In Raesfeld wurden im Jahr 2024 insgesamt 31 Menschen eingebürgert – ein außergewöhnlich hoher Wert für die Gemeinde. Landesweit verzeichnete Nordrhein-Westfalen mit 68.703 neuen deutschen Staatsangehörigen den höchsten Stand seit dem Jahr 2000. Der Anstieg um 34,2 Prozent im Vergleich zu 2023 wird mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts in Verbindung gebracht.
Entwicklung der Einbürgerungszahlen in Raesfeld
Die aktuellen Zahlen markieren für Raesfeld einen deutlichen Anstieg: Im Vorjahr 2023 waren es 16 Einbürgerungen, in den Jahren 2022 bis 2006 schwankte die Zahl meist zwischen zwei und acht Personen jährlich. Eine zweistellige Zahl wurde bislang nur selten erreicht – 2005 waren es elf Personen, im Jahr 2000 lag die Zahl bei 15.
Gemeindevergleich: Raesfeld im Mittelfeld
Im Vergleich mit den umliegenden Kommunen liegt Raesfeld mit seinen 31 Einbürgerungen im Mittelfeld. In Reken wurden 33 Personen eingebürgert, in Heiden 29, in Velen 24, und in Südlohn 16 und in Schermbeck 20. Deutlich höhere Zahlen verzeichnete die Stadt Borken mit 195 Einbürgerungen im Jahr 2024.
Reform des Staatsangehörigkeitsrechts als Treiber
Die Gesetzesänderung, die am 27. Juni 2024 in Kraft trat, erleichtert seitdem die Einbürgerung in mehrfacher Hinsicht: Die Mindestaufenthaltsdauer wurde auf bis zu drei Jahre verkürzt, und die bisherige Staatsangehörigkeit kann beibehalten werden. Diese Neuerungen machen sich nun auch in kleineren Gemeinden wie Raesfeld bemerkbar.
Herkunftsländer: Syrer an der Spitze, Ukrainer unterrepräsentiert
In Nordrhein-Westfalens führen Syrerinnen und Syrer die Liste der am häufigsten eingebürgerten Nationalitäten an. Zudem schafften es erstmals seit 2012 auch wieder Personen aus der Russischen Föderation unter die zehn häufigsten Herkunftsländer. Auffällig ist hingegen, dass aus der Ukraine trotz des anhaltenden Krieges lediglich 1.541 Menschen in NRW eingebürgert wurden – ein vergleichsweise geringer Anteil angesichts der hohen Zahl geflüchteter Ukrainerinnen und Ukrainer im Land.
Landesweit historisch hoher Wert
Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT:NRW) wurden 2024 landesweit 68.703 Personen eingebürgert. Das entspricht einem Anstieg um 34,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Rekordwert seit dem Jahr 2000.
Fazit
Die Entwicklung in Raesfeld zeigt, dass auch kleinere Gemeinden vom reformierten Staatsangehörigkeitsrecht profitieren. Mit 31 Einbürgerungen im Jahr 2024 erreicht Raesfeld einen neuen Höchstwert und reiht sich im regionalen Vergleich auf einem soliden Platz im Mittelfeld ein.



























