Während der jüngsten Ratssitzung informierte Ordnungsamtsleiter Andreas Altrogge über den aktuellen Stand der Flüchtlingssituation in Raesfeld. Die Gemeinde zählt derzeit 559 Menschen mit ausländischer Herkunft, darunter viele aus Syrien und der Ukraine. Die Anzahl der Zuweisungen sei zwar rückläufig, es werde jedoch auch weiterhin mit weiteren Geflüchteten gerechnet.
Flüchtlingszahlen in Raesfeld: schwankende Entwicklung
Laut Altrogge leben aktuell 559 Menschen mit Migrationshintergrund in der Gemeinde Raesfeld. 216 Personen stammen aus nicht-deutschen EU Staaten. Die Gesamtbevölkerung der Kommune beträgt 11.839 Personen.
Rund 133 Geflüchtete stammen aus der Ukraine – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben sei.
Was die Zuweisungen betreffe, sprach Altrogge von einer schwankenden Entwicklung: Im Jahr 2022 seien 116 Personen zugewiesen worden, 2024 habe die Zahl bei 68 gelegen. Im laufenden Jahr 2025 waren bisher 13 Geflüchtete neu nach Raesfeld gekommen.
Den größten Anteil unter den Geflüchteten stellen derzeit Menschen aus Syrien (40%) dar. Angesichts der anhaltenden Lage im Assad-Regime sei künftig auch mit weiteren Flüchtlingen aus dem Land zu rechnen. Die Gemeinde selbst habe jedoch keinen Einfluss darauf, wie viele Personen ihr zugewiesen würden und aus welchen Herkunftsländern diese stammen.
Unterbringung in Wohnungen – neue Unterkunft in Erle geplant
Insgesamt verfügt die Gemeinde über 42 Wohnungen zur Unterbringung von Geflüchteten. Davon befinden sich 38 in Raesfeld, drei in Erle und eine in Homer. In diesen sind derzeit 308 Menschen untergebracht – 281 in Raesfeld, 21 in Erle und vier in Homer.

Drei Familien sind derzeit im Jugendhaus Erle untergebracht. Die Situation vor Ort sei laut Altrogge bislang unproblematisch verlaufen. Beschwerden aus der Nachbarschaft habe es bis heute nicht gegeben. Nach Fertigstellung der neuen Unterkunft in Erle sollen die Familien Zug um Zug dort einziehen. Der Bau mache gute Fortschritte, wie Altrogge mitteilte: „Wir rechnen damit, dass das Haus im Herbst fertig ist.“
Schwierige Lage bei staatenlosen Personen
Einzelfälle gebe es in Raesfeld auch bei staatenlosen Geflüchteten. Diese seien zwar grundsätzlich von einer Abschiebung betroffen, eine Rückführung lasse sich jedoch nicht vollziehen, da die Personen über keine gültigen Papiere verfügten und sich somit eine Nationalität nicht nachweisen lasse. Entsprechend könnten die Menschen in keinem Staat zurückgeführt werden.



























