beibehalten werden. Diese Neuerungen machen sich nun auch in kleineren Gemeinden wie Raesfeld bemerkbar.

Herkunftsländer: Syrer an der Spitze, Ukrainer unterrepräsentiert

In Nordrhein-Westfalens führen Syrerinnen und Syrer die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten an. Zudem schafften es erstmals seit 2012 auch wieder Personen aus der Russischen Föderation unter die zehn häufigsten Herkunftsländer. Auffällig ist hingegen, dass aus der Ukraine trotz des anhaltenden Krieges lediglich 1.541 Menschen in NRW eingebürgert wurden – ein vergleichsweise geringer Anteil angesichts der hohen Zahl geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer im Land.

Landesweit historisch hoher Wert

Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT:NRW) wurden 2024 landesweit 68.703 Personen eingebürgert. Das entspricht einem Anstieg um 34,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Rekordwert seit dem Jahr 2000.

Fazit

Die Entwicklung in Raesfeld zeigt, dass auch kleinere Gemeinden vom reformierten Staatsangehörigkeitsrecht profitieren. Mit 31 Einbürgerungen im Jahr 2024 erreicht Raesfeld einen neuen Höchstwert und reiht sich im regionalen Vergleich auf einem soliden Platz im Mittelfeld ein.

Ein ungewöhnlicher Weg zur Priesterweihe

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Mitten im Leben einen neuen Weg einschlagen – Thomas Kuhn hat genau das getan. Der 54-Jährige wird am Pfingstsonntag, 8. Juni, im St.-Paulus-Dom in Münster zum Priester geweiht. Für ihn ist es ein geistlicher Neubeginn – getragen von Familie, Glauben und Erfahrungen, die er zuvor als Erzieher und Diakon gesammelt hat.

Verwurzelt in Dorsten

Aufgewachsen in Dorsten, engagierte sich Kuhn früh in der kirchlichen Jugendarbeit, insbesondere bei den Pfadfindern. Nach seiner Ausbildung zum Elektroinstallateur entschied er sich bewusst für einen sozialen Beruf und wurde Erzieher. Gemeinsam mit seiner Frau Jutta und den eigenen drei Kindern arbeitete er als Außenstelle der Caritas Duisburg. Die Familie nahm über 20 Jahre hinweg immer wieder Pflegekinder mit besonderem Bedarf auf.

„Wir mussten mit Überraschungen leben“, erinnert sich Kuhn. „Aber wir waren ein eingespieltes Team. Jeder brachte seine Stärken ein – das hat uns getragen.“

Diakon mit Beruf und Berufung

Der Glaube blieb für Kuhn stets ein Fundament. 2012 empfing er die Weihe zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf. In seiner Heimatpfarrei St. Agatha in Dorsten übernahm er ehrenamtlich Aufgaben wie Beerdigungen oder Gespräche mit Trauernden – dort, wo andere zeitlich oft nicht einspringen konnten.

Ein Schicksalsschlag veränderte 2016 das Leben der Familie: Kuhns Frau starb nach schwerer Krankheit. „Der Glaube hat uns durch diese Zeit getragen“, sagt er. „Die Gewissheit, dass das Leben nicht endet, sondern verwandelt wird, hat uns Kraft gegeben.“

Rückzug, Klärung – und ein klarer Ruf

Nach dem Tod seiner Frau zog sich Kuhn in ein Benediktinerkloster in Salzburg zurück. In dieser Zeit reifte eine Entscheidung: der Schritt ins Priesteramt. „Ich habe gespürt, dass da noch mehr ist“, berichtet er. Die Reaktionen seiner Kinder und seiner Mutter auf die Entscheidung hätten ihn überrascht – sie hätten es geahnt und unterstützten ihn.

2021 begann Kuhn die Ausbildung im Priesterseminar Borromaeum in Münster – mit Studienphasen, Praktika, Schulunterricht und pastoralen Kursen. Als Diakon hatte er bereits zahlreiche seelsorgliche Erfahrungen gesammelt, was ihm den Einstieg erleichterte.

Rückkehr nach Lüdinghausen als Kaplan

Seine letzte Ausbildungsstation führte ihn nach Lüdinghausen – dort wird er nach der Weihe als Kaplan wirken. „Ich freue mich, dort anzukommen. Eine Wohnung habe ich schon.“ Konkrete Schwerpunkte sind noch offen, doch Kuhn sieht sich in einer integrativen Rolle – auch in den angrenzenden pastoralen Räumen mit Nordkirchen, Olfen, Selm und Senden.

Die Primiz in Dorsten – ein Kreis schließt sich

Seine Primiz wird Kuhn in seiner Heimatpfarrei St. Agatha in Dorsten feiern – begleitet von seinen Töchtern, die im Chor singen werden. Auf dem Primizzettel steht ein Satz aus der Regel des heiligen Benedikt: „damit in allem Gott verherrlicht werde“. Die Vorderseite zeigt ein Motiv der Osterkerze von 2012 – gestaltet von seiner Frau.

Ein Symbol für das, was ihn trägt: Glaube, Familie, Gemeinschaft – und die Zuversicht, dass selbst ungewöhnliche Lebenswege eine innere Logik und ein Ziel haben.

Check dein Netz: Kreis Borken ruft Bürger zum Mitmessen auf

Vom 26. Mai bis 1. Juni 2025 findet die dritte Mobilfunkmesswoche in Nordrhein-Westfalen statt. Auch der Kreis Borken beteiligt sich an der landesweiten Aktion. Ziel ist es, Funklöcher zu identifizieren und so die Netzabdeckung gezielt zu verbessern. Die Funkloch-App der Bundesnetzagentur macht es möglich – jede Messung zählt.

Landesweite Aktion gegen Funklöcher

In Nordrhein-Westfalen sind laut Bundesnetzagentur mehr als 98 Prozent der Fläche durch mindestens einen Mobilfunkanbieter mit 4G oder 5G versorgt. Trotzdem gibt es weiterhin Lücken im Netz. Um diese gezielt zu schließen, startet erneut die Mobilfunkmesswoche – eine Initiative, bei der Bürgerinnen und Bürger mithelfen können, Funklöcher zu erfassen.

Wirtschaftsministerin Mona Neubaur unterstützt die Aktion als Schirmfrau: „Wir haben beim Netzausbau schon viel erreicht, aber jeder kennt noch Ecken, wo’s hakt. Genau diese Lücken wollen wir finden, denn gute Netze machen unser Land fit für die Zukunft und noch attraktiver für Menschen und Wirtschaft. Unser Beispiel macht Schule: In einer bundesweiten Mobilfunkmesswoche beteiligen sich in diesem Jahr erstmals alle Bundesländer an der Aktion. Gerade weil die Mobilfunkverfügbarkeit bei uns in NRW schon gut ist, kommt es bei der Suche nach Schwachstellen auf jeden Einzelnen an. Jede Messung zählt, machen Sie mit, messen Sie mit!“

So funktioniert die Messung

Die Teilnahme ist unkompliziert: Die kostenlose Funkloch-App der Bundesnetzagentur kann in den App-Stores heruntergeladen werden. Wer sie auf dem Smartphone aktiviert, misst automatisch im Hintergrund die Netzqualität – ob beim Spazierengehen, Pendeln oder auf Reisen. Die Daten werden anonym erfasst und fließen in die Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur ein.

Ergebnisse zeigen Wirkung

In den vergangenen beiden Jahren lieferten über 50.000 Menschen in NRW mehr als 20 Millionen Messpunkte. Diese Daten halfen, die Netzabdeckung gezielt zu verbessern. In diesem Jahr nehmen erstmals alle Bundesländer gleichzeitig an der Mobilfunkmesswoche teil.

Check dein Netz

Kreis Borken setzt auf Zusammenarbeit

Auch im Kreis Borken ist das Engagement groß. Landrat Dr. Kai Zwicker erklärt: „Mir liegt eine flächendeckende und zuverlässige Mobilfunkversorgung sehr am Herzen. Deshalb unterstütze ich auch in diesem Jahr wieder die Mobilfunkmesswoche.“

Katharina Krimphoff, Mobilfunkkoordinatorin des Kreises, betont: „Die Mobilfunkmesswoche ist eine gute Ergänzung zu unseren bisherigen Erkenntnissen über die hiesige Mobilfunkversorgung. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam die Mobilfunkversorgung im Kreis Borken weiter verbessern können.“

Hintergrund zur Mobilfunkversorgung in NRW

Aktuelle Daten der Bundesnetzagentur zeigen:

  • 4G ist auf 98,4 Prozent der Fläche in NRW durch mindestens einen Anbieter verfügbar.
  • 5G erreicht bereits 95,4 Prozent.
  • 11 Prozent der Fläche gelten als „graue Flecken“ – sie sind nicht von allen Anbietern versorgt.
  • 1,4 Prozent sind sogenannte „weiße Flecken“, also bislang völlig ohne Netzversorgung.

Das Mobilfunkmonitoring auf www.mobilfunk.nrw bietet detaillierte Informationen auf Kreisebene und wird quartalsweise aktualisiert.

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