Wenn ich heute auf das Jugendhaus in Erle schaue, dann erinnere ich mich an viele eigene Momente meiner Jugend. Auch ich bin dort groß geworden und habe mehr Zeit an der Skateanlage oder auf dem Fußballplatz davor verbracht. Oft zog es mich auch auf den Vorplatz vor dem Skatepark, wo ich als Kind regelmäßig nach Kleingeld suchte.
50 Pfennig waren schon ein Schatz, mit dem man sich im Kiosk in Erle eine Tüte Süßkram kaufen konnte.
Meine erste Begegnung mit einer LAN-Party habe ich ebenfalls dort erlebt, allerdings nur von außen. „Der Zutritt war erst ab 16, und ich war damals noch zu jung.“ Für mich war das Jugendhaus vor allem ein Ort, an dem man sich mit Gleichgesinnten traf und ein sicherer Hafen mit Ansprechpartnern, wenn man mal etwas loswerden wollte.
Heute führt Anna Löbbecke das Jugendhaus in Erle und hat gerade ihr erstes großes Ferienprogramm umgesetzt. Unterstützt von Familie und Partner hat sie mit kreativen Angeboten und viel Engagement neue Impulse gesetzt. „Die Kinder lieben ihn“, sagt sie über ihren Partner Tobias, der kurzerhand Grillmeister beim Floßbau wurde.
„Ich bin stolz auf mein Team und meine Familie, die so viel möglich gemacht haben.“ Ob das Jugendhaus heute noch genauso funktioniert wie früher kann ich nicht beurteilen. Sicher ist jedoch, dass es auch heute ein Ort bleibt, an dem Gemeinschaft spürbar wird und das macht den Unterschied.
Die komplette Geschichte lesen Sie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Lokallust Dorsten.
Hier finden Sie die Lokallust Dorsten in Erle
Die neue Lokallust Dorsten mit Erle-Sonderteil liegt an folgenden Orten für Sie bereit:
Volksbank Raesfeld und Erle eG
Edeka Beyer
Bäckerei Spangemacher, Filiale Erle
Hub Erle
Kornbrennerei Böckenhoff
Informationen zur Anzeigenschaltung
Die nächste Ausgabe der Lokallust Dorsten erscheint am 25. Oktober 2025. Wenn Sie Interesse haben, Ihr Unternehmen oder Ihre Veranstaltung in unserem Magazin zu präsentieren, finden Sie alle wichtigen Informationen in unseren Mediadaten oder Sie sprechen mich direkt an.
Willkommen zur 42. Folge des Raesfeld Podcasts. In dieser Ausgabe spricht Moderatorin Sabrina Czupiol über die Verzögerung beim Neubau des Rossmann-Drogeriemarktes an der Weseler Straße – der Start verschiebt sich auf das Frühjahr 2026. Außerdem blicken wir auf die Kommunalwahl in Raesfeld und wir sprechen über das Zukunftspaket Ehrenamt, mit dem Vereine künftig spürbar entlastet werden sollen.
Weitere Nachrichten aus deiner Region findest du wie immer im Raesfeld Podcast.
Kommunalwahl 2025 in Raesfeld: Dirk Kuhmann (CDU) ist neuer Bürgermeister
Die Bürgermeisterwahlen sind gelaufen: Dirk Kuhmann (CDU) setzte sich mit 57 Prozent (3.845 Stimmen) durch und übernimmt künftig das Amt von Martin Tesing.
So setzt sich der Gemeinderat Raesfeld nach der Wahl zusammen
Und so setzt sich der Gemeinderat nach der Wahl zusammen: Die CDU bleibt mit 15 Mandaten klar stärkste Kraft und konnte ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2020 noch einmal steigern.
Die UWG belegt mit 6 Sitzen den zweiten Platz. Grüne, SPD und FDP ziehen mit jeweils 2 Mandaten in den Rat ein, die Linke erhält ein Mandat.
1,1 Millionen Euro für mehr Platz: St. Sebastian-Grundschule wächst weiter
Rund 1,1 Millionen Euro investiert die Gemeinde Raesfeld in den Ausbau der St. Sebastian-Grundschule. Mit der Aufstockung des vierten Bauabschnitts entstehen bis Herbst 2026 neue Klassen- und Gruppenräume. Grund für den Erweiterungsbau sind steigende Schülerzahlen und der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
Verzögerung beim Neubau des Rossmann-Drogeriemarktes in Raesfeld
Laut Mitteilung der Gemeindeverwaltung, verzögert sich der geplante Neubau des ROSSMANN-Drogeriemarktes an der Weseler Straße. Der Baubeginn ist nun für das Frühjahr 2026 vorgesehen.
Verkehrssicherheitskampagne „Rücksicht macht Wege breit“ startet in Raesfeld
„Rücksicht macht Wege breit“ – unter diesem Motto wirbt ein breites Bündnis in Raesfeld für mehr Sicherheit auf Feld- und Wirtschaftswegen. Hintergrund ist die Maisernte, die aktuell für erhöhtes Konfliktpotenzial zwischen Landwirten und Ausflüglern sorgt. Die Kampagne wirbt für gegenseitige Rücksichtnahme und ergänzt bewährte Maßnahmen um neue Informationsangebote.
Das Bundeskabinett hat mit dem „Zukunftspakt Ehrenamt“ ein umfassendes Paket beschlossen, das Vereine spürbar entlasten soll. Geplant sind u.a. eine Anhebung der Ehrenamtspauschale, mehr Geld für Übungsleiter und weniger Bürokratie.
Kreis Borken. Die Zahl der SGB-II-Arbeitslosen im Kreis Borken ist im September 2025 spürbar zurückgegangen.
Auch in der Gemeinde Raesfeld zeigt sich dieser Trend: Waren im September 2024 noch 153 Personen arbeitslos gemeldet, sind es nun 117. Landrat Dr. Kai Zwicker sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Ein Grund dafür sei, dass viele Jugendliche nach dem Abschluss ihrer Ausbildung schnell eine Arbeitsstelle finden oder ein Studium aufnehmen.
Nach Angaben des Jobcenters waren im September 6.208 Menschen arbeitslos gemeldet. Das bedeutet ein Minus von 292 Personen gegenüber August. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2024 verringerte sich die Zahl sogar um 540. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 2,7 Prozent und damit niedriger als noch im August mit 2,9 Prozent.
Bedarfsgemeinschaften ebenfalls zurückgegangen
Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften und der insgesamt Leistungsberechtigten ist gesunken. Im September erhielten 16.112 Personen Grundsicherung, das waren 256 weniger als im Monat zuvor. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften lag bei 8.129. Damit zeigt sich insgesamt ein klarer Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Am 1. Oktober 2025 endet für André Wachtmeister seine mehr als 25 Jahre dauernde Selbstständigkeit im Catering sowie im Hotel und Restaurant „Lieb & Wert“.
Rückblick auf ein Vierteljahrhundert
„Es war für mich eine wundervolle Zeit. Ich durfte unzählige Feste für großartige Menschen ausrichten – von der kleinen Gartenparty über Hochzeiten bis zu Großevents mit mehr als 5.000 Gästen“, sagte Wachtmeister. All dies habe er mit „absoluter Hingabe, Freude und Tatendrang“ getan.
Sein besonderer Dank gelte den Kundinnen und Kunden, „die mir über all die Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben“. Ebenso betont er: „Ohne meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre all das niemals möglich gewesen. Ihr habt entscheidend dazu beigetragen, dass wir so weit gekommen sind.“
Blick in die Zukunft
Für ihn sei nun die Zeit gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen. „Wer einmal vom Gastronomie-Virus befallen ist, wird ihn nie ganz los, und deshalb bleibe ich der Branche auch in Zukunft treu, wenn auch in anderer Form“, erklärt er.
Dem möglichen neuen Betreiber des „Lieb & Wert“ wünscht Wachtmeister „von Herzen alles Gute und viel Erfolg“. Auch für das Catering sehe er Chancen auf einen Fortbestand, „damit noch viele Feste und Veranstaltungen Menschen glücklich machen können“.
Übergangsregelung in Raesfeld
Nach seinen Worten wird der Restaurant- und Kegelbahnbetrieb ab dem 1. Oktober 2025 eingestellt. „Alle bereits gebuchten Gruppenveranstaltungen im ‚Lieb & Wert‘ sowie der komplette Hotelbetrieb bleiben vorerst bestehen“, so Wachtmeister.
Zum Abschluss erklärte er: „Ich gehe diesen Schritt mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Traurig, weil eine lange und bedeutende Zeit zu Ende geht, aber auch voller Vorfreude auf das, was kommt.“
Bereits im Juli dieses Jahres hatten die Naturparkhotel Raesfeld GmbH & Co. KG („Lieb & Wert“) sowie die Wachtmeister Catering und Event GmbH & Co. KG beim Amtsgericht Münster ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt. Ziel sei nach damaligen Angaben die wirtschaftliche Neuaufstellung beider Betriebe gewesen.
Erst im Frühjahr 2023 öffnete das Hotel Lieb & Wert nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wieder seine Türen, während das hauseigene Restaurant bereits seit dem 1. Mai 2022 in Betrieb war.
Der Raesfelder Monatsmarkt geht in die Winterpause: Am Donnerstag, 2. Oktober 2025, laden die Organisatoren von 14 bis 18.30 Uhr zum letzten Markt des Jahres auf den Rathausplatz ein.
Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Angebot und gesellige Stunden im Ortskern freuen.
Wie gewohnt präsentieren Händler ihre Produkte: von Gewürzen, Kräutern und Tees über Kleidung bis hin zu Haushaltswaren. Feinkost Oliven ist im Oktober allerdings nicht dabei.
Foto: Petra Bosse(Archiv
Kulinarische Vielfalt
Für den herzhaften Genuss sorgen der beliebte Fischwagen, der Wurstwagen von Bellendorf sowie der neue Foodtruck „Schlemmer Alarm“ von Arno Rüb. Weinliebhaber kommen am Stand von Markus Burg aus Reil auf ihre Kosten: Dort können ausgewählte Tropfen verkostet werden.
Treffpunkt zum Verweilen
Auch das Rathauscafé am Rathausplatz lädt zum Verweilen ein – ideal, um den Marktnachmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen oder den Besuch mit einem kleinen Spaziergang durch den Ortskern zu verbinden.
Maria Kowalksky sagt Danke. Foto: Petra Bosse/Archiv
Dank an Besucher und Händler
„Ich möchte mich herzlich bei allen Besuchern, unseren Händlern und unserem engagierten Markmeister Peter Süthold bedanken, die gemeinsam unseren Markt zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben. Ihre Unterstützung und Begeisterung bereichern unsere Gemeinschaft“, betont Maria Kowalsky, Vorsitzende des Ortsmarketings.
Wiedersehen im Frühjahr
Der Monatsmarkt in Raesfeld findet regelmäßig von März bis Oktober an jedem ersten Donnerstag im Monat statt. Mit dem Oktobermarkt geht die Reihe nun in die Winterpause – die nächste Auflage startet wieder im März 2026.
Mit der Kommunalwahl 2025 endet die Amtszeit von Bürgermeister Martin Tesing. Neben ihm scheiden auch 14 langjährige Ratsmitglieder aus, die über viele Jahre hinweg die Kommunalpolitik in Raesfeld entscheidend mitgestaltet haben.
Der Rat der Gemeinde vor der Kommunalwahl 2025. Foto: Petra Bosse
Einige Mitglieder ziehen sich aus Altersgründen zurück, andere aus privaten Gründen, und manche erhielten kein neues Mandat.
CDU mit mehreren Abgängen
Für die CDU scheiden Wilfried Theis, Benedikt Limberg, Karl-Heinz Tünte, Hans-Dieter Strothmann, Dietmar von Berswordt, Bernhard Bölker, Nicole Ostendorf und Julia Horn aus dem Gemeinderat aus.
Veränderungen bei SPD, UWG und Grünen
Auch in den Reihen der SPD kommt es zu einem Wechsel: Elke Rybarczyk, Helmut Hellenkamp und Thomas Fortmann werden künftig nicht mehr im Rat vertreten sein. Von der UWG scheidet Petra Nagel und Rupert Koller (nicht im Bild) aus. Bei Bündnis 90/Die Grünen endet die Ratsarbeit für Norbert Brömmel.
Neuanfang nach der Wahl
Mit diesen Veränderungen geht für viele ein Abschnitt aktiver Ratsarbeit zu Ende. Der neu gewählte Gemeinderat wird sich nach der Kommunalwahl konstituieren und die kommunalpolitische Arbeit in Raesfeld fortsetzen.
In Raesfeld leben derzeit 310 Flüchtlinge, verteilt auf Unterkünfte in Raesfeld, Erle und Homer. Die Zahl der Zuweisungen ist im laufenden Jahr deutlich gesunken und erreicht bislang nur rund 40 Prozent des Vorjahres.
In ihrer letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode stellte die Gemeinde Raesfeld am Montag die aktuellen Zahlen zur Flüchtlingssituation vor.
Bevölkerung in Raesfeld
Die Gemeinde Raesfeld zählt insgesamt 11.829 Einwohner. Davon besitzen 11.067 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit, was einem Anteil von 93,56 Prozent entspricht. Weitere 229 Einwohner (1,94 Prozent) stammen aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, 533 Personen (4,51 Prozent) kommen aus Drittstaaten.
Flüchtlinge wohnen in Raesfeld, Erle und Homer
Laut Verwaltung sind die Flüchtlinge auf mehrere Standorte verteilt: In Raesfeld gibt es 36 Unterkünfte mit insgesamt 281 Personen. In Erle sind drei Unterkünfte mit 25 Personen belegt, in Homer leben vier Personen.
Ordnungsamtsleiter Norbert Altrogge erklärte, dass die Zahl der Zuweisungen in diesem Jahr deutlich rückläufig sei. Im Jahr 2024 habe die Gemeinde noch 68 Menschen zugewiesen bekommen, bis Ende Mai 2025 seien es nur 27 gewesen.
Damit liegt der Wert bei knapp 40 Prozent des Vorjahresniveaus. Zum Vergleich: 2022 lag die Zahl bei 155, im Jahr 2023 bei 116 Zuweisungen.
Herkunft der Flüchtlinge
Unter den 27 zugewiesenen Menschen bis Mitte Mai 2025 befanden sich nach Angaben der Verwaltung zwölf Ukrainer, vier Personen aus Afghanistan, zwei aus Eritrea, zwei aus dem Iran und zwei aus der Türkei. Weitere Flüchtlinge stammten jeweils aus Angola, Guinea, dem Libanon, Pakistan und Somalia. Neue Flüchtlinge aus Syrien gab es nicht.
Ganz aktuell seien zwei Familien aus Afghanistan aufgenommen worden. Dabei handele es sich, so Altrogge, um ehemalige Ortskräfte und gefährdete Personen.
Flüchtlinge in Raesfeld: Herkunftsländer gesamt im Überblick
Die größte Gruppe unter den in Raesfeld lebenden Flüchtlingen stammt aus der Ukraine mit einem Anteil von 21,82 Prozent. Knapp dahinter folgt Syrien mit 20,75 Prozent sowie Afghanistan mit 6,26 Prozent und die Türkei mit 5,90 Prozent.
Weitere Herkunftsländer sind:
Serbien: 4,47 %
Kosovo: 4,65 %
Bosnien-Herzegowina: 4,29 %
Eritrea: 3,04 %
Russland: 2,50 %
Iran: 1,79 %
Guinea: 1,61 %
Irak: 1,43 %
Darüber hinaus entfällt ein Anteil von 16,82 Prozent auf sonstige Herkunftsländer.
Unterstützung und Integration
Die Betreuung der Flüchtlinge liege bei Integrationsbeauftragter Nicole Höbing. „Alle Alltagsfragen wie Anträge, Schule, Kita fallen bei mir an“, sagte sie. Neben persönlichen Besuchen gebe es zweimal wöchentlich eine Sprechstunde.
Unverzichtbar seien auch die rund 30 Familienpaten, die sich in der Kleiderkammer oder im Fahrradkeller engagierten. Diese organisierten nicht nur Aktionen für Mütter und Kinder, sondern planten auch weitere Angebote, wie etwa ein gemeinsames Laternenbasteln zu St. Martin.
Dank an die Ehrenamtlichen
CDU-Fraktionsvorsitzender Bernhard Bölker hob die Bedeutung der Helfer hervor: „Danke an alle Ehrenamtlichen für ihren Einsatz. Sie haben uns eine ganze Menge abgenommen und auch für ein gutes Miteinander in der Gemeinde gesorgt haben.“
Bald bezugsfertig: In Erle entsteht eine neue Unterkunft für Flüchtlinge. Der Rat hatte im Mai 2023 den Bau auf der früheren Hofstelle Braems beschlossen. Ab Mitte bis Ende Oktober ziehen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ein, die Belegung erfolgt schrittweise.
v. l: Bürgermeister Martin Tesing, Pascal Becker (Bauverwaltung), Integrationsbeauftragte Nicole Höbing sowie der Leiter des Ordnungsamtes Norbert Altrogge und der Leiter des Bauamts Bernd Roters, besichtigten am Montag gemeinsam die neuen Räumlichkeiten der Flüchtlingsunterkunft in Erle. Foto: Petra Bosse
Vor der letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode traf sich der Gemeinderat gemeinsam mit Bürgermeister Martin Tesing, Bauamtsleiter Bernd Roters, Pascal Becker, Ordnungsamtsleiter Norbert Altgrogge, Kämmerer Thomas Greving, dem Ersten Beigeordneten Markus Büsken sowie Integrationsbeauftragte Nicole Höbing und Verwaltungsmitarbeiter zu einer Besichtigung der neuen Flüchtlingsunterkunft und einem Pressegespräch.
Gemeinschaftsküche für jeweils drei Wohneinheiten. Foto: Petra Bosse
Acht Wohnungen mit besonderem Konzept
Das Gebäude umfasst acht Wohneinheiten mit einer Größe von jeweils 85 bis 87 Quadratmetern. Jede Wohnung verfügt über drei Schlafzimmer, einen Wohnbereich mit integrierter Küche und einen Hauswirtschaftsraum. Dieser steht dann jeweils zwei Wohnungen gemeinsam zur Verfügung. Auf ein innenliegendes Treppenhaus sei bewusst verzichtet worden. Die Wohnungen sind einzeln von außen erreichbar.
Die einzelnen Wohnungen im oberen Geschoss sind nur über eine Außentreppe erreichbar. Foto: Petra Bosse
„Wir haben so gebaut, dass wir wirklich in einem Einzelhaushalt auch eine Familie wohnen lassen können. Aus den insgesamt acht Wohnungen könnten dann Vier-Personen-Haushalte entstehen. Aber man diese aber auch darüber hinaus ganz individuell zusammenstellen. Sprich, dass zwei, drei Einzelpersonen in einem Raum wohnen können“, sagte Bürgermeister Martin Tesing.
Nutzung über die Flüchtlingssituation hinaus
Eine langfristige Planungsänderung sei nach Angaben von Bürgermeister Martin Tesing die kleinste Sorge, da das Haus bewusst so konzipiert worden sei, dass es auch nach Ende der Flüchtlingssituation weiter genutzt werden könne. „Die Wohnungen können wir auch weitervermieten und für den sozialen Wohnungsbau einsetzen. Das ist überhaupt kein Problem“, erklärte Tesing. Die Unterkunft eigne sich unabhängig von der aktuellen Lage ebenso für sozial schwache Menschen oder für Obdachlose, die die Gemeinde unterbringen müsse. „Es gibt immer Menschen, die kurz vor der Wohnungslosigkeit stehen“, betonte der Bürgermeister.
Jede Wohneinheit hat einem Nassbereich. Foto: Petra Bosse
Harmonische Belegung
Bei der Zuteilung der Wohnungen spiele ein gutes Miteinander eine wichtige Rolle. Integrationsbeauftragte Nicole Höbing verwies darauf, dass „bei der Belegung darauf geachtet wird, dass es eine harmonische Unterbringung ist und die beiden, die gemeinsam in einem Zimmer wohnen, sich auch ganz gut verstehen“. Falls nicht, könnte im Zweifel dann auch nochmal wieder gewechselt werden. Darüber hinaus werde bei der Auswahl berücksichtigt, dass die Flüchtlinge, die in das neue Haus ziehen, bereits seit längerer Zeit in der Gemeinde leben.
Nicole Höbing-Integrationsbeauftragte Gemeinde Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Ausstattung und Außenbereich
Die Wohnungen werden derzeit mit Mobiliar ausgestattet. Jede Einheit ist momentan einfach eingerichtet mit zwei Betten, Spinden sowie einem Tisch mit zwei Stühlen. Im Außenbereich sind neue Hecken und Bäume vorgesehen. Hausmeister und Integrationskraft unterstützen die Bewohner nicht nur beim Einzug, sondern bleiben auch dauerhaft als Ansprechpartner vor Ort.
Einfache, spartanisch ausgestattete Zimmer mit jeweils zwei Betten, Spind, Tisch und Stühle. Foto: Petra Bosse
Nachhaltige Bauweise
Nach Angaben von Bauamtsleiter Bernd Roters wurden ökologische Aspekte beim Bau bewusst berücksichtigt. „Das Gründach sorgt dafür, dass Regenwasser zurückgehalten wird und nicht sofort in die Kanalisation läuft. Zusätzlich haben wir eine unterirdische Versickerungsanlage eingebaut, die das Wasser von Dach und Straße aufnimmt. Beheizt wird das Gebäude über eine Luftwärmepumpe, die eine Fußbodenheizung im gesamten Haus versorgt“, erklärte Roters.
Gründach sorgt dafür, dass Regenwasser zurückgehalten wird. Foto: Petra Bosse
Bauzeit und Kosten
Die Arbeiten begannen im September 2023 und liefen bis September 2025. Für Neubau, Abbruch der alten Hofstelle und die Gestaltung der Außenanlagen veranschlagt die Gemeinde rund zwei Millionen Euro. Beteiligt sind 16 Handwerksbetriebe, zehn Raesfeld sowie weitere aus Lembeck, Borken, Bocholt und Stadtlohn.
In der ersten Oktoberwoche wird im südlichen Teil von Erle eine Überprüfung der Kanalisation durchgeführt.
Zwischen dem 1. und 6. Oktober 2025 setzen Fachfirmen im Auftrag der Gemeinde Raesfeld eine sogenannte Kanalvernebelung ein, um mögliche Fehlanschlüsse zu lokalisieren.
Ziel der Kontrolle
Die Maßnahme soll verhindern, dass Abwasser falsch eingeleitet wird. Laut Gemeinde entstehen Fehlanschlüsse, wenn beispielsweise eine Toilette an einer Leitung angeschlossen ist, die nur Regenwasser führen darf, oder wenn Dachrinnen versehentlich an Schmutzwasserleitungen angeschlossen werden. Solche Verwechslungen seien bei privaten Abwasserleitungen nicht selten.
Folgen von Fehlanschlüssen
Fehlleitungen können zur Verschmutzung von Gewässern führen, wenn Schmutzwasser in die Regenkanalisation gelangt. Umgekehrt kann Regenwasser in der Schmutzwasserkanalisation Pumpen und Kläranlagen überlasten. Durch die Vernebelung lassen sich solche Probleme leichter erkennen.
Ablauf der Vernebelung
Bei der Überprüfung tritt Nebel im Bereich von Kanaldeckeln, Abläufen oder Regenfallrohren aus. Nach Angaben der Gemeinde handelt es sich um Signalnebel, der unbedenklich ist und weder die Gesundheit gefährdet noch Schäden verursacht.
Der TSV Raesfeld lädt alle fußballinteressierten Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren zu einem Schnuppertraining ein.
Die Trainingseinheit findet am Samstag, 4. Oktober 2025, von 11 bis 12.30 Uhr auf dem Sportplatz des TSV Raesfeld, Zum Michael 23, statt. Ansprechpartnerin ist Nina Bonhoff, Tel. 01578 8328414.
Mädchenfußball beim TSV wächst weiter
Vor zwei Jahren hat der TSV Raesfeld eine eigene Mädchenabteilung gegründet. Inzwischen sind drei Teams – U15, U13 und U11 – im Spielbetrieb aktiv. Immer mehr Mädchen aus Raesfeld und der Umgebung finden hier den Spaß am Fußball und an der Gemeinschaft im Team. Betreut werden sie von engagierten Trainerinnen und Trainern.
Teil des „Tags des Mädchenfußballs“
Das Schnuppertraining ist eingebettet in den bundesweiten „Tag des Mädchenfußballs“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Mit dieser Initiative soll der Einstieg in den Fußball erleichtert werden. Mädchen können den Sport unverbindlich ausprobieren, ohne Leistungsdruck. Unterstützt wird die Aktion vom DFB, der kleine Überraschungen bereithält.
Einstieg in den Verein möglich
Das Schnuppertraining bietet Gelegenheit, erste Erfahrungen auf dem Platz zu sammeln und neue Freundschaften zu schließen. Wer Gefallen am Fußball findet, hat die Möglichkeit, in eine der bestehenden Mädchenmannschaften einzutreten.
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Vennekenweg in Raesfeld ein geparktes Fahrzeug beschädigt und ist anschließend geflüchtet.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall zwischen Freitag, 26. September, 17 Uhr, und Samstag, 27. September, 1.45 Uhr.
Der graue BMW war auf einem Grünstreifen abgestellt, als er von dem unbekannten Fahrzeug angefahren wurde. Der Verursacher entfernte sich anschließend von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern.
Polizei bittet um Hinweise
Das Verkehrskommissariat Borken ermittelt und sucht Zeugen, die Angaben zu dem Unfall machen können. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. (02861) 9000 entgegen.
Der Name „Goldener Herbst“ machte an diesem Tag alle Ehre: Farbenprächtig, duftend nach Bauernhof und frisch gemähter Wiese präsentierte sich am Sonntag der 32. Bauernmarkt auf dem Hof Stegerhoff in Erle.
Foto: Petra Bosse
Besucherandrang schon am Vormittag
Schon früh am Vormittag strömten Besucher über die Wiesen, viele aus den Nachbarorten, auffällig auch zahlreiche Kennzeichen aus dem Ruhrgebiet. Noch bevor der Markt offiziell um 11 Uhr eröffnete, zogen sich lange Autoschlangen Richtung Hof. Dass es diesmal besonders früh losging, bestätigte auch Aussteller Udo Ostwald aus dem Sauerland: „Wir waren das letzte Mal mit unserem Stand vor Corona hier. Da war der Markt schon sehr gut besucht, aber gefühlsmäßig denke ich, dass es diesmal doppelt so viele Besucher sind.“
Aussteller und Handwerker Udo Ostwald aus dem Sauerland. Foto: Petra Bosse
Markt als Erlebnis
Wer das Gelände betrat, konnte sofort sehen, dass es nicht nur ums Einkaufen, sondern ums Erleben ging. Für die Kleinen warteten ein Sandhügel mitten auf der Wiese, eine Schatzsuche im Heu oder eine Runde mit dem elektrischen Pony. Erwachsene schlenderten währenddessen zwischen den Ständen, probierten sich durch regionale Spezialitäten, entdeckten neue Pflanzen oder hielten an den Handwerksständen inne. Überall roch es nach frisch gebackenem Brot, nach Kräutern, nach Gemüse direkt vom Feld.
Schon früh am Sonntagvormittag strömten die Besucher aus nah und fern zum Bauernmarkt.
Frisches Obst, Gemüse und Blumen
Besonders umlagert war der Obst- und Gemüsestand vom Bauernhof Breil. „Gibt es hier etwas umsonst?“, fragte eine Frau angesichts der langen Schlange. „Nein, aber frische Äpfel vom Hof“, lachte Markus Breil, während er Wirsingköpfe verkaufte. Ein junger Mann erklärte, er liebe das frische Gemüse so sehr, dass er gleich drei Wirsing mitnahm. Auch Blumen fanden viele Abnehmer. Isa Bergmeier aus Dorsten erzählte, dass sie wie jedes Jahr Pflanzen mitnehme, weil diese lange hielten und sehr pflegeleicht seien.
Kartoffeln kennt jeder, aber mal ehrlich: Wirsing ist doch der wahre Star auf dem Teller. Das weiß auch Markus Breil, der auf dem Bauernmarkt in Erle regionale Produkte frisch angeboten hatte. Foto: Petra Bosse
Stimmen vom Markt
Unter den Gästen waren auch etliche Schermbecker. Ursula Hörning verriet, dass sie sich mit frischem Gemüse eingedeckt habe: „Einen Wirsing nehme ich für Kohlerouladen mit, und ein paar Panna habe ich auch in der Tasche.“ Besonders schätze sie die Vielfalt des Marktes, der für jeden etwas bereithalte und die Möglichkeit biete, einfach länger zu bleiben und mittags eine Kleinigkeit zu essen.
Deftiges, Süßes und Neues im Hofladen
Neben Reibekuchen, Würstchen und süßen Versuchungen war es vor allem der deftige Eintopf des ASB Kreisverbands Borken, der viele anlockte. Und auch im Hofladen von Stegerhoff, der in diesem Jahr zum ersten Mal geöffnet hatte, drängten sich die Besucher. Hier warteten zusätzliche Produkte direkt vom Hof und sorgten für neugierige Blicke und volle Einkaufstaschen.
Herbstliche Bepflanzungsideen und viele Gestaltungsmöglichkeiten präsentierte die Baumschule Grunewald aus Erle. Foto: Petra Bosse
Der landwirtschaftliche Ortsverband war mit einem Infostand vertreten. Foto: Petra Bosse
Landwirtschaft zum Mitmachen
Der landwirtschaftliche Ortsverband war mit einem Infostand vertreten. Dort konnten Kinder am Glücksrad kleine Preise gewinnen, und ganz nebenbei noch ihr Wissen über die Landwirtschaft testen. Eine der Fragen lautete etwa: „Wie viele Eier legt ein Huhn pro Jahr?“ Wer die Antwort nicht wusste, bekam sie schmunzelnd erklärt und lernte, dass Landwirtschaft nicht nur Arbeit, sondern manchmal auch Rätselraten sein kann.
Die Raesfelder Kappeshoheiten mit der Vorsitzende des Ortsmarketings Maria Kowalsky. Foto: Petra Bosse
Kappeshoheiten zu Gast
Mitten im Trubel zeigten sich auch die Kappeshoheiten: Kappes-Königin Birgitt Grotendorst und Prinzessin Katharina Meyering bummelten über den Markt, kamen mit vielen Besuchern ins Gespräch und verteilten hier und da ein Schnäpschen. Gleichzeitig nutzten sie die Gelegenheit, um auf den nächsten großen Termin aufmerksam zu machen: den Kappesmarkt in Raesfeld 2025, der am Samstag, 8. November, ab 11 Uhr beginnt und am Sonntag, 9. November, bis 18 Uhr andauert.
Isa Bergemann und Sohn aus Dorsten genossen die Vielfalt des Marktes. Foto: Petra Bosse
Am Ende des Tages zeigte sich Johannes Stegerhoff zufrieden. Foto: Petra Bosse
Zufriedener Gastgeber
So war der Bauernmarkt auf dem Hof Stegerhoff nicht nur ein Treffpunkt für Menschen aus der Region und dem Ruhrgebiet, sondern auch ein Fest für die Sinne mit Farben, Gerüchen und Eindrücken, die den Herbst in Erle spürbar machten. Am Ende des Tages zeigte sich auch Johannes Stegerhoff zufrieden. Kein Wunder, denn wie in den Jahren zuvor auch, spielte das Wetter beim 32. Bauernmarkt mit.
Als die letzten Gäste gegangen waren, hatten die Erler ihren Bauernmarkt endlich ganz für sich. Foto: Petra Bosse
In Erle haben Unbekannte das Informationsschild am jüdischen Friedhof mit schwarzer Farbe beschmiert. Der Heimatverein sieht darin nicht nur eine Sachbeschädigung, sondern auch einen möglichen antisemitischen Hintergrund. Die Polizei war vor Ort.
Am Donnerstag bemerkte ein Passant Schmierereien auf dem Informationsschild am jüdischen Friedhof in Erle und meldete den Vorfall direkt an den Vorsitzenden des Heimatvereins, Carlo Behler. Auf der Tafel stehen großflächig die Buchstaben „Ad“. Der Heimatverein hatte das Schild 2008 aufgestellt, um an die Geschichte des Ortes zu erinnern.
Foto: Petra Bosse
Einschätzung des Heimatvereins
Heimatvereinsvorsitzender Carlo Behler zeigte sich am Freitagmorgen tief betroffen. Er sprach von einer Sachbeschädigung und einer Störung der Friedhofsruhe. Darüber hinaus vermutet er einen antisemitischen Hintergrund. Das Schild verweist auf die jüdische Familie Cahn, die aus Erle stammt. Die Buchstaben „Ad“ könnten, so Behler, als Abkürzung für „Adolf“ gedeutet werden. „Der Verdacht liegt nahe“, sagte er. Nach seinen Worten handelt es sich um das einzige von 36 Geschichtsschildern im Ort, das bislang beschmiert wurde.
Antisemitische Beschmierung am Informationsschild am jüdischen Friedhof in Raesfeld-Erle. Foto: Petra Bosse
Bisherige Vorfälle und geplantes Vorgehen
Bislang blieb nach Angaben des Heimatvereins jedes der 36 Geschichtsschilder von Schmierereien verschont. Lediglich zwei andere Beschädigungen registrierte der Verein in den vergangenen Jahren. In der kommenden Woche wollen Ehrenamtliche die Verunreinigungen beseitigen. Dabei müssen sie besonders vorsichtig vorgehen, da Lösungsmittel die dünne Schutzschicht der Tafel angreifen können.
Foto: Petra Bosse
Meldung an RIAS
Der Heimatverein meldete den Vorfall an die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus. Mit diesem Schritt will der Verein erreichen, dass der Vorfall dokumentiert wird und Betroffene sensibilisiert werden.
Zeugenaufruf
Hinweise nimmt der Heimatverein Erle per E-Mail entgegen: [email protected].
Schon bald verwandeln sich die leerstehenden Räume von Hetkamp in eine kreative Bühne. Ab dem 3. Oktober präsentieren vier Kunstschaffende Malerei, Skulpturen, Plastiken und Fotografie auf 1000 Quadratmetern.
Das Projekt entstand aus einer spontanen Idee und wächst nun zu einer gemeinsamen Ausstellung, die einen ganzen Monat lang den Ortskern beleben soll.
Foto v. li.: Maria Kowalsky, Martin Cornelis Schmidt. Luzie Hetkamp, Michaela Wetter, Ulrich Kuhlmann und Jill Kuhlmann. Foto: Petra Bosse
Kunst zieht ins leere Ladenlokal
Am Freitag vor der Eröffnung herrschte geschäftiges Treiben: Es wurde geschleppt, geplant und ausprobiert, wo welches Werk am besten zur Geltung kommt. Platz genug ist da, um den Besucherinnen und Besuchern ein breites Spektrum zu bieten. Rund 30 Arbeiten pro Künstler sollen in der „Galerie auf Zeit“ zu sehen sein.
„Im Eingangsbereich wollen wir Skulpturen, Ölmalerei und abstrakte Arbeiten zeigen“, erklärt Martin Cornelis Schmidt. Ergänzt werde das Ganze im Obergeschoss durch abstrakte Fotografie und Malerei.
Künstlerin Jill Kuhlmann. Foto: Petra Bosse
Kunst zum Anfassen – und Kaufen
Die Ausstellung sei ausdrücklich nicht nur zum Anschauen gedacht. „Unbedingt! Das ist die einzige Absicht“, betonen die Künstler. Wer sich in ein Werk verliebt, könne es direkt erwerben.
Maria Kowalsky vom Ortsmarketing freut sich über die Kooperation: „Ich finde es schön, dass die Räumlichkeiten hier belebt sind, dass kein Leerstand ist für die Zeit, wo Nachfolger gesucht wird, und vielleicht ergibt sich dadurch ja auch was.“
Gemeinsam wollen sie das traditionsreiche Haus im Ortskern mit künstlerischem Leben füllen.
Luzie Hetkamp freut sich, dass die leerstehenden Räume wieder mit Leben gefüllt werden. Foto: Petra Bosse
Erinnerungen von Luzie Hetkamp – Ausstellung als Neubeginn
Für Luzie Hetkamp, die das Geschäft jahrzehntelang geprägt hat, ist es eine Herzensangelegenheit, dass die Räume nicht ungenutzt bleiben. „Ich habe 1966 geheiratet, 1967 haben wir das Geschäft eröffnet. Mein Mann war Tischlermeister im eigenen Betrieb. Er war für die Werkstatt zuständig, ich für das Geschäft. Diese Arbeit habe ich etwa 50 Jahre mit Leidenschaft verrichtet.“
Besonders seien für sie die Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern gewesen: „Viele waren ehrlich, aufrichtig und ambitioniert, daraus sind Freundschaften und schöne Erlebnisse entstanden.“ Auch heute sei sie kreativ tätig, etwa mit besonderen Schriftwerken und Karten: „Glück bedeutet es, wenn eine Idee geboren ist.“
„Jetzt ist das Haus leer, und es gehört noch immer mein Herz dazu. Deshalb freue ich mich, wenn ich andere Menschen darin sehe“, sagt Luzie Hetkamp. „Am Freitag, 3. Oktober, fängt es an.“
Michaela Wetter. Foto: Petra Bosse
Öffnungszeiten im Oktober
Die „Galerie auf Zeit“ ist vom 3. bis 31. Oktober geöffnet:
Freitags: 14 bis 20 Uhr
Samstags: 14 bis 20 Uhr
Sonntags: 11 bis 18 Uhr
Vita
Martin Cornelis Schmidt
Martin Cornelis Schmidt, geboren im Münsterland, entdeckte früh seine Leidenschaft für Licht, Farben und Gestaltung. Nach einer Ausbildung in einer Druckerei und einer Berufsausbildung zum Industrie- und Werbefotografen sammelte er zunächst Erfahrungen in der Werbebranche, unter anderem als Mitgründer und Artdirektor einer Agentur im Süden Deutschlands.
Martin Cornelis Schmidt mit Malerei und Fotografie. Foto: Petra Bosse
1991 gründete er in Düsseldorf ein eigenes Fotostudio mit Schwerpunkt auf Architektur- und Werbefotografie. Seit 2012 arbeitet er verstärkt international. Ergänzend zur kommerziellen Fotografie entwickelte er ab 2005 abstrakte Fotoserien, die bei nächtlichen Streifzügen durch Städte entstanden. Gewohnte Alltagsfragmente werden darin durch Licht, Farbe und Belichtung in neue Kontexte gesetzt.
Seine überwiegend großformatigen Werke, ob Fotografie oder Malerei, leben von Leuchtkraft, Farbigkeit und Struktur. In der Malerei arbeitet Schmidt mit Mischtechniken aus Öl-, Acryl- und Druckfarben, Ölkreide, Filz und Graphit auf Leinwand, stets intuitiv und abstrakt.
Maria Kowalsky vor einer Skulptur von Ulrich Kunstmann. Foto: Petra Bosse
Ulrich Kuhlmann
Ulrich Kuhlmann wurde 1966 in Bottrop geboren. Nach einer Lehre als Kunstschmied von 1982 bis 1985 studierte er von 1988 bis 1991 Bildhauerei an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn. Seit 1992 ist er als freischaffender Bildhauer tätig. Im Jahr 2004 schloss er sein Studium mit dem staatlichen Diplom im Fach Bildhauerei an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft ab. Kuhlmann lebt und arbeitet in Velen im Münsterland.
Skulptur von Ulrich Kuhlmann bei Kunst auf Zeit in Raesfeld. Foto: Petra Bosse
Parallel zu seiner künstlerischen Arbeit engagiert er sich seit 1992 als Lehrbeauftragter an der Alanus-Hochschule. Dort unterrichtet er regelmäßig im Bereich Metall und war zwischen 2003 und 2006 zusätzlich für das künstlerische Semester des Alanus-Werkhauses tätig. In den Jahren 2006/07 übernahm er einen weiteren Lehrauftrag an der Alanus-Hochschule mit Schwerpunkt auf der menschlichen Figur. Seit 2014 bietet er Bildhauerkurse über den Reiseanbieter SKR-Reisen sowie an der Akademie Schloss Raesfeld an.
Rund 200 Tonnen Spielsand sind in den vergangenen Tagen an die Kindertagesstätten der katholischen Kirchengemeinde St. Martin geliefert worden.
Insgesamt 357 Kinder in den Kitas der Kirchengemeinde Raesfeld-Erle-Rhedebrügge profitieren von der Aktion. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch eine Spende des Unternehmens Holemans.
Neue Sandflächen für sechs Einrichtungen
In der Kita Rhedebrügge war die Freude besonders groß, als gleich zwei LKW-Ladungen mit frischem Spielsand ankamen. Allein hier wurden rund 30 Tonnen angeliefert. Das gleiche Bild zeigte sich in den weiteren Einrichtungen der Kirchengemeinde St. Martin. Insgesamt sind es sechs Kitas, die derzeit mit neuem Sand versorgt werden. Die Gesamtmenge beläuft sich auf fast 200 Tonnen, verteilt auf sieben LKW-Fuhren aus dem Holemans-Kieswerk in Wesel.
Die Firma Holemans aus Wesel stellt eine komplette LKW-Ladung mit etwa 30 Tonnen Sand kostenfrei zur Verfügung. Foto: St. Martin
Entscheidung für Austausch
Nach Angaben von Ute Anschlag, Verbundleitung Kirchengemeinde St. Martin, sei der bisherige Sand zunehmend verunreinigt gewesen. Deshalb habe man sich gemeinsam mit den Verantwortlichen im Bistum für den Austausch entschieden. Damit werde sichergestellt, dass die Kinder in den Außenbereichen wieder unbeschwert spielen können.
Spende unterstützt die Aktion
Ein Teil der Lieferung ist gespendet: Holemans stellt eine komplette LKW-Ladung mit etwa 30 Tonnen Sand kostenfrei zur Verfügung. Unternehmenssprecher Jürgen Fröhlich betonte bei der Anlieferung: „Ohne das Engagement von Mitarbeitenden und Eltern könnten viele Kindergärten, Tageseinrichtungen und Schulen die hohen Ansprüche an Bildung und Betreuung kaum erfüllen. Mit der Spende eines LKW Sand möchten wir unsere Wertschätzung ausdrücken.“
Zugleich verwies er auf die Bedeutung der regionalen Rohstoffgewinnung: „Lokale Sand- und Kiesförderung ermöglicht nicht nur stabile Baupreise, sondern auch kurze Transportwege, etwa für die Ausstattung von Spielplätzen.“
Begeisterung bei den Kindern
Während die Erwachsenen über Organisation und Hintergrund sprachen, nutzten die Kinder die Gelegenheit sofort: Kaum war der Sand abgeladen, begannen sie, die neuen Spielflächen zu erkunden. Auch Verbundleitung Ute Anschlag ließ es sich nicht nehmen, den frischen Sand persönlich auszuprobieren.
Ein Fundstück aus dem Archiv: Im Jahr 2009 wurde in der Gaststätte Brömmel-Wilms ein ganz besonderes Bier vorgestellt – das „Femeichen-Bier“.
Ein altes Video erinnert an den Abend, als Bürgermeister Andreas Grotendorst selbst den Zapfhahn in die Hand nahm und damit für Lacher, Schaum und Heimatgefühl sorgte.
Der erste Fassanstich
Mit Schürze und einem breiten Grinsen stellte sich Grotendorst an das Fass. Der erste Schub Bier floss nur zögerlich, doch der Bürgermeister konterte charmant: „Ich habe das gerade extra langsam gemacht, denn ich habe ja alle eure gierigen Blicke gesehen.“ Am Ende fasste er die Idee des Abends in einem Satz zusammen: „Wir trinken hier ein Stück Heimat, wir trinken hier auch Erle. Prost!“
Bier mit regionalem Charakter
Der Name „Femeichen-Bier“ war eine Hommage an die altehrwürdige Eiche, die in der Region seit Generationen ein Symbol ist. Dass ein Bier nach ihr benannt wurde, empfanden die Gäste damals als pfiffige und bodenständige Idee.
Die Idee hinter dem Bier
Gastwirt Arno Brömmel hatte schon länger mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Bier zu kreieren. „Kann man nicht etwas machen, das zur regionalen Küche passt und gleichzeitig ein Stück Heimatgefühl vermittelt?“, fragte er und fand die Antwort im „Fehmeichen-Bier“.
Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google übermittelt.
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Die Bahnhofstraße in Borken-Marbeck wird saniert und dafür abschnittsweise gesperrt.
Betroffen ist auch der Knotenpunkt L829/K7, der im Oktober nicht befahrbar sein wird. Für den Verkehr ist eine großräumige Umleitung über Borken eingerichtet.
Vollsperrung bis Anfang November
Die Bahnhofstraße (L829) in Marbeck bleibt zwischen der Einmündung Rhader Straße (K7) und der Einmündung Buschhausen bis Freitag, 7. November 2025, in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Grund dafür ist eine umfassende Fahrbahnsanierung.
Zusätzliche Sperrung des Knotenpunktes L829/K7
Neben der durchgehenden Sperrung ist auch der Knotenpunkt L829/K7 betroffen. Dieser wird von Montag, 6. Oktober, bis Sonntag, 26. Oktober 2025, vollständig für den Verkehr geschlossen.
Umleitung über Borken
Während der Bauarbeiten ist eine großräumige Umleitung über Borken eingerichtet und entsprechend ausgeschildert. Die Stadt Borken weist darauf hin, dass es im genannten Zeitraum zu Verzögerungen und Einschränkungen kommen kann.
Hinweis der Stadt Borken
Die Verwaltung bittet Anwohnende sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die Einschränkungen und bedankt sich für die Geduld während der Bauzeit.
Ein Himmel voller Farben: Am Sonntag, 28. September, lädt der Luftsportverein Borken von 11 bis 18 Uhr zum Drachenfest auf den Flugplatz Hoxfeld ein.
Familien, Kinder und Drachenfreunde können ihre eigenen Drachen steigen lassen oder die spektakulären Großdrachen bestaunen. Neben Mitmachaktionen und Spielen gibt es Einblicke in die Welt des Segel-, Motor- und Ballonfliegens.
Bunte Drachen am Himmel über Borken
Der Himmel über Hoxfeld verwandelt sich in eine riesige Leinwand. Riesige Elefanten, Tintenfische, Schmetterlinge oder sogar eine Bierflasche steigen in die Lüfte. Für die Dauer des Festes ist das Fluggelände für den regulären Betrieb gesperrt und steht allen Drachenfreunden offen.
Ein Fest für die ganze Familie
Das Drachenfest bietet ein buntes Programm für Kinder und Erwachsene. Auf den Wiesen locken Spiele, Wettbewerbe und Mitmachaktionen. „Auch Neustarter, die das Drachensteigen erst kennenlernen möchten, finden Hilfestellung durch erfahrene Drachenpiloten, die ihr Wissen gerne teilen“, erklärt Vereinsmitglied Arne Günther.
Genuss und Gemeinschaft
Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Würstchen, Waffeln, Kuchen und Getränke warten auf die Besucher. Sitz- und Picknickmöglichkeiten laden dazu ein, den Tag entspannt zu verbringen. Der Luftsportverein betont, dass das Drachenfest von Beginn an ohne Eintritts- und Parkkosten organisiert wurde.
Blick hinter die Kulissen des Flugsports
Neben dem Drachensteigen können Besucher auch die Faszination des Fliegens erleben. Interessierte dürfen das Innenleben eines Hochleistungssegelflugzeugs erkunden oder die Arbeit der Ballonfahrer kennenlernen. „Das Fest lebt von seiner fröhlichen Atmosphäre, in der die Besucher aktiv mitgestalten können“, so Günther.
Am 29. September steht im Rat der Gemeinde Raesfeld die Entscheidung an, ob die im Jahr 2020 angesetzte Bilanzierungshilfe aus der Corona-Pandemie in Höhe von 299.189,12 Euro vollständig gegen das Eigenkapital ausgebucht wird.
Damit könnte das einmalige Recht aus dem NKF-CUIG genutzt werden, um künftige Haushalte nicht mit zusätzlichen Belastungen zu belasten.
Hintergrund: Corona-Folgen für den Haushalt
Die Corona-Pandemie hatte ab 2020 erhebliche Auswirkungen auf die kommunalen Finanzen. Wegen sinkender Einnahmen und steigender Ausgaben drohten vielen Städten und Gemeinden hohe Defizite. Um die Folgen abzufedern, trat in Nordrhein-Westfalen das NKF-COVID19-Isolierungsgesetz (NKF-CIG) in Kraft. Es erlaubte den Kommunen, pandemiebedingte Belastungen als außerordentlichen Ertrag zu verbuchen und bilanziell gesondert zu erfassen – als sogenannte Bilanzierungshilfe.
In Raesfeld wurde im Jahresabschluss 2020 eine Belastung von knapp 300.000 Euro ermittelt und als Bilanzierungshilfe eingestellt.
Gesetzliche Regelung zur Abschreibung
Nach § 6 NKF-CUIG müsste diese Bilanzierungshilfe ab 2026 linear über maximal 50 Jahre abgeschrieben werden. Das würde bedeuten, dass jedes Jahr ein Teil der Summe als Aufwand in den Haushalten auftaucht und so die Ergebnisse schmälert.
Alternativ sieht das Gesetz vor, dass die Gemeinden im Jahr 2025 für die Aufstellung der Haushaltssatzung 2026 einmalig entscheiden können, den Betrag vollständig gegen das Eigenkapital erfolgsneutral auszubuchen.
Empfehlung der Verwaltung
Die Verwaltung schlägt laut Beschlussvorlage vor, von diesem Recht Gebrauch zu machen und die Summe in Höhe von 299.189,12 Euro komplett auszubuchen. So würden der Haushalt 2026 und die Folgejahre nicht zusätzlich belastet.
Am 29. September soll der Rat nun über die endgültige Vorgehensweise entscheiden.