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Jugendhaus Erle: Neue Angebote, große Nachfrage und ein starkes Miteinander

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Besuch im Jugendhaus Erle: Viel Leben über der Sporthalle: Schon beim Eintreten in die provisorischen Räume des Jugendhauses Erle war es kaum zu überhören: Fröhliche Kinderstimmen hallten durch den Raum. Am großen Tisch wurde eifrig gemalt und gebastelt – vor allem von den Mädchen. In einer anderen Ecke waren die „Zocker“ in ihrem Spiel vertieft.

Mittendrin: Anna Löbbecke, die Ende Dezember die Leitung des Jugendhauses übernommen hat.

„Wie läuft es denn aktuell?“, wollten wir von ihr wissen. „Sehr, sehr gut“, meinte sie ohne Zögern. „Wir haben jetzt einen großen Zulauf an Kinder bekommen. Eigentlich ist hier jeden Tag richtig was los. Die Kinder haben total Lust, etwas zu machen.“

Löbbecke habe die ersten Wochen in Erle intensiv genutzt, um die Kinder kennen zulernen und deren Bedürfnisse besser zu verstehen. „Wir haben jetzt jeden Monat ein Programm, das sich in seiner Struktur wiederholt – aber mit immer anderen Inhalten. Montags ist erstmal Ankommen angesagt, ein größeres Bastelangebot zieht sich dann durch die neue Woche.“

Online-Spiele im Jugendhaus Raesfeld-Erle
Das „Zocker-Team“ im Jugendhaus Erle. Foto: Petra Bosse

Wochenstruktur mit festen Angeboten

Neu sei der Mädchentag am Mittwoch, den sich die Mädchen ausdrücklich gewünscht hätten. „Donnerstags bieten wir jetzt immer Sport an – zusammen mit unserer neuen Honorarkraft Axel Kilian“, erzählte sie. Und der Freitag? „Da lassen wir die Woche meistens einfach ausklingen. Manchmal gibt es aber auch besondere Aktionen – zuletzt hatten wir zum Beispiel eine Kinonacht.“ Für den kommenden Monat ist eine Pyjama-Party geplant – ebenfalls auf Wunsch der Kinder. Auch ein paar Ausflüge stünden noch auf dem Programm.

„Hier ist richtig Leben wiedergekommen. Viele Kinder sind regelmäßig da, einige schauen nur kurz vorbei, um mal eben Hallo zu sagen oder von ihrem Schultag zu erzählen – und ziehen dann wieder weiter“, so Löbbecke.

Treffpunkt mit Stammbesuchern und spontanen Gästen

Der Treff entwickle sich zunehmend zu einem sozialen Anlaufpunkt, hieß es weiter. Viele Kinder kommen regelmäßig vorbei. Es gibt aber auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die nur kurz hier reinschauen, um „Hallo“ zu sagen oder zu erzählen, was morgens in der Schule passiert sei, bevor sie wieder weiterzögen. Die Einrichtung ist lebendig geworden, ein fester Alltag hat sich etabliert.

Platzmangel bleibt Thema – Vorfreude auf das neue Jugendhaus

Ob die Räume über der Erler Sporthalle auf aktuell ausreichen würden? „Größer könnten sie schon sein“, gab sie zu. Aber man arrangiere sich. „Wir freuen uns alle unglaublich aufs neue Jugendhaus – gerade mit Blick auf den Sommer fehlt hier einfach der Außenbereich.“

Doch auch dafür sei eine Lösung in Sicht: „Der Friseur nebenan ist so lieb und stellt uns seinen Garten zur Verfügung, falls es mal richtig heiß wird“, berichtete Löbbecke. „Für den Sommer planen wir dort sogar dort ein kleines Open-Air-Kino – und wir freuen uns riesig über die Unterstützung.“

Jugendhaus Erle Aktivitäten 2025
Am Dienstag wurde fleißig gemalt. Foto: Petra Bosse

„Ich bin absolut glücklich hier“

Ob sie den Wechsel nach Erle bereut? „Auf gar keinen Fall. Ich bin absolut glücklich hier. Die Zusammenarbeit läuft in alle Richtungen wunderbar.“ Als Beispiel nannten sie Yonne Honerbom, die ihre Hilfe angeboten hätte. Oder die Gemeinde, die sofort reagiere, wenn etwas gebraucht werde.

„Gerade hatten wir ein Problem mit dem Strom – der Hausmeister, Herr Nagel, war in zwei Minuten da“, erzählte sie. Auch das Reinigungsteam kümmere sich aufmerksam. „Hier ziehen alle an einen Strang.“

Altersverteilung als Gewinn

Besonders schön finde sie, dass im Jugendhaus Kinder verschiedener Altersgruppen gemeinsam Zeit verbringen. „Anders als in vielen Einrichtungen, wo die Kleinen und Großen getrennt sind, sind hier alle gleichzeitig da. Und sie profitieren voneinander – die Kleinen von den Großen und umgekehrt. Natürlich wünscht sich mal jemand Ruhe, aber grundsätzlich ist das eine richtig gute Mischung.“

Axel Kilian unterstützt die Jugendhausleitung in Erle
Axel Kilian. Foto: Petra Bosse

Der Neue im Team: Axel Kilian

Seit Anfang Januar unterstützt Axel Kilian das Team – zweimal die Woche. Der 54-Jährige habe zwar vorher noch nicht direkt in Jugendhäusern gearbeitet, aber etwas in die Richtung studiert: „Soziologie, Psychologie“, erzählte er. „Ich bin Quereinsteiger – das ist kein Hauptjob für mich, sondern ich bringe mich einfach ein bisschen mit ein.“

Im Fokus stehe dabei das Sportangebot: „Das habe ich jetzt ein paar Mal gemacht. Macht Spaß – aber da geht noch mehr“, meinte er mit einem Augenzwinkern.

Darüber hinaus helfe er bei der Betreuung – einfach da, wo gerade jemand gebraucht werde. Für Anna Löbbecke ist seine Unterstützung Gold wert: „Wenn Axel da ist, kann ich mich auch mal mit ein paar Kindern zurückziehen – das genieße ich sehr. Sonst bin ich meist allein hier, da ist das oft schwierig.“

Donnerstags übernehme Axel die Sportgruppe in der Halle. „Dann ist hier oben etwas ruhiger, und ich habe auch wieder Zeit, mich einzelnen Kindern intensiver zu widmen.“

Und was sagt Mila?

Die neunjährige Mila ist Stammgast im Jugendhaus und es gefällt ihr dort richtig gut, wie sie spontan sagt. Besonders jedoch ist, „dass, wir immer verschiedene Sachen machen. Blumentöpfe anmalen zum Beispiel. Oder Bilderrahmen basteln. Oder Klopapiermännchen. Ostersachen. Es gibt hier richtig viele verschiedene Sachen. Richtig coole Dinge.“ Sie zählt auf: „Man kann hier malen, Spiele spielen, quatschen, sich mit Freunden treffen. Das ist richtig toll.“ Und wie oft kommt sie? „Dienstags, donnerstags – eigentlich immer. Und mittwochs auch jetzt immer.“

Fazit: Provisorium wird gut angenommen

Auch wenn das Angebot in der aktuellen Form zunächst nur bis Ende des Jahres bestehen bleibt, verzeichne das Jugendhaus bereits jetzt mehr Kinder als in den vergangenen Jahren – ein Zeichen dafür, wie wichtig dieser Ort für viele Kinder, Jugendliche und Familien geworden ist.

Raesfeld gestaltet Ortsmitte neu: Rat gibt grünes Licht für erste Bauphase

Die Neugestaltung der Raesfelder Ortsmitte nimmt konkrete Formen an. Der Gemeinderat stimmte nun dem ersten Teilabschnitt zu, der unter anderem die Umgestaltung des Kirchplatzes und die Teilverlegung der Borkener Straße umfasst.

Durch die Maßnahme wird sich das Ortsbild in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Auch die Gestaltung des jüdischen Gedenksteins rückt stärker in den Fokus.

Borkener Straße in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Tempo-20-Zone und Teilverlegung der Borkener Straße

Die Borkener Straße soll zwischen Marbecker Straße und Alexanderstraße neu gestaltet werden. Künftig gilt in diesem Abschnitt Tempo 20. Im Bereich der Kirche ist ein Grünstreifen geplant, der die Fahrbahn teilt. Zudem entsteht eine sogenannte Aufpflasterung – eine bauliche Erhöhung auf der Straße, die das Tempolimit optisch unterstreicht. Insgesamt gliedert sich das Projekt in sechs Bauabschnitte.

Planung Borkener Straße Raesfeld
©Gemeinde Raesfeld

Rat stimmt erster Ausführungsplanung mehrheitlich zu

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung dem ersten Teilabschnitt der Neugestaltung zugestimmt. Dieser umfasst den Bereich rund um den Kirchplatz sowie die Fläche vor dem neuen Begegnungszentrum Martinus-Haus.

Zuvor hatte der Hauptausschuss die Entscheidung getroffen, damit die Fraktionen beraten konnten. Die Zustimmung im Rat fiel schließlich mehrheitlich aus. Karl-Heinz Tünte (CDU) und Helmut Hellenkamp (SPD) und Thomas Fortmann (SPD) stimmten dagegen.

Karl-Heinz Tünte begründete sein Nein so: „Ich kann mich nicht der Meinung meiner Fraktion und der Verwaltung anschließen und Stimme deshalb gegen die Pläne mit Nein.“ Er sehe in der aktuellen Planung keine echte Verbesserung, insbesondere nicht im Bereich der Borkener Straße und am Froschbrunnen. Sorgen bereiteten ihm vor allem der Wegfall von Parkplätzen.

Jüdische Gedenkstätte in Raesfeld an der Borkener Straße
Foto: Petra Bosse

Gedenkstein soll präsentiert werden

Grünen-Fraktionsvorsitzender Henry Tünte brachte in der Sitzung mehrere Anregungen ein. Besonders wichtig sei ihm, dass an der geplanten Mobilstation eine digitale Anzeige installiert werde, die die tatsächliche Ankunftszeit des Busses anzeigt – nicht nur den Fahrplan. „Ich will wissen, wann der Bus kommt, nicht wann er geplant kommt“, betonte er und erinnerte damit an eine Forderung, die bereits im Planungsausschuss diskutiert worden war.

Darüber hinaus regte Tünte an, im Ortskern einen öffentlichen Trinkwasserspender zu installieren. Auch der jüdische Gedenkstein an der St.-Martin-Kirche war ihm ein Anliegen. Das Umfeld soll offener gestaltet werden, damit der Gedenkstein nicht weiter ein „Schattendasein“ hinter Mülltonnen führe.

Bauamtsleiter Bern Roters griff diesen Punkt auf und kündigte an, den Platz zur Straße zu öffnen. Die Hecke wird entfernt, die Mülltonnen aus dem Bereich verschwinden.  Und, so Roters, sei ein Trinkwasserspender auf dem Kirchplatz vorgesehen.

Pläne zur Neugestaltung der Borkener Straße in Raesfeld
 Ein Grünstreifen zwischen Marbecker Straße und Alexanderstraße soll die Fahrbahnen der Borkener Straße teilen. Foto: Petra Bosse

Weitere Neuerungen: Bushaltestellen und Mobilstationen

Zusätzlich plant die Gemeinde neue Unterstände an den Bushaltestellen sowie Mobilstationen mit Fahrradständern. Die Haltestelle an der Borkener Straße soll sich künftig optisch an den geplanten Mobilpunkten am Rathaus und an der Silvesterstraße in Erle orientieren.

Rückmeldungen aus der Bürgerschaft flossen in Planung ein

Bereits im September 2024 hatte die Verwaltung dem Planungsausschuss die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft vorgestellt. Anschließend Beauftragter des Ausschusses für die Konkretisierung der Pläne. Im März 2025 präsentierte die Verwaltung dem Bau- und Umweltausschuss die überarbeitete Ausführungsplanung für den ersten Teilabschnitt.

Aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde Raesfeld

Während der jüngsten Ratssitzung informierte Ordnungsamtsleiter Andreas Altrogge über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation in Raesfeld. Die Gemeinde zählt derzeit 559 Menschen mit ausländischer Herkunft, darunter viele aus Syrien und der Ukraine. Die Anzahl der Zuweisungen sei zwar rückläufig, es werde jedoch auch weiterhin mit weiteren Geflüchteten gerechnet.

Flüchtlingszahlen in Raesfeld: schwankende Entwicklung

Laut Altrogge leben aktuell 559 Menschen mit Migrationshintergrund in der Gemeinde Raesfeld. 216 Personen stammen aus nicht-deutschen EU Staaten. Die Gesamtbevölkerung der Kommune beträgt 11.839 Personen.

Rund 133 Geflüchtete stammen aus der Ukraine – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben sei.

Was die Zuweisungen betreffe, sprach Altrogge von einer schwankenden Entwicklung: Im Jahr 2022 seien 116 Personen zugewiesen worden, 2024 habe die Zahl bei 68 gelegen. Im laufenden Jahr 2025 waren bisher 13 Geflüchtete neu nach Raesfeld gekommen.

Den größten Anteil unter den Geflüchteten stellen derzeit Menschen aus Syrien (40%) dar. Angesichts der anhaltenden Lage im Assad-Regime sei künftig auch mit weiteren Flüchtlingen aus dem Land zu rechnen. Die Gemeinde selbst habe jedoch keinen Einfluss darauf, wie viele Personen ihr zugewiesen würden und aus welchen Herkunftsländern diese stammen.

Unterbringung in Wohnungen – neue Unterkunft in Erle geplant

Insgesamt verfügt die Gemeinde über 42 Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten. Davon befinden sich 38 in Raesfeld, drei in Erle und eine in Homer. In diesen sind derzeit 308 Menschen untergebracht – 281 in Raesfeld, 21 in Erle und vier in Homer.

Flüchtlingsunterkunft Raesfeld-Erle nimmt Fortschritte an
Foto: Petra Bosse

Drei Familien sind derzeit im Jugendhaus Erle untergebracht. Die Situation vor Ort sei laut Altrogge bislang unproblematisch verlaufen. Beschwerden aus der Nachbarschaft habe es bis heute nicht gegeben. Nach Fertigstellung der neuen Unterkunft in Erle sollen die Familien Zug um Zug dort einziehen. Der Bau mache gute Fortschritte, wie Altrogge mitteilte: „Wir rechnen damit, dass das Haus im Herbst fertig ist.“

Schwierige Lage bei staatenlosen Personen

Einzelfälle gebe es in Raesfeld auch bei staatenlosen Geflüchteten. Diese seien zwar grundsätzlich von einer Abschiebung betroffen, eine Rückführung lasse sich jedoch nicht vollziehen, da die Personen über keine gültigen Papiere verfügten und sich somit eine Nationalität nicht nachweisen lasse. Entsprechend könnten die Menschen in keinem Staat zurückgeführt werden.

Raesfeld führt E-Akte für Flüchtlinge im Asylverfahren ein

Einführung der E-Akte im Bereich Asylbewerberleistungen: Rat der Gemeinde Raesfeld stimmt zu

Der Gemeinderat Raesfeld hat der Einführung der E-Akte für den Bereich des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) zugestimmt. Damit wird ein weiterer Schritt in der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse vollzogen. Ziel ist eine effizientere Bearbeitung von Leistungen für Asylbewerber durch die Nutzung der zentralen IT-Infrastruktur des Kreises Borken.

Hintergrund: E-Akte bereits in anderen Bereichen im Einsatz

Die E-Akte ist für die Gemeindeverwaltung Raesfeld kein neues Instrument:

  • Seit 2021 wird sie im Bereich des Bürgergelds (SGB II) eingesetzt,
  • seit 2023 auch in der Sozialhilfe (SGB XII).
  • Ab dem Jahr 2025 sollen die elektronischen Akte nun auch für Leistungen nach dem AsylbLG eingeführt werden.

Für die Durchführung dieser Leistungen sind grundsätzlich die Kommunen verantwortlich.

Zuständig für diese Leistungen sind grundsätzlich die Kommunen. In Raesfeld besteht jedoch schon seit Jahren eine Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung Borken, insbesondere durch die Nutzung der Software PROSOZ, die im gesamten Kreis Borken Anwendung findet.

Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken

Bereits seit Jahren nutzt Raesfeld im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit die IT-Infrastruktur der Kreisverwaltung Borken, insbesondere die Anwendersoftware PROSOZ. Diese wird kreisweit für die Leistungsbereiche SGB II, SGB XII und AsylbLG verwendet.

Damit der Kreis künftig auch die Einführung, Verwaltung und Administration der E-Akte im Bereich AsylbLG übernehmen kann, war der Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung erforderlich. Diese Vereinbarung wurde nun vom Gemeinderat beschlossen. Zusätzlich wurde eine Vereinbarung zur Verarbeitung personenbezogener Daten zwischen der Gemeinde Raesfeld und dem Kreis Borken vereinbart.

Finanzielle Kosten

Nach Angaben der Kreisverwaltung entstehen durch die Einführung der E-Akte jährlich rund 40.000 Euro an Sachaufwandskosten sowie Personalkosten für eine halbe Stelle. Diese Kosten werden über die Kreisumlage auf alle kreisangehörigen Kommunen verteilt. Ein gesonderter Tarif wurde dabei nicht beschlossen.

Bezahlkarte: Vorplanung in Raesfeld – aber begrenzter Personenkreis

In der Sitzung wurde auch die in NRW teilweise eingeführte Bezahlkarte für Flüchtlinge thematisiert. Norbert Altrogge, Leiter des Ordnungsamts, erklärte, dass sich die Einführung in Raesfeld derzeit in der Planung befinde. Allerdings wird es voraussichtlich keine flächendeckende Lösung geben. „Die Bezahlkarte gelten nur für Personen im laufenden Asylverfahren. Im Bürgergeld betroffene Personen sind davon nicht betroffen“, so Altrogge. Für Raesfeld würde die Bezahlkarte daher lediglich für etwa 20 bis 25 Personen in Frage kommen.

Info zur E-Akte für Flüchtlinge: Bedeutung und Ziel

Die E-Akte für Flüchtlinge ist eine elektronische Akte, in der alle relevanten Informationen zu einer asylsuchenden Person digital gespeichert und verwaltet werden. Sie sollen die papierbasierte Bearbeitung ablösen und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden wie dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Ausländerbehörden und Sozialämtern effizienter gestalten.

Ziel der E-Akte sei es laut Behördenangaben, Verwaltungsprozesse zu beschleunigen, den Datenaustausch zu verbessern und die Bearbeitung transparenter zu machen. Dokumente wie Anträge, Bescheide, Identitätsnachweise oder Gesprächsprotokolle würden zentral erfasst und digital zugänglich gemacht. Kritiker warnen vor Datenschutzrisiken, befürworten aber grundsätzlich die Digitalisierung zur Entlastung der Verwaltung.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Fahrradbörse in Raesfeld am 30. März: Stöbern, Schnäppchen sichern und Gutes tun

Frühlingszeit ist Fahrradzeit – und wer noch auf der Suche nach einem neuen Drahtesel oder passendem Zubehör ist, sollte sich Sonntag, den 30. März 2025 im Kalender markieren.

Dann lädt der Förderverein der Kita St. Martin gemeinsam mit dem Ortsmarketingverein Raesfeld zur 15. Fahrradbörse auf den Schulhof der Julia-Koppers-Gesamtschule ein.

Zwischen 10:30 und 12:00 Uhr dreht sich dort alles ums Rad – ob groß oder klein, neu oder gebraucht. Wer rechtzeitig kommt, kann sich vielleicht das eine oder andere Schnäppchen sichern – gerade mal vier Wochen vor dem großen Radwandertag des GSV.

Große Auswahl – vom Laufrad bis zum Helm

Zum Verkauf stehen nicht nur Kinder- und Erwachsenenfahrräder, sondern auch Bobbycars, Dreiräder, Roller, Fahrradanhänger, Helme, Kindersitze und vieles mehr, was das mobile Herz begehrt. Die Preise legen die Verkäufer selbst fest. 10 Prozent des Erlöses fließen als Spende an den Förderverein der Kita St. Martin – ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung.

Anmeldung für Verkäufer – jetzt auch per WhatsApp

Wer selbst etwas verkaufen möchte, kann sich sofort anmelden – telefonisch oder bequem per WhatsApp unter 0178 2029651, oder alternativ per E-Mail an [email protected]. Nach der Anmeldung gibt es eine Verkäufernummer, mit der alles Weitere ganz unkompliziert läuft. Kurzentschlossene können sich übrigens auch noch
am Veranstaltungstag zwischen 9:00 und 10:00 Uhr direkt vor Ort registrieren.

Fahrradcodierung Fahrradbörse Raesfeld 2025
Foto: Petra Bosse/Archiv

Codierung durch die Polizei

Einen zusätzlichen Service bietet an diesem Tag die Polizei: Während der Fahrradbörse wird eine kostenlose Fahrradcodierung angeboten – ein effektiver Schutz vor Diebstahl, den viele gerne nutzen.

Ablauf am Veranstaltungstag

Wer etwas verkaufen möchte, sollte seine Räder oder das Zubehör zwischen 9:00 und 10:00 Uhr auf dem Schulhof abgeben . Die eigentliche Börse beginnt um 10:30 Uhr. Nicht verkaufte Artikel sowie der Erlös können am Nachmittag zwischen 13:00 und 13:30 Uhr abgeholt werden.

Gedenkfeier in Erle erinnert an Luftangriffe und Kriegsende 1945

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Am Sonntag, dem 23. März, fand auf dem Friedhof in Erle eine stille und eindrucksvolle Gedenkfeier an den Soldatengräbern statt. Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger sowie mehrere Erler Vereine nahmen daran teil.

Anlass war der Jahrestag der schweren Luftangriffe vom 23. und 24. März 1945. Damals hatten alliierte Bomber zahlreiche Brand- und Sprengbomben über Erle und die umliegenden Bauernschaften abgeworfen und dabei erhebliche Schäden verursacht. Fünf Tage später, am 29. März, waren alliierte Truppen in das Dorf einmarschiert – der Zweite Weltkrieg war damit für Erle beendet.

Wie Carlo Behler vom Heimatverein mitteilt, sei es dem Verein ein besonderes Anliegen gewesen, an dieses einschneidende Ereignis zu erinnern und der Opfer zu gedenken. Die Gedenkfeier habe bewusst in einem schlichten, würdevollen Rahmen stattgefunden.

Eröffnung durch die Erler Jäger und historische Einordnung

Eingeleitet wurde die Gedenkfeier durch die Erler Jäger, die mit den getragenen Klängen von Pachelbels Canon in D für einen würdigen musikalischen Auftakt sorgten. Carlo Behler vom Heimatverein erinnerte in seiner Ansprache daran, wie sich der Blick auf das Kriegsende in Deutschland im Laufe der vergangenen 80 Jahre gewandelt habe. Während in der unmittelbaren Nachkriegszeit vor allem Begriffe wie Zusammenbruch und Niederlage herrschten, rückte heute zunehmend die Befreiung vom Nationalsozialismus in den Fokus – insbesondere seit der wegweisenden Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985.

Bombentrichter bei Wachtmeister 1945 in Erle
Bombentrichter bei Wachtmeister. Foto: Heimatverein Erle

Zeitzeuginnen berichten vom Bombenangriff

Zeitzeugen berichteten in knapper Form die Geschehnisse rund um die Bombardierung Erles und den Einmarsch der alliierten Truppen. Danach kamen zwei Zeitzeuginnen zu Wort, die als Kinder die Angriffe miterlebt hatten. Hedwig Rentmeister berichtete eindrücklich von einer Explosion in unmittelbarer Nähe zur Kirche, bei der sie und ihre Familie nur knapp dem Tod entgingen. Der Keller des Hauses habe ihnen das Leben gerettet. „Ein ohrenbetäubender Lärm war zu hören, als die Bomben fallen“, erinnerte sie sich.

Christel Heidermann verdankte ihr Überleben der Vorahnung von Pastor Großfeld, der am Morgen des Angriffs den Kommunionunterricht absagte und die Kinder nach Hause verschwand. Kurz darauf sei die Kirche getroffen worden. Brand- und Sprengbomben hatten das Gebäude schwer beschädigt, der Kirchturm sei in Flammen aufgegangen und schließlich durch das Gewölbe in das Innere gestürzt. Zwischendurch erklingen die Klänge des Liedes „Ich hatt‘ einen Kameraden“, gespielt von den Erler Jägern.

Bericht von Gertrudis Tüshaus: „Wir mussten uns in einer Reihe aufstellen“

Gertud Cluse verlas anschließend den Bericht der inzwischen verstorbenen Gertrudis Tüshaus, geborene Sagemüller. Diese hatte einen Bombeneinschlag direkt neben dem Elternhaus verletzt überlebt, gemeinsam mit ihrer Mutter und Schwester im Schutz des Kellers. Ihr Vater kam bei dem Angriff ums Leben. Den Einmarsch der amerikanischen Soldaten erlebte sie auf dem Hof ​​Oesing-Pötterkamp. In ihrem Bericht schilderte sie: „Es dauerte nicht lange, bis ein Jeep auf den Hof gebraust kam. Die Soldaten trugen farbige Mützen und fragten, ob sich Waffen im Haus befänden.“

Zerstörte Kirche St. Silvester in Erle 1949
Zerstörte Kirche St. Silvester in Erle 1949. Foto: Heimatverein Erle

Gedenken und Mahnung für die Gegenwart

Den geistlichen Rahmen der Gedenkfeier gestaltete Pfarrreferentin Schwester Daniela-Maria mit Bibeltexten, Gebeten und gemeinsam gesungenen Liedern wie „Herr, gib uns deinen Frieden“ und „Großer Gott, wir loben dich“.

Zum Abschluss erinnerten Vertreter des Heimatvereins, des Schützenvereins, der Feuerwehr und des Sportvereins Eintracht Erle an die in Erle beigesetzten Soldaten sowie an alle Opfer des Nationalsozialismus. In ihren Worten sei deutlich geworden, dass die Erinnerung an Krieg und Gewaltherrschaft zugleich Mahnung für die Gegenwart sei – in einer Zeit, in der Frieden, Demokratie und Menschenrechte erneut unter Druck geraten und entschlossen verteidigt werden müssten.

Kultur erleben per Rad: Neue Broschüre zum Europaradweg R1 in NRW

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Neue Broschüre macht Lust aufs Radeln: Mit dem Europaradweg R1 durch die Kulturgeschichte Europas

Kreis Borken/Münsterland. Der Europaradweg R1 ist eine der beeindruckendsten Radrouten Europas: Auf über 5100 Kilometern verbindet er Menschen, Landschaften und Geschichte – von London bis Helsinki, durch zehn Länder. Jetzt ist eine neue Broschüre erschienen, die den NRW-Abschnitt des R1 in den Mittelpunkt stellt.

Die Publikation stellt 24 Stationen vor, die sich entlang der 345 Kilometer langen Strecke durch Nordrhein-Westfalen ziehen. Auf diesem Teilstück durchqueren Radreisende gleich drei sogenannte „Kulturgeschichten“ – thematisch verknüpfte Etappen, die sich gut als Zwei- oder Drei-Tages-Touren planen lassen. Sie führen vorbei an Burgen, Schlössern, historischen Stadtkernen und Naturkulissen, die europäische Kulturgeschichte greifbar machen.

Drei Touren, drei Perspektiven auf Europa

Die erste Tour mit dem Titel „Schlösser, Burgen, Landidylle“ beginnt in Vreden im Westmünsterland und führt auf 113 Kilometern bis nach Münster. Wer hier unterwegs ist, radelt durch typische Parklandschaften, vorbei an prächtigen Wasserschlössern, alten Adelssitzen und liebevoll gepflegten Gärten.

Unter dem Motto „Historische Städte erleben“ geht es in der zweiten Tour von Münster nach Detmold. Auf 163 Kilometern passieren Radreisende Orte mit verwinkelten Altstädten, eindrucksvollen Fachwerkhäusern und belebten Plätzen – ein Streifzug durch Stadtbilder, die von der europäischen Geschichte geprägt sind.

Die dritte Strecke – „Deutschlands kulturelle Mitte“ – beginnt am Hermannsdenkmal in Detmold und endet in Goslar (Niedersachsen). Der rund 185 Kilometer lange Weg führt durch die Höhenzüge des Teutoburger Waldes. In NRW endet dieser Abschnitt in Höxter – am UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Corvey.

Nützlich für unterwegs: Die neue Broschüre

Die Broschüre bietet nicht nur einen Überblick über die Routenführung, sondern stellt auch die einzelnen Städte und Gemeinden entlang der Strecke in Kurzporträts vor. Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sowie Freizeitangeboten machen das Heft zu einem praktischen Begleiter für die Reiseplanung.

Die Broschüre kann kostenlos beim Münsterland e.V. bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:
📍 www.muensterland.com/kataloge
Erhältlich ist sie außerdem in den Tourist-Informationen entlang der Strecke.

Frühlingskonzert der Burgmusikanten Raesfeld am 5. April

Die Burgmusikanten Raesfeld laden am Samstag, 5. April, zu einem besonderen Frühlingskonzert in die Zweifachsporthalle Am Michael ein. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Unter dem Motto „80er, Film & Fiesta“ nehmen die Musikerinnen und Musiker ihr Publikum mit auf eine abwechslungsreiche Klangreise. Von bekannten Melodien aus Filmklassikern bis hin zu rhythmischen Stücken mit lateinamerikanischem Flair – das Programm soll generationenübergreifend unterhalten. Beiträge aller Orchester seien vorgesehen, um gemeinsam einen stimmungsvollen Konzertabend zu gestalten.

Einladung an alle Musikfreunde

Mit dem offenen Eintritt wollen die Burgmusikanten möglichst viele Menschen aus Raesfeld und Umgebung erreichen. Ob langjähriges Vereinsmitglied oder spontaner Konzertgast – willkommen sind alle, die sich für Musik begeistern und einen unterhaltsamen Abend erleben möchten.

Erbsensuppen-Aktion in Erle zugunsten von Misereor

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Auch 2025 lädt die Kirchengemeinde St. Martin wieder zur beliebten Erbsensuppen-Aktion in Erle ein.

Am Sonntag, 6. April, wird ab 11.15 Uhr vor dem St. Silvesterhaus in Raesfeld-Erle heiße Erbsensuppe ausgeschenkt – wie immer für den guten Zweck. Der Erlös kommt Misereor zugute.

Vor Ort essen oder mitnehmen

Die Suppe kann direkt vor Ort genossen oder auch mitgenommen werden. Wer die Mahlzeit mit nach Hause nehmen möchte, sollte ein eigenes Gefäß oder einen Topf mitbringen.

Unterstützung aus der Gemeinde

Organisiert wird die Aktion von der Kirchengemeinde. Doris Gröniger und die Firma Wachtmeister unterstützen die Veranstaltung tatkräftig.

Partnerschaftstreffen in Raesfeld: 25 Jahre Kreispartnerschaft Borken – Wroclaw/Breslau

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Raesfeld war ein wichtiger Programmpunkt beim Partnerschaftstreffen des Kreises Borken mit seinem polnischen Partnerlandkreis Wroclaw/Breslau.

Kreis Borken (bos). Die Gemeinde unterhält seit zwei Jahrzehnten eine Partnerschaft mit Kobierzyce, die durch die Kreise Borken und Wroclaw/Breslau unterstützt wurde. Der Besuch in Raesfeld war einer der Höhepunkte des Treffens, das anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kreispartnerschaft stattfand.

Festakt zum 25-jährigen Jubiläum

Vertreterinnen und Vertreter der Partnerkreise Borken und Wroclaw/Breslau trafen sich auf Einladung des Kreises Borken zu ihrem jährlichen Austausch. In diesem Jahr stand das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft im Mittelpunkt. Zudem besuchten der neu gewählte polnische Starosta (Landrat) Włodzimierz Chlebosz und sein Stellvertreter Marcin Korytko zum ersten Mal das Westmünsterland. Die Delegation wurde vom Partnerschaftskomitee des Kreises Borken unter Leitung von Landrat Dr. Kai Zwicker begleitet.

Besuch des Kreishauses und Betriebsbesichtigung

Am ersten Programmtag besuchten die Gäste das Borkener Kreishaus. Dort informierte Stephan Kruthoff, Leiter der Kreisleitstelle, über aktuelle Entwicklungen in der Gefahrenabwehr und im Bevölkerungsschutz. Passend dazu ertönten um 11 Uhr die Sirenen des landesweiten Warntags.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte eine Betriebsbesichtigung des Borkener Unternehmens Fooke. Die polnischen Gäste zeigten sich beeindruckt von der Innovationskraft des Maschinenbauunternehmens, das auf die Herstellung von Portalfräsmaschinen für die Automobil-, Luft- und Raumfahrt- sowie die Schienenverkehrsindustrie spezialisiert ist.

Kulturhistorisches Zentrum „kult Westmünsterland“

Den Abschluss des ersten Tages bildete ein Besuch im „kult Westmünsterland“ in Vreden. Silke Röhling, Leiterin der Einrichtung, führte durch die aktuelle Playmobil-Ausstellung und erläuterte die Entstehungsgeschichte des kulturhistorischen Zentrums. Das „kult“ entstand aus dem Zusammenschluss des ehemaligen Hamaland-Museums, des Landeskundlichen Instituts Westmünsterland sowie der Archive von Vreden und dem Kreis Borken.

Partnerschaftsbesuch in Raesfeld

Am zweiten Tag stand der Besuch der Schlossgemeinde Raesfeld auf dem Programm. Die polnische Delegation wurde von Landrat Dr. Kai Zwicker, Starosta Włodzimierz Chlebosz und Markus Büsken, dem 1. Beigeordneten der Gemeinde Raesfeld, begrüßt. Gemeinsam besichtigten sie die Schlosskapelle, das Trauzimmer sowie den Rittersaal. Anschließend ging es zum Naturparkhaus Tiergarten Schloss Raesfeld, um auch diese besondere Einrichtung kennenzulernen.

Weitere Stationen: Velen und die Jubiläumsfeier

Am Nachmittag besuchten die Gäste Schloss Velen. Auch diese Station war bewusst gewählt, da Velen ebenfalls seit rund 20 Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde Dlugoleka pflegt.

Krönender Abschluss des Partnerschaftstreffens war die Teilnahme an der Festveranstaltung „50 Jahre Westmünsterland Kreis Borken“ im großen Saal des Kreishauses. Im Beisein von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der die Festrede hielt, wurde das Jubiläum der Kreispartnerschaft gewürdigt. Neben dem Austausch von Geschenken gab es eine Festtagstorte, die beim anschließenden Empfang verkostet wurde.

Messerangriff in Gronau: Polizei fahndet nach flüchtigem Tatverdächtigen

Messerangriff in Gronau: Polizei fahndet nach Tatverdächtigem. 36-Jähriger in Unterkunft schwer verletzt.

Laut Mitteilung der Polizei erlitt am Donnerstagmorgen ein 36-jähriger Bewohner einer kommunalen Unterbringungseinrichtung am Jöbkesweg in Gronau schwere Verletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ihn ein 33-jähriger Bewohner im Verlauf eines persönlichen Streits mit einem Messer verletzt haben. Der Tatverdächtige befindet sich weiterhin auf der Flucht.

Großeinsatz der Polizei

Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort, sperrte den Bereich ab und leitete eine Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter ein. Rettungskräfte versorgten den Verletzten, während die Beamten mehrere Objekte in Gronau durchsuchten – bislang ohne Erfolg. Die Ermittler gehen weiteren Hinweisen nach.

Sicherheit der Unterkunft gewährleistet

Während der Einsatzmaßnahmen wurden die 147 Bewohner vorübergehend in der Bürgerhalle untergebracht. Inzwischen sind sie zurück in der kommunalen Unterkunft. Laut Polizei sei die Sicherheit des Objekts gewährleistet. Die Ermittlungen bestätigen, dass es sich um eine persönliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Beteiligten gehandelt habe.

Haushalt 2025 im Kreis Borken verabschiedet: CDU und FDP stimmen zu

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Kreistag Borken verabschiedet Haushalt 2025 mit Stimmen von CDU und FDP. Etat umfasst fast 833 Millionen Euro – Defizit von 9,3 Millionen Euro wird aus Rücklage gedeckt

Kreis Borken. Der Kreistag Borken hat am Donnerstagabend (20. März 2025) den Haushalt für das Jahr 2025 beschlossen. Die Fraktionen von CDU und FDP stimmen dafür, während Grüne (inklusive Linke), SPD und UWG dagegen votierten. Ein AfD-Abgeordneter stimmte mit Nein, ein weiterer enthielt sich.

Zuvor hielten die Vertreter der Fraktionen ihre Haushaltsreden: Markus Schulte (CDU), Jens Steiner (Grüne), Heiko Nordholt (SPD, in Vertretung des erkrankten Fraktionsvorsitzenden Daniel Höschler), Jörg von Borczyskowski (UWG), Kevin Schneider (FDP) sowie Andre Ludwig (AfD) und Werner Brand (Linke).

Kreisumlage

Der verabschiedete Etat beläuft sich auf knapp 833 Millionen Euro. Um den Hebesatz der Kreisumlage für die kreisangehörigen Kommunen bei 28,5 Prozent zu halten, wurde der Haushalt mit einem Defizit von 9,3 Millionen Euro beschlossen. Dies soll durch die Entnahme aus der Ausgleichsrücklage des Kreises gedeckt werden.

Raesfelder Junggesellen sind der coolste Schützenverein im Westmünsterland!

Die Junggesellenschützen Raesfeld haben die WMW Challenge gewonnen und sind damit in der Königsklasse angekommen. Mit Witz, Charme und jeder Menge Likes haben sie sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt – und das mit einem Sieg, der sich sehen lassen kann!

Die Raesfelder Junggesellenschützen sind immer für eine Überraschung gut – und das nicht nur beim traditionellen Vogelschießen, sondern auch zwischen den großen Schützenfesten. Dieses Mal ging es jedoch nicht um Ruhm und Ehre auf dem Festplatz, sondern um den Titel des coolsten Schützenvereins im Westmünsterland.

Junggesellenschützenfest Raesfeld 2024
Foto: Petra Bosse/Archiv

Radio WMW hatte zur großen Abstimmung aufgerufen – und die Junggesellen ließen sich nicht zweimal bitten!

Harte Konkurrenz bis zum Schluss

Im Finale standen:

  • Junggesellenschützenverein Raesfeld
  • St. Walburgis Schützenverein Holthausen-Bleking
  • Schützenverein Beikelort-Isingort Legden
  • JSV St. Maria Heek 1975 e.V.

Doch am Ende machte der Allgemeine Junggesellenschützenverein Raesfeld das Rennen – mit Pauken, Trompeten und einem verdächtig hohen Bierkonsum!

Junggesellenschützen Raesfeld 2024 der Thron mit König Nick Nattefort
Junggesellenschützen Raesfeld 2024 der Thron (v. re.:) Johanna Eilers und Andrè Brömmel, das Königspaar Lisa Große-Bölting und Nick Nattefort und sowie Thea Nießing und Simon Höing. Foto: Petra Bosse

Preisgekrönt: Der Thron in Bestform

Und was gibt es als Belohnung? Die komplette Ausstattung für den Thron! Vom königlichen Kleid über den maßgeschneiderten Anzug bis hin zu den passenden Fliegen oder Hosenträgern – alles inklusive. Ein echter Gewinn für den feierwütigen Haufen.

Der Siegeszug auf Instagram

Die Raesfelder Junggesellen wussten schon im Vorfeld, wie man eine gute Show abliefert. Ihr Bewerbungsvideo auf Instagram lautete vielversprechend: „Trinkfest und arbeitsscheu, das ist unser Motto und dem bleiben wir treu! 🍻🤝“

Und weiter ging es: „Wenn wir das Ding holen, gibt’s ein Spezial zum Schützenfest … da legt ihr die Ohren an. Also zeigt es Oma, Opa oder eurem Hund … Hauptsache, alle haben Spaß!“

Likes bis zur letzten Sekunde

Die Community feierte das Statement – mit über 4.500 Likes auf Instagram! Bis heute, Donnerstagmorgen um 9 Uhr, konnte noch fleißig geliked werden, um dem Schützenverein den Sieg zu sichern.

Absolute Begeisterung bei den Siegern

Der amtierende König Nick Nattefort zeigte sich im Radio WMW-Interview überwältigt: „Der Thron ist überglücklich, das ist einfach nur GEIL!“

Jetzt bleibt nur noch eine Frage offen: Welche Überraschung haben die Raesfelder Junggesellen als nächstes in petto? Das Schützenfest 2025 kann kommen!

TSV Raesfeld lädt erneut ein: Walk & Talk am 23. März 2025

Am Sonntag, den 23. März 2025, um 9 Uhr startet erneut die beliebte Laufaktion Walk & Talk des TSV Raesfeld. Treffpunkt ist der Tiergarten Raesfeld.

Die Veranstaltung ist Teil des Landsprinters und Projekts 21 und richtet sich an alle, die gerne walken oder joggen – ob allein oder in der Gemeinschaft.

Erfolgreiches Event im letzten Jahr

Bereits im vergangenen Jahr erfreute sich Walk & Talk großer Beliebtheit. Bei sonnigem Wetter fanden sich zahlreiche Teilnehmer ein, um gemeinsam aktiv zu sein. Die angenehme Atmosphäre und der Austausch in der Gruppe machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.

Kilometer sammeln für den guten Zweck

Auch in diesem Jahr geht es nicht nur um Bewegung, sondern auch um den guten Zweck: Gemeinsam werden Kilometer gesammelt. Im letzten Jahr kamen durch die Laufspende 150 Euro für das Kinderhospiz zusammen. Rund 100 Läuferinnen und Läufer waren dabei, darunter auch Andreas Grotendorst.

Mitmachen und dabei sein!

Ob als Walker oder Läufer – jeder kann teilnehmen. Die Veranstaltung bietet eine ideale Gelegenheit, sich sportlich zu betätigen und gleichzeitig die Gemeinschaft zu stärken. Der TSV Raesfeld freut sich auf zahlreiche Teilnehmer!

Schach: Raesfelder Sebastianschüler verteidigen Verbandsmeistertitel

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Auch Raesfelder Mädchenteam qualifiziert sich für die LM. Fast 120 Kinder aus. 28 Mannschaften spielten am vergangenen Samstag im Forum der Raesfelder Sebastianschule um die Münsterlandmeisterschaft der Grundschulen im Schach.

Seit einigen Jahren wird die Schulschach-Verbandsmeisterschaft in zwei Gruppen durchgeführt: Es gibt ein Turnier mit Schachuhr (WK GS I) um die Qualifikationsplätze für die Landesmeisterschaft und ein Turnier ohne Schachuhr (WK GS II) für die Viererteams mit wenig Turniererfahrung, zusätzlich wird eine eigene Mädchenwertung durchgeführt. Die Raesfelder Sebastianschule, an der Schachunterricht zum Ausbildungsprogramm aller Schüler gehört, trat bei diesen Turnieren weitgehend mit Klassenteams an.

Schachturnier Sebastianschule 2025
Nicht nur der sechsjährige Raesfelder Nihat, der bei seinem ersten Schachturnier gleich sämtliche sechs Partien gewinnen konnte, freute sich bei der Siegerehrung über eine Teilnehmermedaillen. Foto: Manfred Grömping

Turniersieger

Turniersieger des Qualifikationsturniers wurde ein Quintett aus der Klasse 3d der Sebastianschule vor dem Team der Wartburg-Grundschule aus Münster. Da beide Schulen bereits über Kreis- bzw. Stadtmeisterschaften für das Landesfinale qualifiziert sind, freuten sich die dritt- und viertplatzierten Teams aus Horstmar und Wolbeck über die ausgelobten Qualifikationsplätze. Beim Anfängerturnier siegte die Anna-Katharina-Emmerick-Schule aus Dülmen vor der Raesfelder Klasse 2b. Den Mädchenpokal sicherte sich die Schülerinnen der Sebastianschule nach dem Sieg im Finale über die Marienschule Heiden.

Fünf Stunden lang rauchten die Köpfe der Nachwuchs-Denksportler im Forum der Sebastianschule, nur kurz unterbrochen von kleinen Bewegungspausen oder Besuchen in der von Eltern organisierten Cafeteria. Und nicht nur der sechsjährige Raesfelder Nihat, der bei seinem ersten Schachturnier gleich sämtliche sechs Partien gewinnen konnte, strahlte am Ende übers ganze Gesicht beim Empfang einer Teilnehmermedaille.

Höhepunkt des Turniers

Höhepunkt des Turniers waren die Siegerehrungen: Die erfolgreichsten Teams der drei Turnierauswertungen nahmen auf einem Siegerpodest Pokale und Urkunden in Empfang und die Siegerhymnen sorgten bei so manchem Spieler und Zuschauer für eine Gänsehaut-Atmosphäre. Die Turnierleiter Manfred Grömping (Sebastianschule Raesfeld) und Philipp Schulze Schwering (Schachjugend Münsterland) bedankten sich bei den zahlreichen Helfern und wünschten den qualifizierten Teams viel Erfolg beim Schulschach-Landesfinale am 28. März in Hamm.

Schulanmeldung 2025/2026 in Borken: Schulplätze und Zuteilung im Überblick

Der Übergang zur weiterführenden Schule ist für viele Familien ein wichtiger Schritt. Nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse haben Eltern und Kinder gemeinsam überlegt, welche Schulform die passende ist.

In Borken stehen dabei verschiedene Möglichkeiten zur Wahl.

Vielfältige Schulangebote in Borken

Die Stadt Borken bietet mit Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien eine breite Schullandschaft. Dank dieser Vielfalt konnte für alle angemeldeten Kinder ein Schulplatz gefunden werden – allerdings nicht immer an der Wunschschule.

Hohe Nachfrage bei einigen Schulen

Besonders an der Jodocus Nünning Gesamtschule überstieg die Nachfrage das Platzangebot. 52 Schülerinnen und Schüler erhielten daher eine Alternative an einer anderen Schule. Auch die privaten Schulen konnten nicht alle Wünsche erfüllen:

  • Schönstätter Marienschule: 45 Absagen
  • Gymnasium Mariengarden: 10 Absagen
  • Montessori-Gesamtschule: 17 Absagen
  • Maria-Sibylla-Merian-Realschule: Aufnahmekapazität erreicht

Lösungen für betroffene Schülerinnen und Schüler

Trotz der Herausforderungen konnten die meisten Schülerinnen und Schüler eine passende Schule finden. In Einzelfällen arbeitet die Stadtverwaltung weiterhin mit Schulen und Eltern zusammen, um eine Lösung zu ermöglichen.

Schülerzahlen für das Schuljahr 2025/2026

Insgesamt werden an den Borkener Schulen folgende Schülerzahlen für die neuen fünften Klassen gebildet:

  • Maria-Sibylla-Merian Realschule: 63 Schülerinnen und Schüler
  • Schönstätter Marienschule: 88 Schülerinnen und Schüler
  • Gymnasium Remigianum: 179 Schülerinnen und Schüler
  • Gymnasium Mariengarden: 92 Schülerinnen und Schüler
  • Jodocus Nünning Gesamtschule: 174 Schülerinnen und Schüler
  • Julia Koppers Gesamtschule: 133 Schülerinnen und Schüler
  • Montessori Gesamtschule: 29 Schülerinnen und Schüler

Antrag der CDU: Weiteres Hinweisschild auf die Erler Femeiche an der A 31

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Die CDU-Fraktion Raesfeld beantragt, an der A 31 ein weiteres Hinweisschild auf die Erler Femeiche aufzustellen.

Dieser Wunsch bestehe, so heißt es in dem Antrag, in der Gemeinde – insbesondere in der Erler Bevölkerung – schon seit Längerem und werde ausdrücklich unterstützt.

Bedeutung der Erler Femeiche

Die Erler Femeiche gilt als einer der ältesten Bäume Deutschlands und wurde 2021 in das nationale Naturerbeverzeichnis aufgenommen. Die jüngste Neugestaltung des Femeichengeländes zu einem kleinen Park unterstreicht ihre historische und ökologische Bedeutung zusätzlich.

Finanzierung des Hinweisschildes

Da mit erheblichen Kosten für die Anfertigung und Aufstellung des Schildes zu rechnen sei, beantragt die CDU-Fraktion, das Projekt mit 3.000 Euro aus Gemeindemitteln zu unterstützen. Gleichzeitig wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Raesfeld mögliche Förderungen durch andere Geldgeber beeinträchtigen könnte.

Nutzen für die Gemeinde

Ein weiteres Hinweisschild an der A 31 könnte die Aufmerksamkeit von Reisenden auf dieses bedeutende Naturdenkmal lenken und somit zur Attraktivität der Gemeinde beitragen. Mehr Besucher würden nicht nur die Bekanntheit der Femeiche steigern, sondern auch die lokale Wirtschaft stärken.

„Die Erler Femeiche ist ein einzigartiges Natur- und Kulturdenkmal, das weit über die Region hinaus bekannt ist. Ein entsprechender Hinweis an der Autobahn würde dazu beitragen, noch mehr Menschen auf dieses bedeutende Wahrzeichen aufmerksam zu machen“, betont Bernhard Bölker, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Nach erfolgter Prüfung durch die Verwaltung soll der Antrag dem zuständigen politischen Gremium zur Beratung vorgelegt werden.

Schwerer Unfall auf der B 224 zwischen Raesfeld und Erle

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Update: Motorradfahrer prallt auf abbiegenden Pkw – Schwer verletzt

Am Mittwochnachmittag erlitt ein 63-jähriger Motorradfahrer aus Hattingen schwere Verletzungen bei einem Verkehrsunfall in Raesfeld.
Der Motorradfahrer hatte gegen 15.10 Uhr die Dorstener Straße in Richtung Erle befahren. Kurz vor dem Ortsausgang fuhr er auf einen vorausfahrenden Wagen auf.

Dessen 29-jähriger Fahrer aus Raesfeld hatte von der Dorstener Straße nach links abbiegen wollen und musste verkehrsbedingt abbremsen. Er blieb unverletzt, stand aber unter Schock.

Motorradfahrer prall auf PKW Schwerer Unfall in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Laut Augenzeugen soll der Motorradfahrer ungebremst auf das stehende Fahrzeug gefahren sein. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mann über das Auto geschleudert und kam schwer verletzt zum Liegen.

Motorradfahrer in Raesfeld auf der B224 nach Unfall schwer verletzt
Foto: Petra Bosse

Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert und brachten den Verunfallten in ein Gelsenkirchener Krankenhaus. Die Dorstener Straße war in Raesfeld zwischen dem Kreisverkehr B70/B224 und dem Ortsausgang Richtung Erle bis 17.10 Uhr zur Unfallaufnahme gesperrt. Es kam zu Verkehrsstörungen.

Motorradfahrer in Raesfeld auf der B224 nach Unfall schwer verletzt
Foto: Petra Bosse

Ein Abschleppunternehmen kümmerte sich um das Zweirad. Der Gesamtschaden wird laut Mitteilung der Polizei auf 10.000EUR geschätzt.

Verkehrsunfallstatistik 2024: Rad- und Pedelecfahrende im Fokus

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Thema Rad- und Pedelec im Kreis BorkenNeun Unfälle mit Rad- und Pedelec in der Gemeinde Raesfeld. Insgesamt verunglückten im Kreis Borken 781 Menschen mit dem Rad oder Pedelec. Das sind 34 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Unfallentwicklung im Detail: Topographisch ist das Gebiet des Kreises Borken und die Gegend rundherum, also das westliche Münsterland, prädestiniert für das Radfahren. Die Menschen im gesamten Münsterland nutzen das Fahrrad als umweltfreundliches und praktisches Verkehrsmittel – ein Trend, der sich weiter positiv entwickelt. Der Kreis Borken ist damit Vorreiter in der Mobilitätswende. Auch touristisch wird die Region weiter als Radfahrgebiet ausgebaut und beworben.

17 Gemeinden müssen Verkehrsunfallstruktur anpassen

Die steigende Verkehrsbeteiligung von Fahrrädern und Pedelecs bringt jedoch auch Herausforderungen für die Unfallprävention mit sich. Die 17 Gemeinden des Kreises müssen ihre Verkehrsinfrastruktur anpassen, da höhere Geschwindigkeiten von Pedelecs neue Anforderungen an das Verkehrswegenetz stellen.

Radverkehr im Münsterland
Die Sicherheit eines Fahrradhelms ist bei vielen Radfahrern noch nicht angekommen. Foto: Petra Bosse/Archiv

Laut dem Datenbericht zur Mobilitätsbefragung 2023 (Modalsplit) ist der Radverkehr im Kreis Borken überproportional hoch:

  • 45 % der Befragten nutzen das Fahrrad oder Pedelec nahezu täglich.
  • 30 % fahren mindestens ein- bis dreimal pro Woche.
  • 32 % aller zurückgelegten Wege erfolgen mit dem Fahrrad oder Pedelec.

Radverkehr Kreis Borken an der Spitze im nationalen Vergleich

Dieser hohe Radverkehrsanteil (32%) setzt den Kreis Borken an die Spitze im nationalen und europäischen Vergleich. Trotz eines leichten Rückgangs der Pedelec-Verkaufszahlen um 1,23 % im ersten Quartal 2024 wurden in Deutschland zwischen Januar und April 800.000 Pedelecs und E-Bikes verkauft, während die Verkäufe herkömmlicher Fahrräder um 19 % zurückgingen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider:

  • 407 Pedelecfahrende verunglückten 2024 im Kreis Borken (2023: 388).
  • 374 Radfahrende wurden in Unfälle verwickelt (2023: 359).
  • Die Gesamtzahl der Verunglückten stieg leicht um +34 Personen.

Das Ziel der Polizei bleibt es, die Unfallzahlen von Rad- und Pedelecfahrenden durch gezielte Maßnahmen zu senken.

Vergleich der Unfallzahlen mit Rad- und Pedelecfahrer im Kreis

Die höchste Zahl verunglückter Rad- und Pedelecfahrender wurde in folgenden Städten verzeichnet:

  • Bocholt: 196
  • Borken Stadt: 92
  • Rhede: 42
  • Gescher: 26
  • Stadtlohn: 27
  • Velen: 10
  • Südlohn: 10
  • Reken: 13
  • Heiden: 8

Insgesamt verunglückten Insgesamt verunglückten im Kreis Borken 682 Menschen mit dem Rad oder Pedelec.

Anstieg der bei Verkehrsunfällen verletzten Seniorinnen und Senioren

Die Zahl der insgesamt bei Verkehrsunfällen verletzten Seniorinnen und Senioren sowie derjenigen, die bei Rad- und Pedelecunfällen verletzt wurden, blieb in den letzten Jahren weitgehend stabil. Es waren keine klaren Trends nach oben oder unten zu erkennen.

2023 wurden insgesamt 290 Seniorinnen und Senioren bei Unfällen verletzt, davon 160 (55,2 %) Rad- oder Pedelecfahrende. 2024 stieg die Zahl der verletzten Seniorinnen und Senioren um 24 auf 314 Personen. Darunter waren 184 (58,3 %) Rad- und Pedelecfahrende.

Präventionsmaßnahmen der Polizei

Die Verkehrsunfallprävention (VUP/O) der Kreispolizeibehörde Borken verfolge dieses Thema bereits seit einigen Jahren intensiv. Ein umfangreiches Informations- und Trainingsprogramm für Seniorinnen und Senioren wurde entwickelt und kontinuierlich erweitert.

Erstmals sank jedoch die Anzahl der für Seniorinnen und Senioren durchgeführten Veranstaltungen:

  • 2023: 61 Veranstaltungen
  • 2024: 47 Veranstaltungen

Grund für diesen Rückgang war eine hohe Personalbindung während der Fußball-EM 2024 sowie weitere Großeinsätze mit hohem Personalbedarf. Dennoch konnten 258 Teilnehmende mehr als im Vorjahr erreicht werden.

Helm beim Fahrradfahrfahren kann Leben retten
Foto: Petra Bosse/Archiv

Helmschutz für Senioren: Aufklärung allein reicht nicht aus

Mit den seit einiger Zeit bei diesen Veranstaltungen eingesetzten Pedelec- und Helm-Simulatoren konnten weitere Seniorinnen und Senioren im Kreis nicht nur geschult, sondern auch gezielt für das Tragen eines Helms im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Dennoch zeigt die steigende Zahl verunglückter Seniorinnen und Senioren, dass dieser Ansatz allein noch nicht erreicht wird.

Weniger Verkehrsunfälle im Kreis Borken – Raesfeld auf Vorjahresniveau

Die Kreispolizeibehörde Borken hat die Verkehrsunfallstatistik 2024 vorgestellt. Während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht gestiegen ist, gab es weniger Schwerverletzte und Todesopfer. In der Gemeinde Raesfeld zeigen die Zahlen mit 33 Unfällen (2023=32 Unfälle) eine weitgehend stabile Entwicklung.

Schwerer-Unfall-auf-B224-Raesfeld-Erle
Foto: Petra Bosse

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Borken ist gesunken – das ist die zentrale Botschaft der Verkehrsunfallstatistik 2024, die die Kreispolizeibehörde Borken am Montag in Gronau präsentierte. Landrat Dr. Kai Zwicker stellte die Zahlen an einem besonderen Ort vor: einer Unfallstelle aus dem vergangenen Jahr. Dort verdeutlichte Verkehrssicherheitsberater Michael Schneider anhand eines konkreten Falls, dass jeder Verkehrsunfall weitreichende Konsequenzen für die Beteiligten haben kann.

Bedeutung der Unfallstatistik

Landrat Dr. Kai Zwicker betonte, dass die Unfallzahlen mehr als bloße Statistiken seien: „Es geht eben nicht um ein nüchternes Zahlenwerk, wenn wir die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2024 vorstellen. Es geht um viele betroffene Menschen.“

Besonderes Augenmerk lag auf Verkehrsunfällen mit Rad- und Pedelecfahrenden, die einen großen Anteil an der Mobilität im Kreis Borken ausmachen. Zwicker forderte verstärkte Maßnahmen zur Reduzierung dieser Unfälle, darunter Prävention und gezielte Kontrollen.

Aktuelle Zahlen zur Verkehrsunfallentwicklung

Polizeirat Dominik Rezler, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Borken, präsentierte die Unfallzahlen für 2024:

  • Gesamtzahl der Unfälle: 11.455 (+1,1 % im Vergleich zu 2023)
  • Verunglückte Personen: 1.781 (-1,9 %)
  • Todesfälle: 13 (2023: 18)
  • Schwerverletzte: 220 (2023: 263)
  • Rad- und Pedelecfahrende unter den Verunglückten: 44,4 % (Landesdurchschnitt: 25,8 %)
  • Mit einem Pedelec Verunglückte: 407 (2023: 388)
  • Mit einem Fahrrad Verunglückte: 374 (2023: 359)

Detaillierte Zahlen für einzelne Kommunen sind im „Jahrbuch Verkehr 2024 verfügbar.

Schwerpunkte der Verkehrsüberwachung

Um Unfälle zu vermeiden und Regelverstöße zu ahnden, setzt die Polizei auf verstärkte Kontrollen in folgenden Bereichen:

  • Vorfahrt/Vorrang und Abbiegen
  • Fehlverhalten von und gegenüber Rad- und Pedelecfahrenden
  • Geschwindigkeitskontrollen
  • Alkohol- und Drogenkontrollen
  • Ablenkung im Straßenverkehr (z. B. Handynutzung)

Ergebnisse der Verkehrskontrollen 2024

  • Geschwindigkeitsverstöße: 25.578
  • Handyverstöße: 3.150
  • Vorfahrt- und Abbiegeverstöße: 2.942
  • Verstöße durch Rad- und Pedelecfahrende: 9.068
  • Alkohol- und Drogendelikte: 695
Unfall Kreuzung B224 Erle
Foto: Petra Bosse/Archiv

Unfallentwicklung in Raesfeld

In der Gemeinde Raesfeld gab es 2024 insgesamt 33 folgende Verkehrsunfälle:

  • Todesfälle: 2
  • Schwerverletzte: 8
  • Leichtverletzte: 17
  • Unfälle mit schwerem Sachschaden: 6

Unter den Getöteten war eine Person mit Rad oder Pedelec. Die Zahl der verletzten Rad- und Pedelecfahrenden sank auf neun Personen im Vergleich zu 2023 von insgesamt elf.

Altersverteilung der Unfallbeteiligten in Raesfeld

  • Erwachsene (25–64 Jahre): 21
  • Senioren (65 Jahre und älter): 6 (2023: 15)

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